Nr» 246 Freitag ven SS Oktober 1886. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. U «chulstr-r.7. Erscheint tü«,ich mit S°4n-Hm° de« «»n«ag». KÄv “Ä Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Die Vergütungen für die durch die letzten Truppenübungen im Kreise Gießen entstandenen Beschädigungen sind zur Auszahlung an die Interessenten angewiesen worden. Gießen, den 20. October 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen. e Dr. Boekmann. Betreffend: Aufstellung der Kirchen-Voranschläge pro 1887/88. Lang-Göns, den 19. October 1886. Das Großherzogliche evangelische Dekanat Gießen an die evangelischen Kirchenvorstände des Dekanats. Diejenigen, welche den rubrizirten Voranschlag noch nicht aufgestellt und eingesendet haben, wollen dies alsbald thun. Dr. Strack. MBnBg—MLWIlWftMfTWlM—aBa—!■»!■«■«> WB.UIM mWIMTMlIUECSO—«B —PaMEMJWWI II IIIII I »t£Iij1»VL!M»«kk!ü: Politische Ueberficht» Gießen, 21. October. Kaiser Wilhelm hat seinen Herbstaufenthalt in Baden-Baden beendigt und Mittwoch Nachmittags 5 Uhr den genannten Badeort mittelst Extrazuges verlassen. Die Ankunft des Kaisers in Berlin dürfte nach den getroffenen Reise-Dispositionen am Donnerstag Vormittag halb 9 Uhr erfolgt sein. Die Kaiserin ist am Donnerstag von Baden-Baden nach Coblenz übergesiedelt, um daselbst noch einige Wochen zu verbringen, ehe sie an die Seite ihres erlauchten Gemahls nach Berlin zurückkehrt. Zur Feier des 55. Geburtstages des Kronprinzen Friedrich Wilhelm hatte die Reichshauptstadt am Montag reichen Flaggenschmuck angelegt. Zahlreiche Gratulanten aus allen Bevölkerungskreisen sanden sich im Laufe des Vormittags im kronprinzlichen Palais ein, um durch Eintragung ihrer Namen in die daselbst aufliegenden Listen dem hohen Herrn ihre Verehrung au'szudrücken. Die Geburtstagsfeier des Kronprinzen fiel diesmal mit dem 25jährigen Jubiläum der Frau Kronprinzessin als Chff des zweiten Leib- Husaren-Reglments zusammen. In Posen, dem Haupt-Garnisonsorte des genannten C'lue-Regiments, wurde das Jubiläum des erlauchten Regiments-Chefs durch eine Parade des Regiments vor dem commandirenden General, v. Meer- schech>Hüllessem, Festdiner des Officier-Corps im Casino Saale und eine Festlichkeit der unteren Chargen im Lambert'schen Saale begangen. In Stettin ist am Montag wiederum ein Subventions-Dampfer vom Stapel gelaufen, die „Bayern", welche nebst ihrem Schwesterschiffs „Preußen" für die Reichspostdampser-Linie „Bremen-Hongkong" bestimmt ist. Die Einigkeit unter den verschiedenen Schattirungen des belgischen Liberalismus, die auf dem Parteitage in Namur kaum erst hergestellt worden ist, scheint schon wieder in die Brüche gegangen zu sein. Der wegen seines antiministeriellen Toastes abgesetzte Bürgermeister von Namur, Roneaux, war von den Radikalen als Candldat für die in Brüssel bevorstehende Wahl eines Deputirten an Stelle Van der Smissen's, der bekanntlich jüngst wegen Ermordung seiner Gattin vom Assisenhofe zu Mons zu 10 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden ist, aufgestellt worden. Die gemäßigt-liberale Partei lehnt nun diese Candidatur ab, darob Heller Zorn der radikalen Preffe gegen die liberalen „Doctrinäre" und das Endergebniß dieses abermaligen Zwistes unter den belgischen Liberalen wird natürlich der Sieg des „klerikal-unabhängigen" Candidaten bei der Brüsseler Ersatzwahl sein. Der General-Adjutant des Kaisers von Rußland, Fürst Dolgorukow, hielt sich dieser Tage aus der Rückreise von dem Pyrenäen- Bad Vichy, wo er eine Kur gebraucht, nach Petersburg in Kopenhagen aus. Von der dänischen Presse war dem Aufenthalte des Fürsten eine besondere politische Bedeutung beigelegt worden, welcher Annahme jetzt das Regierungsblatt „Berlingske Tidende" mit der Versicherung entgegentritt, Fürst Dolgorukow habe lediglich deshalb Station in Kopenhagen gemacht, um den König von Dänemark zu begrüßen und dessen persönliche Grüße an die Kaiserin überbringen zu können. Aus Oesterreich kommt eine böse Kunde — die Cholera hat ihren Einzug in Wien gehalten! Vorläufig handelt es sich allerdings nur um einen vereinzelten Fall, den des Bureau-Chess der österreichischen Staatsbahn- Gesellschaft, Dr. Schmidt; letzterer war in voriger Woche in Pesth gewesen, von wo er den Keim der furchtbaren Krankheit mit nach Wien rurückbrachte und ist er derselben noch in der Nacht vom Samstag zum Sonntag erlegen. Von den Wiener Behörden sind sofort die umfassendsten Vorkehrungen getroffen worden, um einer weiteren Ausbreitung der Seuche in Wien entgegenzutreten; immerhin beweist der Fall, daß der unheimliche asiatische Gast wiederum um eine Etappe weiter nach dem Westen Europas vorgerückt ist und man kann nur hoffen, daß er mit Wien das äußerste Ziel seines diesmaligen Zuges durch Europa erreicht hat. Jenseits der Leitha zeigt freilich die Cholera noch immer . keine Neigung, zu erlöschen; aus Pesth wurden vom Montag wieder 23 neue ■ Erkrankungen und 20 Todesfälle und aus Szegedin 19 Erkrankungen und - 7 Todesfälle an Cholera gemeldet; Triest meldete vom gleichen Tage 9 Er- i krankungen und 1 Todesfall. i In Frankreich steht eine partielle Mmisterkrisis vor der Thür, wenn, sie zur Stunde nicht schon einqetreten ist. Nicht nur der Finanzminister Sidi- Carnot will wegen seiner Differenzen mit der Budget'Commission Der Deputir- tenkammer demissioniren, sondern es ist auch der Minister des Innern, Sarrien, gesonnen, zurückzutreten. Letzterer ist zu diesem Entschlüsse durch eine persönliche Schlappe gekommen, die ibm in der Montagssitzung der französischen Deputirten- kammer bereitet wurde. Die Radikalen hotten eine Motion eingebracht, welche das Bedauern über die Anwendung von Gewalt bei der Arbeiterbewegung in Vierzon ausspricht; die Kammer lehnte nun zwar diese Motion ab, sie thct aber auch das Gleiche mit dem von dem Deputirten Proel eingebracheen An- rage, dem Minister ein Vertrauensvotum zu ertheilen. Obwohl sich Sarrien ausdrücklich gegen die einfache Tagesoronung erklärte, acceptirte die Kammer doch die letztere, in Folge dessen Sarrien mit der Erklärung, daß er seine Entlassung nehmen werde, den Saal verließ. Inzwischen meldet eine Pariser Depesche vom Montag Abend, daß sich Sarrien hat bereit finden lassen, seine Demission zunächst noch zu verschieben, da viele Deputirte erklärten, daß bei der erwähnten Abstimmung der Kammer ein Mißverständniß abgewaltet habe. Waden Finanzminister Sidi-Carnot anbelangt, so sollte am Dienstag ein Ministerrath über dessen Demissions Gesuch entscheiden, doch ist über das Ergebniß dieser Berathung noch nichts Näheres bekannt. Rußland scheint in feiner Absperrungs-Politik in Zollsachen endlich Erleichterungen eintreten lassen zu wollen. Wenigstens stellt das Petersburger „Finanz-Amtsblatt" gewisse Erleichterungen der Zollformalitäten hinsichtlich Der zur Getreideausfuhr aus russischen Häfen bestimmten leeren Säcke, die von Schiffen ans dem Auslande mitgebracht worden sind, in Aussicht. Allzuviel ist das nun freilich nicht — sollten das im Uebrigen die Zollerleichterungen im Verkehr mit Rußland sein, die vom Staatssecretär v. Bötticher neulich in Thorn signalisirt worden sind? Im Schooße der provisorischen bulgarischen Regierung macht sich plötz'.ich eine Strömung zu Gunsten Rußlands geltend. Die Minister Nat- schewitsch, welcher das Departement des Aeußern, und Stoilow, welcher das des Innern unter sich hat, bestehen, nachdem die Frage der Sobranje-Wahlen nunmehr im Sinne Der bulgarischen Regierung erledigt ist, darauf, daß letztere die Bahn der Zugeständnisse gegenüber Rußland betrete, wovon sich eine gütliche Verständigung erhoffen lasse. Es beutet diese Schwenkung in Der Politik des gegenwärtigen Cabinets ,üon Sofia daraus hin, daß man daselbst Grund hat, die baldige Herstellung eines modus vivendi mit Rußland für wahrscheinlich zu erachten. In welcher Weise dieser modus vivendi sich treffen lassen wird, darüber lassen sich freilich kaum Vermuthungen aufstellen, so lange sich Rußland Bulgarien gegenüber aus den Stand der bloßen Verneinung stellt. Da man bulgarischerseits nunmehr auch die Lösung der Frage ernstlich betreibt, wer Der Nachfolger des Fürsten Alexander werden soll, wird Rußland doch wohl ober übel seine Karten bald aufdecken müssen. Es wird versichert, daß zwischen den Großmächten fortgesetzt ein eifriger Gedankenaustausch bezüglich der Candidaten- frage stattfindet, doch betrachtet man in den europäischen Cabineten über das Ergebniß desselben noch Stillschweigen. Darmstadt, 20. October. (Bau und Unterhaltung von Kunststraßen betreffend) , hat das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz unterm 6 October d. Js. nachstehende Verfügung an die Großh. Kreisämter erlassen: „Nach einer wiederholten Prüfung der Frage, ob unter der in Art. 11 des rubricirten Gesetzes statuirten Verpflichtung der Gemeinden, bezw. Gemarkungs- Inhaber, in deren Gemarkungen Kreisstraßen gebaut werden, zur unentgeltlichen Stellung des erforderlichen Geländes, frei von Hypotheken und anderen dinglichen Lasten, lediglich die käufliche Erwerbung und Auüsteinung des zur Straße erforderlichen Geländes ober aber auch die formelle Übertragung des Eigen- thumsrechtes an dem Straßengelände auf den Kreis zu verstehen ist, sind wir, übereinstimmend mit Großh. Ministerium der Finanzen, zu der Ansicht gelangt, daß die Frage im Sinne der letzteren Alternative zu beantworten ist. Wir glauben, daß zu dieser Auffassung sowohl die grammatische und logische Interpretation des Art. 11 cit., wie die bezüglichen Ausführungen der Motive des Gefetz- entwurss, Die Analogie der Art. 5 und 20 des Gesetzes und das Verhältniß desselben zu dem früheren Rechtszustand hinführt. erscheint im Uebrigen lediglich als eine Consequenz der bezeichneten Auffassung, daß die Gemeinden, bezw. Gemarkungs-Inhaber, aus ihre Kosten Alles, was zur EigenthumS-Ueber- tragung erforderlich ist, zu thun und zu beschaffen, insbesondere die Kosten der Kaufnotuln, der Kauf- und Meßbriefe, sowie des Ueberschreibens des Geländes auf den Namen des Kreises im Grundbuch zu tragen haben. In letzterer Be- Ziehung ist übrigens zu beachten, daß in den Fällen, in welchen das Straßen- gelände von Dritten erworben wird, eine doppelte Ueberschreibung (zuerst aus den Namen der Gemeinde und dann aus den des Kreises) im Allgemeinen nicht nothwendig, vielmehr ein sofortiges Ueberschreiben auf den Kreis zu ermöglichen sein wird, sowie daß im Falle einer nachträglichen Ueberschreibung solcher Straßen, welche bereits auf den Namen der Gemeinde eingetragen sind, event. auf Grund des Art. 10 des Gesetzes, betreffend die Ausführung de» deutschen Gerichtskosten'Gesetzes vom 30. August 1879, Gebührenfreiheit gewährt werden könnte."(Darmst. Ztg.) TMgrayWche Depesche». Baden-Baden, 20. October. Se. Majestät der Kaiser machte heute Morgen weitere Abschiedsbesuche bei den hier weilenden fürstlichen Personen. Um 4 Uhr Nachmittags nahmen Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin mit den Großherzoglich badischen Herrschaften im Messmer'schen Hause das Diner ein. Um 5Vr Uhr reiste Se. Majestät der Kaiser, von dem Großherzog und der Frau Großherzogin von Baden begleitet, ab. Sämmtliche Fürstlichkeiten, die hier anwesenden Gesandten, die Spitzen der Behörden und viele Personen von Distinktion, waren auf dem Bahnhofe zur Verabschiedung anwesend. Das zahlreich versammelte Publikum brachte Seiner Majestät enthusiastische Hochrufe dar. Berlin, 20. October. Dem Vernehmen nach ist die kaiserliche Ermächtigung zur Einbringung eines Gesetzentwurfs, betreffend die Unfallversicherung für Seeleute, im Bundesrathe dieser Tage eingeholt und ertheilt. Danzig, 20. October. Das Schiedsgericht verurtheilte die strikenden Setzer der Schrot'schen und Alexander'schen Setzereien wegen Eontractbruches zu Schadenersatz. Wien, 20. October. Die „N. Fr. Pr." meldet aus Sofia: Gadban Pascha überreichte der bulgarischen Regierung eine Note, worin Namens der türkischen Regierung verlangt wird, daß der Zusammentritt der Sobranje bis auf Weiteres vertagt werde, da die russische Regierung mit den Wahlen und der Einberufung der Sobranje nicht einverstanden sei und die Mächte über einen Throncandidaten noch keinen Entschluß gefaßt hätten. Da ferner mehrere Bulgarien betreffende Fragen noch schwebten und Bulgarien an den Berliner Vertrag gebunden sei, so würde der Zusamnlentritt der Sobranje zwecklos und erfolglos bleiben. — Nach einem Telegramm des Telegraphen-Correspondenzburcaus aus Rust- schuk würde zur Verständigung mit Rußland kaum ein Entgegenkommen des gegenwärtigen bulgarischen Eabinets genügen. Die Bedingung zur Annäherung würde ein Cabinetswechsel sein, dem man alsdann ein russenfreundliches Cabinet und die Einberufung einer neuen Sobranje folgen zu lassen hätte. Nach russischer Ansicht würde ein solches neues Eabinet erst constituirt werden, resp. die Sobranje sich auflösen können, wenn Europa über einen Throncandidaten einig sei. Gegen die compromsttirtcn bulgarischen Osficiere liege nach russischer Ansicht ein Grund zur Verfolgung nicht vor, da Stambulow am 24. August von Tirnowa aus eine Amnestie für die Teilnehmer am Staatsstreiche erließ und dies vorn Fürsten in Lemberg ratificirt wurde. — Der Commandant von Rustschuk, Major Filow, welcher erklärt hatte, er könne die gegen ihn verhängte Versetzung zur Disponibilität, sowie die zehntägige Arreststrafe nicht annehmen, ist auf Befehl des Kriegsministers durch den Comman- danten des Rustsckuker Regiments verhaftet worden. — Nack einem Telegramm, der „N. Fr. Pr." aus Sofia hätte die bulgarische Regierung die russische Note, worin eröffnet wurde, die russische Regierung werde vom 1./13. October ab jede den russischen Rathschlägen nicht entsprechende Handlung als ungesetzlich betrachten, dahin beantwortet, sie werde in allen ihren Handlungen nach wie vor im Sinne der Verfassung vorgehen. Wien, 20. October. Cholerabulletin. Es erkrankten, resp. starben in Triest 9/2, Pesth 32/15 Personen. Paris, 20. October. In Folge der Verständigung zwischen Freycinet und der betreffenden Commission wird die Einbringung des Berichts über den Handelsvertrag mit China bis zum Abschlüsse einer Zusatzconvention, worüber gegenwärtig behufs Verbesserung des Vertrags verhandelt wird, verschoben. London, 20. October. sTelegramin des Reuter'schen Bureaus.) Der Ober- Commandirende der englischen Armee in Birma, General Mac Pherson, ist heute am Fieber gestorben. Belgrad, 20. October. In Folge des Auftretens der Cholera in Semlin ist für Reisende aus den inficirten Orten eine 7tägige ärztliche Beobachtung im Absteigequartier, unter Ausschluß bes Verkehrs mit anderen Bewohnern, soweit solches möglich, angeordnet. Rustschuk, 20. October. Baron Kaulbars richtete an die bulgarische Regierung eine Protestnote wegen des Vergehens gegen russische Unterthanen in Bulgarien. Mehrere Personen ieien mißhandelt und verhaftet worden, weil sie ihn besucht hatten. Ferner habe er mehrere russische Unterofficiere in bulgarischen Diensten, um sie zu schützen, in die Heimath zurücksenden müssen. Solche Vorkommnisse würden, wenn wiederholt, ernste Folge haben. Ein seltsamer Angriff auf die deutsche Industrie. Seitdem die deutsche Industrie mit wachsendem Erfolge in den großen Con- i^-^ 7504 LaMagehost und auf Holz lithographirte Laubsagemirlagen empfiehlt Louis Lony, 7093 Marktstraße 23. Strickwolle, Aockwolle in guter Qualität empfehlen billigst Gefcbw. -tzeerz, 7531 Neuenweg. Oehsenstereh ä Pfund 45 Pfg. bei 7530 V. Malkomesiu-, Neustadt 35. >ivp^5- ?~ä\~ySSicowyo^wÄ* oUH'€U< (wcR iw>cik«>n^) .'_- ä5>3^o^^«5<;ta» ÜAtfww. !'.r. U £ ‘ä W hKUKMM Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Die heutige SkuMme« enthält 1 Blatt re. 1 Beilage Schellfische treffen heute (Donnerstag) ein bei F erd. Drehes, 7540] 21. Marktplatz 21. _ Nuß-Kohlen, [7520 Melirte Steinkohlen, Anthracit-Kohlen, Briquets, Hol? empfiehlt in nur bester Qualität Jan. Wirths Nachfolger. Todes-Anzeige. Gestern Vormittag IOV4 Uhr verschied sanft nach längerem Leiden unser lieber Gatte, Vater, Schwieger- und Grossvater der Sdireinermeister Peter Gerhard im vollendeten 70. Lebensjahre, was wir Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Theilnahme hierdurch anzeigen. Giessen und Frankfurt a, M., den 21. October 1886. Die trauernde Familie» -- ------- 1 -- ■■ Geschwister Heerz^ Giessen, Neuenweg 7. g XX? - -X . -»— q Musterkarten de», A>\ riTeueslen hoch moder fiei\Parben dieser Saison u . ‘j’und Annahmg5',‘llr tjcj________ ........ ~ sowohl für Neugeborene, als für Knaben und Mädchen jeden Alters und jeder Größe, Taufkleider, Pique- Kleidchen, Mäntel und Paletots in neuesten Fa^ons und Arrangements empfiehlt in größter Auswahl und billigsten Preisen das Wäsche- u Ansstattungsgcschäst von Jos. Mark, 7644 5 Schulstraße 5. Wermietßungen. 7538 Ein kl- Loais ohne Zub- zu ver- miethen. Ludw. Orth, Neuen Baue 1t. 7509] Möbl. Zimmer zu vermiethen. Seltersweg 33, II. Stock- 7507 Ostanlage 15 ist der 11. Stock, 6 Zimmer und Zubehör, auch mit Pferdestall u- s- w., per sofort oder später zu vermiethen- Näheres bei Louis Hellmold, Scbillerstraße 19- 7505 Ein kl. Logis sogleich zu vermiethen. Wallthorstraße 57. 7353 Ein Familicnlogis zn ver- miethen. Frankfurterstraße 23. 7517 Ein kl. Logis und eine Stube zu vermiethen.___^e_lLenP)_e6_^___ 7503 Ein braves reinliches Dienstmädchen vom Lande gesucht. Näheres Marktplatz 14. 7506 Eine Wittwe in den besten Jahren sucht Stelle bei einem älteren Herrn als Haushälterin. Es wird mehr auf gute Behandlung wie auf hohen Lohn gesehen. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. Gesucht 10 bis 15 tüchtige Erdarbeiter. Meldung bei den Wasserleitungsarbeiten in Groszen-Buseck.7510 7511] Brave Mädchen für Küche und Haus finden Stellung, hier und auswärts, durch Frau Hütten- berger, Weftanlage 15. Danksagung. Allen Denen, welche unserm unvergeßlichen Gatten und Vater die letzte Ehre erwiesen, dem Herrn Dr. Ploch und der Schwester Louise für ihre Hülfe in den letzten schweren Leiden unfern innigsten Dank. 7508 Christiane Heß, geb. Hoffmann, und Kinder. Die Beerdigung findet Freitag den 22. October, Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause (Kaplansgasse 12) aus statt. 7521 Die Beleidigung, die ich gegen Johannes Schmidt I. zu Wieseck ausgesprochen habe, nehme ich hiermit zurück. Christian Möser, 7516__________Wieseck.________ Brauchbare starke Küfergefellen erhalten den ganzen Winter dauernde Arbeit. 7519 E. Klieve in Wetzlar. 7529 Ein Spiel Billard-Bälle zu kaufen gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 7525 Ein feineres Hausmädchen, mit guten Zeugnissen, sucht Stelle, und mehrere Mädchen für Küche und Haus finden Stelle. FrauBärrn,Asterw.l0. 7523 Eine reinliche Frau sucht Laufdienst oder sonst Beschäftigung. Erle n gaffe 15. 7513 Ein junges braves Dienstmädchen für Hausarbeit gesucht. __Ludwigstraße 57. 7537] Möblirtes Zimmer mit Cabinet, sowie möblirts Stübchen zu vermiethen. Ludw. Orth, Neuen Bäue 11. 7528 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethem Bahnhofstraße _22. _ 7535 Ein Häuschen zum Alleinbewohnen und eine große Werkstätte ist zu vermiethen. Wctzsteingasse 40. 7527 Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Ecke der Bleichstraße 23 III. 7534] Schön möblirle Zimmer, mit und ohne Cabinet, Westanlage 7 zu vermiethen. Neuenweg 40, parterre. miethen 7522 In nächster Nähe der Aula Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. ____________________Bismarckstraße 10. 7518 Zwei anständige Leute können Schlafstelle erhalten. Grünbergerstraße 29. 7328 Ein möblirtes Z'mmer zu ver- 7310 Einige möbl. Zimmer zu vermiethen. F. Boeck, Wallihorstraße 18. 73o8J Möbl. Zimmer zu vermiethen' Grünbergerstrabe 6, II. St. 7249 Grünberger Straße 8, Parterre, schön möblirtes Zimmer zu vermiethen- ~7526]"" Möbl. Zimmer zu vermiethen. Ludwigstraße 12 H. Im Saale des Oato Zum 1. Male: Das Schulpferd Blondln, welches seinen Spaziergang über dem 15 Fuß hohen und 20 Fuß langen Seile macht, vorgeführt von Frl. Oeeana aus dem Circus Renz. QdF Das Pferd produzirte sich bereits mit dem größten Erfolg in Paris, London. Berlin, Brüssel, Leipzig. Ferner sensationell: Die Wunder des Mittelalters — noch nie dagewesen — sowie das unerklärliche und räthsclhafte Verschwinden einer jungen Dame auf freier Bühne vor den Augen des Publikums. Neueste Sensationproduction. — Ferner: Das wandelnde Scelctt ans den Katakomben von Paris und die neueste Geifier- citation ohne Spiegelscheiben und Versenkungen. Kassenpreise r Sperrsitz JL 1, Parterre 60 H, Gallerie 40 Billet-Vorverkauf von heute an bei Herrn Friseur Gerhard- Kassenöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. 7541 Dienstag den 26 und Mittwoch den 27. Oetober, Abends 8 Hbr: nur zwei grosse Brislanl- vorsteUungkn des Director jVfferce^Bi mit feinen hier noch nie gesehenen Neuheiten. Über 500 Illustrationstafeln und Kartenbeilagen. 256 Hefte ä 50 Pfennig. — 16 Halbfranzbände ä 10 Mark. ß Metalldrücker der selbstständig arbeiten kann, sofort gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. t »rTfechnicum Mittweida *) Ünetblaen-lJEgt'Eleiir-Äehile k) V/erknieieter - Schale. Soeben erscheint in gänzlich neuer Bearbeitung Bibliographisches Institut in Leipzig. 7533 Sonntag Abend ein Neber» zieher verwechselt. Umzutauschen in der Stadt Mainz. Oeficntlicher Vortrag über die Einheit der Kirche. (Epb- 4, 4—6'). Freitag, den 22. d., Abends 8 Uhr, im Saale des Cafe Leiv. Zutritt frei. 6994 Dr. Paul Wigand. Beilage zu Nr. 246 des „Gießener Anzeiger". K L l Hl L M K L K s r A n z L i ß s T. Kaffee-Offerte! Durch die mir zu Gebote stehenden vortheilhaftesten und billigsten Bezugsquellen in Kaffee, vereint mit äußerst geringen Geschäftsunkosten, bin ich im Stande, billiger und besser als von auswärts, wie z. B. von Hamburg, Bremen, Gmwerich rc. bezogen, liefern zu können. Indem ich meßn Kaffee-Lager einer geneigten Abnahme bestens empfohlen halte, zeichne Hochachtungsvoll 6208 H* $’• jV<8S*meer. | Wenham-Gas-Lampe. | c« Preisgekrönt mit der goldenen Medaille. 0 Z JJatentirt in affen Staaten, r ♦ Unübertroffenes System der Gasbeleuchtung mit enorm ge- X ♦ steigerter Leuchtkraft, den weitgehendsten Anforderungen ♦ I entsprechend. r Erseht das electrische Acht, | welches immer noch eine Gas-Anlage nebenher erfordert, mit größtem T Erfolge. — Keine Farben-Beränderungen des Lichtes und viel ge- £ ringere Kosten für Anlage und Consum. 7336 J Z Zu Original-Aabrik-Preisen bei | r Christian Hölke, $ e Königlicher Hoflieferant, I | Cassel, t I 3MK** grosse Friedrichsstrasse 18. I Prospekte und Preislisten gratis und franco. ♦ 0O0*4>0****eOI**0O*0l0*O*0*0l*0*O*******O W, Kann, Lindenplatz 7436 S» Elsoffer 7316 bestens empfohlen. 6786 per Pfd. 95 Pfg. 7237 Julius Schulze Sonnenstraße 20. Mein seit 5 Jahren am Lindenplatz bestehendes Wäsche- und Wrißwsaren-Keschäst gebe am 1. Februar 1887 dortselbst auf und verkaufe deshalb sämmtliche Waaren zu ganz enorm billigen Preisen. Ganz besonders mache auf große Posten fertiger Wasche und Unterwäsche, sowie auf mein Lager in Kleiderstoffen aufmerksam. Durch große directe Bezüge ist es mir möglich, sämmtliche Fit,schuh-Artikel in colossaler Auswahl vom einfachsten bis zu dem allerfeinsten Genre zu staunend billigen Preisen meinen verehrten Kunden offeriren zu können. Steinkohlen, mel. Nußkohlen, Anthraeitkohlen, Brennholz re. empfiehlt 4959 J. HappeL 4 9. Neustadt 49. Sächs. Tuchschuhe u. Cordschuhe m. holzgenag. festen Tuchr-ohlon für o prauCa Dutz. 11' M. Bel gröx» Ab- t>» Preiaiiete fi-oL n&bmebiiL Ucf.G. Engelhardt, Zeitz. 10 Winterüberzieher, Säckchen, Nücke, Hofen, Westen, Hemden, Unterhofen habe stets zu billigsten Preisen abzugeben. Louis Rothenberger, Neuenweg 22. D«" Mein Lager in getragenem Kleidern, Schuhwerk rc. halte ferner Monsheimer Rahm-Käse, Camembert übertreffend, empfiehlt in alleiniger Niederlage 7410 Emil Fischbach. ■StricäüÄe in jeder Farbe und Qualität, empfehle zu den billigsten Preisen, sowie die seit Jahren geführte ■ Rockwolle ■ Regen-Schirme in soliden Qualitäten, mit schöner Ausstattung, empfiehlt in bedeutender Auswahl billigst 7395 ___________A, Fangmann, Zur bevorstehenden Winter-Saison empfehle: Woll. Strümpfe und Socken, baumwoll., halbwollene und wollene Unterhosen, Hemden und Hautjacken, gewebte und gestrickte wollene Jacken, Jagdwesten, Gamaschen, Filzschuhe u. Pantoffeln, Handschuhe rc. in großer Auswahl und billigsten Preisen. Robert Stuhl, 7412 Neustadt 23. Von Bremen nach Rewpork in ™™ 9 Tagen mittel» den neu eingerichteten Dampfern des Norddeutschen Lloyd. Zur Beförderung von Auswanderern nach allen Häfen Amerika*® und Mustraiiers’s zu gleichen Preisen wie an Hafenplätzen hält fich unter Zrr- ficherung reeller Bedienung bestens empfohlen 1819 Carl Loos, am Kirchenplah. __C. W- Dietz Nachfolger. S s M Erfolg unausbleiblich. Man verlange ausdrücklich Kaiser-Sandmandelkleie zum Preise von 60 u. 1 Jü per Blechbüchse nur echt bei C. Fr. Conrad, Mäus- burg 15.7077 Aepselmall im Glas und im Faß, fortwährend ber Cmil Schmoll, 6694 Frankfurter Hof.