ftr. MK Samstag den 23. Januar M8C VrrrrsrAr Schulfiraße 7. Erscheint 46.t(lit5) mit Nnsnahme des Miyntags. ®teii vierteljührlich 2 Mar? 20 Ps. mit Brlasterk^«, Durch die Post i-ezozen vierteljährlich 2 Mark 50 PZ. Amtlicher IKeit. Bekanntmachung. Abgesehen von dringenden Fällen und selbstverständlich von Vorladungen sind die Amtsrichter nur Mittwochs zu sprechen. Anträge bei unseren Gerichtsschreibereien können Mittwochs und Samstags, Vormittags zwischen 10 und 12 Uhr, an den übrigen Wochentagen Nachmittags zwischen 3 und 5 Uhr gestellt werden. Gießen, den 20. Januar 1886. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Langsdorfs. «>'. I will m iHHin iiMHini'wiimi»iiiiBiiiiiJiui.ir- . - n—HUB........... Dolitifche Ueberficht. Gießers, 22. Januar. Die Ordens-Verleihungen, welche sich an das am Berliner Hofe vergangenen Sonntag statlgesundene Krönungs- und Ordenösest geknüpft haben, sind diesmal zahlreicher ausgefallen, als je zuvor. Dieselben belaufen sich auf insgesammt 1436, welche sich, wie folgt, vertheilen: Rothe Adlerorden 634, Kronenorden 186, Hohenzollern'sche Hausordm 27 und Allgemeine Ehrenzeichen 589. Nach den zweitägigen erregten Debatten von voriger Woche über die Ausweisungsfrage haben die Verhandlungen des Reichstages in dieser Woche wieder einen sachlicheren Charakter angenommen. Am Montag und im ersten Theile der Dienstagssitzung erledigte das Haus die Special- berathung des Etats der Post- und Telegraphen-Verwaltung, und zwar fast durchweg nach den Beschlüssen der Budget-Commission. Dieselbe hat eben so sorgfältig gearbeitet und die einschlagenden Verhältnisse überall so gründlich geprüft, daß das Plenum den Commissions-Anträgen beinahe in allen Stücken zustimmen konnte. Nur bezüglich des Titels 25 im Extraordinarium, welcher als erste Rate 60,000 )M wirb.) 1 ßlcpWle und brau' Pelikanen und der i von Threr (SrtlaruK knappen, einen W Jahre fei lallen, de. scheinend Vermischtes. Aus Oberhessen. Ein sehr rafftnirter Betrug wurde in einem Lcmdorte ausgeführt. Der Gerichtsvollzieher brachte verschiedene gepfändete Waaren eines Specereikrämers unter den Hammer, darunter auch ein Faß Rüböl. Der Spunden war entfernt und überzeugten sich die Steiglicbhaber durch Eintauchen mit dem Finger von der Güte der Waare. Einem Concurrenien wurde das Faß zu 90 JL zugeschlagen. Als er nach einigen Wochen das Faß in Zapf nahm, zeigte es sich, daß dasselbe mit Wasser gefüllt und nur ganz oben zur Täuschung der Steiglustigen mit Oel überdeckt war, so daß bei der Subhastation der Betrug nicht gemerkt wurde. Für den Schaden ist natürlich der Fälscher verantwortlich, aber wer ist dieser. Darmstadt, 21. Januar. Ein der Mitthäterschaft an dem an den Eheleuten Fach verübten Verbrechen Verdächtiger wäre, wie es heißt, in Offenbach verhaftet worden. Frankfurt a. M., 20. Januar. Die Friedhofs - Affaire wird mehrere Verhandlungstage, sicherlich drei, in Anspruch nehmen, denn es sind nicht weniger als 76 Zeugen geladen. Wie die „Kl. Pr." mittheilt, wird Eommissar Meyer für die zahlreichen Körperverletzungen verantwortlich gemacht; Schutzmann Winglcit wird beschuldigt, drei fliehende, bereits am Thor angelangte Theilnehmer am Leichenbegängnisse mit seinem Säbel ganz ohne Grund geschlagen und verletzt zu haben, während die Schutzleute Hohmann und Schweiger beim Absuchen des Kirchhofs einen harmlosen Maurer, der erwiesenermaßen mit der ganzen Sache nicht das Geringste zu thun hatte, mit ihren Säbeln in Behandlung nahmen. Die Verhandlung wird eine sehr interessante werden und zwar um deswillen, weil Eommissar Meyer den Nachweis bringen wird, daß ihm die schriftliche Weisung ertheilt worden, eventuell seiner Aufforderung, auseinanderzugehen, mit der Waffe den nötigen Respect zu verschaffen. Die Anklageschrift ist den vier Beschuldigten seit einigen Tagen zugestellt worden. Siegen, 19. Januar. Die „Köln. Ztg." brachte vor Kurzem von hier aus einen Bericht über die schwere Mißhandlung eines Försters durch Holzfrevler. Der Förster war darnach an einen Baum gebunden und seinem SchiFsale überlassen worden, bis ihn nach zwei Tagen ein College fand und dem Halbtodten Rettung brachte. Im Siegerlande war die Geschichte nicht passirt und man las sie demnächst aus Hadamar im Nassauischen in fast gleichem Wortlaut berichtet. Jetzt macht nun Oberförster (Stifter in Hadamar bekannt, daß an beregter Nachricht, wonach der Förster von Niederzeuzheim in oben angegebener Weise mißhandelt worden, obschon die Geschichte allenthalben erzählt wurde, kein wahres Wort sei. Berlin. Der Kaiser besuchte am Montag Nachmittag die Eisbahn am Neuen See. Vom Wagen aus sah er bei einer Umfahrt um den See dem frohen Getreide mit sichtbarer Freude zu. Auf der Eisfläche tummelten sich zur Zeit gerade Prinz Heinrich und seine Schwestern, während das kronprinzliche Paar als Zuschauer am Ufer stand. — Adolf Phillips, der frühere Neichstagsabgeordnete für Mainz, ist gestorben. Stuttgart, 19. Januar. Im Keller des Colomalwaarenhändlers Hugo Klinger (Marienstraße 18) explodirtr um 5 Uhr Nachmittags ein Benzinkolben, welcher durch das Hinabrollen eines Petroleumfasses umgeworfen wurde und sich entzündete. In dem über dem Keller sich befindenden Friseurladen des Herrn Leinert wurde der Fußboden durchgeschlagen und sämmtliche Einrichtunzsgegenstände auf das Trottoir geworfen. Schwer beschädigt wurden zwei Kinder im Hofe und der im Keller hantirende Knecht, ferner der Friseur Leinert und dessen Dienstmädchen. Ansbach, 15. Januar. Eine schreckliche Nacht machte der Schwemehändler Beck aus Noßstatt durch. Derselbe glitt Nachts beim Heimgehen auf den Schienen der Weiterdorfer Bahnüberfahrt aus und brach den Fuß. Alle seine Bemühungen, von den Schienen zu kommen, waren umsonst, da er vor heftigen Schmerzen sich nicht rühren konnte. Auch sein Hilferufen ward nicht gehört. Nachdem der Unglückliche 6 Stunden in der großen Kälte gelegen hatte, entdeckte ihn Morgens der Weclfielwärter Lauth, der vor dem Frühzuge seine Strecke beging. Bei Beck lag sein großer Hund, der ihn erwärmte und so vor dem Erfrieren schützte. Dresden. Die schlimmsten Folgen wirthschaftlicher Krisen machen sich in Meerane, einem der größten Fabrikorte Sachsens, bemerkbar. Noth und Elend ist in die Arbeiterfamilien eingezogen, dazu noch Krankheiten, wie Nervenfieber und Typhus. Die Armuth mancher Arbeiterfamilien ist so groß, daß sie ihre Wäsche, Möbel, ja sogar ihre Betten versetzen müssen. Es ist nach privaten Ermittelungen Thatsache, daß nicht weniger als 184 Familien ohne Betten sind. Die Familien aber, welche noch nicht ganz heruntergekommen sind, schlafen 3 rind 4 Personen zusammengepfercht in einem Bette. Was für traurige Zustände mögen erst an's Tageslicht kommen, wenn die amtlichen Erhebungen stattgefunden! Die Armuth hat so um sich gegriffen, daß sich schon ein Nothschrei - Ausschuß gebildet hat, welcher an die öffentliche Wohlthätig- keit sich wendet. — sPatentthürschließer von Otto Schulz u. Co. in Leipzig.) Durch denselben wird das heftige und geräuschvolle Zuwerfen der Thüren vermieden und letztere werden selbstständig und geräuschlos geschlvssen. Der Patentthürschließer ist besonders an häufig gangbaren Thüren, z. B. an öffentlichen Gebäuden, Schulen, Botels, Restaurants rc., von großem Werth, eignet sich aber auch für Thüren in Wohnräumen. Das Anbringen des Apparates ist ebenso leicht und schnell zu bewirken, als das Fortnehmen. — Eine Leipziger Firma hat im Jahre 1884 den Versuch gemacht, aus frischen Rosenblättern Rosenöl zu destilliren, und hatte nach ihrer Angabe 3 Kg. dieses edlen Parfüms erhalten. Die Firma legte eine eigene größere Rosenpflanzung an, um die Versuche fortzusetzen, doch ist davon bis jetzt nichts bekannt geworden. ' Eine andere deutsche Firma, die bekannten Rosenschulenbesitzer Gebrüder Schultheiß in Steinfurth, richtete auch im vorigen Jahre eine Destillation von Rosenöl aus fclbsigeernteteuL -rhecrose". riW' erschein". Posenol Telegraphische Depeschen. Wolff'K telegr. Earrespondenz--Brrrea«. München, 21. Januar. Der frühere Generalauditeur der bayerischen Armee, charakterisirter General der Infanterie, Graf Tattenbach ist gestern gestorben. Bremerhafen, 21. Januar. Die Conserenz der Sectionen für Küsten-Hoch- seesischerei wurde heute eröffnet. Etwa hundert Theilnehmer waren anwesend, darunter Vertreter der Reichsregierung, Preußens, Mecklenburgs, Hamburgs und Bremens. Die Berathungen erstreckten sich auf Beschaffung einer Statistik der Küsten-Hochseefischerei, sowie die dabei zu Tage getretenen Mißbräuche. Senator Tetens bewillkommnete die Versammlung Namens des Bremer Senats. Wien, 21. Januar. Gegenüber verschiedenen Erörterungen anläßlich der Petersburger Meldung über eine weitere Action der Mächte zur Sicherung des Friedensauf der Balkanhalbinsel, versichert das „Fremdenblatt" auf Grund authentischer Information, daß alle Meldungen über ein eventuelles militärisches Einschreiten Oesterreich-Ungarns in Serbien jeder Begründung entbehren. Wien, 21. Januar. Gegenüber verschiedenen Erörterungen anläßlich der Petersburger Meldung über eine weitere Action der Mächte zur Sicherung des Friedens auf der Balkanhalbinsel versichert das „Fremdenblatt" auf Grund authentischer Information auf das Bestimmteste, daß alle Meldungen über ein eventuelles militärisches Einschreiten Oesterreich-Ungarns in Serbien jeder Begründung entbehren. Pari-, 21. Januar. Die geographische Gesellschaft hielt heute unter dem Vorsitz von Lesseps eine Sitzung ab, wobei Brazza über seine Congo-Reisen berichtete. Lesseps sprach den Wunsch aus, die Negierung möge Brazza zum Gouverneur des französischen Congogebiets bestellen. L-n-on, 21. Januar. Die Thronrede, mit welcher die Königin heute das Parlament eröffnete, bezeichnet die Beziehungen zu den Mächten als freundschaftliche und gedenkt besonders der befriedi-enden Regelung der afghanischen Grenzfrage mit Rußland. Die Königin hofft, daß die Arbeit der mit der Absteckung der Grenze betrauten englischen und russischen Commissäre dazu angethan sein werde, die Aufrechterhaltung des Friedens in Centralasien zu sichern. Der Aufstand in Ostrumelien ljabt dem Wunsche der Bevölkerung auf eine Aendernng in den politischen Arrangements Äes Berliner Vertrags Ausdruck gegeben. Bei den darauf folgenden Verhandlungen sei das Ziel der Königin darauf gerichtet gewesen, die Bevölkerung ihrem Wunsche gemäß unter die Regierung des Fürsten von Bulgarien zu bringen, dabei jedoch die Wesentlichen Rechte des Sultans ungeschmälert aufrechtzuerhalten. Was Egypten anbelange, so würden die Commissarien Englands und der Pforte, welche mit dem Khedivc verhandelten, Bericht erstatten über die Maßregeln, welche nothwendig seien, um die Vertheidigung Egyptens und die Stabilität und Wirksamkeit der Regierung dieses Landes zu sichern. Endlich gedenkt die Thronrede auch der Ereignisse, welche zu der Expedition Englands nach Birma und zur Annexion dieses Landes geführt haben. «geltri«1' li*1 I in S 144 T 437 habe ii C Material ein und hatte damit einen guten Erfolg. Wie viel Rosenblätter die Leipziger Firma zur Gewinnung der 3 G. Oel gebraucht hatte, mar in dem Berichte nicht angegeben. Die Steinfurther Firma hat aus 25 Kg. Ecntifolien - Rosenblättern 16 G. chemisch reines Oel erhalten, während 25 Kg. Blätter von Bourbon-, Remontant- und Theerosen nur 6 G. ergaben. In Folge der überaus sorgfältigen Destillation über- rifft das deutsche Erzeugnis das türkische bei Weitem und wird demnächst im Handel erscheinen, n»o es gewiß ganz selbstständig seinen Weg machen wird. Das deutsche Rosenöl soll außer einem weit feineren kräftigen Geruch auch eine größere Gefriertfähigkeit besitzen. — Aus dem „Fuldaer Tageblatt" entnehmen wir Folgendes: Wir nahmen gestern die Gelegenheit wahr, der auf dem hiesigen Viehmarktplatze zur Schau ausgestellten preisgekrönten Menagerie einen Besuch abzustatten und fanden unsere Erwartungen weit übertroffen. Die Königs-Löwen aus der Berberei, männlicher und weiblicher Löwe mit ihren ca. 2Vz Jahre alten Jungen, sind wirkliche Prachtexemplare, wie man sie in der That nur selten sieht; (der männliche Löwe ist wirklich ein Eremplar von königlicher Würde, der sicher in keiner Zoologie schöner abgebildet zu finden sein wird.) Ebenso findet man in dein bengalischen Königstiger, dem dressirten Riesen- Elephanten, dem Hufeisenbär, den Panther-Tigern, dem großen Eisbären, den schwarzen und braunen Bären, den gestreiften und gefleckten Hyänen, der Riesenschlange, den Pelikanen sämmtlich schöne und gutgenährte Exemplare vor. Die Dressur des Elephanten und der Löwen ist eine interessante und gute, ohne daß man irgend welchen Eindruck von Thierqualerei empfindet, wie man ihn hier und da in Menagerien erhält. Die Erklärung und Beschreibung der ausgestellten Thiere geschieht in einer angenehmen knappen, doch deutlichen und rweckentsprechenden Weise. Die ganze Schaustellung macht einen sehr guten Eindruck und wir können wohl behaupten, daß im Laufe der letzten Jahre keine so sehenswerthe Menagerie hier war. So wollen wir denn nicht unterlassen, den Besuch dieser nur einige Tage hier weilenden Menagerie, in welcher anscheinend ein ansehnliches Kapital angelegt ist und deren Unterhalt jedenfalls nicht unerhebliche Kosten verursacht, angelegentlichst zu empfehlen und Herrn Weidauer einen wohlverdienten zahlreichen Besuch wünschen. nunmehr 17 Jahre so beliebte, trotz aller Nachahmungen unütar* troffene Haarwasser von C. Retter, München (staatlich geprüft u. begutachtet), welch, statt Oel od. Pomade tägl. gebraucht bestens zu empfehlen ist verkauft zu 40 3, u. X 1,10 I. H. Fuhr, Sonnenstraße 25, Gießen. 626 Kirchliche Anzeigen der Stadt Uieften. Evangelische Gemeinde. G o t t e s d i e n st. 3. Sonntag nach Epiphanias, 24. Januar. Vormittags 9V2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 5 Uhr: Kandidat Bauer. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Montag, den 25. Januar, Abends 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinder- schule, 1. Johannesbrief Kap. 3, von Vers 11 an. Pfarrer Dr. Naumann. Am Sonntag, den 31. Januar, wird Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittagsgottesdienst gehalten werben. Die Pfarrge sch äste in der Woche vom 24. bis 30. Januar besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. 3. Sonntag nach Epiphanie. Von 7 Uhr an Beichte. Um 8 Uhr: Frühmesse und Ausiheilung der h. Com- munion. Um VrIO UHr: Hochamt und Predigt. Um 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 415 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 525 Uhr. Aeii'gevotenes. Mein wohlassortirtes Cigarrenlager bringe ich in empsehlenbe Erinnerung. Rudolf Göbels 405___________Neuen Baue._______ Feinstes Sauerkraut, eingemachte Bohnen, gutkochende Erbsen, Linsen und Bohnen Kreppet täglich frisch bei Christian Fast, 437 _________Neuen Baue.______ Einen einspännigen Schlitten habe im Auftrag zu verkaufen. 505 Carl Leib, hinter der Kirche. Brennholz in Spalten und auch klein gemacht empfiehlt in trockener Waare 144 Andr. Eulers Täglich frische Kreppet. Fritz Schreiner, 452 Lindenplatz. Hausverkauf. Meine in der Westanlage gelegenen Wohnhäuser mit Gartenantheil bin ich Willens im ganzen oder getrennt zu verkaufen. 483 __________Herrn. Koch. gemischtes 0bfl zu Kochen aus 10 Sorten der feinsten Früchte zusammen gestellt, per Pfund 60 Pfg., empfiehlt 534 Carl Schwaab’s _________Delikatessenhandlung. Kreppet täglich frisch 448 ____Fr« Henaings, Thee, Uhoeolade, CGeas u. BarnNe empfiehlt 77 C. Koth. Allgemeiner Anzeiger. Hchversteigerungen. 1. Mittwoch den 3. Februar d. I. werden in den Domanial- walddistrikten Brauhof 1 a und 1 b, Zellenrod 8, 29, Tempel 10, 11, 13 b, 27 und Schiffenberg 30 versteigert: 10 Eschenstämme von 18—25 cm Durchmesser und 4—10 m Länge — 2,41 cbm, 56 Eichenstämme von 29—65 cm Durchmesser und 5—10 m Länge — 43,87 cbm, 23 Erlenstämme von 19 bis 30 cm Durchmesser und 7—17 m Länge — 11,07 cbm, 6 Lärchenstämme von 12—15 cm Durchmesser und 10—13 m Länge — 0,89 cbm, 28 Fichtenstämme von 13—26 cm Durchmesser und 10—17 m Länge — 7,50 cbm, 5 Kiefernstämme von 18—22 cm Durchmesser und 8—10 m Länge — 1,38 cbm, 7 Lärchenderbstangen — 0,60 cbm, 319 Fichtenderbstangen — 11,56 cbm, 1180 Fichtenreisstangen — 7,76 cbm, sodann 70 rm Kiefernscheit von 3 m Länge in Schichten. Das in Abtheilung Tempel 13 b und 27 liegende Fichtenstangenholz wird nicht vorgezeigt. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr auf der Kreisstraße von Gießen nach Hausen, an der Sandkautenschneise. Die mit rother Farbe bespritzten Eschenstämme kommen nicht zum Ausgebot. 2. Donnerstag den 4. Februar d. I. werden in den Domanial- walddistrikten Dörnergrund 46 a-c, 56 a und Tempel 25, 26, 47 versteigert: 14 Eichenstämme von 38—60 cm Durchmesser und 8—10 m Länge — 23,23 cbm, 171 Fichtenstämme von 12—20 cm Durchmesser und 10—18 m Länge — 36,51 cbm, 11 Eschenderbstangen — 0,32 cbm, 1132 Fichtenderbstangen (Wagner- und Weißbinderholz) — 71,69 cbm, 7570 Fichtenreisstangen = 50,27 cbm, sodann 123 rm Kiefernknüppel von 3 m Länge in Schichten, welche zuerst zum Ausgebot kommen. Das Fichtenstamm- und Stangenholz in der Pfarrschneise wird nicht vorgezeigt. Forstwart Schlag zu Forsthaus Baumgarten ertheilt nähere Auskunft. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr auf der Kreisstraße von Gießen nach Hausen, an der Langschneise. Gießen, den 21. Januar 18? 6. Großh. Oberförstern Schiffenberg. Heyer. 531 Meine Geschartslocalitaten (bisher Schnurgasse 24) befinden fich jetzt Töngesgasse 38 «n» Holzgraben 3 (im Hofe). Anton Offenstadt, Frankfurt a. I., Engros-Lager in Kurz- und Spielwaaren. 387 Gänzlicher Ausverkauf. Wegen Vergrößerung meiner Damenschneiderei gebe ich mein Ladengeschäft znm 1. März auf und verkaufe sämmtliche Maaren, wie Corsetten, Sonnen- und Regenschirme, Weitz- u. Wollenwaaren zu und unterm Kostenpreis. Gleichzeitig empfehle ich mich zur Anfertigung von Damen- und Kinderkleidern, sowie Maskencostümen. 538 Auguste Friesse, Neuenweg 4. Die äusser" ordentliche Verbreitung dieses Hausmittels hat eine ebenso grosse Zahl ähnlicher Präparate als Nachahmer hervorgerufen, welche sich nicht entblöden, Verpak- knng, Farbe und Etiquette in täuschender Weise herzustellen. Die Packete des ächten Stollwerck’schen Fabrikates tragen den vollen Namen des Fabrikanten und kennzeichnen sich die Verkaufsstellen durch ausgelegte Firmen-Schilder. Ll. l.__ 533 neu,leicht,solid,'elegant, preiswürdig. Abbild, gratis [6612] l. 6. Rumpf, Eis. Hand, Frankfurt a/M. Katechismus der Musik voa Professor Louis Köhler. 532 Man verlange bei der nächsten Postanstalt, Buch- oder Musikalienhandlung: Neue Musik-Ztg. I. Quart. Preis nur 80 Pf. niraa»gtmffl'ringTrniMiBirFii«ii n 1111 —— 543 Der betreffende Herr, bei welchem eine Uhr mit Kette für JL 15.— in Pfand gegeben wurde, wird hiermit aufgefordert Siefelbe in die Sandgasse binnen 3 Tagen zurückzubringen. 8957 Für ein größeres hie- figes Fadrikgeschäft wird ein Lehrling mit genügenden Borkenntnrffrn zürn sofortigen Eintritt gesucht. Schriftliche Offerten find zu richten an die Exp. d. Bl. Ein wahrer Schatz für die unglücklichen Opfer der Selbst» besteckung (Onanie) und geheimen Ausschweifungen ist das berühmte Werk: Dr. Betau’» Sei bst- bewahrung. 80.2IufI. Mit 27 Abbild. Preis 3 Lese es Jeder, der an den schreck« lichen Folgen dieses Lasters leidet, seine aufrichtigen Belehrungen retten jährlich Tausende vom sichern Tode. Zu beziehen durch das Verlags-Magazin in Leipzig, Neumarkt 34, sowie durch jede Buchhandlung. 45 521 Bon einer hiefigen Cr- garren-Fabrik wird ein mit ?\uten Schul-Zeugniffen ver- ehener junger Mann als Lehrling gesucht. Schriftliche Offerten sub Ai 1 bes. die Gxp. d. Bl. Expedition Frankfurt a. M. Prinzip: Reelle, pünktlichste und billigste Bedienung. / Kataloge u. Kosten- Anschläge gratis u. franco. 0 n c Annahme von Annoncen nir sämmtl. Zeitungen d.Welt. Die Beerdigung findet Samstag den 23. Januar, Nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause (Asterweg 26) aus statt. > 535 im Alter von 72 Jahren, was wir Freunden und Bekannten hierdurch- anzeigen. Giessen, den 21. Januar 1886 Gestern Abend verschied nach kurzem Leiden unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante "MUM- ■ ! MM M i; 537 Einen Lehrling und einen ^atrs- b urschen sucht Chr. Wattenfels. Alle Fuhrwerksbesilzer welche eine Einladung, betreffend UKsaUversicheMKg nach Berlin erhielten, werden zu einer Besprechung behufs Absendung eines Delegirten dorthin auf SLMNtKg den 2Lo d. Nerckmitta^s 2 Uhr- in die Restauration Zaubach (Kahnbrncke) eingeladen. Um womöglich den Sitz einer Section nach Gießen zu erhalten, ist eine recht zahlreiche Betheiligung erwünscht.541 MerrnieMngen. 487 Der II. Stock, 5—6 Zimmer mit n(Ien Bequemlichkeiten, zu vermiethen und 1. April zu beziehen. W. Steinbach, Löberstraße 3. 201 . Stein s Garten. Möblirte und unmöblirre Zimmer, mit schönster Aussicht, zu vermiethen. _ 456 Die seitherige Wohnung des Herrn Lehrer Pfaff (4 Zimmer mit allem Eom- iort) Schillerstraße 23 ist per April onder- weit zu vermiethen-___________Zwesch.__ 139 Eine schöne Wohnung, bestehend aus 5 Ziminern und allem Zubehör, Bleichplatz, auf Wunsch Gartenantheil, ist bis J. April d- I- zu vermiethen. ___________Schillerstraße 16 I. ~368 Gin eleg- möbl. Zimmer verm. gleich Angrrfte Frieffe, Neuenweg 4. 384 Ein Famil'.enlogis per Mitte Lipril zu vermiethen.______Wallthorstroße 36- _ 508 Ein Logis in meinem Hinterhause zu vermiethen, beziehbar 15. Februar. _________Karl Sack 81 381 Der zweite Stock meines Hauses, 5 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen- G. May SStvc», Westanlage 11. Wermischie Anzeigen. 4'-8 Einen Gesellen sucht Max Simon, Schuhmacher in Wieseck. 8 Y» Oe Saanstag den TS. •ffÄMwwr er.: Generalversammlung. *295 Ein braves Dienstmädchen per sofort gesucht. Näheres in der Exped- d. Bl. *219 Einige Herren können Mittags- tisch imb Logis erhalten. Neustadt 31. Wer SeBuBßigfllMSs fürchtet oder bereits davon betroffen wurde, oder an Congestionen, Schwindel, Lähmungen, Schlaflosigkeit, resp. an krankhaften Nervenzuständen leidet, wolle die Broschüre „lieber Schlagfluss-Vorbeugung n.Heilung“, 3. Aufl., vom Verfasser, ehern. Landw.-Bataillonsarzt Rom. Weissmann in Vilshofen, Bayern kostenlos und franco, beziehen 227 380 Schüler niederer Klassen des Realgymnasiums oder der Realschule erhalten billige Nachhnlse. Zu erfragen in der Exved d. Bl. 544 Noch eine tüchtige Mafchinen- naherrn, möglichst im Schirmnähen bewandert, pr. sofort gesucht. M. Levi, Schirmfabrik, Seltersweg 25. 542 Ein Lehrling vr. sofort oder 1. April resp. Ostern gesucht. H. F. Nassauer, Colonialwaarenhandlung. Osw& Garten (Marktplatz) Giessen. Eingctroffcn und am Sonntag den 24. Januar und folgende Tage zur Schau gestellt: WZ» grösste Menagerie der Jetztzeit» Enthält Rarrbtyiere aus allen Welttheilen, u. a. 6 afrikanische Königs- Löwen aus der Berberei (Männchen und Weibchen mit ihren Jungen), die größte und schönste Gattung, wie sie bisher noch in keiner Menagerie gezeigt wurden, bengalischer, Königstiger, sowie dressirte Ri sen-Elephanten, schwarze Panther-Tigcr, diese Thiere sind äußerst selten, da sie nur mit vielen Kosten und großer Mühe zu erhalten sind, den neu entdeckten Hufeisenbären aus dem Hymalayagebirge, Eisbären, schwarze und braune Bären, gefleckte und gestreifte Hyänen, Leoparden, Jaguar, sibirische und Karpathen-Wölse, Riesenschlangen und verschiedene Affen- und Vogelgattungen. Drrffirr mit dem Königs-Löwen, Hyänen und Baren, sowie Vorführung des drefstrten Riesen-Mephanten (Jenny), Nachm. 4, G tu Abends 8 Utzr. Bei diesen Vorstellungen jedesmal Fütterung sämmtlichsr Nanbthiere. Sonntag den 24. Januar, Nachmittags 4 Uhr, erste ELöffrsumKs-Dor'stestWrrg. Preise der Plätze: 1. Platz 60 H, 2. Platz 40 3. Platz 30 Kinder zahlen auf allen Plätzen die Hättte. 540 Gütigem Besuch entgegen sehend, zeichne Hochachtungsvoll W, WeMauer. Die Menagerie ist gut geheizt und vor jedem Unwetter geschützt. Pferde znrn Schlachten werden von der Menagerie angetan st. II Tsdes-Auzeige. I Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche W Z Mittheilung von dem heute Morgen V26 Uhr nach kurzem, aber M | schweren: Kranksein erfolgten Ableben unseres innigstgeliebten Töchterchen W | und Enkelchen W | Mi 11 nn 8 I im Alter von l1/» Jahren. Gießen, den 22. Januar 1886. 1 539 Jamilie L. Wiedm«yer. M Ein Mädchen, das selbstständig kochen kann, gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. Nedaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brüh loschen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.