***** ßeti. ihälie. ewwmt 7. Erscheint tLMch w* Ssvmchme M BWMg- X lllg. W Prämien. U , unter en. 5035 63. Dr. Boekmann. d»3lig. ta&tn btt ßkNS. m SÄ* Großherzogliches Mnisterium des Innern und der Justiz. _____________ Finger. VreLO »ierteljichrttch 2 Mark 2H yf. »v Durch Vie Post dezsgen vierteljührNH 2 Rark SO Pf, Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz. ________________ Finger. rtt z®ie Jn °t?r*?err Woche in Elsaß-Lothringen stattgefundenen GemeinderalhSwahlen haben vor Allem in den beiden Hauptstädten Straßburg und Metz einen unter den herrschenden eigenthümlichen Verhältnissen geradezu glänzenden Erfolg der deutschen Partei ergeben. In Straßburg, welche Stadt letzt zum ersten Mal seit 13 Jahren zur Theilnahme an den Gemeinderathswahlen wieder zugelaffen worden ist, hatte die französische oder Protestpartei eme Candldatenliste aufgestellt, welche jeden eingewanderten Deutschen grundsätzlich ausschloß, aber dieses Manöver, vas altdeutsche Element in dem Gemeinde- rathe ganz unvertreten zu lassen, mißglückte schmählich. Von 32 gewählten Mitgliedern der städtischen Vertretung stnd 9 Altdeutsche, unter ihnen befinden stch der verdiente Bürgermeisterei' Verwalter Back und der sogar doppelt gewählte Beigeordnete Holzapfel; von den übrigen 23 altelsässischen Gemeinde- Ehen gehören 10 der Protestpartei an. worunter der frühere Bürgermeister Lauth und der Reichstags-Abgeordnete für Straßburg, Kablö; 5 find Autonomen , welche man als das vermittelnde Element zwischen Altdeutschen und Elsässern betrachten kann, 4 gehören der klerikalen Richtung an und von den übrigen 4 ist die Parteistellung unbekannt: außerdem haben noch 4 Stichwahlen stattgesunden. Die protestlerische Partei hat demnach ein offenkundiges Fiasco gemacht und es steht zu erwarten, daß dies zu einer weiteren Annäherung zwischen den Altdeutschen und den gemäßigteren Elementen führen wird, welche Verbindung der Wetterentwickelung der Metropole des Oberrheins nur zunu Heile gereichen kann. Noch günstiger gestalteten sich die Gemeinderathswahlen, in Metz für die deutsche Sache; hier wurden 12 Deutsche gleich im ersten Wahlgange gewählt, während bislang im Metzer Gemeinderathe nur 4 Altdeutsche saßen. Ferner haben in Metz nicht weniger als 20 Stichwahlen stattgesunden. von denen höchst wahrscheinlich noch einige zu Gunsten der deutschen Partei ausfallen werden. Das Reichsversicherungsamt in Berlin hat am Montag seine mjw dimstwädchtll Mnveg 1L Politische Ueberficht. A r Gießen, 15. Juli. Kaiser Wilhelm hat am Dienstag Abend Koblenz, wo der hohe Herr seit Beendigung der Emser Kur zum Besuche seiner erlauchten Gemahlin weilte, wieder verlassen und sich über Mannheim, Karlsruhe, Offenburg. Singen nach der Insel Mainau begeben, woselbst die Ankunst am Mittwoch Abend erfolgte. In Gastein trifft der Kaiser am 18. Juli ein und wird sein Aufenthalt daselvst bi» zum 8. oder 9. August währen; die Zusammenkunft mit dem Kaiser Franz Joses findet am 6. oder 7. August statt und wird derselben jedenfalls auch Fürst Bismarck beiwohnen, da für ihn Zimmer in Gastein auf die ersten Tage des August bestellt sind. Nach Beendigung des Gasteiner Aufenthaltes begiebt sich Kaiser Wilhelm nach Babelsberg zurück, wo er bis zum Beginn der in diesem Jahre bekanntlich in den Reichslanden stattfindenden Kaiser-Manöver zu bleiben gedenkt. — Die Kaiserin wird in den nächsten Tagen Koblenz ebenfalls verlassen, um eine mehrwöchentliche Kur in Schlangenbad zu gebrauchen. ™ ® m ^ttende bayerische Staatsmann, Herr v. Lutz, ist am Montag Nachmittag in Begleitung des Ministers v. Crailsheim in Kissingen eingetroffen; die Nachricht, wonach die bayerischen Minister schon in voriger Woche in dem genannten Badeorte eingetroffen sein sollten, war demnach verfrüht. Sofort nach ihrer Ankunft statteten beide Herren dem Fürsten Bismarck einen Besuch ab und es erhellt, daß dieser Minister-Begegnung unter den obwal- tenden Verhältnissen eine hochpolitische Bedeutung innewohnt. Der Inhalt der Conserenzen zwischen dem Reichskanzler und den beiden bayerischen Ministern entzieht sich natürlich der Kenntniß weiterer Kreise, aber man darf auch ohnedem annehmen, daß die Kissinger Mintster-Besprechungen das vom Prinz- Regenten schon mehrfach betonte gute Einvernehmen zwischen Berlin und München nur noch weiter festigen und die vollständige Uebereinstimmuna der bayerischen Politik mit der Reichspolitik bekunden werden. hießen. 't. Betreffend: Die Ausführung des Artikels 22 des Gesetze» vom 30. Juni l. I. über das Civildiener-Wittwen-Jnstitut. Vom 1. Juli 1886. ir noch bi» ri brillant strahl hing- Central, lraiß- rillarüe W rachMlttago * SS« SU M-1 @*'5 j ST mW KxS Söetreffenb: Die Ausführung der Artikel 23 und 24 des Gesetzes vom 30. Juni l. I. über das Civildiener-Wittwen-Jnstitut. IM 1886. . . . Nach Artikel 23 des Gesetzes vom 30. Juni I. I, das Civildiener-Wittwen-Jnstitut betreffend, steht es denjenigen aktiven Staatsbeamten sowie remgen m der Zett vom 1. April bis 30. September 1886 in den Ruhestand versetzten Staatsbeamten welche KidJÄÄm A fefte», sei es m Folge vorläufiger Aufnahme, Mitglieder des Civildiener-Wittwen-Jnstttuts geworden sind, frei, in dem feüfieriaensStträ unÄtot A^Eben, unter Beibehaltung der damit verbunden gewesenen Pensionsansprüche der Wittwen und Waisen und der en sprechenden jährliche Besträ^ü^d iMMZMIIZULWLM-EE -*■ Ä“,r,Ä' Civildiener-Wittwenkaffe-Kommission emzureichenden Erklärungen Stempel nicht zu verwenden ist P ° ° tsrobher^oglicher Darmstadt, den 1. Juli 1886. 1' Nach Artikel 22 des Gesetzes vom 30. Juni l. I., das Civildiener-Wittwen-Jnstitut betreffend, findet dasselbe aus die Ntittme» s. iem 1. Oktober 1886 verstorbenen Staatsbeamten keine Anwendung. Jedoch sollen die Wittwen und Waisen solLer NvÄss«. Gotha, 14. Juli. Die „Gothaer Zeitung" berichtet: Der Kaiser, der Kronprinz und die Kronprinzessin beglückwünschten Gustav Freytag anläßlich seines siebenzigsten Geburtstages telegraphisch. Der Kaiser ließ dem Dichter mittheilen, daß seinem Bilde in der National-Gallerie in Berlin ein Platz angewiesen sei. Konstanz, 14. Juli. Der Kaiser, der heute früh 8 Uhr hier eintraf und von dem Großherzoglichen Paar und einer enthusiastisch begrüßenden Menge empfangen wurde, begab sich sofort nach der Mainau. PariS, 14. Juli. Die Ausweisungs-Verfügung ist dem Herzog von Aumale heute zugestellt worden. Derselbe wird in Folge dessen morgen nach England abreisen. Belfast, 14. Juli. Anläßlich eines von den Drangiften veranstalteten Umzngs fanden in der vergangenen Nacht ernste Ruhestörungen statt. Die Orangisten wurden von den Gegnern mit Steinwürfen angegriffen und erwiderten die Steinmürfe. Es kam zu einem nahezu einstündigen Kampfe, ehe die verstärkte Polizei die Ruhe wieder Herstellen konnte. Gleichzeitig fanden in einem anderen Stadttheile ähnliche Ruhestörungen statt, wobei sogar Gewehrschüsse gewechselt wurden. Mehrere Häuser sind fast vollständig zerstört und viele Personen wurden verwundet. Die Straßen sind jetzt von Infanterie und Kavallerie besetzt. London, 14. Juli. Bei den gestrigen Ruhestörungen in Belfast wurden zwei Gensdarmen und zwei Unruhestifter getödtet und zwölf Personen schwer verletzt. Auch in Limerick fanden Ruhestörungen statt und die Polizei war gezwungen, die Waffe zu gebrauchen, da die Menge sich weigerte, auseinander zu gehen. Mehrere Personen wurden verwundet. — Dem Reuter'schen Bureau zufolge ist die Nachricht der „Wiener Presse" von einer Note Englands an die Mächte, worin unter Anderm gesagt sein sollte, daß England Angesichts des Vorgehens Rußlands in Batum drei Panzerschiffe in die Dardanellen entsenden müßte, um sich vor weiteren Ueberraschungen zu sichern, vollkommen unbegründet. London, 14. Juli. Bis heute Abend 7 Uhr waren 631 Wahlen bekannt. Davon entfallen auf die Eonservativen 307, dissentirenden Liberalen 73, Glab- ftonianer 170 und Parnelliten 81. Bei den heutigen Wahlen gewannen die Con- fervalioen 7, die Gladstonianer 1 Sitz. Rom, 14. Juli. Cholera - Bericht. Vom 13. bis 14. Juli, Mittags, kamen in Brindisi 11 Erkrankungen und 3 Todesfälle vor, in Latiano 25 Erkrankungen und 10 Todesfälle, in Codigoro 3 Erkrankungen und 2 Todesfälle, in Venedig 1 Todesfall in San Vito 20 Erkrankungen und 1 Todesfall, in Ostuni 1 Todesfall, in Dria 2 Erkrankungen und 2 Todesfälle, in Erchie 8 Erkrankungen und 2 Todesfälle, in Francavilla 44 Erkrankungen und 17 Todesfälle, San Donati 6 Erkrankungen und 2 Todesfälle, in Triest in derselben Zeit 3 Erkrankungen und 1 Todesfall. Risch, 14. Juli. Der Verisications - Ausschuß hat sich constituirt und seine Berathungen begonnen. Die feierliche Eröffnung der Skuptschina findet voraussichtlich Sonntag statt. ________________________________________ Lokale-, Gießen, 15. Juli. Heute beginnen die Gerichtsferien und nehmen am 15. September ihr Ende. Es standen gestern an hiesigem Amtsgericht nicht weniger als 42 Civilproceß- termine in Angelegenheiten hiesiger Einwohner. Gießen, 15. Juli. Die Lebensmittelpreise in Gießen stellten sich nach den Aufzeichnungen unserer Landescentralstelle im Vergleiche zu anderen größeren Orten des Großherzogthums im Monat Mai wie folgt: Der Durch- Jn Gießen kostete: Den niedrigsten Preis Den höchsten Preis schnittspreis hatte: hatte: von 16 Orten Roaaenbrod, pr. Ko. 0,23 JL Erbach mit 0,19 Mainz 0,27 JL war: 0,23 JL Kartoffeln,p.lOOKo.3,84 „ Babenhausen 3,00 „ Darmstabt 4,61 „ 3,90 „ Ochsenfleisch, p. Ko. 1.26 „ Büdingen 1,16 „ Offenbach 1,46 „ 1,29 „ Kalbfleisch, „ 0,90 „ Gießen 0,90 „ 4Jurni|iuoi u. A. 1,20 „ 1,07 „ Schweinefleisch „ 1,16 „ Friebberg 0,92 „ Mainz unb Offenbach 1,40 „ 1,16 „ Butter, „ 1,80 „ Alsfeld 1,65 „ Offenbach 2,23 „ 1 92 Milch, pr. Liter 0,15 „ bo.u. Worms 1,14 „ Bessungen 0,18 „ 0,17 „ Eier, 10 Stück 0,48 „ Alsfeld 0,38 „ Offenbach 0,60 „ 0,51 „ Eine Vergleichung dieser Preise, namentlich der hierörtlichen mit den Durchschnittspreisen, ergibt, daß der Consument in Gießen sich über die hiesigen Preisver- hältnisse gar nichr beklagen darf. Universität- - Chronik. — Zum 50jährigen Professorenjubiläum des Prof. Dr. Erdmann in Halle am 20. d. Mts. beabsichtigen die Studirenden dem allgemein beliebten Lehrer größere Huldigungen darzubringen. — Zwei größere Stipendien hat die theologische Facultät der Berliner Universität für das nächste Wintersemester zu vergeben. Das eine ist das Stipendium der vormaligen Jmmediatcommission zur Vertheilung von Prämien auf Staatsschuldscheine. Die Bewerbungen um dasselbe müssen bis zum 30. d. M. der Universitäts-Registratur eingereichl werden. Das zweite Stipendium, das der Twestenstiftung, im Betrage von 1200 Mark wird auf Grund einer Arbeit aus dem Gebiet der systematischen oder neutestamenilichen Exegese am 7. Januar 1887, dem Gedächtnißtage der Stiftung, verliehen. Die Bewerbungen sind bis zum 30. November an die Facultät zu richten. München.^ 9. Juli. Professor Dr. Grashey in Würzburg ist an Stelle Gudden's, seines Schwiegervaters, als Lehrer der Psychiatrie, an die hiesige Hochschule berufen. Vermischte -. ][. Darmstadt, 14.Juli. Se. Großh. Hoheit Prinz Alexander begeht morgen ' im Krem seiner Familie auf Schloß Heiligenberg bei Jugenheim a. d. B. seinen 63. Geburtstag. Auf denselben Tag fällt auch der Geburtstag seiner ältesten Tochter Marie, welche, 1852 geboren, seit dem 29. April 1871 mit dem Grafen zu Erbach- Schönberg vermählt ist. Zu dieser Doppelfeier wird Se. Köistgl. Hoheit der Großherzog und die Großh. Familie' von Jagdschloß Kranichstein erwartet. Seitens der Jugenheimer Sommerfrischler und der ortseingesessenen Bevölkerung wird der Tag immer besonders festlich begangen. Aus diesem Anlaß findet denn auch in der „goldenen Krone" zu Jugenheim großes Militär - Festconcert der Capelle Hilge (1. Großh. Hess. JnfanteriesLeibgardej-Regiment Nr. 115) und bengalische Beleuchtung des Gartens statt. — Gestern Abend ist hier ein Selbstmord vorgekommen, der einige Sensation erregt. Die Ehefrau eines Journalisten hat sich in ihrer Wohnung, Neckarstraße 26, durch zwei Revolverschüsse in den Kopf getödtet. Die Unglückliche, eine geborene Berlinerin, war erst 24 Jahre alt und Mutter zweier Kinder. Als Motiv werden Existenzsorgen angegeben. Aus dem Großherzogthum Hessen, 12. Juli. Im Großherzogthum gibt es gegenwärtig 7 Gymnasien, 4 Realgymnasien und 12 Realschulen. In diesen Anstalten sind 366 Lehrer thätig und 7714 Kinder und Zöglinge besuchen diese Anstalten- während das Schulgeld 393,256 X 22 beträgt, welches bezahlt wird, von dieser Summe kommen 185,621 24 4 auf die Gymnasien und 207,634 98 4 auf die übrigen Anstalten. Von sämmtlichen Zöglingen gehören 5142 der evangelischen und 1459 der katholischen Kirche an, 1027 sind Juden. Gera, 11. Juli. Gegen UV-Uhr Vormittags verunglückte auf entsetzliche Weise der Commercienrath Robert Ferber (Mitinhaber der Firma Morand u Co) in seiner Fabrik, lieber den Hergang des Vorfalles berichtet der „G. A." Folgendes- Der Commercienrath hatte sich, um den Gang der Dampfmaschine zu besichtigen in den Maschinenraum begeben, wo zwei große Dampfmaschinen nebeneinander ausgestellt sind. Zwischen beiden bewegt sich das große Schwungrad, vor welchem zum Schutz für die Arbeiter ein eisernes Gitter angebracht ist. Auf dieses hatte der Genannte die Arme gelehnt, während er den Gang der Maschine beobachtete. Es bleibt unaufgeklärt, ob er sich hierbei zu weit vorgebeugt hatte, oder ob er, vom Schwindel erfaßt, vornüber sank, genug, er wurde von den Speichen des großen Schwungrads erfaßt, herumgeschleudert und bann in die sogenannte Kurbelgrube geworfen wo er von der auf- und niederschlagenden Kurbelstange binnen wenigen Secunden und ehe der Maschinenführer die Maschine zum Stillstand bringen konnte, beinahe vollständig zermalmt wurde. Die Ausregung ui der Fabrik bei der Kunde von dem Unglücksfalle war eine außerordentlich große. Viele Arbeiter weinten und jeder in der Fabrik An- gestellte beklagte ichmerzlich den Verlust des so plötzlich dahingeschiedenen edlen und Brodherrn. Auch^ außerhalb des Etablissements trauern viele um den als Wohlthater der Armen wohlbekannten ausgezeichneten Mann. Die Stadt Gera verliert m ihm emen ihrer geachtetsten Mitbürger, dessen Andenken allen, die ihn näher kannten, stets unvergeßlich bleiben wird. Frankfurt a. M., 12. Juli. Heute Nacht kurz vor 12 Ubr brock in hem Hinterbau des „Russischen Hofes" auf der Zeil Feuer aus. Dasselbe soll di'rck die Unvorsichtigkeit eines Amerikaners, der daselbst im ersten Stock ein wimmer inne hatte, entstanden sei,, wurde ^ber sosott entdeckt und durch das energisch^EiMreitm der s-u-rwebr, die gleich zur Stelle war, auf einen geringen Umsang beschrünkt Aus gebrannt lind zwei Zimmer d-s ersten und die zwei darüberlieaend n des iweiten Stockes. Der Schaden mag etwa 3000 M betragen. Nach halbstündUier Tbät/ake t der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr war jede Gefahr beseitig , we ch- wegen der unmittelbar austobenden Raume der Hauptpost und wegen der z°llr"chm Hmelaäste unter welchen ich z. Z. auch di- Königin °°n Schweden befindet ganz b sonder Vor: kehrungen erheischte. 1 ' UC|UHUCU • s. Zr°?kfurt a. M.,10. Juli. Ein militärisches Trycicle wird sick von ietit ob leben Sonntag Morgen früh um 6 Uhr burch bie Stroken hPr ämJ1? von al) diese Stunde würbe" seither ben von Mannschaften von mehreren Solbaten aus ber Caserne^ ber f° d°tz di- glühende, flüssige Laoa herauSströlnte und bie sS Arbeiters übergoß, indeß bie Andern sich rechtzeitig unb eiliast Deuben Zur Verhütung eines größeren Unglücks hatte ein Arbeiter nÄÄpkJI” fonn el? mit ber Faust ein Fenster zu zertrümmern unb so ben fi*eS8eJ.e5mJrt' Dämpfen einen Ausweg zu schaffen. Die vielen entwickelnben erstickenben d-S ist nunmehr auch die Leiche schloß di- ÄmÄtLaLch^L^-g-n-r Ml." Wenn das feine Lungenkrankheiten absetzt, haben untere ReickE^r?^ den Kaiser, beneidenswerthe Gesundheit. 9' 9 un'ere Reichstagsabgeordneten eine SlK-n- mit.* jje(' gante «tä wert. ’ blutete ein * un krf“ 3- euvachte u , im Er bett°fL!eein' LrrlHEtz {^lien J Reutti. ^?vc?Palie»t m Vier unter 0* ■ S«° ÄS! Aeuer Mand anl chcmiscken Laboraton eiitjüiibeten mehrere Wimen. Bei dem Mc-Mgen, andere Mje waren weder G sonds der Uniuerjitat Universität eine frei mehrerer Gründer e> stehen anshören. B , Studenten in hohem 1 lunßen und Znstrume Die verbrannte Bibli Paris, 9. Ji reilhe viel genannt w und später nach ant Gründers der befann wegen eine Kugel in > eigentlicher iKöm - Aus der „g das schöne Geschlecht Tlädle Perlin und § „Mr Rathmänner, c baß wir in unserem lallen Jahr aus Tjrauen noch Zungs' We Mark werth i Mack werth ist. F tragen; auch soll fei als eine Mst. F'ei und W auf ihm Uti film Siirgereib auf feinen Tisch, dem als zehn .Schüsseln. Widlt mehr als fünf wollen wir auch, daß die sich wieder verhei herausgeben soll. % ™t Io >°ll iit || jemand beschenken. Anke nach dem Lai Wie gepfändet werd ^tratze tanzen, weder M als um fünf Jungfrau zur E unjeie etäbte, so j0 un? tttcht langer. Hi 2ner bezahlen zehn “Jn, die tollen ehe ^^Civitatum feil f-rei(Ve SfiSte Ntari 8 in f,‘|Uöe i h,“«SÄIMr »5* citko 8c im unb s " 1,16 H " 1,92 " 0,17 " " o,5i; S dm Durch- ■I gm Pretsver- " 3,90 5 1,29 * ' w. i» H°ll! «»rtr größere Btriiner li«j- ctIPenbium der °?'chuldscdeine. tat5^egiftratur lö'_ 'Ni Betrage ■ 'vslcmatischeik ^tnißtQge der ,n die Facultat ist an Stelle fige Hochschule begeht morgen ■ d. Ä. fernen Wen Tochter en zu Erbach- ieit der Eroß- Seilens der wird der Tag auch in der Oapelle Hilge be Bckuchtung gekommen, der rer Wohnung, e Unglülkliche, ; Als Motiv >og^um gibt 7 biefen Än- e Walten; von dreier l 98 L, auf evangeUschen af entsetzliche ranb u. Go.) " Folgendes: lesichtigen, in ier ausgestellt i zum Schutz rer genannte bleibt mi- rn Schwindel Schwungrads orfen, wo er nden und ehe je vollständig Ilnglücksfalle - Fabrik An- n edlen und liele um den Stadt Gera je ihn naher iu Nnckav' [.-L WHO SÄ 1,11 nach in dem oll durch die Ziminrr inne . tzinschrnten rankt. tlys# des zwei en er Lhatigke't je wegen der n Hoielgaslt/ .Men. ll,n ' besindli^ tua gebrach'- IrnckK m m Genoss er geh^d^ b bit f* »fier i a«* Frankfurt a. M. Durch ein Briefcouvert hat sich ein junger Mann aus Eßlingen em schwerem Leiden zugezogen. Der Betreffende war vor einigen Tagen damit beschäftigt, Briete zuzumachen. Bei dieser Arbeit passirte ihm das Malheur, daß er sich mit der Kante eines Couverts in die Zunge schnitt. Die Verletzung war klein, blutete ein wenig, wurde aber von dem Verletzten fast gar nicht beachtet. Abends kneipte er fleißig und rauchte mehrere Cigarren. Als er aber am anderen Morgen erwachte und die Zunge bewegte, verspürte er einen furchtbaren Schmerz an derselben. Er betrachtete sie im Spiegel; dieselbe war rosaroth und heftig geschwollen. Die kleine Verletzung hatte einen weißlichen Rand und hatte durch das Schwellen der Zunge die Form eines kleinen länglichen Loches angenommen. Immer noch schien ihm die Sache nicht bedenklich und hoffte er auf Besserung. Diese trat jedoch nicht ein, sondern die Zunge schwoll zusehends und schmerzte dementsprechend mehr. Am nächsten Tage war der Patient nicht mehr iin Stande, etwas zu genießen und schickte ihn deßhalb fein Principal zu einem tüchtigen Arzte. Derselbe conftatirte eine Blutvergiftung. Hier unter großen Schmerzen und Mühen gelang es, dem Patienten Nahrung, selbstverständlich nur in flüssiger Form, zuzuführen. Es sind, seitdem der junge Mann in ärztlicher Behandlung sich befindet, bereits einige Tage verstrichen und wird das Nebel Permanent schlimmer. Die Geschwulst war bis jetzt noch nicht zu entfernen. Dem Kranken wurde selbstverständlich durch dies Nebel der Gebrauch der Sprache unmöglich - Der behandelnde Arzt hofft jedoch, daß durch die Vergiftung das Leben des Patienten nicht gefährdet wird. - Der ganze Jimenramn der Brüsseler Universität ist vollständig ausgebrannt die weiften Hbrsäle sind eingeäschert, die kostbarsten, naturhistorischen Sammlungen, darunter tue mineralogische, welche 500,000 Francs kostete, sind vernichtet. Von der Bibliothek konnten nur wenige Werke, vom Laboratorium nichts gerettet werden. Die prachtvollen Domkuppeln stürzten ein. Der Schaden beträgt mehrere Millionen. Das Feuer konnte erst nach dreistündiger Dauer gelöscht werden. Das Feuer entstand anläßlich eines am Vormittag vorgenommenen Experiments im chemischen Laboratorium, vor dem glimmende Kohlen liegen geblieben waren - dieselben entzündeten mehrere chemische Prodncte und bald darauf stand das Laboratorium in Flammen. Bei dem Herabstürzen der Kuppeln erlitten zwei Feuerwehrleute schwere Verletzungen, andere wurden durch Explosion von Wasserrohren verletzt. Merkwürdiger Weise waren weder Gebäude noch Sammlungen versichert, so daß der ganze Gründungs- fonds der Universität durch den Schaden erschöpft wird. Bekanntlich ist die Brüsseler Unwerfttat eine freie Universität, sie wird nicht vom Staate, sondern vom Fonds mehrerer Gründer erhalten. Ohne Staatshilfe müßte die Universität also zu begehen aufOören. Bei dem Löschen des Brandes der Universität zeichneten sich die - Studenten in hohem Maße aus. Ihnen ist auch die Rettung der medicinischen Sammlungen und Instrumente, namentlich der kostbaren chirurgischen Sammlung, zu danken. Die verbrannte Bibliothek soll versichert sein. Paris, 9. Juli. Die frühere Tänzerin Cora Pearl, welche unter dem Kaiserreiche viel genannt wurde, sie stand in Beziehungen zum Prinzen Jerome Napoleon, und spater nach anderen Verehrern auch den jungen Lucien Duval, den Sohn des Genders der bekannten Speiseanstalten, zum Anbeter hatte (derselbe schoß sich ihretwegen eine Kugel in- den Kopf), ist gestern, 4* Jahre alt, in größtem Elend gestorben. Ihr eigentlicher Name war Emma Krug. ~ Aus der „guten alten Zeit" finden wir im „Börs.-Cvur." eine insbesondere das schone Geschlecht interessirende amtliche Bekanntmachung des Ralhes der vereinigten ''”nv le Berlin und Kölln. Sie erschien im Jahre 1335 und lautet folgendermaßen: -/Wir Rathmänner, alte und neue, von Berlin und Kölln tbun kund durch diesen Brief, daß wir in unserem Rathe einmüthig übereingekommen sind, wie die folgenden Punkte sollen Jahr aus Jahr ein gehalten werden. Zum Ersten wollen wir, daß weder Frauen noch Jungfrauen an Armspangen oder Geschmeide mehr tragen sollen, als eine halbe Mark werth ist. Auch feine Perlen sollen sie nicht mehr tragen, als eine halbe Mark werth ist. Ferner sollen weder Frauen noch Jungfrauen golddurchwirkte Tücher tragen; auch soll keine Jungfrau goldene Reifen ober Kränze tragen, die mehr kosten Mark. Ferner befehlen wir, daß weder Frauen noch Jungfrauen Zobelpelz und Besatz auf ihren Kleidern und Mänteln tragen. Ferner wollen mir, daß Keiner bei feinem Burgereide, er sei Mann oder Frau, bei Hochzeiten mehr Schüsseln aufsetzt auf leinen ^isch, denn vierzig; den Drosten (Ehrengästen) soll man nicht mehr geben, Sv Schusseln. Die Spielleute dürfen nicht mehr als drei Schüsseln erhalten. 2"chl mehr als sunt Gerichte soll man den Gästen bei einer Hochzeit geben. Ferner wollen wir auch, daß die Jungfrau, die dem Manne gegeben wird, oder die Wittwe, bie sich wieder verheiratet, das behalten soll, was man ihr schenkt und es nicht wieder herausgeben soll. Ferner, wenn eine Frau ihren ersten Kirchgang thut nach der Niederkunft, so soll sie nicht mehr Frauen laden, als zu drei Schüsseln, und soll dabei Niemand beschenken. Ferner wollen wir, daß Niemand Schänken halte und Bier «Lanke nach dem Lauten der letzten Betglocke. Wo das geschieht, sollen Wirth und Gaste gepfändet werden. „ Nach dem letzten Läuten soll auch Niemand mehr auf der .. aße tanzen, weder Männer noch Frauen. Ferner soll Niemand höher kegeln ober würfeln als um fünf Schillinge. Endlich wollen wir auch, daß, wenn einer eine Frau ober Jungfrau zur Ehe nimmt von außerhalb und diese groß Geschmeide brächte in unsere Städte, so soll sie es tragen dürfen einen Monat lang, das ist vier Wochen und nicht langer. Und diejenigen, die diese Statuten brechen, die sollen an die Rath- manner bezahlen zehn Mark, und die, die etwa durch Fürbitte solche Strafe hindern wollen, die sollen ebensoviel bezahlen. Actum et datum Sabbatho infra octavam, pace I nostrarum Civitatum eub sigillis. Anno Domini Mo CCCo trigesimo quinto.“ Theater. r. , _Als wir in einem Zwischenact der ersten Posfa r^Ä?ste llu na^ unserer- liebenrnvurdigen Nachbarin gegenüber die Bemerkung äußerten daß nmS unserer- U Ä Der Mensch," Ranke. 2 Bände mit ca. 550 Text- illustr., 5 Kart. u. 32 Aquarelltat'. Völkerkunde, Pt„v™D,. Fr. Ratzet. 3 Bde mit ca. 1400 Text- illustr., 6 Karten n. 30 Aquarelltaf- Plakat-Fahrplan aller auf Station Gießen ankommenden und abgehenden Züge für den Sommerdienfi 1886 "3TC ist in der Expedition dieses Blattes, sowie durch die Zeitungsträger zum Preise vo« 2V Pf. zu Kaben. Erdgeschichte, Dr.Neumayr. 2 Bde.m. ca. GOOText- illustr., 6 Karten u. 25 Aquarelltaf. Pflanzenleben ) Prof. Dr.Kerner u. Marilaun. 2 Bde. mit ca. 500 Textil lustr. u. 40 Aquarelltaf. Seltersweg. 5157 Abhanden gekommen am 12. b- Mts. ein Dachshund, schwarz mit gelben. Abzeichen und auffallend schiefen Vorderläufen, mit der Marke 1801 versehen. Sichere Auskunftsertheilung über den Verbleib desselben bittet man gegen Belohnung an die Exped- d. Bl- gelangen zu lassen. Allgemeine Naturkunde . (Fortsetzung zu „ Brehms Tierleben ‘ . Ern kl. freundl. Familien-Logis^ ln/^lcr ME, zum 1. August zu miethen. gesucht. Offerten erbeten an die Expe- drtron d Bl. 5120 Ein tüchtiger Pferdeknecht gesucht von -dt.Ein Langsdorf, Maurermeister. 'S Nächte Pferch ß zu vergeben. Auskunft beim Neuen- weger Schäfer, Hausnummct_52. C.«103, ^nen süchtigen Schmiede-Ge- sellen sucht 2» Becker, Wallthorftraße 53. Kost und Logis zu haben. Liebigstraß« 63. 5035 Kirchweihfest zu Trohe. Sonntag den 18. und Montag de» 19- Juli er. findet das . diesjährige Kirchweihfest im Burggarten statt, wozu ergebenst einladet [5156] L. Schwarz. Sonnlag dkn 18. und Montag den 19. Juli: Rircli welhfest z» Grossen-LiDden Hz 0. „Ein Volksbuch Im edelsten Sinne des Wortes. — Dm großartige Unternehmen ist geradezu ein litterar. Ereignis.1* [Die Natur.] x ., . . ., Z Soeben erscheint: Ile. w. icert r-fik. ZE »he. n' fickt bat ,e*nfi ei«, Mag, hli; Mi 5161 Tchauni, 1 ab-«he«: >6’M durch bit haben. zeigen. für Küche unb Stelle bei zwei Frau HütMf 'eparirev 'erziehen Wiens und irmfabrik Lorsch, weg. ntn am 12. b. varz mit gelben Mesen Vorder« 01 versehen, jung über den man gegen Be- A gelangen zu an der hiesigen ohnung - ^7 stens ein recht nöblirt oder m- mit Bedienung- 'reisangabe bitte Tptb. d.Bl.nn- kling .rn3B® lUffll- d. Bl.__ w, -r^zuorrlässigel «ferch § V ' .»(Uirv .11»^,, 5'2., " 6» Nt Beilage ;u Nr. 162 des .Hiesiener Anzeiger^'. München, 11. Juli, lieber dar Befinden bei Königs Otto trafen ror einigen Tagen ungünstige Nachrichten au» Bayern ein. Die Münchener „AÜg. Ztg." ist jetzt in der Lage, diesem „müssigen Gerede" folgende zuver- lässigen Angaben entgegenzustellen: „Der König erfreut sich ganz normaler körperlicher Gesundheit. Von Seiten der Kuratoren ist Aller ausgeboten worden, um den hohen Kranken mit all' dem der Königlichen Würde entsprechenden Comsort zu umgeben. Daß die Umgebung der König» angewiesen ist, demselben die größte Sorgfalt zu widmen, ist selbstverständlich und die Kavaliere und Aerzte kommen ihrem Dienste mit Pflichttreue und Opferwilligkeit aus da» Gewissenhafteste nach. Wer Schloß Fürstenried seit einer Reihe von Jahren nicht mehr gesehen hat, wird sich wundern, welche Veränderung mit dem alten Jagdschlösse vor sich gegangen ist. Fürstenried liegt inmitten nervenstärkender, duftender Nadelwälder und bietet entzückende Aussicht aus das herrliche Panorama der Alpenkette. Durch Um» und Neubau, durch geschmackvolle Einrichtung und Ausschmückung de» Innern, durch Anlage kunstvoller Gärten wurde ein Landsitz geschaffen, würdig des Fürsten und so behaglich, wie er nur gedacht werden kann. Der hohe Kranke bewohnt die Hoch-Parterreräume de» Schlosse», wo demselben eine Flucht von Zimmern mit prächtigen Salons zur Verfügung steht. Die Einrichtung ist eine fürstliche, Alles geschmackvoll, nichts überladen. Die mit den feinsten Damast- Tapeten bekleideten Wände schmücken werthvolle Gemälde, darunter Ansichten von Berchtesgaden und Hohenschwangau, wo der König so oft in der glücklichen Jugendzeit geweilt; an beiden Enden de» Appartements liegen Schlaf- und Badezimmer, welche täglich gewechselt werden können. Im Westen des Schlosses liegt ein großer, von Effner angelegter Garten. Ein herrlicher Baumschlag, kunstvolle französische und englische Anlagen, duftende Blumenbeete, üppiges Gesträuch stellen diesen Park unseren schönsten Schloßgärten an die Seite. Im Schlosse und in den Gärten genießt der hohe Kranke jede mit seinem Befinden nur irgendwie vereinbare Freiheit, häufige Spazierfahrten wechseln mit Promenaden in den Anlagen ab, und von einer Gefangenschaft, wie in manchen Blättern gefaselt wurde, ist keine Rede. Der Aufenthaltsort unsere» unglücklichen Königs ist eines Fürsten würdig. Vielleicht, so schließt die Mittheilung der „Allg. Ztg.", genügen vorstehende Zeilen, um die „Special-Correspondenten" zu veranlassen, sich für ihre Sensationslust ein anderes Object auszuwählen, als den Ort, der Jedem heilig sein sollte, in dessen Brust noch nicht die Gefühle Pietät und der Achtung vor dem Unglücke erloschen sind." vermischtes. — Resolutionen des Vereins Hessischer Aerzte vom 1. und 22. Februar 1886 zu Gunsten der Feuerbestattung dem Großh. Hess. Ministerium mit entsprechender Eingabe vorgelegt: 1. Der Verein Hessischer Aerzte ist der Meinung, daß die seither allgemein übliche Erdbestattung, unter steter Berücksichtigung der nach den Erfahrungen der Neuzeit zu bemessenden sanitären Interessen der Bevölkerung auch noch fernerhin nach Lage der Verhältnisse in erster Linie bei Bestattung der Todten in Aussicht zu nehmen sei. 2. Gleichzeitig hält der Verein Hessischer Aerzte jedoch auch andere Bestattungsweisen der Todten für zulässig, sofern durch dieselben kein öffentliches oder privates Interesse geschädigt wird. 3. Bestattungsweisen, die schnellere Zersetzung der Leichen anstreben, als den bekannten Zersetzungsvorgang imSchooße der Erde, wie z.B. die Feuerbestattung, hält der Verein für besonders empfehlenswerth. Dieser etwa entgegenstehende Bedenken lassen sich durch entsprechende zweckdienliche Anordnungen beseitigen. Solche Anordnungen sind beispielsweise in dem bereits vor mehreren Jahren erlassenen Decrete des Königs von Italien über Feuerbestattung (mitgetheilt im Centralblatte für allgemeine Gesundheitspflege, Jahrg. IV, Heft 10) enthalten. Den obigen Resolutionen beigegebene Motivirung des Referenten lautet: „Zur Begründung des Wunsches, datz das Erdbegräbniß nicht als einzige, seitens des Staates zuzulassende Bestattungsweise angesehen werden möchte, ist zunächst daran zu erinnern, daß gegen die Bestattung der Todten in der Erde dieselben Gründe geltend gemacht werden können, welche ganz allgemein dagegen sprechen, den Erdboden in der Umgebung menschlicher Wohnstätten mit faulenden organischen Stoffen beliebiger Abstammung zu imprägniren. Es ist nicht sowohl die Verschlechterung des Grundwassers, welche nur unter besonders begünstigenden geologischen Verhältnissen zu befurchten steht, als in erster Linie die Beimengung von Leichengasen zu der in steter Bewegung und Communication mit der freien Atmosphäre befindlichen Grundluft, welche bier in Betracht kommt. Die hieraus sich ergebenden Bedenken werden um so gewichtiger erscheinen je stärker ein Friedhof benutzt wird, je näher derselbe einer dicht bevölkerten Stadt liegt, je ungeeigneter dessen Erdreich ist und je mehr Opfer solcher zymotischer Krankheiten daselbst bestattet sind, deren Keime in feuchter Erde sich längere Zeit erhalten und vermehren. Prüft man die Berechtigung des Erbbegräbnisses als ausschließliche Bestattungsart vom historischen und theologischen Standpunkte aus, so ergibt sich aus den Zeugnissen von Geschichtsforschern und Theologen: 1) daß die jetzige Bestattungsweise keineswegs auf Vorschriften der Stifter der hier zu Lande verbreiteten Religionsgesellschaften be= ruht; 2) daß die Autorität der Bibel, sowie eines Papstes und Luthers für die Zulässigkeit der Leichenverbrennung kann angeführt werden; 3) daß die Feuerbestattung bei hervorragenden christlichen Völkern der Vorzeit herrschende Sitte war. Auch vom Gesichtspunkte der Toleranz aus sind die Gefühle Derjenigen zu beachten. welche, sei es aus Rücksichten der Pietät, Aesthetik, fei es aus diesem oder jenem Grunde, das Erdbegräbniß verabscheuen. Auf den ziemlich verbreiteten Glauben, daß Wiederbelebung Scheintodter nicht allzu selten sei, soll, als Argument gegen die ausschließliche Zulässigkeit des Erdbegräbnisses nicht näher eingegangen werden, da als Correctiv gegen die betreffende Eventualität nicht eine andere Bestattungsweise, sondern lediglich eine sorgfältige Leichenschau und die allgemeine Verwendung von Leichenhäusern anzusehen ist. Von jeher bestanden, oft selbst bei einem und demselben Volke, sehr verschiedene Bestattungsweisen, je nach persönlichen Anschauungen, geologischen, klimatischen, ethnischen und anderen Verhältnissen, wobei auch die Vermögensoerhältnisse der einzelnen Volksklassen und Individuen, sowie die Fortschritte der in Betracht kommenden Technik hervortretende Rolle spielten. Es ist deßhalb nicht anders zu erwarten, als daß auch die in der Neuzeit gänzlich veränderten hygieinischen Anschauungen, sowie die bei der Leichenbestattung oerwerthbaren vervollkommneten Hilfsmittel der Technik auf eine zeitgemäße Reform des Bestattungswesens hinführen werden. Es mag hierbei unentschieden bleiben, welcher Bestattungsweise man jetzt oder später den Vorzug geben wird; möglicher Weise wird man sich, unter Verwerthung der Fortschritte der Chemie, dereinst verbesserten Conservirungsmethoden wieder zuwenden. Aufgabe der Gegenwart ist es zunächst, den Grundsatz zur Anerkennung zu bringen, daß das Erdbegräbniß nicht fernerhin die einzig zugelassene Bestattungsform bilden darf. Es ist eine solche einseitige Parteinahme für die Erdbestattung weder vom Standpunkte der Wissenschaft gerechtfertigt, noch läßt sich dieselbe von moralischer oder juridischer Seite aufrechterhalten; nirgends besteht ein positives gesetzliches Verbot anderer Bestattungsweisen. Einige Staaten haben denn auch beispielsweise die Feuerbestattung nicht nur für gesetzlich zulässig erklärt, sondern nehmen derselben gegenüber eine geradezu begünstigende Haltung ein, als der Bestattungsmeise, welche hygieinischen Anschauungen der Gegenwart am meisten Rechnung trägt. Denn da die Feuerbestattung in allen Culturstaaten von Jahr zu Jahr mehr Anhänger gewinnt und man gelernt hat, das bei derselben anzuwendende Verfahren zu vervollkommnen und weniger kostspielig zu gestalten, so ist cs in der That wohl nur noch eine Frage der Zeit, die Feuerbestattung allgemein anerkannt und in allen großen Städten in Ausführung zu sehen." — Der Jubiläumsfestzug, welcher das Glanzstück der Heidelberger Festlichkeiten cm 6. August bilden wird, soll an Großartigkeit alle ähnlichen anderwärts veranstalteten Aufzuge übertreffen. Für sein Zustandekommen hat das Comilt allein einen Fond von 150,000 Jt zur Verfügung, während außerdem von den Zugtheilnehmenr selbst viele Tausende auf Ausstattung rc. verwendet werden. Von dem General- Commando des 14. Armeecorps sind allein circa 400 Pferde zur Verfügung gestellt. Die künstlerische Oberleitung liegt in der Hand des Herrn Professors Hof, Director der Kunstakademie zu Karlsruhe, welchen zahlreiche bewährte künstlerische Kräfte unterstützen. Bei der ganzen Ausstattung wurde auf historische Treue gesehen. Einen Theil der Schußwaffen verdankt das Comitö der Großherzogltchen Sammlung in Darmstadt, von welcher auch eine Anzahl von Jagdspießen zur Verfügung gestellt werden. Alle Costüme, Rüstungen, Wagen 2c. entsprechen, so weit sie nicht Originale sind, genau den historischen Mustern. Auch die Main-Neckar-Bahn wird am 6. August eine Anzahl von Extrazügen abfertigen. — Wie sehr unsere Industrie auf allen Gebieten das Ausland zu überflügeln sucht und wie glänzend das in vielen Fällen gelingt, beweist die 6fache Prämiiruns innerhalb Jahresfrist der Firma B. Meising in Düsseldorf, deren Deutsche Liqueure an vielen Orten Deutschlands in Concurrenz mit den feinsten und theuersten ausländischen Marken heute schon vorgezogen werden. Zudem sind die Preise wesentlich billiger, weil der hohe Eingangszoll nicht darauf lastet. Die Firma hat sich die Aufgabe gestellt, nur das Allerfeinste zu liefern und bittet nur ihre Fabrikate einer Prüfung zu unterziehen. Niederlage befindet sich bei Ferd. Drebes, vorm. Gg. Wilh. Weidig. in Gießen. Aeikgeöstenes. Neue Rosen-Kartoffeln vorzüglicher Qualität, per Ctr. X 6.—, zu verkaufen, auch werden dieselben in kleineren Quantitäten abgegeben. Näheres Gartenstraße 20 (Stein's Garten). 5127 Jucker in allen Sorten, empfiehlt zu den billigsten Preisen 5076 H. F. Nassauer. 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In den Besuche des greift da Kaiser Wilhel, den Gründen veri Lndrrmeiiige W Usrngen nach G Nrinz-Regenten । Wrnen sein, zr iDredjimgen jroijd v Der in de hochpolitische Act, Mm. hat auch AM der M Tatsache, daß de stark im Schwind bmdung mit den ^hr und mehr a ™ Metz und in § 7 eingeivanderten Men und 36 Hslarte. 4 «fi3,ll||eln Mb ’Q!!en- kann nur SM ba6 d J ®"B fctifl r ? M die neue ($