Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Freitag den 19. Februar n A «chulft.-zl T. Erscheint ti«H« mit «««n-chm- M Politische Ueberstcht. Gießen, 18. Februar. Mit der endgültigen Erledigung des Etats im Reichstage ik ein abermaliger Abschnitt in seiner gegenwärtigen Session vollendet. Der Reichstag kann nunmehr, ohne durch die immerhin zeitraubenden Etatsdebatten weiter unterbrochen zu werden, mit voller Kraft an die Specialberathung der« Wenigen Vorlagen gehen, welche noch zum Theil den Vorberathungen im Schooße der verschievenen Commissionen unterliegen, zum Theil von denselben eben fertig- gestellt worden sind. Unter ihnen befinden sich die hervorragenderen Gegenstände der Session, wie die Zuckersteuer-Vorlage, der Entwurf bezüglich des Rordostses-Kanals, die Unsallversicherungs'Vorlage, außerdem die verschiedenen aus der Mitte des Hauses gestellten Anträge socialpolitischen und volkswirth- schädlichen Inhalts, und der Reichstag jat somit noch immer ein sehr reichhaltiges Arbeitsmaterial vor sich. EMich ist ihm — und zwar schon in voriger Woche — die Vorlage über die Verlängerung des SocialistengesetzeS zugegangen und da man jeden Tag auch die Einbringung des Branntwein- Monopol-Entwurfes, der vom Bundesrathe dem Vernehmen nach fertiggestellt worden ist, erwartet, so wird der Reichstag wohl demnächst auch zur erstmaligen Berathung dieser beiden wichtigsten Vorlagen in seiner ganzen jetzigen Session schreiten können. Auf kirchenpolitischem Gebiete ist als neuestes Ereigniß die Einbringung der angekündigten KircheN'Vorlage im preußischen Herrenhause zu verzeichnen. Das Gesetz bedeutet, wie sich nicht leugnen läßt, einen Akt des weitesten Entgegenkommens der preußischen Regierung — soweit dies mit der Würde des Staates überhaupt vereinbar ist — gegenüber den Beschwerden der katholischen Kirche. Besonders die Aufhebung der Bestimmungen über die geift- llche Staatsprüfung und die Beseitigung des kirchlichen Gerichtshofes entsprechen nur langjährigen Wünschen der katholischen Bevölkerung Preußens. Welche Rückwirkungen die neue kirchenpolitische Vorlage auf die Beziehungen der preußischen Regierung,zum Vatikan und anderseits zur Centrumspartei im Landtage wie im Reichstage haben wird, läßt sich noch nicht beurtheilen. Falls aber von dieser Vorlage die endliche Beseitigung des „Culturkampses" erwartet wird, so dürften solche Hoffnungen vorläufig doch wohl verfrüht sein. Prinz Wilhelm von Preußen, welcher bekanntlich einer Einladung des Fürsten Anton Radziwill, General-Adjutant Kaiser Wilhelms, zur Bärenjagd in Russisch-Polen, Folge geleistet hat, ist am Sonntag auf dem Schlosse -es Fürsten Radziwill, Neffwisch, Gouvernement Minsk, eingetroffen. Zu den Jagden haben auch der russische Kammerherr, Fürst Matthias Radziwill, und t)er russche General Strukoff Einladungen erhalten. — Prinz Heinrich von Preußen soll zum ersten Officier an Bord der Panzerfregatte „Oldenburg" designirt sein, welche am 1. Aprll d. Js. in Dienst gestellt wird. Das Com- mando der „Oldenburg" würde dem Vernehmen nach Kapitän z. S., Heusner, ^halten. In Frankreich haben am Sonntage die Ersatzwahlen zur Depu- rirlenkammer für diejenigen vier Departements stattgefunden, deren Wahlen für LNlgiltig erklärt worden waren. Es sind dies die Departements Ardöche, Landes, Lozere und Corsika, welche bei den allgemeinen Wahlen fast nur Monarchisten in die Kammer gesendet hatte; wegen angeblicher Wahlbeeinflussungen von Seiten der Geistlichkeit und der conseroativ gesinnten Beamten waren diese Wahlen von der Kammer indessen cassirt worden. Diesmal scheint nun die Negierung ihren ganzen Einfluß aufgeboten zu haben, um in den genannten Departements, in denen die Bevölkerung noch zum Theil stark royalistisch — wie in Landes — oder bonapartistisch — wie aus Corsika — gesinnt ist, den Republikanern günstige Resultate herbeizuführen. Denn in Landes und Ardeche wurden nur Republikaner gewählt, im Departement Lozere gingen ein Republikaner und ein Monarchist aus der Urne hervor und aus Corsika wurden 3 republikanische Depulirte mit 24,000 bis 25,000 Stimmen gewählt. Der dann solgende bonapartistische Candidat Gavini erhielt 23,000 Stimmen und steht noch nicht fest, ob Gavini mit dem vierten republikanischen Candidaten in die Stichwahl kommt. Jedensalls wird es in den Pariser Negierungskreisen mit nicht geringer Genugthuung erfüllen, daß gerade auf der Insel Corsika, welche bisher als einer der Hauptsitze des Bonapartismus galt, die republikanische Sache bei den jüngsten Wahlen in so glänzender Weise gesiegt hat. Das neue englische Cabinet Gladstone hielt am Montag seine erste amtliche Berathung ab. In derselben dürfte unzweifelhaft die sociale Krise, von welcher England besallen ist, mit zu den hervorragenden Gegenständen der Besprechung gehört haben. Die Ruhestörungen oer strikenden Arbeiter erneuern sich noch immer hier und da, so fanden solche in Birmingham statt und auch in Great -Charmouth versuchten beschäftigungslose Arbeiter lärmende Kundgebungen zu insceniren. Durch das rasche Einschreiten der Polizei wurden jedoch in'beiden Städten größere Tumulte verhindert. Wie gewaltig den Socialdemokraten jenseits des Kanals der Kamm geschwollen ist, geht daraus hervor, daß sie an den Premier Gladstone ein Schreiben gerichtet haben, in welchem sie ihm ganz ungenirt mittheilen, sie würden nächsten Sonntag im Londoner Hydepark ein Massenmeeting veranstalten. Auf letzterem soll eine Resolution beschlossen werden, welche die Regierung zur Ergreifung von Abhülfe- Maßregeln gegen den unter der arbeitslosen Bevölkerung herrschenden Rothstand auszusordern. Es ist dies eine Herausforderung Seitens der Leiter der gegenwärtigen englischen Arbeiterbewegung an die Regierung, welche von letzterer mit aller Energie beantwortet werden muß und sind vielleicht von dem am Montage abgehaltenen Ministerrathe kräftige Maßregeln zur Niederhaltung der anarchistisch-revolutionären Bewegung unter den Arbeitern beschlossen worden. Neben den Angelegenheiten der inneren Politik wird sich der Ministerrath jedensalls auch mit der Balkankrisis beschäftigt haben. Zu welchen Entschlüssen sich das englische Cabinet in dieser Hinsicht neigt, darüber läßt ein Arti'el der „Daily News", welches Blatt als von Mr. Gladstone inspirirt gilt, kaum einen Zweifel. Da- Blatt spricht sich dahin aus, Griechenland möge dem Nath seines besten Freundes, der jetzigen englischen Regierung, die gewiß aus seiner Seite stehe, folgen und einen Angriff auf die Türkei unterlassen, der im gegenwärtigen Augenblicke Griechenland weit mehr als der Türkei schaden dürfte. Bis jetzt scheint es aber noch nicht, als ob Griechenland den Rath seines „besten Freundes" befolgen wolle. Im irischen Lager ist ein Conflict ausgebrochen. Die „Unversöhnlichen", an ihrer Spitze O'Sullioan, der Dubliner Oberbürger, Healy, O'Conner u. s. w., wollen von dem Pactiren Parnell's mit Gladstone nichts wissen und machen gegen den Chff der Nattonal-Liga Front. Dies hat sich bei der Nachwahl in Galway deutlich gezeigt, wo die Unversöhnlichen ihre Candidaten gegenüber den von Herrn Parnell empfohlenen und unterstützten durch- brachten. Für den Führer der irischen Natisnalpartei dürsten aus diesem Con- flicte noch große Unannehmlichkeiten entstehen. Die serbisch-bulgarischen Friedens-Verhandlungen in Bukarest sind am Montag nach kurzer Stockung wieder ausgenommen worden. An dem genannten Tage nahm die Friedens-Conserenz den Art. 2 de« Vertrages, welcher die Grenze seststellt, an und man darf nunmehr hoffen, daß das Werk der Verständigung zwischen Serbien und Bulgarien rascher als bisher sortschreitet. Es thut dies auch Noth, denn am 28. Februar läuft der zwischen beiden Parteien abgeschlossene Waffenstillstand ab und es muß dringend gewünscht werden, daß bis zu diesem Termine der Friedensvertrag fertiggestellt ist, anderseits sind neue Schwierigkeiten und Verwickelungen nicht ausgeschlossen. Rußland besteht auf seiner Forderung, betr. die Revision des türkischbulgarischen Abkommens. Im „Journal de St. Pötersbourg" wird ein Artikel veröffentlicht, welcher betont, daß auch die Verlängerung der ostrumelischen Gouv"rner"'schaft der jedesmaligen Genehmigung der Mächte bedürfe. Im Uebrigcn der unzweifelhaft hochosficiöse Artikel durchblicken, daß Rußland im Princip einer Verständigung zwischen Bulgarien und der Pforte nicht entgegen ist. Nur die Unterordnung der bulgarischen Armee unter die Türkei hält Rußland als dem Berliner Vertrage entschieden entgegenlaufend und der Artikel spricht es auch offen aus, daß Rußland hierein nie willigen werde. Es ist denn auch sehr wahrscheinlich, daß die bulgarisch-türkische Convention von den Mächten im Sinne der russischen Wünsche abgeändert werden wird. Darmstadt, 18. Februar. (Telegramm.) Ministerialrath Müller wurde mit dem Titel Geheimer Oberfinanzrath zum Reichsbevollmächtigten Hannovers, Obersteuerrath Bauer' zum Ministerialrath, Obersteuerinspector En gisch in Gießen zum vortragenden Rath im Ministerium ernannt. Wußland. Petersburg, 17. Februar. Das ^Journal de St. Pötersbourg" constatirt, daß die von Belgrad verbreitete Behauptung, Rußland habe vorgeschlagen, den Grenz-Conflict wegen Bregova von den Friedens-Verhandlungen auszuschließen und dieser Vorschlag habe die Zustimmung des deutschen Gesandten und der meisten übrigen Vertreter der Mächte nicht gefunden, durchaus unbegründet ist; Rußland habe im Gegentheil empfohlen, diese Frage bei den Friedens-Verhandlungen in Bukarest zu regeln. Amerika. Washington, 17. Februar. Der Bericht der Münz-Commission der Repräsentantenhauses, welcher sich gegen die unbegrenzte Silberausprägung ausspricht, ist dem Hause bereits zugegangen. Der Bericht besagt, die Majorität der Commission sei der Ansicht, daß die Annahme der unbegrenzten Silberausprägung für das öffentliche Interesse nur nachtheilig sei. Die Commission legte auch den Bericht vor, der sich gegen die Bland-Bill ausspricht. Bland wurde aber gestattet, auch Namens der Minorität einen Bericht vorzulegen. Reichstag. E. R. Berlin, 17. Februar 1886. §m Reichstag sollte heute zunächst der von dem Abg. Graf Moltke eingebrachte Gesetzentwurf betreffend die Abänderung des Militärpensionsgesetzes vom 27. Ium berathen werden. Graf Moltke ist indessen, wie der Präsident mittheilte, erkrankt und hat ersucht, den Antrag heute von der Tagesordnung abzusetzen. Das Haus gab dein Folge und wandte sich'zu dem Antrag Hasen clever auf Gewährung von Dualen und Reisekosten an die Reichstagsmitglieder. . . Abg. Haselrclever (Socdem.) befürwortete den Antrag, zu dem das Vorgehen der preußischen Regierung bei Anstrengung der Diätenprozesse den Anstoß gegeben habe. In der conservativen Partei gebe es ja auch Diäten, wenn auch nur auf iudirectem Wege, insofern die Herren die Beamtengehälter erhöhten, um den Beamten Gelegenheit zu geben, hier im Reichstage Sitze einzunehmen. Das Geschenk des Gutes Dumerwitz an den Geheimrath Wagner fei nichts weiter als ein Diätengeschenk. Das Herrenhaus lasse sich durch die Freikarten auch Diäten geben und vom Centrum munkele man dasselbe. Der Redner ging dann auf die Diätenprocesse näher ein und polemisirte. gegen die von der „Nordd. Allg. Ztg." d^n Richtern gegenüber eingenommene HaltunL- Die Insinuation, als verkauften die Abgeordneten durch die Annahme der Diäten ihre Aeberzeugung, sct eine Infamie. Wie könne das Kanzlerblatt einen derartigen Vorwurf erheben? Mit demselben Rechte könne man dem Fürsten Bismarck vorwerfen, erhöbe sich durch seine Dotation oder durch die Börsenfürsten und Schlotbarone bestechen -lassen. Die Socialdemokrateir könnten, wenn sie von den Arbeitern deren Pfennige annähmen, stolzer sein, als andere Leute auf ihre Spende, denn es läge doch keine Vorspiegelung vor. Abg. v. Kardorff (Reichspartei) erklärte, seine Partei werde, wie immer, auch diesmal gegen den Antrag stimmen. Abg. vr. Meyer-Halle (dfr.) conftatirte, daß seine Freunde diesmal keinen Antrag eingebracht, weil sie erst den Ausfall der Diätenprocesse hätten abwarten wollen. Seine Partei halte jedoch auch heute die Diäten für etwas Notwendiges und werde, da der Antrag einmal eingebracht sei, für denselben stimmen. Der Antrag wurde darauf in seinen einzelnen Paragraphen ohne weitere Debatte gegen die Stimmen der Deutschconseroativen, Freiconservativen und des größten Theils der Nationalliberalen angenommen. Nächste Sitzung Donnerstag. Socialistcngesetz. Telegraphisch; Depesche«. Wolff'S LeLegr. Earrespondenz«Bnrea«. Berlin, 17. Februar. Der Kaiser und die Kaiserin empfingen Nachmittags den Fürsten von Montenegro, welcher hierauf auch vom Kronprinzen und der Kronprinzessin empfangen wurde. Zu Ehren des Fürsten findet Abends bei dem Kaiserpaar -eine große Theegesellschaft statt. — Die Zuckersteuer-Commission beschloß einstimmig, steuerfreie Läger zu verlangen, wogegen sich der Regierungsoertreter ablehnend verhielt, lieber die Beibehaltung der bisherigen sechsmonatlichen Steuercreditftist herrschte in der Commission keine Meinungsverschiedenheit. — Das Abgeordnetenhaus nahm in erster und zweiter Lesung den Antrag Kräh an, betreffend die Ausdehnung der Gesetze über den Aboerkauf kleinerer Grundstücke auf Schleswig - Holstein, und verwies den Antrag Kropatscheck, betreffend die Gleichstellung der Lehrer an den nichtstaatlichen höheren Lehranstalten mit denen unter staatlichem Patronat an eine besondere 21gliederige Commission. Dresden, 17. Februar. Die zweite Kammer genehmigte zum Bau der neuen Kunstakademie und eines Kunstausstellungsgebäudes in Dresden als zweite Rate des gesammten Bauaufwandes von 2,900,000 X noch 1,300,000 X. Wien, 17. Februar. Abgeordnetenhaus. Die Regierung brachte heute ein Landsturmgesetz für die österreichischen Länder mit Ausnahme Tyrols und Boral- bergs ein. Paris, 17. Februar. Der Municipalrath beschloß, sich bei der Regierung für eine internationale Ausstellung im Jahre 1889 auszusprechen. — Die letzten Nachrichten aus Corsica lassen es ungewiß, ob Gavini gewählt worden oder eine Stichwahl erforderlich ist. London, 17. Februar. In einem Artikel über die griechische Frage sagte die „Daily News", daß das britische Cabinet sich nach reiflicher Erwägung dahin entschieden habe, daß ein Krieg zwischen Griechenland und der Türkei gegenwärtig nicht zuzulassen sei. In beiden Häusern des Parlaments werde die Regierung morgen über die Verhältnisse in Osteuropa Erklärungen abgeben. London, 17. Februar. Den „Daily News" zufolge würde nach der Ankunft der zur Verstärkung des englischen Geschwaders in der Sudabai bestimmten zwei Kriegsschiffe alsbald mit den Operationen begonnen werden, um die griechische Flotte kampfunfähig zu machen. — Der neue englische Botschafter in Konstantinopel, Thornton, i|t heute früh auf seinen Posten abgereist. — Die socialistischen Führer Burns, Hyndman, Champion und Williams, erschienen heute Vormittag vor dem Polizeigerichtshof in Bowstreet unter der Anschuldigung, am 8. ds. Mts. auf Trafalgar Square aufrührerische Reden gehalten zu haben, durch welche eine Menschenmenge zum Aufruhr und zum Straßenraub auf- gereizt wurde. Die Angeschuldigten beantragten die Vertagung der Verhandlung, weil sie noch nicht zur Verteidigung vorbereitet seien. Der Gerichtshof lehnte indeß die Vertagung ab und der Staatsanwalt beantragte, die Angeschuldigten wegen der oben erwähnten Anklagepunkte vor'die Assisen zu verweisen. — Die weitere Verhandlung in der Untersuchung gegen die Socialistenführer wurde auf acht Tage vertagt und die Angeklagten gegen Cautisu freigeloffen. Die Berichterstatter der „Times" legten Zeugniß ab über die von den Angeklagten gehaltenen aufrührerischen Reden. — Der Bürgermeister von Birmingham untersagte in einer Proklamation Ansammlungen in den Straßen nach Eintritt der Dunkelheit. Liverpool, 17. Februar. Die Zahl der Arbeiter, welche bei dem Einsturz des für die Schifffahrts - Ausstellung errichteten Gebäudes verletzt worden sind, beschränkt sich auf dreizehn, darunter drei schwer Verletzte. Getödtet wurde Niemand. Bukarest, 17. Februar. In Folge eines Zwischenfalles in der Deputirten- kammer bei Berathung des Gesetzentwurfs, betr. die Nationalbank, gab Bratiano seine Entlassung. Die Majorität ersuchte Bratiano um Zurücknahme seiner Demission. Bratiano behielt sich eine Antwort vor. Der König berief die Präsidenten des Senats und der Kammer zur Besprechung der Sachlage. Lokale-. G. Gießen, 18. Februar. sSterblichkeit in Gießen.s Die Zahl der Todesfälle in unserer Stadt bezifferte sich während der Woche vom 7. bis 13. d. M. auf 9 im Ganzen. Es wurden 5 Kinder und 4 Erwachsene betroffen. Von 3 Kindern im ersten Lebensjahre starb eins an Darmentzündung, eins an Lungenschwindsucht, eins an allgemeiner Abzehrung. Von 2 Kindern zwischen dem 2. und 15. Lebensjahre das eine an Gehirnentzündung, das andere von auswärts an Diphtherie. Bei den 4 erwachsenen Personen war Todesursache: Lungenschwindsucht dreimal, organische Herz- krankbeit einmal.__________________________________ Vermischtes. Darmstadt. Ein vor Kurzem Seitens der Landtagsabgeordneten Grünewald und Schade eingebrachter Antrag, die Großh. Negierung um Einleitung von Verhand- llungen mit Preußen wegen Ueberlasfung des Betriebs auf den Oberhessischen Eisenbahnen oder Verkaufs derselben an Letzteres zu ersuchen, scheint namentlich außerhalb unseres engeren Vaterlandes ein gewisses Aufsehen erregt und sogar zu einer Curs- steigerung für die Actieu der Hessischen Ludwigsbahn Anlaß gegeben zu haben. Wir glauben dem gegenüber darauf Hinweisen zu sollen, daß der Antrag allem Anscheine nach wesentlich lokalen Motiven entspringt, da er ohne specielle Begründung lediglich einem schon früher von den genannten beiden Abgeordneten gestellten Antrag wegen Erbauung einer Bahn von Hersseld nach Alsfeld mit Fortsetzung nach Kölbe als Zusatz nachträglich beigefügt worden ist. Wie sich die Kammer demnächst hierzu stellen werde, bleibt abzuwarten. Daß sowohl dem ursprünglichen als dem event. gestellten Zusatz-Ltntrage große Schwierigkeiten und mannigfache Bedenken entgegenstehen, werden sich die Antragsteller selbst nicht verhehlt haben. In den Kreisen unserer Abgeordneten ist übrigens die ganze Frage unseres Wissens überhaupt noch nicht, namentlich auch nicht während der letzten Sitzungsperiode der zweiten Kammer zur Sprache gekommen. (D. T. A.) Mainz, 13. Februar. sAuch ein Reiseerlebnis Unter diesem Titel lesen wir im „M. Tgbl." folgende Historie: Daß Jemand nicht mit der Eisenbahn fahren konnte, weil er fein Geld batte, ist wohl schon öfter dagewesen, daß aber Einer nicht mitfahren sollte, weil der Stationsverwalter nicht im Besitze des nöthigen Kleingeldes war, das scheint uns das Neueste zu Vein. Die Thatsacheu sind folgende: Ein junger Mann verlangte in B. gestern Abend ein Billet nach Mainz und wollte mit einem Zwanzigmarkstück zahlen, worauf ihm der dienstthuende Assistent erklärte, „der Herr- Verwalter ist nicht da und ich kann Ihnen nicht herausgeben, also können Sie ein Billet nicht haben." Da der Herr Verwalter zum Abgang des Zuges nicht erschien, theilte der betreffende junge Mann dem Conducteur den Sachverhalt mit, unter dem natürlichen Verlangen, bis M. rnitfahren und dort ein Billet lösen zu können. Trotzdem der Assistent die Angaben des jungen Mannes bestätigte, weigerte sich der Conducteur, unter Berufung auf seine Instruction, zunächst diesen überhaupt mitfahren zu lassen; auf energische Reclamationen einiger Mitreisenden ließ man ihn schließlich mir- fahren, doch mußte er in M. eine Mark Strafe bezahlen, weil der Vertreter des Verwalters in B. kein Geld hatte. Begreiflicher Weise erhob der so merkwürdig behandelte Passagier in Mainz Beschwerde. Hanau, 17. Februar. Am 24. Februar sind es hundert Jahre, daß Wilhelm Grimm, der große Forscher deutscher Sprache und deutschen Altcrthums und der herzgewinnende Märchenerzähler, in Hanau geboren wurde. Der an alle Deutschen im Reiche und außerhalb desselben am 23. April 1884 ergangene Ausruf, den Brüdern Jakob und Wilhelm Grimm in ihrer Vaterstadt ein würdiges Denkmal zu errichten, ist nicht wirkungslos verhallt, von allen Seiten sind reichliche Gaben geflossen, die heute, wo der herannahende Säculartag Wilhelm Grimms uns wieder mahnt, der Brüder zu gedenken, das Unternehmen als gesichert erscheinen lassen. An Beiträgen für dasMrimm-Denkmal sind eingegangen: Aus Hanau selbst über 19,000 X, dazu 2 Jahresbeiträge des (auf 5 Jahre gegründeten) Grimm-Vereins 2800 X, von auswärtigen Gebern ca. 35,400 X; hierzu kommt noch durch Verzinsung und dergl. eine Summe von beinahe 3000 X Diese Zahlen sprechen deutlich dafür, mit welchem Beifall die von Hanau aus gegebene Anregung von allen Deutschen aufgenommen ist, von welchem Erfolg der am 23. April 1884 ausgegangene National-Aufruf gekrönt worden ist. Freilich fordert die Herstellung eines Doppelstandbildes noch weitere Summen; jedoch wird das Grimm- Comitö in Hanau nicht länger anstehen, an 1he Ausführung des Denkmals zu geben,, in der gewissen Zuversicht, daß auch der Säculartag Wilhelm Grimms, gleich oem Jakobs am 4. Jauuar^l885, eine Mahnung sein wird an alle Deutsche, den Ehrensold zweien ihrer größten Söhne nun vollkommen darzubringen. Schon ist in anderer Weise den Brüdern Grimm beim Heraunahen des hundertjährigen Geburtstages Wilhelms ein Denkmal gestiftet: Professor Stengel in Marburg hat durch Herausgabe der Privat-Correspondenz der Brüder und einer Reihe noch nicht veröffentlichter Actenstücke über manche Abschnitte aus dem Leben beider Männer neue, interessante Aufschlüsse gegeben. In Hanau selbst rüstet man sich, den 24. Februar in würdiger, insbesondere der Bedeutung Wilhelm Grimms angemessener Weise zu begehen. Seinem Wesen entsprechend wird das Fest populärer Art, vorwiegend für die Jugend bestimmt sein; sämmtliche Schulkinder werden in gemeinsamer (in der größten Kirche Hanaus zu veranstaltender) Feier auf die nationale Bedeutung Wilhelm Grimms durch eine Weiherede hingewiesen werden, woran sich eine feierliche Huldigung, dargebracht vor dem auf dem größten Platze Hanaus gelegenen, mit dem Medaillonbilde des Brüderpaares geschmückten Geburtshause der beiden Grimms anschließt. Wir hoffen und wünschen, daß der Gedenktag Wilhelms hier und anderswo in gleich erhebender und segensreicher Weise begangen werde, wie vor einem Jahre an dem Geburtsfeste Jakobs der Festtag beider Brüder, zur Ehre und Freude nicht Hanaus allein und des Hessenlandes, sondern aller Deutschen nah und fern. — In einer Festungsstadt war die Sitte eingerissen, daß die Einwohner häufig ihre Wäsche auf dem Rasen der Wälle und Gräben bleichten, ohne dazu die Erlaubnis des jeweiligen Commandanten zu haben. Dieser wurde nun vor einiger Zeit versetzt. Sein Nachfolger mußte wohl anders über solche unerlaubte Bleicherei denken, denn er erließ kurz nach seinem Antritt ein Verbot dagegen. Wie ergrimmte aber der Gebieter, als wiederum eines Tages der Festungsgraben voller Wäsche lag. Sofort ließ er eine Abtheilung Soldaten kommen, diese mußten nach seinem Comurando sämmtliche Wendungen, langsamen Schritt rc. auf der feinen Wäsche ausführen. Als er noch im besten Exerciren ist, kommt sein Dienstmädchen schreiend und händeringend angeftürzt. „Um Gotteswillen, Herr Major, was wird die gnädige Frau Majorin dazu sagen. Sie ruiniren ja unsere ganze Wäsche!" Und so war es. Der Herr Major hatte seine- eigene Wäsche als Exercierplatz für seine Soldaten benutzt. . . . Handel und Verkehr. Limburg, 17. Februar. Rother Weizen X 14.10, weißer Weizen X 60.00, Korn X 1010, Gerste X 8.10, Hafer X 6.45, Kartoffeln K 100 Pfund X 0.0t, Erbsen ä 100 Pfund X 00.00. Altkatholischer Gottesdienst. Sonntag den 21. Februar findet in der hiesigen Stadtkirche um 11 Uhr altkatholischer Gottesdienst statt. iBII Illi Ml IIIIII III—HIHI WBIIIH HIHI! Uli II.) IWrnr—TgTTWaJ«^^— Allgemeiner Anzeiger. Inventur-Ausverkauf. Bis zum 20. Februar gebe sämmtliche Lagerwaare zum Einkaufspreise ab. Besonders mache auf mein reichhaltiges Lager in Leinen-, Bett- und Baumwollwaaren, Tisch- und Handtücherzeugen, -fertiger Wäsche, Tricotagen, Normalhemden, Kla- nellhemden, schwarzen Cachernirs rc. und Gardinen in reicher Auswahl nusmerkszm und lade zu zahlreichem Besuche ergebenst ein. Herrn. Äug. Müller. Ausverkauf Wegen Neubau meines Wohnhauses verkaufe ich bis zum 1. April meine Waarenvorräthe in allen Arten Hänge-, Tisch- und Wandlampen, Sturmlaternen, lackirte Blechwaareu, Vogelkäfige, Britannialosfel, Gummifchläuche re. SMT zu bedeutend herabgesetzten Preisen. 1028 Hochachtungsvoll Ateg» JFfs&er» Eine neue große Badewanne ist billig abzugeben. Briefmarken zu Sammlungen r rfauft kauft, tauscht und giebt Comnffssions- lager mit 33V3°/o 11 G. Zechmeyer, Nürnberg. I Cont.-Mk. ca. 200 S. p. Mill. 60 klulitcr durchKlepptt>r Filzsohle M. 4•/., nu imit, LuderaiiHage M. Ijoleyenagelter feier TucheohJi* 1 M- ß3/.. Cordecbuhe, Tucbeabuho m. iTt holz.renagelter lertcr Tucheolile M. 11. Boi grfieuerer •’T’ Abntliau viel büli^ur Uniert G. EaflClhardt, ZetlL Einträge MM Firmenregister des unter- zeichneten Grrichts. 1. Adolf Weimar zu Gießen betreibt feit heute dahier Fisch' handel unter der Firma: „Hamburger Fischhandlung A. Koch Nachfolger". 2- Die Firma „Hamburger Fischhandlung A. Koch" wurde gelöscht. Gießen, den 11. Februar 1886. Großh. Amtsgericht Gießen. Gebhardt. 1156 Brermhoi;- Versteigerung in dem Licher Gemrindewald. Donnerstag den 23. I. M. werden in den Districten Mönchköpfe und Eisenkaute versteigert: 66 Rmtr. Buchen-Sche tholz, 501 „ „ Knüppel, 70 „ Eichen- u. ASpen-Knüppel, 853 Eichen- und Weichhotz-Wellen, 235 Rmtr. Buchen-, Eichen- u. Weichholz-Stöcke. Die Zusammenkunft findet statt an: Burkhardsfelder Weg, zunächst am Licherfeld bei den: Steinbruch. Der Anfang ist in den Mönchköpsen Morgens 9 Uhr. Lich,. den 17. Februar 1886. Großh. Bürgermeisterei Lich. __________Walz.______H46 Holzversteigerung. Freitag den 26. I. M., des Vormittags um 10 Uhr anfangend, sollen in hiesigem Markwald nachstehende Holzsortimente öffentlich versteigert werden, als: 1 schöne glattschaftige Buche von 64 Ctm. Durchmeffer und 10 Mtr. Länge, 3,22 Festm. enthaltend, 12 Stück Fichten - Baustämme von 15 bis 19 Ctm. Durchm. und von 8 bis 10 Mtr. Länge, 3,30 Festm. haltend, 172 Stück Kiesern-Stämme von 36 Ctn:. Durchm. und von 3 bis 10 Mtr. Länge, 50,25 Festm. haltend, 163 Stück Fichten-Derb- und Reisstangen von 7 bis 14 Ctm. Durchm. und 8 bis 13 Meter Länge, 7,02 Festm. haltend, 48 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 110 „ „ und Kiefern- Knüppelholz, 6700 Buchen-, Eichen- und Kiefern- Reisholz-Wellen, 56 Buchen- und Kiefern-Stockholz. Der Anfang ist am Wetterbergskops bei den Kiefern-Stänrmen, welche zuerst versteigert werden- Muschenheun, 17. Februar 1886. Großh. Bürgermeisterei Muschenheim- Roth. 1148 Holzversteigerung in der sürstl. Dberförsterei Lich. Dienstag den 23. Februar sollen im „Fuchsstrauch" und „Kolnhäuser Kopf" versteigert werden: 34 Rm. Buchen-Scheitholz, 34 „ Eichen-Scheitholz, theilweise zu Werkholz tauglich, 85 „ Buchen- und Eichen-Prügelholz, 61 „ Buchen- u. Eichen-Stockholz, 4000 Wellen Buchen- und Eichen- Reisholz, darunter 2800 gute Durchforstungswellen, 100 Eichenstangen und 329 Fichtenstangen. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr in: Fuchsstrauch beim Eisenbahn-Ueber- gang. Lich, am 13. Februar 1886. ,1053 Wirnmerrarrer, Forstrath. Holzversteigcruug. Montag den 22. Februar 1886 sollen in dem Stadtwald zu Hungen, in den Distrikten Herborn und Hubbach, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 71 354 1900 70 Raummeter Buchen-, n m H II II Eichen- und Radel-Knüppel, „ „ „ Astreisig, „ Durchforstungsreilig, „ „ „ Stöcke. Der Anfang der Versteigerung ist im Distrikt Herborn Vormittags 10 Uhr. Hungen, am 12. Februar 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. 1128 Große Nutzholz-Versteigerung irr der Königs. Dberförsterei Roßberg und der 1143 Schutzbezirke I. Roßberg-Ost (Erfurtshäuser- und Roßbergertheil) und II. Roßberg-West (Wermertshausen) im Schneider'schen Wirthslokale zu Roßberg: I. Mittwoch den 24. Februar 1886, Vormittags von 9 Uhr ab, aus den Distrikten: Gewannstrauch, Hattenberg, Hang, Lichtenberg, Rödder- burg, Kirchhainerschlag, Rubbach, Salzplatz, Schlag, sowie Eisenberg, Anger, Trist, Allee, Traus und Hainstruth: Eichen: 1 Nutzholzstamm, zur Mühlmckle geeignet, — 1,93 fm, 102 Schneide-, Bau- und Nutzholzstämme L, II. und III. Cl. — 155,26 fm, 134 dergleichen IV. und V. Cl. — 75,78 fm, 11 rm Nutzscheite II. Cl., 22 rm Nutzrollen II. Cl. und 7 Derbnutzstangen II. Cl., zu Deichseln 2C., Buchen: 3 Nutzholzstämme 111. und IV. Cl. — 3,53 fm, 31 rm Nutz- scheite II. Cl. zu Felgen rc. und 15 Derbnutzstangen II. Cl. zu Deichseln 2c.; Hainbuchen: 11 Nutzstämme V. Cl. — 2,09 fm und 13,5 rm starke Nutzholzrollen II Cl.; Erlen und Aspen: 2 Nutzstämme V. Cl. — 0,55 fm und 3 rm starke Nutzholzrollen II. Cl. II. Donnerstag den 23. Februar 1886, Vormittags von 9 Uhr ab, aus den Waldorten Buchwald -c- (bei Erfurtshausen), Hattenberg, Trift, Rubbach, Salzplatz, Schlag, sowie Kleinehaide, Trauf und Hainstruth -c2-: Nadelholz (Fichten): 153 Schneide-, Bau- und Nutzholzstämme III. und IV. Cl. — 119,55 fm, 468 dergleichen V. Cl. — 122 fm, 316 Derbnutzstangen I., II. und 111. Cl., 1,46 Hundert Neis- nutzstangen IV., V. VI. und VIII. Cl. und 21 rm starke Nutzholzrollen II. Cl. Die vorstehend ad I und II erwähnten Nutzhölzer werden den Kaufliebhabern vorgezeigt: 1) im 1. Schutzbezirk Roßberg-Ost, und zwar: a. in dem bei Erfurtshausen belegenen Theile desselben (im Waldort Buchwald -c- bei Erfurtshausen), die daselbst lagernden starken Fichtenstämme, durch den Forstmitaufseher Schick von Mardorf, Sonnabend den 20. Februar er., Morgens 10 Uhr, vom Erfurtshäuser Wirthshause ausgehend; b. in dem bei Roßberg belegenen Theile desselben durch den Königl. Förster Berg dahier, den 22. Febr. er., Vormittags 10 Uhr, vom Schneider'schen Wirthshause zu Roßberg ausgehend, und 2) in: Schutzbezirk Roßberg - West (Wermertshausen) durch den Königl. Förster Breitzmann dahier den 23. Februar er., Vormittags 10Uhr, vom Eißner'schen Wirthshause zu Roßberg ausgehend. Forsthaus bei Roßberg, den 12. Februar 1886. (Post Ebsdorf). Der Königl. Oberförster: Schulz. Otto’s neuer Motor gerausch- u. gefahrlose Gas- Kraftmaschine, liegend nnd stehend, in vier verschiedenen Construetionen s 1 von V3, v2, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10, 12, 16, 20, 25, 30, 40, 50, 60 und mehr Pferdekräften. 20,000 Stück im Betrieb, wovon im Großherzogthum Hessen 166. Ermässigte Preise’ Geringster Gasverbrauch. Jede gewünschte Auskunft ertheilt der alleinige Vertreter der Gasmotorenfabrik Deutz 820 Darmstadt, Steinackerstraße 12. C. JF. JVau« 521 Ich suche einen mit guten Schulzeugnissen versehenen jungen Mann in die Lehre und erbitte schriftliche Offerten. Arnold Mueller. 1124 Ein junges Mädchen von 15 bis 16 Jahren ae stickt. ___________Wallthorstraße 44, parterre. 30000 Mark gegen doppelte Sicherheit zu leihen gesucht- Näheres in der Exped- d. Bl- 1081 Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 22. Februar 1886, voll Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem Distriet Haugelstein nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz. Schcith. Priigelh. Stockh Reish. Rmtr. Rintr. Rmtr. Wellen Buchen 34 144 42 3725 Eichen 14 41 25 975 Nadel - - — 1050 B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 81 Eichenstämme mit 29,77 Festm., darunter Schnittholz bis zu 68 Ctm. Durchmesser, 3 Nadelstämme mit 0,8 t Festm., 1 Buchenstamm „ 0,32 „ 1610 Fichten-Reisstangen mit 12,35 Festm. und von 3, 4, 5 und 6 Ctm. Durchmeffer. Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Daubringen, in der Nähe des Steinbruchs. Gießen, am 16. Februar 1886. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. ___A. Bram m. 1100 Holzversteigerung. Montag den 22. Februar, soll im L a n g s d o r f e r Gemeindewald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 12 Stämme Eichen-Schnittholz von 40 bis 50 Ctm. Durchm., enthaltend 16 Festm., 124 Stämme Eichen-Schwellenholz, von 27 bis 44 Ctm. Durchm., enthaltend 72 Festm., 10 Stämme Rothbuchen - Schnittholz von 50 bis 70 Ctm. Durchm-, enthaltend 15 Festm., 115 Stämme Weißbuchen (Hainbuchen) von 14 bis 30Ctm.Durchm., enthaltend 20 Festm-, 18 Birken-, 7 Lindenstämme von 14 bis 36 Ctm. Durchm-, enthaltend 14 Festm., 100 Fichtenstümme von 20 bis 24 Mtr. Länge, 13 bis 40 Ctm. Durchm., enthaltend 72 Festm., 19 Kiefern-Stämme Schnittholz von 25 bis 50 Ctm. Durchm., enthaltend 17 Festm-, 226 Eichen-Stämme Wagnerholz, enthaltend 36 Festm., 850 Fichten-Stangen, 80 Langwieden. Der Anfang ist Morgens 9 Uhr am Nonnenroderweg. Langsdorf, den 15. Februar 1886. Großh- Bürgermeisterei Langsdorf. Köhler. 1058 Jeikgebotenes. B irkeubalsam - Seife von Bergmann & Co., Frankfurt a. 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