k 1886 idjciU’r zeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Erscheint tLglich mit Lvsnahme de« Morrtsg» Bwrwmt Schulstraße 7. Die italienische Königsfamilie ist anläßlich der Kammerr hin?; "NeftaZ Jen feiilittj ?öt' verdanken ) ivl städtische Überhang 'W wollen den s° mußten °®Qr£ I-heukte. galten, sonder» >eren Einnahnien Mückgehaiten Wi und schon mit ®dbeu jcmein anerkannt die Wohlthat der echendes Heim zu >ltm, und bitten Außerdem sind die irekte Postlinie tar unie «ch New York Änt> mverlasE Mver« -iSAs , bett. denn, wie viel eine Million ist? Haben Excellenz denn schon einmal eme Million gesehen?" Der nachmalige Statthalter von Elsaß-Lothrmgen war durch dreie Frage einigermaßen in Verlegenheit gebracht und wußte nicht, was er darauf antworten sollte, da er allerdings niemals in die Lage gekommen war, eine Million zu sehen. Er entließ aber die Deputation recht freundlich. Daß auf die Zahlung dieser Kontribution bald verzichtet wurde, ist bekannt. Auch der Vorgänger Manteuffel s, der General Vogel von Falkenstein, muß wohl keine genaue Vorstellung von „einer Million" gehabt haben, denn er schickte damals, um die erste (Kontribution von 5,700,000 Gulden in Empfang zu nehmen, zwei Soldaten mit einfachen Schiebekarren auf die Frankfurter Bank, in der Dieinung, daß dieselben das Geld auf diesen beiden Vehikeln zur Bahn bringen könnten. Der General war nicht wenig erstaunt, zu ersahren, daß die Sendung über 1000 Eentner wiege und sandte dann eiligst einige große SJ^Ul^a0e^ar.§ bie beiden Italiener Merletti und Sucio jetzt um die Wette; der eine will fünfzig, der andere dreißig Tage ohne Nahrung zubringen. In den Blättern ist jeden Tag ein Bericht der beobachtenden Aerzte zu lesen. Wie es scheint, kann Merletti bei der Sache in keinem Falle etwas verlieren, bringt er es auch nicht auf fünfzig Tage ohne Brot, so bleibt ihm doch, wie behauptet wird die Hand einer hübschen und reichen Dame sicher, welche sich tn ihn verliebt hat. Indessen sind beide Hungerleider schon übertrumpft, und zwar durch eure Pariser Oafßn- kehrerin. Dieselbe ist unter dem Namen Möre-Marin in der Umgebung des Palais Royal Jedermann bekannt, da sie dort fast täglich betrunken durch die Straßen .aumelt. Sie trinkt nichts als Absynth, täglich ungefähr 10 kleine Gläser. Iber trotzdem dies Getränk die Eßlust reizt, ißt Mutter Marin nie etwas freiwillig. Sie ist schon etliche dreißig Male wegen öffentlicher Trunkenheit verurtheilt und noch öfter m polizeilichen. Gewahrsam genommen. Sie ißt nur, während sie ihre Strafen abbußt demr im Gefängniß vermag sie sich kein geistiges Getränk zu verschaffen. Nach verbüßter Strafe lebt sie wieder nur von Absynth bis zur nächsten Verhaftung. Den beiden yunger- meistern stellt sich übrigens auch ein Eßmeifter als Gegenstück zur Seite. Derselbe erbietet sich, Tag für Tag nicht weniger als 50 Kilogramm Nahrung zu sich zu nehmen, gleichviel, woraus dieselbe besteht, wenn sie nur gekaut werden kann. Indessen ist dieser Tage auch ein Weitester um's Leben gekommen. Derselbe em Belgier, hatte mit Landsleuten tüchtig gespeist und wettete danach, noch etn Dutzend faustdicker, in Fett gebackener Kuchen zu essen. Bei dem fünften erstickte er und war trotz schnell herbeigeholter ärztlicher Hilfe nicht mehr zu retten. £ - sBoshaft.^ Dame: „Haben Sie Häringe?" - Verkäufer: „Gewiß! — Dame: „Sind dieselben auch gut?" — Verkäufer: „Jawohl! — Dame: „Wie theuer sind sie denn?" - Verkäufer: „Das Stück zehn Pfennige - Dame: „Wollen Sie mir dann einen nach Hause schicken — Derkauser (arge^ lieb zum Knecht): „Johann, spann' an und fahr' der Madame den Harrng nach Hause!" ______________________________ _ gewagt werden darf. Kopf und Hand der Göttin sind» im. Verhältniß -u den übrigen Körpertheilen zu groß ausgefallen; überhaupt erhebt sich die Arbeit bes ^Reliefs nicht über das Mittelmäßige derartiger spätrömischer Denkmäler. Von einer Inschrift ftnbet fid) leider keine Spur, wenn eine solche überhaupt vorhanden war, muß ste auf eurem eigenen Block angebracht gewesen sein. Das Material besteht aus feinkörnigem ro et feen Sandstein. Der Stein ist im Allgemeinen wohl erhalten, wenn auch dreVordersertc einiae Besckädiaunaen aufweist. Als man vor einigen Jahren die Friedhofskapelle ausräumte fand man den Stein nur wenig unter der Oberfläche des Bodens; seit sesttekAuMnduna Mrd er in der Vorhalle der Kapelle aufbewahrt Die erste Kenntniß dieses Denkmals verdanken mir einer Mittheilung des Herrn Gieß 111 ^B-bra. Ein f-hr trauriger Vorfall trug sich am Morgen des 12. d. M. hier »n. Der Telegraphist Schulz hatte, wie man der »Hersf. Ztg. schreibt, ein krankes Ei'nd bei welchem er wohl gewacht haben mag. Früh am Morgen ries lhn sein -Beruf zum Dienst, welchem er auch nachkam. Kaum non Hause weg, stirbt das Kind. Die Mutter schickt eines ihrer anderen Kinder tort, um den Vater wieder zu rufen Als es am Bahnhofe anlangt, gewahrt es mit Schrecken, daß auch der Vater soeben seinen Geist"aufgegeben hat- kaum kurze Zeit seinen Dienst angetreten, ist er zusammen, gebrochen und verschieden. Man kann sich den Schreeken^der Frau denken und welche traurige Verhältnisse hier eingetreten find, da Schulz Frau und einige Kinder hinterlaßt. z^fall, welcher zur Warnung dienen möge, entnehmen wir der Post": Als man sich am Donnerstag in einer In der Kastanienallee in Berlin Lohnhasten Familie R. um den Tisch zur gemeinfamen Mahlze.t versammel, °g e n Iljähriger Sohn des Hauses der ungefähr lkiahrigen Schwester dm Stuhl IN dem Moment fort, als sie sich aus denselben niedersetzen wollte. Sie setzte sich natürlich mit aller Foree ans den Fußboden und vermochte sich nicht wieder zu erheben. Em Arzt wurde gerufen, welcher eine höchst bedenkliche Verstauchung am Beckenknochen conftatirte und zugleich erklärte, daß, wenn der Fall nicht mit der größten Sorgfalt behandelt würde, das junge Mädchen Zeit ihres Lebens lahm bliebe. ° _ Manteuffel und Rothschild.s Einige Frankfurter Zeitungsreporter werfen, wenn sie von dem nachgelassenen Vermögen des Baron Meyer Karl von Rothschild sprechen, mit den Hunderten von Millionen nur so um sich. Der Franks. Kl. Preße ist dabei unwillkürlich ein Wort des verstorbenen Barons emge,allen, das feiner Zeit viel Aufsehen erregte. Als im Jahre 1866 der General Manteuffel der Stadt Frankfurt eine Kontribution von 25 Millionen Gulden auferlegte, erschien eine Deputation von Bankiers und Kaufleuten bei dem Commandlrenden der Mam-Armee, um die Rücknahme der verhängten Zwangsmaßregel zu erwirken. Freiherr v. Rothschild stand an der Spitze der Deputation. Nachdem dieselbe ihr Anliegen eingehend begründet, erklärte der General, er könne nicht von der Forderung abgehen. Daraus sagte Herr v Rothschild: „Man verlangt von uns fünfundzwanzig Millionen. Wissen Excellenz Allgemeiner Anzeiger. Ieikgeöolenes. Normal-Unterkleider, und alls Arten Hemden, Unterjacken, Unterhosen empfiehlt billigst 7491 | Beclit’s Wagen-Iaörik MAINZ «armelitenstraße 12 rr. 14, empfiehlt ihr stets reichhaltiges Hager aller Arten Luxuswagen bester Qualität, sowie eine Anzahl gebrauchter Wagen. 1274 Keinflen Medicinal-Leberthran empfiehlt 8071 Emil Fischbach. OODDÖCM30QaDIDDDÖODDC3DDDOD 8 Der □ § Gesangs-Komiker, g g Ausgewählte Couplets, Duette, q Solosceuen rc. mit Pianoforte-Be- c O gleitung. 20 Bände (Bd. 18—20 neu) C s ä i jä r o Jnhaltsverzeichuitz gratis und L D franco. o | Die g g besten Deklamationen o □ u. komische Vorträge y 8 für frohe Menschenkreise. Q 9. Aufl. - Preis 1 Jt 50 -- g Die B Bauchrednerkunfl g von G. Lund. q D Mit Jllustr. Preis 50 O u n C. A. 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