1 7947 so«; f; und Wolle, I ' 0,15 A 0,30 A 0,22 0,40 0,40 1,85 0,5 L, NimMMm men. Näheres Stemstraße 55, k Vortrag r en und sein Mends 8 Uhr^ lass GM. frei aul Wigand. Leucht. Näheres tzckchi. k, Pindemchtzer. i GM Leib. !3. November i Ulale: nement: ltt<» lKB8392 lkten von W- Mannion Millöcker. altheater in Berlin nsationellem Erfolge ^ritz Schröder. Dora Fricke- ■? Amalie Reidncr. t M Frack. Bertha Schrader. -öeoLangmld. ; Charl. Hohgart. 1 -Willy Voigt. 5 Nbiüypine Penr- Mller. a Hans Henning. Sari ®t*r- C«rl Wd»-r. 11 gifette W4 Pul MUIld W*' Achug N* „„t.r'li« i°b-r F sK-M MU 1115 8377 -he $'*lL M- r ^^^minen- — 27^ Mittwoch den 24. November 1886. (siebener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ---------------- - 7 773 I I Drei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit ©rtM0«Tk*L Sebulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mart bO Pf. Amtlicher HHeit. Bekanntmachung. Da m befürchten ist, daß der bestehende Handelsvertrag des Deutschen Reichs mit der Schwei; aufgehoben werden oder in einer für die handel«, vslitischen Beziehungen Deutfchlands zur Schweiz ungünstigen Weise Abänderungen erfahren wird, so ist es von Wichtigkeit, daß hmrerchendes Matenal über und den Umiana der aesckäMchen BezÄunqen zur Schweiz gesammelt werde, damit au Grund hiervon eine Prüfung der Frage ermöglicht wird, i« wie"w«u"d ^ h'andelspoliüschen Jnteressen'durck^etwaige Änderungen vder durch Aufhebung des Vertrags berührt werden. Die Beantwortung dieser cy _ -ri trtnGn^hpnh tür dit» Stelluna meldie von Deutscher Seite in den Verhandlungen wegen Erneuerung des Vertrags euizUnehmen ist. Frage ist mabgebend ur di ^St g, ) ° Mirüsteiium in möglichst umsaffender Weise Bericht über die geschäftlichen Beziehungen unsere« Bezirks zur Schweiz echatten ^können und öMen bah» sämmtliche Geschäfte, welche Beziehungen zur Schweiz unterhalten, auf folgende Fragen uns schriftliche Auskunft ertheileii zu wollen. art finb Jh„ geschäftlichen Beziehungen zur Schweiz? (Exportiren Sie? Jmporttren Sie?) 3) Welche" besondere ^Wünsch^ haben Sie in Bezug aus die Gestaltung der handelspolitischen V-rhältniff- zwischen dem Deutsche« Reiche und der Schweiz? ~ . r=e Gießen, den 22. November 1886. Großherzogüche HaMlskammer. Ed. ©ilberetfen. Politisch- U-b-rstcht. tSieyrn, 23. November. QU dem bereits vorliegenden Arbeitsmaterial für den Reichstag , bat sich noch in voriger Woche di- wichtigste Vorlage der gesamm en bevorstehenden Session hinzuaeselll: Die Vorlage wegen der neuen Feststellung der Frieden«- stärke des Reichsheersr. Dieselbe soll, den „Beil. Polit. Nachr." zufolge, im H »TOnbeerai^ bereite zur Verth-ilung gelangt sein und verlautet ferner, daß d,e neue Militär.Vorlag- dem Reichstage nicht erst in einem späteren Stadium der Session — wie bislang allgemein angenommen wurde — sondern noch vor der Weihnachtspause zugehen wird. Demnach werden die Verhandlungen gleich zu Anfang der parlamentarischen Winterseldzuges in die kritische Lage der Dinge bineinsühren und sich also bereits zu Beginn der Session heiße Wortkämpse und Debatten im großen Style entwickeln, obgleich natürlich bie eigentliche Entschei« düng über bie Militär-Vorlage erst in bem Sessioniabschmtte nach Reuiahr zu erwarten steht. Angesichts ber vor der Thür stehenben Eröffnung der Reichs- lager beeilt sich der Bunderrath ungemein mit seinen Vorarbeiten; in der ver- aanaenen Woche hielt er statt der üblichen einen Plenarsitzung deren zwei ab, am Mittwoch und Freitag. In denselben gelangten eine ganze Reihe von Special ©lata und mündliche Berichte über Anlagen zum Etat über da» Anleihe- aesetz über den Gesetzentwurf wegen Feststellung der Reichrhaurhaltr-E-atr für 1887788 u s. w. zur Erledigung. Wiederum eingegangen ist im Bunderrathe der in voriger Session unerledigt gebliebene Entwurf über bie Errichtung erner orientalischen Sprachen Seminarr an der Berliner Universität. In der Mitt- wochrsitzung gab vor Eintritt in die Tagesordnung der Vorsitzende, Staat«' seerttär v Bötticher, dem schmerzlichen Bedauern über da» Ableben de« württembergischen Bunde»rath».Bcv°llmächtigten v. Baur-Breitenseld unter all- seitiacr Zustimmung der Versammlung Au»druck. Zum Nachfolger de» Herrn v Baur-Breitenfeld soll Freiherr Axel v. Varnbüler desigmrt fein. Die ktrchenpolitische Frage kommt anscheinend wieder mehr in Kluß Die „Neue Fr. Preffe" brachte jüngst Miliheilungen aus Rom über den Stand der Verhandlungen zwischen Preußen und dem Vatikan, wonach über bie Anzeigepflicht und über das staatliche Einspruchsrecht eine vollständige Emr- gung erzielt worden sein soll. Eine Bestätigung der betr. Mittelungen hegt jedoch von oisiciöser Seite noch nicht vor. Dre OrdenSsrage, deren Regelung man mit besonderer Spannung erwartet, scheint sich noch durchaus in der Schwebe zu befinden. In der socialdemokratischen Partei geben wieder einmal merk- würdige Dinge vor sich. Die Berliner „Genosien" haben pa^mmtari- schen Vertretung der Partei quasi ein Mißtrauensvotum ertheilt, in Mainz macht ein Theil der dortigen Socialdemokraten unter Führung des Schneidermeisters Leyendecker — bekannt aus der Frankfurter Friedhofs- Angelegenheit — gegen den Landtags-Abgeordneten Jöst Front und ebenso herrscht in Offmboch zwischen dem Führer der dortigen Socialdemokraten, dem Landtags-Abgeordneten UÜrich, und dem Gros der Genossen vollständiger Zwischen- Ivalt In Apolda endlich haben die Socialdemokraten sogar ihren Vertreter im weimarüchen Landtage aus der Partei ausgeschloffen, weil er ihnen zu zahm austrat un*) auch sein Mandat nicht niederlegen wollte. Diesem häuslichen Conffict liegt überall der Kampf zwischen der gemäßigteren und der schärferen Strömung innerhalb der Partei zu Grunde und darf man den zu erwartenden Weiteren Auseinandersetzungen mit Jntereffe entgegensehen. Dem Läuser-Einsturz in Köln ist ein solcher in Hamburg ge- solat und auch bei dem letzteren Unfall gab es leider nicht nur mehr oder weniger schwer Verletzte, sondern auch Todte. Eine Revision der Bauordmmg in diesen Städten scheint da dringend am Platze zu sein. Die Erklärungen des Grasen Kalnoky über bie bulgarische Frage in den österreichisch-ungarischen Delegations-Ausschüssen mit den sich hieran knüpfenden Verhandlungen haben vorläufig ihren Abschluß erreicht. Trotzdem hallen sie noch immer in der europäischen Preffe nach, ein Beweis, welche Bedeutung man diesen Vorgängen allseitig beimiß!; hierbei erfahren specicll die Kalnoky'schen Auslaffungen zumeist eine freundliche Beurtheilung und nur die russische Preffe gesälll sich in absprechendm Commentaren. Das „Journal de St. Petersbourg'' spricht sogar von Provocationen und will Unterschiede zwischen der österreichischen Thronrede und den Ausführungen Kalnoky's herausfinden, die natürlich zu Ungunsten der letzteren ausfallcn; ja, das Petersburger Regierungsblatt! spricht sogar seinen Zweifel aus, daß die Erklärungen de» österreichischen Ministers sich der Zustimmung der deutschen Regierung erfreute« und meint, daß Kalnoky's Reden mit der „Tripel-Entente" nicht in Einklang stünden. Diese Erinnerung an die Tage von Skierniewice und Kremsier nimmt sich zum Mindesten recht seltsam aus; wie man aber in den Berliner Regierungstreuen über die Kalnoky'schen Erklärungen denkt, müßte dem „Journal de St. Petersbourg" aus den beifälligen Bemerkungen der „Nordd. Allg. Ztg." denn doch klar geworden sein! In Oesterreich selbst hat die von Kalnoky vertretene Politik die entschiedene Zustimmung der parlamentarischen Vertreter beider Reichshälften gesunden und conftatirte Delegirter Chlumecky in der Abendsitzung des Budgetausjchuffes der österreichischen Delegation vom 18. d. Mts. ausdrücklich die Uebereinstimmung beider Delegationen sowohl hinsichtlich der Zielpunkte der österreichischen Orüntpolitik un d derBedingungen für die Friedenserhaltung» als auch hinsichtlich der gleich großen Bereitwilligkeit, Opfer zu bringen. Die spanischen Cortes stno am Donnerstag mit einer Rede bei Ministerpräsidenten Sagasta eröffnet worden, welche das Programm des neuen Cabinets enthält; dasselbe gleicht im Wesentlichen dem Programme des vorigen Ministeriums. Deutschland. Berlin, 22. November. Der Kaiser nahm Vormittags die Vorträge Perponcher's und Wilmowski's entgegen und empfängt Nachmittags 4 Uhr dm Staatsfecretär Grafen Bismarck. — In Betreff einer Meldung der Blätter, wonach Jühlke von der deutsch- ostafrikanischen Gesellschaft einem Schiffe den Rang abgelaufen hätte, an deffm Bord sich die italienische Juba-Expedition befunden habe, hat die „Nordd. Allg. Ztg." durch Rückfrage bei der Direction ber deutsch-ostasrikanischen Gesellschaft sestgestellt, baß bie ganze Nachricht falsch sei. Es sei zu bedauern, wenn solche noch dazu grundlose Hetzereien gegen befreundete Staaten in deutschen Blätter« Ausnahme finden. Italien. Nom, 21. November. Die königliche Familie ist heute Nachmittag vo« Florenz hier angekommen und von sämmtlichen liberalen Vereinen am Bahnhofe empfangen worden. Auf der Fahrt von dem Bahnhofe nach dem Quirinal begrüßte die in den Straßen versammelte Volksmenge den König und die Königin mit enthusiastischen Hochrufen. Türkei. Konstantinopel, 21. November. General Kaulbars, welcher über Adrianopel reist, wird am Montag hier erwartet; er dürste nach einer Besprechung mit Nelldow alsbald über Ooeffa nach Petersburg roeiterrelfen. Amerika. New-Aork, 21. November. In heute abgehaltenen Socialisten-Mee- tings beschuldigten mehrere Redner Henry George, bie soclalistischen Lehre« verleugnet zu haben, nachdem die Sociasisten ihn bei ber letzten New-Yorker Mayor-Wahl unterstützt hätten. I y ra; ü N' ■ । ■ des stad !’• Cervel, zwangsweise versteigert- ■ vorauhW Gtehm, b Mittwol werben auf zahlung cer Sopha Spiegel Wagen für Da; empfehle J(1 fott im S billig-» 8“ oitgeben ®e WlchMNg Milge» l« jur Ei«M bis M 29 werben. Gießen etdbtii Nr«! Kurl der Spar-1 u. kleine Hai p Verkaufs ____( 8391] A. Rollmöpse £♦ marini Saucen, tag , 21. i Unter Öl. vttsts - Bettes! ^a‘ auf W ® Kennttlv t Beit vor" der von 8"^ *‘S 8384_____ Freilag wird im j M. dahier J’Öl Neue Winterstoffe für Damenkleider. 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Im Sommer, wenn spazieren gegangen, ist der Weg zu jeder Zeit passirbar, im Winter bei Schnee wird der schöne Philosophenwald zur Erholung nicht so besucht sein, daß dieser Weg passirt werden muß. Was das Hals- und Beinbrechen anbelangt, so kann das auch geschehen, wenn der Weg noch V/z Fuß erhöht würde, indem diese Durchlässe Nothwendigkeit sind, zur Be- und Entwässerung des großen Wiesengrundes, welches doch nothwendiger und zweckmäßiger ist, als dem Spaziergänger reinliches Schuhwerk zu erhalten. Ich glaube, daß der Stadtsäckel jetzt genug in Anspruch ge- nommen ist, ohne daß man noch unnöthige Ausgaben verlangt.J. Schiff-Nachrichten» Bremen, 22. November. Wer transatlantischen Telegraph.]! Der Postdampfer Saale, Capt. H. Richter,, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 10. November von Bremen und am 11. November von Southampton abgegangen war^ ist am 20. November 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Neywork angekommen. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Bttreau. Bre-larr, 22. November. Nach der „Schles. Zeitung" findet außer in Oderberg auch in Natibor und Oppeln eine ärztliche Untersuchung durchpassirender Auswanderer statt. In Natibor werden dieselben auch bezüglich der Geldmittel reotdirt. 22. November. Der „Eorrespondent" meldet: In Lauenburg, Stormarn und Pinneberg sollte gestern ein socialisttsches Flugblatt vertheilt werden. Es gelang der Polizei, die Vertheilung vielfach zu verhindern. In Elmshorn und Pinneberg wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen und große Schrtftenvorräthe vorgesimdem^ 2?. November. Der Präfekt des Rhonedepartements, Massicault, ist an Stelle Bihourds zum Residente» in Tunis ernannt. Gent, 22. November. Anläßlich einer beabsichtigten Arbeiterkundgebung untersagte der Municipalrath jeden öffentlichen Aufzug, W> Entfalten von Fahnen und Emblemen, Gesänge in den Straßen. Jede Ansammlung soll sofort zerstreut werden. Die Garnison ist konsignirt, die ganze Bürgergarde zusammenberufen. Aus Lille sind Arbeiter eingetroffen, um hier Arbeit zu nehmen. Mehrere Fabrikbesitzer ersuchten den Bürgermeister, Maßregeln zum Schutze der Arbeit zu treffen. London, 22. November. Die von der socialdemokratischen Föderation veranstaltete Kundgebung beschäftigungsloser Arbeiter, welche gestern Nachmittag auf dem Trafalgar-Square staltfand, nahm einen ruhigen Äerlauf. Von den Theilnehmern der Versammlung mochte die Hälfte aus solchen, die mit den beschäftigungslosen Arbeitern sympathtsiren, bestehen. Zu den vorgeschlagenen im soctalistischen Sinne gehaltenen Resolutionen nahmen drei Redner das Wort. Die Resolutionen wurden angenommen. Während den Verhandlungen erschienen mehrere Deputationen mit Musikcorps, welche Lei der Ankunft und bei dem Wtederabmarsche die Marseillaise spielten. Eine Deputation begab sich im Laufe des Nachmittags zu der Wohnung Lord Salisbury's. Da dieser nicht anwesend war, kehrte die Deputation nach dem Trafalgar Square zurück, wo eine weitere Resolution angenommen wurde, welche den Mangel an Rücksicht des Premierministers gegenüber den Arbeitern tadelt. Die Versammlung ging sodann auseinander. Zur Verhinderung von Ruhestörungen waren von der Polizei die umfassendsten Maßregeln getroffen. Der Polizeichef Warren befand sich mit gegen viertausend Polizeimannschaften, darunter hundert berittenen, persönlich am Platze; außerdem wurden in den benachbarten Kasernen noch fünfhundert Mann Militär in Bereitschaft gehalten. Bukarest, 22. November. Nach einer Meldung der „Corr. Havas" trafen die russischen Eonsuln aus Rustschuk und Widdin in Bukarest ein. Bei der Abreise der ersteren hielten der Präfekt von Rustschuk und der Chef der Oppositionspartei, Zacharias Stojanow, eine Ansprache an denselben und erklärten die Abreise der russischen Consuln für Bulgarien beklagenswerth und ein Abbruch der Beziehungen zwischen Rußland und Bulgarien unmöglich. Alle Slaven, sowohl Bulgariens als Macedoniens, würden einen derartigen Zustand nicht dulden. Sie schoben alle Verantwortung für dte gegenwärtigen Verhältnisse dem General Kaulbars zu und erklärten schließlich, Bulgarien sei bereit, die von Rußland vorgeschlagenen Existenzbedingungen anzunebmen, wenn nur die Verfassung gewahrt bleibe. Odessa, 22. November. Der Dampfer „Gedächtniß Merkurs" ist Vormittags von Varna etngetroffen. Der Dampfer „Zadiaka" folgt alsbald. Beide Schiffe, auf denen der russische Consul aus Varna und zahlreiche bulgarische Emigranten sich befinden, gehen in eine sünstägige Quarantäne. Athen, 22. November. Der Prinz von Wales wird im Laufe des nächsten Monats hier erwartet, um an den anläßlich der Mündigkeitserkläruug des Kronprinzen slattfindenden Festlichkeiten theilzunehmen. Aden, 22-November. Meldung des Bureau Reuter.] Der Capitän und sieben Personen der Mannschaft des französischen Kriegsschiffes „Pengonia" in Ambadu, woselbst sie, um Wasser etnzunehmen, gelandet, sind vom Stamm Ecassa Somanli ermordet worden. _ Berlin, 23.. Noüember. Wrioatdepesche.] Die Zeitungsnachricht, daß die deutsche Regi^ung die Uebernahme des Schutzes russischer Unterthanen in Bulgarien äblehnte) ist gänzlich unbegründet. Eine vor einigen Tagen russischerseits gestellte Anfrage , ob die zur Bewachung der russischen Archive in Sofia zurückgelassenen russischen Beamten nötigenfalls sich wegen des Schutzes russischer Unterthanen an die deutschen Vertreter wenden könnten, wurde umgehend vorbehaltslos zustimmend beantwortet. smfr Berketzr. Gießen, 23. November. Auf dem heutigen Markt Mete: Butter per Pfund X 1.05—000, Hühnereier pr. St. 7—8 Enteneier St. 0—0 4, Käse pr. St. 5—9 H, KSsematte 3—0 Erbsen pr. Liter 16 H, Linsen 27 H, Tauben per Paar 50 biS 65 H, Hühner per Stück X 0.85—1.00, Hahnen pr. Stück X 0.60—1.00, Enten per Stück X 1.20-1.80, Ochsenfletsch per Pfund 62-64 4, Kuh- und Rindfleisch 54—56 4, Schweinefleisch 56—60 Hammelfleisch 50—66 H, Kalbfleisch 46—50 Kartoffeln per 100 Kilo Jt 3.40—5.00, Milch per Liter 12—18 Zwiebeln per Centner M 4 00-4.50. Zu Mitgliedern des Ausschusses sind gewählt: Als Gauvertreter Herr Ph. Uhl, Gießen, Gauschriftwart Herr L. Mank, Wieseck, Gauturnwart Herr Gg. St off er, Gießen, Gaurechner Herr L. Sch er ff, Lich. Gleichzeitig wurde die Anmeldung zum IX. Kreis (Mittelrhein) beschlossen und wird dieselbe in den ersten Tagen an den Kreisverlreter Rothermel (Darmstadts abgeschickt werden; es ist dies umsomehr zu begrüßen, da auch unser Gießener Verein nun seinem längst geplanten Ziele, wieder in die Reihen der deutschen Turnerschaft eingereiht zu sein, einen merklichen Schritt näher getreten ist. S. — Gießen, 23. November. Wortrag.] „Deutsche Frauenarbeit im Gebiet der schönen Lttteratur" lautete das Thema des Vortrages, den Fräulein Dr. Ella Mensch aus Darmstadt vor einer sehr zahlreich versammelten Hörerschaft in der Aula des Gymnasiums am gestrigen Abende hielt. Der Inhalt des gediegenen Vortrags zerfiel in zwei Theile, von welchen der erste die hervorragendsten weiblichen Dichter und Schriftsteller nach den in ihren Werken zu Tage tretenden Charaktereigenschaften behandelte und der zweite sich eingehend mit der Frage beschäftigte, woher es käme, daß wir auf dem Gebiet der Poesie keine Frauenschöpfungen ersten Ranges, keine Werke, die einer ganzen Zeit den Stempel aufdrücken, zu verzeichnen hätten. Hierbei kam die Vortragende auf ein sehr interessantes Kapitel zu sprechen, nämlich auf die Bedingungen, welche zur Hervorbringung eines Meisterwerkes erforderlich sind, und lieferte an der Hand von Thatsachen den Beweis, daß sich solche weder im bisherigen Lebens- und Bildungsgänge der meisten schriftstellernden Frauen aufzeigen ließen. Werke, die den Besten einer Zeit genug thun müssen, um für alle Zetten zu leben, schaffe eben nur der, in dessen Geist Form und Gang der geschichtlichen Entwicklung und die jedesmalige Bildungsstufe der Menschheit, kurz die Gestalt des Jahrhunderts und Körpers der Zeit, zur klaren Anschauung gekommen ist. Im Hinblick auf den gegenwärtigen Umbildungs- und Entwicklungsprozeß, in welchen die Frau gestellt ist, könne man die Ueberzeugung gewinnen, daß vielleicht die dritte klassische Periode unserer Literatur, der wir entgegensteuern, durch Frauenschöpfungen ersten Ranges bestimmt sein werden. Dann würde man auch auf die Vorboten und Bahnbereiterinnen, von denen Rednerin die bedeutendsten nannte, verweisen und in. ihren Werken die Keime und Ansätze der späteren höheren Bildungen erkennen. Ihre Zahl wird um so größer und achtunggebietender sein, je mehr sie es sich zum Grundsatz machen, nur dann zur Feder zu greifen, wenn das, was sie zu sagen haben, zum Mindesten ein Sandkorn zum Bau der Ewigkeiten trägt. Die Rednerin verstand es, die Zuhörer durch ihre Rhetorik und den Glanz ihrer Darstellungsweise eine Stunde hindurch zu fesseln und in einer andachtsvollen Spannung zu erhalten. Reicher Beifall wurde ihr zum.Schluß gespendet. Gießen, 22. November. sTheater.] Franz v. Schönthan dürfte unstreitig der beste Arzt gegen alle Hypochondrie sein, denn mehr kann unmöglich im Theater gelacht werden, als wie dieses gestern Abend bei der Aufführung von „Der Raub der Sabinerinnen" geschah. Damit ist eigentlich Alles gesagt. Unsere Schauspieler waren sammt und sonders an ihrem Platze und wetteiferten mit einander, den tollen Schwank nach besten Kräften zur Geltung zu bringen. Die Herren Becker, Tem me und Schröder spielten ihre Rollen ganz superb und wurden von den Damen Reidner, Schrader und Hartmann erfolgreich unterstützt. Ganz besonders belobt zu werden verdient das geradezu musterhafte Ensemble. Man merkt es jeder Vorstellung an, mit welchem Fleiß die betreffenden Stücke einstudirt sind. Der Erfolg war ein großer und war das Theater wiederum sehr gut besetzt. Eine Bitte möchten wir bei dieser Gelegenheit an unsere theaterbesuchende Damenwelt richten, doch die Hüte während der Vorstellung abzulegen. Diese zarte Aufforderung geschieht im Interesse der die letzten Plätze einnehmenden Zuschauer. Gieße«, 23. November. Kommenden Montag, den 29. d. Mts., Nachmittags Vz3 Uhr, soll die neu erbaute „Herberge zur Hetmath" mit einer entsprechenden Feier eröffnet worden. — Gestern wurde ein Taglöhner aus Wismar in dem Momente dahier verhaftet, als er eine von ihm einem Arbeiter auf der Straße in Wismar gestohlene Uhr einem hiesigen Uhrmacher verkaufen wollte. Lokale-. Gießen, 23. November. Werein für Krankenpflege.] Vergangenen Donnerstag wurde im „Casö Ebel" die Generalversammlung dieses Pereins abgehalten. Der Vorsitzende erstattete eingehenden Bericht über die Thätigkeit des Vereins mährend des verflossenen Jahres, dabei hervorhebend, daß die Schwestern stets vollauf beschäftigt waren und sich immer mehr der allgemeinen Anerkennung erfreuten. Nach Verlesung des Casseberichtes, welcher zwar ein nicht unerfreuliches Bild gab, jedoch Hebung der Einnahmen wünschenswerth erscheinen ließ, wurde zur Wahl des Vorstandes geschritten und der seitherige Vorstand einstimmig wiedergewählt. Von Seiten eines Mitgliedes wurde mit Rücksicht auf Obiges der Antrag gestellt, bei hiesigem Stadtvorstande wegen eines Beitrages für den Verein vorstellig zu werden, was Seitens der Versammlung allgemeinen Beifall fand. Wir hoffen, daß das an die Stadt zu richtende Gesuch, welches, im Hinblick auf die - dem allgemeinen Verein für Armen- und Krankenpflege gewährten Erleichterungen, ein nur billiges ist, bei der Vertretung der Stadt eine geneigte Aufnahme finden möge. — sT u r n e r i s ch e §.] Bezugnehmend auf das s. Z. schon Mitgetheilte kann ich Ihnen nunmehr berichten, daß nach einer am vergangenen Sonntag im Hotel Victoria hier stattgehabten Sitzung Seitens der Vertreter des neugegründeten Lahn- Wetter-Gaues der Pereine Gießen (Turnverein), Wieseck und Lich zur definitiven Wahl des Gauausschusses sowohl wie zur Fertigstellung der bereits provisorisch entworfenen Statuten geschritten wurde. Allgemeiner Anzeiger 8365 M. Kann, Lirrderrplatz 7436 Mein seit 5 Jahren am Lindenplatz bestehendes Wäsche- und Werhwaaren-Geschast gebe am 1. Februar 1887 dortselbst auf und verlege solches nach Markt- straße, Ecke der Wettergaffe 1, in das Haus des Herrn M. 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