UZT Ä'-n». Ä"'- Ec, 'üppeu StuM ladt 23. oitje f ‘‘Wann in-S Wöll, r- ?{ssir Sr b-ä? s G-Engelhardi,^ fe und, 1 bn Btzng ton 6480 '»folger, Mitaeffenjanbl ungen. iu ötnnitthttu 'dorferstraße 17. iHniethew ‘chühenstraße 4. rtks Zimmer iir fr 33, II. Stock. :ß. drei Zimmer mit Zubehör, jii Bismarckstraße. St. 5 Zimmer, llllicbkeiten (wegen lermfet^en. . Sübanlagt 1,, ßoninafium. nmer mit Zuber i vemiethm. tzauvatz I. Herrn vr. Fuhr I meines Hauses üethen und vom- m. Südanlage 15. milienlogis, eins lerhause zu Derr ehbar. bnbofstroße 32. _ Mmmgen, sowie iethen und gleich- n^Marktplah-^ riratze U int rreeto« JäW» i, neu hergttch iffenberg«61' n r Wohnung zu berftELL- giS mit Ladm vermietben- urted*JL 7u HÄethen» ßbtijfrafcJL HernMeu. mensttaße^ nzeißen- o i» d°E8 Mfmann sucrn Nr. 215 Donnerstag den 16. September 1886, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. A ML Bureau r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. DU Betreffend: Die Wahl des Kreistages des Kreises Gießen durch die 50 Höchstbesteuerten. Gießen, am 14. September 1886. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brtm Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 5 Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grobherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen, welche mit Erledigung unseres Ausschreibens vom 21. August — Anzeiger Nr. 195 — noch im Rückstände sind, werden an baldige Vorlage erinnert. ’ vr. Boekmann. Politische Aederfkcht. Gießen, 15. September. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der 18. October ist bekanntlich der Jahrestag der Völkerschlacht bet Leipzig und zugleich der Krönungstog des Königs Wilhelm zu Königsberg, an welchem der Monarch im Jahre 1861 sich und seiner Gemahlin die Krone aus das Haupt setzte. Es werden also am 18. October d. Js. gerade 25 Jahre verflossen sein, seitdem dies ebenso feierliche wie bedeutsame Eceigniß sich vollzog, zu dessen festlichem Begehen auf königlichen Befehl die Repräsentanten der preußischen Armee in ihren Führern und Heereszeichen nach Königsberg berufen worden waren. König Wilhelm hat damals m dankbarer Anerkennung der Verdienste der Armee um das Vaterland zahlreiche Gnaden-Auszeichnungen dem Heere verliehen. Unter denselben befinden sich auch verschiedene Ernennungen hoher Persönlichkeiten zu Regiments-Chefs, so daß am 18. October dieses Jahres mehrere Truppen- theile in der glücklichen Lage find, den 25. Jahrestag der Ernennung ihres Chefs zu feiern, womit auch in einzelnen Fällen die Umänderung ihres Namens verbunden war. Es sind folgerE: 1) das 4. Garde - Grenadier - Regiment Königin Augusta zu Koblenz (früher 4. Garde-Grenadier-Regiment); 2) das Z. Garde - Grenadier - Regiment Königin Elisabeth zu Spandau (früher 3. Garde- Grenadier-Regiment); 3) das 2. Leib - Husaren - Regiment Nr. 2 zu Posen ur^ Lissa; 4) das westfälische Infanterie - Regiment Nr. 16 zu Köln; 5) das 1. pommer'sche Ulanen-Regiment Nr. 4 zu Thorn. Es verlautet bereits, daß die unter 1, 3, 4 und 5 genannten Regimenter ihren Ehrentag am 18. October d. Js. sehr feierlich begehen werden, und daß an demselben Kaiser Wilhelm persönlich in Koblenz erscheinen wird, um seiner Gemahlin, als dem 25jährigen Ches ihres Garde-Grenadier-Regiments, die Glückwünsche darzubringen. Die „National-Zeitung" läßt sich aus Pesth Folgendes schreiben: Ein so unverläßliches Volk und eine so wankelmüthige Armee wie in Bulgarien, tziebt es wohl nirgends in der Welt. „Noch sausten meine Ohren" — sagte mir der Wortführer der ungarischen Abordnung, Graf Gabriel Pejacsevics — „von den begeisterten Rusen der Bevölkerung für ihren Alexander, von den Verwünschungen gegen den Czaren und schon den andern Tag sah ich dieselben Schreier sich beim russischen Consulate herumstoßen, um die Petition an den Czaren zu unterzeichnen, in welcher die Bulgaren um die Ernennung des Prinzen von Oldenburg einkommen. Am Tage des Einzuges wollte die Bevölkerung die Abdankung des Fürsten Alexander mit Gewalt verhindern und die Pferde vom Wagen ausspannen, falls der Fürst Sofia verlassen möchte. Tags darauf konnte ich in ganz Sofia kaum eine warm klingende Aeußerung zu Gunsten des Fürsten hören. Fürst Alexander erkannte richtig die Sofiaer Bevölkerung und traute der Begeisterung derselben nicht. Aber auch zum Ojficier-Corps konnte Fürst Alexander kein Vertrauen haben. Während des Einzuges, beim großen Empfange, sah der Fürst im Palaste acht Officiere, welche „Hurrah" schrieen, obwohl dieselben acht Osficiere erst kürzlich zugegen waren und mit eigenen Augen mit angesehen haben, wie man den angeblich geliebten Fürsten aus dem Palaste brachte, und dazu lächelten, ohne auch nur den Finger zu seiner Befreiung zu rühren." „Die Ungarn" — sagt weiter Gras Pejacsevics — „habm bei ihrem Eintreffen keinen besonders günstigen Eindruck auf die Bulgaren gemacht ; später, nachdem der Fürst uns zu wiederholten Malen empfangen hatte, wurden wir al» letzte Hoffnung der Bulgaren von allen Seiten gefeiert. Ich besuchte auch Karawelow. der mir detheuerte, daß er dem Fürsten stets treu geblieben, .und den Minister-Präsidenten Radoslawow, der sich folgendermaßen üußerte: „Der Fürst mußte addavken, weil Rußland und Deutschland ihn fallen gelassen haben. Oesterreich-Ungarn und England nützen uns wenig mit ihren Sympathien; Frankreich ist isolrrt. Es bleibt uns daher nichts Anderes bbrig, als daß wir uns den Wünschen Rußlands fügen." So lautet der Bericht des Grafen Pejacsevics, der aber verschweigt, was der „Pesther Lloyd" ganz offen andeutet, nämlich daß der Fürst Alexander auch schon deshalb weichen mußte, weil er keinen Augenblick vor gedungenen Meuchelmördern sicher gewesen. „3n diesem Belang" — schreibt der „Pesther Lloyd" — „wird die Geschichte über die letzten 8 Tage, die der Fürst aus bulgarischem Boden verbrachte, einst noch erstaunlichere Dinge berichten, als die bereits aller Welt bekannt geworden find." Die französischen Blätter bringen folgende Note: „Wir haben gemeldet, daß ein Ordonnanz-Officier des Kriegsministers nach Belfort, dem Festungswerke von Servances und nach Besanyon bezüglich des verhafteten und hieraus wieder sreigelaffenen sächsischen Obersten geschickt worden ist. Aus den gesammelten neuen Erkundigungen ergiebt sich, daß die gegen den Fremden erhobenen Thatsachen dem Militär-Gouverneur von Belfort nicht die von dem Gesetze vorbergesehenen Eigenschaften des Verbrechens der Spionage vereinigt zu haben schienen. Der Kriegsminister erachtete aber, daß es nicht der Militärbehörve zusteht, in solchen Dingen Beschlüsse zu fassen. Sie hätte sich darauf beschränken sollen, den Staatsanwalt mit der Sache zu befassen und das Individuum der Gensd'armerie zu übergeben, um so mehr, als dieses sich die Uebertretung zu Schulden hatte kommen lassen, trotz des ausdrücklichen Verbots, militärische« Terrain betreten zu haben. Eine Strasmaßregel ist gegen den Gouverneur von Belfort ergriffen worden und die strengsten Befehle sind erlassen, damit ein solcher Vorgang sich nicht mehr ereigne. Das ist die von dem Kriezsminister gleich nach feiner Rückkchr nach Paris getroffene Entfchei- fcheidung. General Sainte-Beuve ist Militär-Gouverneur von Belfort und nicht, wie gesagt wurde, General Keiser, der nur die daselbst garnisonirende J.ranterie* Brigade commandirt." Aus St. Petersburg läßt sich die „Schlesische Zeitung" Folgende» schreiben: Jedesmal, wenn fremdländische Officiere zu den Herbstübungen hier gewesen sind, sprechen sie sich in hohem Maße anerkennend über die Aufnahme aus, die sie gefunden. Man kann auch behaupten, daß kaum in einem anderen Lande so viel für die Behaglichkeit der fremden kriegerischen Gäste geschieht als hier, was ja wohl auch dadurch bedingt wird, daß in dem sich jährlich wiederholenden Lager von Kraffnoje Selo ständige Vorbereitungen für den Aufenthalt der fremden Officiere getroffen werden können. In dem gleichnamigen Dorfe, dem Sitz des Hoflagers während der Schlußübungen des Lagers, sind besondere Sommerwohnungen für die Osficiere, und zwar je nach deren Rang, eingerichtet. Außer den von ihnen mitgebrachten Dienern stehen auch kaiserliche Diener, soweit als angängig der Sprache der Betreffenden oder wenigstens des Deutschen und des Französischen mächtig, zu ihrer Verfügung. Jeden Morgen finden die Herren deutsche oder französische Zeitungen auf ihrem Frühstückstisch; ebenso gehen ihnen auch die Pläne für das Uebungsgebiet und die Verfügungen der auf beiden Seiten befehligenden Führer zu. Die Mahlzeiten werden, falls die Osficiere nicht zum Kaiser selbst geladen find, an der Marschallstafel eingenommen. Für den Abend stehen Plätze im kaiserlichen Lagertheater zur Verfügung der Officiere; schließlich erhalten sie Alle, was ja immerhin eine ganz angenehme Erinnerung ist, für ihren Rang hohe russische Orden. Beginnend vom Kaiser und namentlich der Kaiserin, kommen Alle, zunächst die russischen Osficiere, den ausländischen Kameraden mit ausgesuchter Höflichkeit entgegen; man ist geradezu bemüht, ihnen Alles zu zeigen, damit nicht der Verdacht in ihnen aufsteigen könne, man wolle ihnen dieses oder jenes verbergen. Darmstadt, 12. September Se. König!. Hoheit der Grobherzog haben dem Hauptmann Freiherrn Röder v. Diersburg das Ritterkreuz 1. Klaffe Philipps des Großmüthigen Allergnädigst zu verleihen geruht. Darmstadt, 13 September. Als authentisch können die „Neuen Hess. Volksbl." Folgendes mittheilen: Fürst Alexander schwebte in der verhängniß- vollen Nacht seiner Gesangennahme in großer Lebensgefahr, indem mehrere Schüsse in sein Zimmer abgefeuert und mehrere Spiegel durch die Kugeln zertrümmert wurden. Auch war der Fürst nach eigener Aussage von Officieren, welche sich an der Verschwörung betheiligt hatten, aus dem Wege von Reni wiederholt in Gefahr, von den Meuterern getödtet zu werden. Die Meldung russischer Blätter, daß ein Theil der Geheim-Correspondenz des Fürsten in die Hände der Meuterer gefallen fei, beruht auf einer russischen Lüge. Straßburg i. E, 13. September. Der Kaiser fuhr Vormittags bis zum festlich geschmückten StephanSseld per Bahn, woselbst Se. Majestät von einer nach Tausenden zählenden Volksmenge jubelnd begrüßt wurde. Dort bestieg her Kaiser den Wagen und fuhr durch das von der Gemeinde reich deco- rirte Dorf Brumath nach Weitbruch, woselbst der Bürgermeister und die Bei- geordneten des Dorfes, sowie die Geistlichkeit und die Lehrer des Landkreises Straßburg versammelt waren, deren Begrüßung Se. Majestät sichtlich erfreut entgegennahm. Der Kaiser beobachtete aus der Straße nach Weitbruch, im Wagen stehend, längere Zeit die Vorbereitung des Angriffs des 15. Armee-Corps auf die Stellung der Nordarmee bei Kriegsheim und Weitbruch. Sodann fuhr Se. Majestät zu der vor Weitbruch errichteten Ehrenpforte, woselbst der Bürgermeister des Ortes, sowie die Geistlichkeit und die Lehrer des Kreises Hagenau versammelt waren. Eine Schaar weißgekleideter Mädchen aus den angesehensten Familien des Kreises überreichte Blumensträuße. Der Kaiser fuhr durch ven festlich geschmückten Ort bis zur Kirche und von da auf eine Höhe westlich voa Weitbruch, zur Beobachtung der letzten Gesechtsmoments in unmittelbarer Nähe der Truppen. Das Gefecht endete mit dem allgemeinen Vorgehen der Infanterie des 15. Armee-Corps und mit energischen Gegenstößen der Infanterie und Kavallerie der markirten Nordarmee. Um 12 Uhr 15 Min. wurde „das Ganze halt" geblasen und die Truppen salutirten. Der Kaiser berief die Generalität und die Commandeure zur Kritik und fuhr sodann über Brumath nach Stephans- seld und von da mittelst Extrazuges nach Straßburg zurück. Auf der ganzen Fahrt und auf dem Manöoerselde wurde Se. Majestät von der überall zusam- mengeströmten Landbevölkerung herzlichst begrüßt- Telegraphische Depesche«. Nolff's tolw* Straßburg, 14. September. Der heutige Tag begann für die Majestäten mit dem Besuche des Münsters um 11 Uhr. Der Bischof mit dem Domkapitel erwartete Allerhöchstdieselben im Innern des Hauvtportals; dieselben wurden von beiden Majestäten mit einer längeren Unterhaltung beehrt, worauf die eingehende Besichtigung des mit feinen alten Gobelins besonders geschmückten Münsters, unter Führung des Koadjutors Stumpf und des Kanonikus Straub erfolgte. Von hier kehrten die Majestäten nach dem Statthalterpalais zurück, woselbst der Empfang des Ministeriums und der Corporationen seitens des Kaisers und der Kaiserin stattfand. Lum Schluffe dieser Vorstellung versammelte Se. Majestät der Kaiser die anwesenden Mitglieder des Gemeinderaths um sich und hielt eine längere Ansprache, dessen wesentlicher Inhalt etwa der folgende ist: Es freue den Kaiser, daß es ihm möglich gewesen sei, der Stadt Straßburg das Wahlrecht für die Gemeinde wiederzugeben; er habe es gethan auf Grund der ihm von dem Statthalter voraelegten Berichte. Das Vertrauen, welches von dem Statthalter ausgesprochen, sei durch den Erfolg vollkommen gerechtfertigt worden. Er danke dem Statthalter, daß es diesem in kurzer Zeit gelungen fei, sich die Zuneigung des elsässischen Volkes zu gewinnen, die auch sein Vorgänger, der Feldmarschall v. Manteuffel, in hohem Maße und mit vollem Rechte besessen habe. Der verstorbene Statthalter habe ein warmes Herz für Elsaß-Lothringen gehabt. Dies fei auch vom Lande dankbar anerkannt worden. Der jetzige Statthalter habe weiter gebaut auf den Grundlagen, die sein Vorgänger gelegt. Das System der deutschen Verwaltung habe sich eingebürgert, wie dies sich auch in der Person des jetzigen Bürgermeisters zeige. (Hierbei reichte Se. Majestät dem Bürgermeister Back die Hand.) Er hoffe, daß die deutsche Verwaltung auch in Zukunft dem Lande reichen Segen bringen werde. Zum Schlüsse sprach Se. Majestät von der der Gemeinde Straßburg obliegenden Zahlungspflicht gegen das Reich und stellte in Aussicht, daß mit Zustimmung des Bundesraths und des Reichstags der Stadt die von ihr gewünschte Erleichterung hinsichtlich der Abtragung jener Schuld werde zu Theil werden. — In dem Festzuge, welchen die Landgemeinden Ihren Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin darbrachten, befanden sich 40 Wagen; außer den Gemeinden des Straßburger Landkreises nahmen auch die Gemeinden der Kreise Erstem und Weißenburg an dem Zuge Theil. Nachdem die Reiter und Wagen vorübergezogen waren, empfingen Ihre Majestäten im Gartensalon des Statthalterpalais die Bürgermeister der einzelnen Gemeinden mit je einem Mädchen aus jeder Gemeinde und nahmen deren persönliche Huldigung entgegen. — Der von Ihren Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin mit hoher Befriedigung aufgenommene Festzug der Landleute endete mit einer ebenso spontanen wie großartigen Ovation. Tausende folgten dem letzten Wagen bis vor den Garten des Palais und brachten dem an der Brüstung des Gitters stehenden Kaiser jubelnd Hochrufe dar, welche von den jenseits des Canals stehenden gewaltigen MenschenmasD, ausgenommen und wiederholt wurden. Se. Majestät dankte mehrere Male. Junge Burschen vom Lande erkletterten die Ballustrade, an welcher der Kaiser stand und erneuerten stürmisch die Hochrufe. Wiederholt dankend, zog sich der Kaiser langsam in das Palais zurück und empfing daselbst die ländlichen Deputationen, deren poetische Huldigungen, dargereichten Blumensträuße und Früchte er mit vieler Rührung entgegennahm. Seine Majestät sprach dem Statthalter wiederholt seinen Dank für diese sichtlichen Beweise von Liebe aus. Beim Empfang der ländlichen Deputationen war auch Ihre Majestät die Kaiserin und Ihre K. H. die Frau Großherzogin von Badern zugegen, welche darauf die Blumenausstellung besuchten. Straßburg, 14. September. Dem heutigen Galadiner für die Behörden, den Landesausschutz und den Bezirkstag von Unter-Elsatz und den Gemeinderath von Straßburg wohnten die Kaiserin, der Kronprinz und Fürstlichkeiten bei. Der Kronprinz toastete: Im Namen der Majestäten des Kaisers und der Kaiserin spreche er feine Befriedigung über den Empfang aus, den das Kaiserpaar im Reichslande gefunden. Dieser Empfang beweise, daß immer mehr das Bewußtsein im Volke Wurzel fasse, daß die deutsche Verwaltung nur das Wohl des Landes im Auge habe. Auf das Wohl dieses Landes leere er sein Glas. Der Statthalter erwiderte: Ich bitte Ew. Majestät, Ew. Kaiserliche Hoheit mir zu erlauben, den Dank des Landes für die gnädigen Worte auszusprechen, mit welchen .Ew. Kaiserliche Hoheit dasselbe geehrt. Ihre Majestäten und Kaiserliche Hoheit wollen in der freudigen, von Herzen kommenden Huldigung, die in diesen Tagen dem Kaiser entgegengetragen wurde, das Maß ehrfurchtsvoller Verehrung erkennen, von der die Bevölkerung Elsaß-Lothringens für den Kaiser und das kaiserliche Haus beseelt ist. Es sei mir gestattet, dieses Gefühl tiefer Verehrung zusammenzufassen in den Ruf: „Der Kaiser lebe hoch!" Die Kaiserin kehrte um 81/z Uhr Abends nach Baden-Baden zurück. Straßburg, 14. September. Heute Mittag fand bei Ihren Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin der Empfang der Behörden und Körperschaften statt. Die Beamten des Ministeriums, der Bischof, der Präsident des protestantischen Directoriums und die Mitglieder des Staatsrathes wurden Sr. Majestät dem Kaiser vom Statthalter, Ihrer Majestät der Kaiserin vom Staatssecretär v. Hofmann vorgestellt. Se. Majestät der Kaiser hielt dabei eine kurze Ansprache. Hierauf erfolgte der Empfang der Mitglieder des Landesausschusses und des Bureaus des Bezirkstages, sowie der Mitglieder des hiesigen Gemeinderathes, von welchen 26 erschienen waren. Der Kaiser unterhielt sich mit jedem einzelnen der Gemeinderathsmitglieder und richtete sodann eine Ansprache an dieselben, in welcher er seine Freude über die Fortschritte der Stadt Straßburg, über die Wiedereinsetzung des Gemeinderathes und über den ihm bereiteten schönen Empfang aussprach und hinzufügte, daß er bemüht sein werde, die der Stadt durch die Stadterweiterung auferlegte Finanzlast thunlichst zu erleichtern. Bei den Empfängen war auch Se. K. u. K. Hoheit der Kronprinz anwesend. — Se. K. Hoheit der Prinz Wilhelm traf heute Mittag hier ein und wurde von dem Generallieutenant v. Heuduck am Bahnhofe empfangen, wo eine Ehrencompagnie vom 10. Fußartillerie-Regiment aufgestellt war. Nach Vorstellung der auf dem Bahnhof anwesenden Offiziere nahm Se. K. Hoheit den Vorbeimarsch der Ehrencompagnie auf dem Bahnhofsplatz ab und begab sich dann sofort nach dem Palais des Statthalters, um dem Huldigungszuge der Landleute aus der Umgegend beizuwohnen. — Nach dem Empfange der Beamten und Corporationen brachten die Landleute aus der Umgegend von Straßburg Ihren Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin ihre Huldigung durch einen Festzug dar. Es war dabei jede Gemeinde durch je 8 bis 20 Reiter vertreten, denen je ein mit Flaggen geschmückter und bekränzter Wagen mit 12 bis 16 Mädchen in Landestracht folgte. Berlin, 14. September. Der Fürst Bismarck ist mit Gemahlin heute früh 8Va Uhr nach Varzin abgereist. — Heute Vormittag fand in der großen Synagoge die Trauerfeier für Ludwig Löwe statt. Außer den Familienmitgliedern waren Vertreter der Körperschaften, denen Löwe angehörte, anwesend: Oberbürgermeister v. Forckenbeck, Bürgermeister Duncker, Stadträthe, Stadtverordnete, Reichstags- und Landtags-Abgeordnete verschiedener Parteien. Nach dem Gesang und der Rede des Rabbiners Maibaum bewegte sich der Lcichenzug, an dem das Fabrikperfonal Löwe's, fortschrittliche Vereine rc. theilnahmen, durch die von der Menschenmenge besetzten Straßen nach dem jüdischen Friedhöfe, wo Virchow, Träger und Hermes Reden hielten. Nach dem Segen des Rabbiners Ungerleider wurde der Sarg unter den Klängen des Chopin'schen Trauermarsches nach der reich bekränzten Gruft gebracht. Breslau, 14. September. Gestern Abend fand die Begrüßung der Mitglieder des hier tagenden Congresses für innere Mifsion statt. Oberpräsident v. Seydewitz hieß die aus allen Theilen Deutschlands zahlreich erschienenen Thcilnehmer mit herzlichen Worten willkommen. — Der Verein für öffentliche Gesundheitspflege nahm in seiner gestrigen Sitzung mehrere Resolutionen betreffend die Errichtung von Untersuchungsämtern zur Controle der Nahrungsmittel und für chemische und bakteriologische Untersuchungen, sowie Einrichtung von Volks- und Schulbädern an. — Wie die „Breslauer Zeitung" meldet, ist gestern in Brauchitsckdorf bei Lüben Oberst Graf Schmettow, welcher bei dem Reiterangriff bei Vionville das Magdeburgische Kürassier-- Regiment Nr. 7 commandirte, gestorben. London, 14. September. Die Morgenblätter publicircn den Text der Agrarvorlage Parnell's. Dieselbe gibt den irischen Landgerichten die Befugniß, Gesuchen ber Pächter um Herabsetzung des Pachtzinses für dieses und das nächste Jahr stattzugeben und Exmissionen zu sistiren, wenn der Pächter die Hälfte des Pachtzinses gerichtlich hinterlegt. London, 14. September. Unterhaus. Fergusson erklärte, der Regierung fei keine amtliche Mittheilung zugegangcn, daß der Kaiser von Rußland oder die russische Regierung den Fürsten Alexander gezwungen habe, abzudanken. Letzterer habe in einer Proklamation die Gründe seiner Abdankung dargelegt. Einen bestimmten Tag für die Vorlegung der Bulgarien betreffenden Korrespondenz könne er nicht festsetzen, da da^ Bekanntwerden dieser Actenstücke eher nachtheilig als nützlich wirken könne. Der Regierung sei bekannt, daß die bulgarische Regentschaft für die gegenwärtige Lage die geeigneten eonstitutionellen Formen befolge und daß alle Parteien Bulgariens entschlossen zu sein scheinen, für die Erhaltung des Friedens mitzuwirken. Fergusson theilt im weiteren Verlauf der Verhandlung mit, die vorige Negierung habe Thornton angewiesen, bei passender Gelegenheit die Pforte auf die Verzögerung der Reformen in Armenien und die Wichtigkeit der Beseitigung der Klagen im Interesse der Türkei hinzuweisen. Thornton händigte am 16. August dem türkischen Minister des Aeußern ein Memorandum darüber ein, die Regierung theile die Ansicht ihrer Vorgänger, daß eine Mittheilung des Schriftwechsels gegenwärtig nicht wünschenswerth sei. Petersburg, 14. September. Das „Journal de St. Petersbourg" meint, die bulgarische Landesvertretung, die von Jntriguen aller Art bestürmt werde, müsse sich von dauerhaften Interessen leiten lassen, welche geeignet feien, die Zukunft Bulgariens sicherzustellen. Die Versammlung habe nicht die Aufgabe, einen neuen Fürsten zw wählen. Moskau, 14. September. Die „Moskauer Ztg." bespricht die Frage der Neuwahl eines Fürsten von Bulgarien und sagt: Der Berliner Vertrag setze die Möglichkeit einer^Wahl voraus, es dürfte sich aber thatsächlich Herausstellen, daß man im vollsten Sinne des Wortes einen Fürsten in Bulgarien werde direct einsetzen und die wirkliche Wahl nicht der bulgarischen Volksversammlung, sondern dem Concerte der Mächte überlassen müssen. In der Herstellung des Letzteren lägen einstweilen die Hauptschwierigkeiten für die Lösung der Frage. Sofia, 14. September. In halbstündiger Sitzung vertagte die Sobranje die Discussion über folgendes nachträgliches Gratulationsschreiben an den Zaren auf morgen: Die Repräientanten des bulgarischen Volkes bitten zu Gott, daß er Eurer Majestät ein langes und gesegnetes Leben gebe und versichern gleichzeitig Euere Majestät, ihrer Treue und Ergebenheit und drücken die Hoffnung aus, daß nach allem bisher Geschehenen das gespannte Verhältniß zwischen Rußland und Bulgarien aufhöre und Rußland wiederum wohlwollend feine Protection dem bulgarischen Volke schenke, damit Alles in den bulgarischen Ländern frei und unabhängig sei. Die conseroative Partei beabsichtigt, die Zustimmung zu letzterem Passus zu verweigern, weil das Verhältniß zu der Türkei dadurch getrübt werden könnte. Loyales. K. Gießen, 15. September. (Sterblichkeit in Gießens Die Sterblichkeit stieg in der Woche vom 5. bis 11. September d. I. auf die Zahl 10 und begreift 6 Erwachsene und 4 Kinder, darunter 3 im 1. Lebensjahre, in sich. Von den Erwachsenen starben an Hypertrophie der Vorsteherdrüse, Miliar- und Gehirntuberkulose, sowie Eitervergiftung des Blutes je eine Person, zwei erlagen der Lungenschwindsucht, einmal kam Selbstmord durch Ertränken vor. Die vier Todesfälle der Kinder ver- theilen sich auf Krämpfe, Brechdurchfall und Rachenbräune in je einem Fall. Einmal blieb die Todesursache unbekanut. Gießen, 15. September. Kommenden Sonntag, -den 19. ds. Mts., werden in Stein's Garten die Musikkapellen des 81. und 97. Infanterie-Regiments ein großes Doppel-Concert veranstalten. Weiteres demnächst. Vermischte-» Kastel, 13. September. Im hiesigen Bahnhofe verlor gestern Abend auf eine gräßliche Weise ein Bediensteter sein Leben. Der Hilfsportier S. wollte über einen Schienenstrang gehen und stolperte, in demselben Augenblicks kam eine leere Maschine daher, erfaßte den Unglücklichen und schleifte ihn noch eine Strecke mit, wobei ihm der linke Arm abgerissen und er unter den Aschenkasten geschleudert wurde, welcher ihm die ganze Schädeldecke abriß. Der Tod erfolgte sofort. Die Maschine mußte noch gehoben werden, um den gräßlich verstümmelten Körper herauszuschaffen. Einzelne Körperteile mußten auf der Bahn noch zusammengelesen werden. Eine Frau mit 6 unmündigen Kindern beklagen den Tod des Vaters. — Mehrere Fuhrleute von hier waren vorgestern mit Weinholen in Jugenheim (Rheinhessen) beschäftigt. Auf der Heimfahrt fiel einem derselben das Leitseil aus der Hand, derselbe wollte sich darnach bücken, es aufzuheben, fiel aber dabei vom Wagen und kam mit der linken Hand unter das Rad. Auf Zuruf blieben die Pferde sogleich stehen, so daß ihm nur das Fleisch der linken Hand von den Knochen gedrückt wurde. Einen Zug der Pferde weiter und die Hand wäre verloren gewesen. Berlin, 10. September. Die bekannte Soubrette Eugenie Erdoesy, bis oor Kurzem am hiesigen Walhalla - Operetten - Theater thätig, hat sich gestern Abend im Thiergarten mittels eines Revolvers erschossen. Sie wurde noch lebend aufgefunden und in die Charitö gebracht, starb aber dort im Laufe der Nacht, nachdem es gelungen war, die Kugel aus dem Kopfe zu entfernen. Nach einer Version soll unglückliche Liebe, nach einer anderen Kummer über eine beginnende Krankheit das Motiv der That sein. — Friedrich der Große ritt einmal an der Front des Ziethen'schen Husaren- Regiments vorüber. Ein Husar, der viele Hiebnarben im Gesicht trug, fiel ihm auf und er fragte: „In welcher Bierschänke hat Er denn dieHiebe da bekommen?" — Der schlagfertige Husar antwortete dreist: „Bei Collin, wo Ew. Majestät die Zeche bezahlen mußten." Der König lachte und sagte: „Er ist Officier!" — (Heiße Jahre.) Folgender Rückblick zeigt, daß wir nicht die Ersten sind, welche im September von einer so hohen Temperatur behelligt werden. Im Jahre 1793 stieg das Thermometer im Herbstmonat auf 38° R. (im Schatten). Die Mauern barsten und die Früchte verbrannten auf den Bäumen; im Jahre 1699 siedete das Wasser in den Flaschen und die Thiere stürzten tobt auf bas ihnen die Füße versengende Pflaster; 1865 am 5. September zeigte das Thermometer 34° und am 29. September noch 27°. Im Jahre 1871 markirte man im September 35°. Somit beweist die Geschichte, daß es nichts Neues unter der Sonne, nicht einmal das Sengen ihrer Strahlen, gibt. - (Unerwartete Heilung.) Die Geschichte einer wunderbaren Genesung, welche der „Franks. O.-Ztg." aus Booßen, Kreis Lebus, mitgetheilt wird, ist interessant genug, um hier kurz wiedererzählt zu werden. Vor etwa drei Jahren wirbelte daselbst eine Schulgefchichte viel Staub auf. Ein Lehrer hatte einem Schüler beim Turnen ein paar Ohrfeigen gegeben; bald darauf verlor der Schüler die Sprache, fo daß er nur ganz leise zu lispeln vermochte. Der Lehrer mußte feine Verurteilung über sich ergehen lassen; der Junge war unglücklich, denn alle Hilfsmittel erwiesen sich als unzureichend. Ostern 1885 wurde der Knabe confirmirt und suchte nun als Hütejunge sein Brot zu verdienen. Am letzten Samstag war er mit seinen Kühen auf dem Felde, als eins der Thiere unruhig wurde und weglaufen wollte. In seinem Aerger und seiner Angst wollte der Knabe schreien; natürlich kam kein Ton, statt dessen aber flog ein Stück geronnenen Blutes aus dem Munde, welchem fließendes folgte,, und — mit einem Male konnte der Bursche nach alter Weise sprechen. — (Auch ein Wettrennen.) Unter dieser Marke schreibt man der „Rh.-Wests. Ztg.": Am 12. September findet im Muttenthal, einem beliebten Ausflugsorte der Wittener, ein großes Holzschuh - Wettrennen statt. Als Unicum theile ich den Lesern Ihrer geschätzten Zeitung aus dem Programm mit: 1. Jagdrennen für Knaben. an. bin r> Jc bie lr*'$i>r66 W gÄ’fifc ?"lgaritns ent tot?* Ä^ornton i>n TiM ^bern *gWr, daß ,uy meint, die '^e, müsse sich unst Bulgariens £Ucn Fürsten jit Frage der Neu- ehr die Möglich- batz man im msehen und die 'm Soncerte der einstweilen die ie Sobranje die den Zaren auf , dah er Eurer I Euere Majestät h allem bisher m aufhöre und e schenke, damit eroatioe Partei das Perhaltniß ie Sterblichkeit 10 und begreift Von den Er- $irnhibeiWr 'tnfäiviiibfudit,, ?r jfinbcr Dtp Zoll. Einmal xßtxkn in mts ein großes Abend auf eine )llte über einen leere Maschine wobei ihm der e, welcher ihm ie mußte noch ffen. Einzelne jine Frau mit deute von hier stigt. Auf der ;te sich darnach fen Hand unter iur das Fleisch irde weiter und doesy, bts E iem Abend m nb aufgcsunden oü ungluckltthe das Motto der schm ommen M dl! 3* k 6*" ^ Im ” Die Manern qq siedete das w=T» -M fc'S • Sprache, Bs : "'-L !Jh ion, Kd-s --.-'S *psÄ» 2. Hürdenrennen für Knaben. 3. Großes Hindernißrennen. 4. Damenrennen !! 5. Großes Vereinsrennen. Die Prelfe bestehen in Geld- und Ehrenpreisen. Es werden also nicht nur Männlein, sondern auch Fräulein um die Wette laufen. Das Ergötzlichste aber ist, daß nicht ein speculativer Wirth, sondern ein „Gesangverein" Veranstalter des Rennens ist. — Durch einen entsetzlichen Unglücksfall wurde die Sedanfeier in Balingen gestört. Burschen von 16—18 Jahren trieben sich unter der Menge umher, häufig Pistolenschüsse abgebend; einer derselben nun hatte vermuthlich aus Fahrlässigkeit scharf geladen und aus unmittelbarer Nähe auf ein blühendes Mädchen von 16 Jahren, die fleißige brave Tochter des Kesselmüllers Stotz, angelegt, so daß dasselbe, fast ohne einen Laut von sich zu geben, wenige Seeunden nach der unheilvollen That den Geist aufgab. Der muthmaßliche Thäter ist verhaftet. — Wie dem „L. T." von Dresden auf privatem Wege mitgetheilt wird, hat sich ein dort zum Besuch aufhältlicher höherer preußischer Officier in dem Augenblicke, als ein aus dem Manöver zurückkehrendes sächsisches Regiment mit klingendem Spiele unter den Fenstern seiner Wohnung vorbeimarschirte, eine Kugel durch die Brust geschossen, so daß der Tod augenblicklich eintrat. Der Unglückliche, bisher Stabsofficicr in der nächsten Umgebung des deutschen Kronprinzen, litt, dem „L. T." zufolge, in letzter Zeit an einer Gemüthskrankheit. Sein Zustand nöthigte ihn, ärztliche Hilfe zu suchen und sich bis aus Weiteres vom activen Dienste zurückzuziehen, worüber er tief bekümmert war. — Mit Beginn der längeren Abende tritt die Petroleumlampe, die in den meisten Haushaltungen während der Sommermonate außer Gebrauch gesetzt wird, wieder in Actioität. In Veranlassung dieses Umstandes nun, daß die meisten Petroleumexplosionen bei der Wiederbenutzung längerer Zeit außer Gebrauch gesetzter Lampen entstehen, ist an die Hausfrauen die Mahnung zu richten, vor der Wiederbenutzung der Lampen das in denselben befindliche alte Petroleum wegzugießen, auch den alten, inzwischen filzig und dadurch zum Brennen untauglich gewordenen Docht durch neuen zu ersetzen. Durch das monatelange Stehen erzeugt sich nämlich in dem Oelbassin Petroleumnaphtha, welches viel leichter entzündlich ist als Petroleum, denn während Petroleum bei etwa 52 Grad Hitze explodirt, explodirt das Naphtha schon bei kaum 30 Grad. — Der Redacteur Röttger in Mainz geht feit Jahren von der Anschauung aus, daß die Ruhe in der Erde nur ein Ausnahmezustand, daß Bewegung in derselben die Regel ist. Um diese Bewegung nachzuweisen, hat er eine magnetische Zwillingsnadel conftruirt, bei der neben großer Leichtigkeit und Beweglichkeit die Verwerthung der Erdströme im Auge behalten wurde. So ist ein Instrument entstanden, welches dem Beschauer ein Bild von dem Leben in der todt geltenden Erde sofort vor Augen führt. Röttger hat seine Erfindting dem Patentamt und dem Contreadmiral in Wiesbaden eingereicht. Der Letztere hat eine Reihe von Beobachtungen angestellt, welche die Thatsache ergaben, daß die Zwillingsnadel sich zuweilen durch den ganzen Eompaß bewegt. Röttger glaubt nun, daß mit Hilfe feiner Zwillingsnadel ganz neue Aufschlüffe betreffs Gestalt und Bewegung der Erde erzielt werden. Es scheint ihm jetzt schon gewiß, daß vom Aequator unausgesetzt electrifche Ströme im Boden fort gegen die Pole gehen. Zum Schluß bemerkt er noch, daß trotz aller Entladung durch vulkanische Ereignisse sich noch ein solches Quantum Bewegung, Spannung und Unruhe in der Erde signalisirt, wie er es in dem bereits abgelaufenen Theile der merkwürdigen Krisenepoche, die wir feit 1878 durchleben, kaum fo stark wahrgenommen habe. Der indische Ocean, Centralamerika, sowie das westliche Mittelländische Meer mit dem Aetna- gebiet lassen besonders noch Weiteres erwarten. — Ein schlechter Spaß — das war der, fo sich ein Gastwirth in Hannover gemacht hat. Er ging nämlich hin und rückte „zum Spaß", wie er meinte, eine Anzeige in das „Hannoversche Tageblatt", daß das Fräulein fo und fo und der Herr so und fo sich miteinander verlobt hätten. Die Sache nahm aber ein böses Ende, denn die auf diese Weise Verlobten nahmen die Sache krumm und zeigten den spaßhaften Gastwirth an, woraus ihm eine Gesängmßstrase von 4 Monaten zu Theil ward und das war ein schlechter Spaß. — lieber einen Selbstmord durch Verhungern theilt die „D. Med. W." mit: Ein 64 Jahre alter Sackträger wurde für einen Trunkenbold erklärt, dem kein Wirth mehr Spirituosen geben dürfe. Das machte einen solchen Eindruck auf ihn, daß er beschloß, sich durch Hunger zu tobten. Am 15. December v. I. blieb er Morgens im Bett und verweigerte von da an jegliche Nahrungsausnahme. Nun trank er vom 15. bis 27. December täglich ein halbes Liter Wasser mit einem Zehntel Liter Branntwein vermischt; vom 27. December bis zu dem am 8. Januar Avends erfolgten Tode täglich außer kleinen Quantitäten Wassers, ein halbes Liter leichtes Bier. Die Ermahnung, von dem thörtchten Beginnen abzustehen, fand kein Gehör. Hunger und Durst waren in den ersten Tagen lebhaft, verloren sich aber bald; am 31. December war nicht mehr das geringste Bedürsniß vorhanden, etwas zu essen, nur das Bedürf- niß, von Zeit zu Zeit den Mund etwas anzufeuchten. Der Tod erfolgte am 8. Januar Abends ohne allen Kampf in tiefster Betäubung. — sEine Mobilmachung an der fächsifch-böhmischen Grenze.] Unter Gensdar- meriebegleitung langte am letzten Dienstag eine von Annaberg in Sachsen eskortirte Zigeunertruppe in Weipert (Böhmen) an. Die Grenzwächter weigerten sich, die Legi- timationslofen in das Land zu nehmen. Um sich die Jnöasion vom Halse zu halten, ließ Weipert gegen 9 Uhr die Schützen ausmarschiren, während Bärenstein (der sächsische Grenzort) die Feuerwehr aUarmirte, und fo standen sich nun drei Heere feindlich gegenüber, als wäre für einen bevorstehenden Krieg zwischen Weipert und Bärenstein der Mobilisirungsbefehl ertheilt. Die Zigeuner haben keine Legitimationspapiere und obwohl sie beim Anblick des Doppeladlers in Entzücken gedeihen und Oesterreich als ihre Heimath bezeichneten, weigerte sich die Wciperter Behörde, die braune Gesellschaft aufzunehmen. Endlich lief der Bescheid bet der Weiperier Behörde ein, die Zigeuner nach Böhmen hineinzulassen. Am Mittwoch Mittag hielt die Zigeunertruppe ihren Einzug in Böhmen. In Weipert und Bärenstein wurde wieder abgerüstet. — Die von den Pariser Blättern fo außerordentlich aufgebaufchie Verhaftung eines früheren deutschen Offiziers in Belfort wird jetzt von dem Betroffenen, dem Oberst a. D. Richard v. Meerheimb, in einem dem „Dresdener Anzeiger" zugesandten Bericht fachgemäß geschildert. Wie Herr v. Meerheuub, welcher bis zu feinem im Jahre 1872 erfolgten Eintritt in den Ruhestand das 4. fächsifche Infanterie-Regiment Nr. 103 in Bautzen befehligte, unterm 30. August -dem genannten Blatte aus Mühlhausen i. E. schreibt, hatte er in 6—7 Wochen sämmtliche nennenswerihen Hochpunkte der Vogesen, darunter auch den Großen Belchen bei Gebweiler, bestiegen und wollte feine Tour nunmehr mit Erklimmung der südlichsten Höhe des Elsässer Belchen, 15 Kilometer nördlich von Belfort, adschließen. Diese Absicht führte er auch am 29. August aus und erfreute sich von dem Scheitelpunkt des Berges, den ein boch- ragent)e§ Marienbild frönt, einer herrlichen Aussicht, die nur im Südosten durch den machtlgen Ballon de Servance verschlossen ist, einen Berg, der mächtige, zur Befestigung Belforts gehörige Sperrforts trägt. Da Herr v. Meerheimb in seinem Vogesenfübrer oie Bemerkung fand: „Man kann in den Umgebungen frei umhergehen, die Aussicht ist wunderbar schön", so entschloß er sich kurz, auch diese nur 6 Kilometer entfernte Hohe zu ersteigen. In der Mittagsgluth stieg er auf einem steilen Pfade empor, dessen i !pUrJlC5 ober immer mehr verlor, so daß er ausjs Geraihewohl, nur dem Eompaß folgenb, durch das Gehölz vordrang, dis er endlich das Hochplateau gewonnen hatte und nun, wie er schreibt, weniger durch die seitwärts befindlichen Schanzwerke, als durch den herrlichen Blick in das französische Gelände des südwestlichen Abfalls der Vogesenkette gefesselt wurde. In dem Naturgenuß, sowie in den Auszeichnungen seiner Eindrücke dieses Genusses ward er plötzlich durch französische Soldaten gestört, die ihn „m der höflichsten Weise" aufforberten, ihnen zum Commandeur des Forts zu folgen uno zwar weil Herr v. Meerheimb in der Eile des Aufstiegs mehrmals kleine Säulen nut der Aufschrift „dtifense de passet sur le terrain militair“ (das Betreten des militärischen Zwecken dienenden Terrains ist verboten) übersehen und nicht beachtet hatte. Der Commandant, Herr R. Lorillard, Lieutenant vom 35. Infanterie-Regiment, sah sich in Folge der strengen Weisungen veranlaßt, Herrn v. Meerheimb seine Papiere abzufordern. Zufällig fand sich im Notizbuch zuletzt das Wort „Bombardement" eingetragen, das seinen Ursprung einem sehr harmlosen Stein-Bombardement seitens einer luftigen Gesellschaft nach Flaschen verdankte, dem Herr v. Meerheimb beigewvhnt hatte, aber in sranzösischen Augen sehr verdächtig erschien. Die Papiere wanderten nach Belfort, von wo wegen zufälliger Verlegung des Telegraphendrahtes erst am nächsten Mittag die Anweisung zu sofortiger Entlastung eintraf. „Dieses Telegramm war mit echtfranzösischer vollendeter Courtoisie abgesatzt, wie denn überhaupt die liebenswürdige Zuvorkommenheit Aller, mit denen Herr v. Meerheimb zu thun hatte, vollster Anerkennung werth ist". — Diese Schilderung ergiebt, daß die französischen Militärbehörden, weit entfernt, sich an jener Spionensresserei der Pariser Presse zu beteiligen, in der richtigen Form einfach ihre Pflicht und Schuldigkeit getan haben. Handel «nd Verkehr. Darmstadt. Unter dem Vorsitze des Herrn Geh. Oberfinanzrat Schulz fand am 9. d. M. die elfte Sitzung des hessischen Eifenbahnrathes statt. Aus der Dis- cuffion über die Fahrpläne ist mitzutheilen, daß auf Antrag der Herren Handelsrichter Haurand-Frankfurt und Geheimrath Goldmann-Darmstadt beschlossen wurde, die beteiligten Verwaltungen aufzufordern, den seitherigen Schnellzug 7 Uhr frühe ab Frankfurt nach Baden und der Schweiz, sowie den Gegenzug Heidelberg-Frankfurt auch im Winterfahrplan beizubehalten. Herr Commerzienrath Michel-Mainz beantragte verbesserten Anschluß an den Nachtschnellzug Berlin-Nordhausen-Frankfurt, statt des jetzt 63t frühe von Frankfurt nach Mainz abgehenden Zuges. Herr Geh. Baurath Kramer, als Vertreter der Hess. Ludwigsbahn, sagte Prüfung der Angelegenheit zu. Mit Befriedigung wurde conftatirt, daß die Hess. Ludwigsbahn nunmehr Anschluß von dem mitteldeutschen Nachtschnellzug Berlin-Erfurt-Hanau-Frankfurt an den 7" frühe ab Frankfurt verkehrenden Courierzug Mannheim-Straßburg hergestellt habe. — Die Eingabe der Stadt Butzbach um Anhalten mehrerer Schnellzüge fand mit Beschränkung auf die 3. Classe führenden Schnellzüge 303 und 304, welche längeren Aufenthalt in Gießen haben, einstimmig Befürwortung. Zu der Position: Ermäßigung der Stückgutfracht sprachen die Herren Geh. Oberfinaiizrath Schulz, Eisenbahndirector Altvater und Handelsrichter Haurand für Tarifermäßigung bei Aufgabe von wenigstens 2000 Kgr. Die General-Conferenz der deutschen Eisenbahnen wird am 24. d. M. darüber Beschluß fassen. — Der letzte Punkt der Tagesordnung: Antrag der Zuckerfabrik in Friedberg um Frachtermäßigung auf Rübenabfälle wurde unterstütz! durch die Herren Goldmann-Darmstadt, Lucan-Hanau, Generalsecretär Müller-Wiesbaden u. A. Einstimm.g befürwortet wurde alsdann eine Ermäßigung auf Sätze von 1,8 Pfg. refp. 1,5 Pfg., wie solche bet der hessischen Ludwigsbahn, den Oberhessischen Bahnen, sowie der Großh. badischen Staatsbahn 'bereits eingeführt sind. (F. Z.) Nervenkranken Frauen wird jetzt A. Widtfeldt's Aachener Magenbehagen, kalt genossen, ärztlich verordnet, weil er die Magenthätigkeit anregt, die Nerven belebt, die Stimmung ermuthigt. Niederlage bei Emil Fischbach. 6489 — Wie sehr unsere Industrie auf allen Gebieten das Ausland zu überflügeln sucht und wie glänzend das in vielen Fällen gelingt, beweist die 6fad)e Prämiirnng innerhalb Jahresfrist der Firma B. Meisiug in Düsseldorf, deren Deutsche Liquenre an vielen Orten Deutschlands in Eoncurrenz mit den feinsten und theuersten ausländischen Marken heute schon vorgezogen werden. Zudem sind die Preise wesentlich billiger, weil der hohe Eingangszoll nicht darauf lastet. Die Firma hat sich die Aufgabe gestellt, nur das Allerfeinste zu liefern und bittet nur ihre Fabrikate einer Prüfung zu unterziehen. Niederlage' befindet sich bei Feed. Drebes, vorm. Gg. Will). Weidig in Gießen. pr&kt u. Speeialarzt für Haut-, Fragen - u. Ge- schlecht*Krankheiten (Syphi 1 1bj eto. Frankfurt *. M. Z " Stifte tr. 22, fr. Aeeiet. ProfT Ricort*«. Aeew. briefl. Verfälschte schwarze Seide. Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. — Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert) und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Das Seiden - Fabrik - Döpöt von 6. Henneberg (K. u- K- Hoflief.) In Zürich versendet gern Muster von seinen ächten Seidenstoffen an Jedermann und liefert einzelne Roben und ganze Stücke zollfrei in's Haus, ohne Zollberechnung. Ein Brief nach der Schweiz kostet 20 Pf. Porto- 2431 Temperatur der tzahn. Am 15. September, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 16°, Luft 17° R. im Schatten. L. Ehr. R ö bsanikn. Allgemeirrsr Anzeiger« la. holl. VollbärLnfte u. Sardellen, neue Rollmöpse und Sardinen empfiehlt bei Bezug von Postfaß billigst 6480 Ä. Koeh Nackfolger, Hamburger Fisch« u. Delikatessenhandl. Zwei überzählige zug- feste Wagenpferde verkauft preiswerth Adolph Voll, 6488 in Mrma: Joh. Balth. Noll. Gothaer Mensverstcherungsbank. Verfich.-Bestand am 1. Aug. 1886 67 420 Pers, mit 502 200 000 Mark Bankfonds „ „ „ ...... 131800000 „ Versicherungssumme ausbezahlt..... 170200 000 „ Vertreter der Bank in Gießen: 6204 F» G-ros, Bahnhofstraße 66. Wafserleitrmgs-Anlagerl, sowie Pumpen-, Bade- und Closet-Cinrichtungen liefert unter Garantie Ohr. Zimmer, Kupferschmied, Bahnhofstraße 12. Badeöfen und Wannen stets auf Lager. 5687 Es stehen 2 abgängig gewordene Gemeifide-Fasselochsen dahier zu verkaufen. Mendorf a/Lda., 13. Sept. 1886. Gr. Bürgermeisterei Mendorf a/Lda. Bieber. 6487 Hackklötze, Hackbretter (auch zusammengesetzte) sind zu haben bei 6514 Andreas Euler 6503] Mist zu verkaufen. Asterweg 8. Obstversteigernog. Montag den 20. d. Mts., von Vormittags 10 Nhr an, soll das hiesige Gemeindeobst, bestehend in 21 epfein, Birnen und große Alleen von mehreren Hundert Stämmen sehr vollhängender Zwetschen loosweise versteigert werden. Grüningen, den 15. Sept. 1886. Großh. Bürgermeisterei Grünmgen. __Gilbert._______6508 —ObslversleigeruBg. Freitag den 17. September, Nachmittag« 4 Uhr, wird das Obst der Gemeinde Kinzenbach versteigert. 6501 Kinzenbach, den 15. Sept. 1886. _______Pfaff, Gemeindevorsteher. Versteigerung. Freitag den 17. September, von Morgens 9 Uhr an, sollen in der Wohnung der verstorbenen Jacob Fink Eheleute von Garbentetcd gegen gleich baare Zahlung zur Versteigerung kommen: 2 trächtige Kühe, 1 trächtiges Rind, 2 kleinere Rinder, 2 Schweine, 5 alte Hühner, 1 alter Hahn, 3 junge Hühner, 5 junge Hähne, 1 Wagen mit Zubehör, 2 Pflüge, 1 Egge, Viehketten u. dgl. Garbenteich, am 13. Sept. 1886. Großh. Ortsgericht Garbenteich. __________Schwarz.______6494 DonmMsfl den IG d. M., Nachmittags 2 Uhr, in der Louis Flett'scken Hofraithe dahier sollen gegen Baar öffentlich versteigert werden: 1 Wagen, 1 Hundewagelchen, 1 Sopha, 2 Kleiderschränke, 1 Küchenschrank, diverse Stücke Tuche und Buxkins rc- Gießen, am 14. September 1886. Engel, 6515 _________Gerichtsvollzieher. ~ Äepfel-Versteigening, Montag den 20. September, Morgens 9 Uhr, läßt Unterzeichneter auf dem Neuhof, Station Lang-Göns, ca. 200 Malter Aepfel unter günstigen Bedingungen versteigern. Neuhof, den 10. September 1886. 6419____ Schuch ard^ Eine complette Einrichtung für Mineralbrunnen-Betrieb als: 1 Dampfmaschine, 4 pferd., nebst stehenden Dampfkessel und doppelter Speise- vorrichtnng complett, 1 kleine liegende Californiapumpe, 1 doppelcylindr. mess. Pumpe, 1 Kohlensäure Scheidegefätz von Kupfer, mit Armatur «System Albach), 2 Mischcylinder von Kupfer, innen verzinnt, mit Armatur, für Hand- und Maichinenbetlieb, 1 Comprimircylinder von Kupfer mit Armatur, 1 Gasometer von Kupfer, complett, Füll- und Korkmaschinen für Flaschen und Krüge rc. rc>, Badeeinrichtung, Kistenvorräthe, sowie dio Handwerkszeug, Wagen, Geräthe und alte Metalle, sollen Montag den 4. Gctolier d 3, früh 10 Nhr, 6193 auf dem Schwalheimer Brunnen bei Friedberg in Hessen freihändig geyen Baarzahlung versteigert werden und sind Interessenten hierzu höflichst eingeladen. Die Gegenstände können vorher besichtigt werden und ertheilt gern nähere Auskunft E. H. Simon, Bad Nauheim. 6510 Ein tüchtiger Schreinergeselle findet dauernde Arbeit bei Schreiner Schäfer, Wallthorstraße 59. Für das Prinz-Friedrich-Karl-Nation al-Derrkmal sind an Beiträgen bis jetzt eingegangen: Von den Herren: Landgerichtspräsident Knorr 10 «X, Rentamtmann Lynker 3 «X, Frhr. V. v. Rabenau 10 «X. Dr. A. Mettenheimer 3 «X, Dr. Dieffenbach 3