Im Reichsamte des Innern haben am Montag unter dem Vorsitz des Staaissecretärs v. Bötticher die Verhandlungen über die Erneuerung de» deutsch - schweizerischen Handelsvertrags begonnen. Von schweizerischer Seite wohnen denselben nicht weniger als 14 Commiffare bei, währenv Preußen und die übrigen norddeutschen Staaten durch 4 Commiffare, Bayern, Württemberg, Baden und Elsaß-Lothrtngen durch je einen Commiffar vertreten sind. Eine Erweiterung der Reichspostdampser,Linien ist nach osficiösen Andeutungen in's Auge gesaßt. In beteiligten Kreisen erwägt man die Ausgabe der Mittelmeer. Linie Triest-Brindisi'Alexandrien, da dieselbe den Erwartungen der Reichsregierung und des Norddeutschen Lloyds nicht entsprochen habe und soll dafür eine Zweiglinie Genua-Neapel eingerichtet und Neapel auf den Fahrten oer Hauptlinie nach Ostasten und Australien angelausen werden. Außerdem erwägt man die Einrichtung einer Zweigltnie der ostasiattschen Linie und zwar von Colombo (Ceylon) nach einem der großen indischen Häsen; auch das Project einer weiteren Zweigltnie von Aden nach Zanzibar ist angeregt worden. Vorläufig dürsten die Erwägungen über diese verschiedenen Projecte wohl noch nicht so bald zum Abschluß gelangen. Kaum ist die inFrankreich drohende allgemeine Ministerkrists, welche durch die DemisstonSgesuche der Minister Sarrien und Goblet in Aussicht stand, glücklich beigelegt, so kommt aus Paris schon wieder die Nachricht von einer partiellen Ministerkrists. Diesmal handelt es stch um den Bautenminister Baihaut, der aus für weitere Kreise noch unbekannten Gründen seine Ent- laffung eingereicht hat und ist dieselbe vom Präfidenten Grevy auch angenommen worden, lieber die Ernennung des Nachsolgers für Baihaut ist noch nichts bekannt, wahrscheinlich hat aber die Vacanz zur Stunde bereits ihr Ende erreicht. Die Ernennung de Laboulaye's zum Botschafter Frankreichs am russtschen Hose ist in Petersburg sehr beifällig ausgenommen worden. Da» „Journal de St. PeterSdourg" bezeichnet dieselbe als genehm und fügt hinzu, die Unterhaltung der guten Beziehungen zwischen Frankreich und Rußland, die aus den gegenseitigen Jntereffen beider Länder beruhe, könne in keine besseren Hände gelegt werden. — Da werden die Revanchepatrioten jenseits der Vogesen die Köpfe wieder gewaltig hoch tragen. Aus T ougking sind wieder einmal unangenehme Nachrichten eingelausen. Piraten griffen das Detachement Nr. 35 der tongkingnesischen Tirailleure so heftig an, daß nur 17 der letzteren dem Blutbave entkamen. Vom General Jamont wurden zwei starke Truppenabtheilungen zur Züchtigung der Seeräuber abgesendet. Die Londoner Socialistenführer wollen es in Sachen des polizeilichen Verbots der anläßlich des Lordmayors-Banketts geplanten socialistischen Maffenkundgebung in der That aus einen Conflict mit den Londoner Behörden ankommen lassen. Gegenüber der Aufrechterhaltung des Verbotes haben jene beschlossen, den Auszug ihrer Parteigenossen trotzdem am 9. November ^n Scene zu setzen und trieben die Herren Revolutionäre ihre Unverschämtheit so weit, von diesem Beschlüsse den Londoner Polizeichef, Mr. Fraser, in Kenntntß zu setzen. Von der Energie Mr. Fraser's steht zu erwarten, daß er den Londoner Socialisten bei einem wirklich versuchten Putsche gebührend Heimleuchten wird. Der gegen den Emir von Afghanistan ausgebrochene Ausstand der Ghilzai scheint nicht die Bedeutung zu haben, welch- man ihm anfänglich zuschrieb. Reuters Bureau läßt stch aus Bombay berichten, daß der Ausstand im Laghman - District unterdrückt sei. In London hat man ein begreifliche« Jntereffe an der baldigen Niederwerfung der Empörung, da der Emir Abdurr- haman der Schützling der Engländer ist. Die Beziehungen zwischen Serbien und Bulgarien stnd in der letzten Zeit in ein recht sreundschaftliches Fahrwasser eingelenkt. Hiervon legt besonders die zwischen beiden Staaten abgeschlossene Convention Zeugniß ab, die jetzt zur Räumung des Districts von Bregova seitens der Bulgaren. Hfl 79« Mi. erein. I steuu-r Uhr, st». wJBeteing^ Eenem üen und rllationsgeschast l und im An- endigt am cke Nr. 11. Wwe. Ml iison: lle- und Wolle, ^Vortrag (' 2' 8 * 90* JmW« . rähl. i Erscheint täglich mit SKSMme brf MontckgS. fhmtntt Schnlstraß« 7. Betreffenb: De. im Oclobm 1888 vorjunehMnben Wteftngang. Gießen, am 4. November 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an »I. Grotzherzoglich.n Bürg.rm-ift-r.I.» d-S »reif««. Unter «-.»«nahm, .ul »ie, M-I«v.ib-» -am 18 Senl-mde- < z. - S* -in-'4 - Ich-» »I- d" '>*««» b-> den Wiesenrundgang entgegen, soweit solche noch nicht emgesandt worden sind. 1/1« U v • >1 • •* ___________ ■ — ■ ■ " -------------------------- Gießen, am 5. November 1886. Betreffend- Ermitllung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags im Jahre 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grobherzoglichen Bürgermeistereien des Kreise». Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Einsendung der Uebersichten im Rückstände sind, werden an deren Vorlage mit Frist von 3 Tage» bei Meidung der Zusendung eines Wartboten erinnert. vr. Boekmann. 9!l. 2S« SamSIag »tu 6. N»°embcr 1886- chiehcucr Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Politische Ueberficht. Gießen, 5. November. Prinz Wilhelm von Preußen leibet bekanntlich schon seit längerer »eit an einem sehr schmerzhaften Ohrenleiden, dar, wie man vernimmt, eme Kolge der Masern ist, an denen der Prinz im vergangenen Wrnter erkrankte. Er suckle im Lause dieses Sommers Heilung in Reichenhall, leider hatte aber di Kurnicht den erhofften Erfolg und muß jetzt der hohe Patient vollständig dar Zimmer hüten. Selbstverständlich ist der Prinz hierdurch verhindert, seinen militärischen Functionen, die er sonst mit großer Pflichttreue zu erfüllen pflegt, nachzukommen, und ebenso kann er den diesjährigen Hoffagden nrcht bei- wohnen, was Prinz Wilhelm, der ein vasstonrrtsr Jäger ist, besonders be- dauern^soll. Kronprinz hat seinen Herbstaufenthalt aus italienischem Boden nunmehr beendigt. Am Dienrtag srüh reiste der hohe Herr von Mar- And "wo der deutsche Consul und die Spitzen der Behörden auf dem Bahnhose anwesend waren, nach Basel ab. In Berlin steht man dem Wiedereintreffen de» Kronprinzen im Lause des nächsten Sonntag entgegen, nachdem er noch am genannten Tage der Einweihung des restaurtrlen Dome» in Merseburg bet« gewohm habe zum pari amentarischen Winterfeldzuge werden im Bunderrathe eifrig fortgesetzt und beschäftigen den letzteren gegen« wärtig die verschiedenen Specialetatr de» Reichrbudget». Unter denselben in« tereistrt namentlich der Marine-Etat wegen der ihm bergegebenen ausführlichen Denkschrift. Aus letzterer ist zu ersehen, daß im Lause der nächsten sunf Jahre im Marine«Budget Mehrsorderungen im Gesammlbetrage von ca. 40 Will. M finnrtren werden die zunächst dazu verwendet werden sollen, unseren großen Flußmündungen ausreichenden Schutz gegen feindliche Angriffe zu verschaffen. Dieser Zweck wird nach den neuesten Prtnctpten der Seekriegs durch kleine ^.tmetfabneuae und große gepanzerte Kanonenboote erreicht und sollen zehn solcher Schiffe ^gebaut werden, von denen jedes etwa 3,500,000^. kosten würde. Di? ersten sechs sollen mit der Vollendung der Nordostseekanalr sertiggestellt sein- an der Mündung der Elbe würden allein sechs, an anderen Flußmündungen die übrigen vier Fahrzeuge stationirt werden. Natürlich erfordert die projectirte Vermehrung der schwimmenden Flottenmaterial» auch eine Vermehrung der CfRcicre und Mannschaften, die aus 15 Dfftcute und 300 Mannschaften ver« anschlagt ist und ist nach der Denkschrist die Möglichkeit sür die rechtzeitige Anstellung und Ausbildung der Personal» gesichert. Für die Feststellung einer neuen Organisationsplaner der deutschen Flotte zum Schutze der vater« ländischen Küsten werden demnach die dierjährtgen Verhandlungen des Reichstags über den Marine-Etat ausschlaggebend sein und kann man denselben mtt hohem Jntereffe entgegensetzen. r x Die Wahlbewegung im ersten Berliner Landtag«, und zugleich auch ReichttagSwahlkreise ist mit den am Donnerstag stattgesundenen Ersatzwahlen sür die durch Tod oder Verzug au» dem Urwahlbezirke erledigten Wahlmanns« Mandate endlich au» dem bloß vorbereitenden Stadium herausgetreten. Gleich« »eilia haben sich die Nationalliberalen daselbst zu einem selbstständigen Vorgehen binsichtlich der Nachwahl zum Reichstage entschloffen, doch verlautet über die Derimt ihre» Candidaten noch nichts Bestimmteres. In der betreffenden Ver« iammluna wurde u. A. mitgetheilt, daß die Conservativen nicht daran dächten, sür einen Freiconfervativen, geschweige denn sür einen Nationalliberalen zu stimmen es wird demnach die bevorstehende Nachwahl im ersten Berliner Reichs, taaswablkreife eine recht merkwürdige Illustration zu den Bestrebungen, die Conservativen und die Nationalltberalen im Reiche überhaupt einander möglichst nahe zu bringen, bilden. Von einer selbstständigen Candidatur auch im ersten Berliner Landtagswahlkreise werden aber dte Nationalltberalen wohl absehen und werden sie da wahrscheinlich mit den Freiconservatwen zusammengehen; doch liegt in dieser Hinsicht ein bestimmter Beschluß noch nrcht vor. London, 4. November. Meldung des Bureau- Reuter aus Allahabads Der „Pioneer" veröffentlicht eine Nachricht aus Ccmdahar, wonach verlautet, daß eine aus Leuten des Duranistammes bestehende Truppenabtheilung auf dem Wcge von Kabul bei Muklar von Ghilzais angegriffen und aufgerieben worden sei. Montevideo, 4. November. Das neue Ministerium ist folgendermaßen zusammengesetzt: Blanco, Auswärtiges, Raminez, Inneres, Marquez, Finanzen, Aureliano. Justiz und Larreta, Krieg und Marine. Hutt, 4. November. An Bord des Dampfers „Cartago Nova" aus Newcastle fand heute Nachmittag, während die Ladung gelöscht wurde, eine Kesselexplosion statt, wobei sechs Personen getödtet und zwischen zwanzig und dreißig verwundet wurden. New-Pork, 4. November. Bei den Wahlen zur Legislatur drohte dem Sprecher des Unterhauses, Carlisle, eine Niederlage. Derselbe erhielt nur eine geringe Majorität^ Indiana wählte republikanisch. Das Resultat der Wahlen in (Kalifornien ist noch nicht vollständig bekannt, wahrscheinlich siegten die Republikaner. — Das Repräsentantenhaus der Legislatur von Vermont nahm ein Gesetz an, wonach weiblichen Personen, welche Steuern zahlen, das Stimmrecht verliehen wird. Lokale-. Gießen, 5. November. Die Stadtverordneten haben gestern Nachmittag in einer ad hoc berufenen Versammlung einem an dieselben gestellten Ansinnen wegen Errichtung eines Jsoltrhauses dahin entsprochen, daß die Errichtung einer Baracke beschlossen wurde. Mit der Erbauung derselben wurde bereits heute Morgen der An-^ fang gemacht und kommt solche in die Nähe der zu erbauenden neuen Kliniken an der Frankfurter Straße zu stehen. Die Baracke ist vorläufig für acht Betten projectirt» Möge dieselbe für ihren Zweck lange leerstehen. Gießen, 4. November. Der zweite Vortrag des Herrn Oscar Zack fand am Mittwoch Abend vor fast überfülltem Saale statt und wurde mit enthusiastischem Beifall aufgenommen; selbst die Damen ließen es sich am Schlüsse nicht nehmen, herzlich in den Applaus mit einzustimmen, und so konnte die Wirkung des Vortrages als zündende betrachtet werden. Die slovenische Alpensage „Zlatorog", welche den Kern zu Baumbach's Dichtung bildet, lebt noch heute bet alten Hirten im oberen Thal des Jssnzo (Soca) fort und kehrt in allen Theilen des Hochgebirges wieder, so auch in den julischen Alpen, wo sie sich an dw oben Felsenmeere des Triglav (Terglow) knüpft. In Baumbach's Dichtung tritt die Sage im flavischen Gewände auf und hat es der Dichter verstanden, seine vortrefflichen Gaben herrlich zu entfalten, im unübertrefflichen Humor Meister, wie in tiefempfundenen, ergreifenden ©eenen, die an dramatischer Gestaltung wahrhaft groß dastehen, um so mehr, wenn sie auf so charaeteristifche Weise vorgeführt werden, wie sie Herr Zack zu bringen verstand. Er .schien bei seinem Vortrage die ganze Begebenheit zu durchleben und entledigte sich feiner hohen Aufgabe mit dem besten Verstandniß. Zum allgemeinen Ergötzen trug das lustige Abenteuer vom Häslein, ebenfalls erne Perle Baumbach'scher Poesie, welche den Schluß des Abends bildete, bet. Es wurde herzlich gelacht und wir glauben, daß selbst die sehr drastischen Momente, welche Baumbach nun einmal nicht übergehen kann, von Niemandem übel genommen wurden; denn der Vortragende wußte das ganze Merkchen so harmlos und unschuldig zu geben, daß man aus dem Lachen gar nicht herauskam. w. b. BerurischteS. Lich, 4. November. Gestern Abend mit Eintritt der Dunkelheit wurde die Einwohnerschaft durch plötzlichen Feuerlärm erschreckt. Es stellte sich heraus, daß das Feuer glücklicherweise nicht im Orte selbst ausgekommen, sondern daß es ein etwa eine Viertelstunde von Lich entfernt, im Felde nächst der Straße Lich-Laubach sitzender Strohhaufen war, welcher brannte. Hinsichtlich der Entstehungsursache des Feuers herrscht die Vermulhung vor, daß eine absichtliche Brandstiftung vorliege. Darmstadt, 4. November. Auch in den letzten Tagen sind in den Gemeinden Gonsenheim und Finthen choleraverdächtige Erkrankungen nicht vorgekommen und scheint conftatirt, daß die in Finthen zuletzt erkrankte Person, die beinahe genesen ist, nur an Durchfall gelitten hat. Unter diesen Umständen hat der von dem Reichsamt des Innern in die gedachten Orte entsandte Regierungsrath Dr. Gafsky beschlossen, heute nach Berlin zurückzukehren. lD. Z.) A. B. Mainz, 4. November. Entgegen den ungeachtet aller von berufener Seite gegebenen Versicherungen, daß von keiner Choleragefahr keine Rede mehr, immer ' Ä^oer in der Presse hie und da auftauchenden Allannnachrichten, wurde mir heute Morgen von der Medicinalbehölde amtlich mitgetheilt, daß seit den mehrerwähnten Krankheitserscheinungen in Gonsenheim und Finthen bis heute kein Krankheitsfall mehr vorgekommen und in Gonsenheim die Jncubationsfrist bereits dreifach und in Finthen mehr als je angenommen verstrichen, mithin wenn überhaupt eine gefahrvolle Kranke heitserscheinung vorhanden, solche als vollständig erloschen zu betrachten. Dr. Gaffky üom Reichsgesundheitsamt in Berlin ist heute Morgen wieder abgereift, nicht ohne oorrjer sich entschieden gegen die von dem Kreisamte Bingen erlassene Verordnung, daß Gemuseoerkäuferinnen von Finthen und Gonsenheim den dortigen Markt nicht mepr betreten dürfen, wie überhaupt gegen jede und insbesondere gegen die von einem unberufenen Rechtsanwalt in der „Franks. Ztg." befürwortete Absperrung der mehr- genannten Orte durch Militär auszusprechen. r [öelbftmorb aus Liebes Aus Wiesbaden wird geschrieben: Unwiderstehliche Sehnsucht nach seiner geliebten, ihm kurz nach der Verlobung durch den Tod entrissenen Braut hat einen reichbegabten jungen Mann, den Chemiker W. hier, den tragischen Entschluß fassen und ausführen lassen, sich das Leben zu nehmen. Am 31. v. M., Nachmittags gegen 3 Uhr, fand man links von der Platterstraße, zwanzig Minuten oberhalb der Poths'fchen Villa, 15 Schritte im Walde die Leiche des bedauerns- werthen ^urlglings. Die eine Hand umfaßte noch das Fläschchen, welches das tobt- bringende Gift (Cyankali) -enthalten hatte. In der Brieftasche fanden sich neben einem Blumenstrauschen die letzten Zeilen des Entschlafenen, in denen er seine Angehörigen um Verzeihung für feine eigenmächtige That bittet und als letzten werden auS^rtc^' er möge "eben seiner geliebten Braut zur ewigen Ruhe bestattet ,, .. Arikou, 1. November. Ein entsetzlicher Doppelmord und Selbstmord hat die hiesige Bevölkerung in Aufregung versetzt und zwei Familien unglücklich gemacht. Seit H v. Mts. wurden die 23jährige unverehelichte Hillebrand von hier und deren lffahriger Bruder, sowie der unverehelichte Schmitz, ein Bursche von etwa 22 Jahren, vermißt. Dieselben waren am Montag früh gemeinsam in den Wald gegangen, um £>olj zu sammeln, kamen aber Abends nicht zurück, so daß am Dienstag Morgen die ^e}5) i cn veranlaßt sahen, Nachforschungen nach den Vermißten anzustellen, welche den ganzen Tag über fortgesetzt wurden, aber feinen Erfolg hatten. Gestern B!°rg-n begab sich wieder nun eine größere Anzahl Leute in den (südlich von der Stadt liegenden) ausgedehnten Wald aus die Suche. Obwohl ein Verirren in demselben sur Nichtortskundige leicht möglich ist, war die Annahme hier ausgeschlossen und blieb nur ein Unglück oder Verbrechen zu befürchten. Leider war diese Furcht begründet, denn die drei Vermißten wurden als Leichen aufgefunden. Die Hillebrand lag mit gespaltenem Kopfe am Boden, in ihrer Nähe der Knabe, dem mit der Axt ein Arm durchhauen war, wahrend Schmitz ebenfalls in unmittelbarer Nähe des schauervollen Ortes an einem Baume erhängt gefunden wurde. Der Anblick war ein Ent- faen erregender und ließ keinerlei Zweifel übrig, daß es sich hier um ein fürchterliches Verbrechen handelt. ^m^^sdruckerei in Berlin beschäftigt gegenwärtig 95 Künstler und ständige Arbeiterinnen, Lehrlinge und Burschen. Von dem Umfange der Dhatigkeit in diesem Institut gibt die Thalsache einen Begriff, daß die der Nel^dmckereian oder für Behörden zu liefernden gewöhnlichen Drucksachen rund 120 Millionen Bogc.l jährlich beträgt, davon für die Post- und ^-k^^^EUverwaltung allein über 13 Millionen Bogen und 60 Millionen Stück in Karten. An Postkartenformularen wird ein Bestand von 12 Millionen J?Ucmjm0er gehalten. Jin Ganzen hat die Reichsdruckerei im letzten Arbeitsjahre verschiedensten Werthzeichen im Nennwerthe von 2059,90 ta Ä icbtm Arb-'tst°g° ung-sähr 3,5 Millionen Stück geführt hat. Der genannte District, den Serbien al« sein Gebiet reclamirte, war auch nach Beendigung de« serbisch-bulgarischen Krieges fettens der Bulgaren besetzt geblieben, bis diese nunmehr Bregova geräumt haben und hiermit dürste auch der letzte zwischen den ehemaligen Gegnern noch schwebende Differenzpunkt beseitigt sein.______________________________________________________________________ Berlin. Die „Politischen Nachrichten" schreiben: Die Zeitungen brachten vor einigen Tagen den Gesetzentwurf, betreffend die Nachahmung französischer Erzeugnisse außerhalb Frankreichs, welchen der Handelsminister Lockroy dem französischen Abgeordnetenhause unterbreitet hat. Es wurde dabei auf die Aehnlichkeit dieses Gesetzes mit dem Spionengesetz und auf die verwerflichen Verhältnisse hingewiesen, welche durch die, von falschen Gesetzen hervorgerufenen Verdächtigungen und Angebereien herbeigeführt werden müffen. Mit berechtigter Entrüstung berichten die Zeitungen täglich auch über die Artikel der Patriotenpreffe, in denen französische Häuser denuncirt werden, weil sie deutsche Maaren führen oder Angehörige des Deutschen Reiches beschäftigen. Jetzt ist sogar ein Gesetzentwurf eingebracht worden, nach welchem von fremden Arbeitern eine besondere Abgabe erhoben werden soll; damit sollen doch hauptsächlich die Deutschen getroffen werden. Wir theilen die Entrüstung über ein solches Vorgehen vollkommen, vermögen uns denen aber nicht anzufchließen, welche zur Vergeltung von Deutschland ein ähnliches Vorgehen verlangen. Frankreich bekundet durch die erwähnten Maßregeln nur das Gefühl der Angst und Schwäche, welches alle Schichten der Bevölkerung im Hinblick aus Deutschlands Machtstellung und industrielle wie kaufmännische Befähigung durchdringt. Deutschland wird es' hoffentlich als unter seiner Würde liegend erachten, aus jene Aeußerungen der Schwäche zu antworten. Die Deutschen aber könnten immerhin noch etwas mehr thun, um, wenn auch nicht in der krankhaft chauvinistischen Weise wie die Franzosen, ge> rade auf dem Gebiete des geschäftlichen Verkehr- etwas mehr dem patriotischen Empfinden Rechnung zu tragen. In dieser Beziehung möchten wir heute nur aus eine Aeußerlichkeit aufmerksam machen, in der jedoch ein weit verbreiteter Mißbrauch zu erblicken ist. Wenngleich wir sehr weit von denen entfernt stehen, die heute mit einem dem französischen ähnlichen Chauvinismus nach jedem Fremdwort aus der Jagd sind, um es auszumerzen und mit kaum möglichen deutschen Worten zu übersetzen, wenngleich wir von diesem, häufig an Simpelei streifenden Gebühren, wenn es dauerndeü Erfolg haben sollte, eine Verarmung unserer Sprache befürchten, so erscheinen uns doch, wie überhaupt alle unnütz angewendeten Fremdwörter, vor Allem abstoßend die französischen Bezeichnungen, welche wir auf den Schildern unserer Geschäftsleute häufig finden. Gehen wir durch die Hauptstraßen unserer, doch wahrlich gut deutschen Reichshauptstadt, in denen die sich drängende Menge hoch aufjubelt, wenn sie zufällig das Glück hat, den geliebten Kaiser in seinem Wagen zu sehen, die auch freudig bewegt und mit Stolz erfüllt wird, wenn in straffer Haltung unsere Truppen vorüberziehen, welche die deutsche Einheit, in schwerem Ringen gegen d • Franzosen, mit ihrem Blute erkämpft haben. Was sieht unser Kaiser, was lei^n diese Truppen, wenn sie im Vorüberziehen die Aufschriften jener Läden b.-trachten? Da steht in großen goldenen Lettern: Grand Magasin! Nouveautds de Paris, Confection Dentelles, Broderies, Soirie, Lingerie u. s. w. Jede Versertigerin von Damenhüten, auch wenn ste ihre Kundschaft nur unter den Küchenmädchen hat, schreibt groß über ihr Fenster „Modes“, und einen Schnei' dermeister sucht man vergebens, höchstens findet man einen „Marchand tailleur“ Auch der Haarschneider und Barbier hält es für erforderlich, seine Dienste durch eine französische Aufschrift dem deutschen Publikum zu empfehlen. Wir haben keinen Ausdruck, um die Albernheit dieses Beginnens genügend zu kennzeichnen, welches sicherlich weniger auf Mangel an patriotischer Empfindung, als auf einen gedankenlosen alten Schlendrian zurückzusühren ist, mit dem die schlechten Gewohnheiten einer früheren Zett festgehalten werden. Heute aber sollte man doch jenem rücksichtslosen Verfahren der Franzosen gegenüber etwas feinfühliger sein und den sich aus allen Gebieten bethätigenden Geist nicht durch französische Aufschriften verletzen. Wir glauben, daß dieser Hinweis, in gegebener Zeit wiederholt, genügen wird, um diese lächerliche Fran- zösischthuerei allmälig verschwinden zu lasten; die guten deutschen Patrioten könnten diese Verwandelung aber recht nachdrücklich beschleunigen, wenn sie die Geschäfte mit deutschen Aufschriften bevorzugen wollten. ......... .. .. .....................................Mimr Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Correspondenz - Bureau. Berlin, 4. November. Unterstaatssecretär Jacobi ist unter Verleihung des Charakters eines wirklichen Geheimen Rathes zum Staatssecretär des Reichsschatzamts ernannt worden. Berlin, 4. November. Der Kaiser empfing Vormittags den Prinzen Ferdinand von Hohenzollern und den Fürsten Anton Nadziwill, nahm sodann Vorträge des Kriegsministers und des Generals Albedyll entgegen und machte Nachmittags eine Spazierfahrt. Um 4 Uhr hatte der Staatssecretär Bismarck Vortrag. Morgen Nachmittag beabsichtigt der Kaiser zur Hofjagd nach Springe zu reifen. Berlin, 4. November. Der Etatsentwurf des Reichsschatzamts weist auf- An Ausgaben JL 153,404,386 (weniger JK 2,130,280). Das Minus entfällt auf die Minderherauszahlungen an die Bundesstaaten aus den Erträgen der Stempelabgaben welche mit JL 19,684,000 gegen JL 22,375,000 im Jahre 1886 angesetzt sind Unter den Ausgaben sind hervorzuheben 2,600,000 Dispositionsfonds für den Kaiser au Gnadenbezeugungen (mehr M 200,000), die Ueberweisungen an die Bundesstaaten aus Zöllen und Tabaksteuer 129,083,000 (mehr JL 483,000). Die einmaligen Ausgaben betragen 7,400,000, nämlich JL 400,000 sechste Nate für den Bau des kaiserlichen Palastes in Straßburg, 4 resp. 3 Millionen Reichsbeitrag zu den Kosten des rroll- anschlusses von Hamburg und Bremen. Marburg, 4. November. Landtagswahl. Amtsgerichtsrath v. Stiernberg (conf) wurde mit 114 Stimmen gewählt. ö v 1 Wie«, 4 November Cholerabericht. In Pest ist keine neue Erkrankung vor- gekommen. Zwei früher Erkrankte sind gestorben. Paris, 4. November. Grevy präsidirte heute Vormittag einem Ministerratbe — Ein Telegramm des „Temps" ans Timowa meldet, daß die Sobranie eine aeheime Sitzung abgehalten und Mittheilungen der Regierung über Pourparlers mit den Zankowisten entgegengenommen habe. Die Bedingungen der Zankowisten seien als unannehmbar erachtet, weil sie die Demission der Regentschaft und Bildung eines neuen Mlmsteriums Vorschlägen, worin Kaulbars zwei Jahre die Functionen eines außerordentlichen Commissars ausüben solle. Stambulow theilte ferner mit, die Pourparlers über einen Rußland genehmen Thronkandidaten hätten nicht zum Aiele aefübrt weil der betreffende Candidat abgelehnt habe, lieber einen anderen von Stambulow an- gebeuteten, ebenfalls dem russischen Hofe verwandten Candidaten sei eine Entschließung "^.?efaßt, weil man erst die Ansicht der Pforte hören wolle, welche vor zwei Tagen nicht erlangbar sei. 8 tV“ } ‘öetten Proitctirt. a«8SS ^aumbach'sDichtum haft. «« Meister,in M wahrhaft groß Mrt werden, wie Vortrage die ganze Mbe mit dem heften Mlein, ebenfalls os bildete, bei. tzz bm Momente, roeldje l genommen wurden: 1 unschuldig zu gebens w. b. -untelheit wurde die Ite sich heraus, daß em baß es ein elira ttembaä) sitzender ebesbeners herrscht in den Gemeinden vorgekommen und onnahr genesen \W, aon dem KWmt ■ GGy Mchn, lD. 3.) aller von berufener e Rede mehr, immer en, wurde mir heute t den mehrermhnten r Krankheitsfall mehr ftfach und in Finthen ine gefahrvolle Krm- rachün. Dr- OM abgereift, nicht ohne erlassene Verordnung, dortigen Markt müll gegen die von einem Wertung der mehr- Mckben: Unwider- obung durch den Tod Chemiker W- h^r, den >m zu nehmen. Am Platterstraße, zwaM Reiche des bedauerns. en welches das todt- ?f*M ii denen er ^m An SU»**“ d SübB--"-'L 'Don K 22 Jahre«, rÄdgeAr S'S Ä iS -in zier a^Ä$t b- t mr die F^braa den. Zlxt e'N , dem mit e irerA war ein ,*Se*** Burschen-hie inen 'ähnlichen efernden se" nab !&;>« i.s*S eine KG^Mcastlr ssW Theater. Aus Marburg wird uns über das dortige Theater berichtet: Die von Herrn Director Rudolph Hierselbst im Saalbau veranstalteten Vorstellungen haben sich eines fortdauernd zahlreichen Besuches zu erfreuen. Und das mit Recht, denn geradezu überraschend sind die Leistungen und bewunderungswürdig die Resultate, welche das organisatorische Talent des Directors rote die durchaus gediegene und — besonders was das Ensemble betrifft — harmonische, schroungkrästige Darstellung der engagirten Kräfte erzielen. Die Vorstellung am Sonntag: „Die schöne Ungarin", Operette von Millocker, bot ein glänzendes Beispiel dafür. Das vollbesetzte Haus spendete, durch die frische, in einzelnen Pidcen geradezu musterhafte Darstellung in animirteite Stimmung gebracht, reichlichen, wohlverdienten Beifall, und dem nicht endenwollenden Hervorrufen und stürmischen Verlangen nach Wiederholungen der taktvoll gehaltenen, aber äußerst belustigend wirkenden Gesangseinlagen mutzten die Künstler wiederholt entsprechen. Selbst dem verwöhntesten Kenner brachte der Abend des Neuen und Interessanten die Fülle und es ist gewitz mit Dank anzuerkennen, mit welch' liebenswürdiger Zuvorkommenheit Herr Director Rudolph die Wünsche und Interessen des hiesigen Publikums berücksichtigt, indem er demselben gerade die neuesten und geschmackvollsten Erscheinungen auf dem Gebiete des Lustspiels, der Operette rc. vorführt. Wir wünschen seinem Unternehmen von ganzem Herzen Glück und weiteren Erfolg. Verein Jugendfreund. Die verehrlichen Freunde und Mitglieder unseres Vereins ersuchen wir ergebenft, ihre Sammlungen an Cigarrenabfällen (und Flaschenkapseln) baldmöglichst an Herrn H. Schnell, Brandgasse 3, gelangen zu lassen. Bei den immer wachsenden Ansprüchen müssen wir den Mitgliedern ganz besonders an's Herz legen, die Sainm- lungen eifrig zu betreiben und zur Mitarbeit anzuregen, damit wir auch bei der diesjährigen Ehristbescheerung eine grötzere Anzahl hiesiger armer Kinder mit vollständig neuer Kleidung beglücken können. Während wir 1880 5, 1881 10, 1882 11, 1883 12, 1884 15 Kinder vollständig neu kleiden konnten, waren wir 1885 sogar in der Lage, deren 20 zu bedenken. Sollte uns dieselbe Unterstützung wie in den Vorjahren zu Theil werden, was wir im Interesse der Armen von Herzen wünschen, dann hoffen wir in diesem Jahre eine noch größere Zahl armer hiesiger Kinder zur Bescheerung um unseren Weihnachtsbaum versammeln zu können. Der Vorstand des Vereins Jugendfreund Handel mrd Limburg, 3. November. Rother Weizen, JL. 14.30, weißer Weizen JL 14.10, Korn 10 65, Gerste 8.90, Hafer JL. 5.75, Kartoffeln ä 100 Pfund Jt 0.00. Erbsen ä 100 Pfund Jt 00.00. Schiffs - Bewegung der Post-Dampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetsahrt-Actien-Gesellschaft. Hamburg, 3. November. Das Deutsche Dampfschiff „Sorrento", Eapitän Müller, ist am 31. October, Vormittags, wohlbehalten in New-'Aork angenommen. Kirchliche Muzeigesr der Stadl Wieste«. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 20. Sonntag nach Trinitatis, 7. November. Vormittags 9Vz Uhr: Professor Dr. Gottschick. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Montag, den 8. November, Abends 8 Uhr, Bibel stunde in der Kleinkinder- schule, Markus Kap. 1, von Vers 35 an, Pfarrer Dr. Naumann. Am Sonntag, den 14. November, wird Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgottesdienst gehalten werden. Die am Neformationsfeft für die GustamAdolfs-Stiftung erhobene Kirchenkollekte betrug 73 JL 76 Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 7. bis 13. November besorgt Pfarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. 21. Sonntag nach Pfingsten. Von 7 Uhr an Beichte. Um 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. „ ValO Uhr: Amt und Predigt. „ 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in der IlMagoge. Freitag Abend 415 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 515 Uhr. ibkecth not Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. In dem Konkurse über das Vermögen der Firma Nattmann und DZridig in Gießen ist das Verfahren wegen Mangels einer den Kosten entsprechenden Masse eingestellt worden. Gießen, den 1. November 1886. Großh. Amtsgericht. _________Gebhardt._____7971 Bekanntmachung. Durch Beschluß Großh. Amtsgerichts Gießen vom 3. November l. I. ift das Konkursverfahren über das Vermögen der August Nauheimer Wittwe von Gießen, da es sich ergeben hat, daß eine den Kosten des Verfahrens entsprechende Konkursmasse nicht vorhanden ist, ein- gestellt worden, was hiermit bekannt gemacht wird. Gießen, den 3. November 1886. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts. __________Glässing.______7972 Bekanntmachung. Freitag den 12. November, Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen an der Biedenkopf-Gießener Straße, zwischen Mornshausen a/D. und Gladenbach, 33 Stuck kräftige Pappelbäume öffentlich meistbietend versteigert werden. Anfang der Versteigerung bei Straßennummerstein 12,1. Dillenburg, den 30 Oktober 1886. Der Landesbauinspektor. 7840___________Wolff.________ Dienstag den v. November, Nachmittags 2 Uhr, werden im Darmstädter Haufe zur Becker'schen Konkursmasse gehörige Cigarren, Cigarretten, Wein in Flaschen und Faß, Ligueure in Krügen und Flaschen u. s. w-, sowie Mittwoch den 10. November, Nachmittags 2 Uhr, Colonialwaaren aller Art versteigert. 10 Brode Raffinade, einige Sacke Kaffee, Reis, Gerste, Kleesaat rc. können vorher aus der Hand verkauft werden. Im Auftrag der Konkursoerwaltung: 7958 !$♦ Hoffmann. Jeikgeöotenes. 7962] Aechte Franks. Würstel, fst. Cervelatwurst, Trüffel-, Sardellen- n. Leberwurst, abgekochten Schinken, Dchsenrungen «. Gänsebrust empfiehlt E. G Kleinherrn. Großh. Realgymnasium und Realschule ZU Giesteu. Die früheren Schüler unserer Anstalt werden hiermit benachrichtigt, daß wir im März 18*7 die F^ier deS fünfzigjährigen Beffchens der Neaifchule zu begehen gedenken. Zugleich werden sie freundlichst gebeten, uns möglichst bald ihre genauen Adreffen unter gleichzeitiger Angabe der Zeit und Dauer ihres Schulbesuches einsenden zu wollen. Gießen, im October 1886. 7787 Der Director und das Lehrercollegium. Ausverkauf. Die in dem Konkurse über das Vermögen der Johanna Lang vorhandenen Maaren, als Hüte, Bauder, Federn, Blumen, wollene Tücher, Kaputzen, Handschuhe u. dgl. werden in dem seitherigen Geschäftslocal, WalÄthor Strasse fi zu billigsten Preisen ausverkaust. 7957 Hoffmann, Konkursverwalter. <, -■ 1 BrilfiantafflkafiTee Import-Gesellschaft Willy Schwab & Cie., Cöln, liefert ein durch WoB»lgesc6imaeh. Kraft und Aroma un- fibertrolfenea Getränk, irgparnlgg von SL Prozent allen anderen gerSüteten Kaffee’s gegenüber. Niederlage in 1 2 und V* Ko. Packeten zum Preise von JL 1 20, 1.40 und 16.0 pr. «»ÄS U"d «L W* mL®“9“"’ MbÄn' ^sammeln/ ■*ä J. Femgmemn 7670 Erich 7935 stille Theilnahme 7969 Gießen, den 5. November 1886. 7970 Familie Zimmermann. 1819 im Alter von 4 Monaten nach 12 tägigem Kranksein sanft entschlafen ist und bitten um Carl Loos, am Kirchenplatz. C. W- Dietz Nachfolger. Zur Beförderung von Auswanderern nach allen Häfen Amerika’s und Australien9® zu gleichen Preisen wie an Kafenplätzen hält sich unter Zu» stcherung reeller Bedienung bestens empfohlen , 7942 Ein junges Mädchen vom Lande m Drenst gesucht. Antritt sofort oder zu Weihnachten. Frankfurter Straße 103. Vortrag des Herrn Pros. Dr. Oncken: „Deutsche und Polen im Parlament". Der Vorstand des nationalliberalen Vereins. Von Bremen nach 9fcett>l)orf in — 9 Tagen ■»»» mittel« den neu eingerichteten Dampfern des IVor^deutschen ILloyd. Wilhelm Gail, Minna Gall, geb. Mahla. Giessen, den 4. November 1886. NationaUiberaler Verein Monalsoersammlung der Uationalliberalcn und ihrer Ireunde SamStag den 6. November, Abend» 8 Uhr, auf dem Lenz'schen Felfenkeller. Todes-Anzeige. Verwandten und Freunden hiermit die traurige Nachricht, dass heute Mittag 2 Uhr unser liebes Söhnchen Sonntag den 7. d. M.» Nachmittags 3 Uhr: Versammlung bei F. Felsing, Neuenweg. Tagesordnung: Wahl eines Delegirten zur General-Versammlung des Oberhessischen Bienenzüchter-Vereins. _____________________ Redactivn: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. y. b r. Pietsch) in Eic^eu Die heutige Nummer enthält 1 Blatt u. 1 Beilage. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Theilnahme bei dem schweren Verluste, der uns betroffen, sagen wir unseren tiefgefühltesten Dank. Wermischte Anzeigen. '7973 Gestern Abend wurde in Stein's cmarte£^ Ueberzieher verwechselt. Man bittet denselben alsbald umzutauschen. 7974 Am Stiftungsfest des Schützen^ verems ist ein falscher Hut zurückge- blreben. Man bittet denselben in Stein's Garten umzutauschen. XXXXXXXXXXXXXMXXXRXXXXXXX x Täglich frische Wurst | und ein gutes Glas | Achmer Mim-Export-Vier g U zu hahen bei 7956 x «s,Wirch Stork, Rodheim, x Ixxxxxxxx«8