Nr. 9. Dienstag den 12. Januar LK86 ießencr Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Schu^-c.»-^Mfrhit «i«.ich mit de« »-«t.g». WdklLst'Wm merteW Betreffend: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetterau. Gießen, am 5. Januar 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Großen-Linden, Grüningen, Holzheim, Hungen. Jnbeiden, Klein-Linden, Langd, Lang-GönS, Langsdorf. Leihgestern, Lich, Mufchenheim, Obbornhofen, Ober-Hörgern, Rabertshausen, Rodheim, Tteinheim, TraiS, Horloff und Utphe. Sie werden, infrweit Sie noch im Rückstände sind, an baldige Einsendung der in unserem Ausschreiben vom 23. August 1880 — Anzeiger Nr. 201 — vorgeschriebenen Tabelle nach dem unten abgedruckten Muster über die in dem letzten halben Jahre crepirten Thiere erinnert, wobei namentlich in der Spalte „Bemerkungen" die Angabe über die Krankheit des Thieres und die Art der Beseitigung des Cadavers nicht zu vergessen ist. Dr. Boekmann. Tabelle über die in der Gemeinde.......vom.....18 ... Big.....18 . . . crepirten oder getödteten Thiere. Ord.-Nr. Monat Datum Namen der Besitzer Der crepirten oder getödteten Thiere Alter Zahl Gattung Jahre Bemerkungen über Krankheit, wenn solche durch den Thierarzt sestgestellt ist, sowie über die Art der Beseitigung der Cadaver. Deutschland. ][ Darmstadt, 10. Januar. Wie bereits kurz gemeldet, sand gestern Abend 7 Uhr im Weißen Saale des Großh. Schlosses die übliche Neujahrs- Galatafel statt. An derselben nahmen Theil: Se. Königl. Hoheit der Großherzog, Se. Königl. Hoheit der Erbgroßherzog, Ihre Großh. Hoheiten die Prinzessinnen Victoria (Prinzessin Ludwig von Battenberg) und Irene, Ihre Großh. Hoheiten die Prinzen Heinrich, Wilhelm und Alexander von Hessen, Ihre Durchl. die Prinzessin von Battenberg, Se. Durchl. der Prinz Ludwig von Battenberg, Se. Erl. der Gras und Ihre Durchl. Die Gräfin zu Erbach-Schönberg. Außerdem waren Einladungen ergangen an die Spitzen der Militär- und Civilbehörden — (von Gießen war der Regiments'Commandeur Oberst Baron v. Collas erschienen) — und die Obersthof- und Hofstaaten nebst deren Gemahlinnen. Von den eingeladenen Damen nahmen Theil: Freifrau du Thil, Freifrau v. Locquenhien, Freifrau v. Nordeck zur Rabenau, Frau Slaatsminister Finger, Frau Oberconsistorial-Präsident Goldmann, Frau Mini- fterial-Präsident Weber, Frau General-Major v. Werver, Frau Hofceremonien- meister v. Werner, Freiin v. Grancy, Miß Jackson. Von Mitgliedern des diplomatischen Corps, dessen sämmtliche hier accreditirte Vertreter Einladungen erhalten hatten, waren erschienen: Der königl. preuß. Gesandte am großh. badischen Hose Herr v. Eisendecher, welcher gegenwärtig (interimistisch bis zum Eintreffen des neuernannten außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers Le Maistre) auch die hiesigen Gesandtschasts-Geschäste wahrnimmt; der kaiserlich königlich österreichisch-ungarische Gesandte Fürst Wrede; der königl. großbritannische Geschäftsträger Hon-Maffau-Jocelyn. Die Capelle des 1. Großh. Infanterie- (Leibgarde-) Regiments Nr. 115 gab die Tafelmusik. — Der Oberstkammerherr Generallieutenant ä la suite v. Grolman, welcher sich als Vertreter unseres Großherzogs zur Beglückwünschung Sr. Majestät des Kaisers zu Höchstdessen 25jährigem Regierungs-Jubiläum als König von Preußen nach Berlin begeben hatte, ist, mit dem Großkreuz des Königl. Kronenorvens 1. Klaffe ausgezeichnet, von dort zurückgekehrt. Berlin, 9. Januar. Das an der Börse umlaufende Gerücht über eine Erkrankung des Kaisers ist unbegründet. — Bei dem Kaiser und der Kaiserin findet heute Nachmittag 5 Uhr ein Diner von 36 bis 38 Gedecken statt, zu welchem die badischen Herrschaften, der Herzog von Sagau, der russische General Gras Adlerberg und Andere Einladungen erhalten haben. — In den dem Bundesrathe nunmehr zugegangenen Motiven zum Branntwein-Monopol-Entwurf ist der Reinertrag auf 300 Millionen JL veranschlagt. — Der Kaffer empfing Mittags den General Albedyll, dinirte Nachmittags mit den badischen Herrschaften „und nimmt Abends den Thee bei der Großherzogin von Baden ein. — Der Botschafter Courcel ist heute Mittag nach Paris abgereist. Hesteneich. Wien, 9. Januar. In einer gestern unter dem Vorsitze des Kaisers stattgehabten gemeinsamen Minister-Conferenz wurde constatirt, daß bezüglich der Ausgleichs-Angelegenheiten eine Verständigung erzielt worden sei; es wurde geschloffen, über die noch unerledigten Punkte, in Betreff deren eine Vernehmung der Experten nothwendig ist, schriftlich zu verhandeln. Das Zoll- und Handels- Bündniß wird mit wenigen Modificationen aufrechterhalten. Gutem Vernehmen nach beabsichtigen die beiderseitigen Regierungen nach erfolgter Verständigung über die schwebenden Punkte, die resp. gesetzgebenden Körperschaften auszufordern, behufs einer Vereinbarung über die Beitragsquote Regnicolar-Deputa- tionm zu entsenden und denselben gleichzeitig alle den Ausgleich betr. Gesetzentwürfe zu unterbreiten. Ferner wurde beschlossen, auch die Verhandlungen wegen eines Handelsvertrages mit- Rumänien wieder aufzunehmen. Die Verhandlungen bezüglich Erneuerung des Subventions-Vertrages mit dem öster- reichisch-ungarischen Lloyd sind für später in Aussicht genommen. — Die „Polit. Corresp." berichtet aus Petersburg: Die russische Regierung unterbreitete den Cabineten einen Vorschlag, auf gleichzeitige entweder vollständige oder wenigstens theilweise Entwaffnung der Streitkräfte hinzuwirken. — Mijatovic ist hier eingetroffen und reist heute Nacht nach Belgrad weiter. Frankreich. Paris, 9. Januar. Die Zeitungen bestätigen, daß die ministerielle Erklärung folgende drei Punkte besonders hervorheben werde; Reorganisation der Verwaltung in disciplinarischer Beziehung derart, daß derselben ein Zug einheitlicher Leitung ausgeprägt werde; Herstellung des Budget-Gleichgewichts; Ermäßigung der Ausgaben für die Kolonieen durch Errichtung verschiedener Protectorate. Die Erklärung werde diese Ausgabe für das laufende Jahr als ausreichend bezeichnen und rathen, alle anderen Fragen, welche die Einigkeit der republikanischen Partei beeinträchtigen könnten, zu vertagen. Paris, 9. Januar. Der Ministerrath hat heute Vormittag beschlossen, die Wühler derjenigen Departements, deren Deputirtenwahlen für ungiltig erklärt worden sind, zu Neuwahlen aus den 14. Februar zu berufen. — Der Text der den Kammern mitzutheilenden ministeriellen Erklärung wird erst Dienstag festgestellt und soll in den Kammern nach deren Constituirung verlesen werden. — Der Präsident Grevy unterzeichnete heute zahlreiche Ernennungen, betr. Personalveränverungen in den höheren Stellungen der Centralverwaltung des Kriegs- und Marine-Ministeriums. England. London, 9. Januar. (Osficiell.) Die Königin eröffnet das Parlament persönlich. Mrrkgarierr. Philippopel, 9. Januar. Aus Befehl des Kriegsministeriums wird nahezu die Hälfte der Reservisten beurlaubt. Seröien. Belgrad, 9. Januar. Ein Ukar des Königs beruft die Skupschtina auf den 11. Januar ein und vertagt dieselbe zugleich auf 6 Monate. Eine frühere Einberufung für unvorhergesehene Fälle wird vorbehalten. — Der Handelsminister Najovics demissionirte; die Leitung seines Refforts ist dem Justizminister interimistisch übertragen. Anläßlich des WeihnachtSfestes- gratulirte der König dem Ministerpräsidenten persönlich. — Eine Verordnung des Königs stiftet eine goldene und eine silberne Tapferkeits-Medaille. — Aus Zaicar werden abermals Überschreitungen der Demarkations- Linie Seitens bulgarischer Truppen bei Recovica und Kirijevo gemeldet. Italien. Rom, 9. Januar. Der osficiöse russische Vertreter beim Vatikan, Buleneff, ist hier eingetroffen. Türkei. Konstantinopel, 9. Januar. Gadban Effendi reist morgen nach Sofia zurück. Afrika. Sansibar, 9. Januar. Der Reisende Fischer ist nach Australien abgereist. Amerika. Washington, 9. Januar. Senator Eustis brachte im Senate eine Resolution ein, welche erklärt, daß der Congreß der Ansicht sei, die Obligationen, deren Amortisation der Schotzkanzler kürzlich bekannt machte, könnten in Sllber-Dollars zurückgezahlt werden. Die Resolution wurde einer Commission überwiesen. — Der Senat nahm die Bill Edmund's gegen die Vielweiberei an. Die Bill stellt die Mormonensecte unter Curatoren, welche der Präsident ernennt. Reichstag. E. R. Berlin, 9. Januar 1886. Bei der heutigen Verhandlung war das Haus wiederum sehr schwach beseht. Eingegangen ist ein Entwurf, betr. die Ausdehnung der Unfall- und Krankenversicherung auf die land- und forstwirthschaftlichen Arbeiter. Der Antrag des Abg. v. Bcrnuth, die Behandlung der Resolutionen zum Etat von der Geschäftsordnungs - Commission prüfen zu lassen, wird debatteloö angenommen. Bezüglich des Entwurfs eines Gesetzes, betr. die Herstellung eines Nord-Ostsee- Canals, bemerkt Abg. Brö mel (freit): Der vorliegende Entwurf ist für die Entwickelung unserer Wasserstraßen und des Handels sehr bedeutungsvoll. Freilich kann dadurch der erleichterte Import ausländischer Waaren ebenso leicht wieder durch neue Zölle erschwert werden. Leider ist der Vorlage nur eine schwache Befürwortung beigegeben, namentlich vermisse ich den Hinweis auf die Rede des Grafen Moltke vor dreizehn Jahren, welche dieses Project seiner Zeit beseitigt hatte. Warum ist denn nun in der Zwischenzeit seitens unserer Marine nie das Bedürfniß nach diesem Canal betont worden, weßhalb kommt die Vorlage gerade jetzt? Bei unserer Finanzlage ist doch solche Vorlage nicht leicht zu nehmen. Wir müssen die Vorlage des Canals für Kriegs- undHandelsmarine und die Kosten des Projectes abwägen; denn der Vortheil, nur Zeitersparniß zu schaffen, genügt doch nicht für die Anlage. Die nautischen Vereine sind dafür eingetreten, aber nicht die Handelskammern rc. und dann hätten doch erst die abweichenden Ansichten von Hamburg, Lübeck und Bremen über die Möglichkeit einer Finanzabgabe zu einer abschließenden Einigung geführt werden müssen. Von den vielen technischen Schwierigkeiten und finanziellen Rücksichten schweigt die Vorlage ganz. Nach Ansicht des Grafen Moltke ist der Canal nur während der Hälfte des Jahres möglich. Die Berechnung der Vorlage steht überhaupt nur auf dem Papier; bei der in Aussicht genommenen Abgabe von den den Hafen passirenden Handelsschiffen würde man lieber den alten Weg beibehalten. Früher glaubte man, daß der Nord-Ostsee-Canal möglichst kurz sein und direct von der Ostsee in die freie Nordsee führen müsse; solche Anlage wäre für die Ostseeplätze viel wichtiger gewesen als das jetzige Project, das vom Standpunkte der Nordsee gemacht scheint. Wir müssen uns der Verantwortung für die Sicherheit des Reiches bewußt bleiben, aber auch der Erwägung, ob die Ausgabe von 150 Millionen für diesen Zweck wirklich angebracht ist. (Beifall links.) Abg. Graf Holstein (cons.) hofft, daß die Marineverwaltung in der Corn- mission die noch fehlenden nothwendigen Aufschlüsse ertheilen werde; auch für die Handelsbeziehungen Schleswig-Holsteins seien noch mehrere Specialwünsche in Bezug auf diesen Canal auszusprechen. Redner macht dann eine Reihe weiterer Bedenken geltend, so die der Landwirthschaft aufs Neue anwachsende Concurrenz. Das Zufrieren des Canals ist jedoch nicht zu befürchten, sollte es wirklich einmal geschehen, so müßte es dazu so kalt sein, daß die Schifffahrt auch außerhalb des Canals in der Ost- und Nordsee nicht möglich ist. Die Bedeutung des Canals für die Kriegsmarine ist zweifellos, die Marine wird durch den Canal verdovpelt. Falls man uns in der Commission genügende Erklärungen gibt, aber auch nur dann, werden wir für die Vorlage stimmen. (Beifall.) Staatssecretär v. Bötticher: Abg. Broemel hat, nach anfänglicher warmer Begrüßung der Vorlage, dann alle möglichen Gründe dagegen vorgebracht und das mangelhafte Material getadelt. Dem Bundesrathe hat dieses Material genügt; hätte ich gewußt, daß cs dem Abg. Broemel nicht genug ist, so hätte ich mehr Material gegeben und werde dies nun in der Commission lhun. Ich wünschte, der Abg. Broemel folgte dem Abg. Graf Moltke, auf den er sich heute berufen, nur häufiger, er würde dann nicht mehr lange die Reihen der Freisinnigen zieren. (Heiterkeit rechts.) Es ist richtig, daß Abg. Graf Moltke sich 1873 gegen den Canal ausgesprochen und eine Vermehrung unserer Marine ihm vorgezogen hat. Deren Lage und Stärke hat fich aber geändert und schon 1881 hat sich Graf Moltke für den Canal ausgesprochen. Wenn Abg. Broemel meint, daß für die Zeitersparniß einer Stunde bei Benutzung des Canals die Ausgabe von 150 Millionen sich nicht lohnt, so stimme ich ihm ganz bei (Heiterkeit), es handelt sich aber auch um andere Vortheile. Auch zahlreiche Vertretungen des Handelsstandes haben sich für diesen Canal ausgesprochen, das bestätigte uns in der Gewißheit, das; der Canal dem Handel keinen Nachtheil bringt. Daß eine Unterscheidung zwischen Dampf- und Segelschiffen rc. gemacht werden soll, finde ich berechtigt, aber daß der Tarif zum Gesetz festgestellt werden soll, scheint mir nicht angemessen, und auch nicht im Interesse der Rhedereien. Die Frage, ob bei diesem Projectc die Nordsee günstiger wird als die Ostsee, darf gar nicht gestellt werden, sondern nur die Frage, nützt das Unternehmen der Allgemeinheit? Und diese ist zweifellos zu bejahen! (Beifall rechts.) Abg. Graf Behr (Reichspartei) bedauert gleichfalls das mangelhafte Material bei dieser Vorlage. Wenn es für den Bundesrath ausreicht, so ist damit nicht gesagt, daß es uns genügen muß. Besonders fehlt der Nachweis, warum Preußen einen Beitrag von 50,000,000 X ä fonds perdu zahlen soll. Hat es denn an dem Canal mehr Vortheil als Deutschland, das gewissermaßen durch diesen Beitrag ein gutes Geschäft macht. — Redner beantragt sodann die Ueberweisung der Vorlage an eine Commission von 28 Mitgliedern. Abg. Dr. Bamberger (dfr.): Der Abg. Broemel spricht, wie Jeder von uns hier weiß, immer sachlich, — wozu also die scharfen Angriffe. Die Replik des Ministers bezüglich der früheren Aeußerungcn des Grafen Moltke war doch sehr schwach und die heutige Abwesenheit desselben beweist mir, daß er auch heute der Vorlage noch nicht zustimmen kann. Wir sollen uns auf eine Autorität wie den Grafen Moltke nicht berufen können, ohne die Bänke der Freisinnigen zu verlassen, wie der Minister verlangt? Dann könnte man sich auch nicht auf eine Rede des Ministers verlassen, ohne feine Aufforderung gewärtigen zu müssen, erst Minister zu werden. Je mehr wir Alle einen solchen Canal wünschen, desto größer ist die Verpflichtung einer genauen Prüfung, und das Vorbringen sachlicher Bedenken sollte keine so scharfe persönliche Behandlung finden. Staatssecretär v. Bötticher: Ich habe nur meiner Verwunderung Ausdruck gegeben, daß Abg. Broemel sich erst so sympathisch für die Vorlage ausgesprochen und dann so reiche Argumente dagegen beigebracht hat. Ich habe nur völlig sachlich ge- prochen, wie es meine Gewohnheit ist. Abg. Dr. Hammacher (nat.-lib.) ist für die Vorlage. Die Nordsee wird durch dieses Project keineswegs auf Kosten Der Ostsee begünstigt; das Unternehmen wird von allem Anderen abgesehen, unsere Küstenschifffahrt heben und stärken und dadurch wird auch für unsere Marine das uns so notwendige Mannschafts-Material geschaffen werden. In der Commission wollen wir die Details eingehend prüfen. Abg. Blos (Socdem.) hofft von der Vorlage, daß sie die Pest der Arbeitslosigkeit bekämpfen wird; auch müsse die Regierung Sicherheit betreffs der Arbeitslöhne und der Arbeitszeit geben. Staatsminister v. Bötticher: Das Reich wird die Arbeit gar nicht ausführen, sondern die preußische Regierung ersuchen, diese zu übernehmen. Abg. Dr. Wind thorst: Die Hauptsache ist hierbei, woher das Geld genommen werden soll; wenn mir in der Commission nachgewiesen werden wird, wie dasselbe zu beschaffen, so stehe ich im Großen und Ganzen der Vorlage mit gewogenen Augen gegenüber. Die Vorlage wird zur weiteren Berathung an eine Commission von 21 Mitgliedern verwiesen. Nächste Sitzung Dienstag den 12. Januar. Telegraphische Depesche«. Wolff'- telegr. Correspondenz - Bureau. Berlin, 10. Januar. Der Kaiser empfing heute Nachmittag den Unterstaats- ecretär Grasen Bismarck zum Vortrag. — Se. Maj. Kreuzer „Albatros", Commandant Capitän - Lieutenant Graf von Baudissin I., ist am 25. December v. I. in Apia eingetroffen und beabsichtigt am 14. Januar er. wieder in See zu gehen. Köln, 10. Januar. Die englische Post von gestern früh ist wegen Unwetters im Canal ausgeblieben. London, 10. Januar. Graf Hatzfeldt hatte geftem mit Lord Salisbury eine Unterredung im Auswärtigen Amte. Kiew, 10. Januar. In der Werkstatt des Arsenalmagazins fand gestern eine Explosion statt. Die Werkstatt ist vollständig zerstört; vier darin beschäftigt gewesene Soldaten sind dabei um's Leben gekommen; drei andere sind schwer verwundet worden. Belgrad, 10. Januar. Der König empfing heute Deputationen aus dem Schabaher, dem Valjevoer und dem Vranjaer Kreise, welche der Treue und Ergebenheit der Bewohner dieser Kreise Ausdruck gaben. — Die Nachricht, daß die serbische Regierung den Abschluß eines Handelsvertrags mit Bulgarien anzuregeu beabsichtige, ist völlig unbegründet. Lokale-. Gießen, 11. Januar. Die hiesige Ruder-Gesellschaft hielt am Sonntag den 10. d. M. ihre diesjährige Haupt-Generalverfammlung ab, deren zahlreicher Besuch das Interesse bethätigt, welches die activen wie die passiven Mitglieder an dem schönen Rudersport nehmen. Die Rechnungsablage ergab, daß die Gesellschaft, welche einen eigenen Bootsplatz und ein werthoolles Bootsmaterial besitzt, schuldenfrei ist und hat dieselbe auch im verflossenen neunten Jahre ihres Bestehens einen erfreulichen Fortgang genommen. Die Ruderabende in der verflossenen Saison waren stets zahlreich Seitens der activen Mitglieder besucht und wurde auch, wohl zum ersten Male, eine Ruderparthie lahn- und rheinabwärts von Gießen nach Coblenz ausgeführr. Als Vorstand für 1886 wurden folgende Herren gewählt: J^ Kirch, 1. Vorsitzender, Fabrikant Ad. Busch, 2. Vorsitzender, A. Bieler und W. Busch, Schriftführer, C. Reiber, Cassier, C. Kreiling, Verwalter, F. Scharmann, Jnstructor, A. Berger und E. Balser, Ruderälteste, Herm. Mettenheimer und H. Wallach, Vertreter der passiven Mitglieder. Wünschen wir der Gesellschaft unter Leitung des neuen Vorstandes ein fröhliches Gedeihen! —r. Gießen, 11. Januar. In der Nacht vom 8. aus 9. d. M. sind in der Nordanlage, Asterweg und Steinstraße 11 Straßenlaternen in roher Weise theilweise ganz zerstört worden, wodurch der Stadt, resp. Gasfabrik bedeutender Schaden erwachsen ist. Thäter zur Anzeige gebracht. — Am Samstag Mittag wurde am Seltersthor eine ruhig ihres Wegs daher kommende Frau aus Großen-Buseck von einem Arbeiter durch einen Wurf mit einem Schneeballen so erheblich verletzt, daß sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mutz. Der Betreffende wird sich wegen fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten haben. Vermischte-. Großen-Linden, 10. Januar. In dankenswerther Weise hat die Königliche Bahnoerwaltung die Errichtung einer Haltestelle an der Main-Weser- Bahn zwischen den Orten Großen-Linden und Leihgestern genehmigt. Heidelberg, 9. Januar. Bei der heute stattgehabten Wahl des Prorectors für das Jubiläumsjahr wurde der Pandektist Professor Becker gewählt. Eitorf, 8. Januar. Als gestern Abend ein Personenzug in den hiesigen Bahnhof einlief, zog man einen Schaffner schwer verletzt unter den Rädern des dritten Wagens hervor. Trotz sorgsamster ärztlicher Hilfe starb der Unglückliche schon nach wenigen Stunden. Derselbe ist aller Wahrscheinlichkeit nach von dem durch den Frost glatt gewordenen Trittbrett heruntergefilllen und hat so seinen Tod gefunden. Aachen, 9. Januar. Die Spinnerei Kayser u. Biesing ist abgebrannt. Sie beschäftigte hundert Arbeiter. Acht Arbeiter werden vermißt; es wird befürchtet, daß dieselben beim Brande umgekommen sind. — Zu dem gestrigen Brande meldet die „Volkszeitung", daß 13 Personen vermißt werden; sechs Leichen sind bis jetzt aufgefunden worden. Aachen, 10. Januar. Die Zahl der seit dem Brande des Kayser u. Biesing- schen Fabrikgebäudes hierselbst Vermißten und höchst wahrscheinlich dabei Verunglückten beträgt nach weiteren Ermittelungen 17. Bisher sind 5 Leichen aufgefunden worden. — sAus der Kaserne.j Gefreiter (bei den Rekruten): „Herr Unterofficicr, ich weiß nicht, woran das liegt, daß der Helm dem Manne nicht fitzen will!" Unterofficicr (sich den Mann ansehend, nach kurzer Pause) : „Woran das liegt? Der verdammte Kerl hat ’nen vollkommen unvorschriftsmäßigen Kopf — an dem Helm ist alles in Ordnung." - * ■ ■■ i" Handel und Verkehr. Grünberg, 9. Januar. (Fruchtpreise.) Weizen X 16.30, Korn X 13.70, Gerste X 12.50, Hafer X 12.50, Absen X 15.00, Linsen X 00.00, Lein X 00.00, Samen X 00.00, Kartoffeln X 0.00, Wicken 00.00. Für die Hinterbliebenen des verunglückten Conrad Keßler gingen ferner bei uns ein: A. G. 1 X, W. I. 1 X, Ungenannt 1 X, F. Textor 5 x, L. K. 1 X, Turnclub 4 X, Amtsrichter Gebhardt 3 X, Fr. M. Heichelheim 4 x, K. 50 Summa 20.50 X Jnsgefammt 75 X Weitere Gaben werden gerne entgegengenommen. Die Expedition des „Gießener Anzeiger". Bei Herrn Bürgermeister Bramm gingen ferner ein: Von mehreren Herren, welche ungenannt bleiben wollen, 29 X. Bei Herrn Postdirector Ritsert: Von den Herren Negierungsrath v.Bechtold 1 X, Pachter Burg auf der Berger Mühle 2 X, Anton Petri 2 x, E. 3 X, von 20 Beamten des Kaiserlichen Postamts 17 X, von 43 Unterbeamten 21 x, Frau Hensel Wittwe 5 X Kirchliche Anzeigen der eoangel. Gemeinde. Heute, Montag, Abend 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinderschule, 1. Joa hannesbrief Kap. 3, Pfarrer Dr. Naumann. Grosse Bau- u. Werkholz- Versteigerung in der fürjU. Bberförsterei Lich Dienstag den 19. Januar von Morgens 9 Uhr an im „Haler" und „Kellersberg". Zusammenkunft auf dem Garben- teicher Weg. 51 fm Kiefern-Schnittholz m Klötzen von 35—53 cm Durchmesser, 609 fm Kiefern-Bau- und Schwellenholz in Stämmen von 15—35 cm Durchmesser, 1 Buchen-, 1 Birkenstamm und 41 Fichtenstangen. Donnerstag den 21. Januar, von Morgens halb 10 Uhr an, im „Münchwald" bei Burkhardsfelden. Zusammenkunft auf dem Schlagwege. 22 fm Eichenstammholz, in Abschnitten von 30—48 cm Durchmesser, 244 fm Kiefern-Bau- und Schwellenholz und 369 Stück Fichten-Reisstangen. Freitag den 22. Januar, von Morgens 10 Uhr an im „Ried- wald" bei Hattenrod. Zusammenkunft auf der alten Laubacher Straße. 200 fm Fichten-Bauholz in Stämmen von 12—35 cm Durchmesser, 7 fm Eichen-Wagnerholz und 100 Stück Fichten-Reisstangen. Lich, am 9. Januar 1386. 285] Wimmenauer, Forstrath. Holzversteigerung. Donnerstag den 14. Januar, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Annerod er Gemeindewald, in dem Distrikt Köpfet, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 1. 43 Eichen-Stämme mit 23,60 Festm., 2. 71 Radel-Stämme mit 21,27 Festm., 3. 10 Radel-Stangen mit 0,40 Festm., 4. 12 Nm. Eichen-Scheitholz, 5. 11 „ „ Knüppel, 6. 14,4 „ „ Stockholz, 7. 36 „ Radel-Scheitholz, 8. 88 „ Buchen- und Radel- Knüppel, 9. 23 „ Stockholz, 10. 1900 Wellen Nadel-Reisholz, 11. 600 „ Eichen-Reisholz. Die Zusammenkunft ist aus der -Grünbergerstraße, am Einschnitt nach Annerod. Annerod, am 7. Januar 1886. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Engelhardt. 246 Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse - angelegten Capitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: 1. Dienstag den 12. Januar 1886, 2. Mittwoch „ 13. „ „ 3 Donnerstag „ 14. „ „ 4. Samstag „ 16. „ „ Die Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legi- timiren. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 28. November 1885. Der Rechner der Spar- und Leihkasse. Kehr. 8957 Für ein größeres hie- figes Fabrikgeschäft wird ein Lehrling mit genügenden Borkenntnrffen zum sofortigen Eintritt gesucht. Schriftliche Offerten find zu richten an die Exp. d. Bl. Allgemeiner Anzeiger. in Ord.-Rr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Die dem Local der Spar- und Leihkasse in Empfang zu nehmen. Gießen, den 6. Januar 1885. Die Direction der Spar- und Leihkasse zu Gießen. Habe rkorn. Namen der Dienstboten. Elisabethe Schäfer aus Annerod . . Marie Niehm in Lollar .... Conrad Junker aus Gießen . • . Heinrich Dörr aus Wieseck . . . Philipp Kümmel aus Wieseck. . . Catharine Geißler aus Ettingshausen Louise Fromme aus Blasbach. . . Elisabethe Brömer aus Bellnhausen. Louise Thissen aus Cöln .... Margarethe Aßmann aus Mainzlar. Heinrich Schäfer 3. aus Watzenborn Elise Fuchs aus Neukirchen . . . Prämien sind nebst den vorgelegten Dienstbüchern an jedem Zahltag Bekanntmachung. Folgende Dienstboten haben aus der hiesigen Spar- und Leihkasse mit Rücksicht auf die bei ihren Namen erwähnten Dienftjahre bei einer Herrschaft die beigesetzten Prämien erhalten. Anzahl der Prämien Dienstjahre. cX 24 18 21 16 14 14 14 14 14 14 11 11 11 11 11 11 11 11 10 10 10 10 10 10 Nutzholz-Verkauf. Aus den Stadtwaldungen, 4—6 km von Gießen entfernt und an chaussirte Abfuhrwege angrenzend, soll das folgende, zu Schnitt-, Schwellen- und Grubenholz geeignete Eichenstammholz submissionsweise in 4 Loosen vergeben werden: 1. Stolzenmorgen 207 Eichenstämme von 26—77 em Durchm. und -1—12 m Länge — 161,59 fm, 2. Zollstockswäldchen 145 Eicheistämme von 23—65 cm Durchm. und 3—13 m Länge — 100,26 fm, 3. Oberhag 259 Eichenstämme von 16—46 cm Durchm. und 3—12 m Länge — 103,33 fm, 4. Hirtenbrunnen 84 Eichenstämme von 18—55 cm Durchm. und 5—14 m Länge — 62,59 fm. Gegen Bürgschaftsleistung binnen 14 Tagen nach der Genehmigung wird 6 monatlicher Zahlungstermin und Abfuhrzeit bis zum 15. Mai festgesetzt. Die Offerten sind getrennt für jedes der 4 Loose bis zum 25. Januar l. I. bet der unterzeichneten Stelle mit Aufschrift „Submission auf Eichenholz" einzureichen, woselbst die Eröffnung am 26. Januar c., Vormittags 11 Uhr stattfindet. Die Forstwarte Brück zu Gießen und Brück zu Rödgen zeigen das Holz auf Verlangen vor. Gießen, den 8. Januar 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 282 I Inventur-Ausverkauf. Nach Beendigung meiner Jahresinventur habe ich einen Posten Herren-, Damen- u. 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Statt besonderer Nachricht Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mittheilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren lieben Gatten, Vater, Grossvater und Schwiegervater, den evangelischen Pfarrer Georg Chrisliaii Deiehert heute Morgen 6 Uhr nach kurzem Krankenlager im 72. Lebensjahre in sein himmlisches Reich zu sich zu nehmen. Grossen-Buseck, den 10. Januar 1886. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: II. Deicbert, Pfarrer in Merlau. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag i/22 Uhr statt. 292 Feinste frische Butter bei Abnahme von 10 Psd. an per Pfd. 80 Pfg. bei 293 Fr. Seibel. Hamburger Fischhandlg. von A. Koch. Täglich frische Zander, Pfd. es Pfg. Vn^kftsehr, Wd 25 Mg. Kieler Sprotten, Bücklinge 304 Pfd. 60 Pfg. Sardellen, Sardinen, Rollmöpse, Anchovis, Caviar, Neunaugen, Delicatetz - .Heringe ohne Gräten, Apetit Dild, Hummer re. Ein eleganter Schlitten und Geläute zu verkaufen. Näheres in der Exp. d. 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Die Anforderungen an den obengenannten Verein sind in letzterer Zeit so bedeutend gewachsen, daß er ohn eine besondere Einnahmequelle nicht im Stande sein wird, denselbe n gewünschtem Umfange gerecht werden zu können. Das unterzeichnete Comit6 hat sich darum die Aufgabe gestellt, durch Veranstaltung eines Bazars eine außerordentliche Einnahme zu schaffen und richtet vertrauensvoll die Bitte an die Einwohner Gießens, zur Förderung dieses Unternehmens hilfreiche Hand zu bieten. Alle die, welche ein fühlendes Herz für die Noch ihrer Nebenmenschen haben, sind gebeten, ihr Scherflein nach Können beizutragcn und durch Einsendung von Geld oder von zum Verkauf geeigneten Gegenständen an unterfertigtes Comite zum Gelingen des guten Werkes mitzuhelfen. Jede, auch die kleinste Gabe wird dankbar angenommen. Der Bazar wird in der zweiten Hälfte des nächsten Monats im großen Saale des Gesellschafts-Vereines abgehalten und Näheres über Tag und Stunde später mitgetheilt werden. Frau Kaufmann Büch. Frau Negierungsrath v Bechtold. Frau Oberst von Colles. Frau Sleuerrath Cngisch. Frau Kanzler Gareis. Frau Amtsrichter Gebhardt. Frau Kauf. Fräulein G. Mettenheimer. Frau Professor Riegel. Fräulein Pauline Stammler. Herr Professor Fromme. Herr Amtsrichter Gebhardt. Herr Kaufmann Plank. Herr Eisenbahnbaumeister Roth. Ev. BC. 0. V. Beginn d. Pr. für die Damen: Dienstag V2S U. Das Einüb. d. 5stimm. Chors v. Schütz ist nur b. vollz. Ersch mögt. 286 X 301 Westanlage 13, III. Etage Avis für Damen 2 Anfertigung von Damen» und Kinderkleidchen, sowie MaSkeneostümen, nach Angabe geschmackvoll und billig gearbeitet. täefiirtlf ein Logis, bestehend aus VytJuUil drei Zimmern nebst Zubehör, von einer ruhigen Familie. Offerten mit Preisangabe an die Exped. d Bl. erbeten. Verloren von einem Schellengeläut eine Glocke. Der Finder erhält eine gute Belohnung. 291 Oberst Baron von Collas. O! s-g ff ef ~ p £l- - ist 2" 2..X _ 4 Ä Die Nr. 15 enthält: * Textlich: Sphinx. (Fortsetzung.) Roman von Doris Freiiu von Spaettgen. — Aus dem Reiche des Sultans von Zan- sibar. Briefe an eine Verwandte von Lonny Rohlfs. II. — Varzin. Mit sieben Illustrationen. — Sternschnuppen und Meteorströme. Von Dr. Jdetn. — Am Familientisch: Eine Parthie Sechsundsechzig. Zu dem Bilde von Karl Böker. — Ein Asyl für nervenleideude Damen. — In unserer Spielecke. Bildlich: Varzin: Gesammtansicht. — Blick in den Park. — Die Ecke des neuen Thesis vom Schloß mit Fürst Bismarcks Arbeitszimmer. — Graf Herberts und der Räthe Arbeitszimmer und die Bibliothek. — Blick aus Bismarcks Arbeitszimmer nach dem Richtberg. — Der hohe Brunnen im Parke. — Mädchen Osterwasser holend am hohen Brunnen im Park. — Parthie am Buchberg im Vark. — Eine Parthie Sechsundsechzig. Von Karl Böker. Mit zwei illustrirten Beilagen: Die Menzelfeier der Berliner Akademiker. — Umschau in fernen Landen.__ Mkdicirnsche Klinik. V Laboratoriumsdiener gesucht. Einen Bäckerlehrling sucht Job Lein. 299___________________Wallthorstraße 7. Ein Lehrling zur Erlernung des Schmiedchandwerks gesucht von Wllh. SehÄfer, Schmiede mstr. 282_________Alten-Bnseck.__________ 239 Eine kinderl. Bcamtenfam. sucht zum 1. April Wohnung von 4—5 Z. Gef. Adr. unter K. K. 100 postlagernd. £ Verkäuferin. Gesucht für den 15. Februar oder 1. März d. I. eine mit der Weitz-, Woll- und Kurzwaaren - Branche vertraute Verkäuferin. Offerten mit Angabe der bisherigen Thäligkcit erbitten unter 8 17 an Haasenstein & Vogler, Cassel. ff n von ausgekämmtem Haar werden ä 1 jl V V | schön und dauerhaft T 1 angefertigt von 500 Fr. Weither, Neustadt 30. A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.