Nr. 36 Freitag den 12. Februar Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. D«re««r Tchulßraß» 7. Erscheint ILgittch mit RoSiuchme deS Monta-A. PreiO vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringrrio^l Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher I 8 eil. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium der Innern und der Justiz hat der Arbeiter-Versicherungsgesellschaft „Nordstern" in Berlin die nachgesucht- Erlaubnis zum Geschäftsbetriebe im Großherzogthum auf Widerruf ertheilt. Gießen, am 10. Februar 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. _____ Bekanntmachung. Nachdem Großherzogliches Ministerium der Innern und der Justiz dem Verein für Geflügel- und Vogelzucht zu Mainz die Erlaubniß zur Veranstal- tung einer Verloosung von Geflügel, Sing- und Ziervögeln, Käfigen rc. in Verbindung mit der von dem Verein für den Monat Marz L I. m Aussicht genommenen Geflügelausstellung, unter der Bedingung ertheilt hat, daß nicht mehr als 15 000 Loose ü 50 H ausgegeben werden dürfen und mindestens 66%. des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind, so wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Vertrieb der Sooft im Großherzogthum gestattet worden ist. Gießen, den 10. Februar 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Bsekmann. ____ Bekanntmachung. Nachdem Grobherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz der Preußischen Hazel-Versichenmgsgesellschaft in Berlin die nachgefuchte Erlaubniß rum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum auf Widerruf ertheilt hat, so wirb dies hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, am 10. Februar 18*6. Großherzogltches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. __ Bekanntmachung. XGH In Gemäßheit des $ 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiormk nachstehende Durchschnittsmarktpreise vom Monat Januar veröffentlicht: Hafer JL 13.90, Heu JL 5.80, Stroh JL 3.60 pro 100 Küo-ramm. Gießen, am 9. Februar 1886. Gr,Herzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. „, Politische Ueberskcht. Gießen, 11. Februar. Der Reichstag beschäftigte sich am Montag, ehe er in die dritte Lesung des Etats eintrat, mit der dritten Berathung des Gesetzentwurfes, wonach das Reich die Bürgschaft sür die Zinsen u. s. w. einer egyptischen Staatsanleihe übernimmt. Während der Entwurf in erster und zweiter Lesung genehmigt worden war, wurden diesmal verschiedene Bedenken geltend gemacht und Abg. Dr. Windthorst hatte nicht so Unrecht, wenn er aussührte, daß bei dm unsicheren Zuständen Egyptens die Frage, ob Deutschland sür dieses Land die Summe von 9 Millionen Pfund Sterling (180 Mill. Jb.) garantiren solle, ernst zu nehmen sei. Der Entwurf gelangte schließlich an die Budget»Com- mission zur eingehenden Prüfung. Die hierauf folgende Generaldiscusston über den Etat füllte die ganze übrige Sitzung aus und berührte, wie dies nun einmal bei diesem Anlässe üblich geworden ist, die verschiedensten Fragen. Der erste Redner, der socialdemokratische Abg. Liebknecht, streifte die polnische Frage und die Lage der Deutschen in den Ostsee'Provinzen und suchte im Weiteren die deutsche Politik dafür verantwortlich zu machen, daß kleine deutsche Kapitalisten ihre Ersparnisse in russischen Papieren angelegt hätten, obwohl doch Rußland seinem Bankerott entgegengehen müsse. Der Führer der Reichspartei, Herr v. Kardorff, wandte sich hauptsächlich gegen gewisse in zweiter Lesung beim Militär- und Marine-Etat gemachte Abstriche und beleuchtete die Obstructions- Politik des Reichstages h der Steuersrage. Schließlich suchte er nachzuweisen, weshalb die Haltung des Reichstages den Reichskanzler bestimmen müsse, den Schwerpunkt seiner Aktion aus jenem mehr in den preußischen Landtag zu verlegen. Von Seiten des Centrums wandte sich Abg. Dr. Windthorst in längerer Rede gegen die Ausführungen Kardorff's und streifte im ferneren Verlaufe leiner Rede die Colonialpolitik, den Culturkampf und die Polen-Ausweisungen und ließ sich dann über die Stellung des Reichstages aus, wobei er am Schluffe an die Versöhnlichkeit Aller appellirte. Von Seiten der Deutsch-Freisinnigen bekämpfte Abg. Hänel ebenfalls die Ausführungen Kardorff's und. betonte namentlich, daß sich der Reichstag gegenüber den ihn bedrohenden Angriffen fest halten müsse. Auch sein Parteigenosse, Abg. Rickert, kritisirte in scharfer Weise die Aeußerungen des freiconservativen Führers, speciell diejenigen über die ObstructionS'Politik des Reichstages und gab gerade Herrn v. Kardorff die Schuld an dieser ObstructionS'Politik. Weiter rechtfertigte der Redner die Polen-Resolution der Reichstags-Mehrheit und bezeichnete es als eine Pflicht seiner Partei, dem Reichskanzler Opposition zu machen Angesichts der Versuche desselben, das Ansehen des obersten Parlaments herabzudrücken. Namens der Nationalliberalen plaidirte Abg. Dr. v. Lentz hauptsächlich für Bewilligung der in zweiter Lesung gestrichenen Avisos und den Beschluß in der Reihe der Redner machte der deutschconservative Abg. v. Helldorf, welcher darauf hinwies, daß der Reichstag keine hohe Finanzpolitik zu treiben, sondern die Finanzquellen des Reiches zu entwickeln und zu vermehren habe. Die Generaldiscusston trug im Allgemeinen einen recht ruhigen und sachlichen Charakter und kann man nur wünschen, daß sich auch die Specialberathung des Etats in dritter Lesung in dieser Richtung sortentwickeln möge. Dem Reichstage ist nun der Antrag der Anhänger der Doppelwährung, die Regierung zu einer erneuten und eingehenden Prüfung der Währungssrage aufzusordern, zugegangen. Er ist von den Abgg. v. Huene (Centrum), v. Kardorff (Reichspartei) und v. Manteuffel (conserv.) eingebracht und von anderen Mitgliedern dieser Fraktion unterstützt. Die sich ziemlich normal entwickelnde Specialberathung des Etats im preußischen Abgeordnetenhause dürfte durch den „Schwerinstag" vom Mittwoch eine etwas stürmische Unterbrechung erlitten haben. An demselben stand der Antrag des Centrums auf präcisere Fassung von § 27 der Geschäftsordnung zur Debatte; letzterer bestimmt, daß Anträge, welche eine Geldbewilligung bezwecken, der Budget-Commission überwiesen werden müssen. Bekanntlich hatte die verschiedene Auslegung dieses Paragraphen am dritten Tage der Polendebatte des Abgeordnetenhauses zu einer äußerst animirten Geschäftsordnungs- debatte geführt und jedenfalls wird die Mittwochssitzung eine Wiederholung derselben gebracht haben. — Im Abgeordnetenhause wurde für Mittwoch auch die Einbringung der Regierungs-Vorlagen, betr. den Schutz des Deutschthums in den östlichen Provinzen Preußens, erwartet. Reben der Ansiedelung kleiner deutscher Landwirthe, wofür ein sehr erheblicher Fonds flüssig gemacht werden soll, handelt es sich ferner um die Vermehrung der deutschen Schulen und Lehranstalten in jenen LandeStheilen und um einige andere Maßregeln zur Hebung des geistigen Lebens der deutschen Bevölkerung daselbst. So sollen wissenschaftliche und künstlerische Bestrebungen gefördert und u. A. eine Anzahl deutscher Theater subventionirt werden. Die Ausschüsse des Bundesraths sind am Montag in die zweite Lesung des Branntwein-Monopol-Entwurfs eingetreten. Ueber das Ergebniß der ersten Lesung hört man nur, daß viele Abänderungs-Anträge gestellt und angenommen worden sind. In dem Landesverraths-Proceß Sarauw-Röttger vordem Reichsgericht zu Leipzig fanden am Montag die Plaidoyers statt. Reichsanwalt Treplin beantragte gegen Sarauw 12 Jahre Zuchthaus, 12 Jahre Ehrverlust, gegen Nötiger 1 Jahr Gefängniß und 1 Jahr Ehrverlust. Die Verteidiger plaidirten für Freisprechung, resp. für mildernde Umstände. Das Urtheil soll an diesem Donnerstag verkündigt werden. Nachdem Spanien durch den von Deutschland anerkannten Schreds- spruch des Papstes der factische Besitz der Karolinen-Inseln zugesprochen worden, war, ergab sich für Deutschland die Nothwendigkeit, seine Flagge auf Dap und anderen Inseln dieser Gruppe wieder einzuziehen. Der Befehlshaber des deutschen Südsee-Geschwaders hat nun den Auftrag erhalten, ein Schiff zur Herab- nähme der auf den Karolinen-Inseln gehißten deutschen Flaggen zu entsenden und wird diese Nachricht in den Madrider Regierungskreisen mit Genugthuung ausgenommen worden sein, während sie in Deutschland einigermaßen gemischte Empfindungen Hervorrufen dürfte. Der dänische Reichstag ist am Montag geschloffen worden, ohne daß der Versaffungs'Conflict zwischen der Regierung und der radikalen Mehrheit der Volksvertretung irgendwie gemildert worden wäre. Da dieselbe das Budget verweigert hat, so sieht sich das Ministerium Estrup genöthigt, Namenr 2es Königs ein provisorisches Finanzgesetz zu erlassen, um die Staatsmaschine überhaupt im Gange zu erhalten. Die Veröffentlichung des Gesetzes wird noch im Lause dieser Woche erwartet. Moskau, 10. Februar. Die Wittwe Aksakows erhielt nachstehendes Telegramm vom Czaren: „Mit Herzeleid erfuhren die Kaiserin und Ich den plötzlichen Tod Ihres Mannes, welchen wir als ehrlichen und den Interessen Rußlands ergebenen Mann achteten. Gott verleihe Ihnen Kraft, diesen schweren Herzensverlust zu ertragen." Die Einsegnung der Leiche Aksakow's findet am Freitag in der Univerfitätskirche statt. Dieselbe wird darauf nach dem Kloster Troikkaja Sergieno übergeführt, wo sie am Samstag beerdigt wird. Hierzu haben sich zahlreiche Delegirte der Presse und andere Deputationen aus Rußland angemeldet. Reichs tag. E. R. Berlin, 10. Februar 1886. In der heutigen Verhandlung wurde die einen wesentlich akademischen Charakter tragende Verhandlung über die Währungsfrage fortgesetzt. Abg. Sch alscha (Ctr.) gab ein sehr detaillirtes Bild des angeblichen Nachtheils, in dem sich der Handel mit den asiatischen Silberländern befindet, die Machtstellung eines Staates im Sinne des Verkehrs und des politischen Einflusses sei keineslvcgs von der Goldwährung abhängig. An der Entwerthung des Silberprcises, von der Finanzminister v. Scholz' gesprochen, trage Deutschland eine Mitschuld. Aus den zu Gunsten der Doppelwährung eingegangenen Petitionen spreche vielfach die Ueberzeugung, ^daß man an der letzten Grenze der Concurrenzfähigkeit angelangt sei. Geh. Ober-Regierungsrath Sch raut bezeichnet die Befürchtung, die von bi- metallistischer Seite an das Fortbestehen der Goldwährung geknüpft werde, als unbegründet. Abg. Lohren (Neichspartei, aber Anhänger der Goldwährung): Bei Einführung der Doppelwährung würden Viele erheblichen Gewinn einstecken, die unter der Entwerthung des Silbers gar nicht gelitten; auch würde alles Gold aus Deutschland nach Silberwährungsländcrn abfließen. Abg. v. Kar dorff (ReichSpartei, Bimetallist): Die Rede des Finanzministers -D. Scholz war nichts als eine Blüthenlese au§ Bambergers früheren Reden; die Roth ist eine gute Lehrmeisterin und die Landwirtschaft versteht den Einfluß der Goldwährung auf ihre Nothlage sehr gut. In England, dem Goldwährimgslande par excellence ist die wirtschaftliche Krisis am stärksten. Ihifer bester Bundesgenosse ist „die schwere Roth", diese agitirt für^uns; auf der Seite des Finanzministers ist Alles was manchesterlich gesinnt ist. Ob eüe nun unsere Resolution annehmen oder nicht, ist gleichgültig; die Hauptsache ist für uns, wie sich der Reichskanzler zu der Sache stellt und da hoffen wir, daß er mit seiner mächtigen Hand die ^>ache in unserem Sinne betreiben wird. Abg. Auer (Soedem.) führt aus, daß das Bestreben der Bimetallisten dahin ziele, die Producte des Ackerbaues zu steigern, dadurch würden aber indireet die Löhne herabgesetzt und deshalb werde er mit seinen Freunden jedwedem Rütteln an der Goldwährung Widerstand leisten. Abg. Bamberger (dfr.): Der Antrag an die Negierung ist ein Verlegenheitsantrag der Bimetallisten, der bei seiner unpersonellcn Fassung gar keinen Zweck hat. Wer von der Reichsregierung soll denn das ermitteln und die Währungsfrage prüfen ? Haben die Antragsteller vielleicht die Idee, daß der Herr Reichskanzler noch etwas lernen kann? (Große Heiterkeit.) Der jetzige Antrag hat nur den Zweck, einen hohen Machtspruch im Sinne des Biinetallismus zu provoziren; die wüste Agitation, die in die Massen getragen wird, macht dem deutschen Volksgeist keine Ehre. In Frankreich überläßt man die Entscheidung den Sachverständigen; die hiesige Agitation will, da sie nicht mit guten Gründen wirken kann, durch einen Machtspruch ihren Zweck erreichen. Um 6 Uhr wird die weitere Berathung auf Donnerstag den 11. d. Mts. vertagt. Telegraphische Depeschen. Wolff'» telege. Corrrspondrnz-Bureau» Berlin, 10. Februar. Im Abgeordnetenhause wurde der Antrag Schorlemer und der Antrag Dziembowski, betreffend die Ueberweisung des $ 27 der Geschäfts- srduung an die Geschäftsordnungs-Commission bcrathen und beschlossen, den Antrag Dziembowski an die verstärkte Geschäftsordnungs-Commission zu verweisen. Für den Antrag schorlemer waren dieser, sowie Hänel, Windthorst und Bachem einZetreten, während Gneist, Zedlitz, Francke und Rauchhaupt denselben bekämpsten und den Antrag Dziembowski befürworteten. Fortsetzung morgen um 11 Uhr. Etat. — In der Motivirung des Gesetzentwurfs über die Colonisation der östlichen Provinzen wird auf die fortschreitende Ausbreitung der polnischen und die Verdrängung der deutschen Nationalität hingewiesen, was eine umfassende Abwehr fordere. Die früheren analogen Versuche hatten nicht die volle Wirkung, namentlich wegen zu geringer Fonds. Die Verwendung von Staatsdomänen und forstfiskalischer Grundstücke werden nur in beschränktem Umfange ausführbar sein; vielmehr fei die Bereitstellung von Staatsmitteln zum Erwerbe von Grundstücken erforderlich. Der Staat müsse durch Anzahlungen von Goldrenten oder mäßige Verzinsung sichergestellt werden, der- felbe verzichte aber andererseits auf alle finanziellen Vortheile. Die Aufgabe könne nur dann glücklich gelöst werden, wenn der Staatsregierung in der Disposition über die Mittel vorbehältlich der Rechenschaft an den Landtag möglichst freie Hand bleibe. Die geforderten 100000000 X würden für den Erwerb von mindestens 200,000 Hec- tare ausreichen. München, 10. Februar. Die Kammer der Abgeordneten beriet!) in der heutigen Sitzung den ÄuSschußantrag, die verschiedenen Petitionen gegen daS Branntweinmonopol der Negierung zur Würdigung und thunlichsten Berücksichtigung zu überweisen. Abgeordneter Schauß beantragt, von dem Ausschußantrag die Worte „zur thunlichsten Berücksichtigung" zu streichen. Der Finanzminister von Riedel erörtert die Lage der Sache , und empfiehlt Vertagung, bis ein Beschluß des Bundesraths vorliege. Die bayerische Regierung könne zwar in dieser Angelegenheit im Bundesrath nicht mitstimmen, habe aber an den Ausschußberathungen des Bundesraths Theil genommen. Bayern würde etwa zwanzig bis dreißig Millionen auS dem Ertrage erhalten. Die Fabrikatsteuer sei in Bayern nicht einführbar. Es sei sehr unrichtig, zu behauvten, daß die mittleren und kleinen Bauern durch das Monopol geschädigt werden würden. Im Gegentheil wolle der Bundesrath einstimmig Süddeutschland einen höheren Preis gewähren. Spiritus für Gewerbszwecke werde nicht zum Monopolpreise verkauft und würden überhaupt die Wünsche der Industrie berücksichtigt werden. Der Malzaufschlag werde Bayern wider seinen Willen nicht genommen werden. Bezüglich dieses Punktes wäre die Diskussion ebenfalls verfrüht. Der Finanzminister schloß mit der Mahnung, über eine so hochwichtige Sache nicht allzu rasch einen Entschluß zu fassen. Die Diskussion wurde auf morgen vertagt. Siegen, 10. Februar. In dem Processe gegen den Redacteur des „Siegener 'Volksblatt", Bommert, wegen Beleidigung des Hofpredigers Stöcker hat das Gericht aus Freisprechung des Angeklagten erkannt. Kopenhagen, 10. Februar. Durch einen königlichen Erlaß wird das Ministerium ermächtigt, zur Abhilfe der Arbeitslosigkeit die von der Negierung beantragten Arbeiten soweit möglich von dänischen Arbeitern in's Werk setzen zu lassen. — DaS vom Könige erlassene provisorische Finanzgesetz ermächtigt die Regierung, für den noch übrigen Theil des gegenwärtigen Finanzjahres die bestehenden Steuern und Abgaben weiter zu erheben und alle nothwendigen Ausgaben aus der Staatskasse zu bestreiten. Paris, 10. Februar. Das „Memorial de Loire" erfährt, die Regierung habe definitiv beschlossen, die Grasgewehre in Repetirgewehre umwandeln zu lassen. Die Waffenfabrik in St. Etienne habe Befehl erhalten, sich für die Vornahme der Urn- wandelung einzurichten. Der Preis für die Umwandelung stelle sich auf 25 Francs 3>er Gewehr. — Der „Agence Havas" zufolge stimmt Frankreich der Personal-Union von Rumelien und Bulgarien zu, vorausgesetzt, daß sämmtliche andere Mächte ebenfalls zustimmen, andernfalls würde Frankreich sich die Actionsfreiheit wieder vorbehalten. — „National" und „Liberte" behaupten, die Negierung werde betreffs der Prinzenausweisung nöthigenfalls die Cabinetsfrage stellen. — Der Marine - Minister ordnete den Bau von 21 Torpedobooten erster Klasse an. London, 10. Februar. Um weiteren Nuhestörungen vorzubeugen, sind starke Polizeikräfte aufgeboten, auch wird für alle Fälle Eavallerie bereitgehalten. In Dept- ford finden starke Ansammlungen statt. Die Brücken werden indessen von zahlreichen Polizeimannschaften besetzt gehalten, um zu verhindern, daß diese Massen nach London hineingelangen. Der Umstand, daß den ganzen Tag über in allen Theilen Londons dichter-Nebel herrscht, läßt die Situation beunruhigender erscheinen, als sie unter anderen Umständen wohl aufgefaßt würde. Es heißt, daß heute Abend gegen mehrere Socialisten- führer Haftbefehle erlassen worden sind. London, 10. Februar. Dem „Daily Telegraph" zufolge beabsichtigt die Regierung, die Socialisten, welche am Montag in Trafalgar Square und im Hydepsrk aufiührerische Reden hielten, in Anklagestand versetzen zu lassen. — Die „Times" erfährt, dem griechischen Ministerpräsidenten Delyanuis sei von dem Staatssecretär deS Auswärtigen, Lord Rosebery, mitgetheilt worden, das neue englische Cabinet werde die von Lord Salisbury in der Behandlung der Balkanangelegenheit befolgte Politik fortsetzen, die dem Befehlshaber der englischen Flotte von Lord Salisbury ertheilten Instructionen würden unverändert aufrecht erhalten und unbedingt ausgeführt werden, falls die Gelegenheit dazu entstehen sollte. — Auf heute Abend schlossen die Juweliere und Goldschmiede in einigen Stadttheilen ihre Läden mit Anbruch der Dunkelheit, da man ein Eindringen von Volksmassen aus den südwestlichen Vorstädten, sowie aus dem Stadttheil Southwark in die City befürchtet. Univerfität» - GhrvnLk. — Der bisherige außerordentliche Prof. Dr. Hermann Diels in Berlin ist zum ordentlichen Professor in der philosophischen Facultät daselbst ernannt worden. ' Lokale». Gießen, 11. Februar. [Verberge zur Heimath.j Wie wir neulich schon mit- theilten,' hat sich die hiesige Bäckerinnung mit einer gemeinschaftlichen Zeichnung von 500 X. an dem Neubau der hiesigen Herberge zur Heimat!) beteiligt. Es ist das um so erfreulicher, als die Handwerkskreise unserer Stadt mit wenigen Ausnahmen sich dieser Angelegenheit gegenüber bisher ziemlich zurückhaltend gezeigt' haben. Sollte das Beispiel der Bäckerinnnng nicht Nachahmung bei unseren Handwerksmeistern finden* Aus ihr Interesse ist doch die Herberge vor Allem angewiesen, denn sie will docu in erster Linie dem Handwerk dienen und zur Erhaltung eines ehrsamen Handwerkerstandes behilflich sein. Es hat ja auch bisher nicht an Beweisen davon gefehlt, daß. unsere Handwerksmeister das anerkennen und daß man der Herberge zur Heimath unter ihnen Vertrauen schenkt. Der Handwerkerstand hat sich auch in Gießen, wenigstens in manchen Zweigen, noch seinen goldenen Boden zu erhalten gemußt, so daß eine Unterstützung eines so sehr in seinem Interesse gelegenen Werkes gewiß nicht zur Unmöglichkeit gehört. Wir geben zur Erwägung, ob nicht wenigstens eine solche gemeinsame Betheiligung der Genossen eines Handwerks noch in größerer Zahl möglich wäre. Es hat bisher wohl nur an der Anregung dazu gefehlt. Gießen, 11. Februar. Die von der Jnteressentenversammlung am 20. v. M. beschlossene Petition gegen das Branntweinmonopol wurde mit 185 Unterschriften von Interessenten versehen heute an den Herrn Reichstagsabgeordneten Buderus abgesandt. In dem Begleitschreiben, worin derselbe um Ueberreichung der Petition an den hohen. Reichstag gebeten wird, wurde gleichzeitig der Zuversicht Ausdruck gegeben, daß der Herr Abgeordnete in der Verurtheilung eines Branntweinmonopsls, in welcher Form immer es auch vorgelegt werden sollte, mit den Petenten einig gehen und jede derartige Vorlage ablehnen möge. Gießen, 11. Februar. (Bazar.). Die Einnahmen uiib der Besuch des vorzüglich arrangirten Wohlthätigkeits-Bazars übersteigen alle Erwartungen. Den ein- gehenden Bericht unserer speziell hierfür gewonnenen Correspondentin werden wir folgen lassen. Die Redaction. Vermischte S» Mainz, 8. Februar. Ein unheimlicher Fund wurde am Samstag Nachmittag auf dem Dachboden eines Hanfes in der......straße gemacht. Dort war ein Dachdeckerlehrling beschäftigt, einen schon seit langer Zeit daselbst lagernden Schutthaufen wegzuräumen, als er plötzlich auf die Reste eines menschlichen Gerippes stieß. Er rief erschrocken seinen Meister herbei rind mit dessen Hilfe kam nun ein ziemlich gut erhaltener Rumps lammt Kopf, sowie ein Arm zum Vorschein; der eine (linke) Arm, sowie die Beine fehlten. Die Behörde wurde alsbald von dem Funde in Kenntniß gesetzt, nahm den Thatbestand auf und leitete eine Untersuchung ein, die hoffentlich recht bald einige Aufklärung über die mysteriöse Sache bringt. (M. Anz.» Eberbach a. N., 5. Februar. Die Frau eines Briefträgers von Neckargerach sprang heute mit 2 Kindern in den Neckar und alle fanden darin ihren Tod. Eines der Kinder wurde unterhalb Ebcrbach gelänget, die Frau mit einem Kinde im Arme unterhalb Gerach. Motiv der schrecklichen That noch unbekannt. Marburg, 7. Februar. Seit 14 Tagen ist der königliche Förster und Raute- meister Herr Andros aus Spangenberg mit feinen dort ftationirten, auf Wildsauen sehr gut dressirten königlichen Saufängern hier im Kreise Marburg anwesend, um unter den hier in Menge vorhandenen schwarzen Gesellen einmal gehörig aufzuräumen. Begünstigt durch den täglich frisch gefallenen Schnee, wodurch den hiesigen Herren' Förster das Einkreisen der Sauen erleichtert wird, sind denn auch bislang recht gute Resultate erzielt und in den Oberförster-Bezirken mit Hilfe dieser Hatzhunde circa 36 Sauen zur Strecke gebracht. Die berechtigten Klagen der hiesigen Landwirthe über den angerichteten Wildschaden durch diese lästigen Schwarzkittel werden nun wohl vorläufig ein Ende nehmen. Interessant ist es für einen Waidmann, mit anzusehen wenn die abgerichteten Hunde eine San umringen, den günstigen Moment wahrnehmen und wie auf Commando dann zu fassen und zerreißen so die gröbste San in Fetzen, wenn sie nicht gleich durch einen hinzukommenden Hundewärter oder Treiber abgcnommen wird. 9?itr Schade, daß hierbei so mancher theure, gute Hund von einem Keiler tödtlich geschlagen wird und verloren geht. Alle Ehre macht es dem Raute- meister, sämmtliche Hunde auf Hornsignale einzuexerciren, jedetl Ton verstehen sie was bei einer Hatze von 30 Stück viel sagen will. (O. g.) — Wie das „Weißens. Kreisbl." erfährt, beabsichtigt der deutsche akademische Turnerverband das von der Stadt Nordhausen abgelehnte Turnfest zu Pfingsten in Weißenfels abzuhalten und soll zu diesem Zwecke Ende voriger Woche eine Deputation von der Universität zu Berlin dort anwesend gewesen sein, um die nöthigen Besichtigungen dort vorzunehmen. Als Festplatz soll der neue Schützenplatz in Aussicht genommen fein, in der Hoffnung, daß die Bereinigten Schützengilden als Eigenthumer dieses Platzes ihre Genehmigung dazu erthcrlen. Handel und Verkehr. Limburg, 10. Februar. Rother Weizen X 14 60, weißer Weizen JL 00.00. Korn uVL 10.10, Gerste X 8.00, Hafer X 6.45, Kartoffeln ä 100 Pfund X 00» Erbsen ä 100 Pfund X 00.00. ' Frankfurt, 10. Februar. Auf dem heutigen Markt kosten: Kartoffeln per Malter X 4.50—5.00, Eier das Hundert X 5.50—8.00, Butter per Pfund X LOO bis 1.20, Weißkraut per Stück 15—20 Rothkraut per Stück 20—25 4, Kohlrabi Stück 0—0 H, Ochsenfleisch per Pfund 50-70 H, Kuh- u. Rindfleisch 50-60 Kalbfleisch 40—60 Schweinefleisch 70—75 Hammelfleisch 50—70 H, 1 Hahn X 0.70—1.80, 1 Huhn X 1.20—2.20, 1 Ente X 3.00—3.50, 1 Gans X 6.00—8 50 1 Taube 40-60 Welsche X 5.00-12.00. ' Einträge in das Handelsregister des unterzeichneten Gerichts. 1- Friedrich Gregori Wittwe ist an Stelle ihres verstorbenen Mannes als Theilhaberin dec Firma „MoritzGregori und Sohn" in Gießen eingetreten unter Ueber- nahme aller Äctiven und Passiven zu ihrem Antheil. Sie zeichnet die Finna. 2. Die Firma „Hein und Kurz" zu Gießen ist gelöscht. Gießen, den 8. Februar 1886. Großh. Amtsgericht Gießen. ________Gebhardt______960 Holzverfteigerung im Gießener Stadtwald» Montag den 15. Februar 1886, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den Districten Bannwald, Steinertswald und Strangs wiese nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz. Scheith. Priigelh. Stock!) Neish. 9tmtr. Nmtr. Nmtr. Wellen Eichen 19 66 22 17 Nadel 9,2 66,4 34 8670 Aspen 5 2 1 — 8. Bau-, Werk- und Nutzholz. 138 Eichenstämme mit 25,90 Festm. (für Wagner geeignet), 405 Fichtenstämme mit 166,8 Festm., 14 Birken stämme ,, 3,45 ,, 1 Aspen stamm „ 0,53 „ 13 Eichenstangen „ 1,07 „ 636 Fichtenstangen „ 27,47 „ Die Zusammenkunft ist an der Strangswiese. Gießen, ani 9. Februar 1886. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. A. Heß, Beigeordneter. 930 Holzverfteigerung. Mittwoch den 17. und Donnerstag den 18. Februar soll im Leih gestern er Gemeindewald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 1. 7 Eichen-Stämme mit 2,08 Festm., 2. 51 Nadel^StäMme mit 15,50 Festm., 3. 481 Nadel - Derbstangen mit 16,22 Festm., 4. 128 Nadel - Reisslängen mit 1,72 Festm., 5. 6 Rmtr. Eichen-Scheit, 6. 23 „ Nadel- „ 7. 412 „ „ Knüppel, unter welchen 20 Raummeter von 3 Mtr. Länge, 8. 200 Buchen-Wellen, 9. 500 Eichen- „ 10. 12060 Radel- „ 11. 20 Rmtr. Eichen-Stock, 12. 87 „ Nadel- „ Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr in Abtheitung Mühlberg. Leihgestern, am 10. Februar 1886. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. _____________Heß.__________973 Freitag den 12. Mär;, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien des Johann Adam Hermann dahier Flur II/64,i 862 Mtr. Grabgarten, Lap- gärten am Wißmarer Weg. Flur 11/64,5 250 Mtr. Hofraithe daselbst meistbietend versteigert werden. Gießen, den 28. Januar 1886. Großherzogliches Ortsgericht. 659 Müller. Gin Garten am Rodberg zu verkaufen. Näheres bei Julius Hoo-, Markt 12. 887 Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Unter - Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes vorn 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Actiengesellschaft BuderuS'fche Eisenwerke zu Main-Weser-Hütte bei Lollar unterm heutigen Tage mit dem Braunkohlen-Bergwerk Villingen und den Eisen- und Manganerz-Bergwerken Zwilling, Gruner und Wieseck II in den Gemarkungen Villingen, Schifsenberg und Wieseck, Kreises Gießen, beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihungen müssen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht der Situationsrisse bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 22. Januar 1886. Großherzogliche Obere Bergbkhörde. Lotheisen. 959_____________________________________________Tecklenburg. Oeffentfidje Vorträge des Gewerbe- und Volksbildungs-Vereins. Dieystag den 16. Februar, Abends S1/2 Uhr präeis, im Saale des Lenz’schen Felsenkellers. Vortrags Herr Dr. Sonne von Darmstadt über: Wein und seine Bereitung» Jedermann ist zur Theilnahme eingeladen. 965 Die Borstände. Akademischer Gesangverein. Die nächste und letzte Klavierprvbe zum „Manfred" findet Donnerstag den 18. um 8 Uhr, die Probe mit Orchester am 19. d. Mts. um 7 Uhr statt. 968 Der Vorstand. MohWtigkkils-Razar. Freitag den 12. Februar, Nachmittags 5 Uhr: Versteigerung der nicht verkauften Gegenstände und Vsrlooswag. Alle Besitzer von Loosen sind freundlichst ersucht, zu kommen, um die ev. Gewinne sofort in Empfang zu nehmen. ____Das Comite. Herren- u. Damen-Wasche. Durch (inen günstigen Gelegenheitskauf bin ich in der Lage @i«» Prima Herren Hemften, @in« P°ii« prima Damen-LjemSen außergewöhnlich billig verkaufen zu können. 805 jPfte EKiwgere Holz-Versteigerung in der sürfll. Bberförsterei Lich. Im District „Hard" soll nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Montag den 13. Februar Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen Buchen 22 277 37 1880 Eichen — 86 185 5240 Nadelholz - 2 6 350 Dienstag den 16. Februar [ 54 Eichenstämme von 15—49 cm Durchmesser, mit 25,39 fm, 33 Fichten-, Kiefern- und Lärchenstämme von 15—31 cm Durchmesser, mit 10,09 fm, 84 Eichenstangen mit 6,01 fm und 772 Fichten-, Kiefern- und Lärchenstangen mit 28,98 fm Inhalt. Zusammenkunft jedesmal Morgens 10 Uhr bei Kolnhausen. Lich, am 6. Februar 1886. 891 Wimmenauer, Forstrath. 9<17 Ein braves fleißiges Mädchen auf 25. März gesucht. Julie Adami, Südanlage 19. Ball-Blumen in großer Auswahl zu sehr billigen Preisen. 806 Ph. Edinger. Fleischpepton I Dr. Koch’s und Kemmerich’s. g Medicinsl-Drogerie | von 809 | ÄOtto Schaaf, Seltersweg 39. Hur > Mark! 300 Dtzd Teppiche in reizendsten türkischen, schottischen und buntfarbigen Mustern, 2 Me'er lang, IVa Meter breit, müssen schleunigst geräumt werden und kosten pro Stück nur noch 5 Mark gegen Einsendung ob. Nachnahme- Bettvorlagen dazu passend. Paar 3 Mark. Adolf Sommerfeld, Dresden. Wiederverkäufern sehr enrpfohlen. 963 HolZdersteigcruug. Dienstag den 16. und Mittwoch den 17. d. M. werden in den Ober-Bessinger Gemeinde-Waldungen versteigert: 264 Eichenstämme von 15—53 Ctm. Durchm. und 5—18 Mtr. Länge, 21 Buchenstämme von 36—69 Ctm. Durchm. und 4—5 Mtr. Länge, 2 Fichtenstämme von 16—22 Ctm. Durchm. und 8—11 Mtr. Länge, 3 Radelstämme von 15 — 25 Ctm. Durchm. und 3—5 Mtr. Länge, 147 Eichen-Derbstangen von 7—14 Ctm. Durchm. und 3—13 Mtr. Länge, 31 Nadel - Derbstangen von 7—13 Ctm. Durchm und 5 Mtr. Länge, 297 Nm. Buchen-Scheiter, 221 „ „ Knüppel, 41 „ Eichen- „ 632 „ Buchen-Astreisig, 162 „ Eichen- „ 112 „ Eichen- und Nadel-Durch- forstungsreisig, 109,5 „ Buchen-Stockholz, 107 „ Eichen- „ Das Bau-, Werk- und Nutzholz kommt am ersten Tage zur Versteigerung. Der Anfang ist jeden Tag Vormittags 91/2 Uhr im Distrikt Haard bei Holznummer 1. Ober-Bessingen, 9. Februar 1886. Gr. Bürgermeisterei Ober-Bessingen. Kühn. 957 Brernrholz- Versteigerung in drrn Licher Gemeindewald. DounetsLag den 18. l. M werden im Distrikt Großhäuserberg versteigert: 165 Eichenstangen, für Wagnerholz geeignet, 128 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 232 „ „ Knüppel, 50 „ Eichen-Knüppel, 6800 Buchen-Durchforstungswellen, 2375 Eichen-Wellen, 100 Radel-Wellen, 168 Rmtr. Buchen-Stöcke, 24 „ Eichen- „ Der Anfang ist Morgens 9 Uhr am Ronnenröder Weg an der Streit- eckschneise. Lich, den 10. Februar 1886. Großh. Bürgermeisterei Lich. ___________Walz._________964 Verdings- Ausschreibung. Die Bauarbeiten, ohne Lieferung der Hölzer und Oesen, zur Erweiterung des Wohnhauses auf der Obersörsterei Strupbach, hiesigen Kreises, sollen im Wege des öffentlichen Verdings in Einem Loose am Mittwoch, den 17. Febr er., Vormittags 10 Uhr, vergeben werden. Verdingungsanschläge, Zeichnungen, Bedingungen sind bis zur angegebenen Zeit bei dem Unterzeichneten einzusenden. Erstere sind zum Preise von 2,50 .r jetzt D der äuge Pcovinze »eimjdu Die erni in West, nannten weiteren fischen l-iig!, pßichf | natürlich P «irantte R wird r> Üen der Wem ^üehn^ Ritt beh, Nti.gj