etz-Geichäft 2 S CD s £ lewe! Echzell Hauptstrasse. Yertr.: Gebr. Mogk. und auswärtigen lonumenten, t-Tafeln etc. ingen Sandstein zu dojt und Nachttisch' .-rden schnellste^ tt ve- 3. i ober ndgasse 5, Anzeigen. 2$ w w» Str. »2 Sweites Bla« Sonntag den 18. April .886 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. »**•*« 7. Erscheint «»«ttch »M SiMks’ _____________________________________________________________________ ^urcy ött Pop vezogen vreNelzührtrch 2 Mark 50 Pf. Wochen - Ueberficht. Gietzen, 17. April. In den höheren und höchsten Gesellschaftskreisen von Berlin herrscht eine sörmliche Masern-Epidemie und ist die Krankheit bekanntlich auch in der kronprinzlichen Familie stark ausgetreten. Während nun die erkrankten Mitglieder derselben, die Frau Kronprinzesstn, die Prinzessinnen- Töchter Sophie und Margaretha, sowie der noch in Thale befindliche Prinz Heinrich entweder wieder ziemlich hergestellt oder doch in erfreulicher Neconva- lescenz begriffen sind, ist jetzt der Kronprinz selbst von den Masern befallen worden. Ein Bulletin vom Mittwoch besagt, daß der hohe Herr unter leichten Fieber. Erscheinungen und mäßigem Katarrh an den Masern erkrankte; hoffentlich nimmt die Krankheit einen raschen und normalen Verlauf. Auch andere hochstehende Persönlichkeiten der Berliner Hoskreise, wie die Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen, sowie deren Tochter, Prinzeß Feodora, sind an den Masern erkrankt. Die Entscheidung des preußischen Herrenhauses über die kirchenpolitische Vorlage prägte dieser Woche, der letzten vor der parlamentarischen Osterpause, entschieden die Signatur aus. Das Votum selbst, welches bekanntlich mit großer Mehrheit die Genehmigung der Vorlage meist nach der Commissions-Faffung in Verbindung mit den hauptsächlichsten Amendements des Bischofs Kopp Seitens des Herrenhauses ausspricht, konnte nach dem Gange der Debatten vom Montag und Dienstag schwerlich mehr überraschen. Nachdem Fürst Bismarck mit dem vollen Brustton der Ueberzeugung für die Vorlage eingetreten war und so offen sein unerschütterliches Vertrauen aus die Friedensliebe und Versöhnlichkeit des gegenwärtigen Papstes bekundet hatte, da war die Directioe für die Herrenhaus-Majorität gegeben. Nur eine kleine Minderheit, unter ihnen überwiegend die liberalen Herrenhaus-Mitglieder, wollte sich nicht davon überzeugen laffen, daß die schwerwiegenden Zugeständnisse, welche der preußische Staat der katholischen Kirche jetzt im Interesse des endlichen Friedenswerkes gemacht, nun auch wirklich ihre Früchte tragen würden. Sie stimmte gegen die beiden bekannten, die ursprüngliche Regierungs-Vorlage noch weiter ^u Gunsten der Kurie abändernden Amendements des Fuldaer Bischofs, wie schließlich gegen das ganze Gesetz. Selbstverständlich konnte diese Opposition das mitgetheilte Endresultat der kirchenpolitischen Debatten im Herrenhause nicht ändern und dieses Ergebniß bedeutet allerdings das Ende des Cullurkampfes, wenigstens in seiner jetzigen Gestalt; hoffentlich rechtfertigen die kommenden Ereignisse den Optimismus der Regierung bezüglich der kirchenpolitischen Dinge, der durch die HerrenhauS'Lerhandlungen hindurchklang. Mit der Erledigung des Kirchengesetzes tritt das Herrenhaus, nachdem es diesmal in ungewöhnlicher Weise die Aufmerksamkeit weitester Kreise zeitweise aus sich gezogen, wieder mehr zurück und wird auch voraussichtlich für den Rest der gegenwärtigen Session des preußischen Landtages das Interesse nicht mehr in besonderem Grade erregen. Das letztere wird dagegen bezüglich des Abgeordnetenhauses für die Nachsession nach Ostern unbedingt zu gelten haben. Erstlich hat da das Abgeordnetenhaus seinerseits Stellung zu der kirchenpolitischen Vorlage zu nehmen und wenngleich zu erwarten steht, daß es an den bezüglichen Beschlüssen des Herrenhauses keine wesentlichen Aenderungen vornehmen wird, so dürste Die Vorlage im Abgeordnetenhause doch zu lebhaften Debatten fuhren. Weiter wird dasselbe alsdann auch die noch übrigen Polen-Vorlagen, das Gesetz über die Anstellung der Lehrer in Posen und Westpreußen und das SchuldotationS- Gefetz, in Angriff nehmen und man kann da jedenfalls einer neuen Auflage der Polendebatten entgegensetzen. In den letzten Sitzungen vor der österlichen Pause überwies das Abgeordnetenhaus noch die Vorlage, betr. den Beitrag Preußens zu den Kosten des Nordostsee-Kanals in Höhe von 50 Mill. an eine besondere Commission — am Mittwoch — und erledigte am folgenden Tage den Nachtrags-Etat für 1886/87, roorruf das Haus feine Osterferien antrat. In der Reichstags-Nachfeffion wird neben dem neuen Brannt- wetnsteuer-Entwurf bekanntlich auch die umgearbeitete Regierungs-Vorlage über die Zuckersteuer eine Hauptrolle spielen. Wie nun Berliner Meldungen besagen, wird letztere Vorlage im Wesentlichen dem Anträge Bormann entsprechen, welcher eine Steuer von 1,70 «X und eine AuSsuhr-Vergütung von 18 .X bis 30. September 1887 und von da ab von 17,50 festsetzt. Vom Reichstage war bei der dritten Lesung der Antrag Stolberg angenommen worden, nach welchem die Steuer 1,60-X, die Ausfuhr-Vergütung bis zum 30. Septbr. 1887 17,40 JL. und von da ab 16,10 cX. betragen sollte. Die Regierung hatte die Zuckersteuer-Vorlage in dieser Fassung entschieden als für sie unannehmbar bezeichnet , ob aber der neue Entwurf nach den Bormann'fchen Compromiß-Vor- schlägen vom Reichstage acceptirt werden wird, ist immerhin noch fraglich. Der Chef der preußischen Justizverwaltung, Dr. Friedberg, feierte am Mittwoch das in einer Beamten-Lausbahn seltene Ereigniß seines 50jährigen Dienst-Jubiläums. Obgleich der Minister feinen Ehrentag in möglichster Zurückgezogenheit beging, so konnte dies doch nicht hindern, daß dem verdienten Leiter des preußischen Justizwesenü allseitig die herzlichsten Kundgebungen weitgehender Theilnahme zugingen. In dem bekannten Diäten-Processe des preuß. Fiskus ist jetzt eine erste principielle richterliche Entscheidung bekannt geworden. Das Oberlandesgericht zu Königsberg verurtheilte in dem gegen den freifinnigen Reichstags-Abgeordneten Dirichlet angestrengten Diäten-Processe den Beklagten zur Herauszahlung von 500 «X nebst Zinsen an den Fiskus. Gleichzeitig ist Herrn Dirichlet ein Ueberzeugungs-Eid auserlegt worden, wie viel er aus der Kasse der Fortschrittspartei empfangen habe ; falls er den Eid nicht leistet, hat er weitere 1500 >»,! sHri -r ¥ Ion« 3' ^Ulenl «MllspätM bester Garten- u. Blumendünger, empfiehlt 2604 Jean Häuser, vorm. Chr. Daudt, Südanlage 21. Aettfedern, Daunen und Woßstaare sowie alle Bettwaaren empfehle in bester Qualität zu billigen Preisen. 1704 Herrn. Aug. Müller. 2283 1881 II ----- 18 JL empfiehlt billigst 2730 innerung. 2947 verkauf s tchen zu zu n n ii IV ---- 15 VII = 12 X = 8 der H n ii Kragen, Manschetten, Shlipse, Turner-Trieots sehr billigen Preisen bei kn, ewigen nnl iröifdjen fanitn > Sorten samen 2« rl Hensel Whorjlraße. .; Meine Kosen hochstämmige wie niedrige, mit starken Kronen, bringe in empfehlende Er- Anfertigung nach Maß in bester Ausführung. Jos. Mark Specialttät: Wfieche und Weieswuaren. ________________ 5 Schulstraße 5. 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Nachstehendes vorläufiges Ortsbaustatut wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht. Gießen, den 9. April 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1. in 2. . 3. „ 4. „ A- A- bezeichnet) vom Seltersthor bis an die Bahnhofstraße rechtsseitig nut mindestens 3,50 m breiten, linksseitig mit minde- br.e?tßn Borgärten und vom Stadtkanal bis an's Neustädter Thor rechtsseitig mit mindestens 5 m breiten Vorgärten. «FtsT0?“21!11119™ A. A. bezeichnet) von der Marburgerstraße bis zur Schottstraße ohne Vorgarten, von der Schottstraße bis zur Ederstraße mit 5 m breiten Vorgarten, von der Ederstraße bis zur Dammstraße ohne Vorgarten und von der Dammstraße bis zur Neustadt ohne Vorgärten. Die Steinstraße (B. B.) von der Eder- bis zur Schottstraße, "!e Dammstraße (C. C.) von der Nord-Anlage bis zur Steinstraße, oie Schillerstraße (D. D.) von der Nordanlage bis zur Steinstraße, die Schottstraße (H. H.), p , Alicenstraße (L. L.), einreihig von der Frankfurter- bis zur Bahn- hosttraße, 7 die Wiesenstraße (N. N.), die Wolfstraße (0. 0.), die Bismarckstraße (S. S.) von der Lndwigstraße bis zur nächsten Querstraße (Z. Z ), _, . bie Göthestraße (T. T.) von der Süd-Anlage bis zur Querstraße (Z. Z.). Dieselbe soll übrigens bis zur Wieseck auf 12,50 m erweitert werden, bie Bleichstraße (U. U.) von der Südanlage bis zur Querstraße' (Z.Z.) , die Liebigstraße (V. V.) mit beiderseits 5 m breiten Vorgärten, von der Frankfurterstraße in östlicher Richtung bis zur Querstraße (Z. Z.), d^ Wilhelmstraße (W. W.) mit beiderseits mindestens 8,50 m breiten Vorgarten, von dem Leihgesternerweg bis zur Ludwigstraße, die Löberstraße (Y. Y.) einreihig, vom Ludwigsplatze bis zur Bleich- jtratze, die Ludwigstraße von der Liebigstraße bis zur Wilhelmstraße zdie Schutzenstraße von der Rodheimer- bis zur nächsten Querstraße. Außerhalb der vorläufig zum Bebauen vorgesehenen Straßen dürfen Gebäude, die nach diesen Straßen ihren Ausgang haben, nur mit besonderer Genehmigung der Sradtverordneten-Versammlung errichtet werden. Gießen, den 9. April 1886. Großherzogl Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Carl Stieber, 2508 Marktstraße 18. b. für die erweiterte Mädchenschule 10 Mk. Bei dem Besuche dieser beiden Schulen durch mehrere Kinder derselben Eltern ermäßigt sich das Schulgeld für das zweite Kind auf zwei Drittel, für das dritte und jedes folgende auf die Hälfte des für ein einzelnes Kind zu zahlenden Betrages. 9 c. für die Stadtknaben- und Stadtmädchen-Schule 1 Mk. Besuche dieser Schule durch mehrere Kinder derselben Eltern ermäßigt sich das Schulgeld für das zweite Kind auf drei Viertel, für das dritte und jedes folgende auf die Hälfte des für ein einzelnes Kind zu zahlenden Z Italnirwr AM-lM. 1 in 4 Perl Galons, <1 Perl Guirlanden, 4 Perl Agrements, 1 Perl Ornaments, 4 Perl-Grelats, | Perl Spitzen, 1 PerlIabots, 4 Woll Spitzen J2-a^en 3Qr^en und Qualitäten. 4 Wachs, Glas u. Holzperlen empfehlen zu den billigsten Engrospreisen 2927 | Alexander Salomon & Co., 4 Kirchenplatz 11. Vorläufiges Ortsbaustatut für die Provinzial-Hauptstadt Gießen. nvb bqSh'8rqifsS °1s°'"«nen Bauordnung vom 30. April , oer §§ 3 bis 9 der Verordnung über Ausführuna derselben vom Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vom 1 ® carrirte Dessins! Seidenfabrik'.DLydt jriefe kosten 20 P. C. Roth, Wallthorstraße 5. Ein Ponny mit Geschirr u. ein leichtes Break ß zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Gießen, den 17. April 1886. 2949 Z Zu verkaufen. Berl. Ausziehtisch, franz. 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Brockhusen, Rittmeister, Dr. Güngerich, Staatsanwalt, Melchior, Rechnungsrath, Schenck, Justizrath, v. Buri, Obersteuerinspector, Dr. Habicht, Arzt, V. Merkel, Major, Dr. Weidenhammer, Arzt, Wolf, Divisions- Auditeur. Freireligiöses Stiftungsfest. Sonntag, den 18. April feiert die freireligiöse Gemeinde zu Krofdorf-Gleiberg ihr 25 jähriges Stiftungsfest. Vortrag hält Herr Prediger Sa enger aus Frankfurt a. M., Vormittags 10 Uhr, im Saale des Herrn Eduard Abel zu Krofdorf. Mittags gemeinschaftlicher Ausflug auf den Glei- berg, wozu ergebenst einladet_______________________De» Borstand. Fritz Scharmann, Schloßgasse 15 Uhrmacher Schloßgasse 15 7 empfiehlt sein Lager in goldenen und silbernen Herren- und Damen-Uhren, Regulateuren, Weckern und Schwarzwälder Uhren. Besonders schöne, reichhaltige Auswahl in seinen Stahl-, Nickel-, Talmi- und vergoldeten Ketten. 2480 Reparaturen unter Garantie prompt und billig. 2937 Ca. 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