Nr. 74 Erstes Blatt Sonntag den 28. Marz 1886 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. 9«TM«t «churstraße 7. Erscheint nrtt ««mahme ta ?^elj»hrlich 2 Mark 20 Pf. mit Brtafttto^Ä. w ’ Durch bte Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 5S Pl. l 1 »L«a-«»MN«V>IN»>«U7 xu3BtBVKaonmM^~^n^iW in»umninn Amtlicher Hßeit. Gefunden: 2 Leibgurten, 1 goldener Ning mit Stein, 1 Zwicker, 1 seid. Tüchelchen, 1 Griffelkasten. Zugelaufen: 1 Ente. Gießen, am 27. März 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutschland. Berlin, 26. März. Zur kirchenpolttischen Vorlage hat Bischof Kopp ein Amendement eingebracht, nach welchem die Bestimmung wegfällt, daß vom Staate als minder genehm bezeichnete Personen nicht als Lehrer oder Leiter theologischer Seminare verpflichtet werden können, ferner sollen die Bestimmungen über die Berufung an den Staat aufgehoben werden, endlich soll das Lesen stiller Messen und die Spendung von Sterbesacramenten unter allen Umständen, und nickt bloS in Nothfällerz. straffrei sein. Karlsruhe, 26. März. Der Erbgroßherzog hatte in der Nacht ge- uügenden Schlaf. Die Gelenk-Affection ist noch immer wechselnd, aber gering. Die Pleuraergüsse auf der rechten Seite sind unverändert, die auf der linken Seite sind nahezu vollständig zurückgegangen, das Fieber ist mäßig. Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Schweden sind heute Vormittag hier eingetroffen. Dänemark. Kopenhagen, 26. März. Der König erließ heute ein vorläufiges Finanzgesetz für 1886/87 und motivirt dessen Schritt durch die Weigerung de« Folkethings, die eingebrachte Budgetvorlage zu discutiren. Das Gesetz ermächtigt die Regierung, die bestehenden Steuern zu erheben und die nothwen- digen Ausgaben zu bestreiten, jedoch die Budgetvorlage nicht zu überschreiten. England. London, 26. März. Unterhaus. Gladstone zeigt an, er hoffe, den Wortlaut seines Antrages, betr. die Einbringung der Bill über die künftige Regierung Irlands, dem Hause am nächsten Montag oder Dienstag mitzutheilen. Bryce erwiderte auf eine Anfrage, in seiner Antwort vom 11. d. Mts. betreffs der Küste von Zanzibar habe er von keinem Abkommen mit Frankreich oder Zanzibar gesprochen. Das Einvernehmen mit Deutschland sei kein formelles. Die Regierung sei aber überzeugt, daß dasselbe beachtet werde. Eine Mttthei- lung darüber, wann die Arbeiten der Grenzcommission von Zanzibar beendet sein würden, sei noch unmöglich. — Oberhaus. Granville erklärt, die Occupation der neuen Hebriden durch Frankreich anlangend, es unterhandle die Regierung in Folge der von der französischen Regierung angeregten Idee, die australischen Kolonien möglicher Weise anzunehmen, gegenwärtig mit Frankreich. Eine weitere Mittheilung darüber erscheine aber im gegenwärtigen Stadium unzweckmäßig. — Dem „Amtsblatt" zufolge wird der Packetpostverkehr mit Norwegen am 1. April eröffnet. Zlußkand. Petersburg, 26. März. Der Kaiser ist aus Gatschina eingetroffen. Derselbe empfing Nachmittags die außerordentliche bucharische Gesandtschaft, welche ein Schreiben de« Emirs von Buchara und reiche Geschenke überbrachte. Vor- -her ertheilte der Kaiser dem französischen Botschafter Appert eine Abschiedsaudienz. Hriechenlano. Athen, 26. März. Das „Amtsblatt" publicirt die Einberufung von Zwei Reserveklaffen zum 4. April. Amerika. Washington, 26. März. Schatzsecretär Manning, der kürzlich von einem schlagflußähnlichen Anfall getroffen wurde, dürste durch seinen Gesundheitszustand genöthigt werden, seine Entlastung zu geben. Reichstag. E. R. Berlin, 26. März 1886. Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärt Abg. Haine (Soc.-Dem.), daß die neulichen Bemerkungen des Ministers t). Friedberg im preuß. Abgeordnetenhaus nicht zutreffen; er hält Alles aufrecht und ersucht den Minister, die Acten einzusehen und danach zu verfahren. Es felgt die zweite Berathung des Branntwein-Monopols. Die Commission, Referent Abg. Frhr. v. Hertling (Ctr.), beantragt, die Vorlage abzulehnen. Fürst Bismarck begründete zunächst fein Fernbleiben von den Commissionsverhandlungen mit dem Hinweise darauf, daß die Sache ja vorher abgemacht gewesen sei. Er habe volle sechs Monate an der Sache gearbeitet, aber der Opposition fei die Zeit vom 22. Februar bis zum 4. März genügend gewesen, um den Vorschlag abzulehnen. Derselbe mar von vornherein nach der bekannten Maxime todt, wir kennen die Absichten nicht, aber wir mißbilligen sie. Die Ablehnung sei erfolgt, ohne daß die Bedürfnißfrage geprüft sei und ohne daß man sich darüber schlüssig gemacht, wie den vorhandenen Bedürfnissen auf andere Weise zu genügen wäre. Der Reichskanzler wendet sich sodann gegen die Ausführungen des Abg. Richter bei der ersten Lesung und fährt dann fort: Ich weiß nicht, wie lange ich noch die Geschäfte werde leiten können; ich will das Reich auf eigne Füße stellen, aber das wird nicht durch den Weg erreicht, den sie wollen, durch die Parlamentsherrschaft. Ich sehe das Heil des Reichs, in einem starken Kriegsheer und in der Zuftiedenheit seiner Bewohner. Wenn die Mehrheit des Reichstags aber sich den Intransigenten und Feinden des Reiches zuneigt, kann ich einen sicheren Angelpunkt der deutschen Einheit im Reiche nicht mehr erblicken. Man sollte von den Cinzelstaaten hier nicht sprechen, daß sie nicht Kostgänger des deutschen Reiches sein sollen, sie sind doch bei dem viel bescheidenerem Zollverein Kostgänger gewesen; das Reich und die Einzelstaaten sind doch schließlich dasselbe. Moge .es den Königen von Preußen, Bayern und Sachsen nur nicht gereuen, ihre Macht in die Hände dieser Reichstagsmajorität gelegt zu haben; die Folge einer solchen Reue würde doch die Rückgängigmachung jenes Schritts sein — natürlich aus friedlichem Wege. Eine Auflösung des Reichstags wäre zwecklos, denn die Meinung des Volkes kommt bei den Wahlen gar nicht klar zum Ausdruck. Das deutsche Reich kann aber auch Gefahren ausgesetzt sein, die nickt aus inneren Verhältnissen entspringen. Das deutsche Reich muß durch Verminderung des öffentlichen Druckes gegen Verwickelungen jeder Art gerüstet sein, die sociale Reform muß gefördert werden, benutzen wir dazu, die ifn§ jetzt beschiedene Friedenszeit. Lehnen Sie das Monopol ab, so werden wir eine Steuer auf den Consum des Branntweins einbringen. Wird auch diese abgelehnt^ dann wird der preußische Landtag zur Bewilligung der Mittel durch eine Licenzstcuer aufgefordcrt werden. (Beifall rechts.) Abg. v. Helldorf (Kons.) hält nach den Verhandlungen der Commission die Vorlage für aussichtslos; feine Partei sei aber für eine höhere Besteuerung des Branntweins; sie wolle jedoch nicht gegen die Vorlage stimmen und weil der Beschluß der Commission ihnen ein Ja unmöglich mache, so werden seine Freunde sich bei der Abstimmung der Stimmabgabe enthalten. Abg. v. Fischer (nat.-lib.) erklärt für sich und einen Theil seiner süddeutschen Freunde, für das Monopol stimmen zu wollen. Abg. Richter (dft.) stellt zunächst einige Aeußcrungen des Reichskanzlers richtig, der ihn mit Unrecht beschuldige, ibn persönlich als beim Brennereibetrieb interessirt angegriffen zu haben. Er erwarte, oaß die Regierungspresse dies wiedergiebt und nicht unterdrückt. Die Behandlung, die die Vorlage gefunden, war durch die ungenügende Begründimg gerechtfertigt; die Zahlen der Vorlage sind keineswegs mit den heute vour Reichskanzler angeführten übereinstimmend. Wir sind durchaus für eine höhere Branntweinsteuer, aber nur, wenn dafür andere Steuern z. B. die Salzsteuer erlassen werden. Der Reichskanzler hat heute eine neue Branntweinsteuer augekündigt; müssen wir da nicht vorsichtig sein und fürchten, daß diese Steuer eine Brücke zum Monopol wird. Und so schnell ist diese Steuervorlage fertig geworden, die selbst die Nationalliberalen für das nächste Jahr erwartet und gewünscht haben. Der Reichskanzler hat es, wie er sagt, mit dieser Vorlage eilig, denn man wisse nicht, wer 1887 noch am Leben sei. So sehr soll also die Schöpfung des Reichskanzlers auf zwei Augen gestellt fein, daß wir mit athemloser Hast diese Gesetze machen sollen'? Der Reichskanzler hat sich gegen einen Staatsstreich verwahrt, hat aber die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß die Fürsten einst Reue empfinden und den Schritt, ihre Rechte theilweis an das Reich abgetreten zu haben, rückgängig machen. Das widerspräche aber der Verfassung; der Fürst, der das thäte, wäre ein Revolutionär. Je näher auswärtige Verwickelungen liegen, desto mehr müssen wir uns hüten, solche Vorlagen anzunehmen, die den inneren Frieden stören! (Lebhaftes, wiederholtes Bravo links, in welches endlich auch Fürst Bismarck einstimmt. Große Heiterkeit.) Fürst Bismarck: Der Vorredner hat gemeint, daß wenn die Fürsten ihre Rechte vom deutschen Reiche wieder zurücknehmen würden, dies revolutionär und unmöglich wäre. Sind denn nicht 1866 unter dem Beifall von ganz Deutschland Verträge und Verfassungen geändert und aufgehoben worden? Abg. Richter klagt über die große Steuerlast, aber ich klage ihn hier an, daß er nicht die Hand dazu bietet, sie durch einen anderen Steuermodus zu erleichtern. Wie sehr seine Partei, wie er sagt, das Reich schützt, zeigt ja die Ablehnung der Neichsverfassung seitens seiner Partei, und seit dieser Zeit hat dieselbe immer das Gegentheil von dem gewollt, was die Regierung wollte. (Heiterkeit rechts.) Daß Alles auf zwei Augen beruhe, habe ich nicht gesagt, das hat sich der Herr Abgeordnete zurecht conftruirt. Die ungerechten Steuern, so die Zuschläge der Miethssteuer, der Haussteuer, der Grundsteuer, vermehren die Verstimmung. — Diese Ungerechtigkeit möchte ich abgeschafft sehen; der Abg. Richter hält das aber für unmöglich und erklärt sich dagegen. Meine Behauptung, daß der Abg. Richter mir die Berücksichtigung persönlicher Interessen bei meinen Gesetzes^ vorlagen vorgeworfen hat, halte ich aufrecht; ich möchte ihn ersuchen, doch einmal aus feine Immunität als Abgeordneter zu verzichten, damit die Gerichte zur Klarstellung Gelegenheit erhalten, ob dies eine Beleidigung ist. Hierauf wird die Debatte bis morgen vertagt. In einer persönlichen Bemerkung erklärt Abg. Richter nochmals, daß feine Aeußerung mit dem Reichskanzler' persönlich in gar keinem Zusammenhänge stand; auf seine Immunität zu verzichten, habe er indessen gar keine Veranlassung, namentlich nicht, so lange der Herr Reichskanzler selbst sich in ähnlichen Fällen durch seine Eigenschaft als Offizier vor dem Civilgerichtshofe geschützt habe. Telegraphische Depeschen. Wolss'S telegr. Sitzung Großherzoglicher Handelskammer Gießen vom 21. Februar 1886.] Gegenwärtig waren die Herren Silbereisen, Katz, Koch, Scheel, Zinßer. Es wurde beschlossen, eine Petition gegen die Branntwein-Monopolvorlage nunmehr auch an den Reichstag zu richten. Der Petition soll der Inhalt der diesbezüglichen Eingabe an die Großherzogliche Staatsregierung zu Grunde gelegt werden. Die Redaction der Petition an den Reichstag wurde zum Zweck der Vornahme verschiedener Abänderungen gegenüber dem Inhalte der Eingabe an die Staatsregierung einer Commission, bestehend aus Herrn Silbereisen und Katz, übertragen. Auf eine Anfrage des Vororts der hessischen Handelskammern hinsichtlich der Stellungnahme zu der projectirten Erhöhung des Wollzolles beschließt die Kammer, dem Vororte die Mittheilung zu machen, daß sie sich gegen ein derartiges Project aussprechen müsse. An die Kammer erging die Einladung zur Beschickung der am 12. und 13. März l. Is. stattfindenden Sitzung des Deutschen Handelstags und sollen die Beschickung und die Gegenstände der mitgetheilten Tagesordnung in der nächsten Sitzung zur Berathung kommen. Dem Präsidium des Deutschen Handelstags wird auf sein Ersuchen die Eingabe der Handelskaminer an die Staatsregwrung und den Reichstag, das Branntweinmonopol betr., zur Kenntnißnahme mitgetheilt. sSitzung Großherzoglicher Handelskammer vom 8. März 1886.] Gegenwärtig waren die Herren Silbereisen, Heichelheim, Katz, Klingspor, Scheel, Zinßer. Es wurde beschlossen, den ain 12. und 13. März tagenden Deutschen Handelstag zu beschicken und Herr A. Katz zum Vertreter der Handelskammer auf dem Handelstage gewählt. Herr Katz wurde ferner beauftragt, der Besprechung der Vertreter verschiedener Handelskammern, betr. die Kanalisation der Fulda, bei Gelegenheit des Zusammentritts des Handelstags beizuwohnen. Der Redaction der „Hessischen Volkszeitung" sollen auf ihr Ersuchen die Auszüge aus den Sitzungsprotokollen der Handelskammer in gleicher Weise, wie den beiden anderen hiesigen Blättern mitgetheilt werden. Von dem Herrn Staatssecretär des Reichspostamts geht der Handelskammer ein Circular zu, in welchem die Handelskammern um ihre Mitwirkung zur Beseitigung der Hindernisse ersucht werben, welche sich der Abwickelung des Postbestellungsdienstes in Folge ungenauer und unvollständiger Abfassung der Adressen entgegenstellen. Der Inhalt des Circulars ist folgender: „Seitens der Reichspostverwaltung ist schon wiederholt in den öffentlichen Blättern darauf hingewiesen worden, wie sehr die ordnungsmäßige Abwickelung des Postbestellungsdienstes durch die Sendungen mit mangelhaften und unvollständigen Aufschriften beeinträchtigt werde. Leider haben diese Bemühungen der Verwaltung zu einer Besserung des bezeichneten Uebclstandes nicht geführt; im Publikum scheint vielmehr die Ansicht immer mehr Boden zu gewinnen, daß bei Abfassung der Adressen auf Genauigkeit und Vollständigkeit ein besonderer Werth nicht zu legen sei, da es der Post schon gelingen werde, dm richtigen Empfänger zu ermitteln. So ist es ru erklären, daß die Zahl der mangelhaft adressirten Postsendungen in einem geradezu erschreckenden Umfange zugenommen hat. Allein beim Stadtpostamt in Berlin gehen täglich mehr als 8000 Briefe rc. mit unvollständiger Aufschrift ein; ähnlich ungünstige Wahrnehmungen sind bei allen übrigen Postanstalten in größeren Orten des Reichs-Postgebiets gemacht worden. Durch das Anwachsen dieser Sendungen ist ein empfindlicher Rothstand im Postbestellungsdienste hervorgerufen worden, der im eigenen Interesse des Publikums dringend der Abhülfe bedarf. Auf der einen Seite wird das Destellungsaeschäft verlangsamt, da die Vervollständigung der Adressen sehr viel Zeit uno Mühe erfordert und zu diesem Zwecke besondere Beamten beschäftigt werden müssen. Auf der anderen Seite entstehen durch mangelhaft beschaffene Aufschriften für den Absender stets Nachtheile. Entweder kann die Sendung, deren Aufschrift verschiedene Rückfragen, bezw. das Nachschlagen von Adreßbüchern ?c. erforderlich macht, nur mit erheblicher Verzögerung dem Empfänger zugeführt werden, oder sie wird überhaupt unbestellbar. In Berlin bleiben trotz der umfangreichsten und sorgfältigsten Ermittelungen, welche in Bezug auf jede solche Sendung vorgenommen werden, täglich mehr als 1200 Briefe und Drucksachen unanbringlich. Eigcnthümlicherweise geben gerade die aus kaufmännischen Kreisen her- rührenden Briefe rc. der Post zu Magen über Unvollständigkcit der Adressen besondere Veranlassung. Gestützt auf diese Warhuehmung und da durch die unmittelbare Einwirkung der Verwaltung auf das Publikum bisher ein sichtbarer Erfolg nicht erzielt wocden ist, beehre ich mich an die Großherzoglich Hessische Handelskammer das Ersuchen zu richten, Ihren Einfluß gefälligst dafür zu verwenden, daß die Geschäftswelt zu besseren Gewohnheiten bei Herstellung der Briefaufschriften übergebt. In vielen Fällen ist allerdings der Absender nicht im Stande, eine genauere, den Anforderungen entsprechende Aufschrift der Sendungen herzustellen, da der Empfänger es vorher unterlassen hatte, die nöthigcn Angaben hierzu zu liefern- Dies trifft namentlich in ganz besonderem Maße für den Handelsstand zu- Denn es wird in Deutschland im kaufmännischen Verkehr noch immer nicht allgemein die zweckmäßige Hebung befolgt, in der Unterschrift oder im Vordruck am Kopfe der Geschäftsbriese, Wechsel. Rechnungen, Ankündigungen, auf der Außenseite der Briefe u. s. w. der Firmenbezeichnung eine Angabe über die Lage der Wohnung bez. der Geschäftsräume des Absenders nach Straße und Hausnummer hinzuzufügen. Es gilt dies vorzugsweise von den Inhabern kleinerer Geschäfte, von neu entstandenen und weniger bedeutenden Firmen Um den Anschein zu erwecken, als sei ihr Geschäft ein allgemein bekanntes, vermeiden derartige Geschäftsinhaber nicht selten absichtlich, in ihrem Briefoerkehr neben ihrer Firmenbezeichnung eine nähere Angabe zu machen- Hierzu kommt außerdem, daß in der Geschäftswelt vielfach die irrthumliche Ansicht besteht, die in das Handelsregister eingetragenen Handelsfirmen hätten ein Vorrecht auf die Empfangnahme der Postsendungen mit unbestimmten Aufschriften. Ein solches Vorrecht besteht indeß nicht und kann ohne Schädigung begründeter Rechte anderer Empfänger und schon mit Rücksicht auf die gebotene Wahrung des Briefgeheimnisses nicht einge< räumt werden- In diesen Verhältnissen ist allerdings nicht der alleinige Grund für die mangelhafte Beschaffenheit der Briefaufschriften zu suchen- In vielen Fällen liegt ein unmittelbares Verschulden der Absender vor, welche ihrerseits sich nicht immer hinreichende Mühe geben, die richtige Adresse der Empfänger zu ermitteln und anzuwenden. Die Versender von Drucksachen, enthaltend Ankündigungen und Ge- schäftsanzeigen verschiedener Art für Beamte, Offiziere rc- entnehmen meistentheils deren Namen re. veralteten Adreßbüchern, Beamtenkalendern, Ranglisten u-s- w. und ziehen es vor, die Wohnungsangabe in der Aufschrift ganz wegzulassen, in der Annahme, daß die Empfänger inzwischen die Wohnung geändert haben könnten. Ja es wird vielfach von den Auflieferern die Wohnunasangabe absichtlich unterlassen, weil die Herstellung von Briefaufschriften mit Nennung-cher Straße und Hausnummer mehr Zeitaufwand erfordert. Besserung in diesen Verhältnissen kann mir herbeigeführt werden, wenn im Publikum die Ueberzeugung Platz greift,, daß dasselbe in erster Linie die Verpflichtung habe, die Aufschriften so bestimmt und vollständig abzufassen, daß über die Person des Empfängers Zweifel nicht aufkommen können. Rach dieser Richtung hin eine Einwirkung auszuüben, dazu dürften die Handelskammern vorzugsweise in der Lage sein. Ich zweifle nicht, daß in den geschilderten Zuständen Wandel geschaffen werden würde, wenn die Handelskammern auch hierin, wie dies bereits in früheren ähnlichen Fällen bereitwilliger^ weise geschehen ist, der von der Reichs - Postoerwaltung gegebenen Anregung, freundlichst entsprechen wollten. v. Stephan." ** Gießen, 27. März. sLiebig - Denkmal.] Aus dem Ergebniß einer allgemeinen Subscription sollen in München und in unserer Stadt Denkmäler errichtet werden zu Ehren des berühmten Chemikers Freiberrn Justus von Liebig, der sich besonders in Gießen hohe Verdienste um die Wissenschaft erworben hat. Das von Fritz Schaber in Berlin entworfene Modell ist in der Aula des Universitätsgebändes ausgestellt und verspricht ein würdiges Monument, welches vor der Universität seinen Platz finden soll. Ein Granitsockel von beträchtlicher Höhe mit der Inschrift: „Justus Liebig, Gießen 1824—1852 trägt die Statue, welche in Bronce ausgeführt werden soll, wie die beiden allegorischen Figuren zur 'Rechten und zur Linken des Piedestals. Die weibliche Gestalt rechts mit Sichel, Kornbündel und Füllhorn stellt die Landwirthschaft dar, während wir links eine andere weibliche Gestalt mit einem aufgeschlagenen Buche und einem Bilde, von dem sie soeben den Schleier- gezogen, finden, in dieser ist die Wissenschaft zu erkennen. Das Ganze macht einen erhabenen Eindruck und zeugt von sauberer Ausführung sowohl wie von genialer Auffassung, mit welcher der Meister seinen Entwurf vorbereitet hat. 11 91 M A, 90 M -'M den .etfcnbabn^ -s« Main-Wes * 6a* Dienstag der -es Vormittag in dein Mm'M Gießen, hinter dem 1 MchbenannteTegens bie Mtbietenden i 136 tsd. Meter 2! Gasrohre, 78 fib. Meter I Gasrohre, 1 etüd alter Gußeisen. Wenn ein hervorragender Mann durch ein Standbild ausgezeichnet zu werden verdient, so ist es Liebig; denn sein Wirken in Gießen erhob die hiesige Universität zu einem Centralpunkt des chemischen Studiums, nachdem er im Jahre 1826 aus eigenen beschränkten Mitteln das erste chemische Laboratorium für experimentellen Unterricht errichtet hatte. Er hat der Chemie in Deutschland die Stellung erworben, welche sie jetzt ein; nimmt, durch ihn ist man zu der Ueberzeugung gekommen, daß die Chemie nicht nur eine Experimentirkunst, sondern eine Wissenschaft ist, die unbedingt gelehrt und gelernt werden muß. Seit 1839 beschäftigte er sich besonders mit dem Studium der Ernährung des Pflanzen- und Thierkörpers. Er wies die Bedeutung der Mineralstoffe für Pflanzen und Ackerbau überzeugend nach, stellte die Rolle der organischen Substanz im Boden fest, und wurde der größte Reformator des Feldbaues in diesem Jahrhundert. Seine Untersuchungen über das Fleiscb und über die Zusammensetzung der Muskelfaser wurden auch für das praktische Leben wichtig, insofern sich daran die Darstellung des Fleischextractes knüpfte. Wohl nie hat sich ein Gelehrter so eingehend mit der praktischen Verbesserung des materiellen Menschenlebens befaßt wie Liebig. 1845 ward er in den Freiherrnstand erhoben. 1852 folgte er einem Rufe nach München, woselbst er, nachdem er lange Jahre als Präsident der Akademie der Wissenschaften fungirt hatte, am 18. April 1873 starb. — In Nr. 72 d. Bl. brachten wir unter Universitäts - Chronik die Nachricht, daß Herr Professor Keßler von Graz nach Jena berufen fei. Ein Leser unseres Blattes theilt uns nun berichtigend mit, daß der Name des Herrn nicht Keßler, sondern Keßel sei. Privatdocent Dr. Jean Keßel war in den 60er Jahren ein flotter Student in Gießen und Mitglied des Corps „Teutonia" gewesen. Gießen, 28. März. Ein Milchverkäufer, der seine Kundschaft mit zu stark gewaschener Milch versorgte, wurde heute früh polizeilich .abgefaßt; 63 Liter Milch wurden ihm confiscirt und der Kleinkinderbewahranstalt überwiesen. Handel und Derkehr. Gießen, 27. März. Auf dem heutigen Marti kostet- - Butter per Pfund VL 0.85-0.95, Hühnereier 2 Stück 9—0 H, Enteneier St. 5—6 Käse pr. St. 5—9 4. Kasematte 3—0 H, Erbsen pr. Liter 22 4, Linsen 30 H, Tauben per Paar 0,85 bis 1,00 4' Hühner per Stück JL 1.00—1.50, Hahnen pr. Stück JL 1.20—1.70, Ersten per Stück v*l 1.80—2.20, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 H, Kuh- und Rindfleisch 54—56 H, Schweinefleisch 52—60 4, Hammelfleisch 50—66 4, Kalbfleisch 45—50 4, Kartoffeln per 100 Kilo JL 3.70—4.50, Milch per Liter 12—18 4, Zwiebeln per Centner JL 8.00-0.00. Da bereits Nachahmungen des berühmten Magenbehagen exiftiren, so verlangen Sie den ächten mit Sonne von August Widtfelbt in Aachen. 2266 große Auswahl, sol. Ausführung, mäßige Preise. Photographien z. Ansicht. Div-gebrauchte Wagen. J. 6. Rumpf, Wagenbauer, Frankfurt a/M., Eisernehand 18. 1344 Auszug aus bett Standesamtsregistern des Standesamts Gieße». Aufgebote. März: 23. Bernhard Salzmann, Glaser, mit Christiane Johanna Henriette Stamm. 24. Hermann Karl Georg Klein, Gutsbesitzer von Dachsloch mit Wilhelmine Johanna Louise Schmidt dahier. Eheschließungen. März: 24. Leinweber Leonhard Gerbing mit Anna Katharina ©ringel. 24. Kaufmann Otto Ewald Spannagel zu Lennep mit Marie Wilhelmine Fischer dahier. 26. Eisendreher Christian Rau dahier mit Anna Marie Eleonore Ziegler von Frankfurt a. M. Geborene. März: 17. Dem Vicefeldwebel Jacob Rauh eine Tochter, Franziska. 18. Dem Taglöhner Karl Schmehl eine Tochter. 20. Dem Cigarrenarbeiter Philipp Weiß ein Sohn, Heinrich Ludwig. 21. Dem Korbmacher August Werner eine Tochter, Julie. 21. Dem Schuhmacher Friedrich Schäfer ein Sohn, Ferdinand Michael. 22. Dem Schreiner Ludwig Rohrbach ein Sohn, Karl. 22. Dem Postassistent Christian Christoph Löwer ein Sohn, Christian Heinrich Wilhelm Albert. 22. Dem Uhrmacher Martm Vogt eine Tochter. 24. Dem Schreiner Wilhelm Bender ein Sohn, Wilhelm. Gestorbene. , _ März: 20. Karoline Elisabcthe Mathilde Schumann, 1 Monat alt, Tochter des Schlossers Wilhelm Schumann. 21. Marie Zeidter, geb. Hill, 34 Jahre alt, Ehefrau des Schmieds Georg Zeidter. 21. Heinrich Justus Beinhauer, 10 Monate alt, Solin des Wagenrevisors Justus Beinhauer. 22. Taglöhner Ludwig Kloos, 36 Jahre alt. 25 Ifb. Meter N 10 St. alle Holz beschlag, 1 St. Wasserkr von Gußeise 61 28 St. gußeisern 72 kg altes Zin! 2 alte Hohmaste 15 cbm tannenes 1 eiserner Thorß 17 St. Einsriedigl 5 St. Gußsensttt 25 sid.Mn 15 iJ 2 St- slarie Ru Gießen, den Königliche ßi t UainjlllrerU Dvnnerstq von Morgef sollen in den d u. SchollenbI 108 Eichen-!! '2 cm Durchmj fflit 46 km. 186 Nadel-Sa Mmefjer, bil %67 fm. | 4 Buchen-Stäl 12 C|n SurJ W mit 37 7I 48r,V>| 42s0 Nenl \nn Nel r NboJ d-" Wch. 1 M-ckjlar, I ,:.r$ ■4;'< |A /V1 < skm-loger 1V1U1 1111 - 5. Mar 136 alte alte 78 1 von 1 2216 5'St. Gußfenster, UNd 31 2-® empfiehlt 2245 C. Becker» Darmstädter Haus. dieses Blattes- 2213 2205 feine Qualitäten- ben Wald. 2212 80 141 7725 16 86 25 10 Nadel-Scheit, Nadel-Knüppel, lfd. Meter 25 mm weite Gasrohre, lfd. Meter 20 mm weite Gasrohre, Stück alter Perronmast Gußeisen, enthaltend, Nm. Buchen-Scheit, Nm. Buchen- u. Eichen-Knüppel, Rm. Buchen-, Eichen- u. Nadel- Reisholz, Nm. Buchen-Stöcke. lfd. 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Sämmtliche Uten silien zum Kleider machen. rben, welche sie jetzt cb- die Gbemie nichts Lmgl gelehrt und M ium der bniähric^ä 1ineralftoffe für MM ganifdien Subl'tonj im aure in bitftm ZÄr- t dn \n\o\ccn VÄ daran bit ji@üMr io emtzchrrj ibcni bejaht wie M ;tt er einem Rufe m her Aademie der $iw 28 72 2 15 1 17 Auszug aus dm Kirchenbüchern der Stadl Gieße». Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 24. März. Leonhard Gerbig, Leinweber dahier und Anna Katharine kringel, ledige Tochter des verstorbenen Landwirths Conrad Gringel in Bernsburg. Denselben. Otto Ewald Spannagel, Kaufmann in Lennep, und Maria Wilhelmine Mischer, ledige Tochter des Kohlenhändlers Johannes Fischer dahier. Getaufte. Den 20. März. Dem Apothekenbesitzer Max Krause eine Tochter, Elly Agnes Hulda Marie Helene, geboren den 1. März. Denselben. Dem Premierlieutenant Emil Goldmann ein Sohn, Hans Emil Nnton Karl, geboren den 9. Februar. Den 21. März. Dem Schneidermeister Alexander Schneuker eine Tochter, Luise, geboren den 22. Februar. Ieilgeöotenes. Ewigen und weißen, sowie ächten Pfälzer Rothkleesamew Sanitätsvsrein. Vom 1. April an ist neben Herrn Br. Markwald auch Herr Br. Haupt Vereinsarzt. — Anmeldungen in den Verein werden jederzeit entgegengenommen bei den Herren I. Bräutigam, Sonnenstraße 11, Otto Kölle, Westanlage 33 und L. Luder, Asterweg 30. Das Eintrittsgeld beträgt 30 H. 2210 S Spitzen aller Art Viel Geld ist zu ersparen, wenn man seinen Bedarf in Kaffee direct vom En-gros-ßager bezieht in Postsendungen von no. 43/< Kilo. — Preislisten und Proben gratis und franco unter Garantie für echte Sorten und hoch- Eisenbahn-Directions-Bezirk Hannover. Königl. Gisen- bahn-BetriebS Mmt. (Main - Weser - Mahn ) Verkauf alter Baumaterialien. Dienstag, den 30. d. Mts., des Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Main - Weser - Bahnhofe zu Gießen, hinter dem Werkstättengebäude, nachbenannte Gegenstände öffentlich an die Meistbietenden verkauft werden: Denselben. Dem Glasermeister Bernhard Wolf ein Sohn, Karl August Friedrich Wilhelm, geboren den 13. Januar. Den 23. März. Dem Professor der Theologie Dr, Adolf Harnack ein Sohn, Carl Justus Theodosius, geboren den 19. Januar. Den 24. März. Dem Buchhändler Philipp Pfeiffer ein Sohn, Otto Franz, geboren den 4. März. Beerdigte. Den 21. März. Henriette Boekmann, geb. Crößmann, Ehefrau des Großh. Provinzialdirecrors Dr. Karl Boekmann, alt 58 Jahre, gestorben den 19. März. Denselben. Minna Emilie Helene Uhrig, des verstorbenen evangelischen Pfarrers Johannes Jakob Uhrig zu Pohl-Göns ledige Tochter, alt 32 Jahre, gestorben den 19. März. Den 23. März. Marie Zeidter, geb. Hill, Ehefrau des Schmieds Georg Zeidter, alt 34 Jahre. Den 24. März. Ludwig Kloos, Taglöhner, verheirathet, alt 34 Jahre, gestorben den 22. März. Sutter per W ■ jhtb, imb «■ Krausen Holzversteigerung. Dienstag, den 30. März d.J., Vormittags von 9 Uhr an, sotten im Alten - Busecker Gemeinde- wald, Diftricten See und Espurken nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 258 Rm. Buchen-Scheit, 34 „ Buchen-Knüppel, 3520 Wellen Buchen-Reisholz, 55,4 Rm. Buchen-Stöcke, 53* z-tzhronik die Mnfc in. Ein Leser ums bcrrn nicht Wn. in dm 60er fahren ffl onia" gewesen. Ikündslbast mit zuA bjtwBt; 63&to®* wiesen. Für ein zu erbauendes Wohnhaus soll die Erd-, Maurer-, Steinmetz-, Zimmer-, Schreiner-, Weißbinder-, • Dachdecker-, Schlosser-, Spengler- und Schmiedarbeit submissionsweise vergeben werden, und sind Offerten bis zum 7. April k. M. bei dem Unterzeichneten einzureichen, woselbst auch die Voranschläge und Zeichnungen einzusehen sind 2253 Kockerbeck, Architekt. 2248 Ein Maurer gegen guten Lohn gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl- 2249 Ein Gärtner gesucht. Wo? sagt die Exped- d- Bl. alleinig, re ’S*'ÄS'*8 - ptaeti?,»* M @1; •nbttn Statik 'ritt „*6Ww Bunner Sinter; II J diesen ^frnn^v^ LsKS • ^lephan." Ä ^bnitz einer 7 ^J^möfer enicht^ Don Llebig, des UmsersitStsMndes or ber Unwerfitat fS I »Justus LiebüZ f'udN werden soll, wk ,l.CR des Piedestals. $jt 1Ielt ^e LandwirtM 11 "nein aufgeschlagem °9{n, Men, in dieser iii 'kugt von sauberer Au; ■ Geister seinen Entwuii ausgezeichnet zu werde: die bicsige Unwerfität 3o6re 1826 aus eigene erperimenteUen Unterrict Wem! Reingehaltene Weine, weißen und r ühen, besonders für Kranke geeignet, £ inpfiehlt 2243 Josef Luther, Grünbergerstraße 10. , ... KrinS^ ^5« ... . er' £■ Verlag des | „Giessener Anzeiger. Reichelsheim (Wetterau) und Giessen im März 1886. ■AMontag, 29. er., Abends 8*1! Öhr: uA Mrrfterordeutliche •gF Generalversammlung bei Kamerav Rühl (N^staur. Bram m.) Tagesordnung: Zusatz zu tz 5 der Statuten- SW Der heutigen Nummer liegen die „Verwaltung^' blätter" Nr- 4 bei. Extra-Vsrstellulig für Kinder. Die Prinzessin von Marzipan und der Schweinehirt von Zuckerkand oder Hochmuth kommt zu Fall. Eine Komödie für Kinder in 5 Bildern nach dem bekannten Märchen neu bearb. von J-s. Heinrichs. Anfang 4 Uhr. — Näheres die Zettel. Abend-Vorstellung, Anfang V/2 Uhr Zum zweiten und letzten Male: 20,000 M. Belohnung. Große Posse mit Gesang in 4 Akten von Leon Treptow. 2237 Musik von G- Stessens- Näheres die Zettel. — Anfang 7'/r Uhr. empfehle ich solche schon deshalb zu außergewöhnlich billigen Preisen, weil ich meine Waare nur gegen baar einkaufe und deshalb jeden Vortheil genieße. Bcstkllungen nach Maaß lasse in meiner Fabrik in Berlin ohne Preisausschlag auferligen. Gleichzeitig empfehle die neuesten und modernsten Kleiderstoffe in großer Auswahl zu sehr billigen Preisen. 4. Docter, Seltersweg 59, dem Hotel „Prinz Carl” gegenüber. 2214 Ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen. Grünbergerstraße 30, II. St. 2222 Eine kleine Familiemvohnung zu vcrmiethen und sofort zu beziehen bei __B. Kat; en sie i n, Marktplatz. 2215 Ein unmöblirtes Zimmer zu ver- miethen Näheres Flügelsgasse 19. Stein’s Garten. Sonntag den 28. März: GROSSES CONCERT anrgesührt von der Kapelle des 2. Grohh. Hess Inf-Reg. Ur 116, unter Leitung des Großss MussKüirectors Herrn C- Kraufic. Gut besetztes Streich-Concert wozu ergebenft einladet E,oals Schultze, Eambrinus- Entree 20 Pfg.__Anfang 8 Uhr. Brühl’sehe Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Giessen, Schulstr. 7 empfiehlt sich zur Heim sänlltter KMi als: Circulaire, Adresskarten, Factura’s, Rechnungsformulare, Avis-Briefe, Statuten, Eintrittskarten, Concert- Programme, Widmungen, Visite- und Gratulations-Karten etc. MT- Im Besitze MWW meiner Neuheiten in den verschiedenartigsten Umhängen, Mantelets, Bisites, Jaquets, Paletots, Promenaden - Mänteln, Negen- paletots re. re. ♦ Druck K 2225] Parterrewohnung zu vcrmiethen. Konr. Leib Wwe., Schutzenstraße 14. 2230 Ein Zimmer zu oermiethen. _________________Grünbergerstraße 43. 2234] Lagerhaus und Lagerplatz auf sogleich zu vermiethen. Chr. LSber I. Wwe., _______Neustadt 10._____ 2235] Schönes möbl. 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Uneinbrin 36. Proceßkosi )n W Gies WM— An der sestliche Ereignitz Deutschen stets t Heuer ist die § seiner Bedeute Semeine Theilna ehrung, mit der einzetretenen fln W» aus dem fid außerhalb Deut a^ehörige in g, Adle heroorr Mei( sehr '.M auf Deutsd Helms an den R F die erheben ” 89. Mur r?!e ei in de M Ute es q( die baiu ßtüdlten. Der A S'« Sin Wm, bie ^tnijfi0nä,c M beR »langem ie $« 4» e *y|l! bt