61*1 Mann) J1 Musik- ^rps uub lermeifttrjeß. :r w vermiet^ Ederstraße 3. :t Zu ütrmktöen onnenftroje_25. lumer vermieM lhnhofstraße 60. 50Pf. ÄÄ* LLaubach, dessen Woh- ° oiDinttrn je* »rmlethen. zu ver- jWburn 3. Nichen. gesucht von ibinbermeijtcr. r ein. gewandtes tt bei hohem Lohn. sismarckstratze 6. Btrtäufet oder n in ein Wanut d)L d. 93L hi W mit guten der Exp. d. Bl. ttt gute Pension )nung, bei einer lr0,ch . 3 aA Jbofen» ®fl^27 eben- U.M- i gut empfohlenes rstraße 2i IH-^ -chretnergesells Morstraße^ hnung 3-»*^ »ädche«' id mit 8>m ipn, t». r« sofortige« DZ Familie K-S«" Mr. 21 Erstes Blatt. Sonntag drn 19. September M88. Kießemr Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Tchulstraß- 7. ______ Weint täglich mit Abnahme de« Montags. W»LlMq^ m-rt-lMrNch 4Mp—ma BMmrwiWHiHr'iiiBii—MamwjwjiMfcg wa»«» itaw&Tmtuwiiwfwwym i11||■ am imuiuii juhurnmawrw^agunaj5eamt^M*»mu»uaa«aiamaniwauMr^awawegae Einladung MM Abonnement "$5* auf den Gießener Anzeiger, Amts- unö Änzeigeblail für öeu Kreis Meßen. Der „Gießener Anzeiger" erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen, inel. der Beilage „Gießener Familienblatter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beigelegt werden. Der Abonnementspreis für den Anzeiger, frei ins Haus geliefert, beträgt 2 Mark 20 Pfg.; für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post abonniren können, 2 Mark ercl. Postgebühr. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, den Anzeiger auch im IV. Quartal 1886 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgefälligst aufgeben zu wollen, damit wir vollzählige Exemplare liefern können. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß den Abonnenten des Anzeigers die „Berwaltungsblätter" zum ermäßigten Preise von 50 pro Quartal geliefert werden. Die Expedition. Amtlicher Hheil. Gefunden: 1 Handschuh, 1 Notizbuch, 1 Taschentuch, 1 Uhrgehäus, 1 Wagenkette, 1 Taschenmesser, 1 Spazierstock, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Korallenkette, 2 Hundeh,üsbänder. Gießen, am 18. September 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. * • Deutschland. Berlin, 17. September. Die „Nordd. Allg. Ztg." dementirt aus sicher- Her Quelle die Mittheilungen der „Voss. Ztg." über den Inhalt des neuesten italienischen Grünbuchs, namentlich über Stockungen in den Mittheilungen zwischen den Mächten wie über Schwierigkeiten der Situation und daß Bismarck die Meinung kundgegeben habe, die Abdankung des Fürsten von Bulgarien sei das einzigste Mittel, eine russische Intervention zu verhindern. Alle diese Con- jecturen könnten unmöglich durch Berichte des italienischen Botschafters Bestätigung finden. In der ganzen bulgarischen Frage gab es keinen Augenblick, in welchem die drei Kaisermächte nicht gegenseitig über ihre Auffaffungen in voller Klarheit und Sicherheit unterrichtet gewesen sind. Straßburg i. E., 17. September. Der Kaiser verbleibt bis Sonntag hier und begiebt sich dann nach Baden-Baden. Metz, 17. September. Eine Deputation von 8 Mitgliedern des Ge- meinderaths wurde für morgen Abend an das kaiserliche Hoflager in Straßburg entboten. Hesterreich. Wien, 17. September. In Triest sind an der Cholera 11 Personen erkrankt und 2 gestorben, in Istrien in sechs Orten 9 erkrankt. In Buda- Pesth sind 4 erkrankt und 3 gestorben, unter .den lebteren 2 von den früher Erkrankten. AranLreich. Pari-, 17. September. Die von der „Agence Havas" verbreitete Depesche aus Libourne berichtigt die Boulanger vom „Soleil" zugeschriebene Aeußerung mit dem Bemerken, der Minister habe nicht von Politik gesprochen, sondern den General Cornat lediglich zu seiner offensiven Strategie beglückwünscht. Paris, 17. September. Der Herzog von Decazes ist vergangene Nacht im Schlöffe Grave (Gironde) gestorben. Rußland. Moskau, 17. September. Die „Mosk. Ztg." schreibt anknüpsend an die Auszeichnung des Kriegsministers durch die Brillantabzeichen des Alexander Newski-Ordens für Verdienste um die Hebung der russischen Wehrkraft: Der Krieg von 1877 traf Rußland inmitten der durch Einführung der allgemeinen Wehrpflicht hervorgerusenen Reorganisationen an; gleichwohl schlug sich die russische Armee gut. Jetzt hätten die Reformen der letzten 6 Jahre das Ihrige gethan. Ein Plewna sei jetzt unmöglich geworden. Welche Wendung die Ereigmffe auch nehmen möchten, die russische Armee könne denselben im Bewußtsein ihrer Kraft ruhig entgegensehen. Sie könne ein mächtiger Verbündeter, ein schrecklicher Feind sein. Eine solche Armee sei ein sicheres Unterpfand des Friedens, die ehrenhaften, vitalen Jntereffen des Landes schützenden Friedens. Diese Thatsachen könne und müffe die Diplomatie im Auge haben. Aus der Balkan-Halbinsel könne nicht nur gemacht werden, was Rußland wolle, wie jüngst ein osficiöses Blatt bemerkt, sondern dort werde gemacht werden, was Rußland für nothwendig halte, wovon es irgend wem zu Gefallen nicht ab- ftehen könne. Die Zeit der Concessionen sei vorbei, die Manöver von Brests Litowsk seien das Examen für die Armee gewesen, das die gewünschten Resultate ergeben habe. Jetzt komme die Reihe an die Diplomatie. Telegraphische Depesche«. WaSff>D UW» Tsr-LöwEdsrrs - Vmesav. Straßburg, 17. September. Das heutige zweite Feldmanöver begann gegen 10 Uhr mit dem Vormarsch der Truppen des Westcorps aus der Stellung bei Gottes- heim gegen Hochfelden. Bei dem weiteren Vorgehen des Westcorps auf Schwindratzheim stieß dasselbe auf den heftigen Widerstand des Ostcorps, welches den durch den Bachgraben gebildeten Terrain-Abschnitt energisch vertheidigte. Se. K. u. K. Hoheit der Kronprinz, welcher anfänglich auf dem Lehmberge nördlich Schwtndratz Stellung genommen hatte, begab sich in die unmittelbare Nähe des Jnfanteriegefechts, welches durch Heranziehen der beiderseitigen Reserven große Dimensionen annahm. Nach vergeblichen Vorstößen der Ostcavallerie auf beiden Flügeln ließ der Kronprinz kurz vor 1 Uhr das Gefecht einstellen und versammelte die Eommandeure zur Besprechung um sich. Die Truppen bezogen die Bioouaks. Se. K. u. K. Hoheit der Kronprinz, sowie die anderen Fürstlichkeiten kehrten alsdann mit Extrazügen von Hochfelden nach Straßburg zurück. Der Kronprinz, welcher am Morgen in Hochfelden festlich begrüßt worden war, beabsichtigt gegen Abend die Bioouaks zu besuchen. Wien, 17. September. Nach Meldungen der Blatler aus Bukarest hat ein ehemaliger Genie-Feldwebel auf Bratiano geschossen. c m Bukarest, 17. September. Der Mann, welcher gestern Abend auf Bratiano schoß, dessen Begleiter Robescu in der Nierengegend leicht verletzte und, als er zum zweiten Male schießen wollte, von der Polizei verhaftet wurde, heißt Stoica Alexandrescu und ist Schankwirth in Rimnicusaratu. Ob er Mitschuldige hat, ist unbekannt. Die Untersuchung ist im Gange. „ „ m — Heute Vormittag begab sich eine große, allen Bevolkerungsklassen angehörende Volksmenge vor das Ministerium des Innern, um ihrem Abscheu über daS Attentat gegen Bratiano Ausdruck zu geben. Bratiano erschien auf dem Balkon und dankte. Hierauf zog der Volkshaufen vor die Bureaus der oppositionellen Journale „Epoca", „Jndependance roumaine" und „Romania", zertrümmerte die Fensterscheiben und vergriff sich sogar thätlich an dem Administrator der „Epoca" und dem Redactcur der „Romania", so daß die Polizei einschritt und die Ordnung wieder herstellte. Mehrere Personen wurden verhaftet. , , „ . „ t t Sofia, 16. September. Die Sobranie nahm nach entgehender Vorberathuns in der Commission durch Akklamation folgende Adresse auf die Eröffnungsrede der Regentschaft ^trcter ^er Nation, welche in dieser für das Vaterland kritischen Zeit zu einer außerordentlichen Session berufen worden sind, halten es für ihre Pflicht, den Staatsstreich vom 21. August, das Werk einer Handvoll übelgesinnter Jn»wtduen, für eine Schande und eine Nichtswürdigkeit zu erklären, welche das bulgarrsche Volk erregte und es zwang, sich mit der Armee zu erheben, um die Ehre und Unabhanglgkelt der Krone Bulgariens zu vertheidigen, die gesetzmäßige Ordnung, Kleber herzustellevi und von der Regierung die strengste Bestrafung der Urheber des verbrechenschen Handstrelchs zu verlangen. Das bulgarische Volk findet nicht Worte um seme Bewunderung ubnc die beispiellose patriotische Selbstverleugnung des Fürsten Alexander, «"szudrucken, welcher dem Throne entsagte, um die Unabhangigkett, die ^^^ Utch dte Rechte unseres Staates zu gewährleisten und die guten Beziehungen fischen Rußland und Bulgarien wieder herzustellen. Die Volksvertreter haben die feste Hoffnung, daß nach diesem unermeßlichen Opfer diese guten Beziehungen voll und ganz Ä^rhergestellt werden. Wir sind vollkommen davon überzeugt, daß alle, bulganschm Burger im Hinblick auf die große Gefahr, welche dem Vaterlande droht, sich um die Regierung schaaren und ihren Beistand ihr leihen werden, welcher nothwendig ist, um dem Vaterlande Ruhe und Frieden und Sicherheit im Innern zu wahren, damit der Staat die Krisis intakt überstehe. Die Nationalversammlung fP^^t ben Agenten und der Negierung ihre Anerkennung aus für die Maßregeln zur Sicherung des Friedens und der Ruhe' -es Landes, sowie in Betreff einer baldigen Einberufung der großen Sobranje zur Fürstenwahl. Die Kammer wird die Regierungsvorlagen aufmerksam prüfen und be- rathen. Es ist uns angenehm, erklären zu können, daß wir volles Vertrauen zur Negierung haben und hoffen, daß sie durch ihre Weisheit, Einsicht und Energie die In« ter essen des Vaterlandes zu sichern und zu schützen wissen wird. Es lebe Bulgarien." Die Sobranje begann hierauf die Berathung der Vorlage wegen Aufnahme einer Anleihe von 15 Millionen Francs in Schatzbons oder unter anderer Form. Die Regierung brachte eine Vorlage ein, betreffend den Ankauf der Immobilien des Fürsten Alexander. Der Kaufpreis beträgt 2>/r Mill., wovon 840,000 Frcs. abgehen, welche der Fürst der Bank schuldete. — Die Sobranje genehmigte den Gesetzentwurf, betr. den Ankauf der Immobilien des Fürsten Alexander. . Sofia, 17- September. Das Dekret, betreffend die Berufung der Urwähler rur Wahl von Deputirten für die große Sobranje, welche einen neuen Fürsten zu wählen hat, dürfte morgen erscheinen. Die Wahlen sollen in etwa 14 Tagen stalt- finden' einige Tage danach wird die Versammlung wahrscheinlich in Tirnowo zusammen- Ireten ' Die Sobranje beendigt voraussichtlich heute ihre Arbeiten. Petersburg, 17. September. Der „Regierungsanzeiger" schreibt: Wegen der in letzter Zeit gespannten Beziehungen zwischen Rußland und Bulgarien ist der Posten des russischen diplomatischen Agenten in Sofia unbesetzt geblieben. Da die jüngsten Ereignisse in Bulgarien die Anwesenheit des russischen Vertreters erheischten, welcher die erforderliche Autorität genießt, ist die zeitweilige Vertretung Rußlands in Sofia General Kaulbars übertragen, welcher bereits mehrfach in verschiedenen Ländern der Balkanhalbinsel commandirt hat. Die Aufgabe des Generals Kaulbars wird sein, die Lage der Dinge in Bulgarien kennen zu lernen und durch seine Rathschläge den Bulgaren einen regulären Ausgang aus der Krise des Landes zu erleichtern. Petersburg, 17. September. Der „Negierungsbote" schreibt: Die Ereignisse in Bulgarien erheischten die Anwesenheit eines Vertreters Rußlands mit der erforderlichen Autorität. Es werde Kaulbars obliegen, die Sachlage eingehend kennen zu lernen und den Bulgaren durch seine Rathschläge den regulären Ausgang aus der Krise zu erleichtern. Lokales. Gießen, 18. Septbr. fStadtverordnetensitzung vom 16. Septbr., Nachmittags 4 Uhr.j Anwesend die Herren Bürgermeister Bramm und Beigeordneter Keller, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Baift, Georgi. Grüneberg, Dr. Gutfleisch, Hanstein, Hock, Homberger, Kauf, Lüdeking, Adolf Noll, August Noll, Petri, Scheel, Schopbach, Simon, Vogt und Wortmann. Vor Eingang zur Tagesordnung wird eine an den Stadtvorstand ergangene Einladung von Seiten des Kaufmännischen Vereins zu dessen Stiftungsfeste am 2. October, sowie die Genehmigung des Voranschlags für die Großh. Realschule zur Kenntniß der Versammlung gebracht. Die Perpachtung der Gemeindejagd, hier die Abtretung des südlichen Theues an der Rodheimer Straße von den seitherigen Pächtern an ein anderes Consortium wird nicht beanstandet. Dem Gesuche der Firma Goldenberg L Marcus um nachträgliche Rückvergütung von Octroi kann nicht enttprochen werden, da die zur Erlangung derselben vorgeschriebenen Bestimmungen außer Acht gelassen oder versäumt wurden. Aus der nun folgenden Verhandlung über die Quellwasserleitung, welche über eine Stunde Zett in Anspruch nahm, heben wir nachstehende Beschlüsse hervor: Der Vertrag mit der Gemeinde Großen-Buseck behufs Leitungslegung durch die Gemarkung wird analog demjenigen mit der Gemeinde Rödgen ausgefertigt und genehmigt. Das Statut betr. Abgabe von Wasser an Private wird genehmigt nnd der Preis des Wassers auf vorerst 40 Psg. pro Kubikmeter festgesetzt. Ein Aufruf an die Hausbesitzer, welche auf Zuführung der Wasserleitung reflectiren, soll alsbald erlassen werden. Von Seiten des Großh. Fiskus wird ein Revers betr. die Berührung der Staatsstraßen durch die Wasserleitung vorgelegt, welcher genehmigt wird. Ferner wird noch die Errichtung einer Cisterne auf dem Friedhöfe zur Aufnahme des aus den Reservoirs ablaufenden Wassers beschlossen, womit ebenfalls einem dringenden Bedürfnisse abgeholfen wird. Die für diesen Herbst im Realschulgebäude vorgesehenen Herstellungsarbeiten sollen auf Antrag erst nächste Ostern ausgeführt werden. Das Gesuch des Zugführers Herrn Fr. Gerhards wird, da es sich hier um die Erwerbung eines Bauplatzes handelt, vorerst an die Baucommission verwiesen. Das ComitS zur Erbauung einer Tonhalle ersucht um Ueberlassung des hinter der städtischen Turnhalle liegenden 1400 lDMeter großen Turnplatzes. Nach langer Verhandlung wird das Gesuch, entsprechend dem Antrag der Baudeputation, abgelehnt, da sich noch nicht erwägen läßt, wie wett fragl. Platz für Schulzwecke nöthig sein wird. Die Bepflanzung der Kreisstraße nach Heuchelheim wird dem Kreis überlassen und die Stadt verzichtet auf Eigenthums- und Nutzungsrecht der vom Kreis gepflanzten Bäume. Die Versammlung genehmigte die Ausdehnung der Bebauungslinie an der Grünbergerstraße in der Richtung nach dem Bauplatz des Herrn Eiertänzer. Die Wasserabsührung aus dem katholischen Schwesternhause in die Gosse der Alicestraße wird genehmigt. Ein Anbau an das Fabrikgebäude des Herrn W. Reiber in der Bahnhofstraße wird unter der Bedingung genehmigt, daß innerhalb eines Jahres mindestens ein Vorderhaus an gedachter Stelle zu errichten sei, sowie daß derselbe wegen Einhaltung dieser Bedingung eine Kaution von 1000 X leistet. Das Gesuch des Herrn Gg. Emil Möhl um Wasserabführung wird widerruflich gegen Entrichtung der üblichen Abgabe gutgeheißen. Die Reinigung der Kanäle auf dem Brand auf Kosten der Stadt wird beschlossen. Die Straße an der Herberge zur Heimath soll laut einem früheren Beschlüsse in Stand gesetzt, die Gasleitung nach dem 1. October d. I. hergerichtet und dann die Straße ohne eigene Benennung der Westanlage zugetheilt werden. Ein Antrag auf Einrichtung einer Schulbade-Anstalt in der neuen Stadt- madchenschule, veranschlagt zu 780 X, kommt, da das Gebäude soweit sertiggestcllt und über die vprhandenen Räume bereits verfügt ist, lcider zu spät; es wird daher beschlossen, vorläufig davon abzusehen, die Angelegenheit aber für nächstes Jahr im Auge zu behalten und einen vorliegenden Prospect bei den Mitgliedern des Stadtvorstands circuliren zu lassen. Die Einfriedigung des Schulterrains im Kostenbeträge von 12,100 X wird gutgeheißen. Die Abschätzung der durch Truppenübungen entstandenen Flurschäden 'wird den Feldgeschworenen übertragen. Verschiedene Reclamationen gegen Grundzinsen werden als begründet erkannt und demgemäß entschieden. Zum Schlüsse werden noch mehrere Kostendecreturen genehmigt und die öffentliche Sitzung Vr7 Uhr geschlossen. Gießen, 18. September. Heute Mittag von 11 Uhr an entwickelte sich ein reges militärisches Treiben in unserer Stadt, in einem Maße wie es seit 1866 nicht hier gesehen wurde. Regiment auf Regiment rückten die sonnenverbrannten Hessen- Nassauischen Krieger unter klingendem Spiel hier ein, um nach anstrengenden Märschen die ihnen zugedachten Quartiere aufzusuchen. Der freundlichsten Aufnahme dürften alle gewiß sein. Vermischte-. — Folgende lustige Geschichte erzählt Aurelien Scholl im Pariser „Matin": „Mein Freund V. sucht eine Wohnung, aber er besitzt leider einen großen Papagei und der verschließt ihm alle Thüren. Endlich, als ihn die Besitzerin einer reizenden kleinen Wohnung, eine, wie er wußte, sehr bigotte Dame, aus eben demselben Grunde hinauscomplimentiren will, sagt er kurz entschlossen: „Wie kann der Papagei Sie stören? Seit er sich vor sieben Jahren erschreckt, hat er keinen Ton mehr gesprochen." — „Und das ist wahr?" — „Wie ich Ihnen sage." Der Contract wird geschlossen. Freund V. zieht in seine Wohnung. Papchen sitzt im dunkel verhängten Käfig und schweigt. Am anderen Tage machte V. der frommen Frau seine Aufwartung. „Nun, hat mein Papagei Sie gestört?" — „Ganz und gar nicht." — „Ja, stellen Sie sich vor, daß ich alle möglichen Mittel versucht habe, ihn wieder zum Sprechen zu bringen, nichts hilft. Nun hat man mir noch ein Mittel gerathen, aber ich glaube nicht recht daran." — „Und das wäre?" — „Ich soll ihm ein paar Tropfen wunderthättges Lourdeswasser einflößen?" — „Mein Herr, an der Macht dieses Wassers können Sie zweifeln?" — „Gut, machen wir einen Versuch!" Papchen wird aus dem Käfig geholt und schreit und schwatzt von früh bis spät; die würdige Dame aber setzt den Klagen der übrigen Miether feste Ruhe entgegen. „Es ist die Wirkung der wunderthätigen Quelle von Lomdes!" Schiffs- Bewegung der Postdampffchiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschast. „Slavonia", 3. September von Stettin nach New-Aork, 6. September von Göteborg weitergegangen. „Saxonia", 2. September von Hamburg nach Mexico, 6. September von Havre weitergegangen. „Albingia", 7. September von St. Thomas nach Hamburg. „Rugia", 26. August von New-Aork, 7. September in Hamburg angekommen. „Lessing", 5. September von Hamburg nach New-Aork, 7. September von Havre weitergegangen. „Taormina", 8. September don Hamburg nach New-Aork. „Bavaria", 20. August von St. Thomas, 9. September in Hamburg eingetroffen. „Rhenania", 21. August von Hamburg nach Westindien, 9. September in St. Thomas angekommen. „Gellert", 9. September von New-Pork nach Hamburg. „Allemannia", 6. September von Hamburg nach Westindien, 9. September von Havre weitergegangen. „Bohemia", 28. August von New-Aork, 10. September in Hamburg angekommen. „Francia", 23. August von St. Thomas, 11. September in Hamburg eingetroffen. „Westphalia", 11. September von New-Aork nach Hamburg. „Gothia", 28. August von New-Uork nach Stettin, 13. September in Kopenhagen angekommen. „Wieland", 2. September von New-Aork, 13. September in Hamburg eingetroffen. „Hammonia", 12. September von Hamburg nach New-Aork, 14. September von Havre weitergegangen. „Polaria", von New-Pork kommend, 14. September in Hamburg angekommen. „California", 15. September von Hamburg nach New-Aork. „Polynesia", ab Hamburg, 10. September in New-Aork angekommen. „Rhaetia", 29. August von Hamburg 12. September in New-Aork angekommen. „Suevia", 2. September von Hamburg, 15. September in New-Pork eingetroffen. Handel rrnd Derkehr. Gießen, 18. September. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfund X 1.20-130, Hühnereier 2 St. 13-0 H, Enteneier St. 6-7 H, Käse pr. St. 5-9 4, Käsematte 3—0 H, Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen 26 Tauben per Paar 0,50 big 0,60 4, Hühner per Stück X 0.80—1.00, Hahnen pr. Stück X 0.50—0.80, Enten per Stück X 130—1.70, Ochsenfleifch per Pfund 62—64 Kuh- und Rindfleisch 54—56 4/ Schweinefleisch 56—60 Hammelfleisch 50—66 H, Kalbfleisch 46—50 \ Kartoffeln per 100 Kilo X 4.00—6.00, Milch per Liter 12—18 Zwiebeln per Centner X 4.00-6.00. Auszug aus den Staudesamtsregistern des Standesamts Gieße«: (Nachdruck nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet.) Aufgebote. September: 10. David Hensler, Sergeant dahier, mit Katharine Henkel von Lauterbach. Shefchließunge«. September: 15. Rudolf Güngerich, Landwirth zu Großen-Buseck, mit Martha Anna Agnes Wilhelmine Lohoff dahier. 16. Kaufmann Friedrich Heinrich Karl Dickors dahier mit Johannette Henriette Margarethe Fink Hierselbst. Geborene. September: 9. Dem Kaufmann Max Sepp eine Tochter, Maximiliane Luise Wilhelmine Margarethe. 10. Dem Dienstknecht Johann Adam Leismann eine Tochter^ Katharine Margarethe Marie. 11. Dem Lacksieder Friedrich Wilhelm Vetter eine Tochter, Johanna Friedrike Marie. 11. Dem Schuhmacher Philipp Wöllmar eine Tochter, Elisabethe Johanna. 13. Dem Taglöhner Ludwig Baumann ein Sohn, Heinrich Philipp. 15. Dem Hülfsschutzmann Julius Löbermann ein Sohn, Andreas. 15. Dem Eisendreher Albert Bär ein Sohn, Albert Gustav. Gestorbene. September: 11. Johanna Luise Adolfine Kreuter, 3 Monate alt, Tochter von Schlosser Adolph Kreuter. 12. Philipp Franz Bauer, 69 Jahre alt, Thürmer und Musiker dahier. 13. Johannette Eiff, 78 Jahre alt, ledig. 14. Marie Klara Jutta Mathilde Caroline Schwabe, 21 Tage alt, Tochter von Realgymnasiallehrer Franz Schwabe. 15. Antoinette Wedell, 11 Monate alt, Tochter von Stations-Assistent Ernst Wedell. Auszug aus den Kirchenbücher« der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 12. September. Karl Friedrich Wilhelm Müller, Bierbrauer und Marie Schmitt, Tochter des verstorbenen Försters Johann Schmitt von Albach. Denselben. Jakob Formhals, Maurer und Wilhelmine Reinhart, geb. Stoll. Denselben. Nikolaus Rausch, Taglöhner und Katharina Wagner, Tochter des verstorbenen Korbmachers Georg Wagner von Monshausen. Den 15. September. Rudolf Güngerich, Oeconom zu Großen-Buseck, ein Wittwer und Martha Lohoff, Tochter des verstorbenen Pfarrers und Kreisschulinspectors Emanuel Lohoff zu Aplerbeck. Den 16. September. Friedrich Heinrich DickorS, Kaufmann und Johannette Henriitte Margarethe Fink, Tochter des Steueraufsehers Ludwig Fink zu Gießen. Getaufte. Den 11. September. Dem Director der höheren Mädchenschule Karl Vigelius eine Tochter, Lina, geboren den 25. Juli. Den 12. September. Dem Kutscher Johann Böcker eine Tochter, Anna, geboren, den 23. Juli. Denselben. Dem Bureaudiener an der Main-Weser-Bahn Jakob Dingel eine Tochter, Henriette Elisabeth, geboren den 8. Juli. Denselben. Dem Civilkrankenwärter Eduard Otto ein Sohn, Heinrich Eduard, geboren den 23. August. Denselben. Dem Schmied Jakob Waldschmidt eine Tochter, Anna Elisabeth Luise Karoline, geboren den 8. August. Denselben. Dem Bürstenmacher Heinrich Kuhl eine Tochter, Marie Katharine Karoline, geboren den 8. August. Denselben. Dem Bureaudiener an. der Main-Weser-Bahn Heinrich Graf ein Sohn, Karl Christian, geboren den 10. August. Den 14. September. Dem Realgymnasiallehrer Franz Schwabe eine Tochter, Maria Clara Jutta Mathilde Karoline, geboren den 23. August. Den 15. September. Dem Kaufmann Georg Hauß ein Sohn, Bruno Heinrich August, geboren den 28. Juni. Den 17. September. Ein unehelicher Sohn, Adolf, geboren den 9. September. _ Beerdigte. Den 14. September. Franz Philipp Bauer, Thürmer und Musiker, alt 69 Jahre, starb den 12. September. Denselben. Anna Elisabeth Friederike Henriette Eiff, ledige Tochter des verstorbenen Schneiders Johann Georg Eiff, alt 75 Jahre, starb den 13. September. Den 15. September. Heinrich Fink, Bierbrauer aus Alsfeld, alt 33 Jahre, starb den 13. September. Lemperatur der Lahm Am 18. September, -wischm 11 und 12 Uhr: Wasser 13°, Lust 17° R. im Schatten» L. Chr. Rübsame«. der Bäcker der Brodverkäufer 2 4 ti "H 2911 D6pöt bei Ferd. Drebes, Dörrn. Gg. Wilh. Weidig in Gießen. Allgemeiner Anzeiger Hermann Marx ft 6535 Marktplatz «I Siegen. 8oH B7I: g CeitralpeoLe. Iber Hi HL ta »eetoehLI 1 I 4579 Filiale ia • 6266 Mixed-Pikles billigst bei 6481 2914 In Giessen bei Herrn Friedr. Seibel. >en 'M 4870 Scriba, Pfarrer. 6566 S s 1 2 3 1 2 3 ’2 :4 S w i 2 1 2 3 'S» . 27 a s s z J. Happel, 49 Neustadt 49. to« «eine ttet) Marine Henkel von s s A Koch Nachfolger, Hamburger Fisch- u. Delicatessenhandl. fi [N’UJ AmL Preis-Courant gratis u. freo. Maximiliane Luise mann eine Tochter, l^elor Mer eine oo M5mar eine nann ein Sohn, Sohn, 6584] Aste. Sardellen, ger. Lachs, neuen Caviar, Rollmöpse, Sardinen, Hummer, Oel-Sardinen, prima Häringe, vorzügliche Salz- und Esstg- Gurken, conservirte Früchte m Gemüse (Erbsen in Büchsen) bei C. G. Kleinhenn. (Tuche und Kammgarn) in schönster Ausstattung von 30, 36 bis 60 Mark. t alt, Tochter von alt, Thürmer und )iarie Clara Jutta inasiallebrer Franz. ions-Aslistent Ernst 9 September» dll693*e' «W, mit M-rtha inridjgarlÄi Ma per "ht 6t. 5-93 0,50 M »•50-0.80, toi W MM «Kfltifdj 46—50 X mtcheln per 6ei*te» Preiscourant. Herbst» und Winterpaletots in schönster und bester Ausführung von 15,18, 24 bis 50 Mark. Knaben-, Herbst- und Winterpaletots, Pariser, Brüsseler und Berliner Facon zu 4, 6, 8 bis 20 Mark. Complette Anzüge aus guten Burkinstoffen gearbeitet von 14, 18, 24 bis 50 Mark. Mache besonders aufmerksam auf schwarze Bretter, Bohle«, Latten, Spalierlatten, Stollen re. empfiehlt zu den billigsten Preisen die Holzhandlung Neuchateler Roquefort, Camembert, Hohenburger, Edamer, Rahmkäse, Hand- u. Mainzer-Käse, ächt Emmen- tbaler Schweizerkäse in C. G. Meinhenn's Delicatessenhandl., Kreuzplatz 1. 6583 Farbige seidene Faille Franpaise, Snrah Satin merveilleux, Atlasse, Damaste, Ripse und Taffete 2 Mark 20 Pf. per Meter &iä Mk. 25 Pf. vers. ' r m einzelnen Roben und Stücken zollfrei in's Haus das Seidenfabrik-Depöt G. Henneberg (K- u- K» Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto. 250 Gfad) preisgekrönt in Iahressrifl Düsseldorfer Punsch* und Liqueur-Fabrik B. Heising, Düsseldorf. Specialität: Kaffee Mr. frankfurter Bratwürstchen (von erster renommirter Frankfurter Firma) heute erste Sendung billigst bei 6606 A. Koch KTachf. Hamburger Fisch- u. Delikateff.-Hdlg. Gießen, den 18. September 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _______ Fresenius. Vberhesßsche Eisenbahnen. Vom 20. d. M., jedoch nur auf die Dauer bis längstens 31. Dezember 1887, treten ermäßigte Ausnahmesätze für Eisenerztransporte von Grünberg, Hungen, Mücke und Lich nach Gießen in Kraft. Näheres ist bei den genannten Stationen zu erfahren. 6597 Gießen, den 16. September 1886. Großherzogliche Tirection. Brodpreise vom 19. September bis 3. October 1886. irauer und Marie tat. jart, geb. Stck :gner, M)to des r«bm-BnI«ki tin :Tn8|d)ulin[p«ler^ , ^5 Sobannette i jii Vießen. u(e Aarl AM tr, Ann-, M« atob Ange! * Heinrich Edn«d. Am- K!°t-ch Wck ** Heinrich M * iaht -in- |( MNN« Ferner einzelne Hofen, Westen, Joppen, Schlaf, rocke und sämmtlichc Arbeitsfachen zu äußerst billigen Preisen. 4 . 27 z«r Herbst- Wintersaison 1886. Zeige hierdurch den Empfang aller Neuheiten in Herren- und Knaben-Garderoben, sowie Tuche und Buxkins zur herannahenden Saison ergebenst an und mache auf nachfolgenden Preiscourant aufmerksam. AndeFs neu entdeckte« überseeisches Pulver tödtet Wanzen, Flöhe, Schwaben, Schaaben, Russen, Fliegen, Amelsen, Asseln, Vogelmilben, überhaupt alle Insecten mit einer nahezu übernatürlichen Schnelligkeit und Sicherheit derart, dass von der vorhandenen Insektenbrut gar keine Spur übrig bleibt. Echt und billig zu haben in Prag in J. ANDEL’S Droguerle, 13 „zum schwarzen Hund“, Hussg. 13. Achtungsvoll Hermann Marx, Marktplatz Nr. 9. Arbeitsversteigerung. Mittwoch den 22. lfd. MtS«, Vormittags 11 Uhr, soll das Zerschlagen von ea. 130 Cub.-Meter Unterhaltungssteinen in der Gemarkung Kolnhausen, nächst dem Oeconomie- hof daselbst, durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden. Lich, den 17. September 1886. Fürstl. Solms-Lichffche Bauverwaltung. K. Schön, Bauinspector. 6578 Oberhesfische Eisenbahnen. Die Lieferung von Brückenschwellen und Dielen soll vergeben werden. Verzeichnisse, welche die Anzahl der einzelnen Stücke und die Dimensionen enthalten, sowie die Bedingungen sind bei unserer Magazinsverwaltung dahier, sowie bei dem Großherzoglichen Eisenbahnbaumeister zu Alsfeld einzusehen. , Offerten, verschlossen und mit bezüglicher Aufschrift versehen, werden bis zum 30. d. Mts. erbeten. 6596 Gießen, den 17. September 1886. Großherzogliche Direction._______ 6582] Berlin er Würstel zum Warmessen, Schinken, täglich frisch abgekocht und zum Rohessen, la. Ochsenzungen, Cervelatwurst, Trüffel- und Sardellenwurst, Salami große Sendungen eingetroffen in C. G. Kleinhenn'S Delicatessenhandl., Kreuzpl. 1. Süßrahmbutter tägl. frisch Zar Aufklärung. In Betreff des Inserates Rr. 6499 in Nr. 215 des „Gießener Anzeiger" diene zur Aufklärung, daß den betreffenden Soldaten für einen Eierkuchen, bestehend aus 4 Eiern, V» Pfd. Speck, für 5^ Brod nebst einem Schoppen Bier aus der Brauerei Rohrle 72 berechnet wurden, welcher Preis gewiß nicht als übertrieben angesehen werden kann. Wirthschaft zum kühlen Grund, Meiu-Linden. 6573 ;n dkr