Nr. 188 Erstes Blatt. Sonntag den 15 August 1886. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. D«rea«r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Dringerlohn. .................. Durch bte Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amt kicher Hheil. Bekanntmachung. Wegen Ausführung non Pflastererarbeiten auf der Frankfurterstraße wird die östliche Zufahrt in die Liebigstraße auf einige Tage für Fuhrwerke gesperrt. Gießen, den 13. August 1886. Großherzoglrches Polrzeiamt Gießen. a v ___________ I. V.: Kraemer. . „ Gefunden: 2 Filzhüte, 1 Vorstecknadel, 1 Corsett, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Schirmfutteral, 1 Peitsche, 1 Kamm, 1 Schuhknöpfer" LSLLL-echnL^^ Corallenkettchen, 2 Corallenarmbänder, 1 Spazierstock, 1 Regenschirm, 1 Wmaulforb, 1 ätmbanb, m^rere Gießen, am 14. August 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Kraemer. Deutschland. Darmstadt, 13. August. Am 7. b. Mts. wurden die Forstaccesststen Ludwig Augst aus Affenheim, Otto Bär aus Obdornhofen, Hermann Eid- inann aus Stockhausen, Eduard Heß aus Münster und Otto Hofmann aus Michelstadt ju Forstaffefforen ernannt. Irankreich. Paris, 12. August. Ten Kundgebungen der Pariser Kellner und Metzgerburschen gegen die Anstellungs-Bureaux wollen sich auch die übrigen Arbeiter- Körperschaften anschließen mit Ausnahme der Bäcker, welche ihre Anstellungs- Bureaux selbst verwalten. Es herrscht übrigens nur eine Stimme darüber, daß die Anstellungs-Bureaux die Arbeiter auf unwürdige Weise ausbeuten. Diese Bureaux haben sich mit der Zeit zu einem einträglichen Erwerbszweige herausgebildet, was schon daraus erhellt, daß deren in Paris nahe zu Tausend bestehen, die von den Arbeitern eine Steuer von etwa 10 Millionen Francs erheben. Da die Anarchisten' und alles hier weilende Gesindel natürlich die Gelegenheit eifrig benutzen, um die Unzufriedenheit noch mehr zu verhetzen, so hält der Minister des Innern die Lage für sehr ernst, und er hat den Polizei- Präfekten, der sich auf einer Urlaubsreife befindet, telegraphisch nach Paris zurückrufen (affen. TelegraMche Depeschen. SBöSfFS teSe-r. Tosrrspottderrs • Btmatu Babelsberg, 13. August. Seine Majestät der Kaiser hat gestern und heute Nachmittag Besichtigungen im Parke von Babelsberg vorgenommen und sich heute Nachmittag nach dem Neuen Palais zum Diner bei Ihren K. und K. Hoheiten dem Kronprinzen und der Frau Kronprinzessin begeben. Wien, 13. August. Cholerabericht. Es erkrankten, reff), starben in Fiume 4/1, in Triest 17/5 Personen. London, 13. August. Prinz und Prinzessin von Wales werden sich nebst ihren Töchtern heute Abend nach Homburg begeben. Der Herzog von Edinburg besucht im September Konstantinopel. — Die Eisengießerei Kinnersley u. Comp. in Kidsgrove (Norbstaffords- shire) ist wegen Darniederliegen des Handels geschlossen worden. Tausend Arbeiter sind ürodlos. — In dem Processe gegen die Socialisten Williams und Mainwaring wegen Hinderung des Verkehrs in einer öffentlichen Straße gaben die Geschworenen ihr Verbiet auf Schuldig ab. Den Angeklagten wurde auferlegt, je 20 Pfund Sterling <5autton zu leisten und weitere Bürgschaften für ihr künftiges gutes Verhalten zu beschaffen. — In der Kohlengrube Woodend (Lancashire) fand heute Vormittag eine Entzündung schlagender Wetter statt. Von einer Belegschaft von 150 Mann werden gegen 30 vermißt. Bisher sind 2 Leichen gefunden worden. Brüssel, 13. August. Der Bürgermeister berief die gesammte gegen 6000 Mann zählende Bürgergarde ein, um am nächsten Sonntag zur Aufrechterhaltung der Ruhe mitzuwirken; außerdem verfügt der Bürgermeister über 600 Polizeibeamte und Gensdarmen. Die hiesige Garnison (6000 Mann) bleibt am Sonntag consignirt und hat der ersten Aufforderung des Bürgermeisters zur Hilfeleistung sofort entsprochen. Die Garnisonen der Nachbarstädte werden zum sofortigen Abmarsche hierher be- reitgehalten. — Der König wird Sonntag mehreren Feierlichkeiten anläßlich des Nationalfestes beiwohnen. ' Haag, 13. August. In der zweiten Kammer brachten Borgesius und 10 andere Mitglieder aller Parteien einen Antrag ein betreffs Einrichtung einer parlamentarischen Enquete über die Zustande der Arbeiter in den Fabriken und Werkstätten. Der Antrag wurde an bte Bureaus der Kammer verwiesen. — Der Minister der Colonien erklärte in Beantwortung der Interpellationen Gildemeesters, er müsse erst weitere Angaben abwarten, bevor er Vorschläge betreffs der Zuckerindustrie Javas machen könne. Die Reglerung sei von der Nothwendigkeit durchdrungen, einer Katastrophe in Java aus diesem Gebiete vorzubeugen. Kopenhagen, 13. August. In der heutigen Sitzung des Staatsraths wurde ein provisorisches Gesetz beschlossen, welches bestimmt, daß der factische Leiter einer Zeitung als verantwortlicher Nedacteur genannt werden müsse. Insofern dies beobachtet wird, soll die Anonymität der Verfasser nicht aufgehoben werden. Falls ein Strohmann als Nedacteur oder Verfasser genannt wird, soll die Zeitung mit 1000 bis 5000 Kronen Geldstrafe belegt werden und der faktische Nedacteur oder der Verfasser die Verantwortung tragen. Alle Entschädigungen, Proceßkosten und Geldstrafen, worin die Zeitung verfällt wird, sollen aus den Einkünften derselben beigetrieben werden. Die Verbreitung ausländischer Zeitungen kann durch ein Verbot bei dem Postamte untersagt werden. UniverfitätS-Ghronik. c Jena, 12. August. Heute Morgen verschied nach längeren Leiden Herr Geh. Hofrath Professor Dr. Karl Snell im 81. Lebensjahre. Der Verewigte war volle vier Jahrzehnte hindurch Mitglied unseres akademischen Lehrkörpers und hat sich als solcher durch unermüdliches, gewissenhaftes Wirken um die Universität hoch und verdient gemacht. Darum wird ihm auch dieselbe stets ein ehrendes Andenken wahren. Sei ihm die Erde leicht! — Ueber den Lebensgang des nun Dahingeschiedenen fei erwähnt, daß derselbe am 19. Januar 1806 im Nassauischen geboren war. Nach Beendigung seiner Gymnasialzeit in Wetzlar studirte er von 1823 bis 1829 zu Halle Gr eßen, Göttingen und Berlin, Anfangs Philologie, später ausschließlich Mathematik, Naturwissenschaften und Philosophie. Von Berlin ging er im Sommer 1829 nach Dresden, wo er an dem Vitzthum'schen Gymnasium und an dem Blochmann'schen Institute als Lehrer der Naturwissenschaften angestellt ward. 1834 erhielt er eine Lehperstelle im Fache 'der Mathematik und Physik an dem städtischen Gymnasium zu Dresden, legte aber bereits 1842 dies Amt nieder und privatisirte seitdem zu Dresden, von wo er 1844 als ordentlicher Professor der Physik und Mathematik nach Jena be- rufen ward. Im Jahre 1853- erfolgte seine Ernennung zum Hofrath und im Jahre 1863 die zum Geheimen Hofrath. Lokale-. Gießen, 14. August. Mur Statistik der Jugendseste in Gießens Jugendseste wurden abgehalten in den Jahren 1852, 1853, 1854, 1860, im Jahre 1862 in Ver- bmdung mit Turn- und Gesangfest, in 1864, im Jahre 1865 in Verbindung mit der tfeter der 600jahrigen Verewigung der Stadt Gießen mit Hessen, in 1867, 1869, irr den Jahren 1872, 1873, 1875 und 1877 in Verbindung mit der Sedanfeier, in 1879 1882, 1884, 1886. Geleitet wurden sie 14mal durch Herrn L. Ehr. Rübs amen, von 1852—1879 seitdem durch die mit dem Turnunterricht an den städtischen Schulen betrauten Herren Lehr, Spitz, Schmuck und Möser. 1873 nahmen nur Knaben an den Jugendfesten Thetl, seitdem auch Mädchen. Dte Zahl der Theilnehmer war immer eine sehr große, 1877 betrug sie über 1500, 1879 über 2000, 1886 2500. Vermischte-. ~ Das Bier, das in Heidelberg während der Jubiläumsfestlichkeiten verabreicht wurde, hat auch den Beifall der anwesenden Franzosen gefunden. Dem Berichterstatter des, Figaro, Herrn Pierre Giffard, scheint es famos geschmeckt zu haben, denn derselbe beginnt seinen Bericht vom 5. mit den Worten: „Trinken heißt hier die Parole, nochmals trinken, immerzu trinken! In meinem Leben habe ich nicht so viel getrunken. Aber dieses Bier verdient auch getrunken zu werden. Wahrhaftig, es hat keine üblen H-olgen. Frei von der Behandlung mit Alkohol, welcher die Pariser Händler das dortige Bier unterwerfen, um es zum Versandt geeigneter zu machen, ist dieses hier gesund, und verwirrt das Hirn nicht eher als bis man zum zwölften Schoppen kommt. Das ist die Zahl, über die ich vorsichtigerweise nicht hinausgehe; aber ich schäme mich fast, das zu gestehen." Uebrigens hat Giffard auch über den historischen Festzug wie über den ganzen Verlauf der Festwoche sehr entzückt geschrieben. Sein letzter Bericht schließt mit folgenden Worten: „Auffallend war die vollendete Vornehmheit der jungen Männer und jungen Mädchen, welche um die Ehre gewetteifert hatten, bei dem int doppelten Sinne des Wortes historischen Festzuge mitzuwirken. Die Damen waren anmuthig und viele von ihnen wahre Schönheiten ... Ich habe nach besten Kräften über diese glänzende Woche berichtet, in welcher die den Wissenschaften geweihten Huldigungen sich mengten mit dem lärmenden Gaudeamus-®efang der Jugend in den lieben Kneipen. Das Alles liegt außerhalb unserer französischen Gewohnheiten, aber es giebt eben außer uns noch Leute auf dieser Erdenwelt. Solche Veranstaltungen mahnen uns, das nicht zu vergessen . . . Was mir bei diesen volksthümlichen Festen besonders aufgefallen ist, das ist die vollkommene Regelmäßigkeit, mit der sich Alles dem Programm entsprechend vollzieht, ohne Anstoß, ohne Verletzung und namentlich ohne Lärm. Hunderttausend Personen, welche ein Fest feiern, hätten bei uns das ganze Land betäubt. Hier geht Alles methodisch und ohne Geschrei vor sich. Bei den kleinsten Einzelheiten spürt man die Achtung vor der Autorität, welche Allen wohl- thätig erscheint." Berlin, 13. August. Der Raubmörder Keller wurde heute Abend 9% Uhr hier eingebracht und vom Centralbahnhofe Friedrichsstraße nach dem Untersucbungs- gesängniß in Moabit überführt. Auf dem Bahnhofe, wo eine große Volksmenge ber Ankunft des Mörders harrte, war eine starke Polizeimacht zusammen, um jede Unordnung fernzuhalten. Das Dorkommen von Viehseuchen im Krohhermgthum Hessen während des Monats Juni 1886. Rotzkrankheit. In Osthofen, im Kreise Worms, steht ein Pferd als der- Seuche verdächtig unter Stallsperre und 4 Pferde desselben Besitzers, sowie 6 Pferde und ein Esel eines weiteren Besitzers wegen Verdachts der Ansteckung unter polizeilicher Beobachtung. In Wolf, im Kreise Büdingen, steht ein Pferd als der Ansteckung verdächtig^ unter polizeilicher Beobachtung. Auszug aus den Staudesamtsregistern des Standesamts Gießen. Aufgebote. August: 7. Christoph Schmitt von Roßbach, Schmied dahier, mit Margarethe Elisabeth Schneider von Wieseck, wohnhaft dahier. 7. Kaufmann Friedrich Heinrich Karl Dickors von hier mit Johannette Henriette Margarethe Fink dahier. 9. Bau» meister Johann Philipp Stahl zu Nidda mit Auguste Henriette Dorothea Kraatz von In Eppertshausen, im Kreise Dieburg, steht ein Pferd als der Seuche verdächtig unter Stallsperre. Als der Ansteckung verdächtig sind unter polizeiliche Beobachtung gestellt je ein Pferd in Groß-Umstadt und Lengfeld, im Kreise Dieburg, und in Ostenbach, sowie in Ober-Ramstadt, im Kreise Darmstadt. In Gießen befindet sich ein der Seuche verdächtiges Pferd unter Stallsperre und 3 der Ansteckung verdächtige Pferde unter polizeilicher Beobachtung. In Vilbel, im Kreise Friedberg, sind ebenfalls 3 der Ansteckung verdächtige Pferde unter polizeiliche Beobachtung gestellt. Milzbrand wurde festgestellt im Kreise Friedberg in Steinfurth am 9., in Bodenrod am 12., in Ober-Mörlen am 19., in Ostheim am 28., im Kreise Gießen in Großen-Buseck am 27. und im Kreise Büdingen in Haingründau am 1. Juni, bei je einem krepirten Rindoiehstück. Ferner wurde die Seuche bei 3 Schafen auf Selgenhof bei Ulrichstein, im Kreise Schotten, constatirt. Diese Schafe waren mit einer Heerde am 4. Juni aus Vilbel, im Kreise Friedberg, auf Selgenhof angekommen und am 5. Juni von dein Schäfer Lehufs Verfütterung an die Hunde geschlachtet worden. Der Schäfer hat sich dabei in- ficirt und wurde in die Klinik zu Gießen verbracht. Lungenseuche. In Burkhards, im Kreise Schotten, stehen in einem Stalle 7 Stück Rindvieh unter polizeilicher Beobachlung, weil in demselben am 2. Januar l. I. ein Fall von Lungenseucheverdacht vorgekommen ist. Der Bläschenausschlag in Liederbach, im Kreise Alsfeld, in Grüningen, im Kreise Gießen, in den Orten des Kreises Lauterbach, Heblos, Rimlos und Dirlammen ist erloschen. Die Seuche besteht noch fort in Maulbach und Billertshausen, im Kreise Alsfeld, in Reiskirchen, im Kreise Gießen, in Geiß-Nidda, im Kreise Büdingen. Festgestellt wurde die Seuche am 2. Juni in Staufenberg, im Kreise Gießen, MN 10. Juni in Hühnlein, im Kreise Bensheim, am 16. Juni in Klein-Karben, im Kreise Friedberg. In Hühnlein ist die Seuche bereits wieder erloschen. Die Räude gilt noch als vorhanden unter den Schafen in Reibertenrod und Heidelbach, im Kreise Alsfeld, in Trais - Horloff und Langd , im Kreise Gießen, in Ilbeshausen, im Kreise Lauterbach, in Leidhecken, Berstadt, Echzell und Bingenheim, im Kreise Büdingen. Schiff-nachrichten. Bremen, 10. August. sPer transatlantischen Telegraph.! Der Postdampfer Fulda, Capt. R. Ringk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 31. Juli von Bremen und am 1. August von Southampton abgegangen war, ist gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 13. August. sPer transatlantischen Telegraph.! Der Postdampfer Trave, Capt. W. Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 4. August von Bremen und am 5. August von Southampton abgegangen war, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und Verkehr. Gießen, 14. August. Auf dem heutigen Markt kostete.- Butter per Pfund * 0.90—100, Hühnereier 2 St. 11—0 H, Enteneier St. 5—6 X Käse pr. St. 4—8 X Käsematte 3—0 X Erbsen pr. Liter 22 X Linsen 32 X Tauben per Paar 0,50 bis 0,70 H, Hühner per Stück X 0.80—1.20, Hahnen pr. Stück X 0.45—0.80, Enten per Stück X 1.10—1.50, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 Kuh- und Rindfleisch 52—56 H, Schweinefleisch 54—60 X Hammelfleisch 50—66 H, Kalbfleisch 46—50 X Kartoffeln per 100 Älo X 3.00—4.50, Milch per Liter 12—18 X Zwiebeln per Centner X 4.00-5.00. _______ hier. 11. Realgymnasiallehrer Dr. Heinrich Pitz dahier mit Kätbchen Schmidt von Großen-Buseck. 12. Karl Leib, Lehrer dahier mit Louise Ernstine Reuter von Wieseck. Eheschließungen. August: 8. Kaufmann Adolf Wilhelm Robert Geisse dahier mit Karoline Emma Elisabethe Sack, Tochter von Metzgermeister Karl Sack. Geborene. August: 4. Dem Hülfsheizer an der Main-Weser-Bahn Johann Georg Peter Keller eine Tochter. 5. Dem Gastwirth Jacob Thomas ein Sohn, Heinrich Christian. 6. Dem Postbriefträger Wilhelm Velte eine Tochter, Wilhelmine Philippine. 7. Dem Händler Heinrich Karpf ein Sohn, Wilhelm. 7. Dem Lackirer Philipp Lang eine Tochter, Betty. 8. Dem Schmied Jacob Waldschmidt eine Tochter. 8. Dem Gasthofsbesitzer Anton Weigand eine Tochter. 8. Dem Bürstenmacher Heinrich Kuhl eine Tochter, Katharine Marie Karoline. 9. Dem Maurer Johannes Lepper eine Tochter. 10. Dem Kupferschmied Louis Vellmete ein Sohn, August Theodor. Gestorbene. August: 6. Karl Emil Philipp Gustav Martin Ludwig Melcher, 1 Jahr alt, Sohn von Maurer Martin Melcher. 7. Wilhelmine Regine Karoline Lehr, geb. Zöller, 41 Jahre alt, Ehefrau des Volksschullehrers Johann Adam Lehr. 9. Weißbinder Karl. Nicolay, 28 Jahre alt. 10. Karoline Susanne Meß, 1 Monat alt, Tochter von Schreiner Philipp Meß von Bessungen. 10. Elsa Adele Luise Zack, 1 Monat alt, Tochter von Musikalienhändler Oscar Zack. 11. Marie Anna Eichbaum, 1 Jahr alt, Tochter von Professor Dr. Carl Friedrich Eichbaum. ....."'m.......................................■■■■■■■■ ............ milMM Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 8. August. Adolf Wilhelm Robert Carl Geisse, Kaufmann zu Gießen, und Caroline Emma Elisabeth Sack, Tochter des Metzgermeisters Carl Sack zu Gießen. «etaufte. Den 8. August. Dem Weißbinder Heinrich Feußer ein Sohn, Gustav Emil, geboren den 10. Juli. Denselben. Dem Kaufmann Johann Heinrich Becker eine Tochter, Clara Hermine Katharine Luise, geboren den 15. Juli. Denselben. Dem Postschaffner Georg Wilhelm Kumpf ein Sohn, Carl Ernst, geboren den 18. Juli. Denselben. Dem Eisenbahn-Werkmeister Oskar Klose ein Sohn, Konrad Louis Ferdinand, geboren den 6. Mat. Denselben. Dem Hilfsführer an der Eisenbahn Peter Gibb eine Tochter, Elisabethe Dorothee Katharine, geboren den 30. Juni. Den 11. August. Dem Ober-Telegraphenassistenten Michael Eduard Lenninger eine Tochter, Lina, geboren den 31. Juli. Denselben. Dem Kaufmann Louis Schultheiß ein Sohn, Adolf, geboren den 28. Juli. Denselben. Dem Kaufmann Wilhelm Köhler ein Sohn, Konrad Otto, geboren, den 27. Juli. Den 13. August. Dem Hilfsheizer Friedrich Niedernhöfer eine Tochter, Louise Marie Margarethe Frieda, geboren den 17. Juni. Beerdigte. Den 8. August. Wilhelmine Regine Caroline Lehr, geb. Zöller, Ehefrau des Lehrers an der höheren Mädchenschule Johann Adam Lehr, alt 41 Jahre, starb den 7. August. Den 11. August. Carl Nicolay, Weißbinder, alt 28 Jahre, starb den 9. Augusts eBBHenHHMDQaoHomeeeHMHHBeeeeaeHeeeeeeBeeB Temperatur der Lahn. Am 14. August, zwischen 11 und 12 Uhr: Master 15°, Lust 15° R. im Schatten. L. Chr. Rübsamen. AerMche Eisenbahnen. Vom 1. September c. ab findet directe Personen- und Gepäckabfertigung zwischen Salzschlirf einer- und Darmstadt, Friedberg und Marburg andererseits statt. 5805 Gießen, den 11. August 1886. Großherzogliche Direction. Bekanntmachung. Im Genoffenschastsregister unterzeichneten Gerichts wurde folgender Eintrag vollzogen: An Stelle des verstorbenen Johannes Schäfer III. von Daubringen wurde Spengler Ludwig Hartwetz II. daselbst am 18. Juli l. I. in den erweiterten Vorstand des Sparund Vorschuß-Vereins Daubringen E. G. gewählt. Gießen, den 12. August 1886. Großh. Amtsgericht. Gott werth. 5801 Versteigerung. Dienstag den 17. d. MtS., Mittags 1 Uhr, sollen auf hiesiger Bürgermeisterei nachstehende Arbeiten, als: Anfertigen eines Stückes Chaussee am Waldweg, veranschlagt zu 150 «X Brechen und Anfuhr der Steine, veranschlagt zu 280 «X Aussetzen der Steine, veranschlagt zu 20