Mr. 111 Dienstag den 22 Juni LK8« VNSOA« r S' ch u üAs! 7. Erscheint mÄ deS M-SA^Ä«A. 1. 2. 3. 4. IMM. B5UTÜTÄ Durch bte Post bqogen virrtLljüLrlich 2 Start 54 >■? 0» r voll ratihf. Str. llp dem Heß. Hof infaal). 2674 Bern, 19. Juni. Rumänien einstimmig an. Schweiz. Der Ständerath nahm den Handelsvertrag mit In diesem Attest darf die Erklärung des Vaters oder 93or- mundes, daß er in der Lage sei, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen, auch muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt fein. c. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches von der Polizei-Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellm ist; d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (Französisch, Englisch, Lateinisch oder Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtenheitszeugniß beizulegen. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Heffen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. Die^Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adreffe angegeben wird. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizusügen: a. Geburtszeugniß; b. Einwilligungs - Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über deffen Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpstegen. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: vr. Zeller. ________ lenb billiger. n Wein, welcher Lage gewachsen, en Tischwein ver- kann nicht gerechnet werden. Darmstadt, den 17. Juni 1886. irgt nut und träne ranliebci billigster 42b Z>rinzregen1en und fuhr mit demselben zu dem Palaste des Prinzen Leopold, auf dem Wege von der Volksmenge ehrfurchtsvoll begrüßt. Ferner sind der Großherzog von Hessen, Prinz Georg von Sachsen, der Erbgroßherzog von Oldenburg, Herzog Albrecht von Württemberg eingetroffen und im Residenzschloß abgestiegen. München, 19. Juni. Die Stadt ist mit Fremden überfüllt. Noch immer treffen Extrazüge mit Tausenden aus den Provinzen ein. Die Straßen, durch welche der Leichenzug gehen wird, sind zu beiden Seiten von einer dichtgedrängten Menschenmenge besetzt; seit 10 Uhr sind sie für den Fährverkehr gesperrt. Die Haltung des Publikums ist eine ernste und ruhige. Das Wetter ist trübe. — Der feierliche Leichenzug mit der sterblichen Hülle König Ludwig II. setzte sich gleich nach 1 Uhr in der vorgeschriebenen Ordnung unter dem Trauergeläute sämmtlicher Glocken und unter dem Donner der Geschütze von der Residenz aus in Bewegung, in seiner ganzen Länge durch eine nach Hundcrttausenden zählende Menge dahinschreitend. Der Prinzregent Luitpold folgte unmittelbar hinter dem Leichenwagen, gleich nach ihm Se. K. u. K. Hoheit der Kronprinz in der großen preußischen General- Feld-Marschalls-Uniform mit dem Marschallstabe, neben ihm Kronprinz Rudolf von Oesterreich in der Uniform des 2. bayerischen Reiterregiments. Der Zug dauerte l3/« Stunden. In der Michaelkirche, vor welcher die Spitze des Zuges gegen 2 Uhr eintraf, fand die Einsegnung der Leiche und Gebet statt, worauf der Königssarg kurz vor 3 Uhr zur Gruft gebracht wurde. Das Wetter hatte üd) gegen Mittag aufgeklärt und blieb günstig. München, 19. Juni. Der besondere Ausschuß der Kammer der Rcichsräthe trat heute dreimal zusammen; zu der zweiten Sitzung war Professor Graschey zugezogen worden. Es wurde schließlich einstimmig der Beschluß gefaßt, der Uebernahme und der Fortsetzung der Regentschaft durch den Prinzen Luitpold zuzustimmen. Oesterreich. Wien, 19. Juni. Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht das vom Kaiser sanctionirte Landsturmgesetz. — Die Abgeordneten lehnten in später Nachtsitzung nach zweitägiger Debatte über den Petroleumzoll den Antrag Süß mit 160 gegen 154 Stimmen ab, ebenso die anderen von der Minorität ausgehenden Anträge, genehmigten den Vermittelungs-Antrag Abrahamovicz's, den Zoll für rohes Petroleum aus 2 st. zu erhöhen. irt w, [9. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anl. 2 zur Ersatz-Ordn. — I. Theil der Wehr- 'Ordn. v. 28. Septbr. 1875 — Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) Aufschluß. Bezüglich des Prüsungs-Termins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattftndet, erfolgt ev. weitere Bekanntmachung; auf specielle Ladung rßtiampftm des n !> Amerika England. London, 19. Juni. Gladstone hielt gestern in Edinburgh eine Rede, worin er die Ueberzeugung aussprach, daß das britische Volk entschlossen sei, Gladstone's Politik, Irland die Autonomie zu gewähren, auszusühren. Die irische Streitfrage müsse baldigst eine Lösung finden, da sonst die Staatsgeschäfte eine Unterbrechung erleiden würden und die sociale Ordnung Irlands nicht hergestellt werden könnte. Die Homerule-Vorlage sei tobt, nur ihr Princip lebe. Ueber das Princip zu entscheiden, seien die Wähler die besten Richter. Einen neuen Plan, um diesem Principe Wirkung zu geben, könne er nicht mr* sprechen; er würde jedoch keinen neuen Vorschlag annehmen, falls derselbe mcht besser sei als der alte. Die von anderer Seite gemachten Gegenvorschläge böhtt keine endgiltige Lösung der Frage, wohingegen die Politik der Regierung die Frage zur Zufriedenheit Irlands und zum Vortheile Englands lösen würde. — % .em ih»®' iZf 575 u** M nnr^u^cn Deutschland. Berlin, 19. Juni. Der „Reichs - Anzeiger" meldet: Professor Adolf Menzel ist zum Kanzler, Professor Helmholz zum Vicekanzler der Friedensklaffe des Ordens pour le mdrite ernannt. — Die nächste Sitzung des Reichstages findet am 25. d. Mts. statt. Auf der Tagesordnung stehen u. A. die zweite Beratbunq der allgemeinen Rechnung über den Reichshaushalt für das Etatsjahr 1882/83 auf Grund des Berichts der Rechnungs-Commission, die erste und vielleicht zweite Berathung der am 2. Juni d. Js. zwischen dem Reich und Großbritannien abgeschlossenen Uebereinkunft zum gegenseitigen Schutze der Rechte an Werken der Literatur nnd Kunst, und die erste und vielleicht zweite Berathung des Gesetzentwurfs, Mr. die Errichtung eines Seminars für orientalische Sprachen. — Während der Krankheit des hessischen Gesandten Dr. Neidthardt führt der stellvertretende Bevollmächtigte zum Bundesrath, Ministerialrath v. Werner, &ie gesandlschaftlichen Geschäfte. — Die ständige Deputation des deutschen Juristentages hat tn chrer Pfingstsitzung unter dem Vorsitze des Professors Gneist beschlossen, den diesjährigen. Juristentag am 9., 10. und 11. September d. Js. (mit dem Be- arüßungS'Äbend am 8. September) in Wiesbaden abzuhalten. Als Thema der Verhandlung ist u. A. auch die Betheiligung des Laien-Elements in Strafsachen ausgestellt. . — Das Reichsversicherungsamt hat unterm 16. d. Mts. bte Anmeldung Dnsallversicherungspflichtiger Baubetriebe auf bte Zeit bis zum 1. September 1886 einschließlich festgesetzt. Jeder Unternehmer von Schreiner-, Tischler-, Einsetzer-, Schlosser- oder Anschlage-Arbeit hat bis dahin die Anmeldung unter Angabe des Gegenstandes und der Betriebsart, sowie der Zahl der durchschmtt- lich darin beschäftigten versicherungspflichtigen Personen der untern Verwaltungsbehörde anzumelden. . München, 19. Juni. In der gestrigen geheimen Eommisswnsschung der Abgeordneten wurde der ärztliche Befund verlesen, ferner em Gutachten des Medicmal- raths Ziegler, früheren Cabinetssecretärs des Königs, und schließlich em Gutachten Les Dr? Graschey, welcher zuletzt den König behandelte. Darauf wurde die Sitzung vertagt.^ Tagesordnung der Reichsrathssitzung für den 21. d. M., Nachmittags 4 Uhr, kündigt mündlichen Bericht des Sonderausschusses über die Regentschaft und Rescklußsasfuna über die Apanage des Regenten an. . ... München- 19. Juni. Seit dem frühen Morgen hält eine dichte, meist schwarz gekleidete Menge, welche von den mit Sonderzügen aus allen Richtungen hierher strömenden Fremden fortwährend noch angeschwellt wird, alle Straßen und Platze, ^urck welche der Leichenzug sich bewegen soll, soweit besetzt, rote sie nicht für ben &ei- Ä« sich nur an roenigen öffentlichen Gebäuden «nb Vrivatbäusern. Das Wetter ist glimpflich, aber unsicher. Es ist nicht zu verkennen daß durck; die immer mehr bekannt werdenden einzelnen Ereignüse und 3u-- stÄe aus den letzten Jahren des Königs in den Volksschichten welche .gegen die Entthronung waren, eine Umstimmung hervorgerusen und die Schwärmerei für den verstorbenen Monarchen merklich gedämpft ist. Ebrcn- _ Der Kronprinz von Oesterreich traf um 7*/, Uhr hier em. ferne «men -comvaanie des Rußreaiments Kronprinz roar zu seiner Begrüßung aufgestellt. Die »enfiuttpotb I o p o™empfingen ihn. Der Kronprmz trug d Galauniform seines "bayerischen schweren Reiterregiments. Er umarmte und küßte Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst im Herbst 1886. Bekanntmachung. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Herbst 1886 stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, Hre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meldung des Ausschlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum 1. August 1886 Hei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Speciellen das Folgende bemerkt: m»bt| „Mn« Mare haaren zu biDigen .. 1704. > Luller, körbet rbe, «Heu ©röBett Conrad, «bürg 15. He»klkökbe ® unter Ei«. __4450 wn einem guten e unter Garantie "c’"3Fw Salisbury sprach gestern in Leeds und erklärte nachdrücklich, das Tory-Cabinet hätte sich niemals mit einem Vorschläge zur Herstellung eines irischen Parlaments befaßt. Italien. Rom, 19. Juni. Bei dem in Vittorio garnisonirenden Bersaglieri- Bataillon sind 7 Cholerafälle constatirt worden. Es wurde die Lagerung der Solvaten in Zelten angeordnet. Eine Jnspettions»Commission ist von Padua «ach Vittorio abgegangen. Belgien. MouS, 19. Juni. Die Arbeit ist in allen Kohlengruben wieder ausgenommen und der Strike als beendet anzusehen. Außland. Petersburg, 19. Juni. Dm Meldungen der Blätter zufolge würden ernannt werden: der Generalkonsul in Marseille, Kumari, zum Gesandten in Peking; der Agent in Kairo, Chürowo, an Stelle des nach Brüssel versetzten Fürsten Kcuffow zum Gesandten in Bukarest; der frühere Agent in Sofia, Kojander, zum Agenten in Kairo; der Secretär der Gesandtschast in Washington, Iswolski, zum Agenten in Sofia. Petersburg, 18. Juni. Der Tod des Königs Ludwig von Bayern hat hier großen Eindruck gemacht, ohne besonderes Mitgefühl hervorzurufen. Die russische Presie benutzt denselben, um gegen die jetzigen Zustände in Deutschland zu schüren. Ueberall findet man Andeutungen, als sei der Tod nicht durch Selbstmord erfolgt. „Swjet" meint, es walte dort ein furchtbares Geheimniß ob, und schließt: „Dies ist das entsetzliche Trauerspiel, welches in Bayern vor sich ging und darthut, wie weit die politischen Parteiwirien in Deutschland gediehen sind und wie jede Gottesfurcht verloren ist." Das fehlte noch, daß die Ruffen den Deutschen Moralpredigten halten. Griechenland. Athen, 19. Juni. Die Kammer genehmigte heute den Gesetzentwurf, durch welchen die Regentschaft während der Abwesenheit des Königs dem Ministerrath übertragen wird. Sodann verlas der Ministerpräsident Tricupis einen Erlaß, durch welchen die Kammer bis zum 4. November vertagt wird. Men. Prriang, 18. Juni. Nach einer „Reuter"-Meldung wurde ein holländischer Dampser bei Rigas von Atchinesen angegriffen, welche den ersten Ingenieur und den zweiten Officier tödteten und den Kapitän und deffen Frau, sowie Kn zweiten Ingenieur gefangen nahmen. Die Ingenieure sind Engländer. Amerika. New-Uork, 19. Juni. Nach Nachrichten aus Guatemala hat die Regierung die Ausfuhrsteuer auf Wein, Kaffee und Zucker auf einige Jahre aufgehoben, um dadurch den Handel mit diesen Artikeln zu heben. Rew-Uork, 19. Juni. Das Comite zur Verwaltung des irischen Parlaments-FondS hat gestern Parnell 20,000 Dollars zu Wahlzwecken zugehen laffen. Telegraphische Depesche«. rSolff'S telegr. Sorrrfponderrz - Brrrea«. Cms, 20. Juni. Zum Empfange des Kaisers, der mittelst Extrazuges im besten Wohlbefinden hier eingetroffen ist, waren am Bahnhofe anwesend: Der Ober- vräsident v. Bardeleben, der Regierungspräsident v. Wurmb, der Badecommissar, Kammerherr v. Leppel, der Landrath Rolshofen, der Bürgermeister Bornheim, der Postdirector Kühns, Badearzt Dr. Orth und andere hervorragende Persönlichkeiten. Der Krieger- und Turnverein, sowie die Schüler des Progymnasiums hatten am Bahnhofe Aufstellung genommen. Der Kaiser fuhr, von der zahlreich anwesenden Volksmenge enthusiastisch begrüßt, durch die festlich geschmückte Via triumphalis nach dem Kurhause. München, 20. Juni. Der Minister des Innern, v. Feilitzsch, veröffentlicht in den „Neuesten "Nachrichten" gegenüber den Behauptungen verschiedener Blätter, daß er in seiner früheren Stellung als Polizeipräsident den verstorbenen König ängstlich gemacht habe, eine Erklärung, in der es heißt: „Ich habe den König niemals bezüglich seiner persönlichen Sicherheit ängstlich gemacht, sondern im Gegentheil die vielfachen von Seilen des Königs geäußerten Befürchtungen entschieden und eingehend zu zerstreuen gesucht, was die Eabinetssecretäre bestätigen können und auch dem Actenmaterial genau entnehmbar ist. Die Vorkehrungen bei den Ausfahrten beruhten auf allerhöchsten Specialbefehlen, welche immer stärker wurden. Ich habe die Eabinetssecretäre dringend ersucht, auf Abstellung dieser Maßnahmen hinzuwirken, da sie Aufsehen erregen und absolut in keiner Weise veranlaßt seien. Ferner habe ich den König mündlich inständig ersucht, die Vorkehrungen fallen zu laffen, und auf die Frage des Königs, ob er sicher sei, entschieden geantwortet: „„Majestät können zu jeder Tages- und Nachtstunde in München und dem englischen Garten spazieren; ich hafte dafür, daß nichts passirt."" Es war aber alles umsonst. Es blieb bei den allerhöchsten Befehlen. Birmingham, 20. Juni. Chamberlain hielt gestern in einer Versammlung seiner Wähler eine Rede, in welcher er sich scharf und eingehend über die Irland betreffenden ministeriellen Gesetzentwürfe aussprach. Der Redner gab der Hoffnung Ausdruck, daß, wenn die Negierung im Amte bleibe und eine neue Bill vorlege, in welcher die von den dissentirenden Liberalen empfohlenen Amendements berücksichtigt würden, es immer noch möglich sein würde, die liberale Partei auf's Neue zu vereinigen und daß dann alle Liberalen im Herbste über weitgehende Maßregeln zur Herstellung der Autonomie und eine Localverwaltung für Irland sich im Einvernehmen befinden würden. ____________ Mofa l eT Gießen, 21. Juni. Seine Majestät der Kaiser passirte gestern früh 8 Uhr auf der Durchreise nach Ems die hiesige Station. Am Bahnhof hatte sich eine große Menschenmenge eingefunden, welche den greisen Monarchen mit enthusiastischen Hochrufen begrüßten. — Die Sammlung von lebenden tropischen Vögeln des Herrn Burmeister von Hamburg neben dem großen Saale des Cafö Leib ist nicht sehr zahlreich, aber sehr sehenswerth und auch für solche interessant, die nicht gerade einen Papagei oder einen der zierlichen Prachtfinken kaufen wollen. Uebrigens sind die Preise durchaus nicht übermäßig und Freunde der gefiederten Welt seien besonders auf diese Gelegenheit aufmerksam gemacht. Namentlich auch Kinder werden ihre Freude an den schönen Vögeln und den zierlichen Aeffchen haben. Gießen, 21. Juni. Heute kurz vor Mittag erschoß sich ein hiesiger Gemüsehändler; längere Krankheit und zeitweise Geistesstörung sind jedenfalls als Ursache dieses verzweifelten Schrittes zu betrachten. Vermischte-. Darmstadt, 20. Juni. Militärdienstnachrichten.j Kleckl, Major z. D., Lum Bezirks-Commandeur des 2. Bat. des Landw.-Reg. Nr. 81 ernannt. Ritsert, D^mier-Lieutenant vom 2^ Inf. - Reg. Nr. 116, zum Hauptmann und Compagniechef befördert. Ka u ll, Scc. - Lieutenant von deinselben Regiment, zum Premier- Lieutenant. Darmstadt, 10. Juni. sSitzung der Großh. Centralstelle für die Landwirth- schaft und die landwirtschaftlichen Vereine. Schluß.) Zu 3) der Tagesordnung: „Antrag des Landtagsabgeordneten Schaum/ die Berufung eines Obstbauleiters betr." In der zweiten Kammer der Stände sind von dem Landtagsabgeordneten Schaum folgende Anträge gestellt worden: Betreffs der Bepflanzung der Staatsstraßen mit Obstbäumen und Berufung, eines Obstbauleiters zu deren Ausführung: „die zweite Kammer der Stände wolle beschließen, die Großh. Regierung zu ersuchen: 1) binnen möglichst kurz erstreckter Frist mustergiltige Obstbaum-Alleen auf denjenigen Staatsstraßen anlegen zu lassen, welche dermalen entweder ohne klimatische Nöthigung mit Wildbäumen bepflanzt oder mit, sei es unrichtig gewählten, sei es fehlerhaft gewachsenen Obstbäumen bepflanzt sind, sofern nicht die der Staatsstraße angrenzenden Grundbesitzer auf ihren Parzellen eine den Anordnungen der Staatsbehörde entsprechende Obstbaum-Allee angelegt und tadellos unterhalten haben; 2) nach beschleunigter Ermittelung der hiernach erforderlich werdenden, von Staatswegen zu bewirkenden Anpflanzungen alsbald dem Landtage wegen Verwilligung der Kosten Vorlage zu machen; 3) einen Fachmann (als Obstbauleiter) zu berufen und demselben die technische Anlage und Pflege, sowie die landespolizeiliche Oberaufsicht über die Obstbaumpflanzungen längs der Staatsstraßen und auf fiskalischen Grundstücken zu überantworten, die staatliche Förderung und Statistik des Obstbaues im Großherzogthum zu übertragen und zur Pflicht zu machen, die Ausdehnung und sachgemäße Handhabung des Obstbaues auf Gemeinde- und Privatbesitz, anzuregen und zu begünstigen, Belehrung über Obstbau und Obstverwerthung, Obsthandel u. s. w. im Lande zu verbreiten und 4) die hierdurch erforderlich werdenden Kosten dem Landtage zur Verwilligung. anzusinnen. Bezüglich der Anpflanzung von Baum-Alleen auf oder längs der Kunststraßen: „Die hohe zweite Kammer der Stände wolle beschließen, die Großh. Negierung zu ersuchen, noch dem gegenwärtigen Landtage einen Gesetzentwurf zur Verabschiedung, vorzulegen, nach welchem binnen vorbestimmter Frist auf oder längs aller Kunststraßeu des Großherzogthums, wo Klima und Boden nicht hindern, einheitliche Obstbaum- Alleen — in entgegenstehenden Fällen Waldbaum-Alleen — nach Vorschrift des Gesetzes- und den Anweisungen der Staatsbehörde angelegt und ihrem Zwecke entsprechend unterhalten werden müssen." Don dem Berichterstatter in der zweiten Kammer sind beide Anträge dem Großh.. Finanzministerium zur Meinungsäußerung zugestellt worden. Letzteres hat die zwei ersten Punkte des ersten Antrages in Erwägung genommen und die ihm unterstehenden Kreisbauämter mit Anstellung der zur weiteren Beantwortung der vorliegenden Fragen ^forderlichen Vorerhebungen darüber beauftragt, auf welchen Straßenstrecken sich ohne- Beeinträchtigung schöner Wildbaum-Alleen noch Obstbaumpflanzungcn mit Aussicht auf (Erfolg zur Ausführung bringen lassen und welche Kosten hierfür erwachsen würden ' und hinsichtlich des dritten Punktes des ersten Antrages und des ganzen zweiten Antrages das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz, als zunächst zu dessen Ressort gehörig, um Beantwortung ersucht. Bon letzterem Ministerium ist die Central- stelle zur Berichterstattung aufgefordert. Der Präsident verweist darauf, daß die Trage der Förderung des Obstbaues schon mehrfach in der Centralstelle behandelt worden sei, er deshalb von der Bestellung, eines Referenten habe geglaubt absehen zu dürfen und sich die Versammlung sehr bald in die Materie versetzen würde, wenn er die früheren Verhandlungen in Kürze wiederhole. Während sich ein Theil sehr warm für die Anstellung eines Obstbauleiters für das Großherzogthum aussprach, wurden von anderer Seite mancherlei Bedenken zum Ausdruck gebracht, namentlich, ob es einen besonderen Erfolg verspreche, wenn ein Mann die gesammte Leitung des Obstbaues in der Hand habe, und man dürfe auch überhaupt nicht allzusehr und einseitig im Obstbau vorgehen, da schon jetzt die Erscheinung aufgetreten sei, daß in manchen Jahren das Product, wenn nicht gänzlich unverkäuflich, so doch schwer und zu ganz niedrigen Preisen absetzbar sei, worauf indessen entgegengesetzt wird, daß dies namentlich in dem Mangel der Kenntniß der Absatzwege gelegen sei, welchem Mangel ebenfalls wohl durch einen derartigen Obstbauleiter werde Rechnung getragen werden können. 'Nachdem noch der Präsident sich dahin ausgesprochen, daß er sich zwar in den Verhandlungen von 1881 gegen die Anstellung eines Obstbauleiters ausgesprochen, da er die Anregungen durch die Vereine u. s. w. für genügend erachtet habe, inzwischen jedoch anderer Ansicht geworden sei. denn obwohl die Thätigkeit der Vereine in dieser Richtung nicht unterschätzt werden dürfe, so wäre doch eine den verwilligten Mitteln entsprechende Förderung nicht eingetreten und habe sich die Regierung jetzt mehr an die Kreise und Commune» gewendet zur Einrichtung von Obstbaumschulen und habe damit gute Erfolge erzielt. Das Ministerium habe sich bei seinen Maßnahmen immer auf verschiedene Ansichten stützen müssen und habe es dies nahegelegt, den Rath eines Sachverständigen zu besitzen; es werde bei richtiger Wahl gelingen, Entsprechendes zu erreichen. Ein hierauf vom Landesöconomierath Dr. Weid en Hamm er eingebrachter Antrag wird angenommen, dahin lautend: „Die Großh. Centralstelle erachtet es als dringend erwünscht, daß die Förderung des Obstbaues in planmäßiger Weise von Seiten Großh. Ministeriums in die Hand genommen werde und ersucht Großh. Ministerium, in diesem Sinne den Antrag Schaum in Pos. 3 desselben in Erwägung zu ziehen bezw. möglichst bald irgend eine fachmännische Autorität zu schaffen, von welcher aus die planmäßige Förderung des Obstbaues im Land ausgehen kann." Eine Beschlußfassung über den zweiten Antrag des Abg. Schaum, wie derselbe oben wiedergegeben ist, wurde nicht für nothwendig erachtet. Zu 4) der Tagesordnung: „Das Reichsgesetz vom 5. Mai 1886 über die Unfall- und Krankenversicherung der in land- und forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen." Dieses Gesetz enthält in § 10 die nachfolgende Bestimmung: „Während der ersten dreizehn Wochen nach dem Unfälle eines Arbeiters hat die Gemeinde, in deren Bezirk der Verletzte beschäftigt war, demselben die Kosten des Heilverfahrens in dem in S 6, Absatz 1, Ziffer 1 des Krankenversicherungsgesetzes vom 15. Juni 1883 bezeichneten Umfange zu gewähren." Durch statutarische Bestimmungen der Gemeinden auf Grund des § 2 des Krankenversicherungsgesetzes kann für einzelne Gemeinden eine Verpflichtung zur Krankenversicherung land- und forstwirthschaftlicher Arbeiter eingeführt werden. Eine allgemeine Verpflichtung hierzu besteht aber nicht. Die Schwierigkeiten einer allgemeinen Ausdehnung des Krankenversicherungsgesetzes auf die land- und forstwirthschaftlichen Arbeiter waren so groß, daß davon vorerst abgesehen werden mußte. Statt dessen wurde über die Fürsorge während der ersten dreizehn Wochen nach dem Unfall eines land- und forstwirthschaftlichen Arbeiters die im § 10 vorgesehene Bestimmung getroffen, wie sie oben wiedergegeben ist. Diese Regelung bietet den Vortheil, daß von der Erhebung von Krankenoersicherungsbeiträgen Abstand genommen werden kann. Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz wünschte die Meinungsäußerung der Centralstelle zu hören, ob dieselbe die Regelung in $ 10 für genügenderachtet oder ob sie für nothwendig hält, daß, wie der § 133 des Gesetzes vom 5. Mai 1886 zuläßt, durch die Landesgesetzgebung die in der Land- ober Forstwirth- schaft gegen Gehalt ober Lohn beschäftigten Personen der Krankenversicherungspflicht nach Maßgabe des Krankcnversicherungsgesetzes vom 15. Juni 1883 allgemein unterworfen werden. Der Referent im Ministerium, Herr Ministerialrath Lotheißen, welcher an der Verhandlung über den vorliegenden Gegenstand theilnahm, betont in einem längeren und sehr eingehenden Vortrage, daß man wohl aus der Verfügung entnommen haben werde, welchen Werth das Ministerium auf die Angelegenheit lege und namentlich die Ansicht der Centralstelle hören möchte. Wie bekannt, habe das Deutsche Reich die socialpolitische Reform in die Hand genommen und zwei stattliche Gebäude seien indem Kranken- und Unfallversicherungsgesetz bereits aufgerichtet. In dem Gesetze von- T ^nbwiri^ bit ll085oitorbndtll ULLr •Sts Ltzi -ALL L°Ä* im ^^Wb. -ßtrroilligung. Sunftftrafeen: ^h. Regierung m ur Verabschieduna aller Kunststraßm ttllche Obstbaum- lichrist^s Gesetzes- entsprechend unter; nkägedemGroßh. ieres Hal die zwei ihm unterstehendm orliegenden Fragen ensttecken sich ohne' -n mit Aussicht auf erwachsen würdm anzen zweiten An- iunächst zu dessen ium istdieCcntrat- ung des Obstbaues von der Bestellung, ammlung sehr bald Llungen in Kurze Lbstbauleiters sür rlci 'Mental zum freche, wenn (in man durst and) hon setzt die Stirn nicht gänzlich War sei, warans 1 der kenntnitz der en derartigen Ödster sich zwar in den s ausgesprochen, da tet habe, inzwischen er Bereinc in dieser uerwilligten Mitteln trung jetzt M 011 umichnlen und habe lliahnahmen immer at, den Rath eines t Entsprechend^ zu nm er eingebrachter icn» welcherflIt , .fi6eib iänfl!S ®&llir*6e L'SS w » 'S chsl bald irgend eine ätzige Förderung des chaum, wie derselbe logg über die llnsall- -W /»SÄ S1° 0 bietet dc" 1883 seien die land- und forstwirthschastlichcn Arbeiter ausgeschlossen worden mit Rücksicht auf die verschiedenartigen Verhältnisse, während z. B. in Norddeutschland noch zum großen Theil der Naturallohn herrsche, komme dies in Süddeutschland kauin mehr vor. Aber man habe sich damals schon klar gemacht, daß die land- und forstwirth- schaftlichcn Arbeiter dieselben Rechte hätten wie die anderen Arbeiter und habe dies dazu geführt, ein gleiches Gesetz auch für erstere zu geben, dasselbe unterscheide sich von dem von 1883 jedoch in der Anwendung der Krankenversicherung bei Unfällen. Es habe darum Gegolten, vorerst einen Versuch mit kleinerer Hilfe zu machen und habe man der Landesgesetzgebung das Recht der Erweiterung gegeben. Es frage sich nun, ob man sich begnügen solle mit dem im Reichsgesetz Gebotenen oder ob man auch die land- und forstwirthschastlichen Arbeiter mit Hilfe der Landesgesetzgebung den übrigen Arbeitern gleichstellen solle. Namentlich von den praktischen Landwirthen wurde in der Versammlung sowohl aus wirthschaftlichen wie aus Gründen der Humanität die Gleichstellung der Arbeiter befürwortet und hierauf der Beschluß gefaßt, daß die Centralstelle es für nothwendig hält, daß, wie der $ 133 des Gesetzes vom 5. Mai 1886 Müßt, durch die Landesgesehgebung die in der Land- und Forstwirthschaft gegen Gehalt oder Lohn beschäftigten Personen der Krankenversicherungspflicht nach Maßgabe des Krankenversicherungsgesetzes vom 15. Juni 1883 allgemein unterworfen werden. Herr Ministerialrath Lotheißen erklärte hierauf, daß Großh. Ministerium von dieser Aeußerung sehr befriedigt sein werde. Hiermit mar die eigentliche Tagesordnung erschöpft und sagt der Präsident noch zu auf Anregung von Dettweiler, der darauf hinweist, daß im nächsten Jahre von der deutschen Landwirthschaftsgesellschaft in Frankfurt a. M. eine Viehausstellung veranstaltet würde und es zweckmäßig fein dürfte, die im Staatsbudget für Prämiirungs- zwecke vorgesehenen 3000 Mark ganz zu einer hessischen Eolleetiv-Ausstellung in Frankfurt a. M. zu verwenden, den Vorschlag den landwirthschaftlichen Prooinzialvereinen zur Aeußerung vorzulegen und ebenso auf Anregung von Polizeirath Haas die „Hagelversicherungsfrage" auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Centralstelle Zu setzen. — In Berlin ist eine Vereinigung im Werden, die den Zweck verfolgt, den Wucherern öffentlich zu Leibe zu gehen. Der Verein, der einen neutralen Sammelpunkt für Angehörige aller Parteien und Bekenntnisse bilden will, beabsichtigt, das Material für die Aufdeckung wucherischer Geschäfte zu sammeln und, wie ähnliche in anderen Städten bestehende Vereine, an's Licht zu ziehen, da in den meisten Fallen nur falsche Scham die zu Grunde gerichteten Opfer abhält, diesen Weg selbst zu betreten. Gingesandt. Gießen, 21. Juni. Wie schnell sich ein Musikeorps die Sympathien des Publikums erwerben kann, davon lieferte uns gestern in Stein's Garten Herr Stabstrompeter Hecht mit feiner 20 Manu starken Husaren - Capelle aus Bockenheim den glänzendsten Beweis. Sämmtliche Piäeen des schönen und volksthümlichen Programms wurden corrcct aus- gesührt und ernteten lebhaften, thciliveise stürmischen Applaus, welchem die Capelle durch Einlagen stets dankte, so daß das Coneert erst nach 10 Uhr endete und dadurch auch späteren Gästen noch Gelegenheit zum Besuch desselben gab. Hoffen wir auf baldige und öftere Wiederholung solcher Concerte und wünschen wir hierzu schönes Welter, daß dieselben im Garten abgehalten werden können. Diesem Wunsche stimmen gewiß alle Besucher des gestrigen Concertes in Stein's Garten gerne bei. Mehrere Concertbesucher. Geschichts-Kalender. 22. Juni. 1768. Karl Wilhelm Freiherr v. Humboldt, Staatsmann und Sprachforscher, geboren. 1805. Ida Gräfin Hahn-Hahn, Schriftstellerin, geboren. 1832. Heinrich de Ahna, Geigenvirtuos, geboren. 1849. Die Preußen besetzen Mannheim._____________________ Schi ff-nach richten. Bremen, 19. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.! Der Postdampfer Eider, Capt. H. Hellmers, vom Norddeutschen^ Lloyd in Bremen, welcher am 9. Juni von Bremen und am 10. Juni von Southampton abgegangen war, ist heute 10 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und Verkehr. Grünberg, 19. Juni. (Fruchtpreise.) Weizen JL 16.80, Korn JL 14.00, Gerste JL 11.60, Hafer JL 12.50, Erbsen JL 16.00, Linsen JL 00.00, Lein JL 28.00, Samen Jk 21.00, Kartoffeln JL 3.00, Wicken 00.00. Frankfurt, 19. Juni. Auf dem heutigen Markt kosten: Kartoffeln per Malter 4.00—5.00, Eier das Hundert 4.50—5.00, Butter per Pfund JL 0.90 bis 1.00, Weißkraut per Stück 00—00 H, Rothkraut per Stück 30—40 Kohlrabi per Stück 10—12 H, Ochsenfleisch per Pfund 45—70 H, Kuh- u. Rindfleisch 45—60 Kalbfleisch 40—60 4, Schweinefleisch 65—70 H, Hammelfleisch 50—70 H, 1 Hahn AL 0.70-1.80, 1 Huhn JL 1.00—2.50, 1 Ente J4 2.00—3.50, 1 Gans AL 6.00—8.50 1 Taube 40—50 H, Welsche AL 5.00—10.00. Kepertoir der vereinigten Ztaüttheater zu Frankfurt a. M. Opernhaus. Dienstag den 22. Juni: Tannhäuser. Mittwoch den 23. Juni: Gastspiel der K. K. Kammersängerin Frl. Turolla. Neu einstudirt: Lucrezia Borgia. (Lucrezia: Frl. Turolla.) Außer Abonnement. Donnerstag den 24. Juni: Regiments! och ter. Hierauf: Ballet. Freitag den 25. Juni: Gastspiel der K. K. Kammersängerin Frl. Turolla. Die Afrikanerin. (Selica: Frl. Turolla.) Außer Abonnement. Samstag den 26. Juni: Freischütz. Sonntag den 27. Juni: Undine. Schauspielhaus. Von Dienstag den 22. Juni bis incl. 19. Juli bleibt das Schauspielhaus geschlossen. Kirchliche Anzeigen der evangel. Gemeinde. Gottesdienst. Mittwoch, den 23. Juni. Vormittags 10 Uhr: Jahresfest des Oberhessischen Vereins für innere Mission. Festpredigt: Pfarrer Nömheld aus Arheilgen. (Mitwirkung des Kirchengesangvereins.) Temperatur der Lahn. Am 21. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 12Vs6, Lust 17® R. im Schatten. L. Chr. Rübsamen. Bauverding. Zum Neubau eines Kreisamts-Ge- bäudes zu Friedberg sollen im Wege schriftlicher Unterbietung folgende Arbeiten und Lieferungen vergeben werden : im Betrage von 1. Ecd- und Maurerarbeit «M. 7907,40 2. Steinhauerarbeit mit Material „ 3. Zimmerarbeit „ 4. Dachdeckerarbeit „ 5. Schreinerarbeit „ 6. Schlofferarbeit „ 7. Glaserarbeit „ 8. Weißbinderarbeit „ 9. Spenglerarbeit „ 10. Tapezierarbeit „ 11. Lieferung von 530 obm Bruchsteinen „ 12. Steinsetzen (530 cbm) „ 13. Lieferung v. 17500 \ Stück halben Ver- i blendsteinen, I Lieferung v. 17500 I Stück viertel Ver- ) „ blendsteinen, I Lieferung von 400 I Stück ganzen Bo- j gensteinen 1 14. Lieferg. v. 150000 \ Stück Feldbrand- I backsteinen, ' Lieferung v. 17000 / " Stück 3/i, Feld- I brandbacksteinen ] 15. Lieferung von 6400 Stück Tuffsteinen „ 16. Lieferung von 110 cbm Schwarzkalk „ 17. Lieferung von 275 cbm reinem Mauersand i, 18. Lieferung von 10 Tonnen Cement „ 15170,65 8362,06 2319,04 5683,17 2692,86 2768,- 3983,86 1857,— 903,— 2650,— . 106,— 1664,40 3272,— 224,— 220®,— 962,50 108,- Pläne, Voranschlag und Bedingungen können bei unterzeichneter Stelle eingesehen werden. Liebhaber zur Uebernahme dieser Arbeiten haben ihre Angebote in Allgemeiner Anzeiger. Procenten der Schlußsumme versiegelt und portofrei mit entsprechender Aufschrift versehen bis längstens Mittwoch den 30. Juni, Vormittags 11 Uhr, hierher einzureichen, um welche Zeit die Eröffnung der eingegangenen Angebote im Beisein der etwa erschienenen Bieter erfolgt. In den Offerten muß ausdrücklich angegeben sein, daß von den Bedingungen Kenntniß genommen wurde. Friedberg, den 19. Juni 1886. Großherzogl. Kreisbauamt Friedberg. Kranz, 4592 Gr. Baumeister. Verdingung der Arbeiten zur Umdeckung des Schieferdaches auf dem Stations-Gebäude zu Lollar. Termin: 20. Juni 1886, Vormittags 11V2 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten zu Marburg. Bedingungen u. s. w. können daselbst eingesehen und die Verdingungsunterlagen gegen kostenfreie Einsendung von 0,50 AL von dort bezogen werden. Zuschlagsfrist: 4 Wochen. Königliche Eisenbahn - Bau - Jnspection Marburg. Schwamborn. 4514 Dienstag den 22. d. Mts, Vormittags 10 Uhr, werden in meinem Bureau verschiedene Gold- n. Silbersachen und Mobilien öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Bühner, 4608 Gerichtsvollzieher. Mittwoch den 23. Juni, Nachmittags 2 Uhr, werden in meiner Amtsstube: Sopha's, Kommoden, Kleiderschränke, Glasschranke, Tische, Bilder/ Uhren, ein vollständiges Bett, 1 Pferd u. a- m. gegen Baarzahlung versteigert. Geißler, 4604 Gerichtsvollzieher. Hengras- Versteigerung. Mittwoch den 23. Juni l. Js. soll das Heugras von den Wiesen der Herren Johann Heinrich Busch Erben, Labroisse Erben, D. Ebel Erben, Medicinalratb Dr. Kehrer, Dr. Melchior, Dr. Bogt, Friß Schwan, Christian Jughardt, von den Meinigen und noch anderen meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist Morgens 9 Uhr am Neuenweger Thor u. Nachmittags 2 Uhr auf der Stesansmark. Gießen, den 17. Juni 1886. 4545 Müller. Grasversteigerung. Mittwoch den 23» Juni d. I., Vormittags 8 Uhr anfangend, soll das diesjährige Zeugras von den dem Marienstift Lich zustehenden ca. 108 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lrch, Nieder- und Oberbessingen versteigert werden. Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg. Lich, 16. Ium 1886. Winheim. 4587 Heugras- Versteigernng. Das Gras der der Neustädter Schäferei gehörigen Wiese, 1993 lH Klafter auf der kleinen Weide, soll Dienstag den 22. d. Mts., Abends 5 Uhr, an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. 4599 Der Salzmeister Haubach. Jeikgeöotenes. Wein, eigen. Gewächs, rein, kräftig, o gUJilll weiß a Llr. 55 u. 70 Pfg., roth o 90 Pfg. von 25 Ltr. an unter Nachnahme direct Ä von I. WaUauer, Weinbergsbesiver, Srrnrnach. Schürzen. Eine große Parthie zurückgesetzte Damen- u. Kinderschürzen in schwarz, weiß und farbig, empfiehlt enorm billig 4595 Robert Haas» ______________Seltersweg 18. Futtermangel abzuhelfen ist keine Kulturpflanze so geeignet, wie die englische Riesenfutterrübe, welche in den letzten Jahren von land- wirthschastlichen Vereinen und hervorragenden Landwirthen zum Anbau em- vfohlen wurde. Aussaat von Ende Mai bis Anfang August. Eine größere wie die von uns empfohlene Sorte existirt nicht. Wir versenden 5 Kilo zu 15 AL 50 H, 1 Kilo zu 3 .A 60 H franco gegen Nachnahme. 250 Gramm-Proben, genügend zu ca. 15 Ar, nach Einsenvung von 1 AL 20 in Briefmarken. Berger & Co., Kötzschenbroda-Dresden 4591 Medicinal-Tokayer Schutzmarke. vom 4603 Weinbergbesitzer Ern. 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Juli Wohnung von 4—5 Zimmern gesucht, am liebsten in den mittleren Stadttheilen. Offerten bittet man unter X. Y. in der Exp. d. Bl. abzugeben. 4590 Anderweitiger Plaßverhältniffe halber bleibe ich mit meiner Ausstellung exotischer Vögel noch bis Mittwoch den 23. Juni im Saale des Cafe Leib anwesend. C. Burmeister, 4606 aus Hamburg. Preisen zu empfehlen. 3486 Hermann Katz. Durch einen außergewöhnlich vortheilhaften Einkauf bin ich in Stand gesetzt, hochmodernste und feinste Damen - Kleiderstoffe und abgepaßte Roben in garantirt reiner Wolle zu staunend billigen Durch günstige Gelegenheit habe eine Parthie hochfeiner Kleiderkattnne, sowie wollener Kleiderstoffe auf Lager, welche enorm billig abgebe. M. Kann, Wüsche- und Ausststtungsgrschüst, 3444 Lindenplatz. Klrdien-Concerl in Giessen. Mittwoch den 30. Juni, Nachmittags 4^ Uhr, wird in der Stadtkirche „Die Schöpfung66 ein Oratorium für Soli, Chor und Orchester, von Josef Haydn, zur Aufführung gelangen, unter Leitung- des Grossh. Universitäts - Musikdirectors Herrn Adolf Felchnor und Mitwirkung der Frau Minna Schubart -Tiedemann aus Frankfurt a. M., , des Herrn Augustin Ruff aus Mainz und des Herrn Ernst Hungar aus Cöln, sowie des akademischen Gesangvereins und des durch auswärtige Künstler verstärkten Orchesters. Eintrittspreise: 1 nummerirter Platz im Schiff der Kirche . ... Ji. 2,— 1 nichtnummerirter Platz im Schiff der Kirche und der ersten Emporbühne.......... 1,50 1 Platz auf der zweiten Emporbühne.....„ 1,— Eintrittskarten und Textbücher (ä 20 H) sind in der Musikalienhandlung des Herrn Wilh. Rudolph zu haben. Hauptprobe: Dienstag den 29. Juni 1886, Nachmittags 5 Uhr. 4609 Eintrittskarten ä 1 Jl. Mlice-Verein. General-V er Sammlung Montag den 28. Juni, Dachin. 5 Ahr, in der Alten Realschule. Tagesordnung nach den Statuten § 14. Als Mitglieder sind alle eingeladen, welche einen jährlichen Beitrag von mindestens 1 ai. zahlen. ~ Der Vorstand. Ev. K. G. V. _______Dienstag Abend: Pr. f. Mittwoch._____4593 Diarmnffenhaiis „(Eliidhetljriiflift“ in Darmstadt. Collecteur Weisel wird in diesen Tagen, wie alljährlich, Beiträge für das Diaconissen-Mutterhaus in Darmstadt sammeln. Da in unserer Stadt 19 Schwestern des Hauses (14 auf der Klinik, 5 in der Stadt) arbeiten, so sind auch wir ihm zum Dank verpflichtet, und sei deshalb die Sammlung hiermit herzlich empfohlen. ______________________________________________Schlosser, Pfarrer. ___ Mormts-Ber samrnUrng s j Mittwoch den 23. d. Mts., Abends 9 Uhr, _______im Vereinslokal, Cafs Richter, Schloßgasse 9._______A Wegen des Unterverbandstages in Butzbach ist unser Bureau am 22. d. Mts. geschloffen. Gießen, 19. Juni 1886. Gewerbebank zu Gießen, e. G. H. Wagner. Carl Vogt II. 4577 Kumpensortirerinnen gegen hohen Lohn gesucht. 4605 Alexander Mayer. Kamillen kurz gepflückte Blüthen. kauft das Drogengeschäft von Otto Schaaf, 4576 Seltersweg 38. 4538 Gesucht ein Logis von 5 bis 6 Zimmern mit Zubehör, für eine kleine Beamtenfamilie. Gartenantheil erwünscht. Offerten mit Preisangabe beliebe man an die Exped. d. Bl. abzugeben. 4290 Ein Dienstmädchen mit guten Zeugnissen auf Johanni gesucht. Zu erfragen_________Seltersweg 12. 4540J Dienstmädchen gesucht. _______________________Gartenstraße 29. 4568 Ein junger Mensch von 18—20 Jahren als Hausbursche in ein hiesiges Hotel gesucht. Näheres in der Exped- d- Bl._________ 4596] Gesangbuch liegen geblieben bei Robert Haas, Seltersweg 18. Redaction: A- Scheyda. — Druck und Verlag der Brüchl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. ! 5 Der stimmt vttstö Kur nach Ki an den bevoi Seit König Ludn und Der erste Die Beiletzun tief ergreifen! kerung, die letzte Ehre zu zuge die Ger gelammten h und die Mm sammte Hofd des Landtage, .Familien, we dck Gerichte tationen u. s. halten ihre \ Vertreter der $ürfHicb!eiter Bezüglich bei Specialberich möglich ist. NN biitfie von Ereignisse baten Schluß an der politis Dramas $a: feit auf die 8 $rage und d beendigt und totgefunben h dieser Berathu necen Verhanl gestattet werbe: Helten der h y,.Ntn au- ™ nicht doi Mlien, daß1 Preisgabe W ertBarteti Wett- 3Bü« s"Nrit °i! Wta Qlfg Weint in hj in nnt( Wölb bis J), ft# i-K SSt •As* rtTi &*■ ton 6il|[{ J^XMe