Amts- und Anzeigtblatt für den Kreis Gießen. 1SS6 T. ew WM ™t feinte M Sw HlW Amtlicher Hßeil. Bekanntmachung. Nachdem Philipp Wingenfeld zu Reinhardshain als Wasenmeister für die Gemeinde Reinhardshain bestellt und in dieser Eigenschaft verpflichtet worden ist, so wird dies hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, am 30. März 1885. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. __________________________ Hesterreich. Pesth, 3. April. Im Abgeordnetenhause brachte Jstoczy einen Antrag -ouf Besteuerung der Börsengeschäfte ein. Irankreich. Paris, 3. April. Der Kardinal Guibert richtete ein Schreiben an den Präsidenten Gröoy, worin er bittet, der Präsident wolle seinen Einfluß geltend machen, daß die belästigenden Maßnahmen gegen die Katholiken aushörten. Die Katholiken stünden den republikanischen Staatseinrichtungen, vorausgesetzt, daß die Religion respectirt werde, durchaus nicht feindselig gegenüber. — Ein Telegramm der Generals Warnet aus Tongking meldet: Die Franzosen besetzten Laokai ohne Zwischenfall. — Nach Decazeville gehen demnächst wieder Truppen ab, da die jetzige Lage dort zu größeren Besorgniffen Anlaß giebt. Im Departement Nord herrscht vollständige Ruhe; die Strikes sind auf dem Wege friedlicher Beilegung. Eine Bande strikender belgischer Arbeiter, welche nach Frankreich übertreten wollten, wurde an der Grenze von den französischen Behörden angehalten und zwei Individuen, von denen einer 650 Francs bei sich trug, verhaftet. — Die Verhandlungen behufs Abschluffes eines französisch-chinesischen Handels-Vertrages werden demnächst beendet. Belgien. Brüssel, 2. April. Hier herrscht große Besorgniß wegen des starken Zuzugs von Streikenden. Am Sonntag werden wieder mehrere anarchistische Versammlungen stattfinden, in denen Protest erhoben werden soll gegen die Maßregeln, welche der Bürgermeister gegen die Bettelei in den Straßen verordnete. Die Behörden treffen umfaffende Vorsichtsmaßregeln, um Ruhestörungen im Keim zu unterdrücken. L ~ ipr „ m . Mons, 3. April. General van der Smrflen erbeb em Rundschreiben an die Commandanten der unter seinen Befehlen stehenden Truppenabtheilungen, Deutschland. ][ Darmstadt, 4. April. Der Grobherzog empfing gestern in Ab- ichieds-Audienz den königlich preußischen Gesandten am grobherzoglichen Hose zu Karlsruhe, Herrn v. Eisendecher, welcher seit dem Weggang des früheren Gesandten Stumm und bis zum Eintreffen des jetzigen Gesandten Le Maistre auch am hiesigen Hofe die Gesandtschafts-Geschäfte interimistisch wahrgenommen batte. — Am selben Vormittag empfing der Großherzog den neucreirten Freiherrn Heyl von Herrnsheim. Der Großherzog hat nämlich den Großindustriellen Geheime Comrnerzienrath Heyl zu Worms, deffen Kinder und einzigen Bruder, der Major ä la suite der Kavallerie und zugleich persönlicher Adjutant des Herzogs von Edinburgh ist, in den Adelsstand erhoben. Der jedesmalige Besitzer des von den Dalberg'schen Besitzungen in Herrnsheim herrührenden Fidei- commißgutes führt den Titel eines Freihecrn, während die übrigen Familien- Mitglieder das einfache Adelsprädikat erhalten. Augenblicklich weilt der Graf zu Sayn - Wittgenstein - Berleburg in unserer Stadt, um den Orchester- und Vocalproben zu der von ihm componirten Oper „Antonius und Cleopatra" beizuwohnen, welche am Sonntag, 11. April, hier erstmals in Scene gehen soll. Der Nachricht gegenüber, welche jüngst durch die Blätter gegangen ist, daß die zweite Stänöekammer am Mittwoch nach Ostern wieder zusammentreten werde, wird uns aus Abgeordnetenkreisen versichert, daß ein Wiederzusammen- tritt der Kammer vor Ende Mai mcht wahrscheinlich sei. Berlin, 3. April. Das Abgeordnetenhaus nahm in zweiter Lesung den Gesetzentwurs, betr. die Fortbildungsschulen in den Provinzen Westpreußen und Posen, durchweg nach den Commisfions«Anträgen an, begann sodann die Berathung des Gesetzentwurfs, betr. die Schulversäumniffe in Preußen, Schlesien und der Grafschaft Glatz, und vertagte dieselbe ohne Beschlußsaffung aus Dienstag. Berlin, 3. April. Dem Bundesrathe ging ein Gesetzentwurf über die mit Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfindenden Gerichtsverhandlungen zu. Danach kann der Vorsitzende den bei den Verhandlungen Betheiligten die Geheimhaltung des Inhalts der Verhandlungen zur Pflicht machen. Die Preffe darf über solche Verhandlungen keine Berichte bringen, die Verkündigung der Urtheis- sormel erfolgt öffentlich. — Der „Reichs-Anz." meldet: In Folge der gefährdeten Lage der Stadt Danzig und des unteren Theiles der Thorner Niederung durch Eisstopfungen in der Weichsel, sandte der Arbeitsminister den Geheimen Baurath Kozlowski in die bedrohte Gegend. worin er befiehlt, sorgfältig aus die Vertheilung anarchistischer Schriften in der Armee zu achten und die Soldaten über die Pflichten zu instruiren, welche sie gegenüber dem Aufruhr zu erfüllen haben. England. London, 3. April. Nach einer der Regierung zugegangenen Mittheilung hat das russische Geschwader gestern Nachmittag Syra verlaffen und ijl nach der Suda-Bai zurückgekehrt. — In Portsmouth sollen bis zum 7. April vier Torpedoboote in Dienst gestellt werden, um zum englischen Geschwader im Mittelmeec abzugehen. Atalien. Mailand, 2. April. Die Exceffe von Seiten der Arbeiter, welche gestern Abend die Aushebung der Brodtaxe verlangten, führten im Laufe des heutigen Tages zu mehrfachen Verhaftungen; der Domplatz ist militärisch besetzt ; die Municipalität erließ eine beruhigende Kundmachung. — Die Veranlaffung zu den gestern Abend hier vorgekommenen Ausschreitungen gab eine Collision zwischen einer Gruppe Arbeiter und Octroi- beamten, welche von den ersteren die übliche Eingangsgebühr für das von ihnen mitgesührte zum Tagesgebrauch bestimmte Brod forderten. Bei dieser Collision tduf^ ein Arbeiter verwundet. Am Abend sammelte sich aus dem Domplatze eine große Menge an, um gegen die Maßregeln der Octroibeamten zu protestiren. Die Polizei zerstreute die Menge, welche sich jedoch wieder sammelte und nun zu allerlei Exceffen überging, so daß zwei Compagnien Infanterie aufgeboten werden mußten, um die Ordnung wieder herzustellen. Es fanden gegen 30 Verhaftungen statt. Die Municipalität desavouirte die Octroibeamten und man glaubt, daß die Arbeiterbevölkerung sich durch diesen Entscheid beruhigen wird. Bulgarien. Sofia, 3. April. fHavas-Meldung.j In der Antwort des Fürsten Alexander an den Großvezier heißt es: Seine Wünsche und Bemühungen gingen dahin, Bulgarien entsprechend den von ihm gebrachten Opfern sicherzustellen, sowie die einzige gesetzmäßige Souveränetät des Sultans aufrechtzuerhalten. Er werde seine Hände nicht zur Wiederherstellung des Zustandes leihen, welcher den Interessen des Friedens schädlich wäre. Er halte das türkisch-bulgarische Abkommen vom 4. Februar aufrecht und lehne ein türkisch-europäisches Arrangement ab, wenn seine Forderung hinsichtlich der Form der Ernennung nicht in Erwägung gezogen werde. Er erfülle eine heilige Pflicht gegen das Volk und glaube, das Interesse seines Souveräns zu vertreten. Er habe zahlreiche Beweise seiner Ergebenheit gegenüber seinem Souverän gegeben, um glauben zu dürfen, der Sultan werde die Weigerung, die durch des Sultans eigene Interessen dietirt seien, würdigen. Kriechenlauv. Athen, 3. April. Die Regierung wird heute der Kammer Vorlagen machen, welche eine Erhöhung des Betrages der mit Zwangscours umlaufenden Bankbillets, sowie eine Erhöhung der Kadres d»r Land- und See-Streitkräfte betreffen. Eine ministerielle Erklärung wird nicht erwartet, jedoch wird der Minister jede gewünschte Auskunft über finanzielle und militärische Fragen erthei- len, eventuell diplomatische Actenstücke vorlegen. Türkei. Konstantmopcl, 3. April. Said Pascha hat die Conferenz auf den nächsten Montag einberufen. Amerika. New-Nork, 3. April. Die Strikenden bei dem Fort Worth griffen heute die Beamten an, welche die Abfahrt eines Güterzuges zu bewirken suchten. Es wurden hierbei 7 Personen getödtet und viele verwundet. Hunderte von bewaffneten Bürgern patrouillirten durch die Straßen. Die Verkaufsläden sind geschloffen. Montevideo, 2. April. In einer Schlacht zwischen den Regierungs- Truppen von Uruguay, unter General Täjes, und den Aufständischen wurden letztere geschlagen und erlitten große Verluste. (General Castro soll mit allen Osficieren und 400 Mann gefangen genommen sein und Arredondo soll hart verfolgt werden). Reichstag. E. R. Berlin, 3. April 1886. Die heutige dritte Berathung über die Zuckersteuer bewegte sich ausschließlich in Einzelheiten, betreffend die festzustellenden Steuer- und Steuervergutungssatze. Abg. Graf Stolberg verlangt die Festsetzung der Rübensteuer auf 1.60 JL, hingegen für die Rückvergütung eine abwärts gleitende Skala von 17.40 Jü bis zum 30. September 1887, von da ab weiter eine Verminderung um M Für Kandis und» Lucker in Broden sollen 21,45 AL bezw. 20,20 AL und für alle übrigen Hartzuckerarten sollen 20 AL resp. 19 AL vergütet werden. Abg. Bormann und Genossen verlangen eine Rübcnsteuer von 1,70 AL und eine Vergütung von 18 AL bezm. 17,50 AL, ferner eine Steuer von 22,20 AL auf Kandis und Zucker in Broden, für alle übrigen Hartzuckerarten 20,30 AL resp. 20,45 AL Abg. Racke verlangt Beibehaltung der Commissionsanträge in der zweiten Lesung bezw. Festsetzung der Rübensteuer auf 1,60 AL, der Rückvergütung auf Rohzucker zu 16,40 A auf Kandis und Zucker in Broden 20,20 AL; auf alle übrigen Hartzuckerarten 19 AL Außerdem verlangt er die Annahme einer Resolution zu Gunsten einer einzuführenden Fabrikatsteuer; am wünfchenswerthesten wäre eine hierauf bezügliche internationale Vereinbarung. An deren Stelle folle eine Consumsteuer spätestens mit dem 1. April 1890 treten. Die Debatte, an der sich die Abgg. Dr. Barth, Graf Stolberg, Trimborn, Racks, Graf Hacke, Staatssecretär v. Burchardt und einige Regierungscommiffarien betheiligten, war rein technischer Natur. Nach längeren Ausführungen dieser Redner wurde der Antrag Racke abgelehnt, für den die Freisinnigen und ein Theil des Centrums stimmte. Zur Annahme gelangte der Antrag des Abg. Graf Stolberg; dafür stimmen außer den Freisinnigen ein Theil des Centrums und der Rechten. Ferner gelangte folgende Bestimmung zur Annahme: „Ten Inhabern von Zuckerrafsinerieen kann zur Entrichtung der Steuer für den zu Raffineriezwecken aus den Niederlagen entnommenen Rohzucker Credit bewilligt werden." Der Rest des Gesetzes wird nach den Beschlüssen der zweiten Lesung angenommen und danach das ganze Gesetz mit großer Majorität. Nächste Sitzung Montag. Kleinere Vorlagen. Telegraphische Depeschen. LSolsf'S telegr. rorrespouhem'vurea«. Danzig, 4. April. Die Verschließung des Werderdamm-Bruches bei Weszlinken ist gestern Abend wieder gebrochen. Soldaten sind gegenwärtig beschäftigt, diefen Bruch abermals zu schließen. Heute Vormittag wurde auch die provisorisch hergestellte Wand der Schleuse bei Plehnendors durchbrochen und der Danziger Hasen ist von Neuem durch das Hochwasser gefährdet. Es wird mit Ausbietung aller Kräfte eine neue Verstopfung des Schleusenkanals versucht. Der Strom ist bei Neufähr jetzt eisfrei, es wird aber ein weiteres Anwachsen des Wassers um mehrere Fuß erwartet. Die Ortschaften Babnfack und Neufähr find, arg verwüstet. Karlsruhe, 4. April. In dem Befinden des Erbgroßherzogs ist keine wesentliche Veränderung eingetreten, nur wurden in der letzten Nacht zwei kleinere Gelenke wieder etwas schmerzhaft. Paris, 4. April. Aus Dccazeville wird gemeldet, daß die Redacteure des „Jntransigeant", Ducquercy und Roche, daselbst heute früh wegen Aufreizung zur Arbeitseinstellung und Erregung von Ruhestörungen von Gensdarmen verhaftet wurden. London, 4. April. Morgen findet ein Cabinetsrath statt. Lord Salisbury ist hierher zurückgekehrt. — Der Ministerialsecretär im Local-Gooernement Board, Jesse Collings, hat mit Rücksicht darauf, daß seine Wahl in Ipswich für ungiltig erklärt worden ist, feine Entlassung gegeben. — In Halifax ist der frühere Deputirte Stansfcld unbeanstandet wiedergewählt worden. — Franz Liszt ist gestern Abend in Sydenbam eingetroffen, woselbst er von Lord Littleton empfangen wurde, bei welchem er während seines Aufenthalts als Gast verweilt. Lord Littleton gab Liszt zu Ehren eine große Soir6e, an welcher die Elite der Gesellschaft und hervorragende Künstler der Musik tbeilnahmen. Unter den Anwesenden befand sich auch der deutsche Botschafter am hiesigen Hofe, Graf Hatzfeldt. K> Petersburg, 4. April. Der bisherige rumänische Gesandte Kretzulesco ist gestern von hier abgereift. — Der „Neuen Zeit" zufolge find dem Münzhofe in der jüngsten Zeit aus Sibirien 222 Pud Gold und 260 Pud Silber zugegangen. Belgrad, 4. April. Garaschanin hat die Bildung des neuen Eabinets übernommen. Konstantinopel, 4. April. (Telegramm des Reuter'schen Bureaus.) Die Einberufung der Conferenz ist erfolgt, nachdem die Antworten der Mächte auf die letzte Circularnote der Pforte eingegangen war.... Dem Vernehmen nach würde sich die Thätigkcit der Conferenz auf die Unterzeichnung eines Protokolls beschränken, zu dessen redactioneller Feststellung die Botschafter bereits morgen zu einer Besprechung zusammentreten würden. Lokales. * Gießen, 4. April. In der gestern Abend im Lenz'schen Felsenkeller abgehaltenen Monatsversammlnng der Nationalliberalen sprach Herr Realgymnasiallehrer Schwabe über den Jesuitenorden und leitete seinen inhaltsreichen Vortrag mit einem Hinweis auf die Gegenwart ein, in welcher der Culturkampf wiederum eine bedeutende Nolle spielt. Erst vor wenigen Tagen hat der hervorragendste Führer jener Partei, die in unserer höchsten parlamentarischen Körperschaft die Trägerin jenes unglückseligen Con- sticts ist, sich dahin ausgesprochen, daß eine Hauptbedingung der Beilegung des Cultur- kampses die Zurückberufung der Jesuiten in das deutsche Reichsgebiet wäre. Wenn Redner auch nicht um Politik zu treiben gekommen sei, so müsse er doch darauf Hinweisen, in wie inniger Beziehung das zu behandelnde Thema zum politischen Leben der Gegenwart stehe. An diese Worte knüpfte der Vortragende nun die Geschichte des Jesuitenordens, die wir in Kürze hier wiedergeben wollen. Ton Inigo de Necalde wurde 1491 als der jüngste Sohn des Ritters Beltram von Loyola auf dem gleichnamigen Schloß in den Gebirgen der Basken geboren. Er verbrachte feine Jugend in ritterlichem Thatendrang und in devoter Ehrfurcht vor den Heiligen am Hofe Ferdinands des Kath., nahm im Jahre 1521 an der Vertheidigung der Burg Pampelona gegen die Franzosen Theil, wobei er schwer verwundet wurde. Das einsame Krankenlager ließ sich seine Phantasie an Heiligengeschichten erregen und sein Her; erglühte in Sehnsucht, wie ein St. Franziskus durch der Erde Elend des Himmels Herrlichkeit zu erwerben. Kaum genesen, wandte er sich nach dem Kloster Montserrat, legte eine Generalbeichte ab, vertauschte seine Kleider mit dem Bettlergewand, hängte seine Rüstung vor dem wunderthätigen Maricnbilde auf und hielt nach alter Rittersitte Wacht vor seiner neuen Gebieterin mit dem Pilgerstab in der Hand. In strengen Fasten, schwärmerischen Visionen, Büßungen und Wallfahrten verbring! er alsdann lein Leben in völliger Armnth und lernt als 33jühriger Mann unter Knaben fitzend die Anfaiigsgründe des Latein. 1528 zieht er mit einem Esel, der seine Bücher trägt, nach Paris auf die Universität, dort gleichgesinnte Genossen findend, die nach seinen Ordnungen leben. Am 15. August 1534 begaben sich alle nach der Kirche von Montmartre und gelobten feierlich, einen Orden zu gründen zur Bekehrung der Heiden, indem sie sich jeder Mission des Papstes ohne Widerspruch unterziehen wollten. Nach Vollendung seiner Studien wendete sich Ignaz nach Rom, beim Papste um Erlaubnis, einen Orden zu stiften, nachsuchend und nach mancherlei Bedenken erhält der neue Orden endlich 1540 durch Paul III. die päpstliche Bestätigung mit der Aufgabe, Heiden und Ketzer zu bekehren, wo und wie es dem Papst gefallen möchte. Der Orden nannte sich „Die Gesellschaft Jesu" und stand unter der Leitung eines Generals, zu welchem Ignaz gewählt wurde und welcher feinen Wohnsitz in Nom halte. Derselbe war aber der Verwaltung im Großen nicht gewachsen und seine Entwürfe zur Organisation des Ordens gewannen erst ihre mustergiltige Ausgestaltung durch den Nachfolger Lainez. Die Väter des Ordens erkannten auf Erden keinen anderen Herrn als ihren Ordensobern und den Papst. Mit den weitgehendsten Vollmachten ausgerüstet, trat der Orden als mächtigste Stütze der Hierarchie gerade zu jener Zeit in's Leben und gelangte schon unter dem 2. General zu seiner vollsten Bedeutung, nämlich die Sache der Hierarchie zu führen gegen den Protestantismus. Schon das rasche Wachsthum läßt ihn als historisches Bedürsniß erkennen, hatte er doch bereits beim Tode des ersten Generals (1556) über 1000 und 50 Jahre später über 10,000 Mitglieder. Im Weiteren führte Redner aus, daß ein von einem General begangenes Verbrechen sorgfältig verheimlicht würde und nur feine Abdankung zur Folge hätte, daß ferner jedem in den Orden Eintretenden die Liebe zu feinen Blutsverwandten verboten ist, er darf nicht mehr sagen: ich habe Eltern und Geschwister, sondern nur, ich hatte sie; selbst die Eorrespondenz mit ihnen ist nicht gestattet oder nur unter Aufsicht eines Superiors. Der Jesuit wird allrnälig zu einer Maschine des Ordens, selbst sein Gesicht muß sich den Vorschriften desfelben fügen, wie fein Denken uns Handeln. Getragen von der Idee eines überall durchgreifenden Organismus, hat dieser Orden im 1. Jahrhundert seiner Entstehung Wunder gewirkt, den in Orthodoxie erstarrenden Protestantismus auf der ganzen Linie geschlagen, durch seine Schulen Glanz um sich verbreitet und in Deutschland aus Ingolstadt ein katholisches Wittenberg gemacht. (Schluß folgt.) Gießen, 5. April. Gestern Vormittag wurde die Leiche des am 24. März ertrunkenen Posteleven Wolf unterhalb der Neumühle durch Bleicher Schmitz auf- gefunden. Dieselbe wird heute durch Angehörige der Familie in die Heimath nach Bingen verbracht. Dem Leichenbegängniß, welches heure Vormittag von der Leichenhalle nach dem Bahnhofe stattsand, folgten zahlreiche Freunde, sowie fast sammtliche Postbeamte und Vorgesetzte des leider zu früh Verschiedenen, ein Zeichen, welcher Beliebtheit sich derselbe in seinen Kreisen erfreute. Verwischter. Darmstadt, 2. April. sPostpersonalnachrichten.) 1. Ernannt find die Tele- graphenassistenten Diem er in Mainz und Henkel in Darmstadt zu Ober-Telegraphen- affiftenten. 2. Angestellt ist der Postassistent Merz in Mainz. 3. Versetzt sind der Telegraphen-Jnspector Treu tler von Potsdam nach Darmstadt, der Postsecretair Krischen von Cöln nach Darmstadt behufs Uebernahme einer Bureaubeamtenstelle 1. Cl., der Postsecretair Bischoff von Mainz nach Darmstadt, der Postsecretair Merz von Metz nach Mainz, der Telegraphenmechaniker Fenner von Frankfurt (Main) nach Darmstadt. 4. Uebertragen ist dem Telegraphenfecretair de Ah na in Mainz eine Ober- Telegraphensecretairstelle daselbst. 5. Gestorben ist der Postoerwalter a. D. Greb in Grebenhain. Mainz, 31. März. sHaussuchungen.j Gestern Nachmittag fanden bei hervorragenden Mitgliedern der focfaldemokratischen Partei Haussuchungen statt, indem man einer geheimen Verbindung auf der Spur zu sein glaubt. Es wurde nicht allein eine Reihe wichtiger Actenstücke, sondern auch bei einem Mitgliede dieser Partei eine Kasse mit mehreren hundert Mark Inhalt (oermuthlich eine Agitationskasse) mit Beschlag belegt. Außerdem wurde auch, wie wir vernehmen, eine als socialdemokratischer Agitator bekannte Persönlichkeit, die sich vornehmlich mit der Verbreitung von socialisttschen Schriften befaßt haben soll, verhaftet; derselbe ist ein Oesterreicher. Auch bei Herrn Landtagsabgeordneten Jöst fand eine Durchsuchung statt, die aber einen nennenswerthen Erfolg nicht hatte, indem nur einige Zeitschriften confisciri wurden. — Auf der mecklenburgischen Ostsee-Insel Pöl waren 70—80 Männer auf das angetriebene Eis gegangen, um Aale zu stechen. Als sie mitten in der Arbeit waren, bemerkten einige von den Fischern, daß die Scholle, worauf sie sich befanden, in Bewegung war und seewärts trieb. Sie sahen auch bald, daß es ohne Hilfe unmöglich war, wieder an's Land zu kommen. Ihre Hilferufe verhallten umsonst, endlich aber bemerkte doch der auf der Lootsenstation anwesende Oberlootse Vogt ihre gefährliche Lage und holte aus Timmendorf die weibliche Bevölkerung — die Männer waren alle auf dem Eise — und unter des Lootsen einsichtiger Leitung gelang es richtig, die treibende Eisscholle mit Booten zu erreichen und die Männer zu retten. Riga, 3. April. Die Geepassage bei Domesnäs ist eisfrei. Der Eisgang auf der Düna wird stündlich erwartet. Paris, 3. April. Die „Agence Havas" meldet: Im Walde von Saintfargean bei Joigny fanden bedeutende Brände statt, die man der Böswilligkeit der dort be- schäfligten Holzfäller zuschreibt. Hande! «nd Verkehr» Grünberg, 3. April. (Fruchtpreise.) Weizen AL 17.20, Korn AL 13.90, Gerste AL 13.30, Hafer AL 13.60, Erbsen AL 17.60, Linsen AL 00.00, Lein AL 00.00, Samen AL 22.00, Kartoffeln AL 3.50, Wicken 16.00. Geschichts-Kalender. 6. April. 1415. Das Konstanzer Concilium faßt mit großer Mehrheit den Beschluß: „Daß die allgemeine Kirchenversammlung in Konstanz über dem Papste stehe, also auch ohne die Gegenwart desselben rechtsverbindlich verhandeln und entscheiden könne." — Unmittelbare Folge desselben war das Recht des Con- ciliums, Päpste ab- und einzusehen, sowie die Verpflichtung der letzteren, allen Anordnungen der Versammlung Folge zu leisten. 1528. Alb. Dürer, berühmter Maler, Kupferstecher und Holzschneider, stirbt zu Nürnberg. 1622. Schlacht bei Wimpfen, in welcher der Markgraf von Baden dem kaiserlichen Feldherrn Tilly eine empfindliche Niederlage bereitet. 1809. Die österreichische Kriegserklärung gegen Frankreich, obgleich Erzherzog Karl die Rüstungen noch nicht für vollendet erklärt hatte, und die englischen Hilfsgelder auf sich warten ließen. 1850. Preußen übernimmt Hohenzollern. große Auswahl, sol. Ausführung, mäßige Preise Photographien z. Ansicht. Dio. gebrauchte Wagen. J. G. Rumpf, Wagenbauer, Frankfurt a/M., Eisernehand 18. 1344 Repertoir der vereinigten Stabttfjeater zu Frankfurt a. M. Opernhaus. Dienstag den 6. April: Hans Heiling. Mittwoch den 7. April: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Prinz von Homburg. Hierauf: Der zerbrochene Krug. Außer Abonnement. Donnerstag den 8. April: Loheng rin. Freitag den 9. April geschloffen. Samstag den 10. April: Mignon. Sonntag den 11. April: Gastspiel des Herrn Perotti. Martha. (Lyonel: Herr Perotti.) Schauspielhaus. Dienstag den 6. April: Götz von Berlichingen. Mittwoch den 7. April: Don Cesar. Donnerstag den 8. April geschlossen. Freitag den9. April: Alfreds Briefe. Vorher: Im Bunde der Dritte. Samstag den 10. April: Zuin ersten Male: Alte Mädchen. Lustspiel in 1 Akt von Schütz. Hierauf zum ersten Male: Vom landwirthschaftlichen Ball. Lustspiel in 1 Akt von Emil Pohl. Zum Schluß: Neu einstudirt: Kur- märfer und Picarde. Sonntag den 11. April: Zum ersten Male wiederholt: Alte Mädchen. Hieraus: Zum ersten Male wiederholt: Vom landwirthschaftlichen Ball. Zum Schluß: Kurmärker und Picarde. Kirchliche Anzeigen der evangel. Gemeinde. Heute, Montag, Abend 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Matth» Kap. 5, von Vers 7 an, Pfarrer 0r. Naumann. > 16 Holztch in fMjo/tr G Freitag bett 9. ' HrMags 10 !l i ollen im Leidenhoh Echlaz Mrnhei werben: 100 Rrntr. Bucher peltjoli 30 „ Buche! 200 , J 120 Stück EichenI bis 12 M Ctm. Durch! meter. Suiammenfunjtl Kallen-Stall. ^Öenboq a/V I ___Biebel »nfa'ng unb $ “j” Senat ( an Men, " iuer't verü-i... Donrr-r-ta! tfrritag ben . tum 3 W« in dem M Weuaß. ntente wijtelgert 1 Men-, ol 2«s«l I dO 296 " | 68 ' I 86 " ml 108 " MM Staa fall i” @Segt, unb Ä: gren Ackl ® 3i Eijell " Reitst«* 2’; 34 -1» 3iW Ws-ck, *■ ^llshck Maßen Routag den Vormittag joll daö Auchden' Straße Gießen-^ 5-14, an Ort un werben- Der Ar theilungs-Stein Nr Gießen, am 3.! Großh. Kreisb Wal 40 mit 5,98 Cbm. Rmtr. Buchen-Scheit- u. Knüp- 100 ifttrt «■ S' lat kmß"ditu Stück Eichen * Stämme, von 6 bis 12 Mtr. Länge, 20 bis 45 Ctm. Durchm., zus. 74 Cubik- 55,26 0,53 27,99 n rt der in^- tanbcn bei btroor; ftütt, indem mm de nicht allein eine r Partei eine Kasse kalte) mit Beschlag socialdemokratischer ■ Verbreitung von 1 ein Österreicher, lng statt, die aber itschristm confisciri 0-80 Männer ans itten in der Arbeit uf sie sich befanden, ! es ohne Hilfe nuten umsonst, endlich ie Vogt ihre gefähr- 3 - die Männer ' Leitung gelang es inner zu retten. 5)tr aus von Laintfargean .gleit btx wA W Holzversteigerung. Donnerstag den 8., «nd Freitag de« v. April l. I., jedesmal von Morgens 9 Uhr-an, sollen in dem Weiters Hainer Ge- meindewald, Distriete Dietzenkopf und Streithain, nachverzeichnete Holzsorü- mente versteigert werden: 4 Eichen-Baustämme, 1,60 Festm., 195 Fichten-, Kiefern- und Lärchen- Stämme, 105 Festm., 2 Buchen-Stämme, 2 Festm., Ausheben von Straßengräben. Montag den 12 d, Mts., Vormittags 9 Uhr, soll das Ausheben der Gräben an der Straße Gießen—Marburg, Abtheilg. 5—14, an Ort und Stelle versteigert werden- Der Anfang ist bei Äb- thellungs-Stein Nr. ö Gießen, am 3. April 1886. Großh. Kreisbauamt Gießen. Walter. 2555 Hausen. . , Bemerkt wird, daß das Bauholz zuerst versteigert wird. Weitershain, am 3. April 1886. Großh. Bürgermeisterei Weitershain. Faulstich. 2563 4 272 53 296 68 86 108 278 30 200 120 meter. Zusammenkunft an der Straße, s. g. Katten-Stall. Allendors a/d- Lda., 3. April 1886. 2553 Im Auftrag: Bieber, Bürgermeister. Holzversteigerung im Leidenhoser Gemeindewstd. Freitag den 9. April l. Js., Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen im Leidenhoser Gemeindewald, Schlag „Altenheeg e", versteigert werden: aftllet nut "Ur, i* ^enttn unj Mlub folgt.) ■Sirs -.»»'s 0, Korn * 13-90, ,00, Lein * 00.00, „ Knüppel, „ Neiier, 16 „ „ Stöcke. Ansang und Zusammenkunft ist jeden Tag um genannte Stunde im District Dietzenkopf, am Fußpfad nach Geils- n Veschluß: •• n Papste stehe, all» tbanbeln und eni; 6Q5 Aiecht des Cm- fjtung der letzteren, Schneider, stirbt zu l(n dem kaiserlichen nch 6riW«£ „ Knüppel, „ Reifer, „ Stöcke, Nadel-Scheitholz, pelholz, Buchen-Stockholz, „ Reisholz, Birken- „ 2,60 Festm., Rmtr. Buchen-Scheitholz, Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Das Fahren der zwei städtischen vierrädrigen Gießsässer soll im Submissionswege vergeben werden. Die hierauf Reflectirenden wollen ihre Offerten binnen 8 Tagen von heute an verschlossen bei der unterzeichneten Stelle, woselbst die Bedingungen eingesehen werden können, einreichen. Gießen, am 3. April 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 2556 Holzversteigerung. Es kommen zur Versteigerung: I. Montag, den 12 April l. I. in den Districten Lichtreichen, Eisenkaute, Haag, Pstngstweide, Kasperswald, Molkenborn, Oberstube und Hirschtränke: 65 Eichenstämme mit 11,57 km, 222 Fichten- und Kiefernstämme mit 62,09 km, 20 Buchenstämme mit 21,89 km, 127 Fichten - Derbstangen mit 10,29 km. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im District Lichtreichen bei Weikarts- hain. — Steigliebhaber werden ersucht, die in den Districten Kasperswald, Molkenborn, Oberstube und Hirschtränke zerstreut liegenden Nummern vorher einzusehen, da solche bei der Versteigerung nicht vorgezeigt werden können. — Großh. Forstwart Jung zu Weikartshain ertheilt auf Verlangen Auskunft. II. Dienstag, den 13. April im District Steinweg: 78 rm Buchen- und Birken-Scheiter, 342 rm Nadel-Scheiter; 48 rm Buchen- und Birken-Knüppel, 349 rm Nadel-Knüppel; 98 rm Birken- und Eichen-Reifer, 610 rm Nadel-Reiser; 127 rm Eichen- und Nadel-Stöcke. Zusammenkunst Morgens 9 Uhr im District Steinweg am Pstanzgarten bei ReinhardShain. Grünberg, am 3. April 1886. Großherzogliche Obersörsterei Grünberg. Vigelius. 2561 2552 Amendt, Oberförster. 2562 aus Berlin- Schöne Buxbaumpflanzen 2578 werden abgegeben im Pfarrgarten zu Wieseck. Am 5. u. tz. d. M. besuche ich mit einem —großen Transport Jucker, Porrny's und Doppelponny's den Pferdemarkt zu Frankfurt a. M. 8. Neuberg Holzvergceigeroiig in den WsUmngen des Großh. Bberstatlmeisters Freiherrn von Nordrck ;ur Aadenau. Donnerstag, den 18 d. Mts., werden in den Districten Struth und Buchwald versteigert: 7 Eichen- und 2 Buchenstämme von 45—58 cm Durchmesser und 5—11 m Länge mit 14,29 km, 17 Nadelstämme mit 7,77 km und 95 Eichen- und Nodelstangen mit 7,83 km, 81 rm Buchen-, 4 rm Eichen- und 4 rm Aspen-Scheiter, 50 rm Buchen-Knüppel, 42’/2 Hundert Wellen Buchen-, Eichen- und Nadel-Reisig und 56 rm Buchen-, Eichen- und Nadelstöcke. Die Zusammenkunst ist Morgens 9 Uhr im District Struth in der Nähe von Beuern. Treis a. d. Lda., den 3. April 1886. Schönschreibhefte vön Otto Müller, Lehrer an der städtischen Bürgerschule in Halle a. d. S. Neun Hefte in deutscher Schrift. Acht Hefte in lateinischer Schrift. Drei» in starken blauen Amschlag^gehestet 6 Heft 10 Pfennig. Drei Hefte, Geschöftsaussiihe enthaltend ä Heft 12 Pfennig. Die obigen Hefte sind bereits in dritter Auflage erschienen und zahlreiche Einführungen derselben sind für Ostern, den Beginn des neuen Schuljahres, in Aussicht genommen. Der Pestalozzi-Verein ist an dem Absatz der Müller'schen Hefte mitbetheiligt. Probesendungen werden von der Verlagshandlung gratis und franco gemacht. Otto Hendel, Verlagsbuchhandlung in Halle a. d. S. fußbodenanttrich, einölsiceatif, zum Einölen, Fußbodenlack, sofort trocknend, Fußbodenlackfarbe, in wenigen Stunden mit schönem Glanz trocknend, Oelfarbe, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden kaust man anerkannt am Besten bei 2185 Exnil Fischbach. Guß- und schmiedeiserne Kessel in großer Auswahl vorräthig bei Carl Hensel, 2264___Wallthorstraße. " 2571] Frühe Roseukartoffeln und Schneestocken, per Centner JL 3 bei H. Einheuser, a. d. Actienbrauerei. Velociped, sehr gut erhalten, billig zu verkaufen. 2568 Fr. Krogmann. GeschäslülMS, Ecke an 2 der belebtesten Straßen, zu verkaufen. Frc- Anfragen unter R. 50 an die Exped. d. Bl. erbeten.___________2593 2590 Kuhmist zu verkaufen- Grünbergerstraße 44. 195 222 Bieber. 2554 öffentlich versteigert- 2574 billigst bei 2576 Consirmanden-Anfüge 276 8500 bei 1985 Bühner, Gerichtsvollzieher- A Koch Nachfolger, Hamburger Fischhandlung. Die Zusammenkunft ist an der Climbacher Lehmkaute. Allendors a/d. Lda., 3. April 1886. Gr- Bürgermeisterei Allendorf a. d.Lda. I. Bau- und Werkholz. Nadelstämme von 12—30 Ctm. Durchmesser und 5 — 15 Meter Länge, zus. 99,25 Cbm-, Nadel-Derbstangen von 11—14 Ctm. Durchm. und 5—12 Mtr. Länge, zus. 22,25 Cbm. II. Brennholz. Rm. Nadel-Knüppel, Wellen Nadel-Reiser. LouiS Rothenberger, Neuenweg 22. Pferdeversteigerung. Dienstag den 13 April, Vormittags 10 Uhr, wird in dem Hof der Gendarmerie- Caserne zu Gießen ein ausrangirtes Dienstpferd gegen gleiche baare Zahlung weise versteigert. 2592 Keilgeöotenes. Heute eingetroffen: la. Wesersalm im Ausschnitt, la. Zander und Schollen, lebende Oderkrebse, Pflanzenkübel, Rouleaurstangen, ^chließkörbe, Koffer re. empfiehlt billigst 2131 Louis Lony, Holzwaarenlager. Das große Bettfedern-Lager William Lübeck in Altona. versendet zollfrei gegen Nachnahme (nicht unter 10 Pfund gute neue Bettfedern für 60 Pfg. b- Pfd. vorzüglich gute Sorte 1.25 H „ Prima Halbdaunen 1.60 „ „ 2573 und 2 JL „ Bei Abnahme v 50 Pfd. 5% Rabatt. aKF Umtausch gestattet. 2562 Von der anerkannt ausgezeichneten Race Rattenfänger sind noch 3 reine junge Pinscher verkäuflich. Neustadt 41. Gießen, den 3. April 1886. Großh Gendarmerie-Distr. Oberhessen. Frhr- v- Follenius, Major und Districts-Commandeur. Dienstag dm 6. April l. A, Nachmittags 2 Uhr, werden in der F le t t ’ fchen Hofraithe dahier verschiedene Mobiliargegenstände zwangs- Holzversteigerung bei der Stadl Altendorf a. d. Lumda. Donnerstag den 8. April, Vormittags 9 Uhr anfangend, werden aus dem District „Hinterste Mark" versteigert: Mittwoch den 7. d. Mts., Nachmittage 3 Uhr, wird eine Parlhie Ausputzreifer aus den städtischen Anlagen, im Hofe der alten Realschule und am Friedhose, versteigert. Der Anfang ist am Neuenweger Thor- Gießen, den 3. April 1886. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. 2560 N LH , ■ ■ Scherers Das Familienblatt ist zu beziehen in Wochen-Rummern, vierteljährlich 2 JL; oder in Heften zu 50 Auch in Oktav-Format (Salon-Ausgabe), monatlich ein Heft zu 75 Den zum 1. April neu eintretcnden Abonnenten wird der bis dahin erschienene Theil des Romans NLanenliebe von H. Schobert umsonst nachgeliefert. — Von ferneren Beitragen seien hervorgehoben: „Unter der Blume". Ein Kapriccio von Stefanie Keys er. — Von E. von Hartmann Fortsetzung der Artikel über gesellschaftliche Fragen. - Beiträge von Niemeyer und anderen Aerzten über Gesundheitspflege. — Erlebnisse eines Dienstmädchens. — Schilderungen und Berichte aus dem deutschen Schutzgebiet in Ostasrika von dem Afrikareisenden Clemens D e n h a r d t. Man abonnirt in allen Buchhandlungen und bei der Post. Proöe- nummern überall umsonst und frei, auch durch die Expedition in Berlin, SW., Dessauerstr. 12. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Cbr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält l Blatt u. 1 Beilage Diejenigen E imeiorbert, dieselben B Gießen, ar nach tzergeM/M K Md# des ßk'chr Safy so gehalten 0 Könige rathen, nicht sich darüber geäußert London, 5.! Griech^laud den Natu väischen Friedensbruchj die Annahme des Ratj schlicht, die Pie üj beantworten. Dawstadt, UergnLdigst geruht : Am 27. »z mann zu Schotten,' zu versetzen und der Odersörßer der Ober Darmstadt, Mrgnädigß geruht: Am 1. April tzoslamuierrath zu ei Berlin, 5.2 Mission erklärte M ein Mitglied (Bischos zeigepflicht für die gec ... n ^ebastopolj iarften Thronfolger nebst Gemahlin und Mn und aldbalj *bel sich aq d * benutzte zur d Ehrend öJ luhkt öiirte. tae E ■ J' ®01 Sansiöar-. ° 0t diel Sä] Louise Alker Familie Alker. sagt ihren tiefgefühlten Dank 2569 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unserer unvergeßlichen Gattin und Mutter Für die uns gelegentlich des tragischen Todes unseres lieben Sohnes und Bruders, des in den Fluthen der Lahn ertrunkenen Postelcven Josef Aloys Wolf von Bingen durch die Bewohner von Gießen, besonders die Herren Postbeamten entgegengebrachte Theilnahme und das. liebenswürdige Entgegenkommen der verehrten Behörden zu Gießen sagen wir hiermit unfern tiefgefühlten Dank. 2567 Bingen, den 5. April 1886. Der trauernde Vater Jos. Wolf, und Familie. Sterbehause, Große Mühlgaffe 33, aus, statt. 2575 Tsdes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Anzeige, daß unsere liebe Mutter, Großmutter und Schwiegermutter krau Kath. Kreiling Wie. geb. Damm heute früh V27 Uhr nach langem schweren Leiden im 83. Lebensjahre sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 4. April 1886. Die Beerdigung findet Dienstag, Nachmittags 3 Uhr, vom Hermann Katz im früher Heichelheim'schen Laden. 1924 Herrn. Äug. Müller. 2591 2589 früher Marklstraße 32, zum billigen Laden. Carl Äug. Faber 2583 mit meinem kurzer Zeit 2579 Ein tüchtiger Arbeiter für ein Getreidegeschäft gcsucbr. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Geschäfts - Verlegung. Von heute an befindet sich mein Geschäft neben an bei Herrn tig. Schultheis. tielegenheitskauf. Eine große Parthie schwarze und eouleurte reinwollene Kleiderstoffe gebe ganz enorm billig ab. Vorläufige Anzeige. Meinen »erthen Kunden zeige ich hierdurch an, daß ich reich assortirten Lager wieder eintreffen werde in ganz und zwar noch vor Ostern. Alles übrige ist bekannt und folgt in nächster Nummer. A. Singer, Gesucht auf sogleich ober Ostern ein solides braves Dienstmädchen, das mit allen Hausarbeiten gründlich vertraut ist. 2587 Marburgerstraße 7. ZT Neuheiten in Damen-Kleiderstoffen. Dame« Regenmantel, Promenadenmäntel, Jaquets, Umhänge und Visits sind für die Frühjahrs- und Somn^csaiso» in größter Auswahl eingetroffen. Otf Anfertigung von Damen-Mäntel nach Maaß ohne Preisaufschlag- unter Garantie des guten Sitzens. Vermischte Anzeigen. 2577 Ein Acker (' r Morgen) in der Nähe des Herrn Gabriel zu verpachten. Näheres Südanlage 7, Hinterhaus. Rlavlerstinimen ä 1 Mark 50 Pf., sowie Reparatur Werkstätte für sämmlliche Musik-Instrumente. Fr. Ph. Brambach, Instrumentenmacher n Stimmer, 2570 Kanzleiderg 5- Dermietßnngen. 2572] Möbl. Zimmer zu vermiethen. ___Bahnhofstraße 31, parterre. _ 2564 Ein Familienlogis zu vermiethen. ___W. Nagel, Brandgasse. 2594] Stube und Küche, gleich be^ie^s bar, zu vermiethen. Neuenweg 48. 2585] Freundl. Wohnung, 5 Zimmer, Gartenantheil, Juni beziehbar, zu ver- miethen.________________Seltersweg 31. 2581] Familicnlogis mit allem Zubehör, auf Wunsch mit Gartenantheil. zu vermiethen. Frankfurterstraße 63. 2557] Kleine Mansardenwohnung zu vermiethen. Grünbergerstraße 44. 2525 Der 2. Stock pr. 1. Mai zu vermiethen. Heinr. Balser, Gründ- Str. 41. 2584 Einen Schreiner-Gesellen, sowie einen Lehrling sucht Karl Hahn, Katharinengasse. 2580] Aelterer Hausbnrsche gesucht. Nur solche mit guten Zeugnissen wollen sich melden. Zu erfragen in der Exped. d^Bl.__ *~2586 Einen Lehrling sucht Ernst Koch, Schuhmacher, Kirchenpl. 18. Mühlen M Täglich frische 2545 Backfische. 2588 2 Verkäuferinnen, welche auch im Putzmachen nicht unerfahren sind, werden gesucht, eine für außerhalb und eine für Gießen. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 2582 Ein Mädchen, im Flicken und Kleidermachen geübt, sucht Beschäftigung. Schützenstraße 14. 2558 In unserer mechanischen Weberei finden jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen Beschäftigung. Gebr. Hombcrger & Söhne. 2451 Ein junges anständiges Mädchen, welches im Nähen und Bügeln, sowie in aller Hausarbeit erfahren ist, sucht Stellung. Näheres in der Exped. d. Bl. 255" Eine anständige Person für Lanfdienst sofort gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. Taschenbuch des I Deutsche» Rechts | enthaltend sämmtiiche Reichs- lind Rcichsjustizgesetze (im Nachtrage die neue Gewerbe- | ordnung. die Krankenvcrficher- § nng der Arbeiter und das Un- SB fallversicherungSgesetz nebst einem erklärenden Wörterbuche, g Preis eleg. geb. 2 Mk- 50 Pf. A C. A. Kochs Verlagshandlung, i Leipzig 2565 Eine ruhige Familie sucht eine Wohnung von 3 Zimmern. Offerten unter B. 60 in der Exped. d. Bl. abzugeben.__________________________ 2559 Ein schwarzer Hühnerhund (Hündin) ist mir zugelaufen. P. GauS, Landbriefträger, Rodheim a. d. Bieber. F. G. F. Dienstag Abend 8 Uhr Uebung. 2595 Dienstag Abend bei Scharmann.