Mr. HO Donnerstag den 13 Mai LV8« Amts- und Auzeigeblatt für den Kreis Gießen. i 7. t»»ktch M 1«« IW ,7-AhrNch *Ä AMtticher Höeil. Bekanntmachung. In Gemäßheit des § 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiermit Nachstehende Durchschnittsmarktpreise vom Monat März veröffentlicht: Hafer eX 14.50, Heu 6.50, Stroh 4.07 pro 100 Kilogramm. Gießen, den 11. Mai 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. 200 Pfund Sterling Belohnung! Verloren oder gestohlen zwischen London und Berlin am 8. ds. Mts. während der Ueberfahrt. 3750 Pfund Sterling, Russische 72er Staatspapiere, 1 zu 50 Pfund Sterling Nr. 11662—37 zu 100 Pfund Sterling Nr. 60823, 60824, 60825, 60826, 60827, 60828, 60829, 60830, 60831, 60832, 60833, 60834, 60835, 60836, 60837, 60838, 60839, 60840, 60841, 60842, 60843, 60844, 60845, 60846, 60847, 60848, 60849, 60853, 60854, 60855, 60856, 60857, 60858, 60859, 60860, 60861, 60862 it. 600 Pfund Sterling Russische 71er Staats- Papiere, 6 zu 100 Pfund Sterling Nr. 31074, 47067, 26490, 56578, 30003, 47854. Ferner die auf 1. April fälligen Coupons von 1 Russischen 72er Staatspapiere zu 1000 Pfund Nr. 2914, von 17 Russischen 72er Staatspapieren ä 100 Pfund Nr. 9705, 9706, 18896, 31810, 69084, 69664 bis 69670, 69671, 69672, 69673, 69809, 70426, von 3 Russischen 72er Staatspapieren ZU 50 Pfund Nr. 85621, 85622, 121454. Alle Personen werden hierdurch vor Ankauf der obigen Papiere oder -Coupons gewarnt. Obige Belohnung wird von dem untenerwähnten Perg G. C. Burnand für die Ergreifung des Diebes resp. der Diebe (wenn in England gestohlen) und bezw. für die Entdeckung der Papiere im Verhältniß zu dem wiederent- Leckten Betrage bezahlt. Nachricht wolle bei Ermittelung im Großherzogthum Hessen an Großh. Ministerium des Innern und der Justiz zu Darmstadt zu Nr. M. I. 10315, sonst an das Reichskanzleramt zu Berlin zu III 9758/3898, event. an den Inspektor des Detektive Departement, 26 Old Jewrp, E. C., an die Herren F. C. Stoop u. Cie. Nr. 4 Herkules Passage, E. C. oder an Percy G. C. Burnand, Lloyds, Rooms, Royal Exchange gegeben werden. Mainz, den 30. April 1886. • Gr. Hess. Kreisamt Mainz. 100 Pfund Sterling Belohnung» Verloren oder gestohlen während der Ueberfahrt zwischen London und Petersburg, abgesandt am 8. d. Mts. 2000 Pfund Sterling Tamboff—Kozloff Eisenbahngesellschaft (Jouissce Janv. 86) Nr. 550-1192, 1987, 2608/9, 2231, 2625/28, 2723, 1879, 1770, 1729/32, 1630, 1323, 1249. 20 100-Psund-Titel. Alle Personen werden hierdurch vor Ankauf der obigen Papiere gewarnt. Obige Belohnung wird von dem unten erwähnten Percy G. C. Burnand für die Ergreifung des Diebes resp. der Diebe (wenn in England gestohlen) und für die Entdeckung der Papiere bezw. im Verhältniß zu dem wiederentdeckten Betrage bezahlt. Man wende sich an Percy G. C. Burnand, Lloyds, London, E. C. oder an den Inspektor des Detektive Departement, Old Jewry, E. C. Im Ermittelungsfalle wolle Großh. Ministerium des Innern und der Justiz zu Darmstadt zu Nr. M. I. 10315 oder dem Reichskanzleramte zu Berlin zu HI 9758/13898 Mittheilung gegeben werden. Mainz, den 30. April 1886. Gr. Hess. Kreisamt Mainz. Bekanntmachung. Herr Hofgärtner Noack aus Darmstadt wird noch an folgenden Orten Borträge über Obstbauwzucht und Obstverwerthung halten: 1) in Hungen Sonntag den 16. Mai, Nachmittags 3 Uhr, im Solmser Hofe, 2) in Lang-Gön- Sonntag den 2 3. Mai, Nachmittags 3 Uhr, in der Romps'schen Restauration am Bahnhofe. Alle Mitglieder des landwirtschaftlichen Vereins, sowie alle Freunde der Landwirtschaft werden hiermit zu diesen Vorträgen eingeladen. Gießen, den 11. Mai 1886. Der Director des landwirthschastlichen Bezirksvereins Gießen. Nover. Der Director des landwirthschastlichen Bezirksvereins Gießen an die Herren Bürgermeister des Kreise-. Ich ersuche Sie, vorstehende Bekanntmachung zur Kenntniß Ihrer Gemeindeangehörigen zu bringen und dieselben auf diese lehrreichen Vorträge noch ^besonders aufmerksam zu machen- Nover. Politische Ueberficht. | Gießen, 12. Mai. Am Montag hat im preußischen Abgeordnetenhause die 'dritte Lesung des Kirchengesetzes stattgefunden und ist daffelbe mit großer Mehrheit definitiv angenommen worden. Viel war f;r die dritte Lesung übrigens vicht mehr zu sagen, zeigte doch schon der überraschend schnelle und glatte Verhaus der zweiten Lesung, daß das kirchenpolitische Thema so ziemlich erschöpft ist, vielleicht trug auch die äußerst reservirte Haltung des Centrums das Ihrige rnit zu dieser raschen Abwickelung der kirchenpolitischen Verhandlungen des Abgeordnetenhauses bei. Was nun die viel ventilirte Frage anbelangt, welche parlamentarische Stellung die Centrumspartei jetzt, da ihr der im Gange befindliche Ausgleich zwischen Berlin und Rom die alte Basis für ihre bisherige mehr oder weniger oppositionelle Haltung entzogen hat, einnehmen werde, so läßt sich hierüber jetzt noch schwer urthellen- Jedenfalls schießt aber die vielfach anzutreffende Ansicht, daß die Centrumspartei wohl baldigst auseinanderfallen werde, weit über's Ziel hinaus. Es ist ja richtig, daß gerade diese Partei die heterogensten Elemente in sich birgt und daß sich in ihr ebensowohl eine entschieden demokratische Richtung, als eine in gewissem Sinne streng conservative Richtung vorfindet; das häufige Auseinandergehen des Centrums in Fragen, die nicht mit der Kirchenpolitik Zusammenhängen, beweist dies zur Genüge. Wenn man jedoch meint, daß mit dem Aufhören des „Culturkampfes" auch das Band, welches die Centrumspartei eigentlich zusammenhält, zerrissen sei, so ist dies eine Täuschung, man übersieht hierbei ganz, daß eine Partei, welche, wie das Cen- trum, sich inmitten heftiger über sie dahingebrausten Stürme fest zusanrmengesügt hat, nun nicht ohne Weiteres wieder in seine Urbestandtheile zerfällt- Vielleicht, daß dte Centrumspartei, wenn Herr Windthorst nicht mehr an ihrer Spitze steht, Wandlungen und Abbröckelungen erfährt, aber für jetzt wird sie auch ferner in unserem parlamentarischen und politischen Leben einen maßgebenden Factor bilden. Die neue Branntweinsteuer-Vorlage begegnet in einem Theile der Presse unbedingter Ablehnung. Wer indessen den neuen Steuerentwurs an der Hand der bis jetzt hierüber in die Oeffentlichkeit gedrungenen Mittheilungen unbefangen prüfte, der wird denselbep im Großen und Ganzen nur mit Befriedigung begrüßen können. Die Verbindung der Maischraumsteuer mit einer Verbrauchssteuer erscheint als eine durchaus annehmbare Basis für die neue Vorlage, welche durch die Beibehaltung Der Maischraumsteuer der für jede Branntweinsteuer-Reform nothwendigen Voraussetzung — nämlich, daß durch jene die Spiritus-Production nicht schlechter gestellt werden dürfe, als bisher — entspricht. Principiell neu an Der Vorlage ist die Einführung einer besonderen Besteuerung des inländischen Branntweinverbrauchs. In dieser Beziehung werden von der preußischen Regierung zwei Wege vorgeschlagen: Die Erhebung der Steuer von den Kleinhändlern und Schänkern und dann die Besteuerung der Großhändler, bezw. der Producenten. Der erstere Weg empfiehlt sich deshalb am meisten, weil eine Consumabgabe am rationellsten möglichst nahe an der Stelle erhoben wird, wo der zu besteuernde Gegenstand in den Verbrauch übergeht; auch die Rücksicht auf den Schmuggel würde die Erhebung der Steuer bei den Kleinverkäufern empfehlen, da in dieser Beziehung die Branntweinsteuer- Gemeinschaft die denkbar ungünstigsten Grenzverhältniffe darbietet. Der Erbgroßherzog von Baden ist jetzt von seiner langen und schweren Krakikheit nun soweit wieder hergestellt, daß er seit voriger Woche täglich einige Stunden aus einem Ruhebette außerhalb des Krankenzimmers zubringen kann. Die Cholera-Bulletins aus Italien lauten allmälig besorgniß- erregender. Schon seit einigen Tagen berichtete der Telegraph über eine auf* fällige Vermehrung der Cholerafälle in Venedig, während die Nachrichten vom Seuchenheerd im südlichen Italien, aus Brindisi und Umgegend, das dortige Auftreten der Seuche noch immer als sehr mild erscheinen ließen. Neuerdings mehren sich aber auch in Brindisi und den weiter nördlich gelegenen Küstenorten die Erkrankungen und Todesfälle an Cholera und die allmälig eintretende wärmere Jahreszeit ist nur zu sehr geeignet, der weiteren Ausbreitung der Epidemie im Norden wie im Süden der Apenninen-Halbinsel Vorschub zu Leisten. Die bedauerlichen Austritte vor dem deutschen Gesandtschafts- Gebäude in Madrid am 4. September v. Js. haben nunmehr ihre gerichtliche Sühne gesunden. Der Madrider Gerichtshof verurtheilte am Samstag einen der Anstifter des Tumultes zu einem Jahre Gefängniß, sprach hingegen den Osficier, welchem die Bewachung des Gesandtschafts-Hotels anvertraut war, frei. Die Blokirung der Ostküste Griechenlands scheint zunächst den Rücktritt des griechischen Minister-Präsidenten, des so viel genannten Herrn Delyannis, zur Folge haben zu sollen. Letzterer hat sich in einer an die Vertreter Griechenlands im Auslande gerichteten Note über die durch die Blokade geschaffene Lage geäußert. Die Note erklärt die Blokade als nicht gerechtfertigt, da die griechische Regierung sich formell verpflichtet habe, den Frieden nicht zu stören — eine ganz wunderbare Logik Angesichts der fortgesetzten Rüstungen Griechenlands! — und weist im Weiteren darauf hin, daß Griechenland in Folge der Blokave schwächer sei, als die Türkei, deren Bewegungen aus dem Meere ungehindert wären. Da nun die Türkei die Blokade vermuthlich zu einem Angriffe auf Griechenland benutzen würde, so sei er, um die hieraus resultirenden Cala- mitäten abzuwenden, entschlossen, seine Entlassung zu nehmen. In der That meldet eine Depesche des „Wolff'schen Bureaus" aus Athen vom 9. Mai, daß das Ministerium Delyannis seine Entlassung eingereicht habe, aber eine Depesche vom folgenden Tage besagt bereits, daß vom Könige die Demission des Cabi- nets nicht angenommen worden sei. Jedoch enthält auch dasselbe Telegramm die Mittheilung, daß Delyannis die Demission des Ministeriums aufrecht erhalte, mit der Motivirung, das Interesse des Landes erheische eine rasche Lösung der Schwierigkeiten. In eine Abrüstung könne das Cabinet nicht willigen, ohne dessen Ansehen zu schädigen. Offenbar hat Herr Delyannis bei seiner Weigerung. eine Abrüstung vornehmen zu lassen, die öffentliche Meinung Griechenlands für sich, denn eine am Sonntag in Athen stattgesundene große Volksversammlung beschloß eine Resolution für die Verstärkung der Armee und die Abreise des Königs nach Larissa. Auch demonstrirte die Versammlung gegen Tricupis, den Führer der Opposition und eventuellen Nachfolger Delyannis. — Die wachsenden Schwierigkeiten der Lage gehen auch aus einer Konstantinopeler Meldung hervor, der zufolge die Pforte in einem Rundschreiben darauf aufmerksam macht, daß ein Theil der griechischen Truppen sich zu Banden formirt und sich bestrebt, Conflicte herbeizusühren. Endlich ist noch als ein nicht unbedenkliches Symptom die Meldung zu registriren, daß sich der russische Kriegsminister von Petersburg nach Livadia zum Czaren begeben hat. Deutschland. Darmstadt, 10. Mai. Ueber die Petition der akademisch gebildeten Lehrer an den höheren Lehranstalten des Großherzogthums um anderweitige Regulirung der Gehaltsverhältnisse erstattete Namens des ersten Ausschusses Abg. Ellenberger Bericht; die Anträge des Ausschusses gehen dahin: 1) in Rücksicht auf Petitum II. der Vorstellung an Großh. Ministerium des Innern, die Großh. Regierung zu ersuchen, das Vorrücken in höhere Gehaltsklaffen nicht von der Verwendung in den höheren Schulklassen, sondern hauptsächlich — tadelloses Verhalten vorausgesetzt — von dem Dienstalter abhängig sein zu laffen; 2) die erste Bitte der an die Kammer gerichteten Petition im Sinne des Petitum III., nämlich: a. daß das Ausrücken in höhere Gehalte auf Grund des Dienstalters in bestimmten Zeitabschnitten erfolge; b. daß eventuell die Lehrer bei jedesmaliger Erledigung von Stellen in höhere Gehaltsklaffen nach Maßgabe des Dienstalters aussteigen, abzulehnen; c. daß die Anzahl der Stellen aus den höheren Stufen vermehrt werden, durch die Neuregulirung der Gehaltsklaffen, wie solche von Großh. Regierung mitgetheilt worden ist, für erledigt zu erklären; 3) die zweite Bitte d, im Sinne des Petitums I., die Hindernisse zu beseitigen, welche eine der eigentlichen Bestimmung entsprechende Verwendung der für Lehrergehalte in Gemäßheit de- Budgets verfügbaren Mittel bisher beeinträchtigt haben, der Großh. Regierung bezüglich der Verwendung eines Lehrer- gehalts an die anderen der zu Gießen beschäftigten Lehramts-Candidaten, zur Berücksichtigung zu empfehlen; e. im Sinne des Petitums IV., daß unter Gleichstellung mit den Richtern erster Instanz der Durchschnitts- bezw. Maximalgehalt der betr. Lehrer erhöht werden möge, ohne daß hierbei ein Unterschied zwischen den verschiedenen höheren Lehranstalten gemacht werde, abzulehnen. England. London, 10. Mai. Im Oberhause legte Lord Rosebery den Schriftwechsel über die griechische Angelegenheit vor und gab bei dieser Gelegenheit eine Uebersicht über die bekannten Ereignisse. Er wies auf verschiedene Reden und Rundschreiben des Herrn Delyannis, sowie namentlich auf dessen gestrige Erklärung hin, daß weder er, noch die griechische Negierung jemals ein Dekret über die Entwaffnung unterzeichnen würden. Diese Auslassungen, sagte Lord Rosebery, rechtfertigten durchaus die Behauptung der Mächte, daß Delyannis trotz seiner Versicherung, die Pforte nicht angreifen zu wollen, doch keine Garantie dafür gegeben habe, daß die drohende Haltung der griechischen Armee nicht auf unbegrenzte Zeit verlängert würde. Uebrigens sei eine Gefahr für den Frieden vorhanden gewesen, da die beiden Armeen sich gegenüber; standen; kein Freund Griechenlands könne wünschen, dasselbe gegen eine der militärischen Großmächte in den Krieg ziehen zu sehen, selbst wenn es eine gerechte Ursache dafür hätte. Griechenland habe sich nicht in einer solchen Lage befunden. Vor fünf Jahren habe die Türkei Thessalien an Griechenland abgetreten und es sei kaum denkbar, daß die Türkei sich nicht gegen eine weitere Gebietsabtretung wehren werde. Die Türkei habe eine Armee von 300,000 Mann in Europa, darunter viele Reservisten; in Folge dessen sei die Landwirthschaft in der Türkei bedeutend gehemmt. Ein Einvernehmen der Mächte sei glücklicherweise aufrechterhalten, obwohl Frankreich allein vorgehe, ohne Zweifel in dem gleichen Wunsche, zu einer friedlichen Lösung zu gelangen. Oesterreich - Ungarn , Italien , Deutschland und Rußland befänden sich im Einklänge mit England, und das sei sehr wichtig, denn ohne Zweifel würden die Bemühungen der Mächte im Zusammenhang mit der parallelen Action Frankreichs erfolgreich sein. — Im Unterhause beantragte Gladstone die zweite Lesung der irischen Ver- waltungsbill (Home Rule BiM und wies dabei die Angriffe gegen dieselbe zurück. Eine Gefahr für die Einheit des Reichs, sagte er, liege in den gegenwärtigen Beziehungen zu Irland. Was die Frage der Ausschließung der irischen Vertreter aus dem englischen Parlament angehe, so sei die Regierung bereit, in dieser Beziehung so weit als Möglich zu gehen, sie sei aber nicht bereit, gegen ihren Willen die Action des irischen Parlaments lahm zu legen, ausgenommen wo die Hauptinteressen der Reichsregierung. es fordern. Die Regierung werde übrigens nicht zur Berathung der einzelnen Artikel, übergehen, bevor die Vorlage im Princip angenommen sei. Was den Entwurf betreffe, daß die Bill dem englischen Parlamente das Recht gewähre, für Irland (Steuern zu becretiren, ohne daß die Irländer gleichzeitig im englischen Parlamente vertreten sind, so sei die Regierung bereit, einen Artikel vorzulegen, welcher den irischen Depu- tirten das Recht geben soll, wenn sie gegen gewisse Steucrmodificationen sind, im englischen Parlamente zu erscheinen und an der Berathung theilzunehmen. Die Frage wegen Ernennung einer gemischten Commission aus beiden Parlamenten zur Berathung gewisser Angelegenheiten wolle die Regierung prüfen. Gladstone sprach sich anerkennend über den Muth Lord Hartington's aus, doch werde Lord Hartington eine ebenso schwere Verantwortung übernehmen wie die Regierung; er möge seine Politik darleaen. Lord Hartington beantragte darauf die Ablehnung der Bill. Schließlich wurde die weitere Berathung aus Donnerstag vertagt. — Tie schottische Kleinbauern - Bill wurde in dritter Lesung mit 219 gegen 58 Stimmen angenommen. — Aus den Erklärungen des Unterstaatssecretärs Bryce über den Handelsvertrag mit Spanien ist noch zu erwähnen, daß Spanien speciell den Engländern dieselben Vergünstigungen gewährt^ welche in den 1882 mit Frankreich und 1883 mit Deutschland abgeschlossenen Verträgen zugestanden sind. Der Handelsvertrag soll zunächst bis 1892 in Krast bleiben und dann vieleicht auf unbestimmte Zeit verlängert werben. — Wie die „Daily News" erfährt, ist Chamberlain durch die Erklärungen Gladstone's nicht befriedigt und er fühle sich daher außer Stande, für die zweite Lesung der Home Rule Bill zu stimmen. Griechenland. Athen, 10. Mai. Da Delyannis bei dem heutigen Empfange durch den König erklärte, von seinem Entlaffungsgesuch nicht abgehen zu können, so wurde Tricupis zum Könige berufen. Derselbe legte die Nothwendigkeit dar, die Kam-, mer einzuberusen, um so die Initiative wegen der CabinetSänderung zu ergreifen, da Delyannis durch die Aufrechterhaltung seiner Entlaffung sich den Pflichten entziehe, welche ihm seine Stellung als Führer der parlamentarischen Majorität auserlege. Delyannis conferirte Nachmittags mit den augenblicklich in Athen- anwesenden Deputirten der ministeriellen Partei. — Dis nationale Liga erließ einen Protest gegen das Auftreten der fünf Mächte. — Nach einer Meldung des „Reuter'schen Bureaus" verlautet, daß außer Nikakis auch Sotiropulos sich bereit erklärt habe, ein neues Cabinet zu bilden. Der König dürste morgen eine Entscheidung treffen. Da mehrere Deputirte. gegenwärtig sich aus den Inseln aufhalten, würde die Kammer erst in etwa 10 Tagen zusammentreten können. Telegraphische Depeschen. Wotff's Ultet» Correwondem - Brrrearr. Berlin, 11. Mai. Das Abgeordnetenhaus setzte heute die Berathung über das Gesetz, betr. die Anstellung von Lehrern in den östlichen Provinzen, fort. Hobrecht ist der Meinung, daß der Regierung das Vertrauen gebühre, daß sie das Gesetz in wohlwollender Weise ausführe; Redner spricht sich dahinaus, daß eine Verfassungsänderung durch Abänderung des Art. 112 nothwenbig sei. Windthorst spricht gegen das Gesetz, welches ein Kampsgesetz und ein Ausnahmegesetz und geeignet sei, jcbe künftige Gestaltung des Schulwesens zu schädigen. Man befinde sich jetzt aus dem Wege, nur Staatsschulen einzurichten und die Freiheit des Unterrichts, sowie den Einfluß der Kirche zu ignoriren- Der Cultusminister bekämpft die Ausführungen Windthorst's.. Die Anstellung der Lehrer komme der Verfassung gemäß dem Staate zu; die Negierung wolle aber in keiner Weise das Recht der Gemeinden verkümmern. Was die Abhängigkeit der Lehrer vom Staate angehe, so stehe fest, daß dieselben sich darin noch immer freier befinde als in der Abhängigkeit von irgend Jemand anders. Die Vorlage sei gerechtfertigt durch den systematischen Widerstand gegen die deutsche Sprache. Der Minister erklärt sich gegen die Anträge Rauchhaupt und Meyer, weil ersteres eine heftige Agitation gegen die im Gesetz vorgesehene Anhörung der Gemeinden erzeugen müßte, letzterer Antrag aber undurchführbar sei. Zedlitz-Neukirch ist für die Commissionsfassung. Es sei unzweifelhaft, daß eine Verfassungsänderung innerhalb des vorliegenden Gesetzes, welches kein Germanisirungsgesetz, sondern ein Assimilirungs- gesetz fei, zulässig ist. Stablewski ist gegen das Gesetz, da es offensiv gegen die Polen sei. Wehr spricht für, Meyer (Breslau) gegen die Vorlage. Hierauf wurde die Debatte geschloffen. § 1 wird nach den Commissionsanträgen angenommen mit den von Rauchhaupt vorgeschlagenen Mobificationen. 88 2 und 3a, betr. die Disciplinarstrafen gegen die Lehrer und Lehrerinnen öffentlicher Volksschulen, werden nach unerheblicher Debatte genehmigt, ebenso 8 2a betr. die Ausnahme von der Wirkung des Gesetzes mit der von Rauchhaupt beantragten Modification, wonach diese Ausnahme in gewissen Stadt- und Landkreisen Westpreußens auf einen Antrag der städtischen Vertretung Eintreten kann. Die Berathung wird morgen fortgesetzt. Stuttgart, 11. Mai. Der „Staatsanzeiger" meldet, das Befinden des Königs fei im Laufe der letzten Monate meist zufriedenstellend gewesen. Ein heftiger Katarrh, welcher den König Ende März befiel, ging rasch vorüber. Gegenwärtig ist der König wohl, abgesehen von den stets wiederkehrenden, die Bewegung erschwerenden rheumatischen Schmerzen. Der König kehrt am 26. Mai zurück. Bern, 11. Mai. Die internationale Conferenz betreffend die technische Einheit des Eisenbahnwesens wurde von Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Frankreich, Italien und der Schweiz beschickt. Die deutsche Regierung war durch den Geheimen Ober- Regierungsrath Streckert und den Geheimen Regierungsrath Triest vertreten. London, 11. Mai. Die amtliche Gazette kündigt bie Einführung der Packet- post mit Westindien vom 1. Juli er. ab an. Das Porto beträgt sechs Pence per Pfund. London, 11. Mai. Unterhaus. Stafford Howard erklärt, die gegenwärtige Mission Macaulay's nach Thibet bezwecke, mit den chinesischen Commissären und der Regierung von Lhasa behufs Wiederaufnahme des Handelsverkehrs zwischen Thibet und Ostindien zu verhandeln. — Das Unterhaus lehnte mit 117 gegen 62 Stimmen den von der Negierung bekämpften Antrag Pease's auf Aufhebung der Todesstrafe ab. Rom, 11. Mai. Cholerabulletin. Vom 10. bis 11. d. M., Mittags, erkrankten, resp. starben in Venedig 9/7, in Bari 35/11, in Ostuni 3/0 Personen. In Brindisi kam in den letzten Tagen kein Cholerafall vor. Athen, 11. Mai. Sechs englische Kriegsschiffe bei der Insel Zea und ein englisches Panzerschiff sind in Patras eingetroffen. Athen, 11. Mai. Der König berief Papamichalopulos und ersuchte denselben, die Cabinetsbildung zu übernehmen. Man glaubt, Papamichalopulos übernimmt' die Aufgabe, da er gegen die Demission des Cabinets im jetzigen Augenblicke gesprochen und verlangt hatte, das Cabinet solle zunächst die Abrüstung veranlassen und dann zurücktreten. Athen, 11. Mai. sReuter-Meldung.j Der bisherige Minister des Innern im Cabinet Delyannis', Papamichalopulos, übernahm den Auftrag der Cabinetsbildung und wird dem Könige im Laufe des heutigen Abends eine Minister liste unterbreiten. Buenos Ayres, 10. Mai. Die Rede des Präsidenten Noca bei Eröffnung des argentinischen Congresses betonte die guten Beziehungen zum Auslande, die Ruhe des Landes und die Hebung der Einwanderung. Der Präsident erhielt, als er den Congreß verließ, einen öteinrourf an den Kopf. Der Attentäter wurde verhaftet, die Verwundung ist unerheblich. Lokales. 6. Gietzen, 12. Mai. (Sterblichkeit in Gießend Die Zahl des Todesfälle belief sich während der Woche vom 2. bis 8. Mai int Ganzen auf 10 und zwar wurden 3 Kinder und 7 erwachsene Personen betroffen. Bei den Erwachsenen wurde als Todesursache bezeichnet: Krebs, Blasenausschlag, Brightische Nierenkrankyeit, Brust- NNjt duq I wnnen, fo wurde ert dar, die Kam.. I M ru ergreifen, den PMen l niien Majorität I 'Mich in Athen i 18 Auftreten der ^utet, daß außer Mmt zu bilden. 1 nehrere Deputirte. mer erst in etwa i b« )(n in,lh^N« ’ bm H"l^C in ienÄtun^ Ep’iÄta ^blchen und fe "Daily g^g» JWft unt> )me Rule'Bill zu Zeralhuiig über daS ? , fort. Hobrecht ist ! das Gesetz in wo^ knassungsönbeiM >t gegen das Gesetz, ! , jede künstige Ge- auf dem Wege, nur it den Einfluß der ’ mgcn Windthorsrs.. 1 jii; die Regierung Was die Äbhängig- darin noch immer Tie Erlaße fei che Sprache. Der . ersteres eine W erneinden erzeugen । ist sur die Gom- LNg innerhalb des rin AsssMrungs- sw gegm die Polen :tcui wurde die De- ommen mit dm von ie Disciplinarl'trasm n nach unerheblicher Wirkung des Gifehes । asnahme in gewiss^ > 'adlischm Vertretung * BfJilS ",n flUl jyJX Ml0- Sruß' Befinden des Königs Ein heftiger Katarrh, unartig ist der W jiverendm r^eumah- z-mkttL 3™™ bin S-r-W-n *' S« irt. bkrfff sss** rionen. t grfel 3« dn '*K*S*" nilwrlH Lf SröM, ,{SM fellentzündung, Lungenentzündung je einmal, Lungenschwindsucht zweimal. Von den Kindern starb eins im Alter von 7 Monaten an Gehirnentzündung, die beiden anderen waren Zwillingskinder und zu schwach entwickelt, um ihr Leben längere Zeit sortsetzen zu können. Gießen, 12. Mai. In der Nacht vom Sonntag zum Montag sind diverse Gartcnhäuschen am Schiffenberger Weg und Umgegend erbrochen und die darin befindlichen Geräthe gestohlen morden. Der Dieb ist gestern Abend in der Person eines hiesigen obdachlosen Taglöhners ermittelt und verhaftet worden. BermifedteL Lich, 10. Mai. Unser hiesiger Turnverein hielt am verflossenen Samstag eine außerordentliche Generalversammlung ab, die in erster Linie dazu einberufen war, Stellung zu nehmen gegenüber den gegenwärtigen Verhältnissen im Gau Hessen. Das Protokoll üoiu 48. Gauturntage (der bekanntlich am 28. Februar hier abgehalten wurde, Anm. d. Red.) gelangte zunächst zur Verlesung. Hierbei nahmen die Vertreter unseres Vereins auf jenem Turntage Veranlassung, zu erklären, daß auch dies Protokoll wieder einseitig geführt worden ist; leider waren es diesmal gerade unsere Vertreter, welche durch die bekannte Art von Protokollführung in Mitleidenschaft gezogen werden. Hierauf wurde einstimmig beschlossen, gegen das unrichtige Protokoll Protest einzulegen. Im Anschluß hieran wurde das Vorgehen des Turnvereins Gießen einer Besprechung unterzogen. Alle Redner betonten ihre Sympathien gegenüber dem Verhalten des Turnvereins Gießen; es wurde allgemein als eine Rothwendigkeit erkannt, den Turnverein Gießen in seinen Bestrebungen zu unterstützen und mit demselben behufs Bildung eines neuen Gaues in Verhandlung zu treten. Diese Ansicht wurde einstimmig zum Beschluß erhoben und der Vorstand ermächtigt, mit dem Turnverein Gießen wegen Entwerfung der Gaustatuten u. s. w. sich in's Benehmen zu setzen. — Unser diesjähriges Stiftungsfest findet im Juli statt. Grün berg, 9. Mai. In vergangener Woche wurden hier hinter dem Gasthof 'zum Hirsch durch die bei der Herstellung einer Senkgrube vorgenommenen Arbeiten menschliche Gebeine zu Tage gefördert. Der unheimliche Fund findet wohl dadurch seine Erklärung, daß die Fundstätte und ihre Umgebung in früheren Zeiten als Friedhof gedient haben soll. Laub ach, 9. Mai. Heute wurde in dem Thiergartenteiche bei Laubach die Leiche eines etwa 25 bis 30 Jahre alten, mit brauner gestrikter Jacke, baumwollener karrirter Weste, geflickter Hose, ditto Schuhen und wollenen Strümpfen bekleideten Mannes aufgefunden. Die Leiche hatte schon längere Zeit im Wasser gelegen. Kassel, 9. Mai. Gestern wurde in Grifte ein seltener Fischzug gemacht. Herr Mühlenbesitzer H. Sinning fing in einem Zuge 25 Lachse im Gewichte von 450 Pfund. Darmstadt, 11. Mai. Gestern haben hier sämmtliche Zimmergesellen zwecks Erzielung einer Lohnerhöhung die Arbeit niedergelegt, wodurch mehrfache Störungen in der Bautätigkeit rc. hervorgerusen worden sind.__ Jahresbericht des Iabrilr-Inspectors für das Großherzogthum Hessen für 1885. (Fortsetzung.) Die in den 2 Eisenhüttenbetrieben des Großherzogthums bei den Hohsfen beschäftigten Arbeiter wechseln während des ganzen Jahres in regelmäßigen Tag- und Nachtschichten Morgens und Abends um 6 Uhr. Bestimmte Ruhepausen können bei der Hohosenarbeit nicht eingehalten werden. Es sind jedoch soviel Arbeiter vorhanden, daß sie die Arbeit bewältigen und noch soviel Zeit erübrigen, um sich ausruhen und, wenn erforderlich, Speisen und Getränke genießen zu können. Im Laufe der 12stündigen schicht betragen die Ruhepausen zusammen 2—21/2 Stunden. Jede Woche wechseln die Tag- und Nachtarbeiter in der Weise, daß die eine Schicht von Sonntag Morgens 8 bis Montag Morgens 6 Uhr eine Doppelschicht macht, wodurch jeder Arbeiter jeden zweiten Sonntag frei ist und in der einen Woche Nachtschicht, in der darauf folgenden Woche Tagschicht hat. Die Werkstättenarbeiter der Eisenhütten haben llstündige Arbeitszeit. Eine andere Arbeiter-Kategorie (die Platzarbeiter) hat im Sommer llstündige, im Winter eine der Tageslänge entsprechende kürzere Arbeitszeit. In 5 Cementfabriken ist die Arbeitszeit verschieden. In einer davon ist dieselbe im Sommer und Winter lOstündig, 2% Ueberstunden zur täglichen Arbeitszeit finden etwa 5Omal im Frühjahr und Sommer statt. Nachtarbeit und regelmäßige Nachtschichten kommen nicht vor. In der zweiten Fabrik ist die Arbeitszeit im Sommer und Winter lO^/zstündig. Ueberstunden nur bei Reparaturen, regelmäßige Nachtschichten mit einem geringen Theil der Arbeiter an den Brennöfen. In der dritten, der bedeutendsten Fabrik, ist die Arbeitszeit irn Sommer 11-, im Winter lOstündig, Samstags und Dienstags (Löhnungstag) ist V2 Stunde früher Arbeitsschluß. Ueberstunden ausnahmsweise bei Reparaturen. Nachtarbeit zeitweilig mit einem Theil der Arbeiter bei den Mühlen. Regelmäßige Nachtschichten mit einem geringen Theil der Arbeiter an den continuirlichen Brennöfen. In der vierten Cementfabrik finden während des größten Theils des Jahres regelmäßige Nachtschichten statt und es ist die Arbeitszeit lO'/zstündig. Während einiger Monate wird Nachts nicht gearbeitet und es ist dann die Arbeitszeit HVzstündig. Ueberstunden kommen zeitweilig vor. Die drei Pausen bei den Nachtschichten betragen zusammen 1% Stunden. In der fünften Cement- fabrik ist die Arbeitszeit im Sommer 12-, im Winter 9stündig. Ueberstunden und Nachtarbeit sind selten. Regelmäßige Nachtschichten mit einem geringen Theil der Arbeiter auf dem Ringofen. Die Mittagspause ist in diesen fünf Fabriken Istündig. Die Vor- und Nach- mittagspausen sind in der ersten, dritten und fünften Fabrik 1/2', in der zweiten und vierten Fabrik Vaftünbig. In den Ziegeleien fällt die Hauptarbeit in die Zeit von April bis Mitte October. Es liegen von 8 Dampf-Ziegeleien Notizen über die Arbeitszeit vor. Dieselbe ist 1 Istündig in 6, 12stundig in 2 Ziegeleien. Im Frühjahr und Herbst richtet —— inrWIBII—3—MIB ■ I ■ I !■ Ifl sie sich nach der Tageslänge. Ueberstunden kommen im größten Theil der Ziegeleien nicht häufig vor. Nachtarbeit mit 1—2 Arbeitern an den Ringöfen. In einer Ziegelei dehnen die^Accordarbeiter (aus Lippe) im hohen Sommer die Arbeitszeit freiwillig oft bis zu 14 Stunden aus. In einer Fabrik feuerfester Steine und Materialien ist die Arbeitszeit 1 Istündig. Ueberstunden wöchentlich einmal mit Ve der Arbeiter. Nach Zeiträumen von 3 bis 4 Wochen 6—7 Nachtschichten mit 1 Arbeiter. Es wurden von 11 Eisengießereien Notizen über die Arbeitszeit gesammelt. lOstündige Arbeitszeit haben 3, o o t UV. „ „ , 1. In 8 von diesen Eisengießereien sind Ueberstunden selten, in einer kommen 2—3 Ueberstunden im November und December vor und in 2 häufig 2—3 Ueberstunden im Herbst (Ofenguß). In 1 ist Samstags 2 Stunden früher Arbeitsschluß und Diontags beginnen viele Arbeiter (von auswärts) die Arbeit erst Nachmittags. In einer anderen Eisengießerei in ländlicher Lage ist ebenfalls Samstags 2 Stunden früher Schluß. , Die meisten Arbeiter derselben sind im Besitz von Feld und erhalten Zeit zur Bewirthschaftung desselben. In 2 weiteren ist Samstags 1 Stunde früher Schluß. 9iad)tarbcit zum Formsandmahlen kommt vereinzelt in Eisengießereien mit ganz wenig Arbeitern und selten vor. Eine Eisengießerei, in welcher früher halbstündige Vor- und Nachmittagspausen üblich waren, hat jetzt viertelstündige und dafür V. Stunde früher Arbeitsschluß. Der Besitzer bemerkt, daß sich diese Einrichtung bewährt habe, daß die viertelstündigen Pausen vollständig ausreichen, die mitgebrachten oder durch Läufer geholte Speisen zu genießen, während die halbstündigen Pausen ausreichten, um nahe liegende Wirths- häuser aufzusuchen, daselbst mehr als nöthig ist zu genießen und oft auch während der Arbeitszeit darin sitzen zu bleiben. (Fortsetzung folgt.) 1327. 1717. 1743. 1779. 1850. 1792. 1809. Geschichts-Kalender. 13. Mai. Kaiser Ludwig der Bayer hält in Mailand seinen feierlichen Einzug, wo er bei der Bürgerschaft eine freundliche Aufnahme findet. Maria Theresia, Tochter Kaiser Karl VI., zu Wien geboren. Als Königin von Ungarn und Böhmen, Erzherzogin zu Oesterreich und gekrönte Kaiserin hat sie in ihrer Zeit eine hervorragende Rolle gespielt. Maria Theresia wird als Königin von Böhmen gekrönt, nachdem ihre Truppen Prag eingenommen haben und die französische Besatzung unter Belleisle aus demselben sich geflüchtet hatte. Friedensschluß zu Teschen, welcher der Politik des Königs Friedrich II. von Preußen einen vollständigen Sieg, dem Kaiser Josef II. aber die bitterste Niederlage bereitete. Preußen hatte den ganzen Krieg vorgeblich zum Schutze des verletzten Rechtes unternommen, weil der Kurfürst Karl Theodor von Bayern dem Herzoge von Zweibrücken die Erbfolge in dem Mutterlande einseitig nicht entziehen könne, daher zu der dahinzielenden Wiener Eon- venlion vom 8. Januar 1778 nicht berechtigt gewesen sei. Der Friede von Teschen legte aber klar, daß die Berufung auf das Recht bei der Einmischung Friedrichs des Großen nur die Politik gewesen war und der Krieg geradezu mit einer offenen Rechtsverletzung, insbesondere auch den Mecklenburgern gegenüber, endigte. Friedrich II. forderte, trotzdem ihn der nur kurze Krieg 20,000 Soldaten und 19 Millionen Thaler gekostet hatte, weder Entschädigung noch Dank, aber er hatte die beabsichtigte Vergrößerung Oesterreichs verhindert und die allgemeine Stimme, der Fürsten wie der Völker Deutschlands, für sich und für Preußen. Papst Pius IX. zu Sinigaglia geboren. Der bayerische General Wrede liefert den Tyrolern zwischen St. Johann und Rattenberg ein siegreiches Treffen. An demselben Tage hält Napoleon in Wien feinen Einzug. Der deutsche Bundestag, durch Oesterreichs Bestrebungen wieder zurück- berufen, eröffnet seine Plenarsitzungen wieder. Verfälschte schwarze Seide. Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. — Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert) und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt- Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Das Seiden - Fabrik - Däpot von 6. Henneberg (K. u. K. Hoflief.) in Zürich versendet gern Muster von feinen ächten Seidenstoffen an Jedermann und liefert einzelne Roben und ganze Stücke zollfrei in's Haus, ohne Zollberechnung. Ein Brief nach der Schweiz kostet 20 Pf. Porto. 2431 r\ i pr«ku u. Specialarzt für Baut-, Frauen- n. Ge- to Mp. (-rensen. sehlechtskrankheiten (Syphilia)eto. Frankfurt •.M. ■ ’ StifUtr. 22. fr. A.etot Prof. Btoortfe. luv. briefl. öS Temperatur der Lahn. Am 12. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 12V20, Luft 12® R. im Schatten. L. Ehr. Rübsamen. Allgemeiner Anzeiger. SMT* Zu Engros-Preisen» Normal Unterzeu Dr. Jäger s System, Sommer-Qualitäten, in großer und mannigfaltiger Auswahl; Maceo Unterzcuge, aus feinster und edelster Baumwolle gearbeitet, trägt sich gut und angenehm, daher für die Sommer-Saison Gestrickte Unterzeuge, in Baumwolle, Merino, Macco, Estr.nnadura, weiß, creme und farbig, sehr zu empfehlen für die heißen Aus reiner, roher Seide gestrickte Unterjacken und halben' Aermeln, in schöner Auswahl und verschiedenen Preislagen, äußerst angenehmste Tracht und bei der feinen Welt sehr beliebt. Siegen. A. Holterhoff Söhne Olpe i. W. Giesst .a, Miiusburg 10. 2 flpfttott 'Pdh-Hfttrt I 3692 Ein Hausknecht van 15 bis 16 xTlllEll I Jahren kann sogleich eintreten. sucht Ehr. WatterrfelS. I Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 3545 Einen Lehrling sucht Fr. Weinhardt, Schreinermeister, Neustadt 55. 3719 3672 Ein ordentlicher Junge kann alsbald eintreten bei Jungblut, Promenadchaus. Academisches Hospital. Die sich ergebenden Knochen, leere Oxhoftfäffer und Mine- ralwafferflafchen für das Rechnungsjahr 1886/87 sollen aus dem Submissionswege an den Meistbietenden vergeben werden. Offerten sind bis zum 14. Mai er., Vormittags 8 Uhr, auf das Verwal- kungsbureau obiger Anstalt einzureichen. Gießen, den 10. Mai 1886. 3666 Die Großh. Direction. Verkauf von altem Gehösi. Samstag den 13. d. M., Vormittags 9 Uhr, soll bei der Zehntscheuer auf dem Brand dahier altes Eichenholz, welches zu Werkholz sich eignet, sowie eine Quantität Brennholz loos- weise versteigert werden. Gießen, den 12. Mai 1886. Großh. Kreisbauamt Gießen. Walter. 3715 Hohgelderhebung. Künftigen Samstag den 13. Mai, von Vormittags 8 bis Nachmittags 2 Uhr, soll die erste auswärtige Erhebung von Freiherr!, von Rabenau' fchen Holzgeldern in der Wirth- schaft des Herrn Kaspar Ranft zu Beuern stattfinden. Londorf, den 10. Mai 1886. Der Rentmeister. 3683 Schmidt. Freitag den 14 Mai, Nachmittags 2 Uhr, werden auf dem Lony'schen Bierkeller eine Parthie zur PH. K. Schmidt'schen Konkursmasse gehörige silberne und goldene Taschenuhren, wobei eine werthvolle Savonetteuhr, Regulatoren,Wand» Stand- u. Weckeruhren, sowie Spieldosen, Spielwerke und Musikalbums versteigert. F. Hoffmann, 3673 Konkursverwalter. Aeikgeöotenes. 2 Casfeschränke feuerfest, mit Stahlpanzer, k JL 150. 3710 W. Handwerk in Wetzlar. Schürzen aller Art, weiße u. färb. Unterröcke, banmw- Strümpfe, Corsetten, leichte Unterjacken u. Beinkleider, Sommerhandschuhe rc. empfehlen billigst Greschw\ Heerz, 3705_________Neuenweg 7.________ Vorzüglichen Ochsengaumenfalat per Pfund 40 empfiehlt 3716 A. Koch Nachfolger, Hamburger Fisch« u. Delikatessenhandl. Eine Glaskalesche wenig gebraucht, und ein Reservoir, 4,0'iU Liter haltend, werden billig abgegeben. 3709 Friedberg (Hessen). G. Philippi. Fertige Meißener Porzellanofen in allen Farben. Niederlage bei Grg- Stadler, 3707 , Tiefenweg 18. Zum kühlen Grund. Vorzüglichen Sachsenbäuser Apfelwein per Schoppen _______iS Pfg. 3221 3704 Eine Badewanne von Zink, u. ein Stehpult zu verkaufen. __________________ Ludwigstraße 57. Frühgemüse-Pflanzen aller Art, Salat- und piquirte Sellerie- u. Lauchpflanzen extra stark, empfiehlt Gottlieb Helfenbein, 3717 Marburgerstraße 82. 3711 Zwei Pferde, drei Jahr att' stehen zum Verkauf. Wo f sagt die Exped. d. Bl. A. Fangmann 3230 I für Damen, Herren und Kinder in großer Auswahl empfiehlt zu billigen Preisen J. G. D. Bapst | empfiehlt: Ä I Träger, Säulen, Abtrittsrohre, % Kaminschieber und sonstige Bau- U Artikel, RegulirguHherde, Re- 8 gulirsüÜösen, Amer ikaner Oesen A von Buderus und anderen Werken, U Gartengeräthe, als: Spaten, Schippen, K 2o69 Hacken, Rechen rc. s Moimls Donnerstag den 13. d. Mts., Abends 9 Uhr, im Bereinslokal. 3695 Iubilciums-Stipendien-Stistung zu Ehren der 25 jährigen Regierung des hochstieligen Großherzogs Ludwig III. Aus obiger Stiftung, welche bezweckt, daß aus den Kapitalzinsen drei junge Leute, und zwar aus jeder der drei Provinzen Einer, eine gleichmäßige Subvention zu den Kosten ihrer Ausbildung auf einer höheren Bildungsanstalt erhalten sollen, sind für das Jahr 1886 drei Stipendien von je Jt. 460 zu vergeben. Das Stipendium kann auf drei Jahre ausgedehnt werden; es können jedoch nur Angehörige solcher Gemeinden berücksichtigt werden, welche Beiträge zu dieser Stiftung geleistet haben. Hierauf berechtigte und qualificirte junge Männer, welche zum Zwecke ihrer Ausbildung eine höhere Bildungsanstalt besuchen oder besuchen wollen und sich um das Stipendium zu bewerben beabsichtigen, sind eingeladen, ihre Gesuche, mit den nöthigen Zeugniffen belegt, durch ihre betreffende 'Bürgermeisterei an die Bürgermeisterei der Hauptstadt ihrer Provinz, also aus Orten der Provinz Starkenburg an die Bürgermeisterei Darmstadt, aus Rheinhessen an die Bürgermeisterei Mainz, aus Oberhessen an die Bürgermeisterei Gießen bis längstens zum 20. dieses Monats gelangen zu lassen. Darmstadt, Mainz, Gießen, den 4. Mai 1886. Ohly, Dr. Oechsner, Bramm, Oberbürgermeister Bürgermeister Bürgermeister _______von Darmstadt._________von Mainz._________von Gießen.__ Männer Bade-Verein. Die Anstalt ist eröffnet. Der Abonnementspreis beträgt per Saison 3 A Söhne von Mitgliedern zahlen, wenn sie sich in dem Knabenhaus aus- und ankleiden, unter 14 Jahren Nichts. Eingezäuntes Bassin für Nichtschwimmer. 3598 Der Vorstand. Preisen zu empfehlen. 3486 Hermann Katz. Durch einen außergewöhnlich vortheilhaften Einkauf bin ich in Stand gesetzt, hochmodernste und feinste Damen - Kleiderstoffe und abgepastte Roben in garantirt reiner Wolle zu staunend billigen Generalfechtschule Lahr. Verband Gießen. Sonntag den 16. d. M.: Tanskrümschen im Saale des Cafe Wb. Anfang 8 Uhr. Gntrve 1 Mk. Damen frei. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. Der Vorstand, NB Besondere Einladungen ergehen nicht. . 3594 Karten im Vorverkauf ä 80 H bei Herren Gustav Gerhardt, Friseur, und N. Weiler, Cigarrenhändler, Schulstraße. Mrmiethungen. 3708 Eine geräumige Mansardenwohnung, 4 Zimmer, Eabinet, Küche, abgeschlossener Corridor, per 1. Juli, auch früher beziehbar, zu vermiethen. Ferd. Krailing, Wetzsteingasse 41. 3714 Wilhelmstraße 10 parterre ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen.______ 3713] Freundl. Wohnung, 4 Zimmer nebst Zubehör, sofort zu vermiethen. C. May, Westanlage 11. Vermischte Anzeigen. 3628 Ein junges Dienstmädchen gesucht. Bahnhofstraße 48, parterre. 3720 5 bis 6 tüchtige Steinhaner auf sofort gesucht von I. Ahbach, Grünöergerstraße 10. 1 gebrauchter Fahrstuhl wird zu leihen oder zu kaufen gesucht. Von wem? sagt die Exp. d. Bl. 3706' 3700 Ein angehender Kellner wird angenommen. Otto Luft, z. Löwen. 3540 Ein Geselle und ein Lehrling gesucht von Heinrich Becker, Küfer. 3712] Jüngeren Schülern wird billig Nachhilfe ertheill. Näheres in der Exped. d. Bl. Redaktion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält 1 Blatt tu 1 Beilage. f Wir empfehlen Corsetls in größter Aus wähl. Neueste Jarons. Billigste Preise. Anfertigung nach Maass. Geschwister Lorsch, 3476 Seltersweg. Große Auswahl in Confirman- den-CorsettS. 3612 Ein Hans mit 15 Zimmern, großen Gastzimmern, Gartenwirth» schäft rc., in einem Badeorte, habe unter günstigen Bedingungen im Auftrag jtt verkaufen. I. Butzbach, Häuser- u. Güter-Ägentz Friedberg, Hessen. Die Kleeernte von 6 Acker ist zu verkaufen. Näheres bei 3655 C. Wigandt, Löberstr. S Hosen* Blousen» Zur gefi. Beachtung für Arbeiter. Blaue Blousen u. Hosen, eisenfeste englisch Leder, Casfinet, Buckskin- Hosen, Westen u. Säckchen, Hemden in farbig und weiß, Schuhe rc. in besten Qualitäten und zu billigsten Preisen. Auch halte mein Lager in getragenen Kleidern ferner empfehlen. Louis Rothenberger, 3162 Neuenweg 22. Hemden»Joppen* Zur gell. Beachtung. Von heute an halte ich neben meinem Frankfurter Exportbier noch ein vor- Agllches Glas 3539 Würzburger Hofbräu. Cafe Richter, Schloßgasse S. «s Beilage zu Nr. 110 des „Gießener Anzeiger". F. Teipel 2991 G. Möser. 3242 iw, fen. rtand. Em» CM ien CO 3059 he« aus der empfiehlt s Äl- (T empfiehlt er Saison 3^. abenhaus aus- ■ bei 1985 ersten südd. Jalousienfabrik von Leopold. Iller Fürth und Nürnberg deren Vertreter £. IBerfcrmut, Wettergasse 3. 3472 S. Elsoffer. Lahr. Sehaufcnster-Rouleaux. liefert nach Angabe mit Schrift in eleganter Ausführung Heinrich Hochstätter, Jeilgeöotenes. Mein in der Wetzsteingasse be- legenes Wohnbau^ mit Hofraum und gutem Brunnen ist unter günstigen Bedingungen preis- werth zu verkaufen- Selbstgekkltcrten Apfelwein beste Qualität, empfiehlt 3459 Metzger Seng. Louis Rothenberger, Neuenweg 22. Fr. Bechfs Wagen-AaßriK MAINZ Carwellterrstraße 12 u. 14, empfiehlt ihr stets reichhaltiges Lager aller Arten Luxuswagen bester Qualität, forme eine Anzahl gebrauchter Wagen. 1274 Backsteine Mdbrand) sind zu verkaufen. Näheres im 3482 Fischerhof. 3676 Ein Mädchen empfiehlt sich im Weitzzeugnähen und Flicken in und außer dem Hause. Grünbergerstraße 10, 2. Stock- Ernst Blödner, Giessen zu billigsten Preisen. 2188 Franz Schneider, seiümeg u, erlaubt sich sein großes Lager selbstgefertigter Sonnenschirme in empsehlende Erinnerung zu bringen. Gute und solide Stoffe mit den neuesten und elegantesten Stöcken bei äußersten Preisen. 2798 Reparaturen und Ueberziehen der Schirme prompt und billig. iinett stet» »rslsuck 3,gl Zuir-Jaloiisleii« at’Mn drei ^eichmäßige 'OungLaHalt : A zu ‘>,e5 tonnen :^e Beiträge : 'M Zwecke »uchen wollen geladen, ihre -nde Bürger- i° ans Orten ^Heinhessen Mui Tienrn fstn. ■et« miethen. Bleichstraße 9. "2687] Wohnung im II. Stock — sechs Zimmer mit Zubehör — zu vermiethen. Frankfurter Straße 37. 2581] Familienlogis mit allem Zubehör, auf Wunsch mit Gartenantheil, zu vermiethen. Franksurterstraße 63. 1886 Ein größeres Logis zu vermiethcn. _____Hammstraße 27. “3669 Eine Wohnung, drei Piecen mit Zubehör, vermiedet Helm, Bismarckftraße. 2900 Alicenstraße 13: große Wohnung vom 1. Juli an zu vermiethcn- Näheres Lahnstraße 11. 2702 Eine freund!- abgeschlossene Woh- nung, 4 Zimmer mit Zubehör, pr. 1- Juni zu vermiethen- _____________C. Stückrath, Gartfeld- 694 Der Parterrestock Ludwigsstr- 52 ist zu vermiethen. Näheres bei ________Chr. Helm, Bismarckstraße. 31 Der mittlere Stock meines Hauses, Südanlage 4, ist per 1- Mai anderweit zu vermiethen. I. Alker. 2685 Löberstraße 6 ein elegantes Hochparterre-Logis per 24. Juni zu ver- miethen^ Näheres daselbst im Hinterhaus. "3445 Ein möbl. Zimmer mit Eabinet zu vermiethen. Alicestraße 22, parterre. ' 3631""Ein schönes Zimmer mit Kabi- net, möblirt, zu vermiethen. __Neuenweg 36, II. St. ~2989 Zwei ineinander gehende möblirte Zimmerkzu vermiethen. Nordanlage 29. ' 3347 Ein fein möblirtes Zimmer mit Eabinet per 1. Juni zu vermiethen. Marktplatz 5. 3529 Zwei unmöblirte große Parterrezimmer, mit besonderem Eingang, sind Frankfurterstraße 24 zu vermiethen. 3516] Möbl. Zimmer zu vermiethen. Zu erfragen Grünbergerstraße 44. 3504 Meine seither von Herrn C. Iuy - Hardt HL innegehabte Hofraithe in der Kaplansgasse — Wohnhaus, Scheune und Stallungen — ist anderweit per 1. Juli zu vermiethen. _________I. CH. Retter. '3619 Ein einfach möbl. Zimmer, mit oder ohne Kost, zu vermiethen Philipp Becker, Neuen Baue 12. ”182 Ein Laden, mit oder ohne Wohnung, ist per April zu vermiethen. ________L. Klinkel, Bahnhofstraße 10. 3688 Ein unmöblirteS Zimmer nebst Kabinet zu vermiethen- ________Frankfurterstraße 69. *"3654—ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Asterweg 5. 3391] Möblirtes freundliches Zimmer, nach der Straße, zu vermiethen. Seltersweg 71. Anfertigung von Herren- und Knaben-Garderobe unter Garantie für tadelloses Sitzen. Die größte Auswahl in- u. ausländischer Bukskins empfiehlt zu bekannt billigen Preisen. 3355 Bahnhofstr. •/. JPfeffer. Carl Heyer, Mechaniker. 3546 Einen Schreiner auf dauernde Arbeit sucht Fr. Meinhardt, Neustadt 55. 3353 Ein Mädchen vom Lande wird auf sofort zu miethen gesucht. Näheres Löberstraße 3. 3508 Ein Student ertheilt Nachhilfe in allen Schulfächern, sowie Privat« unterricht zur Vorbereitung für's hebräische Examen- Gest. Offerten unter F. W. 1713 befördert die Exp. d- Bl. Schwarz. Cachemir empfiehlt außergewöhnlich billig 3543 Aug. Haubach. 3567 Ein zweijähriger glatthaariger brauner Hühnerhund zu verkaufen- Westanlage 15, parterre. Siegel’s 3033 Hühneraugen-Tod