Nr. 60, Mittwoch den 13 Januar 18KG ielzencr Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Meßen. ....... ......... >- «*•>«««« - ffiÄi LLLL rtäftT Amtlicher Hyeil. Gießen, am 9. Januar 1886. Betreffend: Das Gesetz vom 14. Mai 1879 über den Verkehr mit Nahrungsmitteln und Gebrauchsgegenständen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großberzoglicheu Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 31. Januar v. I. (Anzeiger Nr. 30) geben wir Ihnen auf, innerhalb acht Tagen den vorgeschriebenen Jahresauszug aus der von Ihnen in obigem Betreff geführten Tabelle einzusenden. ______________ Dr. Boekmann.__ Bekan ntmachung. Irr Gemäßheit des § 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Friede« werden hiermit nachstehende Durchschnittsmarktpreise vom Monat December veröffentlicht: Hafer JL 13.10, Heu JL 5.70, Stroh JL 3.40 pro 100 Kilogramm. Gießen, den 9. Januar 1886. Grsßherzogliches Kreisamt Gießen. Politische Ueberficht. Gießen, 12. Januar. Kaiser Wilhelm hat anläßlich seine» Regierungs-Jubiläums auch vom Papste ein eigenhändiges Glückwunsch-Schreiben empfangen. In demselben spricht Leo XIII. u. A. seine Hoffnung auf baldige, zufriedenstellende Erledigung der schwebenden religiösen Fragen aus und empfiehlt der Gerechtigkeit und dem Wohlwollen des Kaisers die Sache der katholischen Missionen in den Reichs-Kolonieen. Der Pariser „Monde", welcher diese Nachricht bringt, berichtet weiter, daß der Papst auch an König Ludwig von Bayern ein Schreiben gerichtet hat, in welchem der König gebeten wird, fich beim Kaiser für die katholischen Misstonen zu verwenden. Der Reichstag hat am Freitag seine Arbeiten zunächst bei fthr schwach besetztem Hause wieder ausgenommen. Die Tagesordnung bot kein großes Interesse dar; nach Entgegennahme verschiedener geschäftlicher Mittheilungen genehmigte das Haus debattelos das Controlgesetz bezüglich des elsaß- lothringischen Etats in dritter Lesung und erledigte hieraus Wahlprüfungen, wobei lediglich die Wahl des Abg. Hänel eine kurze Debatte hervorrief. Zum Schluß genehmigte der Reichstag noch den Rest des Etats der Verwaltung der Eisenbahnen ohne besonders hervorzuhebende Discusfion. In der Samstags- Sitzung erledigte der Reichstag den Bernuth'schen Antrag, betr. die geschäftliche Behandlung von Resolutionen und begann dann die erste Lesung der Vorlage, betr. die Erbauung des Nordostsee-Kanals. — Hiermit ist der Reichstag an die Berathung der ersten der großen Vorlagen — abgesehen vom Etat — seiner gegenwärtigen Sesfion herangetreten, aber man kann schon jetzt die Annahme dieser wichtigen Vorlage so gut als gewiß betrachten, denn alle Parteien, selbst die Socialdemokraten nicht ausgenommen, haben in ihrer Preffe schon die hohe wirthschastliche und politische Bedeutung dieses Kanals hervorgehoben. Wie bekannt, veranschlagt die Vorlage die Baukosten auf insgesammt 150 Mill. J4, von denen 50 Millionen von der preußischen Staatskaffe vorweg als Beitrag gezahlt, die übrigen 100 Millionen im Wege einer Anleihe ausgebracht werden sollen. Der Zuschuß Preußens wird in der dem Entwürfe beigegebenen Denkschrift durch den Hinweis gerechtfertigt, daß unter anderen Umständen, wenn der Kanalbau nicht erfolgen würde, Preußen auf die Instandsetzung des alten Eider- Kanals 40 Millionen zu verausgaben genöthigt sein würde. Der Ueberschuß von 10 Millionen bildet sicherlich ein genügendes Aequivalent für die besonderen Vortheile, die Preußen aus der neuen Wafferstraße in wirthschaftlicher Hinsicht zu erhoffen hat und zu welchen Vortheilen in erster Linie ein bedeutender Aufschwung des Kohlenhandels aus den westsälischen Kohlenbezirken nach den Ostsee- Gebieten gerechnet wird. Für die Dampfer erwächst aus der Benutzung des Kanals eine Zeitersparniß von mindestens 22 Stunden und für Segelschiffe eine solche von ca. 3 Tagen. In strategischer Beziehung springt die Bedeutung des Kanals schon durch den Umstand in's Auge, daß seine aus 8V2 Meter veranschlagte Tiefe — bei einer Breite von 60 Metern — selbst den größten Kriegsschiffen die Durchfahrt gestattet. Die jährlichen Unterhaltungskosten sind auf ca. 2 Millionen berechnet. Der am künftigen Donnerstag zusammentretends neue preußische Landtag bringt gewissen Beamten-Kategorien eine angenehme Überraschung. Der StaatshauShaltS-Etat enthält nämlich Vorschläge zu Gehaltsverbesserungen für die Bau-Jnspectoren und das Forstschutz-Personal, außerdem sollen eine Reihe unterer Beamten im Eisenbahnaußendienst Gehaltsaufbesserungen erfahren. Die Fortsetzung der Landtags-Session scheint für Böhmen endlich die alten heftigen parlamentarischen Kämpfe zwischen Deutschen und Czechen wiederzubringen. In der am 5. Januar abgehaltenen ersten Sitzung nach Weihnachten des Ausschusses des böhmischen Landtages, an welchen der Plener'sche Antrag auf nationale Abgrenzung der Gerichts- und Verwaltungs- Bezirke verwiesen worden war, ist es bereits zu einer erregten Sprachdebatte gekommen. In deren Verlaufe offenbarte der Czeche Mattusch so recht die . ßavischen Wünsche aus sprachlichem Gebiete, indem er erklärte, daß die slavischen Nationalitäten sich weiter entwickeln müßten, daß ihr sprachliches Geltungs- । gebiet zunehmen, das der deutschen Sprache dagegen abnehmen müsse. Nun, dies ist wenigstens deutlich gesprochen und er kann hierin nicht nur für die Deutschen Böhmens, sondern auch des übrigen Oesterreichs blos ein neuer Ansporn liegen, ihr heiligstes Besitzthum, die deutsche Sprache, entschlossen gegen die anschwellende slavische Hochfluth zu vertheidigen. Seit vorigen Donnerstag erfreut sich die französische Republik wieder eines definitiven Ministeriums und trägt dasselbe den Namen Freycinet^, des bisherigen Ministers des Auswärtigen. Dasselbe enspricht in seiner Zusammensetzung nothgedrungen den gegenwärtigen Parteiverhältnissen Frankreichs, denn neben den Opportunisten hat auch das radikale Element, welcher durch den Handelsminister Lockroy und den Kriegsminister Boulanger repräsentirt. wird, Aufnahme im neuen Ministerium gefunden. Besonders der letztere gilt . ein entschiedener Radikaler und dieser Umstand rechtfertigt gerade nicht den Charakter als „Versöhnungs-Ministerium", welches die meisten republikanischen Blätter dem Cabinet Freycinet beilegen. Von den Mitgliedern des früheren Cabinets Brisson gehören dem neuen Ministerium die Herren Goblet, Sadi- Carnot, Demole und Sarrien, sowie natürlich der Cabinets-Ches Freycinet selbst an, von den neu eingetretenen Ministern sind der Marine- und Colonial- Minister Aube, der Arbeits-Minister Baihaut, der Minister für Posten und Telegraphie Granet und der Ackerbau-Minister Develle politisch noch nicht weiter hervorgetreten. Im Wesentlichen erscheint das Cabinet Freycinet als das Resultat eines Compromisses zwischen den beiden großen republikanischen Parteien der Radikalen und der Opportunisten; ob es lebensfähig ist, wird die demnächst beginnende neue Kammer-Session ja bald beweisen. Vorläufig trägt sich das neue Cabinet mit den besten Absichten; seine Erklärung bei der Kammer-Eröffnung wird die Nothwendigkeit betonen, den Waffenstillstand herzustellen, um die Politik praktischer Reformen zu ermöglichen. Die Regierung werde die Mittel zur Herstellung des Gleichgewichts des Budgets erwägen. Vom Kriegs- Minister Boulanger wurde ein Tagesbefehl an die Armee erlassen, worin er sein Vertrauen auf die Unterstützung aller Grade der Armee ausspricht und erklärt, er werde den seit 15 Jahren verfolgten Weg der militärischen Renovation mit Energie weiter verfolgen. Wie der „TempS" versichert, beabsichtigt Boulanger eine Reduction des Kriegsbudgets, womit die Beschränkung aller überseeischen militärischen Unternehmungen Frankreichs ausgesprochen sein würde. Der osficiöse spanische Telegraph bringt seit einigen Tagen wiederum Cholera-Bulletins, wozu der Ausbruch der Seuche in Algesiras (Süd- Spanien) veranlaßt. Am 7. Januar kamen daselbst 22 Erkrankungen und 11 Todesfälle an Cholera vor, die Seuche scheint demnach in Algesiras mit verhältnißmäßiger Heftigkeit auszutreten. Die unerwartete Vertagung der Cortes, welche einer Auflösung gleichkommt, da die Cortes vor den im März stattfindenden Neuwahlen nicht mehr zusammentreten werden, soll neueren Madrider Berichten zufolge wegen der Karolinen-Angelegenheit erfolgt sein. Die Regierung hatte erfahren, daß trotz des für Spanien günstigen Abschlusses dieser Affaire an die Vorlegung des Karolinen-Vertrages in der Deputirtenkammer ein großer Scandal geknüpft werden sollte und dem wollte die Regierung natürlich vorbeugen. In der spanischen Presse werden allerhand thörichte Behauptungen von geheimen Abkommen und bergt., welche der Vertrag enthalten soll, verbreitet. Jedenfalls ist die end- giltige Erledigung der ganzen Karolinenfrage, die Genehmigung des bezüglichen Vertrages durch die Cortes, bis nächsten April vertagt, da erst zu diesem 3eit» punkte die neue spanische Volksvertretung zusammentritt. Im Orient herrscht noch immer politische Windstille. Nur von Seiten Griechenlands wird ein wenig in die diplomatische Lärmtrompete gestoßen, wie das neuliche Rundschreiben des griechischen Ministerpräsidenten Delyannis beweist, in welchem man zwischen den Zeilen lesen konnte, daß Griechenland für seine bisherige „loyale" Haltung in der bulgarischen Frage auf irgend eine Belohnung rechnet. Indessen meldet ein Telegramm des „Reuter>- schen Bureaus", daß die griechische Regierung neuerdings der Pforte gegenüber ein versöhnliches Verhalten an den Tag lege und daß im griechischen Heere wegen des Weihnachtsfestes zahlreiche Beurlaubungen auf unbestimmte Zeit stattgesunden hätten. Auch die Abbestellung der Mobilifirurg der zweiten tür- kijche« Armee-Reserve in Syrien kann nur als ein weiteres erfreuliches Friedens-Symptom betrachtet werden. In der südamerikanischen Republik Chile ist plötzlich eine innere Krisis eingetreten. Die Deputirtenkammer hat nach äußerst stürmischen Debatten die Votirung des Budgets abgelehnt, in Folge dessen die Regierung die weiteren Auszahlungen aus der Staatskasse einstellen ließ. Berlin, 10. Januar. Es herrscht in den Kreisen der Bierbrauer zur Zeit eine befremdliche Geschäftigkeit, um bei der Reichsregierung ein Verbot sämmtlicher „Surrogate" bet der Bierbereitung durchzusetzen. Die Erklärungen vom Bundescathstische wegen der Maltose befriedigen die Brauer nicht; sie wollen vielmehr die Maltose unter die Surrogate gerechnet Haden und verboten wissen. Selbst völlig manchesterliche Blatter schließen sich diesem Verlangen an, weil sonst der Ruf, namentlich des süddeutschen Bieres, geschädigt würde. Unseres Erachtens ist vor Allem die Frage zu nrii^n, ob die Zuführung der Maltose in die Bierbereitung das Bier gejundherisfchadlich oder nahrungsärmer macht. Ist das der Fall, so muß die Maltose verboten werden; ist das aber nicht der Fall, so hat man kein Recht, dem Erfinder üer Maltose-Bereitung den Erwerb abzuschneiden, weil sie zu einem Preisrückgang des Malzes fuhren würbe; daß in dem Namen des neuen Bieres auch der Stoff bezeichnet werde, ist allerdings eine billige Forderung. Verdirbt die Maltose etwa den Geschmack des Bieres, ohne dessen Güte zu schaden, so mag ruhig dem Publikum das Urtheil überlassen bleiben. (Köln. Ztg.) Telegraphische Depeschen. Wolff'» telegr. Eorrespondenz - Bureau Berlin, 11. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." hebt die Hauptgesichtspunkte -er Branntmeinmonopolvortage in einem längeren Artikel hervor, in dem sie auch die mißlichen finanziellen Verhältnisse im Reiche und in den Einzelstaaten bespricht und schließt: Wir haben, unbekümmert um den Lärm der Parteien, ein möglichst objectives Bild der Lage, sowie die Möglichkeit ihrer Aufbesserung gegeben und es wäre dringend zu wünschen, daß nicht blinder Eifer, Voreingenommenheit und einseitige Partei- üestrebungen die Kritik über einen Gesetzentwurf bictiren, welcher bestimmt ist, große Ziele und allseitig anerkannte Bedürfnisse in Reich, Staat und Gemeinde mit großen Mitteln zu erreichen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt ferner: Da durch den Abbruch derKortes- sitzungen in Spanien und die Ankündigung ihrer Auflösung der endgiltige Abschluß der Karolinenfrage vertagt ist, sind die Verhandlungen darüber noch als schwebend anzusehen und ist nach diplomatischem Brauch die Veröffentlichung darüber voraussichtlich bis zum Abschluß derselben verschoben. Essen, 11. Januar. Nach einer Meldung der „Nh.-Westf. Ztg." ist der Ober- Bürgermelster von Essen, Hache, heute Abend gestorben. Dresden, 11. Januar. Die zweite Kammer genehmigte für den Bau der Strecke Klingenthal bis zur Landesgrenze und den Umbau deS Bahnhofs Klingenthal, ferner für die Secundärbahnlinien Slollberg-Zwönitz, Mücheln-Nerchau-Trebsen und Leipzig-Plagwitz insgeiammt 6,815,000 X. Paris, 11. Januar. Die Kammern wählen morgen ihre Präsidenten. Die Verlesung der Botschaft und der ministeriellen Erklärung findet voraussichtlich Donnerstag statt. Lockro.y erklärte einigen Delegirten des Municipalrathes gegenüber, er bereite einen Gesetzentwurf, betreffend die Ausstellung von 1889, vor und werde denselben demnächst einbringen. Brüssel, 11. Januar. Der Gemeinderath beschloß, eine Petition an die Kammer zu richten gegen Einführung der Viehzölle. Madrid, 11. Januar. In der vergangenen Nacht versuchte ein Sergeant mit 40 Soldaten, sich des Schlosses St. Julien bei Ehartageua zu bemächtigen. Dieselben wurden durch die Besatzung des Schlosses unter Befehl des Gouverneurs zurü^k- geworfen, wobei der Gouverneur leicht verwundet wurde. Die Aufrührer entkamen auf ein Schiss, welches sie erwartete. — sOsficiette Meldung.f Der Militär - Gouverneur von Eharthagena wurde heute früh 1 Uhr Nachts benachrichtigt, daß das Fort St. Julien im Aufstande sei. Ein Sergeant hatte sich unter dem Schutze der Dunkelheit an der Spitze einer Anzahl Bauern dem Fort genähert, ein anderer Sergeant das Thor geöffnet. Die Aufrührer drangen ein und bemächtigten sich des Gouverneurs des Forts. General Fajardo, hiervon benachrichtigt, rückte mit 5 Compagnien von Chartagena gegen das Forts aus, ließ dieselben in einer gewissen Entfernung halten und näherte sich mit vier Gensdarmen dem Fort, um die Aufständischen zur Uebergabe au bringen. Letztere feuerten und verwundeten den General. Da die Aufrührer aber die Unmöglichkeit erkannten, Widerstund zu leisten, weil die Besatzung sie nicht unterstützte, entflohen sie nach dem Meere. Das Stadt Carthagena ist ruhig. Neapel, 11. Januar. General Pozzolmi ist nach Massauah abgercist. Kopenhagen, 11. Januar. Das höchste Gericht bestätigte heute daS Urtheil gegen den Präsidenten des Folkethings, Berg, zu sechsmonatlicher Gesängnißstrafe, weil er im Juli 1885 bei Gelegenheit einer politischen Versammlung in Holstebro (Jütland) an der gewaltsamen Entfernung des Polizeimeisters von der Rednertribüne theilgenommen hat. Belgrad, 11. Januar. Mijatooic, der serbische Delegirte zu den Friedensverhandlungen, ist gestern Abend angelangt. Er conferirte heute mit dem König und dem Minister des Aeußeren. Serbien schlägt Bukarest als Ort für die Friedens- Verhandlungen vor. — Die Nachrichten über die Demission des Ministers des Innern, Marinkovic, und die (Konferenzen aller Parteiführer im Königs-Palais unter dem Vorsitz des Königs werden von compctenter S.'ite als unbegründet erklärt. Konstantinopel, 11. Januar. Der Sultan hat dem Professor Schweninger das Commandeurkreuz des Osmanie-Ordens und dem Arzt der türkischen Botschaft in Berlin, Dr. Rosenthal, den Medjdie-Orden 3. Classe verliehen. Lokale». Gießen, 12. Januar. Ein in die Entbindungsanstalt aufgenommenes Frauenzimmer entwendete gestern einer ihrer Colleginnen den Goldschmuck, bestehend aus Brache und Ohrringen. Die Diebin ist verhaftet. — Heute Morgen G Uhr gewahrten Bewohner eines Hauses der Bahnhofstraße Feuer in einer Werkstätte, welches alsbald gelöscht wurde. In fragl. Werkstätte waren bereits mehrere Thüren re. durchgebrannt. Vermischte-. Darmstadt, 1). Januar. Hinsichtlich der in Aussicht genommenen Dampf- straßenbahn Darmstadt—Griesheim erfahren wir, daß die Bahn vom Rcsidenzschloß ausgehen und an dem Falschen Hause die Einsteighalle errichtet werden soll. Die Bahn wird die Nheinstraße und dann die Griesheimer Landstraße entlang ziehen und eine Abzweigung nach dem Schießplatz erhalten, woselbst auch ein Stationsgebäude errichtet wird. Für Griesheim selbst ist das Ende der Bahn und das dortige Stationsgebäude an dem östlichen Ausgang des Ortes, nach Darmstadt zu, geplant. Leider stellt sich der Realisirung des ProjecteS, für dessen ungesäumte Durchführung sonst alle Vorkehrungen getrosten sind, bis jetzt noch das Hinderniß entgegen, daß die Main- Neckar-Bahn den Uebcrgang noch nicht gestattet hat. Hoffentlich gelingt es, auch noch dieses Hinderniß zu beseitigen. (Tagbl.) Frankfurt a. M., 5. Januar. Mehrere Männer, welche beute Morgen, von Isenburg kommend, den Stadtwald passirten und um Weg abzuschneiden einen kleinen Fußpfad wanderten, entdeckten in einer Vertiefung liegend einen menschlichen Kopf, denn von dem Körper war nichts zu sehen. Sie schritten rasch näher und gewahrten nun, daß trotz der feuchtkalten Witterung ein menschliches Wesen unter freiem Himmel lern Lager aufgeschlagen hatte. Der Mensch, den die Leute fanden, hatte sich in dürre» Laub völlig vergraben und schlief sehr fest. Man weckte ih» und Hieß ibn aufstehen. Der Anblick, der sich den Leuten bot, war in der Thal ein im höchsten Grad mitleid- erregender. Der Aermste hatte weder Strümpfe noch ein Hemd. Seine Bekleidung bestand in einem alten total zerrissenen Nock, ein Paar Fetzen — denn Beinkleider konnte man dies nicht mehr nennen — und schließlich einem alten Hut und einem Paar Stiefel, durch welche die Füße deutlich zu sehen waren. Der arme Mensch versicherte, schon mehrere Tage in diesem Zustande im Walde geschlafen zu haben. Die mitleidigen Leute nahmen den schauerlich aussehenden Menschen mit und schon linJ$.?cr^aui einer Stunde hatten sie denselben in eine einigermaßen anständige Hülle gekleidet. (£). Z.) Weilburg, 7. Januar. Ein bedauernswerthes, erschütterndes Ereignis; hat Emilie betroffen. Im November v. I. wurde ein Pvstsecrctär von Schmalbach nach hier versetzt. Er bezog mit seiner Frau und seinen beiden Kindern, von denen daS älteste 8 Jahre alt ist, in der Langgasse eine Wohnung und machte den Eindruck eines glücklichen Familienvaters. Kurz darauf bekam der als fleißiger Beamter bekannte Mann eine Lähmung der rechten Hand, die man als Schreibkrampf ansah. Die Aerzte, auch ein Professor aus Gießen, mahnten den pflichttreuen Beamten, dem die Unthälig- keit entsetzlich war, zur Geduld. Als aber die Wochen vergingen, ohne daß eine Besserung eintrat, bemächtigte sich des Unglücklichen eine fürchterliche Angst davor, daß er dienstunfähig bleiben und penfionirt werben könne. Der Gebaute, bann feine Familie nicht mehr ernähren zu können, trat als immer schrecklicheres Gespenst ihni vor bie ^eele unb umnachtete zeitweilig seinen Verstand. Heute Morgen hörte ihn feine bedauernswerthe Frau laut beten. Sie beruhigte ihn wieder und er verhielt sich ruhig bis gegen 4 Uhr Morgens, wo er plötzlich auffprang, ins Nebenzimmer lief und nut aller Macht mehrere Male mit dem Kopfe gegen die Wand und den Ofen rannte, sodann ein Messer ergriff und sich tödtlich am Hälfe verwundete. Man denke sich die fürchterliche Lage der armen Frau und der unglücklichen Kinder, als sie das Gebühren des Wahnsinnigen ansehen mußten. — Die bejammernswerthe Familie hatte aus der Lebensversicherung eine Summe zu erwarten. Es darf wohl gehofft werden, daß die Versicherungs-Gesellschaft keinen Anstand nimmt, die Summe auszuzahlen, da sicher ist, daß der Selbstmord im Wahnsinn geschehen ist. Ludwigsburg, 7. Januar. Lieutenant v. Schlutterbach beim Trainbataillon, auf welchen in der Nacht vom 11.—12. December v. I. sein Kamerad, der inzwischen fahnenflüchtig gewordene Lieutenant Kaufmann, einen Mordanfall machte, ist inzwischen im Garnisonlazareth soweit hergestellt worden, daß er letzten Sonntag ohne Stock sein Zimmer in der Trainkaserne wieder aufsuchen konnte. Die Kugel, welche den einen Lungenflügel streifte, konnte indessen noch nicht aufgefunden werden. Von Kaufmann, welcher steckbrieflich verfolgt ist, hat inan keine Spur; sein letztes Schreiben war von Nürnberg aus an das Bataillon gerichtet. Man vermuthet, er sei nach Serbien oder in eine unserer neuen Colonien. — Die Einführung des neuen Repetirgewehres in der österreichischen Armee gilt als beschlossene Thatsache. Die Waffe wild, da die Hebelbewegung nicht mehr in dem Senkrechten gegen den Gcwehrlauf gemacht wird, das „Geradezug-Gewehr" genannt. Das System hat den Ingenieur Mannlicher zum Erfinder. Ein eigenes Magazin nimmt 5 Schüsse vor den Lauf und durch eine sinnreiche Vorrichtung werden die verbrauchten Patronen nach jedem Schüsse auf selbstthätigem Wege entfernt. Bei einiger Hebung ist der Mann zur Abgabe von 30 Schüssen in der Minute befähigt. Der Vorzug dieses Gewehres wird durch die Thatsache erhöht, daß es bei aller Einfachheit des Baues dem System Werndl an Länge der Strecke mit rafirenber Wirkung, sowie an Treffsicherheit bei gleicher Tragweite nicht nachsteht. Bekanntlich haben bic Delegationen bereits im Herbste zur Vervollständigung des Gewehrstandes eine halbe Million bewilligt. Damit wird der Kriegsminister in den Stand gesetzt, das von allen Fachkennern gerühmte System bei einzelnen Truppenabtheilungen praktisch zu erproben. Gerade die Leistungsfähigkeit der Waffe bedingt eine ganz eigenartige Erziehung der Mannschaft im Gebrauche derselben. Dahingestellt mag die Angabe bleiben, daß die Anschaffung sich auf 50 Gulden daS Stück stellen werde. Dies würde allerdings die Inanspruchnahme weiterer 50 Millionen Gulden erfordern. Für alle Fälle wird sich durch Umgestaltung der alten Gewehre nach dem Mannlicher-System eine erkleckliche Summe ersparen lassen. Handel Berikehr. Gießen, 12. Januar. Auf dem heutigen Markt kostet: Butter per Piunb X 0.80—0.90, Hühnereier 2 Stck. 15—0 H, Enteneier St. 0—0 Käse pr. St. 5—9 Käsematte 3—0 Erbsen pr. Liter 20 4. Linsen 28 H, Tauben per Paar 0,60 bis 1,10 Hühner per Stück X 1.10—1.60, Hahnen pr. Stück X 1.20—1.80, Enten per Stück X 1.70—2.20, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 H, Kuh- und Rindfleisch 54—56 H, Schweinefleisch 50—60 H, Hammelflessch 50—62 H, Kalbfleisch 48—50 Kartoffeln per 100 Kilo X 3.00—3.50, Milch per Liter 12—18 X Zwiebeln per Centner X 4.00-5.00. Weißkraut pr. St. 0-0 H. Frankfurt, 11. Januar. (Getreide-Vreise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer X 17,00—00,00, fremder X 17,00—19,50, Roggen eff. hies. X 14,25—14.75, fremder X 14,50—15,00, Gerste effectio hiesige und Wetterauer «X 16,00—17,00, fremde X 16,50—17,50, Hafer eff. hies. X 13,50—13,75 fremder X 13,50—14,50. Frankfurt. 11. Januar. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Ange- trteben waren 351 Ochsen, ca. 17 Bullen, ca. 390 Kühe und Rinder, ca. 284 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 64—66, 2. QuaL X 54—57, Kühe und Rinder 1. Qual. X 55—57, 2. Qual. X 40—48 per 100 Pfund Schlachtgewicht, Kälber 1. Qual. 58—62 2. Qual. 50—55 H per 1 Pfund Schlachtgewicht. Für die Hinterbliebenen des verunglückten Conrad Keßler sind weiter eingegangen: Bei Herrn Pfarrer Dr. Naumann: Von Herrn Geh. Kirchenrath Dr. Köllner 2 X, Fräulein von Haxthausen 3 X, Herrn Brauerci-Director Georg Heß 10 x, Herrn Kaufmann Rud. Göbel 1 X, Carl u. Wilhelm 5 X, Frau Lehrer Döll Wwe. 2 X, Herrn Kaufmann Limpert 3 X, Herrn v. M. 3 X, Frau D. Schuster 6 x, Herrn Bergwerks-Director Wilson 10 X Gesammtbetrag dieser zweiten und der ersten Quittung 128 X Reperloir der vereinigten Itadttheater zu Frankfurt a. M. Opernhaus. Dienstag den 12. Januar: Der Freischütz. Mittwoch den 13. Januar, Nachmittags 3Va Uhr: Prinzessin Goldhaar. Ermäßigte Preise. Donnerstag den 14. Januar: Gastspiel des Herrn Perotti. Der Prophet. (Johann von Leyden: Herr Perotti.) Freitag den 15. Januar geschlossen. Samstag den 16. Januar, Nachmittags 3V, Ubr: Prinzessin Goldhaar. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Gastspiel des Herrn Perotti. Die Hugenotten. (Raoul: Herr Perotti.) Sonntag den 17. Januar, Nachmittags 3Vi Uhr: Prinzessin Goldhaar. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Fidelio. Schauspielhaus. Dienstag den 12. Januar: Arria und Messalina. Mittwoch den 13. Januar: Hamlet. Anfang */,7 Uhr. Donnerstag den 14. Januar geschlossen. Freitag den 15. Januar: Pluto. Samstag den 16. Januar: Zum ersten Male: Schulröschen. Lustspiel in 5 Auszügen von R. v. Gottschall. Anfang 7 Uhr. Sonntag den 17. Januar: Zum ersten Male wiederholt: Sch ul röschen. Anfang 7 Uhr. Gedenket der Vöglein im Schnee! Achmer Loncert-Verein 4 1 Bau-, Werk- und Nutzholz. 15,33 Festm. r - 2 der auf Die Zusammenkunft ist 1. Trio in C-dur op. 87 J. Brahms. von Pfd. 60 Pfg. 330 A. Bramm. 325 2. a) b) T) T 3. >> Fr. Seibel 4. r 5. 331 im Zapf. 267 329 Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in Musikalienhandlung der LV des Herrn W i I h. Rudolph ä «X 2,50 (Sperrsitz ä JL 3,50) zu haben. ► itner 287 298 Dtittr ► 305 Ausführung. Gießen, den 12. Januar 1886. 321 v Gebr. Koehrle .152 Wallthorstraße 7. 299 Bleichstraße 3. 283 4,06 4,79 0,40 0,15 haar. )-het. 1680 820 80 150 vhaar. lottern piel in scheu. // // n Elise Noll, geb. Schaum. Emilie Orbig, geb. Schaum- Dr. Ludwig Schaum in Main;. funi) U ) bis mten leisch B. 45 10 2 i. Stockh. Rei sh Nmtr. Wellen 24,4 45,5 bei 293 Franz Schubert. C. A, Mangold. J. Brahms. L. v. Beethoven. Buchen Eichen Nadel Erlen (Allegro, Andante con moto, Scherzo, Allegro giocoso.) Sopran-Lieder: 1) Meine Ruh’ ist hin . . . . 2) Jetzt ist er hinaus . 3) Keine Sorg’ um den Weg Duett für Sopran u. Bariton aus „Elias“ Ange- Ger. ! Ulld Dicht, Prügelh. Nmtr. 98 65,8 Scheith. Nmtr. 12 83,2 1 4 Geißler, Gerichtsvollzieher. Sardellen, Sardinen, Rollmöpse, Anchovis, Caviar, Neunaugen, Delicatest - Heringe ohne Gräten, Apetit Sild, Hummer re. billig abzugeben. 62 a) b) .hat Md) ntn ruck nnte rate, llig- daß ine hm ihn sich uib ite, die reu der die :ouer wdrr rmbe öüner .0 Ä Wwe. 6«^, ersten Engel, Gerichtsvollzieher. Grünbergerstraße an den AKenüsch- rviesen. Gießen, am 12. Januar 1886. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Wilh. Herbert, Marktplatz. Bariton-Lieder : a) Du bist die Ruh’..... b) Liebesfrieden..... c) Von ewiger Liebe..... Trio in B-dur op. 97 . (Allegro moderato, Scherzo, Andante cantabile, Allegro moderato.) 213 Ein Mädchen, geübt im Weißzeugnähen und Kleidermachen, auch Ausbessern, sucht Beschäftigung. Flügelsgasse 4, 1 Treppe. rres hen. eib.- ung ibtt iem oer- toi. hon alle Ion, hen hen fein nen nn, von )der mte ' in nnt. azin stt-- aiger Ter chheit iomie Dele- ialbc illen »den. 1 der B die s die d sich ckliche Mittwoch den 13. d. Mts, Nachmittag 2 Uhr, sollen auf meinem Bureau Kleiderschränke, Sopha's, Kommode, 1 Stoßkarren, Spiegel, Bilder, 1 Eonsolschränkchen, 1 Pferd, 1 Bettlade, 1 Tisch, 1 vollständiges Bett, 1 Secretär, 1 Glasschrank meistbietend versteigert werden. Gießen, am 11. Januar 1886. Einen Bäckerlehrling sucht Joh. Dein Franz Schubert. H. Biedel. J. Raff. F. Mendelssohn- Bartholdy. Rob. Schumann. D. Popper. JeilgeLotenes. 316 Ein neuer leichter Schlitten zu verkaufen. Näheres in der Exp. d. Bl. Kmil Noll, Löwengasse. Feinste frische Butter bei Abnahme von 10 Pfd. an per Pfd. 80 Pfg. Briefes Concert (im 94. 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Näheres___Marktstraße 18. —16'4 Ein Fräulein wünscht zur Ausbildung in einem feineren Putzgeschäft ein; zutrelen Offerten unter C. 100 an die Exped. d- Bl- ________________________ 219 Einige Herren können Mittags- tisch und Logis erhalten. Neustadt 31. 8957 Für ein größeres hiesiges Fabrikgeschäft wird ein Lehrling mit genügenden Borkenntnrffen zum sofortigen Eintritt gesucht. Schriftliche Offerten find zu richten an die Exp. d. Bl. 61 Einen Küferlehrling sucht Louis Lony, Marktstraße. Masenkrantchettm (auch Betin., Stein re.), Geschlechts- fr., Schwäche, Impotenz, Frauen- krankh. rc-, selbst in den verzw. Fällen, heilt sicher in kurzer Zeit. — Prosp. gratis. — F. C. Bauer, Specialarzt, ßasel- Binningen^Schweiz).____________123 Für eine größere Cigarrenfabrik in Mannheim wird ein tüchtiger Sortirmeister der auch in allen anderen Arbeiten der Packstube durchaus bewandert sein muß, zu möglichst sofortigem Eintritt gesucht. Offerten sub <£ 68 b an Haafen» stein & Vogler, Mannheim. 261 242 Ein Mädchen empfiehlt sich im Kleidermachen. Wiener Hof bei Herrn Seibel- Mediciuische MM. Z Laboratoriumsdiener gesucht. I. Kaan jr., Kreuz. Bei Sterbfällen empfehle Mooskränze von 70 an, Jlexkränze von 90 $ an, Lorbeerkränze von .A 1-50 an, Bouquets von 40 H an, sowie Kreuze, Anker und alle anderen Bindereien von frischem und getrocknetem Material, zu .gleich billigen Preisen. 232 (Specialität: Makart-Bouguets) Chr. FfsifEer, 91 e u e n m e g _____(früher Hamb. Fischhandlung), Täglich frische Traber Montag und Donnerstag zuberweise pr. Zuber 33 Pfg. Heißes Kornbrod empfiehlt 319 Karl Germann, ____Kreuz._________ Ein neuer viersitziger Schlitten zu verkaufen bei 320 Metzger Klein, Vrandgasse 1. Em 4flhiger Schlitten mit Kutscherbock zu verkaufen. 323 Heinrich Mühlich, Wagner. Todes-Anzeige. Statt besonderer Anzeige machen wir Verwandten, Freunden und Bekannten'^ hiermit die schmerzliche Mittheilung, dass es dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigst geliebte Gattin, Mutter, Schwester, Tante und Schwägerin Frau Marie Keil, geb. Weidig, nach längeren Leiden im Alter von 44 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen. Giessen, den 11. Januar 1886. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet statt: Mittwoch den 13. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause (Neuenbäue 6). 318 Wermiethungen. 312 Die seitherige Wohnung des Herrn Oberstabsarztes Dr. Zimmermann, 7 Zimmer, mehrere Kammern. Wasserleitung u. s. w-, ist zu oermiethen und alsbald zu beziehen. Auf Wunsch Garten- antheil.__________Briet, Rechtsanwalt. 308 Der 3. Stock meines Hauses, 6 Zimmer mit Zubehör u. Wasserleitung, Frankfurterstraße 76, ist wegzugshalber per 1. März zu oermiethen. I. Dern. 146 Ludwiastraße 12 der untere Stock, 5 Zimmer nebst Zubehör, pr. 1. April zu vermiechem___________________________ 122 Der obere Stock meines Vorder- bauses nebst Mansarden ist anderweit an eine ruhige Familie zu oermiethen und am 1. April 1886 beziehbar. Professor Dr. H. v. Siitgen. 31 Der mittlere Stock meines Hauses, Südanlage 4, ist per 1. Mai anderweit zu oermiethen._____________I. Alker. 206 Ein Logis zu oermiethen K. Häuser, Schiffenbergerweg 52. 266 Zwei möblirte Zimmer pr. sofort zu oermiethen, auf Wunsch mit Pension, __im Frankfurter Hof. 277 Zwei Stübchen mit Bett, mit oder ohne Kost zu oermiethen. Tiefenweg 4. Vermischte Anzeigen. 322 Einen guten Arbeiter sucht Justus Benner, Schuhmacher. Redaction: 314 Ein Kellnerlehrling gesucht. ____________________Wiener Hof. 313 Ein junger kräftiger Bursche gesucht. Näheres bei ________________I. Schmitz, Bleiche. Metzelsuppe heute (Mittwoch) Abend in der 315 Pulvermühle. Üeffentfidjc IJorlräge -es Gewerb- u. Volksbildungsvereins. Freitag den 13. Januar, Abends 8 Uhr, im Saale des Lenz’schen Felsenkellers 326 Zweiter Vortrag: Herr Neallehrer Kahl über die segensreiche Wirksamkeit des deutschen Schulvereins. ____Jedermann ist zur Theilnahme eingeladen.________Die Vorstände. Krieger-Kerem Gichm.^ Samstag den 16 Januar, Abends 7*/2 Uhr: im Cafe Leib. Theater, lebende Bilder, Tanz. Nur Vereinsmitglieder mit ihren Angehörigen und geladene Gäste haben Zutritt. Die BereinSabzeichen find anzulegen.327 Alice-Verein. Erster Vortrag: Mittwoch den 13. Januar, Abends 8 Uhr im Großen Saal des Gymnasiums über: „Die kirchliche Beurtbeilung des Gigenthums und der Armuth im Mittelalter und ihre Folgen". Herr Professor Dr. Harnack. Familienkarten für die 4 Vorträge: Für 1 Person ä 2 2 Personen ä 3 «X, 3 Personen ä 4 u. f. ro., Einzelkarten für 1 Vortrag ä 1 bei Herrn Ferber (Kirchenplatz), Herrn Rudolph (Neuenweg) und Herrn Balz (Fehsenfeld, Seltersweg). > 263 Der Vorstand. Eine MensabriK sucht für den Verkauf ihrer Fabrikate einen geeigneten Agenten. Offerten an die Exped. d. Bl. 311 Verloren Amethystkreuz Sonntag Klein^Lindencr Weg. Wiederbringer gute Belohnung. 324 Schtllerstraße 20 II. 309 Eine Wohnung von 3 Zimmern mit Zubehör, in gutem Hause, zu miethen gesucht. Schrift!. Offerten mit angnbe in die Exped. d. Bl. erbeten. Mittwoch den 13. Januar 188(1, Abends 9 Uhr, Monatssitzung. Tagesordnung: Gabelsberger's Geburtstagsfest. Vereinsangelegenheiten. 310___Der^Borstand. 307 Ein junges Diädchen, w. die höhere Töchterschule abwlvirt hat, wünscht jüng. Schülerinnen bei Beaufsichtigung d. Schul- arb. behülflich zu sein. Näheres zu erfragen in der Exped d. Bl.__ Gründlichsr Clavirrunterricht wird von einem Herrn billigst ertheilt, der sich gleichzeitig im Gesellschaftsspielen empsieM- Näh, in der Erp, d. Bl. 306 317 Ein Lehrling mit guten Schulzeugnissen kann sofort oder pr. Ostern d. I. bei mir cintreten. Ein jung. Mann, welcher einjährige Berechtigung hat, erhält den Vorzug und sofortige Salair-Der- gütung. S. Katzenstcin, Holzhandlung. Zu miethen gesucht ein Laden in guter Lage per so- oder in Bälde. 328 Offerten werden unter A. M. «L durch die Erpep. d. Bl. erbeten. 332 Ein Dienstmädchen, das kochet kann und die Hausarbeit gründlich ö?r5'4 steht, wird gegen guten Lohn gesucht. Wo? Zu erfragen in der Exp. d. Bl. Metzelsuppe Mittw och den 13. Januar im 333 Frankfurter Hof. A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei lFr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Zurrst vor lohen Nr NncM )u geben. Vorlage ü fall« miebi De Monopol-! bin, WOb höjivUNkt mMtnbi Mung bi D Poriage W bi Samsto Wotioin von feil Somitiillu mojl notj weitgehi «ahme-l fliwnit t bes Rein Luch die denn 6er börbe A iNrer der Schn Orkans | bchanW Nerbem Austen u tyon hier «neu (0Ci( Seiten, a b'i Slom roie fie, feit» um feitä wi| •""-bn. tage ju t °Eeicht i ba tüuin eine kN