Nr. 8 Erstes Blatt. Sonntag dm 10. Januar 1886 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Schulstr-i- 7.Erscheint täglich mit »usn^me d-S "iW älÄT Amtlicher HHeil. Bekanntmachung. Die Direction des landwirthschastlichen Bezirksvereins Mannheim und die Direction des Badischen Rennvereins Mannheim werden aus Anlaß des im Mai 1886 in Mannheim abzuhallenden Pferde- und. Rindvieh-Marktes eine Verloosung von Pferden, Rindvieh. Silbergegenständen, Fahr- und Reitrequisiten und sonstigen Gerüchen für Haus- und Landwirthschaft veranstalten, bei welcher 30,000 eventuell 50,000 Loose ä 2 Jb. ausgegeben und Gewinne im Gesammtwerthe von 39,000 eventuell 65,000 J-L verloost werden sollen. Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Großh. Ministerium des Innern und der Justiz den gedachten Unternehmern auf ihr Nachsuchen gestattet hat, die fraglichen Loose im Großherzogthum zu vertreiben. Gießen, den 7. Januar 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen. JDr. Boekmann. Gefunden: 2 Taschentücher, 1 Shawl, 1 Rodhacke, 1 Strängchen Seide, 1 Hundehalsband. Gießen, am 9. Januar 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. —■MIWIIl I Will !>' H W.HJWBMBWgMWWM>BMAWMWMWIlMWII2WgJMUfiBW«HBWWrjmiWIJWMJWIWrawran'»roiilWHIIWV!»iaiMWMMMMB Berlin, 7. Januar. Se. Majestät der Kaiser hat auf das zunr Jahreswechsel und zum Negierungsjubiläum dargebrachte Gratulationsschreiben des Magistrats und der Stadtverordneten von Berlin, folgende Antwort erlassen: „Ernster denn je sind die Empfindungen gewesen, wit denen Ich die Schwelle des neuen Jahres überschritten habe, lieber das verflossene Jahr hinaus richtet sich Mein Blick auf ein ganzes Vierteljahrhundert, welches nun seit Meiner Thronbesteigung vollendet ist. Mit tiefer Bewegung habe ich daher die Adresse empfangen, in welcher Mir der Magistrat und die Stadtverordneten mit einem Rückblick auf diesen Zeitraum, treu und anhänglich wie von Alters her, zum Jahreswechsel, zugleich auch zur Feier Meines 25jährigen Regierungs-Jubiläums ihre Glückwünsche oarbringen. Für diese Mich hochbeglückende Theilnahme iage Ich Ihnen Meinen herzlichsten Dank. Im Hochgefühl der göttlichen Gnade, welche Mir noch an Meinem Lebensabend eine so unerwartet lange Dauer Königlicher Regierung beschieden und diese mit überaus reichem Segen begleitet hat, treten Mir jene ruhmreichen Waffenerfolgd, jene weltgeschichtlichen Ereignisse, welche durch Gottes Fügung die Einheit und Macht des Deutschen Reiches neu begründet haben, in diesen Tagen wieder frisch vor die Seele. Die Erinnerung daran erfüllt Mein Herz mit heißem Dank gegen den Höchsten, der Mich zum Vollstrecker seines Willens erwählt hat. Mit Wohlgefallen fehe Ich in Ihrer Adresse Meine eigene Wahrnehmung bestätigt, das; die Haupt- und Residenzstadt in ihrem Wachsthum und in ihrer Bedeutung mit des Reiches Größe und Herrlichkeit Schritt gehalten, daß sie unter dem gesegneten Schutze des Friedens und durch die Thatkraft und Fürsorge fbiw Vertreter in den letzten Jahren eine fortdauernde Steigerung und Entwickelung auf den verschiedensten Gebieten des öffentlichen Lebens gewonnen hat. Die Pflege freier Liebesthätigkeit, welche unter der Führung meiner Gemahlin zu erfreulicher Bluthe gelangt ist, hat in dem hilfbereiten Sinn der Berliner Bürgerschaft stets eine nachhaltige Unterstützung gefunden. Ich habe es daher gleich Meiner Gemahlin mit lebhafter Ge- nugthuung begrüßt, daß der Magistrat und die Stadtverordneten zum Gedächtniß des Regierungs-Jubiläums eine Lumme von 300 000 JL für die Erweiterung der Unfern Namen tragenden Alterversorgungsanstalt beftimmt haben. Es drängt Mich in dem Bewußtsein, daß Meinem Jubiläumstage damit eine wahrhaft würdige Feier bereitet isr, Ihnen mit meinem Danke gleichzeitig Meine volle 2lnerfennun0 für diesen gemeinnützigen Beschluß auszusprechen." Berlin, den 6. Januar 1886. gez. Wilhelm. Berlin, 8. Januar. Dem hiesigen Magistrat sind ferner folgende Allerhöchste und höchste Dankschreiben zugegangen: Erhebende Worte hat der Magistrat der Haupt- und Residenzstadt zum neuen Jahre und aus Anlaß des Regierungs-Jubiläums an Mich gerichtet, sie sind Mir ins Herz gedrungen, denn sie geben die Gesinnung aus weiten Kreisen des ganzen Königreichs wieder. Beweise solcher Liebe an einem Zeitabschnitt arbeitsamen, thatenreichen Lebens sind ein schöner Lohn für unseren König und das beste Zeugniß für unser Vaterland. Fünfundzwanzig ereignißvolle Jahre ruht sein Geschick in den Händen eines Herrn, an dessen Seite Ich täglich Zeuge bin des großen Beispiels wahrhaft königlichen Denkens und Waltens in dem erhabenen Beruf des Monarchen. Wenn das Andenken an diesen Zeitraum durch eine Stiftung verewigt wird, die ihre Wohl- that den Unversorgten erweist, so kann Mein Dank für diese hochherzige Fürsorge nicht üeser einpfunden sein, als Meine Erkenntniß von der Bedeutung des heutigen'Tages, die Mich mit Demuth und mit Gottvertrauen erfüllt. Berlin, den 3. Januar 1886. gez. Augusta. Se. K. ii. K. Hoheit der Kronprinz hat die anläßlich des Jahreswechsels dargebrachte Glückwunsch-Adresse der hiesigen Stadtverordneten-Versammlung wie folgt be- amwortet: „Die Stadtverordneten haben Mich in diesem Jahre durch ihren freundlichen Gruß zum ersten Januar juie durch die gleichzeitige Versicherung ihrer theil- nehmenden und anhänglichen Gesinnung für Mich und die Kronprinzessin, Meine Gemahlin, aufrichtigst erfreut. Ich erwidere diese Kundgebung mit vielem Danke wie den besten Wünschen für die zunehmende Wohlfahrt der Bürgerschaft, an deren Ergehen Ich nach wie vor den lebhaftesten Antheil nehme." Berlin, den 1. Januar 1886. gez. Friedrich Wilhelm, Kronprinz. Ich danke dem Magistrat vielmals für die Mir und den Meinigen zum Jahreswechsel dargebrachten Glückwünsche, wie für die gleichzeitige Versicherung seiner treuen und anhänglichen Gesinnung- Einen Mir besonders werthvollen Ausdruck hat dieselbe in den Worten gefunden, mit welchen der Magistrat des nahenden Tages gedenkt, den alle deutschen Lande als ein hohes nationales Fest in voller Würdigung dessen zu feiern gewillt sind, was unser Volk der ruhmvollen und gesegneten Regierung seines vielgeliebten Kaisers schuldet. Das ergebende Bewußtsein, sich mit der gesammten Nation eins zu wissen in der Verehrung und Liebe zum Monarchen, erfüllt das Herz des Sohnes mit warmem Dank gegen Gott. Auch kann Ich Mir bei diesem Anlaß die Freude nicht versagen, der städtischen Verwaltung erneut Meine Anerkennung für die umsichtige und unermüdliche Fürsorge auszusprechen, welche sie der Förderung der so vielseitigen Interessen des, Berliner Gemeinwesens mit unverkennbarem Erfolge widmet Dem Rückblick auf die während der letzten Dezennien stetig fortschreitende Entwickelung Berlins entnehme Ich die zuversichtliche Hoffnung, daß sich das beginnende Jahr für das Wohl der Hauptstadt und ihrer Einwohner als ein nicht minder glückliches und segensreiches erweisen werde. Berlin, den 1. Januar 1886. gez. Friedrich Wilhelm, Kronprinz. Ich danke dem Magistrate aufrichtig für die freundlichen Gesinnungen, welche Mir derselbe bei Beginn des Neuen Jahres ausgesprochen hat- Gern benutze Ich diesen Anlaß, um der Hoffnung Raum zu geben, daß auch dieses Jahr die Wünsche erfüllen möge, die Ich in herzlicher Theilnahme für das Gedeihen der Hauptstadt und ihrer Bewohner hege. Berlin, den 4. Januar 1886. gez. Victoria, Kronprinzessin. Berlin - 8. Januar. Der im „Reichs-Anz." in lateinischer Sprache veröffentlichte Brief des Papstes an den Fürsten Bismarck lautet in freier lieber* setzung, wie folgt: „Leo XIII. entbietet dem erhabenen Manne, dem Fürsten Otto Bismarck, des Deutschen Reiches großem Kanzler seinen Gruß. Als in dem Streit über die Karolinensrage auf die von uns vorgeschlagene Grundlage hin eine Einigung erzielt war, haben wir dem erlauchten Kaiser von Deutschland unsere Freude darüber kund thun laffen, aber wir wollen auch Dir, mächtiger Fürst, dieselbe freundliche Gesinnung bekunden, der Du aus eigener freiester Ueberzeugung heraus uns zum Schiedsrichter in diesem Streit vorgeschlagen haft. Wir wollen Dir auch gern gestehen, wie es auch in Wirklichkeit liegt, daß, wenn wir die verschiedenen Schwierigkeiten bei der Last unserer Geschäfte zu überwinden in der Lage waren, wir dies zu einem großen Theile Deinem anhaltenden Eifer zu verdanken haben, da Du von Anfang an bis zu Ende unsere Bemühungen eifrigst unterstützt hast. Deswegen bezeugen wir Dir dankbar, daß uns ganz besonders in Folge Deines Rathes eine äußerst günstige Gelegenheit dargeboten ist, um den Frieden ausrecht zu erhalten. Eine so würdige Ausgabe zu erfüllen, das ist freilich in der Geschichte des heiligen Stuhles nichts Neues, sondern Etwas, was man feit langer Zeit zu wünschen aufgehört hat, obgleich es kaum irgend Etwas giebt, was mit dem Geist und der Dtatur des römischen Pontifikats so vollständig übereinstimmte. Du bist lediglich frei Deinem Ermessen gefolgt und hast die Angelegenheit mehr nach ihrem wahren Gehalte, als nach der Meinung Anderer oder nach dem Herkommen beurtheilt und deshalb kein Bedenken getragen, sie unserem billigen Urtheil anzuvertrauen. Dabei hast Du die offene und stillschweigende Billigung der vorurtheilsfrei denkenden Männer auf Deiner Seite gehabt, namentlich aller Katholiken des ganzen Erdkreises, welche sicherlich wunderbar ergriffen sein mußten von der ihrem Vater und Oberhirten erwiesenen Ehre. Deine politische Klugheit hat sehr viel ge- than, um das Deutsche Reich zu einer solchen Höhe, wie es allgemein anerkannt und zugestanden wird, zu erheben. Das Eine aber, was selbstverständlich ist, das siehst Du jetzt, daß ein Reich täglich fester steht und bleibt, wenn es durch mächtige Kräfte aus die Dauer gestützt ist. Es ist jedenfalls Deiner Weisheit nicht entgangen, welche Kraft zur Erhaltung der gesellschaftlichen und staatlichen Ordnung in der Macht ruht, die von uns ausgeübt wird, namentlich wenn dieselbe von jeder Behinderung frei zu wirken im Stande ist. Möge es gestattet sein, aus dem Geschehenen ein gutes Zeichen für alles Uebrige in der Zukunft zu entnehmen. Damit Du indessen von uns selbst ein Zeichen des Geschehenen und unserer freundlichen Gesinnung erhältst, ernennen wir Dich zum Ritter des Christus-Ordens, deffen Insignien wir Dir gleichzeitig mit diesem Briefe zugehen lassen. Schließlich wünschen wir Dir von Herzen alles Gute. Gegeben zu Rom, St. Peter, am 31. December 1885, im achten Jahre unseres Pontifikats." (Frkstr. Ztg.) Berlin, 8. Januar. Der „ReichS'Anz." publieirt die Verleihung des Schwarzen Adler-Ordens an Jakobini, des Rothen Adler-Ordens 1. Klasse an Mocenni und Galimberü, des Kronen-Ordens 2. Klaffe an Maffoni, des Kro- nen-Ordens 3. Klaffe an den Unter-Archivar Jakobini. Dresden, 8 Januar. Die zweite Kammer hat die Regierungs-Vorlage, betr. den Bau der Secundärbahnen Meuselwitz-Kieritzsch und Schwarzenburg- Annaberg, der Finanz-Deputation überwiesen und für die Herstellungen auf den Bahnhöfen in Werdau, Neumark und Schönberg zusammen 458,700 bewilligt. । —■■■■ ii —ü---. ■■■■■■■ ■ ■■ • Reichstag. E R. Berlin, 8. Januar 1886. Heute nahm der deutsche Reichstag vor außerordentlich schwach besetzten Bänken seine Sitzungen wieder auf. Seit der letzten Plenarsitzung ist der Abg. Vissering gestorben, Abg. Ebert hat sein Mandat niedergelegt. Eingegangen ist die Vorlage, die Zuckersteuer - Reform betreffend, sowie eine Denkschrift über die seit 1875 erlassenen Arbeitergesetze. Das Gesetz über die Controle des Reichshaushalts von Elsaß-Lothringen wird in dritter Lesung ohne Diskussion erledigt. Es folgen Wahlprüfungen. Die Wahlen der Abgeordneten o. d. Osten, v. Schenck werden ohne Debatte nach den Anträgen der Commission für gütig erklärt. Die Wahl des Abg. Dr. Hänel beantragt die Commission — Referent Abg. Liebknecht — für gütig zu erklären. Abg. v. Köller (ks.) meint, daß ein Theil der Ausführungen des Referenten sich nicht mit den Anschauungen der Commission decken, sondern den Standpunkt der socialdeinokratiichen Partei darstellen. Abg. Francke (natl.) führt aus, daß der Reichstag und seine Wahlprüfungs- Commission nicht berechtigt sei, wie der Referent es gethan, ein vom obersten Gerichtshof auf Grund des Socialistengesetzes verbotenes Flugblatt als zulässig anzusehen. Abg. Rickert (bfr.): Es sei bisher stets die Praxis der Wahlprüfungs - Commission gewesen, daß man möglichst streng darauf geachtet habe, daß gerade socialdemokratischen Versammlungen gegenüber keine unberechtigten Polizeiverbote stattfinden. Das hat wohl auch der Referent betont unD in) bin über den Einspruch des Herrn v. Köller hiergegen sehr verwundert. Abg. v. Köller meint, daß er nur Einspruch dagegen habe erheben wollen, daß der Referent Namens der Commission Ausführungen mache, die die Majorität derselben nicht theile. Abg. Rickert erklärt, daß cs sich nicht um den vorliegenden irrelevanten Fall allein, sondern um eine Reihe ähnlicher Wahlen handle. Es ist bedauerlich, daß eine an das Reichsamt des Innern in Wahlsachen gerichtete Beschwerde nicht beantwortet, sondern an den preußischen Minister des Innern weitergegangen sei. Staatssecretär v. Bötticher: Wenn ein derartiger Fall vorliegt, so ist dies nur deßhalb geschehen, weil eine Entscheidung doch nicht ohne Kenntniß der Sache, ohne daß die beteiligte Landesbehörde gehört worden, ertheilt werden kann. Die Wahl des Abg. Hänel wird darnach für giltig erklärt, ebenso die Wahl des Abg. Gebhard, während über die Wahl des Abg. v. Wurmb Actenvorlegung verlangt wird. Es folgt die zweite Berathung des Etats der Verwaltung der Eisenbahnen. Bei dem Kapitel: Einmalige Ausgaben, befürwortet Abg. Zorn v. Bulach (Els.): Die Anlage einer Bahnlinie durch das Breusch- thal im Elsaß und zwar eine Verlängerung über Rockau nach Saales. Geh. Ober-Reg.-Rath Körte erwidert, daß über diese Linie noch Verhandlungen schweben. Der Rest des Etats wird hierauf debattelos genehmigt. Nächste Sitzung morgen 2 Uhr. Antrag v. Bernuth über die Behandlung von Resolutionen, sowie die Vorlage über den Nord-Ostsee-Ccmal. Telegraphische Depeschen. Wolff'- telegr. Korrespondenz Berlin, 8. Januar. In der am 7. dss. Mts. unter dem Vorsitz des Staatsministers, Staatssicrctär des Innern, v. Bötticher, abgehaltenen Plenarsitzung genehmigte der Bundesrath den Entwurf eines Gesetzes für Elsaß - Lothringen über die Depositenverwaltung, sowie den Landeshaushalts - Etat nebst Etatsgesetz für Elsaß- Lothringen für das Etatsjahr 1886—87. Die Vorlagen, betreffend die Bildung einer Berufsgenossenschaft für Weinkellereibetriebe auf Grund des Unfallversichcrungsgesetzes, und betreffend die Aenderung der Bestimmungen des Eisenbahn - Betricbsreglements über die Beförderung von wasserfreier, flüssiger, schwefliger Säure wurden, erstere dem Ausschuß für Handel und Industrie, letztere dem Ausschuß für Eisenbahnen, Post und Telegraphen und dem Ausschuß für Handel und Verkehr überwiesen. Endlich wurde noch über die geschäftliche Behandlung mehrerer Eingaben Beschluß gefaßt. Köln, 8. Januar. Ein Berliner Telegramm der „Köln. Zeitung" über den „Temps"-Artikel, wonach Deutschland, England und Frankreich Schritte gethan, um eine Gebietsabtretung zu Gunsten Griechenlands von der Pforte zu erwirken, sagt: Wir haben an mehreren hiesigen Stellen deshalb Erkundigungen eingezogen, haben betreffs solcher Schritte Frankreichs Bestimmtes nicht erfahren und müssen dafür dem „Temps" die Verantwortung überlassen. Betreffs Deutschlands und Englands wurde auf das Bündigste versichert, daß dieselben keinen derartigen Schritt in Konstantinopel gethan oder derartige Versprechungen in Athen gegeben haben. Ein Krieg zwischen Griechenland und oer Türkei habe für Europa nur ein nebensächliches Interesse. Wolle Griechenland eine Gebietsabtretung erzwingen, so thue es das auf eigene Gefahr und möge sehen, ivic es mit seinem mächtigen Gegner fertig werde. Dresden, 8. Januar. Zweite Kammer. Die Finanzdeputation beantragte die Bewilligung von 2 480 000 zum Bau einer Eisenbahn von Stollberg nach Zwönitz, von 721 436 JL zum Bau einer solchen von Mügeln nach Trebsen und von 2173 000 JL zum Bau einer solchen von Leipzig nach Plagwitz. In weiterem Fortgänge der Sitzung wurde der Antrag Bebels auf Beseitigung des Schulgeldes an den Volksschulen abgelehnt. Triest, 8. Januar. Durch eine Verordnung des Handelsministers ist die Quarantäne für die Provenienzen aus Triest in den dalmatinischen Häsen aufgehoben worden, dagegen wird die ärztliche Visitation dieser Provenienzen beim Einlaufen in den ersten dalmatinischen Häfen aufrecht erhalten. Kopenhagen, 8. Januar. Im Folkething brachte der Finanzminister einen Gesetzentwurf ein, betreffend den Schutz des inländischen Rübenzuckers und die Ermäßigung der Zölle für Zucker aus Saint Croix. Gleichzeitig wird die Aufhebung der Zölle auf Steinkohlen und die Auflegung eines Einfuhrzolles auf Mais und Gerste vorgeschlagen. Paris, 8. Januar. Die Mehrzahl der Zeitungen nimmt das neue Cabinet als Cabinet der Versöhnung günstig auf. Es heißt, Constans werde zum General- Gouverneur von Algier ernannt. Paris, 8. Januar. Der frühere Gesandte in Belgrad, Nicolaus Delyannis, ist zum Gesandten Griechenlands hier ernannt worden. — Das Gerücht von der Abberufung des Residenten Cambon in Tunis wird seitens der Regierungskreise dcmentirt. — „France" schreibt, die Erklärung des Kabinets vor den Kammern werde die Noth- wendigkeit betonen, einen Waffenstillstand herzustellest, um eine Politik praktischer Reformen möglich zu machen. Das Ministerium werde insbesondere die Mittel erwägen, um das Gleichgewicht des Budgets herzustellen. „Temps" sagt, der Kriegs- Minister beabsichtige namentlich eine Reduktion der Ausgaben des Kriegsbudgets herbeizuführen. — Seit heute Mittag herrscht hier starker Schneesturm. Der Wagenverkehr in den Straßen ist sehr erschwert. — Der Kriegsminister erließ folgenden Tagesbefehl an die Armee: Der Präsident der Repulik erwies mir die große Ehre, mich ins Ministerium zu berufen. Ich nahm den Ruf mit Vertrauen an, in der Nebcrzeugung, bei allen Graden absolut die Unterstützung zu finden, welche auf den Gefühlen der Pflicht, dem Gehorsam und der Ergebenheit beruht, lüouoii die Armee soviel Beweise gibt. Ich werde mit Energie den von meinen Amtsvorgängern vorgezeichneten Weg verfolgen, den Weg militärischer Renovation, den wir seit fünfzehn Jahren verfolgen. Es lebe Frankreich, es lebe die Republik. Rom, 8. Januar. Der „Moniteur de Rome" meldet, daß ein Consistorium auf den 15. d. M. anberaumt worden sei. Brüssel, 8. Januar. Der Senat setzte die Berathung des Gesetzentwurfs über den Schutz des künstlerischen Eigenthums fort und nahm ein Amendement an, wonach Telegramme und Informationen der Journale nicht ohne Quellenangabe re- producirt werden dürfen. Madrid, 8. Januar. Jn Algesiras sind gestern 22 Erkrankungen und 11 Todesfälle an Cholera vorgekommen. Petersburg, 8. Januar. Das in Simbirsk stehende Kaluga-Regiment, dessen Chef Se. Majestät der Kaiser Wilhelm ist, hatte anläßlich der am Sonntag stattgehabten Regierungsjubelfeier Sr. Majestät seine Glückwünsche telegraphisch übermittelt. In Antwort darauf ist ein Dankestelegramm des Kaisers eingelaufen, worin cs heißt, daß der Kaiser ein so erprobt tapferes Regiment auch künftig mit Stolz das seinige nennen werde. Konstantinopel, 8. Januar. (Meldung des Bureau Reuter.) Die griechische Regierung legt neuerdings der Pforte gegenüber ein entgegenkommendes Verhalten an den Tag. Sie beschloß, den Konsul Zigomelas von Kreta abzuberufen und durch den hiesigen General-Konsul Mauromichalis zu ersetzen. Ferner wird es als indirekte Demobilisirung angesehen, daß bei dem griechischen Heere anläßlich des Weihnachtsfestes viele Beurlaubungen auf unbestimmte Zeit stattgefunden haben, sodaß jede Compagnie nur noch siebenzig Mann zählt. Die Vtobilisirung der zweiten Klasse der türkischen Reserve in Syrien, 20 000 Mann umfassend, ist abbestcllr. Die erste Klasse bleibt zwar mobil, der Befehl zum Abmarsch nach Salonichi ist aber zurückgenommen worden. Washington, 8. Januar. Präsident Cleveland legte dem Senate Schriftstücke vor über die Schritte der amerikanischen Negierung, um die Ansichten der auswärtigen Regierungen über eine Feststellung des internationalen Werthverhältnisses zwischen Gold und Silber zu erfahren. Valparaiso, 8. Januar. Die Kammer lehnte in einer stürmischen Sitzung die Votirung des Budgets ab. Tie Regierung suspendirte in Folge dessen weitere Auszahlungen aus der Staatskasse. Die Lage ist äußerst gespannt. Lokales. Gießen, 9. Januar. sStadtverordnetensitzung vom 7. Januar, Nachmittags 4 Uhr., Anwesend die Herren: Bürgermeister Bramm, Beigeordneten Keller und Heß, sowie die Herren Stadtverordneten Baist, Georgi, Grüneberg, Haustein, Hoch, Homberg er, Kauf, Lüdeking, Ad. Noll, Aug. Noll, Petri, Schopbach, Simon, Vogt und Wortmann; als Auskunftsperson Herr Stadt- baumeifter Stief. Bei Eröffnung der Sitzung begrüßt Herr Bürgermeister Bramm die Versammlung mit warmen Worten zum neuen Jahre, mit oem Wunsche, daß dasselbe sich der Stadt und jedem Einzelnen als ein segensreiches erweisen möge. Ueberfluthungen des Neustädter Feldes. Gegenüber einer Eingabe des Herrn Gutsbesitzers L-chlenke steht das Gutachten des Kreisbaumeisters, Herrn Baurath Walter, dahingehend, daß eine Abdämmung der zur Backsteinfabrikation ausgc- grabenen Aecker auf ihre ursprüngliche Höhe immerhin eine wesentliche Besserung für qu. tfelb sei eine stärkere Abdämmung, möglicher Weise aber eine Schädigung von größter Tragweite auf ber linken Lahnseite herbeisühren könnte, falls man nicht mit Sicherheit über bie Richtung ber Strömung bei einem solchen Hochwasser unterrichtet ist. Es wirb baher beschlossen, von ber früher vorgesehenen Auffüllung am linkseitigen Lahnufer abzusehen uiib bte Wieberherstellung bes vor ber Ausziegelung oerschiebener Grundstücke bestandenen früheren Zustandes der Baubeputation zur Antragstellung zu überweisen. Die für bas nächste Bubget in Aussicht genommene weitere Fassung bes Stabt- baches (Schoorgraben) in eine Steinsohle, 400 Meter, soll von ber Südanlage nach dem Seltersthore fortgesetzt werden. Die Festsetzung ber Baufluchtlinien in der Sonnenstraße, in Folge eines Baugesuches des Herrn Adolf Vogt in Anregung gebracht, jedoch von dem eingereichten Projecte unberührt, gestattet dem Petenten auf der bestehenden Baulinie die Ausführung desselben. Punkt 4 der Tagesordnung, Errichtung eines Brunnens in der Nordanlage, wird ausgesetzt, da die beschlossene Beaugenscheinigung noch nicht stattgefunden hat. Bevor in ber Tagesorbnung fortgefahren wirb, macht Herr Bürgermeister Bramm bie Mittheilung, baß Herr Ingenieur Rosenfelb aus die an ihn gelangte Zusage mit ben Nivellementsarbeiten zur Aufschließung ber Buseckcr Quellen alsbalb beginnen wirb. Auch wirb bas Ergebniß ber chemischen Analyse bes daselbst gefundenen Wassers mitgetheilt, deren Gesammtresultat ein für Genuß, Kochen und Waschen vorzügliches ist. Die Aufstellung eines Brunnens auf dem Seltersberg, welche zu Verhandlungen mit Herrn C. Wenzel führte, hat dessen Zustimmung erhalten und soll nun der nöthige Kostenvoranschlag aufgestellt werden. Die Mißständigkeiten durch den Fluthgraben in der Kornblumengasse sollen durch Regulirung des ersteren und Umpflasterung der letzteren, da sich bie Anwohner zur Theilnahme an ben Kosten bereit erklären, beseitigt werben. Das Baugesuch bes Herrn Schremermeisters Emil Müller (verlängerte Schillerstraße) mürbe in ber Sitzung vom 5. December unter ber Bebingung genehmigt, baß. berselbe auf Straßenausbau, Entwässerung unb Beleuchtung vorerst verzichtet. Gegen bieten Zusatz hat Petent Protest eingelegt, welcher jeboch verworfen wirb. Dem Gesuch bes Herrn Bierbrauereibesitzers Friedrich Textor umErlaubniß zur Legung eines Rohres in einen städtischen Weg wird auf Widerruf stattgegeben. Gesuch des Herrn Christian Haubach II. um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfahrt wird nach dem Anträge der Baubeputation stattgegeben. Dem Bäckermeister Herrn Christian Faß wirb die Ueberlassung eines Holzlagerplatzes pachtweise zugestanden. Die Geradelegung der Wieseck erfordert die Erwerbung verschiedener Wiesen und ist man hierbei besonders bei einer Besitzerin auf Widerstand gestoßen. Die beantragte Expropriation wird jedoch abgelehnt. Bei der Erwerbung der Hofraithe des Schmiedemeisters Herrn Philipp Walther wurden die in ber Werkstätte befinblichen Blasebälge miterworben unb bas Ganze vorerst an einen Schmieb verpachtet, was bie Zustimmung ber Versammlung finbet. Zur Verwerthung bes Eichenstammholzes pro 1886/87 würben bie Vorschläge ber Oberförsterei, außer den bisher benutzten Organen zur Bekanntmachung der Verkäufe noch das „Handelsblatt für Walderzeugnisse" in Gießen, Schulsttaße 7, unb ben „Straßburger Submissionsanzeiger" zu benutzen, genehmigt. Schluß ber öffentlichen Sitzung 3/<6 Uhr. öermifebte* Heidelberg, 6. Januar. Der „Franks.Ztg." wird von hier geschrieben: Das Programm des historischen Festzuges ist jetzt endgültig festgestellt unb wirb folgenbe 12 Hauptnummern umfassen, bie selbst roieber in verschiebene Unterabteilungen zerfallen: 1386 Ruprecht I., Grünbung ber Universität; 1460 Kriegszug Friebrichs des Siegreichen; 1560 Otto Heinrich, humanistische Lehranstalt, Erbauung des Schlosses; 1584 Joh. Casimir, Palatia jucunda, das große Faß; 1613 Friedrich V., Einzug seiner Gemahlin Elisabeth von England; 1618 Böhmische Gesandtschaft, welche die Konigs- wahl anzeigt; 1618—1648 Typen aus dem dreißigjährigen Krieg; 1660 Karl Ludwig, Wieberhersteller ber Pfalz; 1720 Karl Philipp, Jagbzug; 1760 Karl Thcobor unb sein Hof; 1804 Wieberaufrichtung ber Universität unter bem Namen Ruperto Carolina burd) Karl Friebrich von Baben; Deutsche Burschenschaft. — Die Entwürfe bes Festzuges, bie von ben Malern Hoff, Schurtl, Borgmann unb Kallmorgen herrühren, waren bieser Tage im Gebäube ber Karlsruher Kunstschule ausgestellt, zahllose Aquarellskizzen, währenb eine Oelskizze, bie einen ganzen Saal umspannt, ben Festzug zusammenhängend erläuterte. Wie aus obiger Zusammenstellung heroorgeht, ist bie Auswahl eine charakteristische; die Hauptmomente, die mit den wechselvollen Schicksalen ber Stabt unb Universität Heibelberg in Verbinbung gebracht werben können, werben am Festzuge durch entsprechende Figuren und Gruppen vertreten sein; nicht minder bie vor- nehmlichsten Herrscher, die in der Neckarstadt residirten unb sich burd) einen regen Sinn für Kunst unb Wissenschaft auszeichneten. Die Kosten bes Festzuges — einzelne Costüme werben auf Tausenbe von Mark zu stehen kommen — sinb Natürlich ganz enorme unb können nur zum Theil ans ben freiwilligen Beiträgen ber Bürgerschaft, welche bie Höhe von 80,000 Mark erreichen, bestritten werben. Viele Theilnehmer unb einzelne Korporationen, die Figuren unb ganze Gruppen barstellen, haben sich in hochherziger Weise bereit erklärt, bie Kosten ihrer Costüme aus eigener Tasche zu bezahlen. Für bie Hinterbliebenen bcs verunglückten Conrab Keßler gingen ferner bei uns ein: O. Sch. 2 JL, Lehrer Ebeling 3 JL, W. 1 JL, W. Bach 3 JL, C. Schwan 5 JL, N. N. 4 JL, Dr. P. 3 Runber Tisch in Cafä Leib 4,50 JL, Bahnwärter Wagner 1 ^L, R. 2 JL, Dr. St. 3 JL, L. F. 1 JL, Oberstlieutenant Spohr 3 JL, Prof. Oncken. 5 JL, K & 2R. K. 3 JL Jnsgesammt 43,50 «4L Weitere Gaben werden gerne entgegengenommen. Die Expedition des „Gießener Anzeiger". Handel und Beefeb«. Gießen, 9. Januar. Auf dem heutigen Markt toftefr»♦ Butter per Pfund JU 0.75-0.95, Hühnereier 2 Stck. 15-0 H, Enteneier St. 0-0 Käse pr. St. 5-9 A, Käsematte 3—0 H, Erbsen pr. Liter 20 Linsen 28 H, Tauben per Paar 0,60 bis 1,10 zÄ, Hühner per Stück 110—1.60, Hahnen pr. Stück JL 1.20—1.80, Enten per Stück Seltersweg, im Hofe. fiummischuho empfiehlt 279 Gänfiicher Ausverkauf. Ausverkauf mit dem Lager schleiinigst zu räumen, werden jetzt noch sämurtliche Waaren zu jedem annehmbaren Preise abgegeben. Ladeneinrichtung zu verkaufen! Schluss des Ausverkaufs am 1. Februar. Markstr. 32. ZlllB IlÜÜgöll LsdOU Marktstr. 32. S Frankfurter Dos. Feinstes Münchener Bier aus der Actieribrauerei Zur Schwaige im Zapf- 267 Zur BatLsmson empfehle: Volants, SpHzen in überaus billigen Preises, farbigen Allas in sämmtlichen Nuancen, darunter schon eine schöne Qualität Mtr. 1,50. 273 A. Fangmann. Nur echt mit dieser Schutzmarke: g HusteNicht Malz-Extract u. Caramellen*) v. L. H. Pietsch L Co, Breslau. Kehlkopf-Leiden. Der Verlauf des Halsüvels meiner Frau ist nach Verbrauch von 3 Flaschen Malz-Ex- trnct fHuste-Nicht) von L. H Pietsch &. Co in Breslau ein äußerst günstiger. — Der sie sehr incommodirende Schmerz am Kehlkopf ist verschwun- den, die totale Heiserkeit nimmt ab, und sie beginnt schon laut zu sprechen. Haase, Hauptlehrer in Stollarzowitz O-S. Je^er Husten kann höchst gefährlich werden- Aus einem einfachen Husten können der Keuchhusten, Kehlkopf- Leiden, Lungen-Affectionen, Asthma rc. entstehen. Kein Hustender darf deß- halb ganz sorglos sein. 251 *) Extrakt ä Flasche 1, 1,75 u. 2,50. Caramellen ä Beutel 30 und 50 H. — Zu haben in Gießen bei ftetb. DrebeS. Schlittschuhe in großer Auswahl empfiehlt 44 J. C. /J. Kapst* Selbst eingemachtes Sauerkraut, eingemachte Bohnen, Gurken und sonst alle Gemüse ztl haben bei 237 Frau Sommcrlad, Tiefenweg. Wermiethungen. 245 Der dritte Stock meines Hauses in der Bahnhofstraße, aus 8 Ziurmern, Badezimmer rc. bestehend, ist vom L April er. anderweit zu vermiethen- Philipp Lenz. 257] Mansardenlogis pr. 1. April zu vermiethen.- Nord-Anlage, Wescrstraße 1. 255 Ein schönes Logis zu veriniethen. Emil Beil, Hammstr, 8. 247 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Kirchenplatz 4. 277 Zwei Stübchen mit Bett, mit oder ohne Kost zu vermiethen. Tiefenweg 4. 266 Zwei möblirte Zimmer pr. sofort zu vermiethen, auf Wunsch mit Pension, im Frankfurter Hof. 265 Ein Logis, 2 Zimmer nebst Küche, Lu vermiethen. Ederstraße 6, parterre. Mrmischte Anzeigen. 268] Lehrmädchen gesucht aus guter Familie für ein feines Putzgeschäft in Limburg a. b. Lahn. Adresse in der Exp. d. Bl. zu erfragen. 239 Eine kinderl. Beamtcnfam. sucht zum 1 April Wohnung von 4—5 Z. Gef. Adr, unter K. K. 100 postlagernd. 240 Ein Handkorb mit Inhalt gefunden. Abzuholen Ncibrungsbera 20. 242 Ein Mädchen empfiehlt sich im Kleibermachen. Wiener Hof bei Herrn Seibel. D.G. F. Lahr. Verband Giessen. 241 a cc •— «J> C3 - 2 <5 rs x 276 Ein junges Mädchen tagsüber oder für einige Stunden des Tags zu einem kleinen Kinde sofort gesucht. Wallt horstraße 34. Esstote am Feldschlössch^n. Saubere Bahn, gute Bedienung. 264 HgülBer, Dienstmann. 278 Ein tüchtiger Pferdeknecht zu 1 Pferd kann eintreten bei Heinrich Schomber. Für eine größere Cigarrenfabrik in Mannheim wird ein tüchtiger Mrti der auch in allen anderen Arbeiten der Packstube durchaus bewandert sein muß, zu möglichst sofortigem Eintritt gesucht. Offerten «nB» <5- OS b an Haafcn- stein & Bögler, Mannheim. 261 280 Wir suchen für unsere Filiale in Niedergemünden einen tüchtigen, zuverlässigen Bierkutscher, der in der dortigen Gegend bekannt ist und richtig schreiben und rechnen kann, gegen hohen Lohn. Gebrüder Röbrle, 280_________Gießen.__________ Salz von der Großher^ogl. Saline Bad-Naohelm aus gradirter Soole dargestellt, auigt» zeichnet durch seine Schärfe und Leicht löslichkeit, Kochsalz, Viehsalz, Bads» salz, EiSsalz, Mutterlauge, letztere in Salinenkannen, alles bester Qualität, wir allgemein anerkannt, ist stets oorräthig uno zu den billigsten Preisen zu bezieher. bei Herrn Kaufmann J S>r. D. auf dem Markt in Gießen. Grossh. Salinen- und Bergamt __Bad-Hauheun._________ F. G. F. ss Montag: W i ß n e r. Steln’s Garten. Sonntag den 10. Januar: GROSSES (WERT ausgcsührt von der Capelle des 2. Grotzh. Hess. Jnf.-Regts. Nr. 116, unter Leitung des Grotzh. Alufitdirektors Herrn C. Krautze. Anfang 5 Uhr. (Entree 30 Pfg. Zur Aufführung kommen unter anderem: Kaiser - Marsch von R. Wagner. Ouvertüre z. Op. „Fidelio" (liCOIlore Nr. 3) :c. rc. 236 Bier im Glas. Aaufmänniftser Verein Gießen. Unser Damen- resp. Mmilienabend findet heute Sonntag und fortan im Saale des Hotel Einhorn statt. 259 j), Der Vorstand. STIFTUNGS-FEST Abends 8 Uhr im Saal des Cafe Leih. Nichtmitqlieder können mit Familie gegen 50 Pf. Eintrittsgeld einge- sührt werden. 260 Der Vorstand. W lice-Verein. Erster Kortrag: Mittwoch den 13. Januar, Abends 8 Uhr im Großen Saal des Gymnasiums über: „Die kirchliche Beurtheilung des Cigenthums und der Armuth im Mittelalter und ihre Folgen". Herr Pro-" sessor Dr. Harnack. Familienkarten für die 4 Vorträge: Für 1 Person ä 2 X, 2 Personen ä 3 Jt., 3 Personen a 4 4 u. s. w., Einzelkarten für 1 Vortrag ä 1 Jt. bei Herrn Ferber (Kirchenplatz), Herrn Rudolph (Neuenweg) und Herrn Balz iFehsenfeld, Seltersweg). Die Einzeichnungsliste circulirt noch. 263 Der Borstand. Borträge iuöer jjeröerge zur Heimalh. Sonntag den 10. Januar 1886, Abends 8 Uhr. Max von Schenkendorf. 271 Dingeldey, Pfarrer. = Bad Sodeiwr = b Mineral - Brust - Pastillen der „Sodener Pastillenfabrik" zu Bad-Soden am Taunus, bereitet unter ärztlicherW! Eontrolle aus den Salzen der Quellen No. 3 und 18. Diese, durch Abdampfung gewonnenen W Salze sind mit der den Quellen reichlich ausströmendcn Kohlensäure gesättigt, die Pastillen ID enthalten dieselben Bcstandlheile als die Heilquellen, folglich auch deren Heilkräfte. H Mil größtem Nutzen werden sie angewandt: bei Lungen-Ealarrsten, chronischen^ Eatarrheu des Rachens und Kehlkopfs, sowie bei verschiedenen UnterleibSstörungen,W besonders wenn solche mit Lungen Eatarrhcn verbunden sind. Ausführlicher Prospekt liegt einer jeden Schachtel bei. Zu beziehen durch alle Apotheken. Aebensverstcherungsbank f. D. in Gotha. Größte Deutsche Lebensversicherungs-Anstalt. Niedrigste Prämiensätze, höchste Dividende, z. Zt. 44pCt. der Jahresprämie, oder nach Wahl steigende Dividende Dividenden werden von allen Versicherur.gsjahren gemährt, worauf febr zu achten. Verwaltungskosten nur 5,09 pCt. der Jahreseinnahme. Alles Nähere bei Herrn F. Gros, Bahnhofstr. 66. 68 en unseren i Dank. . Januar ie trauernden Für die herzliche Theilnahme, sowie für die zahlreichen Blumen- spenden bei dem Tode unseres geliebten, unvergeßlichen Sohnes und Bruders Redaetion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei lFr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält 2 Blätter.