He iBiF Ebhardt, r, nkat- empfiehlt ,, üNZ Kühn. >pe •Lager w Altona ^Nachnahme 1ßuk neue Pg'd. Pfd. ■tcl.25^ „ » l-6v M und 2 4; 's Rabatt. I gestattet. M Zustand siih Mouche (kaum gegeben. [8913 Mm d. U WSW.50L t ä „ 41, ä „ 50 „ ä „ 40, * // 40,; a „ 25, Heng St. 10^,. 37 „ 3.4 ge werden ach irt 8M I Seester enweq 33. ■_ wt)l äußttfl kmen, beben md . Aayyen, lntenöcke, । Hosen, Zamen und ft, Ha»^ Corftttell, ievtücher 8653 । rbe er Qualität. [3454 Seihet, nbbW'k" «I uhe ß ieftl :• -läi II • iebftUtn<. iikii > Md W Aöcke, pel » >♦,__________ ss». Nr. 398, Donnerstag dm 16. Tcccmber 1886. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ItotttÄtl t Schulstraße 7. UMWJ» MM Erscheint mit Ausnahme de- MoniagS. DreiO vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit förtagtifafa. Durch die Poft bezogen vierieljübrlich 2 Mark 60 Pf. Amtlicher Hheil. Betreffend: Die Wahl der Schulvorstandrmitglieder. Gießen, am 11. D-cember 1886. Die Großhcrzogliche Kreis-Schul-Comnnssion Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Dienstzeit der in Gemäßheit des Art. 69 des Volksschulgesetzes vom 16. Juni 1874 $u Ende des Jahres 1880 gewählten, wte auch der an Don sotten sväter einaetretenen unständigen Mitglieder der Schulvorstände läuft mit Ende dieses Jahres ad. Sie wolle/nach Art. 69 pos. 5 des Volksgesetzes baldigst eine Neuwahl dec „unständigen" Mitglieder durch den Ortsvorstand vornehmen lassen und das Ergebniß der Wahl so zeitig berichten, daß die neugewählten Mitglieder mit Anfang des Jahres 1887 in ihr Amt emgemesen werden können. a Dr. Bo ermann. Politische Ueberstcht. Gieße«, 15. December. Die Militär-Commission des Reichstages hat die Generaldebatte über den Septennats-Entwurf erst am Montag zu Ende führen rönnen, an welchem Tage noch Bamberger und Windthorst sprachen. Trotzdenii, daß - somit die Generaldiscussion volle vier Sitzungen beanspruchte, ist durch dieselbe die Situation nur wenig geklärt worden und nur darüber brachten diese mer- tägigen Verhandlungen Gewißheit, daß die Militär-Vorlage ketnenfalls brs Neu- iahr an das Plenum zurückgelangt. Die Wichtigkeit der Vorlage erfordert allerdings eine eingehende Prüfung derselben, anderseits erscheint aber auch eme möalichst beschleunigte Durchberathung des Entwurfes dringend geboten, ob dies Pbocb geschehen wird, läßt stch nach dem bisherigen Verlaufe der Commifirons- Verhandlungen kaum annehmen. Soviel dürste indessen auch den oppositionellen Commisstons-Mitgliedern aus den Mittheilungen der Regierungs-Vertreter klar aeworden fein, daß die Wehrverhältniffe Rußlands und Frankreichs es durchaus rechtfertigen, wenn die deutsche Regierung eine Stärkung unserer Wehrkraft erstrebt Erklärte doch in der Saw.stagSfitzung der Commifston Bundescommrssar Maior Laberling, daß den 2 Millionen Truppen, welche Deutschland im äußersten'Falle aufbrinqen könne, 5 Millionen franMcher und russischer Truppen entaeaenstünden und bei der Eventualität eines französtsch - russischen BündmffeS giebt die Ungleichheit dieses Zahlenverhältnisses, ernstlich zu denken — um fo mebr steht zu erwarten, daß es in der Militärfrage zu einer baldigen Verständigung zwischen der Regierung und den Vertretern der Nation kommt. Die Ansprache, welche der Prinz-Regent von Bayern in Berlin an die von ihm empfangenen bayerischen Reichstags-Mitgueber gerichtet hat, erregte wegen ihrer directen Bezugnahme auf die Militär-Vorlage unge- meiner Aussehen. Er ist in der That ungewöhnlich, daß ein Landersürst auj die parlamentarischen Vertreter de, Volker in solcher Weise einzuwirken sucht und um so bedeutungrooller erscheint darum da» Verhalten der Prlnz'Regenten. Offenbar gehört derselbe zu dem kleinen Kreise der Eingeweihten, die über bte Laae vollständig unterrichtet stnd, und au» dieser Kenntniß der Dinge ist wohl de? so ungewöhnliche Schritt erklärlich, den Prinz Lmtpold den Vertretern de» daverischen Volkes gegenüber für angemessen erachtete. Ob die Mahnung des -reisen Fürsten, unter allen Umständen die Sicherheit de» Vaterlandes al» rn.fi, gebend bei der Prüfung der Militär-Vorlage zu betrachten, vcn den bayerischen Reichstags-Abgeordneten, soweit ste den Oppositions-Parteien angehören, beherzigt werden wird, steht noch dahin, jedenfalls legt aber diese Aeußerung wiederum ein glänzendes Zeugmß von der patriotischen Gesinnung des Pru^'Aegerüen ab und besonders am Berliner Hofe wird man hiervon nur mit größter Genug- tbuuna Act genommen haben. Wiesbaden verschied am 10. b. Mts. der Generallieutenant a. D. v. Flies im hohen Alter von 85 Jahren, v. Flies war der Führer des preußischen Detachements in der Schlacht von Langensalza, welches sich am 27. Juni 1866 so fest in die dreifach stärkere Hannöver sche Armee eint> 6, baS diese am anderen Tage capituliren mußte. Nach Beendigung des Feldzuges von 1866 war der Verstorbene noch kurze Zeit Commandant von Altona, um sich dann in den wohlverdienten Ruhestand zurückzuziehen. In Folge, der heftigen Stürme der letzten Tage sind an den g^ fährlichen dänischen Küsten zahlreiche Schiffe gestrandet, unter ihnen auch viele deutsch> her g([pen feiert man das Andenken des ehemaligen, kürzlich verstorbenen Ministerpräsidenten Minghetti, dessen Name in der italienischen Einheits-Bewegung einen hervorragenden Platz emmmmt, in wärmster goßi?e Samstagssitzung der Deputirtenkammer widmeten der Mimster- vräsioent Depretis und Kammerpräsident Biancheri dem Verstorbenen warm- emo(unbene Nachrufe. Die Kammer hat zum Zeichen ihrer Trauer ihre ©Ibnncen drei Tage lang fuspendirt und beschlossen, auf dem Parlaments- Gebäude 14 Tage lang eine Trauerfahne wehen, die Marmorbüste Minghetti s im Sitzungs-Saale aufstellen und feine Reden drucken zu lassen; der Senat fMe dieselben Beschlüsse. Von der Regierung wurde ein Gesetzentwurf einge- tradjt betr. die Errichtung eines Denkmals für Minghetti. Der deuts^e Kron- 2'sandte der Familie Minghetti ein Beileids-Telegramm, m welchem der Kronprinz erklärt, daß er den Tod Minghetti'» als einen unersetzlicben Verlust fiit Italien betrachte. Am Montag fand m Rom die osficielle Lerchen,eier statt und erfolgte alsdann dis Ueberführung der Leichs nach Bologna. 1 Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Corrcspondenz-Bureau. Berlin, 14. December. Ter Kaiser wohnte gestern der Vorstellung int Opernhause bei. Heute nahm er bie Vorträge de» Polizeipräsidenten v. Richt- Hofen, de» Marine-Ches» v. Caprivi, Albedyll'» und zahlreiche militärische Meldungen entgegen und machte Nachmttag» eine Spazierfahrt. Main», 14. December. Der Rhein ist in starkem Steigen, die Höhe desselben betrug hier gestern 132 Centimeter, heute 154, in Maxau gestern 336, heute 428, in Mannheim gestern 362, heute 410, in Kehl gestern 244, heute 317, in Waldihut gestern 183, heute 305. Der Oberrhein führt starker Wasser. Auch der Neckar steigt, wenn schon langsam. Wien, 14. December. Wie die „Polit. Corresp." meldet, ist die bulgarische Deputation von ihrer Regierung angewiesen, da» Eintreffen schriftlicher Aufträge der Minister der Auswärtigen, Natschewitsch, in Wien abzuwarten. Rach Eiutrefsen derselben geht die Deputation nach Berlin; die Reise nach Petersburg unterbleibt, h0, wie bekannt, die wiederholten Schritte der Deputation bei dem Bot- schastev Lobanow, einen wenn auch nur privaten Empfang in Petersburg zu ermöglichen, ein negatives Ergebniß hatten- Von Berlin aus wird die Deputation die Regierungen der anderen Signatarmächte anfsuchen. Pari», 14. December. Deputirtenkammer. Die Vorlage für provisorische Bewilligung von zwei Zwölfteln der Jahreseinkünfte wurde heute einge- bracht und von der Kammer für dringlich erklärt. Sodann wurde die Sitzung einstweilen ausgesetzt, damit die Budget-Commisston inzwischen über die Vorlage berathe. Die Berathung der Commission ergab die Annahme der Vorlage mit 17 gegen 12 Stimmen. , , London, 14. December. Wie es heißt, beabstchtigt die englische Regierung, die ständige egyptische Armee aus 10,000 Mann und die dortige englische OccupationS'Armee auf 5000 Mann herabzusetzen. Athen, 14. December. Dem Könige gingen seitens der europäischen Souveräne anläßlich der Großjährigkeit des Kronprinzen Glückwünsche zu. Der Kronprinz empfing zahlreiche Ordenr-Decorationen. Petersburg, 14. December. Nach Informationen, welche dem „Journ. de St. Pötersbourg" zugehen, konnte die einzige Mittheilung, welche der bulga- ■ rischen D putaüon in dem russischen Botschafts-HStel zu Wien gemacht worden, nur darin bestehen, daß dieselbe in Petersburg nicht empfangen werden würde. Anderclaute»be Nachrichten Wiener Blätter stammen jebenfall» nicht au» der russischen Botschaft. Berlin, 15. December. (Privat-Depesche.) Der Petersburger „Regier.- Anzeiger" bringt ein Communiquö, welches die in letzterer Zeit erschienenen Zeitungr-Artikel, welche Deutschland al» Russenseindlich darstellen, bedauert und der Presse größere Vorficht und Kaltblütigkeit bei Besprechung politischer Ver- hältniffe anempfiehlt. Hermine Spiesr Eduard Hauslick schreibt in der „Neuen freien Presse" unter anderem: Eine in Deutschland gefeierte, für Wien neue Erscheinung lernten wir in Fräulein Hermine Spies kennen. Selten hat eine Licdersängerin unser Publikum so sehr entzückt, so schnell erobert wie Fräulein SpieS. Lid das mit dm echtesten künstlerischen Mitteln, ohne virtuoses Blendwerk, ohne die Würze des blos Pikanten oder Interessanten. Unbedenklich zähle ich das erste Concert die,er Künstlerin (das zweite war mir leider versagt) zu den ungetrübtesten Freuden, die mir im Conccrtfaalc >u Theil geworden. Ihr Organ, ein kräftiger, vollklingendcr Alt von eigenartig herber Frische — gehört nicht zu jenen außerordentlichen Stimmen, die (wie manche italienische) schon durch ihren sinnlichen Reiz gewonnenes Spiel haben. Aber die künstlerische Bildung dieser Stimme ist vollkommen, und ihre Beseelung durch die Machte: Gemuth und Geist macht sie unwiderstehlich. Daß Fräulein Spies die Unterweisung Stock- haus en's genoß, mochte fast errathen, wer diesen größten und vielseitigsten aller Lieber- fänger häufig gehört. Di- tadellose Verbindung der Register, di- -S chone M; in lange so richtig ausgesparte Athem; die immer deutliche, correcte Aussprache das allein find schon schwerwiegende technische Errungenschaften. Als dienstbare Geister empfangen sie aber erst ihre Macht durch den Zauber eines feltmen poetischen rote musikalischen Instinkts und einer lebensvollen Reprodukiionskraft. Sobald FraulLt Spies die ersten Töne eines Liedes anschlagt, hat man die Empfindung, daß si- Gedicht und Liusik völlig ersaßt und tief in sich ausgenommen habe. Ihre Stimme schmiegte stch mit verschiedenem Klange den verfchiedenen Totchichtungm an, und rn diesen wieder den charakteristischen einzelnen Wendungen des Dichters und des Ton- fetzers. Was immer sie auch singe, Heiteres oder Pathetisches, Scherz oder Wehmuth, Schubert oder Brahms — man glaubt ihr Alles. Schlicht, ergreifend klang aus ihrem Munde Schuberts Lied „Wer nie sein Brot mit Thränen aß"; „frisch und wunder- hell , wie es von dem rauschenden Bächlein heißt, das „Wohin?" aus den Müller- ttedern. — Aür die gehaltene Empfindung die langgezogenen Perioden der Brahms'schen „Mainacht fand Fräulein Spies ebenso überzeugend den Ton, wie für das neckische Geflatter von d'Albert's „Schmetterling". — Mit einem Wort: in Fräulein Spies verschmilzt künstlerische Bildung mit der frischesten Natürlichkeit, und dieser Zusammenhang wirkt ebenso unwiderstehlich, als er selten ist. Universität- - Chronik. Gießen. sPromotionen bei der philosophischenFacultät.^ August Ahlheim aus Langwaden, Accessist am hiesigen Gymnasium. Philipp Friedrich aus Darmstadt, Lehrer an der Realschule in Wimpfen. Gießen, 15. December. Nach dem soeben ausgegebenen Personal-Verzeichnisse unserer Universität hat sich die Zahl der Studirenden in diesem Semester um 30 vermindert. Die Gesammtzahl im verflossenen Sommerhalbjahr betrug 514 immatrikulirte Studirende und zwar 419 Hessen und 95 Nichthessen; hiervon gingen ab 120, 82 Hessen 38 Nichthessen. Neu binzugetreten sind 58 Hessen, 32 Nichthessen, zusammen 90, sodaß die Gesammtzahl der Studirenden im laufenden Wintersemester 484 beträgt. Von diesen widmen sich der Theologie 94, Rechtswissenschaft 62, Medicin 94, Thierheilkunde 24 Zahnheilkunde 4, Lameralwissenschaft 20, Forstwissenschaft 43, Mathematik 22, Philologie, elastische 35, neuere 21, Philosophie und Naturwissenschaften 19, Geschichte 2, Pharmacie und Chemie 44. In den hierbei zulässigen Fächern befinden sich 72 Studirende mit dem Reifezeugniß einer Realschule 1. Ordnung. Der Staatsangehörigkeit nach befinden sich darunter 395 Hessen, 79 aus anderen deutschen Staaten, 4 aus nicht deutschen Staaten und 6 aus außereuropäischen Staaten. Ferner besuchen noch 31 nicht immatrikulirte Hörer die Vorlesungen, so daß also die Gesammtfrequenz der Hochschule 515 Zuhörer beträgt. L o k a K e H. Gießen, 15. December. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 16. December 1886, Nachmittags 4 Uhr. 1. Ausführung der Gewerbeordnung in Bezug auf die hiesige Innung der Barbiere u. s. w. 2. Desgleichen in Bezug auf die hiesige Bäcker-Innung. 3. Reclamation gegen die Hebregister der direclen Steuern von 1881/82 bis 1885/86. 4. Gesuch des Fellhändlers Israel Klebe um Erlaubniß zur Ueberbrückung des Schoorgrabcns. 5. Trottoirpflasterung in der Nordanlage. 6. Die Grundzinsen betreffend. 7. Die Fassung des Stadtbachs in eine Steinsohle. 8. Den Betrieb von Wirthschaften mit Branntwein und Spiritus. 9. Zusammenlegung der Grundstücke im Neustädter Feld. 10. Die Verpachtung der Strangswiese. 11. Die Erbauung eines neuen Mädchcnschulhauses. 12. Anlegung eines Stegs über den Stadtbach zwischen .der Wetzsteingasse und der Sandgasse. 13. Erbauung eines Hauses für die Herberge zur Heimath. 14. Gesuch der Firma Heyligensiacdl & Comp. um Erlaubniß zur Aufstellung eines Dampfkessels. 15. Gesuch der Firma Wilhelm Reiber um Erlaubniß zur Anlegung einer Rohrleitung. 16. Gesuch des Kaufmanns I. L. Hartmann wegen Wasserabführunq. 17. Desgleichen des Weißbindermeifters Louis Petri II. 18. Gesuch des Kaufmanns Johannes Bernhardt um Erlaubniß zur Anlegung einer Ueberbrückung. 19. Kostendecreturen. , e ^Gießen, 15. December. (Theater.) Vor total ausverkauftem Hause, sogar das Orchester hatte geräumt werden müssen, ging gestern Abend v. Moser's neuestes Lustspiel „Der Bureaukrat" zum ersten Male in Scene und versetzte das Publikum vis zum Schluß der Vorstellung in die animirteste Stimmung. . Das Lustspiel ist im eigentlichen Sinne ein Sprühregen von komischen Situationen und Witzen und sorgt dafür, daß die Zuschauer aus dein Lachen nicht herauskommen. Trotzdem die Temperatur im Saale gegen Schluß eine fast erdrückende war, blieb die Stimmung, welche von der Bühne herabgefächelt wurde, eine so erfrischende, daß das gelammte Publikum in fröhlichster Laune bis zum Schluß, welcher erst kurz vor 11 Uhr erfolgte, ausharrte. Der wohlverdiente Beifall wurde in reichem Maße gespendet Sämmtliche Darsteller wetteiferten mit einander, die Novität zur schönsten Geltung zu bringen. Unser trefflicher Komiker Herr Becker spielte die Tirelrolle äußerst lebensvoll und urkomisch, hätte jedoch im letzten Akte des Guten nicht zu viel thun sollen. Ganz superb m Spiel und Maske waren die Herren Schröder und £ em nie. Die Damen Hartmann, Hohgart und Schrader trugen durch ihr anmutbiges Spiel und geschmackvolle elegante Toiletten viel zum Erfolg des Ganzen bei. Mit Auszeichnung ist noch Frau Reidner zu nennen, sowie die Herren Rcidncr, Langwald und Banse. Das Ensemble war ein geradezu musterhaftes und können wir der gestrigen Vorstellung das Prädikat „Ausgezeichnet" mit gutem Gewissen ertheilen. Gießen, 14. December. (Schwurgericht.) Die heutige Verhandlung gegen den Jacob Becker von Bönstadt wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit wurde unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführt. Die Geschworenen sprachen das Schuldig über den Angeklagten aus und wurde er demgemäß in eine Zuchthausstrafe von f Jahren, untet Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren sowie m die Kosten des Verfahrens verurtheilt. Vermischtes. Laubach 14. December. In dem benachbarten Gonterskirchen ereignete sich dieser Tage ein bedauerlicher Unglücksfall. Arbeiter waren im Walde mit dem Fällen eines Baumes beschäftigt und hatten denselben '.'ereits zum Umlegen vorbereitet, als ern deftiger Windstoß ihn zu Falle brachte, wobei einer der Arbeiter erfaßt und erschlagen wurde. Der ©etobtete war 28 Jahre alt und Familienvater. 8 A' December. Nachdem den ganzen Sommer über bis zum Herbst die Rhemschlfffahrl wegen dem niederen Wasserstand fast vollständig daniedergelcgcn hat ist durch die letzten Regentage ein solcher Umschwung eingetrcten, daß schon Be- einer Ueberschwem m ung laut weiden. Während hier der Rhein noch ziem- Z11?1 CIt « Don £em Oberrhein rapides Steigen gemeldet. Von Waldshut lautet die neueste Meldung, daß von gestern auf heute der Rhein 1,17 Meter M"eg-n. Ziemlich b-deul-nd-s Steigen wird auch vorn Neckar gemeldet, so, daß ein noch schnelleres Wachsen de^ Rherncs zu erwarten. — Verflossene Woche wurde im Dome hier eine iogeiianntc Million von 4 Kapuziner aus Altötting abgehalten. Die Predigten der geuöten Kanzclredner, unter welchen besonders ein Pater Korbinian chei- vorlcuchte e, waren immer derart besucht, das; die rotiien Räume des Domes sich zu eng erwiesen Nicht allem Katholiken, sondern auch Mitglieder anderer Consessionen besuchten eifrig oie Predigten. Der Bischof voii Columbus (Obio) verweilte am Sonntag au, der Durchreise nach Rom bei Bischof Haffner hier als Gast. Ur. Haffner r°t sich heute von hier nach Lorsch an der Bergsirage begeben, um c.n einer dortigen amtfm tbCUjunrtmen. - Der letzte P->s°ncnzug von Frankfurt hierber entgleiste gestern Abend kurz vor der Mambrucke in Frankfurt. Zwei Personenwagen und der Postwagen kamen aus dem Geleise, ohne uibefe Schaden zu nehmen . ~ D-r hannoversche Pe°i-inziall°ndtag hat 10,000 M zum 150jährigen Jubiläum Der Universität Göttingen bewilligt. Würzburg, 7. December. Das Brauerei-Etablissement des bürgerlichen Brauhauses Zell-Würzburg, der Firma Kinziuger und d'Hengeliere gehörig, wird demnächst seinen Betrieb mit Ausnahme der Mälzerei von Zell nach der bereits vorhandenen Anlage in die Frankfurterstraße 19 dahier verlegen, woselbst sich bereits die ausgedehnten Lagerkellereien nebst Eismaschine, Faßhallen und Werkstätten der Firma befinden Damit vollzieht dieses Etablissement, das im Jahre 1835 gegründet ^"^anfänglich für Kleinbetrieb eingerichtet wurde, aber seither stetig gewachsen ist und Durch die jetzigen Besitzer nach den neuesten maschinentechnischen Erfahrungen zum - Großbetrieb eingerichtet, eines der bedeutendsten industriellen Unternehmen des Kn-is.- ' cinc.n werteren wichtigen Schritt auf der Bahn seines Vorwärtsklreberici „L? w"d in unsere Stadt selbst verlegt. Die neue Anlage wird bestehen in einem Gesiuurn? flachenr-aum von 41'/r Morgen und umfaßt folgende Gebäude: SudhausS Lagerkeller, Eis- und Kühlmaschinenhaus, Dampflesselhaus, Küferei mit Vickl-r,? Wohnungen für das Ge ammtpersonal, Comptoir, Hausmeistereiunb arnbP' Leistungsfähigkeit dieser neuen Anlage wird fürdm boppelten eingerichtet, und hat außer den Brauereimaschinen Eis' und Er™ «{.+>• 1200 Centner Eisersatz per 24 Stunden, fonrfeSÄ E^^^ireschaffung von 600 Hectoliter per Stunde. Das alte Anwesen * /“Ct5 ?OmpIe$f D0" Morgen wird ausschließlich als Mälzerei, verbunden Scan-*0?™twnSraumen, sowie Gartenanlagen benützt. Das Bürgerliche Braubai,« Zell-Wurzburg ist seit einigen Jahren die zweitgrößte Brauerei Unterfrankens iehnrf, absatz^uch Export^ Privatunternchmcn im Regierungsbezirk und hat nutzer dem L?kS SrML Viik- it. u>ie l 'lifw ’pien b?a 6 e-NemLR sK ÄS »«ft »K°»äjL ft?» ^-rich, fao. mit vmS bei BrJ "Wengi W Das kaisei: Itanb Derfü0t( ^'chen UnfSQen kÄ^usgrlehl SntschenFastt- ^'^ngechobea, uf emMeski ^e Ausgleiten mit ‘«WbenM e Electricitat bti schule der Stadt ie Kinder werden - Schuhwert zm ein Stiefelknecht ausgezogen und der Schule findet chs bleibt es in eines Geschafts- eldet. Dort hat vor Kurzein sein unternehmen Urals ein Zeck m 217,000 U gegeb-n-2^- Da unseB oE "s herool' "SV' iRß7 ib eit «hÄ — Bei chronischen Rachen-, Kehlkopf- und Bronchial-Katarrhe« verordnen einsichtsvolle Aerzte ihren Patienten gern den Gebrauch der berühmten Kochsalzquellen von Soden am TaunuS. Aber nicht jede Jahreszeit ist zu Badereisen geeignet und nicht Jedem gestatten feine Mittel die Heilkraft jener Mineralwasser an der Quelle zu erproben; es ist also von höchster Wichtiakeit und von größter Bedeutung für die Volksheilkunde, daß die Heilkraft jener Quellen in unbefchränkter Weife transportabel gemacht wurde. Durch Abdampfung nämlich gewinnt man jetzt, uiüer officieller Aussicht des königl. Sanitätsraths Herrn vr. W. Stöltzing den mineralischen Gehalt der Sodener Quellen zur Bereitung der schon rühmlichst bekannten Sodener Mineral-Pastillen, die, reichlich mit der aus den Quellen strömenden Kohlensäure gesättigt, die katarrhalischen Zustände auf leicht durchzuführende und doch energisch wirkende Weife bekämpfen. Diese Pastillen sind ä Schachtel zu 85 $ in allen Apotheken zu haben.8440 Gchiff-uachrichteu. Bremen, 9. December. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer America, Eapt. G. Meyer, vom Norddeutschen Lloyd in B^men, welcher am 24. November von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten in Baltimore angekommen. Bremen, 13. December. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Eider, Eapt. H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 1. December von Bremen und am 3. December von Southampton abgcgangen war, ist am 11. December, 4 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in 9tew-Aork angekommen. Kirchliche Anzeigen der mangel Gemeinde. Donnerstag den 16. December, Abends 8 Uhr, in der Kirche, 3. Advents- Wochengottesdienst; der Advent des Herrn in Herrlichkeit am Tage seiner Zukunft, Pfarrer Dr. Naumann. MerhtsMe Eisenbahnen. Vergebung von Bauarbeiten. Auf den Stationen Lich, Hungen, Nidda, Ranstadt, Stockheim und Büdingen sollen Keffelanlagen für die Desinficirung von Viehwagen (zugleich Waschküchen) errichtet werden. Die hierbei erforderlichen Bauarbeiten sollen im Submissionswege vergeben werden, ?u welchem Zweck Voranschlag, Be- dingringen und Zeichnungen auf den Stationen Lich und Hungen vom 15. bis 17. einschließlich und auf den Stationen Nidda und Büdingen vom 18. bis 20. einschließlich offen gelegt sind. Die Submissionseröffnung findet am 21. d- Mts. Vormittags 10 Uhr auf dem Bureau des Unterzeichneten statt, wohin auch die Offerten einzureichen sind. Roth, 8978 Großherzoglicher Eisenbahnbaumeister. Samslag den 18. d. 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Publikum erlaube ich mir die Mittheilung zu machen, daß ich heute drei neue Coneertwalzen für mein vorzügliches Orchestri&n erhalten habe. Durch die vermehrte Anzahl der Walzen bin ich nunmehr in der Lage, möglichst viel Abwechslung in das tägliche Concert bringen ru können. Aus der reichen Fülle der verschiedensten Musikpie^en hebe ich neben den Musikstücken leichteren Genres, als Tänze von Strauß, Millöcker Faust u. a ferner Lieder, Potpourris, Märsche rc. ganz besonders die vorzüglichen Ouvertüren hervor, von welchen ich unter anderen erwähne' Ouvertüre zur Oper „Zampa" von Herold; Ouvertüre zur Oper „Weiße Dame" von Boieldieu; Ouvertüre zur Oper „Dichter und Bauer" von Suvvö: Ouvertüre comiaue von Köler-Bola; Ouvertüre zur Operette „Banditenstreiche" von Supp6 rc. q Vorstehendes zur geneigten Kenntnißnahme bringend zeichnet mit vorzüglicher Hochachtung 8987 __Pi». Kreiling, Restauration zum Gambrinus. Großer Posten Tricot-Taillen^MWjenüMAnplge. 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Die passendsten ^'eiljnc.d) ijt:fd)cnte empfiehlt zu billigsten Preisen ,«> Graveur Maus bürg Nr. 1 am Marktplatz. wttn. 1. Seilaye ;u Nr. 293 öes „Glehener An;nyer-. Allgemeiner Anzeiger führunq, empfiehlt X 2633 X Große Auswahl in allen Sorten 8909 kompletten Einrichtung rc. 2062 8662 aufmerksam, mit dem ergebenen Ersuchen, Bestellungen auf kleinere Gebinden KAVmir? X ”Ä.WraSe Lulant'ausgesnhrt werden ' werden sehr biM abgegeben können. Louis Bormann. 18827 Al.cestrap Älicestraße 18. X X erzeigten Ehre, hm Worte am toi ns die zeschWDmk. stie-encn. rdimler. Nchc». Lhr, [Mitt i 8990 rstanä. Eine Parthie englische Bettvorlagen Th. Brück, Möbelfabrik und -Lager, Schloßgaffe und Kanzleiberg 16 Conditorei H. Kinkel 32 Marktgtrasse 32. H. Nassauer, Neuenweg IS ei dem schweren 8997 Bettfedern und Daunen, bessere Qualitäten. Steppdecken und wollene Colter in jeder Qualität. 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Tagesordnung: 1) Erstattung des Rechenschaftsberichts für 1885. 2) Bewilligung von Unterstützungen. 3) Gehaltserhöhungen des Eontroleurs und der Gehilfen des Rechners. 4) Ergänzungswahl der Mitglieder des Ausschusses. Gießen, am 27. November 1886. Der Director des Spar- und Leihkassevereins. _______________________Haberkorn.__ Reulm- u. Ledensversicherungs Anstatt zu Darmstadl. Von heute ab bis Ende December werden die Renten an jedem Dienstag und SamStag, Vormittags von 9 12 und Nachmittags von 2—4 Uhr, in meiner Wohnung (Bahnhofstraße 64) gegen Einhändigung der 1886er Coupons ausbezahlt; auch können Nachzahlungen geleistet werden- Gießen, den 4. December 1886. Der Bevollmächtigte: I. Ph. Müller. ,g | SS»' &D un(P.. dell ™ v # J. G. D. Bapst empfiehlt: Amerikaner Oefen von Buderus, Wurmbach, Jung und anderen Werken, roh und vernickelt, Regulir- Füllöfen mit Schüttelroft, Kochöfen, Regulir- herde rc. 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Nachstehend verzeichnen die zuletzt eingegangenen Neuherten der Herbst- nud Winter-Saison: Bulqaren- und altdeutsche Hauben, Kopsshawls, Fantasie-Tücher in Seide, Chenille, Wolle- und Mohair, Tamen-Westen, Pelleriuen, Röcke, Muffen und Colliers, Tricot Taillen in Seide u. Wolle, Tricot-Kleidchen und Anzüge, Handschuhe, Strümpfe, Wollpuppen, Damen-Eorsets 70 H, Hausfegen 23 /$ und mufferfertige Wantoffeln von 65 4 an. 3^5* NB. Wohlthütigkeits-Anstalten und Vereine erhalten Lngros-Preise. Normal-Hemden (System Jäger) gestr. wollene Frauenstrümpfe . . 0,50 H gestr. Damenwesten.....1,65 Tricot-Damen-Handschuh .... 0,50 Ball-Handschuhe, alle Farben . . 0,45 4 Knopflänge seid. Damen-Handschuhe 0,75 H • I Zu Weüinarliisgesdieukeu empfehle: ts Tülls, Spitzen, Fichus und Barben, Jabots, g d Fächer und Wrlderrähmchen aus Federn (hochelegant), N Rüschenalbums, Taschentücher, Schürzen von Ä 40 Pfg. an bis zu den feinsten. Z Trikottaillen, Rinderjäckchen, Petcharetts, | j s Filetguipure-Gardinen etc. etc. ij Z Das Neueste in Hakelgalons. "Z Damenhemden und Hosen werden aus nur guten •g 8764 Stoffen angefertigt. s $ P. 8. Große Sendung Chenilletücher angekommen. E-Z Conr. Jos. Keller, 1 Wetzsteingosse 4®, im Hause des Herrn Dr. Weber. Die feinsten zur Confect- und Kuchen-Bäckerei offerirt das Drogen- u. Chemikaliengesch&ft von Ott® Seiiaaf^ Seltersweg 39. Das Geschäft ist bis zu den Feiertagen auch Sonntag Nachmittags offen. 8488 *r Nürnberger Lebkuchen 5g «ns der Fabrik von G. Go eß in Nürnberg empfehlen zu Fabrikpreisen. <*ebrü