Mittwoch den 14. April 188« Erscheint tätzklch mit NrrSn^ns M MvkLtsgK. r S?chu!straße 7. iwmaffiirogat amqyg’vr>wpawa8g -7M3K4X K2K*5 »Hippen, Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. bedürfen. Vom 1. April 1886. Gießen, am 12. April 1886. Nr. 8 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 10. d. M., enthält : (Nr. 1643.) Gesetz, betreffend die Ausprägung einer Nickelmünze zu zwanzig Pfennig. Vom 1. April 1886. (Nr. 1644.) Gesetz, betreffend die Erhebung einer Schiffsahrtsabgabe auf der Unterweser. Vom 5. April 1886. (Nr. 1645.) Bekanntmachung, betreffend eine Abänderung des Verzeichniffes der gewerblichen Anlagen, welche einer besonderen Genehmigung I blutigen Auftritte. Die Bevölkerung widersetzte ftch den Gensd'armen, welche diesen Befehl vollziehen sollten, mit "Revolvern und Steinwürfen, so daß sich ein förmlicher Kampf entspann, in welchem eine Frau gelobtet wurde und eine Reiheanderer Personen Verwundungen davontrugen; auch drei Gens'darmen erhielten Verletzungen. Ob dieser Vorfall vielleicht aus klerikale Agitationen unter der Bevölkerung von Lacombe zurückzusühren ist, wird wohl die gerichtliche Untersuchung ergeben. Kaum hat die wärmere Jahreszeit begonnen, so kommen aus Italien schon wieder Cholera-Bulletins. Diesmal meldet man den Ausbruch her Seuche in Padua, wo bei dem dortigen Infanterie-Regiment 5 Cholera- fälle vorgekommen sind; die italienische Regierung ordnete schleunigst strenge Vorsichtsmaßregeln gegen das Umsichgreifen der, Seuche an. lieber die von einigen Blättern behauptete, von andern dagegen wieder geleugnete Krisis im italienischen Ministerium läßt sich noch immer nichts Bestimmtes mittheilen. Dagegen wird die Auflösung der Deputirten- kammer, behufs Vornahme von Neuwahlen, als unmittelbar bevorstehend bestimmt angekündigt. In England füllt die irische Frage jetzt vollständig das Tages- Interesse aus, nachdem der Premier Gladstone am vorigen Donnerstag dem Unterhause die längst signalisirte Bill über Errichtung eines besonderen irischen Parlamentes vorgeiegt hat. In SVaftünbiger Rede entwickelte Gladstone die Grundzüge dieses Planes, der allerdings gegenüber den ersten Mittheilungen hierüber noch eine erhebliche Abschwächung anfweist; das irische Parlament soll weder über die eigentlichen Reichs-Angelegenheiten, noch über Finanz-, Zoll- und Steuersachen, Münzwestn und bergt, mit zu entscheiden haben, sondern sich lediglich mit den inneren Verwaltungs-Angelegenheiten Irlands besaffen. Trotzdem äußert sich die öffentliche Meinung Englands hoch entrüstet über dieses Project, welches geeignet ist, die erste Bresche in den festen Wall der britischen Reichs- einheit zu legen und in der Londoner Presse taucht bereits die Meinung auf, daß die" Bill in der Einzelberathung nichts durchgebracht werden würde. Die Dtscussion über die Bill hat am Freitag begonnen und schon ihr Anfang wies daraus hin, daß die Stimmung im Unterhause dem irischen Sonderparlamente ebenfalls nichts weniger als günstig ist. Der Kanzler des Herzogthums Lancaster, Heneaye, demissionirte wegen der Gladstone'schen Vorschläge. Im Lause dieser Woche soll dem Unterlaufe auch die Bill über die irische Bodenfrage zugehen. Die orientalische Krisis zeigt heute in ihrem rumelischen Theile in Folge der Unterwerfungs-Erklärung des Bulgaren-Fürsten unter den „Macht- spruch Europas" wieder ein etwas günstigeres Aussehen. Immerhin ist mit der Unterwerfungs-Erklärung des Fürsten Alexander noch nicht viel gewonnen, ja, Wiener Meldungen wissen sogar von neuen Complicationen aus der Balkan- Halbinsel zu berichten. Ihnen zusolge soll sich in Macedonien eine bedenkliche Bewegung gellend machen, die man auf die Einflüsse panslavistischer Agitationen zurückführt und heißt es, daß diese Bewegung der Pforte um so mehr Besorgnisse einflöße, als die ungewisse Haltung Griechenlands die Pforte nöthige, den größten Theil chrer Truppen an der griechischen Grenze zurückzuhalten. isrohre, ze Baude, Re- r Hefen ßcrfen, lltz n; st I Drei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit «ttayxfati*. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pt. *’* u"b 23li ' «d)ürUh Deutschland. Darmstadt, 12. April. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnäoigst geruht: Am 10. April dem Geheimen Staatsrath im Ministerium des Innern und der Justiz, Dr. Heinrich Knorr, zu gestatten, von dem seiner Familie anerkanntermaßen in Oesterreich zuständig gewesenen Adel für sich und seine ehelichen Nachkommen im Großherzogthum Gebrauch zu machen und fortan den Namen und das Wappen der Familie: „Knorr von Rosenroth" zu führen. Weimar, 12. April. Die Prinzessin Elisabeth, welche sich augenblicklich in Bordighera aushält, hat sich mit dem Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg-Schwerin verlobt. Bulgarien. Sofia, 12. April. (Havas - Meldung.) In seiner Antwort an den Großvezter auf die Mittheilung des Conserenz-Beschlusses erklärt der Fürst, daß er sich unter Aufrechthaltung der von ihm gemachten bekannten Vorbehalte der einstimmigen Entscheidung der Mächte füge. Den hiesigen Vertretern der Mächte erwiderte die Negierung, daß sie von der gemeinsamen Note über Den Conserenz* Beschluß Act genommen habe. ibt des Babnhoss M iung mit 5 W; lcnantheil, pr- D- dir Erpcd^Bl.. Politische Ueberstcht. Gießen, 13. April. Dem Reichstage sind drei Schutz- und Freundschafts-Verträge zwischen dem Reiche und eingeborenen Stämmen des südwestlichen Afrikas zugegangeu- Die Verträge sind mit dem Häuptlinge bis „rothen Volkes" zu Hoachanas, mit den Bastards zu Rehobots und mit den Hereros abgeschlossen worden; sie da- tircn vom 2. September, 15. September und 21. October 1885. Außerdem liegt zu dem mit den Hereros getroffenen Uebereinfommen noch eine Beitritts- Erklärung des Häuptlings von Omaruru vor. Als Zeichen, daß die betreffenden Stämme unter dem Schutze des deutschen Reiches stehen, ist in ihren Gebieten überall die deutsche Flagge gehißt worden. Als Bevollmächtigter des Kaisers wird in den drei ersteren Verträgen Pastor C. G. Büttner, in dem Vertrage mit dem Häuptling von Omaruru der Reichs Commiffar für das südwestasri- kanische Schutzgebiet, Dr. jur. Heinrich Ernst Goering, aufgesührt. Nachdem im preußischen Abgeordnelenhause der eine Theil der sog. Polen-Vorlagen, welcher sich aus die Ansiedelung deutscher Bauern.in Posen und Westpreußen, die Errichtung von Fortbildungsschulen in eben diesen Provinzen und aus die Bestrafung der Schulversäumnisse bezieht, im Lause der vergangenen Woche definitiv angenommen worden ist, sind daselbst die Polen- Debatten einstweilen wieder durch Verhandlungen über andere Berathungs- Gegenstände abgelöst worden. Am Freitag führte die erste Lesung der Vorlage über die Communal-Bestmerung der Officiere zu langen und lebhaften Debatten, die im Allgemeinen bekundeten, daß das Haus der Regierungs-Vorlage sympa^ thisch gegenübersteht. Allerdings wurden noch verschiedene Ausstellungen an derselben gemacht, namentlich betonte man von freisinniger Seite, daß die Regierungs-Vorlage nicht weit genug gehe, denn es müßten die Osficiere mit ihrem vollen Vermögen zur Communalsteuer herangezogen werden, dem gegenüber Kriegsminister Bronsart v. Schellendors eingehend das Verhältniß der Osficiere zu den Communen darlegte und hieraus folgerte, man müsse bei Beseitigung eines rechtlich bestehenden Privilegiums mit Schonung vorgehen. In der besonderen Commission von 21 Mitgliedern, an welche das Gesetz'schließlich verwiesen wurde, wird es hoffentlich gelingen, die gegen dasselbe bestehenden Bedenken zu beseitigen. Die kirchenpolitische Lage zeigt jetzt plötzlich ein der Verständigung zwischen Preußen und der Kurie wieder freundlicheres Gesicht. Wie die hoch- conseroative „Kreuz-Ztg." zu melden weiß, hat sich die Kurie neuerdings bereit erklärt, die Anzeigepflicht ohne Rückhalt zu bewilligen, da ohne diese Concession die Kirchen-Vorlage im preußischen Herrenhause wie Abgeordnetenhause aussichtslos sei. Die Kurie setze bei ihrem Zugeständniß voraus, die Regierung werde eine Erklärung abgeben, daß sie demnächst eine Revision der maigesetz- lichen Anzeigepflicht dem Landtage vorzuschlagen bereit sei. Dem Vernehmen noch sei die Regierung hierzu Willens und die Annahme der Kirchen-Vorlage mw damit die Herstellung des Friedens erscheine sonach gesichert. Die kirchenpolitische Situation hat indessen in letzter Zeit solche merkwürdige und über- raschende Wandlungen erfahren, daß man auch diese neueste, wieder friedlich und versöhnlich klingende, Meldung nur mit Vorbehalt aufnehmen kann. Von der bayerischen Abgeordnetenkammer wurde am Freitag ber Antrag Soden über Einführung einer staatlichen Mobiliarversicherung nach tagelangen Verhandlungen mit 83 gegeg 59 Stimmen angenommen. Der Kaiser von Oesterreich traf in voriger Woche zu mehrtägigem Aufenthalte in der bayerischen Hauptstadt ein. Der commandirende General des 13. (württembergischen) Armee- Corps, v. Schachtmeyer, soll beabsichtigen, seine Demission einzureichen, wie bestimmt versichert wird, wegen Competenz-Streitigkeiten mit dem Kriegsminister. Aus ähnlichem Anlasse trat bereits der Vorgänger des Herrn v. Schachtmeyer im Commando des württembergischen Armee-Corps, General v. Stülpnagel, zurück. Das Anleihe-Project des französischen Ministeriums hat ungefährdet die parlamentarischen Kl'ppen passirt. Mit 292 gegen 229 Stimmen genehmigte die Deputirtenkammer am vorigen Donnerstage die Vorlage über die Aufnahme einer Anleihe von 900 Mill. Frcs. in 3procentiqer perpe- tuirlicher Rente; lediglich ein Zusatz-Artikel fand außerdem noch Aufnahme, welcher bestimmt, daß alljährlich ein Kredit zur Amortisirung der 3procentigen perpetuirlichen Rente in das Budget einzustellen ist. Weit lebhafter dürste sich die Debatte über die radikalerseits gestellte Interpellation über die Vorgänge in Decazeville gestaltet haben, zumal da Radikale und Conservative dem Ministerium Freycinet bei dieser Gelegenheit eine Schlappe beibringen wollten. Im Departement Jsvre, in der Ortschaft Lacombe, kam es wegen der von der Regierung angeordneten Schließung einer Privatkapelle zu einem rstmädchcn sofort ä arm», Neustadt K Dienstwädcim ur AtzShülfe p ?r Exp. b. Bl, IfMtn I AsleiMg 40III - nach neuesten M oahrung aareii erstoffpl1 rtlstlchö. 5r DttyÜL »MUS iru. Reparaturen d billigst ausgeführt. Gebauer, - Ederstraße 8. erScW; ft ,’sSeN* 5f@. ::Sg,S 1,11 i® WS,111? Witc knMtvWayp t, m! I^zangmanll Ariechenlaud» Athen, 12. April. In einer gestern hier stattgehabter. Versammlung hielt der Ministerpräsident Delyannis eine Ansprache, in welcher er die Politik des Cabinets vertheidigte, Ruhe und Achtung gegen die gegnerischen Meinungen anempfahl und die Hoffnung aussprach, daß die Mächte die Ansprüche Griechenlands berücksichtigen würden, da diese Ansprüche berechtigt seien und den allgemeinen europäischen Interessen nicht widersprächen._____________________________ Telegraphische Depeschen. Wolfs'- telegr. Correspsirderrr-Burcarr. Berlin, 12. April. Das Herrenhaus begann die Berathung des Kirchengesetz- entwurfes. Der Referent der Commission Adams betont die Nothwendigkeit der Herstellung des Friedens. Bischof Kopp erkennt dankbar das Entgegenkommen der Negierung an, aber die Vorlage reiche nicht aus. Kopp empfiehlt seine Anträge als Basis für die weiteren Vereinbarungen. Fürst Bismarck erklärt, die Negierung habe zu der Frage noch nicht Stellung genommen. Er habe die Nützlichkeit der Maigesetze als Kampfgesetze voll und ganz verantwortet, aber es sei völlig falsch, zu behaupten, daß die Maigesctze eine Art Palladium Preußens seien oder es sei daran gedacht worden, sie zu einer dauernden Institution zu machen. Die Würde des Königs könne nicht dabei leiden, wenn er sucht, den Wünschen der katholischen Unterthanen näher zu konunen. Die Negierung habe von vornherein den Frieden ins Auge gefaßt. Er glaube die Zeit sei gekommen, die Kampfgesetze aufzugeben und habe sich die Linie festgesetzt, bis zu welcher der König seinen katholischen Unterthanen entgegenkommen könne, ohne seiner Würde etwas zu vergeben. Er habe es vorgezogcn, mit dem Papst zu verhandeln, weil er bei ihm mehr Wohlwollen für Deutschland und Preußen vorausgesetzt habe, als er bei der Majorität des Reichstages gefunden. Er wolle nicht eher mit dem Centrum verhandeln, als 'bis er sich mit dem Papste verständigt habe und bitte die Regierungsvorlage anzunehmen. Die Regierung behalte dann ein weiteres Gebiet für die Verhandlungen. Uebrigens wünsche die Negierung selbst eine Revision der Maigesetze. Kleist-Netzow hält eine baldige Beendigung des Eulturkampfes um so nothwcndiger, als der Staat den meisten Schaden dabei gelitten habe. Bismarck widerspricht der letzteren Auffassung. Die Vorlage der Regierung entspringe keiner Nothlage, sondern lediglich dem Friedensbedürfnisse des Kaisers. Wenn etwas Schaden gelitten habe durch den Eulturkampf, so sei es das Reich, wo das Eentrum mit den ihm zur Seite stehenden Socialdemokraten, Elsässern, Polen und Fortschritt eine Majorität bilden. — Miquel kann nicht für die Vorlage stimmen, die doch nicht einen dauernden Frieden verbürge und ersucht um Annahme der Resolution Bernuth. Graf zur Lippe i|t für die Commissionsbeschlüsse mit dem Amendement Kopp. Die Generaldebatte wird sodann geschlossen. Morgen Specialdebatte. Berlin, 12. April. Der provisorische Localausschuß der deutschen Gewerbe- Ausstellung 1888 wählte den Treptower Park vorbehaltlich der städtischen Genehmigung als Ausstellungsplatz. Dem Oberbürgermeister v. Forckenbeck wurde die Ernennung des geschäftsführenden Ausschusses übertragen. — Abgeordnetenhaus. Wehr begründete seine Interpellation betreffs der Weichsel- Überschwemmung. Minister Puttkamer erklärt, nach den Berichten der Behörden sei Staatshilfe erforderlich, welche die Regierung zusicherc, über deren Umfang aber könne noch nichts gesagt werden. Sorge für Obdach und Nahrungsmittel werde der Privat- wohlthätigkeit zu überlassen sein. Minister Lucius lehnt die Verantwortung des Staates für Deichbrüche ab. Die Verhandlungen über die Weichselmündungsregulirung würden sehr ernst betrieben, stießen aber auf große Schwierigkeiten wegen der widerstreitenden Interessen der Betheiligten. Voraussichtlich werde man sich für Eisenpanzerung der Dämme entscheidet!. Rickert erklärt sich mit den Ausführungen des Ministers zufrieden. — Auf die Interpellation Minnigcrode wegen Maßregeln gegen den Preisrückgang der landwirthschaftlichen Producte erklärt Minister Lucius, eine Erhöhung der Getreide- und Viehzölle halte die Regierung zur Zeit nicht angezeigt, die Einführung eines Wollzolles würde die ganze Wollwaarenindustrie treffen. Die Regierung behalte die Interessen der Landwirthschaft unausgesetzt im Auge und werde seinerzeit entsprechende Vorlagen machen. An der Besprechung der Interpellation nehmen noch Schorlemer-Alst, Hellwig, Rickert und Graf Kanitz Theil. Schorlemer erklärt Namens des Centrums die Interpellation für gänzlich inopportun. — Fortsetzung morgen. Karlsruhe,' 12. April. Die Leichenfeier Victor v. Scheffel's ist in glänzender Weise unter großartigster Betheiligung der Bevölkerung verlaufen. Vertreter sämmtlicher Behörden, das gesammte Ofsiziercorps, die technische Hochschule, ein großer Theil der Studirenden Heidelbergs, die hiesigen Gesangvereine befanden sich in dein Zuge. Die Kammer hatte heute anläßlich des Leichenbegängnisses Victor v. Scheffel's die Sitzung aufgehoben. London, 12. April. Unterhaus. Gladstone erklärt, wenn die Debatte über die irische Bill morgen abschließe, werde das Budget am nächsten Donnerstag und die irische Bodenankaufs-Bill nächsten Mittag vorgelegt werden. Cchurchill bekämpft die irische Verwaltungs - Bill, weil sie 'die Suprematie des Neichsparlaments und die Souveränetät der Königin über Irland zerstöre. Er bedauert, daß es nicht üblich sei, in dec ersten Lesung schon die Bill zu beanstanden. Russell (Generalanwalt) erwiderte, das Reichsparlament erließ die Gesetze für Irland entweder zu spät oder nicht im Sinne der irischen Vorlage. Die Vorlage Gladstone's erstrebe die Legislative Irlands, von deren Competenz gewisse Fragen ausgeschlossen seien, wodurch die Oberhoheit der Königin und des Reichsparlaments aufrecht erhalten würden. Rüssel schließt, Gladstone's Vorschlag müsse früher oder später angenommen werden, besser jetzt als nach neuen Zwangsmaßregeln. Jetzt würde die Aufnahme in Irland eine freundliche, später eine feindselige sein. London, 12. April. Der bisherige Unterstaatssecretär für Indien, Kay- Shuttleworth, ist an Stelle des zurückgetretenen Heneage zum Kanzler der Herzog- thums Lancaster ernnnnl; derselbe soll der „Daily News" zufolge auf seinem bisherigen Posten durch Stafford Howard ersetzt werden. An Stelle von Collings ist Borlase zum Secretär des Localgovernments-Board ernannt. Der Nücktritt des Arbeitsministers Lord Morley wird amtlich bestätigt. — Die Opposition gegen Gladstone's Home Rule Bill wird allgemeiner und heftiger. „Times", „Daily Telegraph", „Standard" und fast alle übrigen Morgenblätter fahren in ihrer vernichtenden Kritik fort und selbst „Daily News" bezweifeln jetzt, ob die Vorlage in der gegenwärtigen Session Gesetzeskraft erhalten werde. Die öffentliche Agitation gegen Gladstone's Bill beginnt am Mittwoch mit einem großen Meeting in „Her Majesty's Theater" unter dem Vorsitze Lord Cowper's, welcher unter dem früheren Cabinet Gladstone Vicekönig von Irland war. Die erste Resolution, welche auf diesem Meeting vorgeschlagen werden soll, wird von Lord Hartington beantragt und von Lord Salisbury und Rylands unterstützt, die zweite Resolution von Goschen beantragt werden. Brüssel, 12. April. Der russische Gesandte, Graf Bludow, ist gestern hier gestorben. Joseph Uictor v. Icheffcl f. (Widerrechtlicher Nachdruck wird verfolgt.) Und was das arme Herz auch sehnt und dichtet, Zum Schlüsse kommt das Voneinandergeh'n. Der Erlöser Tod hat dem Leiden Victor von Scheffel's ein Ziel gesetzt und am Montag haben sie ihn bereits auf dem stillen Friedhöfe seiner Vaterstadt zur ewigen Ruhe gebettet. Der Tod des Dichters wirft einen schrillen Mißklang in das rührige Treiben der Vorbereitungen zu dem bevorstehenden Jubelfeste der Universität Heidelberg. Scheffel's Name ist mit derselben zu eng verwachsen, als daß sein Tod dort nicht auf das Schmerzlichste empfunden werden müßte; doch wenn es ihm auch nicht von dem unerbittlichen Schicksal gegönnt war, sich in dem Glanze der Festlichkeit zu sonnen und in dem fröhlichen Treiben nochmals die eigene Jugend zu durchleben, so wird bod) sein Name dort nicht minder hochgehalten werden und manch' wehmüthiger .Trinkspruch aus frischem Jünglingsmund, vielleicht auch manch' stille Zähre eines alten -Herrn wird das Andenken des tobten Dichters wachhalten. Tie Zahl der Scheffel'sch en Dichtungen ist keine allzugroße, mit weiser Mäßigung hat der Dichter es über sich vermocht, die seinem Talente gesetzte Schranke innezuhallen und anderseits, wohl fühlend, daß er durch mancherlei Schicksale verbittert, die Frische seiner Jugenddichtungen doch nicht wieder erreichen könne, alle Verlockungen zu weiterem Produciren von sich zu weisen. Wie Wenige hat Scheffel es verstanden, sich die Herzen der weitesten Kreise mit Sturm zu erobern. Seine beiden bedeutendsten Werke, das thaufrische, von dem sprühendsten Huinor durchtränkte Epos: „Der Trompeter von Säckingen" und der ein anschauliches, fesselndes Bild des betreffenden Zeitalters wiedergebende Roman „Ekkehard" gehören längst zu den Lieblingsbüchein der Nation. Diese Anschaulichkeit und Geistesfrische ist es auch, die Scheffel's Dichtungen so hoch aus dem Wüste der archäologischen Poesie hervorragen läßt. Sie sind durchleuchtet vom Sonnenschein der ächtesten, lautersten Poesie und bei aller Fülle des Materials ist nie ein Hervordrängen desselben zu bemerken. Ter Poet steht über dem Gelehrten und er versteht es, die Kenntnisse des letzteren mit sicherer Hand in die Fäden seiner Dichtung zu verknüpfen und dadurch den Reiz derselben noch zu erhöben. An Ehren und Auszeichnungen hat es Scheffel nie gefehlt und auch die äußeren Umstände seines reich bewegten Lebens waren die glücklichsten, freilich wurde ihm dasselbe oft genug durch innere Kämpfe und Zwistigkeiten verbittert. Scheffel wurde geboren am 26. Februar 1816 zu Karlsruhe, woselbst sein Vater die Charge eines Ober-Bauraths bekleidete. In dem trockenen Studium der Rechtswissenschaften, dem er in Heidelberg, München und Berlin oblag, konnte sein lebhafter Geist jedoch kein Genüge finden und wandte er sein Hauptinteresse seinen historischen und literarischen Arbeiten zu. „Römisch Recht gedenk ich deiner, Liegt's wie Alpdruck auf dem Herzen!" Diese Worte Jung Werner's hat der Dichter wohl aus eigener Erfahrung gesprochen. Trotzdem unterwarf er sich der juristischen Staatsprüfung und versuchte, wohl mit sich selbst noch im Unklaren, in der juristischen Laufbahn Stellung zu finden. Bald mußte es ihm jedoch klar werden, daß seine Ziele andere seien. Er entsagte dem Beamtenthum und trat eine Reise nach Italien an. In dem wunderliblichen Eiland Capri vollendete er seinen Trompeter. Hierdurch wurde sein Beruf zum Dichter entschieden und nach längeren Vorstudien ließ er seinem Erstlingswerk den cultur- historischen Roman „Ekkehard" folgen. ; Nach weiteren größeren Reisen durch Süd-Frankreich und Ober-Italien und einem kürzeren Aufenthalte in München nahm er daun 1857 die Stellung eines Bibliothekars des Fürsten von Fürstenberg an. Zwei Jahre später gab er dieselbe jedoch wieder auf, um fortan in gänzlicher Unabhängigkeit seinen literarischen Arbeiten und Neigungen zu leben. 1872 in Nadolfszell am Bodensee in der unmittelbaren Nähe der ihm so lieb gewordenen Orte baute er seine Villa Seehalde und verbrachte daselbst den schöneren Theil des Jahres, um dann mit dem anbrechenden Winter nach Stuttgart überzusiedeln. Die Liebe und Anerkennung, die er nickt nur im weiten deutschen Reiche und besonders in seiner engeren Heimath, sondern auch in der ganzen Welt, soweit die deutsche Zunge klingt, fand, entschädigte ihn für mancherlei sonstige Entsagung und verschönerte seinen Lebensabend. Noch vor wenigen Monaten wurden ihm bei seinem siebenzigsteir Geburtstage außerordentliche Ehren bereitet und wohl Wenige mochten damals bei dem Anblick des robusten Mannes sein baldiges Ende geahnt haben. Wochenlang schon hat seine kräftige Natur unter unsäglichen Schmerzen mit dem Tode gerungen, bis am Freitag Abend ihn ein leichtes Ende von seinem Leiden erlöst. Ein Menschenleben ist damit beendet, reich an Glanz und Ehren, reicher durch seine hohe Begabung, am reichsten aber durch die unerschöpfliche Güte feines Herzens und die Selbstlosigkeit seiner Gesinnung. Mag sein Leib zerfallen, sein Name wird von Tausenden, denen er manche trübe Stunde erheitert und gemildert hat, gepriesen und hochgehalten werden. Und das ist ein Lohn, schöner als ihm alle Ehrenbezeugungen der Welt geben können. Paul Charles. Vermiscktr- Darmstadt, 10. April. Die Feier des 50jährigen Jubiläums des Landcs- gewerbvereins soll, wie wir hören, nunmehr im Jahre 1887 hier in Darmstadt stattfinden. Dieselbe war bekanntlich gleichzeitig mit der Gewcrbeallsstellung in Mainz in Aussicht genommen, da letztere jedoch wegen zu geringer Beiheiligung in Wegfall kommt» hat der Vorstand oes Landesgewerboereins keinen Anlaß mehr, die Feier nicht am Sitze des Vereins zu veranstalten. Mainz, 10. April. Auf Einladung des Vorstandes des hiesigen Gewerbe- vereins versammelten sich heute Abend die verschiedenen zu der projectirten Landes- Gewerbe-Ausstellung gebildeten Ausschüsse, um den Bericht des Exekutiv - Ausschusses- und des Gewerbvereins über den Stand der Ausstellung entgegenzunehmen. Namens des Gewerbeocreins gab Commercienrath Reuleaux einen Rückblick auf die Entstehung des Projectes, das anfänglich zu den schönsten Hoffnungen berechtigte. Leider habe man sich aber bezüglich der Unterstützung, die man für das Unternehmen ans ganz Hessen erwarten zu dürfen glaubte, getäuscht. Während man auf eine Betheiligung von 1000—1500 Aussteller gerechnet habe, seien trotz wiederholten Aufforderungen nur 287 Anmeldungen erfolgt, darunter allein 121 von Mainzer Firmen. Ungeachtet dieser ungünstigen Anmeldungsziffer habe man den Bau-Ausschuß mit den Vorarbeiten betraut und habe derselbe einen Voranschlag von JL 225,000 entworfen. Rach der Berechnung des Finanzausschusses sei es nickt zu hock gegriffen, das Unkostenconto auf JL 404,000 zu veranschlagen; letzterer Ausschuß habe mit Rücksicht auf diese Summe und die geringe Zahl der Anmeldungen entschieden das Fallenlassen des Projectes befürwortet. Mit schwerem Herzen sei der Exekutiv-Ausschnß dieser Ansicht beigetreten und habe in einer ausführliche Auseinandersetzung einen diesbezüglichen Antrag bei den Gewerbvereinen gestellt. Neben den finanziellen Gründen spricht sich das von Dr. Gastell verfaßte Exposö hauptsächlich um deßwillen gegen die Ausstellung aus, weil eine Ausstellung, wie solche nach den Anmeldungen zu werden verspreche, nicht als eine Landes-Gewerbe-Ausstellung betrachtet werden könne und keineswegs als ein Bild der Gcsammtindustrie Hessens anzusehen sein werde. Abgesehen von der allgemeinen Unlust gegen Ausstellungen überhaupt, erblickt der Exekutiv-Ausschuß den Hauptgrund für die Nichtbetheiligung der zahlreichen Großindustriellen darin, daß die für das Jahr 1888 in Berlin geplante deutsch-nationale Ausstellung sichere Gestalt annehme und es daher für die Großindustriellen Hessens, die bei einer ersten deutsck- nationalen Ausstellung nicht zurückbleiben könnten, eine berechtigte Frage sei, ob es rathsam sei, in zwei aufeinanderfolgenden Jahren die finanziellen Opfer für zwei Ausstellungen zu bringen. Der Vorstand des Gewerbvereins hat den Antrag des Executivcomit^'s sowohl dem Vorsitzenden des Landesausschusses als auch dem Präsidenten des Landesgewerbeoereins mitgetheilt und haben sich beide Factoren übereinstimmend mit dem oben genannten Ausschuß gegen die Abhaltung der Ausstellung ausgesprochen. Diesen Stimmen und Bedenken gegenüber, bemerkt Herr Reuleaux zum Schluß, habe auch der Gewerbeverein sich entschließen müssen, das Project fallen zu lassen, wovon die Ausschüsse hiermit Kenntniß erhielten. Herr Reuleaux dankte so- dann noch den Ausschüssen für ihr seitheriges, wenn auch vergebliches Bemühen, worauf Dr. Reinach wiederum Herrn Reuleaux für fein aufopferndes Wirken für das Gelingen des leider fehlgeschlagenen Projectes den Dank aussprach. Literarische-. Das Marzheft des »Tribunals Zeitschrift für praktische Strafrechtspflege, enthält: 1) Ein Doppelmord in dem bayerischen Alpenvorlande. Dargestellt von Herrn Staatsanwalt H. Crämer in München. (Mit Situationsplan und der Abbildung des Verbrechers.) 2) Ein hochnothpeinliches Halsgericht im Jahre 1823. Nach actcn- mäßigen Aufzeichnungen mitgetheilt von Herrn Amtsrichter vr. Schwarze in Zwickau. Der erste Aufsatz ist von hohem psychologischen Interesse, während der zweite ein gut gezeichnetes Bild der strafrechtlichen Execution gibt, wie sie noch im Anfang unseres Jahrhunderts in vielen deutschen Landen gehandhabt wurden. Wir glauben, die Leser ds. Bl. werden es uns Dank wissen, wenn wir im Folgenden diesen Aufsatz feinem Hauptinhalte nach folgen lassen: Ein Soldat vom Linien-Jnfanteric-Regiment Prinz Friedrich August hatte am 30. Januar 1823 seine Pflegeeltern mit einer „Erdäpfelstampfe" erschlagen. Das 160 , Ttattr; fr 6»lorJ(i. 9 Ä **‘“S"»*1 hier;" ,yro;O5 mit ■ s-f£S •“SÄ! riiki M „mH iwrtö,8I1! M in W«. mmjM *10T' 1 W, [niuDtmaiuieS, beMet dein Galgenberg, wob eingesegnet, woraus ch Lein Rorpex w auf Verordnung der. platze eingegraben. , Ties in grogi MniLenaltern. W« beziehende Zeitschrift Gießen, 13. * 1.00-000, Hühne Mmatte 2-3 H, i 0,90 H, Hühner per per Stück X 1-60— 52-56 4, Schweines Kartoffeln per 100 Ät X 7.5M.03. Hcherh ißt Gießener Montag den 19 von Vormittag fofl im Gießener ( Wirkten Mlerbo nachverzeichnetes Ho den: A. Bre Tchrith. Pff m , Mtr Snchen 49,9 Elchen 57 Mel 8 Erlen 2 B- Bau-, Wer E ®4™Rämme - S'Mömitte *? Ntnfatigtn '^Nangeit p:?ie. Sufammenf Wlttaje g gj g.®,*, am 13.1 ®*W. U srÄ S-d ""‘bei 2802' ^2 Aas« ’N s S,tei|,N ;!w XV? y^te1» trÄ j tn A j mfta nf“nb Aus-' J"."’ f-in I-L | Ä”«fi»ri|d) n I fc*«s l .teS | Ä*ä| dem wun-erliblichkn i *ertbcncu£| b-.^btt-2talien unbff, itb‘£ Wellung eines h r 6ab -r dieselbe 1 berauschen Arbeiten f A.her ihm so lieb ?■" 1 ben schöneren i Mart uberzusiedeln. ! Weiche und besonders Mik deutsche Zunge, w verschönerte seinen Mnein siebenzjgslen i Mn damals bei dm ' '• Wochmlang schon ’w gerungen, biSm Ehren, reicher dura @üte seines Herzen» en, sein Warne wirt Mert hat, gepriesen llleEhrenbezeugMM ul Charles. i!äum§ des LandcS- giraituM*1'1 ES« Iben W \ Allen bann, bay d E M GeB Pirif-VÄ Pom« »»K I " im M«e Ifz guch dem Pia)' ■L 'fnren überein- 1‘Jb'MM Et fort Nto5 ■ wW'Ä” Wenleaul WMS Kriegsgericht erkannte unterm 11. August, „der Jnquisit sei, wenn er vor öffentlich gelegten! peinlichem Halsgerichte nochmals freiwillig auf seinem Bekenntnisse beharre, zur Feimstatt zu schleifen, daselbst mit dem Schwerdte vom Leben zum Tode zu richten und zu strafen, sein Körper aber auf das Rad zu legen und zu fllitten/' Die Vollstreckung dieses Urtheils fiel der Civilbehörde, die Bestreitung der Kosten des Verfahrens dem Kriegsgerichte zu. Letztere bezifferten sich aus 297 Thaler 9 Groschen und 3 Pfennige, und zwar erhielten der Scharfrichter für sich, seine Gehilfen und Geräthe (als Kloben, Hammer, Nägel, Spitzhammer, Stränge, Seil u. f. w.) 160 Thaler, die Geistlichen, die den armen Zünder zur Richtstälte begleitet, 4 Thaler, der Cantor 1 Thaler; der Amtsfrohn 12 Thaler 10 Groschen; das Schaffst hatte 85 Thaler 16 Gr. 9 Pfg. gekostet; der Stuhl für den Delinquenten 1 Thlr. 8 Gr., die Ketten und sonstige Schmiedearbeiten 11 Thlr. 22 Gr.; Stühle, Tische, Betten, Heizung und Licht für den Scharfrichter und seine Gehilfen 10 Thlr. Am 15. Deeember, Vormittags 9 Uhr, versammelten sich zur Hegung des hoch- noihpeinlichen Halsgerichts in der Hauptmache ein Auditeur, ein Hauptmann, ein Seeondelieutenant, ein Sergeant, ein Korporal, ein Gemeiner, der Profos und ein als Ankläger eommandlrter Korporal und verfügten sich, nachdem mit gedämpften Trommeln hierzu das Zeichen gegeben worden, nach der auf dem Marktplatze errichteten Tribüne; voran der Profos mit Schwert und weißem Stabe, dann der Ankläger, darauf der Auditeur mit den Beisitzern, toie nehmen auf der Tribüne an dein einen Tische Platz, während an dem andern die Mitglieder der Civiljustizbehörde saßen, bestehend aus deren Vorstand, einem Gerichtsschreiber und fünf Gerichtsschöppen. Es folgte nun eine in Fragen und Antworten zwischen Auditeur, Beisitzern, Ankläger und Angeklagten verlausende Verhandlung, bezüglich deren wir aus die ausführliche Schilderung im „Tribunal" verweisen. Nachdem der Angeklagte das ihm zur Last gelegte Verbrechen zugestanden, verkündet der Auditeur das Urtheil, der weiße Stab wird in zwei Stücke gebrochen und der Delinquent von dem Prosos der Eiviljustizbehörde und von dieser dem Scharsrichter übergeben, dessen Freiknechte denselben, nachdem das Halsgericht feierlich aufgehoben worden, auf die Schleife (ein schlittenäbnliches Fahrzeug) bringen, worauf sich der Zug in Bewegung setzt unter Vorantritt einer Anzahl Schulkinder, welche unter Leitung des Cantors Sterbelieder singen. Hinter diesen fährt der Delinquent auf der Schleife, begleitet von 2 Geistlichen. Dann folgen die Gerichtspersonen und der Arnts- chirurg, „um nöthigenfalls gleich bei der Hand zu sein"; darauf der Wagen des Antts- hauvtmannes, begleitet von 2 berittenen Gensdarrnen, und zum Schluß der Amtsfrohn zu Pferde. Zur Bedeckung des Zuges waren 140 Mann Infanterie commnnbirt. Auf dem Galgen berg, wo das Schaffot errichtet war, angekommen, wurde der arme Sünder eingesegnet, worauf ihm der Scharfrichter den Kops mit einem Schlage abschlug." Sein Körper wurde aufs Rad gelegt und geflochten, am 8. Januar 1824 aber aus Verordnung der Justizbehörde vorn Rade heruntergenommen und aus dem Nichtplatze eingegraben. x Dies in großen Zügen der Vorgang einer Execmion vor noch nicht zwei Menschenaltern. Wen Näheres'interessirt, der sei auf die durch jede Buchhandlung zu beziehende Zeitschrift verwiesen. Handel und Vermehr. Gießen, 13. April. Auf dem heutigen Markt tortete: Butter per Pfund JL 1.00—0 00, Hühnereier pr. Sick. 4—5 4, Enteneier St. 5—6 Käse pr. St. 5—8 H, Kasematte 2—3 Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen 30 H, Tauben per Paar 0,60 bis 0,90 H, Hühner per Stück 0.85—1.30, Hahnen pr. Stück Jt. 1.00—1.50, Enten per Stück X 1.60—2.00, Ochsenfleisch per Pfund 62-6-1 H, Kuh- und Rindfleisch 52—56 H, Schweinefleisch 54—60 H, Hammelfleiich 50-66 Kalbfleisch 40—48 Kartoffeln per 100 Kilo 4.00—4.50, Milch per Liter 12—18 H, Zwiebeln per Centner JC 7.50—8.00. Ikkgrmeinr Frankfurt, 12. April. (Getreide-Vreise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer JL. 17,75— 00,60, fremder Jt 17,50—20,50, Roggen eff. hies. JL 15.00—00,00, fremder JL. 14,50—14,75, Gerste esfectiv hiesige und Wetterauer JL 15,50—18,00, fremde JL 00,00—00,00, Hafer eff. hies. Jt 14,50—14,75 fremder JL 14,50—14,75. — Wie sehr unsere Industrie auf allen Gebieten das Ausland zu überflügeln sucht und wtß glänzend das in vielen Fällen gelingt, beweist die 6fache Prämiirung innerhalb Jahresfrist der Firma B. Meising in Düsseldorf, deren Deutsche Liqueure. an vielen Orten Deutschlands in Coneurrenz mit den feinsten und theuersten ausländischen Marken heute schon vorgezogen werden. Zudem sind die Preise wesentlich billiger, weil der hohe Eingangszoll nicht darauf lastet. Die Firma hat sich die Auf« gäbe gestellt, nur das Allerfeinste zu liefern und bittet nur ihre Fabrikate einer Prüfung zu unterziehen. Niederlage befindet sich bei Ferd. Drebes, öorm. Gg. Wilh. Weidig in Gießen. Frische Alperrmilch für Kinder! ™ - 2(u5 Äscher Alpenmilch und Waizen-Extract wird bei Harbatzhofcn im bayr. Allgau ein neues, leichtoerdauliches Nährmittel, „Loeflund's Kindermilch", her- gestellt, welches durch einfache Beimischung von warmem Wasser die gesündeste und kräftigste Nahrung giebt, bei der die Kinder von der Geburt an sehr gut gedeihen. Preis per Büchse X 1.20 in den Apotheken. Bei directem Versandt an Private 8 Büchsen per Post franco gegen A 9.28 (2 Probebüchsen franco J4 2.80). Briefe an Ed. Loeflund in Stuttgart. 2162 Geschichts-Kalender. 14. April. 919. Heinrich I., der Vogelsteller, wird zu Fritzlar zum deutschen Kaiser gewählt. 1328. Kaiser Ludwig der Bayer erläßt von Rom aus ein Gesetz, wonach jeder der Ketzerei oder des Hochvcrraths Schuldige auch ohne Beachtung der sonst üblichen Nechtsformen durch gesetzmäßige Richter uerurtheilt werden könnte, und diesem Gesetze gab er rückwiikende Kraft. So ein Reichsgesetz konnte der Kaiser eigentlich nicht für sich erlassen; er gebrauchte es aber alsbald gegen den Papst Johann XXII., der schon mehrere Bannflüche gegen ihn geschleudert hatte. — Schon am 18. April saß Ludwig über Papst Johann zu Gericht und erklärte den „Priester Jacob Cahors, welcher sich Papst Johann XXII. nenne, als Ketzer und Majestätsverbrecher seiner Würde verlustig, unter Vorbehalt weiterer Strafe, sobald man seiner habhaft werde." 1450. Markgraf Albrecht I. von Brandenburg-Ansbach, der dritte Sohn des verstorbenen Kurfürsten Friedrich I. von Brandenburg, schlägt die ^Nürnberger und deren Bundestruppen, da diese ihren drei Tage vorher bei Pillenreut errungenen Sieg nicht ausnützten. 1796. Bonaparte schlägt die Oesterreicher und Piemontesen bei Dego. 1849. Die Ungarn unter den Feldherrn Görgey, Bem und Dembinsky erklären ihr Land nebst Siebenbürgen und Zubehör für eine unabhängige Republik. Das Haus Habsburg ward „auf ewige Zeiten von der Regierung ausgeschlossen" und Kossuth vorläufig zum Präsidenten ernannt. 1874. Grabow, ehemaliger Präsident des preußischen Abgeordnetenhauses während der Conflictzeit, stirbt. Kirchliche Antigen der evangrl. Gemeinde. Mittwoch, den 14. April, Abends 6 Uhr, 6. Passionsandacht, Pfarrer Dr. Naumann. r Anzeiger. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald» Montag den 19. April 1886, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den Districten Faulerboden und Vrauhos nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz. Scheith. Prügelh. Stockh Reish. Rrntr. Rrntr. Nrntr. Wellen Buchen 49,9 105,8 24,8 2820 Eichen 57 65,2 43,9 340 Nadel 8 86 18 910 Erlen 2 7 3 - B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 104 Eichenstämme mit 25,90 Festm., 50 Nadelstämme „ 16,04 l( 2 Erlenstämme „ 0,77 „ 13 Eichenstangen „ 0,81 „ 385 Nadelstangen „ 7,46 „ - Die Zusammenkunft ist an der Licherstraße. 6. Schneise. Gießen, am 13. April 1886. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 2821 Wer die diesjährige Lohernte aus den Gemeindewaldungen von Dornholzhausen, Ebersgöns, Hochelheim, Kl. Rechtenbach, Lützellinden (auch Markwald), Münchholzhausen, Oberkleen und Vollnkirchen kaufen will, wende sich an die betr. Gemeindevorsteher, die mit dem Verkauf beauftragt sind. Gr. Rechtenbach, 12. April 1886. 2802 Das Bürgermeister-Amt. 1 eleg. 5jähr. Wallacfe Dunkelschimmel, 41 //' hoch, kernges., a. Zugpferd bill. abzug. 2803 Näh. bei Herrn Stallm. Balser. Brennholz- Versteigerung in der Königlichen Merforsterei Brsndoberndorf Schutzbezirk Cleeberg Distrikte Streitwald 12 b, 13 a, 13 c, Cleebaum 27 b und Totalität Montag den 19. April, Vormittags 10 Uhr, Zusammenkunft im Streitwald. 98 Rm. Eichen-Scheit und Knüppel, 24,50 Hdt. Eichen-Wellen HI. Cl., 10 Rm. Eichen-Stockholz, 230 „ Buchen-Scheit und Knüppel, 36,75 Hdt. Buchen-Wellen III. Cl-, Das Holz aus Cleebaum wird von 2 Uhr ab bei Gastwirth Hofmann in Cleeberg versteigert. Die Herren Bürgermeister werden um gefällige Bekanntmachung ersucht. Brandoberndors, 11. April 1886. Der Oberförster. 2800 Bender. Mittwoch den 14. d. Ms. sollen gegen Baarzahlung versteigert werden: Vormittags 11 Uhr auf meinem Bureau: 1 Parthie Bücher philol. Inhalts, 1 Wecker, einige Herrenkleidnngsstücke rc. Nachmittags 2 Uhr in der Flett'schen Hofraithe dahier: Bettung, Sopha's, Tische, Stühle, Schränke, 1 Nähmaschine rc. Die Versteigerungen finden voraussichtlich theilweise bestimmt statt. Gießen, den 12. April 1886. Engel, 2788 Gerichtsvollzieher. Gesucht von einem Beamten per jetzt oder 1. Mai zwei gut möblirte Zimmer in guter Lage. 2793 Offerten in der Exped. d. Bl. ein- znreichen bis Samstag, 17. April. Versteigerung der an den Freiberrlich von Robenau'schcn Gebäulichkeiten für das Jahr 1886 vorkommenden Bauunterhaltungsarbeiten, bestehend in: im Betrag von ca. 1. Maurerarbeit 255 2. Steinhauerarbeit 49 „ 3. Zimmerarbeit 160 „ 4. Dachdeckerarbeit 366 „ 5. Schreinerarbeit 70 „ 6. Schlosserarbeit 41 „ 7. Spenglerarbeit 33 „ 8. Weißbinderarbeit 83 „ 9. Chaussir- u. Handarbeit 70 „ 10. Beisuhr verschiedener Materialien 97 „ findet statt Montag den 19. April d I., Vormittags 10 Uhr, bei unterzeichneter Stelle. Londorf, am 10. April 1886. Der Bauverwalter. 2766_____________Unger. Mittwoch den 14. d. Ml»., Nachmittags 2 Uhr, werden auf meinem Bureau gegen Baarzahlung versteigert: Kleiderfchränke, Sopha's, Kommoden, ovals Tische, 5 vollständige Betten, 1 Bettstelle, 2 Küchenschränke mit Glasaufsatz, 2 Vertikow's, 1 Regulator, 2 Nähmaschinen, 2 Hobelbänke, 1 Bierwagen, 1 Flobertflinte und 1 Lefaucheuxflinte. Die Versteigerung der Lefaucheuxflinte findet bestimmt statt. Gießen, am 12. April 1886. Geißler. 2776 Gr. Gerichtsvollzieher. Obergähriges empfiehlt 2811 Brauerei Förtfck 2807] Gut erhaltener Kinderwagen zu verkaufen. Ludwigsstraße 57 I. Mittwoch den 14. und Freitag den 16. April, Vormittags 10 Uhr, wird am Bauplatz des Herrn Faber, Marktplatz Bauholz ii. |. m. -versteigert. 2750 Jeikgeöotenes. Valencia-Apfelsinen, große süße Frucht, 2815 Messina-Eitronen, Cocosnüffe in frischen Sendungen eingetroffen. A. Koch Nachfolger, Hamburger Fischhandlung. 2472] Gute Saatkartoffeln (Früh- rosen), sowie gute Eßkartoffeln Frankfurterstraße 75. Sußbodenanftrich, einölficeatif, zum Einölen, Fußdodenlack, sofort trocknend, Fußbodenlackfarbe, in wenigen Stunden mit schönem Glanz trocknend, Oelfarbe, fertig zum Anstrich rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden kauft man anerkannt am Besten bei 2185 Emil Fischbach. Ein Ponny mit Geschirr ii. ein leichtes Break s zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d- Bl. 2791 1 Ladenthcke mit 15 Schubladen, 1 Petrolenmapparat, diverse Waagen und Maatze werden käuflich abgegeben von Georg Koch in Trohe bei Gießen. i iC Zur Saison. "MC * + Bringe in Erinnerung mein in größter Auswahl affortirtes Kleiderlager: 4" $ Complelte Anzüge, Ueberzreher, Holen, Westen und LonfirmMden- $ J Aniügt. J j^. Bei strerrg reellen Preisen doch billiger als jede rnarktschreiende Preisauszeichnung. =§» J Stoffe zum Anscrligcn rach Maß vom einfachsten bis zum feinsten unter Garantie des Paffens. J t 2520 * M. Weiner. * Strohhüte für Damen u. Mädchen, Herren und Knaben, Blume«, Federn, Bänder, Sammete re., sowie garnirte Damen- u. Mädchenhute zu allen Preisen, empfiehlt 2822 A= Faagmann. Eine Garnitur, besteh, aus Causseuse, 2 Sessel, 6 Stühlen, preiswerth zu ver- I kaufen- 2795 I. Rothenberger, Lindenplatz 8. Hamburger Fischhandlung A. Hoch Hachf. Täglich Sendung von frischen Nuß- und Seefischen. Heute eingetroffen: la. Wesersatm u. Zander, lebendfr. grüne Häringe, per Pfund 16 2814 ß Zu verkaufen, Berl. Ausziehtisch, franz. Bettstellen Waschconsole mit Marmoraussatz, Sopba's, neue und gebrauchte, Stühle, Causseuse, «haiselong, Klei- verschränke, Küchenschränkc, Spiegel, Bilder und sonstige Möbel erlasse billig. I. Rothenberger, Lindenplatz 8. Wermietßungen. 2799 Ein möblirtes Zimmer zu vermiet h en.___Löwen gasse 14. 2810 Ein freundlich möblirtes Zimmer zu vermieden. Bahnhofstr. 10, Mansarde. 2ö01. Zwei unmöblirte große Parterrezimmer. mit besonderem Eingang, auch zu einem Kontor geeignet, sowie ein Lagerplatz, sind zusammen oder getrennt Frank- furterstraße 24 zu vermiethen__ 2463 Eine Stube mit Cabinet zu ver- miethen. PH. Bötz, Weserstraße 13. 274-8] Parterrewohnung, 5 Zimmer nebst Zubehör, sofort zu ver miethen. Bleichstraße 9. Vermischte Anzeigen. 2819 Ein kleiner gelber Kanarienvogel entflogen. Wiederbr erhält $e; lohnung. G. Schulze, Bahnhofstr. 22. Ich suche für das Comptoir meiner Cigarrenfabrik einen Lehrling mit guten Schul- kenntniffen. 2796_________V, Fiesser. 2823 Einen Schneidergesellen sucht Georg Schaum in Krofdorf. “ ****** *'*' * ■*'*r**— " ' ■ tu , . 249] Cautionsfähige Auswanderungs-Agenten gesucht für Bremen, Hamburg und Ant« werpen von C. G. Bücking jr., Generalagent in Alsfeld. Heuheitsn in Knöpfe«, Paffementerie Perlbesätzen u. Gehängen, schwarz und farbig, Spitzen, Agraffen it. s. w. empfiehlt in großer Auswahl und billigsten Preisen liobert Seltkrswrg 18. NB. Mache aus eine sehr billige Parthie Spitzen in Wolle und Seide aufmerksam. * 2813 Franz Schneider, Mer^x n. erlaubt sich sein großes Lager selbstgefertigter Sonnenschirme in empfehlende Erinnerung zu bringen. Gute und solide Stoffe mit den neuesten und elegantesten Stöcken bei äußersten Preisen. 2798 Reparaturen und Ueberziehen der Schirme prompt und billig. sowie empfehlen 1632 Thür- und Fensterbeschläge Brüder Schmidt, SMrsweg Nr. 2. I. _ Werkzeuge für Schreiner, G-Iaser und 2iznme$leute 8chmarze Lachemire empfehlen in schönen und preiswerthen Qualitäten 2361 G-ebrüder Sche®l. Zur Saison bringe mein aus's Großartigste ausgestattetes Lager in allen Neuheiten von Sonnenschirmen & En-tout-cas zu ganz außergewöhnlich billigen Preisen in empfehlende Erinnerung. f »J. Weitsenlsorii, 2805 9 Schulstr. 9. Tricot-Taillen für Damen von 3 JL. an bis zu den hochfeinsten, , Kinder-Taillen und -Kleidchen, Tricot -Knabenan^üge empfiehlt in großer Auswahl 2812 Roiiert Haas, Seltersweg 18. Elba-Weine. Die als Sanitäts-, Stärkungs- und seine Tafeln Weine berühmten Weine der Villa San Rocco in Portoferraio, Insel Elba, Italien, welche zugleich wegen ihres natürlichen Eisengehaltes für Blutarme und Stärkung Bedürfende sehr zu empfehlen sind und für deren Aechtheit, Reinheit und Natürlichkeit garantirt wird, hält in 5 Sorten am Lager vorräthig und stehen Preislisten und Prospecte darüber gratis zur Verfügung bei der General-Niederlage für die Provinz Gberheffen 1583 von Emil Fischbach, Gießen. ÄfileiK-Verkauf der weltberühmten Hutfabrik von C. G. Wilke in Guben, das beste Fabrikat auf diesem Gebiete, empfiehlt in großer Auswahl und verschiedenen Fa^ons zu sehr billigen Preisen J. Weilseisliorii, Schulstraße 9 Konfirmanden - Hüte in großer Auswahl von dt 1,75 an pro Stück. 2806 s t a 11 Marburg Giessen bei Herrn Chn Lorch, für bei Franz Brambach, Musik- u. Instrumentenhandlung. Kanzleiberg 5. sämmtliche Musik-Instrumente, sowie das Stimmen von Clavieren und Kirchen- Orgeln werden unter Garantie billigst ausgeführt. Fh. J. Brambach, Musik- und Instrumkntknmacher, 2816_______________Harburg, Wehrdaerweg 7. Zur gest. Beachtung! Unterzeichneter hält sich in allen in sein Fach einschlagenden Arbeiten in und außer dem Hause bestens empfohlen- Paul Friese, Tapezier und Dekorateur, 2804 Sonnenstraße 23, 3 Treppen. Speeialität in Polstrrarbeiten. Gesucht Ein braver Bursche. 16-18 Jahre alt, kann in meinem Flaschenbier-Geschäft Arbeit erhalten. 2809_________H. Schwall, Hess. Hof. Mr 8chneider. Zwei tüchtige Arbeiter sucht 2818 Wilh. Heß, Mäusburg 12. 4öi/ tseiuo)i zum i. Äugup von einer Beamtenfamilie eine Wohnung für 300 bis 350 J£. Offerten unter W. 18. bes- die Exped. d. Bl-_________________________ 2797 Einen Lehrling sucht F. Krailing, Schreiner, Oswaldsberg- 2808] Gründlicher Nachhülfennter- richt in der Mathematik wird ertheilt. Näheres in der Exped. d Bl._________ 2520 Eine Köchin gesetzten Alters auf sofort gesucht. ? saat die Erved- d. Bl. Redaetion: A. Scher) da. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer errthält 1 Blatt u. 1 Beilage. sNervenlvaßer)na^ angenehm '*d* 1,5 gr. Monbicar M Wasser st mit reiner Kohlensiu Zu beziehen bi Ich iiberne kaffee's der tapi-K Robi und empfehle so Vorgenann in Frankfurt a. und begutachtet. Die leichte flüchtenden aromi nach dieser Mch zu erzielen, was i Probe fein durste. I An Ochinchali zu haben bei werden fämmliche t Herren Pantoj GonciM NNMle % /a. Guv Meilen non 3ut«cas inerung. Wii) neu iohen, g® erslveq 18. I /e Tafel: Weine ortoferraio, klicken Eisen- ;a empfehlen sind cbfrit garantirt Preislisten unb WtWx , Mrn. ip in Guben, da? Auswahl unb ver- körn. s. von 1#^ 2806 ‘sseu Brambach- eiberg 5- ieren und Kirchen' •fl9enben arbeiten ttoratM hwii^/S Mhn""Es iS. bei unter W110 Fä> fjssr** d Beilage ;u Nr. 88 des „Gießener Anzeiger". Allgemeiner Anzeiger. Pyrophosphorsaures Eisenwaster mehr als 3^/2 mal soviel Eisen wie Schwalbacher Stahlbrunnen enthaltend, angenehm schmeckend, leicht verdaulich, den Zähnen unschädlich. LWomvafter (Gichtwasser). 1 Fläschchen enthält 0,3 kohlensaures Lithion. Bromwasser (Nervenwaffer) nach vr. E r l e n m e y e r. 1 Fläschchen ö gr. Bromsalze enthaltend. Limonade purgatif. angenehm schmeckendes Präparat. Sodawasser 1,5 gr. Natronbicarbonat die Flasche enthaltend. Alle Basier sin) aus chemisch reinem destillirten Wasser docgestellt und mit reiner Kohlensäure imprägnirt. Zu beziehen durch die Mineralwasseransialt von !>r. L Meisenheimer, 1319________ Sonnenstraße. ___________ Ich übernahm ein Depot der kandiert gebrannten Java- kaffee's der > Dampf - Kaffee - Brennerei - Handlung en gros Robert Koux, Frankfurt a. M. und empfehle solchen einem geehrten Publikum zur gefälligen Abnahme. Vorgenannter Kaffee wurde vom Chemiker Herrn Dr. Petersen in Frankfurt a. M. chemisch und mikroskopisch auf Reinheit geprüft und begutachtet. Die leichte Ueberzuckerung trägt nur dazu bei, die sich leicht ver- flüchtenden aromatischen Bestandtheile des Kaffee's zu fesseln, und ist bei nach dieser Methode gebrannten Kaffee's eine Ersparniß von 25 Prozer: zu erzielen, was wohl jeder sparsamen Hausfrau Veranlassung zu einer Probe sein dürste. 2689 In Originalpackung Nr. 1 in 71# J/2, Ve Psd. ä 1,20 per Psd. Nr. 2 „ Vi, V2, V4 „ ä „ 1,40 „ „ Nr. 3 „ Vi, V2, V* „ ä „ 1,60 „ „ Nr- 4 „ Vi, Vr, V» „ ä „ 1,80 „ „ zu haben bei Fritz Flimm, Mallthorstraye, Giessen* Concursmasse-Ausverkauf w von Schuhwaaren. -®c Neustadl 20 Neustadl 20 werden sämmliche vorräthige Herren-, Damen-, Kinder-Stiefel und -Schuhe, Pantoffeln, Reitstiefel rc. rc. aus der Concursmasse zu vorliegenden Taxpreise» mit 5% in dem seitherigen Geschäftslokale Neustadt 20 durch den Unterzeichneten verkauft la. Gummischuhe mit 25% unter Taxe. Schluß des Ausverkaufs: Dienstag Abend, den 13. April. 2179 Doiiis Rothenberger. I* aus der ersten südd. Jalousienfabrik von Leopold Iller in Fürth und Nürnberg empfiehlt deren Vertreter Ernst Blodner, Giessen zu billigsten Preisen. 2188 Prima weiße Kernseife ßinpfiehlt billigst 2730 CL Roth, Wallthorstraße 5. Brennholz in Spalten und auch klein gemacht empfiehlt in trockener Waare 144 Andr. Eulers Gelegen heitskauf. Eine große Parthie schwarze und eouleurte reinwollene Kleiderstoffe geb- ganz °n°rm bMg ab. 2591,_______Herrn. Aug. Müller, Flirten j trocken und In Oel feinst gerieben sowie verschiedenartigste Lacke und Firnisse für Gewerbe und Haushaltungszwecke insbesondere Fussbodenanstriche I Oel- u. Lack-Farben, streichfertig ■ Fussboden-Oel- und Weingeist-Lacke Bohnerwichse in verschiedenen Farben anerkannt dauerhafte Fabrikate. Sämmtliche Materialwaaren, techn. Drogen & Chemikalien sind in feinsten Qualitäten zu haben im früher W. Zurbuch'schen Materialwaarengeschäft von Otto Schaaf I 2181 Seltersweg 39. Fabrikation chemisch-technischer Präparate. Arbeiter- fjemöen, Ijofeii, Jftttef, Sfoufen, Welten unö Röcke LLk",,L7"^" äw*“ Robert Stuhl, Neustadt 23. Durch direkten Bezug, Ersparniß von Geschäftsunkosten, kleinem Nutzen ist es möglich, aber auch schon längst bekannt, daß man die solidesten und billigsten 2672 Schuhwaaren bei S. Elsoffer kaust. Das in der Marktsiraße gelegene Haus Nr. 21 (früher Wilh. Seibert) ist zu verkaufen event. zu verpachten. 2474 Näheres in der Exped. d. Bl._____ 2610 Zwei Bettstellen mit Sprungfedermatratzen zu verkaufen. __Liebigstraße 61. Menescher-Ausbruch von der Menescher-Jmport- Compagnie in Frankfurt a. M. ist der edelste aller bis jetzt existirenden Medicinal-Weine und das beste Stärkungsmittel für alle schwächlichen und kranken Personen; sowie auch als specielles Heilmittel für Bleichsüchtige und Blutarme von ärztlichen Autoritäten empfohlen. In Vi, V2 u- V4 Originalflaschen ä JL 3, JL 1,50 und v* 0,75 bei 1778__Frledr. Leo. Graue Korbweiden ä Mk, 2,30 pr. Centner abzugeben. 2605 Fürstliche Obersörsterei Sich. 2781] Kuhmist verkauft Karl Plant, im Pfau. 500,000 Backsteine Feldbrand, zu verkaufen bei -621_____________Chr. Haubach I Ungarnirte Damen- u. Mädchen, strohhüte, Blumen, Federn, Atlasse- Bänder, Agraffen empfiehlt recht preiswürdig 2738 Albert .lehrend Nilsens Keisflärke, Hofmann'S Patentstärke, Mack's Doppelstärke, = Creme-Stärke — Patent-Stärke- Glanz, Borax, Gelatine, Fst. Waschblau, la. weiße Kern u. Harz- .seife, Schmierseife, Soda, sowie alle übrigen Wafchartikel empfiehlt billigst Ferd. Drehes, 2198 am Markt 21. rMfige Lssette. per Pfd. Gebrannter Kaffee JL —.97 do. als vorzüglich „ 1.20 Blüthenmehl . . . „ —.20 Weizenmehl Nr. 0 . „ —.17 Hülsenfrüchte in sehr schöner Waare billigst bei Carl Schulze II., 679 Neuenbäue 17. und deren Reparaturen in billiger und reeller Ausführung. Gardinen Unten tnste in 109» 50 bei Carl Schwaab 2076 0 Textlich: A. Steenbusen. (Fort- Herrn Kuynickes Fluch. rählung von setznng.) — Setre; der JaeoB» Horn, Bäckermeister 2627 Ein gut empfohlener kräftiger Bursche zu vermieden. I. Atter. 102! rung liefert billigst 2599 Mäusburg 3 II. miethen. F. E. Winter. Nedaction: A. Scheyda» — Druck und Verlag der Brühl'schm Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. $ jnm Ankaui Zchr nachstehende, D für Haus- und Gartenarbeit gesucht. Näheres in der Exped. d- Bl. 2452] Schön möbl. Zimmer mit Ca- dinet, besonders für Offiziere sehr gelegen, zu vermiethen. Näheres zu erfr. Frankfurterstraße 11, 3. Stock. Carl Punge9 Porzellanmaler, Bahnhofstraße 26. 2758 Ein Student ertheilt Nachhilfestunden in allen Gymnasial- fächern. Näheres in der Exp. d. Bl. Portland GemerrL Amöneburg. Sandstein- und Thon-Platten. Thonröhren. Tuffstein-Kaminrohre und Waudfteme. Stadi dm Vermögens dienest« ordneten Modistkati Borschrist ist, daß um Verpachtung vc den Großh. Kreisä fehlt und es werde treten müssen, unnt schristen zu empfehl , . Die Verkä Hans mit 2 mind» Um die A vie Verkäufer ersul Dachfenster. Dachpappen und Kaminschieber. Emil Eistor^ Zu Nr- D Sette1 =s?s ®3 J 3u Nr. O. ° Bettes Installation von Gas- und Wasserleitungen, Pumpenantagen etc — Kostenanschläge gratis. Ä