1886 Mittwoch dm 22. December Erstes Blatt Str. 29S Amts- und Anzeigebiatt für dm Kreis Gießen. Erscheint ILgttch mit AuS««hme M MontagS flhMrorat Schulstraße 7. Betreffend: Die Deutsche landwirthschaftliche Ausstellung zu Frankfurt a. M. -- .. Atk. z ftft. nAk^' 8848 Prei» vierteljührlich 2 Mart 20 Pf. mti 6rt*e«i*L Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf- •fei äü*T \ Tisch- und Bett- ? und sonst. Drehen 'UMNg billig T —^^Werner. e Anzeigen. em nSthM »7 hmtt junger Mann "ctn «inttitt'N «« -schäft i« di' Li»-' e Offerten sind 6'1to _________ ^ifeütnl® ' HVSröntngtt^ London, 20. December. Die „Morning Post" meint, er sei Zeit, die Türkei, den Bundesgenossen Englands, vor der Fortsetzung ^uer Politik zu «arnen, welche ein energisches, unverzügliches Vorgehen Englands nüthig machen dürste Russtsche Drohungen möchten vielleicht in Konstantinopel eine gewisse Bestürzung Hervorrufen, aber Englands Vorgehen dürfte der Türkei weit wirkungr- roller und rascher die Augen öffnen, um die Gefahren zu sehen, welche hre gegen- Wärtige Haltung für sie herausbeschwöre. England sei vorbereitet, s.me traditionelle Politik der Anfrechthaitunc> des türkischen Reicher sortML-n, °r könne jedoch Angesichts der Lage im Orient dem Sultan und dessen Räthen unter keinen Umstünden gestatten, die zweideutige P^rtik fortzusetz-n, welche die bestehenden Schwierigkeiten nur vergrößern könne. Em Zaudern del Türket tm aeaenwärtigen Augenblicke würde die britische Regierung unbedingt zwingen, Rußlands Drohungen entgegenzuarbeiten durch Entschlüsse und Maßnahmen welche die Pforte rasch zu der Einsicht bringen würden, daß ihre I-tzige Po höchst verderblich s-i für ihre Interessen in Europa und Asien Diese Politik lege England gebieterisch die Pflicht auf, bte geeignetsten Mittel für den Schutz seiner Reichs.Jntereffen ohne Rücksicht auf das Schicksal des ottomanrschen Reicher in Erwägung zu ziehen. hätten: für die französischen Revanchepolitiker sei eine Feindschaft zwischen Deutschland und Ruhland erwünscht, man könne sagen B-durfnih; für englische Auflassungen sei das Zusammenhalten der drei Kaisermächte eine Unbequemlichkeit; den polnischen Bestrebungen erscheine ein Krieg gegen Rußland als erstes Srforderniß; der polnische Einfluß auf die gegen Deutschland hetzenden russischen Blatter habe deßhalb auch wesentlich zu den Pressekämpfen beider Nationen beigetragen; ebenso hätten regierungsfeindliche deutsche Blätter beider Parteien in der Feindschaft zwischen Deutschland und Rußland eine willkommene Unterlage ihrer Politik erblickt; die deutsche Politik habe unbeirrt an der Ueberzeugung festgehalten, daß deutsche Interessen in Bulgarien Nicht in Frage stehen. Der deutsche Einfluß sei unentwegt auf die Erhaltung des allgemeinen Friedens gerichtet und wurde in diesen Bestrebungen durch die Artikel der unter Prioateinwirkung schreibenden russischen Presse niemals irre gemacht, weil ihr Vertrauen auf die Weisheit und die Charakterfestigkeit des russischen Kaisers stets uns e1 fu12a Vcember. In der am 20. dss. Mts. unter dem Vorsitze des Staatsministers, Staatssecretärs des Innern, v. Bötticher, abgehaltenen Plenarsitzung des Bundesraths machte zunächst der Vorsitzende Mittheilung von den Seitens des Reichstags zu dem Entwurf eines Gesetzes über die Controle des Reichshaushalts und des Landeshaushalts von Elsaß-Lothringen für 1886-87 zu der Denkschrift über die Ausführung der Anleihe - Gesetze und zu der Bekanntmachung wegen Aufnahme der Albumin-Papierfabriken unter die genehmigungspflichtigen Gemerbeanlagen gesaMen Beschlüssen. Sodann fand die Wahl eines nichtständigen Mitgliedes des Reichsversicherungsamts aus der Zahl der Mitglieder des Bundesraths statt. Dem Anträge Bayerns, betreffend die Abänderung des Etats ber 3oQ = $enDQltniig§foften für Königreich Bayern, wurde zugestimmt, von mehreren Eingaben, welche gesetzliche Maßnahmen zur Hemmung des Niedergangs der deutschen Landwirthschafl bezwecken, Kennt- Nitz genommen, dem Haupt-Sleueramt Duisburg die Ermächtigung zur Abfertigung des mit dem Anspruch auf Steuervergütung ausgehenden 3ucfer§ ertherlt. Nachdem noch beschlossen worden war, die durch den Bundesrathsbeschluß vom 27. Mai d. <>. für unfallversicherungspflichtig erklärten Betriebe der Bau-Schreiner (-Tischler) und ! Einsetzer den Holz-Berufsgenossenschaften, die Betriebe der Bauschloffer und Anschläger : dagegen den Eisen- und Stahl-Berufsgenossenschaften (beziehungsweise der RheiNisch- i Westfälischen Maschinenbau- und Kleineiseninduflne- Berufsgenofsenschafl) zu. uber- | weisen, gelangten zum Schlüsse Eingaben wegen Zollbehandlung verschiedener Gegen^- • stände zur Verhandlung. Telegraphische Depeschen. LSolff*s telegr. Corresyondens-Durearr. 20 December. Se. Majestät der Kaiser nahm heute die Vorträge Mervoncker's und Wilmowski's entgegen und empfing Nachmittags den Besuch des Wr men Wilhe m und conferirte später mit dem Minister Puttkamer. ^rmzenLviiyeim begrüßt es mit Befriedigung, daß die lungste riickttei miiabr» er •arat®“ zsE. Di- neu aebilbete Deutsche Lanbwitthschasts-Gesellschaft veranstaltet in bet Zeit vom 9.-13. Juni 1887 zu Frankfurt a M. ihre erste Ausstellung NLW-LkL-« -L-SN ää “ S ßtprüthp Masckinen und Produkte. Besonders dürfte die Ausstellung von Rindvieh der Vogelsberger Raffe wegen der der diesem Vrehschlage muthmaßlrch u'ir pimelne Tbiere durckscbnittliÄ je 200 Mark, für ganze Zuchten bestimmter Art je 7o0 Mark, für Schafe und Schweine dl) JJcan. ^teysurrer Qrf Ä tftS feKÄl« S « basfelbe n den eingerichteten ©tänben unterbringen kann. Wegen bet Bestimmungen im einzelnen muß hier auf b^Auffätze in Nr 46 'und 49 ^der Olandwirthschaftlichen Zeitschrift von 1886 verwiesen werben. Auch ist bet Unterzeichnete zur weiteren Auskuns breit. Um auch ben weniger bemittelten Landwirthen eine Bewerbung um bie ausgesetzten Hen/Pte,fe r°D'v -»«Ln hnL sä? SffJÄSSSÄÄw ÄS«S?L.",-“SU».« Sejug des Futtns vermitteln ß .. 8 (giescn D^er Mitglieder des Viehjuchtvereins, welche Pferde, Rindvieh, Schafe oder «ch»-L!W iu» IS. S-n-a. 1SS7 I»,- b-i ** "ÄÄ Sf’Ä'SÄ Ä'Ä'ÄÄÄ «i.» i- d-n »-Mi--. lungen btejrt !ttmÄn ersuche ich hiermit, nach d-w IS. Januar alsbald die Anmeldungen an das zunächst wohnende Mitglied der Faffelbesichtigungs-Commissionm abMe^eru WeitetShain; G-orgi, Rentner in Gießen; Gros, F.» Die zuletzt «etW Meldungen °mfl ss ä: säW b"' das ist in der ' er AnthropolA des menschl^ l "7 Vorgeschichte Obthillungen: i) 2. 2) -tte Ur-Rassen c ^«en und 32 Ch« m Selbsterkenntnis ■ßc§ empsohlm zu werda ve zu nennen und m me man es von de lables Weihnacht Merit, welche für ki Abreißkalender k iiey & Edlich, Leich nacfDoflen KalendcM oon Sakkingen" enW Reichhaltigkeit Nichts p ithälung den Aus- uo) Äbe- und Fluth-Zeil a n noch die Tageszch onders zweckmäßig je ion Mey & Mich ist K sorgfältig gewählte Eiu hat also neben seb täglich durch edle, M en und ift bMb jn MM ober MujaW hören, nur 50 MM irden, welche Sim für «Me mieres AatKi Reuter's berühmten M gänzung^bande zu sma -ndgedichte" emM er'sWerken und sind Volksausgabe eleg. geb. P ng. 1887. Bon Li»> LA« eine ausg^ g de. sSfl- r-Ä-s sgeberin in der FE «MZ ES LOH-80' fflflt stark befl^A M w dö: ,Äi> Allgemeiner Anzeiger. 8653 u. s. w. LhristbaumKerzchen (aller 9029 iit vorzüglicher Qualität billigst bei C. Roth. billig abzugeben. Alicenstraße -8683 Arrac, Rum, direct importirt Prima empfiehlt B 05t Mittwoch den 22. d. Mts, Nachmittags 2 Uhr, in der Louis Flett'schen Hofraitbe dahier sollen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: 1 Sopha, 1 Consol, 2 Klciderschränke, 1 Nähmaschine, 1 Häckselmaschine rc. Gießen, den 20. December 1886. Engel, 9124 Gerichtsvollzieher. franz. Cognac, Punsch-Essenz Julins Schulze Somicnstraße 80. empfiehlt in größter Auswahl äußerst billig: Kaputzen, Pellerinen, Tücher, Kinderkleidchen und Jäckchen, Muffe u. Kappen, Tricot - Taillen, Unterröcke, Unterjacken und Hofen, Beinkleider für Damen und Kinder, Strümpfe, Hand- fchuhe, Schleier, Corfetten, Schürzen, Taschentücher Ieikgeöotenes. 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Epreuve d’artiste, Chine (50 ausgesuchte Drucke, vor der Schrift; nummerirt; nur noch in wenigen Exemplaren auf Lager!) «X 10.— b. Ausgabe mit der Schrift, auf feinstem, chinesischem Papier cX 6.8O Die Heliogravüre (Sonnenkupferstich), dieses vornehmste und beliebteste unter dem modernen Reproductionsverfahren, erreicht in seiner künstlerischen Wirkung den älteren Kupferstich, doch ermöglicht es die Art seiner Herstellungsweise die einzelnen Kunstblätter zur Hälfte des für jenen geforderten Preises in den Handel zu bringen. Ich empfehle deshalb obige Gravüren als ebenso gediegenen, wie sehr preiswürdigen Zimmerschmuck von bleibendem Werth. Das Original, in hochelegantem, geschnitztem Rahmen aus hellem unb dunklem Eichenholz, ist ebenfalls verkäuflich und bei Otto Hochstätter, Rahmenhandlung hier, ausgestellt, woselbst der Verkaufspreis zu erfahren ist. Diese Firma sowohl, wie alle hiesigen Sortimentsbuchhandlungen, liefern auch die Aus' gäbe in Heliogravüre fix und fertig eingerahmt in geschmackvollen Hellen oder dunklen Rahmen. 9132 Emil Both, Buch- und Kunstverlag in Liessen. In Nr. 295 Ihres geschätzten Blattes haben wir allen, die uns zu unserer Christbescheerung Unterstützungen zu Theil werden ließen, unfern innigsten Dank ausgesprochen. Leider aber haben wir vergeßen, eines ganz beträchtlichen Geschenkes, welches Fräulein Möser, Lehrerin der weiblichen Arbeiten, und ihre Schülerinnen uns zuwandten, Erwähnung zu thun. Wir bitten freundlichst diese Vergeßlichkeit entschuldigen zu wollen, und wir statten hiermit noch nachträglich unfern herzlichsten Dank für diese Gaben ab. _________________Cuxschmann, Generalfechtschule Lahr. Verband Giessen. Donnerstag den 23 d. M.: Hauptversammlung zur Stadt Frankfurt (Schloßgaffe). Tagesordnung: 1) Rechnungsablage. 2j Mittelrheinischer Verbandstag. 3) Ausnahme von neuen Mitgliedern- 4) Diverse Anträge. Wir ersuchen unsere Mitglieder zahlreich zu erscheinen. [9117 Der Vorstand. NB. Unsere Fechtmeister und Fechtmeisterinnen werden höfl. ersucht, noch vor dem 1. Januar abzurechnen, da unser jetziger Kassier verzieht, und bis dahin abgerechnet sein muß._______________________v. 0. Verein Jugendfreund. Nachdem wir gestern Abend unsere Weihnachtsbescheerung in der seither üblichen Weise abgehalten haben, fühlen wir uns gedrungen, allen Denjenigen unseren wärmsten Dank auszusprechen, welche uns im Laufe des Jahres durch Sammlung von Cigarrenspitzen und durch Zuwendung sonstiger Gaben unterstützten. Wir danken ferner dem verehrlichen Stadtvorstande und der Schulbehörde für die unentgeltliche Ueberlassung der Turnhalle der höheren Töchterschule, sowie dem gemischten Chor der Bürgergesellschast und dem Herrn Musiklehrer Bauer für nen Vortrag einiger Lieder, wodurch zur Verherrlichung der Feier wesentlich beigetragen wurde. Endlich danken wir auch noch den Herren Besitzern des Gießener Anzeigers und der Oberhessischen Nachrichten für die unentgeltliche Aufnahme unserer Annoncen im Laufe des Jahres. Indem wir die seitherigen Freunde unseres Vereins bitten, uns auch im Nächsten Jahre kräftigst zu unterstützen, richten wir an Alle, welche unserem Verein seither noch fern gestanden, das Ersuchen, durch Beitritt zu demselben unser Bestreben zu fördern, damit wir immer segensreicher wirken können. Gießen, am 20. December 1886. Der Vorstand. laDttiaiewr-Wiü. Als geeignete Candidaten werden vorgeschlagen: Herr F. C. B. Koch „ L. HeyUgenstaedt „ Emil Fischbach. Sehr erwünscht würde es sein, wenn ein Vertreter des Klein-Handels in der Corporation vertreten wäre und möge man deshalb obigen Vorschlag unparteiisch prüfen und dementsprechend wählen. 9133___________________Mehrere Interessenten. Burger - Gesellschaft. Am 26. December (II. Feiertag): Abmöunterhattmlg mit Concert und Weilinachtsbescheerniig in Stein*« Garten (großer Saat). Loose ä 50 Pfg. sind bei Herrn Fr. Conrad, Friseur, bis zum 26. December Mittags 12 Uhr zu haben. 9122 Die Gewinne werden von uns angekauft. Jedes Loos gewinnt. Der Vorstand. Englische Oel-Lackfarbe zum Selbst-Lackiren von Fußböden in bekannter vorzüglicher Qualität. Alleinverkauf bei [3454 Fr. Seibel. Allen Denen, inniger Theil und Bruders Für die vielen Verlust unseres lieben unseren lieben Bruder und Schwager s Karl Möller et haben, sagen wir unseren innigsten Dank. 20. December 1886. 9126 Christine Luh, geb. Müller, Ludwig Luh, Johannes Weber V. sowie Herrn Pfarrer Schlosser für die trostreichen Worte am Grabe des Verewigten, für den reichlichen Blumenschmuck und die Begleitung zur letzten Ruhestätte, sagen wir unfern tiefgefühlten Dank. 9115 Die trauernden Hinterbliebenen Nedaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. C.br. Vietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält 9 Blätter.