Donnerstag den 11. März Re. SS Preis vrertenührlrch 2 Mar? 20 Pf. mit Bring-rttk 2)urch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar? 50 Erscheint tLgttch mit «Asnrhme deS Msnt«g-. Btltean r Schulstraße 7. cnbud) (5 rung Entgegenkommen gefunden hat und daß dieselbe derartigen Bestrebungen die wohlwollendste Förderung zu Theil werden lasten wird. Das mit so vieler Bestimmtheit aufgetretene Gerücht von der bevorstehenden Demission des französischen Botschafters in Berlin, Barons de Courcel, wird jetzt von der „Agence Havas" als durchaus unbegründet erklärt. Man kann nur darüber Genugthuung.empfinden, daß der jetzige Vertreter der französischen Nevublik am Berliner Hofe, besten Tact und Umsicht die gegenwärtigen ausgezeichneten officiellen Beziehungen zwischen dem Deutschen Reiche und Frankreich in erster Linie zu danken sind, seinem Wirkungskreise erhalten bleibt. Dem französischen Consul in Sofia ist Seitens der bulgarischen Regierung angezeigt worden, daß die Zoll-Linie zwischen der Türkei und Ost- Rumelien bis aus Weiteres aufgehoben sei. Ob hiermit diese in der orientalischen Krisis neuerdings ausgetauchte Nebenfrage wieder von der Bildfläche verschwindet, bleibt noch abzuwarten. Die Vermuthung, daß im englischen Cabinet eine ernste Krisis wegen der Meinungs-Verschiedenheiten der Cabinets-Mitglieder über die irische Frage drohe, scheint sich doch zu bestätigen. Von gut unterrichteter Seite verlautet, der Premier Gladstone sei entschlosten, seinen Vorschlägen betreffs Irlands die Bildung einer eigenen irischen Regierung mit einem Parlamente in Dublin zu Grunde zu legen, da er hierin die einzige Lösung der irischen Frage erblicke. Man spricht deshalb von der Wahrscheinlichkeit des Rücktrittes Trevelyan's, Chamberlain'S und anderer Cabinets-Mitglieder, die mit der irischen Politik Gladstone's nicht einverstanden sind. Daß diese Differenzen ernster Natur sein rnüsten, geht daraus hervor, daß die Königin am Freitage mit Mr. Gladstone längere Zeit conferirte, nachdem sie schon vorher Lord Roseberry, den Minister des Auswärtigen, und Lord Granville empfangen hatte. Die für vergangenen Sonntag in Manchester angekündigt gewesene socialdemokratische Versammlung ist merkwürdiger Weise verlaufen, ohne daß cs zu Ausschreitungen gekommen wäre. Die auf der von etwa 5000 Personen besuchten Versammlung gehaltenen Reden trugen einen sehr gemäßigten und sachlichen Charakter und scheint es in der Thal, daß die Bewegung unter den englischen Arbeitern in ruhigere Bahnen einlenke. Es wurden mehrere Resolutionen angenommen, in denen die Erwartung auf Arbeit für diejenigen, . welch. Mangels solcher Hunger leiden, sowie die Hoffnung auf Ausführung non öffentlichen Arbeiten, welche den dabei Beschäftigten .einen für ihren Lebensunterhalt ausreichenden Lohn gewähren, ausgedrückt wird. Die Versammlung; ging hieraus ruhig auseinander. Eine neue Botschaster-Conserenz in Konstantinopel ist in Sicht. Dieselbe wird sich mit dem türkisch - bulgarischen Abkommen wegen Ost- Rumeliens zu besaffen haben. Wie in einem Rundschreiben der Pforte mitgetheilt wird, hat letztere dem von den Großmächten modificirten Abkommen zugestimmt, in welchem namentlich der militärische Theil Hinweggelaffen worden ist. Der abgeänderte Entwurf bestimmt, daß das General-Gouvernement von Ost'Rumelien gemäß Art. 17 des Berliner Vertrages dem Fürsten von Bulga- rien übertragen wird. Die von einer türkisch-bulgarischen Commisston binnen 4 Monaten vorzunehmenden Abänderungen des organischen Statuts werden der Sanction einer Conserenz unterbreitet und bis diese erfolgt ist, dauert die provisorische Verwaltung OstMumeliens fort. Die Pforte erficht schließlich die Mächte, d'e Botschafter in Konstantinopel zu der Theilnahme an der Conferenz zu ermächtigen, um das dergestalt abgeänderte Abkommen zu sanctioniren. Der Fürst von Bulgarien hat ebenfalls Befehl zur Demobilisirung des Heeres gegeben Unter den Angestellten der verschiedenen New-Dorker Pferdebahn- Gesellschaften scheint ein förmliches Strike-Fieber ausgedrocken zu sein. Nachdem erst in voriger Woche ein Strike der Angestellten der (alten) New-Dorker Pferdebahn mit deren Siege geendet hatte, stellten dieselben am Samstag den Dienst wieder ein und kam es sogar zwischen ven Strikenden und der Polizei zu Zusammenstößen. In Folge eines Ausgleiches wurde jedoch dieser Strike noch im Laufe des Tages wiederum beendigt. Außerdem stellten 9000 (?) Arbeiter der Südwest-Pferdebahn die Arbeit ein, da indeffen die Beamte der Pferdebahn den Strike nicht mitmachten, so blieb der Betrieb ungestört. Politische Ueberstcht. Gießen, 10. März. So ist denn nun auch die Monopol-Vorlage glücklich in den Hasen der Commissions-Berathung eingelaufen, aber Herr Windthorst halte vielleicht nicht ganz Unrecht, wenn er am Samstag meinte, die Commlssions« Berathung wäre eigentlich gar nicht nölhig. Denn die dreitägigen Verhandlungen des Reichstages über den Vranntwein-Monopol-Entwurf haben doch zur Genüge ergeben, daß an seine Annahme nicht zu denken ist, wenigstens nicht in der gegenwärtigen Gestalt, und ob die Commission noch etwas aus dem Entwürfe machen wird, erscheint mindestens sehr zweifelhaft. Es muß ja zugegeben werden, daß die große Majorität des Reichstages die Nothwendigkeit einer höheren Besteuerung des Branntweins behufs Deckung der großen Bedürfnisse iin Reiche wie in den Einzelstaaten und den Gemeinden anerkannt, die Redner des CentrumS wie der Nationalliberalen und der Conservativen haben sich hierüber klar ausgesprochen, jedoch über die geeignetste Steuer gehen die Meinungen noch weit auseinander. Es ist daher, wie schon angedeutet, sehr zwei- selhasl, ob sich die Commission über den Steuermodus einigen wird und wenn von mehreren Seiten die Hoffnung geäußert worden ist, die Commission werde am Ende doch noch zu einem ersprießlichen Resultate gelangen, so scheint diese Hoffnung, nach dem Stande der ganzen Frage zu urlheilen, als eine recht precäre. Jedenfalls kann man den Monopol-Entwurf zu den Tobten legen, wenngleich der Reichskanzler am letzten Tage der Generaldebatte durch Staats- fecretär o. Bötticher erklären ließ, daß die Gerüchte, wonach er, der Kanzler, von der Monopol-Vorlage Abstand genommen habe, durchaus nicht Der Wahrheit entsprächen: diese Erklärung kann man nur als ein Rückzugs-Manöver betrachten. Daß aber früher oder später ein Modus über die geeigneteste Besteuerung gefunden werben muß, ist klar, und wird es schließlich Der Regierung auch an Unterstützung der Reichstags-Mehrheit, um zu diesem Ziele zu gölangen, nicht sehlen. Die kirchenpolitische Commission des Herrenhauses beendigte noch in voriger Woche die erste Lesung der Vorlage, wobei mehrere vom Bischof Kopp gestellte Amendements theils unverändert, theilS modificirt zur Annahme gelangten. — Die Commission des Abgeordnetenhauses zur Vorbe- rathung des Ansiedelungs-Gesetzes lehnte am Samsrag den Antrag auf Erbpacht mit 9 gegen 9 Stimmen ab; der erste Paragraph, welcher 100 Mill. «M. zur Verfügung stellt, wurde mit 11 gegen 7 Stimmen angenommen. Die Nachrichten über das Befinden des Erbgroßherzogs von Baden lauten etwas günstiger, doch ist noch immer Fieber vorhanden und sind die Schwankungen dem Charakter der Krankheit entsprechend. Heber die neuesten deutschen Besitzergreifungen in Ost- Afrika schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.": Wie wir hören, sollen die Oberhäupter des an der Ostküste Afrikas südlich und nördlich von Mombas ansässigen Stamm.s der Masamis ober Msara, nämlich der Schech Mbarak von Gasi und der Schech Salim von Taukaungu, die betanr.ten Afrikareisenden Gebrüder Denharor ermächtigt haben, das Land der Miara unter die Schutzhoheit des Deutschen Reiches zu bringen. Deutschland steht in jenen Gegenden in hohem Ansehen, während die von Zanzibar kommenden Araber dort angeblich unbeliebt sind. Das Gebiet Möarak von Gasi ist sreilich zur Zeit ein noch viel um* stritt eins. Nicht nur der Beherrscher des Suahebi-Lanoes, Sultan Achmet von Witv, erhebt daraus als allein "berechtigter Souverain Ansprüche: auch der Sultan von Zanzibar behauptet, dort Hoheitsrechte zu haben, und endlich leitet die deutsch - ostafrikanische Gesellschaft aus einem kürzlich von ihr mit Mbarak getroffenen Abkommen, durch das ihr sämmtliche Rechte der Herrscher-Familie der Msara übertragen sein sollen, vertragsmäß ge Ansprüche auf den Besitz von Gasi her. Unter diesen Umständen dürfte voraussichtlich die kaiserliche Regierung den an sie gerichteten Schutzanträgen erst dann näher treten, wenn die Untersuchungen der gegenwärtig in Zanzibar tagenden internationalen Grenz- regulirungS'Commission zum Abschluß gediehen sein werden. Der Fürst von Montenegro ist nun zwar schon längst von Wien nach dem Lande Der „Schwarzen Berge" zurückgekehrt, aber sein mehrtägiger Auienth ckt in der Kaiserstadt an der Donau wird in der europäischen Presse noch immer lebhaft erörtert. Nach dem, was von officiöser Seite neuerdings über den Besuch des Fürsten in Wien geschrieben, scheint es nun, daß derselbe keineswegs rein politische, sondern vielmehr handelspolitische Zwecke verfolgt hat. Dieselben galten der Etablirung einer selbstständigen montenegrinischen Schiff- siÄrts-Gesellschast und dem Bau von Straßen vom Meere nach dem Innern Montenegros. Durch Act. 29 des Berliner Vertrages ist Montenegro gehalten, beim Baue von Straßen und Eisenbahnen durch montenegrinisches Territorium mit Oesterreich zu verhandeln und schon hieraus würde sich die Anwesenheit des Fürsten Nikolaus in Wien erklären, außerdem würde die Errichtung einer montenegrinischen Schifffahrts-Gesellschaft die Emaneipation Montenegros vom öfter- relchlsch ungarischen Lloyd bedingen und man darf daher annehmen, daß der Fürst auch nach dieser Richtung hin bei den maßgebenden Wiener Faktoren thätig gewesen ist. Darüber, was er erreicht hat, gehen die Meinungen jedoch noch auseinander, namentlich was Die Angelegenheit der montenegrinischen Schussfahrts-Gesellschaft anbelangt. Man wird aber wohl nicht irren, wen« man annimmt, daß der montenegrinische Herrscher sowohl in dieser Beziehung, als auch hinsichtlich des projectirten Straßenbaues bei der österreichischen RegieBitten, in btt S., S]. - unsrer Sty 'S "r* $,n„,r2k '»“'n Ä?9t* VrW SL-S'' DSN lvlläre T——_j.i W* oiif ufort kirr is-M x*\ IU Mm. welches dic fo ®?n null, findet litk d mäßigen PenljW me 6rp(bilion dich; Meilen potenp -SZ eptdalorit, Itcnd Keichs- uni ii'Mskhe mut Selverde- rankenverficher- T und das Un> ung-gtsetz mein Lvrterduche. 2 Mk. 50 Pf. licrlagslMung, ljig ngs-Agenieil , Hamburg und M >. Bücking in- .jflgnt in Ulsfel^ iReparatures af, M-chm'k"- iaafft 17- - Mt s fferten m der . Telegraphische Depeschen. Walff'S telegr. Lorresponderrr >> Bnrearr. Berlin, 9. März. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Der Gesundheitszustand des Reichskanzlers hat sich leider wieder verschlechtert; die rheumatischen Schmerzen haben sich erheblich verschärft, rvas, wie es scheint, darauf zuruckzufuhren sei, daß Fürst Bismarck gegen den ärztlichen Rath sein Stimmorgan zu großer Anstrengung ausgesetzt habe. c , , . - Dieselbe Zeitung meldet ferner: Der Viceadmiral -.Schleinitz wurde von der Neu-Guinea-Compagnie als Landeshauptmann für dre deutschen Schutzgebiete im Kaiser-Wilhelms-Land und im Bismarck-Archipel gewählt. Derselbe nahm Die Wahl an. Die Ernennung ist vom Reichskanzler genehmigt worden. Berlin, 9. März. Die „Nordd. Allg. Ztg." wendet sich gegen die in der Presse ausgesprochene Erwartung bezüglich der Betheiligung deS Nelchskanzlers an den^Eom- missionsberathungen über die Monopolvorlage. Der Zweck der Bethelligung des Reichskanzlers könne nicht sein, die verschiedeneii für die Besteueruiig des Branntweins vorgebrachten Ideen in einen neuen Gesetzentwurf zu fassen. Der Kanzler sei durch dre Entschließungen des Bundesrathes an die Monopolvorlage gebunden. Erst nach Ablehnung desselben käme die Frage, ob eine neue Besteuerung des Branntweins von liblk" etatb«1’ .Hellen rJL ? - • , pn 5 Reichswegen oder die Besteuerung in den einzelnen Bundesstaaten in Angriff genommen werden solle. Da der Reichskanzler an dem Monopol als der richtigsten Form der Branntweinbesteuerung festhalte, so liege kein vernünftiger Grund vor, daß derselbe ' der Commissionsberathung beiwohne. Da ein Erfolg der Vorlage ausgeschlossen, so sei auch die Frage über die Theilnahme des Reichskanzlers entschieden. — Das Abgeordnetenhaus setzte die Berathung des Cultusetat fort und erledigte denselben bis zum Kapitel „Katholische Geistlichkeit und Kirche" unverändert. Gegenüber dem Antrag Bachems, die Position für den Kirchengerichtshof zu streichen, hob der Cultusniinister hervor, daß diese Position auf einem Gesetz beruhe, die neue Kirchenvorlage aber, die die Aufhebung des^Gerichtshofes vorsehe, noch nicht Gesetz geworden ist. Gegenüber Neubauer, der die Stellung der Negierung zu dem Bischof Marwitz zur Sprache brachte, legte der Kultusminister dar, daß die polnische Agitation dem Amtsoorgänger des Bischofs seine Stellung unerträglich machte. Mit dem Eintritt Marwitz', dessen Loyalität nicht zu bezweifeln sei, habe die Agitation zwar aufgehört, die Folgen derselben hätten aber zur Zurückdrängung der Deutschen geführt. Bei dem Kapitel „Zuschuß für den altkatholischen Bischof" wird die Berathung auf morgen vertagt. Paris, 9. März. Der Ministerrath beschäftigte sich heute Morgen mit den Arbeiteroerhältnissen in Decazeville. Nach den dem Minister des Innern vorliegenden Berichten hat sich die Lage daselbst gebessert. — Eine Depesche aus Saigon vom heutigen Tage theilt mit, daß die Aufständischen in der Umgegend von Tonrane einen Eapitän und 10 Soldaten getödtet haben und bis Quinhone vorgerückt sein sollen; eine amtliche Bestätigung liegt jedoch bisher nicht vor. — Die Akademie der Wissenschaften hat gestern dem Project zugestimmt, für Pasteur ein Heilinstitut gegen die Tollwuth zu errichten, welche zur Aufnahme sowohl von Franzosen wie von Ausländern bestimmt sein soll. Die Morgenblätter fordern das Publikum zur Subscription für das Institut auf. Petersburg, 9. März. Durch kaiserlichen Befehl werden die lutherischen Parochial- und Landgemeindeschulen Livlands, sowie die Dorfvolksschulen Esthlands, Kurlands und die Lehrerseminare der baltischen Provinzen, dem Ministerium für Volksausklärung unterstellt. — Das Gesetz, welches die Prägung von 6 Millionen Rubel Silber-Scheidemünze anordnet, ist veröffentlicht worden. Newyork, 9. März. Gestern haben hier 4000 Tischler und Zimmerleute die Arbeit niedergelegt, von einzelnen Arbeitgebern wurden die Forderungen der Strikenden alsbald bewilligt. Auch unter den Kohlenarbeitern in Maryland ist ein Strike ausgebrochen, aus mehreren anderen Gegenden der Vereinigten Staaten werden gleichfalls Strikebewegungen gemeldet. Lokale-. G. Gießen, 10. März. (Sterblichkeit in Gießen.] Die Sterblichkeitsziffer blieb während der Woche vom 28. Februar bis 6. März genau auf demselben Stande, wie in der unmittelbar vorausgegangenen Woche, nämlich auf 7. 2 Kinder starben, nur wenige Stunden nach der Geburt, an allgemeiner Schwäche. Erwachsene starben 5, nämlich je eine Person an Lungenentzündung, Bronchienerweiterung, Lungenschwindsucht, Gehirnerweichung, Krebs. UrriversttätS - Chronik. Zürich, 7. März. Nach der „N. Z. Z." wurde durch den Regicrungsrath Herr Dr. Justus Gaule aus Darmstadt, bisheriger Stellvertreter des Herrn Professor Luchsinger, zum ordentlichen Professor der Physiologie an der med. Fakultät der Hochschule gewählt. — In der philosophischen Fakultät der Universität Berlin habilitirte sich vr. Wahn sch affe mit einer Vorlesung über die Loeßartigen Bildungen am Rande des norddeutschen Flachlandes und Dr. Jeune mit einer Vorlesung über den heutigen Standpunkt der Anschauungen über Mimesie. - In Leipzig habilitirte sich als Historiker Dr. W. Busch, ein Sohn des verstorbenen Bonner Chirurgen. — Prinatdocent Dr. H. Grosse in Berlin ist zum stellvertretenden Director der Lebens-, Pensions- und Leibrenten-Versicherungsgesellschaft „Iduna" zu Halle gewählt und wird in diesen Tagen diese Stellung antreten. Der Weltpostverein und die deutsche post. Das internationale Postbureau in Bern veröffentlicht soeben eine Statistik der Postverwaltungen der dem Weltpostverein angehörigen Staaten auf das Jahr 1884 (Statiatique G6n6rale du Service Postal dana les Paya de l’Union Postale Universelle), aus der wir bezüglich Deutschlands und einiger anderer europäischer Länder Folgendes entnehmen: Was zunächst die Zahl der Postämter anlangt, so steht von den europäischen Staaten England mit 16,434 obenan, sodann folgt Deutschland mit 15,428, Oesterreich-Ungarn mit 7804, Frankreich mit 6587, Rußland mit 4764, die Schweiz mit 2936, Schweden mit 1965, die Niederlande mit 1274, Norwegen mit 1070, Portugal mit 1051, Belgien mit 855, Dänemark mit 696. Rumänien mit 248, Griechenland mit 213. Für Italien sind keine Notizen vorhanden. In der Schweiz kommt schon auf 14,1 qkm ein Postamt, in England auf 19,3, in den Niederlanden auf 25,8, in Belgien auf 34,4, in Deutschland auf 35, in Dänemark auf 56,9, in Oesterreich auf 71 6 in Frankreich auf 80,2, in Portugal auf 87,8, in Ungarn auf 89,2, in Schweden 'auf 225,4, m Norwegen auf 297,4, in Griechenland auf 298,6, in Rumänien auf 645,8, in Rußland kommt erst auf 4663,3 qkm ein Postamt. .. . Ein anderes Bild ergibt sich, wenn wir die Zahl der Beoölkerungsköpse, auf Postamt: fallt, in's Auge fassen. Hier steht die Schweiz wieder obenan, schon auf 964,5 Menschen kommt ein Postamt. In Norwegen kommt sodann auf 1814 -"lAn"". Postamt, in@nflIanb Quf 2188,2, in Schweden auf 2342,8, in Dänemark auf 284a,8, in Deutschland auf 2931,9, in den Niederlanden auf 3358,1, in Ungarn i" Portugal auf 4329,9, in Oesterreich auf 5283,8, in Frankreich auf 5719,1, in Belgien auf 6691, in Griechenland auf 9291,8, in Rumänien auf 20 322 6 und in Rußland auf 21,272,5. ' . , . Zahl der Postbeamten steht England obenan mit 95,553, sodann folat ?n^ld,lanb mit 83-116’ Frankreich mit 53,516, Oesterreich mit 18,485, Nutziand mit 16,880, Ungarn Mit 742a re. dL/^hl der ausgestellten Briefkästen steht Deutschland an erster Stelle mit 66,626 Briefkasten. An zweiter Stelle erscheint Frankreich mit 56,541, an dritter England mit 33,000, an vierter Oesterreich mit 10,242, an fünfter Rußland mit 9026 sodann folgen Dänemark mit 7883, Belgien mit 5992, die Schweiz mit 5782 Ungarn mit 5286, die Niederlande mit 3295, Schweden mtt 3284, Portugal mit 2351 Rumänien mit 767, Norwegen 522 und Griechenland mit nur 454 Briefkästen Im inneren Dienst beförderte Deutschland 633,808,900 Briefe, 202 948 400 einfache Postkarten, 2,064,100 Postkarten mit Antwort. Sendungen von' Zeitschriften wurden 3,226,900 mit 489,198,100 Nummern befördert, sowie 157,391 400 andere Drucksachen. Weiter beförderte die deutsche Reichspost 9,974,700 Waarenproben , 12,862,400 recommandirte Sendungen, 7,575,300 Geldbriefe mit einem deklarirten Werthe von ca. 8000 Millionen JL, sowie ca. 87 Millionen Pallete. Die genannnten Zahlen sind nur die für den inneren Verkehr, ausschließlich des Verkehrs von und »ach dem Auslande. Von großem Interesse für die Beurtheilung der wirtschaftlichen und Cultur- verhältnisse eines Landes erscheint die Zahl der pro Kopf der Bevölkerung entfallenden Briefe und Postkarten. In England entfielen auf den Kopf 42,3, in der Schweiz 25 4 in Deutschland 19,8, in Belgien 19,4, in den Niederlanden 19,3, in Frankreich 17 02' in Dänemark 15,5, in Oesterreich 14,3, in Schweden 8,7, in Norwegen 7,5, in Ungarn 6,4, in Portugal 4,2, in Griechenland 2,3, iu Rumänien 1,8 und in Rußland 1 3 Briese und Postkarten. ' Recht interessant ist auch das Kapitel der Einnahmen und Ausgaben der einzelnen Postverwaltungen. In England wars die Post über 64 Millionen Francs ab in Deutschland über 33 Millionen, in Frankreich über 27 Millionen, in Oesterreich-Ungarn über 15 Millionen Francs. Von den angeführten 15 Staaten erfordern drei einen Zuschuß zur Postverwaltung, Rußland, Portugal und Norwegen. Vermischtes. Friedberg, 6. März. Die Ausführung der längst erstrebten Eisenbahn Homberg-Friedberg ist der Verwirklichung um einen Schritt näher gerückt. Die Kgl Eisenbahndirection in Frankfurt a. M. ist Seitens des hessischen Ministeriums zur Vornahme der Vermessungs- und Vorarbeiten auf hessischem Gebiete ermächtigt worden, woran sich selbstverständlich die gleichen Arbeiten auf preußischem Gebiete schließen. Darmstadt. Im Jahre 1884—85 waren im Großherzogthum 306 Bierbrauereien (173 in den Städten, 133 auf dem Lande) vorhanden, von diesen sind im Laufe des Jahres im Betrieb gewesen 256, die zusammen an steuerpflichtigen Braustoffen 19 311288.5 Kilogramm verwendeten und 808 931.5 Hectoliter Bier (7463.78 Hectoliter mehr als im Etatsjahr 1883-84) bereiteten. Die Brutto-Einnahme der Brausteuer belief sich, nach Abzug der 37 431.85 JL betragenden Steuerrückvergütung für ausgefuhrtes Bier, auf 734 421.25 JL (8483.50 mehr als im Etatsjahr 1883-84). Dazu kommen 43 388.87 JL Uebergangsabgaben von namentlich aus Bayern ein- geführtem Bier (11496 JL mehr als im Etatsjahr 1883-84) und 746.15 (1772 jl weniger als 1883—84) Eingangszoll von aus dem Zollvereins-Ausland eingeführtem Bier. Die Gesammteinnahme vom Bier betrug mithin 778 556.27 JL Die drei besteuerten Essigbrauereien im Großherzogthum entrichteten im Rechnungsjahr 1884—85 an Steuer 422.35 jl (N. H. P) Mainz, 4. März. Das Großh. Kreisamt Mainz hat auf Grund de? Reichs- gesehes vom 8. December 1884, die Ergänzung des § lOOe der Gewerbe-Ordnung betreffc!ib, unterm 26. v. M. verfügt, daß diejenigen hiesigen Bäckermeister, welche der Backer-Innung zu Mainz nicht angehören, aber zur Aufnahme in dieselbe fähig sind, vom 1. Mai d. I. ab Lehrlinge nicht mehr annehmen dürfen. Ober-Rosbach. Auf dem benachbarten Bainhards und zwar im Unlcr- bainhards. wo schon seit Jahren ein Fuchsbau sich besindet, hat Revierjäger Steinbrenner, da die Füchse sich in letzter Zeit sehr unangenehm bemerkbar machten, ein Euchsgraben veranstaltet und die ganze Gesellschaft erwischt. Etz befanden sich im Bau: Vater Reinecke mit 2, sage zwei Weibern, von denen die eine 4, die aridere 7 Junge hatte, ein gewiß seltener Fall. Fulda, 5. März. Ein unvermuthetes Ende haben gestern Vormittag zwei werthvolle große Hunde, der eine dem Herrn Bürgermeister und der andere dem Herrn Brauerelbesitzer Thiel von Horas gehörig, dadurch gefunden, daß dieselben in freier Bewegung über den Bahnkörper in dem Augenblicke sprangen, als der Oberhessische 10 Uhr-Zug daherbrauste und den einen in der Mitte von einander, dem andern den Kopf abfuhr. Berlin, 3. März. Auf wiederholtes Vergehen gegen dasKrankenversichcrungs- gesetz lautete die Anklage, welche gestern gegen den Schneidermeister Friedrich Elages vor der Berufungskammer des hiesigen Landgerichts I zur Verhandlung kam. Der Angeklagte hatte mit seinen Gesellen das Privatabkommen getroffen, daß sich dieselben den ganzen Beitrag zur Krankenversicherung von ihrem Lohn sollten abziehen lassen. Das Gesetz schreibt aber vor, daß der Arbeitgeber den dritten Theil dieser Beiträge aus seiner Kasse zu bezahlen hat, und verbietet die Schließung von Verträgen mit den Arbeitern, welche den Bestimmungen des Gesetzes widersprechen. Ferner wurde er auch dafür verantwortlich gemacht, daß die Arbeiterinnen, welche in seiner Wohnung bei seiner Frau beschäftigt und von dieser auch bezahlt wurden, sich in gleicher Weise den Abzug des ganzen Versicherungsbetrages mußten gefallen lassen. Das Urtheil gegen den Angeklagten lautete auf eine Geldstrafe von 150 JL eventuell 15 Tage Gefängniß. — Von der mutbigen That eines Kindes wird aus Halle Folgendes berichtet: Am vorigen Sonntag Nachmittag vergnügte sich eine Anzahl Kinder auf dem Eise der Saale bei Wörmlitz mit Schlittschuhfahren und Glendern. Ein kleiner dreijähriger Knabe kam einer schwachen Stelle am User zu nahe, er brach ein und verschwand im Wasser. Der nur 2 Jahre ältere Bruder desselben, dies bemerkend, warf stü) schnell entschlossen ber Länge nach auf's Eis, ließ sich von einem anderen Knaben bte §uße festhalten, erfaßte den wieder an die Oberfläche kommenden Bruder und zog ihn mit Aufbietung aller Kraft glücklich auf's Eis. Der Kleine, schnell nach Hause gebracht, erholte sich hier bald wieder, hoffentlich hat es bei dem kalten Bade fein Bewenden gehabt. — Ein Gastgeber in Nordhausen ist zu 50 JL Entschädigung an einen Beamten verurtheilt worden, weil er vor seinem Hause bei Glatteis nicht hat streuen lassen. In Folge davon war der Beamte ausgeglitten, gefallen und hatte einen Armbruch erlitten. — Man schreibt aus Braunschweig: Mit dem Ausscheiden des letzten unserer Welfenherzöge stirbt auch die Heinrichslinde dahin, jener weltbekannte, stolze, uralte Baum vor dem Braunschweiger Dome, welcher nach alter Uebcrlieferung von Heinrich dem Löwen gepflanzt worden ist. Höheren Ortes ist nun beschlossen, den Baum so lange wie irgend möglich zu erhalten und dies sucht man jetzt durch Ab- lectiren zu bewerkstelligen, d. b. man bringt durch Einschnitte mehrere um die Heinrichslinde angepflanzte junge Lindenbäume mit letzterer in Verbindung und leitet die Säfte derselben in den absterbenden Baum ab. Daneben müssen die tobten Acste beseitigt werben; einer berselbcn ist von so kolossalem Umfange (1 Meter Durchmesser), bafe seine Entfernung bic Erbauung eines großes Gerüstes und bie Anwenbung eines Flaschenzuges erforderlich macht. Hoffentlich werden die Bemühungen um die Erhaltung der Heinrichslinde von einigem Erfolge gekrönt fein. — (Ein hundertjähriger Freiheitskämpfer von 1813.] In Lübeck beging kürzlich ein Veteran aus den Freiheitskriegen seinen 103. Geburtstag. Von allen Seiten wurden demselben Geschenke und Glückwünsche entgegengebracht. Geboren in Ahrensbök im Fürstenthum Lübeck, hat der jetzt 103jährige I. H. F. Dohse viele Jahre als Soldat, zum Theil unter der Dänenherrschaft, gedient. Er machte sowohl 1806 als auch 1813—15, dann später im Jahre 1848 Feldzuge mit und immer ging er unverwundet aus der Schlacht hervor, nur einmal traf ihn ein Säbelhieb. Dohse, ber in ben 102 Jahren seit seiner Geburt noch nie in Berlin gewesen war, wollte im vorigen Jahre auch einmal bie Reichshauptstabt sehen. Einmal bort, suchte er auf Veranlassung seiner Verwanbten um eine Aubienz beim Kaiser nach, bic ihm auch ge- wahrt wurde. Kaiser Wilhelm bewilligte Dohse als einem Veteran aus dem Felb- ivge 1813—15 jährlich 240 Jl. aus feiner Privatschatulle. Dohse ist vor Sorgen geschuht. Täglicherhält er Besuche von Neugierigen, welche den Mann mit dem weihen Haare und ben rothen kräftigen Gesichtszügen sehen wollen. Die Zahl seiner Kinber, Enkel unb Urenkel soll 100 weit überschreiten. “ Bei Waldsee (Pfalz) kam am vorigen Samstag eine Schafheerde von 400 Stuck in Folge mangelhafter Beaufsichtigung des Hirten auf einen nur schwach Wk.storenen Weiher. Das Eis brach in Folge der Belastung und nur ein kleiner Theil der Miere, kaum achtzig Stück, konnten gerettet werden, während bie übrigen ertranken. . — Ein neues lenkbares Luftschiff von gewaltigem Umfange wirb bemnächst in Berlin von einem Erfinber Hermann Ganswinbt gebaut werben. Es soll durch seine Größe, welche aus mathematischer Nothwendigkeit erforderlich ist, das er- reichen was allen früheren lenkbaren Ballons in genügendem Maße zu erreichen nicht möglich war und allem schon ihrer zu kleinen Ausdehnung wegen nicht möglich sein konnte, nämlich eine so große Eigengeschwindigkeit (relativ zur Luft), daß sie diejenige der stärksten Winde unserer Zone noch zu übertreffen vermag. Die Ausführung erfordert ungefähr 100,000 JL Kosten. Unsere Wünsche zum Erfolge hat Herr Ganswindt. - Eine verrätherische Branntwcinflasche wurde dieser Tage in einem Hause ju ^oln gefunben, woselbst Spitzbuben einen Officier bestohlen hatten. Die Diebe, welche bet ihrer schweren Arbeit das Trinken nicht vergessen hatten, ließen beim Weg- gange oufjer emem Brecheisen auch die Branntweinflasche zurück. Nun wäre bas vielleicht rucht idihmm jur sie gewesen, wenn sich nicht ein eigenthümlicher Kork auf der H-lasche gefunben hatte, nämlich bas zusammengerollte Stück einer gerichtlichen Vorladung. Auf bicfem stand zwar nicht der Name des Geladenen, wohl aber die Wohnung. Dieses Paplerstück führte die Polizei schleunigst nach einem Hause am .Dort auf dem Speicher saßen mehrere Männer friedlich beisammen und sahen barem wie bie liebe Unschulb. Aber einer von ihnen trug ein Paar ber Alefel, welche noch vor wenigen Tagen bem Officier gehört hatten. Was weiter geschah, braucht nicht erzählt zu werben. 0 r. , —J^rcitag als Zahltag.] Die bebeutenberen Jnbustriellen in Cannstatt erliefen nach ber „Neck.-Ztg." ein Circular an sämmtliche Fabrikanten, in welchem bie S liiiner^ große \ nMti ^«is der ji Berlin!) 4 "”WI SÄSS Lped'" * f**wsoitn' Pol au, JMmi $ LWt, 6,n 9.1 c,t 01 liefe ei.it _ [flur nobel Slbtnbe ganz W A uttldtlc sich bei ber Pol MM MdasProvin dahier jott die 8 stehend genannte! unb Verbrauchs Brod, Erbsen, Reis, Gerste, E katnuß, Essig, schmal;, Mehl, li Lorbeerblätter, : löffeln, Wirsing,, grünes, Pelrole Besen verschiedei schruppet, Bütsi (Seife, Cchmierse Jintjanb, lerner bie Absu Ötubeninbal ni-ung der lagen Pir die Zeit vom 21. März 1887 \\ vergeben werben Mstlich bis läng! Lawstag bei Borwitta Wer einzureiche ungen können aus Staatsanwaltschas Zimmer Nr. 43) ju bem obi 'M Gebote aus S'cknGuseerge M Lmpen, foro ’W ergebende ab rnt»n genommer Men, an) 9 . Großh. ----Amme ^Äillig^Ttü, Das Vorkommen von Viehseuchen im Erohhermgthum Hessen während des Monats December 1885. Milzbrand wurde festgestellt: Im Kreise Gießen in Utphe am 6. und am 7. im Kreise Friedberg in Ossenheim am 7. und in Gambach am 14., in Alsfeld am 9., im Kreise Büdingen in Stockheim am 21. und im Kreise Lauterbach in Stockhausen, am 23. December bei je einem Rindviehstucke. Maul- und Klauenseuche wurde am 20. December in Böllstein, im Kreise Erbach, ermittelt, jedoch bereits wieder für erloschen erklärt. Der Bläschenausschlag in Meckesheim, iin Kreise Friedberg, ist erloschen. In Nidda, im Kreise Büdingen, herrscht die Seuche noch fort. Neue Ausbrüche wurden ermittelt im Kreise Alsfeld in Nieder-Ohmen bei einem Zuchtbullen und einer Kuh und in Nieder-Breidenbach bei einem Zuchtbullen am 16., in Leidhecken, im Kreise Büdingen, am 28. December bei einem Zuchtbullen, 4 Kühen und 2 Rindern. Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in Trais-Horloff, im Kreise Gießen; in Wölfersheim, im Kreise Friedberg; in Heidelbach und Erbenhausen, im Kreise Alsfeld; in Leidhecken und Berstadt, im Kreise Büdingen; in Groß-Umstadt, im Kreise Dieburg. Handel anfc WesSe kv» — Offene gedruckte Karten, sogen. Geschäftskarten, werden nach den für den Weltpostverkehr geltenden Vorschriften zur Beförderung gegen das Drucksachenporto nur dann zugelassen, wenn die Vorderseite lediglich die Aufschrift (Adresse), nicht aber den Vermerk „Postkarte" trägt. Dem Vernehmen nach liegt es in der Absicht, diese Vorschrift auch im inneren deutschen Verkehr einzuführen. Die Versender von Geschäftskarten werden gut thun, bei Beschaffung neuer Vorräthe auf die bevorstehende Aenderung Rücksicht zu nehmen. Die von den Postanstalten bezogenen Postkartenformulare können künftig wegen der gedachten Ueberschrift zur Versendung als Drucksachen nicht mehr gebraucht werden. Verlegung des Zahltags von Samstag auf Freitag angestrebt wird. Der Arbeiter werde durch die Freitags-Auszahlung in den Stand gesetzt, auf dem Samstagwochenmarkt seine Einkäufe an erster Stelle zu machen; der Arbeitgeber erfahre dadurch eine Erleichterung und Annehmlichkeit, daß er am Samstag, der in der Regel noch Ab- 'lieferungs- und Speditionstag sei, von der Auszahlung enthoben ist. — (Neue Kreissäge.] Je intensiver jeder Gewerbebetrieb wird, desto mehr vervollkommnen sich auch die dazu nöthigen Hilfsmittel. Die Maschinenfabrik von H. Kleinod, Lindenau-Leipzig, bringt eine Kreissäge in den Handel, welche namentlich dem Kleinbetrieb immense VortheM gewährt und in keiner Tischler-, Stellmacher-, Glaser-, Zimmerer-Werkstatt fehlen sollte. Diese Kreissäge zeichnet sich durch sehr große Tourenzahl in Folge vortheilhafter Uebersetzung aus. Das bisher häufige Vorkommen des Hängenbleibens der Sägen im Holz ist durch Kettenbelrieb zur thatsüch- lichen Unmöglichkeit gemacht. Der Gang der Maschine ist ein so leichter, daß dieselbe von einzelnen Personen ohne Ueberanstrengung stundenlang im Betrieb gehalten werden kann. Der Preis der Maschine mit Holztisch beträgt 260 JL, während sich derselbe mit eisernem Tisch um 15 erhöht. — [ä Berlin!] Der Erefelder Ruderclub hatte bei Tellier in Paris ein Boot bestellt. Darauf antwortete Herr Tellier, wie der „Wassersport" mittheilt, folgendes: Paris, 20. Juni 1884. Gemäß der Gewohnheit Ihres Landes suchen Sie sich auf jede Weise Zeichnungen von französischen Arbeiten zu verschaffen, um dieselben, so gut Sie können, nachzuahmen; wir Franzosen copiren Niemanden. Durch unablässiges Arbeiten bin ich zu einem europäischen Rufe gelangt und ich fürchte auf den Weltausstellungen Niemanden; überdies sehe ich nur einen Weg uns zu verständigen; ich habe bei der Artillerie gedient, hoffe bei der Einnahme Berlins mitzuhelfen^und Ihnen dann die gewünschten Zeichnungen perfönlich zu überbringen. Empfangen Sie meine Grüße. Tellier. Ob diese Revanchehelden denn gar kein Gefühl dafür haben, wie lächerlich sie -sich mit solcher Renornrnage machen? 1 — (Nur nobel — was kann da sein!] So dachte an einem der letzten Abende ganz sicher in Leipzig ein dort übelbeleumundeter Handarbeiter, denn er meldete sich bei der Polizei gänzlich Herbergs- und mittellos, kam aber in der Droschke angefahren. toiit" I ÄS ""«W 188^1 '£ax> Unter: I ™ltrJa8er Stein: nJ mkQd)ltn- kl" inu ? W im lne 4' die andere "Mittag flnbere dem Herrn in freier b" ci-chM, vtM andern den 0l* Auswahl, foL Ausführung, mäßige Preise. Photographien z. Ansicht. Dio. gebrauchte Wagen. J. 6. Rumpf, Wagenbauer, Frankfurt a M., Eisernehand 18. 1344 tx j—t i prakt. u. Specialarzt für Kant-, Frauen- n. 6v- 8 IP I tPMSCiI, Bchlechtakrankheiten(Syphilis)etc. Frankfurt a.M. rach ein und ver- liemerkmd, warf n anderen Knaben tr drnder und zog schnell nach Hause kalten Bade sein diguntz an einen nicht Hai streuen hallt einen te beiden des letzten seltbefanme, stolze, lleberlieserung von ; un beichlossen, den in jetzt durch Ab- r«e um die Hein^ \ ung und leitet die ie tobten Aeste be- der lurdjmeij«), t Anwendung eines igen um die Er- B Lübeck beging ! stag. ollen chi. Geboren m i. 8- r°d'- *, ji-r machte sowobl I und immer H »Lbelhieb. Dohle, 1] mar, wollte im Art, luchte et M Idie ihm auch f U aus dem Feld- I I jst vor Sorgen } ■ mit dem n* ■ : seiner Mer, | I -chathcerde von Kun nur » ■ nur rin I dos er- i «sübrrinS Mre A''- (yrt Ujolge bat yn I einem I Die * ■ m N 613-1 tyrS Es’ I Aeilgeöotenes. Bettstelle mit fast neuer Sprungfedermatratze billig zu verkaufen 1715 Königer, Grünbergerstr. 29. 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Die Zusammenkunft ist am Freitag im Distrikte Lichterwald bei Appenrod, und am Samstag zu Maulbach im Lokale der Frau Gastwirth Simon. — Von der Station Ehringshausen an der Oberhessifchen Eisenbahn sitzt das Holz 3—5 Kilom entfernt. — Am Freitag wird mit Versteigerung der Buchen-Scheiter begonnen. Unter den Eichen-Scheitern befinden sich 6 rm vorzügliches Werkholz, die am Freitag zum Ausgebot kommen. Maulbach, am 9. März 1886. Großherzogliche Oberförsterei Maulbach. Koch. 1719 Einschaarige Pflüge ä jb. 50.— Zweischaarige Pflüge ä Jb. 65.— Dreischaarige Pflüge ä «m. 85.— Universal-Tiefcultur-Pflüge ä 54, fabriziren und liefern unter Garantie. Jeder Pflug wird probeweise abgegeben. Cataloge franco und gratis. Pb. Mayfarth & Co., Frankfurt a. M. Comptoir: Baumweg Nr. 7. 1721 IGesdiäfMiiitiMliiog. | Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich dahier unterm Heutigen ein ' nennmfinnsmalpr. I snkir WnicQhinrfpr. 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