A (890) trlrii 'M. st -stand. Ausburg, iing id. nes Hauses rmielhen. nlage 11. M. es Weiu« Bertreter i. V. post» ml 943 Bl. gen Ci- ein mit 'en ttt» nn als !. m snb l®L_ er gesucht, uiimöblirt- )§. Blattes '«echt bei ten Schul- Vergütung naiven gc- die W —-—" •eiltet ’orde, eder ibniungen, en Netten- ür6„Ueb« g“,3.Aufl., ullonsu«1 -'Xz int«*, j lncch psohlen- tK, atore» Mr. 38 Erstes Blatt. Sonntag den 14. Februar 1$86 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. •**«” 7. "iw mit «M» wi'iii iiim—rwni »iLWwmMgcTOKH»>gatteaFMmMdwami^^ 11 iimiiiiuii u —™mr- Amtlicher Hheit. Bekanntmachung. Grobherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Casseler Pferdemarkt-Comite die Erlaubniß zum Vertrieb von 500 Loosen ä 3 =X sür die am 31. Mai, 1. und 2. Juni l. I. zu Cassel stattstndende Verloosung von Pferden in den Kreisen Gießen und Alsfeld ertheilt. Gießen, am 11. Februar 1886. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann._____ ___________' Gefunden: 2 Taschentücher, 2 einzelne Handschuhe, 1 Paar Handschuhe, 1 Hemd, 2 Quasten, 1 Corallenkette, 1 Pelzkragen, 2 Portemonnaie's mit Inhalt, 1 Päckchen Hafermehl, 1 Broche. Gießen, am 13. Februar 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. ----------------!---- ' --------------------------------------- Wochen - Ueberficht. Gießen- 13. Februar. Das Interesse an den parlamentarischen Vorgängen dieser Woche concentrirte sich, was den Reichstag anbelangt, auf den großen Rede- kämpf über die Währungsfrage, zu welchem am Dienstag die dritte Lesung des Etats beim Specialetat des Reichsschatzamtes führte und der nicht nur auch die ganze folgende Sitzung ausfüllte, sondern selbst bis in die Donnerstags-Sitzung hineindauerte. Den Anlaß hierzu gab der von Mitgliedern des Centrums und der beiden conservativen Fraktionen eingebrachte, den Namen des Centrums'Abge- ordneten v. Huene tragende Antrag, die Reichsregierung zur eingehendsten Prü- jung der Währungssrage zu ersuchen. Die bezügliche Debatte am Dienstag war indessen nur ein Vorpostengesecht, durch welches die Antragsteller augenscheinlich zunächst die Stimmung der Reichsregierung bezüglich der Währungs-Angelegenheit zu erforschen suchten. Dieser Zweck wurde insofern erreicht, als Schatz- secretär v. Burchard kategorisch versicherte, die verbündeten Regierungen prüften die Währungssrage beständig, hätten aber noch keinen Anlaß gehabt, von dem jetzigen System abzugehen. Beim. Reichskanzler sand am Mittwoch wiederum ein parlamentarisches Diner statt. An demselben nahmen diesmal neben conservativen und nationalliberalen Abgeordneten auch Centrums-Mitglieder und sreifinnige Abgeordnete Theil. London stand in der zu Ende gegangenen Woche zum Theil unter der Pöbelherrschast, wenigstens feierte der Communismus in der Riesenstadt an der Themse wahrhafte Orgien. Die Pöbelexceffe, von denen am Montag die auf Trafalgar-Platz stattgefundene Versammlung beschäftigungsloser Arbeiter gefolgt war, wiederholten sich am Dienstag, wenn auch in schwächerer Weise, während am Mittwoch sich starke Volksmassen von Greenich und Deplsord aus auf London zu in Bewegung setzten und unterwegs vielfache Sachbeschädigungen anrichteten — ein moderner Kreuzzug der Proletarier gegen das Capital! In den südöstlichen Vorstädten Londons wurde durch diese Kunde große Erregung hervorgerufen, doch verlief die Nacht zum Donnerstag ohne besondere Ruhestörungen. Um weitere Excesse zu verhindern, sind starke Polizeikräfte aufgeboten worden, auch wird sür alle Fälle Cavallerie bereitgehalten. Die von Deptford nach London führenden Brücken sind von zahlreichen Polizeimannschaften besetzt, um die Volksmassen zu verhindern, nach der Hauptstadt zu gelangen. Die Situation ist ziemlich ernst und um so unbegreiflicher erscheint es, daß die Regierung noch immer nicht die Verhaftung der bekannten Socialistenführer angeordnet hat, welche allgemein als die Rädelsführer der Erneute gelten. Die orientalische Krisis weist heute ein verschiedenes Gesicht auf. Wahrend der griechische Zwischenfall durch die officielle Erklärung des neuen englischen Cabinets, es würde in der griechischen Politik Salisbury's keine Aenderung treffen, sondern dieselbe beibehalten, viel von seiner Bedenklichkeit verloren hat, tauchen in der bulgarisch-rumelischen Frage anscheinend wieder Schwierigkeiten auf. Die Gerüchte mehren sich, nach denen Rußland dps Abkommen zwischen der Pforte und Bulgarien angeblich ernstlich bemängelt; trotzdem herrscht in den Wiener diplomatischen Kreisen die feste Zuversicht, daß Rußland keineswegs den Weg friedlicher Mittel verlassen werde, daß der Czar entschieden zum Frieden neige. Bisher hat Rußland zwar noch keine Modificationen des bulgarisch- türkischen Abkommens vorgeschlagen, doch werden solche in der nächsten Zeit erwartet. Deutschland. Darmstadt, 12. Februar. fZweite Kammer der (Stäube.] Der Kammer liegen in Betreff des Branntweinmonopols folgende Anträge resp. Interpellationen vor: Die Abgg. Wasserburg, Pennrich, Franck und Wolz beantragen: „Die Kammer wolle der Großh. Regierung den Wunsch ausdrücken, daß dieselbe den hessischen Vertreter im Buudesrathe dahin instruire, in Sachen des Branntweinmonopols gegen die Vorlage zu stimmen." Der Abg. Freiherr v. Rabenau stellte an die Großh. Regierung folgende Anfrage: „Hat die Großh. Regierung principielle Stellung zu dem von Preußen im Buudesrathe eiügebrachteu Gesetzentwürfe, das Branntweinmonopol betr., genommen, event. welche?" Die Abgg. Muth, List und Haustein richten au die Großh. Regierung die Anfrage, „welche Stellung sie zu dem, dem Buudesrathe oorgelegteu Gesetzentwurf, das Branntweinmonopol betreffend, einnimmt?" — Der Abg. Schaum hat bei der zweiten Kammer den Antrag eingebracht, dieselbe wolle beschließen, Großh. Regierung zu ersuchen, die Möglichkeit und Zweckmäßigkeit der Anlage und Nutzung von Wassersammelteichen, zunächst im Gebirge, zu prüfen und auf Grund der erzielten Erfahrungen wegen eventueller Ausführungen solcher ben Ständen Vorlage zu machen. — In den Motiven zum Anträge wird auf eine Denkschrift des „Vereins deutscher Architecten und Ingenieure" verwiesen, mit welcher derselbe die gegen Ueberschwemmungsgefahren durch Flüsse vorgeschlagenen Hilfseinrichtungen begutachtet hat und nach welcher an der Räthlichkeit, überall wo die Anlagemöglichkeit und Rentabilität solcher Wassersammelteiche (durch Nutzbarmachung für Motore re.) irgendwie vermuthet werden darf, nicht zu zweifeln ist. Da bereits Vorbilder solcher Anlagen anderswo vorhanden und an denselben in anderen Staaten Erfahrungen zu sammeln waren, so könnten nunmehr mit genügender Sicherheit Kosten- und Ertrags-Anschläge über Wassersammelteiche aufgestellt werden. Es sei ba£ aber Aufgabe des Staates, weil solche weder der Private, noch eine Gemeinde, kaum ein Kreis projectircn könne und weil ihre Ausführung nicht Einzelnen, sondern dem Staatsganzen Vortheile von weittragender Bedeutung zuzuwenden vermöge. Handele es sich doch hierbei keineswegs allein um die Entlastung der dem Gebirge entspringenden Bäche, sondern ebenso sehr um das Aushalten und verlangsamende Abfließen ihrer Wassermassen bis zu den schiffbaren Flüssen. Mau könne den Ueberschwemmungs- gefahreu am Rhein und Main möglicherweise auch auf billigste und gründlichste Art im Gebirge vorbeugen. - - Die Abgg. Grünewald und Schade haben bei der zweiten Kammer folgende/^ Antrag eingebracht: „Die Großh. Regierung zu ersuchen, wegen Betriebsübernahme ober Verkauf ber Oberhessischen Bahnen mit der König!. Preußischen Negierung in Verhandlung zu treten." (Darmst. Ztg.) Berlin, 12. Februar. In der gestern unter dem Vorsitze des Staats- Ministers, Staatssecretärs des Innern v. Bötticher, abgehaltenen Plenarsitzung nahm der BundeSrath von den vorgelegten Aktenstücken über die deutschen und französischen Besitzungen an der Westküste von Afrika und in der Südsee Kennt- niß und beschloß, die allgemeine Rechnung über den Reichshaushalt sür das Etatsjahr 1882/83 dem Ausschuß für Rechnungswesen zu überweisen. Hierauf wurden mehrere Eingaben, betr. die Befreiung einzelner Betriebe von der Un- sallversicherungspflicht, sowie eine Eingabe wegen Errichtung weiterer Schiedsgerichte sür eine Berufsgenoffenschaft erledigt. Krankreich. Paris, 12. Februar. Der Ministerpräsident Freycinet empfing heute Vormittag eine Deputation der Linken des Senats, welche ihn ersuchte, gegen die Ausschreitungen in den Reden, die in öffentlichen Versammlungen gehalten würden, Maßregeln zu ergreifen. Der Ministerpräsident wiederholte seine in der gestrigen Sitzung der Deputirtenkammer abgegebene Erklärung, daß er die Wahrung der öffentlichen Ordnung sich stets angelegen sein lassen werde und fügte hinzu, die bestehenden Gesetze gewährten der Regierung dazu ausreichende Hilfsmittel, die Regierung werde nicht zögern, solche Redner in öffentlichen Versammlungen, welche gegen die Gesetze verstießen, gerichtlich verfolgen zu lassen England. London, 12. Februar. Heute begann der Proceß Crawford's gegen seine Frau und Charles Dilke wegen Ehebruchs; Frau Crawford und Dilke erklärten sich nichtschuldig. Im weiteren Verlaufe der Verhandlung wurde die Anklage gegen Dilke zurückgezogen. Dilke ist daher sreigesprochen. Reichstag. E. R. Berlin, 12. Februar 1886. Es wurde in der heutigen Sitzung die dritte Berathung des Etats beim Extra- ordinarium des Postetats fortgesetzt. Der Antrag des Abg. v. Hey de brand, die in zweiter Lesung gestrichene erste Rate von 136,000 JL zum Bau eines neuen Dienstgebäudes in Brieg zu bewilligen, wurde nach kurzer Debatte abgelehnt. Bei den einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats der Herresverwaltimg legte Kriegsmiuister v. Bronsart im Hinblick auf die vielen Streichungen von Kaserneubauten, deren Bewilligung anzustreben ihm die verfassungsmäßigen Mittel fehlen, die Grundsätze dar, von welchen aus das Militärbauwesen verwaltet werde, uni in Zukunft eine Verständigung zu erleichtern. Abg. v. Hüne ((Str.) erklärte sich zu einer Prüfung im nächsten ^ahre gerne .tz- bereit; sollte die Militärverivaltuug in anderen Zweigen geringere Forderungen stellen, so würde das Militärbauweseu besser ausgestattet werden können. Abg. v. Maltzahn (csv.) billigte die Aufstellung eines procentualen Maßstabes für die Militärbauten, während r, Abg. Richter (dfr.) hierin die Bewilligung eines neuen Pauschquantums für die Militärverwaltung erblickt und sich deßhalb gegen dasselbe ausspricht. Kriegsminister Bronsart v. Schellendorf verwahrt sich dagegen, em Pauschquantum gefordert zu haben. Beim Extraordinarium betonte _ Abg. Dr. Bürklin (natlib.), seine Partei stehe der Forderung bezüglich ber Errichtimg einer Unterofficierschule in Neu-Breisach noch genau so freundlich gegen- /über wie früher, er sehe nur davon ab, einen Antrag auf Wiederherstellung der ab- Sclchüten Position zu stellen, weil er einen solchen für aussichtslos halten müsse. Der Nest des Militäretats wurde ohne Debatte erledigt. Beim Etat der Marineverwaltung war die erste Nate zmn Bau eines Avisos, 800,000 X, in zweiter Lesung gestrichen worden, heute beantragten die Abgeordneten v. Franck en st ein und Rickert für den geforderten Zweck 600,000 X zu bewilligen. Das Haus entschied dementsprechend. Bei dem Titel: Zölle und Verbrauchssteuern, Brausteuer erörtert: Abg. Meyer (Halle) nochmals in eingehender Rede die Resolution der Abgg. Lcitz und Ulrich wegen des Verbotes der Biersurrogate, unsere Braugerste stehe derjenigen eines anderen Landes keineswegs nach; das Nahrungsmittelgesetz sei vollkommen ausreichend, um das Publikum vor den Gefahren der Bierfälschung zu schützen. Der Reichstag könne doch unmöglich entscheiden, was für den technischen Brauereibetrieb unnöthig ist- Damit ist die dritte Lesung des Etats beendet, der dann gegen die Stimmen der Socialdemokraten angenommen wird. Nächste Sitzung morgen. Telegraphische Depeschen. Wolst'K telegr. E-srresyondem ° Bureau. Berlin, 12. Februar. Die Abendzeitungen bringen die autorisirte Erklärung "des chinesischen Gesandten, welche die Meldungen auswärtiger Blätter über die Seetüchtigkeit der in Stettin gebauten Schiffe 'für perfide Unwahrheiten erklärt; die chinesische Negierung sei mit den in Stettin gebauten Schiffen höchst zufrieden und werde sich bei weiteren Bestellungen in Deutschland durch unsaubere Praktiken nicht beeinflussen lassen. Elberfeld, 12. Februar. Die „Elberfelder Zeitung" meldet, der unter Führung des Generalvertreters der deutsch-ostafrikanischen Gesellschaft, Assessor Lucas, abgegangeile Dampfer habe in Gazi, südlich von Mombat, welches als Schlüssel des Kiltmandjaro- Gebietes anzusehen sei, die Flagge der deutsch-ostafrikanischen Gesellschaft gehisst. Der Sultan von Zanzibar habe jedoch Truppen abgesandt und die Flagge wieder entfernen lassen. Wien, 12. Februar. Im hiesigen Gemeiilderath wurde der Antrag eingebracht, Zur Feier der 40jührigen Negierung des Kaisers eine Reichs - Gewerbe - Ausstellung in Wien zu veranstalten. — Die Mächte werden durch den Fürsten von Bulgarien veranlaßt, dahin zu wirken, daß bei Ablauf des serbisch - bulgarischen Waffenstillstandes Sicherheit dafür vorhanden sei, daß keine neue Complicationen zwischen beiden Ländern entstehen. Bern, 12. Februar. Der Bundesrath beschloß, an der von Württemberg angeregten Eonferenz von Sachverständigen zur Vorbereitung von Tiefenmessizngen im Bodensee und Herstellung einer Bodenscekarte theilzunehmen. — Der Bundesrath lehnte den Antrag, aus Aufnahme eines Zusatzes zu bem Handelsvertrag mit Deutschland hinzuwirken, wonach Ausländer, welche Hausirhandel mit Waaren in der Schweiz betreiben, ihren thatsächlichen Wohnsitz in der Schweiz zu nehmen haben, ab, da eine derartige Bestimmung zu treffen, den Eantonen überlassen bleiben könne London, 12. Februar. Aus Leicester von heute Mittag wird gemeldet: Die Unruhen erneuerteil sich seit heute früh stärker. Die Ruhestörer drangen in mehrere Magazine ein, zertrümmerten die Fenster und bewarfen die Polizei mit Steinen. Die Behörden forderten die Bürger auf, sie bei der Wiederherstellung der Ordnung zu unterstützen. — Nach weiteren Meldungen aus Leicester, Nachmittags 4Vs Uhr, begannen die strikcnden Strumpswaarenarbeiter die Maschinen in den Fabriken zu zerstören. Die Polizei war nicht zahlreich genug, um dem Beginnen Einhalt zu thun. Die Behörden baten die benachbarten Städte um Beistand. Belgrad, 12, Februar. Khevenhüüer ist heute nach Wien abgereist. L o V a fi e Gießen, 13.Februar. Wir machen auf das morgen in Stein's Garten statt- flndendc Eoncert unserer hiesigen Regiments - Capelle hiermit besonders aufmerksam, da lms, wie aus dem Jnseratentheil ersichtlich, in demselben ein seltener Kunstgenuß in Aussicht steht. Wer jemals Gelegenheit halte, den wunderbaren Reiz schwedischer und norwegischer Nationalmclodicen zu empfinden, wird es sicher nicht versäumen, diese seltene Gelegenheit zu benutzen. Das schwedische Künstlerpaar, Herr und Frau Hafgren, welches in Hamburg, Celle, Hannover, zuletzt im Stadtpark zu Cassel, überall mit großem Erfolge ausgetreten, ist für die nächste Zeit für den Palmeugartcn in Frankfurt a. 3)L engagirt und haben wir nur diesem Umstande das Auftreten derselben an hiesigem Platze zu verdanken. —e HrrndrL und Werikshr» Gießen, 12. Februar. Auf dem am 9. und 10. d. Mts. dahier abgehaltenen Viehmarkte waren aufgetrieben: 1562 L-tück Rindvieh und 299 Stück Schweine. In den Preisen war eine Aenderung nicht eingreteten. Nächster Markt Dienstag den 2. und Mittwoch den 3. März d. I. Gießen, 13. Februar. Auf dem heutigen Markt kosteten Butter per Pfund •* 0.90-0.96, Hühnereier pr. Stck. 6—7 Enteneier St. 0—0 Käse pr. St. 5—9 4, Käsematte 3—0 H, Erbsen pr. Liter 23 Linsen 32 4, Tauben per Paar 0,70 bis 1,10 4, Hühner per Stück X 1.30—1.70, Hahnen pr. Stück X 1.40—2.00, Enten per Stück X 1.80—2.20, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 Kuh- und Rindfleisch 54—56 Schweinefleisch 52-60 H, Hammelflefich 50-66 H, Kalbfleisch 48—50 Kartoffeln per 100 Kilo X 3.70—4.00, Milch per Liter 12—18 Zwiebeln per Centner X 7.00-7.50. * * Wenn auch momentan noch Mutter Erde mit Schnee und Eis bedeckt ist, so lassen die doch immer länger werdenden Tage und die wärmeren Sonnenstrahlen hoffen, daß des Winters starre Hülle bald weicht und es in Feld und Wald wieder zu grünen und blühen beginnt. Es ist Denn eben auch so recht die Zeit für den Gartenfreund und die umsichtige Hausfrau, daß dieselben sich nach einer guten Bezugsquelle für Pflanzen, Garten- und Blumensämereien umthun, damit der Haus- oder Gemüsegarten zeitig und gut bestellt werde. Als eine gut zu empfehlende Bezugs- ' quelle möchten wir den Lesern die Firma Chr. Lorenz in Erfurt, Kaiser!. Deutscher, König!. Sächsischer, Großherzogl. Hessischer u. s. w. Hoflieferant, bezeichnen. Diese Firma versendet gerne gratis und franco an jeden Liebhaber ihren ganz vorzüglich ausgestatteten Pflanzenkatalog, aus welchem in Bild und Wort recht orientirend zu entnehmen ist, was für die verschiedenen Bodenarten am geeignetsten zu pflanzen ist. Neben außerordentlich reichem Pflanzenverzeichniß hat obige Firma auch ihre Specialität und zwar besteht diese in Cultivirung von Nelken. Sie ist im Besitze einer der ältesten Nelkensammlungen von ganz Europa. Als hervorragende Neu- heit und Resultat sechsjähriger Cultur führt der genannte Blumenzüchter gegenwärtig eine prächtige und in ihrer Färbung ganz eigenthümliche Nelke in den Handel ein, die er nach dem, bekannten schönen Schmetterling mit dem Namen „Trauermantel" belegte. So wie die Flügel dieses Thierchens, haben die Blätter dieser Nelke eine ernste dunkle Färbung in den Schattirungen von Purpur bis Schwarzpurpur und dürfte nut ihr die Zahl der zu Trauerdecorationcn verwendbaren Blumen um ein sehr wirkungsvolles Specimen vermehrt worden sein, während sie sich gleichzeitig auch als effectvolle Schnittblume ersten Ranges für jedes andere Arrangement verwend enläßt. EMMkWWMLWWVMMWKMMMWWMNLWMMMkÄLMMSWSKWWMWWAW Auszug aus den Staudesamtsregtster« des Standesamts Gieße«. Aufgebote. Februar: 9. Kaufmann Moses Bär in Hamm a. d. Sieg mit Thekla Wolf. Tochter des Kaufmanns Liebmann' Wolf in Gießen. Eüefchlietzungeu. Februar: 8. Oberst z. D. Adolph Wiegrebe in Cassel mit Elisabeth Emma Adelheid Therese Bertha Ernestine Wilhelmine von Grolman, Tochter des verstorbenen Großh. Hofgerichtsraths und Kammerherrn Ludwig von Grolman in Gießen. 10. Schneider Heinrich Ludwig Buchenau mit der Dienstmagd Elisabethe Hammel, Tochter des Schmieds Wilhelm Hammel in Bersrod. Geborene. Januar: 30. Dem Restaurateur Louis Hormaun eine Tochter, Elise Auguste. Februar: 2. Dem Restaurateur Heinrich Leib eine Tochter. 3. Dem Feldwebel Otto Günther eine Tochter. 3. Dem Taglöhner Philipp Keßler ein Sohu. 5. Dem Heizer Heinrich Lawal ein Sohn. 5. Dem Kaufmann Ludwig Pfeil eine Tochter, Elise Luise. 7. Dem Scribeut Christian Zulauf eine Tochter, Emilie. 8. Dem Fuhrmann Johann Hanke! eine Tochter, Marie Helene Katharine. 8. Dem Heizer Heinrich Schneider ein Sohn, Heinrich Wilhelm Jacob Martin. 9. Dem Schneider Wilhelm Huthmauu ein Sohn, Karl Wilhelm. 9. Dem Premierlieutenant Emil Goldmann ein Sohn. Gestorbene. Februar: 6. Karl Emil, 6 Monate alt, (Lohn des Bahnarbeitcrs Johannes Lemp. 7. Marie Margarethe Anna, 11 Monate alt, Tochter des Vicefeldwebels Clemens Zimmermann. 8. Margarethe, 7 Monate alt, Tochter des Schneiders Franz Metz. 9. Louise, 13 Jahre alt, Tochter des Maschincnfabrikanten Adam Menges. 10. Johannette Wießner, geb. Plank, 43 Jahre alt, Ehefrau des Heizers Philipp Wießner. 9. Marie Lang, geb. Pfeffer, 39 Jahre alt, Ehefrau des Schreiners Georg Lang. 10. Die Näherin Susanne Schmidt, 25 Jahre alt. 10. Katharine Marie Emilie Zörb, geb. Jung, 24 Jahre alt, Ehefrau des Lehrers Ludwig Zörb. g)M™mnirn iiiwi■miiiiiiiy~in.......III................ Auszug aus dm Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getränte. Den 8. Februar. Adolf Wiegrebe, Königl. Preuß. Oberst z. D. in Cassel, und Elisabeth Emma Adelheid Therese Bertha Ernestine Wilhelmine von Grolman, Tochter des verstorbenen Hofgerichtsraths Ludwig von Grolman. Den 10. Februar. Heinrich Ludwig Buchenau, Schneider in Gießen und Elisabeth Hammel, Tochter des Schmieds Wilhelm Hammel in Gießen. «etanfte. Den 6. Februar. Dem Weinhändler Friedrich Helm eine Tochter, Constanze Lisctte Marie, geboren den 25. Januar. Den 7. Februar. Dem Bahnarbeiter Karl Horn ein Sohn, Karl Heinrich, geboren den 27. December 1885. Denselben. Dem Expeditionsgehilfen Heinrich Ludivig Dietz eine Tochter, Anna Maria, geboren den 17. Januar. Denselben. Dem Friseur Hermann Plank eine Tochter, Lcopoldine Theodora, geboren den 26. September 1885. Beerdigte. Den 11. Februar. Luise Menges, ledige Tochter des Maschinenfabrikanten Adam Menges, alt 13 Jahre, gestorben den 9. Februar. Den 12. Februar. Marie Katharine Emilie Zörb, geb. Jung, Ehefrau deS Lehrers Ludwig Zörb, alt 24 Jahre, gestorben den 10. Februar. Denselben. Susanne Schmidt, ledige Tochter des verstorbenen Bergmanns Ludwig Wilhelm Schmidt aus Laubuseschbach, alt 25 Jahre, gestorben den 10. Februar. Denselben. Marie Lang, geb. Pfeffer, Ehefrau des Schreiners Georg Lang, alt 39 Jahre, gestorben den 9. Februar. Denselben. Johannette Wißuer, geb. Plank, Ehefrau des Heizers Philipp Wißner, alt 43 Jahre, gestorben den 10. Februar. Allgemeiner Anzeiger. Ausverkauf. Wegen Neubau meines Wohnhauses verkaufe ich bis zum 1. April meine Waarenvorräthe in allen Arten Hauge-, Tisch» und Wandlampen, Sturmlaternen, lackirte Blechwaaren, Vogelkäfige, Britannialöffel, Gummischläuche re. zu bedeutend herabgesetzten Preisen. 'TgJfeSE 1028 Hochachtungsvoll Eine neue große Badewanne ist billig abzugeben. Masken-Ooslüme von den einfachsten bis zu den feinsten, ganz neu und noch nicht getragen, zu verleihen und zu verkaufen. Domino's für Damen und Herren in großer Auswahl. 1040 H. NESTLE’S KINDERMEHL 15Jähriger Erfolg. 21 Auszeichnungen, worunter 8 Ehrendiplome und 8 Gold. Medaillen. Fabrik-Marko Zahlreiche ZEUGNISSE der ersten medicinisohen Autoritäten. Vollständiges für kleine Kinder. Ersatz bei Mangel an Muttermilch, erleichtert das Entwöhnen, leicht und vollständig verdaulich, desshalb auch Erwachsenen bei Magenlelden als Nahrungsmittel bestens empfohlen. Zum Schutz gegen die zahlreichen Nachahmungen führt jede Büchse die Unterschrift des Erfinders Henri Seattle. 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Länge, 146,8 Fm. 1585 Fichten Derbstangen von 8 bis 14 Ctm. Durchm-, 6—14 M. Länge, 96,61 Fm. 2720 Fichten Reisslängen. von 2 bis 7 Ctm. Durchm., 3—5 M- Länge, 40,21 Fm. Bemerkt wird, daß sich der größte Theit der Fichtenstangen zu Sparren, Wagnerholz und Nüftstangen eignet. Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr im Ort bei der Kirche, jvo erst ein Nußbaumstamm von ca. 1 Fm. Inhalt zur Versteigerung konimt, und wird dann fortgesetzt am Waldrand der Kreisstruße Steinbach—Annerod mit Fichtenstangen. Steinbach, am 12. Febr. 1886. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. __________Krämer._______1018 Dienstag den 16. d. Mts. werden gegen Baar versteigert: a. Nachmittags 2 Uhr in der Louis Flett'fchen Hofraithe dahier: 1 Wagen, 1 Hundewägelchen, 2 Betten, 1 Sopha, einige Schränke, 2 Tische und sonstiger Hausrath, b. Nachmittags 4 Uhr aus m. Bureau: 1 Parthie Bücher lphilol- Inhalts), 1 Wecker, diverse Herren-Kleidungsstücke 2C. Die Versteigerungen finden voraussichtlich bestimmt statt. Gießen, den 12. Februar 1886. Engel, 1035 Gerichtsvollzieher. Güten sowie Cigarrendüten empfiehlt zu den billigsten Preisen 1020 Eö Spier Wwe. 1023 Guter Kuhmist zu verkaufen; auch wird Stroh dafür angenommen- ______ _____________Hammstraße 7. Geflügel u. frischen Hecht, neue Sendung Ostsee-Delieateß- Häringe bei 1045 C, Gr, Kleinhexm.. 1032 Ein Schmiedgeschirr zu verkaufen. Näheres Frankfurterstraße 165. | Kg* » Tage. S 0 Z ft r & Mit den neuen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika machen. Näheres bei dem General-Agenten M. A r a 11 a m 9 ülainz, und dessen r 575 Carl Loos, Gießen, Kirchenplatz. Hermann Vogt, Reichelsheim. Heinrich Stobmann, Sellnrod. Zu mielhen gesucht. Ein Haus, mir oder ohne Scheune und Stallung, zur Errichtung einer Metzgerei, wird in der Stadt Gießen bis Mitte Mai l. I. oder später gesucht. Offerten mit Preisangabe unter Chiffre L. P. 754 bittet man in der Exped. d. Bl. niederzulegen. 941 Brunnendir Aktion. 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