Mr. 206 Drittes Blatt. Sonntag den 5 September 1886. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Virrearrr Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-. Brei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit BringerloLn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Zunahme und Abnahme der Bevölkerung in den Staaten des Deutschen Reichs von 1871—1885. Obwohl erst die vorläufigen Ergebnisse der deutschen Volkszählung vom 1. December 1885 vorliegen, so läßt sich doch die Entwickelung der Bevölkerungszahl in den einzelnen deutschen Staaten schon jetzt nach dem neuesten „Statistischen Jahrbuch für das Deutsche Reich" mit ziemlicher Sicherheit feststellen. Das Deutsche Reich zählte am 1. December 1871: 41,058,804 Einwohner, 1875: 42,727,375 Einwohner, 1880: 45,234,061 und 1885: 46,840,906Einwohner. Die durchschnittliche jährliche Bevölkerungszunahme in der Volkszählungsperiode von 1871/75 betrug 1 pCt., 1875/80 1,14 und 1880/85 nur 0,70 pEt. In der zweiten Volkszählungsperiode von 1875/80 hat in allen deutschen Staaten eine Zunahme stattaefunden, dagegen zeigte sich in der ersten Periode von 1871/75 eine Abnahme bei Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, Waldeck und Elsaß-Lothringen und in der letzten Volkszählungsperiode 1880/85 hat wiederum eine Abnahme stattgefunden in Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz und Elsaß- Lothringen und außerdem in der preußischen Provinz Pommern und in Hohenzollern. Die Bevölkerung hat abgenommen von 1880—1885 in Pommern von 1,540,034 auf 1,505,795 — 0,45 pCt., in Hohenzollern von 67,624 auf 66,709 — 0,27, in Mecklenburg-Schwerin von 577,055 auf 575,140 — 0,07, in Mecklenburg-Strelitz von 100,269 auf 98,371 — 0,38, in Elsaß-Lothringen von 1,566,670 auf 1,563,145 — 0,05 pCt. Die Zunahme der Bevölkerung war in der Zeit von 1880—1885 in den einzelnen deutschen Staaten sehr verschieden. Während im ganzen Deutschen Reiche die durchschnittliche jährliche Zunahme 0,70pEt. betrug, waren unter dem Durchschnitt Bayern mit 0,49 pCt., Württemberg hatte nur 0,24, Baden 0,39, Hessen 0,42, Sachsen-Weimar 0,26, Oldenburg 0,22, Sachsen-Coburg-Gotha 0,41, Waldeck 0,02, Lippe 0,49 pCt., dagegen übertrafen den Durchschnitt das Königreich Preußen mit 0,74pCt., das Königreich Sachsen hatte 1,34, Hamburg 2,67, Reuß jüngere Linie 2,02, Braunschweig 1,29, Anhalt 1,25, Lübeck 1,25, Bremen 1,20, Schaumburg-Lippe 1,01, Schwarzburg- Rudolstadt 0,89, Sachsen-Altenburg 0,77, Sachsen-Meiningen 0,72. Schwarzburg- Sondershausen erreichte mit 0,70 pCt. Zunahme gerade den Durchschnitt des Deutschen Reichs. Innerhalb des preußischen Staates zeigen die einzelnen Provinzen gewaltige Unterschiede. Die Stadt Berlin vermehrte sich von 1880—1885 von 1,122,330 auf 1,315,297, d. i. — 3,17 pEt., die Provinz Westfalen von 2,043,442 auf 2,202,^26 = 1,50, Rheinland von 4,074,000 auf 4,344,802 — 1,29, Provinz Sachsen von 2,312, ,07 mif 2,427,979 — 0,98 pCt. Alle übrigen preußischen Provinzen stehen in ihrer Zunahme unter dem Reichsdurchschnitt von 0,70 pCt. Eine beachtenswerthe Erscheinung ist es, daß das dichtbevölkerte Königreich Sachsen seit 1880 schon wieder von 2,972,805 auf 3,179,168 Einwohner, d. i. um 1,34 pCt. gestiegen ist und mithin selbst den Durchschnitt des industriellen Rheinlands überragt, während es nur hinter der Provinz Westfalen in der Zunahme etwas zurückgeblieben ist. vermischte H. Lollar, 3. September. Der Gedenktag von Sedan wurde auch in diesem Jahre wieder in ganz würdiger Weise gefeiert. Der denkwürdige Tag wurde Morgens durch Böllerschüsse eingeleiteü Abends Vz9 Uhr vereinigten sich der Ortsvorstand, die beiden Gesangvereine, der Kriegeroerein, die freiw. Feuerwehr und der Turnverein^- und marschirten mit ihren Fahnen an den Fuß der Höhe vor Staufenberg: hier angekommen hielt Herr Baumann eine sehr gediegene Ansprache, in welcher derselbe in zündenden Worten auf die Bedeutung des Tages hinwies und dieselbe mit einem Hoch auf unseren geliebten deutschen Kaiser schloß. Während die überaus große Menge der Betheiligten die „Wacht am Rhein" sang, wurde ein recht brillantes Feuerwerk abgebrannt und hierauf die Villa Buderus und die Anlage um dieselbe bengalisch beleuchtet, welches einen feenhaften Anblick hervorrief. Nachdem die bengalischen Flammen erloschen waren, wurde auf der hohen Drahtseilstation ein mächtiger Holzstoß angezündet, welcher ein so intensives Licht verbreitete, daß die Ortsstraßen und die umliegenden nahen Berge hell erleuchtet waren. Daß die Buderus'schen Böller bei dieser Feier ein Wort mitsprachen, ist selbstverständlich. Altenstadt, 29. August. [Pfahlgrabenforschung.j Die von Herrn Friedrich Koster im Auftrage und auf Kosten des historischen Vereins in Darmstadt stattstndenden Untersuchungen des Laufs des Pfahlgrabens in Oberhessen haben zur Aufdeckung eines Castells in Altenstadt geführt, dessen Terrain zum Theil der heutige Ort bedeckte. Die Gtöße des Castells ist annähernd auf 150:136 anzugeben. Die Porta Decumana wurde mit etwas Schwierigkeit freigelegt, natürlich auch der Unterbau der Thürme. Am gestrigen Tage mußten die Arbeiten hier ruhen. Herr Koster begab sich mit sieben Arbeitern nach Staden, fand auch dort das Castell und legte die eine Ecke frei. Der Boden ist durch die lange anhaltende Dürre so hart wie Stein, die Fortschritte bei den Arbeiten sind deßhalb nicht sehr groß. Darmstadt, 31. August. Die Häupter einer Zigeunerbande, welche es gestern auf den Besuch unserer Stadt abgesehen hatte, sollten gestern wegen „Landstreicherei" vorgeführt werden, da man jedoch bei den braunen Burschen Ungeziefer vermuthete, so wurden dieselben rasirt und das Haupthaar vollständig kurz geschoren. Wegen des Vergehens der „Landstreicherei" freigesprochen und auf den Jnternirungsplatz auf dem städtischen Viehmarktplatz zurückgebracht, ging es den Aermsten erst recht schlimm, denn die, weiblichen Mitglieder der Bande, entsetzt ob des Aussehens ihrer Eheherrn, überschütteten diese letzteren mit den bittersten Vorwürfen, wobei es an komischen ©eenen nicht gemangelt haben soll. Nachdem sich die erste Wuth gelegt, fuhr die Bande in raschestem Tempo in der Richtung nach Frankfurt a. M., unter Drohungen gegen die escortirende Schutzmannschaft davon. Wie es scheint, ist das geschilderte Mittel noch probater als die auf dem Lande gewöhnlich gegen die Zigeuner angewandte „Feuerspritze". Recklinghausen, 27. August. Am Mittwoch zu später Abendstunde waren der bei der Schulte-Oestrich'schen Ziegelei Stuckenbusch beschäftigte Ziegelmeister Joseph Paffrath und der 21jährige Arbeiter Wilhelm Wienkötter von dort in einen Wortwechsel gerathen. Paffrath soll schließlich seinen Gegner mit einem Stocke geschlagen haben. Letzterer stürzte darauf mit gezücktem Dolche auf den Paffrath los und traf ihn so tief in die Brust, daß der Unglückliche wenige Stunden darauf auf dem Transport zum Krankenhause verschied. Da inzwischen der 11jährige Sohn des Paffrath weinend und schreiend hinzueilte, brachte der unmenschliche Verbrecher auch diesem einen sofort tödtlichen Messerstich bei. Die beiden Leichen wurden heute obducirt. Der Doppelmörder ist sofort verhaftet worden. Recklinghausen, 30. August. Die beiden Opfer des hier verübten gräßlichen Doppelmordes wurden gestern Vormittag unter allgemeinster Theilnahme der Bevölkerung beerdigt. Nach den nunmehr bekannt gewordenen Einzelheiten ist die Blutthat eine der schrecklichsten, die in unserer an Messeraffairen aller Art wohl gewöhnten Jndustriegegend jemals verübt sind. Die Leiche des Ziegelmeisters Paffrath zeigt, wie die in Anwesenheit des münsterischen Staatsanwalts ausgeführte gerichtsärztliche Section ergab, im Ganzen 13 Dolchstiche in Brust, Nacken, Kopf u. s. w.; Paffrath's lljähriger Sohn ist dagegen durch einen einzigen, tief in's Herz gedrungenen Stich getödtet. Es unterliegt keinem Zweifel, daß der Mörder, der erst 21jährige Arbeiter Wienkötter, die That bei völlig kaltem Blute und mit Ueberlegung ausgeführt und den vorhergegangenen Wortwechsel absichtlich provocirt hat. Das dolchartige Mordmesser hatte derselbe eigens von dem Bergmanne Mertens zu Stuckenbusch, der gleichfalls verhaftet ist, geliehen. Paffrath war erst 39 Jahre alt; er hinterläßt eine Wittwe und drei unmündige Kinder. Berlin, 31. August. Eine gefahrvolle Schlafstelle hatte sich am Samstag Nachmittag ein 16jähriger Laufbursche auf dem Hause Landsberger Straße 68 ausgesucht; er war unbefugter Weise auf das Dach des Hauses geklettert und auf der Regenrinne eingeschlafen. Während des Schlafens hatte er sich soviel bewegt, daß schon ein Bein über der Dachrinne hinweghing, er selbst aber im nächsten Augenblick herabzustürzen drohte. Von Vorübergehenden wurde sein Lehrherr benachrichtigt und diesem gelang es mit eigener Lebensgefahr, ihn zu ergreifen und durch eins der Dachfenster auf den Speicher zu ziehen. — In der Nähe von Falkenberg hatte sich ,jüngst eine in Sommerwohnung befindliche Berlmerin eine Hängematte zwischen zwei Bäumen befestigt und war darin eingeschlummert. Plötzlich wurde sie aus ihrer Ruhe gestört und sah vor sich zwei Männer, von denen einer ihr den Mund zuhielt und, der andere bereits die Hand in ihrer Kleidertasche hatte und aus derselben die Geldbörse hervorzog. Beide ergriffen die Flucht; obgleich sofort die Verfolgung ausgenommen wurde, ist es doch nicht gelungen, ihre Spur aufzufinden. Rinteln, 30. August. Einer der gefährlichsten Wucherer der Grafschaft Schaumburg ist endlich gefaßt. Der Gastwirth, Samenhändler, Viehhändler, Güterschlächter und Wucherer Siegfried Brill von hier wurde am 26. d. M. von der Strafkammer zu Hannover wegen Wechselfälschung und Betrugs zu 2 Jahren 3 Monaten Zuchthaus und Ehrverlust und sämmtlichen Kosten verurtheilt. Brill ist schon einige zwanzig Mal bestraft und saß auch augenblicklich wegen Erpressung. Eine alte Geschichte, die vor langen Jahren passirte, kennzeichnet ihn. Vor vielen Jahren hatte er, laut der „N. Wests. V.", etwas verbrochen und wurde vor dem Stadtthore erkannt. Um nun straffrei zu sein, lief er schnell nach einem eine Stunde von der Stadt entfernten Dorfe und ging in's Wirthshaus. Iöährend die Frau das Gewünschte holte, stellte er die Uhr auf 6 zurück. Um diese Zeit hatte er den Streich ausgeführt. Als bte Frau zurückkam, fragte er sie: „Geht Ihre, Uhr richtig, ist es erst sechs?" „Jawohl," antwortete die Wirthin, indem sie auf die Uhr sah und sich überzeugte, daß sie gehe. Er hielt sich noch längere Zeit in der Wirthschaft auf und stellte dann vor dem Weggehen die Uhr vor, so daß sie richtig die Zeit wieder angab. Als die Sache zur Verhandlung kam, beschwor der Beamte, daß Brill um 6 Uhr vor dem Rinteler Thor erkannt sei, während die Wirthin schwor, daß Brill um 6 Uhr in ihrer Gaststube gesessen habe. Der Beamte, der im Verdacht des Meineids stand, nahm sich dies so zu Herzen, daß er sich in die Weser stürzte und ertrank. Brill ging frei aus. — lieber die Gewissenhaftigkeit des deutschen Kronprinzen erzählt ein Augenzeuge dem „Wittenb. Kreisbl." folgende charakteristische Episode, die sich bei einer Gefechtsübung auf der Teucheler Flur zutrug: Um von einem Truppentheile zum anderen zu gelangen, ritt der Kronprinz mit seinem Gefolge über einen Sturzacker, an welchen ein mit Lupinen bestandenes Feld grenzte. Während das Gefolge über das Lupinenfeld ritt und der Kronprinz selbst eben im Begriff war, ein Gleiches zu thun, bemerkte er, daß das Ziel auch durch das Einschlagen eines schmalen Weges, welcher an dem genannten Ackerstück entlang führte, zu erreichen war. Der hohe Herr wendete deshalb sein Pferd und ritt mit seinem Gefolge den genannten Weg entlang, um auch seinerseits die Vorschrift, wonach bei Truppenübungen Flurschäden nach Möglichkeit vermieden werden sollen, zu respectiren. — [lieber electrische Beleuchtung von Eisenbahnzügen.j Die württembergische Staatseisenbahn-Verwaltung hat der electrotechnischen Fabrik in Cannstatt eine Anzahl Wagen aller Klassen zux Erprobung electrischer Beleuchtung überlassen. Der zwischen Stuttgart und Hall kursirende Zug hat 6 Wagen mit 27 Glühlampen. Jeder Wagen 3. Klasse hat im Innern 2 Lampen von 5 Normalkerzen und auf dem Perron zwei Lampen von 3 Normalkerzen. Das zur Anwendung gebrachte System benutzt Akkumulatoren. Es ist dadurch die Möglichkeit geboten, ohne jede Störung in der Beleuchtung einen Wagen vom Zuge abzutrennen. Die Betriebskraft geht von der Achse des Gepäckwagens aus. In demselben sind d'ie Dynamomaschinen mit den Akkumulatoren ausgestellt. Die Lampen haben eine Brenndauer von 5—6 Stunden. Sie sind an der Decke angebracht und führen einen Schieber, mittels dessen das Licht gedämpft oder auch ganz ausgeschaltet werden kann, um nach Wunsch sofort wieder her'gestellt zu werden. — Dieser Tage wurde vor der Stolper Strafkammer gegen den Monteur Jäutsch aus Herigsberg i. Schl, verhandelt, durch dessen Schuld der Brand der dem Fürsten Bismarck gehörigen Papierfabrik Hammermühle entstanden sein soll. Angeklagter war in der Fabrik im sogenannten Ausschußraum beschäftigt, eine neue Transmission anzubringen und hatte zu diesem Zwecke einige Löcher in die Decke zu bohren. Von dem Arbeiter Tresmer wurde demselben eine glühende Eisenstange hinaufgereicht, um bainit ein schief gerathenes Loch auszubrennen. Nachdem der Angeklagte die Stange in Empfang genommen, beauftragte er den Tresmer mit der Herbeischaffung von Zink- platten, welche er auf das Gerüst zu legen beabsichtigte. Der Arbeiter Tresmer bheb etwas lange aus und damit das Eisen nicht kalt würde, bohrte Janisch darauf los. Bei dem Eintreten Tresmers bemerkte derselbe, daß unter dem Gerüst das -papier schon in vollen Flammen stand. Er versuchte zwar zu löschen, doch waren alle Losch- vcrsuche vergeblich. Mit welcher Schnelligkeit das Feuer um sich griff, lobt sich au' den Aussagen des Werkführers ersehen, der angiebt, er habe kaum Zeit gehabt, sich mit seinen Töchtern zu retten. In drei Minuten war die ganze Fabrik em £lanunen= meer. In.Anbetracht des großen Leichtsinns und des sehr bedeutenden Schadeno, 400,000 JL, beantragte der Staatsanwalt drei Monat Gefangmß. Co wurde demgemäß erkannt. London, 30. August. Gestern Nacht wurde das Haus eines Farmers, Namens Brosnahan, in Curra, bei Castleisland von „Mondscheinlern heimgesucht. Da er zugeben mußte, daß er seine Pacht bezahlt habe, so wurde er in den ^"^n geschoffen. — Ein Gerichtsvollzieher, Namens Barrig, der sich verhaßt gemacht hatte, wurde gestern bei Listowel fast zu Tode geprügelt. Er erlitt einen Schadelbruch und sonstige schwere Verletzungen. - [BoUcuriofum.] Eine Hamburger Dame, welche mit mehrer-n Damen eine kleine Fußparti- nach Bahrenield machte, nahm zu diesem Zwecke aus Altona sur M Kaffeekuchen mit und mußte dafür, nach der E. , an der Zollgrenze -0 Zoll bezahlen. New-Aork, 30. August. Die Schwemecholera soll in einigen Theilen der Staaten Indiana und Illinois wüthen. Die Dürre und unreifer Mais als Futter soll die Ursache sein. Der bis jetzt erlittene Verlust ist schon grotz. — In der Kohlenzeche Fairlawn in Pennsylvanien, hat eine Explosion schlagender Weiter stattgesunden. Sieben Todte sind bereits zu Tage gefördert worden und 10 Bergleute sind noch verschüttet. — Auf der Insel New Prooidence wüthete am 22. ds. ein heftiger Orkan, der Häuser und Bäume dem Erdboden gleich machte. Es ereigneten sich auch mehrere mit Lebensoerlust verknüpfte Schiffbrüche. Athen, 30. August. Durch das am Freitag stattgehabte Erdbeben wurden die messenischen Städte Filiatra und Gargoliano, sowie die arkadischen Dörfer Kyfarissa und Ehooemi vollständig zerstört. Viele andere Städte und Dörfer litten mehr oder weniger schwer, gegen 80 Personen sind bei dem Erdbeben umgekommen, in Filiatra 20, in Gargoliano 16; in Logudicsa wurde eine große Anzahl Personen verletzt. Ein Kriegsschiff mit Aerzten, Arzneien, Zelten und Lebensmitteln, sowie eine Sappeur-Ab- theilung ist nach Kalamata abgegangen. — sGeheimmittelschwindel.j Vor einigen Tagen wurde in München ein Büchlein in Tausenden von Exemplaren durch die Post verbreitet, welches durch allerlei Illustrationen die Aufmerksamkeit des Empfängers erregen will und dann ein Geheimmittel „Warner's Safe Eure" als Universalhcilmittel gegen alle erdenklichen Krankheiten anpreist; es sind in demselben natürlich die bewußten „Atteste" enthalten, mittelst welcher ein Herr So und So in einem unauffindbaren Nest für Rettung seines Lebens dankt. Der Bezirksarzt Dr. Mair in Ingolstadt, der dem Geheimmittelschwindel schon oft energisch zu Leibe gegangen ist, warnt in der „Jngolst. Ztg." auch vor diesem Heilmittel und nennt das Anpreisen desselben einen Betrugsversuch. Die Geschichte gehe von derselben Frankfurter Geheimmittelfabrik aus, welche vor einigen Jahren dem Publikum Pech als „indianischen Balsam" für alle Gebrechen verkauft habe. Derartige Atteste seien sämmtlich erlogen. — „Nun, die Gefahr liegt wohl doch nicht so nahe", bemerkte auf dem Bahnhofe in Reichenbach ein Herr Braun, indem er versuchte, den Fürsten Bismarck zu einer Aeußerung über die bulgarische Frage zu bestimmen. „I, bewahre," versicherle, nach dem „Reichenbacher Wochenblatt", der Kanzler, „lesen Sie Göthe'S Faust!" (Wenn hinten nyit in der Türkei die Völker aufeinander schlagen u. s. w.). — sAmerikanische Reclame.j Eine gelungene Zuschrift hat der Richter, vor welchem der Anarchisten - Proceß in Chicago verhandelt wurde, von einem Chicagoer Theaterdirector erhalten. In diesem Schriftstück heißt es: Acht der angeklagten Anarchisten würden zweifellos zum Tode veruitheilt werden und da die Hinrichtung jedes einzelnen der Verurtheilten dem County 500 Dollars kosten würden, könnten im Ganzen 4000 Dollars gespart werden, wenn folgender Vorschlag des Theaterdirectors acceptirt würde. Er beabsichtige, in Kurzem in seinem Theater ein neues Stück aufzuführen, in dessen einem Akte eine Hinrichtungsscene vorkäme, bei welcher eine aus- geftopfte Figur an Galgen gehenkt würde. Er erbiete sich, an Stelle der Figur an acht aufeinander folgenden Abenden die verurtheilten Anarchisten hinrichten zu lassen und zwar durch den Sheriff in aller Form deS Rechtens, wodurch, wie er bereits früher angedeutet, dem County viel Geld erspart werden würde. Der Richter hat dem so überaus gefälligen Director erwidert, er solle sich gedulden, bis die Angeklagten von der Jury schuldig befunden worden seien. — DaS ist jedenfalls ein noch nie da- gewesenes Reclame-Slück. — sEin Druckfehler.^ Dem „Reichsboten" hat der Kobold des Setzkastens einen tollen Streich gespielt. Es heißt darin in einem Artikel über Frankreich, in welchem die Bedingungen aufgezählt werden, unter denen ein Bündniß der Opportunisten mit den Conseroativen möglich erscheint, sub Nr. 3: „Aufrechterhaltung ehrlicher und höflicher Beziehungen zu allen Mädchen (statt zu allen „Mächten"). Nicht übel! — William Wallace, einer der ersten Pistolenschützen Schottlands, schoß, einer Weite zufolge, mehreren in bedeutender Entfernung festgebundenen Katzen die Augen auS. Er hatte die Wette gewonnen, allein auf Anzeige des Thierschutzvereins wurde die ganze liebenswürdige Gesellschaft verhaftet. Einige erbitterte Herren bewarfen Wallace mit Steinen, deren einer durch einen sonderbaren Zufall Wallace das rechte Auge ausschlug. — Dame, deren Knabe sehr eigensinnig und ungezogen ist, zum anwesenden Arzt: „Ach, Herr Doctor, Karlchen ist jetzt immer so nervös und aufgeregt, ich glaube, daS Kind müßte eine Luftveränderung haben. Meinen Sie nicht auch?" — Doctor: „Gewiß, gnädige Frau. Schmeißen Sie ihn raus." Jeisgeöotenes. Die der Lang-Gönser Spar- und Leihkasse gehörige Hofraithe mit Grabgarten, links am Wiesecker Weg Nr. 23, zusammen 2156 lüMtr. haltend, ist unter sehr günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei Geometer Henrich, 3312 Asterweg 8. Große Lotterie zur Wiederherstellung -er Katha- rinenkiräie Oppenheim am Rhein. Conc. in der ganzen preuß Monarchie, Großh Hessen u. and. deutsche Staaten. <^Ziehung 14. Oktober. Hanptgew.: 12000 Mark. 5000 Mark. 3000 Mark. ferner 1500,1000 Mk. 5 ä 500-2500 Mk. 1500 Gewinne: 43000 Mark-^^^ Loose ä 2 Mk., 11 Loose 20 Mk-, zu beziehen durch alle Loosgeschäfte, sowie durch die General-Agentur 2l. Eulenbcrg, Elberfeld, 5490] Lotterie- u. Bankgeschäft. In Gießen bei Ernst Euler, Erlengasse 15. Ledertreibriemen aus bestem Kernleder, ausgestreckt, genäht und gekittet, gedrehte Lederschnur, Elevator-Becher, Näh- und Binderiemen, Schrauben, Nieten und Riemenverbtnder bei 5107 Louis Wittich II., Sattler. WWWMWWWAWKWW Patentirt in allen Landern. Neu und bedeutender Ersparniß wegen unentbehrlich für Jedermann! Abwaschbare u. sich nicht abnutzende Terra-Vulcana- Feuerzeugständer (aus gebrannter Mineralmasse) Zur immerwährenden Entzündung schwedischer Zündhölzer. D. R.-P Nr. 33234. Preis pro Stück Mk. 1.25. Einzig existirendes Feuerzeug ohne aufge- strichene Zündmasse. Jeder Besitzer eines Terra-Vulcana-Feuerzeugständers ist daher in der Lage, die schwedischen Zündhölzer ohne theure Schachteloerpackung einzukaufen. Mein-Verkauf bei 4319 Fr. SeibeH. WMWWAWWWWWWW Allgemeiner Anzeiger. Gfach preisgekrönt in Jahresfrist. Deutschen Charlreuse und Benediktiner, Salvator- und Admirat-Liqueur etc. rtr., Cognacs, Arar. Rum rtr., den feinsten und theuersten ausländischen Marken ebenbürtig, dabei wesentlich billiger, liefert die 2742 Düsseldorfer Punsch- und Liqueurfabrik B. Meising In Düsseldorf. Käuflich in den feineren Geschäften. — Jede Flasche trägt meine Firma. Däpot bei Ferd. DrebeS vorm. Gg. Wilh. Weidig in Gießen. Unübertroffen X in vorzüglicher Qualität und zu billigsten Preisen empfehle eine große Auswahl in X X X X X X X schwarzen Cachemir s I. Dieter, 1956 Settersweg 57, dem Hotel „Prinz Carl" gegenüber. Gelegenheitskauf. Einen großen Posten reinwollene schwarze und eouleurte Kleiderstoffe, nur neue moderne Farben, gebe zu ganz enorm billigem Preise ab. Herm Ang. Müller, 3838 Leinen-. Bettwaaren- und Wäsche-Geschäft P Nächste Ziehung am 7., 8. und 9. September d. h 650000 Mark ^Jggllungs-,Lotterie Wfiimar |Q86 12800 i. W. v. kommen noch zur Verloosung, darunter Hauptgewinne i. W. v. 60000. 40 000, 20 000, 3 ä 10 000, 3 ä 5000, 6 ä 3000, 6 ä 20 00, 25 ä 1000, 60 ä 500 Mark u. s. w. Hnul-KousL ä 2V2 Wurk, 'Vokk-Koos^ gültig für alle Ziehungen ä 5 UrrrK, versendet und stellt noch Verkäufer unter günstigen Bedingungen an Der Vorstand der Ständigen Ausstellung in Weimar. w* Loose sind auch zu haben bei: 1 Julius Wallach, C Fr. Conrad, Friseur, Emil Orbig, Louis Scharmann jun., Carl Lehrmund, Neuenweg 36. 5776 Grosse Parthie Shlipse spottbillig, empfiehlt 5954 Äug Haubach. Ein neues, geräumiges Wohnhaus in einem industriereichen, an der Sieg belegenen Orte, nebst vorzüglich eingerichteten Nebengebäuden steht Familienverhältnisse halber billig zu verpachten oder zu verkaufen. Die Gebäude eignen sich zum Betrieb eines jeden Geschäftes, besonders eines Vieh- Handels. In diesem Orte besteht noch fein solches Geschäft. — Näheres zu erfragen in der Erpedition des „Betzdorfer Anzeiger" in Betzdors a. -d. Sieg. ______ 5969 Vollsaft. Emmenthaler SchwrucrKäle, la. Limburger Käse empfiehlt 6229 Carl Bieler, ________________Kreuz 6._________ Sammete, Peluche, Atlasse, Bänder, zu Kleider-Garnituren, empfiehlt in großer Farben-Auswahl und billigsten Preisen 5257 ■A.. Fangmann. Steinkohlen, mel. Nußkohlen, Brennholz re. empfiehlt 4959 J. Happel. _________4 9. Neustadt 49. Erlaube mir meine Rheinweine ä i/z Liter von 40 bi- *70 Pfg., über die Straße 3 Pfg billiger, in empfehlende Erinnerung zu bringen; ebenso einen guten Schoppen Apfelwein, sowie ein gutes Glas Oler aus der Actien • Brauerei Gießen. Flaschenbier srei in'ä Haus geliefert 22 Pfg. ä Flasche. P/t. Bauer 11^ 5387 Bahnhofstraße 57. Extra frinftrs Aepfel - Gelee per Pfund 33 Pfg. wieder eingetroffen. 6113 Fr, Seibel. y RiG, 'Hem g ' °°i der«Sott a die ,v9eflQÖten I >rdkn neues g > I »(Id),, , «uf= 1 eilt u A' »ui i mit „ J fa i r Mieter2'«® i ;W ?l mm dnrtz ber r?' ,n ! ! ' "Zaditen"). I a^eVh'0^einer ’ ,?en b,e Auom toutbe wen bewarfen * *« bas «ite S***I >.?*’ ’4 BhuBe, 1 ■ ~~ Doctor: | e Shlipse 5954 auhach. neues, geriiu- Wohnhaus 'm inbuftrie» an ber Sieg i Orte, nebft Nebengebäuden e halber billig irtaufen. Die n Betrieb eines :rs eines Vieh- Orte bestehl it. - Näheres ipebition des n Se&borf 'M enchakr Mfr, T Usk 6229 Kieler, A__ Zckchk, inber, empfiehlt in und billigsten 5257 maniu enM it, r re. 4959 äppeL ftabtjj.- ine 70 PsS" a bi»'«"' tniPjf* Alas nler rt, @iei=n- -5 Ulli gp I* 11*1 tJ^A/ a elee *’«1I3 0ibel' Mollinni Aveiiiirius sicherstes Holz - Conservirungsmittel und Schutz aegen feuchte Wände und Hausschwamm empfehlen als Alleinverkäuferr Jean Dem bis 70 A bedeutendstes Lager; seibstspielende Musikwerke, Spieldosen, Phantasie-Artikel m. Musik; zum Drehen: Aristons, Herophons, Melodions etc. etc., ferner Stimmgabeln, Tonangeber, Ocarinas, Holz- u. Strohinstrumente, Tactirstäbe, Metronome, Notenpulte in Holz u. Eisen, Notenetageres, Klavierstühle, Pat.-Klav:erlampen, Vereinsabzeichen f. Sänger etc. etc. Musik-Geschenke aller Art. Kinderinstrumente. Musikalien-Sortiment und Leihanstalt. | Musikalien-Lagerkataloge, Abonnements-Prospecte gratis u. franco. । I Illustrirte Preiskataloge gratis und franco. ""I Thatsächlich billigste Preise. ________Umtausch nicht convenirender Waaren gerne gestattet._______ Willi. Rudolph in Giessen, Musik-Instrumenten-Fabrik und Versandgeschäft. Lony’s Bierkeller. Von heute ab: Zell-Würzburger Bier im Zapf. 6114 Ausverkauf zurückgesetzter Tapeten und Beste bedeutend unter Preis. Grast Biödner, 5217 Bahnhofstraße 12. J. Gr. D. Bapat empfiehlt 2062 Haushaltungs-Ausstattungen, Kochgeschirre, emaillirt, verzinnt und in Gusseisen, Fliegenschränke. Kohlenhandlung en gros nnd en detail. W I MW A «WWW Ä Hetallwaarenlabrlk. II Sdiaffstädt Giesserei. empfiehlt sein Installationsgeschäft zur Anlage von Wasserleitungen, Bade- und Closeteinrichtungen, Gasleitungen, Pumpenanlagen etc. unter Garantie sachgemässer und solider Ausführung. Grosses Lager aller einschlagenden Artikel. Reparaturen billigst. — Kostenanschläge gratis. 6120 Mein reich sortirtes Lager in rohenkgebrannten Kaffees halte einem verehrlichen Publikum bestens empfohlen. Besonders mache aus einen ff. gebrannten Java pr. Pfd. 100 Pf., aufmerksam. [6171 Kari Bieler, Kreuz 6. 05 00 s A s U±- Ö- g Zur Jagd empfehlen wir alle Verbrauchsartikel, als wie: Patronen, Hülsen, Pfropfen, Schrot, Pulver 2C. Brüder Schmidt, 5975 Seltersweg 2. Wettfedern, Daunen und Uoßßaare sowie alle Bettwaaren empfehle in bester Qualität zu billigen Preisen. 1704 Herrn« Äug« Müller. 4870 Specialität: Kaffee Stutz-Flügel vorzügl. gut gehaltenes Instrument, 196 Ctm. lang, 132 Ctm. breit, von Wankel L Temmler, Leipzig (Ankaufspreis 1200 wird wegen Mangel an Raum billig abgegeben. Näheres bei Louis Rothenberger, 6103 Neuenweg 22. JJao Steinmetz- & Marmor- Geschäft ▼on Emil Kalbfleisch in Giessen vis-a-vis dem Friedhof empfiehlt sich zum Anfertigen von ErMMMernWuimentey etc. Hraöeinfaffungen, sowie zu allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiten in allen Steinarten. Reparaturen werden schnell und billig besorgt. Lager von ° Gusskrenzen und Porzellannlatten. Oeffentliche Kunstausstellung in Giessen. Unter Bezugnahme auf die unterm 19. Juli d. I. geschehene Aufforderung zur Gründung eines Kunstvereins für das ganze Großherzogthum Hessen bringen wir hiermit zur Anzeige, daß es uns durch günstige Umstände gelungen ist, mit dem heutigen Tage den Anfang einer Reihe von Kunstausstellungen zu machen und zunächst mit den Werken eines leider früh verstorbenen ausgezeichneten Architecten und Malers, des Professors G. Adolf Gnauth zu Nürnberg. Bei Gelegenheit der am 18. September dieses Jahres hier in Gießen stattfindenden Versammlung des Mittelrheinischen Architecten- und Ingenieur- Vereins ist, wie üblich, auch eine Ausstellung von Zeichnungen, Plänen und Entwürfen vorbereitet worden. — Durch die Güte unseres Kreisingenieurs, des Herrn Gnauth, ist es uns vergönnt worden, die Ausstellung der Zeichnungen und Gemälde aus dem Nachlasse seines verstorbenen Bruders schon vom 1. September an auch dem größeren Publikum zugänglich zu machen, und zwar in den Räumen des Instituts für Kunstwissenschaft im hiesigen Schlöffe, geöffnet Morgens von 11 bis 12 Uhr, und Nachmittags von 3 bis 5 Uhr täglich. Für die Mitglieder des Hessischen Kunstvereins ist der Eintritt unentgeltlich, für Nichtmitglieder gegen 50 Pfennig. Der Gegenstand der einzelnen Blätter ist auf denselben bemerkt. Eine kurze Lebensbeschreibung des Künstlers ist in den Ausstellungsräumen vorhanden Das kunstliebende Publikum Gießens wird hierdurch zu recht zahlreichem Besuche eingeladen Gießen, den 1. September 1886. Im Namen des Vorstandes: __________________Dr. H. v. Nitgen, Geheimerath.__________________ Zur gefälligen Beachtung. Dem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich mich mit meinem auj's Prachtvollste eingerichteten Rieseo-lioppel -Oarou® sei hier befinde. Da dasselbe aus's höchst Eleganteste eingerichtet und mit allem Comfort für das Publikum ausgestattet und als eines der schönsten existirenden zu betrachten ist, hoffe ich, daß das hochgeehrte Publikum mein Streben, etwas außerordentlich Gutes zu bieten, gütigst anerkennen und mich mit recht zahlreichem Besuche erfreuen wird. Hochachtungsvoll 6239 H. Görke, Carouffelbesitzer. Zwm deutschen Kaiser^ Giessen, Grünbergerstrasse 10, Restauration, Gartenwirthschaft u. Kegelbahn, gute Speisen, feines Bier und Weine, letztere per Glas = */< Liter von 25 H an und höher, hält bestens empfohlen 5668 Josef Luther. Jerrmschte Anzeigen. 5690 Ein Lehrmädchen aus guter Familie findet in einem feineren Colonial- u. Delicatessen-Geschäfte sofortige Stellung. Näheres in der _Cxped^b._$I. ____ 6194 Ein kräftiges, fleißiges Mädchen» mit guten Zeugnissen versehen, wird sofort oder Michaeli gesucht. Marktplatz 11- B (T 1 Wo F V S 4i 8 4> h s 'gYj s < Mit den neuen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika machen. Näheres bei dem General-Agenten M. Abraham, Mainz, und dessen Agenten r 575 Carl Loos, Gießen, Kirchenplatz. Hermann Vogt, Bad Nauheim. Heinrich Hohmann, Sellnrod.! Möbeltransport von J. Kessler, k Canzleiberg 9. Umzüge werden besorgt mit und ohne Umladung und unter Garantie bei billigster Berechnung.__426 Ein tüchtiger Arbeiter, sowie mehrere Sortirerinnen finden dauernde u. lohnende Arbeit bei Hermann liess, 6193 Bleichstraße 2. Nedaction: A. Scheyda. — Truck und Verlag der-Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.