tTju vrmirthrn. irtes Zimm» 'le'chsttaße 11II, Str gehende schöne enniethen. efer, Neuenweg. bl- Zimmer zu »erl E, Marktstr. 32. bl. Zimmer nebst iethen. Ederstraße 8. Anzeigen. tüchtiges Dienst- zu miethen gesucht. fmil Fischbach. in Lehrling. I, Wallthorstraße. : Junge, der die inen wünscht, kam haffstaedt, ibrik und GltStrei. >er Kellner gesucht. >. d- Bl- en können das Klei- »ig, Canzleiberg b. n f s ei dem .Agenten 575 Ißt® Michelshe^' «en ÄenUtfflnn i>nö oäW b<4_L-*---- i-sgs. • *Ä1& soll»- heb- *reiluM lin^ Kre. Iti Freitag den 14. Mai 1886 Amts- md Auzeigeblatt für den Kreis Gießen. ****** «♦«»**«»* »• *«*•» «•«* ** ’*•»*M *•«*««- ijÄUf l^gEgpqgsgEtgaB?ni»!sg2a3reyarKgamgnMffiE^ss3^^\,'Mffi«aEfattmg^^^ Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Der landwirthschaftliche Bezirksverein zu Offenbach beabsichtigt im Monat September l. I. eine landwirthschastliche Ausstellung zu Offenbach zu veranstalten und hiermit eine Verloosung von Vieh, landwirtschaftlichen Geräthschaften rc. zu verbinden. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat die nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 10,000 Loose ä 1 «X ausgegeben werden dürfen und mindestens 60% des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Loose im Großherzogthum gestattet worden. Gießen, am 12. Mai 18v6. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Politische Ueberficht. Gießen, 13. Mai. Mit 260 gegen 108 Stimmen ist die kirchenpolitische Vorlage in der Montagssitzung des preußischen Abgeordnetenhauses in namentlicher Abstimmung definitiv genehmigt worden. Die Mehrheit setzte sich aus den Con- servatrven und dem Centrum — welche beiden Parteien durchaus geschloffen für den Entwurf votirten — 27 Freiconseroativen und 17 Deutschfreisinnigen zusammen; außerdem stimmte von den Nationalliberalen der Abg. Vyzen mit der Mehrheit, während sonst die Nationalliberale Fraktion geschlossen gegen die Vorlage votirte. In gleichem Sinne erklärten sich von den Freiconseroativen 26 Abgeordnete und von den Deutschfreisinnigen 19 Abgeordnete, so daß sich also beide Parteien bei dieser wichtigen Abstimmung in zwei fast gleiche Hälften gespalten haben. Die Polen enthielten sich der Abstimmung, da der von ihnen gestellte Antrag, die in der Vorlage für die Diöcesen Gnesen-Posen und Kulm festgesetzten Ausnahme-Bestimmungen zu streichen, keine Annahme fand. Der Entscheidung ging nochmals eine Generaldiscussion voran, die sachlich zwar nichts wesentlich Neues mehr bot, welche aber trotzdem eine theilweise ziemlich lebhafte Färbung zur Schau trug. Namentlich war dies der Fall bei den gereizten Auseinandersetzungen zwischen den Rednern der Nationalliberalen und der Conservativen über die Stellung beider Parteien in dem nun beendigten kirchen- politischen Kampfe; außerdem entwickelte von den Nationalliberalen Abg. Dr. Gneist abermals die Gründe, welche seine Partei hinderten, der Vorlage zuzusttmmen und das Gleiche geschah Seitens des deutschfreisinnigen Abg. Dr. Virchow für diejenigen seiner Fraktionsgenossen, welche sich dem Gesetzentwürfe gegenüber ablehnend verhielten; hauptsächlich betonte der freisinnige Redner die absolute Unfertigkeit des vorliegenden Gesetzentwurfes. Bemerkenswerth war auch jetzt wieder die kühle Reserve des Centrums, dessen Wortführer, Herr Windthorst, sich darauf beschränkte, zu erklären, daß seine Partei das Gesetz schweigend annehme. Die einzelnen Artikel der Vorlage wurden debattelos und unverändert genehmigt. — Mit der definitiven parlamentarischen Ge- nehniigung des neuen Kirchengesetzes sind die kirchenpolitischen Verhandlungen im preußischen Landtage voraussichtlich auf lange Zeit zum Abschlüsse gelangt und man kann nur wünschen und hoffen, daß d^r Ausgleich zwischen Preußen und dem Vatikan ein dauernder und aufrichtiger sein werde. — In der gleichen Sitzung trat das Abgeordnetenhaus noch in die Specialberathung des Lehrer- Anstellungsgesetzes für Posen und Westpreußen, welches bekanntlich mit zu den sog. Polen-Vorlagen gehört, ein. Die Debatte nahm indessen schon über den grundlegenden ersten Paragraphen, zu welchem von freisinniger und conservativer Seite Abänderungs-Anträge vorlagen, einen solchen weitschweifigen Charakter an, daß die Discussion abgebrochen werden mußte, ohne daß es zu einer Entscheidung über den genannten Paragraphen gekommen wäre. Ueber das Befinden des in Nizza weilenden Königs von Württemberg waren in letzter Zeit beunruhigende Gerüchte verbreitet worden. Dieselben stellen sich jetzt indessen als vollständig aus der Lust gegriffen heraus, denn directe Mittheilungen aus Nizza besagen, daß das Befinden des Königs im Gegentheile ein ausgezeichnetes sei. Aus fürstlichen Kreisen wird wiederum eine Verlobung gemeldet, diejenige des Prinzen Heinrich XVIII. Neuß mit Herzogin Charlotte von Mecklenburg-Schwerin, geborenen Prinzessin Alexandrine von Preußen. Der Bräutigam gehört der jüngeren Linie der Fürsten von Reuß an und ist seit Januar 1883 Flügeladjutant des Kaisers Wilhelm. Die griechisch-türkische Streitfrage nimmt unter den auswärtigen Angelegenheiten noch fortgesetzt den Löwenantheil in Anspruch. Aus all' dem überreichen Nachrichts-Material, das der Athener Telegraph tagtäglich bringt, läßt sich aber nur der eine Schluß ziehen, daß ein offener Bruch zwischen der Pforte und Griechenland noch immer nicht erfolgt ist, trotz der gegenseitigen Abberufung der Gesandten, wenngleich jeden Tag die Nachricht von der osficiellen Kriegserklärung eintreffen kann. Offenbar trägt die in Athen in Folge der Demission des Cabinets Delyannis eingetretene Ministerkrisis das Meiste dazu bei, der Lage ein fortwährend noch schwankendes Aussehen zu verleihen. Die in Bukarest geführten Unterhandlungen über- die Erneuerung des zwischen Oesterreich-Ungarn und Rumänien abgeschlossenen und in diesem Jahre ablausenden Zoll- und Handelsvertrages sind dem Zustandekommen eines neuen Vertrages nicht besonders günstig. Es stellt sich immer mehr heraus, daß bei verschiedenen Tarifposten fast unüberwindliche principielle Hindernisse und Bedenken zu überwinden sind und scheint weder auf österreichischer, noch aus rumänischer Seite große Neigung vorhanden zu sein, dem anderen Theile bedeutendere Concessionen zu machen. Die betr. Verhandlungen kann man daher schon jetzt als nahezu gescheitert betrachten, aber die Folgen hiervon dürste man bei den lebhaften handelspolitischen Beziehungen zwischen der österreichischen Monarchie und Rumänien wohl auf beiden Seiten bald genug empfinden. Die Kantons-Wahlen im schweizerischen Kanton Bern haben durch die am Sonntag stattgefundenen Stichwahlen ihre Ergänzung gefunden. Hierbei ist es den Conservativen gelungen, ihre bei den Hauptwahlen erlittene Niederlage wieder einigermaßen wett zu machen, da sie die Hälfte der noch verfügbaren Sitze im Großen Rathe gewannen. Immerhin verbleibt aber den Liberalen in demselben noch die entschiedene Mehrheit. Ueber den Fortgang der italienischen Wahlcampagne — die Neuwahlen zur Deputirtenkammer finden am 23. Mai statt — lausen die Berichte vorläufig nur sehr lückenhaft ein, die aber trotzdem schon erkennen lassen, daß die Wahlagitation auf der Apenninen-Halbinsel allerorten eine sehr lebhafte ist. Im Allgemeinen sollen die Aussichten für die Regierung nicht besonders günstig stehen und die bedenkliche Finanzpolitik nach Innen, sowie die höchst zweifelhafte Colonialpolltik des Ministeriums Depretis nach Außen würden eine Wahlniederlage desselben auch sehr erklärlich erscheinen lassen. Während sich aber die politischen Parteien Italiens erbittert befehden, breitet sich daselbst die Cholera, unbekümmert um die Parteikämpfe, immer weiter aus. Im Norden wie im Süden des Landes nimmt die furchtbare Seuche einen gefährlicheren Charakter an. Dort ist es die Lagunenstadt Venedig, wo die Epidemie immer drohender austritt; z. B. erkrankten in Venedig in der Zeit vom Sonntag Mittag bis Montag Mittag 13 Personen an der Cholera und erlagen ihr 8 Personen. Im südlichen Italien hingegen hat die Seuche auf ihrem Wege nach Norden von Brindisi an der Küste entlang bereits die lebhafte Hafenstadt Bari erreicht, wo am Sonntag 26 Erkrankungen und 10 Todesfälle an der Cholera vorkamen. Die im vorigen Monat neugewählten spanischen Cortes sind am Montag vom Ministerpräsidenten Sagasta mit Verlesung einer Thronrede eröffnet worden. Dieselbe zählt die verschiedenen Vorlagen aus, welche die Cortes beschäftigen werden und bezeichnet die äußere und innere Lage Spaniens als durchaus zusriedenstellend. Die am Montag vom englischen Unterhause begonnene zweite Lesung der irischen Homerule oder Verwaltungsbill hat an diesem Tage noch, keine Entscheidung gebracht. Dieselbe dürste wohl erst Ende gegenwärtiger Woche fallen, da die weitere Specialberathung der Vorlage erst an diesem Donnerstag erfolgt. An dem genannten Tage verteidigte der Premier Gladstone nochmals eingehend die Bill und erklärte hierbei, die Regierung wolle die Frage der Ausschließung der irischen Vertreter aus dem englischen Parlamente ernstlich erwägen, fordere aber, daß die Vorlage im Principe angenommen werde, ehe man zur Berathung der einzelnen Artikel übergehe. Von Hartington, dem ehemaligen Collegen Gladstone's und jetzigen Führer der liberalen Opposition, wurde hieraus die Verwerfung der Bill beantragt; ihr Schicksal ist einstweilen noch durchaus ungewiß. Deutschland. Berlin, 12. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm heute in zweiter Lesung den Rest des Lehrer-Anstellungsgesetzes für Posen und Westpreußen nach den Commissionsbeschlüffen an. Der Antrag Knebel, betr. die Maßregeln gegen die Ausbeutung einzelner Bevölkerungsklaffen bei Geld- und Creditgeschäften, wurde avgelehnt. Die Resolution Oertzen, welche die Errichtung von communalen Sparkassen im Interesse der kleineren Besitzer empfiehlt, wurde angenommen. Im Laufe der Debatte hatte der Minister Puttkamer die Wichtigkeit der in Frage stehenden Interessen anerkannt, die vom Antragsteller empfohlene Ausdehnung der Kreissparkaffen jedoch für sehr bedenklich erklärt, namentlich bezüglich der quantitativen Erweiterung des Personal-Credites bis zu zwei Drittel der Sparkaffen-Einlagen. Die Regierung werde gern die Frage der Erweiterung des Personal-Credites thunlichst fördern, aber nicht über die für die Sicherheit der Sparkaffen-Einlagen nothwendige Grenze hinaus. Mülhausen (Elsaß), 12. Mai. Der Statthalter Fürst Hohenlohe ist hier eingetroffen und empfing aus dem Rathhause die Behörden und Corpora- ihnen. Derselbe hielt eine Ansprache, worin er für die ihm erwiesene Aufmerksamkeit dankte und die Ueberzeugung aussprach, daß die hier versammelten Männer bei aller Verschiedenheit der Meinungen, persönlichen Traditionen und Erinnerungen, doch alle in einem sich zusammenfinden würden, in dem loyalen Bestreben, für die Wohlfahrt dieses schönen Landes Sorge zu tragen. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Corresponde«- - Brrrearr. Berlin, 12. Mai. In der morgigen Sitzung des Bundesraths kommen die Ausschußberichte über die Zuckersteuer zur Berathung, ebenso ein Antrag Preußens wegen Erlaß eines Gesetzes über die Pflichten der Handelsmakler, wonach die Bestimmung des Handelsgesetzbuchs aufgehoben wird, durch welche Handelsmaklern untersagt ist, für Erfüllung von ihnen vermittelten Handelsgeschäfte sich verbindlich zu machen oder Bürgschaft zu leisten. Berlin, 12. Mai. Die Gesetze, betreffend die Unzulässigkeit der Pfändung von Eisenbahnfahrbetriebsmitteln, sowie betreffend die Unfall- und Krankenversicherung der in land- und forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen sind heute veröffentlicht worden. Stuttgart, 12. Mai. Wie der ,Staatsanzeiger" mittheilt, ist auf Befehl des Königs ein württembergischer Arzt nach Paris abgesandt wrrdcn, um dort Pasteur's Wuthimpfung zu studiren. Haag, 12. Mai. Es heißt, der König habe das Decret unterzeichnet, wonach die zweite Kammer aufgelöst wird und die Neuwahlen auf den 8. Juni festgesetzt »erden. Baris, 12. Mai. Die internationale Conferenz zur Herbeiführung möglichst übereinstimmender gesetzlicher Bestimmungen in den verschiedenen Staaten über die unterseeischen Kabel ist heute zusammengetreten und wählte den Minister Granet zum Vorsitzenden. — Die Kabel - Conferenz ernannte eine Commission, bestehend aus Delegirten Frankreichs, Englands, Belgiens, Spaniens und der Vereinigten Staaten zur Prüfung der verschiedenen Gesetze, welche wegen Ausführung der Convention vom 14. März 1884 erlassen worden. Loudon, 12. Mai. Das Unterhaus nahm in erster Lesung die Regierungsvorlage, betreffend die Gewährung von Entschädigungen für in Folge von Ruhestörungen verursachten Schäden in England und Wales an. Die Bill hat keine rückwirkende Kraft. — Die „Times" schreibt: Die Erklärungen Gladstone's hätten die Opposition unter den Liberalen gegen die Home Rule Bill wesentlich verstärkt. Wenn, wie an- runehmen, der Premier sein letztes Wort gesprochen habe, so könne er, da er Charn- berlain's Anforderungen nicht Rechnung getragen habe, auf keine Majorität rechnen. Die Ablehnung oder Zurückziehung der Home Rule Bill involvire aber unumgänglich den Rücktritt des Ministeriums. Madrid, 12. Mat. Eine officielle Meldung aus Manilla vom 29. April berichtet die Aufhissung der spanischen Flagge auf der Insel 9)ap durch zwei spanische Kriegsschiffe. Rom, 12. Mai. Von gestern Mittag bis heute Mittag kamen in Venedig 6 Cholera-Erkrankungen und 4 Todesfälle vor, in Bari 15 Erkrankungen und 9 Todesfälle, in Ostuni 4 Erkrankungen. Athen, 12. Mai. sReuter-Meldung.j Papamichalopulos lehnte heute Vormittag endgiltig die Cabinetsbildung ab, weil er die Ansicht des Königs nicht theilte, welcher nur ein provisorisches Ministerium behufs Einberufung der Kammer wünschte. Der König berief Valois. — Die Bildung des neuen Cabinets durch Valois ist nunmehr erfolgt. Dasselbe ist folgendermaßen zusammengesetzt: Valois (Präsidium und Justiz), Lurioti (Aeußeres), General Mezeis Krisen (Krieg), Augerinos (Finanzen), Capitän Mtaulis (Marine), Papiliopulo (Inneres), Professor Benizelo (Cultus). Das Ministerium ist ohne ausgesprochene politische Farbe und soll vor Allem die Abrüstung durchführen. Athen, 12. Mai. sTelegramm der „Agence Havas".) Die Berufung der Kammer soll alsbald erfolgen. Nach dem Zusammentritt soll sofort mit Abrüstung begonnen werden. Rewyork, 12. Mai. Der Agitator Johann Most wurde verhaftet. Lokale-. Gießen, 13. Mai. Die ordentliche Generalversammlung der Gewerbebank findet Montag den 24. Mai im Saale des Caf6 Leib statt. Der Geschäftsbericht pro 1885 hat der gestrigen Nummer unseres Blattes beigelegen. Universität- - Chronik. Gießen, 10. Mai. Die theologische Fakultät zu Gießen hat dem Professor der Theologie am Predigerseminar zu Friedberg, Dr. phil. H. A. Köstlin, die Würde eines Doctors der Theologie honoris causa verliehen, wie die lateinische Widmung besagt, weil er „sich durch ein gelehrtes und trefflich geschriebenes Werk über die Ge- Ichichte der Musik um die Kirchenmusik sehr verdient gemacht, als einer der ersten mit Rath und Vorbild für ihre eifrige Pfleae und Förderung in der Kirche eingetreten und in einer trefflichen Schrift die Pflichten des geistlichen Amtes entwickelt hat, zu deren Erfüllung er in wirksamster Weise die studirende Jugend anzuleiten weiß." (D. Z.) Gießen, 13. Mai. Von der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität wurde Herr Carl Wilhelm Gaul aus Büdingen, derzeit Lehrer an der Realschule -in Alsfeld, zum Doctor promovirt. Die Dissertation ist betitelt: Romanische Elemente in dem Latein der Lex Salica. Jena, 12. Mai. Unsere Universität, deren beschränkte materielle Hilfsmittel in den letzten Jahren durch die Stiftung der Herren Reichenbach und Graf Bose einen höchst dankenswerten Zuwachs erhielten, ist jetzt auf's Neue durch ein sehr bedeutendes Legat erfreut worden. Herr Paul von Ritter in Basel (ausLübeck stammend) hat ber Universität Jena durch testamentarische Verfügung dreimalhunderttausend Mark legirt; davon..sollen 130,000 schon jetzt in den Besitz der Universität (als Schenkung) übergehen, wahrend ihr 170,000 nach dem Ableben des Stifters zufallen. Derselbe hat bestimmt, daß dieses seinen Namen tragende Stiftungskapital besonders verwaltet und sein Rein-Ertrag „zur Forderung des Studiums der phylogenetischen Zoologie" /-stündigc Arbeitszeit. Ueberstunden Von 4 Metall-Fae°ndreherei-n, von welchen ein- Nähmaschinentheilc, ein- andere vorzugsweise Schrauben liefert, arbeitet eine 10, eine 10m förmlich rasend 'uthet, daß sie dm Ptgestüt Trakebm 00 X in England - blüht und grünt, n und dann weg- ffreund das schöne ilftti für 1885. ibrikation von Be- limdigc und 1 töt ityt die ArbeitsB Ztachmiltagöpausen. ^achmillagspauseN' Winter Samstags rt 1 Stunde, Uebe» KbÄSBWiiM tiiuiM® Ack'tkw _ pinn® alb tf* b', ® wd M*'1 ■i! ist dit Ar«,f ^WniUst-l'dl«- ff-”10* terinnen w '/»stünolS- drr ulkt ; vor. ,t wbtn'h* 1 Jur Winter ist die Arbeitszeit in in 1 8 1 2 3 12 1 bei letzterer jedoch im Winter nur 10 Stunden. 3 Fabriken schließen die Arbeit sowohl Montags als auch Samstags um 1 Stunde früher, 2 andere nur Samstags, 1 Fabrik nur Samstags Vr Stunde früher und bei einer Fabrik findet letzteres nur im Winter statt. Die Vor- und Nachmittagspausen sind in 1 Fabrik je Stunde, in 4 Fabriken je V3 Stunde, in 3 Fabriken je V2 Stunde. Die Mittagspause währt in allen 8 Fabriken 1 Stunde. Ueberstundcn kommen in allen Fabriken ausnahmsweise bei sehr regem Geschäftsgang vor, sie dauern 1—2, höchstens 3 Stunden. Arbeiterinnen sind nicht in ■aßen Fabriken beschäftigt, sie nehmen an Ueberstunden Theil. In 2 Kesselschmieden in Darmstadt ist lOstündige Arbeitszeit. In der einen im Sommer 4 Monate lang täglich 2 Ueberstunden und Nachtarbeit mit einem Theil der Arbeiter. In der anderen im Sommer l Ueberstunde und Nachtarbeit 2 bis 3 Monate lang 3mal wöchentlich mit einem Theil der Arbeiter; im Winter 1—2mal wöchentlich Nachtarbeit. In beiden gilt die 8stündige Nachtarbeit (von 8—5 Uhr mit Pause von 12—1 Uhr) bei der Löhnung als 10 Stunden. In 2 Kesselschmieden in Offenbach lOMündige Arbeitszeit. Ueberstunden selten. Samstags 1 Stunde früher Schluß. In einer Kesselschmiede in Worms llstündige Arbeitszeit. Ueberstunden bis 12 Uhr Nachts kommen zuweilen vor, dann vorher 1 Stunde Pause. Von 34 Maschinenfabriken liegen Notizen vor. Von denselben beginnen die Arbeit im Sommer: 25 um 6, 5 um 6V2 und 4 um 7 Uhr und im Winter 15 um 6, 6 um 6V3 und 13 um 7 Uhr. Das Ende der Arbeitszeit ist im Sommer bei 8 um 6 Uhr, bei 6 um 6V2, bei 20 um 7 Uhr und im Winter: bei 8 um 6 Uhr, bei 6 um 6Vs, bei 20 um 7 Uhr. Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt im Sommer: Im Winter ist die Arbeitszeit in 4 von diesen Fabriken Vz—1 Stunde kürzer. In einigen ist dieselbe Montags und Samstags oder auch nur Samstags um 1 Stunde kürzer. In 24 der Maschinenfabriken kommen Ueberstunden zuweilen oder öfter vor, mehrere gewähren für die Ueberstunden erhöhte Löhne, doch sind dies nicht diejenigen Fabriken, welche die längsten täglichen Arbeitszeiten haben. Die Fabriken mit mehr als 1 Iftünbiger Arbeitszeit befinden sich mit Ausnahme von einer in kleinen Städten. Nachtarbeit kommt nur selten, in dringenden Fällen, vor. Die Mittagspausen dauern zwischen 1 und IV2 Stunden, doch ist bei den meisten (21) Fabriken die einstündige Pause eingeführt. Die Vor- und Nachmittagspausen variiren zwischen 0 und V2 Stunde, am häufigsten kommt die viertelstündige Pause vor. Fabrik 9Vr Stunden, . 10 „ 10V. „ ,/ IOV2 „ „ 10’/. „ „ 11 „ HVs „ „ IIV2 „ „ H-12 „ >Jn einer Fabrik von Heizungsanlagen beträgt die Arbeitszeit 9V2 Stunden. 2 Ueberstunden mit einem Theil der Arbeiter kommen selten vor. Eine Wagenachsenfabrik hat eine regelmäßige tägliche Arbeitszeit von IOV2 Stunden. Samstags wird die Arbeit 3 Stunden früher geschlossen. Ueberstunden kommen nur selten vor. .. 5. f r?inc Wagenfabrik in Offenbach hat lOVrstündige Arbeitszeit. Ueberstunden! find selten. Samstags ist 1 Stunde früher Schluß und Dtontags 1 Stunde später Anfang. Eine Waggon- und Wagenfabrik hat lOstündige Arbeitszeit. Ueberstunden mit einer Pause vorher kommen zuweilen vor. Eine Eisenbahn-Wagen-Neparaturwerkstätte hat 9 V2stündige Arbeitszeit, IVrstundige Mittags- und keine Vor- und Nachmittagspausen. 2—3 Ueberstunden und ausnahmsweise auch Nachtarbeit kommen vor. beiden vorhandenen Mineralöllampenbrennerfabriken ist die Arbeitszeit lOVrstundig. Ueberstunden mit einem Theil der Arbeiter kommen selten vor. Eine Darmsaitenfabrik hat UVsftünbige Arbeitszeit. Ueberstunden sind selten und es nimmt daran nur ein Theil der männlichen Arbeiter Antheil. ______________________ (Fortsetzung folgt.) Geschichts-Kalender. 14. Mai. 1610. Heinrich IV., König von Frankreich, wird Nachmittags gegen 4 Uhr bei einer Fahrt durch die enge Straße la geronnene in Paris im offenen Wagen von Navaittac erdolcht. 1686. Daniel Gabriel Fahrenheit, der berühmte Physiker und Erfinder des nach ihm benannten Thermometers, zu Danrig geboren. 1752. Albrecht Daniel Thaer, berühmter Lanowirth, zu Celle geboren. Sein bedeutendstes Werk ist: „Grundsätze der rationellen Landwirtschaft", Berlin 1810—12, 4 Bde. Seine Verdienste um die Landwirthschaft bestanden hauptsächlich darin, daß er die Naturwissenschaften auf Ackerbau und Viehzucht anwendete. 1872. Fürst Bismarck thut im Reichstage in der Verhandlung über den foge^ nannten Eulturkampf den Ausspruch: „Nach Canossa gehn wir nicht." Handel Mitfc WeEehs. Limburg, 12. Mai. Rother Weizen X 15 00, weißer Weizen X 14.7t, Korn X 10.65, Gerste X 7.70, Hafer X 6.75, Kartoffel« ä 100 Pfund X 0.00. Erbsen ä 100 Pfund X 00.00. Frankfurt, 12. Mai. Auf dem heutigen Markt kosten: Kartoffeln per Malter X 5.00—6.00, Eier das Hundert X 4.50—5.00, Butter per Pfund X 1.00 bis 1.10, Weißkraut per Stück 00—00 H, Rothkraut per Stück 30—40 X Kohlrabi per Stück 20—25 H, Ochsenfleisch per Pfund 45—65 H, Kuh- u. Rindfleisch 45—60 X Kalbfleisch 40—60 4, Schweinefleisch 65—70 H, Hammelfleisch 50—70 X 1 Hahn X 0.70—1.80, 1 Huhn X 1.00—2.50, 1 Ente X 2.00—3.50, 1 Gans X 6.00-^8.59 1 Taube 40—50 X Welsche X 5.00—10.00. Temperatur der Lahn. Am 13. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13°, Luft 12« R. im Schatten. L. Chr. Rübsamen. Allgemeiner Anzeiger. Vergebung von Bauarbeiken. Die nachstehenden zur Errichtung eines Nebengebäudes und Einfriedigung an der neuen Schule zu Wiefeck erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen Dienstag den 18. d Mts., Nachmittags 4 Uhr, auf dem dortigen Gemeindehause im Wege mündlichen Abstreichs vergeben werden, und zwar: veranschl. zu Erd-u. Maurerarbeiten 1159,32 «X. Steinhauerarbeiten 168,05 „ Zimmerarbeiten 236,70 „ Dachdeckerarbeiten 122,32 „ Spenglerarbeiten 46,95 „ Schlosserarbeiten 154,60 „ Schreinerarbeiten 274,07 „ Weißbinderarbeiten 176,55 „ Eisen- u. Rshrenlieferunz 64,05 „ Auffüllungsarbeiten 575,10 „ Pläne, Voranschlag und Bedingungen sind auf Großherzogl. Bürgermeisterei Wieseck einzusehen; weitere Auskunft ertheilt Bezirksbauaufseher S e n ß - selber in Gießen. Gießen, am 12. Mai 1886. Der Kreisingenieur: 3728 Gnauth. Arbeitsversteigerung. Freitag den 14. d. Mts., Mittags 1 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause Weiß- binderarbeit, veranschl. zu 220 «X. 25 H, an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Staufenberg, am 10. Mai 1886. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Vogel.3730 Frritag den 14 Mai, Nachmittags 2 Uhr, werden auf dem Lony'schen Bierkeller eine Parthie zur PH. K. Schmidttschen Konkursmasse gehörige silberne und gol» dene Taschenuhren, wobei eine werth- volle Saoonetteuhr, Regulatoren,Wand- Stand- u. Weckeruhren, sowie Spieldosen, Spielwerke und Mufikalbums versteigert. F. Hoffmann, 2673 Konkursverwalter. Möbel-Versteigerung. Montag den 17. d. MtS., Nachmittags 2 Uhr,z Fortsetzung und Schluß der Versteigerung aus dem Nachlaß der Frl. Koch, im Seipp'schen Hause,Südanlage 21, und kommen Betten, Sprungfeder - Matratze, Tische, Stühle, Sopha, Uhren, Kommode, Spiegel, Kleiderschrank, Nähmaschine, Wringmaschine (neues System), Bilder, 1 eleganter Sessel mit Gobelin-Bezug, einige Bücher: Hauff's Werke, Kleist, Voß, Lessing, sowie mehrere Jahrgänge Gartenlaube, Daheim zum Ausgebot. Die Gegenstände sind gut gehalten. Im Auftrag: F. Hoffmann. Auf Wunsch können die Gegenstände Montag von 9 bis 11 Uhr besichtigt werden. 3739 L. Rothenberger Freitag den 11. Ium, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- raithe des Heinrich Capeller und Ehefrau, geb. Böß Flur XXVIII/128,4 469 Mtr. Hosraithe auf den Hegstrauch und Sand- fauterroeg, „ XXVIII/128,7 856 Meter Grabgarten daselbst, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 29. April 1886. Großh. Ortsgericht. 3252 Müller. 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Mai Concert und TaiizuntÄtag in Steines Garten« Anfang des Concertes Nachmittags 5 Uhr. 3731 Der Vorsiaad. WesüwMMsvh®*r Hof. Sonntag den 16. Mai Taisziniisik wozu ergeöenst einla^et Mermreihungen. 3275 Ein schön möbl. Zimmer zu per- miethen. Albert Behrend, Marktstr. 32. 3721 Ehr Duill. Statt jeder besonderen Anzeige. Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß gestern Abend 6'/r Uhr unser geliebter Sohn und Bruder ECaH Schäfer* im 17. Lebensjahre unter schwerem Leiden verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 13. Mai 1886. Die Beerdigung findet Freitag den 14. Mai, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Marktstraße 24, statt. 3738 Adressbuch der Stadt Giessen! In den nächsten Tagen erscheint eine neue Ausgabe des Adressbuchs der Stadt Giessen. Die geschätzten Firmen, welche auf den Inseraten-Anhang reflectiren, ersuche ich, ihre Inserate bis znm 15. Mai bei der Expedition des Anzeigers aufgeben zu wollen. Ergebens! A. Soheyda. 3735 Noch einige tüchtige MaschiDeBBäherieoen gesucht. Solche, welche das Scdirmnähen verstehen, werden bevorzugt. M. E-evi, SchLrmfabrik, Seltersweg 28. 3366 Ein Mädchen mit guten Zeugnissen, das selbstständig kochen kann und alle Hausarbeiten versteht, wird zu miethen gesucht. Näheres zu erfragen bei Frau Gg. Heinr. Schirmer, im Oppenheimer'schen Hause, ^Lallthorstraße 48^ 3703^ Ein Mädchen für Hausarbeit gesucht. Schillerstraße 19 II. | Hausbursche. @tn braver Junge zum sofortigen Ein- tritt gesucht. Näheres Kreuzplatz 1. 3734 Suche auf sofort ein braves Dienstmädchen. Ph^ Kreiling, z. Gambrinus. 3353 Ein Mädchen vom Lande wird auf sofort zu miethen gesucht. Näheres Löberstraße 3. 3690 Zwei Mädchen'können das Kler- dermachen erlernen. Frau Elise Weidig, Canzleiberg 5. 3692 Ein Hausknecht von 15 bis 16 Jahren kann sogleich eintreten. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. i Einen Khrling sucht Ehr. Wallenfels. 3722 Ein kl. Familicnlogis und ein möbl. Zimmer zu vermieden bei B. 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