Nr. 211 Samstag bro 11. September ießener Anz 1886. eiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bur“»- Sch-lß-aß- 7. Wt täglich mit Abnahme des Montags. WtLlMW; LLKN Amtlicher Theit. Betreffend: Drainirung in Flur X und XI der Gemarkung Lich. Bekanntmachung. Auf Antrag der Bürgermeisterei und des Gemeinderaths von Lich wird aus Grund des Gesetzes vom 2. Januar 1858, bie Entwässerung von Grundstücken betr. (Reg.-Bl. S. 33), ein Plan über die Drainirung der Fluren X und XI der Gemarkung Lich, soweit dieselben zwischen der Straße nach Langsdorf und der Oberhesstschen Eisenbahn gelegen sind, sowie der Grundstücke Flur X, Nr. 177 bis 209, welche rechts von der Straße nach Langsdorf liegen, sammt den zugehörigen Anlagen (Verzeichniß der Betheiligten, sowie nähere Darlegung des Unternehmens nebst Kostenüberschlag) vier Wochen lang, nämlich vom 18. September bi» 13. Oktober l. I., auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Lich offengelegt. Die Abstimmung über die Ausführung des Planes soll Montag den 18. Oetober I. I., Vormittags von 10—12 Uhr, auf dem Rathhaus zu Lich stattfinden. Stimmberechtigt sind Diejenigen, welche im Grundbuch und in dem offengelegten Namensverzeichniß der Betheiligten als Eigenthümer bzw. Besitzer der in Betracht kommenden Grundstücke eingetragen sind oder deren Erben. Zeitpächter, Lehnsherrn und Erbleihherrn haben kein Stimmrecht. Etwaige Berichtigungen des Grundbuchs und der Stimmberechtigtenliste müssen noch vor dem Abstimmungstermin bewirkt werden. Alle Diejenigen, welche glauben, daß ihnen durch die Ausführung des Unternehmens ein Schaden erwachse, oder welche es vorziehen, daß ihre Grundstücke ganz oder zu dem zur Ausführung der Entwässerung erforderlichen Theil abgetreten werden, oder welche, ohne im Plan und in der Stimmberechtigtenliste aufgeführt zu sein, sich dem Unternehmen noch anschließen möchten, kurz Alle, welche zur Sache etwas vorzubringen haben, können ihre Erklärungen während der angegebenen vierwöchentlichen Frist durch schriftlichen Vortrag bei uns einreichen, müssen solche aber spätestens in dem festgesetzten Termin bei Meidung späterer Nichtberücksichtigung schriftlich oder mündlich abgeben. Von Denjenigen, welche in dem Termin weder in Selbstperson, noch durch einen mit ortsgerichtlich beglaubigter Vollmacht versehenen Vertreter abgestimmt haben, wird angenommen, daß sie mit der Ausführung des Unternehmens einverstanden sind und keine Ansprüche zu bilden haben. ES muffen daher nur Diejenigen in dem Termin erscheinen, welche gegen da- Unternehmen stimmen, oder sonst etwa» zur Sache vorbringen wollen und ihr Anliegen nicht vorher schon schriftlich vorgebracht haben. Zur Deckung der Kosten soll ein Darlehen bei Großh- Landesculturrentenkaffe ausgenommen werden. Der Antheil der Einzelnen an der Schuld wird später nach Maßgabe ihres Nutzens an der Anlage durch den zur Leitung des Unternehmens von den betheiligten Grundbesitzern zu wählenden Ausschuß bestimmt und sodann entsprechendes Hebregister offengelegt werden. Da in Zukunft keine specielle Benachrichtigung jedes einzelnen Betheiligten stattfindet, sondern das Erforderliche nur im Gießener Anzeiger, sowie m Lich durch die Schelle bekannt gemacht wird, so empfehlen wir den Auswärtigen Bemächtigte in Lich zu bestellen. Gießen, den 7. September 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ___________________________________________________________I. V.: Jost, Regierungsrath.__6383 Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz der Assekuranz-Compagnie „Mercrrr" in Bremen die nachgesuchte Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum Hessen auf Widerruf ertheilt hat. Gießen, am 7. September 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V: Jost, Regierungsrath. Politische Neberficht. Gießen, 10. September. Kaiser Wilhelm ist mit seiner am Mittwoch Abend erfolgten Abreise von Berlin nach Süddeutschland in den zweiten Theil seines heurigen Reise- Programmes eingetreten. Wurde der erste Theil desselben durch die Badereisen nach Ems und Gastein charakterisirt, so gilt die nunmehrige Reise des kaiserlichen Herrn vorwiegend militärischen Zwecken, nämlich der Theilnahme an den großen Manövern des 15. (elsaß-lothringischen) Armee - Corps. Ein außergewöhnlich großer Kreis von Fürstlichkeiten wird den allerhöchsten Kriegsherrn bei dessen Anwesenheit im Reichrlande umgeben und dies, sowie die Festlichkeiten, welche in den Kreisen der reichsländischen Bevölkerung zu Ehren der Anwesenheit des Kaisers geplant sind, wird auch den heurigen Kaisertagen in Elsaß-Lothringen einen besonderen Glanz verleihen. Nach Beendigung seines Besuches im Reichslande wird der Kaiser, wie üblich, in Baden-Baden an der Seite seiner erlauchten Gemahlin, welche bekanntlich schon seit voriger Woche daselbst weitt, noch für einige Zeit Aufenthalt nehmen. Der deutsche Kronprinz hat die Besichtigung der bayerischen Truppen bei Augsburg und Nürnberg beendigt und sich alsdann nach Straßburg begeben; auf der Fahrt dahin dürste er in Appenweier mit seinem kaiserlichen Vater zusammengetroffen sein. Dem Kronprinzen find ouch bei seiner jüngsten Anwesenheit ta Bayern von den weitesten Kreisen der Bevölkerung die herzlichsten Sympathie-Beweise zu Theil geworden und speciell in Augsburg und Nürnberg hat der hohe Herr einen geradezu enthusiastischen Empfang gesunden. Laut kaiserlicher Verordnung ist der Reichstag auf den 16. September einberusen und werden bereits an diesem Freitage die zuständigen Ausschüsse des Bundesrathes zusammentreten, um die einzige Vorlage, welche dem Parlamente nach den Versicherungen der osficiösen Blätter gemacht werden soll, diejenige über die Verlängerung des deutsch-spanischen HandeSvertrageS bis zum 1. Februar 1892, zu berathen. Ob noch andere Gegenstände den Reichstag beschäftigen werden, steht dahin; einstweilen handelt es sich um die Ratification des verlängerten Vertrages mit Spanien und hat die Regierung offenbar große Eile, denselben unter Dach und Fach zu bringen, da sie nicht einmal den Zusammentritt des Reichstages zu seiner ordentlichen Session im October oder spätestens November abwarten will. Ob die bevorstehende außerordentliche Session nur eine rein geschäftliche sein wird, wie es doch wenigstens die Natur des zu verhandelnden Gegenstandes vermuthen läßt, bleibt allerdings abzuwarten. I Der weimarische Staatsminister und Bevollmächtigte des Großherzogthums beim Bundesrathe, Stichling, feierte am Mittwoch sein 50jähriges Dienstjubiläum unter der Theilnahme weiter Kreise. Der Jubilar ist ein Enkel Herders. In Düsseldorf ist am Dienstag die 40. Hauptversammlung des Gustav-Adols-Vereins mit einer Begrüßungs-Ansprache des Vorsitzenden des Rheinischen Hauptoereins, ConsistorialrathS Natorp, eröffnet worden. Alsdann hielt der Vorsitzende, Consistorialrath Prosessor Dr. Fricke aus Leipzig, eine Rede, in welcher er betonte, daß der Verein zum ersten Mal in diesem Jahre in der Rheinprovinz tage und dann der neuerdings wiederholt aufgetretenen Forderung nach Rückkehr des Jesuitenordens gedachte, der die Vernichtung der evangelischen Kirche und des Protestantismus noch heute als seine wichtigste und vornehmlichste Ausgabe betrachte. Der König von Portugal ist am Dienstag Abend, von Frankfurt a. M. kommend, in Sigmaringen zum Besuche seiner Schwester, der Fürstin von Hohenzollern, eingetroffen. Aus dem Felde der auswärtigen Politik concentrirt sich nach wie vor das Hauptinteresse auf die bulgarische Frage und die mit ihr zusammenhängenden Nebenfragen. Die bisherige Ungewißheit über die Weiterentwicke- lung der bulgarischen Dinge nach der Rückkehr des Fürsten Alexander hat sich insofern gehoben, als die freiwillige Verzichtleistung des Fürsten auf den bulgarischen Thron nunmehr perfekt geworden ist. Als künftigen Herrscher des Landes bezeichnet man jetzt schon den Prinzen Alexander von Oldenburg, den Comman- deur des russischen Garde-Corps, und werden auf dem russischen Consülate in Sofia bereits Unterschriften zur Unterstützung dieser Candidatur gesammelt. Der oldenburgische Prinz, welcher trotz seiner deutschen Abstammung durchaus russisch denkt und suhlt, würde freilich ein Rußland ergebener Herrscher auf dem bulgarischen Throne sein, als es der „Battenberger" war! Von den zahllosen Meldungen und Commentaren, welche über die Situation in Bulgarien vorliegen, dürsten diejenigen über eine bestimmtere Stellungnahme Englands in den bulgarischen Angelegenheiten hervorzuheben sein. In einem kürzlich erlassenen Rundschreiben empfiehlt das Londoner Cabinet die Festhaltung des Berliner Vertrages als der sichersten Basis für die Lösung der bulgarischen und ostrumelischen Schwierigkeiten. Ferner wird in dem Rundschreiben die Ueberzeugung ausgedrückt, daß eine Revision des ostrumelischen Statuts im Sinne des bulgarischen Volkes keinen Eingriff in den Berliner Vertrag bedeuten würde und befürwortet das Schreiben zu diesem Zwecke die Beschleunigung türkisch-bulgarischer Verhandlungen. Aus diesen Vorschlag haben. sich offenbar die längeren Unterredungen bezogen, die, wie eine Londoner Depesche meldet, die Botschafter Deutschlands und der Türkei, sowie die Geschäftsträger Italiens, Frankreichs und Oesterreichs am Montag mit Lord Jddesleigh, dem Leiter der auswärtigen Angelegenheiten Englands hatten, woran sich wiederum Conferenzen zwischen Lord Jddesleigh und dem Premier Salisbury knüpften. Bemerkenswerth erscheint, daß Rußland bei diesen Verhandlungen nicht vertreten war, was aus eine Verschärfung des englisch-russischen Gegensatzes hindeutet, die sich überdies auch in der Konstantinopeler Meldung widerspiegelt, wonach der Sultan russischerseits daraus aufmerksam gemacht worden sein soll, daß die Ersetzung des englischen Botschafters in Konstantinopel, Thornton, durch den Gesandten Englands in Bukarest, White, eine Verschlimmerung der Orientsrage bedeuten würde. Mr. White gilt als ein entschiedener Gegner der russischen Orientpolitik und dieser Umstand spricht allerdings für die Wahrscheinlichkeit der genannten Meldung. Anderseits läßt die Erklärung des Petersburger Cabinets, daß Rußland vorläufig an keine Occupation Bulgariens denke, die Dinge im Orient in keineswegs ungünstigem Lichte erscheinen. Deutschland. ][ Darmstadt, 9. September. Der Großherzog begiebt sich morgen in der Frühe von Friedberg aus nach Straßburg i. E., wo er noch vor der Ankunft des Kaisers eintreffen wird. Mit dem Großherzog haben sich auch der Erbgroßherzog nud die Prinzessinnen Irene und Alix, sowie der junge Prinz Christian Victor von Schleswig-Holstein nach Friedberg begeben. Den Herrschaften wurde dort am Abende des 7. September ein Fackelzug und Serenade dargebracht. Die Prinzessin Victoria, Prinzessin Ludwig von Battenberg, deren Gemahl gestern Mittag 4 Uhr hier eingetroffen und sofort Per Wagen nach Jugenheim weitergereist ist, wird ebenfalls in den nächsten Tagen in der Burg zu Friedberg erwartet. Dem Fürsten Alexander von Bulgarien, dessen Durchreise nach Schloß Heiligenberg bei Jugenheim a. d. B. an einem der nächsten Tage zu erwarten steht, wird hier ein würdiger Empfang bereitet werden. Die Vorkehrungen dazu sind bereits getroffen. Prinz Heinrich von Hessen, der Commandeur unserer Großh. Hessischen Division, ist seit 8 Tagen an Hüftgicht erkrankt, sodaß er voraussichtlich die Division aus dem Manöverseld in Oberhessen nicht wird führen können. Da der Prinz für die Zeit vom 20. bis 22. September auch den commandirenden General des XL Armee-Corps, General der Kavallerie Frhr. v. Schlotheim, welcher zu den Kaisermanövern im Elsaß abcommandirt ist, ersetzen sollte, so wird auch diese Function an einen anderen General des Armee-Corps-Bezirks übertragen werden müssen. Die deutschen Forstmänner haben unsere Stadt noch nicht verlassen, und schon werden die Vorkehrungen zu einem anderen hier abzuhaltenden Congceffe getroffen: Vom 26. September bis 1. October soll nämlich hier der deutsche Geologentag abgehalten werden. Von den Bewohnern unserer oberen Rheinstraße werden Klagen über den Betrieb der Straßenbahnen Darmstadt-Eberstadt-Griesheim gesührt. Es entstehen dort vielfach Stockungen des Verkehrs und der unruhige Trubel giebt dem Stadttheil den Charakter eines Rangir-Bahnhofs. Vielfach hört man die Ansicht vertreten, daß das Betriebsmaterial, insbesondere die Locomotive, für eine Straßenbahn zu massiv sei; Erleichterung des Materials würde euch die Unzufriedenheit vermindern u. f. w. Man sieht bereits heute Mittag in der Stadtverordnetenversammlung der Einbringung bez. Interpellation entgegen. Hesterreich. Wien, 9. September. Fürst Alexander ist heute Abend halb 9 Uhr hier eingetroffen. Am Staatsbahnhof war der Perron und der Platz vor demselben mit Tausenden von Menschen besetzt. Der Fürst wurde von stürmischen Hochrufen empfangen, die bis zu seiner Wegsahrt zum Westbahnhofe andauerten. Rach seiner Ankunft aus dem Staatsbahnhos wurde der Fürst vom österreichischen General Lehne begrüßt, welcher ihm Briefe seines Vaters übergab. Der Empfang war begeistert. Die bulgarische und rumänische Jugend war in großer Zahl anwesend. Aus dem Westbahnhof, wo Alexander seine Reise nach Deutschland halb 10 Uhr fortsetzte, waren die Ovationen noch stürmischer, auch dort waren viele Tausende anwesend. Der Fürst wurde aus den Schultern in den Wartesaal getragen. (Fr. Ztg.) LrttMaWsche Deprschm. VöoLss'4 UUQt» Eorresvoudsm - Baden-Baden, 9. September. Seine Majestät der Kaiser ist Vormittags '91/« Uhr mittelst Extrazugs im besten Wohlsein hier eingetroffen und vom Großherzog und der Frau Großherzogin von Baden am Bahnhofe empfangen worden. Das sehr zahlreich anwesende Publikum begrüßte Se. Maj. mit lebhaften Hochrufen. Berlin, 9. September. Prinz Wilhelm begab sich gestern zur Begrüßung des russischen Kaisers nach Brest-Litowsk. Berlin^ 9. September. In der heutigen Stadtoerordneten-Sitzung widmete der Vorsteher-Stellvertreter Dr. Stryk dem verstorbenen Vorsteher Dr. Büchtemann einen warmen Nachruf. Die Wahl des neuen Vorstehers wurde auf nächsten Donnerstag festgesetzt. Düsseldorf, 9. September. Die Theilnehmer der Gustav-Adolf-Versammlung besuchten gestern Nachmittag die Diakonissenanstalt zu Kaiserswerth. In der heutigen Sitzung erstattete Generalsekretär Käß, nachdem die Vertreter aus Siebenbürgen, der Schweiz, der Niederlande, Belgien, Italien und Spanien begrüßt worden waren, Bericht über die Evangelisation in Elsaß - Lothringen. Von den drei für die große Liebesgabe von 17,000 JL vorgeschlagenen Gemeinden St. Aoold in Lothringen, Branitz in Oberschlesien und Zell in Baden wählte die Haupt - Versammlung Branitz. Straßburg, 9. September. Bei dem heutigen Empfange des Gcmeindcraths sprach der Statthalter seine Freude über die Wiedereinsetzung des Gemeinderaths, sowie die Hoffnung auf ein einträchtiges Zusammenwirken ohne Parteiunterschied aus. Der Bürgermeister Back sprach dem Statthalter besonderen Dank aus. In das Stadthaus zurückgekehrt unterzeichneten der Bürgermeister und die anwesenden Gemeinderäthe eine Eingabe an den Kaiser über die Frage der Stadterweiterung. Bern, 9. September. Die Convention betreffend den Schutz literarischen und künstlerischen Eigenthums wurde heute unterzeichnet. Der Austausch der Ratifikationen soll binnen Jahresfrist erfolgen. Pest, 9. September. Prinz Alexander von Battenberg ist heute auf der Durchreise hier eingetroffen und um 3 Uhr 40 Min. ohne Aufenthalt nach Wien weitergereist. London, 9. September. Im Oberhaus erklärt Jddesleigh, Prinz Alexander befinde sich auf dem Wege zur Grenze und wurde überall mit großer Achtung und Beweisen der Anhänglichkeit empfangen. Die Art, wie er sein Land verlasse, sei des Hohen Rufes würdig, dm sich der Prinz erworben. Der Schluß des bulgarischen Zwischenfalles contrastire wohlthuend mit den schrecklichen Umständen beim Ausbruch. Zweifellos würden die durch die Abdankung des Fürsten nothwendig werdenden Arrangements gemäß dem Berliner Vertrag und den am Anfang dieses Jahres in der Conferenz getroffenen Abmachungen stattfinden. Auf Erörterungen hinsichtlich des künftigen Verlaufes einzugehen, halte er nicht für vorteilhaft. Kurhaus erklärte Fergusson, die Abdankung des Bulgarenfürsten habe vorschriftsmäßig die Wahl eines neuen Fürsten nach dem freien Ermessen der Nationalversammlung und die Bestätigung durch die Pforte nach Zustimmung der Signatarmächte zu folgen. Es sei noch zu früh, sich über den Meinungsaustausch der Cabinete zu verbreiten, aber es liege kein Grund vor, zu glauben, daß eine Action irgend einer Macht unvereinbar sein werde mit den Vertragsbestimmungen. — Der hierher zurückgekehrte russische Botschafter Staal hatte heute eine längere Unterredung mit Jddesleigh, welcher darauf auch den türkischen Botschafter Rustem Pascha empfing. London, 9. September. Die „Morning-Post" tritt wiederholt für eine kräftige Orrentpolilik Englands ein. Das conseroative Blatt betont die Nothwendigkeit, Indien JJJ Balkan und am Schwarzen Meere zu schützen; durch die Abdankung und Abreise Alexander's von Sofia werde Bulgarien in die Hände der Signatarmächte zurückgelegt. Der „Standard" meint. Alexander's kurze und glorreiche Herrscherlaufbahn habe nicht unwürdig geendet. Die Abdankung des Fürsten lege Europa Verpflichtungen auf, die es nicht ignoriren könne. Petersburg, 9. September. Herr v. Giers reist mit oem Grafen Lamsdorff und dem pursten Obolensky morgen Nachmittag nach dem kaiserlichen Hoflager. Dieselben treffen Freitag Abend in Wyssoko-Litowsk ein. ~ Das „Journal de St. Petersbourg" findet durch die Abreise des Bulgaren- fursten die Hauptschwierigkeit beseitigt. Bulgarien bedürfe nach den durchgemachten Krisen vor Allem der Ordnung und Ruhe nach Außen wie im Innern. Rußland denke nicht daran, die von ihm für die bulgarische Nation gewonnene Unabhängigkeit zu Derminbern. Moskau, 9. September. Die „Moskauer Zeitung" schreibt, Battenberg sei fort, aber „Battenbergia" blieb, mit ihr müsse Rußland abrechnen. Jedenfalls sei im Lande eine Partei organisirt, welche vermittelst englischer Jntriguen mit dem Exfürsten Verbindung unterhalten und in dem soeben aufathmenden Lande wiederum als schlechter Gährungsstoff wirken werde. Zur Erklärung des Fürsten, er entferne sich erst, nachdem er von der russischen Regierung die Versicherung erhalten, die Freiheit und die Rechte Bulgariens würden intakt gelassen, Niemand werde sich in die inneren Angelegenheiten desselben einmischen, bemerkt die „Moskauer Zeitung", diese Worte seien ebenso ungehörig wie komisch. Die Regierung des russischen Kaisers konnte mit dem Fürsten nach der ihm vom Kaiser selbst gewordenen Antwort in keine weiteren Verhandlungen über Bulgarien treten. Sofia, 9. September. [,,Havas"-Meldung0 Die Abdankungs-Proklamation des Fürsten von Bulgarien wurde den hiesigen Vertretern der Großmächte mit einem Schreiben des Fürsten zugestellt, worin derselbe die Nothwendigkeit darlegt, angesichts der durch die auswärtige Politik verursachten Schwierigkeiten die Regierung niederzulegen. Der diplomatische Agent Rußlands erklärte den Vertretern der andern Mächte gelegentlich eines denselben abgestatteten Besuchs, er halte sich, um jede irrige Auslegung der Proklamation des Fürsten fernzuhalten, zu dem Hinweis verpflichtet, daß die russische Regierung aus Gründen, welche den Bulgaren so wenig wie dem Fürsten verborgen worden seien, in Stipulationen über die Abdankung mit dem Fürsten nicht habe eintreten können und daß, wenn der Fürst sich für ermächtigt gehalten habe, jene auf das Verhältniß zu Rußland bezüglichen Worte einschalten zu können, dies aller Wahrscheinlichkeit nach geschehen sei, weil er sich der uneigennützigen Absichten erinnerte, welche die russische Regierung jederzeit bezüglich Bulgariens gehegt und die zu wiederholten Malen dem Lande wie dem Fürsten von ihr versichert worden seien. Widdin, 9. September. Vor seiner Abreise von Lompalanka empfing Prinz Alexander gestern mehrere Dcputirten, welche sich von ihm verabschiedeten und dabei die Hoffnung ausdrückten, daß das Land in der Stunde der Gefahr auf den Prinzen zählen dürfe. Die Ueberfahrt nach Widdin erfolgte auf dem österreichischen Fahrzeuge „Scava". Während derselben fand auf der Jacht des Prinzen, welche in einiger Entfernung folgte, ein Dejeuner statt, woran das Gefolge des Prinzen, die Minister Karawelow und Stambulow Theil nahmen. Um 4Va Uhr traf der Prinz in Widdin ein. — Prinz Alexander wurde bei seiner Ankunft hier von einer großen Menschenmenge empfangen und von Officieren nach der Municipalität geleitet, wo der Prinz eine Ansprache hielt und die Anwesenden aufforderte, ihrer Pflichten gegen die Regentschaft eingedenk zu sein. Stambulow ermahnte gleichfalls zur Unterstützung der Regentschaft , um Unordnungen fernzuhalten, die eine fremde Occupation veranlassen könnten. Der Prinz setzte um V/2 Uhr auf seiner Jacht die Reise nach Turn-Severin fort. Bei der Landung dort wurde er von den Ministern und Officieren bis in den Bahnhof begleitet. Um 3*/a Uhr erfolgte die Weiterreise des Prinzen nach Darmstadt. Sofia, 9. September. Das Amtsblatt veröffentlicht einen Befehl des Fürsten vom 6. September, wodurch das Infanterie - Regiment Strumsky und das erste Artillerie-Regiment aufgelöst, die Zöglinge der Militärschule aber in Regimenter eingereiht werden; zugleich wird die Vernichtung der Fahnen der obigen Regimenter angeordnet. — Die auf Samstag festgesetzte Eröffnung der kleinen Sobranje ist auf Montag verschoben, da die Minister von oer Begleitung des Prinzen Alexander erst am Freitag Abend zurückkehren. Universität- - Chronik. Jena, 7. September. Die philosophische Fakultät unserer Universität hat am 5. d. M. dem Großh. badischen Staatsrath Dr. I. H. Gelzer in Basel, welcher an diesem Tage vor 50 Jahren die philosophische Doctorwürde hier erwarb, das Doctor- diplom erneuert und unter den besten Glückwünschen zugesandt. Auch die theologische Fakultät hat dem namhaften Gelehrten eine hohe Auszeichnung zu Theil werden lassen, indem sie ihn zum Doctor der Theologie honoris causa ernannte. — Der außerordentliche Professor Dr. Julius Jolly wurde zum ordentlichen Professor des Sanskrit in der philosophischen Fakultät zu Würzburg befördert. — Der Privatdocent Dr. H. Frhr. v. Pechmann in München ist zum außerordentlichen Professor in der 2. Section der philosophischen Fakultät der Universität München mit der Lehraufgabe der Chemie ernannt. Lokale-. Gießen, 10. September. Gestern Nachmittag machte ein hiesiger, noch junger Kaufmann seinem Leben dadurch ein Ende, daß er in der Nähe des Felsens in die Lahn sprang, nachdem er vorher 2 Schüsse auf sich abgefeuert hatte. Motive noch unbekannt. Vermischte-. x Darmstadt, 9. Septbr. [15. Versammlung Deutscher Forstmänner.^ Die gestern Mittag stattgehabten Excursionen zur Besichtigung der Waldfeldbauculturen im Nadelwald, sowie zu einem Gang durch die Laubwaldungen fanden unter zahlreicher Betheiligung der Festtheilnehmer statt. Nach Beendigung derselben nahm man noch Gelegenheit, die großartigen Klenganstalten von Heinrich Keller Sohn, sowie von Konrad Appel zu besichtigen und war man von dem Geschehenen in jeder Weise befriedigt. Das von der Stadt Darmstadt den grünen Festgästen gegebene Gartenfest mit Benutzung der neuen Gasapparate verlief in großartigster Weise und war trotz der etwas unbeständigen Witterung außerordentlich stark besucht. Nach dem Garten-Concert fand Ball statt und hier sah man manchen Grünrock, wie er der Pürsch nach dem edlen Damenflor bis zum frühen Morgen oblag. Heute findet eine Excursion mit Damen nach Jugenheim statt. Schluß der Excursion in Auerbach. '"'Mich StSfe* -"Äs DZ $*fä; W,£f,1wigtn auf, | "S.?"S 1 !LLs LLS ' Dattenbng fe| Unfalls sei im Jit dem Exfürsten N schlechter erst, nachdem t und die Rechte 'Angelegenheiten klen ebenso un- dem Fürsten 1 Verhandlungen ^-Proklamation f suchte mit einem i ^legt, angesichts i egierung nieder- , andern Machte f iede irrige Aus- V verpflichtet, daß ■ te dem Fürsten n Fürsten nicht ' alten habe, jene . aen, dies aller [ ichten erinnerte, | > die zu wieder- s seien. i empfing Prinz i itten und dabei luf den Prinzen , schm Fahrzeuge in einiger falt'; ' , die Minister = der Prinz in j )hen Menschen- | wo der Prinz | gen die Regent- S tützung der Re- [ tion veranlassen | i Turn-Severin | ffimren bis in I Prinzen nach hl des Fürsten und das erste tcgimenter einen Regimenter st auf Montag rst am Freitag äS ioeie -°" [> * r, wi )“n£ idienS m '' ü Wtive noch oersitöt hat m I el welcher an I i, das roctor- j die theologische > melden tasim, » zum ordent- Würzburg | st zum aufier^ er Universität Schiff-Nachrichten. Bremen, 7. Septbr. [Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Fulda, Capt. R. Ringk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 28. August von Bremen und am 30. August von Southampton abgegangen war, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 7. Septbr. [Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Aller, Capt. F. Hamelmaun, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 28. August von Bremen und am 29. August von Southampton abgegangen war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Heizung mit Gascokes. Beim Herannahen der Bedarfszeit erlauben wir uns, unsere aus westphälischen -Kohlen gewonnene GaScokes als gutes und besonders reinliches Heizmaterial für Wohnungen, Geschaftslokalitäten und Säle in empfehlende Erinnerung zu bringen. Die Gascokes gewinnen als beliebtes Heizmaterial auch hierorts wie anderwärts immer größere Verbreitung und sind insbesondere ein vorzügliches Heizmaterial für die verschiedenen Constructionen von Füllöfen. Es ist für das gute Brennen der Cokes von besonderer Wichtigkeit, daß dieselben in möglichst gleichmäßiger Größe — Nußgröße verwendet werden und sind wir durch die Anwendung einer Cokesmühle in den Stand gesetzt, unsere Gascokes in der zweckmäßigsten Größe zerkleinern und liefern zu können. Um einen Versuch mit denselben zu erleichtern, geben wir solche schon in halben Centnern ab; auch sind wir gerne bereit, in solchen Fällen, wo es gewünscht wird, sachkundige Anleitung zum Heizen mit Cokes zu ertheilen. Da wir bei dem häufigen Zusammentreffen zahlreicher Bestellungen im Winter mitunter nicht alle Aufträge so schnell wie wünschenswerth ausführen können, empfiehlt cs sich, den betr. Bedarf möglichst zeitig vorher aufzugeben. 6389 Gießener Gaswerk. 93 Kirchliche Anzeigen -er Stadt Meßen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. ,„12. Sonntag nach Trinitatis, 12. September. Kirchliche Feier des Geburtstags Sr. Kgl. Hoheit des Großherroas Vormittags 9V2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 3 Uhr: Pfarrer Schlosser. Die Kinderkirche fällt aus. , ...Am Sonntag, den 19. September, wird in dem Vormittagsgottesdienst das Nachmtttags 2^Uhr^statt 9Cfetcrt roerbcn; bic Beichte findet am Samstag zuvor, mk Die Pfarr g e sch äste in der Woche vom 12. bis 18. September besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. 13. Sonntag nach Pfingsten. _ „ (Mariä Geburt ) Von 6 Uhr an Beichte. Hm 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. »f VrIO Uhr: Hochamt und Predigt; nach dem Hochamt Te Deum zur n Se!er be§, Geburtstages Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs. „ 2 Uhr: Feftandacht. Gottesdienst in der Synagoge. ~ Freitag Abend 6 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 710 Uhr. Temperatur der Lahn. Am 10. September, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 16^, Lust 20° R. im Schatten. 1!. Cbr. R übi amen. A l l g r M e i N e r Anzeiger. MrhesjW WMmn. Die Lieferung von 16000 Kiefern- schwellcn soll vergeben werden. Bedingungen können bei unserer Magazins-Verwaltung dahier, sowie auf dem Bureau des Großh. Eisenbahnbaumeisters zu Alsfeld einqesehen, im übrigen gegen fran- kirte Einsendung von 20 H pro Exemplar an unsere Kanzlei bezogen werden. Angebote versiegelt und mit bezüglicher Aufschrift versehen sind bis zum 21. M. einzureichen. 6376 Gießen, den 7. September 1886. Großhetzogliche Direction- Zn der Privülklagesache des Bürgermeisters Petri von Oppenrod, Privatklägers, gegen den Heinrich Schneider II. von Reiskirchen, Angeklagten, wegen Beleidigung, hat das Großherzogl. Schöffengericht zu Gießen am 16. Juli 1886 für Recht erkannt: Der Angeklagte wird der Beleidigung im Sinne der §§ 185, 200 St -G.-Bs. für schuldig erkannt und in eine Geldstrafe von 10 «X, im Uneinbringlichkeitsfalle zwei Tage Gefängniß ver- urtheilt; auch werden ihm die Kosten des Verfahrens, einschließlich der dem Privatkläger erwachsenen nothwendigen Auslagen zur Last gelegt und dem Privatkläger die Befugniß zugesprochen, den entscheidenden Theil des Urtheils innerhalb vierzehn Tagen nach Rechtskraft desselben einmal aus Kosten des Angeklagten im „Gießener Anzeiger" zu veröffentlichen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. Gießen, den 2. September 1886. Glässing, Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. 6404 Versteigerung alter Baumaterialien etc. Montag de» 13. d. MtS., Vormittags 10 Uhr, werden auf dem Domanialhof Schiffen- berg ca. 9000 Stück noch sehr brauchbare Plattziegel, 2 eichene Treppen, 5 verglaste eiserne Fenster, altes Bauholz, Latten rc. loosweise versteigert. Gießen, den 9. September 1886. Großh. Kreisbauamt Gießen. Walter. 6368 Versteigerung von feinem Mobiliar. Montag den 13. und Dienstag den 14. Septbr., Nachmittags 2 Uhr, wird in der Löber'schen Hofraithe (Grünbergerstraße 15) wegzugshalber eine Parthie feiner, moderner Möbel, wenig gebraucht, größtentheils in Nußbaum und Mahagoni, als: Kommoden, Tische, Stühle, Sopha's, Chaiselong, Sessel, Kleiderschränke, Silberschrank, Küchenschrank, Waschkommoden und Nachttische mit Marmor, Spiegel, Bilder, Vorhänge und Gallerieen, eomplete Schlaf- zimmereinrichtung, Bettstellen mit Matratzen, l Waschmaschine und Wringe, Bettwerk, Weißzeug, Porzellan und Kücherrgeräthe, sowie einige Silbergegenstände versteigert. In Auftrag: Hoffmann, Ortsgerichtsmann. Anfragen und Bestellungen sind an Herrn LouiS Rothenberger (Neuenweg) zu richten. 6360 Die Gegenstände können Vormittags von 10—12 Uhr angesehen werden. Pilsener wieder auf cüüge Tage in Zapf im Postkeller und in 6397 Röhrle’s Brauerei. Ausverkauf 3932 bei Mäusburg 16. IM 0 Heinrich Rübsamen ® Garantie für rr, v °riviGluuri? zurückgeietzter Mideestoste, per Meter von 30 Pfennig an, bei August Meutlelsoltu, 4674____________ SelterSweg 9.__ 6398 2 tüchtige Bierkutscher gesucht. I 5709 einen-Jungen nimmt in die Gehr. Röhrte. I Lehre Glasermeister Luh, Neuenweg 20. Montag den 13. d. MtS., Mittags 1 Uhr anfangend, soll das Obst der hiesigen Gemeinde und Pfarrei, bestehend in Aepfel«, Zwetschen und Nüffeu, versteigert werden. Bellersheim, den 9. Sept. 1886. Großh. Bürgermeisterei Bellersheim. Bopp. 6377 Aeilgebotenes. 6405 3 große Oleanderbäume, 1 Kommode, 1 Waschconsole zu verkaufen._____________________Asterweg 47. Neue Säcke zu Frucht und Kartoffeln, 45 und 50 H das Stück, bei 6402 L. Mühlhausen, Sonneustraße 1. Darmstädter Mrdemarkt-^oose Ziehung r 29. Septbr. ffc86. Gewinne i W. v 24,000 Mk. Loose ä 2 versendet die General-Agentur 5935 L. F. Ohnacker, Darmstadt und alle Looseoerkäufer. G—..... - ■ ■ O ■ Tapeten! * Zu noch nie dagewesene« Preisen oerjenden: Naturelltapeten von 12 an, Glanztapeten „ 35 „ „ Goldtapeten „ 25 „ „ in den großartig schönsten neuen Mustern, nur schweren Papieren und gutem Druck. Gebrüder Siegler in Lüneburg. Jedermann kann sich von der außergewöhnlichen Billigkeit der Tapeten leicht überzeugen, da Musterkarten franco auf Wunsch überall hin versenden. 1773 Strohsäcke, Maltersäcke, Scheuerlappen empfiehlt billigst Robert Stuhl, 6392__________Neustadt 23. la. Cervelatwurst, * Md. so ia. Meischwurst, „ „ w , la. Rauchfleisch, „ . so, la. gekochtes Pocket- fleisch, 40 „ la. Kuoblauchswürst- chen, „ Stck. 10. 181. Kessler. 6241_______Neuenweg 33.__ 150 Tausend Backsteine abzugeben. [6301] Mäusburg 8- Brennholz in Spalten und auch klein gemacht empfiehlt i» trockener Waare 144 Arrdr. Euler» 48 KpfN.WeiU, eigen. Gewächs, rein, kräftig, Q weiß L Llr. 55 u. 70 Pfg., roth g yo Pfg. von 25 Ltr an unter Nachnahme birect A von Zl. VgnIIauer. WeinberasbetiUer. Kreurnach. Mein wohlaffortirtes Cigarrenlager bringe ich in empfehlende Erinnerung. Rudoff Göbels 405 Neuen Baue. nur ui« oosien vacao-donen werden verarbeitet Puder-Cacao’s, absolut rein und scha- lenfrei, daher leicht verdaulich. Chocoladen mit 5 u. 10% Sago-Zn- Ratz per Vt Ko. von X. 1.25 ab; mit Garantie-Marke »ReinCacao und Zucker« von K. 1.60 ab. Die •/,- u. '/rKilo-Tafeln tragen die Verkaufspreise. Unsere Kaiser-Chocolade (pr. % Ko. Jt 5) ist das Beste, was in Chocolade gefertigt werden kann. D^pöt- Schilder kennzeichnen die Verkaufsstellen, woselbst auch wissonschaitliche Abhandlungen über den Nährwerth des Cacao erhältlich. Köln. Gebr. Stollwerck, Ktii„ hönigl, GroBiherxgl 5t. Hoflief. Mermietfiungen. 6381 Ein kleines Familienlogis zu ver- miethcn-________________Mäusburg 9. 6378 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.____________Wallthorstraße 22. 6393] Möbl. Zimmer zu vermiethen. Sonnenstraße 25. 6395 Wolkengasse 26 ist ein kl. Logis zu vermiethen.________________Kitzler. 6401 Eine Wohnung (Bfel-Etage), 6 Zimmer n Zubehör, nebst großem Garten (eocntL auch das ganze Haus) zu vermiethen. Anfragen unter S. S. besorgt die Exped- d. Bl.____ 5741 Ein Logis, 4 Zimmer mit Zubehör, Bahnhofstraße 31, zu vermiethen. ________________Chr. Haubach I 4699 Der seither von Herrn vr. Fuhr bewohnte mittlere Stock meines Hauses ist anderweit zu vermiethen und vom 1. October ab zu beziehen. ____________Ä. Katz, Südanlage 15. 5898 Eine neue Wohnung, 5 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl. 6052] Möbl. Zimmer, nach der Straße, zu vermiethen.__Mäusburg 1. 5781] Möbl. Zimmer zu vermiethen. Ederstraße 3. Vermischte Anzeigen. 6406 Ein kleines schwarzes Hündchen zugelaufen. Abzuholcn Krofdorferstr. 10 6380 Em die höheren Lehranstalten in Gießen besuchender Schülbk findet freundliche Aufnahme und Pension in gesunder schöner Wohnung bei einer kleinen Familie. Offerten des. die Exped. d. Bl. Gesucht ein hübsches Zimmer, womöglich mit Pension, von einem Land, auf ca. 1 Monat. Off. mit Preisang. sofort erbeten unter Nr. 6385 an die Exp. d. Bl. 6385 6384] Tüchtige Mädchen können gute Stellen erhalten auf sogleich und fDatei durch Frau Tränkner, Wolkengasse 13. 6388 Eine Familie mit einem Kind sucht zum 1. October eine hübsche möb- lirte Wohnung von 3 Zimmern nebst Küche. Offerten sub W. abzugeben in der Expe- dition dieses Blattes._____________________ 6354 Eine hiesige Cigarrenfabrck sucht einen tüchtigen Rrstcnschrciner. Näheres bei der Exped- d. Bl.________ 6394 2300 Mark gegen genügende Sicherheit auszuleihen. Wo? sagt die Exped- d. Bl.___________ 6^62 Zum 1. October suche ich einen soliden, kräftigen und gewandten Kutscher ___Dr. Klein. „6399 Gesucht: Ein zuverlässiger nüchterner Mann, der den Haustrunk an unser Personal zu verzapfen hat. Muß gut empfohlen sein. _________________Gebr. Röhrle. Gesucht ein braves Dienstmädchen für den 18. September. Näheres zu erfragen 6336____________Asterweg 9, III. Stock. 6187 Ein tüchtiger Schneidergeselle findet dauernde Arbeit bei Heinrich Döll, Schneidermstr-, Laubach. 6281 1 auch 2 Pensionäre finden freundliche Aufnahme mit freier Nach- hülfe- Näheres bei der Exped. d. Bl. 6269 Eine Frau empfiehlt sich im Kleidermachen und Bügeln. ____Marktplatz 22, 3. Stock- 6338 Ein zuverlässiger Mann bei 2 Pferde auf sofort gesucht. ________Haas'sche Kalkbrennerei. Wer Sehlagfluee fürchtet oder bereits davon betroffen wurde, oder an Congestionen, Schwindel, Lähmungen, Schlaflosigkeit, resp. an krankhaften Nervcn- zuständen leidet, wolle die Broschüre „Debet Schlagfluss-Vorbeugung u. Heilung“, 3. Aufl., vom Verfasser, ehern. Landw.-Bataillonsarzt Rom. Weissmann in Vilshofen, Bayern kostenlos und franco, beziehen. 227 6322 Suche zum sofortigen Eintritt einen Lehrling. S. Elsoffer. Geschäfts - Verlegung. Mein Thon- und Steingutwaaren - Geschäft befindet sich wieder in meinem Hauses Tiefenweg 18. Hochachtungsvoll 6396_____________________rh. Pfeiffer« Anthracitkohlen 1. und 2. Korngröße, gewaschene Nuss* und mellrtc Kohlen empfiehlt in Prima Qualität esi? Äug. Gabriel, Fraakf. Strasse 67. Wieseck. Bei Gelegenheit der israelitischen Feiertage (Laubhüttenfest) findet Donnerstag den 21. Oktober 1886 16