:t 3rt, le, ■ ' Hllb ® tr v s i» » er rtikel zum acheu. mvr. Wckr. rr^ a n s® 2- :* n "2 <» 5 s henck Waagenfabrik itadt. Waggon-u.Fobr- - werkswaageo mit eisernem Bett cd. bteinfundamentu. Laufgewichtscon- structioD. Schenck's Regis- trir-Apparat zum aelbstihätigen Aufdrucken des k Gewichts auf I Billete. Schenck’8 selbst- larat zum Zählern dieibe für Waggon- .pparat Rollbahn- •n, tohmagenr waageti. — Eiserne nnd Laufgewichtsagen. — Bösser’s kemie's Schiittelrost is und franco. messen: ichJBnngen^ rkitt, Iglas ö 422! ^Nähmaschine päh«e r 4277 Anzeigen- ,l,r »W* W Wger ender iss**5 :LxS- ■ti#. lftW> ' Af j JE ... .tSä* Skr. 132. Mittwoch den 9. Juni 1886 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bttrorat Schnlßraße 7. —ii in IBIMgMgBBMgB B" .................... Politische Ueberficht. Gießen, 8. Juni. Der Kaiser gedenkt der am 16. Juni stattfindenden Enthüllung des Denkmals König Friedrich Wilhelm IV. beizuwohnen und conserirte der Monarch hierüber am Mittwoch mit dem CultuSminister v. Goßler und dem Ches des Militär-CabinetS, Generallieutenant v. Albedyll. Die Enthüllung des Reiter-Standbildes Friedrich Wilhelm IV., das einen neuen Schmuck der Reichshauptstadt bedeutet, wird sich jedenfalls zu einem glänzenden militärischen Schauspiele, wie nicht minder zu einer weihevollen patriotischen Festlichkeit gestalten. Nach dieser Feier darf man wohl auch der baldigen Abreise Kaiser Wilhelms nach Ems entgegensetzen. — Am Mittwoch empfing der Kaiser den neuen Erzbischof von Posen und (Stielen, Herrn Dinder, in besonderer Audienz und hatte der Erzbischof die Ehre, später zur kaiserlichen Tafel hinzugezogen zu werden. Am Donnerstag Abend traf Erzbischof Dinder, einer Meldung des „Hamb. Corresp? zufolge, in Friedrichsruhe zu einem Besuche des Fürsten Bismarck ein; von da aus hat sich der geistliche Herr direct nach Posen begeben, wo bekanntlich an diesem Dienstag die Consecration des neuen Oberhirten erfolgt. Auch der zweite, in der gegenwärtigen Reichstagssession unternommene Versuch einer Reform der Branntweinsteuer kann nunmehr als sehlgeschlagen betrachtet werden. In d-r Freitagssitzung hat die Branntweinsteuer-Commission des Reichstages § 1 des Regierungs - Entwurfes gegen 10 Stimmen in zweiter Lesung abgelehnt, womit der ganze Entwurf in der Commission gescheitert ist. Die Aussichten, daß vielleicht noch im Plenum des Reichstages etwas Positives zu Stande kommen werde, sind in Anbetracht des Verlaufes der Commissions-Verhanolungen sehr trübe und kann man daher die Branntweinsteuer'Vorlage schon jetzt mit ziemlicher Bestimmtheit als definitiv gescheitert betrachten. In der erwähnten Commissionssitzung nahm endlich auch die Regierung, welche bis jetzt beharrlich geschwiegen, durch den preußischen Finanzminister v. Scholz das Wort, um sich sowohl gegen den von der Commission bereits abgelehnten conservativen Gegen-Entwurf, als auch gegen die von der Commission in erster Lesung angenommene, vom Centrum beantragte Festsetzung der Verbrauchs-Abgabe von 25 Jl. pro Heetoliter Alkohol auszu- sprechen. Dagegen erklärte der Minister, daß sich bei noch etwas mehr Entgegenkommen eine Verständigung mit den verbündeten Regierungen aus der Basis der nationalliberalen Gegen-Anträge wohl erzielen ließe; letztere befürworten im Wesentlichen die Normirung der Consumsteuer aus 60 dH. pro Hec- totiler Alkohol unter Anlehnung an den Eoentual-Entwurf (Erhebung der Steuer bei dem Produeenten, ersten Käufer, Raffineur u. s. w.) Schließlich forderte der Minister noch zu einer Verständigung und zu Erreichung eines positiven Resultates auf, damit die Commission nicht mit leeren Händen vor dem Reichstage erscheine. Wenn Herr v. Scholz feine Erklärungen wenigstens noch in der ersten Lesung der Vorlage in der Commission abgegeben hätte, so würde dieser Appell vielleicht noch etwas gefruchtet haben, jetzt war es aber offenbar zu spät, namentlich da sich die maßgebenden Parteien, einerseits das Centrum, anderseits die Conservativen, zu sehr aus ihren speciellen Standpunkt in der Branntweinsteuer-Frage steiften. So mußte denn in Folge des Mangels an gegenseitigem Entgegenkommen die Vorlage in der Commission fallen und nur Optimisten können unter diesen Umständen der Hoffnung leben, daß sich im Plenum noch etwas erreichen lasten werde. — Dem Reichstage, über besten Wiederzusammentritt noch nichts Bestimmtes verlautet, soll der schriftliche Commissions-Bericht am 22. Juni zugehen; Referent ist der Centrums-Abgeordnete Spahn. Das preußische Abgeordnetenhaus hat am Samstag seine Pfingstterien angetreten. In der Freitagssitzung erledigte es mehrere Gesetzentwürfe von nur provinzieller Bedeutung; die Samstagssitzung wurde hauptsächlich durch die weitere Berathung des Lehrer-Anstellungs-Gesetzes für Posen und Westpreußen ausgefüllt. Der Antrag Hammerstein, der evangelischen Kirche eine größere Selbstständigkeit zu gewähren, ist nicht mehr zur Erledigung gelangt. Erzherzog Karl Ludwig und Erzherzogin Maria Theresia von Oesterreich sind am Sonntag in Breslau eingetroffen, von wo aus die österreichischen Herrschaften jedenfalls der zur Zeit noch in Sybillenort weilenden sächsischen Königsfamilie einen Besuch abjtatten dürsten. Pie bayerische Cabinets-Kassenkrisis ist in ein neues Stadium eingetreten. Der Ministerialrath Schneider ist seiner Functionen als Cabinets- secretär enthoben und — wie man dies schon seit Wochen erwartete — dem Finanzministerium zugetheilt worden. Ob im Ministerium Lutz in Folge des Eintrittes Schneiders irgendwelche Veränderungen erfolgen werden, entzieht sich noch einer näheren Beurtheilung. Die belgischen Arbeiter-Unruhen haben noch jetzt verschiedene gerichtliche Nachspiele zur Folge gehabt. Am Freitag wurde der Führer der Genter Arbeiterpartei, Anseele, auf Grund des Wahrspruches der Geschworenen wegen Preßvergehens zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt, dagegen von der. Anklage, den König der Belgier beleidigt zu haben, sreigesprochen. Am Freitag begann auch vor dem Brüsseler Schwurgerichte der Proceß gegen den Advocaten Desuisteanx als Herausgeber und gegen Maheu als Drucker der Flugschrift »Catechismc du peuple.“ Der „Volkskatechismus" hat in der letzten belgischen Arbeiterbewegung durch seine maßlosen Angriffe gegen das Kapital und die ^Bourgeoisie" nicht wenig zur Erbitterung der Gemüther beigetragen und eine vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit »rtoyrfA*. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 56 Ps. VWgaaaBJUMUUM ■! W—ra empfindliche Strafe für die beiden Angeklagten wäre daher durchaus am Platze. Der Angeklagte Defuisseaux hat sich jedoch durch die Flucht nach Holland den Folgen seines Proceffes vorerst entzogen. Die in Oesterreich wegen der Frage der Petroleum-Zollerhöhung ein» getretene politische Krisis scheint einen für das Ministerium Taaffe verhältniß- mäßig günstigen Ausgang nehmen zu wollen. Am Donnerstag hat sich der Polenklub des österreichischen Abgeordnetenhauses nach zweitägigen lebhaften Be- rathungen dahin schlüssig gemacht, den Antrag Sueß auf Erhöhung des Petroleumzolles nicht zu unterstützen, dagegen die Regierung auszusordern, von Ungarn einen Zoll von 2 Gulden für rohes Petroleum zu verlangen. Dementsprechend wurde denn auch in der Freitagssitzung des Zollausschusses des Abgeordnetenhauses der Antrag Sueß gegen die 11 Stimmen der Liberalen abgelehnt und dafür das von dem polnischen Abg. Abrahamovicz gestellte Amendement, den Rohpetroleumzoll auf 2 Gulven zu erhöhen, angenommen. Der Finanzminister v. Dunajewski hatte sich principiell gegen den Antrag Sueß ausgesprochen, jedoch erklärt, die von Abrahamovicz beantragte einfache Erhöhung dem Ministerrath vorlegen zu wollen. Das Cabinet Taaffe hat demnach die Genugthmmg, den „eisernen Ring" der Reichsraths-Mehrheit, der in der Petroleumzollsrage in die Brüche zu gehen drohte, wieder zusammengeschweißt zu sehen. Ob inbeffen die gegenwärtigen Schwierigkeiten nunmehr gänzlich beseitigt sind, läßt sich noch nicht ohne Weiteres behaupten, da eine Zustimmung Ungarns zu dem erhöhten Petroleumzoll noch nicht so ganz gewiß ist. Prinz Friedrich August von Sachsen, aus einer Orientreife begriffen , ist am Samstag, von Wien kommend, in Budapesth eingetroffen. Der hohe Reisende hatte sich am Wiener Hose einer besonders auszeichnenden Aufnahme zu erfreuen. Der „Pesther Lloyd" veröffentlicht einen Artikel, der den neulichen, den Erzherzog Albrecht beleidigenden Artikel des genannten Blattes förmlich widerruft. Fürst Alexander von Bulgarien ist zu einem mehrtägigen SBe» such^cs Königs Karl nach Rumänien abgereist. — Die bulgarische Sobranje tritt am 14. d. Mts. zusammen. Die Cholera tritt in Venedig immer heftiger auf; die Zahl der ihr täglich Erliegenden beträgt im Durchschnitt jetzt über 20; auch in Florenz sind dieser Tage Cholerasälle vorgekommen. Deutschland. Darmstadt, 7. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 5. d. Mts den Hauptsteueramts-Assistenten 2. Klaffe bei dem Hauptsteueramte Gießen Ludwig Melchior zum Hauptsteueramts-Assistenten 1. Klaffe zu ernennen. Berlin, 7. Juni. Herrenhaus. Der Gesetzentwurf, betr. die Abänderung der Synodalordnung von 1873, wird ohne erhebliche Debatte durch Zustimmung zu dem Entwürfe erledigt. Der Gesetzentwurf, betr. den Staatsbeitrag zu den Kosten des Zollanschluffes von Altona, wird ohne Debatte angenommen; ebenso wird der Vertrag, betr. die Schifffahrtszeichen auf der unteren Weser, und der Gesetzentwurf, betr. die Errichtung letztwilliger Verfügungen in dem Bezirk des Oberlandesgerichts zu Frankfurt a. M., angenommen. — Nächste Sitzung morgen: Lehrer-Anstellungsgesetz für Westpreußen und Posen, Commu- nalbesteuerung für Osficiere, Bericht des LandeS-Eisenbahnraths. Dänemark. Kopenhagen, 7. Juni. Der König ist mit dem Prinzen Johann Nachts nach Wiesbaden abgereist. Bis zur Rückkehr deffelben führt der Kronprinz die Regierung im Namen des Königs. Irankreich. Paris, 7. Juni. Die Verhandlungen zwischen Frankreich und dem Vatikan über die Befugnisse der apostolischen Delegirten in China dauern fort. Gegenüber anderen Gerüchten theilt „Temps" mit, daß die Befugnisse lediglich auf die geistliche Domaine beschränkt bleiben und das Protectorat Frankreichs aufrechterhalten wird. — „Temps" sagt bei Besprechung der Prinzm-Ausweisungs-Frage, noch nie sei die parlamentarische Thätigkeit durch byzantinischere Schwätzerei vergeudet worden. Die erste Hälfte der Session sei durch Chimäre verthan, wo doch keine Gefahr die Republik bedrohte; in der zweiten Hälfte würde es ebenso ergehen, da das Votum des Senats zweifelhaft sei und einen Conflict zwischen den beiden Kammern herbeisühren könnte. „Temps" meint, durch solche Handlungsweise werde der Republik mehr geschadet, als durch die absolut ungefährliche Anwesenheit einiger Prinzen. TelkkraMschr Depeschen. WoM'S Mess. «srrewonderrz'Brrrtarr. Berlin, 7. Juni. Staatsfecretär Graf Herbert Bismarck ist gestern Abend hierher zurückgekehrt. . t ,.x . — Die Natificationsurkunden zu dem Uebereinkommen zwischen Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden, betreffend die Rhein-Lachs-Fischerei, wurden heute hier ausgetauscht. Erscheint -ägttch mit «v»>nch»e 9 — Nach dem heute veröffentlichten Programm zur Feier der Enthüllung des Denkmals Friedrich Wilhelm IV. nehmen daran Therl die hiesigen Generale, die Staatsminister, die Präsidenten des Reichstags und Landtags, Deputationen der Ofsi- ciercorps, Vertreter der Stadt und der Geistlichkeit und der Universitäten, außerdem neben Truppenteilen der hiesigen Garnison Deputationen des hiesigen Garderegiments, des Grenadier-Regiments Friedrich Wilhelm IV. und des Garde du Corps-Regiments. Die Feier beginnt mit einem Gesänge des Domchors, worauf Oberhofprediger Kögel die Weiherede hält. Der Cultusminister erbittet sodann den Befehl zur Enthüllung, welche unter Präsentsten und Hurrahrufen der Truppen, unter Kanonenschüssen und Glockengeläute erfolgt. — Die „N. A. Z." schreibt: Bekanntlich gab die Curie die Erklärung, daß die Anzeigepflichl auch auf die Zukunft ausgedehnt werden würde, sobald das neueste kirchenpolitische Gesetz veröffentlicht und die Staatsregierung zur Revision der in demselben nicht erwähnten Bestimmungen früherer kirchenpolitischer Gesetze bereit wäre. Diese Bereitwilligkeit ist ausgesprochen und das kirchenpolitische Gesetz verkündet worden. Unter Bezugnahme auf diese Vorgänge theilte Jacobini in einer Note vom 1. Juni dem Gesandten Schlözer mit, daß die Anzeigepflicht von jetzt ab endgiltig eine ständige sein und demgemäß der preußische Episcopal die Anweisung erhalten wird, der Regierung die Namen der für künftig vacant werdende Pfarreien bestimmten Priester zu bezeichnen. Pesth, 7. Juni. Der Rector der Pesther Universität ordnete die Schließung der Universität und der Lesehalle für's laufende Schuljahr an. Bern, 7. Juni. Der Nationalrath wählte zum Präsidenten Morel-Neuenburg (radical), zum Vicepräsidenten Zemp-Luzern (klerikal). Der Ständerath wählte zum Präsidenten Bory-Waadt, zum Vicepräsidenten Scheeb-Thurgau (beide radikal). — Der Bundesrath ladet die betheiligten Regierungen zu einer neuen, am 6. September in Bern ftattfindenden Conferenz in Bern zum Schutze des literarischen und künstlerischen Etgenthums ein. — Der Bundesrath theilt den eidgenössischen Räthen mit, daß er der deutschen Reichsregierung die Revision des deutsch-schweizerischen Handelsvertrags angezeigt habe. Paris, 7. Juni. Jerome Napoleon richtete an die Deputirten ein Schreiben, worin er gegen seine Ausweisung protestirt, welche ihn nicht als Prätendent bedrohe, da er kein Prätendent sei, sondern als Haupt der Familie Napoleon. Er würde gern die Verbannung für die Wiederaufrichtung des Vaterlandes tragen; aber die Gefahren für die Republik rührten her von den Fehlern der monarchischen Verfassung und der schlechten Politik der Regierenden. Die Ausweisung der Prinzen werde Aechtungen der Bürger und die Schrecken des Bürgerkriegs herbeiführen. Der Prinz setze seine Hoffnung auf das Volk, welches bald seine wahren Freunde erkennen werde. London, 7. Juni. Labouchere richtete im Namen einer Anzahl Radikaler einen letzten Appell an Chamberlain, worin er ihn ersucht, zur Vermeidung einer Zersplitterung und Auflösung der Partei entweder für die zweite Lesung der Home-Rule-Bill zu stimmen oder sich der Stimmenabgabe zu enthalten. Chamberlain antwortete ablehnend, weil Gladstone nicht klar gemacht habe, ob die Bill, welche er im Herbste einzubringen beabsichtigte, von der gegenwärtigen wesentlich verschieden sein werde. — Für morgen ist ein Cabinetsrath anberaumt. Falls die Home-Rule-Bill verworfen wird, soll über die nothwendigen Maßnahmen für die Auflösung des Parlaments und die schleunigste Berufung an das Land berathen werden. Rom, 7. Juni. Der Papst hielt im heutigen Consistorium eine Allokation und vollzog die angekündigten Cardinalsernennungen und Präkonisationen. — Im heutigen Consistorium wurden ernannt: Zum Erzbischof von Sens Felix Bernadou, von Quebek Alexander Tuscherau, von Reims Benoit Langenieux, von Baltimore Jakob Gibons, von Rennes Charles Place; zu Cardinälen: Theodoli und Mazella. — Die Provenienzen aus Venedig unterliegen in den adriatischen Häfen nach krankheitsfreier Fahrt einer 7tägigen Quarantäne, bei vorgekommenen verdächtigen Erkrankungen einer 2 [tägigen Quarantäne. Rom, 7. Juni. Cholera - Bericht. Vom 6. bis 7. Juni, Mittags, kamen in Venedig 21 Erkrankungen und 13 Todesfälle vor, in Bari 1 Erkrankung^ind 2 Todesfälle, in Oria 1 Erkrankung. . — In Ravenna sind zwei tödtliche Cholerafälle vorgekommen. Der Gesund- heitsratb hat die Jsoltrung der betreffenden Häuser angeordnet. Rom, 7. Juni. Giacomo Duraudo ist zum Präsidenten des Senats ernannt worden. Athen, 7. Juni. Die Vertreter der fünf Mächte übermittelten heute der griechischen Regierung die Note, in welcher die Aufhebung der Blokade angezeigt wird. — In der heutigen Sitzung der Deputirtenkammer theilte der Minister des Auswärtigen officiell die Aufhebung der Blokade mit. Darmstadt, 8. Juni. sPrioatdepesche.j Die Erste Ständekammer hält am 25. und 26. Juni zwei Plenarsitzungen ab. London, 8. Juni. (Privatdepesche.^ Das Unterhaus verwarf in zweiter Lesung mit 341 gegen 311 Stimmen die Home-Rule-Bill und vertagte sich hierauf bis zum Donnerstag. Lokale». Gießen, 8. Juni. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 10. Juni 1886, Nachmittags 4 Uhr. 1. Den Uebergang über die Oberhessische Eisenbahn an der katholischen Kirche. 2. Wahl der Mitglieder der Einschätzungs-Commission für die Weinsteuer. 3. Stellung der Rechnung für das Jahr 1885/86. 4. Neubau von Kliniken. 5. Abhaltung eines Jugendfestes. 6. Uebertragung der städtischen Armenpraxis an das akademische Hospital. 7. Die Ertheilung des Turnunterrichts an der höheren Mädchenschule. 8. Definitive Besetzung von Lehrerstellen an den städtischen Volksschulen. 9. Gesuch des Apothekers Theodor Lommel um Verlegung eines Einfallschachtes. 10. Gesuch desselben und Consorten um Erhöhung des Trottoirs vor ihren Häusern. 11. Ausbau der Schillerstraße. 12. Ausbau der Steinstraße. 13. Gesuch des Weißbindermeistcrs Louis Hellmold um Bauerlaubniß 14. Gesuch des Bäckermeisters Jacob Horn um Bauerlaubniß. 15. Gesuch des Geschirrhändlers Philipp Wagner um Erlaubniß zum Ueber- bauen des Stadtbachs. 16. Gesuch des Taglöhners Christian Arnold um Bauerlaubniß. 17. Gesuch des Karl Kempfs um Erlaubniß zum Bauen einer Scheuer. 18. Gesuch des Weißbindermcisters Louis Petri III. um Erlaubniß zur Wasserabführung in einen städtischen Canal. 19. Reinigung eines Canals auf dem Brand. 20. Veriniethung der Kellerräume unter dem neuen Stadtmädchenschulgebäude. 21. Den im März d. I. vorgenommenen Wiesenrundgang betr. 22. Gesuch des Fabrikanten Heinrich Emmclius um Erlaubniß zurCanali- firung eines Grabens. 23. Gesuch des practischen Arztes Dr. Ploch bezüglich des durch seinen Garten ziehenden Fluthgrabens. 24. Gesuch des Schreinermeisters Christoph Weiß um käufliche lleberlassuna städtischen Geländes. 25. Kostenvoranschläge zum Schlachthausbau. 26. Versteigerung von Bauplätzen an der Grünberger Chaussee. 27. Kostendecreturen. Gießen, 8. Juni. Heute Vormittag wurden die zwei Pferde des Carroussel- Besitzers Cramer auf der Westanlage scheu und wollten durchgehen. Herr Crämer faßte das eine Pferd am Zügel, konnte es jedoch nicht halten, sondern fiel hin und wurde ihm von einem Hustritt die Nase fast abgeschlagen, so daß er in der Klinik sich Hilfe verschaffen mußte. Die Pferde wurden in einer benachbarten Hofraithe aufgefangen. Universität» - Ehrouik. — Der bisherige Ober - Bibliothekar und ordentliche Professor an der Universität Göttingen, Or. Wil man ns, ist zum General-Director und zugleich zum Director der Abteilung für Drucksachen und der bisherige Bibliothekar Dr. Valentin Rose zum Abtheilungsdirector der königlichen Bibliothek ernannt worden. — Dem altkatholischen Stadtpfarrer Dr. Rieks in Heidelberg wurden kürzlich 80,060 JL in Staatspapieren übergeben, deren Zinsen zu Stipendien für alt- katholische Theologie-Studirende verwandt werden sollen. Der Stiftungsbrief hat bereits die landesherrliche Genehmigung erhalten. Die Namen der Wohlthäter sollen erst nach deren Tode bekannt gegeben werden. — Der Professor an der technischen Hochschule zu Darmstadt, Dr. Wilhelm Wiedemann, ist zum ordentlichen Professor der Experimentalphysik an der Universität und zum Vorstände des physikalischen Instituts zu Erlangen ernannt worden. Berlin, 2.Juni. Nachdem die Einschreibungen neu angekommener Studireuder der Universität für das laufende Sommerhalbjahr beendet worden sind, hat es sich gezeigt, daß die Zahl der Studstenden im Vergleich zu dem vorangegangencn Winterhalbjahre erheblich nachgelassen hat. Das liegt in dem Umstande, daß unsere studircnde oder studiren sollende Jugend im Sommer lieber die in schöneren Gegenden liegenden Universitätsstädte aufsucht und anderseits das Sommerhalbjahr diesmal hinsichtlich der Vorlesungen noch kürzer ist als sonst. In der letzten Juliwoche pflegen die Vorlesungen schon geschlossen zu sein. — Zu Ehren und zum Gedächtnisse ihres früheren großen Mitbürgers Georg Waitz läßt die Stadt Göttingen an dem Hause, in welchem er lange Jahre wohnte, eine marmorene Gedenktafel anbringen. — Wie aus Leipzig gemeldet wird, wurden an der dortigen Universität vom 1. November o. I. bis zum 1. Mai d. I. nicht weniger als 200 Doctordiplome ausgestellt. Darunter sind nur 3 theologische, aber 40 juristische, 85 medicinische und 71 philosophische Diplome. Von Ehrendiplomen waren darunter nur ein theologisches und ein philosophisches Doctordiplom. verwischte» Mainz, 4. Juni. Zwei heftige Gewitter bei strömendem Regen, der strichweise auch mit Hagelkörnern vermischt war, entluden sich am Mittwoch gegen Abend über unserer Stadt. Das zweite, welches gegen Va7 Uhr begann, war das stärkste. Wolkenbruchartig ging dabei der Regen nieder, so daß in einigen Straßen die Wassermassen nicht schnell genug abfließen konnten und vielfach in Keller, sowie in Wohn- und Geschäftsräume drangen. Unter dem Viaduct auf der Weisenauer Straße stand das Wasser über 4 Fuß, der Straßenbahnwagen wurde durch die anstürmenden Wassermengen ans dem Geleise gehoben und die Leute in dem Wagen standen bis an die Knie im Wasser. In verschiedenen Stellen der Stadt schlug der Blitz ein, so zweimal in den Blitzableiter der alten Militärbäckerei, in's Zeughaus, in den Quintinsthurm und Stephanslhurm; ein kalter Schlag traf auch den Thurm der Peterskirche, dort drang der Blitz, ohne auch nur eine Spur zu hinterlassen, durch eine der Lucken auf dem Thurme ein, glitt an einem der Hammerzüge der Uhr hinab, zertrümmerte die Hammerwelle der Uhr vollständig, ohne die Uhr selbst zu beschädigen und schlug alsdann ein großes nach der Kirche zu führendes Fenster vollständig in Trümmer, während das Blei und die Holzbekleidung des Fensters ganz unversehrt blieben; von hier hätte der Blitz in die Kirche bringen können, auf demselben Wege jedoch, den er gekommen, nur auf dem anderen Hammerzug der Uhr, stieg er wieder auf den Thurm und verlor sich. Auffallend ist es, daß genau vor 8 Jahren der Blitz ebenfalls in den Thurm der Peterskirche einschlug; auch damals lief der Blitz die Hammerzüge hinab, zertrümmerte die Hammerwelle, zerschlug das Fenster und richtete genau dieselben Zerstörungen an, wie dies am Mittwoch der Fall war. — Die Blitzgefahr ist in Deutschland — wie v. Bezold, Gutmasser, Holtz und Kaßner dargethan — in den letzten dreißig Jahren um das Dreifache gestiegen und betragen die Verluste, welche die Gewitter verursachen, jährlich zum allerwenigsten sechs bis acht Millionen Mark. Diese unwiderlegbare Thatsache und zahlreiche Anfragen haben den electro-technischen Verein in Berlin veranlaßt, eine eigene, aus Universitätsprofessoren und anderen bedeutenden Gelehrten gebildete Commission mit dem Studium der Blitzableiter zu beauftragen und im Besonderen mit der Beantwortung der Frage: „Wie sind Blitzableiter anzulegen und welche Regelst müssen hierbei hauptsächlich beobachtet werden?" Die aus den Herren Aron, v. Bezold, Brir, Förster, v. Helmholtz, Holtz, Karsten, Neesen, Paalzow, Werner Siemens, Töpler und L. Weber bestehende Commission hat nun ein in allgemein verständlicher Form abgefaßtes Schriftchen veröffentlicht (Berlin, Jul. Springer), aus dem die „F. Z." Folgendes mittheilt: Ein einschlagender Blitz nimmt stets von der Wolke aus seinen Weg nach einem solchen Punkte der Erde, welcher der Wolke am nächsten ist und von dem aus er zu gleicher Zeit am leichtesten die Leitermassen erreichen kann, die ihm eine rasche Ausbreitung über die Erde gestatten. Zu diesen Leitermassen sind vornehmlich zu rechnen: Wasser, ob fließend oder stehend oder Grundwasser, große metallische Leitungsnetze, feuchte Erde u. s. w. Hieraus ergibt sich, daß man für Gebäude in gebirgigen Gegenden vom Blitze lange nicht so viel zu fürchten hat wie in einer ausgedehnten Ebene- Häuser auf Anhöhen oder in der Nähe von Gewässern ziehen ihn sehr an; dagegen kann ein benachbarter Wald dem Haufe Schutz vor dem gefürchteten Gaste gewähren. Viel kommt es auf die Entfernung des Grundwasserspiegels von der Erdoberfläche und auf feine Lage gegen diese an. Je höher ein Gebäude ist, desto lieber sucht es gleichsam der Blitz sich heraus. Der Blitz schlägt viel häufiger in Gebäude auf dem Lande als in der Stadt ein, so daß man nach Professor Holtz in ersteren im Durchschnitt noch einmal so leicht vorn Blitze getroffen werden kann, als in letzteren. Die Frage, ob ine unmittelbare Nachbarschaft von Bäumen, Telegraphen- und Telephonleitungen den Blitz nach einem Hause hinzieht oder von demselben ablenkt, muß in jedem einzelnen Falle besonders beantwortet werden. Es steht unzweifelhaft fest, daß eine gute Blitzableiteranlage Schutz gegen Blitzschläge gewährt und den sie treffenden Blitz unschädlich zu Erde leitet. Ein guter Blitzableiter soll nach den Angaben der genannten Physiker folgenden Bedingungen genügen: Ausfangstangen, Luftleitung und Erdleitung müssen gut metallisch zu einem Ganzen verbunden sein. Die Verbindung zwischen Erdleitung und den leitenden Massen der Erde soll von möglichst großer Fläche und äußerst geringem Widerstande fein; am sichersten wird sie vermittelt, wenn man den Blitzableiter zu Grund- oder sonstigem Wasser, zu Gas- oder Wasserleitungsröhren, eisernen Pumpen (welche aber in keinem auSceinentirten Becken stehen dürfen) u. s. w. führt. Große eiserne Platten oder etwa 5 Meter lange eiserne Stangen, welche im Grundwasser stehen, eignen sich am besten als Abschluß für die Erdleitung. Wie viel Erdleitungen in jedem einzelnen Falle herzustellen sind, kann nicht allgemein angegeben werden weil dies ooii dem zu schützenden Gegenstände und der Bodenbeschaffenheit abhängig ist. Ueber tform, Hohe und Aufstellung der Blitzableiterstangen gibt die Commission zahlreiche Anhaltspunkte. Ob es gerade nöthig ist, die BUtzableilerspitzen peinlich scharf berjulteUen, ob aus vergoldetem Kupfer oder aus Platina, bleibt, abgesehen vom Kosten- vunkte, dahingestellt, da der erste die Stange treffende Blitz die Spitze abschmilzt und spatere Blitzschläge nut der so zugenchteten Spitze vorlieb nehmen müssen. Für die Luftleitung gibt die Commission dem massiven Draht, entweder aus Kupfer oder Eisen, den Vorzug vor Drahtseilen. Sehr genau ist ferner darauf zu achten, daß sämmlliche Verbindungen metallisch und recht fest hergestellt werden, und zwar sollen die Berührungsstellen stets fo groß sein, daß die Leitungsfähigkeit» an denselben keinen geringeren Betrag hat wie in der übrigen Leitung. — (Amerikanisch!] Ein Blatt in den Vereinigten Staaten veröffentlicht iolgende ^.raueranzeige. „freunden und Bekannten die Anzeige, daß mir gestern meine geliebte Frau im selben Augenblick entrissen wurde, als sie mich durch die Geburt eines munteren Knaben erfreute, zu dessen Wartung ich eine kräftige Amme suche bis es mir gelingt, eine liebenswürdige, vermögende Dame als Lebensgefährtin wieder zu finden, die befähigt ist, meinem gut renommirten Weißwaarengeschäfte, in dem alle Bestellungen binnen zwölf Stunden auf das Billigste ausgeführt werden, vorläufig vorzustehen, da ich das Engagement einer tüchtigen Directrice mit 2000 Dollars Jahresgehalt erst beabsichtige, wenn der augenblicklich a tout prix statthabende Ausverkauf beendet und mein Geschäft am 1. August nach der X-Straße Nr. 11 verlegt sein wird, wo ich noch eine Etage für 500 Dollars abznlassen habe." S1Äitn toi Q l: tes flnn 65 s'ch fit: Mgentn ®|ni. ^serelLL Ma^Ä^^ndrn hi nsichtlich der ****&!£ ©eorg W Saite wohnte, s* °°«l Doctordiploine aus: 60 Einische und lur nn cheoiogtsches egen, der strichweise b gegen Abend über ^as stärkste. Wolken: n die Wasiermassen ome in Wohn: und ! r Straße stand das 'stürmenden Wasser: ■ stanken bis an die dlitz ein, so zweimal den Quintinsthnrm >er Peterskirche, dort eine der Lucken auf ib, zertrümmerte die zen und schlug als: i Trümmer, wahrend leben; von bier hatte b, den er gekommen, in Tburm und verlor nsalls in den Thum Mrzüge hinab, zer- genau dieselben Zer- Jutmasser, Holtz und -kifache gestiegen und jiim allmvuiigfttn unb ißblrtidjt Anne eigene, aus Unb .ommiüioti mit dem A der BeaniwortMg Mendindei twb Bür, Förster, lopler und L. Weber ier Fom obgesaßtes lie „F. Z." Folgendes einen Weg nach einem ib von dem aus er zu ibm eine rasche Auo- »rnehmlich zu rechnen: gallische Leitungsnetze, n gebirgigen Gegenden ^ausgedehnten ^benc; ihn sehr,an: dagegen hteten Gaite geMem von der Erdoberfläche , desto lieber sucht u r in Gebäude aus dem i eueren im Durch- als in letzteren. Tie -M 1011 PBM »rm, W u. I. ^8** «1! b„i, m« obböiu'« L flfcSiä fernen der Eile"' • a"s^ß fünmit^ i achten. Verübt- ;t »i- jftii* — sVacante Stellen für Militäranwärter im Bezirk des 11. Armeecorps.^ Auf den Wärterposten der Strecken Cassel-Frankfurt, Friedberg-Hanau, Cölbe-Laasphe, Cassel-Waldkappel, Wabern-Wildungen, Cisenbahnbetriebsarnt (Main-Weser-Bahn) Cassel, 20 Bahnwärterdiätare auf vierwöchentliche Kündigung, monatliche Remuneration von je 50 ^L; ebendaselbst 20 Weichenstellerdiätare auf viermöchentliche Kündigung, monatlich 60 A Coburg, Postamt, Landbriefträger, erst auf Kündigung, später auf Lebenszeit, 480 A Gehalt und 144 A Wohnungsgeldzuschuß. Darmstadt, Postamt I, Briefträger, auf vierwöchentliche Kündigung, 800 A Gehalt unb 180 A Wohnungsgeldzuschuß; ebendaselbst Postschaffner, auf vierwöchentliche Kündigung, 800 A Gehalt unb 180 A Wohnungsgeldzuschuß. Diez (Lahn), Bürgermeisterei, Rathsschreiber, auf Kündigung. Anfangsgehalt 600 A, steigt bis 1200 A jährlich. Jena, Postamt, Landbriefträger, erst auf Kündigung, dann auf Lebenszeit, 480 A Gehalt und 108 A Wohnungsgeldzuschuß. Mainz, Postamt, Postschaffner, auf vierwöchentliche Kündigung, 800 A Gehalt und 180 A Wohnungsgeldzuschuß. Mainz, Postamt III, Postschaffner, auf vierwöchentliche Kündigung, 800 A Gehalt und 180 A Wohnungsgeldzuschuß. Marburg, Stadtrath, Steuerinspector, auf Lebenszeit, 600 A Fixum und Tantiemen, 1200 A garantirt. Offenbach (Main), Postamt, Briefträger auf vierwöchentliche Kündigung, 800 A Gehalt und 180 A Wohnungsgeldzuschuß. Tann (Rhön), Postamt, Landbriefträger, auf Kündigung, 480 A Gehalt und 60 Wohnungsgeldzuschuß. Weimar, Postamt, Landbriefträger, erst auf Kündigung, später auf Lebenszeit, 480 A Gehalt und 144 A Wohnungsgeldzuschuß. Geschichts-Kalender. 9. Juni. 1806. Ludwig III., Großhcrzog von Hessen-Darmstadt, geboren. 1832. Friedrich von Gentz stirbt. 1848. Volkstumult in Berlin gegen die conseroativen Abgeordneten. 1870. Charles Dickens stirbt. Handel und Verkehr. Gießen, 8. Juni. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfund A 0.90—1 00, Hühnereier 2 Stck. 9—0 Enteneier St. 5-0 4» Käse pr. St. 5—8 4, Käiematte 2—3 Erbsen pr. Liter 20 H, Linsen 32 Tauben per Paar 0,50 bis 0,75 H, Hübner per Stück A 0 85—1.20, Hahnen pr. Stück A 1.00—1.70, Enten per Stück A 1.50—2.00, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 H, Kuh- und Rindfleisch 52—56 4, Schweinefleisch 54—60 4, Hammelfleisch 50—66 4, Kalbfleisch 40—48 4, Kartoffeln per 100 Kilo A 3.20—4.00. Milch per Liter 12—18 4/ Zwiebeln per Centner A 7.50—8.00, Kirschen per Pfund 26—30 3———ctbc—Kiwirtfwwrf’—n—ea:—aataganBMrBan—^MM—am—aa— \ u 7. Ium. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer ** ^.'^0-17,75, fremder A 17,50-19,75, Roggen eff. hies. A 14.75-00,00, fremder ** Gerste effectio hiesige und Wetterauer A 13,00—14,00, fremde 00,00—00,00, Hafer eff. hies. A 14,00—14,50, fremder A 00,00—00.00. Frankfurt, 7. Juni. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Ange- trieben waren 371 Ochsen, ca. 20 Bullen, ca. 388 Kühe und Rinder, ca. 367 Kälber. Dre Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. A 64-66, 2. Qual, A 52-58, Kühe und Rinder 1. Qual. A 54-56, 2. Qual. A 42-48 per 100 Pfund Schlachtgewicht. Kalber 1. Qual. 60-63 ^, 2. Qual. 50-52 H per 1 Pfund Schlachtgewicht. Schiffs- Bewegung der Postdampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft. „Hungaria", 24. Mai von St. Thomas nach Hamburg. „Teutonia", 24. April von Hamburg nach Westindien, 24. Mai in Colon angekommen. „Silesia", 7. Mat von Hamburg nach Westindien, 24. Mai in St. Thomas angekommen. „Borussia", 21. Mai von Hamburg nach Westindien, 24. Mai von Havre weitergegangen. „Albingia", von Westindien kommeild, 25. Mai in Hamburg angekommen. „Gellert", 13. Mai von New-York, 25. Mai in Hamburg angekommen. „Bohemia", 26. Mat von Hamburg nach New-York. „Suevia", 15. Mai von New-York, 27. Mai in Hamburg angekommen. „Lessing", 27. Mai von New-York nach Hamburg. „Hammonia^, 16. Mai von Hamburg, 28. Mai in New-York angekommen. „Nugia", 29. Mai von New-York nach Hamburg. „Rhenania", 24. Mai von Hamburg nach Westindien, 29. Mai von Havre weitergegangen. „Bavaria", 30. Mai von St. Thomas nach Hamburg. „Thuringia", 2. 9Jiai von Hamburg nach Mexico, 30. Mai in Vera Cruz angekommen. „Wieland", 20. Mai von New-York, 31. Mai in Hamburg angekommen. „Rhaetia", 30. Mai von Hamburg nach New-York, l.Juni von Havre weitergegangen. „Saxonia", 2. Juni von Hamburg nach Mexico. „Moraoia", 22. Mai von New-York nach Hamburg, 3. Juni Dover passirt. „Hammonia", 3. Juni von New-York nach Hamburg. „Allemannia", 18. Mai von St. Thomas nach Hamburg, 4. Juni Lizard passirt. „Suevia", 4. Juni von Hamburg mach New-York. „Westphalia", 23. Riat von Hamburg, 4. Juni in New-York angekommen. 6wße Auswahl, sol. Ausführung, mäßige Preise ^UlUUClUrm ^uyni, Photographien z. Ansicht. Dio. gebrauchte Wagen J. 6. Rumpf, Wagenbauer, Frankfurt a M., Eisernehand 18. 1344 Temperatur der Lahn. Am 8. Juni, zwischen 11 unb 12 Uhr: Wasser 16°, Luft 18° N. im Schatten. L. Chr. Rübsamen. Altgemeiner Anzeiger. Versteigerung. SamStag den 19. d. Mts., Nachmittags um 1 Uhr, sollen auf hiesiger Bürgermeisterei verschiedene Arbeiten, als: Weißbinder-, Schreiner- und Pflafterarbeit, das Anfahren, „ Setzen, „ Klopfen und „ Eindecken der Unterhaltungssteine, „ Ansertigen eines neuen Brunnens und der erforderlichen Pumpe dazu versteigert werden. Beuern, den 7. Juni 1886. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Otto. 4337 Heugras-Verfleigerung im Grassee bei Hungen. Am Dienstag den 15. Juni, Mittags 12 Uhr, verpachtet der Unterzeichnete bei Herrn Gastwirth Jockel, Solmser Hof, das Heugras von ca. 30 Wiesen im Grassee. Versteigert werden Nr- 0 bis 11, Nr. 26 bis 45. Sodann 4 Morgen, die Frohnwiese, bei Langsdorf. Hungen, den 8. Juni 1886. 4335 v. Oven, Pachter des Hofgut Hungen- Lohholz-Versteigeniog. Im Gräfl. Solms • Laubach'schen Revier Arnsburg, District Nußgarten, kommen Donnerstag den 10. d. M. zur Versteigerung: 187 Nm. Eichen - Lohprügel (dieses Holz ist in Schichten aufgesetzt, und eignet sich besonders zu Baumstützen, Gerüstreidel rc.), 2 Nm. Kirschen, 392 „ Lohreiser. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr am Dorfgüller Fußpfad. Arnsburg, den 8. Juni 1886. 4330 Henckel. Jeilgeöotenes. Oberndorfer Dickwrrrzpftauzen Zerkaust 435/ Jungblut, Promenabehaus. Bekanntmachung. Die Rückstände zur Fürstlichen Renteikasse zu Hohensolms müssen nunmehr längstens binnen 14 Tagen bezahlt werden, sonst die Einklagung unvermeidlich ist. Zahltage sind: Dienstag und Donnerstag. Hohensolms, den 7. Juni 1886. Fürstlich Solmsische Rentei. Dörmer. 4332 ■DS1B5BK Soeben erscheint: des Bibliographischen Instituts in Leipzig „Ein Volksbuch im edelsten Sinne des Wortes. — Das groü&rtige Unternehmen ist geradezu ein littorar. Ereignis.“ [Die Natur. 130 Hefte ä 1 Mark oder 9 Halbfrzbde. ä 16 Mark. Bis jetzt erschienen „Völkerkunde“, Bd.l, und „Der Mensch“,Bd.I. Allgemeine Naturkunde (/ortsetzung zu ^BrehnjS'Tierleben*1)- Der Mensch," Ranke. 2 Bände mit ca. 550 Text- illustr., 5 Kart. u. 32 Aquarelltaf. Völkerkunde, P™Dr. Fr. Ratzel. 3 Bde mitca. 1400 Text- illustr., 6 Karten u. 30 Aquarelltaf- Erdgeschichte 7 Prof. Dr.Neumayr. 2Bde.m.ca. GOOText- illustr., 6 Karten u. 25 Aquarelltaf. Pflanzenleben , Prof. Dr .Kerner u. Mar Haun. 2 Bde. mit ca. oOOTextillustr. u.40 Aquarelltaf. . 4339 G. W. Schneider, Marktstraße 21. 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(Ital.) 5. Aufi. Geh. 1 A 20 cart. 1 A 50 Habla V. Castellano ? ^Span) 3. Aufi. Geh. 1 A 20 cart. 1 A 50 Falla Vmee. portuguez? (Portug.) Geh. 2 A 50 Spreekt Gij. de Hollandache taal? (Holl.) 2. Aufl. Geh. 1 A 50 Taler de Dansk ? (Dän ) 2. Aufl Geh. 1 A 50 H Talar Ni Svenska? (Schwed.) Geh. 1 A 50 4. Mluvite cesky ? (Böhm.) • Geb. 1 A 50 Tud ön magyarul? (Ung) Geh. 1 A. 50 Mowiaz Pan po polsku? (Poln.) Mit Aussprache. Geh 2 A Sprechen Sie russisch ? Mit Aussprache. 2. Aufl. Geh. 2 A 50 Türkdsche söjlemisiniz ? (Türk.) Geh. 2 A 5u H Omilite Ellinlka? (Neugriech.) 2 Aufl. Geh. 2 A 50 C. A. Koeii’^ Verfaß. Leipzig 4355 Mehrere Centner Heu verkauft L. Schmidt. Grünbergerstraße 27. Zur Desinftction empfehle 4343.. Carbolsäure Carbolwaffer Carbolpulver Eisenvitriol Chlorkalk Salzsäure ferner gegen Motten: Echt persisches Jnfecten- pulver Spanischer Pseffer Campser rc. empfiehlt billigst Ferd. Drebea, 21 Marktplatz 21. Lebensversicherungs- L Ersparniss-Bank in Stuttgart. Stein’# Garten, Kirchenplatz 11 tt Die BurschenschsNÄrmInia. 4322 Ä 240,801,684«— „ 83937,478*- „ 9,926,274.— Versicherungsstand pr- Ende 1885 Bankfonds................. Darunter Cxtra-Mescrve für die Lebensversicherten. . Bis Ende 1885 wurden von der Bank ausbezahlk: Nachdem es die Unterfertigte unternommen, die Satzungen der alten Burschenschaft wieder zur Geltung zu dringen, erlaubt sie sich, alle Freunde der bmschen- schaftlichen Sache zur Feier des EriimeruMgs- tages von 1815 am 11. Juni, Abends 8 Uhr, auf ihre Kneipe, im „Löwen" dahier, einzuladen. empfehlen ihre reichhaltige Qualität- und Farben-Auswahl in SommernasdscMeD und Strümpfen, Gummi0 und Leinen« Wisch® sowie Cravatten in schwarz und modernen Mustern. Die so beliebten und praclischen Gummi-Schiirzen sind wieder in allen Grössen vorräthig. 4328 für Sterbefälle .....JL 27,559,421.- „ Dividenden an Versicherte . . „ 15,765 555.— Im Jahre 1886 werden weiter den Versicherten an Dividenden ausbezahlt: JL 1 874,225. Im Mai d. I. sind 422 Anträge mit JL 2,700,000.— eingegangen. Die im Juni Beitretenden haben noch Antheil am Ueberschuss dieses Jahres. 4323 Zu weiterem Beitritt ladet ein der Vertreter H. Flick, Wcstanlage 28. Dosen & Veilchen-Seife " von Bergmann & Co. Köln feinste Familienseife in Papueten ä 3 Stück 40 Pfg: zu haben bei: 3133 C. F. Conrad, Coiffeur. Wermietßungen. 4331 Ein Familienlogis, 3 Zimmer, per 1. Juni zu verm- Sonnenstraße 14. 4341 Ein Zimmer mit Cabinet, möb lirt ober u-nmöblirt, per 1. Juli zu ver- miethem Leop.^chlatter. 4353 Ein Familienlogis im Hinterhause per 15. Juli er. zu vermiethen. Marktstraße 18. 4324] Schöner Eckladen mit Logis in bester Lage zu vermiethen per L Januar 1887. Näheres bei der Exped- d. Bl. Vermischte Anzeigen. 4350 Ein angehender Reisender, mit Branchenkcnntniß, wird von einem Lack- n. Farbengeschäft gesucht. Offerten mit Angabe der Gehaltsansprüche sub P. R. 226 an Haasenftein & Vogler, Frankfurt a. 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Heß, Brauerei Röhrle. 4334 Da die Schäfer der beiden hiesigen Schäfereien abgelebnt haben, so suchen die beiden Gesellschaften einen anderen Schäfer. Lusttragende wollen sich sofort bei den Unterzeichneten melden. Annerod, am 7. Juni 1886. Balthaser Müller. Wilhelm Hamel III. Paul Schäfer IV. 4326 Zum 1. October er. wird eine Köchin, welche die herrschaftliche Küche versteht und etwas leichte Hausarbeit mit übernimmt, nach Kassel in ein herrschaftliches Haus gesucht. Bewerberinnen, welche sich durch gute Atteste ausweisen können, wollen sich melden bei Frl. Senöfelder, wohnhaft bei Kaufmann Kröll, Selters- weg 12, Hinterhaus-_______________ 4366 Ein in mehreren Branchen er- fahrener Mann von ge'etztem Alter, mit guter Handschrift, empfiehlt sich zur Führung von Geschäftsbüchern und Korrespondenzen. Derselbe übernimmt ferner die Beitreibung von Ausständen aller Art, sowie die Anfertigung von Kauf- und Pachtverträgen, Gesuchen Vorstellungen u. s. w- Näheres Kaplansgasse 21, II. 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I PfingstdienStag den IS. Juni 1886, Nachmittags 2 Uhr. Redner: 1. Herr Pfarrer Dr. Naumann, Gießen (Predigt). Der Dorftar.d Lich. Sterbehause, Große Mühlgaffe 18. 4338 2. Herr Pfarrer Widmann, Büdingen (Ansprache). Zu zahlreichem Besuch lädt herzlich ein 4345 Gestern Abend J/28 Uhr verschied nach kurzem Kranksein unser Vater, Großvater und Urgroßvater Herr Wilheim töaber im 88. Lebensjahre. Um stille Theilnahme bitten Bremser Anton Stork und Familie. Gießen, 8. Juni 1886. Die Beerdigung findet statt Mittwoch Nachmittag 3 Uhr vom 4356] Stroh im Gebund verknust L. Pfaff Wwe. Frische Amciseneier zu kaufen gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 4362 Gesucht wird eine Wohnung von 3 bis 4 Zimmern nebst Zubehör zum 1. Sept, in Mitte der Stadt. _Su erfragen in der Exped. d. Bl. 4327 Einen zuverlässigen Arbeiter cher» Alicenstraße 19. 4325 Ein reinlicher Mann kann Kost und Logis erhalten. Liebigstraße 63. 4359] Freundl. Wohnung von 4 bis 5 Zimmern mit Zubehör von einer ruhigen Familie gesucht. 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Auflage 344000; das verbreitetste aller deutschen Blätter überhaupt; autzerdern^er- scheinen Uebersetzungen in zwölf fremden 4316 Ein ordentliches Dienstmädchen, welches bürgerlich kochen kann und die Hausarbeit versteht, wird auf sogleich oder Johanni gesucht von Emil Fischbach. 4321 Ein kräftiger Junge kann die Bäckerei erlernen. Wo? sagt die Exved. d. Bl-__________ 4256 Ein starkes Kindermädchen gesucht von Frau Ed. Noll, Neustadt. ■ b Die Modenwelt. S jj Jllustrirte Zeitung für Ä fl Toilette und Hand- ÄS M arbeiten. Monatliche *31*11 2 Nummern. Preis w WM w vierteljährlich «X 1,25 ÄÄ1X — 75 Kr. Jährlich äMtoI erscheinen: 1 N 24 Nummern mit Toi- < ■ > letten u-Handarbeiten. 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