Nr. L81 Samstag dm 7. August 1886. Amts- und Anzeigeblatt fit den Kreis Gießen. 81 ■ : —7~"Ä «IW Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Der Oberhessische Bienenzüchterverein beabsichtigt, gelegentlich der am 26. d. M- zu Büdingen stattsindenden diesjährigen Wanderversammlung eine Verloosung von Bienen-Produkten nnd Bienen-Utensilien zu veranstalten. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat die nachgejuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 1500 Loose ä 50 H ausgegeben werden dürfen und mindestens 60% des Bruttoerlöses aus dem Verlause der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Loose in der Provinz Oberhessen gestattet worden. Gießen, am 6. August 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _________________________________________________I V.: v. Bechtold.__________________________________________________________ Nr. 25 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 3. l. M., enthält: (Nr. 1678.) Verordnung, betreffend nähere Festsetzungen über die Gewährung von Tagegeldern und Fuhrkosten an die Beamten der Militär- und Marineverwaltung. Vom 27. Juli 1886. (Nr. 1679.) Bekanntmachung, betreffend den Antheil der Reichsbank an dem Gesammtbetrage des steuerfreien ungedeckten Notenumlaufs. Vom 25. Juli 1886. Gießen, den 6. August 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: v. Bechtold. per Wagen, nochmals zurückzulegen, da die löwenfeste Standhaftigkeit des Thor- wächters alle meine Ueberredungskünste und Einlaßbitten zu Schanden werden ließ. Z. Ihn ein gutes Fest zu feiern, sind drei Dinge nöthig: Ein guter Wirth, gutes Wetter und gutgezogene Gäste. Diese seltene Trinitas war gestern Abend bei dem Schloßfeste in seltsamer Harmonie vereinigt. Schon bei dem Ausstieg zum Schloß merkte man den Gesichtern der Leute die Freude über das endlich eingetretene, sehnlich erwartete gute Wetter an. Die Damen — nota bene im Allgemeinen durchschnittlich hübsch und merkwürdig gesunden Aussehens — in ihren Hellen Toiletten, die Herren ohne Ueberzieher, im Frack meist und weißer Cravatte, die Luft so klar und würzig, die bezaubernden Fernsichten so unbeschränkt und hell, die Sonne so wohlthuend erwärmend --schon das Ersteigen des kleinen Berges an sich war ein Genuß. Ich machte den Weg mit einem gemüthlichen preußischen Officier, der die schöne Gabe des Schweigens besaß, und konnte mich trotz der Begleitung ungestört meinen mehr oder- weniger poetischen Reflexionen überlassen. Oben angelangt, wurde ich denselben allerdings höchst unsanft entrissen- Ich wieder angelangt, erwartete mich ein märchenhafter Anblick. Zwischen den himmelhohen Bäumen des Schloßgartens hingen an hohen Stangen große electrische Glüh- । Bad Gastein, 5. August. Se. Maj. der Kaiser Wilhelm stattete gestern Mittag der Gräfin Grünne einen Besuch ab. Als die Kaiserin von Oesterreich gestern zum Diner im Badeschloffe vorsuhr, ging ihr Se. Majestät entgegen und geleitete sie zum Empfangssalon. Bet der Tafel saß die Kaiserin an der Spitze, zu ihrer Rechten Se. Maj. der Kaiser, zu ihrer Linken Fürst ' Bismarck. Nach dem Diner fand Cercle statt. Um 5% Uhr verließ die Kai- setln von Oestereich das Badeschloß, von Sr. Maj. dem Kaiser bis zur Terrasse gold tet. Bald darauf verließen auch die anderen Gäste das Badeschloß. Heute nahm Se. Majestät die Vorträge des Chefs des Militär-Cabinets, General- Lieutenants v. Albedyll, und des Wirklichen Geh. Legationsrathes v. Bülow | entgegen. Schlangenbad, 5. August. Se. K. und K. Hoheit der Kronprinz ist heute Mittag 12 Uhr zum Besuch Ihrer Maj. der Kaiserin hier eingetroffen und von den Behörden, Schulen, Vereinen und den Badegästen unter enthusiastischen Zurufen empfangen worden. Wien, 5. August. Wie der „Neuen Fr. Presse" aus Konstantinopel gemeldet wird, feuerte ein Türke aus den Großvezier drei Schüsse ab, ohne diesen jedoch zu treffen. In dem Verhör gab derselbe an, daß er in Folge von Ungerechtigkeiten sein ganzes Vermögen verloren habe und deshalb die Aufmerksamkeit des Sultans auf sich lenken wollte. London, 5. August. Beide Häuser des Parlaments traten heute Nachmittag 2 Uhr zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Im Oberhause wurden die neu eingetretenen Pairs vereidigt. Das Unterhaus nahm die Wahl des Sprechers vor. Aus den Antrag Birckbeck's, welchen Gladstone unterstützte, wurde Peel, und zwar einstimmig, gewählt. Derselbe nahm die Wahl an und betonte dabet die Wichtigkeit der Aufrechterhaltung der Würde und Autorität des Präsidiums des Hauses; die beste Bürgschaft für die Redefreiheit und für die persönliche Freiheit der Par- laments-Deputirten sei der Gehorsam gegen die Regeln und die Geschäftsordnung des Hauses. Dublin, 5. August. Der neue Vicekönig Londonderry und der irische Staatssecretär Hicks Beach sind hier angekommen und übernahmen heute ihre Posten. Portsmouth, 5. August. Der König von Portugal ist hier angekommen. Bei der Landung wurde er vom Herzog von Connaught empfangen. Politische Ueberficht. Gießen, 6. August. Seit Montag Abend weilt nun auch Fürst Bismarck in Gastein und somit sind Kaiser Wilhelm und sein erster Rathgeber wieder einmal, wie schon vor Jahren, an den Gasteiner Quellen bereinigt. Sicherlich ist dieser Umstand nicht ohne Bedeutung und die am nächsten Sonntage stattfindende Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Joses giebt da «inen genir- genden Fingerzeig. In den letzten Jahren ist diese traditionelle persönliche Begrüßung zwischen den beiden befreunoeten Herrschern ohne die Gegenwart ihrer ersten Rathgeber vor fich gegangen, aber diesmal werden dieselben wiederum zugegen sein, denn dem Vernehmen nach trifft Ende dieser Woche auch Graf Kalnoky, der Leiter der auswärtigen Angelegenheiten Oesterreich-Ungarns, in Gastein ein. Im Hinblick auf die vorausgegangenen Besprechungen zwischen Fürst Bismarck und Graf Kalnoky in Kisfingen erhält die heurige Begegnung Kaiser Wilhelms mit dem Herrscher Oesterreich - Ungarns durch die Theilnahme der beiderseitigen leitenden Minister noch eine erhöhte Bedeutung und die stundenlangen Audienzen, welche Fürst Bismarck seit seiner Ankunft in Gastein bis jetzt fast täglich bei seinem kaiserlichen Herrn gehabt hat, sind nur geeignet, die Wichtigkeit des bevorstehenden Gasteiner Kaisertages noch mehr hervorzuheben. Aber der Charakter des deutsch-österreichischen Bündnisses, welches seinerseits wiederum in der innigen persönlichen Freundschaft der beiden Souverame gipfelt, ; bürgt dafür, daß auch die heurige Zusammenkunft zwischen den beiden fürstlichen I Freunden in ihrem letzten Ziele nur der Erhaltung des gegenwärtigen Friedens- Zustandes in unserem Erdtheile gewidmet ist und diese Anschauung kann durch die Anwesenheit des deutschen „Friedenskanzlers" in Gastein lediglich ihre Bekräftigung finden. Der Kriegsminister der französischen Republik, HerrBou- langer, macht durch seinen sonderbaren Handel mit dem Herzog von Aumale schon wieder von sich reden. Boulanger hatte an den nun ebenfalls ausgewiesenen orleanistischen Prinzen in den Jahren 1879 und 1880 ein paar recht servile Briefe geschrieben, deren Wortlaut kürzlich von den monarchistischen Blättern gebracht, aber von Boulanger kaltblütig geleugnet wurde. Jetzt bringen nun verschiedene orleanisttsche Zeitungen die Photographien der besagten Briese und einem solchen Beweis gegenüber hilft freilich kein Leugnen mehr — Minister Boulanger hat sich wieder einmal unsterblich blamirt! In Peterhof, dem Sommer-Tusculum der russischen Kaiserfamilie, sind neben dem Erzherzoge und der Erzherzogin Karl Ludwig von Oesterreich auch der Kronprinz von Griechenland und dessen Bruder, Prinz Nicolaus, eingetroffen. Dagegen lagen über die Ankunft der anderen, in Peterhof erwarteten fürstlichen Gäste, der Königin von Griechenland, der Herzogin von Cumberland, des Königs und der Königin von Dänemark noch keine bestätigenden Meldungen vor. Telegraphische Depesche«. WES Torresperrdenr - »witatu Karlsruhe, 5. August. Die Delegirten und Ehrengäste von Heidelberg, welche mittelst Extrazuges heute gegen Abend eintrasen, wurden von dem , o o., w o_ großherzoglichen Paare und den Prinzen im Gartensaale der Schlosses empsan- I $atte eine falsche Festkarte eingesteckt und mar genöthigt, den Weg, diesmal allerdings ©tunben UN zwanglosen Verkehr. Das Abendbrod wurde in den oberen Schloß- Auf dem Schlosse durch die endlosen Wagenrcihen und Menschenschaaren glücklich raumen am Büffet eingenommen. Im Schloßgarten wurden von den vereinig- I wieder angelangt, erwartete mich ein märchenhafter Anblick. Zwischen den himmelten Männerchören von Karlsruhe sechs Lieder, darunter das von Heinr. Vierordt hohen Bäumen des Schloßgartens hingen an hohen Stangen große electrische Glüh- für den Heuligen Abend gedichtete Festlied, gesungen. Die Fontaine und die L“m,ra' weId’e dunkle Laub wie mit künstlichem Mondschein üb-rfluthetm; d-r einzelnen Varkarunnpn mnmt lumaalisch hpfnirhkf ßton™ q nfir twrnMAuWow Thorweg in den Burghof war mit brennenden Pechfackeln garmrt, und aus dem ^hore «^ ^ c>lMruppen waren vengaufcy veleuchlet. Gegen 9 Uhr verabschiedeten ti-etenb, lag der ganze weite Schloßplatz, umragt von den malerischen Ruinen des sich bte Festtheilnehmer, Ein Extrazug führte dieselben nach Heidelberg zurück, 1 stolzen Gebäudes und erfüllt von einer dichten festlich geputzten Menge, in buntester. Heidelberger Jubiliiumsbriefe. IV. Heidelberg, 4. August. , Heidelberg, 5. August, Nachmittags. äs* ?^ Prof. Willems, Löwen, Professor Zeumer Berlin. In der medicinischen ä ? 1 Professor Cl-evreul, Paris, Prof. v. Bayer, s teI ?olly, Karlsruhe, de Marignat, Genf, Baron Nordenskjold, «bcv oeographischen Gesellschaft Professor v. Richthofen, Berlin Tbowinn Roscoe, Manchester Werner Siemens, Berlin, Prof. Sir William w&Ä' A90la' Doeplez, Dresden. In der philosophischen Facultät: Brioschi, s ^'.Mailand, Prof. Cayley, Cambridge, Prof. Caperro Neapel, Cope, Philadelphia, de Candolle, Genf, Oberbaurath Durm, Restaurator marc$rÄ' Oberstlieutenant im Generalstabe Max Jähns Berlin ^i^^EA/'Rath Prof. Robert Koch, Berlin, Prof. Marsh, Newhaven (Amerika) Prof' Simon Newcombe, Amerika, Prof. Powell, Amerika, Prof. Sweet, London, der papst- farbenprächtigster wohlthuendster Beleuchtung vor mir. Diese Ruine ist ene der herrlichsten der Welt. Lage und Architectur verleihen ihr einen ganz einzign unvergleichlichen Character. Selbst in ihrer gegenwärtigen Verwüstung läßt di stolze Burg, eine gestürzte Königin, die Majestät und Schönheit ihres ursprünglichen Besens noch deutlich erkennen und wer etwas Phantasie und architectonisches Versündniß besitzt, kann sich das herrliche Ganze aus den vorhandenen herrlichen Trümmen deutlich reconsttuiren. In allen Fenstergesimsen des Schlosses brannten bunte Üchler; Lampions, Fackeln und electrische Lampen erleuchteten die übrigen Theile, den H)f, die Thurmkammer, die breite Terrasse, die Thorbogeu und Gewölbe. Rechts von Eingang waren zahllose Körbe aufgeschichtet, welche 9000 belegte Brödchen beherbrgten. An anderen Stellen wurde vorireffliches Bier, Weiß- und Rothwein ausggchenkt — der berühmte sagenhafte Zwerg Perkeo hätte seinen berühmten Durst ruhiz mil- stillen können. Die besuchtesten Stellen des Festtaumes waren unstreitig die große Tcrasse, wo das eigentliche Bierlager sich befand, und der Eingang zum sogenannten „Landhaus", der mit Wandgemälden, Teppichen und Bannern hübsch becorirte Bcusaal Rupertus', worin der Großherzog mit seiner Gemahlin, der deutsche Kronprinz, der Erbgroßherzog und die übrigen Fürstlichkeiten fast vier Stunden lang Cour abhtzlten. Sämmtliche courfähige Anwesende, und vielleicht auch die nichtcourfähigen, bemühten sich natürlich, die geliebten Fürsten von Angesicht zu Angesicht zu erblicken unt womöglich der Ehre einer kleinen Anrede theilhaft zu werden. Die am Eingänge des Saales postirten Wachen hatten alle Mühe, die von Zeit zu Zeit in unaufhallsamem Drange heranrückende Menschenmauer zurückzustemmen. Für Engbrüstige und gcr zu corpulent veranlagte Personen war der Aufenthalt in diesem Gedränge wirklich nicht zu empfehlen. Trotzdem hielt man tapfer bis zur Erreichung des ersehnten Zweckes aus und namentlich die Damen, welche doch im gewöhnlichen Leben eine zerknitterte oder abgetretene Robe meist als eine persönliche Beleidigung auffassen, bewiesen sich diesmal als die Standhaftesten. Im Allgemeinen verlief das Fest aber äußerst ge- müthlich unb„nur seine lange Dauer machte es, für ben Berichterstatter wenigstens, etwas ungemüthlich. Die hohen Herrschaften machten am Schlüsse noch einen Nund- gang burch das Publikum, hier und da stehen bleibend und mit einzelnen hervorvorragenden Personen, von denen manche Excellenz den jugendfrohen weißen Stürmer auf dem weißen Kopfe trug, ein paar herzliche Worte wechselnd, von allen Seitm mit jubelnden Zurufen empfangen. Auch der Terrasse wurde noch ein kurzer Besuch ab- gestattet, wo der Kronprinz sich mit einem Glase des den Festgästen gespendeten vorzüglichen Bayerischen erquickte, dem bis zur frühen Morgenstunde von den fiöhlich vereinten Genossen tapfer zugesprochen wurde. Tie 9000 Butterbrode sind sämmtlich gewissenhaft aufgegessen worden. Nur ich habe keins bekommen. Heute Vormittag 9 Uhr setzte sich von der Universität aus der Zug zu dem Fest- /r Uhr. Am Sonntag den 15. August wird nach beiden Gottesdiensten die jährliche Kollekte für die innere Mission erhoben werden- Die Prarrqetchäfte in der Woche vom 8. bis 14. August besorgt Pfarrer Dr. Nauman n. Katholische Gemeindr. 8. Sonntag nach Pfingsten. Von 6 Uhr an Beichte. Um 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion- „ VrlO Ubr: Hochamt und Predigt. „ 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 7 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 825 Uhr. Verwischteß. Mainz, 2. August. Im Floßhaken wurde gestern von Kasteler Flößern ein Theil des noch fehlenden Fußes von der Leiche des ermordeten Wothe gefunden.- Die Medicinalbebörde, welcher dieses Stück vorgelegt wurde, erkannte dasselbe als zu den früher gefundenen Körpertheilen gehörig an. . — In dem von Serben bewohnten ungarischen Done Gyala bei Szegedin erschlugen die Bauern zwei Gensdarmen, schnitten denselben Nasen, Ohren und Hände ab und trugen deren Waffen im Triumph durch das Dorf. Es wurden zwei Compagnien Soldaten nach Gyala geschickt und die Gerichtscommission nahm 250 Ver- hastnngen vot^^ ^ler Nadelstiche bedarf es, um ein einfaches Hemd zu nähen?) Diefe Frage hat jüngst eine Näherin in Leicester beantwortet. Das Ergebniß der Berechnungen ist nach der „Unio.-Eor." folgendes: Kragen nähen (4 Reihen) 3000 Stiche, dixbe desselben 500; Knopflöcher und Annähen der Knöpfe 150; Kragen annähen und Lufammenziehen des Heindes am Halse 1204; Gelenkschluß (kleine Manschette) 1228, Ende desselben 68; Knöpflöcher 148; Säumen der Schlitze 264; Aermel zusammenriehen 840; Annähen des Gelenkschlusses 1468; Auflegen der Schulterblätter, je drei Reihen, 1880; Säumen des Einsatzes 393; Nähen der Aermel 2554, Einsetzen derselben und der Keile 3050; rund herum 1526; Nähte 848; Einsetzen der Seitenkeile 424; unterer Saum 1104; Gesammtzahl der Nadelstiche 20,649. Temperatur der Lahn. Am 6. August, -wischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13*/?, Luft 15° N. tni Schatten. L. Cbr. Rübsamen. Vergebung von Steinschlagarbeiten. Das Zerschlagen von 432 cbm Becksteinerr zum Neubau der Kreisstraße von Bettenhausen nach Bellersheim soll in Loosen von 20 cbm ä 60 «X Dienstag den 10. August, Vormittags 10 Uhr, auf dem Gemeindehaufe zu Bellersheim in mündlichem Abstrich vergeben werden. Gießen, am 3. August 1886. Der Kreisingenieur: 5608 Gnauth. Montag den 9. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, 1 ollen auf dem städtischen Baubureau versteigert werden: «X Maurerarbeit, veranschl. zu 213.— Steinhauerarbeit, „ „ 1387.20 Dachdeckerarbeit, „ „ 303.24 Schlosserarbeit, „ „ 115,50 Weißbinderarbeit, „ „ 94.52 Pflästererarbeit, „ „ 4217.52 Gießen, den 4. August 1886. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 5615 Die Lieferung von 40 Raummeter BuchewScheitholz soll im Submisstonswege vergeben werden und sind des- sallsige Offerten bis zum 9. d. M bei Armenkafferechner La über ver- schloffen abzugeben. Gießen, am 2. August 1886. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. ________A. Bramm.________ Vergebung nun ChaWrarbeit. Die zur Herstellung der Fuhrbahn an der Staatsstraße Gießen—Lollar, in Abteilung 13—21 erforderlichen Chaussirarbeiten sollen im Submissionswege vergeben werden: Abth. Nr. 13—17 veranschl. zu 160 X. 6.—, 7.—, 8.—, 10.—. 5545 Fh. Ellmger, Änhhiifn in schöner Aus- lllZnUlB wähl wieder Art empfiehlt billigst «g|||IB 5465 JuL Buch. Neuheiten m Knaben-Anzfigen empfiehlt in größter Auswahl bei billigsten Preisen. 5561 Hermann Katz. Neue holl. Vollbäringe per Stück 8 Pfg. Pli. Bob, 5591 Bahnhofstraße 11. Trieot Taillen sind in großer Auswahl am Lager per Stück von .X 2 50 an in reiner Wolle. 5546______Pb Ellinger. Eine Chaise (Glas-Calesche) in sehr gutem Zustand, feinster Herrschaftswagen, steht billig zu verkaufen bei Schmied Schieferstein 5527___________in Lich.___________ Ein Acker mit Hafer zu verkaufen. 5649 Näheres in der Exped. d. 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' Miverßtät L Ehrengäste n Mrgermeister dichtes Epal Ichren bei Mgner's „ wurde jeher Grohherzogt! richteten. 2 wo, währen Mg der Bc benlbud) ernt Souyer zvM MMi sich auch b: Gesandte u Berlin. 3i leuch/ung b. KarlsrHer Herzog gerne Hau m Aeiin e N. V V wurden bei Zahlungrii konnte con' Sie wutb abgeliesert. Consolidirr tnenben Li ^nehmen etaeti P llttgton's zi . Rif ”*r üofi llli' 5000 , 8on «ernten t denPüilm bl, m ®äln ^rnotnnie N6 Sfy ‘fite,« f«ulbl9, s h*5en. Redactiou A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Dmckerei (F.r, Ehr. Pietsch) in Meßen. Bei einbrechender Dunkelheit: Bengalische Beleuchtung der Lahnufer, und Brillant-Feuerwerk. Unsere verehr!, activen und passiven Mitglieder nebst Familien-Angehörigen haben freien Zutritt- Entree für Nichtmitglieder 50 Pfg. 5E______________________Der Vorstand. Bürger- Gesellschaft Sonntag den 8. August pactijie auf Den Staulentierg mittelst Extrazug. Abfahrt: Mittags präcis 3 Uhr. Rückfahrt: Abends „ 10 „ Sümmtliche Mitglieder haben freie Fahrt. — Nichtmitglieder zahlen 60 H. 5647______________________Der Vorstand. Lomluerein Gießen. Der Landwirthfchaftl. Localverein Hungen hat uns zu seiner Sitzung auf Sonntag den 8. August im Local des Herrn Jokel eingeladen. Tages-Ordnung: Vortrag des Herrn Prof. Thaer über Verwendung künstlichen Düngers in der Landwirthschaft. — Vor der Sitzung Besichtigung einiger Oeconomieen in und um Hungen. Zu zahlreicher Betheiligung wird eingeladen. 5653 Abfahrt 1210 Mittags. _________Der Vorstand. Mifsionsfest zu Beuern. | Am 11. August d. I. soll D. v. in der Gemeinde Beuern ein MifftonSfest gefeiert werden. Als Festprediger haben zugesagt die Herren Metropolitan Dattmering aus Dreihausen in Kurhessen, Pfarrer Walz aus Bad Nauheim, Weicker aus Hofheim, Werner aus Darmstadt u. A. Beginn des Gottesdienstes am Vormittag um 9V2 Uhr, die Versammlungen am Nachmittag und Abend finden bei günstigem Wetter im Freien statt. Es ladet freundlichst hierzu ein__Der Kirchenvorstarid. Bauer scher Gesangverein: Sonntag den 8. August, Rachm. 4 Uhr 5469 Stein’s Garten (kleiner Saal). ____________Freunde von Mitgliedern können eingesührt werden. __________ Auf Grund des § 40 unseres Statuts theilen wir den Mitgliedern unserer Genossenschaft hierdurch mit, daß vom 1. August d. I. ab bis auf Weiteres für Vorschüsse auf Personal-Bürgschaft und sogen. Vorschuß- (Pro- longations-) Wechsel ein halbes Prozent Zinsermäßigung stattfindet, sowie daß Wechsel von Mk. 100 und darüber, welche mindestens drei notorisch gute Unterschriften träten und bei Verfall baare Einlösung finden, zu 41/2o/o, ohne jede Provision, discontirt werden. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß unsere Bank in Folge ihres Anschlusses an den Giro - Verband der deutschen Genossenschafts - Bank von Sörgel, Parrisius u. Cie. in Berlin und Frankfurt a. M. Wechsel auf über 600 Plätze spesenfrei einziehen kann. Gießen, 30. Juli 1886. 5592 Gewerbebank?u Gießen, C. G. Der Vorsitzende des Aufsichtsrathes: Der Vorstand: I. Haustein. H. Wagner. Carl Vogt II« Wiener Hof« Heute Freitag und morgen SamStag, Abends 8 Uhr: Zither-Concert mit 2 Zithern u. 1 Flöte. Entree 30 Pfg._________[5657]_________Ohmacht. 5331] Gewandter Junge gegen hohen 5601] Dienstmädchen gesucht. Lohn gesucht. Näh. in der Exp. d. Bl. Sonnenstraße 3, Hinterhaus. 1819 Carl Loos, am Kirchenplatz. C. W Dietz Nachfolgen Zur Beförderung von Auswanderern nach allen Häfen Amerika’s und Australien’s zu gleichen Preisen wie an Hafenplätzen hält sich unter Zu« sicherung reeller Bedienung bestens empfohlen Mein Hut- und Mutzen-Geschäft befindet sich von heute an Neustadt 6 im seitherigen Bernhardt'schen Haufe. 5636 Max Sepp. Werrniethungen. 5646 Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen.______________Gartenstraße 27. 5659 Ein geräumiges Logis per 1. September, event. auch früher zu vermiethen. 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