ft harten usivchl. heiler, kaße 5. dL"p'- if r.x her bti ^L.L" S Ä eM « unf^a8®oni S** , ZM ÄS “ «00 Sil") Ä » Silo Btkgtt Dresden. Aez. vx , bo05 -Herrn Dampft ist dessen Woh- t> Zimmern rc. rmiethen. S- __________ s zu oermiethen. therSwtgßo. Hirtä ßiinmer then. A.__ .. Mmn, iüT ü Kost, zu Der; viausburg 3. lirte Parlerre- ilula, mit sepa- rmiethen. )igsstraße 57. r, mit oder ohne Ostanlage 9. mmer zu oer« neister Heß. iatli ein mit it§ Mädchen Amberger, M 2- chüler werden finden freund- -x freier Woh- a- , !gsstraße a7. btn entflogen« Ahnung. n Uue ä1« t. _ V Zug M 6,,0 6192 0 m Der ck- ■ @ag adel/ y« «■' 8 ^ogg flbjuF^ Nr. 216 Freitag den 17. September 1886. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vnreairr Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme deö Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn» , Durch bte Post bezogen vierteljübrlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Theil'. Betreffend: Die rinsendunz der Todeszeugniffe und Sterbfalls-Zählkarten. Gießen, den 16. September 1886. Das Großherzogliche Kreis-Gesundheitsamt Gießen an die Großherroglicherr Bürgermeistereien Allert-Hausen, Alten-Buseek, BerSrod, Dorf-Gill, Ettingshausen, Göbelnrods Klein-Linde«, Langsdorf, Leihgestern, Lollar, Nieder-Besfingen, Stangenrod, TreiS-Lumda, Watzenborn, Weiter-Hain. Sie werden um unverzügliche Einsendung der Todeszeugniffe und Sterbfalls-Zählkarten für die Monate Juli und August 1886 ersucht. Politische Uebersicht. Gießen, 16. September. Der Fortgang der Kaisertage im Elsaß entspricht ganz ihrem glanzvollen Anfänge. Am Montag haben die Manöver des 15. Armee-Corps bei dem Dorfe Brumath begonnen, wohin sich der Kaiser am Vormittag des genannten Tages von Straßburg aus begeben hatte. In Stephansfeld verließ der kaiserliche Herr den Extrazug und fuhr zu Wagen, von einer nach vielen Tausenden zählenden Volksmenge jubelnd begrüßt, durch das reich geschmückte Brumath nach dem Dörschen Wettbruch, dem Mittelpunkte der Manöver am Montage. In Weitbruch wurde der Kaiser von der Geistlichkeit und den Lehrern de- Landkreises Straßburg, sowie der Geistlichkeit und den Lehrern des Kreises Hagenau bewillkommt, während ihm eine Schaar weißgekleideter Mädchen aus den angesehensten Familien des Kreises Blumensträuße überreichte. Von einer Höb^estlich von Weitbruch beobachtete der Kaiser die letzten Gesechtsmomente un'y oegab sich nach abgehaltener Kritik in der ersten Nachmittagsstunde nach Straßburg zurück. Auch bei der Rückfahrt vom Manöver-Terrain wurden dem greisen Monarchen von der in dichten Massen oft aus einer Entfernung von Meil.n zusammengeströmten Landbevölkerung die herzlichsten Huldigungen dargebracht. Am Dienstag Vormittag besuchte der Kaiser das Münster, empfing Mittags die Straßburger Behörden und Körperschaften und nahm Nachmittags .die Huldigung der Landleute aus der Umgebung Straßburgs entgegen. Der Aufenthalt des Prinzen Wilhelm von Preußen in Brest- Litowsk behufs Begrüßung des Kaisers Alexander ist nur ein sehr kurzer gewesen. Bereits am Sonntag Vormittag hat Prinz Wilhelm Brest-Litowsk wieder verlassen, vom Fürsten Schachowskoj und dem Flügeladjutanten Fürsten Beloffelsky - Belosersky bis Warschau geleitet. Dem Prinzen Wilhelm ist Seitens der russischen Kaisersamilie ein höchst auszeichnender Empfang zu Theil geworden. In Sigmaringen ist die silberne Hochzeitsfeier des Fürsten und der Fürstin von Hohenzollern am Montage im engsten Familienkreise begangen worden. Auf Wunsch des Fürsten waren alle Ovationen und Demonstrationen unterblieben. Von ausländischen Fürstlichkeiten war nur der Bruder der Fürstin, der König von Portugal, erschienen; derselbe ist am Montag Nachmittag von Sigmaringen nach Brüssel abgereist. An diesem Donnerstag tritt der Reichstag zu der angekündigten außerordentlichen Sommersession zusammen, um über die Vorlage, betr. die Verlängerung des deutsch-spanischen Handelsvertrages, Beschluß zu fassen. Voraussichtlich wird die Session nur wenige Tage dauern und um so mehr darf von dem Pstichtgesühl der Abgeordneten erwartet werden, daß sie sich ungeachtet der einer parlamentarischen Berathung gerade nicht günstigen Jahreszeit möglichst vollzählig in der Reichshauptstadt einfinden werden, damit das Zustandekommen diese» neuen wichtigen Vertrages nicht etwa durch eine schwache Besetzung des Reichstages gefährdet wird. Fürst Bismarck wird in Folge seines noch andauernden leibenden Zustandes an den Berathungen nicht Theil nehmen können; die hauptsächlichste Vertretung der Vorlage wird durch den Staatssecretär im auswärtigen Amte, Grasen Herbert Bismarck, erfolgen, dem die Staatsseccetäre im Reichs-Finanzamte und im Reichramte des Innern assistiren werden. Bei der Reichstags-Stichwahl in Bromberg ist, wie zu erwarten stand, der conservative Candidat, Hahn, mit ca. 1800 Stimmen Mehrheit gegenüber dem Polen, v. Komerowski, gewählt worben. Die deutsche Wissenschaft hat einen schweren Verlust erlitten: In Braß an der Nigermündung ist der hochverdiente Afrikareisende Robert Eduard Flegel, erst im 31. Lebensjahr stehend, von einem heimtückischen Fieber dahingerafft worden. Die Erschließung der großen, reich bevölkerten und sruchtbarsten Länder des Niger-Benuö-Gebietes ist das hervorragendste Verdienst Flegels und sichert ihm einen der vordersten Plätze in den Reihen jener Namen, deren Träger bemüht waren, den „schwarzen Kontinent” der Wissenschaft und Civilisation zu erschließen. Gleichzeitig mit den russischen Manövern in dem benachbarten Polen finden gegenwärtig in Galizien die großen Herbstmanöver der österreichischen Armee statt. Den Mittelpunkt derselben bildet das Städtchen Lubien, in dem sich anläßlich der Anwesenheit des kaiserlichen Hofes ein überaus glänzendes und bewegtes Leben entfaltet hat. Die famose Spionengeschichte von Belfort zieht jenseits der Vogesen noch immer ihre Kreise. Zur Richtigstellung der von den französischen Hetzblättern vom Schlage der Patrioten-Liga von diesem Vorfälle gegebenen übertriebenen Darstellungen ist jetzt von der Regierung ein officielle» Commu- niquö sämmtlichen Pariser Blättern zugegangen, in welchem namentlich darauf hingewiesen lpird, daß gegen den Gouverneur von Belfort eine Strafmaßregel ergriffen worden ist, weil derselbe den betr. ehemaligen Osficier, den „Spion", sreigelaffen hatte, trotzdem daß von letzterem, entgegen dem ausdrücklichen Verbot" militärisches Terrain betreten worden war. Der Gouverneur von Belfort, General Sainte-Beuve, muß also zum Sündenbock dafür dienen, daß er an dem verhaftet gewesenen „Individuum" gar nichts Spionenhastes entdecken konnte — das ist wirklich heiter! In Marseille scheinen Anarchisten wieder einmal ihr Wesen getrieben zu haben. In der Nacht vom Sonntag zum Montag explodirte unter dem Hauptthore der Marseiller Docks eine Dynamitpatrone, ohne indessen großen Schaden anzurichten. Durch die spanischen Zeitungen gingen jüngst beunruhigende Mittheilungen über den Gesundheitszustand der Königin Christine von Spanien und ihres Sohnes, des jungen Königs Alfons XIII., ja, in manchen Blättern wurde sogar behauptet, daß die Königin unrettbar verloren sei. Diesen Meldungen gegenüber erklärt nun die in Wien erscheinende osficiöse „Correspondenz Wilhelm", sie fei von competenter Sette ermächtigt, alle diese Gerüchte al» tendenziöse Erfindungen zu bezeichnen. Weder der spanischen Gesandtschaft in Wien, noch irgend einer anderen spanischen Gesandtschaft in Europa fei irgend eine officielle Mtttheilung von einer angeblich ernsten Erkrankung der Königin- Regentin ^Mangen Letztere weilt gegenwärtig mit ihrem Söhnchen in La Granja in der Sommerfrische und fei das Befinden beider fürstlichen Personen ein durchaus zufriedenstellendes. Speciell gedeihe der kindliche Herrscher Spaniens zusehends und sei er seit feiner Geburt noch nicht ein einziges Mal unwohl gewesen. Die bulgarische Frage ist mit der am Montag erfolgten Eröffnung der Sobranje in Sofia in eine neue Phase getreten. Von der Haltung der bulgarischen Nationalversammlung hängt cs im Wesentlichen mit ab, ob Bulgarien die gegenwärtige Krisis rasch überstehen und aus den jetzigen außergewöhnlichen Verhältniffen wieder in geordnete und regelmäßige Verhältnisse zurück- kehren wird. Hierzu gehört vor Allem einmüthige» Zusammenhalten aller Parteien, das, ohne irgendwie verletzend und provocirend zu sein, doch die Würde und die wahren Interessen des Landes zu schützen versteht. In diesem Sinne ist auch die Eröffnungsansprache des Regentschaftsmitgliedes Stambuloff gehalten, die zur Eintracht unter Verzichtleistung aus alle confessionellen, politischen und nationalen Streitigkeiten auffordert. Bemerkenswerth ist übrigens, daß die Sobranje vor der Wahl des Bureaus sich auf die Aufforderung eine» Deputirten zu einem brausenden Hochrufe auf den Fürsten Alexander erhob. Anläßlich des Namenstages des Czaren (12. September) war an denselben von der provisorischen Regierung und den angesehensten Bürgern Sofias ein Glückwunsch-Telegramm abgesendet worden. Der Kaiser Alexander hat nun durch den russischen Consul in Sofia für diese Huldigung seinen Dank aussprechen und hierbei zugleich die Hoffnung ausdrücken lassen, daß Bulgarien, dessen Wohl dem Kaiser so sehr am Herzen liege, es verstehen werde, sich die Ruhe und Ordnung zu sichern, deren es so dringend bedürfe. Je mehr Bulgarien sich der Höhe dieser Aufgabe gewachsen zeige, desto mehr werde es sich die wohlwollende Protection des Kaisers sichern. Darmstadt, 14. September. In Vertretung des erkrankten Prinzen Heinrich von Hessen, Großh. Hoheit, wird Herr Generalmajor v. Werder, Commandeur der 50. Infanterie - Brigade, bei den diesjährigen Manövern die 25. (Großh. Hess.) Division führen. — Diejenigen gedruckten Sachen, welche gegen Drucksachengebühr mit der Post versandt «erden, kommen vom 1. October ab nur dann zur Versendung, wenn das Wort „Postkarte" sich auf der Aufschristsseite nicht befindet. Letztere darf fortan nur Namen und Wohnung des Empfängers tragen. Die etwa vorhandenen Bestände sind also im lausenden Monat auszubrauchen. Straßburg i. E., 15. September. Der Toast, welchen Se. K. u. K. Hoheit der Kronprinz bei dem gestrigen Galadiner ausbrachte, lautete wie folgt: „Im Namen Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin spreche Ich den hier versammelten Vertretern dieser Lande die Freude aus, welche Aller- höchstdieselben empfinden, wieder unter Ihnen zu weilen. Gleichzeitig ober habe Ich der hohen Genugthuung Ihrer Majestäten über den herzlichen Empfang, der Ihnen hier in diesen Tagen bereitet ward, Ausdruck zu geben. Möge immer mehr und mehr in den Reichslanden die Erkenntniß sich befestigen, daß des Kaisers und Seiner Regierung unablässiges Streben auf das Glück, das Blühen und Gedeihen dieser schönen Provinzen gerichtet ist, dann wird es wohl um die- TrkgraMchr Lepeschm. WoLff'S trS-Kr» ÄEksVyr»dsi?V«V«Lea«° Straßburg, 15. September. Prinz Wilhelm und der Großherzog von Baden Leaaben sich bereits früh um 7 Uhr 50 Min. auf das Manöverterrain bei Dettweiler. Der Kronprinz und der König von Sachsen folgten um 9V< Uhr mittelst Extrazuges. Der Kaiser, von den großen Anstrengungen bet den gestrigen Besichtigungen und Empfangen etwas ermüdet, begab sich nicht auf das Manöverfeld. Straßburg, 15. September. Se. K. u. K. Hoheit der Kronprinz traf mit den übrigen Fürstlichkelten zu dem heutigen Feldmanöoer des 15. Armeekorps auf dem Terrain zwischen Zabern, Dossenheim und Dettweiler um 10 Uhr Vormittags in letzterem Orte ein und wurde am Eingang von den daselbst versammelten Bürgermeistern des Kreises Zabern, der gesammten Geistlichkeit beider Confessionen, den Lehrern mit ihren Schulen, den Beamten, dem Kriegeroereine Dettweilers und der zahlreich erschienenen Landbevölkerung empfangen und mit Jubel begrüßt. Das Hagenauer Land hatte einen langen Zug reichgeschmückter Wagen mit Mädchen in ihrer Sonntagstracht entsendet. Auch Feldmarschall Graf Moltke wurde bet seinem Eintritt in Dettweiler mit lauten, lange fortdauernden Hochrufen empfangen. Der Kronprinz, welcher am Bahnhofe zu Pferd gestiegen war, hielt, bei den Bürgermeistern angekommen, an und nahm die Begrüßung des Bürgermeisters von Dettweiler und der Geistlichkeit entgegen und gab dem Bedauern Sr Majestät des Kaisers Ausdruck, dem Manöver fernbleiben zu müssen, da Seine Majestät sich zu erinüdet suhle und der Schonung für die nächsten Tage bedürfe. Doch werde er — der Kronprinz — Seiner Majestät dem Kaiser sagen, wie sehr man sich hier auf den Empfang Seiner Majestät gefreut habe und wie schön der Ort geschmückt sei. Der Kronprinz nahm darauf Blumensträuße, welche ihm von Ehrenjungfrauen und Kindern von Landleuten gereicht wurden, freundlich dankend entgegen und drückte wiederholt das Bedauern Sr. Majestät, verhindert zu sein, aus. Darauf ritt Se. K. u. K. Hoheit langsam die langen Reihen ab, überall auf's Freudigste begrüßt. Inzwischen hatten die Hebungen begonnen. Nach einem Zusammenstoß des linken Flügels des Westcorps mit dem rechten Flügel des Ostcorps und nachdem der vorbereitende Artilleriekampf beendigt war, ließ der Kronprinz um 121/» Uhr angesichts der großen Hitze und da die Durch- sührung des Manövers bis zur Entscheidung zu viel Zeit beansprucht haben würde, Die Hebung abbrechen und kehrte nach abgehaltener Kritik um 1 Hhr von Dettweiler nach Straßburg zurück. Berlin,' 15. September. Die Gerste- und Hopfenlagerei der Brauerei König- stadt ist durch ein gestern Abend 11 Hhr dort ausgebrochenes Feuer vollständig niedergebrannt. Die Größe des Feuerschadens ist noch unermittelt. Verunglückt ist Niemand. Berlin, 15. September. Im großen, von elektrischem Lichte , prachtvoll beleuchteten Saale der neuen Warenbörse fand heute Abend die Eröffnung der vom Centralverein für Handels-Geographie veranstalteten Ausstellung von Erzeugnissen Süd-Amerikas statt. Unter den zahlreichen geladenen Gästen befand sich Staats- secretär v. Bötticher, der Hamburgische Senator Versmann, Vertreter des Magistrats, der Stadtverordneten und der Kaufmannschaft, ferner der Gesandte Brasiliens, Baron Jaru und sämmtliche Consuln der an der Ausstellung beteiligten Staaten. Unter den Palmen, gegenüber der Rednerbühne, war die Büste Don Pedros von Brasilien ausgestellt. Dr. Jannasch eröffnete die Ausstellung, Koseritz (Porto Allegre) antwortete mit dem Ausdrucke des Dankes an die Deutschen Südbrasiliens, deren sehnlichster Wunsch durch die Ausstellung erfüllt sei. Hierauf folgte ein Rundgang durch die Ausstellung. Wien, 15. September. Die fremdländischen Offiziere sind von Galizien hier angelangt. Sie vereinigten sich heute zu einem Diner im „Hotel Imperial", wobei Gras Rosenberg die Honneurs machte. Der russische General-Major Gichter toastirte auf den Kaiser Franz Josef. Ein zweiter Toast galt der österreichischen Armee. An dem Diner nahmen auch die Militärattaches Italiens und Frankreichs Tcheil. Pest, 15. September. Bisher sind osficiell keine Fälle von asiatischer Cholera, sondern von Cholera nostraa constatirt. Bujukdere, 14. September. In Folge der Nachrichten, daß seit gestern in Pest and Naab fünf Cholerasälle oorgekommen sind, wurde für Provenienzen mit Passagieren aus den Donauhäfen incl. der Pulinamündung eine vom 12. ds. ab zu rechnende fünftägige Quarantäne verhängt. Paris, 15. September. Grevy unterzeichnete die Begnadigung der wegen Aufreizung zum Strike in Decazeville verurtheilten Journalisten Ducquercy und Roche. — Die Zeitung „La Defense" meldet, daß Angesichts der vielfachen Fragen praktischer Natur, welche Die sofortige Ausführung des Planes, betreffend Entsendung eines päpstlichen Legaten nach China Hervorrufe, und in Berücksichtigung gewisser Befürchtungen und Wünsche der französischen Katholiken, sowie neuerdings eingelaufener Nachrichten, der Papst beschlossen habe, die Absendung eines außerordentlichen Legaten nach China aufzuschieben. London, 15. September. Das Unterhaus nahm die Bill, betreffend die der Commission zur Untersuchung der Belfaster Unruhen zu ertheilenden Befugnisse in dritter Lesung an. Rom, 15. September. Die „Jtalie" erklärt bezüglich der bevorstehenden Absendung von 1500 Mann nach dem Rothen Meere, dieselben wären dazu bestimmt, die seit dem Monat Mai bereits in die Heimath entlassenen, resp. noch zu entlassenden Mannschaften zu ersetzen, keineswegs aber Suakim oder einen andern Punkt am Rothen Meere zu besetzen. Madrid, 15. September. Es verlautet, der Herzog von Sevilla, welcher in Mabon internirt war, sei auf einem nach Gelte segelnden französischen Kauffahrteischiffe entflohen. Petersburg, 15. September. Gestern Vormittag war in der Nähe von Brest- Litowsk vor dem Kaiserpalast Parade der Manövertruppen, Nachmittags in dem Liubschcner Forst Jagd, woran Wladimir, Nikolaus junior, Woronzow - Daschkow, General Werder und Andere theilnahmen. Der Thronfolger und dessen Bruder Georg, Nikolaus senior, Prinz Oldenburg, Wannowski und Giers reiften Nachmittags nach Peterhos ab. Petersburg, 15. September. Der Thronfolger, die Minister Giers und Wannowsky sind heute aus Wyssoko-Litowsk zurückgekehrt. MoSka«, 15. September. Die „Moskauer Zeitung" weist die Annahme zurück, Rußland wollte die von ihm befreiten Orientländer annektiren. Im Gegentheil erheischten es die Interessen Rußlands, daß keine fremde Einmischung dortselbst statt- sände. Nicht Englands Gedanke sei es, daß die kleinen Orientstaaten unabhängig würden, ehe sei dies Rußlands Gedanke. England hätte keinen Grund, mit Rußland zu streiten, wenn es auf diesen Gedanken thatsächlich gekommen wäre. England beabsichtige aber gar nicht, die Unabhängigkeit slavischer Nationalitäten im Orient sicher zu stellen, sondern aus ihnen eine anti-russische Koalition zu bilden, sie ihrer Volksthüm- lichkeit und ihres Glaubens zu entreißen und sie der Vernichtung preiszugeben. Sofia, 15. September. In der heutigen Sitzung der Sobranje wurde über die Antwort auf die Eröffnungsrede und über den Antrag, betreffend die Absendung eines Telegramms an den russischen Kaiser, noch nicht Beschluß gefaßt. Die Berathung soll morgen fortgesetzt werden. Bukarest, 15. September. Die halbamtliche „Etoile roumaine" dementirt die von den oppositionellen Blättern verbreiteten Gerüchte, wonach zwischen Rumänien, Bulgarien und Serbien eine Union hergestellt sei, wonach der König von Serbien auf den bulgarischen Thron erhoben werden solle. Berlin, 16. September. (Privatdepesche.) Die Reichstagseröffnungsrede ist sehr kurz gehalten, sie enthält lediglich eine Motivirung der Vorlage des spanischen Handelsvertrags. Die Rede enthält nichts über die auswärtige Politik. ein thüre Soden AB" jrf Habel M? ftäH Md, Wickel nüit der d den' N Mi' 3* bin t lüdl Eben gemac Wtv Large Krage und i und ! gefeß« Bart selben stehen. Ich erhebe Mein Glas und leere daffelbe auf das Wohl von Elsaß-Lothringen und der Stadt Straßburg." Der Kaiser unternahm gestern Abend eine Spazierfahrt. Lokale-. Gießen, 16. September. Der Mittelrheinische Architecten- und Ingenieur- Verein hält seine diesjährige Generalversammlung, die dreizehnte seit Bestehen desselben, nächsten Samstag den 18. d. M. hier ab. Nach erfolgtem Empfang der Gäste soll ein Frühschoppen auf dem Lenz'schen Felsenkeller eingenommen und um y8ll Uhr ein Gang durch die Stadt unternommen werden zur Besichtigung der Neubauten und der Ausstellung von Zeichnungen, Plänen und Entwürfen, namentlich des verstorbenen Oberbaurath Gustav Adolf Gnautb, in den Räumen des Instituts für Kunst- wisfenschafl im Schloß. Um 12 Uhr findet die Sitzung im großen Saale der Universität statt, der sich um 1 Uhr ein gemeinschaftliches Mittagsesfen im Gasthaus „zum Einhorn" anschließen wird (das trockene Gedeck zu 2,50). Für den Nachmittag ist eine gemeinschaftliche Wagenfahrt nach Schloß Gleiberg und um 6 Uhr von da die Rückfahrt nach hier vorgesehen. Die Verhandlungen der Generalversammlung werden sich auf folgenbe Punkte erstrecken: 1) Aufnahme neuer Mitglieder. 2) Ergänzung des Vorstandes. Aus demselben werden statutengemäß ausscheiden die Herren Geh. Oberbauräthe Dr. Schäffer und Dr. Müller, Geh. Baurath Professor Sonne und E. Marx aus Darmstadt, sowie Baurath Kr eyßig aus Mainz. 3) Rechnungsabschluß für das Jahr 1885. Die Einnahmen des Vereins im Vorjahre betrugen JL 2594,44, die Ausgaben JL 2006,94, so daß ein Rest von JL 587,50 verbleibt. 4) Mittheilung der dem Verein zugedachten Geschenke. 4) Statutenänderung von § 2, alinea 3, betreffend den Austritt aus dem Verein, und 8 8, -alinea 2, 3 und 4, betreffend Erhebung der Mitgliederbeiträge rc. 6) Geschäftsbericht des Vorstandes und Bericht über die diesjährige Abgeordneten - Versammlung. Im Anschluß hieran soll die Frage behandelt werden, ob der Verein den in 1884 bewilligten Beitrag für ein Semper-Denkmal in Dresden auch fernerhin leisten will. 7) Antrag des Vereinsvorstandes, dahin gehend, Großh. Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Bauwesen zu Darmstadt, und die König!. Regierung zu Wiesbaden zu ersuchen, Ausschreibungen von Arbeiten und Lieferungen, welche Bauausführungen betreffen, auch in dem „Wochenblatt für Baukunde" zu veröffentlichen. (D. Z.) Gießen, 16. September. Morgen und übermorgen werden zu den in bet Umgebung von Gießen ftattfinbenben Manövern hier einrücken: Die Infanterie- Regimenter Nr. 80, 81, 87, 88, 97, bas Husaren-Rcgiment Nr. 13, bas 5. Rheinische Dragoner-Regiment, bas 11. unb 27. Artillerie-Regiment, sowie bas 11. Pionier- Bataillon. Die aus ca. 6000 Personen bestehenbe Mannschaft wirb in ben Casernen unb Bürgerquartieren untergebracht. Universität- - Ghronik. Jena, 13. September. Heber bie Verwenbung bet Zinsen der 300,000 JL, bie Herr Paul v. Ritter in Basel am 3. Mai, dem Tage, an dem Herr Professor Ernst Häckel sein 25jähriges Docenten-Jubiläum feierte, der Universität Jena zur Förderung des Studiums der phylogenetischen Zoologie und Darwinistischen Forschungen geschenkt hat, sind von Letzterem jetzt folgende Bestimmungen getroffen worden: Die Hälfte des jährlichen Reinertrags soll zur Dotirung einer „Ritter-Professur für Phylogenie", der ersten dieser Art an deutschen Universitäten, verwandt werden. Diese Professur soll Herrn Dr. Arnold Lang, dem früheren Schüler und Assistenten des Herrn Professor Häckel, der mehrere Jahre als Beamter und selbstständiger Forscher an der zoologischen Station in Neapel thätig gewesen und jetzt Privatdocent an der hiesigen Universität ist, übertragen werden. Die andere Hälfte des Reinertrags wird zu wissenschaftlichen Reifestipendien, besonders für phylogenetische Studien über Seethiere und zur Beschaffung von Hilfsmitteln für ben zoologischen Unterricht benutzt werben. gor in be hier werb G 6515 Vermischte-, i> Offenbach, 12. September. Der Bürgermeister als Wahlvorsitzenber hat in ben Gemeinbe - Wählerlisten sämmtliche bayerische Staatsangehörige gestrichen. Tie Maßregel ist erfolgt in Rücksicht auf eine Entscheibung bes Kreistags zu Worms, ber die Bayern als wahlunfähig bei hessischen Gemeindewahlen erkennt, da bas hessische Wahlgesetz bie Wahlberechtigung an ben Besitz des Unterftühungswohnsitzes knüpft, Bayern aber solchen nicht erwerben können. H örbe, 13. September. Auf ber gestern hier begonnenen sogenannten „Zwiebelkirmes" ist ein ganz ruchloser Morb verübt worben. Der Fabrikarbeiter Heinrich Weber von hier, welcher sich mit ben ©einigen auf bem Heimwege von ber Kirmes befanb, würbe von einem Manne böswilligerweise angerenipelt unb als er sich dies verbal, zweimal mit einem Dolchmesser in Kopf unb Brust gestochen. Der Tob trat nach wenigen Minuten ein unb zwar enbete der brave Arbeiter in ben Armen seiner ihm erst vor vierzehn Tagen angetrauten Frau. Der Thäter entkam. Vor zwei Jahren würbe währenb berfelben Kirmes ein Händler von einem Schustergesellen erstochen. Frankfurt a. M., 13. September. Eine hiesige sehr wohlhabende Wittwe hatte sich wieder verlobt und zwar mit einem noch ziemlich jungen Manne, ber mit ihren Mitteln eine Fabrik gründen wollte. Ehe jedoch bie Hochzeit ftattfanb, hielt es bie Verlobte für gut, in einer benachbarten Stabt eine unter ben Damen vielgepriesene Kartenschlägerin um ihr Orakel zu befragen. Aus ihren Karten ersah bas Weib, baß es ber größte Fehler ber Wittwe wäre, wenn sie nochmals heirathe, benn ber von ihr Erwählte, einerlei wen auch bie Wahl treffe, werbe sie um ihr Gelb betrügen, baffelce oergeuben unb sie alsbann im Elenb sitzen lassen. Angesichts bieser furchtbaren Warnung hielt es bie Wittwe für bringenb geboten, sofort das Verlöbniß aufzuheben. Hiermit war jeboch ber Bräutigam burchaus nicht ehwerftanben unb erklärte, er werbe bie Sache bem Richter zur Entscheibung übergeben. Um bieser Kalamität aus bem Wege zu gehen, erbot sich bie Wittwe zu einem Vergleich. Sie verstanb es, ben Bräutigam burch eine Eutschäbigung von 7500 JL zu beruhigen. — Dieser Tage ereignete sich in Sachsenh aus en ein komischer Vorfall. Ein Schornsteinfeger errichtete in unmittelbarer Nähe seines Nachbars, mit bem er in Unfrieben lebte, einen Galgen, über welchem bie Worte stauben: „Hier wirb er gehängt!" Wie erstaunte er unb bie ganze Nachbarschaft, als sie Tags barauf einen prachtvollen Schornsteinfeger in vollstänbiger Ausrüstung am Galgen hängen sah unb barüber ein Plakat mit ben Worten: „Hier ist er gehängt! (Kl. Pr.) Wien, 15. September. Heute Vormittag ist die ärarische Kettenbrücke in Mährisch-Ostrau beim Passiren einer Eskadron Ulanen im Mitteltrakte eingestürzt. Viele Solbaten, sowie Civilpersonen, barunter Kinber, sind verunglückt. Viele sind schwer verwunbet. (F. Z.) Wien, 15. September. Aus Mährisch-Ostrau wirb gemelbet: Bis ^9 Hhr Abenbs würben 4 Leichen aus ben Trümmern ber ein gestürzten Brücke gezogen und zwar 2 Kinber, ein Dienstmäbcben unb eine unbekannte Frau. 18 Personen, worunter 9 (solbaten, finb schwer ober leichter verletzt. (Fr. Ztg.) Paris, 12. September. Gestern Nachmittag gegen 4 Hhr bemerkten Passanten bes Boulevarb Magenta zu ihrem Entsetzen, wie ein Mann in einem Hotel ber Rue b'Alboux einen blutenden Frauenkopf mit ben Haaren an bie Jalousien bes Fensters befestigte. Sogleich eilte man nach bem zweiten Stockwerk bes betreffenben Hanfes, von welchem inzwischen vier Revolverschüsse ertönten unb als man in die Wohnung einbringen konnte, fanb man baselbst bie 19jährige Halbweltlerin L4a Haitier mit abgeschnittenem Kopfe auf bem Boben liegen unb neben ihr ben Mörber, ihren ehemaligen Geliebten, Blanc, gleichfalls tobt. Blanc hatte sich an bem Mäbchen bafür gerächt, baß es ihn für einen an ihr begangenen Dttbstahl bem Gerichte angezeigt unb sich geweigert hatte, bie alten Beziehungen mieber aufzunehmen. Die Aufregung ber Menge über bieses neue Verbrechen war eine sehr große unb lange umstanden Hunderte von Neugierigen das Hotel, das allerlei zweideutigem Gesindel als Schlupfwinkel dient. — (Aus dem Manövers Ein bei dem Dorfe L. einquartirter Einjährig- Freiwilliger fühlt das Bedürsniß, sich rafiren zu lassen. Er erkundigt sich im Dorfe bei einer ihm begegnenden Person nach dem Barbier. „Der Barbier, Sie meinen doch den Bartschaber?" erwiderte das Bäuerlein, „der wohnt am entgegengesetzten Ende unseres Orts, fragen Sie nur nach dem Nachtwächter Nasenbein. Nachdem ber Einjährige ein Stück gegangen, kommt es ihm bei, abermals zu fragen, und rieth man ihm, in der Richtung, bie er gegangen, weiterzugehen unb nach bem Stabtschreiber Nasenbein zu fragen. Auf bem Wege bis zu dem Gesuchten erfuhr ber Einjährige, daß der gute Mann Stabtschreiber, Nachtwächter, Gerichtsbiener, Küster, Orgelspieler, Ausrufer, Oeconom, Schuster, Dorfältester unb Barbier sei. Der Einjährige betrat m Gr pr l e ( fai em To 1 c fj L “ft? für $41: S ltn te"ta, out *Ä‘; Maui \ unb thA feit BeÄ^kllk- D hLtn i S'.Soih u*> 4 des DPrJfn Mit :m Saale IS"'* Äb t * ftKL LkD Mfts !Lz7 °Kd« ind» J.eKMnkrit >- •«WnilUe m Kasernen »orschmder hat in ! gestrichm. Tic s iu Worms, her ba bat feffiffy lofjnftytS hüpft, inten „&MtV ixbültx Heinrich von der RirmtS als er sich dies . Der Tod trat )tn Armen seiner Jam. Vor zwei i Lchnstergesellen 'MM^.die r Professor Ernst J® ^r Förderung Mugengefchcnkl 'den: Die yölste für Phylogenie", Tiefe Professur 1 des Herrn Pro- Forscher an der 1 der hiesigen uurd ZU wisfen- er Eeethiere und cht werden. slhabende Wilive Manne, der mit 'tattfand, hielt es aen vielgepriesene j das Weib, daß enn der von ihr trugen, dasselbe eser furchtbaren mife aufzuheben, ertlarie, er werbe amität aus dem verstand es, den ier Vorfall. Ein mit dem er nt „Hier wird et darauf einen hängen sah und (Kl. M . Kettenbrütke in raffe fjilW1 jL Nele sind • JiS Udr \it en0»1”"!: :fonen. worunter aRften&«* n Hotel der stiu siendes^ essenden inbie W°h"un •?“Ä« ft,-SS i Sie meinen ■äs** "bet 6Ü1Ä®!' L-re-üä ein halb zerfallenes, ärmliches, schmutziges Häuschen, Öffnete ohne Weiteres eine Stuben- Ihure und erblickte darin zwei Kinder, die sich in der schmutzigen kleinen Stube am Boden wälzten, und einen alten Mann, der ein Kind von etwa 3 Monaten auf den Armen hielt. Der Eintretende frug, wo hier die Barbierstube sei, worauf ihm der Alte erwiderte: „Treten Sie nur näher, liebes Herrchen, die ist hier, Sie wollen jedenfalls geschabt fein; meine Tochter und mein Tochtermann sind aufs Feld und da habe ich die Kinder zu bewachen, aber es wird Hoch gehen, nehmen Sie nur Platz." Auf einem Schustersessel, den der Alte zuvor von mehreren schmutzigen Windeln befreit hatte, nahm der Einjährige Platz. Kaum, daß er sich gesetzt, begann das kleine Kind, das der Alte auf den Boden gelegt, furchtbar an zu schreien, was dem Barbier sehr unangenehm fein mußte, denn er hob den Schreihals, der nur in einen Laken gewickelt war, auf und setzte ihn dem Einjährigen, ohne weiter um Erlaubniß zu fragen, mit den Worten: „Da halte' Sie einmal, Die sind doch ’e kräftiger junger Mann, der dadervon net sterbe wird." Ohne ein Wort zu erwidern, erfüllte der Einjährige den ihm fckreckltchen Wunsch des Alten. Nachdem das Einfeifen beendet, begann das Rasiren mit einem derart schlechten Messer, daß der Einjährige am liebsten Feuer ge- schrieen hätte und doch erzählte der alte Mann mit Stolz die Geschichte des Messers. Er habe dasselbe erhalten im Jahre 1861 durch seinen Hauptmann, den er als alter Feldwebel der Hessen stets raüren mußte. Im Jahre 1866 habe er vor seiner Thüre den General 0. Manteuffel mit demselben Messer rafirt und 1870 sei ihm die Ehre zu Theil geworden, den Großherzog rasiren zu dürfen und zwar mit demselben Messer. Eben war die Tortur und die Erzählung des Alten zu Ende, als die Thüre aufgemacht wurde und hereintrat ein Lieutenant der Compagnie des Einjährigen. Der Eintretende hielt vor Lachen den Bauch, denn der Einjährige war beim Erblicken des Vorgesetzten emporgeschnellt, hielt den fast nackten Kleinen im rechten Arm, hatte im Kragen eine roth und weiß carrirte Windel stecken, die als Rafirtuch gedient hatte, und war im Gesicht mit Blut und Seife befchmirt. Daneben zeigten die Beinkleider und Rockärmel des Einjährigen mehr als deutlich die Stelle, wo bei kleine Schreihals gcfeffen hatte. Der Lieutenant hielt sich die Nafe zu, machte Kehrt unb fügte: „Lieber Bart behalten. Adieu Alter." (Off. Ztg.) Schiff- - Bewegung der Post-Dampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetsahrt-Actien-Gesellfchaft. Hamburg, 15. September. Das Hamburg - New-Yorker Post-Dampfschiff „Suevia", Eapilän Ludwig, welches am 2. September von hier direct nach New- Aork expedirt, ist am 15. September, 6 Uhr Morgens, wohlbehalten in New - 9)ort angekommen. GchiffSnachrichten. Bremen, 14. Septbr. (Per transatlanttschen Telegraph.) Der Postdampfer Rhein, Capt. C. Wiegand, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 1. September von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten jn Baltimore angekommen. Bremen, 14. Septbr. (Per transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Ems, Eapt. Th. Jüngst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 4. September von Bremen und am 5. September von Southampton abgegangen war, ist gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel «nd Verkehr. Limburg', 15. September. Rother Weizen, JL 13.90, weißer Weizen JL 13.50, Korn JL 1020, Gerste JL 7 50, Hafer JL 5.65, Kartoffeln k 100 Pfund Jü 0.00, Erbsen h 100 Pfund JL 00.00. Frankfurt, 15. September. Auf dem heutigen Markt kosten: Kartoffeln per Malter JL 4.00—5.00, Eier das Hundert JL 5 00—5.50, Butter per Pfund JL 1.10 bis 1.20, Weißkraut per Stück 12—20 H, Rothkraut per Stück 15—25 H, Kohlrabi per Stück 3—4 H, Ochsenfleisch per Pfund 45—70 H, Kuh- u. Rindfleisch 45—60 H, Kalbfleisch 40—60 H, Schweinefleisch 65—70 H, Hammelfleisch 50—70 1 Hahn JL 0.70-1.80, 1 Huhn JL 1.00—2.50, 1 Ente JL 2.00-3.00, 1 Gans JL 3.00—7Ä0 1 Taube 40—70 Welsche .*L 0.00-00.00. Temperatur der Lahn. Am 16. September, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 14*/?, Lust 14° R. im Schatte». L. Ehr. Rübs am en. Donnerstag den 16. d. M., Nachmittags 2 Uhr, in der Louis Flett'schen Hofraithe dahier sollen gegen Baar öffentlich versteigert werden: 1 Wagen, 1 Hundewägelchen, 1 Sopha, 2 Kleiderschränke, 1 Küchenschrank, diverse Stücke Tuche und Buxkins rc. Gießen, am 14. September 1886. Engel, 6515 Gerichtsvollzieher. Aeikgeöotenes. 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Austritt- sowie Beitrittserklärungen für das Wintersemester 1886/87 bittet man bis zum 1. Oktober schriftlich bei uns einzureichen. 6525 Der Vorstand 8 Einladung?um Abonnement 8 X auf das /\ 5 Frankfurter Journal g X mit X X Didaskalia und Handelszeituug X v für das vierte Quartal 1886. A X Der Abonnementspreis beträgt pro Quartal Mk. 6 25 Pf. X Inhalt: Reichhaltige, rasche Benachrichtigung über politische und X 1 sonstige interessante Ereigniffe; täglich ausführliches Börsencours- w blatt der Frankfurter und hauptsächlichsten auswärtigen Börsen; Ver- fj öffentlichungen aller wissenswerther Handels- und Marktberichte; sowie X eingehende Besprechung über wichtige Vorgänge auf dem Gebiete des *3 Handels, der Landwirthschaft und Industrie. Q Telegramme über alle wichtigen Begebenheiten. 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