Vrrrea« r Schulstraße 7. Nr. 236. Erstes Blatt. Sonntag den 10. October • 1886 reßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erschaut täglich mit Ausnahme bce Montags. Preis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit »rinoerl-ckn. —— Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark MyT" vermischte ». ge- Zeutschland. "■ October. Der „Köln. Ztg." wird von hier berichtet: So lehr auch an sich das unverantwortliche und herausfordernde Auftreten de« Ge- c,er“t8 f^aru?at8n ben 3ünWoff zu weitern Verwickelungen der bulgarifchen Frage «phn 'oJ0?. ^1 P X” ben Ollsen diplomatischen Kreisen geneigt, anzu. Ä"' ba6 eine Anst iche Störung der ruhigen Weiterentwickelung der Dinge in Vulgär,en daraus nicht entstehen wird. Man glaubt hier ziemlich zuverlässtz zu wiffen, daß die Art, wie Kaulbars den Einfluß Rußlands zur Geltung ,u Vie Billigung der amtlichen rufstfchen Welt findet, und glaubt •£c™6 ra6en büt,cn' ba? ber Rußland so außerordentlich schädigende und Die no$ füt,tur3e Seit sich in Bulgarien aushalten wird, und t . w Übernommen hatte, gilt schon jetzt als vollständig gescheitert, und da anderseits die Bulgaren, mit einzelnen Ausnahmen, für die man sie kaum verantwortlich machen kann, ihr sprichwörtliches Phlegma auch gegenüber den neuesten Aufreizungen bewahrt haben, so ist die Hoffnung gestattet daß Wurzburg , 8. October. Das Militärbezirksgericht verurtbeilte den J öc ™( ?^,rger Volkszeitung", Seconde-Lieutenant a. D., Schnürer | wegen Minlster-Belerdlgung zu zweimonatlichem Gesängniß. Baoeu-Baden, 8. October. Se. Maj. der Kaiser nabm aeüern meb- rere Vorträge, welche im Ganzen zwei Stunden in Anspruch nahmen, entgegen Zum Diner waren kerne Einladungen ergangen Ihre Mai die Kaiserin K« -IM, S?Ä.sS<«”Vh Ä” Itatiea. tr.f ?•£.' B • October. Der Kardinal-Staatssecretär Jakobini und der Ver. her ttnhrh8im»rtin*n Montenegro, Bischof Sundecich, haben in Genzano wo dem Rmrb,"°l r,(? $“r R-convale-cenz aushält, die Ratificationen der zwischen Vatikan und Montenegro abgeschlossenen Vereinbarung ausgetauscht. meM „ .Ä1«“ ss'cbt mehr militärdienstpflichtigen inactiven Unfcrofftciere (Feld- Verwendunn mindestens achtjähriger activer Dienstzeit, welche zur 1 2toriMRR7 MSTVb™C?o^iiutenantSJ,n Mobilmachungsfalle während der Zeit vom b^dahin 1888 bereit sind, müssen sich seht bei dem betreffenden Betirks- rebcl Eezirksfeldwebel melden. Beamte von Staats- und Communalbchördeu rneM-eieutenmü^m"^11'6 ‘brCr T.0efei,tC«i?C/,Örbc ^«ru nachzusuchcn. Die Fcld- h^n CrrfAütrn 6 ""den verwendet zur Besetzung der Secondelieuicnanisstcllen bei T111' ?en Landwchr-Fußartilleriebaiaillonen, den Garnison-Bataillonen Depoteskadrons und Landsturmformationen. Dieselben gehören ,u den Landwehr' Lokale«. -MMMSL-LLs - e£p=:~-;-;ia=s=S5 schließlich"iM?'der' Budgetfrage ^beschäMaen" Ministetrath wird sich aus- 1887 wird von der Regierung abg?lehnt ® Einführung der Einkommensteuer für «esuch des gesummten Ministeriums^" Di^Köntain^wies"^ das Entlassungs- Tages in das Palais zurückzukehren um inVaufc be§ Madrid, 8. October. Die Könia nbemck,^- « entgegenzunehmen. neuen Cabinets. K n,0ln b£°uftragte Sagasta mit der Bildung eines ---------------------------Fresenius. 1 Armkettche/ 1 Mefferchen^mehrere Sch^Wl^Ünd HundMechmaÄem 4° ?fenm9e' 1 Vifitenkartentasche, 1 Portemonnaie, 1 Schürze^ Handschuh, Greß en, am 9. Ottober 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. - Fresenius. 5aKCp^"a6neL^maVn";fc£ferS^TCr;öff«r 11 9iODem6cr b- 3- wird der hiesige I MftWMLZWWZ wird ümerbal?des be§r.$a*ct na* Laubach führt. Der Bahnhof Laubach butte ist nirfit k ^u- IieS!en kommen. Eine Abzweigung nach Friedrichs- Verein-. • das größere Etablissement, die Holzessigfabrik des bekd'sr^^ ffSpiSiUfi Su $n?UX*rJcJ ,5cm Vernehmen nach yerlegt, während^ die Röm- auf Iriedrichshütte verbleibt. Der Kreis baut dermalen für nu'r000^FLwef'bLud°" nach Gonterskirchen, zwischen Ln°'bis^ eine für $n Antwerpen wurde am'4. '^ctober TvlmniL DtX .aI,en.‘f*e Artillerie bestimmte Krupp'sche 40 - Centner - Kanone in den erngeladen. Es kam das Geschütz in dem dafür speciell gebauten auf 32 n rbQt?nroarfn@M,tilfUAlls Sammlungen mit nach Berlin gebracht. Ein LerrgrSPHrfHr Depesche«. Sie stammen gk ed, .toe!^ Übereinstimmend, daß die rück- msttags^4 Uhr^der^Kaster^Äle^nd,?^ d ÜOLber F11™nff beS Prinzen befahl Mch- Ä?»*» -• ««sas? e™ w *S‘.& ® "»*»»“•» I hier sein " befahl der Kaiser deutsche Uniform muß morgen früh 7 Uhr später fanhh* ®cr vernergte sich und ging. Zwei Minuten zweites an hi? ^ramm an die kaiserliche Garderobe in Petersburg und ein Babnbofe in ^"dahu Um 6 Uhr Abends stand eine Locomotioe am form entbalt?^/,^^"^ bereit. Ein kaiserlicher Jäger mit einem die preußische Uni- tiven mnrcit in ^.^o^er bestieg die Locomotioe und fort ging es. Andere Locomo- um 7 llßr Ö UrVlnn 2Bihia vorbereitet; die Locomotiven rasten dahin und 7„)r iq 9fn§Kn,ar ^Ic Uniform in Brest-Litowsk. Der Jäger hatte 950 Kilo- Prim Wilbe^n"Ä^ °qu rurückgelegt. Um 8 Uhr Morgens traf Uniform 1 n ^^st - Litowsk ein; der russische Kaiser empfing ihn in preußischer Wies eck, 8. October. Der in unserer Gemeinde schon lange schwer empfundene Mangel an geeigneten Schullokalitäten ist nunmehr beseitigt, und voraussichtlich auch zur vollen Zufriedenheit oller Betheiligten. Der Ortsvorstand hat keine Mittel gescheut und ein wahrhafter „Prachtbau" macht seinen Schöpfern alle Ehre. Die feierliche Einweihung findet nächsten Sonntag statt und rüstet sich unsere Gemeinde zur würdigen Begehung derselben, bei welcher auch dem Vergnügen durch Tanzmusik rc. feine Rechnung getragen werden soll. , Die auf den 12. d. Mts. anberaumte Gemeinderathsmahl scheint diesmal weniger geräuschvoll verlausen zu wollen, als die vor drei Jahren abgehaltene. Es wäre dies auch nur sehr zu wünschen, damit die seit jener Zeit eingerissenen höchst bedauerlichen Zerwürfnisse, wodurch nicht allein langjährige Freunde, sondern auch eigene Familienangehörige, selbst Brüder auf's Heftigste verfeindet und zu kostspieligen, den beiderseitigen Wohlstand untergrabenden Prozessen verleitet wurden, endlich einmal beseitigt würden. Möge jeder Wähler sich bewußt sein, welche Folgen die Abgabe seiner Stimme nach sich zieht; möge jeder seine Stimme nur dem geben, der das Wohl der ganzen Gemeinde im Auge hat, der weiß was er unterschreibt und der nicht Nur die Begünstigung der Parteigenossen befördern hilft. Leider ist unser aus der letzten Wahl heroorgegangener Gemeinderath nicht ganz von dem Vorwurfe zu befreien, in der Ausübung seiner Befugnisse zu sehr Parteiinteressen gedient zu haben, was verschiedene zum Nachtheile der Gemeinde geführte Prozesse beweisen. So z. B. hat er, wie ja hinlänglich bekannt, in ganz unverantwort- lrcher Weise in mehreren Verfahren durch alle Instanzen die von dem früheren Gemeinderathe vollzogene Ernennung des Gemeinderechners — wie ja vorauszusehen war, ohne allen Erfolg — beanstandet, wofür die Gemeinde die nicht unbedeutenden Kosten des Verfahrens und des Anwaltes zu tragen hatte. Ebenso ungünstig endigte für die Gemeinde ein wegen sog. Kammsteine angestrengter Proceß. Ein weiterer wegen der Lenz'schen Hofraithe schwebt zur Zeit noch vor dem Reichsgericht zu Leipzig, dessen Erfolg für die Gemeinde ebenfalls mindestens sehr zweifelhaft ist, da er bereits in den unteren Instanzen zu deren Ungunsten entschieden war. Entsprach das zur Verwendung als Schulhaus erworbene Gebäude auch nicht den hierfür bestehenden Vorschriften, so mußte doch berücksichtigt werden, daß aus dem strettigen Object eine jährliche Zinsenlast von ca. 800 JL erwächst und eine Nutzbarmachung, sei es durch vorübergehende Verwendung als Schulhaus oder als UniversttätS- Ehronik. — Der bisherige Prioatdocent Dr. Georg Wissowa zu Breslau ist zum ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Universität Marburg ernannt worden. — Nach dem neuesten Universitäts-Kalender betrug im Sommersemester 1886 die Zahl der Medicin Studirenden an den einzelnen Universitäten: Wien 2147, München 1304, Berlin 1175, Dorpat 862, Würzburg 829, Leipzig 690, Freiburg 585, Graz 464, Greifswald 461, Breslau 391, Bonn 349, Halle 329, Marburg 300, Königsberg 267, Heidelberg 266, Kiel 261, Bern 203, Gießen 140, Basel 121, Genf 118, Jena 114, Rostock 100, Lausanne 29. Eingesandt. Gießen, 9. October. Von Interesse dürfte es sein, auf ein in dem Laden des Herrn Otto Höchst älter, Marktstraße dahier, ausgestelltes Gruppenbild der Studentenverbindung „Darmstadtia" aufmerksam zu machen. Hinsichtlich des Arrangements der einzelnen Gruppen sowohl als auch der übrigen Ausführung ist es als sehr anerkennenswerth zu bezeichnen. Dasselbe ging aus der früheren Backosen'schen Photographischen Anstalt (jetziger Inhaber Herr Wilhelm Becker, langjähriger Geschäftsführer derselben) hervor. officieren und zwar zur Hauptklasse der Subalternofficiere im Range der Seconde- Ueutenants, hinter denen sie rangiren. Auf sie finden demgemäß alle auf die Officiere bezüglichen gesetzlichen und sonstigen Vorschriften Anwendung. Ausgenommen sind hiervon nur die Bestimmungen über die Ehrengerichte und über die Wahl der Officiere und sollen Feldwebel - Lieutenants an den Ehrengerichten und der Officierwahl weder Theil nehmen, noch ihnen unterworfen sein. An Stelle von Patenten erhalten sie Bestallungen nach Art solcher für die Feldwebel der Garde. Die Feldwebel-Lieutenants erhalten neben den bis dahin empfangenen Gebührnissen auch noch den Wohnungsgeldzuschuß eines Lieutenants. Sie haben für ihre persönliche Bekleidung und Ausrüstung selbst Sorge zu tragen und erhalten daher auch das reglementsmäßige Equipirungsgeld. Die nach den Etats ihnen etwa zustehenden Reitpferde werden ihnen vom Truppentheile, vollständig ausgerüstet, gestellt. — sHeeresersatz.) Die Einstellung des diesjährigen Heeresersatzes für sämmt- liche Truppen erfolgt in der Zeit vom 2. bis zum 5. November, mit Ausnahme der als Freiwillige Eintretenden, welche bereits bei den Truppentheilen eingestellt worden sind. — sDarf man im Wiener Prater ein Mädchen umarmen?) Der Schauspieler Heinrich Löwy faß vor Kurzem um Vs 10 Uhr Abends in Gesellschaft mehrerer Freunde mit seiner Geliebten auf einer entlegenen Bank hinter der Rotunde im Wiener Prater. Löwy, der das Mädchen umarmt hielt, hörte plötzlich ein Geräusch aus dem nahen Gebüsch und bald darauf kroch ein Wachtmann auf allen Vieren daraus hervor, richtete sich stramm auf, berührte den Kopf aller auf der Bank sitzenden Personen mit der Hand und sagte: „Eins, zwei, drei, vier, fünf. Sie sind alle arretirt." Als Ursache gab er an, das Umarmen eines Mädchens im Prater verstoße gegen die öffentliche Sittlichkeit. Die Fünf wurden festgenommen und dieser Tage sand die Gerichtsverhandlung statt, die mit der Freisprechung endete. Der Richter hob hervor, das Umarmen eines Mädchens sei an und für sich keine unsittliche Handlung, viel weniger verstoße es in stockfinsterer Nacht gegen die „öffentliche Sittlichkeit". — sDie höchste Ungerechtigkeit.^) Unter dieser Ueberschrift erzählt das „Frbl." eine ihm von einem aus den Manövern in Elsaß-Lothringen heimgekehrten Herrn mitgetheilte drollige Straßburger Geschichte wie folgt: Auf einem Spaziergange durch die „Wunderschöne" passirte ich auch die Steinstraße und betrachtete speciell die auf der rechten Seite dieser Straße befindlichen hübschen Bauten, welche zu jenen auf der anderen Seite der Straße befindlichen, was Größe und Eleganz anbelangt, in einem höchst vortheilhaften Contraste stehen. „Ja, ja", so hörte ich mich plötzlich von einem corpulenten älteren Herrn, welcher vor einem Hausthor der „bescheidenen" Straßenseite stand, angesprochen, „nit wahr, sage Sie nur selbschst, dasch üscht doch die höchste Ungerechtigkeit." „Was ist die höchste Ungerechtigkeit?" Und nun begann das gute Herrchen, Besitzer des Häuschens, vor welchem er stand, des Langen und Breiten von der „höchsten Ungerechtigkeit" zu erzählen. „Daß nämlich anno 70, als das Steinthor so gewaltig beschossen wurde, daß kein Stein auf dem anderen blieb, leider nur die rechte Seite der Steinstraße den Vorzug gehabt hätte, gewissermaßen wegrasirt zu werden, dagegen die linke Häuserfront der Straße verschont blieb." „Leider nur? — Vorzug?" fragte ich verwundert. „Nun ja", erwiderte der biedere Hausherr, „sehen Sie da drüben, les canailles! die haben so viel Kriegsentschädigung erhalten, daß sie sich dafür, wie Sie sehen, förmliche Paläste aufbauen konnten, wir aber auf dieser Seite haben nichts bekommen. „Ganz richtig", erwiderte ich, „weil Ihre Häuser auch intakt geblieben sind." „Ja, das üscht's, das üscht ja ebe die Ungerechtigkeit!" — Das Velocipeo im Dienste der Post hat sicher noch eine Zukunft. Die Anregung zu einem solchen Fortschritt hat der — Landbriesträger Henckel zu Hoppegarten (Berlin) gegeben, der auf dem Zweirad, das er sich auf eigene Kosten beschafft hat, seine ziemlich umfangreiche Tour besorgt. Die Post kommt gewiß nicht zu kurz dabei, ebensowenig die Adressaten. — Ciyarren können auch älteren Leuten manchmal schlecht bekommen! So erzählt man sich in Köln, daß Herr v. Puttkamer gelegentlich seines letzten Besuchs in der rheinischen Metropole auf dem dortigen Centralbahohof einen Schutzmann rauchend befunden habe. Auf die Frage des Ministers: „Sind Sie im Dienst?" antwortete der schneidige Schutzmann noch schneidiger: „Das geht Sie doch nichts an." Als man sich aber dann gegenseitig bekannt machte, soll dem Schutzmann ob seiner Cigarre so übel geworden fein, daß ihm heute noch der Schädel brummt. \ Lehrerwohnungen, an welchen wirklicher Mangel besteht, im Interesse der Gemeinde lag; leider aber hat man das Gebäude dem Verfall anheimgegeben und bietet dasselbe zur Zeit einen höchst traurigen Anblick. Hoffen wir, daß diesmal Männer in den Gemeinderath berufen werden, die durch Besonnenheit und Energie es erreichen, derartigen Vorgängen ein Ziel zu fetzen und unserem zwar von gutem Willen beseelten, aber feinem Gemeinderathe gegenüber zu wenig Energie entwickelnden Bürgermeister unterstützend zur Seite stehen und mögen die im Amte verbleibenden Mitglieder in Zukunft beherzigen, daß sie zur Wahrung der Interessen der ganzen Gemeinde und nicht blos einer Partei in ihr Amt berufen sind. Literarisches. Dr. I. I. Egli: Die Schweiz. (Wissen der Gegenwart 53. Band.) Leipzig: G. Freytag. — Prag: F. Tempsky. 1886. 219 Seiten 8°. Mit 48 landschaftlichen Abbildungen. Preis 1 Mark — 30 Kreuzer. Ein herrliches Stück Erde wird uns in dem obengenannten Büchlein vorzüglich geschildert. An der Hand des Züricher Universitätsprofessor Dr. Egli durchwandern wir die Schweiz von Ost nach West, von Nord nach Süd; die gewaltigen Alpenlandschaften mit der imposanten Großartigkeit ihrer Naturschönheiten treten lebendig vor unser Auge. Neben Berg und Thal, See, Strom und Fluß lernen wir das kräftige Volk der Schweizer kennen und lieben; feine Sitten und Gebräuche, sein Denken und Fühlen, sein Leben und Streben wird uns klar und deutlich kund. Mehr als dies: wir gewinnen einen Einblick in die fernen Zeiten, in denen längst untergegangene Völker hier ihre Wohnstätte hatten; die Nömerzeit, die Völkerwanderung, die ganze Geschichte des Schweizerlandes, aber auch dessen sonstige Verfassung und Einrichtung passirt Revue. Das Wort wird treu vom Bilde begleitet: eine große Zahl von Illustrationen — Gletscher und Seen, Thäler und Städte, Straßen und Bauten — alles zumeist nach Original-Photographien — bildet einen schönen, zweckentsprechenden Bilderschmuck des Büchleins. Jeder, der die Schweiz besucht, wiro es mit Vortheil als bequemen und zuverlässigen Reisebegleiter benützen können; wem aber Beruf und Verhältnisse die Ausfahrt in die Gletscherwelt für's erste nicht gestatten, dem wird es als vortreffliche Schilderung und vorbereitende Lectüre bald lieb und werth werden. Farbige Seidenstoffe v. Mk. 1.35 bis 12 55 p. Met. lca. 2000 verseh. Färb. u. Dess.) Atlasse, Faille FranQalse, „Monopol“, Foulards, Grenadines, Surah, Sat merv., Damaste, Brocatelle. Steppdecken- und Fahnenstoffe, Ripse, Taffete etc. — versendet roben- und stückweise zollfrei ins Haus das Seidenfabrik-D^pot Hennebrrg (K. u. K- Hoflief-1 Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto. 7132 HasrdeL rrrrd Verkehr. Gießen, 8. October. Der Handel auf dem am 5. und 6. d. M. abgehaltenen Viehmarkte war lebhaft; Rindvieh waren 1896 Stück und Schweine 1579 Stück aufgetrieben. Nächster Markt Dienstag den 26. und Mittwoch den 27. October d. I., am letzten Tage auch Krämermarkt (Zwiebelmarkt). Gr eßen, 9. October. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund « 0.70—085, Hühnereier pr. St. 6—7 S>, Enteneier St. 0—0 H, Käse vr. St. 5—8 4, Käsematte 3—0 H, Erbsen pr- Liter 18 Linsen 32 H, Tauben per Paar 40,0 bis 0,60 Hühner per Stück -AL 0 85—1.00, Hahnen pr. Stück JL 0.45—0.90, Enten per Stück v44 1.30—1.80, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 Kuh- und Rindflcffch 54—56 /$, Schweinefleisch 56—60 Hammelfieffch 50—66 H, Kalbfleisch 46—50 Kartoffeln per 100 Kilo 3.00—5.00, Milch per Liter 12—18 Zwiebeln per Centner 3.00—3.50. Zwetschen JL 3.40—4.40. Zue Haarpflege! Von unübertroffener Wirkung ist das vom königl. Staatsministerium u. Ober- medicipslausschuß geprüfte u. genehmigte, sowie von allen Autoritäten begutachtete Haarwasser v. Retter, München, 1877 welches statt Oel od. Pomade täglich gebraucht, das Haar bis in's höchste Alter glänzend, geschmeidig und Scheitel haltend macht, die Kopfhaut von allen Unreinigkeiten, Gchuppen rc., befreit und dadurch die Thätigkeit der Kopfhaut und Haarwurzeln erhöht. Zu haben um 40 4 und 1,10 bei I. H. Fuhr, Sonnenstraße, Gießen. Auszug aus dm Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. (Nachdruck nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet.) Aufgebote. October: 5. Johannes Born von Homberg a. d. Ohm, Metzger dahier, mit Sophie Katharine Henriette Philippine Wacker von hier. 8. Johann Wilhelm Hillgärtner, Schreiner dahier, mit Katharine Laucht von Gleiberg. Eheschließungen. October: 6. Jacob Braunstein von Bruchsal, Maurer und Backsteinbrenner dahier, mit Christiane Koch dahier. Geborene. September: 26. Dem Kaufmann Friedrich Zöller eine Tochter, Erna Antonie Paula Therese. 26. Dem Heizer an der Oberhessischen Eisenbahn Georg Gernand eine Tochter. 27. Dem Lacktrer Christoph Schmidt ein Sohn. 28. Dem Destillateur Heinrich Becker eine Tochter. 28. Dem Metzger und Wirth Johann Eduard Schunck eine Tochter, Marie Karoline. 30. Dem Dienstmann Adolph Dietz ein Sohn. 30. Dem Decorationsmaler Wilhelm Scheich eine Tochter, Clara. October: 1. Dem Schuhmacher Konrad Alt ein Sohn. 2. Dem Schneider Jost Schneider ein Sohn. 2. Dem Bahnarbeiter Albrecht Rau ein Sohn, Albert. 2. Dem Schreiner Heinrich Sauer ein Sohn, Karl Heinrich Christian Hans. 3. Dem Fischhändler Adolf Weinmar ein Sohn, Max Adolf. 4. Dem Fabrikant Georg Throm ein Sohn, Ernst. 6. Dem Hüttenarbeiter Heinrich Wendland ein Sohn, Georg Philipp. Gestorbene. October: 1. Heinrich Martin Jughardt, 63 Jahre alt, Rentner dahier. 7. Minna Krämer, 20 Jahre alt, Tochter von Locomotivführer Wilhelm Krämer dahier. 7. Georg Kumpe aus Cassel, 72 Jahre alt, Schreiner dahier. 8. Johannes Schleuning, 53 Jahre ^^Mh^imst^n^ner^^^^ Auszug aus deu Kirchmbüchrru der Stadt Gietzeu. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Den 3. October. Dem Taglöhner Johann Wagner ein Sohn, Andreas, geboren den 21. August. Denselben. Dem Schneider Georg Fischer eine Tochter, Anna, geboren den 26. August. Denselben. Dem Tabaksfabrikanten Emil Schmall eine Tochter, Karoline Ottilie, geboren den 4. September. , „ Denselben. Dem Lackirer Philipp Lang eine Tochter, Hermine Betty, geboren den 7. August. Denselben. Dem Tabaksfabrikanten Wilhelm Gail ein Sohn, Wilhelm Hermann Erich, geboren den 26. Juni. Den 8 October. Dem Bierbrauer Ernst Franke eine Tochter, Helene Johanna, geboren den 17. August. _ Beerdigte. ™ Den 2. October. Friedrich Bücking, Rentner, alt 78 Jahre, starb den 30. September. . ’ Den 3. October. Heinrich Martin Jughardt, Rentner, alt 63 Jahre, starb den 1. October. Den 4. October. Karl Albert, cand. philol. aus Darmstadt, alt 33 Jahre, starb den 1. October. Kirchenplatz 11, empfehlen Grundkapital M. 8,000,000. Reserven 7138 per stembttliner direct importirten | Spanischen Sanitäts- und Dessert - Weinen. 8 A !’riora*o> ro‘h. >E,d M. 1.30 Madeira u. Pajarete M. 2.- A A Jlura,0> rotl*, süss. „ 1.40 Sherry u. Montilla . 2 — K Mfl d„eoPenYnaS* r0'h • » 1-50 Malaga u. Madeira, alten 2.50 U Ma aga-Xerez (Sherry) „ 1.50 Moskatel u. Alicante 2 50 R Ö ’’ uadl CL Moskatel u. Alicante 2.50 Malaga u. Oporto 2 — Lacrima-Christi 2.50 2548 dahier, mit in Wilhelm 7. Minna 7. Georg 53 Iah« Vertretung: Brüder Schmidt, Eisenhandlung, Seltersweg 2. Der Apparat ist im Cafd Ebel in Thätigkeit abgehallenm 1579 Stück er d. I., am er per Mund St. 5-84, iaar 40,0 big -0.90, Enten b MM.sch ich 46-50 4, i per Centner M G. D. 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Zither Concert 1Entree 30 Ffg< Anfang Vr9 Ohr. Bier im Glas 7174 Solo für Streichzither von Hauser. 7136- NB. Der Erlös ist für Kleidung armer Kinder bestimmt! Programme an der Caffe. Der Vorstände Unter anderen kommt vor: Gnaden-Arie aus „Robert der Teufel^ von Meyerbeer; Reminiscenzen aus Opern von Gutmann; Ein schöner Traum, des Giessener Zitherclub (W ohlthätigkeitsverein). T urn-Verein. Von Dienstag den 12 d. MtS. ab verthellen sich die Turnabende für das Winterhalbjahr wie folgt: Dienstag: Active Turner und Zöglinge, Freitag: „ „ „ Männerriege, SamStag: Zöglinge und Borturner. Außerdem findet an demselben Abend die Neueintheilung der Riegen statt und haben sich hierzu alle, die dem Turnzwang unterworsen laut Paragraph 2 der Satzungen, sowie Diejenigen, welche sich überhaupt für daL Winterhalbjahr am Turnen betheiligen wollen, einzufinden. 7171 Der Turnwart. 7176] Kindermädchen gesucht von | 6974] Lehrmädchen in ein hiesiges H. Kühn. । Geschäft gesucht Näh. bei der Exp. d. Bl. Lenzscher Felsenkeller Sonntag den 10. Moder d. I.: Grosses Stein’s Garten. Sonntag den 10. Oktober: Grosses MCoimi ausgeführt von der Kapelle des 2. Grosih. Hess. Inf -Keg. Ur-116 unter Leitung des Grosih. Musikdirektors Herrn C. Krau sie. Geschäfts-Eröffnung. Dem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum erlaube ich mir hiermit die ganz ergebene Mitthellung zu machen, daß ich am hiesigen Platze 31t Marktstraße 3M im Hause des Herrn Wilh. Montanus unter der Firma MS“ M. Student ein Kurz-, Weiss- und Wollwaaren-Geschäft en gros und en detail eröffnet habe. — Ganz besonders mache die Herren Haufirer auf mein großes Lager in Strickuotten und Tricotagen die ich durch besonders preiswerte persönliche Einkäufe in den größten Fabriken, sehr billig abzugeben im Stande bin, aufmerksam. 7143 Durch Führung nur guter Qualitäten zu äußerst billigen Preisen hoffe ich mir recht bald das Vertrauen der mich beehrenden werthen Kunden zu erwerben und bitte um geneigten Zuspruch. Hochachtungsvoll^^ Gießen, im Oktober 1886. M. Student, 3'4 Marktstrafte 34. MlMLls-Verjammlung Sterbehause Wetzsteingasse 5 aus statt. 7155 7180] Amme auf sofort gesucht. Näheres in der Exped- d. Bl. Montag: Allendörfer Dienstag den 12. d. MtS., Abends V29 Uhr, im Vereinslokal, zur Stadt Frankfurt, Schloßgasse 9. der hie- [7173 20 Pf. Wer Sprachen kennt, ist reich zu nennen. Schöne Aussicht. Sonntag den 10. Qetober 3M6T Der heutigen Nummer unseres BlatteS liegt eine Beilage deS Versandtgeschäfte- von Mey St Eblich, Leipzig-Plagwitz, bei. 7133 biedactton A. Scheyda- — Druck und Benag der Brühl'schen Druckerei l?sr. Ebr. Viel sch) m Gießen. Die heutige Nummer enthält 3 Blätter 249] Cautionsfähige Auswanderungs-Agenten gesucht für Bremen, Hamburg und Ant» werpen von C. G. Bücking jr., Generalagent in Alsfeld. Das Meisterschafts-System zur praktischen und naturgemässen Erlernung der englischen, französischen, italienischen, spanischen und russischen Geschäfts- u. TT mgangssprache. 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