L» ovn- 2 s l s 5» S Nr. 171 Dienstag den 27. Juli 1886. mer nzerger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ? «gaffe 16, 5221 W th 0 ?ung von r Iri lern Mein tobenden jt als in rnd piinkt- 2729 u. f- w., zu tersweg 3£_ eines Hauses, rt anderweit LMren, Stitenbau ist 2 Zimmern, sonstigem Z^ milir zu ver- )([ 2. Stock, u oermiethen- lNüütt^. ikü«berg-p , auch tu werden, etheu. ußabt Ermittle« rmietben- i3iBÄ »tiistadt^- M M0 1/21 Ifl> 'bneM^' *"*" H’*»«»*’' »f' N LÄ btm 1 ben 5372 J Eine au netrofscn-, - i-SÄ für aste mittellosen Wanderer zur vositiven und praktischen Lösung der „Vagabundenfrage" klar und lebhaft erfaßt worden ist, ergab sich ganz naturgemäß dre neue Anforderung an die Heimatbherbergen, zur Aufnahme und Versorgung dieser Hilfsbedürftigsten die Hand zu bieten. Ja es hat sich mehr und mehr herausgestellt, daß die sogenannten Naturalverpflegungsstationen überhaupt nur dann recht gedeihen und ihren Zweck sicher und dauernd erfüllen können, wenn sie in Herbergen zur Heimath untergebracht werden. Hier leitet und entscheidet nicht das Geschäftsinteresse, sondern die moralischen Factoren sind in erster Linie maßgebend. . In Folge dieses Anstoßes ist die Zahl der Herbergen zur Hermath tn den letzten Jahren bis auf 250 gestiegen und fortwährend in starker Zunahme begriffen. Daraus ergab sich wieder ganz naturgemäß das Bedürfniß, eine Vereinigung aller dieser Anstalten herbeizuführen, um die gemeinsamen Aufgaben mit vereinten Kräften desto erfolgreicher lösen zu können. c . Diesem Bedürfniß ist durch die Begründung emes Deutschen Herbergsverems Genüge geschehen; am 7. Juli fand in Hannover dessen erste Hauptversammlung statt, auf welcher fast alle Länder und Provinzen Deutschlands und im Ganzen etwa 200 Herbergen zur Heimath vertreten waren, welche einen Verkehr von mindestens einer Million von Wandersleuten pro Jahr repräsentiren. Der Verein gliedert sich in Landes- und Provinzialverbände, welche in den meisten Provinzen schon constituirt sind. Das Statut besagt in den ersten beiden Paragraphen: „Der Deutsche Herbergsoerein ist eine Vereinigung der deutschen evangelischen Herbergsverbände und hat den Zweck, einen regelmäßigen, fortlaufenden ' Austausch der gemachten Erfahrungen zu vermitteln, über wichtige Fragen eine Verständigung aller Mitarbeiter herbeizuführen und eine gleichmäßige und nachhaltige Einwirkung aller „Herbergen zur Heimath" auf ihre Gäste nach gemeinsamen Grundsätzen in's Werk zu setzen. Er erftrebt die innere Vervollkommnung der Herbergen, die Vervollständigung des Netzes derselben durch ganz Deutschland, und die einheitliche Vertretung derselben nach Außen. § 2. Anschlußbedingungen: Von den vereinigten Verbänden wird vorausgesetzt a) daß dieselben auf dem Boden ihrer evangelischen Landeskirchen und womöglich in Verbindung mit deren geordneten Organen stehen; b) daß sie nur solchen Herbergen die Mitgliedschaft gewähren, welche sich durch ihre christliche Hausordnung und durch den Ausschluß alles Unsittlichen und Verführerischen, namentlich des Spielens um Geld und des Branntweingenusses, als Anstalten der Inneren Mission kennzeichnen: c) daß dieselben die von der Hauptversammlung beschlossenen gemeinsamen Maßregeln zur Förderung des Herbergswesens, natürlich unter Berücksichtigung ihrer besonderen Verhältnisse und Bedürfnisse, zur Anwendung bringen. — Verbände, welche diesen Bedingungen nicht entsprechen, können ausgeschlossen werden." Ein Hauptthema der Verhandlungen bildete die Frage der Einführung einer einheitlichen Wander- und Arbeitsordnung für die Verpflegungsstationen, um dem Mißbrauch derselben durch faule und unordentliche Subjecte zu wehren. Als Hilfsmittel hierzu wurde die Einführung von Vereins-Legitimationspapieren (Wanderscheinen) beschlossen und zwar tn Uebereinstimmung mit dem Centralvorstand der Arbeitercolonien. Dieselben ermöglichen den Wanderern einen bequemen Nachweis über die von ihnen innegehabten Arbeitsstellen und eingeschlagenen Wanderwege und ermöglichen den Stationen, da eine Abstempelung mit Datum auf jeder Station vorgesehen ist, eine Controle ihrer Gäste. Außer den Wanderscheinen gelangen Wanderbücher des Herbergsvereins zur Einführung, welche ausschließlich an arbeitsame und ordentliche Leute verabfolgt werden. Die Zeitschrift „Arbeitercolonie" soll als Organ des Herbergsvereins mitbenutzt werden; Vorsitzender oes Hauptvorstandes ist Pastor v. Bodelschwingh in Bielefeld. Nähere Auskunft ertheilt das Bureau des Deutschen Herbergsvereins, Bethel bei Bielefeld, welches auch Probeexemplare der Wanderscheine und Wanderbücher rc. versendet. Die Weihe des neuen Mainzer Bischofs, Dr. Paulus Leopold Haffner. Mainz, 25. Juli. Auf einen so colossalen Fremdenzufluß zum Feste der Bischofsweihe hatte man kaum gerechnet. Seitens der Ludwigsbahn waren von den Nachbarbahnen Personenwagen geliehen und Güterwagen in Personenwagen verwandelt worden, trotzdem und trotz der Extrazüge mußten die überfüllten Züge auf einzelnen Stationen Passagiere zurücklassen, die kein Unterkommen mehr finden konnten. Ganz Mainz trägt ein Festkleid, fast jedes Haus bis in die entlegensten Straßeit ist mit Fahnen und Kränzen geziert, liebet dem Haupteingang zum Dome befindet sich ein Spruch, welcher andeuten soll, daß es sich um ein Versöhnungsfest handelt. Das Fest wurde gestern Abend mit feierlichem Glockengeläute, mit Chorälen von den Domthürmen herab, einem Commers der Studenten-Verbindung Hasso- Rhenania und einer Zusammenkunft im Frankfurter Hof eingeleitet. Zwischen dem bischöflichen Hause und dem Dome ist aus Flaggenstangen, Fahnen, Guirlandcn und Kränzen eine via triumphalis erbaut worden, in welche sich 4 Ehrenpforten mit Inschriften einfügen und die sich um den Marktplatz herum erweitert. Die Inschriften beziehen sich auf das Lehr-, Priester- und Hirtenamt des Bischofs und sind den Psalmen, dem Evangelium und der Apostelgeschichte entnommen. Vor dem Haupteingange zum Dome ist nach dem Entwürfe des aus verschiedenen Preisconcurrenzen bekannten Architecten Becker dahier ein mächtiger Triumphbogen in gothischem Stile erbaut, welcher am Abend bei dem Fackelzug zugleich als Tribüne für dte Bischöfe dienen wird. Diesen Bogen schmücken das Wappen des neuen Bischofs (dessen Wahrspruch „fortiter in re, suaviter in modo“ ist), ein Schild mit seinen Initialen, das Mainzer und hessische Wappen, sowie die Wappen sämmtlicher zur oberrheinischen Kirchenprovinz gehörigen Bisthümer. Den schönsten Schmuck hat die ganz mit persischen Teppichen ausgeschlagene, mit Fahnen drapirte Eingangs-Pforte am Dome selbst erhalten. An den Thürmen sind Fahnen in den hessischen Farben ausgesteckt, außerdem sind btcfelben mit Flaggenleinen unter einander verbunden. $ rL?nner,l i Domes ist nur der Chor mit rothen, goldbesetzten Draperien aus- icht z ll? s' kirchliche Apparat die Anordnung von Baumgruppen u. bergt Von 8 Uhr ab nahmen die Gewerkschaften, die verschiedenen Vereine und was sonst andern Zuge theilnehmen wollte, längs der oben genannten via triumphal zu Trnben weiten ber Straße Aufstellung während sich bie in großer Zahl erschienenen Diocesangeistlichen mit bem FestcomitS im Bischofshause versammelten, um von hier ^age die Bischöfe nach ^r Kathedrale geleiten. Alle Spitzen der Staats-, stabtlichen und Militärbehörden hatten sich zur Feier eingefunben. Wenige Minuten nad) 9 Uhr langte die Spitze des Festzuges am Dome an. Den Hug eröffneten bie nOnäTei^ unb Fahnenträger, hierauf schritt ber Ceremonarius bes Kapitels, ^Schneider, welchem sich zunächst die Ordensgeistlichkeit, dann di- Weltgeistlichen Alumnen von Eichstädt, das Domkapitel, die Vertreter der übrigen Dlocesin und die Bischöfe, sobann bie übrigen Festtheilnehmer anscblossen. '^ertelstunbe waren alle Räume ber weiten Kathedrale vollständig i V des Festzuges außerhalb des Domes bleiben mußten, y W »on Freiburg, unter Assistenz der Bischöfe ^.eoitrob - (_id)|tdbt unb Dr. Korum - Trier. Letzterer wird mich 9ihpnh6 hip Svpft? prebigt halten. Der Weiheakt, ber volle 3 Stunben — bis 12 Uhr — währte wurde mit bem üblichen Pomp vollzogen. Nach ber Weihe hielt ber neue Bischof aiiaetban nut «Oej Attributen seiner Würde eine «nfprSeTiS ÄGefchÄ ^r M^".^.Tstoceie erzählte und dabei namentlich bei Bischof Ketteler verweilte, rC?e” S-P tbm r°rUe6e un.b dessen hinterlassene Werke er zu pflegen oder — soweit etCrr ~ ”ei1 autjubauen trachten werde. Zum Schluß versprach ber ^pÄ spil^^^lle edndbigfeit zu thun unb erbat sich bie Liebe, Einigkeit unb bas Gebet seiner Diocesanen. Darauf ging ber Zug in berselben Orbnuna wie er ae- Bischof" b?e° «ratulationen ^hp??^Uigen bischöflichen Wohnung zurück, §wo ber mue Astaiof. die Gratulationen der sammtlichen Behörden, der Geistlichkeit der übrigen Confeisionen, sowie der Deputationen von hier und auswärts entgegennahm 1600 £ uv begann das Festbankett in der StadthalleJn welchem :" S T; .?-r Saal machte in dem reichen Schmuck der Fahneu ^#rtrrC l $-efPl$en» Guirlanben, Pflanzengruppen u. dgl. einen groß- artigen ©inbrud. lieber bem Ehrentisch, an welchem der Vertreter der Regierung, Provmzialbirector Kuchler, die Bischöfe und höheren Geistlichen, die Vertreter dec B'l f Fortiter gpecialis Paulus rüste zu 5235 rxanHmann. Zimmermann. 5367 Schnitzel. 5374 5237 « 5273 5372 IS) rr 5280 Ein Geselle findet dauernde | 5386 Zwei kräftige Burschen für Arbeit. H. Gröninger, Glaser, Gießen. I Kellerarbett gesucht von L. Feidel. 5361 IS) Cugel, Gerichtsvollzieher. Großh. Ortsgericht- Müller. Nähmaschinen - Handlung, Bahnhofstraße 44. sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Voranschläge u. Bedingungen liegen auf unterzeichnetem Bureau zur Einsicht offen, woselbst auch die Gebote portofrei und versiegelt, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis Montag den 2. August 1886, Morgens 10 Uhr, einzureichen sind. Grünberg, den 24. Juli 1886. Großherzogl. Kreisbauamt Grünberg. 5278 Eiu 4Vr jähriger brauner Wallach, zu Chaisen- u. Reitpferd besonders geeignet, zu verkaufen. Näheres Neustadt 43. Korsetten eleganter Sitz, beste Fabrikate, in allen Fayons und Weiten, empfiehlt billigst Zur Verdingung der Herstellung des Lehmschlags im Exercierhaus des neuen Kasernements, veranschlagt zu 792 c/W. 36 H, ist ein unbeschränkter Submissionstermin auf Donnerstag den 29. Juli er., Vormittags 10 Uhr, im Garnison * Verwaltungs - Bureau, woselbst Bedingungen und Kostenanschlag zur Einsichtnahme aufliegen, anberaumt. 5246 Gießen, den 19. Juli 1886. Großh. Garnison-Verwaltung. Temperatur der Lahn. Am 26. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 17°, Luft 16° R. im Schatten. L. Chr. Rübsamen. iiinsührunz nntr itionen, umh ören.- Als M gieren (28anba: ntralvorstand bn Wen Mchwkii Dandenvege uni' :btr Station dol gelangen 2ßanbn n arbeitsame M Vereins niitbenuf rngh in BieleU 'eins, Bethel k . Wanderbücher (6 fach preisgekrönt in Jahresfrist). Jede Flasche trägt meine Firma. Käuflich bei Ferd. Drebeg, Glessen. Das von Herrn August Becker in St. Gallen bei Frl. Geschw. Heerz seither gehabte Lager in Stickereien und Taschentüchern habe käuflich übernommen und detaillire solches 13 pCt. unter früheren Preisen. Conr. Jos. Keller, Wetzsteingasse 48, im Hause des Herrn Dr. Weber. Einzige Niederlage des Herrn .August Becker in St. G-allen. Das Neueste in Damenkragen und Thlipfen eingetroffen. Große Auswahl in Schürzen.2969 „ 26,— Stadt, des Landtags und aller öffentlichen Behörden Platz genommen haben, sieht man die Wappen von Hessen, des Papstes, der Stadt und des Bischofs, ferner die Worte.' „Fortiter in re, suaviter in modo“, sowie „Moguntia aurea ecclesiae romanae specialis filia.“ An der gegenüberliegenden Saalseite ist das Bildniß des neuen Bischofs angebracht. (Fr. Ztg) Bekanntmachung. In der Nacht vom 20./21. lf. Mts. sind die Untersuchungsgefangenen.' 1) Ferdinand Listmann, Maschineningenieur, von Stumpertenrod, 25 Jahre alt, 1,68 m groß, mit blonden Haaren und blondem Vollbart; 2) Heinrich Müller VI., Baumgärtner, von Weitershain, 28 Jahre alt, 1,67 m groß, mit blonden Haaren, ohne, Bart, aus dem hiesigen Provinzialarresthause ausgebrochen und entwichen. Dieselben haben sich, wie durch die von uns vorgenommenen Ermittelungen festgestellt worden ist, in die Waldungen bei Weitershain begeben, woselbst sie sich verborgen halten. Glaubhaftem Vernehmen nach werden nun von den Angehörigen des Heinrich Müller VI. Anstrengungen gemacht, Geld leihweise aufzunehmen, um damit den Entwichenen zur Flucht nach außerdeutschen Landen zu verhelfen. . Mit Rücksicht hierauf sehen wir uns zu dem Hinweise veranlaßt, daß Diejenigen, welche Gelddarlehen zu dem Zwecke machen, einem in Untersuchung befindlichen Individuum zur Flucht zu verhelfen, aus § 257 Str.G B. wegen Begünstigung strafrechtlich verfolgt werden können. Gießen, am 24. Juli 1886. Großherzogliche Staatsanwaltschaft. 25. Zuli. Me nm hnen Persom t, trotzdem uii Vergebung mm Kauarbeiken. Die zur inneren Herstellung der Kirche auf dem Wirberg sbei Grünberg) erforderlichen Arbeiten, wie nachstehend veranschlagt: 1. Schreinerarbeiten zu 380,— 2. Weißbinder-».Malerarbeiten : a. Tüncherarbeiten mit Anstrich zu „ 511,80 b. Oelfarbenanstrichezu „ 324,34 c. Vergütung für Ge- Handel und Verkehr. — Eine auch für Handelskreise interessante Verfügung hat der „Hamb. Börs.-H." zufolge unlängst im Einverständnisse mit dem Reichsschatzamte das Reichspostamt getroffen. Es soll nämlich im amtlichen Geschäftsverkehre der Post- und Telegraphen- behörden das Zeichen „X" als Abkürzung für „Mark" von jetzt ab dem Markbetrage nachgesetzt und die Pfennige nicht mehr durch Deeimalstellen der Mark, sondern als Pfennige unter Hinzufügung des Zeichens „H" besonders ausgedrückt werden. Also .z. B.: 22 JC. 5 $ resp. 22 Jt. 50 und nicht mehr Jü 22,05 resp. 22,50. Grünberg, 24. Juli. (Fruchtpreise.) Weizen JL 17.20, Korn vM 13.30, Gerste JL 11.30, Hafer JL 12.00, Erbsen Jl 16.10, Linsen JL 00.00, Lein AL 00.00, Samen AL 20.60, Kartoffeln AL 3.50, Wicken 00.00. Frankfurt, 24. Juli. Auf dem heutigen Markt kosten: Kartoffeln per Malter AL 4.00—0.00, Eier das Hundert AL 4.50—5.00, Butter per Pfund AL 0.90 bis 1.05, Weißkraut per Stück 20—30 X Rothkraut per Stück 30—40 X Kohlrabi Ochsenfleisch per Pfund 45-70 X Kuh- u. Rindfleisch 45-60 X Kalbfleisch 40—60 Schweinefleisch 65—70 X Hammelfleisch 50—70 X 1 Hahn AL 0.70—1.80, 1 Huhn AL 1.00—2.50, 1 Ente AL 2.00—3.00, 1 Gans J4 3.00—7 00 1 Taube 40-70 Welsche 5.00-10.00. Zur Eimmacli-Saisoii bringe ich meine echten Spirituosen, besonders Batavia-Arac, Jamaica-Rum, Französische Cognacs in empfehlende Erinnerung. B. Meising, Liqueurfabrik, Düsseldorf Possarl-Ilorstellunoen Abrechnung auf $ * a Dienstag den 27. d. Mts.. Abends 8V2 Uhr, in etetn s Garten gebeten. 5373 naB bie iu nöii: ßn0 aller -Ä'j Säte -’-hS etea L^b nachhalh Wunen Herberg. ”Ole einheiU 2ben vereinigil, ? L>nen iteh \ !'ch durch ih "d Verführerisch^ ^Anstalten b! "Versammlung k ’ iiQtürlii ,’nr Aiiwendunj Dienstag den 7. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Grundstücke des Balthasar Speier & Sohn von Wißmar 1 Flur XXXXVI/58 650 Mtr. Acker links dem Badeburger Fußpfad, auf den Fluthgraben, N XXXXVI1/144 1631 Mtr. Wiese in der Lichtenau, an der Grenze, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 26. Juli 1885. Ieikgeöotenes. Rosen-Abfall-Seife, Velfleben-Abfall-Seife empfiehlt in |prima Qualität ä i/2 Pfund- Packet (3 Stück) 40 4308 Herrn. Plank, Friseur, Kaplansgasse 2. ' 5369 Eine schön getiegerte Ulmer Dogge, 2 Jahre alt, stammt aus der Züchterei „Cäsar und Minka", ist billig zu haben. Näheres in der Exped. d. Bl- 5385 Ein neuer leichter Wagen, zum einspännig fahren, ist zu verkaufen- Westanlage 15, Hinterhaus- Professor Dr. Jägers Normal-Hemden, i Hosen und Jacken empfehle zu Original-Fabrikpreisen. Julius Schulze» Schiffs- Bewegung der Postdampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft. Hamburg, 24. Juli. Das Hamburg-New-Yorker Postdampfschiff „Gellert", Capttän Kuhlewein, welches am 11. Juli von hier und am 13. Juli von Havre abgegangen, ist am 23. Juli, 8 Uhr Morgens, wohlbehalten in New-York an- । gekommen. I i.lj.ii—jui im,i.. Neue Kosen - Kartoffeln vorzüglicher Oualttiit, per Ctr. AL 5.— , zu verkaufen, auch werden dieselben in kleineren Quantitäten abgegeben. Näheres Gartenstraße 20 (Stein's Gartenl.__________________5127 5271] Vorzügliche Frühkartoffeln werden verkauft. Kaplansgasse 5, Nebenh. Feinstes tehioenöl offerirt nach Maaß und in Flaschen Th. Kranefuß, Dienstag den 27. d. M., Nachmittags 2 Uhr, in der Louis Flett'schen Hofraithe dahier sollen gegen Baar versteigert werden: 1 Wagen, 1 Hundewägelchen, Bettung, 1 Parthie Wirthstische und desgl. Stühle, verschiedene andere Stücke Möbel, 1 Pianino. 1 Nähmaschine. Gießen, am 24. Juli 1886. welcher andcuiK e, mit Choräjer Bindung Haße- Flaggenstangen n, in welche ft stplay herum w b Hirtenamt bti jchie entnommen us verschiedener r rriumphboga eich als W •5 neuen BW hilb mit seine! sämmtlicher Schmuck hat singangs-Pp cher verbünde Draperien aa^ gruppen u.E ereine und t triuwpba115! -ahl erschien^ eröffne“" bt» .W" i, Lertreter^ gier anscblai^ rale «s ■ wahu^' m ischos. die - lltlck öcr6 n odk^n w aMllsesge- * Kr«»1 nahm- m ll. ÄJ IFgiifiiMAnifih’c cond. Fleischbouillon UCilinienGil S (flüssiges Fleischpepton) Heber dieses ausgezeichnete Product äußert sich Herr Prof. Dr. I. König in Münster wie folgt: AVI cond. Fleischbonillon AVfflüienWl S (flüssiges Fleischpepton) unterscheidet sich dadurch von den bekannten Fleischextracten, daß sie nicht wie letztere nur die Genußmittelstoffe, sondern auch die Nährstoffe des Fleisches, und zwar in einer löslichen Form enthält. Sie empfiehlt sich daher als therapeutisches Heilmittel besonders bei Verdauungsstörungen und bei Magenleiden aller Art. TTaw im Ayi cond. Fleischbouillon » (od. flüssiges Fleischpepton) in den bekannten viereckigen Flaschen mit Schraubenverschluß ist vorräthig in allen besseren Delicateß-, Colonial- und Droguen-Geschäften.5371 Leere Oelflaschen werd, zurückgenommen. Wohnhaus-Kerkaus. Mein Wohnhaus nebst Hofraum, Sel- tersweg 49, ist wegen Umzug zu verkaufen oder zu verpachten. Flächeninhalt wird gemessen- 5309 Wilhelm Lang, Steinbauer. Mein wohlaffortirtes Cigarrenlager bringe ich in empfehlende Erinnerung. Rudolf 405 Neuen Baue. SchiffSnachrichterr. ,c.c Ewen, 24. Juli. sPer transatlantischen Telegraph.l Der VostdamvfeT» Capt. H Hellmers vom Norddeutschen' Lloyd in^Bremfn 2* } 1 Bremen uno am 15. Juli von Southampton abaeganaen war itt gestern 11 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen, ' Kepertoir öer vereinigten Ztaöttheater ;u IranKsurt a. M, Opernhaus. Donnerstag den29 Juli: Wiedereröffnung derOpern-Saison. Tannhäuser i«Ä?kL3?i iUrI: Stumme von Portici. Außer Abonnemmtl Samstag den 31. Julr. Lohengrrn. Sonntag den 1. August: La km e. t Schauspielhaus. Dwnstag den 27. Juli: Das neue Gebot. Mittwoch den 28. Juli: Die relegirten Studenten. Donnerstag den 29. Juli geschlossen. Freitag den 30. Juli: Reif-Reiflingen. a am ben 31.5fuH: Zum ersten Male: Mit Vergnügen. Schwank in 4 Akten von G. von Moser und O. Girndt. Sonntag den 1. August: Zum ersten Male wiederholt: Mit Vergnügen- llaiiftooverls Mr)action A. Scheydr. - Druck und Verlag der Brühlffchen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 5308 Ich suche ein ordentliches Mädchen, welches selbstständig kochen kann u- alle Hausarbeit versteht, zur: baldigen Eintritt, spätestens Anfangs September. Frau Rechtsanwalt Wiegand, Wetzlar. 5382 Ein braves Dienstmädchen gesucht^Brandgasse 4. I Pianitt's, Ät IClavierstimmen u Reparaturen werden solid und billigst ausgesührt. 490 G. D. Gebauer Asterweg 47. — Ederstraße 8. MKsnHRffiaEnnnsH in allen Qualitäten mit Firmendruck empfiehlt zu billigen Preisen BriiMe Druckerei Mein GlasergeschäfL befindet sich jetzt itol'mltof stresse 57 bei Herrn PH. Bauer !k. Bestellungen können auch in meiner Wohnung, Wolkengaffe 16, abgegeben werden- 5221 Beruh. Wolf, GlchernMrr. 5295 Ein Mädchen, im Flicken und Kleidermachen geübt, sucht Beschäftigung. Schützenstraße 5. Amme. Für ein 4 Monate altes Kind wird eine zuverläss. Llmme nach Frankfurt a/M. sofort Qfflldjt. Gut. Lohn- Offerten sub Z 8322 an Rudolf Moste, Frank- furt a. M.5379 5331] Gewandter Junge gegen hohen Lohn gesucht. Näh- in der Exp- d- Bl. 5383 Ein junger Kellner gesucht- Cafe Ebel. 5384 Ein solides, in Hausarbeit erfahrenes Mädchen auf 15. August gesucht. Grüubergerstraße 30, 2. Stock. 5117 Ein braver Junge vom Lande als Hausbursche und zum Kegelstellen per sofort gesucht im Frankfurter Hof. Auch aus ßen Berichte über haben ben Msen batz sich an ihm Kaiser seine Bab< Leibarzte lächelnt Schuldigkeit thur Raiferpaor zum. 3m Witt natürlich der Best ES i» erklärlich, Nuth von Conim fonft zwischen der die politische Lag, Wimmert hat. Staatsstreich von Wtogwmie Eur Kit die Baturn-A ^kennen, daß tz Cannes, der eine ü* * EMNd zu näher !? den BeziehW ^agen rniro jede! Mt ßm, Mlllchische^ Bür “x"in dm euae; N«. Uebrigi biesmai Ä GNen Lrefl, J SÄ S«S dr-Ä » 5! NetiogTate4 Mäh»®"bel S’K Heu Wilh'I Gi-tz Mit der geeigittler Stelle Evangelischer Kirchengesangverein. Freitag den 30. Juli, Nachmittags 5 Uhr: Kirdienconcert in der Stadtkirche zu Giessen unter gefälliger Mitwirkung der Fräulein Rleta Bllff - Giessen (Sopran), Herrn Adolf Müller - Frankfurt a. M. (Bass), Herrn Musiklehrer F. Bauer - Giessen (Violine), Herrn Organisten Simon-Wetzlar, des Giessener evang. Kirchengesangvereins und der Chorschule, unter Leitung ihres Dirigenten Herrn M. Steiner. P r o g r a ni in. 1. Fuge für Orgel über den Namen „Bach“ v. R. Schumann. 2. Adoramus te Christe, Chor....... Palestrina, f 1594. 3. a. „Erbarme Dich“, Arie aus der Mathäus- Passion, mit Orgelbegleilung und obligater Violine.......... ] S. Bach, f 1750. b. Air, arrangirt für Violine und Orgel . „ j. S. Bach. 4. „Selig sind die Todten“, 5 stimmiger Chor „ H- Schütz, f 1672. 5. „Es ist genug“, Arie für Bass aus „Elias“ „ Mendelssohn. 6. „Herr nun lassest Du Deinen Diener“, Motette „ Mendelssohn. 7. Lieder für 1 Sopranstimme: a. Gebet............. Hiller. b. Wem der Herr ein Kreuz schickt . . ,, Radeke. 8. 2 geistliche Volkslieder für gemischten Chor a. Blümlein auf der Haide ...... um 1500. b. Das Leben welkt wie Gras. Tonsatz . ,, Büchler. 9. Zwei Choräle für Knabenchor: a. Wunderbarer König.......। ,^CA i wt • ] i ■! T) ° \ um 1680. b. Weicht ihr Berge......../ 10. Jesu Leiden, Chor für Alt, Tenor und Bass „ A. Lotti, f 1740. 11. Zwei Lieder für 1 Bassstimme: a. Litanei............„ Schubert. b. „Meine Seele ist stille zu Gott“ . . . „ Emmerich. 12. „Maria wallt zum Heiliglhum“, 6 stimmiger Chor.............„ Eccard, t 1611. 13. Adagio für Orgel.......... 6. Merkel. 14, Requiem aeternam, für 3 stimmigen Frauen- „ chor.............. Kiel. 15. „Ich weiss, dass mein Erlöser lebt“, Motette „ M. Bach, f 1694. Eintrittskarten — Reservirte Plätze ä 2 (für inactive Mitglieder ä 1 c/M); nichtnummerirte Plätze im Schill' und 1. Emporbühne 1 «A, 2. Emporbühne 50 H — sind in der F e r b e r’schen Buchhandlung und in der Musikalienhandlung von Rudolph zu haben. Ebenda werden auch die Texte zu den Gesängen a 10 H verkauft. 5334 5310 Ein Lehrjunge kann sofort ein- treten bei Dietz & Reichardt, Schuhmacher, Lich. Wermietl-ungen. 5366] Gut möbl. Zimmer, mit ob. ohne Kabinet, von Aug. an oder später zu ver- miethen. Grünbergerstratze 18, 1. Et. 5370 Ein Familienlogis zu vermiethen- __Kaplansgasse 18. 5325 E- Logis m. all. Bequemlichk. z. 1. Oct, z. verm. H. Euler, Mäusb. 3. 5345 Zwei kleine Familienlogis sind zu vermiethen bei Kaspar Schomber, NodHeimerstr. 40. 5175 Ein Logis zu vermiethen bei Metzger Hofmann, Wallthorstratze. vermischte Anzeigen. Agent des Norddeutschen Lloyd. X X X X 70 5381 Die Direction des Norddeutschen Lloyd in Bremen hat die Passagepreise für das Zwischendeck von Bremen, nach New-York auf Mk SO „ Bremen. „ Baltimore „ „ bis auf Weiteres festgesetzt. Car! Loos Sprachführer. Practisch und leicht fasslich. Parlez - vous frarujais? (Franz.) 13. Aufl. Geh. 1 JL 80 X geb. 2 vHa 40 Do you spsak English? (Engi) 12. Aufl. Geh. 1 M 20 geb. 1 M 80 Parlate italiano ? (Ital.) 5. Aufl. Geh. 1 JL 20 4, cart. 1-M50H. Habla V. Castellano ? (Span.) 3. Aufl. Geh. 1 M 20 cart. 1 M 50 Falla Vmce. portuguez? (Portug.) Geh. 2 M 50 Spreekt Gij. de Hollandsche taal? (Holl.) 2. Aufl. Geh. 1 M 50 H. Taler de Dansk? (Dän) 2. Aufl. Geh. 1 JL 50 Talar Ni Svenska? (Schwed.) Geh.- 1 JL 50 Mluvite cesky? (Böhm.) Geh. 1 M 50 Tud ön magyarul? (Ung.) Geh. 1 A. 50 \ Mowisz Pan po polsku? (Poln.) Mit Aussprache. Geh. 2 M Sprechen Sie russisch ? Mit Aussprache. 2. Aufl. Geh. 2 M 50 Türkdsche söjlemisiniz ? (Türk.) Geh. 2 M 50 4 Omilite Ellinika ? (Neugriech.) 2. Aufl. Geh. 2 M 50 3?. C. A. Koeh’g Verlag. Leipzig. Günstiger Nebenverdienst. Eine der ersten u. bekanntesten Weruhaud- luugeu in Frankfurt a/M., welche bereits bis Fried- berg einaeführt ist, sucht tüch- tige Vertreter M den oberhalb Friedberg gelegenen Theil von Oberhessen. Da demselben Lager, sowie das Jncasto anvertraut wird, so belieben sich nur solche Herren Zu melden, welche mit la. Referenzen ausgestattet sind und über gute Keller verfügen. Offerten beliebe man an G. L. Daube & Co., Frankfurt a M. unter 6 0. 164 gelangen zu lassen. 5368 Gießen, den 26. Juli 1886. 5380 PH. Lüdeking und Sohn Für die überaus zahlreiche liebevolle Theilnahme an unserem schmerzlichen Verluste sagen wir hierdurch unseren tiefgefühlten Dank. Nachdem Herr Oberstlieutenant Nertram ermittelt und wegen Geistesstörung vorläufig in eine Anstalt untergebracht worden ist, ersuche ich gleichwohl im Auftrag der abwesenden Familie, alle Forderungen an denselben bei mir zur Regulirung anmelden zu wollen 5375 Schüler, Rechtsanwalt- Soeben erscheint: „Ein Volksbuch Im edelsten Sinne des Wortes, — Da« großartige Unternehmen ist geradezu ein litte rar. Ereignis.“ [Die Natur.] 5376 Gesucht Alicestraße 13 11 auf sogleich oder auf September ein ordentliches Mädchen für Hausarbeit. Nur solche Mädchen, welche schon gedient haben und gute Zeugnisse darüber besitzen, wollen sich melden. 130 Hefte L1 Mark oder 9 Halbfrzbde. ä 16 Mark. Bia jetzt erschienen „Völkerkunde“, Bd.l, und „Der Mensch“,Bd.I. Der Mensch," Ranke. 2 Bände mit ca. 550 Text- illustr., 5 Kart. u. 32 Aqnarelltaf. Völkerkunde, P ™Dr. Fr. Ratzel. 3 Bde mit ca. 1400 Text- illustr., 6 Karten u. 30 Aqnarelltaf. 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