?chte Ütgtnübtr. ^Monnal- Zacken en unb Herren, r- Zägrr, riytz Rübtamen, lietftngm. n möblirtes ßimmtr mit wttien Schulstraße 9. ig. inöbl. Rimmer seglei- He Friesie, Neuemg t -her von Herrn $riÄ r benutzte Wohnung, k- :lle Etage - 5 Zim- Fuß Durchmesser, K Zimmer im Zeiten Sui. Souterrain, sowie MW raum unb aeräumigtn I mit Mnant^til, irr aber Haue ift zu verüb beziehbar. stertheilt u vermiethen. jlS meines Hause?, Lubehör u. Wasserleitung, T( möMirk Z'»-N' ^jSnrttnMeJL i. Wiit-S 3i”™tr •" ® 6nrtJ*«*lL*L "“^nd Ww« AK. 801 Erstes Blatt. Samstag dm 25. December 1886. ichemr Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. . , 2-rriV üieneijuyrtiu; & wuu *v wu Bureont vchnlstraßs 7. Erscheint tSgttch mtt WwSna^me deS MonlagS. Lurch die Post bezogen viertel Ehrlich 2 Mart 60 Amtlicher Hheil. Gefunden: 1 Paar Kinderstrümpfe, 1 Paar Handschuhe, 1 Butterbolle, 1 evang. Gesangbuch, 1 Taschentuch, 1 Kinderkragen, 1 Taschenmesser 1 Puppenröckchen, 1 einzelner Handschuh, t Flasche Wein. (Letztere auf dem Postamt stehen geblieben.) Gießen, am 24. December 1886. Großherzogliches Polizeramt Gießen. Fresenius. —_ Weihnacht! — Die „Nordd. Allg. Ztg." kann die Meldung der Blatter, der Reichskanzler habe auf eine Anfrage nach Friedrichsruh sich gegen die Auflösung des Reichstags ausgesprochen und es scheine demnach, daß die Regierung hoste, auf der zu erweiternden Grundlage des Centrurnsantrags zu einer Verständigung mit dem Reichstage zu gelangen, als willkürliche Erfindung bezeichnen und hinzufugen daß in Regterungs- kreisen nirgendswo Zweifel an der Notwendigkeit des Festhaltens an der Militar- vorlage um jeden Preis besteht. . Köl« 23. December. Die englische Post aus London von gestern Morgen hat in Köln den Anschluß nicht erreicht, weil dieselbe wegen verspäteter Landung de^ Schiffes eine Verzögerung von 46 Minuten und auf belgischer Strecke eine Verspätung von Ostende von 27 Minuten gehabt hat. .. , . Chemnitz, 23. December. Der Bahn- und Postverkehr auf den Hauptlinien nach Dresden, Riesa und Leipzig ist noch unmöglich, mit Berlin s it Montag keine Eisenbahn-Verbindung. Von heute ab wird eine Schlittenpost von- hin- nach Penig eingerichtet, wo eine solche von Leipzig erwartet wird. Vielfach herrscht Kohlenmangel, auch ein Mangel an Viklualien und Schlachtvieh macht sich fühlbar. Chemnitz, 23. December. Die Verbindung mit Dresden und Berlin ist über Frankenberg-Roßwein hergestellt. . o . . , n Leipzig, 23. December. Die Bahnstrecken Leipzig-Bitterfeld, Leipzig-Halle, Leipzig-Hos sind noch unterbrochen. Hierherreisende werden über Halle - Eorbelha dirigirt^ 23 december. Das „Eorrespondenz-Bureau" ist auf Grund authentischer Nachrichten in der Lage, zu erklären, daß die Blätternachricht über eine seitens der österreichisch-ungarischen Regieruog in amerikanischen Waffenfabriken gemachte Bestellung von 400,000 Nepetirgewehren vollständig grundlos ist. Bern, 23. December. Auch der Ständerath ermächtigte den Bundesralh, den für 1888—89 vorgesehenen Eredit zur Beschaffung von Kriegsmaterial schon in 1887 zu verwenden. — Morgen wird die gegenwärtige Session der Bundesversammlung geschlossen. Auf den 12. April 1887 ist eine außerordentttche Session anberaumt. Basel, 23. December. Der Bahnoerkehr auf der Gotthardbahn ist trotz starken Schneefalles in Folge der getroffenen Vorkehrungen nicht gestört. Am Sudabhange der Alpen bei Atrolo verursachte der Schneefall Lokale Störungen, die schnell gehoben wurden und den Schnellzugverkehr nicht beeinträchtigten. Basel, 23. December. In Folge des auch hier andauernden starken Schneefalles ist der Eisenbahnvertebr zwischen dem Elsaß, Baden und der Schweiz gestört. Seit Montag Nacht ist jede Post aus Norddeutschland ausgeblieben. Tilfit, 23. December. Die Schifffahrt ist in Folge starken Eisganges unter- brochem 23 december. Flourens machte dem Grafen Münster, der dem gestrigen Empfange des diplomatischen Eorps im auswärtigen Amte wegen Unwohlseins nicht beiwohnen konnte, heute einen Besuch. London, 23. December. Lord Randolph Churchill hat als Schatzkanz er demissionirt. Als Grund des Rücktritts desselben wird angeführt, daß Churchill tbeils mit den vom Kriegsdepartemeut und der Admiralität für das Budget gemachten Voranschlägen, theils mit den für die innere Verwaltung einzubringenden Gesetzentwürfen nicht einverstanden sei. . a . ,, t , .. Petersburg, 23. December. Der „Regrerungs - Anzeiger" bezeichnet die Zeitungsnachricht, wonach die Regierung beschlossen Hätte, künftig keine Lokomotiven mehr im Auslande zu bestellen, als unbegründet. Eine solche Entschließung sei nicht er^° 23. December. Die Schifffahrt bis Kronstadt wurde heute officiell geschlosmi.^^ 23. December. Se. K. Hoheit der Prinz Friedrich Leopold ist heute früh von Jeypore hier eingetroffen und begibt sich heute Abend mit dem Herzog und der Herzogin von Connaught nach Punah, wo er die Weihnachtsfeiertage zuzubringen gedenkt. _________ Lokale-. Gießen, 24. December. Gestern Morgen ist es den Anstrengungen gelungen, den ersten Zug ab Gießen wieder bis Fulda durchzubringen, seitdem ist der regelmäßige Betrieb auf der Linie Gießen-Fulda ebenfalls wieder ausgenommen worden, wenn auch Verspätungen der Züge, welche der Weihnachtsverkehr übrigens auch sonst hervorruft, nicht zu vermeiden sind. . Gießen 24. December. Aus einem verschlossenen Schränkchen eines Gesellschaftszimmers in der Luft'schen Wirthschaft „zum Löwen" dahier wurde rm Laufe dieses Sommers zu verschiedenen Malen die Vereinskasse gestohlen. Der Dieb — ein junger Mechaniker und ehemaliges Mitglied des Vereins ist nunmehr entdeckt und in Haft genommen worden. — Mehrere noch schulpflichtige Jungen erbrachen einige Backsteinhäuschen in der Schwarzlach und eine dort stehende Schäferhütte, entwendeten aus denselben verschiedene geringwerthige Gegenstände. Die jugendlichen Verbrecher wurden heute dem Amtsgericht vorgeführt und in Haft genommen. . — Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, findet die von der Rudergesellschaft projectirte Weihnachtsbescheerung nicht statt. Es klingen die Glocken der stillen, heiligen Nacht; Org-.lklang erbraust und an unzähligen Bäumen erglimmen Lichter, der Jahres heiligsten Abend zu beglänzen. Und auch in uns, tief in des Busens Berge, rauscht und klmgt et wunderseltsam und ein unverlöschlich Licht erglänzt in Aller Augen: bk Liebe, des heiligen Abends heiliger Gehalt ist'r, die unsere Herzen höher schlagen, unsere Augen strahlen macht, die Liebe, der diese Feier gilt. Die Liebe, die der Wunder größter ist, ward heute vor säst zweitausend Jahren durch ein Wunder geboren und seitdem haben die Wunder der Liebe kein Ende genommen. m , , . . Engel sangen in der heiligen Nacht von der Liebe Geburt auf der Ebene von Judäa, Sterne strahlten von Himmelshöhen durch dar Dunkel der Winter- nacht und der schlummernden Erde ward verkündet die Paradieser-Botschast vom »rieben, der sich ergießen werde in der müden, sehnsüchtigen Menschheit Herzen, “»riebe aus Erden", es war die Botschaft von der Allmacht der Liebe, die in des Kindleinr Gestalt mit scheuem, weichem, göttlichem Kinderlächeln zum ersten Male hinausschaute in die unverstandene Welt, mit zagendem Kinderfuß die raube Erde betrat, dem Stern vertrauend, der über der Wiege ihr freudekun- dend erglänzte. War feit Jahrhunderten des heiligen Stromes Master gerauscht und gemurmelt, was die Prophezeiungen verkündet hatten von dem erlösenden Helden - er war herrlich in Erfüllung gegangen: aus dürrem Gestein war die Role vom Jordan aufgefprießt und glänzte stillgewaltig hinaus m die Welt, und Hirten, die armseligsten der Menschen, sangen Lieder aus dem Felde und «riefen dar Wunder, das sich in der Krippe zu Bethlehem offenbart hatte. Uno Äön ae und Weise folgten dem himmlischen Lichte, das ihnen den Weg zeigte zu kne/milden, erlösenden Gewalt, die mächtiger als all« Macht der Erde, mcht in Marmor-Palästen haust, und nicht in Purpur-Gewändern einherschreitet, son- Bern in der Armuth Hütten ihren Thron ausschlug und von da ihr Reich könialick beiter ausbreitete über die armuthselige, verworrene Welt. Jene Könrge aus dem Morgenlande waren eben auch Weise und sie ahnten wohl, daß e n Strahl der Liebe mehr werth ist, als alle Schätze der Erde, mehr werth als Derlen. Myrrhen und Edelgestein. r n . Jahrhunderte, Jahrtausende sind seitdem dahingebraust über Glauben und Unglauben, über Heiliger unb Unheiliges, doch wie auch dre Wellen der Zetten tost«', jenes Gnadenlicht der Liebe haben sie nicht zu löschen, ,enes Kreuz nicht u brechm vermocht, welcher als das Symbol dieser gottgeborenen Liebe ewig durch die Zeiten ragen wird. Dsium alljährlich, wenn oer Liebe Fest sich erneut und des Tannenbaumes Arme uns hinüberwinken in.der Kindheit Zmiberreich, erneut sich auch in uns das Wunder der Nacht zu Judäa, wird auch in uns bie Liebe neu geboren. So arm ist keine Hütts, so vornehm kein Palast, daß nicht ein Strahl Raum fände in ihnen, wenn der Tag der Liebe wrederkehrt. Mr Tannenbaum wird zur Palme des Friedens, unter der wir stille Einkehr batten und unsere Seele rühren und läutern lasten von dem großen unb heiligen a)ll,|}e4Uämflimmertnt,bnie, es rauscht de« Weihnachtsbaumes Flittergold, Komme Sänge ziehen dnrch die stille, heilige Nacht — leise, lesse erklingt auch in uns ein Lied von der Jugend glücklichen, Mldlosen Zetten und leise, lesse Mert eine Zähre an der Wimper--auch nur empfangen die Botschaft von der welterlösenden, holden Gewalt, dre unser Sporn uno unser Lohn ist, auch uns singen die Engel: „Friede au s Erden!" . Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Corresporrdenz - Drrreau. 23 December. Se. Majestät der Kaiser nahm heute Vormittag den Worirag Perponcker's, fodann eine größere Anzahl militärischer Meldungent un te Morträae Albedyll's und des Kriegsministers entgegen und empfing Nachmittags der nuf einer Urlaubsreife hier eingetroffenen Botschafter v. Schweinitz aus Peters g. Um 4 Uhr erscheint der Staatssecretär Bismarck zum Vortrag. Stockhausen, 22. December. Gestern brach dahier in der Hofraithe des Hrck. Ludwig Beier Feuer aus, welches Wohn- und sämmtliche —-econonnegebaude in Asch- 1=9tc"3lug Rheinhessen, 23. December. Die Stadtverordneten von Worms haben in ihrer gestrigen Sitzung ein Ortsstatut angenommen, nach welchem ur dre Folge nur noch dann die Concession für den Betrieb emer Schank- oder Gastwirth- schäft ertheilt wird, wenn das Bedürfniß nachgewiesen ist. A Mainz, 23. December. Das Jahr 1886 droht in gleicher Weise abzuschließen wie das Jahr 1882. Von 2 Grad Kälte heute Früh sind wir plotzlrch in vollständiges ---Berlin, 23 December. Gutem Vernehmen nach wirb bie Ansiedelung«- Commission demnächst probeweise mit bet Besiedelung zweier Güter vorgehen. Mit innerhalb der Commission nicht erledigten, dem Staatsministerium zur Entscheidung vorgelegten Fragen, dürste sich letzterer in seiner heutigen Sitzung schäsMjjNcheN, 23. December. Der Prinz-Regent richtete an den Finanz- Minister ein huldvolles Dankschreiben für bie umsichtige und unermüdliche Tha- ttgkeit bei Regelung der Cabinetskaffe, und übersandte ihm sein Blldniß als Zeichen der Anerkennung. Thauwetter gekommen und ist bei den ungeheueren Schneemassen, die letzter Tage in ganz Deutschland gefallen sind, eine Ueberschwemmung des Rheins und seiner Nebenflüsse kaum ausbleiblich. In den wenigen Nachmittagsstunden haben sich hier die Folgen des Thauwetters im Rhein bereits durch ein Steigen von mehreren Zentimetern gezeigt und gleichlautende Meldungen sind schon von Mannheim hier eingetroffen. Die hiesige Bürgermeisterei hat bereits alle Vorkehrungen für den Fall einer Ueberschwemmung getroffen und insbesondere die Räumung der Hafenmagazine angeordnet. Die städtische Pumpstation arbeitet schon tüchtig, um das Wasser aus den Canälen zu werfen. — Wohl im Zusammenhang mit den Frankfurter Socialisten-Verhaftungen stehend, hatten in den letzten Tagen hier und in zwei umliegenden Ortschaften Haussuchungen nach socialistischen Schriften stattgefunden. Wie wir hören, waren diese Recherchen erfolglos. — Zu dem Brüsseler Postdiebstahl bringt die „Allg. Ztg." folgende Mittheilungen: Seit dem Postdiebstahl überwachte die Brüsseler Post sehr sorgfältig alle aus England kommenden Correspondenzen. Es fiel nun auf, daß ein Deutscher Namens Eberhard seit ungefähr dem 20. November postlagernd zahlreiche Briefe theils aus England, theils aus Deutschland erhielt. Das Benehmen dieses Fremden, welcher sich gewöhnlich in Begleitung zweier anderen Deutschen befand, war um so verdächtiger, als die ihn bewachenden Beamten feststellten, daß der unter dem Namen Eberhard eingetragene in Wirklichkeit Karl Müller hieß. Am 15. ds. nun erhielt dieser Mann ein aus Leipzig datirtes Telegramm postlagernd ohne jede Unterschrift mit dem Inhalt: „Verkaufet Steine". Der Inhalt dieser Depesche, sowie der Mangel der Unterschrift, war aufgefallen und der Postdirector begehrte von Eberhard die Vorzeigung eines Passes. Eberhard zeigte einen solchen, der sich aber als gefälscht erwies. Leider war die hiesige Polizei so unvorsichtig, nicht sofort zur Verhaftung dieses Menschen zu schreiten. Der Gauner hatte gemerkt, daß er sich in Brüssel nicht mehr sicher fühlen könne. Er wußte die ihn bewachenden Beamten zu täuschen und flüchtete sammt seinen beiden Genossen nach Deutschland. Wie festgestellt wurde, haben die drei Gauner Mittwoch Nacht den Schnellzug nach Düsseldorf benutzt. Aus den mittlerweile aufgefangenen Briefen an den falschen Eberhard geht mit Gewißheit hervor, daß er und seine beiden Genossen der internationalen Bande angeboren, welche den Postdiebstahl vollbrachte. Das Signalement derselben wurde den deutschen Behörden telegraphisch übermittelt. Bei Durchsuchung der Wohnung Eberhards wurden die Umschläge mehrerer dem ausgeraubten Postwagen entstammender Geldbrtefe gefunden, sodaß jeder Zweifel an der Mitschuld desselben ausgeschlossen ist. Literarische-. — Unter den Damen- und Modenzeitungen, die alle mit dem Neuen Jahr in ein Stadium gesteigerter Thätigkeit, erhöhter Leistung eintreten, zieht die Jllustrirte Damenzeitung „Der Bazar" wieder einmal das Interesse der schöneren Hälfte der Menschheit in bevorzugter Weise auf sich. Das wohlgeleitete, von trefflichen Kräften bediente und auf umfassende Mittel gestützte altbewährte Journal zeigt sich des durch 32 Jahre erprobten Rufes als erste und wichtigste Damenzeitung durchaus würdig. Ausgezeichnet auf dem Gebiete der Mode, deren Neuerscheinungen es durch vorzügliche Bilder und äußerst praktische Schnitte den Damen zugänglich macht, excellirl das Journal durch seine Handarbeiten und giebt hier so Vieles und so Gutes, daß die Rivalität neben ihm sehr schwer sein dürfte. Die literarische Nummer erhält sich auf der erstiegenen Höhe und schüttet über ihre Leserinnen ein förmliches Füllhorn an schönen und interessanten Novellen, Dichtungen, Aussätzen rc. aus, durchsetzt von zahlreichen trefflichen Bildern in musterhaftem Holzschnitt. — Wohl niemals hat eine Zeitung einen so rapiden Aufschwung genommen, wie der „Berliner Lokal-Anzeiger", welcher, im November 1883 beginnend, sofort mit wärmster Begeisterung ausgenommen, — heute sich einer festen, treuen Abonnentenschaar von über 87 OOO rühmen darf. In der Reichshauptstadt selbst hat der „Berliner Lokal-Anzeiger" durchschnittlich in jedem Hause drei Abonnenten. Die Frage, worin diese enorme Popularität des Blattes, abgesehen von dem billigen Abonnementspreise, begründet ist, darf als wohlberechtigt anerkannt werden. Hier ist die Antwort auf diese Frage: das Publikum oben und unten, in allen Schichten der Gesellschaft, ist herzlich müde des politischen Ballastes, welchen die Parteiblätter täglich in die Welt- schicken. Der „Lokal-Anzeiger" drängt nicht Meinungen auf, sondern referirt nur in verständlichem Tone über alle Begebenheiten in der politischen Welt. Polemisch ist er nur da, wo es gilt, Mißstände, Härten, Unzuträglichkeiten im socialen und communalen Leben zu bekämpfen. Somit stellt sich der „Lokal-Anzeiger" nicht über das Publikum, sondern arbeitet mit dem Publikum, unter warmer, sympathischer Betheiligung des Letzteren. Diese Principien, welche in der „Stadt der Intelligenz" sehr schnell durchschaut und erfaßt wurden, haben dem „Berliner Lokal-Anzeiger" überall Freunde erworben und dem Blatte Eingang, selbst in die höchsten Schichten der Gesellschaft, verschafft. Der Abonnementsprels des „Berliner Lokal-Anzeiger", welcher (außer Montags) täglich 2Vr bis 6 Bogen stark in großem Format erscheint, beträgt monatlich 80 Pfennig und nehmen alle Postämter Deutschlands Bestellungen entgegen. Der bereits abgedruckte Tbeil des hochspannenden Romans: „Ein stolzes Herz" von Theodor Küster wird neu hinzutretenden Abonnenten gratis nachgeliefert. Anfangs Januar bringt der „Berliner Lokal-Anzeiger" unter Anderem auch eine Schilderung aus dem Berliner Verbrecherleben unter dem Titel: „Die Falschmünzer von Berlin" nach Aufzeichnungen des allbekannten Criminal-Commissars Weien. Schiffs- Bewegung der Postdampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft. Hamburg, 21. December. Das deutsche Dampfschiff „California", Capi- lan Winckler, ist am 21. December, 4 Uhr Morgens, wohlbehalten in New-York an- gekommen „Monopol-Seide“. (Modebericht.) „Vom Fel« zum Meer" 1886 — Heft 8 schreibt: • • • * "Durch Einführung der „Monopol-Seide“ hat sich der Zürcher Seiden« Industrielle <*. Henneberg ein wahres Verdienst um die nach einem ein- fachen und gediegenen Seidenstoff seit lange vergeblich Umschau haltende Damenwelt erworben. Das Gewebe ist dauerhaft wie Leder, weich wie Sammt, glänzend wie Atlas; aus reinster Seide auf Lyoner Stühlen gewoben, erscheint es als eines der solidesten und reichsten Fabrikate, welche die Webindustrie seit lange erzeugt. . . Nur direct und nur ächt, wenn auf der Kante eines jeden mfetre eingedruckt ist 9178 | G. HENNEBERG’S „MONOPOL“ | umgehend. & nunmehr 18 Jahre so beliebte, trotz aller Nachahmungen unüber« , . 77< troffene Haarwaffer von Retter, München (staatlich geprüft und begutachtet), welch, statt Oel od. Pomade tägl. gebraucht heftens zu empfehlen ist, verkauft zu 40 H u. M 1,10 I. H. K«hr, Sonnenstraße 25, Gießen. 775 Auszug aus den Staudesamtsregister« des Standesamts Gieße«: (Nachdruck nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet.) Aufgebote. December: 22. Johann Adam Hettche von Lohra, Kreis Marburg, Dienstknecht dahier, mit Katharine Heuser von Nordeck, wohnhaft dahier. Geborene. December: 13. Dem Gerber Karl Nelke ein Sohn, Paul. 15. Dem Schuhmacher Jacob Gilbert eine Tochter, Anna Marie Katharine. 18. Dem Maschinenarbeiter Ludwig Schäfer eine Tochter, Louise Ottilie Lina. 20. Dem Kutscher Christian Burk eine Tochter. 22. Dem Bahnarbeiter Johannes Weinandt eine Tochter, Anna Elisabethe. Gestorbene. December: 17. Sara Finkenstein, geb. Stern, 86 Jahre alt, Wittwe von Wolf Flnkenstein. 18. Dem Bäckermeister Friedrich Schreiner ein todtgeborenes Kind männlichen Geschlechts. 20. Der Unteroffizier Johann Friedrich Karl Andreas Zeh, 23 Jahre alt. 21. Dem Lokomotivführer Christian Träger ein todtgeborenes Kind männlichen Geschlechts. 21. Johannette Schmidt, geb. Lampus, 42 Jahre alt, Ehefrau von Schuhmacher Martin Schmidt. 22. Sophie Engel, geb. Ströhlein, 75 Jahre alt, Ehefrau von Büchsenmacher Heinrich Engel I. 22. Mathilde Rüti, 48 Jahre alt, lebig, Privatim 23. Ludwig Walldorf, 5 Monate alt, Sohn von Händler Isaak Walldorf. Auszug aus den Kirchenbüchern der Siadl Gießen. Evangelische Gemeinde. «ttaufte. Den 19. December. Dem Landgerichts-Secretär Ernst Löwer ein Sohn, Ernst Karl, geboren den 14. November. Beerdigte. Den 19. December. Friedrich Xandry, Graveur, lediger Sohn des verstorbenen Schreinermeisters Heinrich Xandry, alt 25 Jahre, gestorben den 17. December. Den 23. December. Johann Friedrich Karl Andreas Zeh, Unteroffizier, ledig, alt 23 Jahre, gestorben den 20. December. Denselben. Johannette Schmidt, geb. Lampus, Eheftau des Schuhmachers Martin Schmidt, alt 42 Jahre, gestorben den 21. December. Brobpreise vom 26. December 1886 bis 9. Januar 1887. der Bäcker $ 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 27 2 „ (4 Pfd.) Weißbrod .... 54 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrot) 1. Sorte 24 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 48 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 21 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 42 3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei I. Lein, K. Haas, L. Keil 63 1 Kgr. 1 " 2 ", 1 " t : Gießen, den 24. December 1886. der Brodverkäufer H (2 Pfd.) Weißbrod .... 27 (1 „ ) „ 54 (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 24 (4 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 48 (6 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte — (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 21 (4 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 42 (6 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 63 Großherzogliches PolizeiamL Gießen. Fresenius. fleöenßetöer hungernden Vögel! Allgemeiner Anzeiger. = „Eleclra“ — Vorzügliche Weihnachisgobe. w« „Eleetra“ VÄÄaiw":'"' Nähmaschine. Der Schlummer des Kindes in der Wiege und die Ruhe- bedürftiakeit des Kranken ungestört, bleiben durch den Gang der nch Karl Andreas ' >etJ todtgeborenes S Eheste 75 Jahres fre Rick, 48 Jahre alt, hn von Händler Auf Grund der Statuten wurden in der heutigen Hauptversammlung aus den Ueberschüssen der Anstalt im Jahre 1885 bewilligt: 1. Für die Fortbildungsschulen 2. Der Rettungsanstalt für Mädchen in Arnsburg 3. Dem Gewerbeverein zu Gießen Der Mensch," Ranke. 2 Bände mit ca. 550 Text- illustr., 5 Kart. n. 32 Aquarelltaf. Völkerkunde, Pr0’onDr. Fr. Ratzel. 3 Bde mit ca. 1400 Text- illustr., 6 Karten u. 30 Aquarelltaf. Erdgeschichte, ;°Df Dr.Neumayr, 2Bde.m.ca.600Text- illustr., 6 Karten u. 25 Aquarelltaf. Pflanzenleben, Dr.Kerner v. Marilaun. 2 Bde. mit ca. 500Textillustr. u. 40 Aquarelltaf. Ieilgeboteues. Hoftaithe-Derkaus. Familien - Verhältnisse halber ist die Hofraühe des Unterzeichneten unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Dieselbe eignet sich zu jedem Fabrikbetrieb und durch genügend vorhandene Lagerräume auch zu jedem anderen Geschäfte. Kaufliebhaber wollen sich direct an mich wenden. 9177 Phil. Morgel in Reiskirchen. Firma „Karl Wenzel". 9190 Zur Beglaubigung: Neidhart, Gerichtsschreiber. »ifr Trrnr H) Allgemeine' Naturkunde (Fortsetzung zuBrehms Tierleben“). 331,767.27. 321,554.23. 10,213.04. * ’ "Bem $tli i Rust? • umgehe. H Bock-Bier in vorzüglicher Qualität halte während der Feiertage im Zapf. Wilh. Noll, 9186 Pulrermühle. Summa 3,846,373.44 Davon ab die nn Jahre 1885 zurückbezahlten Einlagen an 893 Personen 53g 433 14 Die Schulden der Kasse an Einlagen incl. der Pfennig- Sparkasse betragen Ende 1885 —3 307 940 30 Hierzu kommen die bis zum Rechnungs-Abschluß nicht ' ' in Empfang genommenen Zinsen 451.61 Die Gesammt-Schulden der Anstalt betragen mithin Ende 1885 __ Verglichen, so ergibt sich Ueberschuß als Reservefond Ende 1885 Nach der Rechnung für 1884 betrug der Reservefond Derselbe hat sich somit in 1885 vermehrt um in allen Qualitäten mit Firmendruck empfiehlt zu billigen Preisen ___Brühl sche Druckerei. Rhein-Wein. ns , .. . _ „ Summa 3,522,587.86 Davon ab die nn Jahre 1885 zurückempf. Kapitalien 99,749.61 Das Guthaben der Kasse an ausgcliehenen Kapitalien betragt Ende 1885 3,422,838.25 90,793.49 851.72 79,372.95 1732.77 44,570.— 200 150 200 100 200 ____50 cM. 6310 Salzender m— ----—————Quellen Z yto.3 und No. 18 in Bad Soden, unter Kontrolle des königl. CanitätsrLlhs Herrn Dr. Stoltzina. Dieselben sind mit großem fltutzen anwendbar : bei allen chronischen „ ®°^.arrbcP be§ Rachens, des stehlkopss und der Lungen; sie wirken in hobem Grade icbleimlösend, erleichtern U..clAn und führen Heilung herbei. Aeußersr £2 ◄I 7*™^t hierdurch den oft so qualvollen ■■ 100^1^069 rst ihr Einfluß bei den ao Sobatrmarks ver,chiedenen Katarrhen Tuberkulöser, bei chronischen Catarrhen des Magens T, ^|unb des Darms, bte von Verstopfung begleitet find; bei habitueller Leibesverstopfuna, ^ ^^"sE'rrhoiden, leichten Leberanschwcllungen und ähnlichen Unterleibsstörungen, die ein aus-l^ ^Ilo,endes unl^mtld abführendes Verfahren erfordern. Sind solche Affectionen mit Lungen ^."bunden, so ist die Wirkung der Pastillen eine besonders vorzügliche. Preis pro £ ff Q^thrg in den Apotheken. General-Depot PH. Herm. Fay, Frankfurt a. M. Bekanntmachung. Die Rechnung der hiesigen Spar- und Leihkasse für das Jahr 1888 welche der Hauptversammlung der Vereins-Mitglieder vorgelegen, hat folgende Resultate ergeben, die in nachstehender Uebersicht bekannt gemacht werden. A. Vermögen. *o' ^ ausgcliehenen Kapitalien betrugen Ende 1884 3,258,208.86 z. In 1885 wurden ausgeliehen 264,379. Giessen. A. Merttens, Seltersweg Civilingenieur. 711 Magen füv Elektrische Beleuchtung in Sälen, Werkstätten, Wohnhäusern. Bogen- und Glühlicht von einer Maschine. HHM. Ersparniß gegenüber dec Gasbeleuchtung, nachgewiesen durch Referenzen von über 100- ausgeführten Anlagen. 7869 Voranschläge und genaue Betriedskosten-Berechnung gratis. u. Gr.D.Bapat 2062 empfiehlt tzallshaltullgg-Allsstattlluaell, Kochgeschirre, emaillirt, verzinnt und in Gusseisen, Kohlenhandlung en gros und en delaiL 9191] Ein kräftiges Mädchen vom Lande I Offerten auf Lieferung von Brannt- auf sofort gesucht. wein und Cigarren unter Chiff. 8. C. Ehr. Haubach, Maurermeister. 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Beitrittserklärungen werden jederzeit entgegengenommen. 9201 W In Gießen bei: Hauptagent G. W. Döpfer, Finanzaspirant, Bahnhofstr. 17. B Gießener Ruder-Gesellschaft. Die aus den 1. Weihnachtsseiertag projectirte 9199 Weihnachtsfeier u. Chriftbescheerung findet nicht statt. Der Borstand. Geselligkeits-Verein. Am zweiten Weihnachtsfeiertage: Abendunterhaltung (Theater und Tanz) im Vereinssaal (Schiffenbergerthal). Anfang Abends 8 Uhr. Der "Vorstan.cL NB. Die Musik wird durch das große prachtvolle, dieser Tage dort aufgestellte Orchestrion ausgeführt. 9193 Liederkranz. Am 2. Feiertag: Abemdgmterlmgtemg 9187 im Cafe Leib. Anfang 7