bedeut^ ^kaufe ich Air. 984 Westes Blatt. Sonntag den 5. December 1886. WWW Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. laufet reo, iig, 'hüringer Zwetschen, Heller- niri, 4 bellen, lollntepfe 867» Roth. »enmebt Naffinade, itrone«, ravgeat, Vanille, “ 5 Göbel. n, fett 8682 i Lindenplaß. llhäcillge, mgen. ,,, . . ... <, v* Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit BriDqerioAi Schulstraße 7. Erscheint t»H!iÄ nnt At»Snahme de- Monlao». Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Psi A M 1 l i ch s r H tz e i l. Am 3. l. Mts , Abends 6 Uhr, wurde in Hanau ein Fuhrwerk (Leiterwagen) mit 2 wohlgenährten hellbraunen Pferden, Wallachen, das eine mit Bläffe, dar andere ohne Abzeichen, entwendet. Man bittet beim Vorkommen des Fuhrwerkes daffelbe anzuhalten und der unterzeichneten Behörde sofort Mittheilung zu machen. Gießen, am 4. December 1886. Großherzoglicher Polizeiamt Gießen. ___________________________________________Fresenius.______________________________________________________ Gefunden: 1 Brille, 1 Stück Shilling, 1 Taschentuch, 1 Taschenmesser, 1 Portemonnaie, 1 Halstuch. 1 Hundemaulkorb. Zugelaufen: 1 Hahn. Gießen, am 4. December 1886. Großherzozliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Telegraphische Depeschen. Wolff'ö telegr. Korrespondenz-Bureau. Berlin, 3. December. Der Kaiser wohnte gestern der Vorstellung im Opernhause bei, empfing heute den Divisions'Commandeur Prinzen v. Reuß XIII., später zwöls General-Sup-rintendenten au» den alten Provinzen, welche hier in einer Sitzung getagt hatten, alsdann den Grafen Hochberg und machte hierauf eine Spazierfahrt. Nachmittag» 3% Uhr erscheint Staatrsecretär Graf Bi», marck zum Vortrage. Um 5 Uhr findet ein Familiendiner statt, woran die kronprinzliche Familie und Prinz Wilhelm lhellnehmen. — Die Kaiserin empfing gleichfalls obige General-Superintendenten und den Grafen Hochberg und machte dann eine Spazierfahrt. Berlin, 3. December. In dem heute begonnenen Schwurgerichts« Proceffe gegen den Vorstand de» Verein« zur Wahrung der Interessen der Arbeiterinnen (Frau Dr. Hoffmann und Genossen, wozu die Verthetdigung die Vorladung de» Minister« Puttkamer, des Polizeipräsidenten und bei Polizei« director» Krüger al« Zeugen beantragt hatte), wurde ein Schreiben de« Minister« v. Puttkamer verlesen, worin derselbe sich für sein Nichterscheinen auf einen Befehl de« Kaisers beruft, dem Poltzeiprästdenten, dem Polizetdirector Krüger und dem Criminal-Commiffar Schöne aber die Erlaubniß versagt, sich in dem Proceffe al« Zeugen vernehmen zu lassen. Seiten» der Anklage sind 25 Polizei, osficicre, seitens der Verthetdigung unter Anderen auch die Abgg. Wtndthorst, Rickert, Hinze und Singer, sowie die Frau Hofprediger Stöcker geladen. Hamburg, 3. December. Die hiesige geographische Gesellschaft be« schloß, zu Ehren der verdienten Afrikaforscher« Dr. Fischer, dem Vater des Ver« storbenen als bleibendes Andenken der Familie die goldene Kirchenpaur'sche Medaille zu überreichen. Paris, 3. Dec. Deputirtenkammer. Colfavru (Linke) u. Duval (Rechte) be- antragkn die Aufhebung der Unterpräftclen-Stellen. Der Minister des Innern, Sarrien, und der Minister des Auswärtigen, Freycinet, erwidern, daß die Unter« präfecten in vielen Arronviffements nothwendig feien, daß aber ihre Zahl verringert werden könnte. Dar Cabinet werde einen m diesem Sinne gehaltenen Entwurf vorlegen. Trotzdem wird der Antrag auf Aufhebung der Unterpräseclen-Stellen mit 262 gegen 249 Stimmen von der Kammer genehmigt. Freycinet ersucht die Kammer, die Budgetberathung zu surpendiren, da die Regierung zuvor be« rathen müsse. Die Sitzung wird hieraus ausgehoben. — Nach der Sitzung waren die Minister im Minisierium de» Auswärtigen vereinigt. — In parlamentarischen Kreisen geht da» Gerücht von der Demission des Cabinets. Pari», 3. December. Die Minister begaben sich heute Abend 5>/2 Uhr ,u Grövy und überreichten demselben ihre Demission. — Dem Vernehmen nach conferiren die Minister morgen früh nochmal» bei Gr^oy. _ London, 3. Decbr. Hier hat sich heute aus Anregung von Dr. Karl Peters ein Zweigverein der deutschen Gesellschaft sür Colonisation consiituirt. Der Vorsitzende des provisorischen Comit^s, Hermann Schmidt, und der Schriftführer, Hermann Meyer, führten aus, daß die Deutschen Englands eine Sache von so hohem nationalen Interesse, wie die deutsche Colonisation versolgen und unterstützen müßten. Die Versammlung wählte Schmidt zum Präsidenten, Rasch, Alexander Siemens und v. Ernsthausen zu Vicepräsidenten, Fick zum Schriftführer und Richard Schlesinger zum Schatzmeister. Kairo, 3. December. Der Ministerrath genehmigte gestern das Budget für 1887, dessen Einnahmen auf 9,674,000 und die Ausgaben auf 9,628,000 eayptischs Md. veranschlagt sind; der Ueberschuß betrug demnach 46,000 Psd. In dem Obigen ist die volle Zahlung für den Coupon eingeschlossen. Der amtlichen Schätzung zufolge wird das Saldo der Schuldenkasse am 25. October 1887 etwa 400,000 Psd. betragen. Reichstag. E. B. Berlin, 3. December 1886. Qur Berathung stand die erste Lesung,des Friedenspräsenzgesetzes. Kri^sminister v Bronsart stellte die Embrrngung der Vorlage als eme Zwingende NMhwendigkeit dar, sowohl in Bezug auf den Zeitpunkt der Einbringung Lwtngenoe ^coryw u^unaen und Dauer des Gesetzes. Das deutsche Volk könne m absehbarer Zeit sehr wohl in einen Krieg verwickelt werden. Einer augenblicklich SrnKpn um die es sich nicht handle, wäre die Vorlage verfehlt und die ^Antwo^t nu? eine «Mobilmachung. Ein? hohe Fri-denspräsinzstärke gewahre nicht bloß eine Erhöhung der Kriegsbereitschaft, sondern auch der Kriegsstärke des Heeres. Es entstehe nun die Frage, ob man sich in dieser Beziehung von einem Volke überflügeln lassen solle, das bei uns das Gefühl behaglicher Ruhe nicht aufkommen lasse. Das der Kommission vorzulegende Material werde den Beweis für die angegebenen Zahlen erbringen. Sind diese aber richtig, dann mußte die Vorlage so, wie es geschehen, beschleunigt werden. Hoffentlich werde die Dringlichkeit nicht verkannt werden, damit die Berathungen noch vor dem Beginn der Weihnachtsferien beendet sind. Die Militärverwaltung sei mit der größten Sparsamkeit vorgegangen; würde sich die Verstärkung in dem geforderten Maße als nothwendig erweisen, so müßten die Mittel beschafft werden. Daß die persönliche Belastung der Bevölkerung mit 1 Prozent, wie es in der gegnerischen Presse hieß, unerträglich sei, könne er nicht zugeben; jenseits der Vogesen sei die Belastung eine viel stärkere. Verhängnißvoll wäre es, diese .Vorlage von einer Verständigung über die schwebenden Zoll- und Steuerfragen abhängig machen zu wollen. — Redner schildert dann die Entstehungsgeschichte des Septennats, an dem die Regierungen festhalten; sie brächten mit der begrenzten Dauer des Gesetzes freiwillig eine Konzession, erwarten aber dann das Entgegenkommen des Hauses. In den Etatsoebatten klang das Wort versöhnend hindurch, daß der Reichstag bezüglich der Erhaltung dev Wehrkraft des Reiches eines Sinnes sei. Lösen Sie das Wort jetzt ein durch eine möglichst einstimmige Annahme der Vorlage. (Lebhafter Beifall rechts und bei den Nationalliberalen.) Abg. Richter (dfr.) verwies darauf, daß fast mit denselben Argumenten auch die Vorla^n von 1874, 1880 u. s. w. vertheidigt seien. Darin nur hätten sich die Verhältnisse erfreulich geändert, daß wir zu einer Verständigung mit Oesterreich gelangt sind, mit dem uns zahlreiche identische Interessen verbinden. Er sei dem Minister ungemein dankbar dafür, daß er die augenblickliche friedliche Lage so betont habe; das werde die sachliche Prüfung der Vorlage sehr erleichtern. Hier handelt es sich nicht um eine Erhöhung der Kriegspräscnz, die die Regierung nöthigenfalls durch Mobilisirung und Einberufung der Reserve ohne Weiteres bewirken könne, sondern um eine Erhöhung der Friedenspräsenz. Mit den Argumenten des Ministers könne man statt 100 Millionen auch wohl 400 Millionen fordern. Wenn man der alliirten Macht Frankreich-Rußland gedenke, müsse man auch unsere Alliirten, Oesterreich-Ungarn, in Rechnung ziehen, denn was hätte das Allianzverhältniß mit Oesterreich sonst für einen Zweck. In Frankreich stehen im Kriegsfälle mehr Soldaten auf dem Papier, als in Wirklichkeit vorhanden, bei uns seien im Kriegsfälle mehr Soldaten wirklich vorhanden, als auf dem Papier, denn bei uns sei das System der allgemeinen Wehrpflicht schärfer durchgedrungen als in Frankreich. Redner behandelt eingehend die Frage der zweijährigen Dienstzeit, welche, auch wenn sie bis jetzt gesetzlich nicht gelöst werden konnte, doch praktisch durch mancherlei Erleichterungen möglich sei. Daß die Motive behaupten, 49 pCt. des russischen Budgets entfallen auf militärische Zwecke, mag sein, aber seit wann sind denn russische Zustände unser Ideal? (Heiterkeit.) Wir können unmöglich unsere Steuerlast vermehren. Bezüglich der Geltungsdauer des Gesetzes glaube er, trotz der Erklärungen des Kriegsministers, an eine Verständigung auf Grund einer kürzeren Frist als das Septennat, welches seiner Zeit willkürlich als Ergebniß eines Compromisses gewährt wurde. Auch die Marine kann ohne längere Fixtrung bestehen, sie hat bei alljährlicher Bewilligung bisher keineswegs zu leiden brauchen. Im Lande der allgemeinen Wehrpflicht und des allgemeinen Wahlrechts müssen Forderungen, die sich aus der allgemeinen Wehrpflicht ergeben, mit dem öffentlichen Volksbewußtsein im Einklangs erhalten werden. Nur aus der Ueberzeugung von der Nothwendigkeit kann die Freudigkeit zur Bewilligung geforderter Leistungen hervorgehen. (Lebhafter Beifall links.) Abg. von Saldern (konservativ) erörterte, unter großer Unaufmerksamkeit des Hauses, die Regierungsvorlage, zu deren Bewilligung sich seine Partei bereit erkläre. Kriegsminister v. Bronsart: Der Abgeordnete Richter machte der Reichsregierung den Vorwurf, „daß sie, wenn eine solche Dringlichkeit für die Vorlage vor- Händen, nicht den Reichstag früher berufen habe." Demgegenüber muß ich erklären, daß die Dringlichkeit auch der Regierung erst in letzter Zeit mit Klarheit vor Augen getreten sei. (Hört, hört! rechts.) Die Grundlosigkeit der von dem Abg. Richter vorgebrachten Ziffern werde ich in der Eommission nachweisen. Abg. Payer (Volkspartei): Die Forderung des Septennats bedeute lediglich ein Mißtrauen gegen den Reichstag. Die Begründung der Vorlage mit der auswärtigen Situation ist doch wohl nicht durchweg zutreffend, denn die Mehrheit des französischen Bürgerthums denkt friedlich wie wir. Die Monarchenzusammenkünfte wurden als Bürgschaft des Friedens ausgegeben, soll denn, so frage ich, das alles schon vorbei sein ? Daß die Motive über Oesterreich schweigen, läßt den Schluß zu, daß die Reichsregierung einen zukünftigen Krieg vielleicht allein führen zu müssen glaubt. Ich therle diese Besorgniß nicht; aber der Zweifel der Negierung ist eine Sündenschuld, eine Erbschaft des Bruderkriegs im Jahre 1866, denn bis dahin konnte wenigstens der deutsche Bund durch das Schwergewicht seiner Existenz gewisse Friedensbürgschaften bieten. Sympathisch berührt mich die Erhöhung der Präsenzstärke allerdings, weil sie die ehrliche Durchführung der allgemeinen Wehrpflicht näherführt; indessen ist eine Gegenleistung und Entlastung durch zweijährige Dienstzeit nöthig. Morgen wird die Berathung fortgesetzt. Lokale-. Gießen, 4. Decbr. ^Stadtverordnetensitzung vom 2. Decbr., Nachmittags 4 Uhr.) Anwesend Herr Bürgermeister Bramm, die Herren Beigeordneten Keller und Gnauth, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Baist, Georgi, Grüneberg, Dr. Gutfleisch, Hanstein, Hoch, Homberger, Lüdeking, August Noll, Petri, Schopbach, Simon, Vogt und Wortmann. Vsr Eröffnung der Verhandlungen über die heute zur Berathung anstehende Tagesordnung wird der neu gewählte Beigeordnete, Herr Kreis- und Prvoinzial- Jngcnieur Feodor Gnauth durch Herrn Bürgermeister Bramm nach Verlesung der ministeriellen Genehmigung, laut Artikel 35 der Städte-Ordnung, in Eid und Pflicht genommen und sodann mit warmen Worten als Mitglied der Versammlung begrüßt. Herr Gnauth dankte in kurzen, herzlichen Worten für das ihm entgegengebrachte große Vertrauen mit der Versicherung, dasselbe mit bestem Wissen und allen Kräften zu rechtfertigen. c Als erster Punkt der heutigen Tages-Ordnung wird der Versammlung das bekannte Ergebniß der jüngsten Stadtverordnetenwahl und die kreisamt- liche Bestätigung desselben zur Kenntniß gebracht. Die zusagende Antwort vom Reichsinvalidenfond betr. die Erhöhung des Amortisationsbetrags vom Anlehen ä 400,000 JL. vom 1. Januar 1887 ab nebst Amortisationsplan wird der Versammlung vorgelcgt und gutgeheißen. Eine Eingabe der hier bestehenden Barbier-Innung zielt dahin, den Nicht-Jnnungsmitgliedern die Ausbildung von Lehrlingen zu untersagen; es ist dies ein Ansinnen, dem Mißbrauch der Lehrlinge zu steuern, welches von Großh. Polizeiamt lobend anerkannt wird. Herr Dr. Gutfleisch beantragt jedoch eine so schwerwiegende Angelegenheit nicht ohne Weiteres zur Beschlußfassung zu erheben, sondern erst zu einer eingehenden Prüfung an eine Commission und zwar an die juristische Commission zu verweisen; er hebt hervor, daß, wenn diesem Ansinnen auch entsprochen wird, es doch sehr in Frage zu stellen sei, ob damit auch wirklich dem Uebel abgeholfen ist; dann sei ferner dabei zu bedenken, mit wie schweren Kämpfen man seiner Zeit die lang ersehnte Gewerbefreiheit erworben und daß gewiß schwerwiegende Gründe sich gegen die Zunftmängel geltend gemacht, die man sich heute, weil beseitigt, wohl nicht mehr in ihrer ganzen Tragweite vergegenwärtigen könne. Nach längerer Debatte wird diese Angelegenheit der juristischen Commission unter Zuziehung eines Mitgliedes einer schon bestehenden Innung, des Herrn Aug. Noll zur Vorberathung überwiesen. Die Rechnung des Großh. Realgymnasiums nebst Realschule pro 1885/86, welche sich in Einnahme auf JL 65 560 und in Ausgabe auf JL 65 066 stellt, wird nicht beanstandet. Der höchste Schülerbestand dieser Schule im laufenden Jahre war 580, was der Versammlung zur Kenntniß gebracht wird. Es liegt eine Steuer-Reclamation Großh. Universitäts-Rentamtes, betr. die akademische Entbindungsanstalt, vor, welche darauf fußt, daß sämmtliche nur zu Universitätszwecken dienenden Gebäude von Steuer frei sind. Die für die genannte Anstalt bezahlte Steuer in Höhe von 350 JL wurde für das als Director-Wohnung dienende Gebäude, welches aber schon seit dem Weggange des Herrn Prof. Kehrer ebenfalls nur zu Anstattszwecken eingerichtet ist, erhoben. Die Reclamation wird der juristischen Commission überwiesen. Aus Anlaß eines kürzlich in der Wetzsteingasse vorgekommenen Unfalles (Ueber- fahren eines Kindes) wird mittelst Schreiben bei Großh. Polizeiamt beantragt, ein Verbot für den Fuhrverkehr in genannter Gasse zu erlassen; dieser Antrag wird jedoch abgelehnt; hierbei wird von Herrn Baist erwähnt, daß in Folge Fertigstellung des Schlachthauses doch bald die Wetzsteingasse, als einzige Verbindung der unteren Neustadt mit dem Wallthoroiertel, nicht genügen wird; er bringt deshalb den früher schon in's Auge gefaßten Durchbruch vom Kirckenplatz nach dem Schulberg wieder in Vorschlag; dieses sei jedenfalls das billigste Project und würde dadurch auch der fast ebenso engen Marktstraße eine Erleichterung werben. n Die käufliche Ueberlassung von städtischem Gelände an der Wiesenstraße an Herrn Louis Keller wird zum Preise von 3.50 pr. Quadrat-Meter genehmigt. Das Gesuch des Herrn Emil Kalbfleisch um Erlaubniß zur Erbauung einer provisorischen Ausstellungshalle bei seinem Hause an der Grünbergerstraße wird widerruflich mit der Bedingung genehmigt, daß dieselbe 2 Meter von der Staatsstraße zurück errichtet wird. Dagegen wird das Gesuch der Herren G oldenberg L Marcus um Erlaubniß zur Errichtung eines Lagerhauses an der Bahnhofstraße, gegenüber dem Güterschuppen der Main-Weser-Bahn, abschläglich beschieden. Die Erbauung von Weichenwärterbuden von Seiten der Main-Weser- Bahn auf Antrag der Eisenbahn-Bau-Jnspection Marburg wird nach den vorgelegtcn Angabengutgeheißen. Das Gesuch des Herrn Georg Möhl um Wasserabfuhrung an feinem Hause, Ecke der Ludwigs- und Göthestraße, das gleiche Gesuch des Herrn Sigmund Rosenbaum bei seinem Hause an der Westanlage, sowie die Entfernung zweier Schoorbäume zu seiner Einfahrt werden unter den üblichen Bedingungen genehmigt. Ueber das Gesuch des Herrn I. Klebe um Erlaubniß zur Ueberbrückung des Schoorgrabens, welches zum 3. Male vorliegt, wird die Verhandlung vorläufig ausgesetzt, da ein durch Reise abwesendes Mitglied des Stadtoorstandes schriftlich gegen eine nochmalige Verhandlung dieser Angelegenheit energisch Protest einlegte. Die über diesen Punkt sich ergebende Principienfrage soll außerdem der juristischen Commission vorgelegt werden. Die Trottoirpslasterung der Schillerstraße soll ausgeführt werden, da ein Beschluß hierüber schon aus dem Jahre 1884 vorliegt, nach welchem auch die Kosten für das nächstjährige Budget vorgesehen waren. Verschiedene Kost end ecretur en werden genehmigt. Die Verhandlungen über die Quellwasserleitung, zu welchen auch Herr Ingenieur Rosenfeld erscheint, waren mannigfacher Art und wollen wir hierüber nur erwähnen, daß der viel angefeindete Brunnen an der Ludwigs- und Bismarckstraße entfernt wird, und daß ferner einige Anmeldungen zum Wasserbezug zustimmend beschieden werden. Ferner legt Herr Rosenfeld einen Plan über die Complettirung des Rohrnetzes vor, wonach als Hauptstrang ein sogen. Rundstrang von 175 Mm. Rohrweite gelegt werden soll und zwar von der Gartenstraße a) durch die Südanlage bis zur Bahnhofsstraße und ’o) durch die Ostanlage bis zur Dammstraße; mit diesen werden alle Röhrenstränge der inneren Stadt verbunden und weiter nöthige Abzweigungen von diesen aus gelegt. Herr Beigeordneter Gnauth empfiehlt, dafür Sorge zu tragen, auch einen sogenannten Zukunftsplan herzustellen, wie das Röhrennetz nach Jahren und voraussichtlich an- sehnlicher Vergrößerung der Stadt angelegt werben müsse, um dadurch öftere kostspielige Aenderungen zu verhüten. Herr Rosenfeld erwidert, daß gerade der jetzt vorgelegte Plan in diesem Sinn angelegt sei. Herr Bürgermeister Bramm beantragt Genehmigung des vorliegenden Planes, was auch nach Verlesung der zu berührenden Straßen mit dem Ansügen geschieht, daß wegen der Weite der Röhren für jede Straße besondere Beschlußfassung vorbehalten bleibt. Hierauf Schluß der öffentlichen Sitzung 1!< nach 6 Uhr. Gießen, 4. December. Die heute zur Ausgabe gelangte Nr. 12 der Verwaltungsblätter hat folgenden Inhalt: 1. Entscheidung Großh. Verwaltungsgerichtshofes in Betreff der Fegung und Unterhaltung des Landgrabens, hier der Beitragspflicht der Gemeinde Arheilgen. (Fortsetzung.) 2. Entscheidung Großh. Verwaltungsgerichtshofs in Betreff der Reclamation der Oberförsteret Ortenberg wegen Zuziehung Großh. Cameralfiscus zu den sämmtlichen Umlagen der Gemeinde Wallernhausen. 3. Achtzehnte öffentliche Sitzung des Kreistags des Kreises Gießen. 4. Neubau von Kreisstraßen. Abonnements auf die Verwaltungsblätter nimmt die Expedition des Gießener Anzeiger entgegen und zwar für die Abonnenten letzteren Blattes zum -ermäßigten Preise von 50 H pro Quartal. Gießen, den 4. Decbr. (Th eater.s Wie sehr unser Publikum wirklich guten theatralischen Genüssen geneigt ist, beweist der anhaltend glänzende Besuch zu den -Vorstellungen der Nudolph'schen Gesellschaft und war dieses besonders bei der gestriaen ersten Aufführung des „Jnspector Bräsig" der Fall. Die Dramatisirung des Romans „Ut mine Stromdid" ist als eine recht gelungene zu bezeichnen und wurde noch besonders durch eine geschickte Regie und vortreffliche Darstellung gehoben. Wohl alle Reuter-Verehrer waren erschienen und spendeten den lebhaftesten Beifall, welcher zum Schluß dcr Vorstellung seinen Höhepunkt erreichte. Da allen Wünschen nach Plätzen zu der gestrigen Aufführung nicht entsprochen -werden konnte, so wird „Jnspector Bräsig" am Montag nochmals in Scene gehen und wollen wir nicht versäumen, auch besonders unserer jungen Wett den Besuch dieser Vorstellung warm zu empfehlen, da die Vorstellung auf der Bühne wohl die lebhafteste Einführung in die Werke unseres norddeutschen Classikers sein dürfte. Gingefandt. Gießen, 4. December. Sicherem Vernehmen nach feiert der „Gießener Zitherclub" (Wohlthätigkeits- verein) am 18. December im Saale des Caf6 Leib feine zweite Weihnachtsbefcheerung und ist es dem Vereine gelungen, in diesem Jahre die Zahl der zu kleidenden armen Kinder zu vermehren, da derselbe in diesem Jahre acht arme Kinder (im vorigen Jahre sechs) vollständig neu kleidet. Mit dieser Bescheerung ist auch Verloosung, Bescheerung und Theater für die Vereinsmitglieder verbunden und so verspricht denn dieser Abend auch gleichzeitig ein recht vergnügter zu werden. Dem Vereine wünschen wir zu seinem Fortschritte viel Glück und hoffen, daß derselbe im nächsten Jahre noch mehr arme Kinder kleiden möge. X. Alten-Buseck, 3. December. Herr Oberstallmeister Freiherr von Nordeck zur Rabenau in Darmstadt, welcher in hiesiger Gemarkung begütert ist, hat sich veranlaßt gefühlt, seinen hiesigen Pächtern, deren Erndte in diesem Jahre von schwerem Hagelwetter hart beschädigt wurde, einen dem Schaden vollständig entsprechenden Nachlaß auf den diesjährigen Zeitpacht zu gewähren, was hier die dankbarste Anerkennung umsomehr verdient hat, als allen andern Beschädigten bis jetzt eine derartige Vergünstigung und Beihülfe nicht zu Theil geworden ist. — Die Oppenheimer Dombanloose, deren Generaldebit bekanntlich das Lotterie-Bank-Geschäft von A. Eulenburg in Elberfeld übernommen hat, erfreuen sich eines sehr regen Absatzes, was in Anbetracht des guten Zweckes mit Freuden zu begrüßen ist. Selbst der deutsche Kaiser Wilhelm I. hat eine größere Anzahl dieser Loose ankaufen lassen. Der Reinertrag der Lotterie dient dazu, das interessante Denkmal mittelalterlicher Geschichte und Baukunst, als welches die Katharinenkirche zu Oppenheim a. Rh. sich darstellt, vor dem Verfall zu bewahren. Ein im Jahre 1878 zusammengetretenes Cvmtt6 hat die dankenswerthe, aber viel Geld erfordernde Aufgabe übernommen, den Wiederaufbau und weiteren Ausbau jener herrlichen Schöpfung gothischer Kunst zu leiten und die Mittel dafür aufzubringen. Als Beihilfe zur Erreichung des letzten Zweckes hat die heffische und preußische Regierung zum zweiten- male die Veranstaltung einer Lotterie genehmigt, deren Ziehung am 30. December d. I. stattfindet. Ein Loos zu 2 Mk., welches einen Gewinn oon 12000 Mk. bringen kann, ist sehr passend als Weihnachtsgeschenk zu verwenden. Da der Loosevorrath jetzt rasch vergriffen sein wird, ist es zu empfehlen, sich mit Loosen baldigst zu versehen und haben sich Reflectanten und Wiederverkäufer an das obengenannte Generaldebit zu wenden. Niemand sollte versäumen, das von vielen ärztlichen Autoritäten empfohlene „Zacherlbräu" einer Prüfung zu unterziehen, und dasselbe mit anderen fremden Bieren zu vergleichen. Einzige Schankstelle: L. Hormann „Wiener Hof". 8713 Handel und Verkehr. Gießen, 4. December. Aus dem heutigen Markt kostet: Butter per Pfund JL 1.10—1.15, Hühnereier 2 St. 13—16 H, Enteneier St. 0—0 H, Käse pr. St. 4—7 Kasematte 3—0 Erbsen pr. Liter 18 Linsen 32 H, Tauben per Paar 50 bis 65 Hühner per Stück 0.80—1.00, Hahnen pr. Stück JC. 0.50—100, Enten per Stück JL 1-00—1.40, Gänse per Pfund 44—56 Ochsenfleisch per Pfund 62 bis 64 £), Kuh- und Rindfleisch 54—56 Schweinefleisch 56—60 Hammelfleisch 5V bis 66 Kalbfleisch 46—50 4, Kartoffeln ver 100 Kilo JL 3.50—5.00, Milch per Liter 12—18 /$, Zwiebeln per Centner 3.50—4.50. Auszug aus den Staudesamtsregister« des Standesamts Eießm. (Nachdruck nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet.) Aufgebote. November: 30. Karl Schmidt von Schotten, Bildhauer dahier, mit Karoline Göbel zu Schotten. Eheschließungen. t . r Nooember: 27. Eduard Battenberg, gebürtig von Homberg a. d. O., Handelsmann dahier, mit Emma Maria Magdalena Klos, gebürtig von Ettingshausen, wohnhaft dahier. December: 1. Friedrich Wilhelm Böttner, gebürtig von Kassel, Heizer bei der Main-Weser-Bahn dahier, mit Karoline Louise Weiß, gebürtig von Biedenkopf, wohnhaft dahier. 3. Friedrich Emil Sommerlad, gebürtig von Ober-Nosbach, Maschinenschlosser dahier, mit Anna Katharine Roß, gebürtig von Ober-Nosbach, wohnhaft dahier. Geborene. November: 23. Dem Kaufmann Otto Balzer eine Tochter. 24. Dem Rangirer bei der Main-Weser-Bahn Wilhelm Hansmann eine Tochter, Marie Elisabeths 24. Dem Hülssbremser bei der Main-Weser-Bahn Valentin Nuppel ein Sohn, August. 25. Dem Taglöhner Philipp Weigel eine Tochter. 25. Dem Kaufmann Konrad Joseph Keller eine Tochter. 27. Dem Fuhrmann Heinrich Carle eine Tochter. Gestorbene. _ November: 26. Philipp Lerch, 75 Jahre alt, Fabrikant zu Lauterbach. 28. Elise Wallenfels, geb. Enders, 46 Jahre alt, Ehefrau des Fabrikanten Wilhelm Wallenfels dahier. 28. Heinrich Will, 35 Jahre alt, Schreiner, ledig, von Altenstadt, Kreis Büdingen. December: 2. Agathe Hanauer, geb. Dörr, 39 Jahre alt, Wittwe von Briefträger Peter Hanauer dahier. _ ________ Auszug aus deu Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 28. November. Eduard Battenberg, Handelsmann in Gießen, und Emma Marie Magdalene Klös, ledige Tochter des Handelsmanns Johann Conrad KlöS in Gießen. Den 1. December. Friedrich Wilhelm Böttner, Heizer zu Gießen, ein Wittwer, und Caroline Luise Weiß, ledige Tochter des Zieglers Conrad Weiß in Biedenkopf. Den 3. December. Friedrich Emil Sommerlad, Maschinenschlosser in Gießen, ein Wittwer, und Anna Katharine Roß, ledige Tochter des Ackermanns Conrad Roß II. in Oder-Nosbach. Getaufte. Den 28. November. Dem Hüttenarbeiter Heinrich Wendland ein Sohn, Georg Philipp, geboren den 6. October. Denselben. Dem Schuhmacher Louis Lüter ein Sohn, Ludwig Friedrich Theodor Karl Andreas, geboren den 23. October. Denselben. Dem Schreiner Wilhelm Wack dahier ein Sohn, Bernhard Martin, geboren den 9. October. Ten 3. December. Eine uneheliche Tockter, Minna, geboren den 1. December. Beerdigte. Den 30. November. Elise Wallenfels, geb. Enders, Ehefrau des Fabrikanten Wilhelm Wallenfels, alt 46 Jahre, gestorben den 28. November. Sonntagsverein für Mädchen. Vereinigung der Mädchen an jedem Sonntag, im Saale der Kleinkinderschule Nachmittags zwischen 2 und 7 Uhr; um 3/44 Uhr gemeinsame Unter-. Haltung. Bücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. 8523 Dr. Baumann, Pfarrer. vonNordeS ert 'st, hat sich re von schwerem Entsprechenden dankbarste An- vt eme derartige bekanntlich das en, hat, erfreuen mit Freuden zu re Anzahl dieser das tnteresiantc >barinenkirche zu im Jahre 1878 rsordernde Aussen Schöpfung Beihilfe zur Er- lg zum zweiten- ■ December d. I. '0 Mk. bringen ber Loosevorrath baldigst zu ver- nannte General- Zacherlbräu" n zu vergleichen. 8713 fe W die n durfte.^ Wer. Ä* ES’d,«tuii8 »ft?1?» W vorigen Dealer für m, Zeitig L hosten, dah itter per Pfund ■ pr. St. 4-7 irr Paar 50 bis >0-1.00, Enten er Pfund 62 bis llieMfchööbis W per Liter rtS «M । , mit Karckm d. a, Handes igsbausen, wohn- Von Budenkopl' sbach,Diaschinen- ^osbach, lvohv- Step. 14 $citi W1111 Lie Sitö* KKS tit, w alt, üBit®1 x-W A. Bramm. 8724 V • ÄeiL 8707 OD la.'Qualitäten, f 8695 rmpfiehlt 8703 B Passendes Weihnachtsgeschenk. I Große Lotterie SL Marktplatz TL 8562 Huste-Nicht Ziehung 30. Decbr. Ziehung 30. Decbr. 8684 Eine Schaukel mit Reäk und ein Barren (Eichenholz, iceniß gebraucht) ist abzugeben. Näheres Hauptsteueramt. Fr* Dickore Grünbergerstraße. Geschäfts- und Haushaltungsbücher MaizExtcact und Caramelleu*) L. H- Pietsch &, Co , Breslau Die durch zahlreiche Dankschreiben anerkannt, bewährtesten u. best. diätetisch. Genußmittel b. Husten, Keuchhusten, Catarrh, Heiserkeit, Verschleimung, Hals- und Brustleiden. Ew- Wohlgeboren sage ich meinen besten Dank für die mir übersandten Proben ihrer Malzfabrikate Ich finde dieselben angenehm schmeckend und habe mich von ihrer wohl- thätigen Wirkung durch den Gebrauch überzeugt. Berlin, 22. Januar 1883. Graf Moltke, Feldmarschall. Nur echt mit dieser Schutzmarke. *) E^tract ä Flasche 1 1,75 u. 2,50- Caramellen L Beutel 30 und 50 — Zu haben in Gießen bei 8716 Ferd. Drebes. Ieilgeöotenes. FciusteS Blütheumehl, Rosinen ohne Stiel, Coriothen, süße Mandeln, Eitronen, Orangeat, Citronat, Am- montum, la. Pond. Raffinade, sowie , . Wallnüffe, Haselnüsse m nur 8718 Ein Stübchen nebst Kammer an eine anständige Person billig abzugeben. Sonnenstraße 25 IV. Nächsten Mittwoch den 8. December findet die erste Versammlung de« landwirthschaftlichen Local. Vereins Gießen auf dem Lenz'schen Felsenkeller statt. Tagesordnung erhalten die Mitglieder wie früher mit Postkarte. 8686 Der Vorsitzende: Wortmann. Victoria - Erbsen, roh und geschält, Thüringer kleine Bohnen pr. Pfund 16 H, 8687 Linsen pr. Pfund 18 H, sowie Extra große Heller Linsen gar'antirt gutkochend, empfiehlt Fr. Seibel. Wiener Hoff» Um jedem Publikum gerecht zu werden, halte von heute ab ne6en meinem so beliebten Zacherlbräü auch ein hclleS Export-Bier ä Glas 10 8715 Achtungsvoll SäorMttttm. Iagd-Vrrpachtung. Montag den 13. December l. IS., des Nachmittags 2 Uhr, wird die der Gemeinde Cleeberg zu- ftcbenbe und am 7. Februar fällige Jagd, belegen in dem Markwald in der Gemarkung Bodenrod, bestehend aus 150 Hectar Wald, auf die Dauer von S Jahren in dem hiesigen Rathhaus öffentlich verpachtet. Cleeberg, den 29. November 1886. Der Bürgermeister. $723 Ein Pferdebursche, gedienter r ßaioallerist, .gesucht. Näheres in der Exped. d- Bl- Bekanntmachung. Die Stelle eines städtischen Wiegers ist anderweit zu besetzen. Bewerbungen find binnen 8 Tagen bei der unterzeichneten Stelle einzureichen. Gießen, den 3. December 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ! Hey s Almist-Ualender Mr 1887. Künstlerisch hergestellt, geschmackvoller Wandschmuck. $ Derselbe enthält neben der Jahreseintbeilung, den Auf- und Niedergang der 8 A' Sonne und des Mondes, den Mondn ecbfel, die Tageszahlln für Wechsel- | berechnungen, hat eine Ebbe- und Flutb-Tabelle, sowie Raum für Notizen. | Jeder Tageszettel ist auf der Rückseite nut sorgfältig ausgewahlten totalen unserer besten Schriftsteller I bedruckt. Es wird daher dieser Kalender nicht nur in Eomptoiren, sondern I vor allem auch in den Familien freundliche Aufnahme finden, da er täglich den Geist durch die schönsten Gedanken unserer Dichter anregt. Mey's Abreih-Kaleuder ist ein schönes, billiges Weihnachts-Geschenk. Preis nur S® Pfennig das Stück. Uerkaufsstelleu von Mey's Abreiß-Kalenber: In, Griessen bei Ernst Balser ober vom Vsrsand-GcsÄäft Mcy & Edlt», Leipzig.Plagwig.____ HofraitheVerkauf. Mittwoch den 8. December, Vormittags um 10 Uhr, soll aus dem Bureau der unterzeichneten Bürgermeisterei ein sehr geräumiges, gut erbaltenes zweistöckiges Wohnhaus, mit zugehörigen Oeconomregebauden und Garten, unter den bei der Versteigerung bekannt gegebenen Bedingungen offentlch verstergertewerden. jebem Geschäftsbetrieb und wird für die G meinde durch einen neuen Schulhausbau überflüssig. Pohl-Göns, den 30. November 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Pohl-Gons. Seitz. | Zum Backen % r Feinstes Cnnfect-Hehl r aus den Kunstmühlen des Hrn. Eerd. Bark. a GeriebenelMandel und Haselnüsse, gest. Raffinade- 4 Staub und Vanillen-Zucker, ❖ ♦ süsse und bittere Mandeln ohne Bruch, ♦ Chocolade, Ceylon-Zimmt, Anis und Vanille, Citronen, ♦ Citronat, Orangeat, Rosinen, Corinthen, Waizenpoudre, X Reispoudre, Maizena, Backpulver, Pottasche, Rosen- T wasser, Backoblaten ♦ enpfiehlt alles in vorzüglichster Qualität ♦ 4> JPer (V\ sofortigen Herstellung einer nahrhaften, vorzüg- _■ I "liehen Fleischbrühe ohne jeden weiteren Zusatz; /Y1 1/ • i n L__wohlschmeckendstes u. leichtest assi- a I kranke, Schwache und Reconvalescenten. Man verlange nur echte Kemmeilsb'sche Fleisch-Präparate! *V1 v^BaeroB-Lager bei den Correspondenten der Compagnie Kemmerich: gggy Türk «fe Pabst in Frankfurt a. M. Dienstag und Mittwoch, I den 7. und 8. December, Nachmittags 2 Uhr, Fortsetzung der Versteigerung des ' Nachlasses der Frau Hosgerichtsrath Kruft, und kommen die Möbel zur Versteigerung, namentlich GlaS- schrank, 1 großer Salon- Spiegel, gest. Seffel, mehrere Sophas, Stühle, Tische, Kommode, 3 Kleiderschränke, Bettstellen mit Sprungfeder-Einlagen, Kinderbettstelle u. A., sodann Herrenkleider, Herrenwäsche und allerlei sonstige Haus- haltungsgegenstände, Goethes Werke, 40 Theile in 20 Bänden, sehr aut erhalten, Stunden der Andacht, 8 Bde., schöne Ausgabe. 8698 Im Auftrag: Ferd. Hoffmann. Eisverein Morgen Sonntag den 5. December: s Militärconcerte von Mitgliedern der 116. Regimentskapelle. 1. Concert von 4—7 Uhr. 2. Eoncert nach 8 Uhr. Entree 20 Pfff. 8721 Böhmisch Exportbier 8697 Um denjenigen Mitgliedern, welche der Vereinsdiener bei Austheilung der Karten nicht zu Hause getroffen hat, Gelegenheit zu geben, ihre Rechte zu wahren, sind die Mitgliederkarten bei Herrn E. Balser, Mäusburg, hinterlegt und können dort bis zum 10. December d. I. abgeholt werden. Die Besitzer nicht abgeholter Karten werden als ausgetreten betrachtet. Diejenigen, welche dem Vereinsdiener die Zahlung des Beitrags verweigerten, obwohl sie vor dem 15. Oct. d. I. ihren Austritt dem Vorstand nicht ongemeldet hatten, sind gemäß § 10 der Statuten als ausgetreten vorgemerkt. Der Vorstand. .7 Photo ff rwphie .7 Die vielfachen Anfragen erwidernd, sowie einem hochgeehrten Publikum zur gefl. Nachricht, daß unser photogr. Atelier erst Mitte Februar n. I. eröffnet wird! Wir haben jedoch unsere provisorische Einrichtung so getroffen, daß vom Sonntag den 5. December d. J. photogr. Aufnahmen stattfinden. ! Künstlerische Ausführung! Billigste Preise! Für Militair 8 Visitbilder 3 JL Blitzaufnahmen % Secunde Belichtungzeit. Vergrößerungen von kl. Bildern bis zur Lebensgröße. Specialität: Unvergänglicher Collodiumdruck! Empfehlen Photographien als sehr passendes Weihnachtsgeschenk. Hochachtungsvoll 8677___________G-ebrüder Müller, 31 Bahnhofstraße 31. Deutscher Werkmeister-Verband. Zwecks Gründung eines Bezirksvereins für Gießen, Wetzlar und Umgegend findet Sonntag den 3. December, Nachm. 4 Uhr, eine öffentliche Versammlung im Saale des Hotel Lenz zu Gießen statt. Tagesordnung: Der Verband, seine Ziele und Erfolge. Alle Werkmeister und sonstige techn. Betriebsbeamte ladet freundl. ein Der prov. Ausschuß: 8685 F. Carls, W. Grünberg und M. Pfisterer, Werkmeister in Firma Heyligenstädt u. Co., Gießen.______ Agenten für ein 8696 Champagner-Hans ersten Ranges werden gesucht für Giessen. Hohe Provision. — Gefl. Offerten mit Angabe von prima Referenzen unter P. 9214 xn Rudolf Mosse, Frankfurt a. M. Für ein hiesiges Fabrikgeschäft wird ein angehender Commis mit guten Zeugnissen für Comptoirarbeit zum baldigen Eintritt gesucht. 8717 Selbstgeschriebene Offerten beliebe man unter Chiffre Z. 1849 in der Expedition dieses Blattes niederzulegen-__ Entlaufen ein gelber rauhaariger Dachshund mit weißer Brust. Derjenige, welchem er zugelaufen, wird gebeten, denselben an mich abzuliefern. 8708 Andreas Tag Wwe., Utphe. 8692 Ein junger Mann sucht unter bescheidenen Ansprüchen auf einem hiesigen Fabrik- oder Geschäftscomptoir Stellung als Diener oder AuSlaufer. Offerten unter K. 100 nimmt die Expedition d. Bl- entgegen. Vermietungen. 8693 Der Hinterbau, Wolfstraße 13, zu oermiethen. Näheres ___________________Leihgesternerweg 24. 87u9 Durch Versetzung des Herrn Lieutenant T e l tz ist dessen Wohnung (mittlere Etage) sofort oder später zu ver- miethen. A. Petri, Neuenweg 41. 8691 Teufelslustgärtchen 24 ein möbl. Zimmer zu oermiethen.__________ 8706] Parterre-Äohnung von 3 bis 4 Zimmer, Küche und Zubehör, Bleichstraße 14, zu oermiethen. Auskunft ______________________Seltersweg 63. 8705 Einige schöne Wohnungen mit allem Zubehör, von 3—5, auch 6 Zimmern, abgeschlossenem Corridor, in der Satins Hofstraße 43 zu oermiethen. I. Thoma. 8156 Ostanlage 15 ist der 2. Stock- 6 Zimmer und Zubehör, auch mit Pferde, stall u s. w., per sofort oder später zu oermiethen. Näheres bei Lonis Hellmold, Schillerstraße 19. 7998 Ein FamilienlogiS, aus drei Zimmern bestehend, ist auf den 1. Januar t I. zu oermiethen. Schloßgasse 17. 8542 Möblirtes Zimmer an 1 oder 2 Herren, mit Kost pro Woche 10 JL, sofort zu oermiethen. __________________________Neustadt 48. 8&40 Ein großer Laden, auch getheilt, nebst Wohnung zu oermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl._________ I Jaden mit Wohnung ' zu oermiethen i. Darmstädter Haus. [7965 ! Stein9« Garten» Sonntag den 5. Drcember: (iiUtSSES CONCERT ausgesiihrt vom ganzen Musikcorps des 2. Großh. Hess. Inf-Keg^ Nr. llö unter Leitung des Grohy. Musikdirektors Hrn. C. K r a u ß e. Anfang L Uhr, Entree 30 Pf. __aer. Bier im Glos. 8722 Der Feierabend für Lehrlinge ist jeden Sonntag Abend von 6 — 10 Uhr geöffnet. Um 8 Uhr gemeinschaftlicher Gesang und Ansprache. 8704 Dingeldey, Pfarrer. Julius Buch. 8412 8694 Von einem jungen Manne wird ein schön möblirtes Zimmer, wenn möglich mit Pension, per 1. Februar 1887 zu miethen gesucht. Offerten mit Preisangabe wolle man gefl. in der Exped. d. Bl. sub <*. T. 87 niederlegen. Taa^schuhe stets das Neueste in allen Sorten zu billigsten Preisen empfiehlt Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß heute Vormittag unser lieber Gatte, Vater, Schwiegervater und Großvater Ludwig Zeidter, 5d)nribemei|lrr nach kurzem Leiden im Alter von 71 Jahren sanft entschlafen ist. Gießen, 4. December 1886. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Montag den 6. December, Nachmittags y23 Uhr vom Trauerhause Sandgaffe 43 aus statt. 8710 In allen Stödten werden tüchtige Personen, gleichviel welchen Standes, zum Verkaufe eines leicht absetzbaren, beim Publikum sehr beliebten Artikels gesucht. 8720 Flotter Berkans bei hoher Provision. Franco-Offerten an „Merkurlus“, 8714 Ein großes und kleines Kneip- j lokal abzugeben. Wiener Hof. Henle Sonntag: & P n bs 8 a u in der Pulvermühle. 8719 F. G. F. j Montag: SpieS. Julius Ecke von MüuSburg n. Wettergasie, größtes Schuhgeschäft in Gieße«, empfiehlt stets daS neueste, beste und billigste in allen Sorten Kitz- u. Merschuhm und Stiefeln von den gewöhnlichsten bis zu den hochfeinsten. 8410 Stets daS Gediegenste in Arbeiter- Schuhen und Stiefeln, sowie in Herren-Schaft- und Zugstiefeln. Jagdschuhe, Gummischuhe, sowie alle Sorten Einlegesohlen stets auf Lager. g Gcbr. Röhrte g H ist rein, nur aus bestem G H Malz und Hopfen ge> G ® braut, gehaltreich, gut G ® abgelagert, haltbar und O g bekommt vorzüglich. g SGOOa«GGGSG8 Theater in Gießen. Cafe Eeib. Sonntag den 8. December Im Abonnement- Der WalrerkMig. Operettenposse in 4 Akten von W. Mann- ftäbt Musik von Millöcker. sr Am Centraltheater in Berlin über 300 Mal mit sensationellem Erfolge aufgeführt. Personen: Schellenbcrg, Politiker Fritz Schröder. Clotilde, seine Frau Charl. Hohgart. Maruschka, seine Wirth- schafterin Amalie Reidner. Bergmann, Spekulant Max Franke. Wally, seine Tochter Bertha Schrader. Jean,Kammerdiener \ g Leo Langwald. Pips, Groom 1 g Charl. Hohgart. Baumann, Kutscher I & Robert Pehl. Minna, Dienst- ' - mädchen & I -><»" Amandus Höppner, Rentier Guido, sein Neffe Lisette, seine Hausk terin Lisette Copp4. Pauline Pünktlich, Damenschneiderin Marie Hartmann» Rudolph Berger, Kaufmann Paul Banse. Lämmchen, Gerichtsvollzieher Edmund Temme. Cassenöffnung 7 Uhr — Anfang präcise 8 Uhr. Billet-Berkauf in der Ferber'schen Unioersitäts - Buchhandlung bis Abends 5 Uhr. Sonntag nur bis Mittag 1 Uhr. ™™ Gewöhnliche Preise. ■■■ ® Ella Brand. -L Max Müller. Hans Henning. Carl Becker. Carl Reidner. Montag den 6. December r Auf allgemeinen Wunsch: Inspektor Drüsig. Lebensbild in 6 Abtheilungen nach Fritz Reuter's „Ut mine Stromtid". Am Dienstag bleibt das Theater wegen Vorbereitung zu dem neuesten Lustspiel Die große Unbekannte geschlossen- 8714 Jteoactiou: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei Er. Lhr. Pietsch) in ©icßc», Die hentkge WrrWMsr errtbält 3 Bl ätter tu 1 Beilage.