Ur» ISS Dienstag Sen 10, August LZ86. Gießener Anzeiger Amts- und. AnzergehlaU für Herr Kreis Gießen. ~mr—»wTia—aw« <।>'n*—— — ui— U4" ■ niri mnvumkuzsmcm»iJUüXuA-ikjbäua-w"•»'<*rjwwiuAj^w^,.enflKiwr>,«w«MiwMWMli,i i. axzcy»""■**>! fni »i>MBiBHM,u«^mMjmajwea5gn vsts^hf?. o^at'da^giFEa'WigftiFTJC&tic.TwyAMajikMErtg/Ta Deutschland. Berlin, 7. August. Aus München wird der „Köln. Ztg" geschrieben: Ein hiesiges Blatt hatte die Nachricht gebracht, daß der Reichskanzler bei seiner jüngsten Anwesenheit in München einer hochgestellten Persönlichkeit gegenüber die dermalrge politische Lage in Europa als höchst bedenklich bezeichnet und die Möglichkeit nicht ausgeschlossen habe, daß noch in diesem Jahre kriegerische Er- eizniffe eintreten könnten. Wir sind dem Gerüchte nachgegangen und können sagen, daß man in maßgebenden Kreisen die erwähnte Mittheilung 'für durchaus falsch erklärt. Der Kanzler hat in Kissingen, wie Jedermann weiß, vielfach mit dem russischen Botschafter, Frhrn. v. Mohrenheim, verkehrt und die Verhandlungen mit demselben sollen so weit gediehen sein, daß eine Besprechung mit Herrn, v. Giers, welcher leidend ist, nicht mehr unbedingt nöthig erschien. .Fürst Bismarck soll hier an entscheidender Stelle seiner Befriedigung darüber Ausdruck gegeben haben, daß die Verhandlungen mit Kalnoky in äußerst zufriedenstellender Weise-werlausen sind und daß die Erneuerung des Drei - Kaiser'- Bündnisses an Wahrscheinlichkeit gewonnen hat. Wenn indeß auch Rußland der Erneuerung widerstreben sollte, so wäre doch die gesicherte Verbindung Deutschlands und Oesterreichs, .welche auf Erhaltung des Friedens gerichtet ist, vollkommen ausreichend, um 'einen europäischen Brand zu verhüten. Die russischen Erklärungen, welche in Paris auf die Kundgebungen am Tage des Generals-Chanzy erfolgten, lassen darüber keinen Zweifel, daß Rußland zur Zeit won einem Bündnisse mit Frankreich weiter als je entfernt ist, und doch wäre ein solches der einzig denkbare Anlaß eines europäischen Krieges. Dazu kommt, daß England aus der Batumfrage keine ernsten Folgen zu ziehen scheirü, und endlich, daß die von russischer Sette in Konstantinopel abgegebenen Erklärungen zum mindesten dafür Sicherheit bieten, daß vorerst von Rußland weitere Schritte im Orient nicht in Aussicht stehen. Berlin, 7. August Den Abendblättern zufolge sprach sich der Kaiser * dahin aus, daß von einem allgemeinen feierlichen Begehen des Todestages Friedrichs oes Großen Abstand zu nehmen fei. An der Ruhestätte des Königs in der Potsdamer Garnisonkirche soll am 17. August Gottesdienst unter Theil- nahme der Vertreter der Potsdamer Truppentheile stattfinden. Die königliche Familie wird, soweit sie in Potsdam anwesend ist, bei der Feier erscheinen. Heidelberg, 7. August. Bei dem gestrigen allgemeinen Studentencommers wurde noch von dem Prorector Bekker ein Toast auf das Ministerium ausgebracht, vom Staatsminister Turban auf die Stände; der frühere Prorector Quincke brachte in begeisterten, mit großem Enthusiasmus aufgenommenen Worten das Hoch auf den Reichskanzler Fürsten v. Bismarck aus. Schließlich ergriff Professor Treitschke auf Wunsch des Großherzogs das Wort, um an Stelle des verhinderten Generals v. Obernitz das Wohl der Studentenschaft in Waffen auszubringen. Der Erbgroßherzog hat auf das ihm anläßlich der Jubiläumsfeier übermittelte Begrüßungstelegramm der Universität geantwortet: „Für das freundliche Gedenken der Universität sage ich meinen herzlichsten Dank, tiefbedauernd, der schönen Jubelfeier fern bleiben zu müssen." Der frühere italienische Minister des Auswärtigen, Mancini, hat durch den Senator Moleschott telegraphisch sein herzliches Bedauern aussprechen lassen, daß er als Heidelberger Ehrendoctor am Erscheinen verhindert sei. — Der Cultusminister v. Goßler eilte dem Prorector Bekker mit, daß Seine Majestät der König ihm den Rothen Adlerorden zweiter Classe verliehen habe; der Dtadtdirector v. Scherer erhielt den Rothen Adlerorden dritter Classe, der Oberbürgermeister Wilckens den Kronenorden dritter Classe. Heidelberg, 7. August. Die Jubiläumsfeier fand heute Abend mit der Beleuchtung des Schlosses ihren officiellen Abschluß. Eine große Menschenmenge wohnte auf dem rechten Neckarufer zwischen den beiden Brücken dem großartigen Schauspiele bei. Die Großherzogliche Familie sah von einer Privatvilla aus zu und war bei der Anfahrt und bei der Abfahrt der Gegenstand der wärmsten Ovationen. Auf dem Wasser hielten die Corpsverbindungen in kleinen, mit bunten Lampen reich decorirten Fahrzeugen und ließen die Corpsfarben zeigende Raketen steigen. Mit den Nachtzügen verließen Tausende von Fremden die Stadt. Belgien. Brüssel, 7. August. Auf Anordnung der Gerichtsbehörde wurde ein Plakat, welches zur Anarchie auffordert, entfernt und mit Beschlag belegt. England. Belfast, 7. August. Hmte fanden wiederum Ruhestörungen statt; die Polizei wurde von den Ruhestörern mit Steinwürsen angegriffen; mehrere Polizeimannschaften wurden verwundet; schließlich wurden die Ruhestörer von der verstärkten Polizei auseinandergetrieben. Amerika. New-Bork, 6. August. Der heute angekommene Dampfer „State of Alabama" meldet: Am 4. b, Mts. trafen wir in 42.27 Grab nörblicher Breite, 60.45 westlicher Länge den Bremer Dampfer, wahrscheinlich die „Werra", int Schlepptau.'eines Dampfers von der Monarch-Linie auf Boston steuernd. Die „Werra" hatte die Schraube verloren und den Schaft gebrochen und verlangte keine Hülfe. MkMWW BepWM. MsgL. TövsssporrdsK- - GKLSLK. Bad Gestein, 8. August. Kaiser Wilhelm empfing gestern Nachmittag den 'Botschafter Prichen Neuß und nahm später den Vortrag des Wirklichen Geheimen Legationsraths v. Bülow entgegen. An dem Diner nahmen gestern noch der Minister v. Bötticher mit Gemahlin, die Gräfin Lehndorff, Frau von Wallerberg und Graf Dönhoff-Friedrichstein Theil. Heute Vormittag empfing der Kaiser den Grafen Herbert Bismarck. Zu dem heutigen Diner sind geladen Hofprediger Dr. Frommel, der Bürgermeister Straubinger und der Oberstlieutenant v. Betz, Commandant des Militär-Kurhauses in Hof Gastein. Anläßlich der heute Abend erfolgenden Ankunft des Kaisers von Oesterreich ist der Ort bereits reich mit Fahnen und Guirlanden geschmückt. Kopenhagen, 8. August. Der König von Griechenland ist heute Vormittag hier eingetroffen und von den Mitgliedern der königlichen Familie am Bahnhofe empfangen worden. Der Kronprinz ist mit demselben hierher zurückgekehrt. Bremen, 8. August. Flach hier cingelangter Nachricht ist der Dampfer des Norddeutschen Lloyd, „Werra", welcher mit gebrochenem Schaft von einem anderen Dampfer in's Schlepptau genommen wurde, in Boston eingetrofien. Brüste/, 8. August. An der heutigen Arbeiterkundgebung nahmen gegen 1600 Personön'.Theil, welche mit einigen rothen Fahnen unter dem Gesänge der Marseillaise die Straße durchzogen. Die Ruhe wurde nirgends' gestört. Belfast, 7. August, Nachts. Im Laufe des Abends wiederholten sich die Ruhestörungen. Zwischen den Ruhestörern und der Polizei und den die letztere unterstützenden Truppen kam es mehrere Male zu heftigen thätlichen Zusammenstößen; hierbei wurden gegen 50 Personen verwundet. Petersburg, 8. August. Der Minister v. Giers empfing den chinesischen Gesandten Tseng und machte demselben gestern seinen Gegenbesuch. Darmstadt, 9. August. sPrivatdepesche.l Kreisrath Jöst von Erbach ist zum Regierungsrath bei der Provinzial-Direction Oberhessen zu Gießen, Regierungsrath v. Bechtold zu Gießen zum Kreisrath von Erbach, Staatsanwalt Jöckel zum ersten Staatsanwalt in Gießen ernannt, erster Staatsanwalt Zimmermann zu Gießen nach Darmstadt versetzt. L v k a l e Gießen, 9. August. Der Großh. Erste Staatsanwalt Zimmerman ist in gleicher Eigenschaft an die Staatsanwaltschaft nach Darmstadt versetzt, Großherzogl. Staatsanwalt Jöckel dahier ist zum Ersten Staatsanwalt an Großh. Staatsanwaltschaft dahier befördert worden. Gießen, 9. August. Der Männer-Turnverein Gießen betheiligt sich an dem 16. Mittelrheinischen' Turnfeste in Worms durch seine Musterriege. Das Turnen dieser Riegen fand am 8. d. M. statt und erhielt die Musterriege des genannten Ver- eins die Note „gut". Universität- - Chronik. Jena, 6. August. Der als ordentlicher Honorarprofessor für Pädagogik berufene Herr Dr. Rein, bisher Seminardirector in Eisenach, wird seine Lehrtätigkeit an hiesiger Universität im nächsten Wintersemester mit Vorlesungen „über die grundlegenden Ideen des erziehenden Unterrichts" beginnen, daneben aber die theoretischen Besprechungen im akademischen pädagogischen Seminar und die praktischen Hebungen in der mit diesem Seminar verbundenen Uebungsschule leiten. Jena, 6. August. An Stelle des nach München berufenen Herrn Hofrath Dr. Sohncke wird vom 1. October d. I. ab Herr Professor Dr. Winkelmann, bisher ordentlicher Professor der Physik an der Akademie zu Hohenheim das Ordinariat für Physik an der hiesigen Universität und die Leitung des physikalischen Instituts übernehmen. ~ , n — Aus Bonn berichtet man unterm 3. August: Prinz Frredrlch Leopold von Preußen wird Bonn nunmehr verlassen. Bei der in der Universitats- Aula stattgchabten Erinnerungsfeicr an den Stifter der Universität, wobei Professor Dr. Lübbert die Festrede hielt, wurde dem Prinzen vom Rector, Geh. Rath -drnz, ein Document über seine Immatrikulation an hiesiger Universität überreicht, wobei der Rector dem Wunsche Ausdruck gab, daß die Frucht der Studien für den Prinzen eine segensreiche werden möge. Derselbe erwiderte, daß er die Zeit semes zweijährigen Studiums Hierselbst als eine sehr angenehme nie vergessen werde. Vermischtes. Worms, 7. August. Es ist kein kleines Häuflein, welches hier zm Feier des XVI. Mittelrheinischen Turnfestes einzieht, demi von allen 10 deutschen ^urnkreisen ist der Mittelrheinkreis, seiner Größe und Mitgliederzahl nach, der weitaus ftauftc. In ihm vereinigt sind in Folge seiner geographische Lage eine große Anzahl Saaten und Provinzen, von welchen wir nur hier das Großherzogthum Hessen, den Regierungo- bezirk Wiesbaden, Birkenfeld, von bei; preub^^^^cn 9x^1111^001115 ^cÖientn^Boei^ und Coblenz, Kreis Wetzlar, vom Regierungsbezirk Kassel Hanau, ferner aud) anführen wollen. Schon früh ivurde es heute m den Straßen allenthalben lebendig, galt es doch einentheils den Festschmuck zu vollenden, anderntheils btc bereits mü den elften Frühzügen eintreffenden Vorboten der Turner, die zahlreichen Delegnten fui den Turntag, zu begrüßen. In Worrets Sälen, dem Centralpunkt des Fest-Conntö, tagte schon seit 7 Uhr das Wohnungs-Comitä, um seinen mühevollen Pflichten nachzukommen und die zahlreichen Anmeldungen auf Freiquartiere möglichst nach Wunsch auszuführen. Bis Nachmittags 2 Uhr waren bereits über 130 Vertreter anwesend und so konnte eine Stunde später der Kreisvertreter Reuter von Darmstadt im genannten Lokale den 47. Mittelrheinischen Turntag bei einer Vertretung von 100 Vereinen mit 138 Stimmen als eröffnet erklären und die Vertreter willkommen heißen. Nach den geschäftlichen Mittheilungen des Vorsitzenden wurde zur Wahl des Festortes für das 17. Mittelrheinische Turnfest geschritten und einstimmig Creuznach, das sich zur Uedernahme bereit erklärt hatte, bestimmt. Es gelangten sodann, im weiteren Verlauf der Verhandlungen folgende Anträge des Krcisausschusses zur Debatte und Annahme: 1) Die Einteilung des Kreises in Gaue, beziehungsweise die Neubildung von Gauen erfolgt unter Zustimmung der betr. Vereine durch den Kreisausschuß. Der Uebertritt eines Vereins aus einem Gau in einen anderen kann nur nach vorher eingeholter Zustimmung des Ausschusses desjenigen Gaues, dem der Verein seither angehörte, stattfinden 2) Außerordentliche Turntage, welche möglichst in der Mitte des Krejses abzuhalten sind, beruft der Kreisausschuß aus eigenem Ermessen oder auf begründeten Antrag von mindestens 30 Kreisvereinen. 3) Die Abhaltung von Wettturnen bei Vereinsfesten ist nur auf die Angehörigen zu beschränken. Bei besonders wichtigen Anlässen, z. B. 25jährigen Stiftungsfesten, ist die Erlaubniß der Gauvertretung, welcher der betr. Verein unterstellt ist, einzuholen. Zuwiderhandelnde werden auf bestimmte Zeit von den Gau- und Kreisfesten, im Wiederholungsfälle aus dem Mittelrheinkreis ausgeschlossen. 4) Zöglinge sind von der Kreiskassensteuer befreit und die an die Kreis- und deutsche Turnerschaftskasse zu entrichtende Kopfsteuer für jedes Mitglied von 9 auf 10 H erhöht. Von den seitens einzelner Vereine eingelaufenen und acceptirten Anträgen sind ferner folgende zu erwähnen: Vom Männer-Turnverein Wiesbaden: Die Vereinigung einzelner Turnvereine oder einzelner Mitglieder von Turnvereinen des Mittelrheinkreises zum Zwecke der Abhaltung von Turnfesten oder Preisturnen ist unzulässig. Vereine und Mitglieder von Vereinen, welche an einer solchen Vereinigung Theil nehmen, sind durch Beschluß des Kreis - Ausschusses auf eine zu bestimmende Zeit aus den Gauen auszuschließen. Jeder Turner und die Gauvorstände insbesondere sind verpflichtet, derartige Vereinigungen dem Kreis-Ausschusse zur Anzeige zu bringen. Die Turngemeinde Darmstadt beantragte, daß die bisherige Bestimmung, neu zu bildende Gaue müssen mindestens 1000 Mitglieder zählen, beibehalten werde. Dem wurde zugestimmt, ebenso dem Anträge der Turngesellschast Hanau, das Steinstoßen bei Kreisfesten nach der deutschen Wettturnordnung zu werthen. Hierauf erfolgte die Neuwahl des Kreisvertreters. Herr E. Reuter, der nunmehr seit 14 Jahren dieses Amt innehatte, sah sich leider durch geschäftliche Pflichten verhindert, eine Wiederwahl anzunehmen. Es wurde zu diesem wichtigen Amte daher der bisherige Schriftführer des Kreises, Herr Carl Rothermel von Darmstadt berufen und Herrn Reuter für seine bisherigen langjährigen Dienste der Dank des Turntages ausgesprochen. Als Stellvertreter wurde Earl Demu th-Gießen und als weitere Ausschußmitglieder G. Danneberg-Frankfurt, Pöpperling-Mainz und Weber-Wiesbaden gewählt; ebenso wurde der bisherige technische Unterausschuß für die Periode 1887-90 bestätigt. Die Amtsdauer des neuen Kreisvertreters ist 4 Jahre. Mit einem dreifachen „Gut Heil" schloß um 6 Uhr Nachmittags der Turntag. Abends folgte ein solenner Commers in der brillant erleuchteten Festhalle. (F> Z.) — Das neue Reichstags - Gebäude zu Berlin macht stetige Fortschritte, die aber für das größere Publikum weniger bemerkbar sind, da ein hoher, zum Theil mit Epheu bewachsener Bauzaun die Einsicht in den gewaltigen Bauplatz verhindert. Während von dem Bau bisher von außen nur das starke aus Backsteinen aufgeführte Mauerwerk auffiel, hat man jetzt begonnen, dies Mauerwerk mit großen Slein- quabern zu umkleiden. Zu dem Sockel verwendet man grauen Granit, welcher in den reichen Granitlagern des Fichlelgebirgs gebrochen wird, während die höher gelegenen Theile des Erdgeschosses mit Sandsteinquadern versetzt werden, von deren Umfang man sich einen Begriff machen kann, wenn man hört, daß ein jeder dieser Blöcke ein Gewicht von 50—80 Zentnern hat. Diese Sandsteinquadern werden in verschiedenen Theilen unseres Vaterlandes gebrochen; in Hroß-Warthau und in Rackwitz in Schlesien, in Nesselberg in Hannover, in Burgpreppack in Bayern und in Bergheim im Teutoburger Walde. Sämmtliche Brüche liefern vorzügliche, feinkörnige, feste und vollkommen gleichmäßige Sandsteine. Die Steine werden schon in den Brüchen in derjenigen Größe und Form bearbeitet, welche sie in dem Gesammtbau erMten sollen, werden dann auf der Eisenbahn nach Berlin gebracht, auf dem Bauplatze nochmals nachgearbeitet, mit Hilfe einer beweglichen Stahlbahn, welche ihr Geleise über den ganzen Bauplatz und bis auf das Gerüst hinauf ausdehnt, hinaufgeschafft und dann mit Hilfe eiserner Krane gehoben und in diejenige Stelle eingesenkt, welche sie ein- nchmen sollen und welche sie auch genau ausfüllen. Es ist sehenswerth, mit welcher Sicherheit und Leichtigkeit so riesige Baustücke bewegt werden können. Auch im Innern des Baues wird vielfach Sandstein zu den Wandbekleidungen und Architecturtheilen verwendet, besonders die dem großen Verkehr dienenden Hallen, Fluren und Eingänge werden in dieser Weise ausgestattet. Zur Verwendung gelangen hier Sandsteine aus Udelfangen bei Trier an der Mosel, aus Bayerfeld in der Pfalz und aus Arzweiler und Pfalzburg im Elsaß. Die Elsässer Steine zeichnen sich durch eine schöne graublaue Färbung aus. In der großen Wartehalle für das Publikum werden die Thür- und Fenstereinfassungen, Pfeiler, Gurtungen und Gewölbrippen aus diesen Steinen hergestellt. — In Soest in Westfalen hatte dieser Tage der Unternehmer Oertel aus Stuttgart eine südafrikanische Kafferntruppe, bestehend aus 14 Personen, *ur Schau ausgestellt. Vorgestern Abend ergriff diese Truppe, mit dem Häuptling an der Spitze, plötzlich die Flucht und nur eine Hottentottin blieb krankheitshalber bei Herrn Oertel zurück. Die Uebrigen gingen querfeldein über Sassendorf nach Benninghausen. Hier wurden die aftikanischen Wilden von den aufgeregten, mit Heugabeln, Flinten und Knütteln bewaffneten Bauern umzingelt, gefangen genommen und mit Hülfe zweier Gensdarmen nach Lippstadt in's Gefängniß Iransportirt. — Diese Ausstellungen fremder Volksstämme, nicht allein bei herumziehenden Budenbesitzern, sollten doch der Gegenstand sorgfältiger Beobachtung Seitens der Behörden sein. Die armen „Wilden", die unsere Sprache nicht verstehen und unser Klima nicht vertragen, werden von ihren „Jmpresario's", zumeist in empörender Weise mißbrarrcht. Es ist dies ein trauriges Kapitel aus dem großen Buche der modernen Sclaverei. Wir wollen dem obengenannten Unternehmer keinen direeten Vorwurf machen, da wir den Sachverhalt und den Grund, warum die Truppe Reißaus nahm, nicht kennen, aber eine gerichtliche Untersuchung ist jedenfalls angebracht. Wenn wir von den „Wilden" unserer Colonien verlangen, daß sie die Deutschen respectiren, so müssen wir die „Wilden", die zu uns kommen, doch gleichfalls schützen und das traurige Loos dieser Ausstellungs-„Objecte" möglichst zu mildern suchen. (Kl. Pr.) Paris, 3. August. (Ein Franzose über Heidelberg.) Der „Figaro" hat seinen bekannten Berichterstatter Pierre Giffard zu den Jubiläums-Feierlichkeiten nach Heidelberg geschickt. Nachdem er das bunte Treiben der dortigen Burschenschaften rmd die halbzerstörte Herrlichkeit des Heidelberger Schlosses geschildert hat, schreibt er: „Zum dritten Male stehe ich dieser Alhambra Deutschlands und den Verheerungen gegenüber, welche die Kanonen der Barbaren an ihrem Gestein verübten . . . Und die „Barbaren" — wir dürfen es uns nicht verhehlen — sind wir. Die Franzosen waren es, welche auf Befehl Louvois' das rechte Rheinufer verwüsteten, ausraubten, senkten. Wahrlich, wenn wir vor dem niedergebrannten Schlosse von Saint-Cloud, vor dem eingeäscherten Bazeille, vor dem bonibarbirten Paris die Arme zum Himmel erheben, so vergessen wir Mannheim und Heidelberg, die beide zwei- und dreimal von den Soldaten Ludwigs XIV. mit anderen Städten ausgeplündert, niedergebrannt, dem Erdboden gleichgemacht wurden. Man kann nicht einen Schritt hierzulande thun, ohne mit der lakonischen Bemerkung des Führers: „Dies wurde von den Franzosen im Jahre 1688 zerstört . . ., dies von den Franzosen im Jahre 1693 eingeäschert." Und das Schlimmste ist, daß die wahnsinnige Wuth Louvois sich an großartigen Kunstwerken, wie dieses Heidelberger Schloß, verging, dessen Bruchstücke noch heute über dem Abgrunde hängen, gleich Opfern französischer Barbarei. Ich widme diese Betrachtungen jenen unter unseren Landsleuten, welche schwerhörig sind und die deutsche Wuth von 1870 noch nicht begriffen haben. Die Pfalz ist nur ein Punkt in dem unermeßlichen Deutschland und fast überall haben wir seit Ludwig XIV. mehr als ein rumützes Verbrechen von der Art jenes verübt, welches Louvois in Heidelberg befahl. Wenn ich mich a priori mit dieser Frage der historischen Verantwortung beschäftige, so hat dies seinen Grund in dem Umstande, daß das Schloß bet den Festen, die heute beginnen, eine Hauptrolle spielen wird. Auf dem Schlosse finden die Belustigungen statt; zum Schlosse werden die hunderttausend Delegirten oder Touristen, die nach Heidelberg gekommen sind, wie zu einem Heiligthume der Kunst wallfahrten, und die Geschichte seines langsamen Baues, wie seiner gewaltsamen Zerstörung durch Franzosen- hand wird hunderttausendmal in drei oder vier Tagen von den Fremdenführern wiederholt werden. Sie wird daher der vorherrschende Eindruck jeder dort statt- sindenden Feier sein. Die Jdeenverbindung hat etwas Verhängnißvolles; wie man nicht in Paris die Stätte der Tuilerien sehen fann, ohne an die Commune zu denken, so kann man in Heidelberg nicht das Schloß sehen, ohne an die Franzosen von 1688 zu denken." — sEine Feldherrentochter.) Eine vor Kurzem zur Kur nach Teplitz anaefommenc Badegastin meldete sich als „Fräulein 9L M., Feldherrentochter", und wurde hierauf in die erste Klasse der Kurtaxe eingereiht. Wenn die Dame nun auch gegen den Rang gerade nichts einzuwenden gehabt hätte, so erschien ihr doch die Zahlung zu hoch, weshalb sie Einspruch erhob. Nun stellte es sich heraus, daß der Vater der Dame in Sachsen mehrere verpachtete Felder besitzt und sie analog dem Ausdruck „Hausherr" den Titel „Feldherr" gebildet hatte. Mit der Feldherrenherrlichkeit war es aus Sparsamkeitsrücksichten jetzt allerdings aus; das titelsüchtige Fräulein war indeß um eine andere Bezeichnung nicht verlegen, resolut meldete sie sich nun als „verpachtete Feldbesitzerstochter" an. Reichsgerichts-Entscheidung. In einer Entscheidung des Reichsgerichts ist die Frage, wann das Abschreiben als Vervielfältigung anzusehen und dazu bestimmt sei, den Druck zu vertreten, neuerdings behandelt worden. Es hatte ein Theaterdirector aus der Oper „Der fliegende Holländer" eine Abschrift der Orchester-, Chor- und Solostimmen und zwar für einzelne Stimmen mehrere Exemplare abschreiben und bei Aufführung der Oper von seinem Personale benutzen lassen. Trotzdem wurde der Angeklagte in erster Instanz freigesprochen; das Reichsgericht hat jedoch das Urtheil aufgehoben und zur neueren Verhandlung an die erste Instanz zurückverwiesen. Das Gesetz vom 11. Juni 1870, betr. das Urheberrecht an Schriftwerken, will den Autor und Verleger vor peccuniären Schäden ourch Nachdruck und auch durch Ab- schr eiben zugefügt, schützen. Die Motive zum Gesetz sprechen sich zwar dahin aus, daß nicht jedes Abschreiben eines Schrift- oder Musikwerkes verboten sei, namentlich nicht das Abschreiben zum Privatgebrauche, sondern nur dasjenige, welches den Druck ersetzen soll. Jedoch soll der Nachdrucker (Abschreiber) auch hierbei vorsichtig sein, denn leicht kann er das Erlaubte überschreiten. Es genügt z. B., wenn ein Nachdrucker oder Abschreiber seine Copie an andere Personen verleiht, damit, diese sie zu musikalischen Zwecken benutzen und hierdurch Autor oder Verleger geschädigt werden, zum Thatbestand einer strafbaren Handlung. Schreibt ein Gesangvereins-Dirigent irgend ein Lied aus einer größeren Com- position aus Liebhaberei ab und vertheilt die Abschriften an die Mitglieder, so übersteigt dieses schon die Grenzen des Erlaubten, auch wenn der Dirigent die Exemplare als Privateigenthum zurückzieht. Es ist ja der Verleger geschädigt und dem Autor kann es gewiß nicht einerlei sein, daß auf diese Weise seine Schöpfungen popu- lär werden. Schiffs-Bewegung der Postdampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft. Hamburg, 7. August. Das Hamburg-New-Yorker Postdampfschiff „Lessing", Capitän Barends, welches am 25. Juli von hier und am 27. Juli von Havre abgegangen, ist am 6. August, 3 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in New-L)ork angekommen. Grün berg, 7. August. lFruchtpreise.) Weizen Xs, ä N £ 's S.E « 89- &£ Q Temperatur der Lahn Am 9. August, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 15°, Lust 20° R. im Schatten. L. Chr. Rübsamen. a B CQ XZ Ss io* 89 O 90 89- X 20 B ''iher. Srentnaw Knaben Anzüge zum Jugendfeste, schon von 2 A an, bis zu besten Qualitäten empfiehlt Louis Rothenberger, 5656__________Neuenweg 22._________ 5597 Ein gutes neues Haus mit Hinterhaus, Scheune und Garten, ist zum Preise von A 28,000 unter günstigen Bedingungen zu verkaufen durch __I. Blitz. Ein Tafelklavier in Palisander, echt amerikanisches Fabrikat, kreuzsaitig, sehr gut und fast noch neu, sehr preiswürdig zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. 5711 i » r 1 Jugendfest. Das diesjährige Jugendfest wird am 12 August im Philosophenwald abgehalten werden. Die Betheiligung wird eine sehr große, da sich schon 2360 Kinder angemeldet haben. Hiermit steigern sich aber auch die für das Fest aufzuwendenden Kosten in hohem Maße. Zur würdigen Begehung des Festes und zur Deckung der entstehenden Kosten richten wir deshalb an die geehrten Eltern und Freunde der Jugend die ebenso freundliche wie ergebene Bitte, uns mit ihrer Beihülfe, besonders durch Beiträge an Geld oder solchen Gegenständen, die sich zu Preisen für die Jugend eignen, wohlwollend zu unterstützen. Außerdem fehlt noch eine größere Anzahl von Spielordnerinnen und Zugführern. Es werden deshalb diejenigen Damen und Herren, die bereit sind, sich bei der Führung des Zuges und der Ordnung der Spiele zu betheiligen, freundlichst gebeten, sich recht bald bei Herrn Lehrer Spitz, Schillerstraße 23 anzumelden. Die Instruction für die Spielordner findet nächsten Sonntag, Vormittags 8 Uhr in der städtischen Turnhalle, die für die Spielordnerinnen um 11 Uhr in der Turnhalle der höheren Mädchenschule statt. Um rechtzeitiges Erscheinen wird freundlichst gebeten. Probeaufstellunq sämmtlicher Theilnehmer findet statt Mittwoch den 11. d. M. in Oswalds Garten, für die Mädchen um 2 Uhr, für die Knaben um 4 Uhr Nachmittags und werden Zugführerinnen und Zugführer dringend ersucht, sich zu derselben einzufinden. Gaben an Geld und Preisen bittet man bald bei den Comite- Mitgliedern oder im alten Rathhause abzugeben. Das F©st©omite« Altvater^ Warst» Wramm, Büchner, Bautcchniker. Stadtv. Bürgermeister. Kreisschulinspector. Enders, Franz, Hanstein, Georgi, Homberger, Stadtrechner. Reallehrer. Stadtv. Stadtv. Stadtv. Lehr, Möser, Nodnagel, Schmus, Spitz, Lehrer. Lehrer. Director. Reallehrer. Lehrer. 5415 Bigelius, Director. Giessener Zitherclub (HithätigMsvnn). Bei dem gestern für die verunglückte Frl. Wochlitz veranstalteten Concerte betrug die Einnahme Jl. 42.95 „ Ausgabe „ 11.80 Reineinnahme 31.15 die mir der Verunglückten und ihrer Schwester übermittelt haben. Der Vorstand. Geschäfts - Eröffnung. Einem geehrten Publikum hiesiger Stadt und Umgegend mache hiermit die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen Hireusplats 9 ein Lolomolmaarm-ßeschäft eröffnet habe. Es wird mein eifrigstes Bestreben fein, die mich beehrenden Kunden durch gute Waare, strenge Reellität, billige Preise, sowie stets aufmerksame Bedienung bestens zufrieden zu stellen und zeichne Gießen, den 9. August 1886. Hochachtungsvoll 5703_______________Kinkel, MifswNsfest zu Beuern, s Am 11. August d. I. soll D. v. in der Gemeinde Beuern ein Mission-fest gefeiert werden. Als Festprediger haben zugesagt die Herren Metropolitan Dettmering aus Dreihausen in Kurheffen, Pfarrer Walz aus Bad Nauheim, Weicker aus Hofheim, Werner aus Darmstadt u. A. Beginn des Gottesdienstes am Vormittag um 9V2 Uhr, die Versammlungen am Nachmittag und Abend finden bei günstigem Wetter im Freien statt. Es ladet freundlichst hierzu ein Der Kirchenvvrstand. Geschäfts-Eröffnung. Einem geehrten Publikum Gießen's und Umgegend mache hierdurch die ergebene Mittheilung, daß ich am hiesigen Platze Neuenweg 33 eine Pferdemetzgerei und Wirthschaft am Donnerstag den 12. August er. eröffne. Mein Bestreben wird sein, durch prompte Bedienung mir das Wohlwollen meiner geehrten Abnehmer zu erwerben und zeichne Hochachtungsvoll sm M. Hessler, Metzger. Lenz'fcher Felfeukeller. Dienstag den 10. August: 5707 «OSSES (WERT ausgeführt von der Kapelle des 2. Großh. Hess. Znf-Reg. Ar. 116^ unter Leitung des Großh. MufiKdirectors Herrn C. Krau he. Anfang K JEntree 30 S*fg* 1616 MWWGMÄ MMR« Ißßl 0 Ivvl WWWMUNVU 5. v* 5708 MM Wohuungs Veränderung. Meine Wohnung befindet sich jetzt J^eueaBweg KO, im Hause der Frau Louis Petri I. Wwe. H. Wissner, 5697 Großherzoglicher Geometer I. Classe. Kehrer Lehr nebst Familie. Danksagung. Für die überaus herzliche Theilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir Allen innigsten Dank. in reichhaltiger Auswahl, per Stück von JL. 4.50 an. 5547 _____Ph> Ellingcr« Neue holl. Voilbäringe per Stück 8 Pfg. Phe Wok. 5591 Bahnhofstraße 11. : €orselten ; eleganter Sitz, beste Fabrikate, in allen Fa^ons und Weiten, empfiehlt billigst 5235 A. Fcmgmarr-r. Prim« oeue holl. Volliäriuge offerirt 5450 Fr. Seibel. Wermiethungen. 5696 Eine Wohnung, 2 Zimmer und Küche, zu vermiethen- Seltersweg 35. 5712 Ein kleines Mansardenlogis an eine ruhige Familie zu vermiethen. _______________________Nordanlage 29. 5557 Der zweite Stock unseres Hauses, bestehend aus 4 Zimmern nebst Zubehör, ist per 1. Oktober zu vermiethen. Mettenheimer & Schultheis, ________________Kreuzplatz 3._____________ 5345 Zwei kleine Familienlogis sind zu vermiethen bei Kaspar Schomber, Nodhetmerstr. 40. 5175 Ein Logis zu vermiethen bei Metzger Hofmann, Wallthorstraße. 5602 Ein Laden, mit oder ohne Logis, ist zu vermiethen. Sonnenstraße 27. 5646 Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen.________ Gartenstraße 27. 5659 Ein geräumiges Logis per 1. September, event- auch früher zu vermiethen. __Gasthaus zum Schisfenbergerthal. 5702 Ein großer Laden mit Zubehör, in-schöner Lage, neben einer Wirthschaft, für Rind- und Schweinemetzgerei geeignet, zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl. Vermischte Anzeigen. 5709 Einen Jungen nimmt in die Lehre Glasermeister Luh, Neuenweg 20. 5710 Ein tüchtiger Schreinergeselle gesucht von W. Müller, Steinstraße 48. Ein tüchtiger, zuverlässiger Bnrsche bei ein Pferd gesucht. 5713 I. K. Spies, Frankfurterstraße 78._ 5699 Ein Gehülfe auf dauernde Arbeit gesucht. Wiedmayer, ■ __________Schreinermeister, Südanlage 3. i Bestellungen mtf WeiHelbeereu werden im „Deutschen Hof" entgegen ge- nommen. 57u6 _________Frau Plett aus Erndtebrück. Piaeta’s, ÄS I Clavierstimmen u Reparaturen 1 werden solid und billigst ausgeführt, g 490 G. D. Gebauer Asterweg 47. — Ederstraße 8. ■ 5678 Gesucht ein christlicher junger Mann als Hausüursche. __________Herberge zur Hei Math, hier. 5558 Ein in nächster Zeit aus der Lehre kominender junger Mann kann auf einem hiesigen Comptoir Beschäftigung erhalten. Gehalt 5—600 X Selbstgeschriebene Offerten nebst Zeugnißabschrift besorgt unter X. 40 die Exp. d. Bl- Ein wahrer Schatz für die unglücklichen Opfer der Selbstbefleckung (Onanie) und geheimen Ausschweifungen ist das berühmte Werk: Dr. Retau’s Selbst- bewahrnng. 80. Stufl. Mit 27 Abbild. Preis 3^. Lese es Jeder, der an den schrecklichen Folgen dieses Lasters leidet, seine aufrichtigen Belehrungen retten jährlich Tausende vom sichern Tode. Zu beziehendurch das Verlags-Magazin in Leipzig, Neumarkt 34, sowie durch jede Buchhandlung. 3501 R-daction: A. Scheyda- - Druck mid Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr- Pietsch) in Gießen.