d, $ i L 8* - 6- S*, foroie >W u® „rich JfWrtiS Mausburg 4. ZerstraßeA Heines Hachz und für sofort übanlaßt 15. 6816 nirthen bei der yNw__ . gehende gut aner Lage, zu Zwei Herren. Bl- mmer zu ver- thorstraße 7. Wirtes Zimmer' >en, und kann big,'traße 41. rrezimmer zu ue 17, pari. November zu ndmgasfe 1- unter zu oer; ’cuftabt 25. oermiethen. Straße 23. 'Mmer ju. htufr b H. c unmoblirteS «ehend, ist zu fersmeg 12. icigm. cn rankfurter Wen Hof. itnttrjunge loermühle- ücr. "S T®« sucht. >p!otz 3 III. uten Lohn früher ein ***$ ». SL M nt schönem ensten-.. straße^- )les Dienst' 'S'» HsS-lK ter. g-,N»'°°" stutupf- A, , trechn^- Nr. 238 Donnerstag den 7. October 1886 icßcner Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bttreatt: Schulstraße 7. Politische Ueberficht. ©iefteit, 6. October. als ihren National- wird der t". \ < 1 J ..vlvv uuuun 'uuiiyt.u »itycii. jc'uv ^Nlerez e ! Englands fin die bulgarische Union sei seinerzeit durch die Action Beaconsfield's be- ! tunoet, auf beifen Veranlassung Bulgarien zweitheilig gespalten wurde. Griechenland werde der Ansicht sein, daß die Zärtlichkeit Englands für die Balkanstaaten, die manche | Unterbrechung erlitten, keine allgemeine sei. Es werde dem Sultan schwer werden I von Churchill verkündete Politik mit der Fürsorge, welche die Tories für die 1 Integrität der Türkei hegen, zu vereinbaren. Die Scheidung Churchill's zwischen den , Dauer seines Aufenthaltes in den Vereinigten Staaten hat Liebknecht nach dem „New-Dork Herald", bis zum 26. November d. Js. bemessen. ' —»'«ws wä e-,., c®“ .^""röfischs Minister.Präsident hat seine Rückkehr aus na? darrs noch verschoben. Von Montpellier aus reiste er nach Bordeaux werter, wo er u. A. den Erzbischof empfing. Derselbe aab der Hingebung der Geistlichkeit für ihre geistlichen und politischen Pflichten Ausdruck ÄbntOn« bie 9£ten Beziehungen, die er, der Erzbischof, mit der Departements- behörde pflege. Bereits der Bischof von Montpellier betonte Herrn v. F?ev- cinet gegenüber seine Ergebenheit für die Republik, so baß es den Amcbem m7s'"abmen !e°^ bCI '^französische Klerus sich mehr und mehr vom Orleans v* U kV V 4 l U v le Regierung anzugreifen, noch auch wolle er sich in die Politik der Vereinigten Roch im Laufe dieses Monats ,fW die Eilbe?ufun"g "reuß. I itsratbes zu erwarten und mirb hipfrfh» feien Don 10 „Anarchisten" 9 Agenten der preußischen Polizei und der zehnte 01 October. Einer Meldung der Blätter zufolge widmet die 51 iL e ^e,n. Morgen abreisenden General Werder als Andenken ein werth- DoUe* (^chrerbzeua mit der Inschrift: „Dem hochgeehrten B. F. v. Werder die russischen Kameraden von der kaiserlichen Suite von 1869-1886." c ,T" D"?."Petersburger Journal" bespricht die Rede Churchill's und meint, die Jet ermuthlgend für die Irländer und Hindus. Wenn die Fürsorge Englands ??^lartikel set,^ so werde Egypten davon Vortheil ziehen.^ Das Interesse Ueber die jüngsten Fälle von Hitzschlag in der Armee „Rordd. Allg. Ztg." mitgetheilt: "?"!"bhr vollständig vorliegenden Meldungen betrug die Gesammt- zahl der während der dlssKhrigen Herbstübungen bei den 14 der preußischen Sontinflents-SBerroaHung angehörigen Armee-Corps am Hitzschlag Erkrankten t1,9.6- ®l" Stoßer Theil der Erkrankungen gehört der leichtesten Form des Hin- schlages an; von den Schwerkranken stnd 9 gestorben. Außerdem weisen die Monate Mai, Juni und Juli 76 Erkrankungen mit 5 Todesfällen auf. Hier- kommt im Durchschnitt auf jedes Armee-Corps ein Todesfall. Auch in Holland geht die Regierung schärfer gegen Vereine und Versammlungen vor. Sie hat den Kammern eine Novelle zum Vereinsaefeü vorgelegt, dre die Ortsbshörden befugt, eventuell Kundgebungen oder öffenstiche Versammlungen im Freien zu verbieten. Weitgehende Befugnisse werden dem »L3grne:n2en Bereinigungen und Versammlungen gegenüber einge- Das Anwachsen der soclalistifchen Gefahr in den Niederlanden ist famm[unasrp*f S”°t!D ä“ 6le'en verschärften Bestimmungen über das Ver. sutttutiungsrechi. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringorlohn. ........ i l u^miiiiiiih in m,i iiiiiibimiii |. Durch dre Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. O- ^e”'9°rt lviro der „Nordd. Allg. Ztg." über bas Auftreten Liebknecht s in Amerika untern 15. September geschrieben - Vorgestern ist der in den Vereinigten Staaten schon seit einiaer Reit etroartete ©0^0^201°^,at Liebknecht in Begleitung eines Gesinnungsgenossen des Dr. Avelmg aus London, hier eingetroffen und bei feiner Ankunft von dem foSPt* y*8» 9iramen °ufweisenden Executiv-Comitö der „nationalen ' foroie den Vertretern der „vereinigten deutschen Gewerk- chaften- bewillkommnet worden. Ab.nds sand in einer mit rochen tabuen est statt Unb ^ar?’ °urstasfirien Bierhalle eine Festlich.' ' , ^°dknecht eine kurze Rede hielt. Er sagte bei dieser Ge« Mer?nd di! Nernm>'^8" ^rhällnisse in Deutschland" anknüpfend: „Auch n.nt8 Berhälimsse anders geworden, auch hier droht Gefahr und die QelCinnm ’$u"öe' roo Re entweder untergehen oder mr g waltigen Macht anschwellen muß. Deshalb fühle ich mich verpflichtet hier,,, bleiben, ©er Reichstag ist plötzlich einberufen worden, das bedeuttt 'daß uns kriegerische Verwickelungen bevorstehen Ich bin unter M 8 Kampfplatz für mich und ich bm gern immer da, wo die Gefahr am größtin mnht „®erlk Seitungs-Jleporteen gegenüber hat sich der socialistische Agitator SnL fL em TeT8tJelr*Lrbl,t^tUn9en' ba6 d°S Terrain nach dem Chwagoer ctro?.l sshkupfrig geworden fei, mit ziemlicher Vorsicht geäußert Jnibssondere hat er sich in den bezüglichen Unterredungen gegen die Anarchisten gemenbet, mit denen die focialdemokratische Partei nichtsgeL habe: er komme um Amerika und seinen hiesigen Freunden zu sagen, daß eine organisirte Amr^ chistenpar ei überhaupt nicht existire. Leute wie Most gehörten ntchtin's Ge- säilgmß, sondern in s Irrenhaus. Dem Berichterstatter d:s New-Bork Herald" Segenüber spielte sich Liebknecht auf den deutschen Patrioten"hinaus indem er erklä.te, er fei nicht nach Amerika gekommen, um fein Vaterland und dessen Deutschland. Verltn, 5. October Ihre Maj. die Kaiserin hat der hiesigen Stadt. ran0»6"81 rx^etLa,mm ,unö au* bas an Allerhöchstdieselbe gerichtete Geburtstags» I Glückwunschschreiben folgende Antwort zugehen lassen: rGlückwunschschreiben der Stadtverordneten erwidere Ich mit h-rr- [ ?urch die Versicherung Meiner besonderen Anerkennung ber ^undg^ungen sürsorgender Thätigkeit, welche dem umfangreichen und S.et®. Ivudh,°uden Gemeinwesen der Stadt Berlin zu Theil werden. Auf diesem I ®ehlcte Meine Thellnahme beweisen zu können, wird Mir auch in der Zukunft ,ein wahres Bedürfniß sein und Ich hoffe mit Gottes Hülse in weiteren gesegneten Friedensiahren bet städtischen Verwaltung, wie ber Bürgerschaft für Nrtretung ihrer gemeinsamen wichtigen Aufgaben unb für ihren hülfreichen Smn, wie bisher, stets danken zu können. Baben-Baden, 2. October 1886. 5' October Der König von Sachsen wirVheute, begleitet von dem Grobherzog und ber Großherzogin von Toskana, nach Wien reifen, um an den kaiserlichen Jagden in Steiermark theilznnehmen. Hesterreich. ... October. Abgeordnetenhaus. Abg. Ruf (Deutsch - Oester« reicher) brachte einen Gesetzentwurf ein', bett, die Errichtung von 26 Arbeiter» httimetn, welche neue Abgeordnelen-Mandate erhalten sollen. Ausgenommen Dalmat.en soll in jedem Hanbelskammerbezirk eine Arbeiterkammer mit analogen Funklionen, wie solche bte HanbelSkammern haben, errichtet werden. 8 Mrtat^8 ru erwarten und wird dieselbe erfolgen, sobald der hohe Vor- sitzende dieser Körperschaft, der Kronprinz, von seiner italienischen Reise nach zuruckgekehtt fein wird. Von Vorlagen größerer Bedeutung, welche dem StaatSralhe gemacht werden sollen, nennt man bis jetzt nur bas Schuldotalions- gesitz, welches im Cultusministerium bereits festgestellt worben ist. „ , Smennung eines ©taatsfecretärs im Reichsschatz- m^^QItns ah b8S vusgcschRdenen Herrn v. Burchard soll möglichst beschleunigt werben. Offenbar wünscht man maßgebenden Orts, den Reichshaushalts-Etat bereits in ber kommenden Reichstags-Session durch den neuen Chef des Reichs- Ichatzamtes vertreten zu sehen, obwohl eigentlich auch der preußische Finanz« n h ^Bentti(5 S?n} 8Ut in die Lücke einfpringen könnte. Ueber den Nachfolger des Herrn v. Burchard verhalten sich die Regierungs- kreise noch immer schweigend und sind alle bie in tiefer Beziehung genannten Namen als bloße Conjecturen zu betrachten. 0 ^oen(.r,reinnni.gnen Wählern bes ersten Berliner Reichs- ^'Wahlkreises ist von ber Parteileitung Prediger Neßler als Can- k160«?”0»»8 ^tl3mCn ®orben; Herr Neßler vertrat in zwei Legislatur-Perioden .Wahlkreis Potsdam-Osthavelland im Reichstage als Hospitant der Fort- ffanh ha?,nef 6on,et”atil,en ^eine« an Herrn v. Levetzow als ihren nh.rnrro1 h ^Olrrrt "ährend die Freiconfervativen und National- haben b Candidalensrage noch keine bestimmte Stellung genommen TettMSphischö Depeschm. Wsw'S UU6B«. ° B«xsa«. I 5. October. Gestern wurde eine Vereinbaruna zwischen den Ner- I ®u4brutfcröeiilfen und der Principale erzielt. Die Versamm- MnciMl-^bettrttcm33cre,nborun8 beitretcn- wenn, wie zn erwarten, auch bie frflAr. Wien, 5. October. Das „Fremdenblatt" schreibt: Die bulgarische Reaent- W nl Sl ^uuerrgen Aufgabe für die Erhaltung der Ruhe zu sorgen bishe? ge- schlckt gerecht geworden. Im Streben, den Rücksichten für die Mächte zu entsprechen I °ber dabei doch den gesetzlichen Boden zu behaupten, könne sie ruhig^^die Verant- nir Änira9en' Dagegen fei Kaulbars' Auftreten in der gestrigen Volksoersammluna I ungeeignet gewesen, ebenso wenig wie die geplante Reise in das bul- I accrphfti^0”^ ^e®?aiPad’hÖte feien überall bei den Regierungen, nicht bei den Massen ^.^ditlrt. Jede Regierung müsse offene Unterhandlungen mit der Menge als eine über die ^utornat ansehen. Auch in Petersburg werde man das Bedauern I die Actionen theilen, welche den berechtigten moralischen Einfluü Ruülands liner“$Ced^0§Cnz ^aulBar§’ Auftreten entspreche nicht den Grundtendenzen des Verfälle ^ber Cholerabericht In Triest 11 Erkrankungen und 2 Todesfälle. In Pest 6 Erkrankungen und 4 Todesfälle. 5. October. Die Stadthauptmannschaft ließ dem Redacteur ber 9tEUtoC aniMiä> rot»m p°l«i'»cr Bedenken 7 T°de?Mll/""' 51 ~ctober- Ch°l°ra-Bulletin. Es kamen 28 Erkrankungen und „rr daris, 5. October. Heute Vormittag fanden in Vierzon anläßlich der Wieder- ?-er Werkstätten der französischen Gesellschaft Ruhestörungen statt^ Die Menge versuchte, die Wiederausnahme der Arbeit zu hindern. Die Gensdarmerie schritt ekn und nahm mehrere Verhaftungen, darunter die des Generalraths Baudin Führer der Kundgebung vor. Die Ruhestörer, versuchten vergebens, Baudin zu beftL ^ ' „ .«ondon, 5. October. Em Telegramm aus Melbourne meldet bnü ein bewohnten flMntln ffnitnpfimSow r.Pa. Uni) von 500 Menschen Asche bedeck? stattgefunden hat. Die Insel ist zu zwei Drittel mit zu bringen f Dampfer abgefendet worden, um den Bewohnern Hilfe Abend n^t”' Oclober. Der Schatzkanzler Lord Randolph Churchill ist gestern Abend von hier abgereist, wie es heißt nach Berlin. gnadigl^word/n^ October. Die zum Tode verurthcilten Aufständischen sind be- aggressiven und den friedlichen Mächten sei jedenfalls cm originellsten. Welche Macht habe denn seil mehr als Jahresfrist die Revolution und den Krieg auf der Balkan- Halbinsel hervorgerufen? Welchen Mächten sei es endlich gelungen, die Anfänge eines allgemeinen Brandes zu ersticken? Wenn England denn entschlossen sei, das allgemeine Einvernehmen aufrecht zu erhalten und friedlich die internationalen Schwierigkeiten zu lösen, so dürfe man hoffen, daß es die Bemühungen der russischen Regierung in Bulgarien unterstützen werde, welche dasselbe Ziel verfolgen. In diesem kritischen Augenblicke. wo in dem unglücklichen Lande, das unter der Herrschaft von Staatsstreichen, und revolutionären Abenteurern, die seit mehreren Jahren eine demoralisirende Wirkung geübt, alles umgestürzt sei — könne man da einer Bande von Agitatoren, welche die Gewalt in den Händen habe und sie mißbrauchen, carte blanche lassen, könne man ihnen gestatten, gewaltthätige Acte unter dem Scheine eines gesetzlichen Urtheils gegen Personen zu begehen, die einer anderen Partei angehören, könne man ihnen die Zusammenberufung der Wähler unter der Herrschaft des Kriegszustandes und des Schreckens überlassen, um eine Versammlung zu wählen, welche ihre Misse- thaten sanctioniren solle? Alles dies sind gewiß nicht Mittel, um die von dem englischen Cabinete geträumten versöhnlichen und friedlichen Ziele zu erreichen? Da Rußland keinen anderen Zweck habe, als Bulgarien vor solchen beklagenswerthen Eventualitäten zu bewahren, die Leidenschaften mit der Zeit zur Beruhigung zu bringen, den Wählern die Möglichkeit zu gewähren, nach reiflicher freier Ueberlegung die Abgeordneten zu wählen, welche die wirklichen Wünsche des Landes zur Kenntniß bringen sollen und da das Werk der Beruhigung den Interessen Aller entspreche — ausgenommen vielleicht Denen der Dictatorcn, welche sich der Gewalt bemächtigt haben und dieselbe behaupten wollen — so sei anzunehmen, daß solchem Werke die Unterstützung Churchill's gesichert sei. Sofia, 5. October. Die Wahlen zur Sobranje finden festgesetztermaßen am Sonntag statt. General Kaulbars begibt sich heute in das Innere des Landes; er wird vorher der Regierung mittheilen, daß Rußland die Wahlen zur Sobranje als nichtig und die Beschlüsse der Sobranje als ungeschehen betrachten werde. Kaulbars begibt sich im Auftrage seiner Regierung in das Innere des Landes, um die Stimmung und die Zustände durch eigene Anschauung kennen zu lernen. Konstantinopel, 5. October. Der Eommandant des französischen Levantegeschwaders, Marquesfac, ist zur Begrüßung des Sultans gestern hier eingetroffen und sofort in Privataudienz empfangen worden. Er wurde zum Diner geladen. Der Com- mandant verbleibt drei Tage hier. New'Nork, 5. October. Aus Mexiko wird gemeldet, daß ein unweit Chiwalapa gelegener Berg durch unterirdische Gewalten in zwei vollständig getrennte Theile gespalten ist. Lokales. Gießen, 5. October. Die Strafkammer hiesigen Landgerichts beschäftigte sich in ihrer heutigen Sitzung mit mehreren Wilderern aus Weilershain, von welchen Heinrich Müller VI. und Heinrich Theiß der gewerbsmäßigen Wilderei, Heinrich Erb IV. der Anstiftung und gewerbsmäßigen Hehlerei und Peter Lynker der gewerbsmäßigen Hehlerei angeklagt sind. Ter Angeklagte Müller ist, wie bekannt, in diesem Sommer aus dem hiesigen Gefängniß entwichen und bis jetzt noch nicht ergriffen worden; wegen der übrigen Angeklagten fand heute Hauptverhandlung statt. Die Angeklagten trieben schon längere Zeit in den um Weitershain gelegenen Wäldern die Wilderei, ohne daß es gelungen wäre, dieselben strafrechtlich zu verfolgen, bis endlich der Mitangeklagte Erb den Müller und Lynker, mit welchen er sich verfeindet, als Wilderer denuncirte. Die eingeleitete Untersuchung hat ergeben, daß Müller und Theiß die Wilderei schon Jahre lang betrieben und Erb und Lynker den Verkauf des gefrevelten Wildes besorgt haben. Theiß wurde in eine Gesängnißstrase von 5 Monaten, der schon oft bestrafte Erb in eine solche von 9 Monaten verurtheilt, Lynker wurde wegen mangelnder Beweise sreigesprochen. Gießen, 6. October. Die Commission, welche mit der Abschätzung der durch die letzten Truppenübungen verursachten Flurschäden im Kreise Gießen beauftragt war, hat gestern nach achttägiger Thätigkeit ihre Arbeiten beendigt. Es waren aus 13 Gemeinden des Kreises Schäden angemeldet. Der Gesammtschadensbetrag beläuft sich auf 1067 JL, welcher als sehr gering bezeichnet werden muß. Daß so wenig Schaden entstanden ist, wurde durch die große Trockenheit der Felder veranlaßt. Nach zuverlässiger Mittheilung sind im Kreise Friedberg mehr Beschädigungen vorgckommen. Aus einer einzigen Gemeinde liegen dort über 400 Schadensvosten vor. Die dortige Abschätzungscommission wird daher noch mehrere Wochen zu thun haben. Gießen, 6. October. Vorgestern Abend kanr einem betrunkenen und schlafenden Gaste in einer hiesigen Wirthschaft die Taschenuhr abhanden. Der Dieb ist gestern durch die Schutzmannschaft in der Person eines Weißbindergesellen aus Beilstein ermittelt und zur Hast gebracht worden. Derselbe hat die Uhr schon bei einem hiesigen Uhrmacher repariren lassen. — Ein kleiner Zimmerbrand, entstanden durch die Explosion einer Spirituslampe, wurde heute Morgen in einem Hause in der Marktstraße rasch gedämpft. Universität- - Chronik. — In der Nacht zum 29. September verschied nach kurzem Krankenlager Dr. theol. phil. jub. H. G. Hölemann, Professor der Theologie an der Universität Leipzig. Der Verewigte war 1809 geboren und las über Psalmen, das Hohelied Salomonis u. s. w. — Der Geheime Medicinalrath Professor Dr. Waldeyer, Director der Anatomie und Leiter des anatomischen Unterrichts an der Berliner Universität, begeht am 6. October seinen 50. Geburtstag, während er zugleich in diesem Jahre sein 25jähriges Doctorjubiläum feiert. Waldeyer war früher an der Straßburger Kaiser- Wilhelms-Universität und gehört seit 1. October 1883 Berlin an; die Verdienste, die er sich hier in dieser kurzen Zeit um die Verbesserung des anatomischen Unterrichts erworben, sind kaum hach genug anzuschlagen. — Die zu außerordentlichen Professoren nn der Universität Berlin ernannten Privatdocenten Dr. Siegmund Gabriel und Dr. Rudolf Biedermann gehören der philosophischen Fakultät an und sind beide Chemiker. Professor Gabriel, Assistent am ersten chemischen Laboratorium des Geheimraths A. W. Hofmann, hat namentlich auf bem Gebiete der Volumetrie, der Analyse und Synthese sich hervorgethan, während Professor Biedermann die technische Chemie zu seinem Specialfache erwählt hat. Nunmehr gibt es an der Berliner Universität einen ordentlichen, zehn außerordentliche Professoren und sechs Privatdocenten der Chemie. — Der Professor der Tharandter Forstakademie, Geheimer Hofrath Preßler, ist vor einigen Tagen im Alter von 72 Jahren gestorben. n— Der erst unlängst zum Amtsrichter ernannte Privatdocent der juristischen Fakultät in Bern, Dr. Sachße (ein Sohn des vormaligen Oberpostdirectors) hat einen Ruf als ordentlicher Professor der Rechtswissenschaft an die Universität Rostock erhalten und angenommen. Sachße ist, nebenbei bemerkt, Licentiat der Theologie, Doctor der Philosophie und beider Rechte Die Prüfung als Doctor beider Rechte hat er in Berlin „mit dem höchsten Lobe" bestanden. Vor ihm war das an der Berliner Universität nur einmal vorgekommen und zwar wurde dieses Urtheil dem jetzigen Bonner Professor, Geheimer Rath Schulte, zu Theil. Mainz, 3. October. Auf ein Heirathsgesuch, das ein sehr reicher und angesehener Herr von auswärts durch ein hiesiges Jnseratenbureau in einigen gelesenen Blättern hatte einrücken lassen, und zwar mit dem seltenen ausdrücklichen Bemerken, daß er bei seiner Zukünftigen nur Liebenswürdigkeit und gediegenen Charakter, aber kein Geld suche, sind, den „Mainzer Anz." zufolge, in wenigen Tagen aus allen Richtungen der Windhose gegen zweitausend Offerten eingelauscn. Auch ein Zeichen der Zeit. Aus Kur Hessen, 3. October. Eine fürchterliche That ist in dem Dorfe Bermbach in der Herrschaft Schmalkalden vorgestern verübt morden. Der Schlosser Kehr, ein ebenso jähzorniger als brutaler Mensch, erstach nach einem vorausgegangenen heftigen Wortwechsel seinen leiblichen Bruder, indem er ein auf dem Tische liegendes Schlachtmesser ergriff und seinem Bruder einen solch wuchtigen Stich in die Brust versetzte, daß die Lunge durchbohrt wurde und der Tod alsbald eintrat. Der Brudermörder kam, wie so häufig, auch an jenem Abend angetrunken nach Hause, der Getödtete machte ihm dieserhalb Vorwürfe, worauf der wülhende Unmensch das Messer ergriff und seinen Bruder erstach. Derselbe hinterläßt Frau und 6 unerzogene Kinder. Der Thätcr wurde verhaftet. — Auf die Auffindung der vor ca. 3 Wochen von dem Kurorte Plattig bei Baden-Baden verschwundenen Gräfin Hermine v. Arnim wurden 10,000 JL Belohnung ausgesetzt. Berlin, 1. October. Marie Schneider, die zwölfjährige Raubmörderin.^ Vor dem Schwurgericht wurde heute unter großem Andrang der Zuhörer der psychologisch merkwürdige Fall der zwölfjährigen Marie Schneider verhandelt, welche die kleine Margarethe Dietrich ihrer Ohrringe beraubt und dann zum Fenster hinausgestürzt hatte. Die Angeklagte ist für ihr Alter ziemlich groß und entwickelt, hat ein gewöhnliches und sehr blasses Gesicht. Aus den verschiedenen Vernehmungen ergibt sich, daß Marie Schneider im Jahre 1878 ihren Vater verloren und bei der Mutter eine sittlich mangelhafte Erziehung gehabt hat. Häufig traten bei dem Mädchen Zeichen der Grausamkeit und Gefühllosigkeit hervor. In der Schule, wo sie vier Jahre in einer Classe blieb, saß sie nach Aussage des Lehrers Lehmann manchmal Stunden lang mit offenem Munde da und wußte auf die an sie gerichteten Fragen nicht zu antworten. Dennoch gab die Angeklagte vor und nach der Gerichtsverhandlung, namentlich aber in dieser selbst, die klarsten Antworten. Ohne ein Zeichen der Reue und der Bewegung erzählte sie auf die Frage des Schmurgerichtspräsidenten, wie sie dem kleinen Kinde die Ohrringe geraubt und es alsdann aus dem Fenster geworfen habe, um für den Erlös des Raubes Kuchen zu kaufen. Folgenden Theil des Verhörs glauben wir im Wortlaute mittheilen zu sollen: Vors.: Folgte Dir denn das Kind ruhig? Marie: Es weinte. Vors.: Rief es denn nicht? Marie: Nein, es konnte noch nicht ordentlich sprechen. Vors.: Was thatest Du denn weiter? Marie: Ich machte das Fenster auf dem Treppenflur auf und setzte das Kind auf das Fensterbrett. Vors.: Nahmst Du ihm dann die Ohrringe ab? Marie: Nein, noch nicht. Ich wollte eben die Ohrringe aus den Ohren nehmen, da kam aber Jemand die Treppe herunter. Vors.: Was machtest Du da? Marie: Ich machte das Fenster wieder zu. Vors.: Der Herr, der die Treppe herunterkam, war Herr Kynast, nicht wahr? Marie: Ja! Wie er fort mar, machte ich das Fenster wieder auf. Vors.: Du setztest das Kind wieder an das Fenster, in welcher Stellung? Marie: Ich setzte es von der Seite. Vors.: Warum gerade so? Marie: Weil ich so die Ohrringe am leichtesten abhenkeln konnte. Vors.: War dies der einzige Grund? Marie: Nein, auch weil ich das Kind so leichter herunterwerfen konnte. Vors.: War denn dies Dein fester Beschluß? Marie: Jawohl! Vors.: Warum denn? Marie: Damit sie mich nicht verrathen könne. Vors.: Du sagtest ja aber, das Kind könne nicht reden. Marie: Es hätte mich doch durch Zeichen verrathen können. Vors.: Also Du nahmst dem Kind die Ohrringe. Was weiter? Marie: Dann warf ich das Kind zum Fenster hinaus. Vors.: Wie machtest Du das? Marie: Ich hob das eine Bein in die Höhe. Vors.: Sähest Du denn, als das Kind herunterfiel? Marie: Nein, aber ich hörte, daß es erst auf die Laterne und dann auf das Hofpslaster auffiel. Dorf.: Nachdem Du das also gethan, was machtest Du bann? Marie: Ich steckte die Ohrringe in die Tasche und lief die Treppe hinab. Vors.: Was hattest Du vor? Marie: Ich wollte nun noch einen Auftrag ausführen, den mir meine Mutter gegeben. Vors.: Was wolltest Du denn mit den Ohrringen? Marie: Ich wollte sie verkaufen. Vors.: Einem Mädchen, wie Du bist, kaust doch Niemand etwas ab. Marie: Ich wollte zu einem Trödler gehen. Vors.: Was dachtest Du denn, was Du für die Ohrringe bekommen würdest? Marie: Fünfzig Pfennige! Vors.: Was wolltest Du denn mit dem Gelde machen? Allarie: Ich wollte mir etwas Königskuchen zu naschen kaufen. Vors.: Du naschst wohl gern? Marie: Ja. Vors.: Hast Du Dir nicht schon früher Geld zum Naschen auf andere Weise verschafft? Marie: Jawohl, ich habe mir von mehreren bekannten Frauen einmal eine Mark und zweimal fünfzig Pfennige geborgt. Vors.: Gaben Dir denn die Frauen so ohne weiteres das Geld? Marie: Ich sagte, meine Mutter hätte mich geschickt. Vors.: Marie, wie nennt man denn ein solches Verfahren? Marie: Betrug. Vors.: Weißt Du denn auch, wie man es nennt, wenn Jemand einen Menschen tobtet? Marie: Jawohl, das ist Mord. Vors.: Du hast doch nun die kleine Dietrich getödtet, was bist Du also? Marie: Eine Mörderin. Vors.: Weißt Du beim, was mit einem Mörber geschieht? Marie: Ja, er wirb bestraft? Vors.: Weißt Du, wie? Marie: Ja, er wird hingerichtet! Vors.: Wie wirb das gemacht? Marie: Das weiß ich nicht. Vors.: Hast Du nie davon gehört? Marie: Ja, es wird der Kopf abgeschlagen. Vors.: Das weißt Du also. Weißt Du denn nun aber auch, daß Du nun auch bestraft wirst? Marie: Ja, das weiß ich. Vors.: Wenn nun aber Jemand einem Andern gewaltsam etwas abnimmt, wie nennt man das? Marie: Raub ober Diebstahl. Vors.: Wie wird beim ein Räuber ober Dieb bestraft? Marie: Mit Gefängniß ober Zuchthaus, je nachbem er viel ober wenig genommen. Vors.: Nun sage einmal, Marie, es ist Dir bewußt, baß Du ein fürchterliches Verbrechen begangen haft; fühlst Tu benn jetzt Reue barüber ? Marie: Nein! Vors.: Hast Du keine Spur von Mitleib, wenn Du an bas unglückliche, getödtete Kind denkst, und welche Schmerzen Du ihm bereitet hast! Marie: Nein! Auf Antrag des Staatsanwalts, Assessor Werner, werden an die Angeklagte noch mehrere Fragen über ihr Vorleben gerichtet, aus denen hervorgeht, daß sie Iheilnahmlos den Tod einer Schwester ertragen und überhaupt Freude und Gefallen daran gehabt, anderen Geschöpfen Schmerz zu bereiten. Bereits im vierten Jahre hat Marie Schneider Kaninchen, die in ihrer Familie gehalten wurden, mit einer Gabel die Augen ausgestochen und ihnen dann später den Leib aufgeschnitten. Kürzere Zeit vor der hier in Rede stehenden That fpielte sie mit anderen Kindern auf der Straße, lief dabei auf ein neunjähriges Mädchen zu und verdeckte ihm mit ihrer Hand von hinten die Augen, damit jene rathen solle, wer sie halte. Dabei fing aber das kleinere Mädchen an, fürchterlich au schreien. Die Schneider ließ los, nun aber zeigte es sich, daß sie dem anderen Kinde nicht nur mit den Fingern die Augen zugehalten hatte, sondern in diese ihre Fingernägel hineingepreßt hatte, so daß die Augen noch Tage lang danach gc- röthet waren. Die ärztlichen Sachverständigen Dr. Berg und Geh. Rath Lewin gaben ihr Gutachten dahin ab, daß der Angeklagten Verstandeskräfte nicht abzufprechen seien, daß sie aber ethisch und moralisch auf der tiefsten Stufe stehe. Der Staatsanwalt wies darauf hin, daß die Angeklagte durch die klaren Antworten ihre Zurechnungsfähigkeit bewiesen habe; er beantragte eine Gesammtstrafe von 8 Jahren 6 Monaten Gefängniß und obwohl der Vertheidiger Dr. Friedmann für die Annahme mangelnden Jntellects plaidirte, wurde Marie Schneider zu acht Jahren Gefängniß wegen Raubmords verurtheilt. Während der Verhandlungen hatte die Angeklagte theilnahmlos dagesessen und eine Semmel verzehrt, wie das Essen überhaupt ihre Liebhaberei zu sein scheint. Hat sie doch aus dem Gefängniß unter Beistand einer Mitgefangenen einen Brief an ihre Mutter geschrieben, welcher mit den Worten beginnt: „Mit Freuden ergreife ich die Feder, um Dir, liebe Mutter, zu schreiben, u. s. w " Der Zweck dieses Briefes war: von der Mutter 2 Mark zu erhalten, um sich — Schmalz kaufen zu können, weil ihr das trockene Brod nicht mundete. Auf die sittlichen Zustände Berlins wirft diese Gerichtsverhandlung ein recht düsteres Licht. — Beim Empfang des deutschen Kaisers zu Brumath im Elsaß wurde Seiner Majestät eine alte Frau von 102 Jahren vorgestellt. Der Kaiser unterhielt sich mit ihr aufs Herablassendste und sagte unter Anderem: „Ich bin auch alt." Hierauf die Frau: „Wie alt bist Du denn?" Der Kaiser: „Ich bin neunzig Jahre alt." Die Frau: „Was, Du bist nünzig Johr alt und noch Soldat!" Allgemeine Heiterkeit. Der naiven Alten ließ der Kaiser das ansehnliche Geschenk von 400 Mark überreichen. Schiffs - Bewegung der Post-Dampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetsahrt-Actien-Gesellschaft. Hamburg, 5. October. Das Hamburg-New-Aorker Postdampfschiff „Lessing", Capitän Barends, ist am 4. October, 4 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in New-Bork angekommen. Dr. Gensch," prall, a. Spetialarzt für Bant-, Frauen- n. Ge- schlechte krankhelt*n(Syp hilf») eto. Frankfurt a. M. Stifutr. 22) fr. liiiit, Prof. Bioort'e, M»w. brieft, •5IM* L;-Ä unb 6 ,,|di d° uneTäo8ene •*”!|o6nmn Uibelf „Li* i bie y’USft 5'®"* Wen nidit ,» ,^ö*bz2“ ^.chen her Reue Renten, wie sie Mer geworfen t)eil des Verhörs e- Dorf.: Ries Dorf, Was ^eppenflur aut die Ohrringe " \bren nedinen, u ba? Marie: Pfjerwiterfani, : .7 bas Fenster elcher Stellung 'ie: Weil ich so einzige Grund? Dorf, War denn? Marie: das Kind könne tonnen. Vorf, >nn warf ich das ich hob das eine erste!? Marie: •ofpflaffer auffiel, arie: Ich steckte hattest Du vor? Mutter gegeben, ltc sie verkaufen. ). Mack: Zch vas Du für die Las wolltest Du udjen zu naschen i Dir nicht schon f)l, ich habe mir ünfzig Pfennige Geld? Marie: man bum ein man es nennt, . Ms, Du ine Mörderin. Za, er wird M: We davon tzehört? iO. Weitzt Tu das weiß ich. nmt, wie nennt in Räuber oder viel oder wenig Du ein surchter- Marie: Rein! gliche, gelödtete n! Auf Antrag mehrere Fragen j den Tod einer t, anderen Gelder Kaninchen. Mstochen und i Rede stehenden n neunjähnges «mit i«'* fürchterlich, anderen in diese ihre danach jin gaben t dien seien, w isanwallll'ttS nun9^,fi tenSefanM den Jnt«s ; Raubinords fdiemt. $ “"'S rjrtiit «6 i" weil iP1 " wirft hie« @urb[,f5 hi» KE S kS ®on£ aussprechen, bestimmungsgemäße Verwendung gesunden "hat Die größten Neuheiten in: A. Fangmann. 7073 von Damen- und Herrengarderoben, Gardinen, Tep- pichen, Möbel, Fantasie- und Decorationsstoffen. 6903 1819 Jäger. 7055 7015 io // ii if ff miHfip^’r>beiLrtx ben Mitgliedern des Gustav-Adols-Frauenvereins zu Gießen SSÄS -ÄM*»1?*»•-»»f- Carl Loos, am Kirchenplatz. C. W- Dietz Nachfolger. Zur Beförderung von Auswanderern nach allen Häfen Amerika’s und Australiens ZU gleichen Preisen wie an Hafenplätzen hält sich unter Zusicherung reeller Bedienung bestens empfohlen 102,— 2254,72 836,- 154,— Von Bremen nach Rewyork in —■ 9 Tagen ™™ mittete den neu eingerichteten Dampfern des JVorddeutschen ILioyd. 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Kirchenplatz 21. i Färberei — cbem. Waschanstalt werden in dem Hause des Herrn L. Mühlhausen, Sonnenstraße 1, weg- zugshalber nachstehende Gegenstände versteigert: „Eine elegante Plüschgatnitur, fast neu; 1 Bücherschrank; 1 Büffet; 1 Ausziehtisch mit 6 Einlagen; 1 ovaler Spiegel, sämmtlich in Mahagoni; 1 Schreibseeretär, fein eingerichtet; 1 Pianino, vorzüg- liches Instrument; 1 Kaffenschrank; verschiedene Tische, Stühle, Kleiderschränke, Betten, Sprungfeder- und Roßhaarmatratzen; 1 antike kleine Kommode, 1 deßgl. Schränkchen; 1 Nähmaschine, fast neu; 1 zweiarmiger Petroleumlüster; 2 hochelegante Servisbretter in Ebenholz; Porzellan, wobei ein feines Service; Bilder, Vorhänge, Puppenküche und sonstige Spielsachen, Küchen- gerathe, Butten, Züber; 1 kupferner Wafchkeffel rc. Im Auftrag Hoffmann, Ortsgerichtsmann. o c-, J^ere Auskunft wird ertheilt und Aufträge angenommen bei L. Rothenberger, Neuenweg 22. 7070 Mittwoch, den 13TOctober, Vormittags 9‘/2 und Nachmittags 2 Uhr werden im Hause des Herrn L. Mühlhausen, Sonnenstraße 1, wegzugshalber eine Partie moderne Buxkins (ca. 200 m in schönen Mustern für Anzuge); ferner Sletnetfrntoaaren, als Schlösser. Bande. Schrauben. Niete. Hobeleisen, schmiedbares Gußeisen. Thür- schellenrc. sodann ca. 30% Marratzenwolle, ferner 1 Apsel- "uhle. eine Partie frischentleerte griechische Weinfässer. Oelfäffcr zu Pfuhlfaß geeignet, sowie sonstige Fässer, Lungsteinplatten, Säcke, 1 einspännig Pferdegeschirr, 1 Schrotleiter versteigert. In Auftrag; Hoffmann, Ortsgerichtsmann. Nähere Auskunft wird ertheilt und Aufträge angenommen bei L. Nöthen« oerger, Neuenweg 22. 7069. Verdingung der Lieferung von 230 cbm rauh bearbeiteten Basalt-Pflastersteinen zur Rampe auf dem Bahnhofe Neustadt, eingetheilt in zwei Loose. Termin Mittwoch den 20. October, Vormittags 111/2 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten. Bedingungen können daselbst eingesehen und die Verdingungsunterlagen 1 gegen kostenfreie. Einsendung von 0,50 von dort bezogen werden. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Marburg, den 1. October 1886. Königliche Eisenbahn-Bau-Jnspection. Schwambor n. 7053 Möbel Versteigerung. Montag den 11. und Dienstag den 12. October, Nachmittags 2 Uhr Jeilgeöotenes. Corsetten, Rüschen, Handschuhe, Schürzen, bffe-Leger. Meinen hochfeinen gebrannten Java, - Kaffe® a 1OO Pf, bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung. 7043 Carl Bieler, Kreuz 6. Oeffentliche Kelranntillchimg. Der Concurs über das Vermögen der Firma Tresselt und Wald- schmitt zu Gießen ist durch Schluß- , vertheilung beendigt und daher auf- i gehoben. Gießen, den 1. October 1886. Der Gerichtsschreiber Großh. Amtsgerichts. I. V.: Bauer. 7054 mir imaS ®!or9.e,n(anb/ ber Rest nach Verfügung des Hauplvereins), beehren e?3ebenft «nmzeigen, daß in diesen Tagen die Sammlung für oas ^zayr 1886 beginnen wird und wir bitten die geehrten Mitglieder, den c? ^n, die das Geschäft des Einsammelns übernommen haben, die Beiträge für das laufende Jahr freundlichst einzuhändigen. ü @u6en, 6. Octover 1886. Für den Vorstand: VigeliuS, Schriftführer. . Hause III dahier, nämlich: Maurerarbeit, veranschl. zu 2035,23 Schlosserarbeit, „ Schreinerarbüt, „ Wannenlieserung, „ Ventillieferung „ Weißbinderarbeit, „ „ 505,50 sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Bedingungen liegen vom 5. bis 14. d. MtS. zur Einsicht der Interessenten offen und schriftliche Angebote sind längstens bis zum 14. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, versiegelt und frankirt und mit der CHRISTO FLE. CHRISTOFLE-BESTECKE Ein Dutzend Uiffel, Gabel u. Messer glatt oder Eaden kosten M. 84.— Unsere Fabrikate tragen das Fabrikzeichen und den vollen Manien Christofle. Verkauf bei den Goldarbeitern, Glas- und Porzellan-Handlungen eto. KABL8BUHB, 1 7068 Ein Mädchen, welches die Alice- schule besuchen will, findet freundliche. Aufnahme. Wallthorstraße 4L in Kleiderstoffen, Negenmänteln, Wintermänteln für die Herbst- und Winter-Saison empfiehlt 7074 Hermann Katz, Monufoctur- und Modewaarenhandlung- Presserei von Samrat, Plüsche, Ripse A in allen neuesten Mustern. 7064 k ---- i» Mrbcn und Krausen von Ztraußfedern. Rasche Lieferung. Billige Preise. Drogerie von Otto Schaaf, Seltersweg 39 offerirt: Medicinal-Dorsch- Leberthran echt „Lofoden“, sowie sonstige medicinifche Bedarfsartikel . rc. rc. 7065 Darmstadt E. 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Antrag des Vorstandes auf Aenderung des § 6 Absatz 2 der Vereinsstatuten. 3. Vorstandswahl. 7042 Der Borstand. Stadt «bandels-Sehule Genflonat) s in Marktbreit a. Main. — Die Absolutorialzeugniffe berechtigen zum einjährig-freiwilligen Dienste. — Gute Verpflegung und strenge Beaufsichtigung im Pensionats des Unterzeichneten. Prospecte und Lehr- pläne gratis. _________J. Damm, Vorstand der städt. Handelsschule. Windhof. Bei Gelegenheit der israelitischen Feiertage (Laubhüttenfest) findet bei mir am 21. October BALL 7052 statt.Chr. Duill. 7058 Aufträge im Maschinen- und Handnähen, sowie im Waschen und Bügeln werden jederzeit angenommen Neue Bäue 17 (Hinterhaus). 6922 Gesucht ein gebildetes Fräulein zur Ueberwachung und Pftege von 4 Kindern im Alter von 2—9 Jahren. Aufnahme in die Familie; günstige Bedingungen. Beste Empfehlungen durchaus erforderlich. Frau Professor Kaltenbach, _________________(Siesten._______________ 7047 Zwei bis drei unrnäblirte Zimmer nebst Burschenstube sofort zu miethen gesucht. Gefl. Offerten an die Exped. d. Bl. erbeten- Wichtig für Militäranwärter. Am 15. October d- I. wird von einem hiesigen erfahrenen Lehrer ein Unterrichts- Cursus für solche Milttairs eröffnet, welche sich für ein Examen im Cioildienste vorzubereiten gedenken, lieber bisher erzielte günstige Erfolge die besten Referenzen. Anmeldungen zur Theilnahme beliebe man persönlich oder schriftlich bei der Exped. d. Bl. abzugeben._________ 7071 7048 Ein gut erhaltenes Pianino wird zu miethen gesucht. Off. mit Preisangabe unter C. T. 3 an die Exped. d. Bl. Ilakat-Fahrplan «Usr auf Station Gießen ankommenden und abgehenden Zü«e für den Winterdienst 1886/87 »st »n der Expedition dieses BiatteS, sowie durch die Zeitungsträger zum Preise von 20 Pf. zu haben. 7059] Zu dem am 21. October im Saale „Zur Eintracht" iit Allendorf a. d. Lawda stattfindenden Isrselitenball ladet ergebenst ein Das Comite. Für die herzliche Theilnahme bei dem plötzlichen Tode unseres lieben 7061 ' Carl Albert sagen tiefgefühlten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Gediegener Msmer-Unterrichl für Vorgeschrittene und Anfänger, wird ertheilt. Für letztere tritt Preisermäßigung ein. 7044 —Zu erfragen in der Exped. d. Bl.__ 7046 Ein braves Mädchen (Israel?) für Küche und Haus gegen hohen Lohn nach Auswärts gesucht. Offerten an die Exped. d- Bl. erbeten.__ 7u56 Ein Knecht, welcher Säcke tragen und mit Pferden umgehen kann, wird für sofort gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 7075 Auf Weihnachten ein braves Dienstmädchen, das in allen Hausarbeiten erfahren ist, gesucht. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 6914 Eine Cigarrenfabrik sucht einen tüchtigen Werkmeister, \ der Tabakskenntnisse besitzt und sich über j seine Befähigung und seitherige Thätigkeit , genügend ausweisen kann- Schriftliche Offerten sind einzureichen unter Nr. 1005 an die Exped. d. Bl. rticdaclion: A. Schcyda. — Druck ano Verlag der Grühl'schcn Druckerin <ö v. ^.yr. Pretich) in Die heutige sr«««er evthittt 1 Blatt N, 1 Beilage. empfiehlt 5992 Regenmantel, Wintermantel, Kleiderstoffe 2633 Aepfeimost ©cotfl S 6947 Wiöbelfabtif und -Lager, Schloßgasse und Kanzleiberg-16 Neue Säcke bUS, bek ßnrtOffCln' 45 'Nd BOA S* Mühlhausen, Sonnenstrake 1. Speisekartoffel. zu riSen 9 i S ' 1 e birect an< 6ecrn Schlenks auf dem Hardthof •Sola. Schäfer -—— ______________ Gemüsehändler (Kirchenvlab 4) Nur aechf rnLL.U J - ln BIAUER FARBE tpäff. ■ =”> Zu haben in den Colonial-, Delicatesswaaren- und Drogen- Geschäften, Apotheken eie. 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