**> H hin« W »t«ta9 t(! ben. rstand. r : Mi 6 Uhr. stand. 7 gaffe 16, 5221 elfter. verein Schützen- sm MM blirt oder un | ? Hochstraße L, J nm;r zu oer- ; lühenstr. 13. | iri^n- i9l«in fuiit | ■i bim M-> । jimutttlttil« iiiouM ,W»l N. - ---M j( mit 31*’ x JUlii . Sieflvllb Mr. 169. Samstag den 24 Juli 1886. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Amtlicher Hheil. Im Interesse der neuhergerichteten Beete und Gebüsche in der städtischen Süd-Anlage werden Sonntag den 25. l. Mts. gelegentlich der Auffahrt Les Lustschiffers Securius in dem Hormann'schen Garten von 3 Uhr Nachmittags an die Nebenwege der Süd-Anlage von der Plockstraßs bis zu dem Schüler'schen NebenhauS für jeden Verkehr gesperrt. Gießen, am 22. Juli 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Politische Uebersicht. Gießen, 24. Juli. In der Presse verstummen allmälig die Erörterungen über die bekannte bayerisch-vatikanische Angelegenheit, nachdem dieselbe wahrhaftig lange genug hin- und hergezogen worden ist. Einen Gegenstand lebhafter Besprechungen bildeten in den letzten Tagen nochmals die elsaß * lothringischen Gemeinderathswahlen anläßlich der am 17. und 18. Juli in Metz und Straßburg stattgesunoenen Stichwahlen. Das namentlich in ersterer Stadt der deutschen Sache so überaus günstige Ergebniß der Wahlen, wonach also die Deutschen im Gemeinderathe der lothringischen Hauptstadt die unbestrittene Mehrheit be- sttzen, hat in Altdeutschland allseitige Befriedigung erregt und selbstverständlich in den altdeutschen Kreisen der Reichslande jubilnde Begeisterung hervorgerusen. Mit Recht kann daher die Metzer „Lothr. Ztg." ausrusen, daß die alte Hauptstadt Lothringens jetzt von den Deutschen zum zweiten Male annectirt worden sei und das völlige Berschwinden der Protestpartei aus dem Metzer Gemeinderathe ist nur geeignet, die Hoffnung auf baldige vollständige Wieder-Germanist- rung dieser einst urdeutschen Stadt zu verstärken. Auch im Gemeinderathe der Stadt Straßburg bildet die altdeutsche Partei, wenn auch noch keine Mehrheit, so doch eine stattliche Minderheit, die im Vereine mit den gemäßigten altelsässischen Elementen hoffentlich das Segensreichste für eine kräftige Entwickelung der Metropole des Oberrheins wirken wird. Die Nachricht von dem bevorstehenden Rücktritte de» französischen Botschafters am Berliner Hose, des Barons de Courcel, bestätigt sich. Herr de Courcel wird im Laufe des nächsten Monats von Parts nach Berlin zurückkehren, um noch verschiedene Geschäfte abzuwickeln und stch dann in's Privatleben zurückzuziehen, Die weitere Nachricht, Herr Waddington, der Vertreter Frankreichs am Londoner Hose, sei zum Nachfolger de Courcel's bestimmt, bedarf noch sehr der Bestätigung. Der belgische Arbeiter-Aufruhr vom Frühjahr wird dieser Tage vor dem Schwurgerichte in Mons noch ein ernstes Nachspiel finden. In jener blutigen Bewegung bildete die Zerstörung der Baudoux'schen Glas-Anstalt, eines der schönsten gewerblichen Etablissements Belgiens, eine besondere Episode, eine vandalische Thal der sanatistrten Arbeiter und erregte gleich damals in Belgien lebhafte Entrüstung. Die bet diesem empörenden Vorgänge am Meisten bethei- ligt Gewesenen wurden alsbald ermittelt und werden nunmehr der gerechten Strafe nicht entgehen Aus der französischen Republik wird wieder eine merkwürdige patriotische Kundgebung gemeldet, bei der es an den üblichen Demonstrationen gegen Deutschland nicht fehlte. Am vorigen Sonntag sand in Nouart (Departement der Ardennen) die Enthüllung der Statue des Generals Chancy, des ehemaligen Oberbefehlshabers der sranzöstschen Lotre-Armee, statt, mit dessen Andenken jenseits der Vogesen noch immer ein gewisser Cultus getrieben wird. General Boulanger, der famose Kriegsminister der Republik, wollte ursprünglich der Feier beiwohnen, glücklicher Weise gelang es seinen Minister-Collegen, ihn von diesem Vorhaben wieder abzubringen, Herr Boulanger hätte am Ende in seiner bekannter Weise doch bedenkliche Sachen geschwatzt. Doch fehlte es auch ohnedem nicht an hochpatrtotischen Reden, deren Grundton natürlich immer wieder die Revanche bildete. Ein besonderes Interesse erhielt die Enthüllungsfeier dadurch, daß ihr der Militär-Attachs der russischen Botschaft in Paris, Baron General Fredericks, beiwohnte. Der General bildete den Gegenstand warmer Ovationen, für welche er in einer, seiner diplomatischen Stellung durchaus angemessenen tactvollen Wei^ dankte. In Marseille ist es in den letzten Tagen vor dem Bureau des orleanistischen Journals „Soleil du Midi" zu wiederholten Ruhestörungen ziemlich ernster Art gekommen, zu denen mehrere heftige Artikel des genannten Journals über die Ausweisung des Herzogs von Aumale den Anlaß gaben. Die kürzlich stattgefundenen Nachwahlen zur italienischen Deputirtenkammer sind deshalb bemerkenswerthe, weil bei ihnen der Radikale Cipriani, dessen erste Wahl von der Kammer wegen seines Vorlebens — Cipriani ist ein wegen gemeiner Vergehen verurtheilter Verbrecher — annullirt worden war, wiedergewählt wurde, und zwar sogar doppelt, in Ravenna und Forni. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Kammer auch diesmal die Wahl Cipriani's nicht bestätigen wird, was doch dessen Wähler eigentlich hätten voraussehen müssen; im Uebrigen läßt der Vorfall das Anstandsgefühl der radikalen und socialistischen Wähler Raoenna's und Forli's in einem ryerkwür- digen Lichte erscheinen. Ueber die orientalischen Angelegenheiten liegt nichts beson- LerS Neues vor. Die Batumsrage scheint einstweilen von dem politischen Tages-Repertoire wieder verschwunden zu sein, besonders da auch die d^m Vernehmen nach scharfe Note, welche das englische Cabinet in dieser Affaire an die russische Regierung gerichtet hat, einstweilen noch nicht im Stande gewesen ist, irgendwelche Wirkungen hervorzubringen. In Nisch ist die serbische Skupsch- tina fleißig bei der parlamentarischen Arbeit und da die Regierungspartei in der Ekupschtina die entschiedene Mehrheit besitzt, geht Alles wie am Schnürchen. Das Cabinet Gladstone hat in zwei kurz auseinander folgenden Sitzungen, am Sonntag und am Dienstag, den Beschluß gefaßt, sofort zurück- zutreten. Lord Salisbury hält sich schon bereit, die politische Erbschaft de» „großen alten Mannes" anzutreten, nur lauten die Mittheilungen über den Gesammt-Charakter des künftigen englischen Cabinets noch immer verschieden, so daß man in dieser Hinsicht erst noch eine weitere Klärung der Lage in England abwarten muß. Der in Mexico ausgebrochene Aufstand scheint für die mexi- canische Regierung vorläufig keinen besorgnißerregenden Charakter entwickeln zu wollen. In einem bei Matamoros stattgesundenen Zusammenstöße zwischen einer Schaar Insurgenten und einer mexicanischen Truppenabthellung erlitten die ersteren starke Verluste. Mehrere aus amerikanisches Gebiet übergetretene Aufständische sollen von dm amerikanischen Grenztruppen gefangen genommen und erschossen worden sein. Darmstadt, 20. Juli. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 21) enthält: 1. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Betätigung von Stiftungen uftb Vermächtnissen betreffend. 2. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1886/87 zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Darmstadt genehmigten Umlagen. 3. Uebersicht der pro 1. April 1886/87 zur Bestreitung der Communal- Bedürfnisse in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Groß-Geran genehmigten Umlagen. 4. Bekanntmachung Großh. Provinzial-Direction Starkenburg, den Steuerausschlag zur Bestreitung der Bedürfnisse der Landjudenschastskasse zu Darmstadt für 1886/87 betreffend. 5. Ordensverleihungen. 6. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Orden». 7. Namensveränderungen. 8. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. 9. Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft: Am 15. Juni hat der Rechtsanwalt Karl Ludwig in Darmstadt die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft beim Oberlandesgericht, am 20. Juni hat der Rechtsanwalt Dr. Karl Koch in Michelstadt die Zulassung zur Rechtsanwalt- schäft beim Amtsgericht Michelstadt, am 1. Juli hat der Rechtsanwalt Karl Dornseiff in Nidda die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Nidda ausgegeben. 10. Ausschließung von der Rechtsanwaltschaft. (Schluß folgt.) Telegraphische Depeschen. VoLff'S Kltot. Torrespoudeuz • Bwteem. Berlin, 22. Juli. Heute Vormittag 10 Uhr fand die Beerdigung des Stadtverordnetenvorstehers Büchtemann vom Festsaale des Rathhauses aus statt. Prediger Nessel, der stellvertretende Stadtverordnetenvorfteher Stryck und Syndikus Zelle hrelten im Saale am Sarge Gedächtnißreden. — Die Gesetze, betreffend die Communalbesteuerung der Offtciere, und betreffend den Beitrag des Staates zu den Kosten des Zollanschlusses der Stadt Altona, sind heute veröffentlicht worden. , , Bad Gastein, 22. Juli. Kaiser Wilhelm machte gestern um 4 Uhr nach dem Diner eine Ausfahrt in der Richtung nach Böckstein und kehrte um 7 Uhr i Bad Kisstngen, 22. Juli. Der österreichische Minister des Auswärtigen, Graf Kalnoky, Ist heute Mittag hier eingetroffen. - Paris, 22. Juli. Freycinet empfing heute Vormittag abermals sourcet, welcher am 29. Juli nach Berlin zurückkehrt, um dort bis Anfang September zu — Heute früh entgleiste bei Saumus unweit Chateau Lavalliere ein Zug der Staatseisenbahn. Zwei Personen wurden getödtet, mehrere verletzt. London, 22. Juli. Salisbury kehrt erst morgen von Paris zurück. Cr will, bevor er zur Königin nach Osborne sich begibt, erst mit stinen freunden sich be- rathen, es findet daher morgen Abend eine Zusammenkunft der Führer der Con- servativen bei Salisbury statt. c, n, .... , „ r ,r, Petersburg, 22. Juli. Der Kaiser nahm die Accredltlve des bayerischen Ge- sandten Gasser und des rumänischen Gesandten Gbika entgegen. «pfalt«. Gießen, 23.Juli. Zur Bildung einer Section Gießen des Deutsch-Ocster- reichischen Alpen-Vereins ist auf morgen Abend 6 Uhr rm Ca 6 Ebel eine. Versammlung projectirt, zu welcher Interessenten freundlichst emgeladen find. — lieber den heute Freitag Abend in Stein's Garten auftretenden schwarzen Künstler Jos 6 R. Br in dis aus Cuba berichtet der „Hann. Cour.": „Der Künstler, welcher jetzt im Palmengarten mit großem Erfolg auftritt, ist rin in Cuba geborener Neger; er ist in der Stadt Havana von einer musikalisch gebildeten Familie erzogen worden. Schon in seiner Kindheit trat er mit seinem Vater und ältesten Bruder öffentlich auf, ging hierauf nach Paris, wo er sich unter den besten dortigen Künstlern immer mehr vervollkommnete. Später durchreiste er auf seiner Künstlerbahn alle großen und kleinen Städte der Vereinigten Staaten von Amerika, Canada, Frankreich, England, Schweden, Norwegen, Dänemark, Rußland, einen Theil von Finnland, Holland; in Deutschland ist er in verschiedenen großen Städten auf- ßetreten. Sein Name ist in allen diesen Orten in gutem Andenken geblieben. Er spricht nicht geläufig deutsch, aber fertig französisch, englisch, italienisch, schwedisch und seine Muttersprache, spanisch. — Der Wettergott steckt hoffentlich am Sonntag sein liebenswürdigstes Gesicht heraus, läßt einmal Laune Laune sein und begünstigt das mit so großen Unkosten verknüpfte Unternehmen des Herrn Secnrius. Wir machen unsere geehrten Leser nochmals auf die interessante Füllung des Niesenluftballons aufmerksam, welche unter den Klängen der Musik stattfindet. Herr Hormann hat eine große Anzahl schattiger Plätze geschaffen durch Ueberspannen von Plantüchern und ein guter kühler Schopven Bier wird die Besucher erfrischen. Der Eingang findet nur von dem Neuenweg aus statt, da die hintere Promenade und Eingang gesperrt wird. Gießen, 23. Juli. Zur Aufsuchung der aus dem hiesigen Provinzialarresthaus entsprungenen beiden Verbrecher ist gestern Abend ein Commando des hiesigen Regiments, bestehend aus 1 Offizier und 25 Mann, in die benachbarten Waldungen aus- gerückt. Gießen, 23. Juli. Bei dem gestrigen Gewitter schlug der Blitz in eine sogen, englische Scheune auf dem Felde bei Gambach ein. Dieselbe brannte total nieder. Universität- - Chronik. Gießen. Die von den Fakultäten der Hochschule für das Jahr 1886—87 gestellten Ausgaben lauten: I. Theologie: „Der Gedankenkreis der Gleichnisse Jesu soll dargestellt und dabei namentlich die polemischen Beziehungen derselben gegenüber den herrschenden jüdischen Anschauungen nachgewiesen werden." II. Jurisprudenz: „Historisch - dogmatische Darstellung der Gestaltung des Patronatsrechtes in den evangelischen Landeskirchen Deutschlands." III. Medicin: 1) für den akademischen Preis: „Zusammenstellung und kritische Würdigung der wichtigsten Desinfectionsmittel bei ansteckenden Krankheiten." 2) für den Preis der Balser-Stiftung: „Es ist durch Versuche an Gesunden und Kranken die physiologische und pathologische Bedeutung des Harn- indtcars festzustellen." IV. Philosophie: a) „Kritische Prüfung der neueren Ansichten Über die Quellen von Wolframs Parzival." b) Die Untersuchungen von Laspeyres in Faucher's Vterteljahrsschrift für Volkswirth schuft und Kulturgeschichte 1870 und 71 über „die Gruppirung der Industrie innerhalb der nordamerikanischen Union" sind nach dem Census von 1870 und dem von 1880 namentlich auch in Bezug auf die seit dem SecessionSkriege etwa stattgefundenen Verschiebungen fort^usetzen. c) „Eine experimentelle Untersuchung über die von C. Bohr gefundenen Abweichungen des Sauerstoffs vom Boyle'schen Gesetz." d) Die nähere Untersuchung der Hypogäasäure. e) lieber den Bau des Steinkanals in der Klasse der Holothurien. — Von Rostock ist der Professor des Kirchen-und Staatsrechts. Dr. Loening, an Stelle des Geh. Justizraths Prof. Dr. Meier, der, wie berichtet, oas Curatorium der Universität Marburg übernimmt, nach Halle berufen. — Der Professor der Zoologie und vergleichenden Anatomie, vr. Goette, ist von Rostock an die Universität Straßburg berufen worden. — Der Privatdocent der Medicin, vr. Gies in Rostock, ist zum außerordentlichen Professor ernannt worden. — Dr. weck. A. Hoffa aus Richmond in Süd-Afrika ist als Privatdocent in die medicinische Facultät der Universität Würzburg ausgenommen worden. — Prof. Dr. Melhorn in Heidelberg ist von der theologischen Facultät zu Heidelberg zum Lic. theol. honoris causa ernannt worden. — Die französische Akademie beauftragte Maxime Ducamp, sie beim 500jähr. Jubiläum der Universität Heidelberg am 2. August zu vertreten. Vermischtes. Annerod, 22. Juli. Am 14. d. Mts. feierte der Gießener Zweigverein der Gustav-Adolf-Stiftung in dem schön gelegenen Annerod sein diesjähriges Jahresfest. In Annerod zum ersten Male wieder seit 17 Jahren. Aber wie ganz anders diesmal als vor 17 Jahren! Damals stand noch das alte baufällige Kirchlein und die Festversammlung war genöthigt, auf die nahe „hohe Platte" auszuwandern, um dort unter Gottes freiem Himmel ihren Gottesdienst zu feiern. Denn das alte, kleine Kirchlein vermochte die Menschenmenge nicht zu fassen, die aus Nah und Fern herbeigeströmt -war. Diesmal war die Umgegend weniger gut vertreten — wohl wegen der zweifelhaften Witterung und der arbeitsvollen Zeit, auch wohl weil das Fest auf einen Wochentag fiel. Einen um so besseren Eindruck machte es, daß die Gemeinde Annerod selbst den Tag ganz wie einen Sonntag beging und daß man Niemand, weder im Dors noch auf den Feldern, mit geräuschvollen, öffentlichen Arbeiten beschäftigt sah. Der Eingang zur Kirche war festlich geschmückt und die wenigen lieben Freunde des Gustav-Adolf-Vereins, die sich aus Gießen und den nächsten Ortschaften eingefunden hatten, füllten denn auch wirklich das schöne, neue Gotteshaus fast bis auf den letzten doß kaum noch gesagt werden konnte, wie so manchmal, wenn es sich um eine kirchliche tfeier handelt: „Es ist aber noch Raum da!" Und es hat's auch gewiß Niemand bereut, der gekommen war. Denn der Verlauf des Festes war ein recht gclungencr und soll durch ein GustamAdols-Fest ganz besonders die Theilnahme und das Gefühl des Mitleids mit denjenigen unserer evang. Glaubensbrüder geweckt werden, die eines geordneten Gottesdienstes entweder noch ganz entbehren oder die sich oft genug in der elendesten Welse für die Befriedigung ihres kirchlichen Bedürfnisses behelfen a roaJ. ote§ gewiß in dieser schönen, neuen Kirche der Fall, auf die einer der beiden Festprediger aus uberwallendem Herzen das Psalmwort angewandt hatte: „Wie lieblich find deine Wohnungen, Herr Zebaoth! (Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhofen des Herrn, mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Denn der Vogel hat fein Hans gefunden und die Schwalbe ihr 9left, nämlich onne Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott!)" Es kam uns vor als erfasse dies Gefühl auch wirklich die ganze Festversammlung, als der Gottesdienst mit dem herrlichen Lied begann: „Wach auf, du Geist der ersten Zungen!" Dann hielt der Ortsgeistliche eine ausführliche, für den Tag berechnete Liturgie, an der sich der um die Hebung des Kirchengesangs beinühte Gesangverein, unter der Leitung des Herrn Kämmerer von Gießen, durch den Vortrag zweier Lieder betheiligte. Nur wäre der Eindruck der Liturgie noch wirkungsvoller gewesen, wenn sich der Gesangverein auch noch weiter an den Responsorien betheiligt hätte. Zwischen dem 1. und dem 2. Vortrag des Vereins bestieg Herr Pfarrer Welte von Melbach die Kanzel und erbaute die andächtig lauschende Gemeinde durch eine gediegene Predigt über Phil 1 3—n Thema: „Unsere Gemeinschaft am Evangelium — der Grund unserer Festfreude" Theile: 1) Unsere Freude flieht sich kund als Freude am Besitz des Ev., 2) als Freude am Wirken im Dienst des Eo., 3) als Freude über den sicher verbürgten Sieg ves Ev. 0 Den Rechenschaftsbericht erstattete in ausführlicher Weise Herr Gymnasiallehrer lamm von Gießen, der anstatt des durch schweres, häusliches Kreuz am Erscheinen verhinderten Herrn Kirchenraths Dr. Strack auch das Präsidium übernommen hatte» Aus dem Rechenschaftsbericht, hinter dessen irockenen Zahlen, wie bemerkt wurde» lebendige, bedeutungsvolle Thatsuchen stehen, ging hervor, daß die Sache des Gustav- Adolf-Vereins noch immer in erfreulichem Fortgang begriffen sei. Dann erfolgten noch mehrere nothwendig gewordene Ergänzungswahlen für die durch den Tod aus- geschiedenen Herren Justizrath Dr. Dornseif von Gießen und Bürgermeister Wagenbach von Altenbuseck, denen ein warmer Nachruf gewidmet wurde. Auch des. dritten in den Ruhestand zurückgetretenen Mitglieds Herrn Pfarrer Welker von Kirchberg wurde in anerkennender Weise gedacht. Im Nachmittagsgottesdienft, der nach l'/rstündiger Pause begann, um 2Vz Uhr» und der abermals Gelegenheit gab, den neuen, schönen Altarschmuck, den das Diakonissenhaus zu Neuendettelsau geliefert hat, zu bewundern, that Herr Dekan. Wahl von Trais-Horloff selbst an unserem Zweigverein ein Liebeswerk, indem er der auch jetzt wieder zahlreich erschienenen Gemeinde auf Grund von 1. Joh. 3 V. 16—18 warm und anschaulich vor Augen malte: „Der Gustav-Adolf-Verein ein Liebeswerk 1) wem gilt es, 2) wer soll es treiben, 3) wie soll es getrieben werden?" In der Zwischenzeit, zwischen dem 1. und 2. Gottesdienst, war auch in der Steller'schen Wirtschaft, in der Krone und an anderen Orten für die leibliche Erquickung der Gäste wohlgesorgt. Die Collecte betrug 38 JL — Wir hoffen, daß das schöne Fest einen bleibenden,, gesegneten Eindruck bei allen Betheiligteu zurückgelassen und zur Freude über die Gemeinschaft am Eo. beigetragen hat. — Das Schreiben, welches der Großherzog von Baden betr. der Heidelberger Jubiläumsfeier an den Kaiser richtete, lautete: Durchlauchtigster, Großmächtigster Kaiser und König! Hochgeehrter Herr Vetter,. Bruder und Schwiegervater! Die Universität Heidelberg gedenkt in der ersten Augustwoche des laufenden Jahres die Jubelfeier ihres 500jährigen Bestehens in festlicher Weise zu begehen. Es ist das erste 500jährige Jubiläum einer deutschen Hochschule, einer Hochschule, welche sich stets auch der hohen Aufgabe bewußt war. eine Pflanzstätte deutschen Geistes, eine Pflegerin des Gefühles geistiger Zusammengehörigkeit in den deutschen Stämmen, ein Hort der Einheit deutschen Wesens in gemeinsamer Förderung deuischer Wissenschaft zu sein. So fft es gewiß nur natürlich, daß die Blicke der zur Jubelfeier bereiten Karola - Ruperta Ew. K. und K. Majestät sich zuwenden,, daß sie mit allen Theilnehmern am Feste freudigst dem Gedanken sich hingeben möchte,, mit Allerhöchstdemselben in der Feier ihres halbtausendjährigen Bestandes sich vereinigt zu fühlen und dem erhabenen Begründer des deutschen Reiches, dem mächtigen Schirmherrn deutscher Wissenschaft, ihre ehrfurchtsvolle Huldigung darzubringen. Wenn ich als Rector der altehrwürdigen Hochschule auch nicht wagen kann, Ew. K. und K. Majestät eine Einladung zur Allerhöchsteigenen Gegenwart bei der Jubelfeier zu unterbreiten, so möge es mir doch gestattet sein, Allerhöchstem Ermessen zu unterstellen, ob Ew. Majestät nicht geruhen wollen, durch Entsendung eines Vertreters beb dem bevorstehenden Feste Allerhöchstsich zu betheiligen und damit demselben die schönste Weihe zu verleihen. Eine gütige Ausnahme dieser Anregung wird mich mit besonders freudiger und dankbarer Stimmung erfüllen. Mit Vergnügen ergreife ich. den Anlaß zur Versicherung der höchsten Verehrung, womit ich unwandelbar zu sein die Ehre habe Ew. K. u. K. Majestät gehorsamwilligster Vetter, Bruder und Schwiegersohn. (gez.) Friedrich. Schloß Baden, 23. Juni 1886. An Se. Majestät Wilhelm I4. deutschen Kaiser und König von Preußen. Die Antwort des Kaisers ist bereits mitgetheilt worden. — Folgende Anekdote vom Kaiser Wilhelm wird aus Ems berichtet: Ein Beamter nahm in dem genannten Kurorte die am frühen Morgen einlangenden Journale in Empfang und bezeichnete mit rother Tinte die Aufsätze, die dem Kaiser zur Kenntnife gebracht werden sollen. Vor einigen Tagen nahm der Kaiser seinem Vorleser zufällig ein Blatt aus der Hand und ließ sich über die Bedeutung der Striche unterrichten. Hierauf sagte er dem Secretär: „So, mein Bester, jetzt bitte noch einmal anzufangen; lesen Sie mir aber nur das vor, was nicht roth an- gestrichen ist." Kassel, 20. Juli. Ein hiesiger Kaufmann hatte in 17 Zeitungen ein Heiraths- Sesuch tnferiren lassen und erhielt innerhalb acht Tagen nicht weniger als 436 Offerten mit Photographien. Darunter waren 41 Damen unter 20 Jahren, 86 zwischen 20 unb 25 Jahren, 139 zwischen 25 und 30 Jahren, 170 über 30 Jahre. Die Jüngste Zahlte 18 und die Aelteste 53 Jahre. Die meisten hatten kein Vermögen angegeben die übrigen behaupteten aber, ein verfügbares Kapital von 3000 bis nahe an 80 000 Jtt zu besitzen. Außer diesen Offerten erhielt der Herr auch noch 27 Briefe humoristischen-. Inhalts. (Was soll der unglückliche Mann nun thun?) ... — sEin verschluckter Kirschkern.) In der Klinik des Professors Billroth wurde inngst eine Operation vorgenommen, die an Complicirtheit und Schwierigkeit den sensationellen Magen-Resektionen kaum nachstehen dürfte. Eine Frau, die schon lange KU an hochgradiger Verengerung der Speiseröhre litt, hatte das Unglück gehabt, einen Kirschkern zu verschlucken, der sich oberhalb des Magens festsetzte unb verhinderte, daß irgeno welche feste oder flüssige Speise hätte genommen werden können. Die Frau, war deni Hungertobte preisgegeben, wenn es nicht gelang, das Hinderniß zu beseitigen In der Klinik, wohin die Patientin gebracht wurde, versuchte man, den Kern zunächst auf dem natürlichen Wege, durch Einführung eines Instruments in den Schlund, zu entfernen, aber ohne Erfolg. Hierauf wurde, um die Biegung vom Munde in die Kehle ju vermeiden, am Halse der Patientin eine Oessnung gemacht und s° mit Drams und Bougies dem fatalen Steine beijufommen versucht; aber auch auf diesem Weg- ^r em Erfolg nicht zu erzielen Der Operateur entschloß sich deßhalb ur Oeffnung des Magens, um von hier aus den letzten Versuch zu unternehmen Dieser- gelang. Em ganzes Anenal von chirurgischen Instrumenten war herbeigeschafft worden und mit einem derselben, das m Form und in Anwendung am besten mit einem Kugelzieher verglichen wird, konnte man den Kirschkern von unten aus der Speiseröhre herausziehen. Des Werteren wurde nun auch alles angemendet, um die Verengerung Speiseröhre zu beheben. Nachdem hierauf die Magenwunde wieder sorgfältig ge- schlosten war, flößte man der Patientin, die m Folge ihres unfreiwilligen dreitägigen Hungers sehr heruntergekommen war, zunächst etwas Wein zur Stärkung ein. Zur «Ä ^ Op/ration we che mehr als zwei Stunden in Anspruch nahm, war selbstverständlich die Narkose nothig gewesen. 1 * “ Schloß Herrenchiemsee wird vom 1. August ab dem Besuche des Publikums unter gewissen Vorsichtsmaßregeln eröffnet werden. * r — xlnc Wollige Bestellung hat ein Hamburger Haus bei einer großen Hut- fa&rif gemacht. Es liefe einen größeren Posten sogenannter Chapeaux claque unfertigen unb zwar von bimmelb auern rosa, hellgrünem unb violettem Seidebezuge Diese Hute sind natürlich nicht für Hamburger Danbys bestimmt - benn mir cioilifirten Europäer bringen es Hochs ens zu rosafarbenen Shlipsen unb Samftrünwfen - onbern werben nach Kamerun gesandt, wo sie hoffentlich zur Neubelebuna des auaenblicklick etwas stockenden Handels mit den Farbigen beitragen werden, Schade, daß beim Aus- geg/n sein wikd, ° am °r,e lf,rer B-Mmmnng fein Schalz oder Oberländer - Eine kaum glaubliche Geschichte wird aus Dortmund berichtet- Ein öert kommt an einem em am gelegenen Teiche vorbei, an de n e"n Mann siebt der seelenruhig zu,,eh, wie zwe. Frauen im Wasser umherwaten Der Lerr'sraat was ii ösä s »üfti säS» s'n LL i«« 9. d. Ms. (Ä'Ä.£ 9'9 parnifonircnben Regiments, wetteten ueraanaen? r°Per' Officiere eines hier sie nach Byron'schem Muster drei Tage ?ang ihren Wein^au^^h!^^ Nh würden. Der Todtenaräber lirfprfp < 11 au§ Todtenschadeln trinken die grauenhaften Gefäße, der Champagner mrb^iS ^'°?cs heimUch bis zum Morgen. Am 7 ds prfrnnF^ ^bcn 0dcert und man zechte tomen, die Aerzte constatirten eine Blutvergiftung und^am ll"^d^s^rlichen Symp- liche nach qualvollen Leiden. Wie aus der ^,-2/ V; ^ ^arb der Unglück- scheinlich aus dem Schädel Leichengift eÄge?ogen ° 6 0c6 ' ®011iafle8 * A'MDd HL des DoriKes Jahres Gothaer M rtzr NS S* noch nicht 5 - sAus bat: Die ichöner bat mein Vaters MM Montag den1 6 Uhr, wirb ei Brenn« u. W. Mabegeleisen ! gegen Baarzadlun Die Güterexpediti __________3 Zwangs« Im Wege des sckn die im E eingetragenen, de flian Henkel Katharine t zu Salzdüde Katastertzmeind ErnMäe: ? W. U. iv. 617,481, 482 Al. 406, 145, Al. 283,319, j 152 am 31. BoiUittc vor dem unter Salzböden, oes Gaßrvirthz °r«d »ersteigen Wetzlar, den «iglichez An Aeikg« ß53'U“ «"ta *• Vh’ufi alt, bei 5115 E N* ober 'W toeoe öanef/en.Wrpa^en *0lnN w, Ääüi ch iumtnk, ngebm^möch'.!, nöes fid) vcr., tat mächtigen wißen. Wenn ^w. & H Subdjtlfiy ssen zu uW Lertietns & demselben bit wird mich mit zen ergrch'e ich ibelbor zu sein mb Schwiegn- at Wilhelm L, berichtet: Ein .ngenden Jom- dem Kaiser zur er seinem Lor- mg der Striche jetzt bitte noch icht roth an- i ein Heiraths- 5 436 Oiserlen ?6 zwischen 20 Die Jüngste en angegeben, an80M^ humoristischen öillroth würbe dwierigkeil den die schon lange i gehabt, einen «hinderte, daß n. Die M B zu beseitigen- 1 Kern zunächst .en Schlund, zu i Munde in bit hl und so mit auch auf diesem sich dMb.rur irbmen. Dieser «schafft worden ften mit.einem to Spult* n jtrtnjcrum »«’■ 2“ udj ««6«. * itr 8*1 S ! \n6 bttmW' AlSnderi^ Achtel: § j«1 S'jti«1 ’ -reite,öfl’ — ^Fortschritte der Lebensversicherung in Deutschlands In den Hildebrand- Eonrad'schen „Jahrbüchern für Nationalökonomie und Statistik" steht demnächst wieder die jährliche Veröffentlichung der bekannten statistischen Arbeit über „Zustand und Fortschritte der deutschen Lebensversicherungs-Anstalten, und zwar für das Jahr 1885 bevor. Wir sind in den Stand gesetzt, schon jetzt einige Hauptergebnisse dieser, auf die amtlichen Berichte von 34 Lebensversicherungsanstalten sich stützenden Untersuchung mitzutheilen. Der Versicherungsbestand der 34 Anstalten erhöhte sich im abgelaufenen Jahre um 27,877 Personen und 157,788,591 X Versicherungskapital. Von letzterer Summe entfielen auf die Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha 23,244,800 X, auf die Allgemeine Versorgungs-Anstalt in Karlsruhe 17,337,673 x, auf die Lebens- versicherungs - Gesellschaft zu Leipzig 17,072,850 X, auf die Lebensversicherungsund Ersparnißbank in Stuttgart 15,654,339 X, auf die „Germania" in Stettin 15,056,937 X. Im Allgemeinen blieb der Zuwachs des Jahres 1885 etwas hinter demjeniaen des Vorjahres zurück. Der Gesammtbestand der Versicherungen betrug Ende des Jahres 727,534 Personen mit 2,816,127,613 X. Auch an dieser Summe ist die Gothaer Bank an erster Stelle, nämlich mit 490,637,800 X betheiligt; nächstdem kommen die Germania mit 286,452,290 X, die Stuttgarter Bank mit 233,228,330 X, bie Leipziger Gesellschaft mit 223,993,950 X, Karlsruhe mit 174,829,892 X, die Concordia in Köln mit 159,781,221 X, Lübeck mit 131,095,455 X, die Berlinische Gesellschaft mit 111,287,736 X, so daß auf diese 8 größten Anstalten also 1811 Mill. X oder fast zwei Drittel der Gesammtsumme treffen. An Versicherungssummen für gestorbene Versicherte wurden im Jahre 1885 ins- gesammt 40,082,153 X ausgezahlt. Unter den reichhaltigen übrigen Nachweisungen des Aufsatzes erscheint die Thatsache von Interesse, daß von den Gestorbenen 14 Procent noch nicht 5 Jahre und 31 Procent noch nicht 10 Jahre versichert waren. , — sAus der Schule.^ Lehrer: „Weißt Du wohl, Hans, wer das gesagt hat: Die schönen Tage in Aranjuez sind jetzt zu Ende?" — Hans: „Jawohl. Das hat mein Vater gesagt, als meine Mutter von der Badereise zurückkehrte!" Kirchliche Anzeige« der Stadt Gießen» Evangelische Gemeinde. G 0 t t e s d i e n st. 5. Sonntag nach Trinitatis, 25. Juli. Vormittags 9S LII»,___________________Entree 50 Pfg. Freitv. Gail sehe Feuerwehr. DLelenigen Kameraden, welche den Feuerwehrtag zu Butzbach besuchen, wollen sich Sonntag Bormittag 11 Uhr bei Mitglied Thoma versammeln. 5328 Der Hauptmann. Herr Oberstlieutenant Bertram war am 17. d. M- zur Audienz nach Darmstadt befohlen; er ist nicht wieder heimgekehrt, weshalb ein Unglück anzunehmen ist. Ueber seinen Verbleib konnte bis jetzt Nichts ermittelt werden. Forderungen an denselben wolle man zur Regulirung binnen 8 Tagen an- melden bei[5314]Dr» Schüler. Rechtsanwalt. Gesellschaft „Heiterkeit u wozu ergebens! einladet Das Comite. CO CO lO Loose zur Lotterie der Stadt Baden-Baden sind zu haben in der Expedition des Gießener An- zeigers, Schulstraße 7. Sonntag den 23. I. Mts. Ausflug nach dem Windhof. 5321 Der Vorstand Samstag Abend 9 Ubr: S r u g st unde. Wieseck. Sonntag den 2S. Juli feiert der Gesangverein „Jugendgrund,“ sein 4. Stiftungsfest verbunden mit Fahnenweihe, ZIEGEL-MASCHINEN für Dampf- und Handbetrieb zur billigsten Herstellung von Mauer-, Fa^on-, Hohlziegeln, feuerfest. Steinen, Röhren, Trottoir, und Flurplatten, französischen Falzziegeln, Kalk- und Cement- steinen, Kohlenbriquettes. Prospecte gratis und franco. LtzuiZ lager, SS Ehrentelä-CölB a. N. Bezugnehmend auf Obiges empfiehlt sich bestens Der Mwirth: Adam Ziegler. 5322 Georg Pfeil und Frau 5316 5289 Ein reinliches Mädchen oder Frau auf sogleich zur Aushülfe in die Küche für einige Wochen gesucht. Näheres in der Exped. Bl. 5299 Mehrere tüchtige Zimmerleute finden noch dauernde Beschäftigung bei Heinrich Ruckstuhl II., Asterweg 50. Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten die traurige Mittheiluna daß unser rnmgstgeuebles Töchterchen Elsa uns heute Mittag 3/.5 Uhr durch den Tod entrissen worden ist. Gießen, den 22. Juli 1886. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.