Mr. 97 Erstes Blatt. Sonntag dm 25 April Z.G8« Preis merteljLhrlich 2 Mark 20 Pf. mtt Mifinfc&SL Durch dir Post bezogen vierteljährlich 2 SRrcf 5« Pf. Erscheint SLgttch mit de« MsrtichgS. Gießen, den 24. April 1886. Altern 1886. M •259$ Zu Nr. K. S. C. Betreffend: Die Ferien in der Volksschule. WUrssAt Dchulflraße 7. 2219 anftrtijfn. Später als in anderen Jahren und sogar aus den letztmöglichen Tag fallend, naht uns in diesem Jahre das heilige Osterfest. Aber diese späte Ankunft des Festes, sie bewirkt es, daß uns in diesem Jahre, wie selten in einem anderen, die hohe, gewaltige Bedeutung des Festes vor Augen gerückt wird. Und daß dies geschehe, ist heutzutage um so wichtiger und wünschenswerther, als in vielen Kreisen die Weihe der christlichen Feste, ihre tiefernste Bedeutung verschwindet unter dem alltäglichen Flitterkram, der gelegentlich unserer Feste zum Aufputz des eigenen lieben Jchs und seiner Umgebung verwendet wird. Ist es doch leider eine ebenso wahre als beschämende Thatsache, daß es Hunderte und aber Hunderte allüberall giebt, die zwar gedankenlos die christlichen Feste mitfeiern, die aber, wenn ihnen wirklich zur Zeit ihrer Confirmation die Weihe des Festes ausgegangen und verständlich geworden, wenige Jahre nach dieser Zeit von der wirklichen Bedeutung des Festes kaum etwas mehr als eine dunkle, verschwommene Vorstellung haben. Kann der aufmerksame Beobachter doch sogar bemerken, daß nicht wenige gedankenlos die Bedeutung, den Ursprung der verschiedenen christlichen Feste mit einander verwechseln und das geschieht nicht etwa von der Jugend, sondern von Erwachsenen, oft von den Eltern, bei denen die jugendliche Wißbegierde sich Raths erholen will und soll. Daß aber unsere hohen christlichen Feste doch wahrlich nicht dazu oa sind, um äußerlichen Schaustellungen, Vergnügungen und bergt zu dienen, das wird Jeder zugeben. Die christlichen Feste sollen doch eine lebendige und belebende Erinnerung jener gewaltigen Zeit sein, da durch des Erlösers Leben, Wirken und Tod die gesammte Menschheit aus der dunklen Nacht des Heidenthums in das Licht des' Christenthums geführt worden. Lauter und eindringlicher aber, als durch Schrift und Wort, als selbst von der Kanzel herab, predigt uns die Naiur von jener großen, gewaltigen Zeit, von des Heilandes welterlösender That, von den Lehren, die wir aus ihr ziehen sollen. In diesem Jahre nun, in welchem die Feier des Osterfestes, des Auserstehungssestes, so spät wie selten sonst begangen wird, ist die Natur bereits wieder zu frischem frohem Leben erwacht, aus allen Bäumen und Sträuchern, aus dem Rieseln der Quelle, aus Feld und Flur, aus Busch und Hain, überall tönt uns des Frühlings mächtiges Wort entgegen, das da kündet die urewige, das All umsaffende Liebe Gottes, die Liebe, die da nimmer erstorben und nimmer ersterben wird, so lange noch Menschen athmen. Wie aber der Mensch selbst nur ein Theil der Natur ist, so ist er geneigt, eher auf diese stumme und doch so beredte Sprache zu hören, als aus Menschenzungen. Und namentlich in diesem Jahre, in welchem die Natur in ihrem Schaffen zur Zeit des Osterfestes weiter denn je fortgeschritten ist, zeigt sich das Menschenherz wohl empfänglicher für die großen Lehren, denn zu anderer Zeit. Es ist eine unnütze Beschäftigung, die Bedeutung der jeweiligen Feste gegen einander abzuwägen und das eine für wichtiger und bedeutender, als das andere zu erklären. Wichtig und bedeutend sind alle unsere hohen christlichen Feste, gleich wichtig und gleich bedeutend, weil eines ohne das andere nicht denkbar, weil alle in der Lebensgeschichte des Heilandes wurzeln, weil alle zusammen die Urlehren des Christenthums enthalten. Allerdings ist wohl das Osterfest eines der schönsten Feste. Es ist ein Freudenfest, wie die meisten der christlichen Feste, aber es ist eine besondere Art Der Freude, die in das Menschenherz einzieht. Es ist die Freude, die dem unendlichen, thränenreichen Schmerze folgt, nachdem die Hoffnung wieder eingezogen, die Freude, die um so größer und nachhaltiger ist, als sie aus des Todes unfaßbarem Dunkel hervor- luets, tritt. Wie damals, nachdem sich das Grab über des Erlösers Leib geschloffen, am Tage der Auferstehung desto größerer Jubel und Freude über das uner- wartete Ereigniß herrschte, so ist auch heute noch für das Menschenherz am Osterfest die Freude um so größer, als die verheißungsvollen Worte, die uns neoen anderen die Ostern zurufen, die Worte „Und es muß doch Früh- ling werden!" nach langer banger Winternacht ertönen, tröstend, Hoffnuna erweckend, erlösend. a Auch ein Tag der stillen Einkehr und Zwiesprache mit sich selbst soll das Osterfest sein, namentlich da, wo jüngere Familienmitglieder am Confirmation«- tage für den Eintritt in die kirchliche und bürgerliche Gemeinschaft geweiht werden. Mögen Eltern und namentlich Mütter der Weihe dieses Tages voll und ganz theilhaftig werden und die Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ernste und gute Lehren in das an diesem Tage ganz besonders empfängliche Kindesherz zu streuen, mögen aber auch die Kinder selbst an diesem Tage den besten Vorsatz fassen, auf dem schließlich die irdische Glückseligkeit beruht: Stets das Gute zu wollen und zu erstreben. Und endlich jene armen Kranken, an Leib oder Seele Wunden, die in des Winters bangen Nächten wohl oft verzweifelt haben mögen, sie mögen am Osterfeste wieder neue Kraft, Lebensmuth und Hoffnung schöpfen, denn auch ihnen tönt ja die verheißungsvolle Kunde: Christ ist erstanden! Und die Gesunden, Krastgeitählten, sie mögen in des Frühlings belebendem Hauch neue Anregung und Lust zu dem Besten finden, das unsere Erde bietet, zur ernsten, fruchtbringenden, der Allgemeinheit nützenden Arbeit, mögen sie nimmer vergessen, daß auch unseres Heilandes Leben ein Leben voll Mühen und Arbeit gewesen und daß alle diese Mühen und all' diese Arbeit im Dienste der leidenden Menschheit geschehen! Wir aber wollen auch diesen Tag nicht vorübergehen lassen, ohne unseren freundlichen Leserinnen und Lesern, aufrichtig wünschend, zuzurufen: Recht feohe, schöne Ofterfeiertage! ^urdasComptoii garrevfabrik einen H wrt guten Echnb ii, V. Fiesser, Spanien. Madrid, 22. April. Das Leichenbegängniß des ermordeten Bischofs Jzqmerdo hat am Mittwoch vom bischösiichen Palast in der Straße Sacramento aus unter großartiger Betheiligung stattgefunden. Als Hauptleidtragende folgten o^.Sarge zwei Bruder des Verstorbenen in einfacher Bauerntracht, ferner der päpstliche Nuntius, die Kardinal-Erzbischöfe von Sevilla und Toledo, die Spitzen der Behörden, darunter Sagasta und andere Minister, die General-Capitäne Martinez Campos und der Marquis von Habana an der Spitze von Officiers- Abordnungen sämmtlicher Regimenter der Garnison, welche sich auf besondem Wunsch der Königin an dem Zuge betheiligten, und endlich eine lange Reihe der angesehensten Bürger der Stadt. Die Leiche wurde in der Kirche San Isidro beigesetzt, wo nächstens eine größere Trauerseierlichkeit folgen wird. SerLieu. Belgrad, 22. April. Das Ministerium hat die Wiederaufnahme des Processes wegen des an dem Abgeordneten Jakomljemitsch am 5. August v.J. verübten Mordes, m welchem ein freisprechendes Urtheil ergangen war, angeordnet. Mehrere Führer der Nadicalen, gegen welche bei diesem Anlaß die Untersuchung eingeleitet werden sollte, sind auf türkisches Gebiet übergetreten. Kriechenland. Athen, 22. April. In der vergangenen Nacht entspann sich zwischen den griechischen und den türtischen Vorposten in der Nähe von St. Clias ein etwa halbstündiges Gewehrfeuer, bei dem aber Niemand verletzt wurde. Die türkischen Vorposten gingen zurück, wurden jedoch von dem Befehlshaber der griechischen Vorposten aufgefordert, ihre frühere Stellung, die sich auf türkischem Gebiete befand, rußig, Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. « Mai tnÄ^fiS9 Schulbehörde dürfen die diesjährigen Ferien am Schlüsse der Schuljahre von Mittwoch dem 28. bä. Mts. bis zum 21ÄX ÄÄftÄ &E ° **- ***"" *b“ Ä »»f«>»i- * »<»•• -li- Dr. Boekmann. „t U tadelloser, & , durch uroenli^^ Gefunden: 1 Hundehalsband, 1 Wagenlaterne, 2 Portemonnaies, 1 Spazierstock, I Cigarrenetuis, l Taschentuch, I Weisel, I Kinder, kragen, 3 Schlüssel, 1 Bruchband, I Senkel, I Fisirkappe. ' ’ Gießen, am 24. April 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ______ Fresenius.___ sp • 3um Liquidator des Vereinsvermögens der dahier bestandenen Mitgliedschaft bet' Vereinigung ber Metallarbeiter Deutschlands haben wir den brüw0*' § ? DM’er 1878 bie gemeingefährlichen Bestrebungen Gießen, den 21. April 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _______________________________Fr esenius. nge, PorMnmler,! hchofstrahe 26. hibtnl sucht eine Wobm^ urn, womöglich nahe b-b n an die Erped. d. iraoer Zunge kann bei erlernen bei , Hollmann, Tapezier^ n mit guten Schuko '' 1 hiesiges Zeitungs-km-1 1 >u baldigem Eintritte-1 d itogis im Hanse. fattn in ber HM d-Bl-D _______________10261 Watten und feinster AMh-,. Men Väschen und Mn m nst Blodner. »äbchen für Küche 115. Mi gesucht. . Maulburgs • 85«r SjsÄiM fpjjere 6>Mw' t -uw alsbaldig neu Lehrling * -iimtliiffe«. Offerten tt 1 > kann. '"TZTSw* wieder einzunehmcn. Zwischen den Vorposten ist hernach wieder vollständige Ruhe eingetreten. Amerika. Washington, 22. April. Der Präsident Clevcland richtete heute eine.Bot- schaft an den Kongreß, in welcher er eine Gesetzgebung über das schwierige Problem der Arbeiterfrage empfahl und hervorhob, jede Gesetzgebung über diesen Gegenstand müsse eine ruhige, wohl überlegte und unparteiische sein. Das gegenwärtige Verhält- niß zwischen Kapital und Arbeit sei ein wenig befriedigendes, die Unzufriedenheit der Arbeiter sei zum großen Theil durch die unüberlegten Forderungen der Arbeitgeber hervorgerufen. Es müsse indessen auch constatirt werden, daß die Arbeiter es sich nicht immer angelegen sein ließen, Störungen der Ruhe und Ordnung zu vermeiden, die nicht zu rechtfertigen seien. Cleveland ist nicht gegen ein freiwilliges Schiedsgericht, schlägt aber vor, eine Arbeitscommission zu bilden aus 3 Mitgliedern, die Reaierungs- beamte sein sollen. Diese Commission solle beauftragt sein, die Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu regeln. _____ Telegraphische Depesche«. Wolff'v ielegr. London, 23. April. Ein gestern in der St. James Hall unter dem Vorsitze Labouchere's stattgehabtes Meeting, welches zahlreich besucht war, nahm eine Resolution an, welche sich mit der irischen Politik Gladstone's einverstanden erklärt. An der Diskussion betheiligten sich Labouchere, Bradlaugh und mehrere andere radicale Deputirte. — Die „Times" schreibt, die englische Regierung setze volles Vertrauen in die Aufrichtigkeit Rußlands bezüglich der griechischen Frage, sowie in sein treues Festhalten an dem europäischen Concert. Das Gerücht, Delyannis sei von Petersburg aus heimlich ermuntert worden, entbehre jeder Begründung. Petersburg, 23. April. Das „Journal de St. Pctersbourg" glaubt, daß alle Cabineie einig seien, sich der Aufforderung Englands bezüglich eines sehr dringlichen Collectivschrittes in Athen behufs Herbeiführung der Abrüstung anzuichlteßen. Das „Journal" meint, wenn Griechenland jetzt den auf Erhaltung des Friedens gerichteten Wünschen der Mächte entgegenkomme, so würde es sich in Zukunft ein weiteres Anrecht auf die Fürsorge der Mächte erwerben. Es sei zu hoffen, daß die Bemühungen der Mächte von Erfolg gekrönt sein würden. Drinbifi, 23. April. Von gestern bis heute Mittag kamen hier und in der Umgebung 13 Cholera - Erkrankungen und 9 Cholera-Todesfälle vor. Von letzteren kommen 5 auf früher Erkrankte. Lokale-. Gießen, 24. April. sStadtverordnetensitzung vom 22. April, Nachmittags 4 Uhr.) Anwesend die Herren Bürgermeister Bramm und Beigeordneter Heß, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Bai st, Georgi, Grüneberg, Dr. Gut- fleifch, Hanstein, Hoch, Kauf, Ad. Roll, Petri, Scheel, Schopbach, Simon, Vogt und Wortmann. Die Prüfung des städtischen Voranschlags, hier speciell die Frage, ob die im Budget vorgesehenen Kosten für Fortsetzung der Pflasterung der Frankfurter Straße, desgl. der Schillerstraße und Umänderung des Einlaufs Ecke der Löwengasfe, sowie die damit verbundene Umpflasterung und Röhrenlegung durch Kapitalaufnahme oder aus laufenden Mitteln zu decken seien, ergiebt nach namentlicher Abstimmung den Beschluß, daß für die beiden ersten Punkte die Kosten auf Rechnung der Kapitalaufnahme, der letztere Posten dagegen auf Rechnung der laufenden Einnahmen zrr setzen fei. — Der Voranschlag des Realgymnasiums ergiebt einen Umschlag in Einnahme und Ausgabe von ca. 65560,57 JL und ist hierbei nichts zu beanstanden. Die Fortsetzung der Trottoirpflastelung in der Bahnhofstraße von der Westan- lagc nach der Wieseck, vom Großh. Polizeiamte beantragt und von der Baudeputation befürwortet, wird genehmigt. Das Gesuch des Turnvereins um Erlaubniß zur Benutzung der Turnhalle an 4 Abenden in der Woche statt der bisherigen 3 Abenden, wird ohne Erhöhung der Abgabe genehmigt. Auf ein Gesuch des Markscheiders Herrn Ehr. Keller um käufliche Ueberlafsung . Mtt,, Gießen in werden. Erster N Freitag " M 7 Uhr. Treis a/L, Grotzh. übet !frlt Mnb'jjfbereit c neue orJ, ®Onmier v «?ää< «yA*» anil,«r&T 6'« »»k ^«fess4 . ft®“» nur KT "em bessern d A j WÄ* M •‘«m ist J J'b(t tar« 'Olkerung he^ "Ah dir ' £«48«"?* I Ö überall ein/ S1 rciliu* ucb ni all« e starb den 18. M . des Gastwirths $■' th, Kirchmvorstehrl/ > 38 3°h«. * 9 anit 1. et c*®«* •SS»* Einen herrlichen Schlaftrunk, der gut bekommt, erhalten Sie aus ’A achtem Magenbehagen von August Widtfeldt in Aachen und y3 kochenden Wassers. 3109 Handel und Verkehr. Gießen, 24. April. Auf dem heutigen Martt kostete: Butter per Munt X 1.05—115, Hühnereier 2 Stck- 9—CO H, Enteneier St- 5—6 k, Käse vr St 4-8 Käsematte 2-3 H, Erbsen pr. Liter 20 Linsen 30 Tauben per Baar 0 50 bis 0,80 A Hühner per Stück aL 1-20-1.60, Hahnen pr Stück 1.40-2 Oll'Enten per Sttlck dL 1.70—2.00, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 H, Kuh- und Rindfleisch 92—56 Schweinefleisch 54—60 Hammelfleisch 50-66^, Kalbfleisch 40—48 $ ^toffelnper 100 Kilo 4.00-4.50, Milch per Liter 12-18 % Zwiebeln p^entmr wdu /.OV-O.UJ, Schwarzseidens Failla Franpaise, Surah, Satin merveilleux, Satin Luxor, Atl»tae, Damaste, Ripse und Taffete Mk. 1 80 per Mcti-r °°rschied Qual) oerf. in einzelnen Roben u. Stü rm ,o(b M^sl^uLnV ",nn,l,er|1 (* * ^OftiCf' rb-n C prt. ,U1 Sptclaiarzt nir Hant-, Frauen- n. Ge- os ivr. LrCIlSCll. 8chlecht8krankheiten(Syphili»)8to. Frankfurt a m. ’ Stifti.tr. 22, fr. Aaeiet. Prof RlcoH1.. Anrw. brlefl. 8r ZN der Vrivatklagesache des Wilhelm Körber II. von Alten-Buseck, vertreten durch Rechtsanwalt vr. Re atz in Gießen, Privatklägers, gegen den Kaspar Becker IX. von Alten-Buseck, Angeklagten, wegen Beleidigung, hat das Gr. Schöffengericht zu Gießen in seiner Sitzung vom 2. April 1886 für Recht erkannt: Angeklagter wird wegen Be- 1 leidigung in eine Geldstrafe von 36 dl. eventuell 6 Tage Ge- fängniß, sowie in die Kosten des Verfahrens einschließlich der dem Privatkläger erwachsenen noth- wendigen Auslagen verurtheilt; zugleich wird dem Privatkläger die Befugniß zugesprochen, den Urtheilstenor binnen 14 Tagen von der Rechtskraft des Urtheils an gerechnet auf Kosten des Angeklagten im Gießener Anzeiger zu veröffentlichen. Die Nichtigkeit der Abschrift der Ittrtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. Gießen, den 20. April 1S86. Lind, 3147 ________Hülfs-Gerichtsschreiber._______ Arbeitsversteigerung. Mittwoch, den 28. l. Mts., Vormittags 9 Uhr,! sollen im alten Nathhaussaale ver- steigert werden: veranschl. zu Maurerarbeit, dl. 75,— Steinhauerarbeit, „ 114,64 Pumpenmacherarbcit, „ 374— Pflasterarbeit, „ 109,03 Gießen, den 24. April 1886. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm._____3142 Die Holzversteigerung vom 20. und 21. d. Mts. ist genehmigt und können die Absuhrscheine von Donnerstag den 29. d. Mts. an bei Großh. Rentamt Gießen in Empfang genommen werden. Erster Fahrtag und Holzüberwei- sung Freitag den 30. d. Mts., Morgens 7 Uhr. Treis a/L., den 22. April 1886. Großh. Oberförsterei Treis a/L. __________Amendt._______3083 Submission. Nachstehende Arbeiten sollen im Submissionswege vergeben werden: veranschlagt zu Pflästerer-Arbeiten 719,50 dL Dachdecker- „ 365,90 „ Spengler- „ 16,20 „ Glaser- „ 41,50 „ Schreiner- „ 48,— „ Weißbinder-Arbeiten 699,— „ Voranschlag und Bedingungen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Großen- Buseck zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten verschlossen und mit entsprechender Aufschrift bis zum 3. Mai l. I-, Mittags 1 Uhr, einzureichen sind. Gießen, am 24. April 1886. Senßfelder, 3095 Bezirks-Bauaufseher. 3094] Lauffrau gesucht. Weidengasse 8. Ä l f g e m e t n 11 Anzeiger. 3143 ab an Schulz. 3097 Gießen, den 23. April 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. II. Freitag, 7. Mai 1886, Nachmittags van 1 Uhr »m Lemmer sehen Werthslokale zu Hachborn. , . , Das Holz lagert in dm nahe beim Hofe Fortbach beleqenen zum Schutz- bezm Haßenhausen gehörigen Waldorten Kuhmark und Bocksloch und besteht Eichen: 22 Bau- und Nutzholzstämmen III., IV. und V. Classe ~ Ful-, 25 Nm. Brennholzscheiten u. Knüppel: Buchen: 24 Rm. Nutzschette II. Elaste (Felgenholz), 283 Nm. Brennholzscheite und Knüppel, 42 Rm. Stockholz I Elaste und 370 Rm. Reis III. und IV. Elaste. Ueber das zur Versteigerung kommende, durch einen weißen Farbenstrich den Nummerstücken erkenntlich gemachte Gehölz, ertheilen nähere Auskunft schon vor dem Versteigerungstermin die Königlichen Förster Berg und Breitz- mann dahier, der Waldschütz Fischer zu Hachborn und der Unterzeichnete. Forsthaus ber Roßberg (Post Ebsdorf), am 20. April 1886. Der Königliche Oberförster: Bekanntmachung. ... Jer in der gestrigen Stadt»erordneten - Sitzung festgesetzt- Voranschlag über Emuahme und Ausgabe der Stadt Gießen für das Etatjahr 1886/87 wb wahrend 8 Tagen zur Einsicht jedes Betheiligten auf dem Sütw offen gelegt"^E" 3Ur er^6unS etwaiger Einwendungen innerhalb dieser Frist Versteigerung von Nutz- und Brennholz aus der Königlichen Obersörsterei Roßberg. - -I'IAttw-'-b, 8. Mai 1886, Vormittags von 10 Uhr ab im Schneider schen Werthslokale zu Roßberg Das aus den Schutzbezirken Roßberg-Ost und West zur Versteigerung kommende Holz lagert ,n den Waldorten: Krappe, Hattenberg, Knochenplatz Lichtenberg, Sußecke, Hang, Eis-nderg und Trift (am Eisenberg) und besteht Eichen: 45 Rm. Scheite und Knüppel, 6 Rm. Stockholz I. Classe: Buchen: 6o,oRm. „ „ „ , 2 „ „ i. 3665 Rm. Reis II., III. und IV. Classe, meistens sehr gutes Stammreis im Lichtenberg; Nadelholz: Fichten 15 Baustämme IV. u. V. Elaste — 378 Fm 54 Nutzstangen I, II. und III. Claffe, 0,58 Hunderte Reisnutzstangen IV, V. und VII. Classe und 9,5 Nm. Brennholzscheite und Knüppel. Dem geehrten Publikum Gießens und Umgegend bringe ich hiermit zur gefl. Kenntniß, daß ich Bahnhofstraße S8 Wirthschaft eröffnet habe; für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. 3*45 Achtungsvoll ___Gg. Löhr. Maueret Aiihrle. Die Halle ist von heute an eröffnet. Biere in bekannter Güte. Vorzügliche Küche. 3149 Or. Hess, Restaurateur. Ernst Blödner, Bahnhofstraße 12. liefert 3148 3151 Vorzüglichen Apfefroetn in der Pulvermühle. J alousien aus Holzdraht - Rouleauxstoff (billigste Jalousie) । Die am 14. und 15. April l. I obgehaltene Holzve^steigerung in den Mitgebrauchs-Woldungen der Gemeinde Treis a/L. ist genehmigt. Treis a/L, den 22. April 1886. Benner, 3115 Bürgermeister. Jeilgeöotenes. 3103] Dickwurzeln sind bei mir tu haben. 6 ___Jacob Wißner,^Ziealer. Frische Spargel," Salat-Kartoffeln u. Speise-Kartoffeln! bei 3124 __Gemüsehändler Klotz, Äeibstgeketterten prima Apfelwein empfiehlt 3ioi O. Ijiift, Löwen. I». 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Gleichzeitig empfehle die neuesten und modernsten Kleiderstoffe in großer Auswahl zu sehr billigen Preisen. I. Docter9 Selter «weg &99 dem Botel „Prinz Carl" gegenüber* Restauration Wissner. Am 3. Feiertage: Früh Concert (im Garten). Entree frei. NB. Musik ausgeführt von der berühmten Fastnachtskapelle, zu Gunsten des „Verein Jugendfreund." 3153 Am zweiten Merseierlage: TANZ-MUSIK ~ Nach kurzen Leiden starb am Charfreitag Mittag 6 Uhr unser geliebter Sohn, der cand. med. Gustav Schmidt. Dieses zeigen schmerzerfüllt an Die tiefgebeugten Eltern G. Schmidt, Pfarrer a. undAau. Die Beerdigung findet am 1. Osterseiertage, Nachmittags 6Vt Uhr, vom Sterbehause Grünbergerstr. 24 aus statt. 3152 Schntzengarten Wetzlar. Am ersten Osterseiertage: Grosses Concert ausgesuhrt von der Capelle des 2. Grosth. Heff. Jns.'Rgts. (Großherzog) Nr. 116, unter Leitung des Grosth- Musikdirektors Herrn C. Krauste, wozu ergebenst einladet 3138 Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht von dem nach kurzem, aber schwerem Leiden heute erfolgten Ableben meiner lieben Frau Anna Margarethe Ruth geb. Amend. Gießen, den 23. April 1886. Heinrich Ruth. Die Beerdigung findet Sonntag den 25. April, Vormittags 3 Uhr vom Sterbehanse, Neuenweg 4, aus statt. 3131 Am 3. Ieiertagc: 315i Frith - Concert in -er Restauration Schnell. meiner Neuheiten in den verschiedenartigsten Umhängen, Mantelets, Visites, Zaquets, Paletots, Promenades-Mäntel«, Regen . paletots re. re. Burgruine Gleiberg. Am 1. Osterseiertage: CONCERT ausgeführt von Mitgliedern der Gießener Regiments-Musik. 3139 Anfang V24 Uhr. Entree 30 Pf. 3127] Pensionäre finden gute Aufnahme. Süd-Anlage 15 III. Vermischte Anzeigen. 3126 Ein Hausbursche von 15—16 Jahren in eine Restauration gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. 3102 Eine kleine Familie sucht auf sogleich, womöglich in der Nähe der Real- ichule, eine Wohnung von drei Zimmern mit Zubehör. Gest Offerten unter A. B. Nr- 3102 an die Exped. d. Bl erbeten. 3144 Suche einen Lehrling. E. Euler, Schmiedemeister. 3104 Ein Mädchen, welches kochen kann, wird von einer einzelnen Dame gesucht- Näheres in der Exped. d. Bl 3111 Eine verfette Neu- und Glanz- Büglerin sucht Kundschaft in und außer dem Hause. Schloßgasse 11, Hinterhaus. Dermietstungen. 3125 Ein möbl. Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Näh. bei Herrn Heuser, Wallthsrstr. 25.___________________________ 3106] Möblirtes Parterrezimmer mit Cabinet zu vermiethen. Asterweg 23. 3128 Ein möbl- Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. _______Ferd. Göbel. Seltersweg 46. 3091] Freundlich möblirte Zimmer zu vermiethm.___Frankfurterstraße 40, HI. 3121 Ein schönes Logis zu vermiethen. _____________________Hammstraße 8. 3113] Schön möblirtes Parterrezimmer mit separatem Eingang, zu vermiethen. Westanlage 28. 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