Wgen, e t L E « I c c- o. - v — ® 5 B L • ® c ’S " yambutg. lar, sowie HW und Ohrringe KangesertigtW Weicker, leuftabt 30. junge Tamnmüllschcn^ Kn? Aerheiralung i; binbuna zu forttn*- Berlio.lAMWMi ________851 i ordentliches, fe idchcn gesucht (für zu erfragen kdwigsstraße 57. i braves Die«ö> Nordanlage N. ihrbare lobile n'rd gegen Baar 861b 6i!engiefjerei u Änn. M t6t, Bouquets, Scheitet,, som werden angeser'W. )etti ^8tve„ csvreg 43. p 4 I» * 3 f ö 8 Z » § ? elz- ire« ille „Arb": den nach rrodeuw- u, repar- ^sebM»rr 7317 Aevier Itth' M »St Ö* Men fle|W Nr. 285 Dienstag den 7. Tcccmbcr 1886. Weßener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. _ ., . . _ _ , . . o Drei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit tzrinHcrdch». Sch»lstrah« 7. Trschemt täglich xmt Shrtn^me des Montags. Lurch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark bO Pf. Deutschland. Darmstadt, 4. December. Sc. König!. Hoheit der Grvßherzvg kehrten gestern Abend 9 Uhr 30 Min. von Frontenhausen am «Mäuler hierher zurück und empfingen heute im Neuen Palair • den Generalmajor Kirsch. Commandeur der 3 Fuß-Ariillerte-Brigabe, den Generalmajor Sichart v. Sichartrhoff, Cvm- Mandanten der Festung Mainz, den Hauptmann der Landwehr Schröder, den Lomm-rzienrath Wolsrkehl von Frankfurt o. M.. den Amtmann Nebel von Friedberg, den Bergrath Weiß von TheodorShall. den Regierung« - Assessor Clemm von Zabern, den Prosefior Nördlinger von Gießen, den Cabinetrralh Menge« im Dienste Sr. Hoheit de« Fürsten Alexander, den Baurath Braven, den Justizrath Diery von Gießen, den Forstinspector Hartmann von Babenhausen, den Hosmufikmeister Anton, den Zimmermetster Repp; zum Vortrag den Staatrminister Finger, den Ministerial-Präfidenten Weber, den Geh. Rath Dr. Becker. Berlin, 4. December. Der Kaiser wohnte gestern der Vorstellung im Schausptelhause bet unB sah zum Thee bei sich den Kronprinzen, den Groß- Herzog und den Erbgroßherzog von Sachsen-Weimar und den Herzog von Altenburg. Heute Vormittag nahm der Kaiser den Vortrag Aibedyll't und mehrere militärische Meldungen entgegen und machte dann eine Spazierfahrt. — Tue Kaiserin empfängt heute Nachmittag den französischen Botschafter Herbette. — Der ,Reich«-Avz." veröffentlicht einen Erlaß de« Kaiser» an den Cultusminister, wonach den Rectoren der staatlichen und staatlich verwalteten Progvmuafien, Realgymnasien, Real- und höheren Bürgerschulen, sowie den Oberlehrern und ordentlichen Lehrern an staatlichen und staatlich verwalteten Unterrichtr-Anstalten der Rang der 5. Klaffe der höheren Beamten der Pro- vinualbehörden verliehen und den Dirigenten und wissenschaftlichen Lehrern der unter alleiniger Verwaltung der Staate« stehenden nichtstaatlichen höheren Lehranstalten der tarifmäßige Wohnüngi-Geldzuschuß der Beamten bet 5. Rangklasse fleroäbrt wird, sofern die etwa erforderlichen Mittel bei den bezüglichen Anstalten voraussichtlich dauernd vorhanden sind. Berlin, 5 December. Der Kaiser wohnte gestern der Vorstellung im SLauspielhause bei; heute Vormittag ertheilte er mehrere Audienzen und unter- nahm Mtttaar eine Spazierfahrt. Die Kaiserin wohnte heute dem Gotterdrenst ?n der Kirche de« Augusta-Hospital« bei und empfing daraus dar Präsidium de» Reichstag«. Nachmittags sand ein Familiendtner statt. __ Der heutigen Festvorstellung im Schauspielhaus wohnten der Kaiser und die Kaiscriu bei. Die hundertjährige Jubelseier der Königlichen Theater wurde beute Vormittag im reich becorirten Concert-saale de« Schauspielhäuser mit em Ge °ng de« Mendelrsohnlchen Opern-Chore« „An tue Künstler" eröffnet. Außer dem qesammten Personal de« Opern- und Schau,prelhause« waren viele ehemalige Mitglieder, ferner dramatische Autoren, Vertreter der Presse und hiesige Bühnen-Direcloren anwesend. Von auswärtigen Intendanten waren v Vuttlitz (Karlsruhe), v. Bronsart (Hannover), v. Gil,a (Kaffel), Rodolphi, Oberregiffeur Bock (Peterrburg), R-giffeur Müntzer (Darmstadt) und Hofmar- schall v. Meisenbug erschienen. Nach Beendigung be» Gesänge« hielt General- Intendant Gras Hochberg eine Rede, in welcher er die Kunstpflege seilen« der vreußischen Könige betonte. Er schloß mit einem Hoch aus den Kaiser, welche« beaeLkt ausgenommen wurde. Direclor Deetz gab einen Rückblick aus die Ge- schichte der Theater seit ihrem Bestehen. Seine Rede gipselte in dem Wunsche ür weitere gedeihliche Pflege und Entwickelung der Kunstinstitute unter dem gegenwärtigen Intendanten. Hieran schloß sich eine zwanglose (Motion. Gras Nbera und die auswärtigen Intendanten sind zu morgen zum Diner beim Kaiser geladen. Heute Abend findet eine Festvorstellung im Schauspielhause statt. gegen die Mitglieder d-s Vorstandes de« Verein, ,„r Vertretung der Jntereffen von Arbeiterinnen wurden die Angeklagten Frau Dr. Hoffmaim, Frau Ihrer und Frau Jagert zu je 60 und Frau S.äge- mann zu 100 .M. G-ldstrase verurtheiit; auch wurde aus Schließung bei, Ver ein« erkannt, ba derselbe, obwohl er anfangs nur gute Zwecke verfolgte, später nicht ohne Wiffen und Willen bes Vorstände» ein Spielball der Socraldemo- Iratie geworden sei. . Berlin, 3. December. In der am 2. d. Mt». unter dem Vorirtze der Staatsministers, Staatssecretär» der Innern, v. Bötticher, abgehaltenen Plenar- fidung nahm der Bundesrath von der Uebersicht über den Stand der Bauau»- fübrunq für die Eisenbahnen in Elsaß-Lothriugen Kenntnrß und erklärte sichi mit der bereit« erfolgten Ueberweisung de« Gesetzentwurf« über die Rechtsverhältnisse der Ka-serlichen Beamten in den Schutzgebieten an den Ausschuß für Justizwesen einverstanden. Den zuständigen Ausschüssen wurden ferner zur Vorbe- ratbuna "übergeben: die zu Bern am 15. Mai 1866 unterzeichnete Uebereinlunft • h ' hi? rollsickere Einrichtung der Eisenbahnwagen im internationalen Verkehr, dte^Vorlaae wegen technischer Vorbildung der Aerzte sür oasJmpsgeschäst, der Entwurf eines Gesetzes, betr- einige aus die Marine bezügliche Abänderungen * ».Löw (Aesekes vom 27. Juni 1871 über Die Pensiomrung und bet Wütänierionen, der Antrag wegen Ausdehnung der Unjallver- w, runn«nfli*t auf Arbeiter und Betriebsbeamte von Gewerbetreibenden, deren A h t. RA rtltf hie Ausführung von Schreiner- (Tischler«), Einsetzer-, S^sier-ob-r LsAger^rbeUenb^Bauten erstreckt, der Entwurf einer Leclaratton der Ar?2^und 4 de» internationalen Vertrage» zum Schutz der unterseeischen Telegraphen-Kabel, Die Vorlage, betr. die weitere Ausprägung von Einpfennigstücken und der Antrag Sachsens wegen Aenderung der Statuten der sächsischen Bank. Hieraus gelangten Zollangelegenheiten zur Erledigung. End- lich wurde über die Besetzung mehrerer erledigter Stellen bei Disciplinar- Kammern, sowie über den Sr. Maj. dem Kaiser wegen Wiederbesetzung einer Rathsstelle beim Reichsgericht zu unterbreitenden Vorschlag Beschluß gefaßt. Frankreich. Paris, 4. December. Das „Journal des Döbats" meint, die Minister würden ihre Demisston nicht zurückziehen. — Einer Depesche der Transatlantischen SchiffsahrtS'Gesellschaft zufolge ankerte der Dampfer „Chandernagor" in der Turanbai. Paris, 4. December. Die Minister traten heute im Elysöe zusammen und erledigten die lausenden Geschäfte. Freyciuet wird die Deputaten heute benachrichtigen, daß das Cabinet seine Entlastung eingereicht habe und an der Budgetberathung nicht theilnehmen könne. England. London, 5. Decbr. Dem „Observer" zusolge hätte die englische Regierung der französischen eröffnet, daß sie zur Zeit nicht in der Lage sei, über einen Termin sür die Räumung Egyptens in Erörterungen einzutreten, und daß sie jeden Vorschlag bezüglich einer Neutralisirung des Suezkanals ablehnen müsse, welcher die Verbindung Englands mit Indien über Suez in irgend einer Weise zu stören geeignet sei. Afrika. Zanzibar, 4. December. Der Afrikareisende Junker ist heute hier eingetroffen. Reichstag. E. B. Berlin, 4. December 1886. Die erste Berathung des Friedenspräsenzgesetzes wurde fortgesetzt. Abg. Dr. Windthorst (Centr.): Seine Partei halte kein Opfer für die Sicherheit des Vaterlands zu schwer. An dem Bestehenden wolle er nicht rütteln, das Mehr nicht gering anzuschlagen wegen der hohen persönlichen Belastung, wie wegen der finanziellen. Unter den gegebenen Verhältnissen müßte er die Bewilligung für eine längere Zeit für unrichtig halten; eine große Verantwortlichkeit wurde der Reichstag von sich schieben, wenn die Vorlage bis zur nächsten Legislaturperiode vertagt werden könnte; bis Weihnachten aber die Vorlage zu erledigen, sei unmöglich. Em großer Theil der französischen Armee sei in den Colonien beschäftigt und die politische Zerrüttung wirke dort auf die Armeeverhältnisse ein, dagegen sei die deutsche Armee unter der monarchischen Regierung mustergtltig und sie in dieser Verfassung zu erhalten, dazu werde Jeder gerne beitragen. Zu beklagen sei, daß bet einer so wichtigen Vorlage der verantwortliche Leiter der auswärtigen Politik nicht zugegen sei. Daß Frankreich Revanche nehmen wolle, glaube er, aber in Frankreich werde die Revanche aus Roth immer mehr zurückgedrängt werden. In der Commission werde er mit dem Mimiter und dem auswärtigen Amt ein festes Examen anstellen. Das Nothwendige werde der Reichstag zugestehen, mehr aber nicht, denn der wirthschaftllche Zustand las e< eme weitere Belastung nicht zu. Die Regierung stände sich am bes en, wenn die Mi itar- ausgaben alle Jahre zu bewilligen seien, doch lasse sich über die Bewilligung für eine Legislaturperiode sprechen, weiter geben aber könne man nur schwer. Es sei ein hohes Verdienst des Kanzlers, uns wieder in ein näheres Verhältniß zu Oesterreich zu bringen, hoffentlich knüpst sich das Band noch fester. Nach zwei Seiten sich zu vertbeidigen, werde Deutschland allein niemals im Stande sein. Abg. Graf Moltke (cons.) betonte, Deutschland müsse sich nach rechts und lmks bereit halten und darum eine Rüstung tragen, die selbst einem reichen Lande schwer sein würde. Frankreich wende geradezu das Doppelte^ an seine Armee Man habe gerathen, uns mit Frankreich zu verständigen; das wäre ja eme Bürgschaft für den Frieden, aber so lange Frankreich seine Blicke auf Elsaß-Lothrmgen richte, werde eine Verständigung nicht möglich sein. Ein starker Staat verlasse sich auch nur auf ferne eigene Kraft. Auf die Frage der zweijährigen Dienstzeit wolle er nicht eingehen, es würde unsere ganze militärische Organisation verwirren. Mit vollem Rechte sei die finanzielle Seite der Vorlage betont worden, für die Vorbereitung und für eme gute Ausrichtung sei eine gute Ausrüstung nothwendig; das ist ganz zutreffend, aber ein unglücklicher Krieg zerstöre die Finanzen auf ein Menschenalter. Die Armee müsse stark sein, um die Finanzen zu schützen; im Einzelnen sei nicht das militärisch Wünschenswerthe, sondern das speciell Erreichbare vorgeschlagen. Groß sei Die Verantwortung des Reichstags, alle Welt weiß, daß mir Niemand angreisen wollen, mir wollen aber auch das, was wir haben, behalten. Möge der Reichstag beweisen, daß er darin einer Meinung ist. (Lebhafter Beifall.) . Abg. Grillenberger (Socdem.) verlangte die einjährige Dienstzeit, es werden dadurch große Ersparnisse gemacht, während gleichzeitig die Armeekraft fteige. Der Arbeiter sei nicht reich genug, neuen Militäraufwand aushalten zuWonnen.Diejenigen Parteien, die so begeistert für die Vorlage seien, mochten doch die 23 Millionen aus ihrer Tasche bezahlen, zumal die Armee doch nur zur Bewachung ihrer Geldsacke da sei. Für einen gerechten Dertheidigungskrieg werden auch die Arbeiter ihr Letztes einsetzen, zumal gegen den eigentlichen Erbfeind Rußland, falls dieser es wagen^ sollte, seine Cultur nach dem Westen zu tragen. Fürst Bismarcks Polenpolitik sei eine verkehrte, Deutschland könne ohne Furcht vor Gefahren Polen wiederherstellen und etwa durch die russischen Ostseeprovinzen vergrößern. Dor emcr Auslosung des Reichstags haben wir nicht, denn ein besseres Agitatiönsmittel als diese Vorlage können Abg. Marquardsen (nat.-lib.) erklärt ftö ^-r