Siibi wnter Mgen 6672 Brrrearr r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. P^ei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinqerlohn. ■bwmju-—-■ ' _ r Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark LO $T* 9!r* 2221 Freitag dm 24. September 1$$6 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Politische Ueberficht. IOD gcM*' In Spanien, dem klassischen Lande der Pronunciamentos. hat in der Sonntagsnacht, und zwar in Madrid selbst, wiedereinmal einer dieser militä. rischen Putsche stattgefunden. In einer Kaserne meuterten Kavallerie- und Jnfanterle-Ablhellungen und durchzogen dann unter Hochrufen aus die Republik die Straßen. Hier wurden sie indessen von den könig-treuen Truppen ange- -.L ,nnoncen end.Wefi :osten* e I/ICO- t- -?ri°nArinj,^riebrJll13Bil6eIm' welcher bekanntlich in Vertretung seines kaiserlichen Vaters nach Metz gereist ist, hat daselbst am Montag einen außerordentlich festlichen Empsang gesunden, wie denn der Kronprinz auf der ganzen Fahrt von Straßburg nach Metz auf allen Stationen von der zusammen- gestromten Bevölkerung mit Jubel begrüßt wurde. Aus dem Königsplatze nahm der hohe Herr Nachmittags die Huldigung des Landkreises Metz entgegen, später sand Diner im BezirkS-Präsidium und Festo»rstellung im Theater statt Abends war ine Stadt prächtig erleuchtet; gegen 9 Uhr wurde dem Kronprinzen von verschiedenen Vereinen ein Fackelzug gebracht. Von Metz aus begab sich der Kronprinz nach Genua, resp. Pontcesina, wo bekanntlich die Frau Kronprinzessin mit ihren Töchtern weilt. 9 Die außerordentliche Reichstags-Session ist am Montag nach nur emviertelstündiger Sitzung, in welcher der Handelsvertrag mit Spanien debattelor zur definitiven Annahme gelangte, vom Staatssecrelar o. Bötticher nnt Verlesung einer kaiserlichen Verordnung geschlossen worden. In der nun beendigten fünftägigen Session ist von dem Hauplgegenstande der Verhandlungen, dem Handelsverträge, herzlich wenig die Rede gewesen, was gerade nicht Wunder nehmen darf, da ja alle Parteien mit der Verlängerung des Vertrages im Voraus emverstanden waren und somit dessen Annahme von vornherein fest- Dagegen wurde an dem einzigen eigentlichen Verhandlungstage, welchen d,eSesuonaufzuw-isen hatte, am Samstag, da« Thema Der Schutzzollpolitik m.t großer Gründlichkeit erörtert und waren es namentlich die freisinnigen Abgeordneten Rlckert und Brömel, welche sich gegen die herrschende Handelspolitik ergingen. Von Abgeordneten anderer Parteien griffen noch Vertreter der Con- servatlven, Nationalliberalen und Socialdemokraten in die Debatte ein während die Centrums-Vertreter sich „ausschwiegen." Die nachfolgende, ziemlich lebhafte Debatte über den Rechenschaftsbericht der sächsischen Regierung, betr die V-r- längerung des kleinen Belagerungszustandes sur Leipzig und Umgegend, konnte in Anbetracht des Charakters des zur Discussion stehenden Gegenstandes zu keinem praktischen Ergebnisse fuhren. Typisch für die so kurzlebige Session war das Verhalten der Socialdemokraten. Der gehässige Ausfall aus Herrn v. Wedell-Piesdorf, wie die socialdemokcalische Obstructions-Taktik und der Versuch, die bulgarische Frage durch die todtgcborene Interpellation aus's Tapet zu bringen, waren seltsame Erscheinungen, aber für Die Haltung der Socialdemokralen hinlänglich charakteristisch; sie zeigen, wessen man sich von den Herren Bebel, Hasen-lever und Genossen in der nächsten ordentlichen Session des Reichs- tags zu versehen hat. eö Präsident der Seehandlung, Geheimerath Rötaer gestorben. Der Verschiedene war am 24. Mai 1830 zu Tangermünde geboren und stand seit dem Tode des Herrn Bitter an der Spitze der Seehand- f.efonbe,rem königlichen Vertrauen war Präsident Rötger im vorchm Jahre in s Herrenhaus berufen worden; auch gehörte er dem Slaatsrathe an. 3°fef'TOitb der in Dresden demnächst stattsindendeu •"te $ fotWo« und entbehrte des allgemeineren Interesses; der gebannten nn/r.en Soßatibs, die sich durch den zwischen dem Ministerium Hermskerk S »e"e mit feine?Zrt?^“ ®e£,enfa6 ch°rakterisirt^ gedachte q.. . „ .. Gieße», 23. September. - . ®ie ^°/I.k>chen Kaisertage im Elsaß sind nun thalsächlich zu ®Dnnta9 weilt Kaiser Wilhelm wiederum in Baden-Baden um sich daselbst von den mannigfachen Anstrengungen zu erholen, welche für ihn mit bem Besuche des Reichs ander und speciell der Stadt Straßburg verbunden waren. Die spontanen, so recht aus dem innersten Herzen des Volker kommen- den Kundgebungen, welche dem erhabenen Schirmherrn der Reiche« während seine« Aufenthalte« im Elsaß Tag für Tag mit ungeschwächter.Kraft und Be- gcisterung dargebracht worden sind, bilden den deutlichsten und sprechendsten ^Ei-, daß auch n den wiedergewonnenen Gauen zwischen Rhein und Vogesen dar deutsch-nationale Empfinden mächtig auflebt und daß da« Gefühl der -tu- ammengehörigkeit zwischen dem Reichrlande und Altdeulschland in her elfafi- Bevölkerung sich mehr und mehr geltend macht. Kaiser Wilhelm selbst hat die» wiederholt anerkannt und das beste Zeugniß, wie sehr er milder nnitwickelung der Dinge im Reichslande zufrieden ist, liegt wohl in feinen SBorten, e« fei im Elfaß gerade so wie in den alten Provinzen __ Sßom 15. Armee-Corps hat sich der Kaiser mittelst einer an den commandirenden General v. Heuduck gerichteten Cabinetr-Ordre verabschiedet, welche dem 15 Armee- C°rpr für seine Leistungen die ganz besondere Anerkennung des Allerhöchsten Kriegsherrn ausspricht. Al« speciellen Ausdruck der kaiserlichen ^nebenbei tfi dem General-Lieulenant v. Heuduck der Rothe Mer Orden 1 Klaffe mit E«h°nlaub und Schwertern und dem Emaillebande des Königl. Kronen O-dens verliehen worden. jungen. *• Rimmer w ,it. ^Worstraße 28. lni4hrlgt!"--- 5moMer in 0 Minuten von her !^_Lordanloge3l L^n._Jßeferftrü6e 1, W® möbl. Siner W vemiethen ' parterre. I« Dermiet6en7 " — 2. Clsoffer.^ irtcSParterrezi'mmer, r Qniiänbigt Arbeiter 'kibaue 17., parterre. iährtge'. ein möbl Parterre- i\ Näheres 'baut 17, parterre. : । . .rP11«,®1 anb ^ben sich am Sonntag wieder einmal äußerst tumiil, 1 ( luarische ©eenen abgespielt, welche beweisen, daß die revolutionäre Beweauna 1 ! ?#tber ,,9ri*nen 3n£t" e^er z-' als abnimmt. Den Schauplatz derselben j bildete abermals die Stadt Belfast, welche überhaupt der Mittelpunkt der Be- ! Ä8 iu. fein Den äußerlichen Anlaß zu den Tumulten i b,e ?IeftAa?kun{ß °iner Anzahl von Individuen, welche die Polizei insultirt 1 hatten. Alsbalo sammelte sich eine große Menge vor der Polizei-Kaserne ver. ! b*e verausgabe der Gefangenen und griff, da diesem Verlangen natürlich ; n cht nachgegeben wurde, die Kaserne an. Die Polizei mußte Feuer geben wo- ! getodtet oder verwundet wurden, aber erst, nachdem die i gif. tntnUnßenker(? l,en ^"ite, gelang die Zerstreuung der Menge und le Wiederherstellung der Ruhe; verschiedene Verhaftungen wurden vorgenommen Für den am Samstag erfolgten Amtsantritt der neuen Vicekönig« von Irland' — Londonderry, sind diese Vorgänge gerade kein günstiger Omen' ! .„,5 obr Montagssitzung be« englischen Unterhauses beantragte Parnell bie । Zweite Lesung seiner irischen Bodengesetz-Bill, wobei er erklärte, dieselbe würde ! mehr für Wiederherstellung geordneter Zustände in Irland beitra en als d i Entsendung emer Anzahl Generäle mit Truppen. Conservaliverfeits wurd- die Verwerfung de« Antrages beantragt. e Oie m.f ’m®« ^eußerungen der Londoner Presse, voran des „Standard" ! Anzapfungen der Pariser Blätter in der egyptischen Frage bekunden deutlich den Entschluß der englischen Regierung, Egypten unter keines Umständen Mr c*3n, ,ben P?user Regierungskreisen vermerkt man diesen Entschluß f (fr übel. In seiner Morgen-Ausgabe vorn Montag weist der osficiöse Be- i J. UEunffitet6a[tenb\"^T'?uf ben Mißerfolg Englands in Egypten hin । und meint, Europa werde nicht zögern in einer Frage, in der ihm die Entschei- ftheidung zukomme, zu interveniren. Für Die gegenwärtigen Beziehungen zwischen England und Frankreich ist diese Preßpolemik sehr lehrreich, 8 3 W «jviikJL",,?/ 1 Angelegenheit ist ein gemeinsamer Schritt Deut chland« und Rußlands zu verzeichnen. Beide Mächte haben in Sofia den Wunsch zu erkennen gegeben, daß die Theilnehmer am Staatsstreiche vom 21. lluguü vorläufig noch nicht vrocessirt werden sollten, woraus die bulgarische Regierung geantwortet hat, daß sie zwar die Untersuchung nicht einsteüen könne, daß aber die Eröffnung der gerichtlichen Verhandlung nicht vor einigen Wochen stattstnden werde. Jedenfalls documentirt sich in diesem Vorschläge wiederum die Ueberemsilmmung Deutschlands und Rußlands in der Behandlung der bulgarischen Angelegenheiten. Von bemerkenswertheren Nachrichten sind aus Bulgarien sonst noch diejenigen über die Anberaumung der Wahlen zur großen Sobranje aus den 11. October und die Verbrennung der Fahnen des rebelli- schen CadetteN'Corps und des Regiments StromSky zu verzeichnen. Das letztere ist aufgelöst worden, seine Mannschaften wurden in ostrumelische Regimenter feigen. domptoirÄiten Kaufmann sucht Mtz mit BüttaW M schreiben ic. ic. ibrunft und ftrenqfte efichert. Gefl. Off. peb. b. Bl zuente Bierwirth' wird ein tüchtiges :nbi(ier Familie für Offert sub A.V. 876 Bögler, Frank« zum Kohl^ifahren h, Kirchenplah 9- lg 23. im Waschen imb > außer dem Hause, en. chwister Stahl. >echt auf sofort gehr. Haubach l Michaeli ein mit KäbchtN HÜ- aw . Homberger, asplatz 2- Beiresf.nb: $1. »r k. E»ut k. » ft.d, „b.„„ 1886' . M Großherzogliche Kreisamt Gießen "»»MM———-Dr. Boekmann. griffen. zersprengt und aus der Stadt geworfen. Am Montag nahm die Gensd'armerie die zersprengten Reste der Insurgenten gefangen und wurden die Gefangenen einstweilen in den Dörfern um Madrid internirt, womit der Putsch vorläufig sein Ende erreicht hat. In Madrid ist der Belagerungszustand pro- klamirt worden; auch wurde ein Kriegsgericht eingesetzt. Tetegraphischr DepeschLU. Wolff» Mrs«» Ssrrrspo-rderrr * Vrrrssa. Berlin, 22. September. Die Auswechslung der Ratifikationen des Vertrags wegen Verlängerung des deutsch-spanischen Handelsvertrags fand am 20. September in Madrid^statt.^ gelten allgemeinen Sitzung der Naturforscher-Versammlung dankte vr Pohlmann (Newyork) Namens der theilnehmenden Amerikaner für die freundliche Aufnahme und ladet zur Betheiligung an dem nächstjährigen medicinischen Congresse in Washington ein. Nach Vorträgen von Cohn (Breslau) und Schweinfurt (Kairo), folgt der Antrag auf Wahl einer Commission zur Vorberathung einer eventuellen Statutenänderung für die nächstjährige Versammlung. Es wurden 12 Mitglieder gewählt, darunter Kußmaul, de Bary, Virchow und Hofmann. — An dem heutigen von der Stadt Berlin zu Ehren der Naturforscher im Ausstellungsparke gegebenen Feste nahmen über 6000 Personen Thetl. Oberbürgermeister Forckenbeck begrüßte Namens der Stadt die Versammlung. Virchow gab dem Dank der letzteren Ausdruck. Im Garten waren Buffets errichtet. Der von Künstlern arrangirte Festzug des Dionysos, welchem im großen Restaurationssaale ein kleines, als Satyrspiel gedachtes, nicht vorher angekündigtes Vorspiel vorausging, brachte in dem glänzend erleuchteten Parke eine bedeutende Wirkung hervor. Wien, 22. September. Das „Fremdenblatt" findet die Kundgebungen der -ungarischen Parlamentarier in der bulgarischen Frage insofern beachtenswert!), als sie dem Gefühle banger Erwartung Ausdruck gaben, welches nahezu ganz Europa und auch die ungarischen politischen Kreise ergriffen hätte. Jndeß könne nicht dringend genug empfohlen werden, das Verhältniß zu Deutschland, welches bereits in den Volkern feste Wurzeln geschlagen, vor einer Behandlung zu bewahren, welche das Ver- ftändniß des Werthes dieses Verhältnisses beeinträchtigen müsse. Es sei schwierig, deute, ohne in die Ereignisse der letzten Jahre eingeweiht zu sein, zu beurteilen, welche Dienste der Friedenserhaltung das Bündniß mit Deutschland bereits geleistet habe. Diese naturgemäße Bundesgenossenschaft sei heute die allein denkbare, dauerhafte und einzige, von der erwartet werden könne, daß sie den Reichsinteressen Oesterreich-Ungarns gerecht werde. Durch Verletzung der Reichsinteressen würde die Kraft der Allianz, die in ihr vereinte Macht und das politische Gewicht eine Beeinträchtigung erleiden, welche nickt ohne Rückwirkung auf die großen Ziele des mächtigen Friedens- bündniffes bleiben könnte. Es sei zu hoffen, daß gerade in dieser Richtung die Beantwortung der Interpellationen Gelegenheit bieten werde, die Besorgniß, durch welche sie veranlaßt, zu verscheuchen oder doch auf das richtige Maß zurückzuführen. Wo sich's um die Pflicht handle, das Interesse der Monarchie vor Verletzung zu wahren, würde eine befriedigende Erklärung nicht fehlen. Uebrigens sei bisher von allen Mächten in Bulgarien die volle Freiheit der nationalen Action gewahrt worden, und es sei anzunehmen, daß Rußland seinen Triumph über den Fürsten Alexander nur unter Achtung des internationalen Rechtes ausnutzen werde. Wien, 22. September. Cholerabulletin. Es erkrankten resp. starben in Triest 3/1, Pesch 32/5, Fiume 1/0 Personen. Lemberg, 22. September. In der Bezirksstadt Kaluß brannten vorige Nacht 300 Häuser ab. " London, 22. September. Unterhaus. Bei der dritten Lesung des Frnanz- gesetzes erklärte Churchill, die Zustände auf der Balkanhalbinsel seien zweifellos ernst, es könnte kritisch werden, aber die von einigen Deputaten befürchtete Gefahr dürste beschleunigt werden, wenn sich die Regierung auf eine Diskussion über die Lage einließe. Churchill ersuchte das Haus, von einer Debatte abzustehen und bemerkte, keine Regierung werde ein definitives Vorgehen in solchen Fragen, die das Schicksal des Reiches unmittelbar berühren können, beschließen, ohne das Parlament zu berufen und diesem den ganzen Sachverhalt vorzulegen. Die Regierung sei sich völlig bewußt, daß die Angelegenheiten in Bulgarien, wie bemerkt, ernst seien und kritisch werden könnten. Der Verlauf der Krisis in Bulgarien vom October vorigen Jahres berechtige sie, auch wegen der Behandlung der gegenwärtigen Schwierigkeiten Vertrauen zu hegen. Das Hauptziel der Regierung in allen europäischen Fragen werde sein, das europäische Concert in wirksamer Form behufs Aufrechterhaltung des europäischen Friedens zu erhalten. Das Finanzgesetz wurde in dritter Lesung angenommen. Der Schluß des Parlaments erfolgt nächsten Samstag. London, 22. September. Das Unterhaus lehnte die Parnell'sche Bodengesetzbill in zweiter Lesung mit 297 gegen 202 Stimmen ab. Dillon äußerte, die Parnell'sche Bill zeige den Pächtern in Irland an, daß sie nicht mehr auf das Parlament, sondern lediglich auf sich selbst zu rechnen und bei ihrem Widerstande zu verharren hätten. Hicks-Beach erklärte, die Zustände in Irland seien derartige, daß die Regierung ge- nöthigt sein könne, das Parlament aufzufordern, sich früher mit denselben zu beschäftigen, als ursprünglich beabsichtigt war; die Negierung könne den Frieden aber nicht durch Dinge erkaufen, die sie nicht für gut und heilsam erachte. Genua, 22. September. Seine K. und K. Hoheit der Kronprinz ist heute Mittag hier eingetroffen und hat die Weiterreise nach Santa Margherita, dem Aufenthaltsorte Ihrer K- und K. Hoheit der Frau Kronprinzessin, um 3 Uhr Nachmittags angetreten. Madrid, 22. September. Bis gestern wurden 30 Civilisten und 191 Militärpersonen verhaftet. Madrid, 22. September. Die Königin ist hierher zurückgekehrt und wird morgen einen Ministerrath abhalten. Gestern Nachmittag fand eine kirchliche Trauer- seier statt für den General Velarde und den Oberst Mirasol, die bei dem Ausstand gelobtet wurden. Unter der Anklage, auf den Geneoal Velarde mit einem Revolver geschossen zu haben, ist ein Student verhaftet worden. Moskau, 22. September. Die „Moskauer Zeitung" sagt, für einen russischen diplomatischen Agenten sei jetzt kein Platz in Sofia, wohl aber für einen Commissar mit dilatorischen Gewalten und der erforderlichen Liktorenanzahl. Gegen die Ent- lendung eines Commissars, ja sogar gegen eine russische Besatzung Bulgariens dürfte wohl nur England und auch allein auf dem Papier protestiren. Die Behandlung der Frage wegen Entsendung eines Commissars werde aufklären, was Rußland künftig zu erwarten habe. Noch vor der Fürstenwahl und vor jedwedem sonstigen Arrangement müsse erörtert werden, ob die Aufgabe der europäischen Lösung der bulgarischen Frage etwa darin bestehe, daß auf den bulgarischen Thron ein Prinz komme, welcher die Partei Stambulow's als nationale und eine dieser nicht beistimmende Majorität des Volkes als Diener des Panslaoismus ansehe. Andernfalls käme Rußland in eine Lage, welche lange auf die Slaven der Balkanhalbinsel zurückwirken werde. Sofia, 22. September. Die Antwort der bulgarischen Regierung auf die russische 'Rote wegen Aufschiebung des Verfahrens gegen die Theilnehmer des Staatsstreichs ist nunmehr in veränderter Fassung überreicht und vom russischen Consul ent- -gegengenommen worden. In derselben heißt es: die bulgarische Regierung sei peinlich berührt, daß ihr die Absicht zugeschrieben werde, die am Staatsstreich Betheiligten summarisch aburtheileu zu lassen. Das Urtheil über die Angeklagten werde im Gegen- tbeil nicht so bald erfolgen, die Untersuchung habe kaum begonnen und werde längere Zeit beanspruchen. Die bulgarische Regierung wisse noch nickt, an welchem Tage die Prozeß-Verhandlung beginnt. Die Regierung fei stets gern bereit, den Vertretern der Mächte, insbesondere Rußlands, alle nöthigen Aufklärungen zu geben. Konstantinopel, 22. September. Die Provenienzen von der Donau unterliegen nunmehr einer zehntägigen, anstatt der bisherigen fünftägigen Quarantäne. Konstantinopel, 22. September. Hier ist das Gerücht verbreitet, der russische Thronfolger werde demnächst den Sultan besuchen. Newyork, 22. September. In Summerville und Charleston haben in den letzten Tagen abermals mehrere, von Detonation begleitete Erderschütterungen stattgefunden. In Charleston gerieten in vergangener Nacht die Häuser in so schwankende Bewegung, daß die Einwohner in's Freie eilten. Loyales. Gießen, 22. September. In dem vielbesprochenen Verwaltungsprocesse in Betreff des Ansinnens Großh. Kreisamtes Gießen gegen die Stadt Gießen wegen Verlegung des Brunnens in der Ludwigsftraße hat nunmehr Großh. Verwaltungsgerichtshof unterm 11. l. Mts. den von dem Rechtsanwalt Baist gegen das die Stadt verurtheilende Erkenntniß des Provinzialausschusses vom 29. Mai I. I. ergriffenen Recurs als unzulässig und unbegründet unter Verurteilung der Recurrentin in die Kosten des Verfahrens verworfen. Die in mehrfacher Beziehung interessanten Entsckeidungsgründe werden in der nächsten Nummer der „Verwaltungsblätter" veröffentlicht werden. Gießen, 23. September. Heute Mittag ist unser Regiment aus den Manövern wieder in ine Garnison eingerückt — Hauptmann v. St. Paul ist zum Major, Premier-Lieutenant Weimer zum Hauptmann befördert worden. — Herr O. Bergen ist von den Stadtverordneten zum Director des städtischen Gaswerks Gießen vorerst provisorisch erwählt worden. Verwischte-. Hungen, 22. September. Gestern Nachmittag um 5Uhr erschoß sich in seinem Zimmer der Castellan Christian Muschenheim, ein bereits bejahrter Mann. Ueber die Ursache des Selbstmordes ist bis jetzt nichts bekannt geworden. Wetzlar, 22. September. Heute tagte dahier die Synode Wetzlar, die officielle Versammlung der Geistlichen und Presbyter der Gemeinden des Kreises - Wetzlar unter Vorsitz des Superintendenten II f en er aus Niedergleen und im Beisein des Consistorialrathes Hempel aus Coblenz. Nach Erledigung der anderen Tagesordnung kam denn auch der Antrag Hammer ft ein zur Berathung und erklärte sich die Synode einstimmig (die Laien wie die Geistlichen) für den Antrag Hammerstein, jedoch in der Weise, daß ein weitergehender Antrag (specielle Anträge), wenn auch nur mit geringer Majorität abgelehnt und der Anschluß an die Provinzial- synode angenommen wurde. Von Gießen waren die Herren Pfarrer Di*. theoL Haupt und Geh. Kirchenrath Prof, theol. Köllner eingeladen und anwesend. Hagenau, 18. September. Wer in diesen Kaisertagen in Straßburg und dort überhaupt weilte, wo der Kaiser mit seinen hohen Gästen zum Besuche erschien, wird sich vielleicht auch die Frage vorgelegt haben, woher eigentlich dies massenhafte Fahnen- material kam? Wir können diese Frage dahin beantworten, daß die Bonner Hos- Fahnenfabrik geradezu in riesigen Dimensionen Heuer von Straßburg und Metz aus Aufträge für Fahnen aller Art und sonstige Decorations- und Jllmninations- gegenstünde erhielt. Der Generaldirection unserer Reichseisenbahnen wurden von dieser leistungsfähigen Firma allein 1700 große Fahnen geliefert. herein jur Unterstützung und Besserung der aus den Strafanstalten Entlassenen.*) Die 23. Generalversammlung des Vereins fand am 11. August d. I. zu Gießen unter dem Vorsitz des Präsidenten, Oberlandesgerichtsrath Freiherrn von Ricou, statt. Derselbe verwies in seiner Ansprache zunächst auf die infolge des Wegzugs und bezw. der Erkrankung der früheren Präsidenten eingetretenen Veränderungen bei der Großherzoglichen Centralbehörde des Vereins hin und beantragt, den Herren Geheimerath Fischer und Hofgerichtsdirector i. P. vr. Zimmermann den Dank des Vereins für ihre langjährigen, ersprießlichen und opfervollen Dienste in Sachen des Vereins auszusprechen, womit sich die Anwesenden einverstanden erklärten. Es wurde bemerkt, daß in dem erwähnten Wechsel der Grund der verspäteten Abhaltung der gegenwärtigen Generalversammlung zu suchen sei; dieselbe hätte, da nach § 21 der Statuten eine solche alle 2 Jahre abwechselnd in Darmstadt, Gießen und Mainz statthaben solle und die 22. zuletzt bereits im November 1883 abgehalten worden sei, eigentlich schon in 1885 erledigt werden müssen; um wieder in Ordnung zu kommen, solle nun die 24. Generalversammlung bereits im nächsten Jahre zu Mainz abgehalten werden. Indem sich der Präsident sodann zum Vortrag des 23. Hauptrechenschaftsberichts über den Erfolg der Vereinsthätigkeit in den Jahren 1882 und 1883 wandte, bemerkte er im Allgemeinen, daß sich in allen wesentlichen Beziehungen schon jetzt ein noch erfreulicheres Resultat für die Jahre 1884, 1885 und 1886 in Aussicht stellen lasse und namentlich ein sehr beträchtlicher Zuwachs an Mitgliedern des Vereins, insbesondere Dank dem wohlthätigen Einflüsse der Bezirksoereinscommissionen, auch seitens der Gemeinden des Großherzogthums zu conftatiren sei. Zur Erläuterung und Begründung des Berichts wurden die abgeschlossenen Rechnungen für 1882 und 1883 nebst Belegen, die vom Vereinsausschusse berufenen Voranschläge über Einnahme und Ausgabe für die Jahre 1886 und 1887, die Ueber? sicht über den Stand des Vereinsvermögens rc. vorgelegt. Aus dem umfangreichen Bericht dürfen folgende Punkte hier nur hervorzuheben sein: Die Einnahmen betrugen in den Jahren 1882 und 1883 zusammen 10 092 Jt 73 die Ausgaben zusammen 9 514 „ 77 so daß Ende 1883 ein Kassevorrath verblieb von . 577 „ 96 ~ Der Reservefond des Vereins besteht in Werthpapieren im Nominalbetrag von 36 128 «4t 58 H (angekauft zu 33 736 die msolge des wgetretenen Ver- «m und beantragt, 1 Zimmermann rvolten Dienste in ritanden erklärten. tt verspäteten Abbe hätte, ba no(b abt, &itf}tnunb galten morben in Ordnung yi Jahre zu Alarnz Lenschastsberichts wandte, bemerkte ton jetzt ein noch -sicht stellen lasse ans, insbesondere, auch seitens der )ie abgeschlossenen schusse beratbenen 1887, die lleber- m umfangreichen 21 Auszeichnungen^ worunter 8 Ehrendiplome und 8 Gold. Medaillen. Stets frisch gebrannte Kaffee’s, nur reinschmeckende vorzügliche Quali- täten, empfiehlt 6647 _____Gg. Kinkel, Kreuzplatz 9. Tokayer-Awtbrtieli AecMen Malaya» sowie mein Lager in allen übrigen medicinischen und Allgemeiner Anzeiger. Pfennig - Sparkasse. Die Einleger werden aufgefordert, Samstag den 2 5. Septbr l bie Svarkaff.nsche.n. zum Zwecke der Einlage der Psennigspargelder in die Sparkasse dahier an die Pfennigsparkasse^Erheber abzugeben H Gießen, den 23. September 1886. S&5 22- ’S*11 Oberhesßsche Eisenbahnen. Die Haltestelle Volpriehausen (Eisen- Lahn-Directionsbezirk Hannover) wird mit dem 1. k. M. in den direkten Wagenladungs-Güterverkehr mit den Stationen der Oberhessischen Eisenbahnen einbezogen. Nähere Auskunft ertheilen die Güterexpeditionen 6684 Gießen, den 17. September 1886. Großherzogliche Direction- müsse; ferner auf die für den Kreis Darmstadt in's Leben getretene Naturalver- ffegungsstatlon für mittellose Durchreisende, womit eine Arbeits-Nachweisstelle verbunden fft, eine Einrichtung, die sich auch für andere Städte des Großherzoglhums zur Nachahmung empfiehlt und die hoffentlich auch den diesseitigen Vereinspfleglingen *u mVien ~ wie nickt minder auf die in ihren Erfolgen gewiß höchst wohlthatlge, inzwstchen in's Leben getretene Anstalt der Arbcitercolonie zu Neu-Ulrich- steln, in welcher die Vereinspfleglinge aus dem ganzen Großherzogthum mit ihrer Zustimmung Unterkunft und Arbeit für die ersten Monate finden können und endlich auf die seit dem 15. Juni 1886 zu Darmstadt unter dem Protectorate Ihrer Großherzoglichen Hoheit der Prinzessin Victoria, Prinzessin Ludwig von Battenberg, eröffnete Herberge für weibliche Dienstboten, Ladnerinnen, Arbeiterinnen u. s. tu. (sogenannte Victoria-Herberge), in welche Mädchen, die vorübergehend stellenlos sind' Wohnung nebst Kost oder nur Wohnung erhalten, ausgenommen werden, eine Anstalt' die sehr geeignet erscheint, gedachte hilfslose Mädchen von der Bahn der Unsittlichkeit und der Verbrechen abzuhalten. Diese Eröffnungen wurden von der Versammlung freudiss begrüßt zumal zu hoffen steht daß durch diese menschenfreundlichen Anstalten den so bedauerlichen Rucksallen, sowie den Verbrechen überhaupt entaeaen- gewirkt werde. Vorsitzende aus den S. 27-44 des Rechenschaftsberichts ersichtlichen staatlichen Notizen nach, daß die Zahl der in den Strafanstalten detiniert .gewesenen Personen, welche im Jahre 1881 1996 und im Jahre 1882 1956 betrua im Jahre 1883 auf 1820 und im Jahre 1884 auf 1694 herabgegangen war, sich al o^Ä unbedeutend vermindert hat. ' firSfts i die ®etmer erfolgte hiernachst die Vo.I^e des Verzeichnisses der in Gemäßheit des « 16 her Statuten von den Vere,nsnntgliedern selbst für die dreijährige VerwaMmgsperiode von 1886-88 gewählten Bezirksveremscommtssions-Mitglteder und deren Ersatzmänner und sodann, auf Vorschlag des Präsidenten durch Acclamation, die Wiederwahl der seitherigen Ausschußmitglieder, nämlich der Herren: 1) Wirklicher Geheimera.h Dr. Goldmann, Erc., in Darmstadt, 2) von Kreß, Justizrath in Darmstadt, von Marquard, Provinzialdirector in Darmstadt, Ohly, Oberbürgermeister in Darmstadt, Ritsert, Stadtpfarrer in Darmstadt, Schenk, Oberappellations- und Kassations-Gerichtsrath in Darmstadt, Dr. Boekmann, Prooinzialdirector in Gießen, Geheimerath Küchler, Provinzialdirector in Mainz, -/ von Zangen, Regierungsrath in Mainz. Den in der vorigen Generalversammlung von dem inzwischen leider verstorbenen, um die Vereinszwecke höchst verdienten Major Kattrein gestellten Antrag anlangend: Handel rrud Verkehr. « September. Rother Weizen, JL. 13.95, weißer Weizen 0000 *S„ . JÄÄ «$*”■ W" •* “■ «'->»«» * »00 «W » 0.00, •ÄKÄÄÄ S&Ä »»,5 5 8 ^^-ßkraut 1"-12 Rothkraut per Stück 20-23 k Kohlrabi Ochsenfleisch per Pfund 45-70 J,, Kuh- u. Rindfleisch 45-60 4, Schweinefleisch 65—70 Hammelfleisch 50—70 1 ßata .«8°. 1 ®uf,n “**• 1-00-2.50, 1 Ente M 2.00—3.00, 1 Gans M. 3.00-^00 1 Taube 40-70 Welsche 0.00-00.00. '-UU n. MESTLt’S KINDERMEHL <5Jähriger Erfolg, m.f C ro^c Generalversammlung benachrichtigt, daß der Vereins-Anäl^.b ÄÄSSB"*' •- ■* > “• Sinne" d°b B-rein sich nur aus Inländer im engeren ' ^Hessen, beschranke, so konnten im Großherzogthum wohnende nach dem Ne"i^ dfl-glmg- des Vereins aufgenommen werden indem 0? ^--chsgesetze vorn 1. Juni 1870 über die Erwerbung und den V-r- etoem njs lbc m Un? StoQtäan8e6örigfeit, die Staatsangehörigkeit für den ttÄÄS*. S*1'" >w jfjn« nehmen ° er zur Annahme einer auf Lebensbesferung °bzielend7n Arb^ sL "CAn !nÖ8in' °-s Norm bezüglich der aus dem er, „ ^^hause entlassenen Korrigenden dienen solle: aß die Unterstutzungsgesuche der Prostituirten in der Regel nicht bcrückstcktiat d-n Magdalenen-Hilfsverein verwiesen werdm sollen _rUgber b/e bauä-SrrmSÄ bCr rückfälligen Bettler und Vagabunden aber die Arbetts- rtia Ä! “n0 3U ra“6ern habe, ob mit Bestinuntheit eine Unterstützung als zweck os zu erachten sei und ob der zu Entlassende ffeine ärSfffi Arbeiter-Colonie bereit wäre oder nicht! Vclt der letzterwähnten Norm erklärte man sich einverstanden' an den Vesckl»ü unter », jedoch schloß sich ein Antrag be§ fierm Wnerme^ nn f n .a6 naam^ro^ C °UCk < Rutsche Ausländer (Ikichthessen) die Wirksamkeit des Vereins au.zudehnen und dementsprechend zu § 1 der Statuten an Absatz 2 die Bestimmuna V a"(tOmie a"r„bic Angehörigen anderer deutschen Staaten, welche aus hessischen Strafanstalten entlassen worden sind, insbesondere solche, welche den Unter; stutzungswohnsitz innerhalb des Großherzogthums erworben haben " ^Sodann nab Herr Pfarrer Schlosser noch den Bedenken gegen die seiner An- j bureaukrattsche Organisation und Geschäftsführung des Vereins Aus- druck mit dem Wunsche, daß die personlicke Thätigkeit und Mitwirkung der Vereins- mitglieder bei den Vereinsgeschäften und der Sorge für die Pfleglinge mehr als seither begünstigt und statuirt werde. Es wurde allseitig anerkannt, daß eine regere Be- thelliflung der VereinSmitglieder an den Zwecken des Vereins zwar sehr erwünscht und Greben wäre, dagegen bedenklich erscheine, eine Aenderung der Statuten zu diesem ae^Ä»i^tt°&tft °°r roeniOtn 3al)rm -läßlich efiÄ Generalversammlung beschloß, beide Anträge, sowie die noch von Herrn L° nM f“nfleregte ob es sich nicht empfehle, den Namen des Vereins in öen so viel kürzeren und gleichwohl entsprechenden „Gefängniß-Verein", gleich vielen kn ^nterstutzungs:Vereinen ähnlicher Tendenz, umzuwandeln, zunächst dem Vereins- ausschuß zur Begutachtung vorzulegen und über das Resultat dann in der nächstjährigen Generalversammlung in Mainz zu berathen. Fahnk-Mfirke Vollständiges Nahrungsmittel für kleine Kinder. Ersatz bei Mangel an Muttermilch, erleichtert das Entwöhnen, leicht und vollständig verdaulich, deshalb auch Erwachsenen bei Magenleiden als Nahrungsmittel bestens empfohlen. 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Großh. Bürgermeisterei Annerod. 6678 Engelhardt. | Melallwaareiilabrik- II. Schaffstädt und Giesserei T empfiehlt sein Installationsgeschäft zur Anlage von Wasserleitungen, Bade- und Closeteinrichtungen, Gas* lei tuet gen, Pumpenanlagen etc. unter Garantie sachgemässer und- solider Ausführung. Grosses Lager aller einschlagenden Artikel. Reparaturen billigst. — Kostenanschläge gratis. 6120 .>vi Ncdaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Aepselnwst im Glas und im Faß, empfiehlt Emil Schmall, 6694_______Frankfurter Hof._______ Braune Stute, 7 ", ' 7 jähr., fompL ger. u- ge- fahren, absolut ges. u. o6ne Fehler, s. preis- werth weg. Ueberfüllung d. Stalles zu verk. Näh. Asterweg 34 I. 67u2 Neue lhürmger Linsen u. Erbsen in bester Waare empfiehlt 6645 Gg. Kinkel, Kreuzplatz 9. 6700] Paniermehl zu baden bei Bäcker K. Germann. Frische Preisselbeeren sowie neue ital. Kastanien empfiehlt 6695 H. 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Es sind dies keine eigentlichen Privatstunden; der Preis ist mäßig. 6693_____Dr. Rose, Löberstraße 5. Tüchtige Erdarbeiter können gegen guten Lohn, sowohl im Tagelohn als auch Akkord, Beschäftigung finden, am Bau des Sperrdammes zu Gisselberg bei Marburg C. Koch & Sohn, Bauunternehmer, 6692 __________Gießen.______________ 5709 Einen Jungen nimmt in die Lehre Glasermeister Luh, Neuenweg 20. 6687 Zur Führung der Bücher wird von einem hiesigen Geschäfte ein kaufmännisch gebildeter, tüchtiger junger Mann gesucht. Schriftliche Offerten sind an die Expedition dieses Blattes unter Chiffre E. S. erbeten. Tonangebend reichhaltig unterhaltend und nützlich ist die reich illustrirke DamenMung Oer* Bazar Preis vierteljährlich 2'/, Mark. Alle 8 Tage eine Dummer im Umfange von 1—3 Logen. Alle Postanstalten und Buchhandlungen nehmen jederzeit Bestellungen entgegen. Dummern ptr Ansicht versendet die Administration dr» „Bazar" in Berlin W. 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