Nr. 82 Zweites Blatt Sonntag den 7. Februar 1686 U-^ MM I I W/ I JL !M / W I 'M III I Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bttreatt: Schulstraße 7. •. cwwfi„nt„,e Soa Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brtngervch«. Erschemt täglich imt Ausnahme deS MontagS. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Amtlicher Hheit. Betreffend: Die Nachfuchung der Berechligung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. Bekanntmachung. Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Diejenigen jungen erdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der esuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüsungs-Commisflsn nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthnm Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar deS Jakres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährige« Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April deS- selben Jahres zu erbringen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actensormat (nicht Bnestmpier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegede« wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeugniß; b. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Sr- klärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwillig während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten e. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; < das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung der Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwillige« während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien und Realschulen L Ord., sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz-Ordnung (I. Theil d« Wehr-Ordnung vom 28. Septbr. 1875 — Reg.-Bl. Nr. von 1875) ausgestellt sein müssen. und zu verpflegen; Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der SS 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Ersatz-Ord. verwiese«. Grobherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. eine am hat In un- des ist bis jetzt ohne besondere Zwischenfälle verlaufen und sind bereits eine ganze Anzahl von Etatstiteln erledigt worden. Selbst wenn aber die Etats-Verhandlungen in dem jetzigen ruhigen Tempo fortfließen sollten — was indessen kaum anzünehmen ist — so wiro das Haus doch noch geraume Zeit mit der Be- rathung des Etats zubringen müssen. — Im Reichstage sind am Mittwoch die Plenar-Verhandlungen nach mehrtägiger Pause mit der ersten Lesung des Gesetzentwurfes, betr. die Ausdehnung der Unfallversicherung auf die land- und forstwirthschastlichen Arbeiter wieder ausgenommen worden. Die Redner aller Parteien bekundeten ihre Sympathie mit dem Grundgedanken der Vorlage, doch wurden hierzu von Seiten des Centrums und der Deutsch-Freisinnigen schwere Bedenken gegen die Art und Weise der Ausdehnung der Unfallversicherung auf die genannten Arbeiterklassen geäußert, wobei namentlich hervorgehoben wurde, daß der Entwurf viel zu centralistisch sei, daß derselbe eine viel zu schwerfällige Organisation vorschlage und den Gemeinden zu große Lasten ausbürde. Schließlich erfolgte die Verweisung des Entwurfes an die VI. Reichstags-Commission; am Donnerstag trat das Haus in die zweite Lesung des Beamten-Unfallver- sicherungsgesetzes ein. Aus kirchenpolitischem Gebiete ist die Nachricht zu registriren, daß die signalisirte neue Kirchen-Novelle schon in nächster Woche im preußischen Landtage, und hier zunächst im Herrenhause, eingebracht werden soll. Daß der Papst sich über die neue kirchenpolitische Vorlage mißgünstig ausgesprochen haben soll, wie die „Germania" berichtete, erscheint schon deshalb nicht glaubwürdig, weil über den Inhalt der Novelle bis jetzt überhaupt noch nichts Bestimmtes bekannt war. Weiter verdient als eine erfreuliche Thatsache die Meldung hervorgehoben zu werden, daß Bischof Dr. Kopp von Fulda sich entschlossen hat, seiner Berufung als Mitglied des preußischen Herrenhauses Folge zu leisten. Ein deutsches Fürstenhaus ist in tiefe Trauer versetzt worden. Wie eine Depesche aus Cannes meldet, ist daselbst Erbprinz Leopold von Anhalt-Dessau am Dienstag Abend gestorben. Der Prinz hielt sich daselbst in Folge eines schweren Kehlkops-Leidens schon längere Zeit auf; doch sollte ihm die Genesung in dem milden Klima des südlichen Frankreichs nicht beschießen sein. Der Dahingeschiedene war am 18. Juli 1855 geboren und am 26. Mai 1884 mit Prinzessin Elisabeth von Hessen vermählt, aus welcher Ehe ein Töchterchen, Prinzeß Antoinette, entsprossen ist. Dem Reichstage ist die Denkschrift über die deutsch-französischen Beziehungen in Westasrika zugegangen. In derselben wird hauptsächlich die Mittheilung gemacht, daß die von der Hamburger Firma Fr. Colin gegründete deutsch.westafrikanische Gesellschaft mit ihren Erwerbungen in Senegambien unter französische Jurisdiction gestellt worden ist und daß ihr besondere Rechte und Vergünstigungen bewilligt worden sind. In Oesterreich hat die in dieser Woche nach mehrtägiger Unterbrechung wieder fortgesetzte Reichsraths-Session noch nicht viel Bemerkenswerthes gebracht. Es richtet sich Die Aufmerksamkeit daher vorläufig mehr aus die neuerlichen Ausgleichs-Conferenzen, die seit vorigem Sonntag in Wien stattfinden und bei Wochen - Ueberskcht. Gieße«, 6. Februar. 1. October d. Js. ablaufende Socialistengesetz auf 5 Jahre zu verlängern, auch dieses Thema nunmehr wieder zur öffentlichen Discusfion gestellt, einem Theile der Presse ist sofort die Vermuthung aufgetaucht, daß die erwartet frühe Einbringung des Antrages lediglich bezwecke, Die Auflösung Reichstages oorzubereiten, da in demselben eine Mehrheit für das Socialisten- gesetz doch nicht vorhanden sei. Dies ist jedoch eine sehr kühne Combination, denn die Einbringung des Socialistengesetzes war ja schon längst angekündigt. Heber die Berathungen im Vundesrathe über das Branntwein-Monopol erfährt man weiter nichts, als daß in den Ausschüssen besondere Commissionen zur Be- gutachtung der technischen und finanziellen Seite der Frage eingefetzt worden sind. Im Uebrigen ist bezüglich dieser Berathungen absolute Geheimhaltung Unter dem sich weithin äußernden Eindrücke der Polendebatten im preußischen Abgeordnetenhause vollzog sich der Uebergang aus der vorigen Woche in die jetzige. Das, was der Kanzler des deutschen Reiches über die Gesährlichkeit der polnischen Bestrebungen und die Nothwendigküt, denselben zum Schutze der deutschen Interessen im Osten einen festen Damm entgegen* zusetzen, geäußert, hat in allen wahrhaft patriotisch fühlenden deutschen Herzen ein lebhaftes Echo gefunden. Dasselbe äußert sich in Den zahlreichen Zustim- mungs Erklärungen, welche dem Fürsten Bismarck anläßlich seines mannhaften Eintretens für die deutsche Nationalität aus allen Theilen des Reiches zugegangen find und für welche sympathischen Kundgebungen der Reichskanzler öffentlich bereits seinen Dank ausgesprochen hat. Ein besonderes Interesse haben die Ausführungen des leitenden deutschen Reichskanzlers über die Polenfrage in Oesterreich erregt, was bei den mannigfachen Wechselbeziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich, dann aber auch in Anbetracht der einflußreichen Stellung, welche hier das polnische Element einnimmt, nur erklärlich erscheint. In Oesterreich äußert sich jedoch die Wirkung der Polenreden des Reichskanzlers in verschiedener Weise: Während sie auch hier bei einem Theile der deutschen Bevölkerung lebhafte Zustimmung gefunden und bei dem deutschen Club des Abgeordnetenhauses sogar zu dem einigermaßen überraschenden Entschluß geführt haben, den Fürsten Bismarck in einer besonderen Adresse zu beglückwünschen, geht durch die polnisch'slavische Welt des Kaiserstaates ein wahrer EntrüstungS- sturm, der aber nur zeigt, wie tief die Anklagen des Fürsten den PoloniSmus getroffen haben müssen. Ob die so verschiedene Auffassung über Wesen und Ziele des PoloniSmus, wie sie einerseits in den Berliner und anderseits in den Wiener Regierungskreisen obwaltet, auch ihren Einfluß auf die so innigen politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich ausüben wird, ist " Frage, die sich für jetzt wenigstens noch nicht beantworten läßt. Der dem Vundesrathe zugegangene Antrag Preußens, das beschlossen. Das preußische Abgeordnetenhaus hat sich nach den Polen- Verhandlungen der vorigen Woche wieder feinen eigentlichen Aufgaben zuge- —------------ . c - ~ n m wendet und am Montag die Specialberathung des Etats begonnen. Dieselbe J denen die Schaffung neuer Modalitäten für die Zucker- und die Petroleum- Steuer unerwartete Schwierigkeiten Hervorrufen; namentlich in der Petroleum- Frage collidiren die Interessen Oesterreichs und Ungarns. Die Verhandlungen dürften vielleicht nur durch das directe Eingreifen de- Kaisers zu einer Einigung führen. Die finanzielle Grundlage für die im Jahre 1889 in Paris projectirte Welt-Ausstellung ist nunmehr gesichert. Von dem auf 40 Mill. Frcs. bemessenen Garantie-Kapital werden 12 Millionen vom Staat, 8 Millionen Von der Stadt Paris und die übrigen 20 Millionen von einer Garantie- Gesellschaft ausgebracht. Die Cholera will Italien noch immer nicht verlassen. So werden neuerdings aus der Stadt Battaglia in Ober-Italien 11 Cholera-Todesfälle gemeldet, in Folge dessen die türkische Regierung für die Provenienzen aus Venedig abermals Quarantänemaßregeln anordnete. Im Czarenreiche regt sich die nihilistische Agitation wieder mehr als seit langer Zeit. Dieselbe scheint diesmal besonders im Königreich Polen ihren Sitz zu haben, denn obwohl erst kürzlich in Folge der Entdeckung einer weitverzweigten revolutionären Propaganda unter den polnischen Arbeitern zahlreiche Verhaftungen vorgenommen wurden, sind jetzt schon wieder Hunderte von Personen wegen nihilistischer Umtriebe verhaftet worden. Dieselben wohnten zumeist in Warschau und sind zum größten Thelle russischer Nationalität. Der Fürst von Montenegro ist am Mittwoch Abend, von Paris kommend, in Petersburg eingetroffen und vom Hose in auszeichnender Weise empfangen worden. General ä la suite Fürst Orloff-Denizoff war dem montenegrinischen Herrscher bis Wirballen, also bis zur preußischen Grenze, entgegengefahren und bleibt demselben während seines Petersburger Aufenthaltes attachirt. Von der Balkan Halbinsel liegen heute zwei bemerkenswerthe Nachrichten vor. Zunächst ist das türkisch - bulgarische Abkoinmen wegen Ost- rumeliens zur Thatsache geworden. Demselben liegt der Berliner Vertrag zu Grunde und überträgt die Pforte dem Fürsten Alexander die General- gouverneurswürde von Ostrumelien auf vorläufig fünf Jahre, während sich der Fürst zur Verteidigung der Türkei verpflichtet; außerdem bleiben gewisse Ortschaften in Ostrumelien der Türkei direct unterthänig. Letztere hat somit ihre Souveränetät über Ostrumelien unter bedingter Anerkennung der bul- garisch-rumeüschen Union vollständig gewahrt, nur fragt es sich, was die Großmächte zu diesem Abkommen sagen werden, das ihnen nach einem Vorschläge der Pforte auf einer neuen Conferenz zur Genehmigung unterbreitet werden soll. Wahrscheinlich werden sie gegen diese oder jene Bestimmung Einwand erheben, sonst aber glaubt man, daß die türkisch - bulgarische Convention im Allgemeinen die Genehmigung der Mächte finden wird. Die zweite Nachricht kommt aus Athen und besagt, daß Griechenland auch die zweite Aufforderung der Mächte zur Abrüstung mit dem Hinweis auf seine nationale Unabhängigkeit und Würde abgelehnt hat. Da wird denn freilich nichts übrig bleiben, als daß die in der Sudabai auf Kreta versammelte europäische Flotte den starrköpfigen Griechen mores lehrt. In Bukarest hat am Donnerstag die erste Sitzung der zu den serbisch-bulgarischen Friedensverhandlungen Delegirten stattgefunden. Die Verhandlungen werden im Gebäude des Finanzministeriums geführt. Vermischtes. Neu-Ulrichstein, 5. Februar. sMonats-Bericht der Arbeiter-Colonie pro Januar 1886.] Ultimo Januar waren in der Colonie arbeits-, resp. stellenlos ins- gesammt 100. Hiervon waren: Landw. Arbeiter 38, Bäcker 4, Beamte 2, Brauer 1, Buchbinder 4, Dachdecker 1, Former 1, Gärtner 3, Hutmacher 1, Kaufleute 2, Kellner 2, Korbmacher 3^Lehrer 1, Maler 5, Maurer 6, Messerschmied 1, Sattler 1, Schlosser 3, Schmiede 4, Schneider 4, Schuhmacher 6, Tapezierer 1, Tischler 1, Weber 4, Zimmerleute 1. Den Staaten nach kommen auf: Großherzogthum Hessen 42, Nassau 3, Thüringen 2, Baden 5, Bayern 4, Württemberg 2, Mecklenburg-Strelitz 1. Von Preußen auf die Provinzen: Brandenburg 4, Hannover 3, Hessen 14, Pommern 2, Westpreußen 1 , Schlesien 5, Rheinprovinz 9, Westfalen 4, Schleswig 1. Coburg- Gotha 1. Entlassen wurden im Laufe des Monats Januar 34. Davon gingen auf eigenen Wunsch 18, durch die Colonie in Stellung 8, durch eigenes Bemühen rc. 1, durch Entlassung 5, in ihre Familien 1, gestorben 1. Im Ganzen wurden seit Eröffnung der Anstalt ausgenommen 209 Kolonisten. Darmstadt, 3. Februar. Heute Abend tagte unter dem Vorsitz des Herrn Generalagenten Ph. Schnöder der Handelsverein für Darmstadt und Bessungen zur Beschlußfassung über das Branntweinmonopol. Nach einem anderthalbstündigen, sehr sachlichen und eingehenden Vortrage des Mitgliedes Langenbach wurde folgende Resolution des Vorstandes einstimmig angenommen: „Die Versammlung des Handelsvereins für Darmstadt und Bessungen erblickt in der Einführung eines Branntweinmonopols eine schwere volkswirthschaftliche Schädigung und beauftragt den Vorstand des Vereins in einer Eingabe an die Staatsregierung die gehorsamste Bitte auszusprechen, Großherzogliche Staatsregierung möge den Herrn Bundesrathsgesandten des Großherzogthums beauftragen, bei der Abstimmung sich dagegen ablehnend zu verhalten." — sDurch eine Lawine begraben.] Au» Amsteg meldet das »Thurgauer Tgbl." unter dem 20. v. M.: Gestern versuchte Vater Johann z'Berg mit seinen drei militärpflichtigen Söhnen das im Sommer gesammelte Wildheu auf der Alp Stößi nach Hause zu holen. Der Föhnsturm brach ein, eine fürchterliche Lawine am Bristenftock löste sich und überraschte alle vier Männer, sie mit fortreißend und wahrscheinlich begrabend. Von den drei mitgeführten Hunden, welche Signale vor solchen Ueber- raschungen geben sollten, wurden zwei ebenfalls^ mit fortgerissen. Die den Vater und die Brüder zu Hause erwartende Tochter und Schwester, Böses ahnend, ging am Abend mit der Laterne auf die Suche und fand zu ihrem verzweifelten Schrecken die Lawine und nur mehr den dritten Hund, heulend bei einem Hute auf der Unglücksstelle. Rettungsversuche von heute beförderten noch zwei Hüte und einen Tornister mit Proviant zu Tage. Nichtsdestoweniger wird die Arbeit für das Auffinden der drei Vermißten fortgesetzt und selbst mit Lebensgefahr, indem diese Arbeiter wiederholt wegen nachstürzenden Lawinen die Flucht ergreifen mußten. Da am Mittwoch noch jede Spur der Verunglückten mangelte, so muß leider angenommen werden, daß der Vater z'Berg sammt seinen Löhnen den Tod in dieser Lawine gefunden hat. — Ein Beispiel reichen Kindersegens wird aus Berlin berichtet. Im dortigen städtischen Krankenhause am Friedrichshain gelangte kürzlich ein 27jähriger Arbeiter Ernst Wilhelm H. zur Aufnahme, der bei der Feststellung seiner Personalien angab, daß er der älteste von 22 lebenden Geschwistern ist. Sein Vater ist pensionirter Bahnwärter in Gräfenhainichen bei Bitterfeld und hat aus seiner Ehe mit seiner Frau 18 Söhne und 4 Töchter erhalten. Daß bei dem überaus reichen Ehesegen Schmalhans permanent Küchenmeister- war, läßt sich wohl denken, immerhin dürfte es für Viele ein unlösliches Rithsel bleiben, wie der gute Mann bei dem bekanntlich sehr kargen Bahnwärtergehalte seine 24 Köpfe starke Familie erhalten konnte. Literarische-. Sonnenschein. Die bekannte Verlagsbuchhandlung von W. Spemann in Berlin und Stuttgart überrascht ihre Freunde durch ein neue-, groß- und eigenartiges periodisches Unternehmen, von welchem das erste Heft soeben das Licht der Welt erblickt hat. Letzterer Ausdruck wirkt fast komisch, wenn wir nach dem Taufnamen des vielversprechenden Weltbürgers fragen. Das von dem genialen Mgler und liebenswürdigen Humoristen Lsthar Meggendorser in geradezu verblüffender Originalität und meisterhaft ausgeführte Werk heißt nämlich: „Der Sonnenschein", ein Titel, der dem Inhalt desselben so überaus glücklich angepaßt ist und in dem einen Wort so prägnant den Zweck des Ganzen ausdrückt, daß wir schon zu dem bloßen Tausact Verfasser und Verleger Glück wünschen können. Doch wie gesagt, Namen und Wesen decken sich vollkommen. Jedweder, dessen Gemüth noch empfänglich ist für ächten Humor, jeder, der sich von dem Schweiß und Staub dieser oft müheseligen Erdenwanderung frisch und gesund baden möchte, muß unseren „Sonnenschein" mit wahrer Freude begrüßen. In einem stattlichen Großfolioheft auf feinstem Cartonpapier gedruckt, treten die kreuzfidelen Sprößlinge der Meggendorfer'schen Muse vor uns: nicht in den hergebrachten grauen oder schwarzen Kittelchen, der eintönigen Druckerschwärze, sondern in frischer kräftiger Farbe, gerade so, wie ihre Originale auf der Straße herumlausen; eine wahre typographische Mcisterleistung der Münchener Kunstdruckerci Knorr und Hirth. Man müßte das ganze Heft abschreiben, wollte man dem geschätzten Leser nur eine Idee von dem prächtigen zwergfellerschütternden Humor, der das Ganze durchwebt, geben. Ich denke, eine Mark kann schließlich jeder daran wenden und sich den „Sonnenschein" dem trüben Sonnenschein zum Trotz ^aus der nächsten besten Buchhandlung mit nach Hause nehmen. O, Sonnenschein, o Sonnenschein, nun lach du jedem in's Herz hinein. Verzeichniß der Mittelpreise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände in der Stadt Gießen vom Monat Januar 1886. Je 50 Kilogramm kosten: 50 39 39 90 og Q AL e R AL^> AL^ ÄL AL^ AL^ -AL H AL$ 21 50 3 - 1 75 1 78 12 5f 16- 22 — 24- 24- 10 75 6 50 74 90 ss a © B CQ <9- ALA, L> G 85 85 AL$\AL AL H AL $\AL 4 4 AL$ |z^ AL $ AL /$f 48 50 0 84- 19 50 27- 1 40 9 21 74 “ 50 “62 16 17 62 64 11 12 g d Q keinerlei Auskunftsertheilungen befugt. Offertenbrirfe find — soweit keine bestimmte» aeaentbeiliaen Abmockunaen a^troÄen wurden — in der färnehWnn Allgemeine Als wirklich beliebte- und ebenso gesunde-, wie erfrischende-, «ttt natürliches, kohlensaure- Tafelwasser empfiehlt sich der uralte, schon seit 1327 allbekannte und ärztlich vielfach empfohlene Ehrenbreitstemer1 Mineralbrunnen, volksthümlich wie wenige, und von milder, durch keinerlei ost sehr mit Unrecht angepriesenes Uebermaß der Bestandtheile störender, gesundheitlicher Wirkung auf Verdauung, Blutbildung und Nerven re. Billig zu haben in allen größeren Droguenhandlungen, Apotheken, Mineralwafferhandlungen, Hütels u. Restaurationen und direkt durch da- Brunnen-Versandt-Cowptoir in Coblenz __(Max Ritter).__ Baron Llebig’s Malto - Leguminose - Mehl, -Chocolade und -Chocolade-Pulver von Starker & Pobuda, Kgl. Hoflieferant, Stuttgart. 107 Beste blutbildende und leicht verdauliche Nahrungsstoffe für Kinder und Erwachsene, von vielen medicin. Autoritäten warm empfohlen. Niederlage in Gießen bei Carl Schwaab und H. Kinkel, Conditorei. r Anzeiger. TMoger Kuostfärberei Königssee. M Kunstfärberei und chemische Wäscherei für getragene Garderobe jeder Art, Möbelstoffe, Federn, Sammete rc. rc. Musterkarten der neuesten hochmodernen Farben der Saison und Annahmestelle bei 689 _____________fceschw. Heerz, Neuenweg 7. Restauration 0. Dräbing Ottlmfcof SLiOltttr empfiehlt feinstes Gießener Cxportbier und Münchener Hackerbräu, auch englische Biere,, sowie beste w^rme und kalte Speisen zu jeder Tageszeit. 66 Brennholz- Versteigerung in dem Licher Gemeindewald. Donnerstag den 11. l. M. werben im Distrikt Nothenbusch versteigert : 357 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 296 „ „ Knüppel, 46 „ Eichen- und Weichholz- Knüppel, 2267 Eichen-, Nadel- und Weichholz- Wellen, 285 Nmtr. Buchen-Stöcke, 117 „ Eichen-, Nadel- u. Weichholz-Stöcke. Der Anfang ist Morgens 9 Uhr im Rothenbusch auf der Pflanzgartenschneise, der nächste Weg dahin, dem Ettingshäuser Fußpfad entlang zum Walde. Lich, den 5. Februar 1886. Großh. Bürgermeisterei Lich. Walz. 842 Bau- u Schuittholz- Versteigcruug. Donnerstag den 11. und Freitag den 12 d. MtS. soll in dem Ettingshäuser Gemeindewald, Distrikt Klingezüpfen, nach- verzeichnetes Holz versteigert werden: 17 Eichen-Stämme, bis 13 Meter Länge, mit 17 Festm. Inhalt, 486 Fichten-Stämme, bis 20 Dteter Länge, mit 276 Festm. Inhalt, 242 Fichten-Derbstangen, mit 26 Fm. Inhalt, 146 Kiefern-Stämme, mit 37 Festm. Inhalt, 344 Fichten- und Kiefern-Reisstangen mit 9 Festm. Inhalt. Zusammenkunft an beiden Tagen Morgens 10 Uhr im Klingezüpfen. Bemerkt wird, daß das Eichenholz den Freitag zur Versteigerung kommt und daß sämmtliches Holz gut abzu- sahren ist. Ettingshausen, 8. Februar 1886. Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. Launspach. 849 Holzversteigermg. Freitag den 12. Februar d. I., von Vormittags 91/2 Uhr an, -werden im Lollarer Gemeindewald, Distrikt Boden und Pfaffenstrauch, versteigert: 97 Eichenstämme von 15 bis 56 Ctm. Durchmesser und bis 10 Mtr. Länge, mit 34 Festm. Inh., 84 Nadelstämme mit 25,58 Festm. Inhalt, 38 Eichenstangen mit 1,94 Festm. Inhalt, 38 Nadelstangen mit 2,29 Festm. Inhalt. Schelth. Knüppel Reish. Stockh. Rm. Rm- Wellen Rm. Buchen 4,2 - 50 - Eichen 75,6 47 1050 30,2 Nadel 64 74,3 1340 105 Die Zusammenkunft ist im Distrikt Boden, in der Nähe der Straße von Lollar nach Gießen, wo der Anfang am Eichen-Stammholz beginnt. Lollar, den 2. Februar 1886. Großh. Bürgermeisterei Lollar. Fuchs. 847 Kapitalien-Ausleihung. Aus unserer Kirchenkaffe sind am l. April d. I. etwa 100000 Mark in größeren oder kleineren Beträgen gegen hypothekarische Sicherheit auszuleihen. Angebote wolle man an die Unterzeichneten richten. Gießen, den 9. Januar 1886. Der evangelische Kirchenvorstand. Dr. Naumann, J. Haustein. Pfarrer. 26- Holzversteigerung. Montag den 8. Februar 1886 sollen in dem Stadtwald zu Hungen in dem Distrikt Herborn nachstehende Holzsortimente versteigert werden: 270 Kiefern-Stämme von 15—47 cm Durchmesser und 7—20 m Länge, 21 Raummeter Nadel-Knüppel in Schichten von 3 m Länge. Der Anfang der Versteigerung ist Vormittags 10 Uhr im Distrikt Herborn an der Bahn. Hungen, am 1. Februar 1186. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. 780 Vorzügliches Export-Bier aus der Brauerei von Leschhoru's Nachfolger, Frankfurt a. PI. per ganze Flasche 23 halbe Flasche 12 H empfiehlt 52 Heinrich Hiesselbach, „Zur Stadt Kassel". o Verkaufssteagcn r Gebr. Adami, Mäusburg 14. Ferd. Drebes, Marktplatz 21. 1.30 1.40 1.50 1.50 2.— Madeira u. Pajarete «X Sherry u. Montilla . „ Malaga u. Madeira, alten „ Moskatel u. Alicante „ Lacrima-Christi . . „ C. G- Kleinhenn, Kreuzplatz 1. Conditor H. Kinkel, Marktstr. 32. Friedrich Leo, Selters weg 71. 281 Auf Burg Gleiberg sind die Weine im Glas zu haben. 2.— 2 — 2.50 2.50 2.50 Priorato, rolh, herb JL Priorato, roth, süss . „ Valdepennas, roth . „ Malaga-Xerez (Sherry) „ Malaga u. Oporto . „ Ohr3« Ooassfitj Wolfstrasse 13, empfiehlt unter Garantie der Reinheit sein Lager von direct importirten Spanischem Sanitäts- und Dessert - Weinen. Entöltes Maisproduct. Mit Milch gekocht, erhöht es deren Verdaulichkeit. Vorzüglich für Kinder und Kranke. Zu Sandtorten, fein. Speisen (ohne Gelatine) und zur Suppenverdickung ausgezeichnet. haben ä 60 und 30 H per Vi Pfd- engt, bei Ferd. Drebes, Friedr. Leo, Carl Schwaab- 253 Zu haben in den Colonial-, Delicatesswaaren- und Drogen- Geschäften, Apotheken etc. 176 Fleisch-Extract bc ■ a wenn jeder Topf * MS* oeeht den ^amenszu^ J™. ■ in BLAUER EARBElrä^t. Zur Ball-Saison empfehle eine große Parthie Spit^esi in weiß und creme, enorm billig. Volant-Spitzen in allen Breiten. Blumen,Bänder,Rüschen Handschuhe in allen Längen, Strümpfe in allen Farben, von 25 an. * Tücher u. Ball-Umhänge verkaufe zu herabgesetzten Preisen. Holbert Haas, Seltersweg 18. NB. Spitzen - Neste aller Art unter Preis. 804 Dettcrr, Strohsäcke, Matratzen, Weißzeug, Federn u. Roßhaare. Louis Rothenberger, ' 79 Neuenweg 22. Ungar-Wei ne selbstgekeltert, garantirt rein per Flasche m. Glas: Prima Erlauer (wie Bordeaux) k JL 1.10 Ung. Burgunder (sehr tanninreich, besonders für Magenleidende empfohlen) . . . a „ 1.45 Carlowitzer (ganz schwer) k „ 1.60 Menescher (wie Malaga) a „ 1.76 Medieinal-Tokayer (in Vi Original-Fl.) k f) 1.70 do. do. (in V2 do ) ä „ 1.00 Rüster-Ausbruch (Frühstückswein) . . . k „ 1.70 Jk IseucMmann^ Ung. Weingrosshandlung Wien-Nussdorf u. Frankfurt a. Main. Niederlage in Giessen bei Herrn 69 J. M. Schulhof. Polstermöbel Stühle, Spiegel, Bettvorlagen, Rouleaux, Wachs-Lcdcrtnchc empfiehlt 511 W. Kutzschrad, Tapezier, Kaplansgaffe 27. Verdings- Ausschreibung. Die Bauarbeiten, ohne Lieferung der Hölzer und Oefen, zur Erweiterung des Wohnhauses auf der Oberförsterei Strupbach, hiesigen Kreises, sollen im Wege des öffentlichen Verdings in Einem Loose am Mittwoch, den IT. Febr. er., Vormittags 10 Uhr, vergeben werden. Verdingungsanschläge, Zeichnungen, Bedingungen sind bis zur angegebenen Zeit bei dem Unterzeichneten einzusenden. Erstere sind zum Preise von 2,50 A bis zum 15. d. Mts. zu beziehen. Zuschlagöfrist bis zum 3. März d. I. Versiegelte Angebote sind bis zum Termine postfrei mit der Aufschrift: „Angebot für Obersörsterei Strupbach" bei dem Unterzeichneten einzu- retchen. Biedenkopf, den 4. Febr. 1886. Der Königliche Kreis-Bauinspector. 851________Lauth.____________ Holzversteigerung im Gemeindewald Haufen. Freitag, den 12, Febr. 1. Vormittags 10 Uhr anfangend, soll im hiesigen Gemeindewald, District Bruch, folgendes Holz versteigert werden: 110 Nadel-Stämme mit 28,19 Festm. 191 Nadel-Stangen mit 23,28 „ 60 Nm. Nadel-Knüppel, 22,2 „ Nadel-Stöcke, 1175 Nadel-Wellen. Zusammenkunft im District selbst, beim Wegweiser an der Staatsstraße. Hausen, am 5. Februar 1886. Großherzogl. Bürgermeisterei Hausen. 871_________Dern.___________ Holzversteigerung. Dienstag den 9. d. MtS. werden in diesseitigem Gemeindewald, District „Stockschlag" und „Notherde" versteigert: 66 Eichen-Stämme mit 30,52 Fftm. 580 Nadel-Reisstangen mit 4,49Fstm. 130 Rm. Eichen-Scheitholz, 26 „ „ Nundscheit, 18 „ „ Nutzscheit (Glaserund Küferholz), 115 „ „ Knüppel (darunter 18 Rm, von 3 Mtr. Länge), 176 „ „ Stöcke, 3250 Wellen „ Neisholz, 3270 „ Nadel- „ Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr beim Bergwerk. Großen-Linden, am 3. Februar 1886. Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden. 819 Leun. Holzversteigerung in dem Steinbacher Gemeindewald. Donnerstag den 11. d. M. werden in dem Distrikt Helgenwald versteigert: 225 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 361 „ „ Knüppel, 5600 Buchen-Wellen, 179 Rmtr. Buchen Stöcke. Der Anfang und die Zusammenkunft Morgens 9 Uhr bei der Lehm- kaute am Weg nach Dorfgill. Steinbach, am 3. Februar 1886. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. Krämer. 821 > VÄs^l cksntz WÄsll I sh Blockers holland. Caeao i st ü b era If vöpräth iq Fa b r rk A m s t e r d a m 74 Zu Maskenbällen geeignet empfehle Seiden - u. Baumwollen - Sammet in großer Auswahl zu sehr billigen Preisen. Schöne Qualitäten Atlas in allen Farben von 1 «X 50 an. Volantspitzen, sowie alle anderen breiten in großer Auswahl. sei A Fangmann. Kur echt mit Lieser Schuhmarke: HusteNichl Malz-Extract u. Caramellen*) v. L. H. Pietsch & Co, Breslau. Keuchhusten. 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Novbr-1885, übernimmt Versicherungen auf Wehrdienstaussteuer, Brautaussteuer, Studien und beschränkte Wehrdienstaussteuer gegen ein einmaliges Einkaufsgeld bei der Aufnahme und eine bestimmte jährliche Prämie für folgende Jahre. In jede der drei Abtheilungen werden Kinder, welche das 10. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, ausgenommen. Bei Wehrdienst- und Brautaussteuer können die Versicherungen sowohl mit Rückgewähr der eingezahlten Prämien für den Fall des Ablebens oder Nichteinstellung des Versicherten zum Dienst, bezw. Ablebens der noch ledigen Versicherten, als auch ohne Rückgewähr der eingezahlten Prämien in den erwähnten Fällen, nach den entsprechenden Prämientarifen, abgeschlossen werden. Die Versicherung bei Studien und beschränkter Wehrdienstausstener ist immer mit Rückgewähr für den Fall des Ablebens des Versicherten vor Bezug der Hochschule oder des Polytechnikums. Die Auszahlung des Versicherungskapitals wird bedingt: a) Bei der Abtheilung der Wehrdienstaussteuer durch Einstellung des Versicherten zu einem mindestens einjährigen Dienst in der deutschen Armee oder Marine- b) Bei der Abtheilung für Brautaussteuer durch die Verehelichung der Versicherten. cj Bei der Abtheilung der Studien und beschränkten Wehrdienst- aussteuer 1. im ganzen Betrage durch Immatrikulation des Versicherten aus einer Universität oder einem Polytechnikum, 2. im weiteren halben Betrage durch Einstellung des Studirenden zu einem mindestens einjährigen Dienst in der deutschen Armee oder Marine. Auskunft ertheilen bereitwilligst unter Verabfolgung von Statuten, Prospecten und Versicherungsbedingungen die Direktion in Mannheim sowie deren Vertreter: der Generalbevollmächtigte für das Großherzogthum Hessen: Major z. D. Hamm in Darmstadt, die Hauptagentur für die Provinz Oberhessen: 640 F. Gros in Gießen, Bahnhofstr Nr. 66. Verein für freiw. Armen- u. Krankenpflege. WoMtoätigSaeits-Bazar« Zur Ausführung des bereits an dieser Stelle angekündigten Unternehmens ist jetzt endgültig beschlossen, daß die Eröffnung des Bazars Mittwoch den 10. Februar, Nachmittags 4 Uhr, im großen Saale des Gesellschaft-Vereines stattfinden soll. Die Dauer desselben wird auf 3 Tage incl. Verloosung festgesetzt, welch' letztere Freitag den 12. Februar Nachmittags 5 Uhr beginnt. — Alle Bewohner Gießens und der Umgegend werden hierdurch nochmals freundlich zu reger Beteiligung eingeladen. Eintrittspreise: Mittwoch von 4 Uhr an 50 1 Donnerstag von 2—4 Uhr 20 J ä Person. „ von 5 Uhr an 50 H ) Zum Besuch der Gallerie berechtigen die Billets zum Saale nur mit Zuschlagbillets, die am Eingang zu elfterer gelöst werden können. Das Comite« Lungen- und Halskranke, Schwindsüchtige und an Asthma Leidende werden auf die Heilwirkung der von mir im Innern Russlands ent- decten Medicinalpflanze, nach meinem Namen „HOMERIANA“ benannt, aufmerksam gemacht. Die Broschüre darüber wird kostenlos und franco zugesendet. Das Packet Homeriana von 60 Gramm, genügend für 2 Tage, kostet 1 Mk. 20 Pf. Ich warne vor Ankauf der von allen anderen Firmen offerirten, constatirt unechten Homeriana-Pflanze. Echt zu beziehen nur allein directe durch mich 1IOMERO in Trieet, (Oesterreich) Entdecker und Zubereiter der allein echten Homeriana-Pflanze. 334 Oswaid's Garten, Gießen In der großen, preisgekrönten Menagerie Weidauer finden täglich bis über Sonntag drei Vorstellungen stalt, Nachmittags 4 Uhr, Abends 6 und 8 Uhr. Bei jeder Vorstellung Dressur und Fütterung sämmtlicher Naubthiere. 875 11« Weldmter« Pferde zum Schlachten werden in der Menagerie angekauft. = Bad Sodener = Mineral - Brust - Pastillen bet „Sodener Pastillenfabrik" ju Bad-Soden am Taunus, bereitet unter ärztlicher Controlle aus den Salzen der Quellen No. 3 und 18. 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