Bindung ifurta.| 19 Ihr. Lessifig, 0> F. Berg, ’unerirt. e 4922 L Wt» 188 Testes Blatt. Sonntag den IL. Juli isse G.fanden: 1 Spazierstock, 1 Notizbuch, 1 Taschentuch, 2 Nickel-Uhrketten, 1 Henkelkörbchen. -Gießen, am 10. Juli 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ________________Fresenius. erger M2WS-KA; 7. Erscheint W M«r»L«s-. RI Petersburg, 9. Juli. Ein Communiqus des „Regierungsanzeigers" saat' Die Aushebung des Freihafens von Batum sei keine Verletzung des Berliner Ver- trasis- Der betr. Vertragsartikel enthalte nicht das Ergebniß eines Abkommens der Machte ondern nur die spontane Erklärung Rußlands einen Freihafen einzurichten. Rach Abschaffung des Transitverkehrs biete Batum den anderen Mächten keinen Vor- theü für den Waarenaustausch Europas mit Persien. Petersburg, 9.Juli. Das vorstehend kurz erwähnte, vom „Reg.-Anz." veröffent- Ilchte Communiquö über die Batumfrage besagt Folgendes: Die Ansicht der auswärtigen Journale, daß die Schließung des Freihafens eine Verletzung des Berliner Vertrags sei, i|t irrig, denn die Errichtung des Freihafens habe unter Umständen statt- gefunden, die.settdem vollständig verändert seien. Die augenblicklichen Umstände seien nicht allein lästig für den Staatsschatz, sondern führten auch wegen des auf der Land- seite bestehenden Zollcordons für die materielle Handelsentwickelung Datums und des nach dem Kriege mit Rußland vereinigten Gebiets die größten Nachtheile herbei. Unter anderen hätten der Naphthahandel und die Naphthaindustrie zu leiden, was nicht blos für Transkaukasien, sondern auch für die ausländischen Consumenten von großer Bedeutung sei. Die Bevölkerung der Umgegend, welche durch die Existenz einer Octroi- Abgabe in vielen Beziehungen geschädigt werde, fühxe lebhafte Klagen. In Erwägung dieser Umstande habe die Regierung nicht aus dem Auge verlieren können, daß der Artikel 59 des Berliner Vertrags nur eine Nebenstelle im Vertrage einnehme- derselbe enthalte nicht das Resultat der Uebereinstimmung aller Mächte, sondern eine ganz aus freien Stücken abgegebene Erklärung Rußlands, in Batum einen Freihafen einrichten zu wollen. Die Vortheile, welche man damals den vertragschließenden Mächten zu gewährleisten beabsichtigte, könnte nicht mehr in Erwägung gezogen werden, denn nach der Abschaffung des kaukasischen Transitverkehrs hörte Batum auf, ein Lagerplatz für die zwischen Europa und Persien ausgctauschten Maaren zu sein und es erhielt sich nur ein Jmporthandel. Mithin seien gegenwärtig keine äußeren Interessen vorhanden, wodurch Rußland bestimmt werde, Opfer zum großen Schaden des Gebiets des Freihafens zu bringen. Daß die Umstände für den Freihafen ungünstig seien, beweise eine ach. -ährtge Erfahrung und liege kein Grund vor, zu zweifeln, daß die Schließung des Freihafens absolut nothwendig sei. eH ld-Artillm't- ■to |tmt 5017 _ llsburz 16 lasch rtteii, nterjackev n, chosen- - das Neueste reisen. ioliber Arbeit 3956 Schlaf- und' iden, jj sern, bleiben - wirken schall- j zkeit. inpfichlt von iter, iir letzte" i Seri" ihm iu Mhrige" inchß' idt. Fiwieiid^ Kre"4 ograPbl’9n)ä SittÄT^- B Deutschland. Darmstadt, 9. Juli. Se. Königs. Hoheit der Großherzog Habei Mergnädigst geruht: Am 3. d. Mts. den Steuercommiffär des SteuercommiffariatS Beerfeldei Karl Fuhr in gleicher Diensteigenschaft in das Steuercommissariat Seligenstad zu versetzen und den Steuercontroleur Adolf Hipp en stiel zu Nidda zum Steuercommissäi des Sleuercommissanats Beerfelden zu ernennen. Berlin, 9. Juli. Zur Warnung für unbesonnene deutsche Landsleute welche sich, allen Llbmahnungen Trotz bietend, immer noch zur Anwerbung füi den Militärdienst in Niederländisch-Jndien verleiten lassen, möge folgender, den „Amsterdamer Handelsblatt" entnommener Bericht über die Verpflegung der Truppen in Atjchin beitragen: „Nach dem letzten Ausweis zählt das niederländisch-indische Heer etwa 16,000 Mann Infanterie, davon kommen 10.000 Mann auf die 18 Feld- Bataillone, während die übrigen 6000 Mann über den ganzen Archipel in verschiedenen Garnisonen vertheilt sind, von letzteren sind gewöhnlich zwei Drittel sür den Felddienst untauglich, so daß man also über etwa 12,000 Mann kriegswichtige Leute verfügt. So müßte der ordnungsmäßige Zustand sein, in der That zählt aber das Heer im Augenblick etwa 8000 von der Beri-Beri-Krank- heit (einer Art Ruhr) ergriffener Kranke, und wenn keine entschiedenen Maßregeln ergriffen werden, dann werden nach 9 Monaten überhaupt keine gesunden und kriegstüchtigen Soldaten mehr im Heere sein. In der Regel darf man annehmen, daß, wenn ein solcher Kranker auch wieder hergestellt wird, wozu er aber immer mehrere Monate braucht, er doch sür den Felddienst sür immer ungeschickt bleibt. An diesem traurigen Zustande trägt allein die Regierung die Schuld, da die letzte Ursache dieser furchtbaren Krankheit nur die schlechte Ernährung und Verpflegung der Soldaten ist. Denn am 1. Juli 1885 hat man aus Sparsamkeits-Rücksichten sür Atjeh den Taris sür die Verpflegung herabgesetzt , während an die Leistungskraft der Soldaten die höchsten Ansprüche ge- macht werden; übrigens ist die verabreichte Nahrung so schlecht, daß sie häufig alsbald,-nachdem sie ausgetheilt ist, weageworsen wird. Allerdings hat die Regierung dadurch Ersparnisse erzielt, aber diese werden durch die Summen wieder verringert, welche die Regierung der niederländischen Dampsschifffahrts- Gesellschaft für die Ueberbringung der Kranken nach Java bezahlen muß. Im vorigen Jahre sind 1800 Soldaten an der genannten Krankheit gestorben, die sich aus der Westküste von Sumatra in schreckenerregender Weise verbreitet, und es ist unglaublich aber wahr, daß man diesen Hungerleider-Tarif auch im Militärspital eingesührt und dadurch jeden Monat einige Tausend Guloen erspart hat; aber es werden Tonnen Goldes nöthig sein, um das Heer überhaupt wieder aus kriegstüchtigen Fuß zu bringen. Ilrankreich. Paris, 9. Juli. Nach Schluß der heutigen Kammersitzung feuerte ein aus der Tribüne befindliches Individuum einen Revolverschuß ab und warf darauf eine Anzahl kleiner Papierstücke in den Sitzungssaal. Der Thäter wurde sofort verhaftet; er war im Besitze des Revolvers, von welchem noch 5 Läufe geladen waren und erklärte, er habe über den Kopf des Präsidenten hinweggezielt, er sei unglücklich und habe durch die That nur die Aufmerksam- keit aus sein Elend lenken wollen. Man hält denselben sür geistesgestört. England. London, 9. Juli. (Abends.) Von den nunmehr bekannten 524 Wahlen sind 264 Conservative, 54 dissentirende Liberale, 133 Gladstonianer, 73 Parnelliten. In Jnverneß unterlag Robert Peel (Gladstonianer) gegen Finlay (diffentirender Liberaler.) Telegraphische Depeschen. «orff'S icleot. «srrespondenz • Vurean. Basel, 9. Juli. Der gestern Abend 10 Uhr von Ehauxdefonds nach Biel ab- aegangene Eisenbahnzug entgleiste zwischen Convers und Renanu. Die Locomottve grub sich in den Bahnkörper ein, die Wagen stauten sich aufeinander. Von 55 Passagieren find 3 schwer und 8 leicht verletzt. Wien, 9. Juli. Nach Meldungen aus Fiume kommen dort täglich einzelne Erkrankungen an Cholera vor, doch nahm die Krankheit bisher keinen epidemischen Eharacter an. Rom, 9. Juli. Cholera - Bericht. Vom 8. bis 9. 'Juli, Mittags, kamen in Brindisi 12 Erkrankungen und 7 Todesfälle vor, in Latiano 52 Erkrankungen und 22 Todesfälle (4 früher Erkrankte), in Codigoro 8 Erkrankungen und 2 Todesfälle (ein b üher Erkrankter), in Venedig 1 Erkrankung, in Erchie 12 Erkrankungen und 5 Todesfälle, in Francavilla 47 Erkrankungen und 41 Todesfälle (17 früher Erkrankte), in Orta 4. Erkrankungen und 1 Todesfall, in Ostuui 2 Todesfälle (früher Erkrankte). 1 Triest, 9. Juli. Von heute Mittag bis Abends fanden hier zwei Cholerafälle I statt, darunter einer bei den Infanteristen in der großen Kaserne. I Loyales. Gießen, 10. Juli. sNachträgliches zur Jubelfeier der technischen Hochschule.! Wir theilten geltem den Wortlaut der von der Landesuniversität bei Gelegenheit der Jubelfeier der technischen Hochschule überreichten Adresse mit. Wir fügen demselben heute zunächst die einleitenden Worte, welche Herr Professor Dr. £)liefen als einer der Vertreter der Universität Gießen dem Verlesen jener Adresse vorausschickte, bei: „Königliche Hoheit, hochansehnliche Festversammlung! Der Senat der Großh. Landesuniversität Gießen hat den Großh. Professor Heß und mich abgesandt, Zeugniß abzulegen von den Gesinnungen, unter denen die Großh. Landesuniversität das heutige Jubiläumsfest mitbegeht. Seine Magnificenz, der gegenwärtige Rector der Großh. Landesuniversität, hat mich beauftragt, an feiner Statt eine Adresse zu verlesen und zu überreichen, in der er den Ausdruck dieser Gesinnungen zusammengefaßt hat." Der Redner schloß mit folgenden Worten: „Der Verfasser und Zeichner dieser Adresse hat, bevor er nach Gießen berufen wurde, an einer der ersten technischen Hochschule gewirkt. Der heutige Festredner, der gegenwärtige Director der Großh. technischen Hochschule zu Darmstadt, hat, bevor er hierher berufen wurde, an der Großh. Landesuniversität Gießen mit Auszeichnung gewirkt. Die Thatsache, daß die beiden Häupter der beiden höchsten Bildungsanstalten des Landes wörtlich und buchstäblich übereinstimmen in den Ansichten, die sie ausgesprochen haben über die Rechte der technischen Wissenschaft und über den Bildungsgang, den Vorgang der Technischen Hochschule zu ihrer heutigen Stellung, diese Thatsache hebe ich heute mit Freude hervor; sie ist die beste Bürgschaft meiner Ansicht nach dafür, daß die Wünsche, die sie beide ausgesprochen haben für das ernere Zusammenwirken der beiden höchsten Bildungsanstalten des Landes, in Er- üttung gehen werden. Alles, was ehedem zwischen den verschiedenen Sphären des Wissens und Könnens, des technischen und nichltechnischcn Forschens, Arbeitens und Wissens trennend gelegen haben mag, das alles war aufgegangen und untergegangen in dem gewaltigen Aufschwung, der seit der Neugründung von Kaiser und Reich über das gesammte nationale Bildungswesen gekommen ist. Auch von der technischen Hochschule gilt es; sie ist gewachsen mit den größeren Zwecken, gewachsen mit den größeren und ernsteren Pflichten. Von diesen Bildungsanstalten verschiedener Art und verschiedener Richtung gilt jetzt das wahre und tiefe Wort, mit dem Sie mir gestatten wollen zu schließen: „Getrennt marschiren und vereinigt schlagen!" Gießen, 10. Juli. Von zuverlässiger Seite erfahren wir soeben, daß die vielbesprochene Frage der Besetzung der Kreisarztstelle zu Gießen durch Uebertragung derselben an Herrn Kreisarzt Dr. Köhler in Laubach ihre Erledigung gefunden hat. Gießen, 10. Juli. sStadtverordnetensitzung vom 8. Juli, Nachmittags 4 Uhr.j Anwesend Herr Bürgermeister Bramm und die Herren Stadtverordneten Batst, Georgi, Grüneberg, Dr. Gutfleisch, Hoch, Hornberger, Kauf, Lüdeking, Ad. Noll, Petri, Scheel, Schopbach, Simon und Vogt. Die Vergebung der Zinsen aus der Hast'schen Stiftung wurde auch heute, wie jedes Jahr, den testamentarischen Bestimmungen gemäß, mittelst geheimer Abstimmung unter Zuziehung des ersten Stadtgeistlichen, welcher jedoch für diesmal zu erscheinen verhindert war, und des lebenden ältesten Mitgliedes der Hast'schen Familie, Herrn Dr. Ta sch6, an 10 bedürftige Leute beschlossen; dieselben erhalten jeder am 28. Juli 19.71 ausbezahlt. Die Nevisionsbemerkungen zur Rechnung 1883/84 werden der Versammlung zur Kenntniß gebracht und die hierbei gestellten Anträge gutgeheißen. Als Commission zur Beschaffung des Bedarfs an Brennmaterial pro 1886/87 werden die Herren Batst, Hoch und Vogt bestimmt. Als Taxatoren der Hagelschäden vom 1. Juni werden 3 Herren aus Gemeinden, welche nicht von diesem Hagelschlage betroffen waren, gewählt und zwar die Herren Bürgermeister zu Kleinlinden, Leihgestern und Lollar. In der Angelegenheit der Uebertragung der städtischen Armenpraxis an das akademische Hospital theilt Herr Bürgermeister Bramm mit, daß eine mündliche Besprechung mit den Herren Staatsrath Knorr, Kanzler Dr. Gareis und Professor Riegel stattgefunden hat und wäre daö hiervon erzielte Resultat vorerst abzuwarten.,. Der Neubau der Kliniken erforderte nach dem neueren Plan den Erwerb eines rostspieliaeren Flächengebietes als in dem ersten, von der Stadt angenommenen Plane vorgesehen war. Gegenwärtig weilt nun Herr Geh. Baurath Horst;von Darmstad hier, um mit den Vertretern der Stadt mündlich zu verhandeln; vorläufig jedoch verharrt die Versammlung auf ihrem früheren Beschluß. Don Seiten der Militärbehörde wird um Überlassung eines Platzes Zwilchen der neuen Kaserne und der Grünbergerstraße, zum Aufenthalt für Offiziere nn Freien, ersucht, was derselben gegen eine jährliche Abgabe von 20 zugestanden wird, ebenso wie die Ueberlassung eines Militärbadeplatzes unterhalb des MMNttbadeS. Die Erhöhung des Trottoirs auf dem Marktplatz von der Schulstraße bis zur Mäusburg wird den Anliegern zugestanden unter der Bedingung, daß dreie die Kosten derselben, mit Ausnahme der von der Stadt zu liefernden Wangensteine, zu Eüre Eingabe des Polizeiamts betr. Herstellung des theilweise eingesunkenen ^ottoirs vor dem Kreisamtsgebäude wird, da die Verpflichtung der Stadt hierzu nicht nocfc fl Feiglingen. vermischtes. Berlin, 7. Juli. Am Freitag Abend kehrte ein hiesiger Radfahrer aus der Grünwald-Chaussee von Beelitzhof nach Berlin zurück. Im Scheine seiner an dem Gefährt vorschriftsmäßig angezündeten Laterne bemerkt er plötzlich vor sich mehrere dunkle Gestalten, die er für Menschen hielt. Er gab das Zeichen mit der Glocke, dessen ungeachtet blieben aber die Gestalten unbeweglich stehen, bis der Radfahrer eine derselben anfuhr und herabsprang, um nicht zu stürzen. Jetzt erst» erkannte der nicht wenig Erschreckte, daß er in ein Rudel Hirsche gefahren war, die, von dem Lichte geblendet,, dieses neugierig betrachtend stehen geblieben waren. Brüssel, 8. Juli. Bei dem Brande der Universität zeichneten sich, wie die „Jnd. Belg." mittheilt, die Studenten in hohem Maße aus. Ihnen ist die Rettung der medicinischen Sammlungen und Instrumente, namentlich der kostbaren chirurgischen Sammlung, zu danken. Die werthvolle Mineraliensammlung ist leider vernichtet.. Die verbrannte Bibliothek war bei der „Union Belgique" versichert, lieber die Entstehung des Feuers verlautet nichts bestimmtes. Zwei Feuerwehrmänner der Ander- lcchter und einer der Brüsseler Feuerwehr wurden schwer, ein Unteroffizier der letzteren leicht verletzt. — sKönig Ludwig in der Schweiz.) Der „Bote der Urschweiz" enthält folgende Rückerinnerung: Es war im October des Jahres 1865, als kaum ein Jahr nach der Thronbesteigung der jugendliche begabte König — in seiner äußeren Erscheinung ein Ideal männlicher Schönheit — den klassischen Stätten der Urschweiz den ersten Besuch, abstattete. Der zweite und letzte Besuch erfolgte bekanntlich im Jahre 1881. Die dazumalige „Schwyzer Zeitung" gedachte in ihrer Nummer vom 24. October 1865 des ehrenden Besuches mit einigen Zeilen gebührender Anerkennung unter Entbietimg eines „warmen Grußes aus dem Lande Wilhelm Tell's an den jungen königlichen Freund". Diese Notiz ging in die damals in Augsburg erscheinende „Allgem. Zeitung" vom 2. November über und gelangte durch letztere zur Kenntniß des Königs. Unter gleichem Datum wurde sodann der Redaction der „Schwyzer Zeitung" folgendes königliche Handschreiben übermittelt: „Herr Redacteur! Mit inniger Freude las Ich heute den herzlichen Gruß des Landes Wilhelm Tell's und erwidere denselben aus ganzem Herzen. Ich grüße ebenfalls Meine lieben Freunde aus den Urfantonen, für welche Ich schon als Kind eine besondere Vorliebe hatte. Die Erinnerung an SDteinen Besuch der herrlichen Inner-Schweiz und bas biedere, freie Volk, welches Gott segnen wolle, wird Mir immer theuer sein. Mit wohlwollenden Gesinnungen bin Ich Ihr wohlgewogener Ludwig. Hohenschwangau, den 2. November 1865." — Der Erfindungsgeist der Yankes ist wirklich bewundernswerth. Bindet da. ein Biedermann, der an den romantischen Ufern des Codourus in Pensylvanien wohnt,. seinen Gänsen und Enten kurze Angelschnüre mit Haken und Wurm an die Beine und jagt sie dann in's Wasser. Die Fische beißen an und zerren an der Schnur, roorauf das Federvieh erschrocken an's Ufer eilt, am Bein hinten einen Fisch. Das Uebrige besorgt der Farmer. — sAuch ein Schimpfwort.) Ein Holzhacker hat feinen Kameraden weidlich durchgeprügelt und steht deßhalb vor Gericht. Der Richter: „Wie konnten Sie Ihren Freund, mit dem Sie so viele Jahre hindurch in Eintracht lebten, so arg mißhandeln?" — Angeklagter: „Gnädiger Herr Richter! Er schimpfte mich: Du Lump! Du Dieb! Du Galgenstrick! . . , Ich ließ mir das alles ruhig gefallen; endlich aber schrie er: Du Philosoph! Das konnte ich mir doch nicht gefallen lasse» da fiel ich über ihn her und das Unglück war fertig. , — EMlderungsgrund.) Verteidiger: „Und dann, meine Herren Geschworenen, noch einen Milderungsgrund, den ich zu Gunsten meines Klienten ausführen möchte. Derselbe erbrach einen feuerfesten Geldschrank, ein Meisterwerk der deutschen Schlosserei, ?on i?Aa&erf»älVb.i0C^a^ 2500 Mark geschätzt; mein Klient begnügte sich mit. ben 120 Mark, bte sich im Schranke befanden unb ließ das werthvolle Object bem. Besitzer zurück." Handel und verkehr. Schwarzseidene Faille Francaiae, Surah, Satin merveilleux, Satin Luxor. Atlasre. Damaste, Ripse und Taffete Mk. 1.80 per Meter Muster umgehend. Briese küsten 20 Porto ( ‘ 6oft,cf“ Zurl“^ Temperatur der Lahn. Am 10. Juli, iwischm 11 und 12 Uhr: Wasser 15«, Lust 12« R. im Schatten. L. Ehr. Rübsame». „ A ?ult. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund 0.80 -0 00, Hühnereier 2 St. 9—00 H, Enteneier St. 6—0 H, Käse pr St 5—9 A Ermatte 3-0 H, Erbsen pr. Liter 22 H, Linsen 30 Tauben per Paar 0 50 bis 0,60 Hühner per Stück Jn 0.85—1.20, Hahnen pr. Stück JL 0.70—1 30 ' Enten per ©tief 1-40-1.70, Ochsenfleisch per Pfund 62-^-64 Kuh- und Rindfleisch 52-56 Schweinefleisch 54-60 H, Harnmelflesich 50-66^ Kalbfleisch 40-48 rK s"’>S8« ’ll Ä6 °°u * H diese- Jranfen iL 'en Senugs^ "k-n-xch in, M.d'- 8r»n 'Uch Zahllose ^strafe ver- ln Hamburg e §üllc von )QB man fiä). nuk. Nicht! lwundbarstm, den berjdben [ gekränktem lhres Vaters' ™ den aüer- ielmä§ig von; lchc sich durch sbrer Einsicht, -chmähungen, enst ist vor nannrrn unb< hrer aus der mn an dem sich mehrere 8lote, dessen einednselbm st wenig Er- ‘te geblendet,. sich, wie die die Rettung chirurgischen rr vernichtet.. )tx die Ent- der Andcr- ' der letzteren iält folgende hr nach der leinuirfl ein ften Äefuch- 1881. Die t Mb des Ithuiß eines m Freund", litung" vom ater gleichem s königliche- ch heute bat izem Herzen. ,t Zch schon ich der hnr- e, wird M ^gewogener Bindet da- inten wohnt,- it Leine und ur, woraus )as Uebrige ien weidlich nmten Sie o arg w mich: Du ,i8 jefata; illrn lassen,- per« V Enten W? 10—40 \txW fltAf «et-r pn Ziirlö?; 133 schworencn, ren mochte« Schlosseret,- t sich Object dem Auszug aus den StaudeSamtSregistern des Standesamts Gietzea. Aufgebote. Juli: 3. Emil Ludwig Hinkler, Schlosser von hier, mit Anna Maria Backhaus aus Beuern, wohnhaft dahier. 5. Jacob Braunstein von Bruchsal, Maurer und Backsteinbrenner dahier mit Christiane Koch aus Lich, wohnhaft dahier. Sedorene. Juni: 26. Dem Tabakfabrikanten Wilhelm Gail ein Sohn. Hermann Wilhelm Erich. 28. Dem Fuhrmann Wilhelm Wilke, ein Sohn August uno ein Sohn Gustav. 28. Dem Kaufmann Georg Hauß ein Sohn, Bruno Heinrich August. 29. Dem Schlosser Max Eduard «Lchellwien ein Sohn, Erich Arnold. 30. Dem Hülfsführer an der Oberhessischen Eisenbahn Peter Gibb eine Tochter, Elisabethe Dorothea Katharina.' Juli: 1. Dem Sattler Karl Noll II. ein ^ohn. 1. Dem Postillon Johannes Trank ein Sohn. 2. Dem Stadtpostboten Heinrich Stephan ein Sohn, Gustav Wilhelm. 2. Dem Schreiner Otto Hinkler ein Sohn, Ferdinand Heinrich Wilhelm. 3. Dem Steinhauer Karl Hewel eine Tochter, Regine Marie Elisabethe. 5. Dem Postsecretär Karl Kaus ein Sohn, Franz Heinrich. 6. Dem Musikalienhändler Oskar Zack eine Tochter, Elsa Adele Luise. 7. Dem pensionirten Rangirer Georg Merkel eine Tochter, Auguste Elise Rudolfine. Gestorbene. Juli: 3. Emilie Luise Pfeil, 2 Jahre alt, Tochter von Gastwirth Ludwig Pfeil. 3. Ein Kind weiblichen Geschlechts, noch ohne Vornamen, 2 Tage alt, Tochter von Möbelhändler Ernst Lotz. 4. Conrad Balthasar Noll, 63 Jahre alt, Rentner. 4. Heinrich Cappeller, 46 Jahre alt, Maurer wohnhaft dahier. 7. Otto Heinrich Johann Ferdinand Reinhardt, 7 Jahre alt, Sohn von Gastwirth Christoph Reinhardt. 7. Adam Beimborn, 63 Jahre alt, Schäfer, wohnhaft dahier. 8. Katharine Wißner, geb. Sehrt, 78 Jahre alt, Wittwe von Taglöhner Johannes Wißner. 8. Karl Eidmann, 3 Jahre alt, Sohn von Kutscher Georg Eidmann dahier. 8. Hermine Marie Nicolay, 1 Jahre alt, Tochter von Weißbinder Karl Nicolay. Auszug aus drn Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Den 3. Juli. Dem Zugführer Gerhard Schepers ein Sohn, Hans Wilhelm, geboren den 14. Mai. Luis- Adö?fin'-,^b°r-?dm ÄnL dnC ^r, J°h-nn- Lis-ti- d-n 24®gjtobCn' $Cm Fabrikarbeiter Johannes Fehl eine Tochter, Elisabeth, geboren Karolin^gLen Ä eine Wilhelmine gebore/den^ ^Jult Maurermeister Wilhelm Steinbach ein Sohn, Conrad, _ t Beerdigte. gestorbenbden 4^uli $°nra& Balthasar Noll, Rentner, verheirathet, alt 63 Jahre, mrnk. J» $.ulL 6eb. Krämer, Ehefrau des Fabrikarbeiters Wilhelm Gehrke tn Wetzlar, alt 35 Jahre, gestorben den 5. Juli. den 4 Suh610™’ ^einri£^ Cappeller, Maurer, verheirathet, alt 46 Jahre, gestorben Den 9. Juli. Adam Beimborn, Schäfer, alt 63 Jahre, gestorben den 7. Juli. t ^bciL Katharine Wißner geb. Sehrt, Wittwe des Taglöhners Johannes Wißner in Beuern, alt 78 Jahre, gestorben den 8. Juli. Brodpreise vom 11. bis 2 5. Juli 1886. der Bäcker lbrod . 1 Gieße«, den 10. Juli 1886. 2 1 2 3 . 27 Schwarzbrot) 2. Sorte 21 <4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 42 .6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei L. Keil, I. Lein, K- Haas, L. Schneider 63 1 Kgr. (2 Pfd.) Weiß! ...... 2 „ (4 P b.) Weitzbrod .... 54 2 P b.) Schwarzbrod 1. Sorte 24 4 P d.) Schwarzbrod 1. Sorte 48 2 Md., ~ - der BrodveMufer H 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 27 2 „ (4 „ ) „ .....U 1 » (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 24 2 r (4 , ) Schwarzbrod 1. Sorte 48 3 N (6 » ) Schwarzbrod 1. Sorte — 1 w (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte M 2 w (4 , ) Schwarzbrod 2. Sorte 48 3 - (6 , ) Schwarzbrod 2. Sorte — Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Verdingung der Arbeiten zur Umdeckung de- Schieferdaches auf dem alten Güterschuppen zu Treysa. Termin 22. Juli 1886, Vormittags lP/2 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten zu Marburg. Bedingungen n. s. w. können daselbst eingesehen und die Verdingungsunterlagen gegen kostenfreie Einsendung von 0,50 von dort bezogen werden. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Königliche Eisenbahn - Bau - Jnspection Marburg 5046 Schwamborn. MobUien- I" Versteigerung. Montag den 12. Inti, Nachmittags 2 Uhr, wird mit der Versteigerung der zur Hinterlassenschaft der Frau Assessor Langermann'S Wittwe (Schiffenberger Weg 21 im G. Patz'scheu Hause) gehörigen Mobilien sortgefahren und kommen hierbei insbesondere Sopha, Stühle, Tische, Schränke, einige sehr schöne Lampen, Bettladen mit Sprungfeder - Matratzen, Weißzeug, Bettzeug re. zum Ausgebot. Hoffmann, Ortsgerichtsmann. Nähere Auskunft bei Louis Rothenberger. 5070 Mühle zu verpachten. Die Reitzenmühle auf der Rabenau, bei Londorf, mit Waffergefäll von 4 Meter ist mit 4 Morgen zugehörigem Land, unter den auf der Rentei Rabenau einzusehenden Be- dingungen auf 18 Jahre zu verpachten. Gebote sind verschlossen bis längstens 31. August d. I., Mittags 12 Uhr, bei der unterzeichneten Rentei einzureichen, zu welcher Zeit dieselben eröffnet werden sollen. Rabenau, Post Londorf, den 9. Juli 1886. Die Rentei der Freiherrn von Nordeck zur Rabenau. 5073 Schmidt. Keilgeöotenes. £047] Reue Kartoffeln zu verkaufen Kranksurterftraße 69. Allgemein«» Anzeiger. Bekanntmachung. Das 1. und 2. Ziel Communalsteuer 1886/7 kann in den nächsten 8 Tagen an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur hiesigen Stadtkaffe bezahlt werden. Gießen, den 10. Juli 1886. Manufacturwaaren,Tuch-& Buckskin-Lager Grosse Au swahl Martin Scheel 5. Marktplatz 5. 5044 Der Stadtrechner: H. Enders. ö UMMUWMW pro 1886 ist in der Exped. d. Bl. für Mk. 3 zu erhalten, /nm PftClLpllßP“ Wher Cafe Schwan) tilllll „I InMIU lll l neben der Stadlpost. Einem geehrten Publikum zur gefl. Nachricht, dass ich die seither von Herrn F. Schwinn innegehabte Restauration übernommen habe. Es wird mein Bestreben sein, durch gute schmackhafte und preiswerthe Küche allen gerechten Anforderungen zu genügen und bemerke ich, dass ich einen guten MittÄgstisch führe, auf welchen ich besonders aufmerksam zu machen mir erlaube. (Im Abonnement 75 Pfg.). Für reichhaltige Speisekarte ist stets gesorgt. Ausserdem empfehle ich ein hochfeines Glas Exportbier aus der Brauerei von (wehr» Koehrlc« F. J. Müller, 5043 Restaurateur im Postkeller. Loose zur Lotterie der Stadt Baden-Baden sind zu haben io der Expedition des Gießener Anzeigers, Tchulstraße 7. Out gearbeit Polstermöbel, Stühle, Spiegel, Bettfedern -mpfi-hlt c. Leisler, 5053_________Tapezier, Neustadt 33. Franz. Champignons feinste Marke (Guillaumie), frische Sendung bei 5064 A» Koch Nachfolger. ia. Sardellen in vorzüglicher Waare empfiehlt 5075 H. Fe Nassauer. Zum Einmachen empfehle fst. Rum, Arac, Coguae, Burgunder-Essig, Wein-Essig und Gewürze. 5067 ___s7. G. Hleinhenn. Ein Wohnhaus nebst Stall und Scheune zu verkaufen. Lage sehr schön. Die ganze Einrichtung eignet sich zu einem Ge- schästshause. 5080 Näheres bei Ang. Geller I. Wwe., Königsberg.______ SHühä Montag, Mittwoch und Freitag Morgens von 9 Uhr an bei Fr. Hennings, 5068 SelterSweg 14._____ la. Frische Butter bei 10 Pfd. das Pfd. 75 5063 H. F. Nassauer. Feinste neue MatjeShäringe, neue holl. Vollhäringe, neuen Krone«-Hummer (diesjähriger Ernte), 5066 bei A Koch Nachfolger, Hamburger Fisch- u. Delikateff-Hdlg. Lotterie von Baden-Baden^ Ziehung am 2. August. Loose sind zu haben bei 5041 Julius Wallach» la. neue holl. Vollhäringe eingetroffen. 5077 H. F Nassauer. 5050 Eine Kelter mit Obstmühle zu verkaufen. K. Klemmrath. / . Sie««» Gtessen9 s» B 2», S «3 QlK-Mt' 5054 statt, wozu ergebenst einladet Mcfu Vogel* Zucker 5076 Grün CO 1O zu vermiethen Marktplatz 2. Redaetton A. Scheyva. Bender in Gießen gestatten uns, denselben schließbarer Möbelwagen Fr. Teipel, Markt k6. 5055 In meinem neu erbauten Hause, Licher Straße in Gießen, ist der 1. und 2. Stock, sowie Mansarde, von je vier Zimmern mit allem Zubebör, zu vermiethen. Beziehbar am 1. August. I. Nickel, Wieseck. 4909 Ein anständiger Arbeiter kann Kost und Logis erhalten. Neuen Baue 17. 5039 Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen- Bahnhofstraße 24 III. 4812 Einen Jungen nimmt in die ^ehre Glascrmeister Luh. Umzüge werden besorgt mit und ohne Umladung und unter Garantie bei billigster Berechnung. 426 Möbeltransport von J. Kessler, Canzleiberg 9. Meine Wohnung befindet sich Kaplaneigaffe 5 neben der Ennelupotheke. 5059 C. RsSTKTZSz^SMHmacher^ SSteuer inmitten der (Ltadt unter sehr günstigen Bedingungen ^«?5?aufen, eventl. zu verpachten. Näheres in der Exped. b- Bl. Gcschästs-Uebernahme oder Beiheiligung v. erfahr. Kaufm., eoangel., ledig, gesucht. Heirath nicht ausgeschlossen. Offerten sub C 2343 an Rudolf Masse, Cöln, erbeten. 5049 Burgruine Staufenberg s Bei dem am 11. und 32. Juli dahier stattfindenden Sänger- feste findet 5045 I WVhmmgs- Veränderüng. Ich wohne seit 1. Juli Gr. Mühlgaffe 19. Carl Joghardt III. Lehrling mit den nöthigen Vorkenntnissen, für das Comptoir unserer Cigarrenfabrik gesucht. 5055 S. Bender & Cie. 11 < | II r aue |||k porösem Stoff sehr angenehme praktische Sommertracht. Alleinverkauf bei (Spediteur-BereLn, gegr. 188«) Wir beehren uns zur Kenntniß zu bringen, daß Herr JDudwig unserem Verbände als Mitglied beigetreten ist und in allen Sorten, empfiehlt zu den billigsten Preisen Photographische Anstalt von Franz ^erbode Giessen Kaplansgasse (nächst dem Kreuz). Anfertigung von Photographien in jeder Art und Grösse. 2915 Aufnahmen bei jeder Witterung. Reiraiu f Jungfrau IN. groß. Ber- n sw a, = "Scht- beiratt). u" bl Berlin, „General-Anzeiger“. Anonyme u. spaßh. Antr. verbeten. 4882. Auf Vorstehendes höfl. Bezug nehmend stehen zu jeder Zeit Transport- Wagen sowohl zu Umzügen innerhalb der Stadt als auch für jede Entfernung im In- und Auslande zur Verfügung. 5048 Hochachtungsvollst Ludwig Beider, MödeUrangporlrur. war Statutenmäßige 5060 Montag den 12. d. M., Abends 81/2 Uhr, im Vereinslocal Cafe Richter, Schloßgasse 9. Internationaler Möbeltransport-Verband Oswaldsgarten, nur für kurze Zeit! Bei brillant strahlender electrischer Beleuchtung, nur von Sonntag den 11. bis Donnerstag den 15. Juli Grand Theater Central, Dlrection L. Praiss, mit seiner ausgezeichneten Künstlertruppe, 25 Personen, Herren und Damen, nur Specialitäten. Täglich 2 große brillante Vorstellungen, Anfang Nachmittags 4 und Abends V.V Uhr. Physik, Illusion, Gymnastik, Aerobatik, Jongleurie, Ballet u. Pantomimen. Prachtvolle patentirte 10fache Ntesen- Wnnder-Fontaine. sog. Calospinte-chromocbrene, mit ihren tausenderlei Farben in den Wasserstrahlen, nut lebenden Nymphen und Najaden. Oriainal- Geister- und Gespenster-Erscheinungs-Pantomimen. Preise der Platzer Sperrsitz 1