M. SG ZweiLss Blatt Sonntag den T März 1860 (f)i,d)ciicr Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. t Schulstraßs 7. 11111 iiicaaata Erscheint tSglich mit »nsn«bme des Montag». tret» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit BttngsrLvG» >urch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. Wochen - Uebersicht. Gieße«, 6. März. Unter dem Eindrücke der Polen-Verhandlungen des preußi- 'i6en Abgeordnetenhauses und zuletzt auch des Herrenhauses vollzog sich der Uebsrgang aus der vorigen in die jetzige Woche. Namentlich die Rede d-S neuen HerrenhauS'MitgliedeS, des Bischoss Dr. Kopp, hat wegen ihrer unge- mein sriedlichen Tendenzen, die einen offenbaren Gegensatz zu der fielen Kamps- bereitschaft des CentrumS bekunden, weithin Aussehen gemacht und in allen Kreisen, in denen man ausrichtig eine Verständigung zwischen der preußischen Regierung und der römischen Kurie wünscht, große Befriedigung hervorgerusen. Dagegen wird die Rede des Fuldaer Bischofs von den leitenden klerikalen Preß- organcn mehr oder weniger heftig angeseindet und leiilete namentlich die Bonner „Deutfche ReichS-Ztg." hierin Uebcrraschendes. Das Bialt schreibt u. A.: „Die Ueberzeugung des Herrn Bischofs scheint uns im diametralen Gegensätze zu der großen Majorität feiner Glaubensgenossen zu stehen", und «eiter: „Diebischöfliche Herrenhaus-Rede war fein erdacht, gewandt und sehr diplomatisch, aber ihr Eindruck war nicht für uns, sondern gegen uns. Sollte es aber wahr fein, daß Bifchoi Kopp, wie er selbst andeutet, als Unterhändler in der kirchen- politischen Gesetzvorlage ausersehen sei, so fürchten wir sehr, daß er durch feine Polenrede beim katholischen Volke ein großes Stück Vertrauen eingebüßt haben wird." Das spiegelt die eigentliche Stimmung in einem gewißen Theite der klerikalen Presse wider, trotzdem steht zu hoffen, daß Bischof Dr. Kopp, welcher als Vertrauensmann des Papste« gilt, mit seinem versöhnlichen Auftreten unge- achtet solcher Angriffe, den erwünscht, n Erfolg haben wird. Von den letzteren mar auch «uf dem am Dienstag beim Reichskanzler stattgefundenen parlamen- iarisch-n Diner die Rede und bemerkte hierbei Fürst Bismarck, man dürfe sich von den Anfeindungen der bezeichneten Art nicht beirren laßen, müße dieselben vielmehr mit Nichtachtung strafen. Vorläufig werden indeßen dar Jntereße an dem parlamentarischen Hervortreten der Fuldaer Bischof« wie auch an dem ferneren Verlaufe der Polenfrage im preußischen Landtage vor der General- discusfion über die finanziell wie politisch wichtigste Vorlage, welche dem Reichstage wohl feit Jahren ^gegangen ist, über den Branntwein-Monopol-Entwurf, wieder zutrücktreten müßen. Die am Donnerstag begonnene erste Lesung desselben dürfte jedenfalls auch noch die b.iden folgenden Sitzungen voll in Anspruch genommen haben und da bestimmt verlautete, daß auch Fürst Bismarck in den Gang der Verhandlungen eingreifen würde, so dürfte deren Verlauf wohl der großen Spannung entsprochen haben, mit welcher man allseitig den bezüglichen Debatten entgegenfaij und welche Spannung ja auch schon durch die vorliegende Materie an und für sich gerechtfertigt erschien. Da« preußische Abgeordnetenhaus ließ in seinen Sitzungen trotz der Debatte über das Branntwein-Monopol im Reichstage keine Unterbrechung eintreten. Allerdings stieß am Mittwoch nach Erledigung ,ber Tagesordnung ier Vorschlag des Präsidenten, am Donnerstag in die zweite Berathung der Kreis- und Propinzial-Ordnung für Westfalen einzutreten, auf energischen Widerspruch von Seiten der Freisinnigen, indem von dieser Seite auf die Wichtigkeit der gleichzeitigen Berathungen im Reichstage aufmerksam gemacht wurde, dennoch blieb es schließlich bei dem Vorschläge des Präsidenten. Das wichtigste Wochen-Ereigniß auf dem Gebiete der auswärtigen Politik wird unstreitig durch den am Mittwoch in Bukarest erfolgten Friedmifchluß zwischen Serbien und Bulgarien repräfentirt. Der Vertrag enthält bekanntlich nur einen einzigen Artikel, welcher die Wiederherstellung der Beziehungen, wie sie zwischen beiden Staaten bis vor Ausbruch des Krieges bestanden haben, ausfpricht. Von einer Kriegsentschädigung ober einer Gebiets- Arrondirung ist keine Rede, auch de» von Serbien geforderten Handels-Ver- trage« mit Bulgarien wird mit keiner Sylde Erwähnung gethan; hierüber sollen besondere Verhandlungen eingeleitet werden. Der Abschluß des Friedens wurde in Sofia durch ein feierliches Tedeum in der Kathedrale gefeiert; außerdem ist eine Proklamation des Fürsten Alexander erschienen, welche den Bul- garen und den Rumelioten für ihre bewiesene Vaterlandsliebe und bte von ihnen in schwerer Zeit gebrachten großen Opfer dankt. Weiter erinnert die Kundgebung an die Wohlthaten des Sultans, welcher das der Regierung des Fürsten anvertraute Gebiet vergrößerte und spricht schließlich die Hoffnung aus, das Volk werde stets seiner Vergangenheit würdig bleiben. Gleichzeitig fand in Sofia eine religiöse Feier statt, zur Erinnerung an den gerade vor 8 Jahren zu Stande gekommenen Abschluß des Vertrages von Stan Stefano. — Mit der Unterzeichnung des serbisch'bulgarischen Friedens-Vertrages ist wenigstens die eine der Fragen gelöst, welche zusammen das verwickelte Orient-Problem bilden. Die anderen Setten deffelben, das türkisch-bulgarische Abkommen und die griechisch-türkische Frage, werden nunmehr noch allein im Vordergrund stehen. Doch gilt es hinsichtlich des türkisch - bulgarischen Abkommens als höchst wahr- scheinlich, daß sich die Großmächte über eine vorläufige provisorische Annahme deffelben einigen werden. Nur der griechische Zwischenfall wird wahrscheinlich noch etwas länger von sich reden machen, da die Haltung Griechenlands noch keine Spur von Nachgiebigkeit gegenüber den Wünschen der Mächte, aufzuweisen hat. _ , .. . . Aus Oesterreich ist als em Erergmß, an welchem dre gesammte Bevölkerung des Kaiserstaates den freudigsten Antheil nahm, die am Sonntag in der Wiener Hofburg mit großer Pracht gefeierte Vermählung des Erzherzogs Karl Stephan mit der Erzherzogin Maria Theresia hervorznheben. — In den Sitzungen des österreichischen Abgeordnetenhauses ist am Freitag eine vierwöchentliche Pause eingetreten. In Frankreich bilden einerseits die Kammerverhandlungen über die Prinzenausweisungsfrage, anderseits die Arbeiterbewegung in Decazeville die augenblicklich am meisten besprochenen Tagesthemata. Jene haben am Donnerstag ihren Anfang genommen und liegen ihnen der radicale Antrag Duch6 auf unbedingte und der von den gemäßigt republikanischen Kammerelementen eingebrachte Antrag Rivet aus bedingte Ausweisung der französischen Thronprätendenten zu Grunde. Es wird hierbei ohne Zweifel scharf hergegangen sein, doch gilt die Annahme des Rivet'schen Antrags, mit dem sich auch das Ministerium Ferry einverstanden erklärt hat, als unbedingt sicher. Was die Arbeiterbewegung in Decazeville anbelangt, io werden die Minenarbeiter in diesem Orte nur durch die Anwesenheit der Truppen von ernsten Ausschreitungen abgehalten, da die Gesellschaft, welche die dortigen Kohlenfchächte besitzt, erklärt hat, die Forderungen der Arbeiter nicht bewilligen zu können. Die Situation ist daher nach wie vor kritisch, um so mehr, als Emissäre des socialdemokratischen Pariser Revolutionsclubs unter der Arbeiterschaft wühlen. , r , c. . Die politische Lage Spaniens bietet zur Zett em befriedigendes Bild. Sagasta dürste trotz seines amtlichen Schreibens an die Gouverneure, die Entschließungen der Wähler in keiner Weise beeinflussen zu wollen, eine durchschlagende Cortesmehrheit erhalten und dementsprechend würden also die Zorrillisten und sonstigen republikanischen Parteien bei den Corteswahlen eine entschiedene Niederlage erleiden. Die Chinesenfrage, welche die Vereinigten Staaten Nordamerikas schon seit geraumer Zeit bewegt, hat den Präsidenten Cleveland zu einer Botschaft an den Congreß veranlaßt. Dieselbe bezieht sich aus die Entschädigungsansprüche, welche von der chinesischen Negierung wegen der, in Nordamerika gegen die Chinesen verübten Gewaltthätigkeiten bei der Washingtoner Negierung erhoben worden sind. Präsident Cleveland schlägt nun vor, die Verantwortlichkeit der amerikanischen Negierung für diese Gemaltthätigketten abzulehnen und damit auch die Zahlung der chinesischerseits geforderten Entschädigungssumme zu verweigern. Mit diesem Bescheide wird man sich in Peking schwerlich zufrieden geben. — dem ganzen Ostseegebiet herrscht strenge Kälte. Die Rhede von Rigaist stundenwett mit starkem Eise bedeckt und aus Gothenburg wird J)cm „Hamb, ft. nom 27 D Maemeldet daß die Schifffahrt in den Echteren und Buchten längs der Westküste Schwedens geschlossen. Das Hafengebiet von Gothenburg wird mittelst Sis- brecher^offen geöltem atn L b. M. in fast ganz Großbritannien und Irland witthete, liegen Zahlreiche Berichte vor In vielen Districten war der Schneefall ?o stark daß alle Arbeiten im Freien eingestellt werden mußten Auf den wallrsttcken Eisenbahnen wurden Züge cingeschneit, deren Passagiere lstoßeo Ungemach zu eUeiden hatten. Selbst auf den großen Hauptbahnen wurden durch das Unwetter ernste Der- Das hässliche Glück. Mit aufrichtiger Freude begrüßt jeder rechte Volksfreund solche Unternehmungen, kleine oder große, die darauf berechnet sind, Schäden und Uebelstände tm Familienleben ru beseitigen. Das Familienleben und das Haus ist ja das Fundament des weiteren Gemeinde- und Volkslebens; ein gesundes Familienleben tragt wesentlich zur Wohlfahrt des Gemeinde- und ganzen Volkslebens bei. Heute mochten wir die Aufmerksamkeit unserer Leser auf ein scheinbar geringes, in Wahrheit aber bedeutungs- volles Unternehmen des in München-Gladbach bestehenden Verbandes „Arbelterwohl 'enken. In dieser Stadt besteht ein Arbeiterinnen-Hospiz, in dem die Zoglmge Obdach und Pflege erhalten. Die Leiter der Anstalt haben fett Jahren den Uebelstand schwer empfunden, daß die jungen Arbeiterinnen, weil sie Tag für Tag in den Fabriken arbeiten inüssen, nichts von der Verwaltung eines Hauswesens lernen und somit sich nicht die Fähigkeit erwerben, in der Ehe als Frau und Mutter ihre häuslichen Pslichten zu erfüllen. Bald waren sie entschlossen, für die Einwohner des Hospizes und die Hunderte von Mitgliedern des dasigen Arbeiterinnen-Verems emen vollständigen Haushaltungs-Unterricht einzurichten. r . , _ < . .. Seit einer Reihe von Jahren nun wird in einer besonders dazu eingerichteten Lehrküche an 6 Mädchen Unterricht in der Zubereitung von Speisen ertheilt, wahrend andere Fabrikarbeiterinnen tut Bügeiiimmer die Behandlung der Wasche lernem nachdem sic vorher einen Kursus im Stricken und Nahen dnrchaemacht Habern, Diese Einrichtung hat sich iresflich bewährt; doch stellte sich bald das Bedürfnis nach entern Leitsätzen heraus, in dem das jum häuslichen Gluck einer Arbeiterfamilie Notlüge klar und Jedermann verständlich zusammengefaßt wäre. Dies Buch sollte den Arbeiterinnen in den freien Stunden jur Belehrung und Unterhaltung dienen und wenn sie heirathen, sollten sie daran einen Halt und Rathgeber für die Ersullung ihrer häuslichen Pflichten haben. Ein solches Buch ist nunmehr unter dem Titel „Das häusliche Gluck erschienen und hat in kurzer Zeit bereits zwölf Auflagen erlebt. Die Vorsteherin des Hospizes ein Arzt und andere Sachverständige haben das Buch zusammengestellt und der Verband „Arbeiterwohl" hat es nach geschehener Prüfung von Seiten emer fach- verständigen Eommission herausgegeben. Das Buch ist trefflich gelungen und verdient die weiteste Verbreitung. Jeder Fabrikant, der jugendliche Arbeiterinnen beschäftigt, jede ^Herrschaft ^sollte ihrem^ in Re Ehe, tötenden Mädchen dies Buch ium Wen machen Auf 211 Seiten ist für den geringen Preis von einer Mark alles für ote Verwaltung einer Arbeiter-Häuslichkeit Nöthige zufammengestellt. Nach emeni treff teben Worte eines Seelsorgers über die Vorbedingungen des häuslichen Glückes handelt die erste Abtheilung von der Wohnung, die zweite von der Nahrung, die dritte von der Kleidung und Wäsche. Schließlich wird eine specielle Anleitung zum Kochen gegeben und werden 118 Recepte für eine Arbeiterküche mitgetheilt. . ß . Wir schließen mit dem Wunsche: Wie die kleinen Ksrallenthierchen mr der Ent stehuna neuer Inseln bauen, so möge diese unscheinbare Schrift an ihrem Tberle Mitarbeiten an der Neubildung der Familie und Gesellschaft, am Wohle des Ar beiter standes, an der Wiedergeburt der Nation.____ kehrsstockungen verursacht. Der Sturm wüthete auch mit großer Heftigkeit an den Küsten und hat zahlreiche Schiffsunfälle zur Folge gehabt. Der atlantische Dampfer „Missouri", der unweit Holyhead strandete, ist noch nicht wieder flott gemacht worden; es befinden sich aber keine Passagiere an Bord und den neuesten Berichten zufolge schwebt das Schiff in keiner Gefahr. In Rord-Lancashire war der Sturm der heftigste, der dort feit vielen Jahren dagewesen. In Blackpool, Lytham und St. Annes-on-Sea hauste der Sturm mit solcher Gewalt, daß an eine Fortsetzung des Geschäftsverkehrs nicht zu denken war. In London hielt der Schneefall fast den ganzen Tag an, allein der Schnee schmolz rasch, wodurch die Straßen in Moräste verwandelt wurden. London, 28. Februar. Ein Revolver-Journalist Namens Webber, der in einem Lokalblatte mehrere Damen in Ryde auf's Gröblichste verleumdet hatte, wurde in Winchester zu vier Monaten Zwangsarbeit, Lstr. 150 Geldbuße und Stellung einer Caution von Lstr. 200 auf fünf Jahre verurtheilt. Der Richter sprach sein Bedauern darüber aus, daß er ihn nicht durchpeitschen lassen könne, da eine Ehrabschneiderei, wie der Angeklagte sie systematisch betrieben habe, schlimmer sei als Mord. Farbige und fchwarzfeidene G-renadines 1,55 ver Dketer bis 14.80 H (in 10 verschied. Qual.) vers ' v in einzelnen Roben und Stücken zollfrei in's Haus das Seidenfabrik-D6pöt 6 Henneberg (K. u. K. Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 H Porto. ' 729 Allgemeiner Anzeiger. Holzversteigerung I im Steinbacher Gemeindewald im Distrikt Embach und Ameisekopf. Mittwoch den 10. März, von Morgens S Vr Uhr an, sollen versteigert werden: 20 Nm. Eichen-Werkscheitholz, 5 „ „ Knüppel, 5360 Durchforstungs-Wellen, 9 Nm. Nadel-Scheitholz, 59 „ „ Knüppel, 54 „ „ Stöcke, 6300 Reisholr-Wellen. Bemerkt wird, daß sich das Eichen- Scheitholz sehr gut für Glaser und Küfer eignet. Der Anfang und die Zusammenkunft ist um die bestimmte Stunde im Ameisekopf, am Appenröder Feld, hiernach Fortsetzung in der Embach. Donnerstag den 11. März, von Morgens 10 Uhr an, kommt im District Helgenwald und Seeheck zur Versteigerung: 44 Rm. Buchen-Scheitholz, 46 „ „ Knüppel, 26 „ „ Stöcke, 1650 Vuchen-Wellen, 26 Rm- Eichen-Knüppel, 20 „ „ Stöcke. 1890 Durchforstungs-Wellen, 11 Rm. Nadel-Knüppel, 13 „ „ Stöcke, 3200 Neisholz-Wellen, 62 Eichenstämme von 15—42 Ctm. Durchm., 4—13 Mtr. Länge, 35,40 Festm., 16 Buchenstämme von 27—38 Ctm. Durchm., 5—10 Mtr. Länge, 9,92 Festm., 74 Fichtenstämme von 15—36 Ctm. Durchm-, 10—16 Mtr. Länge, 19,84 Festm-, 89 Fichten-Derbstangen, 235 Fichten-Neisstangen. Bemerkt wird, daß sich die Eichenstämme sehr gut zu Eisenbahnschwellen und Wagnerholz eignen. Der Anfang ist am Brennholz um die bestimmte Stunde am Eingänge des Waldes nach Steinbach zu, Mittags 1 Uhr bei der Lehmkaute am Bauholz. Steinbach, am 3. März 1886. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. Krämer. 1601 Bekanntmachung. Im Auftrag der Frau El. Sänger, Försters - Wittwe zu Winnerod, sollen bei der auf Dienstag den 9. März l. I., Morgens 9 Uhr an- sangend, im Forsthause daselbst anberaumten Versteigerung nur Rindvieh, Heu, Dickwurzel« und Kartoffeln zur Versteigerung kommen, und lade Steigliebhaber hierzu ein. Bersrod, den 4. März 1886. 1603 Bücher, Bürgermeister. Polstermöbel Stühle, Spiegel, Bettvorlagen, Nouicanx, Wachs-Ledertuche empfiehlt 511 W. Kutzschrad, Tapezier, Kaplanrzasse 27. Montag den 8. d. 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Hermann Enler. 1570 Die Wohnung im 2. Stock, Frankfurter Straße Nr. 37 — 6 Zimmer mit allem Zubehör — (auf Wunsch können einige Zimmer im 3. Stock zugetheilt werden) ist, wegen Wegzug des jetzigen Miethers, zu vermiethen und am 15. Juni er. (event. auch früher) zu beziehen. Nies, Obergüterinspector. 1518 Ein kleines Stübchen mit Küche an eine einzelne Person zu vermiethen- Daniel Nir hl W we. 1448 Zwei freundliche Wohnungen, sofort beziehbar, zu vermiethen. H. g. Allendörser, Frankfurterstr. 88. 1366 Ein kleines Logis im Hinterhause zu »ermiethen bei S. Elsoffer. 1195 Eine Wohnung, 3 bis 4 Zimmer im abgeschlossenen Vorplatz, mit Küche u. Speisekammer, sowie sonstigem Zubehör, auf ssgleich oder später zu vermiethen. Näheres in der Exped- d- Bl. 970 Ein schönes Mansardenlogis zu »ermiethen. Näheres iu der Exp. d. Bl 1091 Eine schöne Wohnung, Beletage, bestehend aus 6 Zimmern, Küche rc., zu »ermiethen; auch kann die Wohnung bis zu 9 Zimmern ergänzt werden. Näheres in der Exped. b- Bl._____________________ 31 Der mittlere Stock meines Hauses, Südanlage 4, ist per 1. Mai anderweit zu vermiethen. I» Alker. 1362 Ein möblirtes Parterre-Zimmer mit Pension zu vermiethen. __Liebigstraße 13. 1421 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethew Ederstraße 3. 1470 Zwei möbl. Zimmer an einen auch zwei Herren zu verm. Asterweg 9. 1585] Möbl- Zimmer zu vermiethen. Oswaldsberg 41, H. ”676 Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen. Wallthorstraße 5- 146t Grünbergerstraße 18 sind zwei ineinandergehende Parterre - Zimmer für einen oder zwei Herren, auch ein Mansardenzimmer zu vermiethen. Gemäß ministerieller Verfügung von 1866—68—69—70 wird am 15. März 1886. unter den gesetzlich vorgeschriebenen Formalitäten die neue monatliche Ziehung stattsinden der , Italienischen Loos-Anleihen, versehen mit deutschem Neicksstemvel. Jede dieser Anleihen ist garantirt durch die Güter der größten Städte Italiens, Bari, Barletta. Mailand, Venedig, mit 500 Ziehungen, welche abwechselnd und regelmäßig an bestimmten Zeitpunkten vorgenommen werden mit 300 000 Gewinnen von Mark 1600 000. Mk. 800 000, — Mk. 400 000; ferner Mk. 200 000, — Mk. 80 000. — Mk. 40 000. — Mk. 16 000, — Mk. 8000 etc. etc. zusammen ca. 53 Millionen Mark bildend, die voll in klingender Münze unter strengster Discretion an die glücklichen Gewinner, aus Wunsch auch an deren Wohnplatz, ausbezahll werden. — Von den vorerwähnten 5C0 Ziehungen findet jeden Monat eine Ziehung unwiderruflich statt an den in den Original-Obligationen angegebenen Daten. Letztere enthalten übrigens in drei Sprachen alle nölhigen Aufklärungen. — Jedem Abnehmer von Obligationen wird eine Prämie von mindestens Mk. 48. , die möglicherweise eine Höhe von Mk. 1660 000 erreichen kann, garantirt. Die verauslagten Summen sind übrigens unter keinen Umständen verloren, sie werden zurückerstattet, da jedem Loosbesitzer die Rückzahlung von Mk. 184 für den Ankaufspreis und Mk. 48 als kleinster Gewinn garantirt wird. — Die definitiven Original-Obligationen, versehen mit Unterschrift und Siegel der Eommunalbehörden von Bari, Barletta, Mailand und Venedig, welche an allen monatlichen Ziehungen thcilnchmen, werden gegen baar zum Totnl- prcis von Mk. 148.- abgegeben. Dieselben Prämienloose sind auch zu erwerben gegen Natenzahlungen zum Preise von Mk. 232.— wie folgt: Bei der Sub- scription Mk. 16. und den Nest von Mk. 216.— in 27 sehr bequemen Raten von Mk. 8. - in der ersten Woche jeden Monats, vom 20. Mai 1886 ansangend, zahlbar. — Gleich nach erfolgter Anzahlung von Mk. 16.— nimmt der Abnehmer ausschließlich für sich an der Ziehung vom 15. März 1886 Theil, ebenso an allen solgenden, und in derselben Weise, als ivenn er den Betrag voll einbezahlt hätte. Größere Gewinnchancen sind tvohl nie geboten, namentlich wenn dabei in Betracht gezogen wird, daß die eingezahlten Gelder nie verloren werden können. Die oben angeführten Gewinnchancen erhöhen sich noch dadurch, daß der Per- loosungsplan der Prämienloose von Bari und Barletta sehr interessant eingerichtet, indem bei diesen Loosen Gewinnziehungen und Amortisationsziehungen stattsinden. Jedes Loos spielt demnach so lange in allen Gewinn- ziehungen mit, bis dasselbe durch eine Amortisationsziehung zur Tilgung aus- qeloost wird. — Demnach kann ein und dasselbe Loos in 600 Ziehungen mit- spielen und 600 mal gewinnen, also 600 Haupttreffer machen, die .zusammen über 8 Millionen Mark betragen und ist noch immer vollgültig, wenn es inzwischen nicht durch eine Amortisationsziehung ausgeloost wird. Die Beträge für die bestellten Loose müssen pr. Post-Anweisung vor dem 14 März eingesandt werden an die Bank Fratelli Groce fu Mario m Genua (Italien). Ziehungslisten erhält jeder Loosbesitzer gratis. Postzeit zwischen Genua nnb Deutschland ca. 40 Stunden. 1637 Rationalliberaler Verein. Moimtsversammlung Samstag den 6. März 1. -7., Absads 8 Uhr, im Saale des Lenz'schen Felsenkellers. Nottrag des Herrn Realgymnasialdirectors Noduagel: „M preußische Verfassungsconflict in den Jahren 1862—1866". 1574 Gießen, den 4. März 1886. Der Dorstand. Gesdiafis-üinpfelilnn^ Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich dahier unterm Heutigen ein Decorationsmaler-, Lackir-, Weissbinderund Stuccateur-Geschäft errichtet habe. — Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, durch äußerst geschmackvolle, dauerhafte und preiS- würdige Arbeit alle mir aütigst ertheilt werdenden Aufträge zur vollsten Zufriedenheit auszuführen. Achtungsvoll Philipp Hohmeier, 1423 Sonnenstraße 11. 1277 Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Pension zu vermiethen. Bleichstraße 4. 989 Ein fein möbl. Zimmer zu ver- miethen. Auguste fyrieffe, Neuenweg 4. 1591 Ein Mansardenzimmer, möblirt, zu vermiethen. Näheres Seltersweg 35. 1615 Ein schön möbl. Zimmer billig vermiethen. Frankfurterftrabe 23. 1515] Kneiplocal zu vermiethen. _______ Stadt Cassel. 716 Eine geräumige Werkstatt mit 2 Böden, sowie ein Familier.logis per 1. April l. I., zusammen oder getrennt, zu vermiethen. Carl Heil, Schloßgaffe. vermischte Zn,zeigen. 1613 Ein Mädchen mit guten Zeugnissen, welches selbstständig kochen kann, wird auf 1. April zu mietben gesucht. _________________________Westanlage 21. 1607 Einige kräftige Arbeiter finden dauernde Beschäftigung bei Andr. Euler. Strvhhüte werden nach neuesten Muster-Vorlagen zu billigsten Preisen gewaschen, gefärbt und sa^onirt. 1465 A. Fangmann. > B $ n HW F S s a tL L V a W - - ■jgyy- Mit den neuen Schnelldampfern des Norddruischkn Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika machen. Näheres bei dem General-Agenten Chr. Emil merschow, tofTewfoach a. M 9 und dessen Agenten: 479 I. M. Schulhof, Gießen. Möbeltraneport von J. Kessler, Canzlciberg 9. 1216 Die neuesten Muster, nach denen Damen- und Mädchenstroh» hüte für 60 bis 80 Pfg. gewaschen, gefärbt und moderniftrt werden, find eingetroffen «. werden Umänderungshüte jetzt schon angenommen. Auch werden die feinen Farben, wie: nielgrün, beige, tabock, gold re., hergestellt. _______Albert Hehrfd Unterzeichneter empfiehlt sich zum Wertigen von Garten- spalieren, Gartenhntten, Liefern von Banmstangen, Waschpfählen und sonstiger Zimmerarbeit. Hochachtungsvoll Eh. Fenster, Zimmermann, 1275 Liebigsstraße 65. Umzüge werden besorgt mit und thne Umladung und unter Garantie bei billigster Berechnung. 424 Zöpfe!!! Perrücken und Scheitel werden an- aefertigt, Perrücken und Barte per- liehen bei 397 Georg Petri Wwe, ________Friseur-Geschäft, Seltersweg 43. 1497] Aelteres Mädchen, in Küche und Haushalt erfahren, gegen guten Lohn, gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'sche« Druckerei Er. Ehr. Pietsch) in Gieße». Darmstadt, «MfS bin n*n der 4U MiMMNgenll Vereins versammelt, Ladens auch eine _ eine landimrtyW sä. M dm > «erbliche Enquete au Men kaum em qei nogenen mau die M die Organe der Lc 19 dieser Vereine hc 19 amtlichen Amber bestand der Gewerbe BMunMachwe timn mlanjende l und Ausjchnblnitglie scheiden, inwieweit Anlaß giebt. Berlin, 6. latente fieifeifeil Erschänungen an bt den Bewegungen roei fiiiier empfing heute rnle o. AlbedL Karlsruhe, Schlaf ohne Athembes fangen fino dem Chai Paris, K. 4 Lime zwischen OM - Der Menj ein Bretagner, heil gevesen, jetzt jedoch bereits öfter ausge •on dem Asfisengei Ms* morgen ylt 7 ’N Stimm 7™ m bet ei ®etbe nWilietj - Ä Di| ft !,”®«nb] Pari», 6. in Seijem ®aDoS Natt von Flasch Srttfetfc jm Ä kchnsißi h SBer^itete; । « >ß rnißgl zu spreng Hf, öie Deputi'rte Wlich gründliche Mk in Anger Zöllen, wo er mit 2*- N bet’ fW von