Ne. 43. Samstag dm 20. Februar 1SS6 Amts- unb Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. r Schulstratze 7. Erscheint tägLich mit Abnahme de« Montsrgtz. ^urch^die^Post^bezogen viettelMrüch Amt sicher Hh eik. An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Bezirks. Die Ihnen k. H. zugehenden Patente wollen Sie ausfertigen, mit bett beigeschlossenen Marken bekleben und letztere entwerten. Die Patente sind sodann unterschrieben und nach den Nummern wieder gehörig geordnet bis längstens 15. März hierher einzusenden. Gießen, am 18. Februar 1886. Großherzogliches Steuer-Commiffariat Gießen. ________ Süffert.________________________ Politische Uederficht. Gießen, IS. Februar. Bei den kaiserlichen Majestäten sand am Donnerstag wiederum eilte größere Ballsestlichkeit statt, zu welcher gegen 1700 Einladungen ergangen waren. — Der Kaiser hat den General der Kavallerie v. Rauch L, Chef der preußischen Land - Gensd'armerie, zu besten 50jährigem militärischen Dienst- Jubiläum in einem sehr huldvollen Handschreiben beglückwünscht. Als befon* dere Auszeichnung ist dem Jubilar vom Kaiser ein Patent seiner Charge verliehen worden, was nur in seltenen Fällen zu geschehen pflegt. Das große Ereigniß in unserer inneren Politik bildet augenblicklich 'die Einbringung der neuen kirchenpolitischen Vorlage im preußischen Herrenhause. Nachdem sich um die Vorlage schon eine Art Legende gebildet batte und bezüglich ihrer die sonderbarsten unb widersprechendsten Behauptungen aufgestellt worden waren — sollte sie doch dem Papste vorgelegen haben und Dorf diesem einer Kardinals-Commission zur Begutachtung übergeben worden sein! — ist sie nun heute eine Thatsache. Der Inhalt des Gesetzentwurfes streift bis an die Grenze, bis zu welcher die preußische Regierung in ihrem Entgegenkommen gegenüber den Wünschen der Kurie gehen konnte, ohne der staatlichen Macht und Würde etwas zu vergeben. Die wesentlichsten Punkte der Vorlage: Wegfall der bisherigen wissenschaftlichen Staatsprüfung für die katholischen Geistlichen, Regelung der staatlichen Aufstcht über die Conoicte und Priester-Seminare nach den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen, Aufhebung des kirchlichen Gerichtshofes und Beschränkung der Berufung von Geistlichen, welche von den Kirchenbehörden gemaßregelt worden sind, an den Staat — bedeuten in ihrer Gesammtheit eine gewaltige Concession der preußischen Regie- rung an die katholische Kirche und kommen saft einer Aufhebung der Grundlagen der Maigesetze gleich- Dem gegenüber erscheint die Frage berechtigt, welchem Zweck Fürst Bismarck die Maigesetze opfert, denn daß nunmehr der „Cültur- kamps" beseitigt und der tiefste kirchenpolitische Friede hergestellt sei, erscheint als eine zu optimistische Anschauung. Eine Antwort auf diese Frage wird man indessen erst von der Zukunft erwarten können und wenn jetzt bereits die Meinung laut wird, die neue Kirchen-Vorlage bedeute eine Verständigung zwischen Berlin und Rom über den Kops der Cmtrumspartei hinweg und sei vornehmlich dazu bestimmt, der letzteren parlamentarisch den Garaus zu machen, so muß die Bestätigung dieser Anschauung eben erst abgewartet werden. Jedenfalls hat aber die preußische Regierung mit dem Kirchengesetze, wie es dem Herren- Hauss zugegangen ist, abermals einen eminenten Beweis für ihre Bereitwilligkeit, den kirchlichen Frieden im Lande wieder herzustellen, gegeben und hoffentlich wird man dies in den katholischen Bevölkerungskreisen Preußens wie auch im Vatikan aufrichtig anerkennen. Darüber, warum der Entwurf zunächst im Herrenhause und nicht im Abgeordnetenhause eingebracht worden ist, gehen die Meinungen auseinander. Rach einer sehr verbreiteten Version wäre dies hauptsächlich'geschehen, um dem Vertreter des preußischen Episcopats im Herrenhause, dem Bischof Dr. Kopp von Fulda, Gelegenheit zu geben, sich über die Vorlage zu äußern und erwartet man, daß Dr. Kopp dieselbe in entgegenkommender Weise besprechen werde. Das Branntwein-Monopol ist dieser Tage Gegenstand langer Erörterungen in weiteren mittclstaatlichen Landtagen gewesen. In der badischen zweiten Kammer wurde am Dienstag der von der liberalen Kammer-Mehrheit zum Branntwein-Monopol eingebrachte und demselben im Allgemeinen nicht ungünstige Antrag nach sechsstündiger Debatte angenommen. Zwei hierzu gestellte Amendements — eines von klerckaler Seite, welches das Reichs-Monopol als unannehmbar bezeichnet, und ein liberales, das einen Ausspruch über das Monopol als vorläufig unmöglich erklärt — lehnte die Kammer ab. Ferner erklärte im braunschweigischen Landtage Staatsminister Graf Görtz-Wrisberg am gleichen Tage auf eine Anfrage des Abg. Krampe über die Stellung der braunschweigischen Regierung zum Monopol, dieselbe stehe der betr. Vorlage im Großen und Ganzen sympathisch gegenüber und habe ihren Vertreter im Bun- desraihe dementsprechend instruirt. Die Lage der deutschen Cigarren-Branche ist, wie uns aus Geschäftskreisen geschrieben wird, immer noch eine sehr prekäre. Wie bekannt, wurde diese Situation durch die Tabaksteuergesetzgebung verursacht, welche seinerzeit den blühenden deutschen Cigarren-Export mit einem Schlage vernichtete. Die deutsche C'garren-Jndustrie sah sich in Folge dessen genöthigt, ihre ganze Production in Deutschland abzusetzen, wodurch sofort eine große Ueberproduction und ein starkes Sinken der Preise entstand. Als endlich durch Abänderung der Gesetzgebung ein Export wieder möglich gemacht wurde, waren die früheren Absatzgebiete der deutschen Industrie schon vollständig von den ausländischen Concurrenten besetzt und die Deutschen hatten das Nachsehen. Die Gewinnung neuer Absatzgebiete ist mit den größten Schwierigkeiten ver- ] knüpft. Es dürfte den Herren Gesetzgebern zu empfehlen sein, dieses Resultat einer unrichtigen Steuerpolitik etwas gründlicher zu studrren. — Daß die Lasten, welche die gewiß segensreich wirkende Socialpolitik unserer Industrie auferlegt, keine geringen sind, das beweist u. A. die Mittheilung eines Mannheimer Tabakfabrikanten, nach welcher allein die Kraukenkaffenbeiträge den Brutto-Jahres-Umsatz mit über 3 pro Mille belasten. Man kann unter diesen Umständen den Wunsch der deutschen Industriellen nur gerechtfertigt finden, die Reichsregierung möge.mit der Einführung der Alters- und Jn- validenver'orgung so lange warten, bis die finanziellen Folgen der Kranken- und Unfallversicherung zu übersehen seien. In den polnischen Landestheilen Oesterreichs haben die Maßregeln der preußischen Regierung gegen die Polonisirungsgefahr eine merkwürdige Reaction hervorgerufen. In welcher Richtung sich dieselbe bewegt, erhellt aus einem, von einer in Krakau stattgehabten Bürgerversammlung gefaßten Beschlüsse, demzufolge der Waareremkauf in Preußen als Vergehen gegen die patriotischen Pflichten betrachtet wird; sümmtliche Lebensmittel müssen im Lande angeschafft werden, nach Möglichkeit aus galizischen Erzeugnissen. Auf Antrag des Landtags-Abgeordneten Romanowicz wurde eine siebengliederige Commission mit der Aufgabe gewählt, Fachmänner aus allen Gewerbszweigen einzuberufen, um neue Quellen zum Bezüge der bisher aus Preußen importirten Waaren zu .vermitteln und den in der Versammlung gestellten Antrag wegen Bildung eines Consumvereins aus Tantieme zu prüfen. Aus anderen galizischen Städten werden ähnliche Kundgebungen gemeldet. Der radikale Pariser Gemeinderath, welcher immer gern in Politik macht, hat sich mit großer Mehrheit zu Gunsten einer vollständigen Amnestie für alle wegen politischen Verbrechen Verurtheilte ausgesprochen. Von Mr. Gladstone, dem englischen Premier, liegt wieder einmal eine Kundgebung über seins irische Reformpolitik vor. In einem Schreiben an einen irischen Pair, den Viscount de Vesci, schlägt Herr Gladstone einen freien Meinungs-Austausch Seitens aller Klaffen der Bevölkerung Irlands über deren Bedürfnisse und Wünsche vor. Die schwierige Aufgabe der Regierung werde, wie der Premier meint, durch die ihr hierdurch zugehenden Informationen sehr erleichtert werden. Feste Entschlüsse hat also Gladstone bezüglich Irlands noch immer nicht gefaßt und diese Tharsache dürste in den Kreisen der irischen Homeruler, in denen man ungeduldig dem praktischen Beginn der verheißenen Reformpolitik entgegensieht, gerade nicht sehr angenehm berühren. Eine der englischen Missions-Gesellschaft in London zugegangene Depesche aus Zanzibar bestätigt die Nachricht von der Hinrichtung des Bischofs Hannington und seiner aus 50 Personen bestehenden Begleitung. Die Hinrichtung erfolgte auf Befehl des Königs von Uganda. Die englische Regierung wird jedenfalls nicht verfehlen, den Herrscher von Uganda wegen dieser Grausamkeit zur Verantwortung zu ziehen. Aus Bukarest ist die erfreuliche Nachricht von der Wiederaufnahme der serbisch-bulgarischen Friedens-Verhandlungen zu verzeichnen. Dieselbe erfolgte in Folge der von Serbien wegen der Verzögerung an die Pforte gerichtetem Beschwerde. In dem von der Friedens-Conferenz genehmigten Artikel sind auch die Bestimmungen über die Amnestirung der durch den Krieg Compromittirten enthalten. In dieser Hinsicht sprach der serbische Delegirte den Wunsch aus, den aus Bulgarien ausgewiesenen Serben möge die Rückkehr gestattet werden, worüber der bulgarische Delegirte von seiner Regierung aber noch keine Instructionen besaß. Deutschland. DarWstadt, 18. Februar. Se. ,König!. Hoheit der Großherzog haben am 17. d. Ms. Allergnädigst geruht: Dem Ministerialrath in dem Ministerium der Finanzen, Karl Müller, die Genehmigung zur Uebernahme der commissarischen Functionen des Reichs- Bevollmächtigten für Zölle und Steuern zu Hannover mit Wirkung vom 1. März d. Js. an zu ertheilen und demselben für die Dauer .dieser seiner commiffari- schen Verwendung im Reichsdienste unter Belassung seines Ranges als Ministerialrath den Titel Geheimer Oberfinanzrath zu verleihen, den Vortragenden Rath in der Abteilung des Ministeriums der Finanzen für Steuerwesen, Geheimen Obersteuerrath Ludwig Baur, zum Ministerialrath in dem Ministerium der Finanzen uno zum Vorsitzenden der Abtheilung dieses Ministeriums für ©teuerroefen, den Obersteuer-Jnspector des Hauptsteueramts Gießen, Steuerrath Franz Engisch, zum Vortragenden Rath in dem Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Steuerwesen mit dem Amtstitel Obersteuerrath und den Hauptsteueramts-Assistenten 1. K affe- bei dem Hauptsteueramte Mainz» August Jrle, zum Steuer-Controleur zu ernennen. Darmstadt, 18. Februar. Se. Königl. Hoheit der Großherzog werden mit Ihrer Großh. Hoheit der Prinzessin Irene morgen Abend auf einige Zeit nach Rußland zum Besuche der Großfürstin Elisabeth verreisen und daher von Samstag den 20. d. Mts. ab keine Meldungen und Vorträge entgegen nehmen. Darmstadt, 18. Februar. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 6. Februar den in der Eigenschaft als Volksschullehrer angestellten Lehrer am Real-Gymnaflum und an der Realschule zu Gießen, Clemens Theisen, mit den Rechten eines Civilbeamten zum Lehrer an den genannten Anstalten zu ernennen. Bulgarien. Philippopel, 17. Februar. Fürst Alexander kam, begleitet von seinem Bruder Franz Joses und dem Premierminister Karawelow, heute Nachmittag hier an und wurde feierlich empfangen. Die Stadt ist festlich geschmückt und wird Abends illuminirt. Gleich nach der Ankunft im Palast machten die Consuln dem Fürsten ihre Aufwartung. Telegraphische Depeschen. Wolff'- telegr. Correspondenz ■ Bureau. Berlin, 18. Februar. In der heutigen Plenarsitzung des Bundesraths gelangten die Ausschußberichte zu dem Gesetzentwurf, betreffend das Branntwein-Monopol, zur Berathung und hat der Bundesrath dem Gesetzentwurf seine Zustimmung crtheilt. Berlin, 18. Februar. Der Reichstag berieth zunächst die Denkschrift über den kleinen Belagerungszustand. Viereck behauptet, derselbe habe sich als nutzlos erwiesen; das Socialistengesetz habe nur die anarchistischen Tendenzen gezüchtet. Nur der Socialdemokratie verdanke man es, wenn die letzteren nicht weiter um sich gegriffen haben. Frohme kritisirt die Handhabung des Gesetzes durch die Polizei. Minister Putt- kamer lehnt die Verantwortung für die einzelnen Mißgriffe der Polizei ab und tritt ebenso energisch für die pflichttreuen Beamten ein, gegen welche schwere unbewiesene Beschuldigungen erhoben werden, lieber den rechtshängigen Frankfurter Friedhofsfall müsse er jede Erklärung ablehnen. Singer gegenüber weist der Minister sehr entschieden die Behauptung zurück, daß ein Beamter Namens Mahlow die anarchistische Bewegung inscenirt, um Material für die Verlängerung des Gesetzes zu liefern. Zu solcher Schandthat halte Niemand außer den Socialistcn die Regierung für fähig. Der Fall werde strengstens untersucht werden. Die Berathung der Denkschrift wird hierauf geschlossen. Zur Vorlage: fünfjährige Verlängerung des Socialistengesetzes, sprechen Meyer (Württemberg) und Bebel gegen die Verlängerung. Nächste Sitzung morgen. Berlin, 18. Februar. Die Reichstagscommission zur Vorberathung der Anträge für eine Reihe von Handwerken die Forderung des Befähigungsnachweises aufzustellen, nahm heute die Paragraphen 14E und 14F an. Paragraph 14E bestimmt, daß der vorgeschriebene Befähigungsnachweis auch durch das Zeugniß einer staatlich anerkannten gewerblichen Untetrichtsanstalt nach den Bestimmungen der Landesregierung ersetzt werden kann. Der Paragraph 14F fordert als Vorbedingung für die Zulassung zur Meisterprüfung eine dreijährige Lehrlingszeit, dreijährige Gesellenzeit und 24 Lebensjahre. Die Bestimmung darüber, unter welchen Verhältnissen die Prüfung bei einer kürzeren Lehrlinaszeit und bei kürzerer Gesellenzeit, sowie bei anderer Ausbildung als in dem betreffenden Handwerke zulässig sein soll, bleibt dem Bundesrath überlassen. — Das Abgeordnetenhaus erledigte den Etat der Berg-, Hütten- und Saline^.* Verwaltung nach unerheblicher Debatte. Der Antrag Vopelius auf Erhöhung der Zuschüsse zu den Knappschaftskassen wurde mit dem entsprechenden Budgettitel an die Budgetcommission verwiesen. Morgen Eisenbahnetat. Wien, 18. Februar. In der heutigen Sitzung des Budgetausschusses erklärte der Unterrichtsminister Gautsch von Frankenthurn auf eine Anfrage des Abgeordneten Bareuther, er habe das Buch „Die deutschen Schlachttage von 1870" in den Schülerbibliotheken verboten, weil, wie eine Gerichtsverhandlung ergeben habe, ein Schüler in Budweis sich durch das Lesen des Buches zu einer Majestätsbeleidigung auf offener Straße habe hinreißen lassen. Der Ausdruck „unauffällig" bezüglich der Ausführung des Verbots sei aus erzieherischen Gründen gewählt worden, um die Jugend nicht noch besonders auf das Buch aufmerksam zu machen. Der Minister fügte hinzu, es könne Niemand einfallen, der Jugend die volle Kenntniß der deutschen Heldenthaten nehmen zu wollen. Wien, 18. Februar. Die amtliche Zeitung veröffentlicht eine Verordnung, durch welche die Pferdeausfuhr aus Bosnien und der Herzegowina nach dem Auslande verboten wird. Desth, 18. Februar. Ein Erlaß des Ministers des Innern an sämmtliche Gemeindebehörden untersagt mit Hinweis auf die Neutralität des Staates Werbungen und Sammlungen zu Gunsten der ungarischen Legion für Serbien. Triest, 18. Februar. Der Lloyddampfer „Vesta" ist heute Vormittag aus Konstantinopel hier eingetroffen. Paris, 18. Februar. Der französische Eonsul in Eanea hat die gemessensten Befehle, sich jedes Schrittes zu enthalten, der als Ermuthigung der gegen die Türkei gerichteten hellenischen Agitationsversuche erscheinen könnte. London, 18. Februar. Der Regierung liegt gegenwärtig ein Plan zur Prüfung vor, die beschäftigungslosen Arbeiter bei den Erdarbeiten zur Befestigung der Mündungen der Themse und anderer großer Flüsse zu verwenden. — Der „St. James Gazette" zufolge ist das Gerücht von dem bevorstehenden Rücktritte Ehamberlain's in Umlauf, welcher sowohl bezüglich der Politik des Cabinets in der griechischen Frage als auch hinsichtlich einiger Punkte des Gladstone'schen Programms sich mit demselben nicht im Einvernehmen befinde. London, 18. Februar. Die Königin hielt gestern in Windsor ein Conseil ab, worin Gladstone zum Geheimsiegelbewahrer ernannt wurde. Kischinew, 18. Februar. In dem Processe gegen eine jüdische Räuberbande, welche einen katholischen Priester in Bieltzy beraubt und der Polizei bewaffneten Widerstand geleistet hatte, verurtheilte das Kriegsgericht drei Angeklagte zum Tode (!) und drei zu 15jähriger Zwangsarbeit. Bukarest, 18. Februar. Nachrichten aus Sofia zufolge gab der Fürst von Bulgarien int Hinblick auf die morgen ablaufende Kündigungsfrist des Waffenstillstandes erneut und sehr dringend dem Wunsche Ausdruck, daß Bulgarien Sicherstellungen gegen militärische Ueberrajchungen gegeben werden müßten. Konstantinopel, 18. Februar. (Meldung des Reuter'schen Bureaus.) Wie es heißt, beantwortete Rußland die türkische Note dahin, daß es seine Zustimmung zu dem türkischchulgarischen Abkommen ausgesprochen hätte, mit Ausnahme des Artikels, betr. die Militärconvention. Bukarest, 18. Februar. Die Deputirtenkammer beschloß mit 78 gegen 34 Stimmen , den Gesetzentwurf über die Nationalbank, dessen Berathung gestern zu dem Demissionsgesuch des Cabinets Veranlassung gab, in Erwägung zu ziehen. — In, Folge der Vorstellungen des Königs, welcher an den Patriotismus Bratiano's appellirte, und nach den in einer gestern Abend im Bureau des Senats stattgehabten Vereinigung der Majorität des Parlaments vom Kammerpräsidenten Lecca abgegebenen Erklärungen, dessen Intervention in die Debatten die Demission Bratiano's berbeigeführt hatte, Hot das Cabinet feine Entlassung zurückgezogen. Philippopel, 18. Februar. Fürst Alexander gab beim Empfang der Consuln seinem Vertrauen in eine nahe bevorstehende friedliche Lösung der rumeli- schen Frage und in die Wiederaufnahme freundlicher Beziehungen zu Serbien Ausdruck. Washington, 18. Februar. Die Commission des Repräsentantenhauses zur Vorberathung der Frage wegen der Silberausprägung lehnte mit 7 gegen 6 Stimmen den Antrag ab, einen Bericht vorzulegen, welcher sich gegen die Bill, betr. die Sus- pendirung der Silberausprägung, ausspricht. Lokales. Gießen, 19. Februar. Der Reisende eines Casseler Geschäftes, ein noch junger Mann, aus Marburg gebürtig, hat sich vorgestern in einem Gasthause zu Lich, nachdem er sich etwa 14 Tage daselbst und in der Umgegend aufgehalten hatte, erschossen. * Gießen, 19. Februar. (Historischer Verein.) Gestern Abend nahmen wir Gelegenheit, in der im Caf6 Ebel stattgehabten Sitzung des historischen Vereins drei interessante Vorträge anzuhören. Zunächst sprach Herr Dr. Buchner über Entstehung der hiesigen Universitätsbibliothek; er führte an,, daß er selbst es sich angelegen sein ließ, über die Geschichte derselben Näheres festzustellen. Zur Gründung einer Bibliothek rourjbe int Jahre 1612 geschritten, doch waren die Fortschritte, welche dieselbe machte, nur sehr geringe und nur durch namhafte Schenkungen 2C. ging die Vergrößerung vor sich. Die Mey'sche Stiftung war in erster Linie in dieser Hinsicht von Bedeutung. Später machte sich ein Gießener Professor Karl Renatus von Senkenberg, dessen Wohnhaus am Brand stand, um die Bibliothek verdient. Er vermachte testamentarisch seine ganze Privatbibliothek, sein Haus und einen großen Theil seines Vermögens der Universität, ferner auch ein altes, sehr merkwürdiges Bild, wie er dasselbe selbst nannte, in seinem Nachlaß (vermuthlich stellt es den Kaiser Siegismund dar). Dieses Bild, schon mit dem größten Theile der Schätze aus dem Besitzthum von Senkenberg's Vater stammend, war Anfangs nirgends zu finden, bis endlich Redner dasselbe int Kunstcabinet des Herrn Professor von Ritgen entdeckte. Für den Bibliothekar war es testamentarisch Bestimmung, mit vorzüglicher Handschrift begabt zu sein. Der erste, dem das Amt zufiel, hieß Grolmann. Später sollten jährlich 250 Gulden für Bücheranschaffungen ausgesetzt werden, doch es blieb bei der Idee, die Ausführung fand nur in unvollkommenster Weise statt, bis schließlich der Staat die Sache in die Hand nahm, indem er bestimmte, daß jeder Staats- und Kirchen-Beamte 2pCt. jährlich von seinem Einkommen beisteuern mußte, was denn auch geschah. Bald war aber durch die schlechte Verwaltung der Bibliothekare eine schauderhafte Wirthschaft eingerissen, durch welche die kostbarsten Werke auf leichtsinnige Weise verschwanden; die ersten Bibliothekare hielten es nicht einmal für werth, einen Catalog aufzustellen, ebenfalls kam eine Denkschrift, die man dem edlen Spender Senkenberg schuldig war, nie zur Ausführung, indem die damaligen Professoren mit irgend einer wichtigen Entschuldigung sich immer der Arbeit zu entziehen wußten. (Schluß folgt.) — Das Neueste für die Damen ist, daß sie die modernen Smyrna- Teppiche sich selbst anfertigen. Im „Bazar" und im „Moniteur de la Mode" finden sich dazu Anleitungen. Durch eine interessante Arbeit, die sich durch ihre Eleganz und Originalität auszeichnet, können unsere Damen den größten Manufakturisten Smyrnas Concurrenz machen, indem sie in ihren Musestunden mit zwei Nadeln und Wollfaden Teppiche anfertigen, die denen von Smyrna gleichkommen. Der Erfinder dieser Arbeit liefert alle dazu nöthigen Materialien und die schönsten Dessins. Es sind kleine Stückchen farbiger Wolle, welche das Aussehen und die Farbe der Wolle haben, die man zur Fabrikation der Smyrna-Teppiche braucht, und es genügt, jeden Wollfaden vom Muster abzustricken, um ein sammetweiches Gewebe zu erhalten, welches den schönen Originalteppichen gleicht. Solche werden in jeder beliebigen Größe auf eine so einfache und billige Weise gemacht, daß Niemand das Gewebe für Handarbeit hält. Auch in Gießen befindet sich eine Verkaufsstelle. (Näheres s. Jnseratentheil.) Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag Septuagesimä, 21. Februar. Vormittags 9^2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags, 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Kinderkirche, Nachmittags 2 Uhr, Pfarrer Schlosser- Montag, den 22. Februar, Abends 8 Uhr, Bibel stunde in der Kleinkindec» schule, 1. Johannesbrief Kap. 5- Pfarrer Dr. Naumann. Am Sonntag, den 28. Februar, wird Beichte und heiliges Abendmahl int Vormittagsgottesdienst gehalten werden. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 21. bis 27. Februar besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. Sonntag Septuagesimae. Beginn des Jubiläums- Von 7 Uhr an Beichte. Um 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h- Communion. „ V2IO Uhr: Hochamt und Predigt- „ 2 Uhr: Jubiläums-Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 5 Uhr, Samstag Morgen 83e Uhr, Samstag Mittag 3 Mr, Samstag Abend 6«> Uhr. Im Auftrag zu verkaufen 2 neue schwarze Röcke bester Qualität- Louis Rothenberger, 1108__________Neuenweg 22._________ Brennholz in Spalten und auch klein gemacht empfiehlt in trockener Waare im Andr. Guter: Allgemeiner Anzeiger. Braunkohlen wieder in allen Sortirnngen vorräthig. Hessenbrückerhammer, im Februar 1886. M6 Die flniBcnoermattung. 1174 Ein stadtkundiger Laufbursche j 987 Ein Dienstmädchen gesucht, gesucht. Marktplatz 9. I Schulstraße 6. Kleine grüne Essig-Gürkchen empfiehlt billigst 992 Carl Schwaab’s ____________Delicatessenhandlung. 1161 Ein Garten, zwei Ziegen, ein zweithüriger Kleiderschrank zu verkaufen bei Friedrich Berg, hinter der Friedhofsmauer. OberheMe Eiftübchmn. Mit dem 1. April d- I- gelangt der Nachtrag IX zum deutschen Eisenbahn- Gütertarif, Lheil I, und der Nachtrag I zum diesseitigen Local-Vieh- rc. Tarif zur Einführung. , , Beide Nachträge ünd demnächst käuflich zu erhalten, über deren Inhalt ertherlt aber jetzt schon unser Tarflbureau Auskunft. Gießen, den 16. Februar 1886. 1162 Großherzogliche Direktion. Jübmissivn. Mittwoch den 3. März l. I., Vormittags 11 Uhr, soll für das Großherzogliche Landes- zuchthauS dahier die Lieferung nach- verzeichneter im Rechnungsjahr 1886/87 erforderlichen Gegenstände im Submissionswege vergeben werden: 1. ca- 980 Kgr. Farbwaaren, 2. „ 150 „ Leim, 3. „ 100 Ltr. Spiritus 92%, 4. „ 150 Tafeln Fenster- u. Spiegelglas, 5. „ 60 Dtzd. Nähutensilien (Zwirn, Knöpfe rc.), 6. „ 7000 Kgr. Eisenwaaren (Eisen Blech, Draht rc.), 7. „ 150 Pr. Leder, zugeschnittenes (zu Schuhen, Stiefel, Sohlen rc.), r. „ 100 Kgr. Schuhnägel, 9. „ 3300 Stück Daubholz (zu Bütten, Züber, Eimer rc.) 10. „ 200 lH Meter Holzbohlen (Eichen, Nuß, Buchen, Pappeln rc.), 11. „ 1200 Stück Dielen, Rheinbord-Latten), 12. „ 360 Mtr. Boy (zu Unterkleider.^, 13. „ 600 Kgr. Leinengarn, gebleichtes Nr. 20, 14. „ 120 Kgr. Leinengarn, blaues Nr. 20, 15. ,, 160 Kgr. Leinengarn, naturgraues Nr. 20, 16. „ 300 Meter Strohsackleinen, s. g. Segeltuch, 17. „ 30 Meter Uniformstuch, graues, zu Nöcken und Hosen, 18. „ 20 Meter Uniformstuch, graues, zu Mänteln, 19. „ 280 Ltr. Leinöl und Nüböl, 20. „ 20 Kgr. Kordel und Sägeschnur, 21. „ 20 Kgr. Roßhaare. Von den unter O.-Nr. 2, 12 bis 18 und 21 aufgeführten Gegenständen sind je ein Muster einzusenden. Die Lieferungsbedingungen können vom 25. bis 27. Februar l. Js. auf unserem Bureau eingesehen werden und Offerten mit der Aufschrift „Submission" bis zu obigem Termin, Vormittags 11 Uhr .in den vor unserem Bureau aufgehängten Submisstonskasten verschlossen einzulegen oder frankirt bei uns env zureichen. 1172 Marienschloß, am 18. Febr. 1886. Großh. Landeszuchthaus-Direction. Holzversteigerung im RuttershLuser Grmeindewald. Mittwoch den 24. I. M., von Morgens 9 Uhr an, kommt nachstehendes Holz im Distrikt Wehrholz zur Versteigerung: 115 Rm. Buchen-Scheitholz, 43 „ „ und Nadel-Knüppel, 4325 Stück Wellen Buchen u. Nadel, 33 Rm. Buchen-Stockholz, 21 Eichenstämme, 9 Festm. haltend, für Zimmer- und Wagnerholz geeignet, 17 Nadelstämme, 4 Festm., 513 Fichtenstangen, zu Leiterbäumen und Gartenspalier geeignet. Das Stamm- und Stangenholz kommt zuerst zur Versteigerung. Ruttershausen, 16. Februar 1886. Großh. Bürgermeisterei Ruttershausen. Klinket. 1163 Aus der Landrichter Dr. Müller'schen Stiftung in Darmstadt ist an einen bedürftigen elternlosen Studiosen der Rechtswissenschaft aus Starkenburg oder Oberhessen ein Unterstützungslegat von jährlich 500 von uns zu vergeben. Zur Bewerbung, mit Nachweis über die Qualistcation, wird hiermit Frist von vier Wochen gesetzt. Darmstadt, am 13. Februax 1886. 1167 . Großherzogliche Civildiener-Wittwenkaffe-Commission. W e l ck e r. vr. Lembke. Holzversteigerung. Montag den 22. Februar 1886 sollen in dem Stadtwald zu Hungen, in den Distrikten Herborn und Hubbach, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 71 Raummeter Buchen-, Eichen- und Nadel-Knüppel, 354 „ „ „ „ „ Astreisig, 1900 „ „ „ Durchforstungsreisig, i0 „ „ „ „ Stöcke. Der Anfang der Versteigerung ist im Distrikt Herborn Vormittags 10 Uhr. Hungen, an: 12. Februar 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. 1128 Holzversteigerung in der Freiherr!. Oberförfterei Rabenau. Es werden versteigert: Mittwoch den 24. Februar 1. I, Vornr. 9 Uhr beginnend, aus den Districten Gichwald und Buckkops: 172 Eichen-Stämme von 18—42 cm Dchm. u. 5 — 14 m Länge mit 77,04 cbm Inhalt, 2 Nadel-Stämme von 21—42 cm Dchm. u. 9 — 19 m Länge mit 1,91 cbm Inhalt, 334 Nadel-Derbstangen mit 21,63 cbm Inhalt, 475 „ Reisstangen mit 6,16 „ „ ferner Brennholz: Scheiter rm Knüppel rm Reiser rm Stöcke rm Buche 92 68 864 31 Eiche 6 46 184 39 Nadelholz 2 2 - — Die ZusaMmenkunft findet Vorm. 9 Uhr auf der Straße von Allertshausen nach Beuern am Distrikt Krebskopf statt. Bemerkt wird, daß mit der Versteigerung des Bau- und Nutzholzes begonnen und Brennholz erst von 12 Uhr ab zum Ausgebot kommen wird. Die in Distr. Buchkopf, Abth. 3 sitzenden 692 Raummeter Buchen-Stammreiser werden bei der Versteigerung nicht vorgezeigt, kommen vielmehr in Abth. 2 zum Ausgebot. Steigliebhaber wollen sich wegen vorheriger Einsichtnahme dieses Neis- holzes an den freiherrl. Forstwart Herber in Allertshausen wenden. Papiermühle, am 17. Februar 1886. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. 1189 Ebel. Inventur-Ausverkauf. BiS zum 20. Februar gebe sämmtliche Lagerwaare zum Einkaufspreise ab. Besonders mache auf mein reichhaltiges Lager in Leinen-, Betk- und Baumwollwaaren, Tisch- und Handtücherzeugen, fertiger Wäsche, Tricotagen, Normalhemden, Fla- nellhemden, schwarzen Eachemirs re. und Gardinen in reicher Auswahl aufmerksam und lade zu zahlreichem Besuche ergebenst ein. 638 Herrn. A&sg. Hüller. 1158 Giessen bei: Ferd. Drebes, Louis Frohnhäuser, C. Hoffmann, Chr. Krämer, Cond. H. Kinkel, C. 6. Kleinhenn. Hofoond. Lind, H. F. Nassauer, Carl Schwaab. in Lieh bei! H. C. Bingmann. in Lollar bei: C. Draebing. ÄllwerÄGlw Bhurt-Bonbons ine nach ärztlicher Vorschrift be eitete Vereinigung von Zucker und (rauter-Extrakten, welche bei Hals- md Erust-Affectionen unbedingt wohl ’usend wirken. Naturell genommer nd in heisser Milch aufgelöst, sin: lieselben Kindern wie Erwachsene.' .j empfehlen. \ Vorräthig in versiegelten Packetci it Gebrauchsanweisung ä 50 Pf. in Die erwarteten Bygotphones sind wieder eingetroffen. 1181 Fr. Welcker, Neustadt 30. Jede Dame versuche Bergmann’s Lilienmilch-Seife von Bergmann & Co., Frankfurt a. M. Dieselbe ist vermöge ihres vegetabilischen Gehaltes zur Herstellung und Erhaltung eines zarten blendendweisen Teints unerlässlich. Vorräthig ä Stück 50 H bei 993 __________Carl ScliwaaS». Mein wohlassortirtes Cigarrenlager bringe ich in empfehlenbe Erinnerung. Rudolf Göbels 540__________Neuen Bäue.______ Feinstes Obst-Gelee per Pfund 30 Pfg. empfiehlt 991 Carl Schwaairs Delicateffenhandlung. Holzversteigerung. Montag den 22. und Dienstag den 23. L M., jedesmal Vormittags um 10 Uhr anfangend, soll im Grüninger und Dorf-Giller Markwald folgendes Holz versteigert werden: 28 Rm. Buchen-Scheitholz, 162 „ „ Prügelholz, 41 „ „ Stockholz, 107 „ Nadel-Prügelholz, 7485 Buchen-Durchforstungswellen, 7240 Nadel- und Weichholzwellen, 76 Eichenstämme mit 27,21 Festm., bis zu 50 Ctm. Durchmesser, 26 Nadelstämme mit 8,59 Festm., 522 Nadelstangen mit 4,65 Festm. Bemerkt wird, daß das Bau- und Nutzholz am zweiten Tage und am Schluß noch der Rest Brennholz zur Versteigerung kommt. Zusammenkunft an beiden Tagen um die bestimmte Stunde am Garben- teicher Vicinalweg. Grüningen, am 18. Februar 1886. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. Gilbert. 1166 Mchenlohrirrde- Berfteigevung in der Königl. Oberförsterei Krofdorf. Freitag den 26. März, 11 Uhr, im Cafä Ebel zu Gießen das diesjährige Ninden-Ergebniß aus den Schlägen II a Distr. 88, und IX Distr. 97 im Fiscal- Stoppelberg bei Wetzlar mit ca. 600 Centner. Käufer wollen sich an den Königlichen Förster Mels heim er zu Forsthaus Stoppetbcrg bei Wetzlar um nähere Auskunft wenden. 1165 Krofdorf, den 18. Februar 1886. Mütter, Königl. Oberförster. 1178 Fürstliches Rentamt. Düringer. Holzversteigerung im Langewald bei Dorf-Gitt. Im Fürstlichen Langewald bei Dorf- Gill kommen Donnerstag den 25. d M, von Morgens 10 Uhr an, zur öffentlichen Versteigerung: 20 Rmtr. Eichen- u. Buchen-Scheitholz, 86 , " „ » r, Prügelholz, darunter 30 Rmtr. Eichen-Lang- Nutzholz, 81 Rmtr. Eichen- u. Buchen-Stockholz, 4000 Stück Wellen. Zusammenkunft im District Fuchsstrauch bei dem Bahnwärterhaus. Griedel, den 13. Februar 1886. Ieikgeöotenes. Tricottaillen für Damen u. Kinder in großer Auswahl neu eingetroffen und empfiehlt sehr billig 1183 Robert Haas, Seltersweg 18. Saxonia- Saemafchine. Den ausschließlichen Alleinverkauf unserer Gebirgs-Säemaschine „Saxonia" im Großherzogth. Hessen haben wir dem Herrn MLoril» Weil Jun. in Frankfurt a. M- übertragen. — Derselbe liefert direct aus unserer Fabrik zu unseren Originalpreisen, ohne jeglichen Aufschlag. Wir machen dies wiederholt bekannt, um den entgegenstehenden unwahren Behauptungen die Spitze abzubrechen. Bernburg, 27. Januar 1886. 1170 W. Siedersleben & Co. 1173 Heute eingetroffen: la. Egmonter Schellfische, Zander und Flußkarpfen^ Kabliau im Ausschnitt, große Backfische. A. Koch Aachfolger* Hamburger Fischhandlung. ~ ooo >00<>00<>'0'0<->0OOOOt> oooc»io oö-oööoooi oooooocoöoööoooa' Atz 9^ I G 0 1176 ^0 IcoooooooooooooaooooooQooioioooojaooQoooooooooooQoöafl D La WS i o 0 s 0 0 ö 0 0 0 tx 'M» 1. Bieler, Sefterswetg «fö9 dem Hblei 9? Prinz Oirl^ gegenüber. Ich empfehle einen grossen Posten ae®ester9 moieraster Regenmäntel für Damen und Mädchen, Premeiiadeä-Iästel, Dolmaas, Frlhjahrs-Jagnets etc. etc. aussergcwöhlliich hiilig* in reichhaltiger Auswahl. 0 . 0X Freiw. Galosche F§Lrerwehr. Samstag den 20. Februar, Abends 7*/2 Uhr: Tanzkränzchen im Saale des Äafß Leib. Freunde von Mitgliedern können eingeführt werden und sind hierfür Karten ä 1 «A bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. 977 Oer Vorstmui. 8 G 114a C. G. Kleinhenn. 119U BZW Prima Helgoiänder 'Mngel-Schellfische beute wieder große Sendung bei Neue LuLKreffsute umd Nützliche Damea-Urbeit. Smyrna-Teppiche zum Selbststricken. Oriental-Wolle, Vorlagen u. Anlsitung bei Friede Teip®§ 16 Markt 16* 487 Der II. Stock, 5—6 Zimmer mit allen Bequemlichkeiten, zu vermiethen und 1. April zu beziehen. W. Steinvach, Löberftraße 3. VesseMche Verträge des Gewerbe- ußtl Volksbildungs-ferefos. Montag den 22. Februar, Abends präeis V29 Uhr, im Saale des Lenz’schen Felsenkeilers. 1184 Fünfter Vortrags Herr Professor Dr. Thtol von Darmstadt über: Zweck, Ziel uud Benutzurrgsart der chsmifcheu Prüfmugs- und AuskuuftsstaLror» zu Darmstadt. Jedermann, namentlich aber die zahlreichen Herren Interessenten, sind zur Theilnahme eingeladen. Die Bestände. Lieäer&raöL Sonntag den 21. d. M.: htt COÄOERT im Cafe Leib. Anfang präcr's ll/2 Uhr.Der Vorstand« Zum Stern. Auf allgemeines Verlangen beute Freitag Abend nochmals MGZMO Voratellmg 1192 Mit neuem Programm. ___________________________Directirur Schäfer gen. Ohr. LB8KWWEMK GG^WBV. WermieLfiungen. 1159 Im Hause des Herrn Fabrikanten Patz, Schiffenberger Weg 21, sind im zweiten Stock für das nächste Semester zwei hübsch möblirte Zimmer zu vcr- miethell.__ 1169 Bel-Etage vom 18. Mai ander- weit zu oermiethen. Gartenstraste 27. Ein kleines Familien-Logis im Vogt'schen Hause, Mühlgasse 19, zu vermiethen. 1'191 Lheod. Wogt, Löwengasse. 1179 Ein freundl. Stübchen zu ver- miethen. Teufelslustgärtchen 14. 1186 Ein kleines Logis im Hinterhause zu vermiethen. D. Last, im Löwen. 989 Ein fein möbl. Zimmer zu ver- miethen. Auguste Frieffe,Neuenweg 4. 916 Eine freundliche Wohnung, bestehend aus 3 Zimmern, Küche und allem Zubehör, zu vermiethen. 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Friebel Wwe., Bahnhofstraße. 1160 Eine geübte Maschinenstrickerin findet dauernde Beschäftigung bei Geschwister Engel in Wetzlar. Samstag und Montag: CO^€JEftT 1187 der G-estilscfoaft ScbJLfer. 1 Fräulein Sophie Kuhn Die Beerdigung findet Samstag den 20. d. M., 5?achmittags 2 Uhr, vom Sterbehause (Wallthorstraße 15) aus statt. 1171 Ich erfülle hiermit die traurige Pflicht, Freunden und Bekannten nützutheilen, daß unsere geliebte Tante Unserer gestrigen Nummer lagen die Verwaltung^- blätter Nr. 3 bei. nach längerem schwerem Leiden im Alter von nahezu 76 Jahren am 17. d. Mts., Abends 11 Uhr, sanft entschlafen ist. Gießen, den 18. Februar 1886. Im Namen der Hinterbliebenen: Adolf Wenzel. 1168 In einer Stadt in der Wetterau, an der Main-Weser-Bahn wird für ein Holz-. Eisen- und Baumaterialiengeschäft ein Commis per 1. April l. Js. gesucht. __$Bo ? saht die Exped. d. Bl. 1164 Ein Mädchen vom Lande, welches gute Zeugnisse besitzt, oder noch nicht gedient hat, wird gesucht bei L. Herbert, Mäusburg 1. Gesucht eine tüchtige Arbeiterin und zwei Lehrmädchen. 1188 M. Hof-Wenzel, Putzgeschäft, Bahnhofstr. 33. _ : 1076 Zwei Schreinergesetten werden gesucht von Ludwig Müller, Schillerstraße 2k. Nedaction: A. Scher) da. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.