Mrei Wwe., Berlin, Oegr. 1837. litäten affee’s lerang. r. pr. Pfund, Kaffee Pfund. nd Mischung , verbunden thode garanvorzügliches deren Sorten iss von 25% n bei Henn 4997 n A. Mas II. -n gratis. Daum Kaare paaren w i» * M>er 4870 Jaffee Nr. 19» Dienstag den 24 August 1886. WWW Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau r Schulstraße 7. ajuumju lhwii 21'mEgmewKiwww: Erscheint tätlich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloha. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. iw Amtlicher Höeil. BeLr.: Die Wahl des Kreistages des Kreises Gießen durch die 50 Höchstbesteuerten. Gießen, am 21. August 1886. Das GroßherZogliche Meisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir beauftragen Sie, uns binnen 14 Tagen ein Verzeichniß derjenigen Höchstbesteuerten nach dem unten stehenden Formulare vorzulegen, welche nach den Communalsteuerkapitalien des vorigen Rechnungsjahres (1885/86) ein Communalsteuerkapital von 2500 und mehr haben. Bei der Ermittlung der Höchstbesteuerten wird nur die von innerhalb des Kreises gelegenen Immobilien zu entrichtende Grundsteuer, die von innerhalb des Kreises befindlichen Gewerbsanlagen, oder wegen Wohnsitzes innerhalb des Kreises veranlagte Gewerbsteuer, die veranlagte Kapitalrentensteuer unk die bei den Communalumlagen innerhalb des Kreises in Anrechnung kommende Einkommensteuer angerechnet. Steuerzahlungen der Ehefrau werden mit denjenigen des Ehemannes, Steuerzahlungen minderjähriger, beziehungsweise in väterlicher Gewalt befindlicher Kinder werden mit denjenigen des Vaters zusammen gerechnet. Im übrigen sind aber auch Frauen, Aktiengesellschaften rc. (s. Art. 17 der Kreisordnung) in das Verzeichniß aufzunehmen, da deren Stimmrecht durch Vertreter ausgeübt werden kann. Wenn jedoch ein Höchstbesteuerter nach Art. 16 und 17 der Kreisordnung nicht stimmberechtigt sein sollte, so wollen Sie dies in der Spalte „Bemerkungen" des Verzeichnisses angeben. Wie schon bemerkt, kommen Steuerzahlungen nur in den Beträgen zur Anrechnung, welche im vorigen Rechnungsjahre entrichtet worden sind, es sei denn, daß sie auf Objecten haften, welche im Erbgang erworben sind. Wenn sich unter den Höchstbesteuerten solche befinden, die noch in anderen Gemeinden oder Gemarkungen des Kreises besteuert sind, so wollen Sie sich von den Gr. Bürgermeistereien dieser Gemeinden oder Gemarkungen den Betrag dieser weiteren Communalsteuerkapitalien mittheilen lassen und solches in dem Verzeichniß unter Namhaftmachung dieser anderen Gemarkungen noch beifügen. Diejenigen Gr. Bürgermeistereien, in deren Gemarkungen sich keine Höchst- besteuerten mit einem Communalsteuerkapital von 2500 und darüber befinden, oder im Rechnungsjahr 1885/86 keine Communalsteuern erhoben worden sind, wollen dies kurz berichtlich anzeigen. Im einzelnen verweisen wir Sie noch auf Art. 14—18 der Kreisordnung und Art. 4 des Gesetzes vom 15. Mai 1885 (Regier.-Bl. S. 95). I. V.: v. Bechtold. Verzeichniß -er Höchstbesteuerten der Gemeinde . . . . Ord.-Nr. Des Höchstbesteuerten Vor- und Zuname mit etwaiger Beinummer. Sein Wohnort. am Wohnort. Seine Communalsteuerkapitalien in den weiteren Gemarkungeni im Ganzen. Bemerkungen. Nr. 28 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 18. d. M., enthält: (Nr. 1682.) Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und dem Sultan von Zanzibar. Vom 20. December 1885. (Nr. 1683.) Bekanntmachung, betreffend die Ermäßigung des in dem Handelsverträge mit Zanzibar erwähnten, in Zanzibar vom Tabak zu erhebenden Zolles. Vom 11. August 1886. Nr. 29 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 21. d. M., enthält: (Nr. 1684.) Allerhöchster Erlaß, betreffend die Abänderung des Zinsfußes für die auf Grund des Allerhöchsten Erlasses vom 30. März 1885 aufzunehmende Neichsanleihe. Vom 4. Juni 1886. Gießen, am 23. August 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I V.: v. Bechtold. Politische Neberst-cht. Meßen, 23. August. Der deutsche Kronprinz wird am 4. September in Augsburg erwartet, von wo aus er sich nach dem Lechselde begiebt, wo Heuer wiederum Manöver der bayerischen Truppen stattfinden. Der hohe Herr gedenkt nach den Manövern auch der Königin-Mutter von Bayern in Hohenschwangau einen Besuch abzustatten. Die Meldungen über die Neubesetzung des wichtigen Postens eines Militärbevollmächtigten bei der deutschen Botschaft in Petersburg lauten noch sehr widersprechend, so daß es am besten erscheint, die verschiedenen Namen, die bereits genannt worden sind, einstweilen bei Seite zu lassen. Auch die von Berliner Blättern mit einer gewissen Bestimmtheit gebrachte Nachricht, daß Oberstlieutenant Gras v. Wedel, Flügeladjutant des Kaisers, als welcher er jedoch niemals persönliche Dienste geleistet hat, zum Nachfolger des Generals v. Werder designirt sei, entbehrt noch der authentischen Bestätigung. Ueber die Anwendung des Socialistengesetzes bezüglich der socialdemokratischen Druckschriften und Vereine sind in einer soeben erschienenen, vom Polizeisecretär Atzrott in amtlichem Auftrage verfaßten Broschüre folgende Angaben enthalten. Seit Erlaß des Socialistengesetzes bis zum 1. Juni d. Js. sind durch Bekanntmachung im „Reichs-Anz." 984 Druckschriften verboten, 246 Vereine geschlossen worden. Von den verbotenen Druckschriften gehören 792 der Kategorie der Broschüren, Flugblätter rc. an, während 83 in Deutschland und 41 im Auslände erschienene Zeitungen unterdrückt wurden; außerdem wurden 32 einzelne Nummern verschiedener Zeitungen aus Grund des Socialistengesetzes confiscirt. Der größte Theil der Verbote ging von preußischen Behörden aus, sodann folgen Sachsen, Bayern, Hamburg, Baden, Braunschweig, Hessen und Württemberg. Zu den verbotenen Vereinen, welche zusammen in 137 Orten ihren Sitz halten, gehören ihrer Art nach 17 über ganz Deutschland verbreiteten Central-Verbänden und 18 einzelnen Mitgliedschaften derselben an, 3 waren Cmtralkassen, 100 Arbeiter- und Wahlvereine, 15 Mitgliedschaften der sociali- fiischen Arbeiterpartei Deutschlands, 7 Fachvereine und 85 gesellige Vereine. Der „Voltaire" kündigt das Aufthun einer zweiten orientalischen Frage an: Der Kamps um den Einfluß in Marokko, der bisher unter der Decke spielte, werde fortan offen zu Tage treten. In diesem Augenblicke suche Muley Hassan eine neue Stütze und der Minister des Auswärtigen sei deshalb nach Berlin geschickt worden. Es sei das aber zu spät. Frankreich, als nächster Nachbar Marokkos, müsse klare Verhältnisse schaffen und dafür sorgen, „daß die Marokkaner nicht länger in Berlin suchen, was sie daheim nur mit Hülfe ihrer Nachbarn finden würden; man bildet sich bei uns ein, wir hätten blos Grenzen in Europa, die Deutschen wissen sehr wohl, daß wir auch anderwärts Grenzen haben, und sie handeln darnach." Ungewohnte Besorgnisse erregt der Zustand der neuesten unblutigen Erwerbung des Königreichs Birma. Wir verdanken es dem Vertreter der „Times" in Rangun, wenn zuweilen der Zipfel des Schleiers, der über dieser fast friedlichen Erwerbung ruht, gelüftet wird. Er meldete von den Gcoßthaten des Obersten Cooper, welcher die Birmanen erst photographirte, ehe er sie aufknüpsen ließ. Heute erfahren wir, daß dort ein anderer englischer Minos, der Kapitän Adamson, haust, dessen Richtersprüche bis jetzt ungefähr 2000 Jahre Zuchthaus zusammengebracht haben. Wir erfahren ferner, daß sich jetzt 30,000 Soldaten in Birma befinden, die 16,000 Mann abgerechnet, die im October unter General Macpherson von Indien aus dahin befördert worden, und doch erstreckt sich das eigentliche wirkliche englische Machtgebiet nicht über den Bereich der Schußweite hinaus. Die Schanstaaten sind überhaupt noch nicht in Angriff genommen worden; dafür ist das frühere britische Birma, welches sich fast 40 Jahre lang unter der englischen Herrschaft befindet, eine Beute von Räubern und Halsabschneidern geworden. Liest man den Bericht der „Times" durch, so läßt sich nur das Eine sagen, daß die Franzosen in Anam und Tongking sich gegen die Engländer in Birma rühmlichst ausgezeichnet haben. Kesternich. Bad Gastein, 21. August. Der Kaiser Franz Joses empfing gestern Mittag den Reichskanzler Fürsten Bismarck in zweistündiger Audienz. Schweiz- Bern, 21. August. Der heute um 1 Uhr 45 Min. Nachmittags von hier nach Genf abgegangene Schnellzug ist in der Nähe von Düdingen mit sämmtlichen Wagen entgleist. Soweit bis jetzt bekannt, find dabei 4 Personen schwer verletzt worden. ßngland. London, 21. August. Die „St. James Gazette" spricht fich in einem die Lage der Dinge aus Der Balkan-Halbinsel behandelnden Artikel für einen Anschluß Englands an die anderen Mächte aus, um jede Beunruhigung, jede Störung des Friedens fernzuhalten, England mW im Einverständniß mit den Mächten die Angelegenheiten auf der Balkan-Halbinsel durch ein allen Theilen vorthellhaftes Abkommen regeln, vorher aber seine Pofition durch Verständigungen und Bündniffe stärken. — Die anläßlich der Verurtheilung des Socialisten Williams von dem socialdemokratischen Bund für morgen angekündigte Monstre-Versammlung ist aus den 29. d. Mts. verschoben worden. Wutzland. Petersburg, 22. August. Ein in den Zeitungen enthaltenes officielles Corn- munlque besagt: Zn der letzten Zeit sind in verschiedenen russischen Zeitungen Artikel erschienen, welche Besprechungen der politischen Lage enthalten; in denselben wurden vollständig willkürliche und unrichtige Ansichten über die zwischen der kaiserlich russischen Regierung und anderen Mächten bestehenden Beziehungen ausgesprochen. Diese Beziehungen haben sich im Laufe dieses Jahres keineswegs verändert und sind vuch keinerlei Umstände in Aussicht, welche Grund zu der Befürchtung zuließen, daß diese Beziehungen gestört und die kaiserliche Regierung zu einer Aenderung ihrer Politik keranlaßt werden könnte.___________________________________________ ' Mrst Alexander von Bulgarien. Gießen, 23. August. Gestern, Sonntag, Nachmittags gegen 5 Uhr, erhielten wir nachstehende Depesche, welche wir nur in einer beschränkten Anzahl von Exemplaren vertheilen onnten: Konstantinopel, 22. August. Aus Sofia wird gemeldet, daß durch Kara- weloff und Zank off in Abwesenheit des Fürsten eine provisorische Regierung gebildet, Fürst Alexander bei einer Truppenbesichtigung zu Widdin gefangen genommen und die Absetzung des Fürsten proklamirt sei. Ein Ertrablatt der „Köln. Ztg." meldet ferner: Köln, 22. August. Uebereinstimmende Depeschen aus Bukarest und Konstantinopel melden, daß Fürst Alexander von Bulgarien bei einer Jnspection in Widdin gefangen genommen und als Gefangener nach Lompalanka geführt worden ist; einer späteren Nachricht zufolge befindet er sich bereits außerhalb Bulgarien. In Sofia ist seine Absetzung ausgerufen und eine provisorische Regierung von Zankow und Karawelow, den Führen: der beiden bisher feindlichen Parteien, gebildet worden. Fürst Alexander, dessen persönliche Eigenschaften ein besseres Schicksal verdient hätten, stand seit einiger Zeit in der Luft zwischen Rußland, welches ihn in die Stellung gebracht, und England, welches ihn erst gewonnen und dann im Stich gelassen hatte. . Seit es feststand, daß England weder für eine Balkanfrage noch selbst für Konstantinopel, sondern nur für Indien Krieg führen werde, war Fürst Alexander's Stellung eine hoffnungslose. Die Türkei hat die russische Hebermacht genugsam gefühlt, um keinen isolirten Kampf gegen Rußland, namentlich nicht Bulgariens halber, zu wagen; es ist sogar als sicher anzunehmen, daß man in Konstantinopel Kenntniß von der geplanten Absetzung des Fürsten Alexander hatte. Was Oesterreich betrifft, so bürgen die Rücksprachen in Kissingen und Gastein dafür, daß es die ihm von England zugedachte Rolle, die bulgarischen Kastanien aus dem ^euer zu holen, nicht übernehmen wird. Wir können vielmehr erwarten, daß nach der Entfernung des Fürsten Alexander, den England als Keil zwischen Oesterreich und Rußland einzuschieben versucht hatte, eine kürzere oder längere Pause in der ewig wirbelnden Balkanbewegung eintreten wird. Die Leichtigkeit, mit der sich die Absetzung des Fürsten Alexander vollzogen hat, gestattet den Schluß, daß die Situation in Bulgarien nicht „aus der Hand" gehen, sondern daß die demnächstige Lösung, wenn auch vielleicht eine provisorische, jedenfalls keine kriegerische sein wird; für unseren Standpunkt ist es angezeigt, heute wieder eines Wortes eingedenk zu sein, welches Fürst Bismarck in einem kritischen Momente des Berliner Congresses aussprach: „Meine Herren, wir sind hier nicht versammelt, um über das Glück der Bulgaren zu berathen, sondern um den Frieden Europas zu sichern." Berlin, 22. August, lieber die Regierungsumwälzung in Bulgarien liegt bis jetzt nur eine spärliche Depesche des Wolff'schen Bureaus vor, die gegen 3 Uhr ausgetragen wurde und über die Einzelheiten der Verhaftung des Fürsten nichts meldet. Es unterliegt keinem Zweifel, daß hier wie in ganz Deutschland die wärmsten Sympathieen dem jugendlichen töpfern Fürsten entgegengetragen werden, der sich mit großem Eifer an eine Riesenaufgabe gewagt hatte, deren Erfüllung ihm jetzt der schlimmste Verrath und schmutzige Bestechung unmöglich machen. Mit tapferem Muthe, mit außerordentlichem diplomatischen Geschick hatte er seit dem 18. Sept. v. I. die verwickelten Geschicke der beiden vereinigten Bulgarien geleitet; seiner Tapferkeit verdankte er ungeahnte militärische Erfolge und schon schien es, daß er auch dem Zorne des Zaren und den von Tag zu Tag steigenden Wühlereien der Panslawisten gegenüber Sieger bleiben würde, aber der Rubel auf Reifen war ihm überlegen; der Staats- öiener, dem er das höchste Vertrauen schenkte, den er selbst an jenem 18. September zu seinem Schicksalsgenossen berufen hatte, Karawelow, verließ ibn auf heimtückische Weise, verband sich mit seinem ärgsten Feinde Zankow und diese machten seiner Herrschaft in einer rühmlosen Verhaftung ein Ende. Kein Zweifel, daß Fürst Alexan- der, der voraussichtlich von Lompalanka aus auf ein russisches Schiff gebracht und r0rl?0rt $le ~onaH hinunter in einen sichern Verbannungsort außerhalb Bulgariens geschleppt worden sein wird, der jetzigen Bewegung ohnmächtig gegenüber stehen wird, wenn auch einzelne bulgarische Truppen und Offiziere ihren siegreichen Feldherrn nur ungern vermißen werden. . Die Thatsachen, daß die Einsetzung der neuen Regierung Karawelow-Zankow ohne Schwiengketten sich :m Lande vollzog und daß in den letzten Monaten die panslawistischen Wühlereien von Tag zu ^ag offenkundiger wurden, beweisen hinreichend, daß der jetzt an dem Fürsten vollzogene Hochverrath von langer Hand und mit zuverlässigem Rückhalt vorbereitet und ausgeführt worden ist. Aber so sehr man vom allgemein menschlichen Standpunkt aus das Ende des deutschen Fürsten bedauern wird, so wird man doch nicht Übersehen dürfen, daß dieses Ende für den europäischen Frieden der Lo ung des, gordischen Knotens gleichkommt; wie das Schwert des Damokles -ruate die Möglichkeit eines gewaltsamen Einschreitens Rußlands über Bulgarien, fortgesetzte Meldungen über beunruhigende Rüstungen in Serbien gegen Bulgarien tauchten stets von neuem auf und verwirrten die öffentliche Meinung. Was die Haltung der Großmächte betrifft, so laß klar vor Augen, daß Deutschland und Oesterreich an dem endlichen Ausgang der Dmge auf der Balkanhalbinsel im Grunde unbeteiligt zu fein glaubten, daß sie jedenfalls nicht bereit waren, wegen des jungen Fürsten einen europäischen Krieg zu entzünden, während England zwar den Fürsten nach Thunlichkeit ermuntert hatte, aber für die Wirkungen dieser Aufstachelung seinerseits eine Verantwortung nicht übernehmen wollte. So blieb nur fraglich die Haltung der Pforte. Diese aber ist offenbar für die jetzige Wendung gewonnen worden, nachdem sie ein gef eben hatte, daß England sich aus dem Spiele zurückzog; die Verleihung eines hohen russischen Ordens an Said Pascha ist nicht das einzige Anzeichen ^as diese plötzliche Wendung dem unbefangenen Beobachter zur Genüge verräth. Auch für Serbien fäll: jetzt jeder Grund fort, Vorkehrungen gegen angebliche kriegerische Neigungen des Fürsten Alexander zu treffen, und so ist das Ende vom Liede, daß diese tragische Absetzung eines für die günstige Entwickelung Bulgariens vielverheißenden Lurstep zur Zett eher zur Sicherung als zur -Beeinträchtigung des europäischen Friedens beitragt. Rechtlich stellt sich nunmehr die Lage in Bulgarien dahin, bat. zunächst Artikel drei des Berliner Friedens Platz greift, wonach der Fürst von Bulgarien wiederum von der Bevölkerung frei zu erwählen und von der Pforte unter Zustimmung aller Mächte zu bestätigen ist. Die Wahl darf nicht auf irgend ein Mitglied der regierenden Herrscherfamilien der europäischen Großmächte fallen; der so erwählte und bestätigte Fürst wird nach den Beschlüssen der letzten Botschafter-Con- ferenz gleichzeitig für fünf Jahre Generalgouverneur von Ostrumelien werden. Daß übrigens die Wahl auf einen Candidaten fallen könnte, welcher der russischen Regierung unwillkommen wäre, ist nach der jetzigen Sachlage unbedingt ausgeschlossen. Bukarest, 22. August. Das Journal „Vointza Nationale" erfährt, daß die Entthronung des Fürsten von Bulgarien gestern stattgefunden habe und daß die provisorische Regierung aus Karaweloff, Zankoff, Nadoslavoff und Anderen bestehe. Der Fürst solle von Widdin zu Schiff nach Turn-Severin gebracht werden. Ministerpräsident Bratiano hat sich von Gooora nach Sinaja zum Könige begeben, wo Ministerrath stattfinden soll. Bukarest, 23. August. (Privatdepesche.) Die Proklamation der bulgarischen provisorischen Regierung sagt: „Fürst Alexander leistete Bulgarien auf dem Schlachtfelde große Dienste, nahm aber in der Politik zu wenig Rücksicht auf Bulgariens Stellung als flavonifcher Staat und auf ein gutes Ber- hültniß zu Rußland. Seine Absetzung wäre daher nothwendig." — Der Fürst ist in Lompalanka gefangen und wird demnächst über die Grenze geschafft. Lokale-. ][ Gießen, 23. August. sZeiteintheilung der Großherzoglichen (25.) Division für die Herbstübungen 1886.] 1) Regimentsübungen. Das Jnf.-Rgt.Nr. 115 übt vom 23.bis28.August bei Darmstadt, das Jnf.-Rgt. Nr. 116 vom 27. August bis 1. September bei Friedberg, das Jnf.-Regt. Nr. 117 vom 23. bis 28. August bei Mainz, das Jnf.-Rgt. Nr. 118 vom 26. bis 31. August bei Darmstadt. Die Dragoner-Regimenter Nr. 23 und 24 üben vom 17. August an bei Darmstadt. 2) Brigadeübungen. Die 49. Jns.-Brigade (Reg. 115 und 116) übt vom 3. bis 8. September bei Friedberg, die 50. Jnf.-Brigade (Reg. 117 und 118) vom 2. bis 7. September auf dem Artillerie-Schießplatz bet Darmstadt. Da das 2. Großh. Dragoner-Regiment Nr. 24 an den Kaisermanövern im Elsaß theilzunehmen hat und zu diesem Zweck bereits am 28. August per Bahn in die Umgegend von Nieder- Schäffelsheim befördert wird, so übt das genannte Regiment nicht im Verbände der Großh. 25. Cavallerie-Brigaoe. An seiner Statt rückt am 29. August das Husaren- Regiment Nr. 12 im Griesheimer Barackenlager ein, um auf Befehl des General- commandos an den Hebungen der 25. Cavallerie-Brigade theilzunehmen. Dieselben dauern bis zum 4. September. Am 6. September verläßt das 13. Husaren-Regiment das Barackenlager wieder und beteiligt sich zunächst an den Detachementsübungen der 21. Division. 3) Detachementsübungen. Die combinirte 49. Brigade übt vom 10. bis 14. September zwischen Friedberg und Hanau. An den Hebungen dieser Brigade nehmen Theil: die 49. Jnf.-Brig., die 2., 3. und 4. Escadron des Drag.-Rgts. Nr. 23,. die 2. Abtheilung des Feld-Art.-Rgts. Nr. 25, mit Ausnahme der reitenden Batterie, welche zu den Kaisermanövern im Elsaß detachirt ist. Außerdem ist die 2. und 3. Batterie der reitenden Abtheilung des Feld-Art.-Rgts. Nr. 11 und die 4. Compagnie des Pionierbataillons Nr. 11 zur Theilnahme commandirt. Während ber angegebenen Zeit finden 3 Bivouaks der Vorposten statt. Die 50. combinirte Brigade übt vom 10. bis 14. September zwischen Büdingen und Hanau mit ebenfalls 3 Bivouaks der Vorposten. Dieses Detachement besteht aus der 50. Jnf.-Brig., der 1. und 5. Escadron des Drag.-Rgts. Nr. 23, der 1. Abtheilung des Feld-Art.-Rgts. Nr. 25. Außerdem sind zur Theilnahme commandirt die 1. Batterie der reitenden Abtheilung des Feld- Art.-Rgts. Nr. 11 und die 1. Compagnie des Pionier-Bataillons Nr. 11. 4) DivisionsManöver. Dieselben finden am 16., 17. und 18. September zwischen Hanau und Echzell mit zwei Bivouaks der Vorposten statt. Am 20., 21. uni> 22. September manövrirt die 25. Division gegen die 21. Division zwischen Staden und Gießen mit zwei Bivouaks der ganzen Division. Der 9. und 15. September sind Ruhetage. Die Garnison Gießen kehrt am 23. September per Fußmarsch aus den Manövern zurück. Unmittelbar nach der Rückkunft erfolgt die Entlassung der Reserven und Dispositionsurlauber. Daß das 2. Infanterie-Regiment in der Zeit vom 31. August bis 6. September zu Darmstadt einquartirt werden soll, ist eine gräuliche Confusion des „Darmstädter Lagblatts". Das Regiment verläßt überhaupt die Provinz Oberhessen nicht! Gießen, 23. August. Ein zur lOwöchentlichen Hebung eingezogener Ersatz- Reservist hat sich in seinem Quartier in der Nacht vom Samstag zum Sonntag mittelst eines Rasirmessers den Hals durchschnitten. > — Der s. Z. bei einer Streife nach den beiden Ausbrechern aus hiesigem Provinzial-Arresthause im Walde bei Weitershain durch einen Schuß verwundete Soldat ist von Grünberg als Reconvalescent gestern in das Militär-Lazareth verbracht, worden. — Ein mit seinem Fuhrwerk gestern Abend am Wiesecker Weg verunglückter Knecht eines hiesigen Bäckermeisters kam derart zu Schaden, daß er in die Klinik verbracht werden mußte. — Bei dem gestern Abend über unsere Stadt und Umgegenb ausgebrochenen Gewitter schlug der Blitz in ein Haus zu Heuchelheim ein. Vermischte-. — Ein Feldwebel eines Truppentheils in Berlin war mit seinem Regiment, bezw. einem Tbeile desselben zu der letzten IStägigen Felddienstübung ausgerückt uno hatte ohne Wissen seinen Hund, ein Thier von mittlerer Größe, in ein Zimmer eingeschlossen. Erst bei der Rückkehr gewahrte der Feldwebel die Gefangenschaft seines- Hundes. Das Thier, welches, außer einem Behälter mit Wasser, nicht die geringste Nahrung besaß, war bis auf die Knochen abgemagert und sehr schwach, aber es erkannte sofort seinen Herrn und kam ihm freudig entgegen. Durch sorgfältige Pflege mit Milch und Fleisch ist derselbe nunmehr wieder gänzlich hergestellt. — Heber den Deutschenhaß der Tschechen hat vor einigen Tagen ein Radfahrer zu Liegnitz üble Erfahrungen machen müssen. Derselbe fuhr nämlich um die Mittagszeit von Bad Reinerz in der Richtung nach Braunau. In der Nähe der Grenze trat ihm ein junger Mensch entgegen, schimpfte ihn „preußischer Hund" und versuchte Die Maschine aufzuhalten. Als der Angegriffene sich zur Wehr setzte, rief der Gegner des Weges kommende Leute zu Hilfe. Da diese nicht im Stande waren, den Fahrer aufzuhalten, forderten sie einen Trupo Arbeiter auf, ihn nicht durchzulassen. Diese schlugen denn auch mit Mistgabeln und ähnlichem Werkzeug derartig auf den Radfahrer los, daß derselbe von Hieben und Stichen bewußtlos niederstürzte und ant Wege liegen blieb, bis zwei vorübergehende Herren sich seiner annahmen und ihn im nächsten Hause unterbrachten. Petersburg, 21.August. Nach einer Meldung aus Ssaratoff ist der Wolga- dompfer „Vera" durch ein während der Fahrt in der Nahe des Dorfes Rownoc aus- gebrochenes Feuer ein Raub der Flammen geworden. Von den auf dem Schiffen befindlichen Personen sind 200 umgekommen, davon haben 4 in den Flammen, die übrigen im Wasser ihren Tod gefunden. Petersburg, 22. August. Heber das Feuerunglück auf dem Wolgadampfer „Vera" wird aus Ssaratoff weiter gemeldet: Die „Vera" war mit zahlreichen Passagieren von Astrachan abgegangen und befand sich die Wolga auswärts in Fahrt. Nachdem am Donnerstag Abend bei Eintritt der Dämmerung die Anzündung der Lampen stattgefunden hatte, wurde ein Steward gewahr, daß in der Kajüte erster Klasse eine Hängelampe umgesturzt sei und ein Theil der Kajüte in Brand gesetzt habe. Der Steward versuchte zuerst das Feuer mit Wasser zu löschen, die Flamme griff aber weiter um sich; die weiteren Bemühungen des Stewards und eines Matrosen, das Feuer mit Teppichen zu ersticken, blieben ebenfalls erfolglos. Beide liefen darauf auf das Verdeck, riefen „Feuer" und alarmirten dadurch die meist schon zur Ruhe gegangenen Passagiere, welche nunmehr in wilder Panik auf das Verdeck stürzten. Einer der Passagiere sprang sofort über Bord, andere folgten darauf seinem Beispiele. Der Kapitän ließ den Dampfer mit voller Kraft in der Nähe des Dorfes Rownoe aufs Ufer laufen. Während dessen waren aber immer mehr Passagiere über Bord gesprungen, da die Flammen bereits das Vorderdeck ergriffen hatten und der Wind von vorne blies. Schließlich blieb bei dem Auflaufen des Schiffes aus das Ufer der Bug desselben im Sande stecken, während das Hintcrtheil im tiefen Wasser blieb, von welchem aus allein die Rettung bewerkstelligt werden konnte. Die Anzahl derjenigen, die den Tod im Wasser sanden, wurde noch dadurch vermehrt, daß man, um dieselben über Wasser zu erhalten, vom Dampfer aus Bänke, Tische und Stühle ins Wasser warf und dadurch Viele verletzte, sowie dadurch, daß die Maschine beim Auslaufen des Dampfers auf den Strand nicht sofort gestoppt wurde, so daß die Räder des Schiffes das Wasser am Strande fortwährend in heftiger Bewegung hielten. Obgleich vom Ufer aus alle mögliche Hilfe geleistet wurde, ist doch die Mehrzahl der Passagiere umgekommen. Die genaue Zahl der Verunglückten und der Geretteten konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden. — Ein grauenerregender Fall von Giftmischerei wird aus Amerika berichtet. In Sommerville wurde eine Frau Robinson unter der Anklage verhaftet, ihren Sohn vergiftet zu haben. Jetzt stellte sich heraus, daß die Frau wohl an 100 (?) Personen vergiftet hat. Viele fanden ihren Tod durch Genuß von vergifteten Speisen bei kirchlichen Festen. — Die Badepolizei in Dieppe hat verordnet, daß die Badewärter, wenn eine Dame in die Gefahr des Ertrinkens geräth, dieselbe am Kleide zu erfassen habe und nicht an den Haaren, weil diese gewöhnlich in der Hand des darnach Greifenden zurückbleiben. — sNtmm keine Nadel in den Mund.f Wieder ist dieser Unvorsichtigkeit ein Menschenleben zum Opfer gefallen. In Kaiserslautern hatte die einzige 18 Jahre alte Tochter eines Landmannes eine Haarnadel in den Mund genommen; dieselbe rutschte in den Hals, von wo sie trotz aller ärztlichen Anstrengungen nicht entfernt werden konnte. Das Mädchen mußte sein Leben lassen. Gchiff-nachrichten. Bremen, 21. August. sPer transatlantischen TelegraphF Der Postdampfer Eider, Capt. H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 11. August von Bremen und am 12. August von Southampton abgegangen war, ist gestern 8 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. Schiffs- Bewegung der Postdampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft. H a m b u r g, 21. August. Das Hamburg-New-Aorker Postdampfschiff „Bohemia", Eapitän Karlowa, welches am 5. August von hier direct nach New-Aork expedtrt, ist am 20. August, 3 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in New-Port angekommen. Handel und Verkehr. Grünberg, 21. August. (Frachtpreise.) Weizen X 17.50, Korn X 14.00, Gerste X 12.00, Hafer X 11.90, Erbsen X 00.00, Linsen X 00.00, Lein X 00.00, Samen X 21.00, Kartoffeln X 0.00, Wicken 00.00. Frankfurt, 21. August. Auf dem heutigen Markt kosten: Kartoffeln per Malter X 4.00—5.00, Eier das Hundert X 5 00—5.50, Butter per Pfund X 0.90 bis l.Oo, Weißkraut per Stück 15-20 Rothkraut per Stück 20-30 H, Kohlrabi per Stück 3-4 H, Ochsenfleisch per Pfund 45-70 H, Kuh- u. Rindfleisch 45-60 H, Kalbfleisch 40—60 H, Schweinefleisch 65—70 H, Hammelfleisch 50—70 H, 1 Hahn X 0.70-1.80, 1 Huhn X 1.00—2.50, 1 Ente X 2.00-3.00, 1 Gans X 3.00—7.00 1 Taube 40—70 H, Welsche X 0.00-00.00. Reperimr der vereinigten Stadttheater ;u Frankfurt a. M. Opernhaus. Dienstag den 24. August: Aida. Große Preise. Mittwoch den 25. August: Trompeter von Säkkingen. Große Preise. Außer Abonnement. Donnerstag den 26. August: Norma. Große Preise. Freitag den 27. August: Rheingold. Außer Abonnement. Große Preise. Samstag den 28. August: Tannhäuser. Große Preise. Sonntag den 29. August: Earmen. Große Preise. Schauspielhaus. Dienstag den 24. August: Mit Vergnügen. Große Preise. Mittwoch den 25. August: Anna-Lise. Vom landwirthschaftlichen Ball. Große Preise. Donnerstag den 26. August: Das lachende Frankfurt. Außer Abonnement. Große Preise. Freitag den 27. August: Das lachende Frankfurt. Große Preise. Samstag den 28. August: Zum ersten Male7 Im Reiche der Mütter. Lustspiel in 1 Akt von Fr. v. Sakken. Hierauf neu einstudirt: Herrn Kandels Gardinenpredigten. Zum Schluß: Neu einstudirt: Die Dienstboten. Große Preise. Sonntag den 29. August: Zum ersten Male wiederholt: Im Reiche der Mütter. Hierauf: Herrn Kandels Gardinenpredigten. Zum Schluß: Die Dienstboten. Große Preise. Temperatur der Lahn. Am 23. August, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 16Vr°, Lust 23° R. im Schatten. L. Ehr. Rübsamen. Gnimmctgras- Versteigerung. Nächsten Donnerstag, als den 26. August soll das Grummetgras aus den von Grolman'- schen Erben gehörenden Wiesen in der Gemarkung Burkhardsfelden u. Reiskirchen an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist Morgens 9 Uhr auf der Kißwiese. Im Auftrag: 5997 Rechner Heuser. Versteigerung. Montag den 30. August, von Vormittags 9 Uhr ab, laffe ich fämmtliche Oecono- mie-Geräthe, Wirtdfchafts- Geräthe, bestehend in großen Tischen und Bänken, verschiedene HauS- geräthe, Sopha's, gut erhaltene Gesindebetten und anderes Bettzeug, mehrere Kommoden, ein Schreibtisch mit Kommode und Schrankaufsatz (in alter Facon), ein noch sehr gutes Tafelklavier, Kleiderschrank, Stühle, Sessel, zwei Uhren, Tische und noch vieles andere; in Kupfer: gut erhaltene größere und kleinere Kochgeschirre, sowie Blechgeschirre, bestehend in Eimer, ganz neuem Milch - ständer mit Seiher u. s. w., Küchentisch und Schränkchen, sowie einiges gutes Porzellan; zwei kräftige Bäumchen in eichenen Kübeln, 1,75 Mtr. hoch, für Orangerie paffend, sowie verschiedene pere- nirende Teppichbeetpflanzen; sämmtliche Bäckerei - Ge- räthe: zwei große neue Backtröge, 10 Backbretter, Teichwaage, 4 Backkörbe, 6 Kuchenbleche u. s. w.; Kartoffeln, Dickwurz und Gras, sowie Bohnen, Gurken, einige Bäume Aepfel und Reineclauden, Stroh rc. gegen gleich baare Zahlung versteigern. Kloster Arnsburg bei Lich. 6011_________F Jutzi Haarlemer Blumenzwiebeln direkt bezogen, liefert in vorzüglicher Qualität zu äußerst billigen Preisen 6009 Christ. Pfeiffer, Neuenweg. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. I Das Register zur Erhebung der in unserer Gemeinde nach dem Steuerfuß ausgeschlagenen Communalbedürfniffe für das Jahr 1886/87 liegt zur Einsicht eines jeden Interessenten acht Tage lang auf dem Bureau des Unterzeichneten offen, was mit dem Bemerken bekannt gegeben wird, daß Beschwerden gegen die im Register enthaltenen Ansätze binnen der ersten vier Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfrist entweder schriftlich oder mündlich bei Großh. i Kreisamt dahier vorgebracht werden müssen und daß später vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung mehr finden können. Gießen, 24. August 1886. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. M. Homberg er. 6003 ■' ...... 0 MsMÄHA MKMWMAch v X MWH WM.) ■’< - ■ - ■ WEM W Zeelander Saat-Roggen! 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Conrad, Friseur, Emil Orbig, Louis Scharmann jun., Carl Lehrmund, Neuenweg 36. 5776 Dienstag den 21. September, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht das Grundstück Flur XXXX/368,5 456 Meter Acker auf dem Sand, meistbietend versteigert werden- Gießen, den 7. August 1886. } Großh- Ortsgericht. 5698_________________Müller. Dienstag den 7. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Grundstücke des Balthasar Speier B. Sohn von Wißmar Flur XXXXVI/58 650 Mtr. Acker links dem Badeburger Fußpfad, auf den Fluthgraben, , XXXXVII/144 1631 Mtr. Wiese in der Lichtenau, an der Grenze, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 26. Juli 1885. Großh- Ortsgericht. 5372_________________Mütter. Mittwoch den 25. August, Nachmittags 2 Uhr, werden auf meinem Bureau gegen Baar zahlung versteigert: 2 Pferde, 1 Sopha, Kleiderschränke, Kommoden, Tische, 1 vollst. Bett u. a. Gegenstände- Geißler, 6008 Gerichtsvollzieher. Ieilgeöotenes. 6010 2 fast noch neue Oesen, 1 Herd, sowie 1 noch neuer Kaffeebrenner billig abzugeben. Näheres in der Exp- d- Bl. Loose zur 2. Klasse der Baden-Badener Lotterie, Ziehung am 28. September, Darmstädter Pferde-Loose ft Mk. Beziehung am 29 September, zu haben bei C. in der Expedition des „Gießener Anzeiger", Schulstraße 7. _______________________ Prima neue boll. Vollhärii^e offerirt 5450 ________Fr, Seibel, Frische Butter ä Pfd. 70 H bei Abnahme von 10 Pfd- bei 4030 Julius Wallach. Spitzen aller Art, Ftchus, Barben, Schleiertülle, Tischläufer und Z Deckchen, . i Gardinen, g Seidensammet, »g BelVkt (nur Lindener), ■= Krausen, M Z Knöpfe, | Z Tricottailleu, ssF S Damen-u. Kinder-W kragen, ~g Atlasband, a Seidene Tücher. | Sämmtliche Artikel zum Kleidermachen« Cour. Jos. Keller, Wetzsteing 48, i. Hause d. H. Dr. Weber. 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August: CommerB in Stein's Saal. Anfang Abends 8 Uhr. Sonntag den 59* August: Morgens 6 Uhr: TKTeclsruf. n 8 „ : Preiatumen der Zöglinge des Vereins und Frühconcert. „ 11 y2 „ : Sitzung des Preisgerichts. Nachmitt. iy2 „ : Aufstellung des Festzugs in Oswaldos Garten, Zug durch die Stadt nach dem Festplatz, Festrede, Vorführung von Freiübungen des Giessener Turnvereins, sodann Beginn des Preis- tumens der activen auswärtigen und hiesigen Turner. Hierauf Schau- fechten, bestehend in Schul- und Con- trafechten mit Floretts, Säbel und Schläger. Abends 9 Uhr: Aufführung eines grossen Fackelreigens. Preisvertheilung und Ball. Das Turnen besieht in a) Gcrälheübungen an Reck, Barren und Pferd, b) volkstümliche Uebungen, Frei weit- und Stabhochsprung und Stemmen. Für das Fest ist die ganze Kapelle des 116. Inf.-Rgts. (40 Mann) unter Leitung des Grossherzogi. Musikdirektors Herrn Krausse engagirt. Ausserdem hat sich zur Verherrlichung des Festes ein <*C88imiiitctlOr hiesiger Männergesangvereine gebildet und dürfte somit auch der musikalische Theil der Feier in jeder Beziehung würdig ausgefüllt werden. Mitglieder und deren Familienangehörigen (äusser erwachsenen Söhnen) sowie eingeladene Gäste haben freien Zutritt. Commers und Ball können nur von Mitgliedern und eingeladenen Gästen besucht werden. Nichtmitglieder können für den Sonntag durch Karten Eintritt erhalten und sind hierfür Familienkarten (für 5 Personen) zu Mk. 1.50, sowie Einzelkarlen zu 40 Pfg. im Vorverkauf bei den Herren D. Heil (Lindenplatz), L. Lind (Kirchenplatz), C. S tie b er (Marktstrasse), C. Schwaab (Seltersweg) und W. Muhl (Bahnhofstrasse) zu haben. An der Kasse werden nur Einzelkarten zu 50 Pfg. ausgegeben. 5964 Der Vorstand. Oeffentliche Vorträge. Im Saale des Cafe Eeib (Wallthorstraße) gedenkt Unterzeichneter DienStag den 24., Freitag den 27. und DienStag den 31. August, Abends 8 Uhr, drei öffentliche Vorträge über die nahe Wiederkunft unseres HGrrn JEsu Christi zu halten, wozu alle Christen dieser <5tibt und Umgegend freundlichst eingeladen sind. Zutritt frei. 5929 Dr. Paul Wigand. Wasserleitungs-Anlagen, sowie Pumpen-, Bade- und Moset-Einrichtungm liefert unter Garantie Chr. Zimmer, Kupferschmied, Bahnhofstraße 12. Badeöfen und Wannen stets auf Lager. 5687 5985 Tags über ein Mädchen gesucht. Süd-Anlage 3 H. 5939 Ein anständiges junges Mädchen wird zu einem Kinde gesucht. Von wem? sagt die Exped. b- Bl. 5845] Gute Pension für Schüler oder Schülerinnen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 5937 Ein junger Mann, mit schöner Handschrift, wünscht seine freien Stunden durch Beitrugen von Büchern oder sonst, schriftl. Arbeiten zu besetzen. Gest. Offerten erbittet man unter C. 28 an die Exped- d. Bl. Redaction: A- Scheyda. — Druck unf- Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Eör. Vietsch) in Gießen