Nr. 166 Mittwoch dm 21 Juli 1886. Weßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ««WW^W^W0>MWWIMWWW«WW^MWWW»»»«WWM>«»»MWVWßSW»WWWWM»WWWWMWMWA>^VVWWWWM«WWW»W«WMWW>WW>»M»^«W^WWW»M»«M»»M»»WMWM«^«»»MV»8Mr^ Amtlicher Hheil. Lehrer - Conferenz des Conferenz - Bezirks Grüvberg: Montag den 26. Juli, Vormittags 9 Uhr, in Grünberg. Gießen, den 20. Juli 1386. Büchner, Kreisschulinspector. Politische Ueberficht. Gießen, 20. Juli. Der Kaiser hat die Einladung des Großherzogs von Baden, der in der ersten Augustwoche stattfindenden 500jährigen Jubelseier der Heidel- berger Universität beizuwohnen, zwar für sich persönlich abgelehnt, dagegen wird er sich durch den Kronprinzen bei der Feier vertreten lassen. In dem kaiserlichen Antwort-Schreiben heißt es, daß der Kronprinz beauftragt sei, dem Großher- zoge als Rector magnificus der Heidelberger Universität auszusprechen, wie gern auch der Kaiser seinerseits anerkenne, was Heidelberg für die Pflege des Gefühls geistiger Zusammengehörigkeit unter den deutschen Stämmen in der gemeinsamen Förderung deutscher Wissenschaft geleistet. Für den Mangel an vorliegendem positiven Material aus innerpolitischem Felde spricht es offenbar, daß die Vorgänge in Bayern und speciell das Antwort-Schreiben des Prinz-Regenten Luitpold aus das Entlassungsgesuch bei Ministeriums Lutz, in der Tagespresse noch immer des Langen und Breiten- erörtert werden. Den Anlaß hierzu haben die Seitens gewisser ultra-klerikaler Preßorgane in Scene gesetzten Verdächtigungen der Botschaft des Prinz-Regenten Luitpold gegeben. Verschiedene Stellen derselben sollten den thatsächlichen Verhältnissen durchaus nicht entsprechen, namentlich wurde der Passus, in welchem Prinz Luitpold darauf hinweist, daß die höchste kirchliche Autorität selber ihre Zufriedenheit mit der Lage der katholischen Kirche ausgesprochen habe, in hämischer Weise bezweifelt. Besonders die „Germania" wußte allerhand wundersames römisches Depeschenmaterial zusammenzuschleppen, woraus hervorgehen sollte, daß man sich im Vatikan keineswegs so zuftiedengestellt zeige, als dies der Prinz-Regent Luitpold in seinem Schreiben an das Cabinet Lutz so ausdrücklich betont hat. Der Prinz-Regent soll also in seinem Schreiben gewissermaßen aus der Luft gegriffene Behauptungen aufgestellt haben — er, der die peinlichste Gewissenhaftigkeit und die Ehrenhaftigkeit selber ist! Run, was derartige Verdächtigungen, die schließlich den greifen Fürsten, der jetzt die Geschicke Bayerns lenkt, selber nicht verschonen, auf sich haben, beweisen römische Depeschen gutpatriotischer bayerischer Blätter. Aus ihnen geht zur Evidenz hervor, daß Prinz Luitpold die Actenstücke aus dem Vatikan schwarz aus weiß besitzt, aus welche sich die von der „Germania" und den ihr gesinnungsverwandten Organen so heftig angegriffenen und bezweifelten Stellen in seinem Schreiben stützen und hiernach bedürfen diese Angriffe keiner weiteren Charakteristik — sie richten sich selbst! In dem verständigen Theile der bayerischen klerikalen Presse selber erfährt das Treiben der „Germania" u. s. w. eine entschiedene Verurtheilung und der „Bayerische Courier" verbittet sich der „Germania" gegenüber, daß letztere in Dinge hineinrede, die man in München besser zu verstehen glaube, als am User der Spree — das „genügt!" In den höheren Commando-.Stellen der österreichischen Armee find in diesen Tagen verschiedene nicht unwichtige Personal-Veränderungen erfolgt. Zunächst ist dem Corps-Commandanten von Pesth, General v. Edelsheim- Gyulai, vom Kaiser die erbetene Versetzung in den Ruhestand bewilligt worden; der General erhielt als Ausdruck der Anerkennung der von ihm geleisteten Dienste das Großkreuz des Leopoldsordens. Zu seinem Nachfolger im Pesther Commando wurde Graf Pejacsevich ernannt; außerdem erhielt F.M.L. Prinz Croy das General-Jnspectorat über die Kavallerie und endlich ist General-Major Janski zum Cornmandirenden der 10. Infanterie-Division in Josesstadt (Böhmen) ernannt worden. Letzere Ernennung muß unstreitig als die interessanteste unter diesen Veränderungen bezeichnet werden. General Janski gab durch die Bekränzung des Hentzi-Denkmals aus dem Ofener Friedhöfe den Anstoß zu jener Reihe merkwürdiger Vorfälle, in denen sich die ungarischen Antisympathien gegenüber Oesterreich wieder einmal unverhüllt zeigten. Schon damals forderten die Chauvinisten die Entfernung des in Ungarn mißliebig gewordenen Generals und ihnen ist nunmehr durch die Versetzung Janski's nach Josesstadt der Willen ge- than worden. Mit letzterer findet die famose „Affaire Janski'" erst ihren eigentlichen Abschluß. Die französische Parlaments-Session hat am vorigen Donnerstag ihren Abschluß gesunden, nachdem demselben in beiden Häusern des Parlaments noch allerhand merkwürdige Zwischenfälle vorangegangen waren. Zunächst lehnte die Deputirtenkammer in einer der letzten Sitzungen den sran- zöiisch-italienischen Schifffahrts-Vertrag ab, obwohl der Ministerpräsident Frey- cinet für denselben warm eingetreten war; Freycinet wollte in Folge dessen ferne Entlassung geben und konnte von diesem Vorhaben von seinen Minister- Collegen nur mit Mühe abgebracht werden.. Alsdann entspannen sich'in ebenderselben Sitzung zwischen der Rechten, den Ministern und der Linken stürmische Debatten über verschiedene Angelegenheiten und flogen bei diesen Verhandlungen Beleidigungen hinüber und herüber. Endlich kam es auch in der Schlußsitzung des Senats am Donnerstag wegen der Ausweisung des Herzogs v. Aumale zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen der Rechten und der Regierung, die zu einer Forderung des monarchistischen Senators Lareinty durch den Krieg-Minister Boulanger führten. Das unblutige Duell hat am Samstag stattgefunden. Die aus Frankreich ausgewiesenen orleanistischen Prinzen — der Graf von Paris, dessen Sohn, der Herzog von Orleans und der Herzog von Aumale — sind nunmehr auf englischem Boden vereinigt. Auf ferner Reise von Frankreich nach England nahm der Herzog von Aumale mehrere Tage Aufenthalt in Brüssel, wo er im „Hotel de FlandreS" abgestiegen war. Hier wurde der Herzog, in dessen Begleitung sich der Herzog von Chartres befand, am Freitag Nachmittag durch den Besuch des belgischen Königspaares ausgezeichnet; die Nachricht, die belgischen Majestäten hätten aus Rücksichten auf die französische Regierung eine Begrüßung mit dem Herzog von Aumale vermieden, erweist sich demnach als eine tendenziöse Erfindung. Am Sonntag reisten die orleanistischen Prinzen von Brüssel nach England weiter, wo sie sich wohl einer sympathischen Aufnahme Seitens des Hofes, wie Seitens der Bevölkerung versichert halten können. Der die Fahrten auf der australischen Linie eröffnende deutsche Reichspostdampfer „Salier" traf am Freitag in Antwerpen ein und setzte am nächsten Tage die Weiterfahrt fort. Die langausgesponnene Wahlcampagne in England ist am Samstag zu Ende gegangen. Den Conservativen ist es zwar nicht gelungen, die absolute Mehrheit im künftigen Parlamente zu erhalten, aber auch ohnedem . stkOt sich die Niederlage, welche Mr. Gladstone und seine Anhänger wegen der irischen Selbstverwaltungs-Politik erlitten haben, als eine ganz entschiedene heraus und als eine solche wird sie auch in England selbst allseitig aufgefaßt. Es ist, nach Londoner Meldungen zu urtheilen, deshalb nicht unmöglich, daß Mr. Gladstone zur Stunde bereits feine Demission eingereicht hat. Sobald dies geschehen, heißt es weiter, werde Salisbury, der Chef des früheren Tory- Ministeriums, auf den Rath Hartington's mit der Bildung eines neuen Ministeriums betraut werden, da man von Dem Plane eines liberal-conservativen Coalitions-Ministeriurns wieder abgekommen sei. Diese Ankündigung eines rein conservativen Ministeriums schließt freilich manche Bedenklichkeiten in sich, vor Allem deswegen, weil eben die Toris für sich allein nicht die Mehrheit im Parlamente besitzen und darum mehr oder weniger auf das Wohlwollen der liberalen Unionisten angewiesen sind und deren bedingte Unterstützung würde für ein rein conservatioes Cabinet schon den ersten Hemmschuh bedeuten. Deutschland. Berlin, 19. Juli. Den Petersburger Meldungen zufolge tritt mit der Abänderung der Titel der nachgeborenen Großfürsten eine Herabsetzung der Apanage für die Mitglieder des kaiserlichen Hauses ein. — Die Berufungskammer des hiesigen Landgerichts erkannte heute in dem Brillanten-Diebstahlsproceß gegen die Redacteure des „Berliner Tagebl.", Perl und Wolff, auf kostenfreie Freisprechung. England. London, 19. Juli. Wie die „Daily News" erfährt, wurde bei dem Cabinets-Diner, welches Gladstone am Samstag Abend gab, beschlossen, daß die Regierung sofort zurücktreten solle ohne den Zusammentritt des Parlaments abzuwarten. — Die „Morning Post" erfährt, daß die britische Note in Betreff Ba- tums durch einen Special Courier nach Petersburg gesandt worden ist und sich bereits in den Händen des russischen Ministeriums befinde. — Wie das „Reuter'sche Bureau" meldet, kehrt Salisbury demnächst nach England zurück, um den Posten des Premierministers zu übernehmen. Es scheine sicher, daß Lord Hartington in das neue Cabinet nicht eintreten werde. — Der ehemalige Deputirte der Parnelliten in der Grafschaft Süd- Tyrone, Obrien, wurde vom Candidaten Oer Unionisten mit einer Majorität von 99 Stimmen geschlagen. _______________________ Telegraphische Depesche«. WoM'S UUgt. Eorresporrderr» -- Vurra«. Augsburg, 19. Juli. Der Kaiser ist gestern Abend 8Vr Uhr hier eingetroffen. Auf dein festlich geschmücklen Bahnhöfe von den Behörden, der Generalität, dem Bürgermeister und der preußischen Gesandtschaft empfangen, begab et fid) int königlichen Galamagen unter stürmischem Jubel der Volksmassen durch die reich geschmückten und illuminirten Straßen nach den „Drei Mohren". ^>n tfolge der nicht endenden Hochrufe der Volksmasse erschien der Kaiser auf dem Balkon, nach allen Selten hin dankend sich verneigend. . r t _____... — Der Kaiser nahm Vorträge entgegen und begab sich heuttVoi Mittag um 10 Uhr unter enthusiastischen Hochrufen der stundenlang harrenden dichten Volk^massen durch die überaus reich mit Fahnen und Laubgeminden geschmückten Straßen, wo die Feuerwehr und die Kriegeroeretne Spalier bildeten, nach dem Bahnhofe und reifte mm IO1/» Uhr nach München ab. 1) der ersten Klasse bis zu » I# iträge mit 2 Procent und nur von dem" diesen 2) 3) 4) 5) 6) 7) 8) 9) zu errichten, an, welches im von Montenegro, Vickoric, ist bis 19. Juli, Mittags, kamen fälle, in San Dito 11 Erkrankungen und^ 1 Todesfall, in Oria 1 Erkrankung und 1 Todesfall, in Ostuni 1 Erkrankung, in San Pancrazia 1 Erkrankung. Die Bestimmungen dieses Artikels finden auf die Staatsforstbeamten im Falle des Beitritts derselben zu dem Eivildiener-Wittwen-Jnstitut mit der Maßgabe Anwendung, daß bei den seitherigen Mitgliedern der ersten Klasse der ersten Abtheilung M Forstdiener-Wittwen-Jnstituts bis tu 4600 pensionssähigem Gehalt, bei den Tuilericn ein Denkmal der sranzösischen Revolution Jahre 1889 zu enthüllen ist. Rom, 19. Juli. Der Secretär des Fürsten München, 19. Juli. Se. Majestät der Kaiser traf um 11V» Uhr Vormittags hier ein und wurde aus dem reichgeschmückten Bahnhofe von dem Prinz - Regenten, sämmtlichen Mitgliedern des Königshauses, den obersten Hofchargcn und den Ministern empfangen. Seine Majestät trug bayerische Uniform, während der Prinz - Regent preußische angelegt hatte. . . M — Seine Majestät der Kaiser ist, nachdem Allerhöchstderselbe mit bem Prinz- Regenten und sämmtlichen Prinzen und Prinzessinnen des bayerischen Königshauses im Königssalon das Dejeuner eingenommen hatte, um 1 Uhr Nachmittags nach Salzburg weitergereist. Von dem Publikum wurden Sr. Maj. enthusiastische Begrüßungen dargebracht. Salzburg, 19. Juli. Se. Maj. der Kaiser Wilhelm ist um 4 Uhr 30 Min. hier eingetroffen, von dem Prinzen und der Prinzessin Wilhelm von Preußen und den Spitzen der Behörden empfangen. — Heute Nachmittag fand bei Kaiser Wilhelm im „Hotel d'Europe" ein Diner statt, woran Prinz und Prinzessin Wilhelm mit Begleitung theilnahmen, außerdem Statthalter Thun, Generalmajor Wattek und Landeshauptmann Ehorinsky. Wien, 19. Juli. Zur Begrüßung des Kaisers von Deutschland auf österreichischem Boden schreibt die „Wiener Abendpost": „Ein erlauchter, ehrwürdiger Gast, Seine Majestät der deutsche Kaiser, der Freund und Bundesgenosse unseres erhabenen Monarchen, betritt heute nach Jahresfrist wieder österreichischen Boden, um, wie seit Jahren, an den Heilquellen Gatteins neue Kräftigung zu suchen. Daß er sie auch diesmal wieder finden möge, ist der aufrichtige Wunsch von Millionen, welche seine Ankunft stets als erneuten Beweis der Freundschaft zwischen den zwei mächtigen Nachbarreichen und als Unterpfand des europäischen Friedens freudig begrüßen." Berlin, 19. Juli. Stadtoerordnetenvorsteher Büchtemann ist gestern in Fried- richsroda gestorben. — Die Abendblätter melden, der französische Botschafter, Baron Eourcel, habe nunmehr um die Enthebung von seinem Posten nachgesucht und werde nur hierher zurückkehren, um fein Abberufungsschreiben zu überreichen. Wien, 19. Juli. Eholerabulletins. In den letzten 24 Stunden kamen in Fiume 4 Erkrankungen und 2 Todesfälle vor, in Triest 2 Erkrankungen und 1 Todesfall. Paris, 19. Juli. Freycinet empfing heute Vormittag den Baron Eourcel, welcher mit Ende dieses Monats sich nack Berlin begibt. Freycinet gab in Folge von Ardeitsüderhäufung den Plan, nach Nantes zu gehen, auf. — Der Municipalrath nahm den Bericht Depasse's, an Stelle der ehemaligen die Wittwen- und Waisengeldbeiträge mit 2 Procent und nur von dem diesen Betrag übersteigenden Theil des pensionsfähigen Gehalts mit 3 Procent in Ansatz gebracht werden. hierher zurückgekehrt. Rom, 19. Juli. Cholera - Bericht. Vom 18. _ in Brindisi 4 Erkrankungen und 2 Todesfälle vor, in Codigoro 1 Erkrankung, in Venedig 1 Erkrankung, in Francavilla 20 Erkrankungen und 8 Todesfälle, in Latiano 19 Erkrankungen und 4 Todesfälle, in Erchie 3 Erkrankungen und 3 Tooes- Lokaler. Gießen, 19. Juli. Bei dem vielseitigen Interesse, welches ein Theil unserer Leser an dem Wortlaute des neuen Gesetzes, das Eivildiener-Wittwen-Jnstitut, haben dürfte, glauben wir denselben zu dienen, wenn wir im Nachstehenden den vollen Wortlaut des Gesetzes folgen lassen: Gesetz, das Civildiener-Wittwen-JnstiLut betreffend. Vom 30. Juni 1886. Ludwig IV. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein :c. rc. Wir haben mit Zustimmung Unserer getreuen Stände verordnet und verordnen hiermit wie folgt: Artikel 1. Berechtigt und verpflichtet zum Eintritt in das Eivildiener-Wittwen- Jnstitut nach Maßgabe der Bestimmungen dieses Gesetzes sind alle unwiderruflich und alle aut Widerruf angestellten Staatsbeamten beziehungsweise Bediensteten, — die Staatsforstbeamten nur dann, wenn deren Beitritt zum Eivildiener-Wittwen-Jnstitut durch Erklärung des sie vertretenden Forstdiener-Wittwen-Jnstituts bis zum 1. August 1886 erfolgt ist. Diese Erklärung kann von jeder der beiden Abtheilungen des Forstdiener-Wittwen-Jnstituts besonders abgegeben werden und hat den Beitritt aller Mitglieder der betreffenden Abtheilung, sowie die Einbringung des gelammten, der Abteilung zustehenden Vermögens in das Civildiener-Wittwen-Jnstiiut zur Folge. Soweit in dem gegenwärtigen Gesetze Bestimmungen getroffen sind, welche auf die seitherige Mitgliedschaft und das seitherige Verhältniß der Staatsbeamten beziehungsweise Bediensteten zum Eivildiener-Wittwen-Jnstitut Bezug haben, finden dieselben im Falle des Beitritts der Staatsforstbeamten zu gedachtem Institut in gleicher Weise auf die seitherige Mitgliedschaft und das seitherige Verhältniß derselben zum Forstdiener- Wittwen-Jnstitut erster und zweiter Abtheilung, insofern ein Anderes nicht ausdrücklich festgesetzt ist, Anwendung. Artikel 2. Die Mitglieder des Eivildiener-Wittwen-Jnstituts sind verpflichtet, Wittwen- und Waisengeldbeiträge zur Kasse des Instituts zu bezahlen. Artikel 3. Die Wittwen- und Waisengeldbeiträge sind auch von dem den Hinterbliebenen eines Mitgliedes des Eivildiener-Wittwen-Jnstituts auf Grund des Gesetzes vom 27. November 1874, die Sterbquartale der Eivilbeamten betreffend, des Gesetzes vom 27. November 1874, die Revision der Bestimmungen über Versetzung der Eivilbeamten in den Ruhestand betreffend, und des Gesetzes vom 10. Mai 1875, die Pensionirung der auf Widerruf angestellten Beamten betreffend, gebührenden Sterbquartale zu enttichten. Artikels. Die Wittwen- und Waisenaeldbeittäge betragen jährlich 3 Procent des pensionsfähigen Diensteinkommens oder der Pension, mit der Maßgabe, daß der die Jahressumme von 5400 X der Pension übersteigende Betrag nicht beitragspflichtig ist. Jngleichen kommen die nach Artikel 21 des Gesetzes vom 12. April 1820 über die öffentlichen Dienstverhältnisse der Eivil-Staatsbeamten und Artikel 3 des Gesetzes vom 10. Mai 1875 über die Pensionirung der auf Widerruf angestellten Beamten in besonderen Fällen bewilligten Pensions-Zusätze bei Berechnung der Wittwen- und Waisengeldbeiträge nicht in Betracht. Den Beamten mit Gebühreneinkommen wird das für die Berechnung ihrer Pension als Grundlage festgesetzte Einkommen, den Notaren ein dem Durchschnittsgehalt der Amts- und Landrichter entsprechendes Einkommen bei der Berechnung der Wittwen- und Waisengeldbeiträge zu Grunde gelegt. Die hiernach berechneten Jahresbeiträge werden in der Weise nach oben abgerundet, daß dieselben mit 12 ohne Pfennig-Rest theilbar sind. Artikel 5. Den seitherigen Mitgliedern des Eivildiener-Wittwen-Jnstituts, welche nach den Bestimmungen dieses Gesetzes in das neue Verhältniß übertreten kommt das bezahlte Eintrittsgeld in der Art zur Ausrechnung, daß bei den Mitgliedern k'" Ar~rr* 03 *" 8500 X pensionsfähigem Gehalt zweiten „ 6400 dritten „ 4200 vierten „ 3400 fünften „ 2500 sechsten „ 2100 siebenten „ 1700 achten „ 1200 neunten „ „ ,, 800 seitherigen Mitgliedern der zweiten Klasse der ersten Abtheilung bis iu 3400 pensionsfähigem Gehalt und bei den seitherigen Mitgliedern der zweiten Abtheilung des Forstdiener-Wittwen-Jnstituts bis zu 800 X pensionsfähigem Gehalt dieWittwen- und Waisengeldbeiträge mit 2 Procent und nur von dem diesen Betrag überftetgenbcn Theil des pensionsfähigen Gehalts mit 3 Procent in Ansatz gebracht werden. , Ein Rückersatz des bezahlten Eintrittsgeldes findet bei Ausscheiden emes in das neue Verhältniß übergetretenen Mitgliedes des Eivildiener-Wittwen-Jnstituts aus demselben nicht statt. c . , . . , Artikel 6. Die Wittwen- und Waisengeldbeitrage werden in denjenigen Teilbeträgen, in welchen das Diensteinkommen ober bie Pension zahlbar ist, burch Einhaltung bes entsprechenden Theiles dieser Bezüge der Kasse des Instituts zugeführt, von den Notaren und den auf Gebühren angestellten Beamten aber in Quartalsbeträgen im Voraus erhoben. ± T. Artikel 7. Die Verpflichtung zur Entrichtung der Wittwen- und Waisengeld- beitrage^ erttschtt^ Beamten ober Pensionärs, vorbehaltlich der im Artikel 3 • getroffenen Bestimmung; 2) wenn der Beamte ohne Pension aus dem Dienste scheidet ober mit Belassung eines Theiles betreiben aus bem Dienste entlassen wird. Artikel 8. Die Wittwe und die Hinterbliebenen ehelichen ober durch nachgefolgte Ehe legitimirten Kinder eines zur Zeit seines Todes zur Enttichtung von Wittwen- unb Waisengelbbeiträgen verpflichteten Beamten erhalten aus ber Kasse bes Instituts Wittwen- und Waisengeld nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen. Artikel 9. Das Wittwengeld beträgt 30 Procent derjenigen Pension, zu welcher der Verstorbene berechtigt gewesen ist oder berechtigt gewesen sein würde, wenn er am Todestage in den Ruhestand versetzt wäre. Bei den Notaren besteht das Wittwengeld in 30 Procent desjenigen Betrags, welcher sich bei Zugrundelegung des Durchschnittsgehalts der Amts- und Landrichter nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 27. November 1874, die Revision der Bestimmungen über Versetzung der Eivilbeamten in den Ruhestand betreffend, als Pension des Notars ergeben würde, wenn er am Todestage in den Ruhestand hatte versetzt werden können. Bei den unwiderruflich angestellten Beamten während der ersten fünf Jahre ihrer Anstellung und bei den auf Widerruf angestellten Beamten beträgt das Wittwengeld 30 Procent derjenigen Pension, welche dem Verstorbenen nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 27. November 1874, die Revision der Bestimmungen über Versetzung der Eivilbeamten in den Ruhestand betreffend, beziehungsweise des Gesetzes vom 10. Mai 1875, die Pensionirung der auf Widerruf angestellten Beamten betreffend,. bewilligt worden ist ober hätte bewilligt werden können, wenn er am Todestage in den Ruhestand versetzt worden wäre. Das Wittwengeld soll jedoch, vorbehaltlich der in Artikel 11 und 13 verordneten Beschränkungen, nicht unter 160 X und nicht über 1600 X betragen und soll bei Besoldungen bis einschließlich 2500 X mindestens ein Fünftel der Besoldung und bei höheren Besoldungen mindestens 500 X betragen. Die nach Artikel 21 des Gesetzes vom 12. April 1820 über die öffentlichen Dienstverhältnisse der Eivil-Staatsbeamten und Artikel 3 des Gesetzes vom 10. Mai 1875 über die Pensionirung ber auf Widerruf angestellten Beamten in besonderen Fällen bewilligten Pensions-Zusätze kommen bei der Berechnung für das Wittwengeld nicht in Ansatz. Artikel 10. Das Waisengeld beträgt: 1) für Kinder, deren Mutter lebt und zur Zeit des Todes des Beamten zum Bezüge von Wittwengeld berechtigt war, ein Fünftel des Wittwengeldes für jedes Kind; 2) für Kinder, deren Mutter nicht mehr lebt oder zur Zeit des Todes des Beamten zum Bezüge von Wittwengeld nickt berechtigt war: a. beim Vorhandensein eines bezugsberechtigten Kindes zwei Dritttheile des Wittwengeldes; b. beim Vorhandensein zweier bezugsberechtigter Kinder die Hälfte A desselben sür jedes Kind, c. beim Vorhandensein von drei oder mehr bezugsberechtigten Kindernein Dritttheil desselben für jedes Kind. Der Jahresbetrag des Wittwengeldes und des Waisengeldes wird für jeden Berechtigten in der Weise nach oben abgerundet, daß jeder Betrag mit 12 ohne Pfennig- Rest theilbar ist. Artikel 11. Wittwen- und Waisengeld dürfen weder einzeln noch zusammen den Betrag der Pension übersteigen, zu welcher ber Verstorbene berechtigt gewesen ist ober berechtigt gewesen sein würde, wenn er am Todestage in den Ruhestand versetzt wäre. Bei Anwendung dieser Beschränkung werden das Wittwen- und das Waisengeld verhältnißmäßig gekürzt. Wittwen- und Waisengeld zusammen dürfen den Betrag von 2400 X niemals übersteigen. (Fortsetzung folgt.) Gieße«, 20. Juli. Die großen Vorbereitungen zu der einmaligen Luftballonauffahrt des weltbekannten Aeronauten Herrn Securius und Frau werden bereits getroffen und ist das Ehepaar hier anwesend, um Alles zu leiten. Das luftige Fahrzeug „Bellevue" hat eine Höhe von 60 Fuß und einen Ummesser von 90 Fuß, der Stoff ist ein Gewebe aus Hans und Seide, ist luftdicht mit einer Lösung von Kautschuck getränkt. Von den 13 Ballons, die das Ehepaar besitzt, sind 6 nach hier verladen. Der größte Ballon trägt 9 Personen, wird natürlich nur in ganz großen Städten gefüllt -und beteiligten sich das letzte Mal in Berlin 8 höhere Offiziere an der Auffahrt. Auch hier können sich Passagiere melden. Herr und Frau Securius fliegen. Samstag und Sonntag in der landwirtschaftlichen Ausstellung in Peine bei Hannover und waren Samstag 8000, Sonntag 11000 Personen bei der Auffahrt zugegen Die hochinteressante Füllung des Riesenluftballons ist nur in der Nähe zu beobachten und das billige Entree von nur 50 Pfg. ermöglicht es wohl Jedem, sich das instructive Schauspiel anzusehen. Universität- - Ghronik. - A"ch die Berliner Akademie der Wissenschaften zu Berlin wird bei der 500iahrMn Jubelfeier der Universität Heidelberg o ficiell vertreten sein und zwar durck Geh. Regierungsrat Auw er s und Professor Theodor Mommsen * * Lich. Der hiesige Turnverein feiert sein diesjähriges Stiftungsfest nächstem Sonntag den 25 d. M durch ein Wettturnen nebst Tanzvergnügen? Einladungen dazu sind an mehrere Nachbarvereine ergangen. 0 0 Kassel, 18. Juli. Ein geheimnißvolles Attentat wurde der K Rta " ruiolae auf den gestern Nachmittag hier einlaufenden durchgehenden Frankfurt-Ber inev Schnellzug begangen. In der Nähe der Station Neustadt faßte fick der aus der Maschine st-hend- L°c°m°Ii°sÜhr-r Seebad) von hier mit den Warten: „Nun was ist denn das -" plötzlich an den Hmterkops und sank blutüberströmt zu Boden Bei der näheren Untersuchung ergab stch, daß ®. eine schwere Verletzung am Se erhalte! hatte, die »on einem Schutz herzurühren scheint. Der Heizer führte Mua lang rn b-s nach Tr-ysa weiter, wo der Verletzte ärztlich verbünden wurde imd bis a^ ®a, ®C!a^ei? roerben uiutzte. Näheres über den geheirnnitzvollen Vorfall ist noch nicht bekannt und mutz erst durch die Untersuchung klargestellt werden Griesheim, 16. Juli. Heute Vormittag wurde einem secksiebniäbriaen Zungen, der stch wahrend der Schietzübungen mit Suchen von Kugeln und Svrena" Wen abgab , von einer hinter den Schanzen crepmenben ©eanat ba§ eim Setn d-rart zerschmettert, datz es ihm zu Hau e, wohin der ebenfalls Kugeln kuckende Bote? den Jungen getragen hatte, amputirt werden Nutzte. Es ist noch zu bem"rkenU noch WHiASÄ Paris auf den Kopf 600 X und in Wien 170 entfällt Die to'Ss Ädt“ftänbi6 bUr* bi-Ueberschüsse der Gas"- und- Die i" T; Är- bet Mv SbieW Mkseh bie *OjS:ua, A Verdingung dei risSehlvschlaüs dis men Kasernemei 792 A 36 4 Mer Submission Fpnnerstag den S3omittag§ in Anchn-ÄM »M MrguM ffcz jur EinM geräumt. Sieben, den 19. £ Großh. Garnison Mlmch )(ii Nachmittags mibtn auf meinem Bi Sapha's, Kleidrffc Mole, 1 PnMnoirn, 1 kauen, 2 Psnbr Mn PaarMnntz v W Ichck Nkm 8 düitzst hei ■MW ?in jnttjäj Mbms bei ®r-lVillnmr bomöopa Mei m den Fa! wui u. Falk J «tf™*. djuB' 6bQiifnr.Oni 4't 1.1 ^ur ( Ü °llnrige Wvffer, Allgemeiner Anzeiger 4948 Alleinverkauf bei 5228 billigst bei 5254 -lns^loo ‘pbjuoo j o LSVV r Weber, Weinhandlung, 4019 Soeben erscheint: 5109 Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig. Anvr. Euler. 144 Geißler, Gerichtsvollzieher. f' i - y jiaifW ilabunß«1 130 Hefte L1 Mark oder 9 Halbfrzbde. ä 16 Mark. Bis jetzt erschienen „Völkerkunde“, Bd.l, und „Der Mensch“,Bd.I. 5230 Ein Mädchen sucht Arbeit im Waschen u. Putzen. Anna Margaretha Gckert. Näheres Kaplaneigaffe 9. »Ein Volksbuch im edelsten Sinne des Wortes. — Dm großartige Unternehmen ist geradezu ein litterar. Ereignis.“ [Die Natur.] [3454 Fr. Seibel. Aeisgeöotenes. Neues Grünkern amten M wengcldes Todes des Dritttheile ie pälftt Kindern ür jebtn Psennig- nmtn den n ist oder setzt wert. Laisengeld , niemals jt) !ustdallon- tn bereits ligt Fahr- Fuß, der kaulslhuck verladen. Städten der Aus- us stiegen Hannover ;en. Die ihtm und nstructtve- i bei der car durch Mein noch norräthiges Lager in Sonnenschirmen, garnirten und ungarnirten Damen-, Mädchen-, Herren- u. Knabenhütcn verkaufe, um damit gänzlich zu räumen, zu ganz bedeutend billigeren Preisen. 5243 ar nn rv Temperatur der Lahn. Am 20. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 17V.0, Luft 23° R. im Schatten. _____ L. Ehr. Rübsamen. — Die in Solingen für die englische Armee gefertigten Säbelklingen müssen folgende Probe bestehen: Die Klinge muß zuerst eine Belastung von 16 Kilogramm auf'die Spitze gelegt ertragen, ohne eine Durchbiegung erkennen zu lassen. Alsdann ivird dieser Druck so vermehrt, daß die Klinge sich durchbiegend um 16 Centimeter ocikurzt und trotzdem wieder gerade springt. Nach einem mit der Schneide unter Anwendung voller Manneskraft auf einen Eisenblock ausgeführten Hieb und einem gleichen mit der Rückseite, wonach durch Einlegen in eine vertiefte Schablone die genau vorgeschriebene Krümmung controlirt wird, folgt die Biegeprobc. Zu diesem Bchufe wird die Klinge in einem besonderen Apparat flach einer Biegung von 90 Grad ausgesetzt und muß wieder genau gerade springen. Darauf wird das Gewicht derselben und endlich die Lage des Schwerpunktes untersucht und nun erst schlägt der Beamte seinen Abnahmestempel darauf. In der That, die deutsche Industrie kann sehr stolz darauf sein, daß sie solchen Anforderungen zu genügen vermag. berliner r aus £ li Bei drr , ^haltest langlö”! bis ij Jotlaö ist vjäbliS^ SprtE (knliil18 W* > irCii Inn “’f 5210 Ein Hausmädchen gesucht VVN Krau <*• H. Schirmer, Wattthprftraße 48. Mein Glafergeschäft befindet sich jetzt Bahnhofstrasse 57 bei Herrn PH. Bauer II. Bestellungen können auch in meiner Wohnung, Wolkengaffe 14, abgegeben werden. ' 5221 Beruh. Wolf, Glasermeister. Allgemeine Naturkunde (Fortsetzung zu „Brehms Tierleben“). Bingen Rh« Hotel zum deutschen Haus. Vollständig neu hergerichtet. Bei mässigen Preisen gute u. reelle Bedienung. — Reine Weine. Chr. Dan. Fillmann, Kirchenplatz 15. Ha Leister, Holzhandlung, Cassel Neue Leipzigerstraße 16, empstehlt sein wohlassortirtes Lager in feinsten Tannen- u. Fichten-, polnischen u. amerikanischen Kiefern-, Eichen- u. Buchen- rc. Brettern u. Bohlen, sowie fertigen gespundeten u. glatrkantigen Fuß- v-d-N in schwedischem u. amerikanischem Hol;. LampriS mit Stab, Sockel u-Sockelleisten rc Stollen, Latten, Spalierlatten zu äußerst billigen w«. Bei entsprechendem Quantum liefere die Waare frei vor das HauS.____________ 5241 Ein kl. Wohnhaus iß zu dem Preise von 5000 ai. mit 1000 at Anzahlung, zu verkaufen durch I. Blitz.______________4624 Brennholz in Spalten und auch klein gemacht empfiehlt in trockener Waare belebte trotz aller Nachahmungen unüber- oon^ Retter, München (staatlich geprüft und begutachtet), welch, statt Oel od. Pomade tägl. gebraucht bestens au emvfeblen ist nerfauft »u 40 4 u. 1,10 I. H. «uhr, Sonnenstraüe U Gießen, P’6 771 “3400 . Sa? % t?M 6in= ^Wüjrt, uuoriQ|§; ^isengeld- ,D1 Artikel Z, ;it^N‘ung MöMiite $ 3nftitut§ *' öu welcher Dtnn er am "etr°es, Van^ridiict °n der tze-, ^Pension alte versetzt fünf* fiminunßtjt Bersttzun- etzes vom bttretttnb,. Meinbcn ocrordnetm soll bet Neig und H. öisentlichm n 10. Mai besonderen ^ittwengeld Der Mensch,””^ Ranke. 2 Bände mit ca. 550 Text- illustr., 5 Kart. u. 32 Aquarelltaf. Völkerkunde, ProTDr. Fr. Ratzet. 3 Bde mit ca. 1400 Text- illustr., 6 Karten n. 30 Aquarelltat Handel und Berkehr. Gießen, 20. Juli. Auf dem heutigen Martt kostete Butter per Munt X 0.75-0 90, Hühnereier 2 St. 11-00 4, Enteneier St. 5-6 A, Käse pr St 5-9 I Mematte 3-0 4, Erbsen pr. Liter 20 H, Linsen 32 Tauben per Paar 0 45 bis 0.70 x Hühner per Stück X 0 93-1.20; Hahnen pr Stück 0 60-1 30 ' Enten Conservegläser für Gemüse und Früchte, vollständiger Ersatz für Blechbüchsen, empfehlen Brüder Schmidt, Eisengeschäft, Seltersweg 2. Zur Verdingung der Herstellung dcS LehwschlagS im Exercierhaus des neuen Kasernements. veranschlagt zu 792 at 36 H, ist ein unbeschränkter Submissionstermin auf Donnerstag den 29. Inti er., Vormittags 10 Uhr, im Garnison < Verwaltungs - Bureau, woselbst Bedingungen und Kostenanschlag zur Einsichtnahme aufliegen, anberaumt. 5246 Gießen, den 19. Juli 1886. Großh. Garnison-Verwaltung. Mittwoch den 21. Juli, Nachmittags 2 Uhr, werden auf meinem Bureau Sopha's, Kleiderschränke, Kommoden, Eonsole, Spiegel, Bilder, 1 Wecker, 1 Porzellanosen, 1 Pianino, 2 Stoßkarren, 2 Pferde u. a. m. gegen Baarzahlung versteigert. Erdgeschichte, P™ Dr.Neumayr. 2Bde.m.ca.600Text- illustr., 6 Karten u. 25 Aquarelltaf. Pflanzenleben, P™ Dt.Kerner u. Marilaun. 2Bde.mit ca. öOOTextilluetr. u. 40 Aquarelltaf. Aufzüge (Fahrstühle) für Lagerhäuser, Fabriken, Krankenhäuser , und Privatgebäude, für Hand- u. Maschinenbetrieb, bewährter Eon- structiou, mit Sicherheitsdrcmse Jllustrirte Cataloge auf Verlangen. Wiefche & Scharffe, 524\Frankfurt a. M. Professor Dr. Jägers Normal-Hemden, i Hosen und Jacken empfehle zu Original-Fabrikpreisen. Julius Schulze. mit Panzer-Stimmstock 1,26 Mtr. hoch, ter SaKTJo K in 19ctaü; 2 Register, in Comodform JL 110. ; o o Gebrauchte gut hergerichtete Instrumente von at. 50 an icderzett auf Lager. - Ausgedehnte Clavier-Verlcih-Anstalt. Siegen.___________Hermann Loos. Englische Oel-Lackfarbe Zum Selbst-Lackiren von Fußböden in bekannter vorzüglicher Qualität. !»Q nz £ ot, £ V ui ejidsuaifiuiyj o^eaiaj ‘UI9>I 1 03 uuEitißjag' uoa ’ »jps n ZwieMköäi Montag, Mittwoch und Freitag Morgens von 9 Uhr an bei Fr. Hennings, 5068 Seltersweg 14, Glasziegel (glatte) zu haben. 1 Wiese am Ohlenberg, 2 Wiesen im Heegflrauch, 1 Acker am Krofdorferweg, 1 Acker am Nahrungsberg zu verkaufen oder auf längere Jahre zu verpachten. 5122 Fr. Schwan^Weblar^ 5117 Ein braver Junge vom Lande als HauSburfche und zum Kegelstellcn per sofort gesucht im Frankfurter Hof. I M Sckulhof. 5050 Ein halbjähr, weißer KönitzS- Dndel, Prachtthier (9?ube), zu verkaufen. Näheres bei S«rd. Schmidt, Wehstemgasse 31. Dr.WillmarSchwabes verbesserter homöopathischer Gesundheits-Kaffee aus den Fabriken von Louis Willig # Cie.9 Cöthen u. Falkenau a. Eger, nur echt in ber alleinigen Niederlage für Gießen bei Herrn 5249 8. Elsoffer, Msrktstraßr. la. Butter von 10 Pfund an das Pfund 75 5227 H. F. Nassauer. Neue Kosen-Kartoffeln vorMgttcher OuaMät, ?'T; V? o-, ' M verkaufen, auch werden dieselben in kleineren Quantitäten ab- ebgeben. Näheres Gartenstraße 20 tStcm's Garten).__5127 Le-ertreibriemen