Nr. 81, Erstes Blatt. Mittwoch den 7. April 1886 Hießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. scheint »tW - —-h-e »- V^j7hrluh aawnRMMMWii ,jhi. IIJII -UIlIUJ-U!.'!.■ L.J11 kLL . n--- Amtlicher Hheil. Betreffend: Das Einhalten der Tauben zur Saatzeit. Bekanntmachung. Diejenigen Einwohner von Gießen, welche Tauben halten, werden hiermit bei Meidung der in Art. 79 des Feldstrafgesetzes angedrohten Strafen aufgefordert, dieselben ohne Ausnahme vom 7. April bis 5. Mai l. I. in den Schlägen eingesperrt zu halten. Gießen, am 5. April 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. • Fresenius. Deutschland. Darmstadt, 3. April. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 27. März den Oberförster der Oberförsterei Feldkrücken, Karl Rull* mann zu Schotten, in gleicher Diensteigenschast in die Obersörsterei Zellhausen zu versetzen und den Forstaffeffor August Diefenbach aus Schwarz zum Oberförster der Obersörsterei Feldkrücken zu ernennen. Darmstadt, 5. April. Se. König!. Hoheit der.Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 1. April l. Js. dem Hofsecretär Friedrich Nau den Charakter als Hoskammerrath zu ertheilen- Berlin, 5. Avril. In der heutigen Sitzung der kirchenpolitischen Commission erklärte Minister Goßler, nachdem in der letzten Commissions-Sitzung ein Mitglied (Bischof Kopp) erklärt, die Kurie wolle nur eine einmalige Anzeigepflicht für die gegenwärtig zu besetzenden Stellen zugestehen, berief die Re- Öben Gesandten beim Vatikan, v. Schlözer, nach Berlin, welcher dies Je und weiter mittheilte, der Papst hätte die Ueberzeugung geäußert, daß nach hergestelltem Frieden die weitere Anzeigepflicht gewährt werden könnte; hinsichtlich des Einspruchsrechts des Staates sei der Papst einverstanden, daß die Sache so gehalten werde, wie in Württemberg. Die Regierung werde dem Könige rathen, nicht eher zu der Frage Stellung zu nehmen, bis der Landtag sich darüber geäußert habe. England. London, 5. April. (Unterhaus.) Ashmead Bartlett fragt an, ob Griechenland den Rath der Mächte jetzt angenommen habe und sich des europäischen Friedensbruches enthalten würde. Bryce antwortet, Griechenland habe die Annahme des Rathes der Mächte nicht angedeutet; die Regierung habe keine Nachricht, die sie in den Stand setze, den letzten Theil der Anfrage zu beantworten. Rußland. Sebastopol, 4. April. Der Kaiser und die Kaiserin nebst dem Großfürsten Thronfolger und den übrigen Kindern, sowie die Großfürsten Sergius nebst Gemahlin und Paul sind heute Vormittag 10 Uhr wohlbehalten hier ein* getroffen und alsbald nach Livadia weitergereist. In dem kaiserlichen Gefolge befindet sich auch der Minister des kaiserlichen Hauses Graf Woronzow-Daschkow. Der Verkehrsminister Possiet begleitet den kaiserlichen Bahnzug. Das Kaiser- vaar benutzte zur Fahrt von hier nach Jalta den Dampfer „Gedächtniß Mer- kur's", während die Fahrt von Jalta nach Livadia per Wagen ausgeführt wurde. Türkei. Konstantinopel, 5. April. Die Botschafter hielten gestern unter sich eine Besprechung, worin ein vollständiges Einvernehmen der sechs Mächte für die heutige Conferenzsitzung constatirt werden konnte. Reichstag. E. B. Berlin, 5. April 1886. In der heutigen Sitzung kam zunächst der Gesetzentwurf wegen Ergänzung des $ 809 der Civilprozeßordnung (betreffend die Zustellung des Arrestbefchls durch die Post) zur dritten Berathung, der nach einigen Bemerkungen der Abgg. Meyer (Halle), v. Cuny und Klemm, sowie des Geh. Ober-Reg.-Rath Hagens mit großer Majorität angenommen wurde. Es folgt die erste Berathung des Handelsvertrages mit dem Sultan von Sansibar. Abg. Barth (dfr.) sprach der Negierung seinen Dank für diesen Abschluß aus, speciell dafür, daß es gelungen, den Sultan zu bewegen, daß kein Monopol in Sansibar cingeführt werden soll. Geh. Rath Kr an el bemerkt, daß diese Bestimmung bereits in dem alten hanseatischen Vertrage enthalten gewesen sei. Der Handelsvertrag wurde daraus in zweiter Lesung angenommen. Es folgt die zweite Berathung des Antrags v. Jagdzewski, betreffend die Gerichtssprache in ehemals polnischen Landestheilen. Die Commission, der dieser Antrag zur Vorberathung überwiesen gewesen, beantragt die Ablehnung desselben, schlägt aber eine beschränkende Fassung vor, die dann nach längerer Debatte, an der sich dieAbgg. Hermann (dfr.), v. Jagdzewski (Pole), v. Cuny (natlib.), v. Neinbaben (Reichsp.) und Geh. Ober-Reg.-Rath Er. Meyer betheiligten, mit einem redactionellen Zusatz des Abg. Klemm (Reichsp.) angenommen wird. Es folgt die zweite Berathung der allgemeinen Rechnung über den Reichshaushalt pro 1881/82. Die Commission beantragt: 1) eine Reihe nachträglicher Genehmigungen, 2) den Vorbehalt auszusprechen, daß der Reichskanzler bezüglich der bezeichneten Ausgaben die Verantwortlichkeit für die ergangenen Allerhöchsten Ordres durch deren Gegenzeichnung nachträglich übernimmt. Abg. Rickert (dfr.): Eigentlich hätte die Decharge so lange verweigert werden müssen, als die Regierung sich weigere, materielle Gründe für ihr Verhalten anzugeben. Abg. v. Benda (natlib.): Ich muß auch heute wiederum erklären, daß die angeregte Frage nur auf dem Wege des Gesetzes zu lösen ist; ich bedauere, daß daS schon so lange erwartete Gesetz noch immer aussteht. Geh. Ober-Reg.-Rath Meyer führt aus, daß die beanstandeten Ordres sich auf das preußische Militärcontingent beziehen; es bedürfe also nicht der Gegenzeichnung des Reichskanzlers, sondern des preußischen Kriegsministers. Abg. Dr. Hänel (dfr.) und Meyer-Jena (natlib.) verweisen darauf, daß cs wohl verschiedene Militärcontingente giebt, daß die betreffenden Ordres sich aber aus das reichsfinanzielle Gebiet beziehen. Preuß. Kriegsminister v. Bronsart: Diese Ausführungen würden den Erfolg baben, daß die mehr als tausend Ordres, die Seine Majestät der König von Preußen in Bezug auf die Armee erläßt und die jetzt von mir gcgengezeichnet werden, vom Reichskanzler contrasignirt werden, was doch eine Unmöglichkeit sein würd?. Der Antrag der Commission wird gegen die Stimmen der Conservativen angenommen. Nächste Sitzung Dienstag. Ausdehnung der Unfallversicherung auf die land- wirthschaftlichen und forstwirthschastlichen Arbeiter. Telfgra-Hirche Depesche«. Wolsf'S telegr. «orrespondenr-GsLea«. Berlin, 5. April. Der Bundesrath ertheilte heute dem Socialistengesetz in der vom Reichstag beschlossenen Fassung seine Zustimmung. — Der Senioren - Convent des Reichstags einigte sich dahin, daß der Gesetz- Entwurf betteffs der Rechtspflege in den überseeischen Schutzgebieten, noch die dritte^ und die Unfallversicherung der landwirthschaftlichen Arbeiter die zweite Lesung vor Ostern passiren soll. Das Militärgesetz soll fertiggestellt werden, die Preßgesetznovelle die erste Berathung durchmachen, um einer Commission überwiesen zu werden. Außer einigen Petitionen und der Rcchnungs - Commission zuzuweisenden Vorlagen sollen auch noch die die Pensionsverhältnisse des Statthalters von Elsaß-Lothringen betreffende Vorlage zum Abschluß gebracht werden. Man nimmt in parlamentarischen Kreisen an, daß es möglich sein wird, das erwähnte Pensum bis Samstag den 10. April zu absolviren. Die Osterferien sind dann bis zum 10. Mai in Aussicht genommen. — Wie verlautet, findet die Plenardebatte der Kirchenvorlage im Herrenhause am 12. d. M. statt. — Der „Post" zufolge ist der Staatssecretär Burchard, welchem hauptsächlich die Feststellung der Branntweinsteuervorlage obliegt, erkrankt. Danzig, 5. April. Bei der Plehnendorfer Schleuse lösen sich die Soldaten Tag und stacht im Kampfe gegen das Hochwasser ab. Neue Schleusenwände werden herzustellen versucht, zahlreiche Prähme mit Steinen und Sandsäcken versenkt. Soeben geht ein großer Transport mit Sandsäcken, Feldsteinen und Faschinen ab. Die Schließung des Dammbruches bei Weßlinken ist ziemlich gelungen. Das Hochwasser ist noch immer sehr bedeutend. Den Bewohnern der seit vier Tagen vom Hochwasser eingeschlossenen Nehrung versucht man durch Eisbrechdampfer Nahrungsmitteln zu- zuführen. Danzig, 5. April. Die Schleusenwände in Plehnendorf sind unterspült und die Schleuse ist in großer Gefahr, fortgerissen zu werden. Man versucht jetzt mit dem Aufgebot aller Kräfte, einen Schutzdamm herzustellen. Das Wasser fällt. Auf der Nehrung haben mehrere Dammbrüche stattgefunden, durch bedeutende Uferabrisse wurden die Dammbrüche gegen den Werder geschlossen. Bei Pieckel ist der Sommerwall gebrochen, die Häuser sind anderthalb Meter im Wasser. Königsbera, 5. April. Nach östündtger Fahrt ist der Eisbrech-Dampser der Kaufmannschaft von Pillau hier eingetroffen und kehrt sofort zurück. Man erwartet demnächst das Heraufkommen anderer Dampfer. Stettin, 5. April. Die Schiffe des „Stettiner Lloyd" laufen auf der Ausreise nach Newyork und auf der Heimreise von jetzt ab regelmäßig Gothenburg an und ist denselben die Beförderung der schwedischen Post nach Newyork übertragen worden. Bremen, 5. April. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd, „Werra", ist heute früh 2 Uhr in Newyork eingettoffen. Brüssel, 5. April. Nach eingegangenen Nachrichten sollen 1500 Arbeiter in den Steinbruchen Quenasi (Provinz Brabant) die Arbeit eingestellt haben. Ruhestörungen sind nicht vorgekommen. t t ± . Charterst, 5. April. Die Führer der Strikenden wurden vom Gerichtshöfe wegen Bannbruchs, einfachen Bettelns, Bettelei unter erschwerenden Umständen bei Nacht, verbunden mit Drohungen, Erpressung, sowie wegen Angriffs auf die Arbeitsfreiheit zu dreimonatlichem bis fünfjährigem Gefängniß verurtheilt. Die Stadt ich ruhig. Bon den etwa 10,000 beschäftigungslosen Arbeitern dürfte morgen der größte Theil die Arbeit wieder aufnehmen können. Paris, 5. April. Eine Anarchistenversammlung, die gestern Abend abgehalten wurde, protestirte gegen die Verhaftung der Nedacteure Duc-Quercy und Roche in Decazeville. Der socialistische Deputirte Camelinat und der Redacteur des „(Sri du Peuple", Massard, sind gestern nach Decazeville gereist; die Redacteure des „Jntran- sigeant" und des „Radical" gehen heute ebenfalls nach Decazeville. > — Nachrichten aus Deeareville melden die Ankunft von Camclinat und anderen Intransigenten. Kavalleriepatrouillen durchziehen die Stadt. — Die Newyorker Nachricht, daß die Insurgenten von Uruguay den Regie- rungstruppen bei Daimann eine Niederlage beigebracht hätten, ist unrichtig; die Insurgenten wurden vielmehr bei Aeredondo geschlagen und nach der brasilianischen Grenze juriickg^drän^, Der frühere Obersecretär für Irland, Forster, ist heute Petersburg, 5. April. Laut Circular des Zolldepartements vom 30. März gestattete der Finanzminister, noch ein ferneres halbes Jahr Fässer Den erportirtem Spiritus und Navhtaproducten in leerem Zustande zollfrei znrückzuführen. Madrid, 5. April. Die Wahlen zu den Cortes haben gestern hier in größter Ruhe und Ordnung stattgefunden. . . — Bei der Corteswahl in Madrid wurden 5 nnmsterlelle und 1 republikanischer Deputirter gewählt. Castelar ist in Huesca gewählt. „ — Aus Venezuela wird gemeldet, daß Guzman Blanco zum Präsidenten gewählt worden ist. Madrid, 8. April. Nach den bisher bekannten Resultaten sind bei den Corteswahlen 310 Ministerielle und 121 Oppositionelle gewählt. Die Ruhe wurde nirgends gestört. Sofia, 5. April. Anläßlich des Geburtstags des Fürsten fand ein feierliches Tedeum statt, welchem die Vertreter der auswärtigen Mächte beiwohnten. Der russische Vertreter war nicht anwesend. Die Stadt war festlich beflaggt. — Gadban Effendi ist gestern hier eingetroffen und hatte eine Unterredung mit dem Fürsten. Iugmdsparkassen und Pfennigsparkassen. Die Sparkassenbewegung gewinnt in allen Ländern an Umfang und Tiefe; aber um sie nachhaltig im Fluß zu erhalten, muß man noch mehr als bisher die Jugend dafür gewinnen und schon in den Schulen die Kinder an's Sparen gewöhnen. Alle Lehrer, die dies praktisch versucht haben, erziehen sich dankbare Schüler und Eltern und wirken nicht blos für die Schule, sondern auch für das Leben. Die größten Fortschritte haben die Schulsparkassen in Frankreich gemacht, wo man am 1. Januar 1885 23,222 Schulsparkassen und 488,624 Sparer mit 11,285,046 Frs. Einlagen zählte, was gegen 21,481 Schulsparkassen und 442,021 Bücher mit 10,248,226 Frs. am 1. Januar 1884 gewiß einen erheblichen Fortschritt bedeutet. In Deutschland hat der Pfarrer und Schulinspector Senckel in Hohenwalde bei Müllrose vor einigen Jahren einen Deutschen Verein für Jugendsparkassen begründet, welcher soeben seinen 7. Bericht über das Jahr 1885 veröffentlicht. Dem Referenten sind sicher bekannt als entstanden ca. 1030 Jugend- und Schulsparkassen, darunter 70 Jugend- und 960 eigentliche Schulsparkassen. In Deutschland gehen Jugend-, Schul- und Pfennigsparkassen vielfachen einander über, so daß man kaum unterscheiden kann, welche Art dieser Hilfs-und Sammelkassen man vor sich hat. Namentlich betrifft das die Länder, in denen einerseits Schul-, andererseits Pfennigsparkassen ihren ersten größeren Ursprung genommen und Aufschwung gewonnen haben: Königreich Sachsen und Großherzogthum Hessen. Die Schulsparkassen begannen dort wie in Thüringen schon in den vierziger Jahren; sie gewannen eine erhebliche Ausbreitung seit 1878. In Hessen begründete man die erste Pfennigsparkasse 1881. In der Denkschrift des Vereins für Jugendsparkassen von 1882 werden bezüglich Sachsens 178 Jugend- und Schulsparkassen nachgewiesen, für Hessen nur 3 dergleichen. Inzwischen ist in beiden Ländern das Groschensparen in den Schulen oder doch durch und unter Leitung der Lehrer, vielfach unter Mitwirkung von Geistlichen, in Aufnahme gekommen. Von Hessen verlautet, daß dort fast jedes Dorf nunmehr seine Pfennigsparkasse habe. Der Rechnungsführer des Siegener Pfennigsparkassen-Vereins, H. Klein, wies in seiner zweiten statistischen Arbeit, betr. das Jahr 1883, 540 Pfennigsparkassen in Deutschland nach; genauere Nachrichten bietet er freilich nur von 336 solchen Kassen, von denen 168 auf Hessen entfallen, 84 auf das Königreich Sachsen, 66 auf das Königreich Preußen, 18 auf die übrigen deutschen Staaten. In seinem Vortrage „Die Pfennigsparkasse als Wohlfahrtseinrichtung für unsere Arbeiter" (Siegen 1885^ bei Buchholz) S. 8 heißt es: „In Hessen sind wohl nur noch wenige Orte zu finden, woselbst noch keine Pfennigsparkasse errichtet ist. In vielen, namentlich den kleineren Orten, sind die Geistlichen und die Lehrer die Leiter der Kasse." Wie naturgemäß das Helfen der Lehrer und Geistlichen auf diesem Gebiete ist, zeigt sich, sobald man mit größerer Organisation von Volksspareinrichtungen vorgehen will. Im Oldenburgischen sind die Geistlichen die ständigen Vermittler der Spareinlagen aus den Gemeinden für die Hauptsparkasse in Oldenburg. Das schöne Vorbild, welches Pfarrer Senckel in der Förderung der Jugend- Iparkassen den deutschen Geistlichen gegeben hat. scheint in der That immer mehr zu wirken; aber es wird Zeit, daß auch die Laien diese Schulsparkassenbewegung Deutschlands mehr unterstützen. Der Deutsche Verein zählt nur wenig Mitglieder und arbeitet mit einem Deficit. Er habe meist für Druckschriften 701,72 X verausgabt und nur 348,23 X eingenommen. Möchten doch wohlwollende Menschenfreunde Mitglieder werden (1 X Jahresbeitrag) oder Geldbeiträge zur Verbreitung der Druckschriften des Deutschen Vereins an Herrn Pfarrer Senckel schicken. Auch das „Volkswohl" in Dresden ist bereit zur Annahme von Beittägen und Beförderung derselben an Herrn Pfarrer Senckel, dessen uneigennützige Bestrebungen größere Anerkennung als bisher finden sollten. Lokale-. Gietzeir, 6. April. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 8. April 1886, Nachmittags 4 Uhr. 1. Berathung des städtischen Voranschlags für das Jahr 1886/87. 2. Voranschlag der Armenkasse für das Jahr 1886/87. 3. Voranschlag der Plock'schen Stiftung für das Jahr 1886/87. 4. Vergebung von Pfründen der Plock'schen Stiftung. 5. Die Uebersülluna mehrerer Schulklassen und die Errichtung neuer Schulstellen in den städtischen Volksschulen. 6. Die Quellwasserleitung betr. 7. Wasserleitung nach den Casernenbauten. 8. Nivellirungsplan des Hamm. 9. Localbaustatut. 10. Baugesuch des Directors Georg Heß. 11. Trottoirpflasterung in der Bahnhofstraße. 12. Gesuch des Universitäts-Tanz- und Fechtmeisters Röse um Erlaubniß zur Abführung der Leitung eines Blitzableiters auf städtisches Eigenthum. 13. Gesuch des Levi Löwenstein um Erlaubniß zur Belassung eines Treppentritts vor seinem Hause in der Schloßgasse. 14. Gesuch des Fabrikanten Eduard Silbereisen um Erlaubniß zur Einfassung einer Einfahrt u. f. w. 15. Gesuch des Spenglermeisters Karl August Faber um Erlaubniß zur Anlegung von Luftschächten. £ Gießen, 4. April. sNationalliberaler Verein. — Schluß.) Herr Real- gymnasiallehrer Schwabe läßt uns nun unter Zugrundelegung von Gury's Com- pendium der Moraltheologie einen Einblick in das innere Wesen und Wirken des Ordens thun und entrollt dadurch Bilder, die denselben auf markante Weise charakteri- siren. Gury verfolgt einen Hauptzweck, „die Ohrenbeichte", indem er angiebt, daß die Seelenleitung allein vom Beichtstuhl ausginge. Der Beichtende muß in der Hand des Priesters biegsam, wie Wachs werden. Man erkannte auch zu jener Zeit die Jesuiten als die coulantesten Beichtväter. Um des Nutzens willen entschuldigt Gury jede Sünde und seine Moral ist der nackteste Egoismus, gipfelnd im Nutzen des Jesuitenordens in der Hierarchie. Mit dürren Worten saat er: „Jeder muß sich geradezu und absolut mehr lieben als den Nächsten, denn Jeder ist sich selbst mehr der Nächste, als jeder Andere!" Die Lehre von der geheimen Schadloshaltung erklärt er für gerechtfertigt, wenn ein Diener, der von seinem Herrn mehr aufgetragen bekommt, als die Abmachungen vorschreiben, sich für die Leistung selbst schadlos hält, indem er seinem Herrn etwas wegnimmt. Die Priester sollten das Volk in diese Theorien mit Vorsicht einweihen. Auch die Verletzung des Briefgeheimnisses, wenn vorausgesetzt werden konnte, daß der Brief nichts Wichtiges enthielt, war nach Gury's Moral gestattet. Im Jahre 1552 wurde das Collegium Germanicum gegründet, in welches nur Leute Aufnahme fanden, die nicht unter 15 und nicht über 21 Jahre alt waren, weil biefelben einen recht biegsamen Charakter haben mußten. Jeden Widerstand wußten die Jesuiten zu brechen und überall bürgerten sie sich ein, indem sie zuerst demuthsvoll und mit aufopferndem Sinn für Krankenpflege auftraten, bis sie einen festen Stand bekommen hatten. Dann aber streckten sie die Krallen heraus und kamen mit Gewaltsmaßregeln. Wallenstein, der von den Jesuiten erzogen und wie er selbst sagte, Alles mit ihnen gemein hatte, auch den Geist, in welchem er seinen Kaiser vcrrieth und den ihm geleisteten Eid brach, konnte sich für die Dauer doch nicht mit den Brudern der Gesellschaft Jesu vertraaen, da er einsah, daß das Herrschen doch schöner sei, als das nach ihrem Willen handeln. Seinen eigenen Weg gehend, erreichte ihn bald der Stahl des Mörders. Die damals geführte Untersuchung war gänzlich in den Händen des Ordens und waren die Jesuiten auch die Veranlassung zum 30jährigen Kriege. Nachdem derselbe schon 3 Jahrzehnte hindurch verheerend gewüthet hatte uni) Alles sich nach Ruhe und Frieden sehnte, da veröffentlichte der Pater Lorenz Faber eine Schrift, in welcher darauf gedrungen wurde, den Krieg bis zur gänzlichen Vertilgung der Protestanten fortzusetzen. Die Friedensverhandlungen wurden in den Jesuitencollegien zu Münster und Osnabrück geführt. Die ehrwürdigen Patres vermögen es, bei dem Kaiser und der Mehrzahl der katholischen Fürsten durchzusetzen, daß sie mit ungleich geringerer lieber; Windung die wichtigsten Grenzprovinzen an Frankreich ausliefern als sich zur Toleranz gegen Deutsche protestantischen Glaubens zu bequemen. Wer kann wissen, welche traurigen Schicksale der Orden noch über unser Vaterland heraufbeschworen hätte, wenn die Völker nicht in ihrer äußersten Noth, in völliger Erschöpfung und Verzweiflung den Frieden begehrt hätten. Kaiser Leopold I. war vollständig in den Händen der Jesuiten, unter seiner Regierung fand eine schreckliche Protestantenverfolgung statt. 1674 nahm man 250 lutherische und 57 reformirte Geistliche gefangen, stellte sie vor ein von Katholiken gebildetes Tribunal und verurtheilte sie auf Grund eines untergeschobenen Briefes als des Hochverraths schuldig zum Tode. Um die weltberühmte österreichische Milde auch hier zu betätigen, bot man ihnen unter der Bedingung Gnade an, daß^ie schriftlich erklärten, wegen des ihnen zur Last gelegten Verbrechens dem Gesetz gemäß verhört und durch eigenes Geständniß überführt worden zu sein, jedoch vor Publikation des Urtheils um Gnade gebeten zu haben. (Ein Verhör, eine Beweisführung und ein Bekenntniß hatten natürlich nie stattgeftmden.) Dann sollten sie, kraft eines Reverses, der sie verpflichtete, entweder katholisch zu werden oder binnen 4 Wochen das Vaterland zu verlassen, oder Zeit ihres Lebens sich nie wieder mit Seelsorge zu befassen, die Freiheit wieder erlangen. Als von den 307 Männern nicht einer sich zur Unterzeichnung herbeiließ, wurden alle nach verschiedenen Festungen abgeführt, wo sie die scheußlichsten Arbeiten verrichten mußten, während ihnen ganz kümmerliche Nahrung an Wasser und Brot zu Theil ward und ihre Weiber und Kinder wie Hunde von ihnen gestoßen wurden. Die Jesuiten Nie. Kellio und Joh. Beune zeichneten sich ganz besonders durch Grausamkeit aus, sie schleppten die Armen an den Haaren und drohten, sie auf die Galeeren zu verkaufen. 17 wurden endlich katholisch, die Majorität wählte Verbannung und 61 wurden zu 50 Kronen pro Mann auf die fpanischen Galeeren nach Neapel und Palermo verkauft. Alle mußten ein Zeugniß ausstellen, daß sie während ihrer Gefangenschaft mit Milde und Menschlichkeit behandelt worden seien. Als der Orden in höchster Blüthe stand, erhob sich der allgemeine Widerwille gegen denselben, Völker und Fürsten forderten seine Aufhebung, welche endlich auch durch Papst Clemens XIV. erfolgte. Letzterer unterzeichnete die Bulle, indem er sprach: „Hiermit beurkunde ich mein Todesurtheil", und als er kurz daraus starb, glaubte man, daß er vergiftet worden fei. Der Orden existirte jedoch nach feiner Aufhebung noch fort und wurde sogar 1814 officiell wieder eingesetzt. Ein Papst hat ihn aufgehoben, ein Papst hat ihn wieder eingesetzt. Das Urkheil, wer von beiden geirrt, gehört der Geschichte! Mit diesen Worten schloß Redner seinen Vortrag. —a—. • Geschichts-Kjalender. 7. April. 451. Die Hunnen unter ihrem Anführer Attila zerstören Mainz. 1348. Kaiser Karl IV. errichtet zu Prag die erste Hochschule des deutschen Reichs diesseits der Alpen. — An demselben Tage erklärt Kaiser Karl IV. auch Böhmen für ein Erdreich seines Hauses. 1415. Der heimlich aus Konstanz entflohene Papst Johann XXIII. hatte bei Friedrich von Oesterreich Aufnahme und Schutz gefunden, in Folge dessen am heutigen Tage gegen Friedrich die Reichsacht ausgesprochen und von den Vätern des Conciliums der Kirchenbann über ihn verhängt wurde. 1797. Erzherzog Karl von Oesterreich schließt mit Bonaparte zu Klagenfurt einen Waffenstillstand ab, welchem am 18. April der Frieden von Leoben folgte. 1799. Die Reichsdeputation erklärt den französischen Bevollmächtigten, nachdem der Vertreter des Kaisers eröffnet hatte, daß er an den Rastatter Friedensverhandlungen keinen weiteren Arttheil nehmen könne und ferner durch den Krieg die diplomatische Verbindung der französischen Gesandten in Rastatt mit ihrer Regierung unterbrochen werde, ja sogar die Sicherheit der Gesandten in Rastatt selbst nicht mehr verbürgt zu sein scheint, daß der Friedens-Con- greß aufgehoben fei. 1874. Wilhelm v. Kaulbach, berühmter Maler, stirbt in München. 1875. Der berühmte Dichter Georg Herwegh stirbt. Handel und Verkehr. Gießen, 6. April. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 0.90—0 95, Hühnereier 2 Stück 9—0 4, Enteneier St. 5—6 4, Käse pr. St. 5—8 4, Käsematte 2—3 4, Erbsen pr. Liter 21 4, Linsen 30 4, Tauben per Paar 0,50 bis 0,80 4, Hühner per Stück X 0.85—1.30, Hahnen pr. Stück X 1.00—1.50, Enten per Stück X 1.60—2.00, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 4, Kuh- und Rindfleisch 52—56 4, Schweinefleisch 54-60 4, Hammelflestch 50-66 4, Kalbfleisch 40—48 4, Kartoffeln per 100 Kilo X 4.00—4.50, Milch per Liter 12—18 4, Zwiebeln per Gentner X 7.50-8.00. Frankfurt, 5. April. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren 265 Ochsen, ca. 19 Bullen, ca. 351 Kühe und Rinder/ ca. 325 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 60—62, 2. Qual. X 56—58, Kühe und Rinder 1. Qual. X 54—56, 2. Qual. X 42—46 per 100 Pfund Schlachtgewicht, Kälber 1. Qual. 54—58 4» 2. Qual. 45—50 4 per 1 Pfund Schlachtgewiwt. Frankfurt, 5. April. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer X 18,00-18,25, fremder X 17,50-20,50, Roggen eff. hies. X 15.00-00,00, fremder X 14,50—14,75, Gerste effektiv hiesige und Wetterauer X 15,50—18,00, fremde X 00,00-00,00, Hafer eff. hies. X 13,50-14,25 fremder X 14,50-14,75. Zur gest. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen Auskunstsercheitung über Inserate rc. können w'.r nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigclezS (ft. Heber Inserate bezüglich deren Offerten ein-urevcken sind, ist die ze. keinerlei Auskunftserrhenungen befugt. Offertenbriefe sind — soweit keine KAnimtsi oeaenthetticev Abmachungen a^rsffen wurden — in der Ervedition abrnbok-r, Kirchliche Anzeigen der cvsngrl. Gemeinde. Mittwoch, den 7. April, Abends 6 Uhr, 5. Passionsandacht, Pfarrer Dingeldey. '"SK- mt*1 cLogiii16. $ Je»*'’»n * x'Kk- 9* versteigert- ß Ans bckgt-" “c Wjettbe gi*n « 5 realster gelöscht-, •1 Herz N in 2 .'DM- MK' Lumda- 3 Kasper Enders 4 , Löb ebelmutl); fj. Gerhard Schnei tz. Löb Löwenberg Mormelstein & hauien- 8: Joseph Stern 9. Rasael Stern 10. Bertha Katz in 11. Seligmann Kaj 12. Helm Hinterl Buseck. 13. Gustav Kohnke 14. Karl Horn zu 15. Karl Schmitt D 16. M Aeünch 17. Ms Höchster, Sunibü. 18. Simon Glück ju Lumda. 19. Eberhard Haas 20. Simon Grünem Buseck. Gießen, den 25. A Großh. Amtl MüllI Belmm Die HolzversteigeI M il chl in g'scheu A Dom 29. v.M.ist ß Zahltag wird aus» M- bestimmt. I Dreis a. L-, aml q,, Ke» Frh- v. Milchling)'! Krstliche Ol v°n AÄ sHl >.‘sr51 - I ÄS :LG8 ntoÄy »d U°z M-« «taita'U »fa »nb m Mtr und der ?L^^ber- 5 "ch zur Toleram 5 I Aeichivoren hätte ^Plung und Der! fe* feinet Mojm man 250 J°n Katholiken ge.- 'brnen Brieses als I Wtti and) ' Mlie fdmjtlidj eietz gematz verhört ' or Publikation des ' 'lb.iuhrung und ein ^Eüles Reverses, ; Wochen das Vater- *6< zu befassen, berbeilicB, wurden Arbeiten verrichten Mi> Brot zu Theil wttrden. utz besonders durch lohten, sie auf die mg und 61 wurden und Palermo ver- Gefangenschast mit gemeine Widerwille welche endlich auch rmit beurkunde ich daß er üergifte; wurde sogar 1814 ft hak ibn n’ieber sie', tfllit Mrr ; iä deutschen Reichs aiser Karl IV. auch II. hatte bei Zried- n Folge dessen am ichm und von den igt wurde. iu Klagenfurt einen' jeden von Leoben itigten, nachdem der Rastatter Friedens- tb ferner durch den sandten in Rasta rbeit der Gesandten der Friedens-Con- j Sutter per M Jtfo As LZ "Ä öoo, sr* -li-o-ss-- inde. sionsa K k-t* ti ?e ^nrt .’jXw0”* ,w‘j*L-S^ Bekanntmachung. Freitag den 9. dS. Mts., Nachmittags 2 Ubr, werden im alten Rathhause dahier die an Grobherzogliches Polizeiamt Gießen abgelieferten gefundenen, von den Verlierern binnen der gesetzten Frist nicht reclamirten Gegenstände, darunter goldene Ringe, Medaillons, Portemonnaies, Cigarrenspitzen, Uhrketten, Armspangen, Schirme rc. zu Gunsten der Armenkaffe gegen Baarzahlung Versteigert. Gießen, den 6. April 1886. Großh. Bürgermeisterei Gießen. __________A. Bramm.______2629 Bekanntmachung. Betr.: Revision des Firmenregisters. Aus befugten Antrag sind heute solgende Firmen im hiesigen Firmenregister gelöscht: 1. Herz Katz in Steinbach. 2. Jsak M. Wetzstein in Treis a. Lumda. 3. Kasper Enders in Reiskirchen. 4. Löb Edelmuth zu Reiskirchen. 5. Gerhard Schneider in Wieseck. 6. Löb Löwenberg in Reiskirchen. 7. Mormelstein 2 Drummern. Preis 'S wfä W vierteljährlich 3L 1,25 ÄÄÄÄ — 75 Kr. Jährlich erscheinen: B ■ B 24 Nummern mit Toi- B B B letten u. Handarbeiten, J ■ enthaltend gegen 20M w W Abbildungen mit Beschreibung, welche das ganze Gebiet der Garderobe und Leibwäsche für Damen, Mädchen und Knaben, wie für das zartere Kindesalter umfassen, ebenso die Leibwäsche für Herren und die Bett- und Tischwäsche rc., wie die Handarbeiten in ihrem ganzen Umfange. 12 Beilagen mit etwa 200 Schnittmustern für alle Gegenstände der Garderobe und etwa 400 Muster-Vorzeichnunaen für Weiß- uud Buntstickerei, Namens-» Chiffren rc. Abonnements werden jederzeit angenommen bei allen Buchhandlungen und Postanstalten. — Probe-Nummern gratis und franko durch die Ervedition, Berlin W. Potsdamer-Straße 38; Wien I, Cpems gaffe 3. zlüliBä Täglich frische 2545 Backfische. SJÄÄSS Akademisches Hospital. terinnen Beschäftigung. Ein starkes Dienstmädchen für die Gcbr. Homberger & Söhne. Küche gesucht. 2470 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme mährend der Krankheit und Beerdigung unserer unvergeßlichen Tochter, Schwester, Schwägerin, Tante und Braut Thekla Lang sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden sagen mir allen und insbesondere dem Herrn Pfarrer Naumann für seine trostreichen Worte bei der Ruhestätte unseren tiefgefühltesten Dank. Gießen, den 5. April 1886. 2611 Die trauernden Hinterbliebenen. ’ < . • .. • ' ' ' " . - ■ Justus Kreiling nebst Familie. Die Beerdigung findet statt Donnerstag, Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause, Nr. 4 auf der Bach. 2618 Gestern Aoend 10 Uhr verschied nach langem Leiden Frau Christi Areilmg geb. Pimper was wir Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Theilnahme anzeigen. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei lFr- Ehr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält 2 Blätter. qsti .atilWen, ***J oft Dankten sonaltst die bke: ? SSwg!" tK 101 Msid im Seionberen. Red' des Ag- San der deMnßmigel mb Theil au mhize unb objicfat tiunj des Sociaiifttr faltige Mm geti gelange aber hierb m eine große Al Wellungen gchand rament der Gallon belgischen Vorganze langen Bamberger'! weis gewidmet, dak ihrer Losung durch der gewünschte Erso ordnete für Alzey-E um eine dauernde i Lage der atteiben A W rruedech allgmeiit ohaitenb? fi#e Kwegung eittj versuche doch immer Wütens schon Bekam es natürlich der Abg. des Urßenrnordes, \ tereßant war, daß Staatsmann noch g ihrem inneren fieinl unter einem Staats^ lM schließlich In J E Lerlcingerung 1 Mmng mit ißgl Noritit setzte fiffl ralen unb 23 §enl ru/einer Partei J 3«. Bemer« «rums-AbgeorM britte Sefung I ein ] «nsgesehes J W und wird dal DieneuenI ’ lDtn iibtrbaunt I ShcfiJ S** «lä"l feil