üNe29. kiriger^ lucht Arbeit lusdeflern! Straße 93. erpttse . 4628 ^vegU. "usfähjgtr Wft einer | Wöhrle. r‘a1 , .,-aA E®» t: )orfiätt. Er- . ifen. (Fort- tanke, t am • Panlenilis. fett iFort- Bukenhardt- | isgrabungen Non Rudolf luftrationen. > Hagenthal ajmann. - ibftißrafy fladj bem - W' MM M Kart Hu» gamemi'chm- von Perga- , ar mit der nit den Gi- I ie vom Per- d Arhenen- Men: Der Einwohner ir Lava. - - Natur- Hau.___ itr rgen ia5eji- y jum W I von eonevtkg'^. | hen gesu-ht, denplatz 4. I 'mir meine 'erei zu bckgen. I ! wan Nr. 143 Donnerstag den 24 Juni 1886 < UM tr i I tr 1 ' II 'itrlliir Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. s*«8^a*2 _ utM m wwiM». SUt ik$" Einladung zum Abonnement -^3 auf den Gießener Anzeiger, Amts- unö flnjeigeöfatt für Öen .Kreis fließen. Der „Gießener AnzeiAer" erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen, incl. der Beilage „Gießener Familienblatter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beigelegt werden. Der Abonnementspreis für den Anzeiger, frei ins Haus geliefert, beträgt 2 Mark 20 Pfg?; für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post abonniren können, 2 Mark ercl. Postgebühr. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, den Anzeiger auch im III. Quartal 1886 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lasten. Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgefälligst aufgeben zu wollen, damit wir vollzählige Exemplare liefern können. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß den Abonnenten des Anzeigers die „Berwaltungsblätter" zum ermäßigten Preise von 50 pro Quartal geliefert werden und ersuchen wir Reflektanten sich des der heutigen Nummer beiliegenden Bestellzettels gefl. bedienen zu wollen. Die Expedition. MWM^WMWWWWWWMWWWWWWWWMWI^W^WWVWWWWIWWMWWWIWWIIWI» —Bit» —BMP Allgemeiner Anzeiger. ♦ Gießen, am 21. Juni 1886. Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir sehen der Einsendung der Verzeichniffe der von Ihnen ausgestellten Bedeckscheine binnen 8 Tagen entgegen. _____________________________________________________Dr. Boekmann.__ Das Großherzoglichc Steucr-Commissariat Gießen. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Allendorf a. d. Lahn, Daubringeu, Garbenteich, Klein-Linden, Lang-Göns, Leihgestern, Steinbach, Treis a. d. Lda. und Watzenborn und Steinberg. Wir müssen Sie um baldigste Rücksendung der Reclamationstabellen ersuchen, da die Bezirks-Commission in den nächsten Tagen hier zusammentreten soll, später einlangende Reclamationen daher vorerst nicht berücksichtigt werden können. Gießen, den 22. Juni 1886. Süffert. ■BaBincagCa—!—MM—P—BWflMMBHMl—WMBB—B——fl—BMBBOO—WMBgMI—My Hl— II111 ■ IIIIII ■ I ■ 11— AuS dem Großherzogthum Hessen. Bei der zweiten Kammer ist ein Antrag des Abg. Schröder eingelausen, dahin gehend: „Die Kammer wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen um 1) umfassende, insoweit nöthig, wie möglich außerhalb des Großherzogthums vorzunehmende Erhebungen zur sorglichen Prüfung der Frage, ob und eventuell aus welchen Grundlagen eine Staatsanstalt zur Versicherung gegen Hagelschaden mit Versicherungszwang errichtet werden kann, wie solche für die Jmmobilien-Brandversicherung seit Menschenaltern in unserem Lande wirksam ist? 2) um geneigte Mittheilung der zusammengefaßten Ergebnisse dieser Untersuchungen und der darauf gegründeten Ansichten über den Gegenstand." Berlin, 21. Juni. In Hoskreisen hat man über das Wohlbefinden des Kaisers in Ems besondere Freude in Rückerinnerung daran empfunden, daß der hohe Herr im vergangenen Jahre so angegriffen dort angekommen war. Es besteht nun die Absicht, an dem Kur- und Reise-Programm des vergangenen Jahres möglichst nichts zu ändern; danach wäre also nach Beendigung der Kur in Ems ein Besuch der Insel Mainau, dann eine dreiwöchentliche Kur in Gastein und darauf ein Aufenthalt auf Schloß Babelsberg bis zur Reise zu den Manö- vern in den Reichslanden zu erwarten, welche auch die Kaiserin zum ersten Male besuchen würde. Dem Vernehmen nach wären bereits Anordnungen sür den Gasteiner Aufenthalt des Monarchen ergangen. Von einer Absicht des Fürsten Bismarck, im August nach Gastein zu kommen, ist hier vorläufig noch nichts bekannt, die österreichischen Blättern entnommene Angabe bedarf durchaus der Bestätigung. — Der Eisenbahnzug, welcher den Kronprinzen nach München führte, entging, wie nachträglich bekannt wird, nur durch die Sorgfalt eines Beamten bei der Einfahrt in Hof der Gefahr der Entgleisung; es mußte ein Schlafwagen ans dem Zuge entfernt werden, an dem ein Radbruch befürchtet wurde, daraus entstand die verspätete Ankunft des Zuges in München- — Die Postanweisungen sür den Inlands-Verkehr und die „internationalen" Postanweisungen werden geändert und einige Zusätze gemacht, um die Absender zur Angabe der Wohnung des Empfängers beziehentlich der eigenen Wohnung zu veranlassen. Die mit Werthstempel versehenen Postanweisungs- Formulare der neuern Art in der Einrichtung sür den Inlands-Verkehr werden bereits geliefert, während mit der Versendung der ungestempelten und der Miterwähnten Formulare Anfangs Juli, beziehentlich Anfangs October begonnen werden wird. Die vorhandenen Formulare sind auszubrauchen und dann erst die neuen Formulare zu verwenden und zu verkaufen. Berlin, 22. Juni. Das Abgeordnetenhaus erledigte die erste Lesung der Weichsel-Rothstandsvorlage, sowie der Vorlage, betr. die Abänderung der Synodalordnung. Die zweite Lesung der beiden Vorlagen findet im Plenum, statt. Die Berathung des Gesetzentwurfs über die Kanton-Gefängniffe in der Rheinprooinz wurde wegen zu schwacher Besetzung des Hauses von der Tagesordnung abgesetzt. Die Vorlage, betr. den Verkehr auf den Kunststraßen, wurde in der vorn Herrenhause beschloffenen Fassung genehmigt. München, 21. Juni. Kammer der Reichsräthe. Die Sitzung begann unt 5 Uhr. Anwesend waren sämmtliche Prinzen, die Minister und fast sämmtliche Reichsräthe. Der Präsident theilte mit, daß er im Namen des Reichsraths der Königin- Mutter condolirt habe. Der Referent des Ausschusses, v. Neumayer, berichtete über die Verhandlungen des geheimen Ausschusses betreffs der Regentschaft und theilte mit, daß der Ausschuß die Doctoren Grashey, Hubrich, Hagen und Müller bezüglich des eingereichten Gutachtens über den Zustand des verstorbenen Königs, sowie in Betreff Details der geistigen Krankheit und über den Sectionsbefund vernommen habe. Die Vernehmung habe sich ferner erstreckt auf die früheren Cabinetssecretäre Ziegler und Müller, sowie die Diener Hesselschwert, Meyer und Belker, welche den König in der letzten Zeit ausschließlich persönlich umgaben, und den Stallmeister Horn, welcher dem Könige Jahre lang nahe gestanden, endlich seien auch noch eine Anzahl minder wichtiger Zeugen vorgeladen worden. Aus dem so gewonnenen Gesammtmaterial stelle sich die Krankheit dar als allmählich hervorgegangen aus der Sucht nach Einsamkeit, so daß dem Könige schließlich der Verkehr mit Menschen wahrhaft entsetzlich erschienen sei, ferner hätten sich furchterregende Wahnvorstellungen entwickelt, während deren der König oft stundenlang herumraste, oft wieder stundenlang festgebannt schien, Messer vor sich zu sehen glaubte 2c., endlich sei eine phantastische Sucht nach Projecten hervorgetreten. Beispielsweise habe der König zweimal Horn nach Kapri gesandt, um die beste künstliche Beleuchtungsart der dortigen blauen Grotte herzustellen. Der König habe Bayern verkaufen wollen, um ein Reich mit absolutistischer Negierungsform zu kaufen und habe die eingesandten Staatsacten und selbst die Gesammtvorstellung des Ministeriums vom 6. Mai den Stallbeamten zur Erledigung überwiesen. Referent erwähnte weiterhin die schweren Mißhandlungen der Bediensteten bei. den geringfügigsten Anlässen, betonte das stete Herumsuchen nach Geld bei allen europäischen Höfen und bemerkte mit Bezug auf die Meldung der Blätter über angebliche Unterhandlungen mit dem Grafen von Paris, die Commission habe in den Acten und aus den persönlichen Vernehmungen absolut keine Andeutungen auf dergleichen gefunden, außer auf einem vom Könige corrigirten Zettel über eine Anfrage um Geld bei dem Grafen von Paris. Die hinterlassenen Tagebücher des Königs seien aus Pietät und weil das anderweit vorhandene Material ausreichend sei, nicht durchsucht worden. Zur Entlastung des Ministeriums hebt der Referent den Bericht des Finanz- Ministers an den König vom 29. Mai 1885 und weitere Berichte hervor, auf welche der Ministerpräsident einen Zettel des Königs erhielt, in welchem ihm aufgetragen wurde, dem Finanzminister einen Verweis zu ertheilen. Am 26. Januar 1886 habe der König an den Minister des Innern Zettel geschickt, nach welchen der Minister im Falle der Nichtbeschaffung von 20 Millionen behufs Fortsetzung der Bauten das Land verlassen müsse. Am 17. April habe der König das Ministerium beauftragt, bei dem Landtage eine Anleiheoorlage für die Cabinetskasse einzubringen, was die Minister abgelehnt hätten. Dies habe den König zu Wuthausbrüchen veranlaßt. Der Referent resümirt schließlich die Darstellung zu dem Anträge auf Genehmigung der Regentschaft. Die Kammer beschloß, die Generaldebatte und die Specialdebatte zusammenzufassen. Der zweite Präsident, Freiherr v. Pfretzschner, erörterte die Verfassungsmäßigkeit des Verfahrens der Minister und erklärte, die Kammer könne dem Prinzregenten das vollste Vertrauen entgegenbringen. Graf Ortenburg bemängelte, daß das Ministerium, welches den Zustand des Königs gekannt, so lange Zeit hindurch von dem geisteskranken Monarchen Staatsacte habe vollziehen lassen, daß die Minister niemals den Versuch zu einem persönlichen Verkehr gemacht und rügt das Vorgehen der Staatscommission in Hohenschwangau und die Verbringung des Königs nach Berg. Redner spricht übrigens sein Vertrauen zum Prinzregenten aus. Ministerpräsident v. Lutz vertheidigt das Verhalten der Minister. Ihr Gewissen sei ruhig und frei. Die Kammern verblüffe die Plötzlichkeit des Verlaufs der That- jachen; das Ministerium habe deren Entwickelung gesehen. Bis Januar 1886 habe das Ministerium nichts von der Geisteserkrankung des Königs geahnt und nur von den Verlegenheiten der Cabinetskasse gewußt. Erst die fortwährenden Anleiheversuche durch untergeordnete Zwischenpersonen hatten das Ministerium auf eine mögliche Geisteskrankheit aufmerksam gemacht. Ende März hätten die ersten Unterredungen mit Dr. Gudden stattgehabt. „Wären wir Psychiater gewesen, wir hätten schon früher angefangen." Lutz hob weiterhin die Schwierigkeiten der Materialbeschaffung und der Zeugenvernehmung und die große Verantwortlichkeit des Ministeriums bei solcher Staatsaction hervor und sagte, das Ministerium wolle lieber den Vorwurf tragen, zu früh vorgegangen zu sein, als zu spät. Die Verhältnisse des Landes seien übrigens hierdurch in keiner Art geschädigt worden. Der Ministerpräsident weist die zahllosen über die Katastrophe verbreiteten Lügen zurück, betont dem Reichsrath Ortenburg gegenüber die Erfolglosigkeit jeglichen persönlichen und schriftlichen Auftretens gegen den König. Der Minister rechtfertigt schließlich die gethanenen Schritte in Füssen, Schwanstein und Berg, er entschuldigt speciell das Verfahren Gudden's. Fürst Löwenstein-Freudenberg glaubt, daß dem zufolge bis jetzt factische Ministerregentschaft herrschte, da die Geistesstörung des Königs mindestens im Auslande längst vermuthet wurde, während das Ministerium bei Conflicten mit der Kammer sich stets auf das Vertrauen des Königs berufen habe. Der Referent verzichtet auf das Schlußwort. Hierauf wurde der Antrag des Ausschusses, der Regentschaft die Zustimmung zu ertheilen, von den anwesenden 48 Reichsräthen einstimmig angenommen. Der Dotationsantrag wurde dem Finanzausschuß überwiesen. Der Präsident schlägt schließlich vor, allen- fallsige Anträge betreffs Interpretation von Titel 10 Kapitel 18 der Verfassung (Beamtenanstellung während der Regentschaft) einem Ausschüsse zu übergeben. Telegraphische Depesche«. telea*. Torresporrdem - Brrrsair* EmS, 22. Juni. Se. Majestät der Kaiser trank heute früh am Kesselbrunnen, machte eine Promenade und nahm einen Vortrag Albedul's entgegen. Zum Diner sind geladen: Der Erbgroßherzog von Oldenburg, der Herzog Georg von Oldenburg, der Prinz Reuß XIII. Hirschberg i» Schl«, 22. Juni. Nachts 2 Uhr erreichte die Bober den höchsten Stand, 4 Meter. Seitdem ist sie um 0,2 Meter gefallen. Auch aus Warmbrunn wird ein Zurücktreten des Zacken gemeldet. Petersburg, 22. Juni. Die Ernennung Urussow's zum Gesandten in Brüssel und Chttrowo's zum Gesandten in Bukarest ist heute officiell bestätigt worden. — Gestern fand in der katholischen Katharinenkirche eine Seelenmesse für den verstorbenen König von Bayern statt. Derselben wohnten bei der Großfürst Sergei als Vertreter des Kaisers und andere Mitglieder des kaiserlichen Hauses, sowie Herr v. Giers und das diplomatische Corps. Lokale». Gießen, 23. Juni. In der vielbesprochenen Streitsache der Stadt Gießen gegen Herrn Gasfabrikanten August Heß ist die mit so großer Spannung erwartete Entscheidung des Schiedsgerichts heute den Parteien eröffnet worden. Dieselbe ist für die Stadt ungünstig ausgefallen. Das Schiedsgericht hat nämlich auf die ihm von den Parteien unterbreitete Frage, „ob bei Feststellung des wirklichen Werthes der Gasfabrik als betriebbarer Anstalt die Betriebsrente durch die Experten in Berücksichtigung gezogen werden solle?" dahin entschieden, „daß bei Ermittlung des wirklichen Werthes der Gasbeleuchtungsanstalt als betriebbarer Anstalt die ihr innewohnende Ertragsfähigkeit mit in Berücksichtigung zu ziehen ist, jedoch nicht nach Maßgabe des bisher that- sächlich daraus gezogenen, sondern nach Maßgabe der durch die Gasherstellungskosten, die Höhe des Gasconsums und die entsprechenden Preise bedingten Rente. Die Kosten der Abschriften und Zustellungen des Schiedsspruchs trägt jede Partei zur Hälfte, die Anwaltskosten hat jede Partei selbst zu tragen." Die Aufnahme der sehr umfangreichen und in hohem Grade interessanten Ent- fcheidungsgründe würde den Raum dieses Blattes überschreiten; sie sollen jedoch in Nr. 7 der Verwaltungsblätter wörtlich veröffentlicht werden. Mit Rücksicht auf das hohe Interesse, welches wohl sämmtliche Einwohner der Stadt Gießen an dieser wichtigen Entscheidung nehmen, soll die Nummer der Verwaltungsblätter statt am 1. Juli schon morgen erscheinen. Gießen, 23. Juni. sSch w urgericht.j Vor den Schranken dieses Gerichtshofs stand gestern der Gemeinde-Einnehmer Johannes Möbs IV. von Nieder-Mörlen wegen Verbrechens im Amt. Derselbe war beschuldigt, in mehreren Fällen Geldbeträge, welche er in amtlicher Eigenschaft eingenommen resp. in Gewahrsam gehabt, unterschlagen und in Beziehung auf die Unterschlagung unter Beibringung falscher Belege die von ihm geführten Bücher unrichtig geführt und verfälscht zu haben. Aus den Verhandlungen entnehmen wir Folgendes: Möbs war im Jahre 1884 wegen einer von ihm zum Nachtheil des Heinrich Brauburger in Nieder-Mörlen begangenen Fcldpolizeiübertretung in eine Geldstrafe von 6 JL und eine Entschädigung von 3 JL verurtheilt worden, welche Beträge er auch bezahlt hat. Am Schlüsse eines Rechnungsjahres werden die in einer Gemeinde erhobenen Entschädigungen vom Rentamt zur Auszahlung angewiesen und so erhielt auch Rechner Möbs bezüglich mehrerer derartiger Posten, darunter auch derjenige Brauburgers, Auftrag zur Vertheilung an die Bezugsberechtigten. Anstatt wie vor- geschriebcn, alsbald nach Empfang der bezüglichen Anweisung den erforderlichen Eintrag in seine Bücher vorzunehmen, unterließ Angeklagter jedoch dieses bis zum 23. Mai 1885, an welchem Tage er den Eintrag als „bezahlt" vollzog. Gleichzeitig fertigte er selbst eine Quittung aus, in welcher er den Empfang von 3 JL Entschädigung mit der Unterschrift „Heinrich Brauburger" bescheinigte. Brauburger hatte längere Zeit auf Zahlung der ihm zustehenden Entschädigung vergeblich gewartet, weshalb er sich an mehrere Stellen und Beamte, schließlich auch an den Gcmeinderechner Möbs wandte. Derselbe erbot sich auch zur Auszahlung und legte dem Brauburger eine von ihm ausgefertigte Quittung zur Unterschrift vor. Brauburger verweigerte jedoch Annahme der Zahlung, da ihm die bezügliche Quittung nicht vorschriftsmäßig dünkte. Er erzählte die Sache nun weiter und führte dann schließlich bei Großh. Kreisamt Friedberg Beschwerde. Möbs, dem dies zu Ohren kam, ließ nun durch seine Freunde, den Caplan Günther in Nieder-Mörlen vermittelnd in die Sache eintreten, welcher darauf dem Brauburger die ihm gebührenden 3 Jü behändigte. Der zweite Fall, welcher dem Angeklagten zur Last gelegt wird, betrifft ebenfalls die Auszahlung zweier dem Caspar Wagner in Nieder-Mörlen zustehenden Feldentschädigungsposten im Betrage von 20 und 60 Pfg., deren Empfang von Wagner entschieden bestritten wird, trotzdem Möbs in seinen Belegen Quittung des Wagner besitzt. Wagner bestreitet die Unterschrift als nicht von ihm herrührend. Der dritte, dem Möbs zur Last gelegte Fall betrifft eine der Marie Scheibe! von Nieder-Mörlen aus der Gemeindekasse dortselbst zu zahlende Vergütung für Arbeitslohn. Die Scheibe! hatte lange Zeit auf Auszahlung des Geldes vergeblich gewartet und ging deshalb zu Möbs, um solches in Empfang zu nehmen. Möbs zahlte das Geld auch aus, ließ jedoch die Quittung von einer seiner Töchter, nicht aber von der Empfängerin des Geldes unterzeichnen mit dem Bemerken, der Beleg sei schon weggeschickt. Bei den Rechnungsbelegen befand sich eine gefälschte Quittung mit der Unterschrift: „Marie Lcheibel". Der Angeklagte giebt im ersteren Falle die Fälschung der Urkunde zu, in den beiden anderen jedoch stellt er solche entschieden in Abrede. Die Quittung des Brauburger will er, da der Termin zur Rechnungslegung nahe gewesen, selbst angefertigt und unterschrieben, jedoch später die Auszahlung vergessen haben. Es wurden eine Reihe von Zeugen vernommen, welche im Wesentlichen die dem Angeklagten zur Last gelegten Thatsachen bestätigten. Die Geschworenen bejahten von den ihnen vorgelegten Schuldfragen nur die ..A^ der Angeklagte schuldig, die Quittung des Brauburger über 3 «M. Feld- cntschädigung fälschlich angefertigt und davon zum Zwecke der Täuschung Gebrauch gemacht zu haben? mit mehr als 7 Stimmen, worauf die Staatsanwaltschaft eine Gefängnißstrafe von 6 Monaten beantragte. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten wegen einer Urkundenfälschung zu 4 Monaten Gefängniß; wegen der übrigen unter Anklage gestellten Delicte erfolgte Freisprechung. Die Verhandlung schloß erst gegen 11 Uhr Abends. Universität» - Chronik. Marburg, 22. Juni. Der Oberbibliothekar der hiesigen Universitätsbibliothek, Professor Dr. Cäsar, ist gestorben. Halle a. S. Der Geheime Justizrath Professor Ernst Meier Hierselbst ist zum Curator der Universität Marburg ernannt worden. vermischte». Reiskirchen, 21. Juni. Gestern fand unter Betheiligung der meisten Ortsbewohner die Einweihung des fast gänzlich umgebauten und vergrößerten Schulhauses statt, wobei uns die Herren Kreisschulinspector Büchner und Kreisingenieur Gnauth mit ihrem Erscheinen beehrten. Ersterer hielt vor versammelter Gemeinde am Eingänge des Hauses eine längere Rede, worin der inzwischen in's Leben getretenen 2. Schulstelle näher gedacht, Hufgabe und Wichtigkeit der Volksschule als Hauptträger des Staates neben Kirche und Familie betont und recht beherzigenswerthe warme Worte über Erziehung und Unterricht gesprochen wurden. Herr Gnauth erwähnte dankend das bereitwillige Entgegenkommen des Ortsoorstandes bei seinen Functionen als Techniker und Herr Lehrer Schäfer zollte allen denen, welche bei dem Aufbau dieses Hauses und der Errichtung der 2. Schulstelle gütigst mitgewirkt und thätig gewesen, Worte des Dankes. Zwischen den einzelnen Ansprachen trugen die Schüler geeignete Lieder vor. Nach dieser Feier wurde unter Vorantritt der Vorstände des Orts den Kindern ihre Plätze in den Sälen angewiesen und Backwerk an dieselben vertheilt, während die Vorstände unter Führung der Herren Büchner und Gnauth das ganze Haus einer eingehenden Besichtigung unterzogen, welcher später die übrige Ortsbewohnerschaft und Freunde des Schulwesens abtheilungsweise folgten. Besonders gut gefiel der recht geräumige und freundliche neue Saal mit seinen für 72 Schüler eingerichteten schönen Subsellien, aus der Fabrik des Herrn Carl Esäßer zu Schönau bei Heidelberg hervorgegangen. Das Haus selbst, inmitten eines freundlichen Gartens gelegen, umfaßt die beiden Lehrsäle und recht geräumige Lehrerwohnungen und gereicht Kreisingenieur Gnauth, Bezirksbauaufseher Ma ring er und allen daran Theil genommenen Arbeitern zur Ehre; für unser Dorf bildet es eine wahre Zierde. Nur erscheinen uns die Umfangswände von 15 Ctm. Stärke bei der freien Lage etwas schwach. Hoffen wir, daß, nachdem nun die gegenwärtig 739 Köpfe zählende Schuljugend besser herangebildet und erzogen werden kann, als solches je dahier geschehen, der Segen für unsere leider in Parteien zersplitterte Gemeinde nicht ausbleibe und Friede, Zucht und Frömmigkeit mehr und mehr Einkehr halten mögen. Friedberg. Einem hiesigen Manne, der seine Frau mißhandelt hatte, war dieselbe durchgegangen. Nachdem sie durch Gensdarmen wieder geholt worden war und vor Gericht die Beilegung der ehelichen Zwistigkeiten versucht wurde, sagte die Fran dem Manne und der Mann der Frau Allerlei, wodurch eine ganze Reihe von Diebstählen an Leder, Silber rc. rc. an den Tag kam und wodurch weitere Personen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Im Ganzen sind bis jetzt 6 Personen in Haft genommen worden und sollen noch weitere Verhaftungen in Aussicht stehen. Bad-Nauheim, 20. Juni. Der Erbgroßherzog von Baden kommt erst Anfangs dieser Woche. Am 17. Juni traf der Fürst zu Isenburg und Büdingen, sowie Prinzessin Elisabeth nebst Gefolge hier ein und stiegen in der Villa Reich ab. Als behandelnder Arzt wurde Dr. Schott empfangen. Die Saison ist eine noch bessere, als die vorjährige. Darmstadt, 21. Juni. Für die Jubelfeier unserer technischen Hochschule ist eine außergewöhnlich große Betheiligung zu erwarten. Obwohl die zur Anmeldung bestimmte Frist erst in mehreren Tagen abläuft, ist die Zahl der angemeldeten Theil- nehmer bereits eine bedeutende. In sehr erfreulicher Weise nehmen auch Schulen, Corporationen rc. des Großherzogthums und von auswärts lebhajten Antheil an der bevorstehenden Feier und haben beschlossen, Deputationen mit Glückwünschen zu entsenden; so die Universität Gießen, der Mittelrheinische Architecten- und Jngenieuroerein, die Elektrotechnische Gesellschaft in Frankfurt a. M., der Lokalgewerbverein in Darmstadt, der Frankfurter Bezirksverein deutscher Ingenieure, der Mannheimer Bezirksverein deutscher Ingenieure rc. Auch die früheren und die derzeitigen Schüler der Hochschule werden Glückwünsche darbringen. Frankfurt a. M., 18. Juni. Bankier Eduard Wohlfahrt, welcher durch seine Heirath mit den exclusivsten Frankfurter Familien in verwandtschaftliche Beziehungen getreten und in Folge meiner noblen Manieren in der vornehmen Gesellschaft ein gern gesehener Gast war, ist, nachdem er das ganze Vermögen feiner Frau an der Börse verspielt und die ihm anvertrauten Depots ebenfalls unterschlagen hat, flüchtig geworden. Eine Anzahl von Personen verlieren ihr ganzes Vermögen durch denselben. Nach dem „Franks. Journal" sind bis jetzt 2,570,000 JL angemeldet und übertreffen diese Unterschlagungen noch weit diejenigen der Gebr. Sachs. — König Ludwig II. war eines Tages im Sommer 1871 plötzlich spurlos verschwunden aus München und konnte trotz der eingehendsten Nachforschungen in keinem einzigen seiner zahlreichen Schlösser aufgefunden werden. Helle Verzweiflung des Ministeriums! Man wird die Desperation eines Kronrathes begreiflich finden, der wichtige Staatsgeschäfte zu erledigen hat und dem der Monarch abhanden gekommen ist. Die Jagd auf den König wurde also mit wahrer Verzweiflung betrieben, jedoch resultatlos. Da kam wie ein Lichtstrahl aus Berlin die vertrauliche Meldung, daß man König Ludwig von Bayern auf der Durchreise in einem der französischen, noch von deutschen Truppen besetzten Bahnhöfe gesehen habe. Derselbe Tag brachte weitere Details. Des Königs Durchreise in der Richtung von Paris war nämlich aus Toul signalisirt worden, wo ein bayerischer Feldgensdarm den König bestimmt erkannt haben will. Sofort lösten zwei bayerische Minister in Begleitung des Generals v. Orff Bahnkarten nach Toul und befragten den Gensdarmen. Dieser Mann der Ordnung, welcher zwei Jahre vor dem Kriege Unterbereiter im königlichen Marstalle war, erklärte bestimmt, er habe in dem fraglichen Passagier, dessen Legitimation auf den Namen Sebastian Langhammer, Handschuhmacher aus Regensburg, lautete, an der eigenartige Bartform und an einer gewissen Schulterbewegung den König erkannt. Tie Minister fuhren nun weiter nach Paris, nachdem sie vorher noch ein Telegramm an die Polizeidirection nach Regensburg gesandt. Die Antwort war, daß es in Regensburg überhaupt keinen Langhammer gebe. Es war also Klarheit gegeben — der Paß war gefälscht. In Paris logirten sich die drei Königsjäger im Grand Hotel ein und stürzten sich kopfüber in den Strudel des Pariser Lebens, um ihren verlorenen Souverän herauszufischen. Unterdeß saß König Ludwig in aller Gemüthsruhe in einem kleinen Hotel garni; ja, man behauptet sogar, daß er einst von dem Dachsitze eines Omnibus die drei Königsjäger in einer schönen Equipage an sich vorüber rollen gesehen habe. Den Herren war aber durch eine Laune des Königs noch eine neue Schwierigkeit erwachsen: sie suchten Herrn Sebastian Langhammer, und diesen gab es nicht mehr in Paris, denn der König hatte inzwischen diesen Namen abgelegt und aus d-m besu^ v -c. mte und w v'xxlcj Schi ALL»»06 sS die drei genannten potkugel, die er aU5 dem rechten t*“'-Sie Mi Isuch-Ui-, um bei Glückwünsche darzr besonders seitdem präsidirt jetzt regel! nehmen. Trese D weg musikalisch, und die Ehrendam Hört die Kaiserin i niemals ein Wort; innerung W Hascher Eichenwald Spaziei sonntäglich besucht den Gottesdienst; lebendiger. JhrI Leitung des ganze Oberst Dupont voi — Die Ge zum 15. Septembei ^halten und Entsc Md die einstweiligi Dermiethern und 3 Benutzung und Rii die Miethsräume e Fortsetzung eines a auch andere Sacher als Feriensachen be verfahren und das 3ubn Die bei E neuen Hirch« vorkommenden Ä terialliefeiungen, a. Mauerarbeit d- Steinhauerar e. Zimmerarbeit ei. Dachdeckerarb e- Schreinerarbe f- Schlosserarbei g- Glaserarbeit h- Weihbinderar J- Msterarbeit *• Spenglerarbe • ^serung vc Ar. Kalk, A Zement und fc aufbem A ®,£ta8 de» Wen werb"“ ^Mguud H-NU 9„ i“ Msjeld ®tetjei^neter' St STrR Ä» w ** Bürget -—Brod »i Vtr *b°Ä? 6(11 2 An Sn b 'S/ Sp-n 4*‘i' ben % «i! dem Regensburger Handschuhmacher war der Wiener Privatier Pichler geworden. Er besuchte von Paris Versailles und Fontainebleau. Die Excellenzherren suchten weiter, und wer weiß, wie lange die Königsjagd noch gedauert hätte, wenn ihnen nicht eines Morgens der Telegraphenbote im Grand Hotel eine Depesche des Königs gebracht hätte, die aus Schloß Berg datirt war. In ziemlich scharfer Weise enthielt sie für die Herren Minister die kategorische Aufforderung, von ihrer „aus eigener Machtvollkommenheit ohne königlichen Urlaub angetretenen Auslandsreise" unverzüglich Lurückzukehren. — Ein entsetzlicher Unglücksfall hat sich am Pfingst-Sonntag in der chemischen Fabrik zu Aussig ereignet. Drei Personen haben in Folge Einathmens von Schwefelwasserstoffgasen den Tod gefunden. Die drei in der Fabrik beschäftigten Arbeiter, Joseph Schulze, Joseph Eberhardt und Anton Tschapek, traten nämlich Sonntag Vormittag 11 Uhr, nachdem sie den Tag zuvor frei hatten, die Arbeit an. Schulze stand in der Abtheilung der Kupfervitrislgewinnung in Verwendung, während Eberhard und Tschapek bei den Filtrirpressen verwendet wurden. In der Mittagspause kamen nun Eberhard und Tschapek zu Schulze auf Besuch und da er sich mit ihnen unterhielt und plauderte, vergaß er, das Ventil der Salzsäureröhre zu schließen und jenes der Röhre, wodurch die Gase, zumeist Schwefelwasserstoffgasse, entweichen sollten, zu öffnen. In Folge dessen füllten die Gase gar bald das Arbeitslocal und die drei genannten Arbeiter, welche die Gase einathmeten, fanden hierdurch den Erstickungstod. — Vorige Woche wurde einem Bergmanne in Langendreer eine Chassepotkugel, die er in der Schlacht vom 16. August 1870 vor Metz erhalten hatte, aus dem rechten Kniegelenk entfernt. Die Kugel war in eine dicke Schleimhaut gehüllt. — Die belgische Königs-Familie begab sich vor einigen Tagen nach dem Schlosse Bouchoute, um der Kaiserin Charlotte zu ihrem sechsundvierzigsten Geburtstage ihre Glückwünsche darzubringen. Der Zustand der Kaiserin hat sich gebessert, sie ist ruhiger, besonders seitdem ein ausgezeichneter Specialist, Dr. Smets, sie behandelt. Sie präsidirt jetzt regelmäßig der Mittagstafel, an der aber nur ihre acht Edeldamen theil- nehmen. Diese Damen, die aus der Brüsseler Aristokratie gewählt werden, sind durchweg musikalisch. Die Kaiserin selbst ist eine vorzügliche Klavierspielerin, spielt täglich, und die Ehrendamen spielen entweder mit ihr vierhändig oder tragen Musikstücke vor. Hört die Kaiserin mit dem Spiel auf, so stickt sie leidenschaftlich. Dabei spricht sie niemals ein Wort; von Zeit zu Zeit sucht ihr Auge etwas; sie scheint nach einer Erinnerung zu Haschen. Zweimal täglich macht sie in dem schattenreichen Park und im Eichenwald Spaziergänge, aber auch hierbei ist sie gewöhnlich ganz schweigsam. Allsonntäglich besucht sie die Kapelle des Schlosses, der Pfarrer der Gemeinde Moysse hält den Gottesdienst; sobald die Orgel ertönt, belebt sich ihr Blick und sie selbst wird lebendiger. Ihr gejammter Hofstaat besteht jetzt aus fünfzig Personen; die Aufsicht und Leitung des ganzen Hauswesens, des Personals und Schlosses ist dem pensionirten Oberst Dupont vom Könige übertragen. — Die Gerichtsferien nehmen am 15. Juli ihren Anfang und dauern bis zum 15. September. Während der Ferien werden nur in Feriensachen Termine ab- gehalten und Entscheidungen getroffen. Dies sind folgende: Strafsachen, Arrestsachen und die einstweilige Verfügung betreffende Sachen, Marktsachen, Streitigkeiten zwischen Vermiethern und Miethern von Wohnungs- und anderen Räumen wegen Ueberlassung, Benutzung und Räumung derselben, sowie wegen Zurückhaltung der von Miethern in die Miethsräume eingebrachten Sachen, Wechielsachen und Bausachen, wenn über die Fortsetzung eines angefangenen Baues gestritten wird. Es können jedoch auf Antrag auch andere Sachen, wenn sie einer besonderen Beschleunigung bedürfen, vom Gericht als Feriensachen bezeichnet werden. Das Mahnverfahren, das Zwangsvollstreckungsverfahren und das Concursverfahren wird durch die Gerichtsferien nicht unterbrochen. Auch sind die Gerichtsferien auf die Angelegenheiten der nicht streitigen Gerichtsbarkeiten ohne Einfluß. Genf, 18. Juni. Heute Vormittag um 10 Uhr entstand in der Universität zwischen zwei Studenten, Soltianow von Torno (Bulgarien) und Pagan (Genf) ein Streit; letzterer warf den ersteren zu Boden, dann wollte Soltianow auf Pagan einen Schuß abfeuern, das Pistol fiel jedoch zu den Füßen eines Professors und der Schuß ging los. Soltianow wurde sofort in's Gefängniß abgeführt. Der Vorfall erregte großes Aufsehen. — sFesthaftender Oelanstrich auf Zinkblechs Bekanntlich haftet ein Oelfarben- anstrich auf Zinkblech, namentlich, wenn solches der Witterung ausgesetzt fist, nur mangelhait. Um diesen Uebelstande abzuhelfen, wird empfohlen, vor dem Anstrich das Zinkblech mit nachstehender Beize zu überziehen. Rian löst 1 T. Kupferchlorid, 1 T. salpetersaures Kupferoxyd und 1 T. Salmiak in 64 T. Wasser, dem man 1 T. rohe Salzsäure zusetzt. Mittelst eines breiten Pinsels wird das Zinkblech mit dieser Flüssigkeit bestrichen, worauf es eine tiefschwarze Farbe annimmt, welche sich nach dem Trocknen (in 12—24 Stunden) in eine dunkelweißgraue Rüance verwandelt, auf welcher nunmehr jeder Oelfarbenanstrich fest und dauernd haftet. Geschichts-Kalender. 24. Juni. 1789. Silvio Pellico, italienischer Dichter, geboren. 1812. Napoleon überschreitet den Niemen mit 450,000 Mann. 1848. Vollständiger Ausbruch des Arbeiteraufstandes in Paris. In den besten Gesellschafts-Kreisen wird Wtdtfeldt's Aachener Magenbehagen den renommirtesten Liqueuren oorgezogen. Niederlage bei Emil Fischbach. 4644 Rein seidene Stoffe Mk. 1.35 Pf. per Meter, sowie d Mk- 1.80 Pf. und 220 bis 9.80 (farbig, gestreifte und carrirte Dessins) vers. in einzelnen Roben u. Stücken zollfrei in's Haus das Seidenfabrik-D^pot 6- Henneberg (K. u. K- Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto. 497 Notiz! Man kann bei den sich massenhaft mehrenden zweifelhaften Mitteln gegen Haarleiden nicht genug auf das bereits 18 Jahre sich bewährende, von Autoritäten empfohlene, sich durch Güte und Billigkeit auszeichnende Haarwasser v. Retter, München aufmerksam machen, welches wirklich leistet, was es verspricht: Conservirung und Kräftigung der vorhandenen Haare, Reinigung von Schuppen, weich und glänzend machen der Haare nebst Festhalten des Scheitels. 1117 Zu haben um 40 Pfg. und Mk. 1.10 bei I. H. Fuhr, Sonnenstraße. prakL n. Speedalarzt für Haut-, Frauen • u. Ge- schlecht« krankhelten (Syphilis)etc. Frankfurt a. M. Stiftatr. 22, fr. Aaaist. Prof. Bicord’«. Auev. hriefl. OV Temperatur der Lahn. Am 23. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 11°, Luft 12° R. im Schatten. L. Chr. Rübsamen. Dr. Gensch, teriallieferungen, als: 10 Uhr, n n ii ii ii n ii ii veranschl. zu Jt. 3483 20 1711 — 2313 — 1225 - 2816 - 760 — 485 - 1650 - 40 - 168 - a. Mauerarbeit b. Steinhauerarbeit c. Zimmerarbeit d. Dachdeckerarbeit e. Schreinerarbeit f. Schlosserarbeit g. Glaserarbeit h. Weißbinderarbeit i. Pflasterarbeit k. Spenglerarbeit 1. Lieferung von 380 Ctr. Kalk, 20 Tonnen Cement. und 72 qm Sandsteinplatten Iumpensortirerinnen gegen hohen Lohn gesucht. 4605 Alexander Mayer. Submission. Die bei Erbauung einer neue« Kirche zu Arnshain vorkommenden Bauarbeiten und Mader Submission sollen auf dem Wege Freitag den 2 Juli 1. I Bormittags 10 Uhr, vergeben werden. Voranschlag und Pläne können vorher bei Herrn Kreistechniker Braun zu Alsfeld, die Bedingungen bei unterzeichneter Stelle eingesehen werden. Die Offerten sind bis zu obigem Termine verschlossen und mit der Aufschrift „Submission auf Kirchenbauarbeiten" versehen, portofrei bei unterzeichneter Stelle einzureichen. Arnshain (Post Kirtorf), am 21. Juni 1886. Großh. Bürgermeisterei Arnshain. Brodhäcker._____4648 Verding. Montag den 28. d., um 10 Uhr, wird dahier f- d. Gem. Wißmar vergeben: Anstreicher- und Weißbinderarbeit zu 228,10 ai, Spenglerarbeit zu 102 veranschlagt- Krofdorf, den 22. Juni 1886. 4666 Das Bürgermeisteramt. Allgemeiner Anzeiger. Die Heugrasversteigerung von den Domanialwiesen in den Gemarkungen Alten-Buseck und Wieseck vom 17. und 18. Juni ist genehmigt und können die Abfuhrscheine bei Großh. Rentamt Gießen vom 30. d Mts. an abgeholt werden. Die Heugrasversteigerung in der Gemarkung Giesien ist nicht genehmigt worden. Gießen, den 22. Juni 1886. Großherzogl. Obersörsterei Gießen. ___________Block._________4650 Heugras- Versteigmmg. Das diesjährige Heugras von den Domanialwiesen in der Gemarkung Gießen, insbesondere von den Weidenstrauchwiesen, der Wiese am Scheid- qraben und den Ochsenwiesen, einschließlich der angekauften vormals von Schenk'schen Ochsenwiesen, wird Montag den 28. Juni, Nachmittags 2 Uhr, bei Wirth Leib im Philosophenwald wiederholt versteigert. Gießen, den 22. Juni 1886. Großherzogl. Obersörsterei Gießen. Block.4659 Die Grasernte von 2 Wiesen ist zu verkaufen. 4662_________Nord-Anlage 19 H. Heugras Verpachtung von den Rump fscta Wiesen ju Grasten-Buskck findet Freitag den 23. Juni- | Nachmittags 2 Uhr, statt. 4638 Montag den 28. Juni, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die den Erben des verstorbenen Heinrich Andreas Jughard gehörigen Immobilien Flur XXXVI Nr. 60 — 2331 Mtr. Wiese unter den alten Eichen, zwischen der mittelsten und der Waldgasse, „ XXXVI Nr. 61 - 1025 Mtr. Acker daselbst, „ xxxvi Nr. 62 — 604 Mtr. Wiese daselbst, „ XXXX Nr. 95, 98 u. 99,2 — 731 Mtr. Acker an den Schwarzlachsgärten am Flutharaben, „ XXXX Nr. 95, 98 u. 99.8 — 2357 Mtr. Acker daselbst, nochmals freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, den 23. Juni 1886. Großh. Ortsgericht Gießen- I. A- ______________Vogt.__________4658 Irbeitsversteigerung, Donnerstag den 1 Juli d. I., des Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Nathhause die zur Herstellung der Weedmauer und des äußeren Verputzes des Nathhauses erforderlichen Arbeiten und Lieferungen an den Wenigstnehmenden verstrichen werden, als: 1. Weißbinderarbeit «X 305 90 2. Maurerarbeit „ 120 — 3. 30 Ctr- Wasserkalk „ 36 - 4. 10 Cubm. Sand „ 60 — 5. circa 18 lsd- Meter Mauerdeckelplatten „ 108 — 6. circa 18 Cubikmtr. Bruchsteine „ 36 — Hattenrod, am 21. Juni 1886. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. Menget. 4654 4667 Ein kräftiger Bursche, nicht unter 20 Jahren, kann baldigst als Haus- bursche bei mir eintreten. Louis Lenz, Restaurateur, (Felsenkeller). Mirthslhast unter T. Z. 297 an Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M. 4651 Magenbehagen Gesundheits- und Tafel-Liqueur ersten Ranges, welches sämmtlichen ausländischen Fabrikaten die Spitze zu bieten vermag, empfiehlt 4381 Emil Fischbach. Polstermöbel Stuhle, Spiegel, Bettvorlagen, Rouleaux, Wachs-Ledertuche empfiehlt 511 W. Kutzschrad, Tapezier, Kaplansgasse 27. 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Das Schwimmen der Damen findet in den Wochentagen von Morgens 6—10 Uhr unter Aufsicht statt. Das Baden der kleinen Mädchen im Kinderbad wird stets überwacht und geleitet, ebenso das Schwimmen der Mädchen im Bassin. Unterrichtsstunden und Badezeit für die Schuljugend find an den Wochentagen Vormittags von 10—12 Uhr und Nachmittags von 3—7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen nur Vormittags von 6—12 Uhr. In diesen Stunden wird gute und strenge Aufsicht geführt, so daß die verehrt. Ettern Lu jeder Beziehung beruhigt sein können. Sobald das Wasser über 16 Grad hat, beginnt das Classenschwimmen der Schüler, worüber sie am Schluß der Badezeit eine Urkunde erhalten. Hierzu bedarf ich jedoch die schriftliche Einwilligung der verehrlichen Eltern und Vormünder. Ich lade zum Abonnement ganz ergebenst ein und bemerke, daß alles Nähere in der Anstalt, wo auch die Liste zur gefälligen Einzeichnung offen liegt, zu erfahren ist. L. Gbr» Rubsetmen, Turn- und Schwimmlehrer. Burgercliili. $ Der ungünstigen Witterung wegen muß die Parthie an den Ludwigsbrunnen am Sonntag den 27. Juni bis auf Weiteres verschoben werden. Der Dorstand. Zitherverein „Alpenröschen“ Samstag den 26. Juni, Abends 8 Uhr: Concert mit darauffolgmdtm im Saale des Cafe Leib. Entree für Nichtmitglieder 50 eine Dame frei. 4656__________________________________Der Vorstand. Pfennig - Sparkasse. Die Einleger werden aufgefordert, Samstag den 26. Juni l. 3- die Sparkafsenscheine zum Zwecke der Einlage der Pfennigspargelder in die Sparkasse dahier an die Pfennigsparkasse-Erheber abzugeben. Gießen, den 23. Juni 1886.__________________________________ Stein’* Garten» 4t6a Donnerstag den 24. Juni. T. Abonnements-Concert (bei »»günstiger Witterung im Saale). Anfang 2 Uhr. Entree 50 Pf. 2MF Die Liste liegt noch an der Kasse zum Abonniren offen. ______________________________________Krauße, Großh. Musikdirector. IteliiiitiffWIterii pro 1886 ist in der Exped. d. 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Bürger - Gesellschaft. Sonntag den 27. Juni: Parthie an den Lndwigsbrnnnm. 4649__________________________________Der Vorstand. | J. 0. o. Bapst I T ■ «Ur empfiehlt: Ä § I Träger, Säulen, Abtrittsrohre, I Kaminschieber und sonstige Bau- A Artikel, Regulirgrrftherde, Ne- &> § gulirsüllösen, Amerikaner Oesen & § von Buderus und anderen Werken, g | Gement, § f Gartengeräthe, als: Spaten, Schippen, A 2062 Hacken, Rechen rc. § Von Bremen nach Newyork in ■■■ 9 Tagen ■■ mittels Den neu eingerichteten Dampfern des Norddeutschen Lloyd. Zur Beförderung von Auswanderern nach allen Häfen Amerika’s und ^nstralien’s K gleichen Steifen wie an L>afenplätzen hält sich unter Zu- erung reeller Bedienung bestens empfohlen 1819 Carl Loos, am Kirchenplatz. C. W Dietz Nachfolger. 4669 Ein Hund, 5 Monate alt, Neufundländer, Marke Nr. 1663, schwarz mit 4 weißen Füßen und kleiner weißer Schwanzspitze, auf den Namen Cäsar hörend, ist gestern entlaufen. 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Frankfurterstraße Nr. 53, Parterre.__ 4637 Unterzeichnete empfiehlt sich als Leichenwärterin. Jac. Jünger Wwe., Löwengasse 31. 4540] Dienstmädchen gesucht. Gartenstraße 29. □ 25-/6. 8 Uhr. III. Gr. Cons. Ball. □ 25/6. 9 Uhr. I. Gr. 4647 Wahl d. Mstr. v. St. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Di, heutig, Skmum,, «nthält 1 Blatt «. 1 Beilag«, Beilage zu Nr. 143 des „Meßmer Anzeiger". Keikgeöotenes. „Lilienmilchseife“ von Bergmann de Co. in Dresden beseitigt sof. alle Sommersprossen* erzeugt einen wunderbar weissen Teint nnd ist von höchst angenehmen Wohlgeruch. Preis K Stück 50 Pf. Zu haben bei C. Fr. Conrad, Mäusburg 15. 4048 Seidene Stückfammete in allen Farben, per Meter oon «X 2.50 an, empfiehlt 4508 ______A Fangmann. Erdbeeren täglich frisch zu haben auf dem Hardthof. Ang. 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