staurant unb vortheil- und lg Abend: Sauerkraut MM. 8057 Heiden. Ärt3 7981 -Agenten Murg und M« SüLmg it., ml in ÄWld. _ ®« ttnb - iW 1 Nüiet tz «052 G rhrle J E bchiU P dchen gesucht. !sinarckstratze W- Sraoer^H> S'f*/ SS$ 26- «mSJ s^dchenH -sarbeit. öe' UJL. ^°'«ach--in L $u ertragen onnenstraße eige * 8031 aden. itet. ., ;o 7%icthcrt Mber A D u bei Herrn u 7gj3 k Mittwod) chlachtet. es irt-Bier, wer Bier mH 8033 räbing, Schweizer auf b. Bl. 263 Donnerstag den 11. November 1886. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. - " ' " ' . _ . PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit ffttreant Schulstraße 7. Erscheint täglich nnt Ausnahme des Montag.. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark bO Pf. Amtlicher Hheit. Bekanntmachung. Nachdem sich das Bedürfniß einer anderweiten Normirung der durch das Amtsblatt Nr. V des vormaligen Großh. AdministrativjustizhofS vom 17. Februar 1834 für die Taxatoren und Techniker in Wildschadensangelegenheiten festgesetzten Tagegelder und Reisekostenvergütungen herauSgestellt hat, so bat Großh. Ministerium der Innern und der Justiz diese Gebühren wie folgt festgesetzte . , m . 1 Die Taratoren in Wstdschadensangelegenheiten und deren Ersatzmänner haben Tagegelder tm Betrag von vier Mark für den ganzen und ‘ zwei Mark für den halben Tag zu beziehen. Außerdem erhalten die Amtstaxatoren für die schriftliche Geschäftsführung je nach deren Umfang eine Gebühr von zwei bis vier Mark, sowie Vergütung ihrer baaren Auslagen. , m . 2. Die Techniker in Wildschadensangelegenheiten und deren Ersatzmänner erhalten Tagegelder tm Betrag von sech» Mark für den ganzen und drei Mark für den halben Tag. 3 An Reisekosten werden den Taxatoren und Technikern 60 Pfennig für jede Wegstunde (5 Kilometer) des Hin- und Rückwegs vergütet, hierbei werden Bruchtheile einer Stunde für eine ganze Stunde gerechnet. Jedoch findet ein Ansatz dieser Reisekostenentschädigung nicht statt, wenn das Geschäft in weniger als 5 Kilometer Entfernung vom Wohnort des betreffenden Taxators oder Technikers vorgenommen wurde. Soweit für auswärtige Geschäfte Eisenbahnen benutzt werden können, werden statt der bezeichneten Vergütung die für die Eisenbahnfahrt erforderlichen Auslagen ersetzt und greift in diesem Fall die in Abs. 1 bezeichnete Beschränkung nicht Platz. 4. Beamte, welche als Taxatoren oder Techniker in Wlldschadensangelegenheiten bestellt sind, haben die ihnen für Dienflgeschafte nach den deßfallsigen Vorschriften zustehenden Tagegelder und Reisekosten Vergütungen zu beziehen, falls dieselben sich zusammen höher belaufen, als die unter Nr. 1—3 normirten Sätze. Insbesondere soll unter dieser Voraussetzung den Großh. Forstineistern und Oberförstern, welche sich eines eigenen Reitpferdes oder Fuhrwerks bedienen, eine Reisekostenvergütung von drei Mark pro Pferd und Tag zustehen und zwar auch dann, wenn das Geschäft innerhalb ihres Dienstbezirkr, jedoch in der Entfernung von mindestens 5 Kilometern vom Wohnort, vorgenommen wurde. 5. Die vorstehend unter Nr. 1—4 festgesetzten Gebühren und Reisekostenvergütungen haben die Taxatoren und Techniker insbesondere auch in dem Fall zu beziehen, wenn sie sich zum Behufe ihrer Verpflichtung außerhalb ihre» Wohnortes begeben mußten. 6. Bei der Berechnung der Tagegelder wird stets — auch in den Fällen der Nr. 4 — ein Zeitaufwand von weniger als sechs Stunden für einen halben, ein solcher von sechs und mehr als sechs Stunden an einem Tage für einen ganzen Tag gerechnet. Gießen, am 8. November 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen Dr. Boekmann. Betreffend: Die gerichtliche Untersuchung in Brandschadensfällen. Gießen, den 8. November 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreise-. Rach den Bestimmungen des § 4 der Dienstvorschriften für die Hülssbeamten der Großh. Staatsanwaltschaft vom 27. Juni 1880 haben Sie von allen stattgehabten Brandfällen sowohl der Großh. Staatsanwaltschaft als auch dem Großh. Amtsgerichte Anzeige zu erstatten. Dieser Vorschrift sind nach Mittheilung Großh. Brandversicherungs-Commission einzelne Bürgermeistereien dann nicht nachgekommen, wenn der Brand ein unbedeutender gewesen oder durch Blitzschlag entstanden ist. In Folge dieser Unterlassung ist die Einleitung einer gerichtlichen Untersuchung über die Entstehungsursache von Bränden vielfach unterblieben. Es entspricht dies aber nicht dem Interesse der Brandversicherungs-Anstalt. Wir weisen Sie daher an, von allen in Ihren Gemeinden zum Ausbruch kommenden Bränden nicht allein uns, sondern auch dem Großh. Amtsgericht und der Großh. Staatsanwaltschaft sofort Anzeige zu erstatten und bei den angeblich durch Blitzschlag verursachten Bränden in Ihren Berichten an Großh. Amtsgericht und die Großh. Staatsanwaltschaft die Umstände besonders hervorzuheben, welche die Inbrandsetzung der Gebäude durch Blitzschlag mehr ^der weniger wahrscheinlich und beziehungsweise die Einleitung einer gerichtlichen Untersuchung hierüber geboten erscheinen lassen. Dr. Boekmann. Politische Ueberfkcht. Gießen, 10. November. Die Meldung von dem bevorstehenden Besuche des Prinz-Regenten Luitpold von Bayern in Berlin erweist sich nach der „Nordd. Allg. Zeitung" als verfrüht. Nicht der Prinz-Regent selber, sondern fein ältester Sohn, Prinz Ludwig, der präsumtive bayerische Thronfolger, wird in der Reichshauptstadt behufs Theilnahme an den bevorstehenden Hofjagden bei Letzlingen erwartet. Prinz Ludwig befand sich bekanntlich im Gefolge des Kaisers bei den letzten Manöver» tm Elsaß und lud ihn damals der Kaiser persönlich zu dem Besuche am Berliner Hose ein. Prinz Rezent Luitpold gedenkt erst dann seinen Besuch am Berliner Hose abzustatten, wann die Kaiserin von Koblenz nach der Residenz zurückgekehrt sein wird. Der Fürst Leopold von Hohenzollern, welcher dieser Tage in Berlin weilte, ist mit seinem zweitälresten Sohne, dem Prinzen Ferdinand, Seconde-Lieutenant im ersten Garde-Regiment z. F., nach Bukarest abgereist. Prinz Ferdinand gilt bekanntlich als präsumtiver rumänischer Thronfolger, da sein Oheim, König Karl von Rumänien, kinderlos ist. Als eine der ersten Vorlagen, welche den Reichstag nach seinem Zusammentritte beschäftigen sollen, wird jetzt officiöserseits das Mtlitär-Reltclen- H.ssetz bezeichnet. Da dasselbe die Zustimmung des Bundesrathes längst gefunden hat, so bedarf cs keiner weiteren Vorbereitungen. Wie erinnerlich, versucht die Vorlage zwischen den Meinungs-Verschiedenheiten, die bezüglich der Bettrags- Leistungen der Hauptleute zweiter Klasse und der Lieutenants, woran s. Z. der erste Entwurf des Militär Relictengesetzes scheiterte, zu vermitteln. Zu Diefem Behufs wird vorgeschlagen, die volle Beitrogspflicht auch dieser Osfictere prin- cipiell anzuerkennen, dagegen die Durchführung dieses PrincipS so lange auszu- setzen, bis sich eine entsprechende Erhöhung der Gehälter erreichen läßt. Ob dieses Compromiß in der bevorstehenden Reichstagssession mehr Aussicht auf Erfolg hat, als früher, steht allerdings noch sehr dahin. Anläßlich der im ersten Berliner Reichstags-Wahlkreise bevorstehenden Nachwahl sind nunmehr die freisinnigen Wähler über ihren Candi- daten schlüssig geworden, als welcher der Lanvgerichtsrath Klotz aufgestellt worben ist. Derselbe vertrat früher wiederholt den sechsten Berliner Wahlkreis, bis die freisinnige Partei denselben 1884, gleich dem vierten Wahlkreise, definitiv der Socialdemokratie überlassen mußte. Die Nationalliberalen halten an Stadtrath Marggraff als ihrem Candidaten fest, dagegen verlautet noch nichts darüber, wer conservativerseits aufgestellt werden soll, nachdem Herr v. Levetzow aus die ihm angebotene Candidatur definitiv verzichtet hat. Wie es heißt, tragen sich auch die Antisemiten mit dem Gedanken einer besonderen Candidatur und da jedenfalls auch die Socialdemokraten mit einem Zähl-Can- didaten auf dem Plane erscheinen werden, so dürfte die Berliner Reichstags- Nachwahl ein recht merkwürdiges Bild abgeben, lieber das Ergebniß der Wahlmänner-Wahlen im ersten Berliner Landtags-Wahlkreise waren allerlei widerspruchsvolle Nachrichten verbreitet worden, namentlich hinsichtlich der Nationalliberalen. Wie nun die „Nationallib. Corresp." feststellt, haben die Nationalliberalen nicht nur keine Mandate verloren, sondern mindestens fünf gewonnen. Fünf Wahlmänner schieden nationalliberalerseits aus und zehn wurden gewählt; an dem schließlichen Ausgange der Hauptwahl wird hierdurch freilich nicht das Mindeste geändert. lieber den Gang der kirchenpolitischen Verhandlungen zwischen Berlin und Rom ist in jüngster Zeit Manches berichtet worden und doch weiß man nicht, wie die Sachen eigentlich stehen. Auch bezüglich der Ocdens- srage scheint noch gar nichts weiter entschieden zu sein, wenigstens läßt sich die „Germania" aus Rom melden, daß über die Frage der religiösen Orden noch nichts zu hören sei und daß hierüber dem Anscheine nach dem Vatikan noch keine Vorschläge aus Berlin zugegangen seien. Inden Preß-Erörterungen über die bulgarischen Angelegenheiten stehen die Eröffnungsreden in den österreichischen und ungarischen Delegationen und die Thronrede des Kaisers Franz Josef augenblicklich noch im Vordergrund. Man hatte erwartet, daß die ungemein kriegerisch klingenden Aeuße- rungen der Herren Smolka und Graf Ludwig Tisza seitens der Regierung in der Thronrede einen entschiedenen Dämpfer erhalten würden, aber dies ist nur in sehr lauer Weise geschehen und es läßt sich nicht verkennen, daß in der Thronrede ein ziemlich ernster Ton hinsichtlich der Lage in Bulgarien voiklingt. Dies betonen auch die Wiener Blätter in ihrer Besprechung der kaiserl. Rede und herrscht in diesen Kommentaren allgemein der Eindruck vor, daß, unge» 8047 den Reichstag falt seiner dritten an Stelle des Aü| Midi elyW _ C aus den 25. November ein. — Das Landes - Oeconomie - Collegium, welches heute zu Tirnowa, 10. November. sPrivatdepescheJ Die Sobranje beschloß in ihrer gestrigen geheimen Sitzung die Wahl deS Prinzen Waldemar von Dänemark nach Befürwortung Stambulow's und Stoijanow's, auch wenn Rußland die Wahl nicht anerkenne. Stambulow erklärte, wenn Prinz Waldemar ablehne, werde die Regierung, demissioniren. Die Wahl findet heute Mittwoch Vormittag statt. Ei in Mitte de Wslage, i 20 Jahren Me zu vei Näheres ii Freitag 6 0 Vari werden bei t Chaussee, in wärterhauses Herrn Baum von Kanss braune, th' List! in kleinen lung verfiel ZLulgarien. Tirnowa, 8. November. Die Sobranje vertagte die Fürstenwahl bis zum nächsten Mittwoch. Man hält nach Vornahme der Wahl noch immer eine Modification der Regierung für wahrscheinlich. da mehrere Cabinets-Mitglieder das Programm der Regentschaft mit der Fürstenwahl als erledigt betrachten. Deutschland. Darmstadt, 8. November. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom Heutigen den Oberst z. D. v. Herff, seither Flügeladjutant, als solchen unter die Officiere ä la suite aufzunehmen geruht. — Se. Königl. Hoheit der Großberwg haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom Heutigen dem Hauptmann und Flügeladjutanten Freiherrn v. Senarclens-Grancy das Commando der Garde - Unterosficiers - Compagnie zu übertragen geruht. Darmstadt, 9. November. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde ertheilt durch Entschließung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 6. November den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Mainz: 1) Philipp Klein, 2) Andreas Brehm, 3) Andreas Schön und 4) Adam Napoleon Schneider. Berlin, 9. November. Se. Maj. der Kaiser empfing heute eine Reihe Universität- - Chronik. Marburg, 8. November. Der heute stattgefundenen feierlichen Einweihung der neuen medictnischen Universitätsklinik wohnte von Cassel Se. Excellenz der Herr Oberpräsident, Staatsminister Graf von Eulenburg, der Herr Regierungspräsident Magdeburg. Herr Landesdirector v. Hundelshausen, der Herr Curator und Rector der Universität, Professoren und Docenten, Studirende und andere geladene Persönlichkeiten bet. Mit Gesang des Akademischen Gesangvereins wurde die Feier eröffnet. Herr Professor Achelis hielt hierauf eine Weiherede und Herr Professor Mannkopff sprach dann über die historische Entwickelung der medicintschen Wissenschaften an unserer Hochschule. Hierauf ergriff der Herr Curator, Geh. Regierungsrath Dr. Meier das Wort und überreichte mit anerkennenden Worten dem Herrn Professor Dr. Mannkopff die Königliche Ernennungsurkunde, welche demselben den Character als Geh. Medicinalrath verleiht. — Prioatdocent Dr. Karl Hintze in Bonn ist als außerordentlicher Professor der Mineralogie an die Universität Breslau berufen und noch in diesem Semester seine neue Lehrtätigkeit anlreten. — Frauenstudium. Die Züricher Hochschule zählte im letzten Sommer- semester 471 Studirende und 30 Auditoren. Auf die einzelnen Fakultäten verteilen sich dieselben in folgender Weise: Theologen 37, darunter 3 Ausländer, Juristen 59, darunter eine Dame, Medicin 216, darunter 38 Damen, Philosophen 159, darunter 19 Damen. Schiffs Nachrichten. Bremen, 9. November. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfe? Ems, Capt. Th. Jüngst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 30. October von Bremen und am 31. October von Southampton abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Neywork angekommen. Ein seit H Stadt Mittel! Z«l mit ausgel schäft ist Ve zu. Auch Damen, über ein Kapi fügen, ist Ge sichere, lohnen Offerten ui Moffe, Frar M Üerabgeff Norina «nb aDt § Rindei Lokales. Gießen, 10. November. Das Schwurgericht für das 4. Quartal 1886 wird Montag den 13. December seinen Anfang nehmen. Zum Vorsitzenden desselben ist Herr Landgerichtsrath Dr. Gilm er bestellt worden. Session zusammentrat, wählte den Unterstaatssecretär Marcard verstorbenen Schuhmann zum Präsidenten. Stuttgart, 9. November. Der „Staats-Anz." veröffentlicht die Einberufung der Ständeversammlung aus den 25. November. achtet der vom Kaiser ausgedrückten Hoffnung aus Erhaltung des Friedens, die Situation doch gerade im Lichte der Thronrede ernst genug erscheine. Bemerkenswerth erscheint übrigens, daß sich auch in den Berliner Regierungsblättern und den übrigen als „inspirirt" geltenden Preßorganen ein plötzlicher Umschwung in der Beurtheilung der Lage vollzieht und mit säst verblüffender Schärfe machen „Post", „Köln. Ztg." u. s. w. gegen die russischen Wühlereien Front. Selbst die „Nordd. Allg. Ztg." findet plötzlich, daß „die Entwickelung der bulgarischen Zustände neuerdings in Bahnen eingslenkt habe, welche ihr einen exceptionellen Charakter auszuprägen geeignet scheinen" und meint, daß sich in dem ostrumelischen Hasenplatze Burgas ein Krisenherd ausgethan habe, dessen Thätigkeit sich verhängnißooll genug anlaffe. Demnach können die russischen Politiker selbst bei den Berliner Osficiöjen nicht mehr auf Billigung ihres Verhaltens rechnen und das will viel heißen! Einstweilen hat indessen das neueste Jntriguenstücklein der Russenpartei in Bulgarien wieder ausgespielt, denn es wird aus Burgas gemeldet, daß daselbst die Ordnung wieder herg stellt sei und zwar ohne Blutvergießen. Der montenegrinische Pope, welcher eine Hauptrolle in dieser zweiten Verschwörung von Burgas spielte, ist nebst mehreren anderen Montenegrinern verhaftet worden, während es den militärischen Urhebern des Putsches, einem Lieutenant Kisselsky und einigen anderen Osficieren gelang, aus dem Seewege zu entfliehen. Kaum ist jedoch die Affaire von Burgas zu Ende, so fangen die Russen schon wieder mit ihren unsaubern Manöver« an. In Philippopel versuchten zwei Russen, die Bevölkerung auszuwiegeln, sie scheinen aber hierbei schlechte Geschäfte gemacht zu haben, denn sie mußten sich in das Haus des DragomanS des russischen Consulats flüchten, wo sie freilich fieber sind. Aus der Sobranje wird gemeldet, daß sie am Samstag Abend in geheimer Sitzung die Antwort aus die Botschaft der Regentschaft sestgestellt hat. In jener spricht die Sobranje der Regentschaft ihren Dank sür die bis' herige Leitung der Geschäste aus und erklärt, daß sie nunmehr zur Wahl eines Fürsten schreiten werde. — Im bulgarischen Ministerium scheinen abermals MeinungS'Lerschiedenheiten zu herrschen, da, wie es heißt, der Finanzminister Geschoff zurücktreten will. militäriicher Meldungen, sowie Vorträge des Polizeipräsidenten, des Generals v. Albedyll, des Grasen Hochberg und ertheilte dem Bischof von Ermeland, Dr. Thiel, im Beisein des CultusministerS Audienz. Nachmittags machte Se. Majestät eine Ausfahrt. Um 5 Uhr findet ein größeres Diner statt, zu dem gegen 25 Einlavungen ergangen sind. — Eine kaiserliche Verordnung vom 8. November beruft — „Daily News" veröffentlicht die Antwort Gladstone's auf die jüngste Aufforderung einiger bulgarischen Abgeordneten, feine Stimme zu Gunsten Bulgariens zu erheben. Gladstone erwiderte, feine Ansichten und Wünsche in Betreff der emancipirten oder autonomen Provinzen des türkischen Reiches seien unverändert geblieben; es wäre eine edle Handlung Alexanders II. gewesen, für Bulgarien die Freiheit vorbehaltlich gewisser gerechter Verpflichtungen zu erlangen, und dieser Edelmuth würde verschwinden, wenn der jetzige russische Kaiser den Traditionen nicht treu bleiben sollte, welche seinem Vorgänger in der Regierung Ehre und Dankbarkeit eintrugen. Er (Gladstone) habe es nicht als seine Pflicht angesehen, bei der gegenwärtigen Lage seine Stimme zu erheben, weil er glaubte und noch glaube, daß in England keine Meinungsverschiedenheit über Bulgarien und die dortigen Verhältnisse herrsche; er habe keinen gerechten Grund, zu bezweifeln, daß die Gesinnung Englands in dem Rathe Europas durch Lord Jddesleigh getreulich repräsentirt werde. — Die Behörden trafen Vorsichtsmaßregeln, um etwaigen Ruhestörungen durch die Socialdemokraten anläßlich der Lordmayors - Procession vorzubeugen. Starke. Polizeiabtheilungen sind an den Eingängen zu Trafalgar Square und Ludgate-Circus, an dem Themsequai und anderen Punkten des Weges, welche die Lordmayors - Procession nimmt und an verschiedenen Stellen Ost-Londons stationirt. Garde-Infanterie und Kavallerie sind angewiesen, sich für den Notfall bereit zu halten, um der Polizei Hilfe zu leisten. Die Thüren und Fenster der Bankhäuser, Läden und öffentlichen Gebäude in den Straßen, welche die Procession berührt, sowie in mehreren Straßen Ost-Londons sind durch starke Holzverschläge geschützt. London, 9. November. Die Lordmayors-Procession verlief ohne jede Ruhestörung. Eine große Volksmenge war auf den Straßen, doch nirgends sind Unordnungen vorgekommen.! — Nach Beendigung der Lordmayors - Procession drangen einige Hundert auf den Trafalgar Square und versammelten sich am Fuße der Nelson-Säule. Mehrere kleine rothe Fahnen wurden entfaltet. Einige Socialistenführer versuchten eine Ansprache zu halten, konnten aber in Folge des Lärms nur auf kurze Entfernung gehört werden. Die Polizei sah einige Zeit ruhig zu und vertrieb darauf die Socialisten von der Nelson-Säule und zerstreute die Menge. Sie wurde dabei von einer im Trabe den Trafalgar Square umreitenden Kavallerie-Abtheilung unterstützt. Petersburg, 9. November. Das „Journal de St. Petersbourg" hebt hervor,, der friedliche Character der Rede des Kaisers von Oesterreich und die beruhigende Wirkung derselben unterstütze das mäßigende Vorgehen Rußlands. Die Rede zeige, wem die wirkliche Verantwortung zukomme, und das sei die beste Antwort auf die angebliche constitutionelle Gesetzmäßigkeit, womit sich die Tictatoren Bulgariens zu decken suchten; es sei daher zu hoffen, daß die von dem Kaiser erwähnte Mitwirkung der Mächte sich in der Weise geltend mache, daß sie die geduldige, aber entschlossene Action Rußlands unterstütze, um die revolutionären Elemente zu beseitigen, die sich der Wiederherstellung der gesetzlichen Ordnung in Bulgarien widersetzten. — Der Militärattache Tschitschagow in Philippopel ist in den Generalstab zu Petersburg versetzt. Athen, 9. November. In seiner gestrigen Rede in der Kammer erklärte der Ministerpräsident Trikupis ferner, das Deficit werde nur 3 Millonen Frcs. betragen, wenn die Kammer die neuen Steuern bewillige, im entgegengesetzten Falle sei das Deficit auf 20 Millionen zu schätzen. Der Ministerpräsident kündigte außerdem eine Vorlage über eine Abänderung der militärischen Organisation, sowie eine Verminderung der Ausgaben um 6 Millionen bei den einzelnen Ministerien an. . Siel SWi if«' SE L. höherer wirtet®“!“ s** •wtJ ihre Befördert bleiben, M mit dem nach,' ' und Samstag Unter H und Psanduni MA in w vielen Fallen i Vermischte H. Oppenrod, 9. November. Sonntag der 7. November war für die kleine Gemeinde Oppenrod ein wahrer Fest- und Ehrentag. Es wurde die neue von Orgelbauer Förster in Lich erbaute, sowie von Organist Kern in Laubach geprüfte und als vortrefflich erkannte Orgel unter sehr zahlreicher Vetheiligung der Gemeinde und einiger Fremden vom Dekan und Kirchenrath Dr. Strack feierlich eingeweiht, nachdem derselbe vorher über 1. Cor. 3, 16. 17 gepredigt hatte. Den Nachmittag wurde ein Missionsfest gefeiert, wobei Pfarrer Vogel von Beuern und Missionar Thimm von Frankfurt predigten. Das kleine Kirchlein konnte die Menge der einheimischen und fremden Zuhörer nicht fassen und selbst den Geistlichen wurde es schwer, durch das Gedränge den Weg in den Pfarrstuhl zu finden. Vogel predigte über 1. Cor. 1,23.24. und zeigte, daß wir nur dann in rechter Weise Mission treiben könnten, wenn wir zuerst Mission an uns selber trieben. Missionar Thimm gab auf Grund von Ev. Matth. 22, 1—14. Beispiele aus seiner Missionserfahrung trauriger und freudiger Art. Er erzählte wie gerade in letzter Zeit der Tod unter den Arbeitern der Mission bedauerliche Lücken verursacht habe, er forderte zu kräftiger Unterstützung der Mission auf und legte es denen, die den Ruf vernehmen würden, in die Missionsarbeit zu treten, ernstlich ans Herz, diesem Rufe zu folgen. Die am Schluffe erhobene Collecte' betrug 19 60 Alsfeld, 9. November. In dem benachbarten Dorfe Hopfgarten hat heute ein Schremermerster seinem Gesellen eine solch' schwere Verletzung am Kopfe beigebracht, daß derselbe alsbald verschied. Die gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet. Aus Süd-Thüringen, 5. November. (Ein seltener Fund.) In einem Brunnenschacht tn der Saalburg zu Coburg ist in diesen Tagen ein seltener Fund gemacht worden, nämlich ein aus der Römerzeit, 200 Jahre nach Christi, stammender Frauenschuh. Derselbe ist im archäologischen Museum zu Coburg aufbewahrt worden. (Ob dem Fund ein Taufschein beigelegen hat, darf man bis auf Weiteres wohl bezweifeln. Anm. d. Red.) Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Bnrean. Brüssel, 9. November. Die Thronrede, mit welcher heute die Kammern eröffnet wurden, bezeichnet die Benetzungen zu allen Mächten als vortreffliche, Belgien erfülle auf das Gewissenhafteste die Pflichten der Neutralität. Nachdem die Thronrede darauf hingewiesen, daß die industrielle Produktion Belgiens, welche durch die Ausstellung in Antwerpen gestärkt sei, sich nicht vermindert habe, wobei eine weitere Ausdehnung der kommerziellen Beziehungen empfohlen wird, erinnert dieselbe an die bedauerns- werthen Vorgänge in Lüttich und Charleroi. Unterstützt durch die Arbeiten der Enquäte- Commission, werde die Regierung den Kammern Gesetzentwürfe über wichtige Reformen Dorlegen; es handele sich hauptsächlich darum, die freie Bildung von Berufsgruppen zu begünstigen, ferner zwischen den Arbeitgebern und Arbeitern neue Verbindungen herzustellen und zwar durch die Bildung von Schieds- und Einigungsämtern; es werde außerdem beabsichtigt: Regelung der Frauen- und Kinderarbeit, Beseitigung der Mißbräuche bei Lohnzahlungen, Erleichterung der Wohnungsverhältnisse, Herstellung von Einrichtungen für die Wohlfahrt und Unterstützung der Arbeiter, insbesondere durch Versicherungen und Altersversorgungen, Bekämpfung der Trunksucht und der Unmoralität im Allgemeinen, endlich wirksame Maßregeln gegen Lebensmittel-Fälschungen. Die Thronrede kündigt ferner an, daß der König vsn dem ihm zustehenden Begnadigungsrechte in Bezug auf die wegen der Ausschreitungen in Lüttich und Charleroi Verurtheilten den weitesten Gebrauch machen werde. In der Militärfrage nehme die Art der Rekrutirung mit Recht das Interesse der öffentlichen Meinung in Anspruch, es sei sehr zu wünschen, daß das patriotische Einvernehmen der Parteien der Regierung die Lösung dieser Frage ermögliche. Der Zustand der Finanzen sei trotz der herrschenden Krisis ein günstiger. Bezüglich des höheren Unterrichts werde den Kammern eine Vorlage zugehen. Brüssel, 9. November. Senat. Crocq bringt eine Vorlage auf Bewilligung einer Amnestie für alle wegen Theilnahme an den Unruhen bei Charleroi Verurtheilten ein. Die Rechte scheint diesen Antrag ablehnen und sich mit den in der Thronrede angekündigten Begnadigungen begnügen zu wollen. London, 9. November. Lord Salisbury begab sich gestern zur Königin nach Windsor. Die „Times" glaubt, dieser unerwartete Besuch des Premiers stehe mit dem Empfange wichtiger Depeschen über die bulgarische Frage im Zusammenhänge. i 8 Carl Hensel. 7882 Ecke der Wetter- und Marklstrahe. 7582 empfiehlt 8073 [7823 Vorjährige 7021 Bahnhofstraße 12. Badeöfen und Wannen stets auf Lager- eierlidjen 6inmel^ung e. 6$cellen$ her Herr : Regierungspräsident Herr Kurator unb unb andere geladene ins wurde dre Trier e und Herr Proßsior rnediclni^chen Wisi'en- c, Geh. Regierungsralh en dem Herrn Prosesior emselben den Gharaclec ;erordentlicher Professor )ch in diesem Semester ■ im letzten Sommer- n Fakultäten verthcilen Mänder, Juristen 59, ilosophen 159, darunter ; 4. Quartal 1886 wird Zorsitzendrn desselben ist 'anie beschloß in ihrer von Dänemark nach lßland die Wahl nicht ’/ werde die Regierung Mussen Mediciual-Lebertliraö empfiehlt 8071 Emil Fischbach. Aecht chinesische Thees (Erndte 188 6) empfiehlt 8072 Emil Fischbach Den Alleinverkauf von Carbolineum Marke Krank & Co., Ottensen habe für Gießen und Umgegend übernommen. Dieses verbesserte Carbolineum ist das bewährteste Jmprägnirmittel der Neuzeit, für Holz und Mauerwerk, bester Schutz gegen Nässe u. Schwamm. Prospekte stehen zu Diensten. Bony's Bierkeller. Von Morgen, als Dienstag den 9. November, ist die Wirthschaft auf meinem Bierkeller für die Sommer-Saison geschlossen. Dagegen sind die Winter-Lokalitäten täglich geöffnet und halte ich mich meinen werthen Gästen auch da bestens empfohlen. Achtungsvoll 8026 Ohr. Lony. Ein Haus in Mitte der Stadt und bester Geschäftslage, ist mit dem darin seit über 20 Jahren betriebenen flotten Ge- schälte zu verkaufen. 8070 Näheres in der Exped. d. Bl. Ieitgeöoler'.es. Ein seit 10 Jahren in einer großen Stadt Mitteldeutschlands bestehendes DsmrnhutgrfchüN Mit ausgedelmtester seiner Kundschaft ist Verhältnisse halber zu verkaufen. 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Bekanntmachung Um den gänzlich übertriebenen, den Handel und Verkehr in der Provinz Rheinhessen schwer schädigenden, im Publikum und in der Presse immer wieder von "Neuem auftauchenden Gerüchten über die Cholera in Finthen und Gonsenheim entgegenzutreten, bemerken wir, daß in Gonsenheim seit dem 14. October d. I. überhaupt keinerlei verdächtige Erkrankungen vorgekommen sind und daß in Finthen seit der am 30. v. M. stattgehabten Erkrankung einer Frauensperson, welche wieder genesen ist, ebenfalls Niemand unter irgendwie verdächtigen Erscheinungen erkrankte. In der Stadt Mamz, in welcher überhaupt kein verdächtiger Fall vorkam, ist der Gesundheitszustand ein ganz vortrefflicher. , t «. a „ Zu Besorgnissen ist somit keinerlei Veranlassung gegeben und sind überdies alle Vorsichtsmaßregeln in ausreichender Weise getroffen. Gleichzeitig ersuchen wir, die Verbreiter falscher, zur Beunruhigung des Publikums Veranlassung gebender Nachrichten uns namhaft zu machen, damit gegen dieselben gerichtlich eingeschritten werden kann. Mainz, den 6. November 1886. Großherzogliches Kreisamt Mainz. Küchler. Damenkleiderstoffe und Lama zu herabgesetzten Preisen empfehlen Gebrüder Stamm. ^ormalUnterkleider^ unb alle Arten Hemden, Unterjacken, Unterhosen empfiehlt billigst 7491 Äug. Kailbach» 3 prt*L u. Bpeeialarzt fUr Bant-, Fragen- n. Ge- T)-r* GpnQCn " Bchlechtekrankheiun (Syphiliejeto. Prankfart a.M. JLzJL ■ VJ Stiftatr. 22, fr. Aaelat. Prof. Bloor#!. Auaw. brML ...«»’S; «ES** 1 ieö* »ffen ?[U|. eff der,'« - ä Jen. ‘«»b I-TK?' le», ! und Pux *‘; Starke. ÄS b'" “,lb iftniifr •“WeS; tIief ohne itb, L„, 1 nite* liitb Ihr zs- iss W S-bt ja,, '°'°'-->Bch°n bis 70 AL, bedeutendstes Lager; seibstspielende Musikwerke, Spieldosen, Phantasie-Artikel m. 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