jWjHet ’ • Gebhardt Expvrt ä 3887 O^VLLLü. MM. rlÄ »u va- !'LEahe 13 13 i>t her l.-gfoi sowie Hinler, iraumiger Werkftntk W‘ zu vermicihen. -^baNKaas. g MäülLgTHlU, L Augiist oder auch vermicihen. w, Küche und allem" en. ny, Merbraumi. -ocf meines Hauies, ' "ofort anderweit Z. Alker. er, zum Laden vrsscnd in der Ei'ped. d. Ll. 13: große Tah-unz lermiethen. 111.____________________ e 6 ein cltgtuic^ er 24. Juni zu ver- selbst im Hinterhaus, tes Zimmer zu ver- 1, Marklstraße 32. freundliches Zimincr, oermiethen- Sellerswcg 71. _ mer tu vermicihen. Kr Mjnfofftraüf- )bl. Zimmer neH lietijcn- Ederstraße^. anytnf. SM zu vermicihen. tterM b, N. Si. mit oder ohne Logis, i-ptb. d. Bl. ■f>r Schöll ' ba§ Wf( »’sSelhst- Sbild.x L c ’ ti M, * '«LA arft 1 ■ 3601 Anzeigen. i« mit M M r°öM ?e jL----re— Viadchen lucht ^oos,Wusbu^ Mik. 119 Erstes Blatt. Sonntag den 23. Mai 1866 Meßmer Anzeiger Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. |BW^B*E«iwa<»Eatwa?a£aagMH!i^gagswia»3HaCTi!ugt«paBWMa8MgaBKaroaEafiB«HgB^^ Amtlicher Hheil. Betreffend: Die Ableistung des Verfassungseides. Gießen, am 21. Mai 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglicherr Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch im Rückstände sind, werden an Erledigung unserer Verfügung vom 6. d. M. — Anzeiger Nr. 107 — binnen 24 Stunden erinnert. __________________________________________________________________Dr, Boekmann._____________________________ Gefunden: 1 Körbchen, 1 Regenschirm, 1 Baumsäge, 1 Kinderschuh, 2 Portemonnaies, 1 Halstuch, 1 Messer, 1 Leibriemen, 1 Kinderstrohhut, 1 Stange Eisen, 1 Damenhut, 1 Taschentuch. Gießen, am 22. Mai 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. ][ Darmstadt, 21. Mai. Der kaiserliche Statthalter von Elsaß- Lothringen, Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst, ist heute Nachmittag 1 Uhr 35 M., direct von Straßburg kommend, hier eingetroffen und als Gast Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs im Schloß abgestiegen. Der Fürst wurde am Bahnhofe der Main-Neckar-Bahn von dem militärischen Begleiter unseres Erbgroß- herzogs, Hauptmann ä la suite des Generalstabs, Herrn o. Schwarzkoppen, empfangen, welcher bekanntlich zur Zeit, da Fürst Hohenlohe deutscher Botschafter in Paris war, bei der genannten diplomatischen Vertretung als Militärattache commandirt war. Hauptmann v. Schwarzkoppen geleitete den Fürsten in's Schloß zu den für denselben bestimmten Gemächern. Heute Abend 7 Uhr findet aus Anlaß der Anwesenheit des Statthalters Großh. Hoftafel statt, zu welcher u. A. auch an verschiedene Mitglieder des diplomatischen Corps Einladungen ergangen find. — Der commandirende General des XI, Armee-Corps, General der Ka- .'allerie, Freihr. v. Schlotheim, besichtigt heute die Garnison Babenhausen. Morgen Vormittag wird der General auf dem Weiterstädter Kavallerie-Exercier- platz über die fünf hier garnisonirenden Escadrons der Großh. Dragoner-Regimenter Nr. 23 und 24 Jnspection abhalten. Darmstadt, 21. Mai. sZweite Kammer der Landstände.) Forsetzung der aUgemeinen Diskussion über den Gesetzentwurf, die Unterbringung jugendlicher Nebel- thäter und verwahrloster Kinder betr. Abg. Böhm: Er habe sich überzeugt, daß ein allgemeinesBedürfniß vorhanden sei, verwahrloste Kinder in Erziehungs- oder Besserungsanstalten untcrzubringcn. Wenn auch in ländlichen Kreisen dieses Bedürfnis im Allgeineinen geringer sei, wie in Städten, so sollten doch die Vertreter, dieser Kreise durch Ablehnung des Gesetzes den andern ja nicht das Mittel entziehen, wirksam gegen eine zunehmende Verwahrlosung einschreiten zu können. Die bestehenden Gesetze seien nicht ausreichend. Er sei nicht der Ansicht, daß der neue Gesetzentwurf ein drakonisches Polizeigesetz sei, das sich hauptsächlich gegen die unteren Klassen richte. Nein, es sei ein Schutz für die Arbeiterklasse. Ein braver Arbeiter sei sehr zufrieden, wenn dadurch verhütet würde, daß seine Kinder durch Umgang mit verwahrlosten Kindern in der Schule gefährdet würden. Das Gesetz sei ein humanes, ein Makel werde der Erziehung, wie sie dasselbe im Auge habe, nicht anhaften. Er bitte den Entwurf im Princip zu genehmigen und in der Einzelberathung dann allfallsige zu Tage tretenden Mängel durch geeignete Amendements zu beseitigen. Abg. Büchner sprach sich zur Motivirung seiner Abstimmung dahin aus: Er sei im Princip für das Gesetz. Er halte den Staat theorethisch für berechtigt für das Gemeinwohl einzutreten, wenn es durch Zunahme der Verwahrlosung gefährdet sei. Es sei besser, Verbrechen zu verhüten durch richtige Erziehung in der Jugend, als dieselben später, wenn sie geschehen seien, mit harten Strafen zu belegen. Seitdem er aber die gestrigen, alles Maß überschreitenden Expektorationen einzelner Herren gehört habe, werde er dagegen stimmen. Moral und Religion seien ganz getrennte Dinge, hätten mit einander nichts gemein. Die Moral habe früher bestanden als die Religion. Wer das Gegentheil behaupte, den erkläre er für unwissend. Er verweise nur auf das Mittelalter, wo die greulichsten Verbrechen unter dem Deckmantel der Religion geschehen seien. (Der Präsident ruft zur Ordnung.) Wenn nun einmal der Fall vorkäme, daß ein vietistischer oder ultramontaner Amtsrichter ungerechtfertigter Weise finden würde, daß das Kind freisinniger Eltern der Zwangserziehung bedürfe, so sei das schon Grund genug gegen das ganze Gesetz zu stimmen. Ferner sei bekannt, daß diese Anstalten zur Besserung alle mehr odex, weniger einen pietistischen Charakter trügen und daß die daraus Hervorgcgangenen meist stupide Kopfhänger seien. Wo solle außerdem der Staat die Mittel hernehmen, die in Folge zunehmender Verwahrlosung entstehenden Kosten zu decken? Er erlaube sich noch als persönliche Bemerkung folgendes zu sagen: Wenn sich Herr Abgeordneter Ohly gestern über die verderbliche Wirkung seiner Schriften geäußert habe, so habe er dieselben entweder nicht gelesen, oder es fehlten ihm alle Vorbedingungen zum Verständnis; derselben. Abg. Schade ist im Princip für das Gesetz,' glaubt aber, daß der Kostenpunkt bis jetzt zu wenig in Betracht gezogen sei. Er sei sehr dankbar, wenn von der Regierung in der Beziehung Anhaltspunkte gegeben würden, damit man sich mit mehr Beruhigung der Berathung hingeben könne. Abg. Jost: Wenn er auch den großen Einfluß der Religion auf die moralische Entwicklung der Kinder nicht verkenne, so könne er doch nicht einsehen, welche Aende- rung die Freiheit der Kirche auf Eltern hervorbringen könnte, die weder an Gott noch an ein Jenseits glaubten. Auch eine Abänderung der Fabrikgesetze könne liederliche Eltern, die ihre Pflichten nicht erfüllten, nicht besser machen. Schluß der Diskussion beantragt. Bericherstatter Ohly spricht nochmals für Annahme des Gesetzes. Auf die persönliche Bemerkung des Abg. Büchner erklärt er, daß er gestern nur vom verderblichen Einfluß der schlechten Presse gesprochen habe; wenn sich also Herr Büchner betroffen fühle, so müsse er sich für den einzigen Perteter derselben halten. An seinen Schriften, deren Ideen er anderen bedeutenderen Männern entlehnt habe, sei nur das Schlimme, daß sie populär geschrieben seien und in Schichten des Volkes eindringen, n>o sie niemals verstanden werden. Er könne sich Sitte und Moral ohne Religion nicht denken. Gegen die Bemerkung des Abg. Büchner sprachen sich in scharfer Weise noch aus die Abgg. Ellenberger und Franck. Man schreitet nunmehr zur Berathung des Gesetzes. Der Ausschußantrag geht dahin Art. 1 und 3 des Entwurfs zu einem Art. 1 zu verbinden und demgemäß dem Art. 1 folgenden Zusatz beizufügen: „Dieselbe Maßregel kann von Obrigkeitswegen bei Kindern und jugendlichen Personen unter 16 Jahren getroffen werden: 1) wenn ihnen von ihren Eltern in böslicher oder fahrlässiger Weise fortgesetzt die nöthige Nahrung oder Pflege entzogen wird, ober wenn sie fortgesetzt schwerer Mißhandlungen von Seiten der Eltern oder eines Eltern- theils ausgesetzt sind; 2) wenn Eltern in sonstiger Weise fortgesetzt böslich oder fahrlässig ihrer Pflege- und Erziehungspflichten zuwiderhandeln oder dieselben gröblich verabsäumen; 3) wenn Kinder über 6 Jahre, welche zwar noch keine strafbaren Handlungen begangen haben, aber doch bereits eine Verwahrlosung an den Tag legen, welche die erziehliche Einwirkung der Eltern oder andrer Erzieher und der Schule als unzureichend erscheinen läßt. In den Fällen sub 2 und 3 wird jedoch vorausgesetzt, daß mit Rücksicht auf die Persönlichkeit der Eltern und der Kinder, sowie nach Lage der sonstigen Verhältnisse der Familie die Fortdauer der elterlichen Pflege und Erziehung zum sittlichen Verl eben der Kinder führen würde." Nach längerer, lebhafter Debatte wird dieser Antrag mit allen gegen 6 Stimmen angenomv! In Wegfall gelangen dadurch : 1) der Antrag Metz, der die Zustimmung dev Eltern bei llnterbringung der Kinder in eine Besserungsanstalt für nöthig erachtet; ferner 2) ein Antrag Wasserburg und Möhn: Art. 1 bestehen zu laffen, den Zusatz aber zu streichen und dafür zu setzen: Das Gleiche kann erfolgen, wenn die Eltern wegen Mißbrauchs der elterlichen Gewalt oder Nichterfüllung ihrer elterlichen Pflichten bestraft worden sind. Berlin, 21. Mai. Der „Reichs-Anz." veröffentlicht eine Liste ber 75 vom König für die fünfjährige Sitzungsperiode zum Volkswirthschaftsrath berufenen Mitglieder, sowie das Gesetz über die Bestrafung der Schulversäum* niffe in Preußen, sowie auf dem platten Lande in Schlesien und in der Grafschaft Glatz. — Der Landtags-Abgeordnete Jacobs (Lingen-Bentheim) ist Vormittage, hier gestorben. — Eine auf Grund des Socialistengefetzes auf die Dauer eines Jahres erlaffene Verordnung des Staatsministertums von gestern bestimmt, daß in Spremberg, dem Gemeindezirk Slamen und dem Gutsbezirk Heinrichsfeld Versammlungen zur Berathung öffentlicher Angelegenheiten einer 48 Stunden vorher nachzusuchenden schriftlichen Genehmigung der Ortspolizei bedürfen und daß Personen, von denen eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit zu besorgen ift> der Aufenthalt versagt werden kann. Berlin, 21. Mai. Die heutige Parade der Gardetruppen der Berliner und Spandauer Garnison auf dem Tempelhofer Felde verlief bei prachtvollem Wetter glänzend. Der Kaiser, vom Kronprinzen, dem Herzog Max Emanuel von Bayern und einer glänzenden Suite zu Pferde, von der Kronprinzessin, der Großherzogin von Baden und den Prinzessinnen des Königshauses zu Wagen: gefolgt, fuhr zunächst die Front der in zwei Treffen ausgestellten Truppen ent* lang, ließ dieselben dann zweimal an sich vorüber defitiren. Die in den Straßen angesammelten, Kopf an Kops gedrängten Zufchauermaffen begrüßten den Kaiser aus der Hin- und Rückfahrt mit stürmischen Jubelrufen. — Die Strafkammer de« Landgerichts verurtheilte den Redacteur der „Germania", Koernig, wegen Beleidigung des Reichskanzlers, begangen durch einen Artikel über den Ursprung des Culturkampfes, zu viermonatlichem. Gesängniß. Reichstag. E. R, Berlin, 21. Mai 1886. Das Haus nahm in dritter Lesung den Gesetzentwurf bezüglich der Zuckersteuer an. Die von Abg. Witte (bfr.) neuerdings eingebrachten Abänderungsanträge wurden abgelehnt. Darauf folgte die Interpellation der socialdemokratischen Partei wegen des Streikerlasses des Ministers v. Puttkamer. Staatssekretär v. Bötticher erklärt sich zur sofortigen Beantwortung der Interpellation bereit. Abg. H a s e n c l e v e r (Socdm.): Der Erlaß greife in die Gewerbeordnung ein, er richte sich gegen die Arbeiter und lasse den Arbeitgebern freie Hand. Wenn die Polizei auch einschreiten soll, wenn die Arbeiter zur Arbeitseinstellung überreden, dann muß sie auch gegen die Konvention der Arbeitgeber einschreiten, die sich durch Konventionalstrafen gegen die Arbeiter verbinden. Das ist eine neue Specialreform. Freunde des Strikes seien die Socialdemokraten nicht, denn bei denselben komme für die Arbeiter wenig heraus. Dagegen empfiehlt sich die Bildung von Fachvereinen. — Wenn Herr v. Puttkamer in dieser Art die Arbeiter aufreizt, dann könne die Arbeiterbewegung nicht friedlich verlaufen. Man scheine an gewissen Stellen ähnliche Thaten, wie in Belgien zu wünschen! Diese Polizei sei für Deutschland eine Schmach und Schande! Der Präsident v. Wedell-Piesdorf ruft den Redner zu Ordnung. Staatssekretär v. Bötticher: Die Verfügung des Ministers v Puttkamer hat dem Bundesrath nicht vorgelegen und ist ihm nicht zugegangen. Der Bundesrath habe sich keine Gedanken gemacht, was er thun solle. Als preußischer Bevollmächtigter erkläre er, daß die preußische Regierung in dem Erlaß einen Eingriff in die Reichsgesetzgebung nicht erblicke. Die Interpellation ist überflüssig, denn der Erlaß sei durch 8 153 der Gewerbeordnung und durch das Socialistengesetz gedeckt. Von der Ausbeutung der Arbeiter zu sprechen, sei nicht patriotisch und nicht deutsch. (Beifall rechts, Widerspruch links.) Auf Antrag des Abg. Meister (Socdm.) tritt das Haus in die Besprechung der Interpellation ein. Abg. Bamberger (dfr.) unterschätzt nicht das Gefühl der Verantwortlichkeit, das den Minister bei dem Erlaß geleitel hat. Manche Erscheinung, die in Europa sich gezeigt, mahnt zur Vorsicht, aber gerade die Formen des Erlasses muß ich beklagen; er ist zwar geschickt abgefaßt, aber einige Passagen lassen doch eine beabsichtigte Beschränkung der Gewerbefreiheit erkennen. Abg. Hasencleoer hat uns heute als gezähmte Löwen bezeichnet, aber es sind nicht immer die edelsten, die am lautesten brüllen. Ich schätze die Koalitionsfreiheit sehr; der Erlaß ist auch wohl nicht zu Gunsten der Arbeitgeber erfolgt, aber die Form desselben läßt dies um so mehr vermuthen, als der Erlaß sich auf das Socialistengesetz stützte. Die Streikbewegungen sind von. socialdemokratischen Anwandlungen nicht immer frei. Die Löhne der Arbeiter sind ständig gewachsen, trotzdem die Gewinne der Arbeitgeber geringer geworden. Nichtsdestoweniger zeigt sich jetzt, daß, während die Geschäfte schlecht gehen, die Arbeiter höhere Gewinne wollen. Diese Bewegung sollte man ohne äußere Eingriffe sich entwickeln lassen, außerdem aber ist es ungerecht, das Koalitionsrecht verschiedenartig zu behandeln. Minister v. Puttkamer: Die Maßregel soll sich auf Preußen allein beschränken; die Koalitionsfreiheit der Arbeiter wird nicht behindert werden. Mir liegt die Verantwortung für die Sicherheit der Monarchie ob; ich muß die socialdemokratische Bewegung in allen Stadien verfolgen, mit dem gesetzlich garantirten Koalitionsrecht hat das nichts zu thun. — Der Redner verbreitet sich eingehend über den Eharacter der focialdemokratischen Agitation, welcher mit dem Gelingen der Streikbewegung keinesfalls gedient sei und die, wie der Züricher „Socialdemokrat" zeige, nur Unzufriedenheit schüre und für amerikanische Anarchisten offen Partei nehme. Der Kampf sei nicht gegen die Arbeiter gerichtet, sondern gegen die niederträchtigen Agitatoren, die sich vom Schweiße der Arbeiter mästen. Die Mittel des Gesetzes werden streng, im Noth- fall drakonisch angewendet werden. (Große Unruhe bei den Socialdemotraten, lebhafter Beifall rechts). Abg. Windthorst findet, daß der Streikerlaß nichts Gesetzwidriges enthält. Da das Ausnahmegesetz einmal vorhanden, müsse es auch gehandhabt werden; indessen möge der Minister sorgfältig darüber wachen, daß die Koalitionsfreiheit unangetastet bleibe: eine positive Arbeiterschutzgesetzgebung ist wichtig, die Kinder- und Frauenarbeit, der Normalarbeitstag muß geregelt werden, keine Flickarbeit wie bisher. Nach weiteren Bemerkungen des Abg. Bamberger und Minister v. Puttkamer ist dieser Gegenstand erledigt. Nächste Sitzung: Montag den 24. Mai (Branntweinsteuer-Vorlage). Telegraphische Depesche». Lvolff'A telegr. Torresporrdeirz ■ Bvrearr. Paris, 21. Mat. Das „Journal des Debates" glaubt versichern zu können, "daß die Regierung in der Frage der Ausweisung der Prinzen die Initiative zu ergreifen entschlossen sei und wahrscheinlich mittelst einfachen Decrets die Ausweisung verfügen werde. Doch würden endgiltige Entschließungen erst morgen oder Dienstag im Ministerrathe gefaßt werden. Der „Temps" schreibt, nur gewisse Journale trügen / die Schuld, wenn der Person des Grafen von Paris Wichtigkeit beigelegt werde. Es sei zu hoffen, daß die Regierung kaltes Blut behalte und sich hüte, die gan^e Angelegenheit tragisch zu nehmen. London, 21. Mai. Das Unterhaus nahm schließlich das irische Waffcngesetz mit 303 gegen 89 Stimmen in zweiter Lesung an. Die Minorität bestand aus den Parnelliten und einigen Radicalen. — Die Bill, betreffend Gewährung von Entschädigung für in Folge von Ruhestörungen verursachten Schäden wurden ebenfalls in zweiter Lesung genehmigt. Im Laufe der Debatte erklärte Ehilders, die Regierung habe beschlossen, dem Gesetz auf ein Jahr rückwirkende Kraft zu geben. Die Fortsetzung der Berathung der irischen Verwaltungsbill wurde auf heute vertagt. — Die „Times" und andere Morgenblätter begleiten den gestrigen Tagesbefehl des Czaren mit einigen mißtrauischen Aeußerungen im Hinblick auf etwaige Eventualitäten in der bulgarischen Frage. — Im Unterhaus erklärt Gladstone, er könne noch nicht sagen, wie lange die Debatte über die irische Verwaltungsbill dauern werde, doch hoffe er, nächste Woche darüber Aufschluß geben zu können. Diontag müsse die Regierung einen Credit ä conto des Ausgabenbudgets, sowie die Berathung eines Postens im Kriegsbudgct und eines Postens im Marinebudget beantragen, dann folge die Specialdebatte über die Bill des irischen Waffengesetzes und hierauf wolle die Regierung die Debatte über die irische Verwaltungsbill nicht mehr unterbrechen. Labouchere meldet an, er werde am Dienstag vor Eintritt in die Tagesordnung beantragen, am Tage des Derby- Wettrennens keine Sitzung abzuhalten. Der Montag und der Dienstag gehen somit der Debatte über die irische Verwaltungsbill verloren. Mac Arthy setzt die Debatte über dieselbe fort. Rom, 21. Mai. Von gestern Mittag bis heute Mittag kamen in Venedig 3 Cholers-Erkrankungen und 1 -Todesfall vor, in Bari 6 Erkrankungen und ein Todesfall. Athen, 21. Mai. Das Ministerium Valois hat demissionirt und Tri- kupis erklärte sich in einer Unterredung mit dem Könige bereit, ein neues Cabinet zu bllden. — Das neue Cabinet besteht aus Trikupis (Präsidium, die Finanzen und provisorisch den Krieg), Vulpiotis (Justiz), Manetas (Cultus), Dragumis (Aeußeres), Lombardos (Inneres), Theorakt (Marine). Das neue Ministerium leistete heute 1)cn Eid. Athen, 21. Mai. Das 1. Bataillon des 1. Regiments ist heute früh hierher zurückgekehrt. Rewyork, 21. Mai. Frau Pendleton, die Gattin des Unionsgesandten in Berlin, ist aus dem Wagen gefallen und alsbald verstorben. — In einer gestern abgehaltcnen, zahlreich besuchten Versammlung von Fischhändlern aus Portland (Maine) wurde eine Resolution angenommen, welche die Regierung auffordert, Schiffe zum Schuhe der Fischer nach den kanadischen Gewässern zu 'enden; wenn die Regierung diese Forderung ablehne, würden die Fischer selbst Schiffe -bewaffnen. Washington, 21. Mai. Heute fand wiederum eine längere Cabinetssitzung zur Berathung der kanadischen Fischereifrage statt, doch wurde beschlossen, eine Action zu verschieben und zunächst genauere Informationen des amerikanischen Consuls in Halifax abzuwarten. Catania, 21. Mai. Die Eruption des Aetna nimmt fortwährend zu. Die Luft ist in weitem Umkreise mit Rauch und Asche erfüllt, Erdstöße werden fortdauernd verspürt und die meisten Einwohner von Belpassa und Nikolosi haben sich vor der herannahenden Lava geflüchtet. Bisher sind keine Menschen zu Grunde gegangen. — Die Ausbreitung der Lava vom Aetna nimmt immer größere Dimensionen an, so daß die Hauser von Belpasso und Nikolosi bedroht sind. Die Gegend ist mit dichtem Nebel bedeckt. Der Aetna schleudert seine glühenden Massen bis zu einer Höhe von 500 Metern. Lokale». Gießen, 22. Mai. (Stadtverordnetensitzung vom 20. Mai, Nachmittags 4 Uhr.) Anwesend Herr Bürgermeister Bramm und Herr Beigeordneter Keller, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Bai st, Georgi, Dr. Gutfleisch, Hoch, Homberger, Kauf, Lüdeking, Ad. Noll, Aug. Noll, Scheel, Schopbach, Simon, Vogt und Wortmann. Die Eingabe von Bewohnern des Wallthores und angrenzender Stadttheile, betr. Gesuch um Errichtung eines Güterbahnhofes nebst Haltestelle am Rodberg, wird von der Versammlung gutgeheißen und soll bei der König!. Eisenbahndirection Hannover befürwortet werden. Das Gesuch um Eröffnung der Straße zwischen den Häusern Nr. 36 und 40 der Frankfurter Straße, von Bewohnern des betr. Stadttheiles an Großh. Kreisamt gerichtet, wird von diesem dem Stadtvorstand zur Begutachtung übergeben; es wird diese Angelegenheit nach nochmaliger Inaugenscheinnahme für nicht so dringlich gehalten und bleibt es daher, auch der großen Kostspieligkeit halber, vorerst bei dem früheren ablehnenden Beschlüsse. Für den Neubau der Kliniken soll der hierzu nöthige Grund (ca. 30,000 Qm.) erworben werden und bestimmt die Versammlung 2 ihrer Mitglieder zur Verhandlung mit den betr. Eigenthümern. Der Ausbau der Ostanlage erfordert ebenfalls Erwerbung von Privateigenthum, wofür von den Besitzern 7 und 21 AL pro Qm. gefordert werden; die Versammlung beschließt indessen, nur 7 AL ju genehmigen. Die bei der Versteigerung von 3 Bauplätzen an der Grünbergerstraße erzielten Gebote werden nicht genehmigt. Die Einfriedigung der städtischen Anlagen soll nun, nachdem die in Wetzlar von einer solchen genommene Einsicht nicht befriedigt hat, nach einem von Herrn Gasfabrikant Heß am Ludwigsplatze aufgestellten Probestück gefertigt werden und wird der Baudeputation die Entwerfung eines Kostenvoranschlages hierfür übertragen. Das Bauerlaubniß-Gesuch des Herrn Ph. Schwan wird auf Widerruf genehmigt, dagegen dasjenige des Herrn Jean Böck am verlängerten Asterweg, weil mit den Bestimmungen des Localbaustatuts unvereinbar, abgewiesen. Die Gesuche der Herren Chr. Arnold um Bauerlaubniß, Georg Noll desgl., Wilh. Reiber um Anlegung von Treppentritten und eines Wasserabflusses nach der Wieseck werden unter den üblichen Bedingungen genehmigt; dagegen dasjenige der katholischen Religionsgemeinde, ebenfalls um Abführung von Abfallwasser, nach dem vorgelegten Entwurf auf Antrag der Baudeputation abschlägig beschieden. Die Gesuche der Herren Ed. Silbereisen und Conservator Gg. Zinßer werden alsdann, ebenso wie das Gesuch des Herrn Sch unk, wegen Abhebung einer städtischen Böschung, genehmigt. Es wird nun noch die Herstellung eines gepflasterten Ueberganges auf der Grünbergerstraße gutgeheißen und die öffentliche Sitzung s/<6 Uhr geschlossen. Gießen, 22. Mai. Für die morgen stattfindende Turnfahrt des Turn- vereins nach Lich und Arnsburg ist folgendes Programm festgestellt: Morgens um 6 Uhr Abmarsch der jüngeren Turner von der Turnhalle nach Lich, dort gemüth- liche Zusammenkunft mit dem Licher Turnverein. Nachmittags 2 Uhr, zu welcher Zeit die alleren Mitglieder mittelst Extrazuges eingetroffen sind, Abmarsch nach Arnsburg. Daselbst: Concert, Freiübungen, Tanz u. s. w. Nach 7 Uhr Rückmarsch nach Lich und um 93/< Uhr Rückfahrt nach Gießen. — Für das leibliche Wohlbefinden in Arnsburg ist in ausgiebigster und vorzüglichster Weise gesorgt. Herr Jutzi hat sich, wie wir hören, bestens verproviantirt und empfiehlt zwei vorzügliche Stöffchen hiesigen und Licher Gebräues. Wenn die Witterung anhält, dürfte der Verein ein herrliches Fest feiern. — Verkauft wurde gestern die Hofraithe des Herrn Kies selb ach, „Stadt Cassel", an einen Frankfurter Wirth. Der Abschluß geschah durch Herrn Wilh. Krämer. Vermischte». Gießen, 22. Mai. Vor einiger Zeit veröffentlichte die Kaufmännische Kranken- und Begräbnißkasse ihren ersten Bericht. Neben dem erfreulichen Zeichen ihrer Wirksamkeit finden wir leider eine unverhältnißmäßig geringe Anzahl von Mitgliedern. Da die Kaffe nicht allein Kaufleuten, sondern auch Beamten rc. zugänglich, sollte man doch meinen, daß die Zahl der Mitglieder einige Hundert sein könnte. Die Beiträge von monatlich AL 0.75 gegenüber der Leistung von AL 1.50 pro Tag, u i/ „ „ „ „ „ 2. „ m * J-.50 „ „ „ „ „ 3. „ sind so gering, daß es selbst dem schlechtest salarirten Angestellten möglich ist, beizutreten, aber auch dem Bemittelten, der nie einem Kassenzwang unterworfen sein kann, wird es nichts schaden, sich auf alle vorkommende Fälle zu sichern. Möchten diese wenigen Zeilen dazu beitragen, die Apathie, die hier gegen derartige Kassen zu herrschen scheint, zu bekämpfen, um durch namhafte Betheiligung die Kasse zu kräftigen. Geschichts-Kalender- 23. Mai. 1794. Zweite Schlacht bei Kaiserslautern. 1838. Alfred Kirchhoff, der berühmte Geograph, geboren. 1871. Beginn des Rückmarsches der deutschen Truppen aus Frankreich. In Paris große Feuersbrünste, durch die Communards angelegt. Der Erzbischof Georges Darboy auf Befehl der Commune erschossen. 24. Mai. 1805. Jakob Venedey, freisinniger Schriftsteller, geboren. 1814. Einzug der Preußen in Magdeburg. 1819. Die Königin Victoria von England geboren. 1819. Der Humorist Ernst Dohm, s. Z. Redacteur des unter seiner Leitung echt liberalen „Kladderadatsch", geboren. 1873. Thiers nimmt feine Entlassung, Mac Mahon wird Präsident der französischen Republik. Handel rmd Verkehr Gieße«, 18. Mai. Auf dem heutigen Viehmarkte waren aufgetrieben: 1497 Stück Rindvieh und 793 Stück Schweine. Die Preise hielten sich mit denen am letzten Markte so ziemlich gleich. Kälber etwas billiger. Nächster Markt Dienstag den 1. und Mittwoch den 2. Juni d. I., am letzten Tage auch Krämermarkt. Das Ablesen der Krämerstände findet Morgens um 7 Uhr statt. Gießen, 22. Mai. Auf dem heutigen Markt kostete/ Butter per Pfund A 0.70—0.80, Hühnereier pr. St. 4—5 Enteneier St- 5—0 H, Käse pr. St. 5—8 4, Käsematte 2—3 Erbsen pr. Liter 20 H, Linsen 34 Tauben per Paar 0,70 bis 0,80 H, Hühner per Stück AL 0.90—1.30, HShnen pr. Stück AL 1.50—1.70, Enten per Stück AL 1.50—2.00, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 Kuh- und Rindfleisch 52—56 H, Schweinefleisch 54—60 Hammelfleisch 50- 66 X Kalbfleisch 40—48 X Kartoffeln per 100 Kilo AL 3.50—4.00, Milch per Liter 12—18 H, Zwiebeln per Centner AL 7.50—8.00, Kirschen per Pfund 50—60 H. Farbige, Schwarze und Weiße seidene Atlaffe Mk. 1.25 Psg. pro Meter bis Mk. 16.80 Psg. (in je 18 verschiedenen Qual.) versendet in einzelnen Roben und Stücken zollfrei in's Haus das Seidenfabrik-Däpöt G. Henneberg (K. u- K. ^oflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pfg. Porto. 561 — Wie sehr unsere Industrie auf allen Gebieten das Ausland zu überflügeln sucht und wie glänzend das in vielen Fällen gelingt, beweist die 6fache Prämtiruns innerhalb Jahresfrist der Firma B. Meising in Düsseldorf, deren Deutsche Liqueurc an vielen Orten Deutschlands in Concurrenz mit den feinsten und theuersten ausländischen Marken heute schon vorgezogen werden. Zudem sind die Preise wesentlich billiger, weil der hohe Eingangszoll nicht darauf lastet. Die Firma hat sich die Aus gäbe gestellt, nur das Allerfeinste zu liefern und bittet nur ihre Fabrikate einer Prüfung zu unterziehen. Niederlage befindet sich bei Ferh. Drehes, vorm. Gg. Wilh. Wei dir in Gießen. Wesselbach, „Stadt durch Herrn Wilh. kaufmännische KrMken- m Leichen ihrer Wirk- zahl von Mitgliedern, zugänglich, sollte man itc. Die Beiträge vm pro Dag, cn mM \\\. W5 Merworsen sein tann, Hern, sviöchten diese M Kassen zu herrschen se zu kräftigem^ -hi, At» Ailh. 28 MaÄ angelegt. Der k erschossen. räftbent d-l frW5'* i««-. s am W» 9$ W » tte Butttr p"A ulbeo 170, E ! e s« *■ ■, «»srfi »eg ber^S^.) 8 b Verhandlung ' öle Ansammlung '^^rstraße erzielten u die in Ntzlar von ,Don Herni Gas: §MMd«ndd-r übertragen. ! °us Widerruf ge- §-n Asterweg, weil ?eorg Noll desgl 'erabsiusses nach der Iff )°^nige der Nasser, nach dem schieden. vator Gg. Zinher egen Abhebung einer leberganges auf der ' geschlossen. Nährt des Turn- sestgestellt: Morgens ch Lich, dort gemüth: : Uhr, zu welcher Zeit mrsch nach Arnsburg. Rückmarsch nach Lich liche Wohlbefinden in Herr Jutzi hat sich, liche Stöfschen hiesigen Latin ein herrliches Die Dampf-Kaffee-Brennerei von A. Zuntz sel.Wwe., Temperatur der Lahn. Am 22. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 17°, Luft 24" R. im Schatten. L. Chr. Rübs am en. Geborene. Mai: 9. Dem Schneider Georg Dechert eine Tochter, Adele Auguste Johanna Friederike Elisabethe. 11. Dem Bierbrauer Aloys Blum ein Sohn, August Heinrich. 12. Dem Bierbrauer Gottfried Franz Günther eine Tochter, Clara Christine Henriette. 12. Dem Kaufmann Karl Georg Kleinhenn ein Sohn, Adolf Justus Karl. 14. Dem Zugführer Gerhard Ehrenfrid Schepers ein Sohn, Hans Wilhelm. 15. Dem Schreiner Hermann Muhl ein Sohn, Hermann. 16. Dem Scribent August Wilhelm Ringel ein Sohn, Albert Wilhelm Eduard. 17. Dem Schneidermeister Wilhelm Behrens ein Sohn. 17. Dem Schuhmacher Heinrich Graf ein Sohn, Hermann Heinrich Karl. Oestorvene. Mai: 16. Ottmar Köhler, Schreibmaterialienhändler dahier, 36 Jahre alt. 16. Georg Karl Hans Lang, Lohn von Molkerei-Verwalter Karl Lang. 17. Anna Wagner, 3 Jahre alt, Tochter von Taglöhner Johann Carl Wagner. 18. Katharine Margarethe Unverzagt, 74 Jahre alt, ledig, dahier. 18. Johanna Pfaff, geb. Schneider, 70 Jahre alt, Wittwe von Schuhmacher Philipp Pfaff. 19. Johann Wilhelm Bieber, 21 Jabre alt, Mechaniker, Sohn von Stadtgärtner Christian Bieber Wittwe dahier. Auszug aus deu Staudesamtsregistern des Standesamts Gieße«. Aufgebote. Mai: 14. Ludwig Emil Beil, Schreiner von Gießen, mit Henriette Luise Karoline Christine Hampel von da. 18. Johannes Deuter von Großseelheim, Kreis Kirchhain, Bäcker dahier, mit Luise Henriette Ruckstuhl von Gießen. 18. Johannes Schädel von Ober-Lais, Sergeant dahier, mit Friederike Wilhelmine Volp von Gießen. 18. Christian Johannes Wallenfels, Färber, mit Karoline Luise Loos, beide von hier. 19. Max Richard Franz Rühl von Berlin, Graveur dahier, mit Wilhelmine Pfann- müller von Allendorf au der Lumda, wohnhaft zu Gießen. 20. Heinrich Bonarius von Großen-Buseck, Lackirer dahier, mit Marie Catharine Behr von Oberdorfelden, wohnhaft zu Gießen. 20. Adolf Hermann Gäde von Salzwedel, Messerschmied dahier, mit Maria Conrad von Ramsbeck, wohnhaft zu Gießen. 21. Julius Robert Hermann May, Specereihändler zu Limburg an der Lahn, mit Anastasia Fürst von Schenkenzell, wohnhaft zu Gießen. Eheschließungen. Mai: 19. Karl Anton Moll, Kaufmann von Mainz mit Wilhelmine Philippine Jakobine Ritsert von Gießen. 20. Christian Jnderthal von Oberweidbach, Kaufmann dahier, mit Johanna Georgine Petri von Gießen. bringt ihre Spezialitäten Gebr.Java-Kaffee’s in empfehlende Erinnerung. la. Qualität ä Mk. 1,60 Pf. pr. Pfund, guter gebr. Haushalts-Kaffee ä Mk. 1,30 Pf. pr. Pfund. 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Die Lieferung von 6 Stück Baumleitern nach vorhandenem, aus unserem Bureau vorher einzusehenden Muster soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Angebote sind verschlossen und mit bezüglicher Aufschrift versehen, bis Samstag den 29. d. M, Bormittags 10 Uhr, portofrei einzureichen. Gießen, den 22. Mai 1886. Großh. Kreisbauamt Gießen. Walter. 3985 AeifgeLotenes. Liefere von heute an außer meinem Lagerbier wieder Obergähriges (ordin.) Bier V1 Fl. 12 v2 Fl. 7 H jedes Quantum frei in's Haus. L. Schul tze, 3976_________Neuenweg 2._______ 16 Fenster 1,75 Mtr. hoch und 0,79 Mtr. breit, ■M2 abzugeben. 3971 ______I. P. Sann, Bismarckstraße. Ein fast neuer Kinderwagen zu verkaufen. Marktstraße 18. [3973 3970 Wirkt, ächten Emmenthaler Schwe-zerkäje, Goth. Fleischwaaren, Friedrichsdorfer Zwieback bei C. GL Kleiaxhexm. 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Mai 1886: Waldparthie nach dem Ludwigsbrunnen Sonntag den 23. Mai: 3949 Der Vorstand Fremde haben Zutritt. sagen hiermit ihren innigsten Dank 3964 Tie trauernden Hinterbliebenen. Ausflug mit llssNik nachdem Hirtenllruuueu, Licher Chaussee, 2. Schneise. Gesangverein „Harmonie Ankunft in Gießen von: Frankfurt 1” 8, 9^*, 11", 1"*, 2^, 432 722 g37* 1040, 125*. Marburg 2», 52'1*, 6«, 8"*, 11», 4a4 75’, 1125. Cassel 2r«, 521*, 8'°*, 11M, 4«, 688* 757, 11« Wetzlar 71- (von Weilburg), 761 (von Betzdorf), 9«\ ll31, 125$>*, 32', 4« 055, 029*, H10, 1130 Ems.Cob»enz9", 1259*, 3“, 656, Deutz 112», 432, 1130. Fulda 758, po, 429, 10. Sllsseld 756, ljo, 429, 10. Gelnhausen 930, 3:-5, 6M. Nidda 625, 930, 3^ O^e. * bedeutet Schnellzug. Die fetten Ziffern die Nachtstunden. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Verluste unseres lieben Sohnes, Bruders und Schwagers Wilhelm Bieber Fahrplan. Abfahrt von Gießen nach: Frankfurt 2", 408, 5«*, 632, 8«* 11«, 156, 442, 78*, «7 Marburg 12'v», 1-s, 3*3, 8", 9"*, 11“, 122*, 444, 8"", 855. Cassel 1210*, 'l29, 3«3, 8«, 9"*, 11", I22», 444, 8" * Wetzlar 530, 637, 82'*, 949, 12\ 122«, 4« 450, 7«*, 810, (bis Weilburg), 0° (bis Betzdorf). Gms-Coblenr 530, 821*, 9«, 12«, 4«, T3*. Deutz G32, 12-8, 450. Fulda 6« 11«, 7«. Alsfeld 6‘o, 1150, 5, 7». Gelnhausen 83, 12« 4«. Nidda 83, 12'v, 440, 745. Kirchweihe zu Münzenberg. Sonntag den 23. und Montag den 24« Mai: Concert und Tanzvergnügen im Gasthaus Mr Burg MiiuMberg. 3962